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	<title>Falco Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Falco Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Falco &#8211; Rebell im Anzug</title>
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		<dc:creator><![CDATA[XXX]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Feb 2018 18:45:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[dominikanische republik]]></category>
		<category><![CDATA[Falco]]></category>
		<category><![CDATA[presse]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
		<category><![CDATA[wolfgang amadeus mozart]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute vor 20 Jahren verstarb Johann Hölzel, besser bekannt unter seinem Alter Ego Falco auf der Dominikanischen Republik bei einem Autounfall. Drogen und Alkohol sollen eine Rolle gespielt haben. Haben sie angeblich recht oft, im Leben des &#8222;neuen Mozart&#8220;.&#160; Hölzel, geboren 1957 ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute vor 20 Jahren verstarb <strong>Johann Hölzel</strong>, besser bekannt unter seinem Alter Ego <strong>Falco</strong> auf der Dominikanischen Republik bei einem Autounfall. Drogen und Alkohol sollen eine Rolle gespielt haben. Haben sie angeblich recht oft, im Leben des &#8222;neuen Mozart&#8220;.&nbsp; <strong>Hölzel</strong>, geboren 1957 in Wien, kennt man spätestens seit 1982 und der Single <em>&#8222;Der Kommissar&#8220;</em>, welche ihm erste internationale Beachtung bescherte. Inspiriert von <strong>Milos Forman</strong>s Kinoerfolg &#8222;Amadeus&#8220; und unter musikalischer Regie der <strong>Bolland</strong>-Brüder entstand 1984 das Album &#8222;Falco III&#8220; und <strong>Falco</strong>s größter Hit: <em>&#8222;Rock me Amadeus&#8220;</em>.</p>
<p><iframe width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/cVikZ8Oe_XA?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Falco</strong>s kontroversester, und wohl auch dunkelster Song ist <em>&#8222;Jeanny&#8220;</em>, ebenfalls vom Album &#8222;Falco III&#8220;. Fast sofort mit dem Index belegt, startete der Song trotzdem durch und verkaufte sich damals weit über 2 Millionen mal. Die aktuellen Zahlen liegen mir leider nicht vor, tendieren aber laut aktuellen Hochrechnungen gen 5 Millionen verkaufter Einheiten. Ein Song, welcher oberflächlich als Stalker-Romanze durchgehen könnte, letztendlich in der Pädophilen-Szene aber auch nicht unbeachtet blieb. Kontrovers bis zum Schluß, bzw. in den Rechtfertigungs-Modus gezwungen, gab es noch die Teile II und III, in welchen der schnöselige und eher unsympathisch wirkende Protagonist den moralischen Wirrungen versucht beizukommen. Was genauso viel Erfolg hatte, wie die Ansage in einem amerikanischen Schwurgericht: &#8222;Die Geschworenen vergessen bitte, dass der Angeklagte die 90-jährige Zeugin zuerst vergewaltigte, nachdem er sie selbstlos über den Zebrastreifen geleitete!&#8220;</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/Urw-iutHw5E?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Gewollt, oder ungewollt: die Musik, und auch die optische Präsenz bescherten <strong>Falco&nbsp;</strong>nun den internationalen Durchbruch, und auch den allzu bekannten Druck, ähnliche Genie-Streiche fortan am Fließband liefern zu müssen. Auf diesem Level darf ein Künstler eigentlich alles machen, sich natürlich auch ironisch-künstlerisch zu seiner Sucht bekennen. <em>&#8222;Mutter, der Mann mit dem Koks ist da&#8220;</em> von 1995 kann man einerseits als Hilferuf, in dieser Vertonung andererseits auch als neue Einnahmequelle seiner Erben verstehen.</p>
<p><iframe width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/videoseries?list=RD0m7bHdcq87o" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Wie auch immer, ich empfinde <strong>Falco</strong> noch immer als absolut authentischen und unverwechselbaren Musiker, der zu Unrecht in diese unsägliche &#8222;Neue Deutsche Welle&#8220;-Scheiße gepresst wurde und ja, sehr selbstverliebt und absolut kommerz-orientiert, dieser widerlichen und verlogenen &#8222;besseren Gesellschaft&#8220; den musikalischen Spiegel vorhält . <strong>Falco</strong>s musikalisches Erbe mutet poppig an, ist aber eher schwer verdaulich und mehr Metal, als so manchem lieb ist.</p>
<h2 style="text-align: center;">Ruhe in Frieden!</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-25086 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/02/Falco_Rock_Me-Amadeus-300x272-Kopie-300x272.jpg" width="300" height="272"></p>
<h2 style="text-align: center;">Falco</h2>
<h3 style="text-align: center;">19.02.1957 &#8211; 06.02.1998</h3>
<hr>
<p><strong>Alle Bild- und Tonrechte und Dank bei Familie Hölzel!</strong></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Deutschland tickt Silber – Stahlmann</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gastautor]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Jul 2017 06:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Heavy Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[afm]]></category>
		<category><![CDATA[bastard]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Falco]]></category>
		<category><![CDATA[ndh]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Deutsche Härte]]></category>
		<category><![CDATA[stahlmann]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Stahlmann – Bastard Veröffentlichungsdatum: 16. Juni 2017 Dauer: ca. 37 Minuten Label: AFM Records Genre: Neue Deutsche Härte Mittlerweile sind zwei Jahre ins Land gezogen als „CO2“ von Stahlmann erschien. Nun, Anno 2017, tickt Deutschland erneut Silber, damit einen ja nicht „der ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><b>Stahlmann – </b>Bastard<br />
Veröffentlichungsdatum: 16. Juni 2017<br />
Dauer: ca. 37 Minuten<br />
Label: AFM Records<br />
Genre: Neue Deutsche Härte</p>
<p class="p3">Mittlerweile sind zwei Jahre ins Land gezogen als „CO2“ von Stahlmann erschien. Nun, Anno 2017, tickt Deutschland erneut Silber, damit einen ja nicht „der schwarze Bastard holt“. Jetzt gehen wir der Sache auf den Grund und schauen, was der neue Silberling (ha ha – Silberling. Wortspiel verstanden?) zu bieten hat.</p>
<p><span id="more-18914"></span></p>
<h3 class="p3"><span class="s1">Dich holt der Bastard!</span></h3>
<p class="p3">Mit dem Opener <i>„Leitwolf“ </i>werden wir vorerst ruhig und sanft in das Album eingeführt. Denkste! Mit einem auf die Ohren drückenden Elektrobeat wie bei Stahlmann üblich, beginnt der Track, welcher die Karriere der Band zu charakterisieren versucht. Das gelingt geradezu formidabel! Durch den „Ein-Wort-Mitgröhl-Refrain“ wird eine ausgelassene Stimmung erzeugt und man bekommt einen kleinen Vorgeschmack, wie es auf dem Album wohl zugehen wird.</p>
<p class="p3">Wenn einem der erste Track doch noch nicht gereicht haben sollte &#8211; Kein Problem, der Zweite lässt nicht auf sich warten und legt noch eine Schippe oben drauf.<br />
<i>„Judas“ &nbsp;</i>ist scheinbar eine Hass-Erklärung an eine Person, welche dem Hörer unbekannt bleibt. Das ist vermutlich auch besser, denn die &#8222;Kritik&#8220; ist hier ziemlich offensiv. Ein Satz bleibt dem Hörer dann aber genau im Gehirn stecken.<br />
„Fick Dich – Spar dir deine Lügen!“. Das mag keine galante Ausdrucksform sein &#8211; aber sie ist wirkt.</p>
<p class="p3">So gut, dass der Song noch Tage im Kopf bleibt. Der Sänger, welcher zwischen den Refraind ohne große Instrumentalbegleitung flüstert, verbessert die Stimmung des ganzen Albums immens. Ein Stilmittel mit dem einen sehr großer Wiedererkennungswert einhergeht.</p>
<h3 class="p3">Es wird brachial.</h3>
<p class="p3">Ein Stahlstoß jagt den nächsten…und wir sind gerade mal beim dritten Song. Welcher sich <i>„Bastard“ </i>schimpft und den Titeltrack repräsentiert. Ein Lied, welches den Hörer unglaublich gut antreiben kann und Lust aufkeimen lässt, sich den nächsten Kamm zu schnappen und in seiner Wohnung eine Art Minikonzert abzuhalten. Der perfekte Soundtrack wenn dich dann wirklich mal der schwarze Bastard holt.</p>
<p class="p3">Nach dem ersten &#8222;richtigen&#8220; Hit auf dem Album, gleiten wir direkt in den nächsten. Mit <i>„Nichts spricht wahre Liebe frei“ </i>bekommen wir eine Art morbides Liebeslied in das Gesicht geklatscht, welches den Hörer eine düstere Spur von Wehmut auf den Weg mitgibt. Wer sich bei dem Wort „Liebeslied“ jetzt schon Sorgen macht, Stahlmann könnten zu einer Schlager-Metal-Kapelle mutieren, den kann ich beruhigen: Genau so, wie das Gefühl der Liebe eine höchst individuelle Angelegenheit ist und mit unter die verschiedensten Facetten menschlicher Emotion aufnimmt und verbindet, so unterwirft sich auch dieses Werk keiner vereinheitlichten Mechanik, der die Schund-und-Klatsch-Liebeslieder der uns mindestens suspekten Interpreten, zu Grunde liegen.</p>
<p class="p3">In&nbsp;<i>„Wächter“&nbsp;</i>verschwimmen die Grenzen zwischen Gut und Böse. Hier ist der Wächter scheinbar gleichzeitig der Verfolger und in mir beginnt der Gedanke zu keimen, dass dieser Song, ähnlich wie der von <b>FALCO </b>etablierte Hit <i>„Jeannie“ ,</i>eine Liebesgeschichte der anderen Art ist.<br />
Wo bei anderen Songs die Instrumentalisierung überzeugt, so bestechen hier die Lyrics. Die Worte und Aussagen sind viel intelligenter geschliffen, als es bei anderen etablierten Bands der Szene Standard ist. Und den Kritikern der Band könnte das auch ein wenig Wind aus den Segeln nehmen.</p>
<p class="p3">Nach der ganzen Brutalität, erhofft man sich nun eine verdiente, kurze Ruhepause, welche man dann auch bekommt. <i>„Von Glut zu Asche“ </i>bietet einen unglaublich stimmungsvollen Refrain, von welchem die Melodie einem im Kopf stecken bleibt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-18915" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/SM_B_P04.jpg" alt="" width="1600" height="1067" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/SM_B_P04.jpg 1600w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/SM_B_P04-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/SM_B_P04-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/SM_B_P04-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/SM_B_P04-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></p>
<h4 class="p3"><span class="s1">Es ist noch längst nicht vorbei</span></h4>
<p class="p3">Mit <i>„Alptraum“ </i>und <i>„Dein Gott“ </i>bekommt man durchaus solide Songs, welche aber im Vergleich zu den Vorgängern nun nicht mehr besonders herausstechen können. Ersterer wartet mit einem sehr einfallsreichen Instrumental auf, während der zweite eine Art Streitgespräch darstellt: Der allmächtige Gott redet von sich selbst, bis im Refrain dann die Person angeschrien wird, welche an eben solchen glaubt. Ein Track, mit dem man sich näher beschäftigen sollte, da die Thematik, nicht aktueller sein könnte.</p>
<p class="p3">Der vorletzte Streich der Band namens&nbsp;<i>„Schwarz und Weiß“ </i>wartet mit erstaunlich wenig Instrumentalisierung auf und wird ab dem Refrain überraschend zum Hit der gesamten Platte. Ein melancholischer, melodischer Song welcher von Streichern begleitet und engelsgleich vorgetragen wird. Passend zur Thematik – Engel.</p>
<p class="p3">Im letzten und leider schwächsten Lied der Platte <i>„Supernova“ </i>wird wieder die Taktik des &#8222;Mitgrölrefrains&#8220; eingesetzt. Das hilft dem Song leider auch nicht mehr.&nbsp;</p>
<p>Man könnte fast sagen: Die Platte stirbt einfach kurz vorm Ziel. Das ist irgendwie doof, aber wirft keinen langen Schatten auf das Gesamtbild des Werkes.</p>
<hr>
<h5>Dies ist ein Artikel von unserem Gastautor Sebastian Krüger</h5>
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		<title>Ein Thema für die Musikethnologie &#8211; Drescher</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Dec 2016 14:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Drescher]]></category>
		<category><![CDATA[Falco]]></category>
		<category><![CDATA[metal]]></category>
		<category><![CDATA[Motörhead]]></category>
		<category><![CDATA[österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Thrash Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>DRESCHER &#8211; Erntezeit Veröffentlichungsdatum: 18.11.2016 (EU) Dauer: 48 Min. Label: NAPALM RECORDS Stil: Folk Thrash &#160; Mal vorab: Ich mag Österreich. Und ich mag Metal. Dafür werde ich mich auch nicht entschuldigen. Jetzt habe ich beides aber in einer mir bisher unbekannten ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>DRESCHER</strong> &#8211; Erntezeit<br />
Veröffentlichungsdatum: 18.11.2016 (EU)<br />
Dauer: 48 Min.<br />
Label: NAPALM RECORDS<br />
Stil: Folk Thrash</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mal vorab: Ich mag Österreich. Und ich mag Metal. Dafür werde ich mich auch nicht entschuldigen. Jetzt habe ich beides aber in einer mir bisher unbekannten Konstellation kennengelernt: <strong>DRESCHER</strong>. Und sie haben eine neue Kombination im Stilkarussell des Metals gefunden: Folk Trash. Auf Deutsch, mit österreichischem Akzent. Grandios, endlich mal was Neues! Oder? &#8222;Mundart-Texte&#8220; und &#8222;gute alte Metal-Riffs der Neunzigerjahre&#8220;, schreiben sie in ihrer Promo. Welche Thrash-Band hat denn in den Neunzigerjahren ein Akkordeon benutzt? Achso, wir reden über Österreich. Und Folk ist ja auch mit drin. Ok.</p>
<p>Also, schauen wir doch mal musikethnologisch drauf. Mundart ist natürlich schon regional unterschiedlich und garantiert somit eine gewisse Individualität, und auch Identität. Wobei sich dann die Frage bei der betroffenen Gruppe stellt, wieso gleich im ersten Song&nbsp;ein englischer Titel genutzt wird (<em>&#8222;First Blood&#8220;</em>)? Slang? Das muss man dafür schon wissen. Oder wieso Cover-Songs (<em>&#8222;Rock Me Amadeus&#8220;</em> und <em>&#8222;Ace of Spades&#8220;</em>) mit auf der Platte gelandet sind, wobei der zweite sogar noch eingedeutscht wurde (<em>&#8222;Ass in Pik&#8220;</em>)? Schade irgendwie.</p>
<p>Danach kommt die Frage auf, ob das Akkordeon wirklich identitätsstiftend ist. <strong>KORPIKLAANI</strong> beispielsweise nutzen dieses Instrument ja auch. Generell lässt es sich weder zeitlich noch räumlich wirklich nur zu einer Region zuordnen. Auch mit der Herkunft und Entwicklung kann man sich tiefergehend beschäftigen.</p>
<p>Soweit möglich, spielt dann die Themenwahl eine Rolle. <em>&#8222;Danke fia nix&#8220;</em> ist ein Ausspruch, welcher sich auch nicht regional/lokal beheimaten lässt. Genauso wie die Beziehung zwischen Menschen. Eigentlich genau das Gegenteil von einzelnen Gruppen, da es ein überall vertretenes Thema ist.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/hH9CGC9SiWc?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Beim weiteren Hören der Platte merkt man, dass die Texte an sich erstaunlich gut mit der Musik harmonieren. Rhythmisch gibt es keine Gegensätze, es stockt nicht, die Lieder fließen ziemlich gut. Dennoch, markante Hooks, die sich mitsingen ließen, bleiben aus. <em>&#8222;Olles wos mir fehlt&#8220;</em> oder <em>&#8222;Bled grennt&#8220;</em> klingt witzig, authentisch, und hat nicht die Härte, welche der deutschen Sprache nachgesagt wird. Und musikalisch erstaunt das Quintett durchaus. Zwischen dem Quatsch-Metal stechen plötzlich immer wieder wirklich gute Soli raus. Es geht&nbsp;also auch anders!</p>
<p>Grundsätzlich fällt bei den Songs aber auf: sie unterscheiden sich nur im Text, wobei dieser sich auf oft wenige Zeilen in österreichisch eingefärbtem Deutsch reduziert. Die Identität entsteht hier durch diese sprachliche Komponente, nicht durch musikalische oder inhaltliche. Quasi einfach ein: &#8222;Schaut mal, wir sind aus Österreich, witziger Dialekt, was?&#8220;. Vermarktung eines sprachlichen Merkmals. Aber reicht das, gerade bezogen auf das Thema Identität? Ok, <strong>FALCO</strong> wird herangezogen. Ein Tribut an einen Musiker aus der Heimat, welcher international Erfolg hatte. Tada. Das mit <strong>MOTÖRHEAD</strong> hätte aber nicht sein müssen.</p>
<p>Daher: Witzig, ja. Aber auch verwirrend. Braucht man das? Oder bin ich dafür einfach nur zu nah dran? Das ist ja oft das Problem bei solchen Gruppen. Sie kommen eher in der Ferne gut an. <strong>DRESCHER</strong> bieten kurzweiligen Spaß-Metal, zeigen auf dieser Platte aber prinzipiell keine Basis, die ihnen eine herausragende Stellung in der aktuellen Metal-Landschaft rechtfertigen würde.</p>
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