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	<title>Finland Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
	<lastBuildDate>Fri, 04 Dec 2020 09:42:29 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Finland Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>KIOVA &#8211; Same same but different</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Merlin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Dec 2020 07:42:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Empty Fields and Smoke-Filled Skies]]></category>
		<category><![CDATA[EP]]></category>
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		<category><![CDATA[Post Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Touché Amoré]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neues aus Finnland.<br />
KIOVA!<br />
Kurz wie der Sommer dort, knackig wie der Winter und die Post-BM-Stimmung passt zu dunklen langen Nächten (oder durchzechten nicht endenden Tagen)</p>
<p>Wir finden: Anhören und genießen!<br />
Habt ein schönes Wochenende und packt euch nicht auf die Fresse wie wir beim Blitzeis.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/kiova-empty-fields-and-smoke-filled-skies/">KIOVA &#8211; Same same but different</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><strong><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></strong></p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>KIOVA</strong> &#8211; &#8222;<span id="title">Empty Fields and Smoke-Filled Skies&#8220;</span></h2>
<p style="text-align: center;"><span id="title"><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong> 30.10.2020<br />
<strong>Länge:</strong> ca. 24min.<br />
<strong>Label:</strong> <span class="record-label">Off Records/Maniyax Records</span><br />
<strong>Genre:</strong> Post-Black-Metal<br />
</div></div></div></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Finnland</strong> &#8211; wenn es um Metal geht, kommt man um dieses Land nicht herum. Und auch in Corona-Zeiten bleibt es nicht still. <strong>KIOVA</strong> heißt meine neueste Entdeckung, eine <strong>Post-Black-Metal</strong> Band aus der gut 200.000 Einwohner starken Stadt Oulu. Mit ihrer neuen <strong>EP</strong> &#8222;<span id="title">Empty Fields and Smoke-Filled Skies&#8220;</span> haben sie es geschafft, mein Interesse zu wecken.</p>
<h2>Nichts, vor dem man sich fürchten müsste</h2>
<p>Das gute Stück hat eine Spielzeit von nur 24 Minuten, diese werden aber gut genutzt. Schon der erste Track <em>&#8222;</em><a class="js-track-play link" title="6 remaining"><em>The Great Famine&#8220;</em> begeistert mit </a><a class="js-track-play link" title="6 remaining">einem <strong>eingängigen Einstiegsriff</strong></a><strong><a class="js-track-play link" title="6 remaining">, mit angenehmen growls und </a><a class="js-track-play link" title="6 remaining">einem rockig-melodischen Sound</a></strong><a class="js-track-play link" title="6 remaining">. Das Motiv des zweiten Songs <em>&#8222;</em></a><a class="js-track-play link" title="6 remaining"><em>From Man of God to Voracious Beast&#8220;</em> gefällt mir aber fast noch besser: Es ist simple, aber ich werde ihm trotz mehrfacher Wiederholung nicht müde. Auch wenn ich alle drei Tracks der EP gerne mag, dieser ist doch mein <strong>Favorit</strong> und ich möchte ihn euch als Kostprobe nicht vorenthalten.</a></p>
<p><iframe title="KIOVA - From Man Of God To Voracious Beast (Official Video)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/6pGiwBTIpJY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der dritte und leider schon letzte Track trägt den Titel <em>&#8222;<a class="js-track-play link" title="6 remaining">A Glimpse Beyond</a>&#8222;</em> und führt den Stil der beiden vorangegangenen Songs ohne große Überraschungen fort. Auch hier haben wir ein eingängiges, wiederkehrendes Riff, growls, aber auch wieder <strong>diese Art verzweifelten, &#8222;gesprochenen&#8220; Gesang</strong>, der mich an <strong>TOUCHÉ AMORÉ</strong> denken lässt. Soundtechnisch erinnern<strong> KIOVA</strong> dagegen stark an Bands wie<strong> OATHBREAKER</strong> oder <strong>FALL OF EFRAFA.</strong></p>
<p>Abschließend kann ich nicht viel mehr sagen, als das mich die EP zwar nicht vom Hocker gerissen, aber mir durchaus gut gefallen hat. <strong>KIOVA</strong> erfinden zwar das Rad nicht neu. Sie klingen aber eben auch trotz bekannter Elemente <strong>nicht wie eine Kopie</strong>. &#8222;<span id="title">Empty Fields and Smoke-Filled Skies&#8220;</span> ist eine <strong>schöne, runde Komposition</strong>, die ihren Platz in meiner persönlichen Playlist gefunden hat.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/kiova-empty-fields-and-smoke-filled-skies/">KIOVA &#8211; Same same but different</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<item>
		<title>INSOMNIUM auf Tour: »Bitteschön, Dankeschön«</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Dec 2019 07:22:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[death metal]]></category>
		<category><![CDATA[felsenkeller]]></category>
		<category><![CDATA[Finland]]></category>
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		<category><![CDATA[Insomnium]]></category>
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		<category><![CDATA[Melodic Death Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Octopussy]]></category>
		<category><![CDATA[stam1na]]></category>
		<category><![CDATA[Taival]]></category>
		<category><![CDATA[Technical]]></category>
		<category><![CDATA[The Black Dahlia Murder]]></category>
		<category><![CDATA[Thrash Metal]]></category>
		<category><![CDATA[tour like a grave]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Finnen, in einem Raum - was soll da schon schief gehen?!</p>
<p>Nein, wir waren nicht in einer Sauna, sondern zur Tour von INSOMNIUM.<br />
Diese waren mit STAM1NA und zudem THE BLACK DAHLIA MURDER unterwegs und wir haben der Akustik des Felsenkellers getrotzt und haben einiges dazu zu sagen!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/insomnium-tour-like-a-grave-leipzig-2019/">INSOMNIUM auf Tour: »Bitteschön, Dankeschön«</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mitten in der Woche laden <strong>INSOMNIUM</strong> in den <strong>Leipziger Felsenkeller</strong> zur <strong>Tour Like A Grave</strong>. Foto-<strong>Yeti</strong> eingesackt (bzw. er mich) und ab geht es nach Leipzig. Bisher habe ich zwar schon öfter mitbekommen, dass im Felsenkeller Konzerte stattfinden, allerdings wurden mir noch keine konkreten Erfahrungen angetragen. Was ich weiß, ist, dass er nach Umbau kürzlich erst <strong>neu eröffnet</strong> wurde. Ich bin also unvoreingenommen und gespannt, was mich erwartet.</p>
<h5>Willkommen im Felsenkeller</h5>
<p>Wir gehen in den Ballsaal – dem größeren Konzertraum. Im Hof scheint ein kleiner Weihnachtsmarkt stattzufinden (den wir uns klemmen, da wir knapp dran sind) und ein weiteres Konzert im kleineren Veranstaltungsraum. Also, rein ins Getümmel! Denkste … ich ziehe die Tür zum Raum auf und erblicke ein Trauerspiel. <strong>STAM1NA</strong> sind schon am Thrash Schroten, Gäste sind allerdings kaum da. Vielleicht 6-7 Reihen stehen vor der Bühne, davon natürlich 2 Leerreihen – ich sage nur “Angstkreis”. Der Sound ist (nett formuliert) eher bescheiden. Ich durchquere den Raum, in der Hoffnung, dass ich eine Stelle finde, wo ich mehr höre. Aber: <strong>Pustekuchen!</strong></p>
<p>Wo ich stehe, es bleibt hallig wie in einer Kirche. Und das bei Thrash Metal. Diese <strong>denkbar ungünstigen Klangeigenschaften</strong> des Ballsaals sind absout nicht zu beschönigen. Ich befürchte, dass der Tonmensch keine Chancen hat, dagegen anzukommen. Nun ja, wir harren der Dinge, die da noch kommen mögen.</p>
<h5>Germanophile Finnen</h5>
<p><strong>STAM1NA</strong> versuchen sich in unterhaltsamen Ansagen, die zumindest bei mir fruchten. Sänger <strong>Antti</strong> ist schon bekannt für seine Deutsch-Kenntnisse und die Freiheit, diese schamlos einzusetzen. Wer Skandinavier schon hat Deutsch sprechen hören, weiß, was ich meine. Er springt zwischen Deutschen und Englischen Ansagen und statuiert: <strong>“Deutsch sprechen ist keine Bürde, sondern eine Ehre!”</strong> witzigerweise auf Englisch. Soweit bin ich nicht von ihrer Humorigkeit enttäuscht – was erwartet man von einer Band, die sich selbst auf “Octopussy Tour” schickt?!</p>
<p>Die Finnen hacken sich in technisch sauberer Manier durch ihre Diskographie, die dank ihrer <strong>längeren Bandhistorie</strong> viel Wahlfreiheit in der Zusammenstellung hat. Sicherlich die Hälfte des Sets sind allerdings eher neuere Songs. Leider ist der Sound so mau, dass auch ich nur raten kann, was hier gerade eigentlich angestimmt werden – meine Rettung ist die ergatterte Setlist. Begonnen mit &#8222;<em>Paha arkkitehti&#8220;</em>&nbsp;einem ganz alten Schinken vom selbstbetitelten Album aus 2005 über neuere Titel wie &#8222;<em>Valtiaan Uudet Vaateet&#8220;</em> und &#8222;<em>Masiina&#8220;</em>&nbsp;aus der Zeit nach 2010 und – zu meiner ganz besonderen Freude – <em>“Viisi laukausta päähän”</em> von &#8222;Uudet kymmenen Käskyä&#8220;, dem Album, welches quasi <strong>meine Einstiegsdroge in 2006</strong> war. Drumherum bringen sie einige Songs vom aktuellen Album &#8222;Taival&#8220; auf die Bühne.</p>
<p>Zwischen den anwesenden Gästen, die sich vor allem in der ersten Reihe zum Headbangen hinreißen lassen, tummeln sich noch ein paar Fans aus Finnland, die ebenfalls sehr amüsiert scheinen und den Auftritt ihrer Landsleute feiern.&nbsp;</p>
<p>Gitarrist <strong>Pexi</strong>, niemals um kleine Späße verlegen, schüttet sich während der Show mehrfach Wasser über die Haare – aber nicht über die Technik! Nein, er dreht sich mit dem Rücken zum Publikum, beugt sich über die jungen Damen in der ersten Reihe. Sind das schon Starallüren, wenn das wallende Haar alle paar Minuten gewaschen werden muss? Ich muss auf jeden Fall lachen, ob der immer wieder überraschten Reaktion der Betroffenen.</p>
<h5>&#8222;Die hatten wohl Jachdwurscht zum Frühstück?!&#8220;</h5>
<p>Ob ihnen ihre eigenen Songs zu langweilig geworden sind? <strong>STAM1NA</strong> ziehen mit ihrer Geschwindigkeit in so manchem Refrain ordentlich an – <strong>bis aufs Doppelte des Originaltempos</strong> springen sie und lassen mich nur verblüfft auf ihre saubere Spieltechnik starren. Im Ansehen steigen sie damit von der <strong>spaßigen Thrashkapelle</strong> mit Hang zu lustigen, selbstironischen und sogar gesellschaftskritischen Videos (siehe hier<a href="https://youtu.be/gjbDXZYR4Pc" target="_blank" rel="noopener noreferrer">siehe hier</a>) zu <strong>handwerklich absolut versierten Musikern</strong>, die ganz offensichtlich nicht nur aus Unterhaltungswert als Headliner die großen Festivabühnen Finnlands bespielen. [Wie ich nun im Nachhinein diesen Bericht schreibe, dämmert mir, wieso sie so flott unterwegs sind. Haben sie vielleicht einfach eine sehr ambitionierte Setlist geschrieben, welche sie in recht kurzer Zeit – wie es eben so ist, wenn man die Opener-Position innehat – performen müssen?!] Ich freue mich unheimlich, die Finnen mal wieder zu sehen und tanze kopfschüttelnd und grinsend vor mich hin.</p>
<p>Setlist:<em> &#8222;Sudet Tulevat&#8220; (Taival, 2019), &#8222;Valtiaan Uudet Vaateet&#8220; (Nocebo, 2012), &#8222;Masiina&#8220; (SLK, 2014), &#8222;Viisi laukausta päähän&#8220; (Uudet kymmenen käskyä, 2006), &#8222;Kannoin sinut läpi hiljaisen huoneen&#8220;, &#8222;Solar&#8220;, &#8222;Enkelinmurksain&#8220; (Taival, 2019)</em></p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/insomnium-tour-like-a-grave-leipzig-2019/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=insomnium-tour-like-a-grave-leipzig-2019">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
<h5>Undefinierbarer Krach in der Kuppelhalle</h5>
<p>20:15 Uhr legen <strong>THE BLACK DAHLIA MURDER</strong> los und überziehen den Ballsaal mit einem <strong>Donnergrollen aus Doublebass, Schrot und Gekreische</strong>. Wie das in einer Kuppelhalle klingen würde, ist wohl vorstellbar – einfach nur Mulm mit Krach. Ich verstehe im wahrsten Sinne kein einziges Wort – geschweige denn Melodie (falls es überhaupt eine gibt?). Das liegt ganz sicher auch daran, dass ich keine Ahnung von den Songs der Amerikaner habe. Es ist doch so, dass, je schlechter der Grundsound einer Show ist, es potenziell besser erträglich wird, wenn die Musik wiedererkennbare Melodielinien vorweist, an denen ich mich ‘festhalten’ kann. <strong>Zum Mitschunkeln, Mitsummen, irgendwie Zuhören.</strong> Problem also: Schlechter Grundsound, ich keine Ahnung, was da vorn eigentlich geträllert und geschrammelt wird und außerdem eine Musik, die sich viel auf Sub-Bässe und Doublebass-Salven stützt und damit überhaupt keinen akustischen Halt im Ballsaal geben kann. Ich versuche es ernsthaft und laufe mehrere Runden durch die Location, um einen Spot zu finden, an dem ich die Musik als hörbar empfinde.</p>
<p>Nach Song Drei resigniere ich, ziehe mich zurück in eine Ecke, an der ich mir am Stehtisch ein Radler einflöße und meine Gedanken zur performenden Walze niederschreibe. Ja, es treibt und es schiebt ordentlich. Es ist atemberaubend schnell, technisch sauber gespielt und mit Sicherheit auch eine optisch <strong>ansprechende Performance für die Instrumenten-Polizei</strong> in der ersten Reihe – aber nicht für mich. Nicht heute. Sorry! Sämtliche aufregende Gitarrensoli laufen winkend an meinem Spaßzentrum vorbei und ich beginne mich langsam ernsthaft zu fragen, wie <strong>TBDM</strong> und <strong>INSOMNIUM</strong> an diesem Abend die gleiche Zielgruppe abgreifen können sollen. Denn <strong>INSOMNIUM</strong> entsprechen meiner Einschätzung nach überhaupt nicht der Art von <strong>Uffda-Festival-Hau-Drauf-Mucke</strong>, die in diesem Moment im Felsenkeller dargeboten wird.</p>
<h5>Die menschliche Winkekatze</h5>
<p>Der Saal ist inzwischen locker gefüllt, nicht übermäßig eng gepackt, aber immerhin so, dass <strong>der Eindruck eines gut besuchten Konzerts</strong> entsteht. Pluspunkt für <strong>TBDM</strong>. Die Band auf der Bühne macht ordentlich Ballett und zeigt, wo der Frosch die Locken hat (oder wie die coolen Kids heutzutage sagen mögen). Immer dabei: die <strong>Winkehand des Sängers</strong>. Der linke Arm durchgängig in die Luft gereckt, dass es auf mich zumindest schon eher albern als motivierend wirkt. Vor der Bühne bewegt es sich schon mehr als bei <strong>STAM1NA</strong> – was bei der lockeren Besucherdichte während deren Show auch nicht schwer zu erreichen ist – und dennoch ist es für die doch recht raubeinige Musik, der ich einen Hang zum Core unterstelle, noch recht ruhig da vorn. Was mir – wie so oft bei diesem Genre “Extreme Metal” auf die Füße fällt, ist, dass ich dem<strong> stets gleichförmigen “Gesang”</strong> solcher Bands nicht nur ermüdend, sondern auch sehr anstrengend finde. In jeder Pause zwischen den Songs entweicht mir ein Seufzer, der von der stetigen Anstrengung ob der Suche nach melodischen Leitlinien zeugt.</p>
<p>Fast erlösend kommt die Ansage zum letzten Song, in welchem der Sänger halbherzig versucht einen <strong>Circlepit</strong> zu initiieren. Hier tummelt sich anscheinend doch eher eine gemütlichere als auf Biegen und Brechen aktive Zuschauerschaft. Ich für meinen Teil sehe <strong>TBDM</strong> besser auf einem Festival als in dieser Location und in Gesellschaft der beiden finnischen Bands aufgehoben und bin gespannt, wie viele von den <strong>Core-Kids</strong> nun nach der Show gehen werden.</p>
<p> [<a href="https://silence-magazin.de/insomnium-tour-like-a-grave-leipzig-2019/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=insomnium-tour-like-a-grave-leipzig-2019">See image gallery at silence-magazin.de</a>] Gegen Zehn lassen <strong>INSOMNIUM</strong> ihr Showintro vom Band ablaufen und holen mich aus der Umbaupause wieder vor die Bühne. Eine beträchtliche Menge der Besucher ist wie befürchtet tatsächlich schon verschwunden und so bildet sich erneut ein recht trauriges Bild. <strong>INSOMNIUM</strong> spielen vor weniger Publikum als ihre Vorband <strong>TBDM</strong>.</p>
<p>Mit <em>&#8222;Valediction&#8220;</em> beginnt die Show der <strong>Tour Like A Grave</strong>. Damit haben sie die erste Videoauskopplung des aktuellen Albums ausgewählt. Das funktioniert natürlich gut als Eröffnung, da dieser Song vermutlich der bekannteste sein sollte. Der Saal bleibt auch erschreckend leer, keine weiteren Nachzügler kommen aus der Raucherpause &#8211; es scheinen also tatsächlich eine ganze Menge Leute gegangen zu sein.</p>
<h5>Playbacks und Posing</h5>
<p><strong>INSOMNIUM</strong> lassen mit dem folgenden Song <em>&#8222;Neverlast&#8220;</em> eine ordentliche <strong>Melo Death-Walze</strong> auf das verbliebende Publikum los und überredet mich trotz bescheidenen Sounds zum Kopfnicken. Ja, hier sind definitiv ebenfalls Sub-Bässe im Einsatz. Diese erzeugen in mir leider immer so einen faden Beigeschmack von Core. Diese Tiefen passen überhaupt nicht zu der deutlich weniger wuchtigen Musik der Finnen als sie es zuvor bei <strong>TBDM</strong> taten. Und es drängt sich <strong>ein weiterer Wermutstropfen</strong> immer penetranter in den Vordergrund: Der Einsatz von <strong>Playback</strong>. Leider kommen Akustikgitarren-Interludes vom Band. Ich vermute, dass sich live die Sounddichte nicht anders live realisieren lässt, wenn sie nur zu viert auf der Bühne stehen wie jetzt. Schade, ich bin schon enttäuscht, dass an dieser Stelle nicht eine Lösung in Form von Änderung im Arrangement oder Bandbesetzung gefunden wurde. Gleiches gilt für weitere Parts anderer Songs, in denen das Halbplayback (ja, ekliges Wort, aber so ist die Realität heute Abend nun einmal…) mir unangenehm aufstößt.</p>
<p>Bemerkenswert sind hingegen die <strong>gut intonierten und epischen Gitarrensoli</strong>. Zumindest schätze ich das so bis kurz vor Ende der Show ein. Gepaart mit <strong>hemmungslosem Posing</strong>, die Flying V aufs Knie gestützt und selbstbewusst dreinblickend – über diesen Anblick muss auch ich nun ein wenig schmunzeln.</p>
<p><em>&#8222;Into The Woods&#8220;</em>, <em>&#8222;Through The Shadows&#8220;</em> (ebenfalls mit ordentlichem Gitarrengekniedel gespickt), und <em>&#8222;Pale Morning Star&#8220;</em> lassen die Stimmung auch beim Publikum langsam hochköcheln. In meinen Ohren erscheinen <strong>INSOMNIUM</strong> dennoch wie <strong>regelrechter Kuschelrock</strong> mit Schunkelgarantie verglichen mit <strong>TBDM</strong>. Klar, vollkommen anderes Spielfeld. Wer macht so ein Booking…?</p>
<p>Die ausgelassene Stimmung des Publikums kulminiert in <em>&#8222;Change Of Heart&#8220;</em>, wo sogar ausführlich mitgeklatscht wird und ich stelle fest: der Sound ist inzwischen echt okay – zwar immer noch übermäßig hallig, dank der melodiösen Ausgestaltung der Musik ist aber insgesamt deutlich besser zu verstehen, was da vorn passiert.</p>
<h5>Ein Trauerspiel</h5>
<p>Tatsächlich ist die Location echt ausschließlich optisch ansprechend und für Konzerte dieser heutigen Genre absolut nicht geeignet. Inzwischen hat es sich außerdem so weit geleert, dass es <strong>einfach nur deprimierend</strong> ist. Da hilft auch kein <strong>Synchron-Headbangen</strong> der Gitarristen. Es karikiert die Situation sogar noch und hat damit eine sehr traurige Komik in sich. Als würde das nicht reichen kommt das Gitarrenintro zu <em>&#8222;And Bells They Toll&#8220;</em> wieder vom Band. Dazu wird erneut der übermächtige Sub-Bass reingedrückt und ich frage mich: <strong>Was zur Hölle ist hier eigentlich los?!</strong></p>
<p>Die Melodiefraktion beginnt zu allem Überfluss auch noch an zu <strong>schludern</strong>. Wer da der Schuldige ist, kann ich nicht benennen. Ich stehe zu weit hinten und meine Augen sind definitiv zu schlecht. Dabei sind es aber vermeidbare Fehler, die von Fahrigkeit zeugen. Besonders auffällig für mich ist dies bei <em>&#8222;Mute Is My Sorrow&#8220;</em>, dem Song, der wohl am meisten im Kopf hängen geblieben ist. Direkt tonal das Intro verkackt – dieses Manko zieht sich auch noch weiter durch den Song. Später läuft die Band zu allem Unglück außerdem rhythmisch auseinander. <strong>Für mich: ein Trauerspiel.</strong> Ob vielleicht der Bühnensound so unheimlich beschissen ist? Ich weiß es nicht. Ich schätze <strong>INSOMNIUM</strong> als erfahren genug ein, damit eigentlich umgehen zu können.</p>
<h5>Saufen als Stimmungsheber?!</h5>
<p>Die Eignung des Ballsaals hinsichtlich der Soundeigenschaften ist definitiv in Frage zu stellen. Ich fühle mich unangenehm an das <strong>Haus Auensee</strong> erinnert. Nur schneidet die Location hier eben noch schlechter ab. Da könnte man die Bands auch in eine Kirche stellen. Problem ist, dass es imm Vergleich zum Haus Auensee keine Tribünen gibt, die wenigstens noch einen Teil des Halls schlucken würden. Einzig die mächtige Bar aus Massivholz an der Rückseite des Raumes scheint dahingehend etwas zu bewirken. Von dort schaue ich für die vier Zugabensongs auf die Bühne. <em>&#8222;One For Sorrow&#8220;</em> wird akustisch umgesetzt und mit einem ulkigen Country-Interlude eingeläutet. Dazu ein paar <strong>Cowboyhüte und Druckbetankung</strong> (aus Verzweiflung?!).</p>
<p>Ich staune nicht schlecht, dass diesmal die Akustikklampfen nicht vom Band kommen. Neben diesem Umstand bin ich über die (ich interpretiere das mal als selbstironische) Darbietung durchaus erheitert und so fallen die vom finnischen Akzent geschwängerten Worte “Bitteschön! Dankeschön!” auf mein nun etwas wärmeres Gemüt. Vielleicht haben sich die Finnen auf der Tour gegenseitig etwas Deutsch beigebracht?</p>
<p>Mit dem finalen Song <em>&#8222;Heart Like A Grave&#8220;</em> weicht die konzerttypische Stimmung nun final der <strong>Partylaune</strong> mit lustigem Cowboyhut-Tauschen mit den anderen Bandmitgliedern. Jetzt springt endlich ein Funke zu mir über. Reichlich spät, aber besser spät als nie. Für mich steht dennoch fest: <strong>INSOMNIUM</strong> werde ich mir auf Tour nicht unbedingt noch einmal anschauen, <strong>TBDM</strong> ebenfalls nicht. Aber ich würde beiden gern auf einem Festival noch eine weitere Chance geben. Über Besuch von <strong>STAM1NA</strong> würde ich mich allerdings nach wie vor unabhängig von deren Darbietungsform freuen.</p>
<p>Setlist: <em>&#8222;Valediction&#8220;, &#8222;Neverlast&#8220;, &#8222;Into The Woods&#8220;, &#8222;Through The Shadows&#8220;, &#8222;Pale Morning Star&#8220;, &#8222;Change Of Heart&#8220;, &#8222;And Bells They Toll&#8220;, &#8222;Mute Is My Sorrow&#8220;, &#8222;Ephemeral&#8220;, &#8222;Groves&#8220;, &#8222;Primal&#8220;, &#8222;While We Sleep&#8220;, &#8222;One For Sorrow&#8220; (acoustic), &#8222;Heart Like A Grave&#8220;</em></p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/insomnium-tour-like-a-grave-leipzig-2019/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=insomnium-tour-like-a-grave-leipzig-2019">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/insomnium-tour-like-a-grave-leipzig-2019/">INSOMNIUM auf Tour: »Bitteschön, Dankeschön«</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>SHADES OF DEEP WATER &#8211; düstere Abkühlung bei höllischer Hitze?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oimel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Aug 2019 09:35:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Doom]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[dunkles Mantra]]></category>
		<category><![CDATA[Finland]]></category>
		<category><![CDATA[Funeral Doom]]></category>
		<category><![CDATA[Shades of deep water]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>"Das zweite Album der Finnen ist überraschend entspannend und fast schon meditativ für mich. Egal ob beim Arbeiten, beim nächtlichen Feierabendbier oder bei …" Na bei was? :) Was denkst du wozu das ganze noch passt?</p>
<p>Die Finnen von SHADES OF DEEP WATER haben euch hier ein tolles Stück Musik abgeliefert für warme Sommerabende.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/shades-of-deep-water/">SHADES OF DEEP WATER &#8211; düstere Abkühlung bei höllischer Hitze?</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2 style="text-align: center;">SHADES OF DEEP WATER – &#8222;Death&#8217;s Treshold&#8220;</h2>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum:&nbsp; </strong>25.07.2019<strong><br />
Länge:</strong> 40:59<strong><br />
Label: </strong>Dunkelheit Produktionen<strong><br />
Genre: </strong>Funeral Doom </div></div></div></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Draußen sind ca. 4736 Grad und die halbe Welt schmilzt, wohingegen ich nichts besser zu tun, als mir als neueste Erfahrung auf meiner Liste &#8222;Funeral Doom&#8220; anzuhören. Und der kommt heute in Form des neuesten Werks von <strong>SHADES OF DEEP WATER </strong>&#8211; nämlich &#8222;Death&#8217;s Threshold&#8220;.</p>
<h4>Der Langstreckentest</h4>
<p>Ich habe das Album mal über 2 Tage ausprobiert, die 4 Titel sind in ihrer Art nicht besonders abwechselnd. Eigentlich hätte man auch direkt einen kompletten Titel daraus machen können. Das ganze Album ist düster, dunkel und schwer, aber es gibt eine wiederkehrende Melodie bzw. Tonfolge, und diese ist als roter Faden immer im Hintergrund vorhanden und führt durch die Lieder. Und auf diesen trifft man im ganzen Album immer wieder, wie auf einen Begleiter auf dem musikalischen Ausflug.</p>
<p>Und was soll ich sagen: Das zweite Album der Finnen ist überraschend entspannend und fast schon meditativ für mich. Egal ob beim Arbeiten, beim nächtlichen Feierabendbier oder bei 40 Grad in der Mittagspause. Die Musik nimmt mich mit und sorgt dafür das ich mich entweder fokussieren, oder aber völlig abschweifen kann.</p>
<h4>Nimm mich mit in eine Welt&#8230; ohne Raum und ohne Zeit!</h4>
<p>Dieses Zitat aus einem großartigen Song vom <strong>NORMAHL</strong> kommt mir sofort beim Hören in den Kopf. Düstere Riffs, eine gewisse Monotonie und dazu dann die ab und zu fies gegrowlten Gesangsparts machen das Album zu einem dunklen Mantra, einer düsteren Ausflucht aus dem Alltag und aus der Umgebung.&nbsp; Das kann dabei helfen, die hektische Umgebung zu vergessen und völlig umgeben von der Musik kreativ zu werden. Oder aber auch dazu beitragen, dass man jegliche Gedanken fallen lässt und mit der Musik verschmilzt.</p>
<p>Ich werde schnell davon angesteckt und finde doch sehr großen Gefallen an dem Album, zumal man auch beim dritten und vierten Hören noch kleine Feinheiten entdecken kann. Aber ich denke das es hier nur 2 Meinungen gibt, denn man kann sich entweder darauf einlassen und sich von dieser Spielart der Musik tragen lassen, oder man ist direkt abgestoßen und findet keinen Zugang.</p>
<p>Hier der Opener vom neuen Album zum Reinhören:</p>
<p><iframe title="Shades Of Deep Water - Death&#039;s Threshold - Part I (Finnish Death Doom)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/f8bFHTG25Uk?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h4>Fazit:</h4>
<p>Mein Empfehlung? Nehmt euch einfach mal die Zeit und probiert die Tracks aus, denn einen Versuch haben die 4 Tracks von &#8222;Death´s Threshold&#8220; auf jeden Fall verdient. Ein ruhiger Abend am See oder am Balkon, Sternenhimmel und dazu dieses Album sind auf jeden Fall eine echte Wohltat für den getriebenen Mitteleuropäer!</p>
<p>Ps.: Auf <a href="https://dunkelheitprod.bandcamp.com/album/deaths-threshold"><strong>Bandcamp</strong></a> gibt&#8217;s gleich 3 verschiedene Vinyl-Versionen zu ergattern &#8211; für mich noch ein persönliches i-Tüpfelchen!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/shades-of-deep-water/">SHADES OF DEEP WATER &#8211; düstere Abkühlung bei höllischer Hitze?</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Black Metal statt Seelenklempner – AJATTARAs Mastermind im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Aug 2017 10:32:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[2017]]></category>
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		<category><![CDATA[black metal]]></category>
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		<category><![CDATA[interview]]></category>
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		<category><![CDATA[metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ruoja – Sänger, Gitarrist und treibende Kraft hinter dem finnischen Kolloss der Düsternis AJATTARA – erzählt von seinem Ruin. Anlässlich der&#160;Review ihres aktuellen Albums &#8222;Lupaus&#8220; hatte ich Gelegenheit, diesem kauzigen Künstler ein paar Fragen zum Album, zur Politisierung des Black Metal und ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/black-metal-statt-seelenklempner-ajattaras-mastermind-im-interview/">Black Metal statt Seelenklempner – AJATTARAs Mastermind im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Ruoja</strong> – Sänger, Gitarrist und treibende Kraft hinter dem finnischen Kolloss der Düsternis AJATTARA – erzählt von seinem Ruin. Anlässlich der&nbsp;<span style="text-decoration: underline;"><a href="https://silence-magazin.de/ajattara-sind-zurueck-klassisch-finnisch-fies/">Review</a></span> ihres aktuellen Albums &#8222;Lupaus&#8220; hatte ich Gelegenheit, diesem kauzigen Künstler ein paar Fragen zum Album, zur Politisierung des Black Metal und seiner Motivation hinter der Musik zu stellen.</h2>
<blockquote><p>Ich wünsche mir, dass ihr alle mit euren eigenen Hirnen denkt, ohne den Einfluss charismatischer Führer oder einer öffentlichen Meinung.</p></blockquote>
<p>Das ungekürzte Interview im Originalwortlaut findest du am Ende dieses Artikels.</p>
<hr>
<p><strong><em>S:</em> Es war eine ganze Weile recht still um euch. Was hast du in der Zwischenzeit gemacht? Hast du an anderen Projekten gearbeitet?</strong></p>
<p><strong>Ruoja:&nbsp;</strong>Ja, natürlich! Ich hatte beispielsweise eigene Belange zu managen, musste etwas anderen Dingen [als Bandprojekte] entgegentreten, um zu wachsen. Ich habe drei Jahre lang in Spanien gelebt und dort etwas andere Musik gemacht – aber vor allem hat mich diese Zeit näher zu mir selbst gebracht. Es ist einfach zu viel passiert, über das ich hinwegkommen musste. Glücklicherweise habe ich gute Freunde, die mir geholfen haben und mich vor der Einweisung in die Geschlossene bewahren konnten.</p>
<blockquote><p>Manche gehen an dieser Stelle zum Seelenklempner, aber ich mache Black Metal.</p></blockquote>
<p><strong><em>S:&nbsp;</em>Haben neue Erfahrungen dich dazu motiviert, das Projekt wieder aufzunehmen?</strong></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20480" aria-describedby="caption-attachment-20480" style="width: 341px" class="wp-caption alignright"><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" wp-image-20480" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Pasa1.jpg" alt="" width="351" height="292" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Pasa1.jpg 1200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Pasa1-300x250.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Pasa1-1024x852.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Pasa1-750x624.jpg 750w" sizes="(max-width: 351px) 100vw, 351px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20480" class="wp-caption-text">Rouja</figcaption></figure>
<p><strong>Ruoja:&nbsp;</strong>Tatsächlich haben wir uns ja nie endgültig aufgelöst. Es gab eine Nacht, in der ich von Allem extrem erschöpft war und gar nicht mehr klar erkennen konnte, was in diesem Moment eigentlich das Wichtigste ist, um in einer Welt wie dieser überhaupt am Leben zu bleiben. Also habe ich mich dazu entschlossen, alles hinter mir zu lassen, um nicht noch mehr Schaden anzurichten. Wenn dein Verstand nämlich nicht mehr bei dir ist, solltest du ihn dringend wiederfinden, bevor du dich anderen zeigst.</p>
<p>Wenn deine Berufung ist, Black Metal zu machen, solltest du bereit dafür sein, ziemlich tief durch die Scheiße zu waten. Andernfalls wird deine Musik einfach nur schlecht werden. Ich schreibe meine Texte über die Realität –&nbsp;da gibt es keine Götter oder Trolle. Hier gibt es nur uns, die Menschen. Manche gehen an dieser Stelle zum Seelenklempner, aber ich mache Black Metal. Das macht mich nicht zu einem besseren Menschen, nur zu einem etwas anderen.</p>
<p><strong><em>S:&nbsp;</em>Was war der Anlass, gemeinsam an einem neuen Album zu arbeiten?</strong></p>
<p><strong>Ruoja: </strong>Ich habe in einem anderen Land gelebt, die anderen aber noch in Finnland [&#8230;], also ist grundsätzlich das Wichtigste gewesen, dass ich meine Brüder treffen konnte. Vielleicht haben wir in der Zeit ohne einander einfach zu viel verpasst. Das war der Grund, aus dem mich die Jungs anriefen und mir sagten, dass es nun endlich Zeit sei, um weiterzumachen. Und natürlich haben wir uns auch in den Jahren dazwischen gegenseitig unterstützt. Also haben sie mitbekommen, dass ich irgendwann wieder auf eigenen Beinen stand.</p>
<p><strong><em>S:&nbsp;</em>Wie ich weiß, kostet Songwriting und Produktion viel Zeit und Energie. Wie lange hatte der tatsächliche Schreibprozess für &#8222;Lupaus&#8220; gedauert?</strong></p>
<p><strong>Ruoja:&nbsp;</strong>Es braucht mehr als nur &#8222;viel&#8220;. Es braucht alles, wenn du das Beste herausholen willst. Um ehrlich zu sein, hat es ganze 45 &nbsp;Jahre gebraucht, um &#8222;Lupaus&#8220; zu erschaffen, falls du meine Andeutung verstehst &#8230; meine Seele ist seit meiner Geburt versprochen gewesen.</p>
<blockquote><p>Satan repräsentiert uns, die Menschen, am Besten und in unserer ursprünglichsten Form des Lebens.</p></blockquote>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/tKqlWQfrHeE?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong><em>S:&nbsp;</em>Die Songtitel scheinen satanische Themen zu benennen. Seid ihr einem Hauptthema gefolgt, vielleicht einem Grundgefühl, auf das ihr euch in den Songs konzentriert habt oder die den kreativen Prozess geleitet haben?</strong></p>
<p><strong>Ruoja:&nbsp;</strong>Zuallererst: ich bin Atheist. Satan repräsentiert uns, die Menschen, am Besten und in unserer ursprünglichsten Form des Lebens. Also ist jeder von uns Satanist. Wie ich schon erwähnte, zuerst ich und dann auch du. Denk an ein abstürzendes Flugzeug. Es gibt sehr klare Anweisungen, dass du dir selbst die Maske zuerst aufsetzen musst, bevor du sie deinem Kind aufsetzen darfst. Denn ohne deine Hilfe wird das Kind sterben. Verstehst du, was ich meine?</p>
<p><strong><em>S:&nbsp;</em>Wie habt ihr euer Songwriting gestaltet? Hat es sich vom Prozess eurer vorhergehenden Alben unterschieden?</strong></p>
<p><strong>Ruoja:&nbsp;</strong>Seitdem wir mit <strong>Malakias 4</strong> aka <strong>Tonmi Lillman</strong> (R.I.P.) zusammengearbeitet haben, haben wir begonnen, unsere Alben anders zu produzieren, als es sonst üblich ist. [&#8230;] Wenn ich mit komponieren anfange, spiele ich zunächst die Drumtracks selbst ein oder nutze einen Drumcomputer bzw. vorprogrammierte Schlagzeugpatterns. Mit <strong>Tomni</strong> haben wie die Idee gehabt, ein Album nur mit den blanken Drumspuren zu beginnen und darauf spiele ich dann einfach, was mir so in den Sinn kommt. Ich habe sehr früh rausgefunden, dass dies die beste Basis ist. Damit kann ich mich wunderbar kreativ ausleben [&#8230;]. Und selbst die bereits geschriebenen Texte –&nbsp;die schreist du direkt heraus und dann kommen auch die Riffs wie aus dem Nichts. Ich verstehe mich selbst als Lärm-Schleuse [orig.: Noisegate], die einfach die Geräusche aus dem Universum filtert. Ich erstelle ein Demo und schicke es den anderen Jungs. Die spielen nach ihrem eigenen Gusto darauf. So funktioniert das bei uns.</p>
<blockquote><p>Also war es uns mehr als recht, gemeinsam etwas Schönes zu erleben, anstatt uns wie sechs Psychopathen in irgendeinem Keller zu verschanzen.</p></blockquote>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_17467" aria-describedby="caption-attachment-17467" style="width: 240px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-17467" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/ajattara_web_cover.jpg" alt="" width="250" height="250" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/ajattara_web_cover.jpg 1200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/ajattara_web_cover-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/ajattara_web_cover-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/ajattara_web_cover-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/ajattara_web_cover-750x750.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-17467" class="wp-caption-text">Cover von &#8222;Lupaus&#8220; (2017)</figcaption></figure>
<p><strong><em>S:&nbsp;</em>Warum habt ihr euch dazu entschlossen, euer Album in der &#8222;Casa de la Musica&#8220; in Spanien aufzunehmen, anstatt in Finnland zu bleiben?</strong></p>
<p><strong>Ruoja:&nbsp;</strong>Der Hauptgrund war tatsächlich, dass ich dort gelebt habe und die anderen unbedingt aus diesem Drecksloch [orig.: Shithole] namens Finnland rauskommen wollten. Es war eigentlich gar keine Frage, das so zu entscheiden. Es war für uns alle großartig, eine solche neue und andere Art von Erfahrung machen zu können, nachdem wir in den letzten Jahren alle verschiedene Widrigkeiten durchstehen mussten. Also war es uns mehr als recht, gemeinsam etwas Schönes zu erleben, anstatt uns wie sechs Psychopathen in irgendeinem Keller zu verschanzen. Die <strong>&#8222;Casa da la Musica&#8220;</strong> liegt im Hinterland von Andalusien und ein alter Bekannter ist sowohl Eigentümer des Studios als auch Bewohner des Hauses. Also war es ganz schlüssig, dass er,<strong> Kari Reini</strong>, es aufnahm. Produziert wurde es dann von <strong>Mikko Herranen</strong> und unserem Schlagzeuger <strong>Rainer Tuomikanto&nbsp;</strong>[&#8230;].</p>
<p><strong><em>S:&nbsp;</em>&#8222;Lupaus&#8220; beinhaltet ein paar Anleihen eurer älteren Alben, wie beispielsweise &#8222;Itse&#8220;, aber es erscheint zugleich deutlich rauer und düsterer.<br />
Hast du bewusst versucht, den Sound schroffer zu gestalten?</strong></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20479" aria-describedby="caption-attachment-20479" style="width: 241px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-20479" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Cover-Itse.jpg" alt="" width="251" height="377" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Cover-Itse.jpg 800w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Cover-Itse-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Cover-Itse-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Cover-Itse-750x1125.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 251px) 100vw, 251px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20479" class="wp-caption-text">Das Cover des Debutalbums &#8222;Itse&#8220; (2001).</figcaption></figure>
<p><strong>Ruoja:&nbsp;</strong>Ich versuche immer, die Grenzen zu sprengen. Das passiert einfach, indem ich mir mehr Luft schaffe, um im Endeffekt mit mir selbst klar zukommen. Oder anderen zu helfen, wenn sie eine schwere Zeit haben. [&#8230;] Wir brauchen alle diesen Freiraum, damit wir zusammen auf dieser Welt leben können, die wir selbst so erschaffen haben.</p>
<p>Ja, ich empfand es als viel besser, meine Musik noch rauer und brutaler zu gestalten, als die Welt heutzutage tatsächlich ist. Und wie du dir vorstellen kannst, würde demnach unser nächstes Album noch ein Stück brutaler sein &#8230; denn unsere Leben verändern sich in jeder Sekunde so, dass diese Entwicklung erforderlich wäre.</p>
<p><strong><em>S: </em>Euer Artwork ist wieder einmal sehr künstlerisch, auch wenn es diesmal etwas farbenfroher geworden ist. Wie war der Gestaltungsprozess?&nbsp;</strong></p>
<p><strong>Ruoja:&nbsp;</strong>Für mich persönlich ist es immer extrem wichtig gewesen, ein großartiges Artwork zu haben und diesmal habe ich es auch selbst gestaltet. Ich meine, das Bild auf dem Cover. Ich habe es 2013 gezeichnet und es passt in meine persönliche Konzeption von all dem, was wir tun! Sie ist <strong>Ajattara</strong>, die Göttin aller Verlorenen. Als wir damit begannen, Musik zu machen, habe ich versprochen, mich vor ihr zu verneigen.&nbsp;</p>
<p><strong><em>S:&nbsp;</em>Was ist deine Meinung zum Black Metal in Finnland oder Europa in den letzten Jahren? Denkst du, dass sich das Genre oder die Grundhaltung verändert hat?</strong></p>
<p><strong>Ruoja:&nbsp;</strong>Nein, es ist nach wie vor das Beste, was man bekommen kann!</p>
<blockquote><p>Beide Akteure waren für die Unterbrechung unsere Karriere verantwortlich und brachten zugleich Schande über unsere Leben.</p></blockquote>
<p><strong><em>S:&nbsp;</em>In letzter Zeit tendieren viele Leute in Deutschland dazu, Black Metal-Bands und Musiker zu politisieren. Sie sind unter Generalverdacht, rechts zu sein &#8211; oftmals rein willkürlich. Bands oder Künstler, die diesen Anschuldigungen nicht prompt widersprechen, wird nachgesagt, zumindest in der politischen Grauzone zu sein. Wie ist die Situation in Finnland?</strong></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20483" aria-describedby="caption-attachment-20483" style="width: 351px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-20483" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Pasa23.jpg" width="361" height="270" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Pasa23.jpg 1200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Pasa23-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Pasa23-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Pasa23-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 361px) 100vw, 361px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20483" class="wp-caption-text">Ruoja</figcaption></figure>
<p><strong>Ruoja:&nbsp;</strong>Zuallererst ist Black Metal eine gottverlassene, brutale und zugleich herzergreifende Musik. Es gibt viele Leute [orig.: Motherfuckers], die daraus einen Vorteil ziehen, so wie der rechte Flügel oder die Antifa. Beide Akteure waren für die Unterbrechung unsere Karriere verantwortlich und brachten zugleich Schande über unsere Leben.</p>
<p>Politische Grauzone? Meiner Meinung nach ist Black Metal als Musik definitiv kein politisches Statement und unglücklicherweise sind die Symptome auch hier in Skandinavien sichtbar. All dieser rechte Bullshit hat nichts mit Black Metal zu tun. Wie du dich vielleicht erinnerst, singen wir davon, man selbst zu sein&nbsp;–&nbsp;ohne jeglichen Einfluss von außen. Beide Dinge, die ich schon nannte, sind miteinander verwoben. Ich wünsche mir, dass ihr alle mit euren eigenen Hirnen denkt, ohne den Einfluss charismatischer Führer oder einer öffentlichen Meinung.</p>
<p><em><strong>S:</strong></em> Vielen Dank für deine Zeit und das Interview! Ich wünsche euch viel Erfolg mit eurer weiteren Arbeit.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/x4spg6cRVTk?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<hr>
<h5><span style="text-decoration: underline;">Das ungekürzte Interview im Originalwortlaut:</span></h5>
<h5><em>I) It has been quiet around you for a long time. What did you do in the meantime? Did you work on other projects – except Datura Nemesis?</em><br />
Yes, ofcourse..like I had my personal issues to managed ingluding other shit you must face to grow up. I lived in Spain for 3 years and did a little different music here and then, but mostly it was to bring me together with myself. There where too mutch shit going on that I needed to get over with. Fortunately I have very good friends who helped me out so I did not need to go to mental hospital.</h5>
<h5><em>II) Did new experiences occure that motivated you to start working together again?</em><br />
Actually we never seriously broke up..it was one night I was supremely exhausted of everything all ready and couldn&#8217;t think straight of anything witchs is the most important thing to survive in a world like this, so I decided to put my cloves down to not make anymore damage. If your head is not with you, you better find it before you show it to others..<br />
If your call is to make black metal you better be ready for enormous shit you have to go trough, otherwise your music sucks. I do my lyrics about a reality, there&#8217;s no trolls or gods, just us, the people, some might go for a shrinker but I do black metal. It wont make me any better than others, just different.</h5>
<h5><em>II) What was the inducement to resume working together on a new record?</em><br />
Okay, I lived in a another country and still in Finland we all live in a different city&#8217;s so as allways the biggest thing of everything else is to meet up with my brothers. Mayby we just missed too mutch without being together so the guys called me that a time has come to continue and of course we kept up for eachother trough all these years so they noticed that I stand on my own feet again.</h5>
<h5><em>III) As I know, writing songs and producing a record takes a lot of time and energy. How long did the actual process to write „Lupaus“ take? Are there artists, albums or incidents that influenced you during the making of „Lupaus“?</em><br />
It takes more than a lot, it takes your everything if you want to make best out of you. To be honest it took 45 years to make the &#8222;Lupaus&#8220;, if you catch my drift.. My soul was sold since birth.</h5>
<h5><em>IV) Is there an actual promise you make your listeners with „Lupaus“?</em><br />
Only person I can make promises is myself. It is the only way to take care of your loved ones. If your not fit and well, your the one who needs help. You belong to me and I belong to you, it&#8217;s simple and you should keep it that way.</h5>
<h5><em>V) The song&#8217;s names seem to be deal with satanic topics. Unfortunately I don&#8217;t know the Finnish language that well so I don&#8217;t understand your lyrics in detail. Did you follow a main theme – maybe a sentiment – that you are focused on in the songs or guided the creative process?</em><br />
First of all I&#8217;m an atheist. Satan represent us, a human as it&#8217;s best and in it&#8217;s most original form of life. Each one of us are satanists, like I just said, me first then you. Like think of a falling aeroplane, there&#8217;s very strickt ordes to put the mask on before you put it on your children becouse with out your help the child will die. Get it?</h5>
<h5><em>VI) How did your songwriting process work? Did it differ from your previous albums?</em><br />
Since the Malakias 4 aka Tonmi Lillman(rip), we started to make albums in a little different way as usual, meaning drums first even with out any composed material and then I start to play on it and so on. Like when I start to compose, I play a drum tracks my self or with a drum machine, sequensed drums etc. And with Tonmi we came up with this idea to play the whole album with a drums first and then play on the drum tracks what ever comes in my mind. I found it in very early days that it give&#8217;s me a most creative base to have some drums allready to work on with other instruments and even with lyrics allready written you just srceam your shit and a riffs just comes out like from nowhere. I count my self as a noise gate that just filter trough the stuff comes out of universe. I create a demo and send it to others in&nbsp;Ajattara&nbsp;and they play it on a record with their own taste and flavour. That&#8217;s how it works with us.</h5>
<h5><em>VII) Why did you decide to record your album in Casa de la Musica in Spain instead of staying in Finland? Did you already know the producer? Does the producer have a unique style you preferred this time? Where did you meet first?</em><br />
the most reason to do it in spain was that I was living there and a rest of the guys defienetly wanted to get out from this shit hole called Finland. For us it was no problem to decide this and after such a break it was great for all of us to get a new different kind of experience as we all have went trough all sort of crab together during these years, so it was more than a wellcome to experience something beatyfull together instead of going into a some cellar with six psychopaths. Casa de la musica is at a countryside of andalucia and my old friend happens to own it who also lives there so it was a natural that he, Kari Reini recorded it and it was produced by Mikko Herranen and our drummer Rainer Tuomikanto aka Malakias 6.8.</h5>
<h5><em>VIII) „Lupaus“ contains a few resorts to your older recordings as for example „Itse“, but it also seems to me to be more rugged and grimmer. Did you try to push the boundaries to a more gruff style?</em><br />
I allways try to push boundaries further as I try and do make more space to live with my self, to get to help others when the shit comes down. But dont get me wrong, we all need some space to live and when we have this space we all can live together in this world we have created by our selves. Yes, I found it more way better to make my music way more rugged and brutal as the world itself is today, as you can imagine the next album it would be way more brutal as our lives changes every second for more to it.</h5>
<h5><em>IX) What do ou think about the development of Black Metal in Finland or Europe in the past few years? Do you think the genre or attitude changed?</em><br />
No, it is still the best that man can get!</h5>
<h5><em>X) Recently a lot of people in Germany tend to politicize German Black Metal bands and musicians. They are under general suspicion to be right winged – often purely arbitrary. Bands/Artists who do not contradict this rumors is said to be at least in the political grey area. How is the situation there in Finland? Do you also observe a rising politicization of Black Metal in general or in Finland/Scandinavia?</em><br />
First of all, black metal is a god forsaken, brutal, heart touching music. There&#8217;s a lot mother fuckers who take advantage of it, like as a right wing and antifa as them both being interrupted our career and at a same time disgraced our lives in general. The politically gray area? In my opinion, black metal as it is a music, it&#8217;s defienetly not a political statement and unfortunately these symptons are clearly seen and felt also here in scandinavia. All of this right wing bullshit has nothing to do with a black metal. As you might remember we sing about to be yourself with out any external influences, and both of things I just mentioned are organized so I wish that you all can think with your own brains, with out an effect of a charismatic leaders or a public decision.</h5>
<h5><em>XI) I was really excited to see you made videos for two of your new songs. Why did you lately decide to use youtube as platform?</em><br />
heh,where else, should we show it em in movie theatres..we are still a black metal band.</h5>
<h5><em>XII) Your artwork is very artistic again, but it differs from your other artworks because of its colourfulness. How was the process like? Did you find the motive somewhere or did you commission the artist to paint it for you? What was the inspiration behind the motive and how does the artwork tie into your musical concept?</em><br />
personally it&#8217;s allways being etremely important to have a great artwork and this time I made it myself. I mean thedrawing on a cover, I draw it in 2013 and it seriously suites all of my personal conception of this all, she is&nbsp;AJATTARA, the goddess of a lost! I maded my promise bow to her since we started.</h5>
<h5><em>XIII) Last words: Which artists or albums are this years&#8216; highlights so far? Do you have any recommendation for our editors and readers?</em><br />
Ajattara, Lupaus</h5>
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		<title>AJATTARA sind zurück – klassisch, finnisch, fies</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 May 2017 13:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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		<category><![CDATA[Ajattara]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>AJATTARA&#160;–&#160;Lupaus Veröffentlichungsdatum: 12.05.2017 Dauer:&#160;35:03 Label:&#160;Svart Records Stil: Black Metal AJATTARA blicken auf eine (bis auf eine kurze Unterbrechung) 20-jährige Bandgeschichte zurück. In den letzten sechs Jahren war es beunruhigend still um die Finnen. Nach dieser langen Durststrecke haben sie endlich ihr achtes ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>AJATTARA&nbsp;</strong>–&nbsp;Lupaus<br />
Veröffentlichungsdatum: 12.05.2017<br />
Dauer:&nbsp;35:03<br />
Label:&nbsp;Svart Records<br />
Stil: Black Metal</p>
<p><strong>AJATTARA</strong> blicken auf eine (bis auf eine kurze Unterbrechung) 20-jährige Bandgeschichte zurück. In den letzten sechs Jahren war es beunruhigend still um die Finnen. Nach dieser langen Durststrecke haben sie endlich ihr achtes Studioalbum herausgebracht und auf dem Wege keinesfalls ihre Rohheit verloren. Neuerdings präsentieren sich die Skandinavier sogar mit eigenem Youtube-Kanal inklusive zweier Videos zu diesem Album, die ich euch an dieser Stelle natürlich nicht vorenthalten möchte.</p>
<h4>Der Ersteindruck</h4>
<p>Ich höre nur Satanas, Satanas, Satanas. Wo sind wir denn gelandet? In Skandinavien?! Finnland! Ah, das erklärt einiges. Die Songtitel an sich sind schon recht vielversprechend und zeigen auch eine angenehm schwarzmetallische Klischeeerfüllung: &#8222;<em>Satanaan sinetti&#8220;</em> – Satans Siegel, &#8222;<em>Suru&#8220;</em> – Trauer, &#8222;<em>Ave Satana&#8220;</em> – erklärt sich wohl selbst,<em>&nbsp;&#8222;Uhrilahja&#8220;</em> – Opfer. Just to name a few. Etwas mehr als eine halbe Stunde feinster satanistischer Themenkreis. Was hier recht kurz erscheint, reicht der Kombo allerdings vollkommen, um diverse Spielarten, die dem Black Metal zu eigen sind, abzudecken. Ich möchte sogar behaupten, dass der Veröffentlichung eine längere Spieldauer geschadet hätte. Das Album ist ihrer eigenen Aussage nach „an ode to the deepest feelings of human suffering and loss“ – und ja, das ist es auch geworden. Auch wenn die Sprachbarriere das genaue Verständnis der Texte unmöglich macht, reicht mir die Musik vollkommen, um diese Gefühle nachempfinden zu können.</p>
<p>Liebevolles Ohrenschmeicheln bekommt ihr hier definitiv nicht. Zornig und verzweifelt fräsen sich die durchaus eingängigen Licks in die Gehörgänge. Ohrwurmpotenzial ist vorhanden. Das menschliche Gehirn freut sich über bekannte Muster – und die bekommst du bei <strong>AJATTARA</strong> zur Genüge!</p>
<h4>Genauer hingehört</h4>
<p>Ich fühle mich durch den doch sehr typisch schwarzmetallischen Einstieg ins Album positiv getriggert.<em>&nbsp;&#8222;Saatanan sinetti&#8220;</em>&nbsp;bietet einen energetischen Rutsch in die verzweifelten Gefilde. Präziser und gnadenloser Blastbeat trifft auf einfaches, einprägsames Riffing. Auffällig ist, dass der Sound klar, aber nicht überproduziert ist. Der Bass bringt mit seinem sehr aggressiv-knarzigen Eigenklang eine wunderbare Portion Rotzigkeit in die Chose. Mit Einsatz des Gesangs bin ich dann vollends dabei und reibe mir innerlich entzückt die Hände.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/x4spg6cRVTk?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Im weiteren Verlauf des Albums wird deutlich mehr auf getragene, mächtige und synthiegestütze Atmosphäre gesetzt. So wie auch bei &#8222;<em>Suru&#8220;</em> – der Song klingt sehr verdächtig nach den alten Alben, konkreter nach &#8222;Itse&#8220;, ihrem Debutalbum. Tragend, mächtig, rollend mit sehr gezieltem Gitarreneinsatz – kein Ton ist reines Gewichse um der Show Willen. Vor allem der Refrain mit seinem finnischsprachigen Cleangesang weiß mich zu begeistern.</p>
<p>Das erste Drittel des Albums klappert schon eine gute Menge an schnellen und auch getragenen Spielarten des Black Metal ab. Ich freue mich auf einen wilden Ritt durchs Album. Ganz so wild wird er nicht, denn alles weitere baut ebenfalls auf bekannten Mustern und Elementen auf. Ich möchte nicht sagen, dass die Platte dröge ist – keinesfalls. Die verschiedenen Spielarten werden konsequent durchexerziert. Wirklich neue Eindrücke und &#8222;oha!&#8220;-Momente gibt es allerdings nicht. Die Riffs und Melodien sind eingängig. Der Gesang angenehm brutal und verzweifelt, dass mir selbst bei unseren aktuellen Temperaturen das Blut in den Adern gefriert.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/tKqlWQfrHeE?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Ich bin beileibe kein Fan von ausladendem Synthie-Einsatz. Über den einen oder anderen Effekt auf dem Album lässt sich auch durchaus streiten, aber ich muss den Musikern lassen, dass sie in Maßen und bewusst damit arbeiten. Die Songs haben in sich schöne Spannungsbögen, das Album in seiner Gesamtlänge schiebt und drückt insgesamt abwechselnd sowohl langsam tragend als auch hetzend schnell den Black Metal in feiner Manier durch die Boxen.</p>
<p><em>&#8222;Ave Satana&#8220;</em> besticht beispielsweise durch simples Riffing, das Aufgreifen stereotypischer Melodieverläufe und groovt richtig schön vor sich hin. Zwischendrin holen Blastbeats die maximale Evilness raus und meine Hand zückt unwillkürlich die invisible orange. Hach, so lob&#8216; ich mir das.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/UDhc84RK3_4?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h4>Was bleibt</h4>
<p>Das Album ist in den vergangenen Wochen mehrfach in den verschiedensten Situationen rotiert und ließ mich jedes Mal sofort in die richtige Stimmung kommen. Dass &#8222;Lupaus&#8220; zum Dauerbrenner in meiner Sammlung wird, bezweifle ich sehr. Dafür fehlt mir die Abwechslung, die Innovation. Ich kann mir aber vorstellen, dass es sich in die (noch recht überschaubare) Auswahl der Black Metal-Alben einreiht, die ich in Momenten meines Aggressionsabbau zur Rate ziehe.</p>
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