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	<title>Fimbul 2020 Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Fimbul 2020 Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Fimbul Festival 2020 &#8211; Part 2</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Simon G]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Oct 2020 10:41:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Weil es soo schön war, hier direkt Part 2 unseres Fimbul Festival Berichts:</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/fimbul-festival-2020-part-2/">Fimbul Festival 2020 &#8211; Part 2</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Auf der Suche nach Part 1? <a href="https://silence-magazin.de/fimbul-festival-2020-part-1">Hier geht&#8217;s lang!</a></h2>
<hr>
<h1>Der zweite Tag</h1>
<p>Es ist <strong>Samstag</strong>, der 5. September um 15 Uhr und die Wetter-App sagt: <strong>16°C, 89% Regenwahrscheinlichkeit</strong> und &lt; 1 Sonnenstunden. Alle haben sich mittlerweile zäh aus ihren Schlafgemächern begeben und sind trotz des <strong>grauen Himmels</strong> entspannt und locker.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36462" aria-describedby="caption-attachment-36462" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-36462 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/Q6cHfieQ-300x200.jpeg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/Q6cHfieQ-300x200.jpeg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/Q6cHfieQ-1024x682.jpeg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/Q6cHfieQ-360x240.jpeg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/Q6cHfieQ-750x500.jpeg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/Q6cHfieQ.jpeg 1450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36462" class="wp-caption-text">©Carsten Brand</figcaption></figure>
<p>OK. Das Line-Up sagt: <strong>Asharda&#8230; Asarhdaa.. ASARHADDON</strong>! Sagt(e) mir bisher rein gar nichts. Ein Blick auf <a href="https://asarhaddon.bandcamp.com/album/reysa"><strong>Bandcamp</strong></a> und die <a href="https://www.metal-archives.com/bands/Asarhaddon/3540402675">Encyclopaedia Metallum</a> verrät mir: Das ist <strong>Black Metal aus Magdeburg</strong>. Seit 2017 mit einer<strong> Frau an den Vocals</strong> und mit ihrem ersten <strong>full-length Album</strong> &#8222;Reysa&#8220; im Gepäck, welches im <strong>Februar 2020</strong> erschienen &#8211; also brandneu ist. Ich bin gespannt, erwarte aber dem &#8222;erste Band&#8220;-Bias erliegend nicht zu viel. Was ich zu hören bekomme, <strong>begeistert</strong> mich jedoch auf Anhieb. Nach ruhigen Gitarrenklängen als Intro ertönt ein Schrei der Sängerin und aktiviert eine melancholisch anmutende Gitarrenwand und Doublebass. Die deutschen Lyrics stören für mich ausnahmsweise einmal nicht das Klangbild &#8211; sehr positiv!</p>
<p>Nach ihrem ersten Song sind bereits schätzungsweise<strong> 100 Menschen</strong> im näheren Bühnenumfeld anwesend. Die Reihen füllen sich zügig weiter. Und trotz dessen, dass <strong>ASARHADDON</strong> die erste Band des Tages sind, erblicke ich schnell einzelne Menschen, die ihre Haare schütteln oder enthusiastisch mitwippen. Der<strong> melancholisch-melodiöse, düstere Sound</strong> und der <strong>kräftig-rauhe Schreigesang</strong> aus mittelhohen Growls und Screams passen gut zum tristen, grauen Samstagnachmittag. <strong>ASARHADDON</strong> liefern den Besucherinnen und Besuchern des <strong>Fimbul Festivals</strong> offensichtlich einen handfesten Grund, ihre Zelte und Pavillons zu verlassen und zum Burghof zu strömen &#8211; Bravo! Mir liefern sie einen Grund, mir eins ihrer optisch ansprechenden Shirts und einen Metalpin zu kaufen, während meine Schreiber-Kollegin <em><strong>Malin</strong> </em>sich der nächsten Band widmet.</p>
<h3>Ein Fest(ival) für die Götter</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36463" aria-describedby="caption-attachment-36463" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" class="wp-image-36463 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/Ig5rkFdw-300x200.jpeg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/Ig5rkFdw-300x200.jpeg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/Ig5rkFdw-1024x682.jpeg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/Ig5rkFdw-360x240.jpeg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/Ig5rkFdw-750x500.jpeg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/Ig5rkFdw.jpeg 1450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36463" class="wp-caption-text">©Carsten Brand</figcaption></figure>
<p><em>Malin:</em><strong> Odin!</strong> Bei keiner anderen Band fällt dieser Name so oft wie bei dem<strong> folklorischen Duo WALDTRÄNE</strong>. Ein Mann, eine Frau, ein Thema: Natur. Wind und Wälder, Geister und Götter, das volle Programm. Naturbelassene Gewandungen, Schnurgürtel und Amulette sowie ein runder Schild mit einem Adler darauf verleihen der Szenerie die entsprechende <strong>Optik</strong>. Musikalisch umgesetzt wird das Ganze von (verstärkter) <strong>Akustikgitarre, Trommel und Flöte</strong>, gepaart mit Gesang. Die Melodien erinnern mich teilweise an <strong>SKYFOREST</strong>, die Songs selbst werden mit Einspielern von Vogelgezwitscher und rauschendem Wind ergänzt.</p>
<p>Das Problem ist bloß: Die <strong>Atmosphäre</strong> eines <strong>Lagerfeuers</strong> wäre perfekt für diese Musik, aber am helllichten Tag entfaltet die Darbietung nicht so recht ihre Wirkung. Das wirkt sich leider auch auf die Zuschauerzahl aus, die eher gering ausfällt. Irgendwie können <strong>WALDTRÄNE</strong> mich nicht begeistern. Das liegt vielleicht auch an dem teils ungleichmäßig lautem Gesang, vor allem aber am fehlenden Elan. Und dann scheint auch noch die Mittagssonne so wohlig warm&#8230; eigentlich könnte ich doch ein kleines Nickerchen machen&#8230;</p>
<h3>Nix da!</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36464" aria-describedby="caption-attachment-36464" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-36464 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/qQyqPJ1A-300x200.jpeg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/qQyqPJ1A-300x200.jpeg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/qQyqPJ1A-1024x682.jpeg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/qQyqPJ1A-360x240.jpeg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/qQyqPJ1A-750x500.jpeg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/qQyqPJ1A.jpeg 1450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36464" class="wp-caption-text">©Carsten Brand</figcaption></figure>
<p>&#8230;Denkste! Jeder, der bei <strong>WALDTRÄNE</strong> in <strong>Sekundenschlaf</strong> verfallen ist, wird jetzt von <strong>THEOTOXIN</strong> gnadenlos wieder aufgeweckt. Die <strong>Österreicher</strong> stellen dieses Jahr neben <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> die einzige Band beim <strong>Fimbul Festival</strong>, die nicht aus <strong>Deutschland</strong> kommt. Mit kompromisslosem Geballer fordern sie das heranrückende Publikum quasi durchgehend zum Headbangen heraus. Es geht derart zur Sache, dass dem Schlagzeuger sogar eines seiner <strong>Becken umkippt</strong> &#8211; zum Glück ist es schnell wieder aufgestellt, und <strong>THEOTOXIN</strong> können ohne größere Unterbrechung weiter ihren krachenden<strong> Black Metal</strong> zum Besten geben.</p>
<p>Mit ihren <strong>schwarzen Tüchern</strong>, die sie über Mund und Nase gezogen haben, sind die Bandmitglieder neben der (natürlich nicht zu vernachlässigenden) <strong>Optik</strong> auch gleich gegen <strong>Corona</strong> gewappnet. Ihr Aussehen gleicht ihrer Musik &#8211; <strong>hart und böse</strong>, aber irgendwie <strong>cool</strong>. Mir gefällt der Auftritt von <strong>THEOTOXIN</strong>, und damit ich diese persönliche Neuentdeckung nicht gleich wieder aus den Augen verliere, wird am Merchstand auch erstmal eine CD gekauft!</p>
<h3>Kontrastprogramm zwischen Black und Pagan</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36465" aria-describedby="caption-attachment-36465" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36465 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/qjYrKzuw-300x200.jpeg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/qjYrKzuw-300x200.jpeg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/qjYrKzuw-1024x682.jpeg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/qjYrKzuw-360x240.jpeg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/qjYrKzuw-750x500.jpeg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/qjYrKzuw.jpeg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36465" class="wp-caption-text">©Carsten Brand</figcaption></figure>
<p><em>Simon:</em> Mittlerweile ist es 18:50 und mit der Abendbrotzeit kommen die <strong>Thüringer Germanenhorden</strong> von<strong> XIV DARK CENTURIES</strong> auf die reich mit mittelalterlichen Flaggen dekorierte Bühne. Die Textpassage <strong>&#8222;Blut für Blut; Fleisch für Fleisch&#8220;</strong> verrät: Sie starten mit <em>&#8222;Zeit der Rache&#8220;</em> vom 2011er &#8222;Gizit dar Faida&#8220;-Album und greifen ganz nebenbei die einzigen Sonnenstrahlen des Tages ab. Offenbar haben <strong>XIV DARK CENTURIES</strong> also die Gunst Wotans erlangt.</p>
<p>Auch <strong>XIV DARK CENTURIES</strong> haben mit &#8222;Waldvolk&#8220; (Release: Februar 2020) ein <strong>neues Album</strong> im Gepäck, von dem sie mit <em>&#8222;Ich bin das Feuer&#8220;</em> auch direkt einen Song dem Publikum des <strong>Fimbul Festivals</strong> präsentieren. Schätzungsweise<strong> 200-300 Zuschauer</strong> befinden sich zu dieser Zeit im weiteren Bühnenbereich und zumindest die <strong>Pagan-Fraktion</strong> davon wird von der Musik definitiv abgeholt. Spätestens als mit <em>&#8222;Auf zur Schlacht&#8220;</em> von &#8222;Jul&#8220; <strong>&#8222;etwas altes &#8211; für die Rentner&#8220;</strong> gespielt wird, wippen sehr viele Gäste einschließlich mir selbst munter zur Musik. Die Klassiker scheinen es hier definitiv etwas leichter zu haben als neue Songs. Headbangen bis in die hinteren Reihen, <strong>&#8222;Oi, Oi, Oi!&#8220;</strong> und empor gereckte Fäuste zeigen: Hier macht das Publikum mit! Dies wird erneut deutlich, als <em>&#8222;Julenzeit&#8220;</em> (ebenfalls von &#8222;Jul&#8220;) ertönt und <strong>&#8222;laa la la (&#8230;), Hooo hoo hoo&#8220;</strong> gemeinschaftlich zur Geigenmelodie gesungen wird.</p>
<h3>Nicht Fisch, nicht Fleisch</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36466" aria-describedby="caption-attachment-36466" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36466 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/rdUt1Z0Q-300x200.jpeg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/rdUt1Z0Q-300x200.jpeg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/rdUt1Z0Q-1024x682.jpeg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/rdUt1Z0Q-360x240.jpeg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/rdUt1Z0Q-750x500.jpeg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/rdUt1Z0Q.jpeg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36466" class="wp-caption-text">©Carsten Brand</figcaption></figure>
<p><em>Malin:</em> Eine Band, auf die ich mich eigentlich gefreut habe, weil ich ihre Musik sehr gerne höre, sind <strong>WALDGEFLÜSTER</strong>. Vielleicht war meine <strong>Erwartungshaltung</strong> darum auch etwas zu hoch. Aber der Reihe nach. <strong>WALDGEFLÜSTER</strong> sind mittlerweile zu sechst, die gesamte Band trägt matchende T-Shirts in Naturfarben mit ihrem Logo darauf und auch die Bühne ist thematisch passend <strong>dekoriert</strong>. Als <strong>Mikrofonständer</strong> fungieren Äste und links und rechts von den Musikern hängt jeweils ein Banner mit dem Wappen der Band, bestehend aus Schriftzug, Hirschkopf und Wald. So weit, so gut &#8211; dann kanns ja jetzt losgehen mit der Musik.</p>
<p>Aber die Band hat offenbar ein <strong>anderes Konzept</strong>. Begleitet von den Gitarren, die zuvor bereits ein Intro gaben, stellt sich zunächst der <strong>kahlköpfige Sänger</strong> ans Mikrophon und rezitiert einige poetische Sequenzen. Das soll vermutlich <strong>Atmosphäre</strong> erzeugen, aber irgendwie lässt es mich komplett kalt. Ich warte auf den ersten Song, und je länger dieses Warten dauert, desto unruhiger werde ich.</p>
<p>Aber dann ist es endlich so weit und <strong>WALDGEFLÜSTER</strong> legen mit genau dem<strong> Black Metal</strong> los, der mich so begeistert: Melodisch, gewaltig &#8211; und atmosphärisch! Dieser Teil des Auftritts wirkt auf mich, wie es vermutlich schon der Anfang hätte tun sollen. Leider vergeht die Zeit wieder einmal viel zu schnell und ehe ich mich versehe, ist die Hälfte der Musiker schon wieder von der Bühne verschwunden. Die noch verbliebenen wiederholen das <strong>Zeremoniell</strong> vom <strong>Anfang</strong>. Und obwohl ich mich redlich bemühe (vielleicht ist genau das der Fehler?), ich kann die gewünschte Wirkung immer noch nicht nachvollziehen.&nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36467" aria-describedby="caption-attachment-36467" style="width: 1440px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36467 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/JIejNEQ.jpeg" alt="" width="1450" height="966" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/JIejNEQ.jpeg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/JIejNEQ-300x200.jpeg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/JIejNEQ-1024x682.jpeg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/JIejNEQ-360x240.jpeg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/JIejNEQ-750x500.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36467" class="wp-caption-text">©Carsten Brand</figcaption></figure>
<p>Der Auftritt von <strong>WALDGEFLÜSTER</strong> ist gut besucht, und auch als die gesamte Band zum Schluss noch einmal auf die Bühne tritt und sich vor den Zuhörern verbeugt, wird großflächig geklatscht. Es ist also vielleicht nur mein subjektiver Eindruck, wenn ich sage, mich hat die Vorstellung etwas enttäuscht. Ich hatte mich vor dem <strong>Fimbul Festival</strong> gefragt, wer wohl für mich das Rennen in Sachen <strong>atmosphärischster Auftritt</strong> machen würde &#8211; <strong>WALDGEFLÜSTER</strong> oder <strong>HARAKIRI</strong> <strong>FOR THE SKY</strong>. Und nun muss ich ehrlich sagen, <strong>HFTS</strong> haben gewonnen &#8211; mit deutlich mehr Vorsprung, als ich erwartet hatte. Aber da sieht man mal wieder: Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.</p>
<h3>Vom finsteren Wald in den eisigen Kosmos&#8230;</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36468" aria-describedby="caption-attachment-36468" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36468 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/jAoieMzA-300x200.jpeg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/jAoieMzA-300x200.jpeg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/jAoieMzA-1024x682.jpeg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/jAoieMzA-360x240.jpeg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/jAoieMzA-750x500.jpeg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/jAoieMzA.jpeg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36468" class="wp-caption-text">©Carsten Brand</figcaption></figure>
<p><em>Simon:</em> Von <strong>Black Meta</strong>l mit irdischen/naturbezogenen Themen kommen wir mit <strong>THE SPIRIT</strong> zu <strong>kosmisch-kaltem Black Metal</strong>. Die drei &#8211; eigentlich vier &#8211; Jungs aus <strong>Saarbrücken</strong> entpuppen sich für mich überraschend als eins <strong>DER Festivalhighlights</strong> für mich. Denn unter dem Namen konnte ich mir erst einmal gar nichts vorstellen. Die Ansage zu Beginn des Gigs, dass wegen des leider verhinderten <strong>Bassers</strong> um<strong> &#8222;Entschuldigung gebeten wird, falls es hier und da etwas dünn klingt &#8211; aber Absagen nicht in Frage kam&#8220;</strong> machen sie umso sympathischer.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36469" aria-describedby="caption-attachment-36469" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36469 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/W1lihmvg-200x300.jpeg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/W1lihmvg-200x300.jpeg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/W1lihmvg-682x1024.jpeg 682w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/W1lihmvg-750x1126.jpeg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/W1lihmvg.jpeg 966w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36469" class="wp-caption-text">©Carsten Brand</figcaption></figure>
<p>Ich erwarte &#8211; den kosmischen Motiven auf den Aufstellern links und rechts der Bühne nach &#8211; also etwas &#8222;<strong>dünnen</strong>&#8220; <strong>Black Metal</strong>. Und ich werde extrem geflasht. Denn was da von der abwechselnd rot und blau eingefärbten Bühne auf mich einprasselt, ist alles andere als &#8222;dünn&#8220;. Zwei durchgängig <strong>schreddernde Gitarren</strong>, ein Schlagzeug von dem <strong>Doublebass</strong> und <strong>Blastbeats</strong> abwechselnd in absolut überwältigend brachialer Art und Weise auf mich einbrettern und eine <strong>garstig tiefe, raue und kalte Stimme</strong> &#8211; das sind <strong>THE SPIRIT</strong>.</p>
<p>Was für eine überwältigende <strong>Black Metal</strong> Wand! Anfangs ist die Snare noch etwas sehr prägnant und klingt nach <strong>Tupperdose/Blechtopf</strong>, doch das wird schnell korrigiert &#8211; oder sollte das sogar so sein? Das absolut überragende, alles niederreißende <strong>Geknüppel</strong> wird immer wieder unterbrochen von ca. einminütigen, instrumentalen Gitarrenparts und dann wieder von einer Welle der Verwüstung kosmischer Kälte überschwemmt.</p>
<p>Und als ob <strong>THE SPIRIT</strong> mich nicht schon mit ihrer Musik und Live-Performance absolut überzeugt hätten, kommen sie dann noch mit absolut grandiosem <strong>Merchandise</strong> in Form von ansehnlichen Shirts und Beuteln daher.</p>
<h3>&#8230; und wieder zurück in den Wald</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36470" aria-describedby="caption-attachment-36470" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36470 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/lwMLeVoQ-300x200.jpeg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/lwMLeVoQ-300x200.jpeg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/lwMLeVoQ-1024x682.jpeg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/lwMLeVoQ-360x240.jpeg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/lwMLeVoQ-750x500.jpeg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/lwMLeVoQ.jpeg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36470" class="wp-caption-text">©Carsten Brand</figcaption></figure>
<p>&#8230; geht es direkt im Anschluss mit dem <strong>Headliner</strong> des zweiten Tages: <strong>FINSTERFORST</strong>.</p>
<p>Ich sehe drei <strong>bärtige</strong>, <strong>verschmutzt</strong> aussehend geschminkte <strong>Glatzköpfe</strong>, die sich sehr ähnlich sehen auf der Bühne. Ich sehe einen <strong>Sänger</strong>, der mit einem ausgeprägten <strong>Entertainer-Gen</strong> seine Vocals darbietet und weiß: Der zu hörende Folk-Metal ist der von <strong>FINSTERFORST</strong>! Bei einem der beiden genannten <strong>Glatzköpfe</strong> handelt es sich übrigens um <strong>Stef</strong>, den regelmäßig <strong>outgesourceten</strong> <strong>Sänger</strong> von <strong>JÖRMUNGAND</strong> &#8211; ein vom Vortag bekanntes Gesicht also. Der <strong>Revoluzzergeist</strong> á la<em> &#8222;Mach dich frei&#8220;</em>, den viele der Songs von <strong>FINSTERFORST</strong> ausstrahlen findet sich in der blutig-schmutzigen Schminke der Musiker allerdings mehr wieder als im uniformartigen Auftreten der Band, denn absolut ALLE tragen rot-schwarz karierte Holzfällerhemden und schwarze Jeans. Aber gut &#8211; der Professionalität der Musik und des Auftritts von <strong>FINSTERFORST</strong> tut dies keinen Abbruch.</p>
<p>&#8222;Hallo Fimbul Festival!&#8220; &#8211; &#8222;Hallo <strong>FINSTERFORST!</strong>&#8220; &#8211; &#8222;Sehr freundlich, der junge Mann da in der 1,5ten Reihe!&#8220; &#8230; &#8222;Habt ihr ein geiles Wochenende!?!? So eine geile Scheiße, endlich wieder live spielen zu können!&#8220; Dieser <strong>Dialog</strong>, genau wie das sich wiederholende &#8222;Und eure Hände!!! PROST!!!&#8220; oder &#8222;Ihr seid zu leise!!!&#8220; zeigen: <strong>FINSTERFORST</strong> fühlen sich wohl auf der Bühne und verstehen es, das Publikum da abzuholen, wo es steht &#8211; selbst, wenn es in 1,5 m Abstand und/oder mit Mund-Nasen-Schutz ist.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36471" aria-describedby="caption-attachment-36471" style="width: 1440px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36471 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/10eMxK8g.jpeg" alt="" width="1450" height="966" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/10eMxK8g.jpeg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/10eMxK8g-300x200.jpeg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/10eMxK8g-1024x682.jpeg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/10eMxK8g-360x240.jpeg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/10eMxK8g-750x500.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36471" class="wp-caption-text">©Carsten Brand</figcaption></figure>
<p>Dennoch muss ich feststellen, dass weniger Zuschauer als beim Vortages-Headliner <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> zuschauen. Die angereisten, ihre Fäuste eifrig bei jedem Song hoch reißenden <strong>FINSTERFORST</strong>&#8211;<strong>Ultras</strong> gleichen dies jedoch insgesamt aus. <strong>FINSTERFORST</strong> sind nicht das, was ich persönlich musikalisch bevorzuge, aber ich kann nicht leugnen, dass sie auf jeden Fall ein Garant für eine professionelle Performance sind, die <strong>Folk-</strong> und <strong>Pagan Metal Fans</strong> auf ihre Kosten kommen lässt.</p>
<p>Mit der Hymne der Revolution: <em>&#8222;Mach dich frei!</em>&#8220; schließen FINSTERFORST ihr Set und mobilisieren noch einmal alle Kräfte im Publikum &#8211; alles in allem ein runder Auftritt.</p>
<h3>Es ist Krieg, ihr Wichser!</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36472" aria-describedby="caption-attachment-36472" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36472 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1K-U_xIg-300x200.jpeg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1K-U_xIg-300x200.jpeg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1K-U_xIg-1024x682.jpeg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1K-U_xIg-360x240.jpeg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1K-U_xIg-750x500.jpeg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1K-U_xIg.jpeg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36472" class="wp-caption-text">©Carsten Brand</figcaption></figure>
<p><em>Malin:</em> Last but not least haben <strong>TOTENWACHE</strong> ihren großen Auftritt und runden damit das <strong>Fimbul Festival 2020</strong> ab. Ich war im Vorfeld schon sehr gespannt darauf, sie endlich mal live zu sehen. Und ich werde nicht enttäuscht! Die drei Hamburger spielen<strong> anti-christlichen Black-Metal</strong> á la <strong>SARGEIST</strong>, aber mit einer eigenständigen Note. Die <strong>Optik</strong> ist dafür mit <strong>Corpsepaint</strong> und schwarzer Klamotte recht klassisch gehalten, zusätzlich unterstützt die Dunkelheit der Nacht die düstere Atmosphäre. Vor der Bühne hat sich eine ansehnliche Zahl von Zuhörern eingefunden. Leider fühlen sich außer mir nur wenige davon zum Headbangen veranlasst. Aber es ist ja auch schon spät und schließlich wird man gegen Abend nicht unbedingt nüchterner.</p>
<p>Für <strong>Reaktionen</strong> im Publikum sorgt der Sänger von <strong>TOTENWACHE</strong> dafür mit seinen Ansagen. Auf seinen unvermittelten, heiseren Ausruf <strong>&#8222;Es ist Krieg, ihr Wichser!&#8220;</strong> (na, wer hat die Anspielung verstanden?) erntet er verhaltenes Gelächter. Bei der Ankündigung &#8222;Es ist Zeit für eine Säuberung!&#8220; hingegen hört man beinahe ungläubiges Raunen der Sorte: <strong>&#8222;Hat er jetzt nicht gesagt&#8220;</strong>. Aber keine Sorge, bei &#8222;Säuberung&#8220; handelt es sich lediglich um einen Songtitel von der Split &#8222;Verbrannte Erde&#8220;. Das <strong>Fimbul Festival</strong> bleibt also verschont. Mich hat der Auftritt von <strong>TOTENWACHE</strong> definitiv überzeugt und auch hier nutze ich die Gelegenheit, noch schnell eine CD und ein Patch zu erwerben.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p><span style="font-weight: 400;"><em>Simon:</em> Das <strong>Fimbul Festiva</strong>l war etwas ganz <strong>besonderes</strong> &#8211; nicht nur wegen der Umstände. Auf dem <strong>Fimbul Festival</strong> findet man alles, was viele bereits auch am <strong>Dark Troll</strong> zu schätzen wissen: eine insgesamt <strong>Top-Organisation</strong>, Leute (auch Gäste), die allesamt <strong>Bock</strong> auf ein cooles und entspanntes Festivalwochenende haben, eine <strong>hammermäßig schöne Location</strong>, die abgelegen, aber nicht ZU abgelegen ist und musikalisch gesehen alles, was das<strong> Pagan- und/oder Black Metal Herz</strong> begehrt.&nbsp;</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36473" aria-describedby="caption-attachment-36473" style="width: 1440px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36473 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/Mit_Maske_mit_Dennis.jpg" alt="" width="1450" height="776" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/Mit_Maske_mit_Dennis.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/Mit_Maske_mit_Dennis-300x161.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/Mit_Maske_mit_Dennis-1024x548.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/Mit_Maske_mit_Dennis-750x401.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36473" class="wp-caption-text">Die einzigartige Crew</figcaption></figure>
<p><span style="font-weight: 400;">Und: aufgrund der gegebenen Umstände hoffe ich, dass sich noch mehr Veranstalterinnen und Veranstalter ein Beispiel nehmen am besonderen <strong>Mut</strong> und der <strong>Willenskraft</strong> der beiden <strong>Veranstalter</strong>, den/die es in diesen Zeiten besonders braucht. Zudem hätte man im Anbetracht des <strong>Verlaufs</strong> der <strong>Covid-19 Pandemie</strong> wohl nur schwerlich einen besseren Zeitpunkt für das Festival erwischen können. Ich hoffe das Beste und insbesondere, dass uns allen das <strong>Fimbul</strong> und das <strong>Dark Troll Festival</strong> mit seinen<strong> wunderbaren Veranstaltern</strong> erhalten bleiben!</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr>
<p><strong>Dies ist ein Gastautorenbeitrag von: <em>Simon</em></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielen Dank für die großartigen Bilder an&nbsp;<strong>Carsten Brand</strong>!<br />
<a href="http://www.brandlicht.de/foto.html"><strong>HIER</strong></a>&nbsp;findet Ihr noch mehr Fotos!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/fimbul-festival-2020-part-2/">Fimbul Festival 2020 &#8211; Part 2</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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