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	<title>Funebrarum Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Funebrarum Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>TRIUMVIR FOUL – Absturz in die fäkalgetränkten Katakomben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nico]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Apr 2019 05:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute gehts um Urin... NEIN NEIN! Wir sind nicht die VICE - Eher im metaphorischen Sinne:</p>
<p>TRIUMVIR FOUL schauen musikalisch auf die Lebenssäfte und ballern einen 17-Minüter raus.<br />
Ob der fürs Klo oder eher für das Bestseller-Regal ist, sagen wir dir!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/triumvir-foul-urine-of-abomination/">TRIUMVIR FOUL – Absturz in die fäkalgetränkten Katakomben</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>TRIUMVIR FOUL – URINE OF ABOMINATION</strong></h2>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum: </strong>29.03.2019<br />
<strong>Länge: </strong>16:33 Min.<br />
<strong>Label: </strong>Vrasubatlat<br />
<strong>Genre: </strong>Old School/ Blackened Death Metal</p>
<p></div></div></div>
<p>Schon bei der Betrachtung des Titels der heute vorgestellten neuen <strong>EP</strong> von <strong>TRIUMVIR FOUL</strong> könnte man schnell einem Trugschluss verfallen: &#8222;Urine of Abomination&#8220;, also <strong>&#8222;Urin der Abscheulichkeit&#8220;</strong>, lässt vermuten, dass es sich um eine neue <strong>Slam Brutal Death Metal</strong> oder <strong>Porngrind-Veröffentlichung</strong> handeln könnte. Und dann noch die kurze Laufzeit von nicht einmal<strong> 17 Minuten</strong>. Schon das Intro vom Openertrack &#8222;<em>Urine of Abomination I</em>&#8220; lässt nichts Gutes vermuten: Ein derartig <strong>dissonantes, kryptisches, wüstes, unkoordiniertes</strong> und <strong>übersteuertes Wirrwarr</strong> habe ich selten als Einsteiger erlebt.&#8220;Was soll das denn werden?“, denke ich mir.</p>
<p>Zum Glück kannte ich die Band jedoch schon vorher und wusste, dass es sich bei den beiden Vorgängeralben, die ich mir ohnehin unbedingt noch zulegen will, um <strong>hochkarätige, morbide, okkulte</strong> und <strong>atmosphärisch tiefgeschwärzte Todeswalzen</strong> weit weg von reinrassiger Slam-Häckselei handelt, deshalb entscheide ich dazu, mich unvoreingenommen der neuen Veröffentlichung anzunehmen.</p>
<h2>Ein auditiver Rundgang durch Gewölbe des Grauens</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_32715" aria-describedby="caption-attachment-32715" style="width: 256px" class="wp-caption alignright"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-32715 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/trf.jpg" alt="" width="266" height="189" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/trf.jpg 266w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/trf-165x116.jpg 165w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/trf-85x60.jpg 85w" sizes="(max-width: 266px) 100vw, 266px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-32715" class="wp-caption-text">TRIUMVIR FOUL live</figcaption></figure>
<p>Die beiden vorhergehenden (Langspieler-)Veröffentlichungen der Band, &#8222;Triumvir Foul&#8220; (2015) und &#8222;Spiritual Bloodshed&#8220; (2017), trumpfen mit vergleichsweise <strong>variierenden Tempi</strong> und <strong>groovigen Riffstrukturen</strong>, verzerrten Soloeinlagen und Gesang im Schwedentotstil auf. Die allgemeine Akustik des Nachfolgerwerkes erscheint insgesamt sowohl auf musikalischer als auch auf stimmlicher Ebene extremer, aber zugleich auch unkoordinierter. Der Gesamtsound wirkt, gerade in den Überleitungen zwischen den einzelnen Titeln, unwahrscheinlich und undefinierbar übersteuert. Ich nehme an, dass dies von den Herren bewusst als stilistisches Mittel zwischen den Titeln eingesetzt worden ist, um für eine besonders<strong> makabere Atmosphäre</strong> zu sorgen. Zumindest für meine Gehörgänge sind diese Passagen eine echte Gewohnheitssache.</p>
<p>Beim zweiten Durchlauf der EP empfinde ich sie nicht mehr als so störend. Wirkliche <strong>Überraschungen</strong> warten aber sonst während der gesamten Laufzeit nicht auf. Das Konzept der Band speist sich aus dem wuchtigen Gesamtsound, den übersteuerten Phasen, leichter Experimentierfreude sowie der allgemein <strong>horrenden Grundatmosphäre</strong>. Wer ausgereifte und explizite technische Feinheiten sucht, beziehungsweise eine aufwendige, perfektionistische Produktion erwartet, den wird dieses Werk nicht zufrieden stellen.</p>
<h2>&#8222;Old School (World) Death Metal 2.0.&#8220; – ein kurzer Ausflug</h2>
<p>In den letzten Jahren sind eine ganze Reihe an Death Metal-Kapellen aus den Boden geschossen, welche höchstwahrscheinlich dank ihres exorbitanten Konsums von Platten der Formationen<strong> INCANTATION, AUTOPSY, TIMEGHOUL</strong> oder <strong>DEMILICH</strong> eine Old School Death Metal-2.0.-Elite gebildet haben. Als eine der wegweisendsten Bands dieser &#8222;Bewegung&#8220;, auch wenn sie mir oft zu monoton klingen, erscheinen mir persönlich die<strong> Japaner</strong> von <strong>COFFINS</strong>. Bereits Anno 1996 gegründet, zeigen sie mit ihrem langsamen, schweren und kompromisslosen Sound nun schon über mehr als zwei Jahrzehnte, wie extrem sich <strong>Death Doom Metal</strong> gestalten kann.</p>
<p>Heute hauchen Bands wie beispielsweise <strong>TOMB MOLD, KRYPTS, BURIAL INVOCATION, UNDERGANG, PUTREVORE, DISMA, ATARAXY</strong> oder<strong> PHRENELITH</strong> dem weitläufig etablierten, aber vielleicht auch als konformistisch abgetanen Sub-Genre des Old School Death Metal neues Leben ein. Sie stellen eine zugleich konservative, aber atmosphärische Opposition zu übertechnisierten New School Slam Death Metal Bands dar, die &#8222;Härte&#8220; vorrangig über hochfrequentierte Pig-Squeal-Einlagen, plastisches Double Bass-Gehämmere und massive Breakdowns definieren. Sie haben sich, mit weitreichendem Erfolg und Anerkennung innerhalb der Szene, eine eigene kleine Nische aufgebaut.</p>
<p>Durch die Konvergenz sowohl amerikanischer als auch schwedischer und finnischer Anleihen, wie zum Beispiel gezielt eingesetzten <strong>Geschwindigkeitsänderungen, groovigen Riffs, Intros, Outros</strong> und Intermezzi im Stille von Bands wie <strong>FUNEBRE</strong> (FIN), <strong>DEPRAVITY</strong> (FIN) oder <strong>BRUTALITY</strong> (USA), einigen Doom und Black-Anleihen sowie schweren, sehr tiefen Riffgewittern, gelingt es diesen Bands vielleicht nicht, den Death Metal als solchen vollkommen zu revolutionieren. Aber sie schaffen es, ihn auf ein neues qualitatives und härteorientiertes Level zu heben und somit einer nicht ganz abwegigen Stagnation des Sub-Genres entgegenzuwirken.</p>
<p><iframe width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/sTN1S1toaeM?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Welchen Platz nehmen TRIUMVIR FOUL innerhalb der Szene ein?</h2>
<p>Nach kurzer Recherche auf Youtube und anderen Plattformen stelle ich bereits fest, dass <strong>TRIUMVIR FOUL</strong> oft mit dem Quartett <strong>PISSGRAVE</strong> aus <strong>Philadelphia</strong> verglichen werden.&nbsp; Dabei fällt auf, dass diese zwar eine ähnliche Gesamtklangfarbe wie <strong>TRIUMVIR FOUL</strong> haben, allerdings spüre ich beim Anhören ihres Debütalbums &#8222;Suicide Euphoria&#8220; eine gewaltigere <strong>Grindattitüde</strong>, schnellere Tempi und noch harschere Riffgewitter in ihren Songs. Bei <strong>PISSGRAVE&#8217;s</strong> neuem Album &#8222;Posthumous Humilation&#8220; wird jedoch eher grooviger, aber dennoch tempovarianter Old School DM mit geschrienen, verzerrten Vocals zum Besten gegeben. Der allgemeine Fokus der Musik von <strong>PISSGRAVE</strong> ist im Gegensatz zu <strong>TRIUMVIR FOUL</strong> eher auf <strong>Geschwindigkeit</strong> als auf <strong>morbide Atmosphäre</strong> ausgerichtet.</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/6XxcKqgkahE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Mir persönlich fallen beim Hören von &#8222;Urine of Abomination&#8220; (und auch der beiden Vorgängeralben) auf Anhieb drei Bands ein, welche bei Fans dieser Musik auf massiven Zuspruch stoßen sollten, nämlich <strong>SPECTRAL VOICE, CRUCIAMENTUM</strong> und <strong>FUNEBRARUM</strong>. Doch wie unterscheiden sich <strong>TRIUMVIR FOUL</strong> von diesen Bands?</p>
<p><strong>SPECTRAL VOICE</strong> zeichnen sich, meinen Gehörgängen zu Folge, durch <strong>strukturiertere Gesamtkompositionen</strong> in ihren Werken aus, während deren Vocals noch tiefer klingen und hallend &#8222;gezogen&#8220; werden. Außerdem gesellen sich bei den Jungs aus Denver oft langsamere, packende Interludien dazu. <strong>CRUCIAMENTUM</strong> pflegen ein etwas saubereres Klangbild, aber ansonsten eine ähnliche<strong> Riffstruktur</strong> wie <strong>TRIUMVIR FOUL</strong> und <strong>FUNEBRARUM</strong> legen noch mehr Priorität auf Schweden-Death-ähnliche <strong>Kryptik,</strong> Groove, Rhythmik und Schnelligkeit in den Riffs, der Gesang ertönt ebenfalls extremer und tiefer.</p>
<h2>Weitere Anspieltipps:</h2>
<p>Für die enorm anspruchsvolle Hörerschaft, die fortlaufend das Sonderbare, sich Abhebende sucht, empfehle ich darüber hinaus die Dänen von <strong>UNDERGANG</strong>. Noch tiefere,<strong> unmenschlichere Vocals</strong> in<strong> DEMILICH&#8217;s Sumpfmonstermanier</strong> und noch tiefere Riffklänge stellen den &#8222;extreme-gewohnten&#8220; Death Metal-Fan auf die Probe. Vielleicht auch für Hörer mit Crust-Vorliebe geeignet. Wer jedoch technischere Versiertheit und Raffinessen nicht missen möchte und sich mit einer lyrischen Schwerpunktlegung auf <strong>Science-Fiction</strong>&#8211; und Weltraum-Thematiken anfreunden kann, für den sind <strong>SPECTRAL VOICE&#8217;s</strong> Freunde von <strong>BLOOD INCANTATION</strong> sicherlich wärmstens zu empfehlen.</p>
<p>Hiermit sollte ich heute dafür Sorge getragen haben, dass nahezu jeder Old School Death Metal-Fanatiker vor dem heimischen 20-Zoll-Computerbildschirm oder beim Scrollen auf dem Tablet in der Straßenbahn mit einer ganzen Ladung neuer Anspieltipps und Anreizen zur Fachkenntniserweiterung versorgt ist.</p>
<p><a href="https://vrasubatlat.bandcamp.com/album/vt-xxiv-urine-of-abomination">Bandcamp von TRIUMVIR FOUL</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/triumvir-foul-urine-of-abomination/">TRIUMVIR FOUL – Absturz in die fäkalgetränkten Katakomben</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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