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	<title>Gaming Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
	<lastBuildDate>Sat, 24 Nov 2018 09:38:02 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Gaming Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>SILENCE-SCHATZSUCHE #3: TELL YOU WHAT NOW – FAILSAFE: ENTROPY</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Nov 2018 07:59:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Final Fantasy]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir erzählen euch mal was... oder auf Englisch: TELL YOU WHAT NOW.<br />
Unser Tipp in der diesmaligen Schatzsuche#3<br />
Eine Band mit Gaminghintergrund kann so falsch nicht sein - und was noch alles dahintersteckt sagen wir euch jetzt!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/silence-schatzsuche-3-tell-you-what-now-failsafe-entropy/">SILENCE-SCHATZSUCHE #3: TELL YOU WHAT NOW – FAILSAFE: ENTROPY</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Manche Metal-Alben sind nicht wie andere. In einem riesigen, unübersichtlichen Haufen aus mediokren bis akzeptablen Werken kommt es manchmal vor, dass man auf die eine außergewöhnliche, leuchtende Perle stößt. Eine Kreation, die aus allen Perspektiven Perfektion ausstrahlt – und dabei oft von viel zu wenigen Menschen wahrgenommen wird. Kommt mit den Autoren des Silence-Magazins auf eine Suche nach der goldenen Nadel im stählernen Heuhaufen der Metal-Musik! Wir präsentieren euch hier unsere persönlichen Schätze – Alben, die für uns die einen unter Tausenden darstellen, und die wir mit euch, liebe Leser, gerne teilen möchten. Auf zur SILENCE-Schatzsuche!</em></p>
<p><strong>TELL YOU WHAT NOW</strong>, der Bandname an sich ist ja schon außergewöhnlich. Viel interessanter ist für mich aber auch, wie ich auf die Herren aus Berlin gestoßen bin. Neben dem ganzen Musikkrempel, den ich so permanent um mich habe, bin ich auch oft&#8230; nein, sehr oft&#8230; ok, nahezu täglich auf Youtube unterwegs. Jetzt könnt ihr euch sicher auch schon denken, wie ich auf <em>Silence</em> aufmerksam wurde, aber darum geht&#8217;s hier nicht. Wer sich etwas mit Gaming und Youtube Deutschland beschäftigt, ist sicher schonmal über einen gewissen <strong>Frodo</strong> gestolpert, bekannt u.A. durch den <a href="https://www.youtube.com/user/DoktorFroid" target="_blank" rel="noopener">Dr. Froid Kanal</a>. Irgendwo kam dann mal zur Sprache, dass dieser Frontmann einer Band ist. Also hab ich natürlich mal ein Ohr riskiert und war ziemlich überrascht, was da so zu hören war.&nbsp;</p>
<h3>VOM BILDSCHIRM IN DIE OHREN</h3>
<p>Das ist ja Metalcore! Aber irgendwie auch nicht. Also vom Aufbau schon, aber da sind doch Elemente drin, die ich zum Zeitpunkt des Entdeckens noch nicht wirklich zuordnen konnte. Mittlerweile weiß ich, dass das wohl <strong>Progressive</strong> ist. Aber jeder fängt mal an, nicht wahr? Ein bisschen <strong>Hardcore</strong> hat sich hier und da auch hinein verirrt. Das Album, welches ich als Erstes belauscht habe, nennt sich &#8222;Nuketown Adventures&#8220;. Na, bemerkt jemand schon etwas? Um dieses Album soll es hier aber nicht gehen, denn mit &#8222;Failsafe: Entropy&#8220; möchte ich euch gern das Werk von 2017 empfehlen. Ich werfe mal ein paar Songtitel in den Raum: <em>&#8222;Aerith&#8220;</em>, <em>&#8222;Jenova&#8220;</em>, <em>&#8222;Nibelheim&#8220;</em> oder <em>&#8222;Journey To Midgar&#8220;</em>.</p>
<p>Wem das jetzt vertraut vorkommt, cheers &#8211; ich bin auch Gamer. Für alle anderen zur Erklärung, diese Titel beziehen sich allesamt auf eines der einschlägigsten Games aller Zeiten: <strong>Final Fantasy 7</strong>. Nun geht es in den Songs aber nicht um das Spiel, sondern viel mehr werden die entsprechenden Themen als Grundlage genutzt, um sie in die Texte der Band clever einzubauen. Da besagtes Spiel durchaus einen ernsten Gedanken verfolgt, braucht ihr auch keine Sorge haben, dass<strong> TELL YOU WHAT NOW</strong> wie lustige Soundtracks klingen.&nbsp;</p>
<p>Natürlich bedient sich die Band nicht nur bei Games, das sind nur wiederkehrende <strong>Inspirationsquellen</strong>. Aber eben genau das finde ich so spannend. Wenn man selbst in der Materie steckt, macht das irgendwie einen <strong>ganz besonderen Charme</strong> aus. Klar, es gibt auch Bands, die sich speziell nur mit derartigen Themen beschäftigen, aber das ist eben meistens nicht diese Art von Musik. Ich will das hier aber nicht nur an die Kenner richten, sondern auch an alle, die etwas mit oben genannten Genres anfangen können. Denn mal ganz von meinem Bezug zur Band abgesehen, haben sie es wirklich verdient, noch ein bisschen Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich hab das Gefühl, dass da noch einiges möglich ist.&nbsp;</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/iVBD6evCGMY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>So, nun habt ihr vielleicht eine <strong>Neuentdeckung</strong> gemacht und nebenbei auch noch etwas über meine nerdige Seite erfahren. Worauf es mir musikalisch immer ankommt, habt ihr sicher schon in meinen Reviews mitbekommen. Und dass <strong>TYWN</strong> das auch prächtig beherrschen, könnt ihr mit einem Klick auf den Playknopf hier oben selbst herausfinden. Wer nun Gefallen gefunden hat, dem sei auch die gesamte Diskographie wärmstens empfohlen. Für mich stellt gerade &#8222;Failsafe: Entropy&#8220; ein absolutes Schätzchen meiner Sammlung dar. Und wem die Musik nicht zusagt, das Artwork ist doch <strong>großartig</strong>, oder? Zum Glück gibt es auch Youtuber, die nicht nur Plastikpop aus der Dose fabrizieren.&nbsp;</p>
<p>Lasst <strong>TELL YOU WHAT NOW</strong> doch ein Like da, falls ihr im <a href="https://de-de.facebook.com/tellyouwhatnow/" target="_blank" rel="noopener">Gesichtsbuch</a> aktiv seid.&nbsp;</p>
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		<title>Der Power Creep in der Musik und warum VOLBEAT progressiv sind</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Jul 2016 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[brutal]]></category>
		<category><![CDATA[Gaming]]></category>
		<category><![CDATA[metal]]></category>
		<category><![CDATA[Power Creep]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive]]></category>
		<category><![CDATA[Sammelkartenspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Yu-Gi-Oh!]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als ein einst äußerst interessierter Sammelkartenspieler, zu gut Deutsch: Frauenversteher, kam mir vor einiger Zeit ein absurder Gedanke. Dieser riss mich sogar aus meiner (noch währenden) Pokemon Go-Sucht heraus: Kann man den &#8222;Power Creep&#8220; auf Musik beziehen? Vorweg möchte ich dazu sagen, ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als ein einst äußerst interessierter Sammelkartenspieler, zu gut Deutsch: <strong>Frauenversteher</strong>, kam mir vor einiger Zeit ein absurder Gedanke. Dieser riss mich sogar aus meiner (noch währenden) Pokemon Go-Sucht heraus:</p>
<p>Kann man den <strong>&#8222;Power Creep&#8220;</strong> auf Musik beziehen?</p>
<p>Vorweg möchte ich dazu sagen, dass mir schon nach einer Weile am Notizblock aufgefallen ist, dass dieses, für viele hier ominöse, Etwas nur eingeschränkt Anwendung findet.<br />
Und jetzt genug der <strong>Klugscheißerei</strong> und auf zum Thema, wo ich meinen Ergüssen noch mehr freien Lauf lasse.<br />
Für diejenigen, denen dieser Begriff nichts sagt, sorge ich erst einmal für Aufklärung mit einer kleinen Definition.</p>
<hr />
<p>Der <strong>&#8222;Power Creep&#8220;</strong> bedeutet schlichtweg, dass <strong>neue Inhalte in einem Spiel die älteren in Stärke und Nutzen überbieten</strong>. Damit gibt es einen stetigen Anstieg der Spielgeschwindigkeit, da sich neue Gegenstände und Karten nicht an den vorher implementierten Spielregeln orientieren, sondern logischerweise an den älteren Inhalten.<br />
In der Praxis müssen also Spielmechaniken und -regeln angepasst werden, um diesen Galopp-artigen Zuwachs zu verhindern. Denn letztendlich werden ältere Gegenstände mit Einführung der neuen Übermacht nutzlos und werden in der Ecke liegen gelassen. Es geht immer ums Übertreffen: <strong>höher</strong>, <strong>schneller</strong>,<strong> weiter und auch länger</strong>.</p>
<hr />
<p>Zum Glück liegt der Grund dafür auf der Hand &#8211; die Ursachenforschung ist bereits durch: um ein Spiel am Leben zu erhalten braucht es neue Inhalte. Und um neue Inhalte zu verkaufen brauchen diese einen <strong>Anreiz für den Spieler um diese zu kaufen</strong>. Sei das durch stärkere Werte oder komplett neue Spielmechaniken.<br />
Insbesondere in kompetitiven Bereichen von <strong>Sammelkartenspielen </strong>&#8211;<strong> kurz TCGs (Trading Card Games)</strong> &#8211; wie &#8222;Yu-Gi-Oh!&#8220; kommt dies zum Tragen. Und wehe jetzt brüllt nicht jeder Leser sofort &#8222;Zeit für ein DU-DU-DU-DUELL!&#8220; in den Bildschirm. Mit jeder neuen Erweiterung, an dessen Verkauf der Hersteller <strong>Konami</strong> sichtlich interessiert ist, steigt die Kraft von einigen sogenannten <strong>&#8222;Archetype&#8220;</strong>, also bestimmten <strong>&#8222;Fraktionen&#8220; von Karten</strong>.<br />
Diese Karten werden dann am häufigsten auf Turnieren gespielt, weil neue stärkere Karten sie nun verstärken. Aber auch komplett neue Kartentypen werden erfunden, mit denen ich eure Gemüter aber erst später belasten will.</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_5088" aria-describedby="caption-attachment-5088" style="width: 340px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-5088 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/power_creep_demostration_mini_2_5298-1.jpg" alt="power_creep_demostration_mini_2_5298 (1)" width="350" height="254" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/power_creep_demostration_mini_2_5298-1.jpg 350w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/power_creep_demostration_mini_2_5298-1-300x218.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-5088" class="wp-caption-text">Der Power Creep in Yu-Gi.-Oh!. Die Karte &#8222;Ungeheuerkönig Barbaros&#8220; (rechts) vereint die Effekte und Werte von vier (!) älteren Karten (links).</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p>Aber jetzt kommen wir mal zum Punkt und fragen uns:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;">Was hat das alles mit Musik zu tun?</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">Wenn wir die Evolution der Rock- und Metal-Genre der letzten Jahre betrachten, fällt uns <strong>viel schöner Nachwuchs</strong> an allen Stellen auf. Da gibt es den <strong>Black-Metaller mit dem Lollipop</strong> in der Hand, und ja ich meine dich, Post-Black-Atmospheric-Suicidal-Doom-Metal (oder wie du auch immer heißt)! Und sogar der <strong>Djent-Teenie</strong> von nebenan schaut in der Musik vorbei. Eins haben sie alle gemeinsam: sie haben alte Formulare genommen und sie überarbeitet, etwas Neues hereingebracht oder fast gänzlich umgeworfen. Damit wollen sie ihre <strong>eigene Musik</strong> machen und nicht im <strong>Einheitsbrei</strong> untergehen. Sie sind also innovativer und stärker, was ihre Verkaufszahlen &#8211; außer bei den Härtefällen der Experimental-, Brutal- und Avantgarde-Musik &#8211; anhebt.<br />
Der Unterschied zum traditionellen <strong>&#8222;Power Creep&#8220;</strong> besteht hier jedoch darin, dass diese Musik (hoffentlich) nicht gemacht wurde um möglichst viel Geld einzuspielen, sondern einfach nur um Publikum und das Symphonie-Orchester selbst zu begeistern.</p>
<p style="text-align: center;">Dabei stellt sich die Frage, ob Innovation in der Musik wirklich Progressivität bedeutet.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_5090" aria-describedby="caption-attachment-5090" style="width: 390px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-5090 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/progdog01.jpg" alt="progdog01" width="400" height="400" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/progdog01.jpg 400w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/progdog01-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/progdog01-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-5090" class="wp-caption-text">Der Prog-Elite gehts nur darum, wer den Längsten hat&#8230;</figcaption></figure>
<p>Ich würde vom Bauchgefühl diese Frage mit &#8222;ja&#8220; beantworten.<br />
Bands wie <strong>CATTLE DECAPITATION</strong>, <strong>LETLIVE.</strong>, <strong>DEVIN TOWNSEND</strong> <strong>PROJECT</strong> und <strong>KVELERTAK</strong> wird man trotzdem nicht in ein Genre namens <strong>Prog</strong> stecken können. Das liegt vor allem daran, dass aus irgendeinem, mir nicht erfindlichen, Grund <strong>progressive Musik fast nur noch mit Technik, Länge des Songs und dem etablierten Prog-Rock Sound</strong> der längst vergangenen Tage von DDR und dem Grunge verbunden wird.<br />
Wenn Genres verbunden werden (<strong>KVELERTAK</strong>) oder eine Änderung erfahren (<strong>CATTLE DECAPITATION</strong>), dann ist das meiner Meinung nach sogar progressiver als Prog-Musik mit theatralischen Ergüssen (<strong>DEVIN TOWNSEND PROJECT</strong>). Eigentlich wäre sogar <strong>VOLBEAT</strong> progressiv für ihre Schöpfung von Country-Metal, aber dafür ist die musikalische Elite zu versnobt.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;">Was ihr euch jetzt bestimmt fragt: <strong>VOLBEAT</strong> soll progressiv sein, was hat das jetzt alles mit Kartenspielen zu tun und warum liegt hier überhaupt Stroh?</p>
</blockquote>
<p>Ganz einfach: Bringst du <del>neues Stroh</del> <strong>neue Mechaniken</strong> in dein Spiel, dann werden die Karten wahrscheinlich die Überhand gewinnen. Denn die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sie stärker sind als vorangegangene Kartentypen.<br />
So gab es in &#8222;Yu-Gi-Oh!&#8220; einst die Einführung der <strong>Fusionsmonster</strong>, die vorerst die <strong>Meta </strong>(<strong>spielbare und turnierfähige Decks, das beste der besten</strong>) bereicherten und dann schnell als wichtigste Spielmechanik ersetzten. Das bedeutete, dass viele Decks auf diese <strong>&#8222;Fusionsmonster&#8220;</strong> setzten und die <strong>Meta</strong> voll von diesen Decks war. Allerdings war diese Änderung nicht so schwerwiegend, wie die der Einführung von <strong>&#8222;Synchromonstern&#8220; </strong>und später<strong> &#8222;XYZ-Monstern&#8220;</strong>, welche noch schneller zu Favoriten der Spielern wurden, da diese noch einfacher aufzurufen waren. Mit den <strong>&#8222;Pendelmonstern&#8220;</strong> wagte &#8222;Yu-Gi-Oh!&#8220; vor einiger Zeit den nächsten Schritt und die Auswirkungen der Einführung der neuen Karten scheinen insgesamt exponentiell gestiegen zu sein. Jede neue Veränderung war immer gravierender als die vorangegangene.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_5101" aria-describedby="caption-attachment-5101" style="width: 290px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-5101 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/fusion.synchro.XYZ_-300x146.png" alt="fusion.synchro.XYZ" width="300" height="146" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/fusion.synchro.XYZ_-300x146.png 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/fusion.synchro.XYZ_-1024x500.png 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/fusion.synchro.XYZ_-750x366.png 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/fusion.synchro.XYZ_.png 1600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-5101" class="wp-caption-text">Von links nach rechts: Fusionsmonster, Synchromonster, XYZ-Monster (alle durch eine jeweils andere Kartenfarbe gekennzeichnet)</figcaption></figure>
<p>So sind zum Beispiel die <strong>Effekt-Texte zehntausend Mal länger</strong> und damit schwieriger zu entziffern &#8211; zum Leid der &#8222;Casuals&#8220;- und das <strong>Spiel wird immer schneller</strong>.<strong> </strong><span style="line-height: 1.5;">Duelle werden viel schneller entschieden und Spannung kommt schon oft nach sechs Zügen auf, da die Aufgabe einer der beiden Duellanten erwartet wird. </span><span style="line-height: 1.5;">Im kompetitiven Bereich sorgen die Erfindungen des Herstellers also für Frustration und </span><strong style="line-height: 1.5;">viele Spieler verlassen das Spiel</strong><span style="line-height: 1.5;">. Dieses Phänomen konnte bei &#8222;Yu-Gi-Oh!&#8220; schon oft festgestellt werden. So gibt es kaum noch Spieler auf großen Turnieren, die seit langer Zeit dabei waren.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_5097" aria-describedby="caption-attachment-5097" style="width: 608px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-5097 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/zaborgius.png" width="618" height="450" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/zaborgius.png 618w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/zaborgius-300x218.png 300w" sizes="auto, (max-width: 618px) 100vw, 618px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-5097" class="wp-caption-text">&#8222;Zaborg der Mega-Monarch&#8220; (links) neben seinem Vorfahren &#8222;Zaborg der Donnermonarch&#8220; (rechts) Kartenwerte, sowie Effekte sind erheblich mehr bei der neueren Karte.</figcaption></figure>
<p>Und auch die Online-Gemeinschaft verliert schneller Mitglieder als sie dazugewinnt. (In anderen Sammelkartenspielen wie z. Bsp. &#8222;Magic The Gathering&#8220; werden Ressourcen anders verwaltet und der <strong>&#8222;Power Creep&#8220;</strong> kommt weniger zum Tragen.)</p>
<hr />
<blockquote>
<p style="text-align: center;">Damit will ich nicht sagen, dass die Musik durch den Power Creep stirbt. Ganz im Gegenteil: Dieser Vergleich zeigt auf, dass durch die Anzahl der Faktoren in der Musikindustrie ein Dilemma wie Eintönigkeit durch einen Hersteller nicht möglich ist. Der Hersteller in der Musik ist der Fan populärer Musik und es gibt genügend Fans innovativer Musik, um diese am Leben zu erhalten.</p>
</blockquote>
<hr />
<p>Außerhalb der vorhin angesprochenen Innovation gibt es natürlich auch noch die ein oder andere Art der <strong>&#8222;Power Creep&#8220;</strong>-Verwirklichung: Schneller, härter, intensiver, tiefer. Diese vier Worte sollen keine sexuelle Anspielung sein, obwohl sie, wenn ich es mir recht überlege, eine zweite Kolumne zum Vergleich von <strong>Musik und Sex</strong> verlangen.<br />
Sie bilden ein flexibles Tetragon, was ich liebevoll das <strong>&#8222;SHIT-Prinzip&#8220;</strong> nenne. Mit dem Namen kommen wir den Fäkalien ziemlich nah, die die Bands der vertretenden Musikrichtungen zu bieten haben. Vom <strong>Goregrind</strong> bis zum <strong>Brutal-Slam-Metal</strong> ziehen viele Bands meistens zwei der Faktoren den anderen vor. Ähnlich wie im Kartenspiel wird hier also alles einfach nur krasser und stärker. Sie sind die typischen neuen Inhalte, die sich zwar alter Spielmechaniken bedienen, aber einfach stärker (nicht unbedingt besser) sind als ihre Vorgänger.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_5075" aria-describedby="caption-attachment-5075" style="width: 1014px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-5075" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/hexagon-1024x654.png" alt="So könnte ein solches Tetragon aussehen." width="1024" height="654" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/hexagon-1024x654.png 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/hexagon-300x192.png 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/hexagon-750x479.png 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/hexagon.png 1876w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-5075" class="wp-caption-text">So könnte ein solches Tetragon aussehen.</figcaption></figure>
<p>Und was heißt das jetzt genau? Es heißt, dass die Musik heutzutage vielleicht mehr und immer mehr von ALLEM braucht um zu überzeugen. Das liegt hauptsächlich an der Anzahl von Inhalten die bereits auf dem Markt sind, da diese von extremen und experimentellen Bands übertrumpft werden wollen.</p>
<p>Also versucht die ein oder andere neu-gegründete <strong>Extreme Metal-Band</strong> brutaler zu sein, oder aufzufallen durch:</p>
<ul>
<li>belustigende/übertriebene Texte (z. Bsp: gibt zu viele)</li>
<li>Logos (z. Bsp: <strong>PARTY CANNON</strong>)</li>
<li>Namen (z. Bsp:<strong> CANNABIS CORPSE</strong>,<strong> EXIMPERITUSERQETHHZEBIBSIPTUGAKKATHSULWELIARZAXULUM</strong> &#8211; ja das ist der tatsächliche Name)</li>
<li>Artwork (z. Bsp: jede Death Metal-Band die je existierte)</li>
<li>ganz viel schlechte und gute PR</li>
</ul>
<p>Was bedeutet der <strong>&#8222;Music Creep&#8220;</strong> &#8211; Vorsicht Wortneuschöpfung!- also für aufstrebende Bands?<br />
Es gilt aufzufallen, sei es durch <strong>PR</strong>,<strong> Innovation oder Extreme</strong>.<br />
Denn hier wird nicht der Markt vom Hersteller kontrolliert sondern von dem liebenswerten <strong>Konsumenten</strong> (euch!) und man muss sich anstrengen, um alte Formulare neu zu schreiben oder einfach gut umzusetzen.<br />
Altes Material muss überholt werden. Meistens hat fast jeder Hörer schon ein mal das Gefühl gehabt, lieber ein ihm bereits gut bekanntes Werk zu hören, als der zehnte Versuch dieses zu imitieren und sich den selben Stil anzueignen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_5099" aria-describedby="caption-attachment-5099" style="width: 740px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-5099 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/Eximperituserqethhzebibšiptugakkathšulweliarzaxułum-Prajecyrujučy.jpg" alt="Eximperituserqethhzebibšiptugakkathšulweliarzaxułum-Prajecyrujučy" width="750" height="750" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/Eximperituserqethhzebibšiptugakkathšulweliarzaxułum-Prajecyrujučy.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/Eximperituserqethhzebibšiptugakkathšulweliarzaxułum-Prajecyrujučy-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/Eximperituserqethhzebibšiptugakkathšulweliarzaxułum-Prajecyrujučy-300x300.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-5099" class="wp-caption-text">Album-Cover von <strong>EXIMPERITUSERQETHHZEBIBSIPTUGAKKATHSULWELIARZAXULUM</strong> (wer das Logo entziffern kann, darf sich bei mir melden und gut bezahlt nachts Mücken abschießen bevor sie in mein Zimmer fliegen)</figcaption></figure>
<p>Wenn wir mit dieser Betrachtung abschließen, geht&#8217;s auf in die Verkaufszahlen.<br />
Da haben wir an erster Stelle eine <strong>erdrückende Beweislage gegen Label</strong> vorzuweisen, da die ja immer daran interessiert sind, sich die besten Bands zu sichern, mit denen Geld verdient werden kann. Wer ihnen vorwirft, dass sie daran Schuld sind, dass der Kommerz gewinnt, liegt aber falsch. Am Ende entscheidet ja jeder <strong>Seppel</strong> selbst, was sein Geld verdient.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;">Und das ist nun mal äußerst häufig die populäre Musik.</p>
</blockquote>
<p>Es ist leider <strong>komplett umgekehrt</strong> wie bei den Spielen: Nicht Innovation oder neue Stärke wird vom durchschnittlichen Zuhörer belohnt, sondern oft Genre-Mittelmaß oder eben die <strong>zehnte Auflage eines typischen Bro-Metal Albums à la Five Finger Death Punch</strong> oder die hundertste Metalcore-Sülze aus dem Amiland. Eingängigkeit ist angesagt, aber muss die immer so eintönig und recyclet daher kommen?<br />
Es gibt genügend Bands wie <strong>GOJIRA</strong>, <strong>PERIPHERY</strong>, <strong>PROTEST THE HERO</strong>, <strong>GHOST</strong> und viele mehr, die beweisen, dass man in Rock und Metal &#8222;catchy&#8220; und &#8222;softer&#8220; schreiben kann und sich nicht der Masse anpassen muss.</p>
<p>Versteht mich bitte nicht falsch, aber ich wünschte mir, dass auch die Musik sich den <strong>&#8222;Power Creep&#8220;</strong> vollständig aneignen könnte. Aber dafür können neue und alte Musik zu gut koexistieren und stehen nicht so stark in Konkurrenz zueinander. Denn schließlich kann man in der Musik nicht mit Innovation gegen Repetition &#8222;das Duell gewinnen&#8220;, wie im Kartenspiel mit neueren gegen ältere Karten.</p>
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<p style="text-align: center;">Letztendlich entscheidet jeder Hörer selbst wozu er mosht und das ist auch gut so.</p>
</blockquote>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/der-power-creep-in-der-musik-und-warum-volbeat-progressiv-sind/">Der Power Creep in der Musik und warum VOLBEAT progressiv sind</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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