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	<title>headache inside Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>headache inside Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Da brummt der Kopf &#8211; Headache Inside</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Jul 2017 10:22:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Freitag, 07.07.2017 Was mache ich vor der Abfahrt zu einem Festival wie dem Headache Inside? Richtig, ich freue mich wie Bolle. Schließlich warten während der nächsten zwei Tage geile Bands wie CRISIX und STALLION&#160;in einem überschaubaren Gelände auf mich. Verknüpft mit einem ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/da-brummt-der-kopf-headache-inside/">Da brummt der Kopf &#8211; Headache Inside</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Freitag, 07.07.2017</h3>
<p>Was mache ich vor der Abfahrt zu einem Festival wie dem <strong>Headache Inside</strong>? Richtig, ich freue mich wie Bolle.<br />
Schließlich warten während der nächsten zwei Tage geile Bands wie <strong>CRISIX</strong> und <strong>STALLION</strong>&nbsp;in einem überschaubaren Gelände auf mich. Verknüpft mit einem der ersten Auftritte von <strong>DISBELIEF</strong> nach sieben Jahren Abstinenz, wäre ich schön blöd, mir das entgehen zu lassen. Deshalb heißt es für mich: <strong>Ab in den Norden Brandenburgs!</strong><br />
Ein paar umfahrene Staus später, merke ich sofort, wie toll die Gegend doch ist. Die in Brandenburg seltenen Misch- und Laubwälder mit ihren grünen Böden, sind Kundschafter einer großartigen Naturlandschaft. Mitten im Nirgendwo befindet sich das Gelände jedoch nicht. Ahlimbsmühle liegt an einer Bundestraße nach Templin und wird oft von Radfahrern heimgesucht. Doch diese sind für gewöhnlich älter als die Exemplare, denen ich auf meinem kleinen Spaziergang begegne. Ich will nach Ankunft und Zeltaufbau nur das Revier beschnuppern, da kommen mir zwei verschwitzte junge Männer auf ihren Fahrrädern entgegen. Die sind erfreut zu erfahren, dass das Festivalgelände nur noch ein paar Meter strammes Strampeln entfernt ist. Trotzdem gehören sie zu einer Bevölkerungsgruppe, die hier zum Teil wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden. Berliner haben es außerhalb von Berlin halt nicht einfach, aber dazu später mehr.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_19167" aria-describedby="caption-attachment-19167" style="width: 554px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-19167" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0646-1024x1020.jpg" width="564" height="561" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0646-1024x1020.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0646-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0646-750x747.jpg 750w" sizes="(max-width: 564px) 100vw, 564px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-19167" class="wp-caption-text">Lust auf eine Fahrradtour?</figcaption></figure>
<blockquote><p>Vorsicht Presse</p></blockquote>
<p>Jetzt heißt es vorerst sich mit einer Rezension die Zeit zu vertreiben. Mit <strong>RIMRUNA</strong> auf den Ohren vergeht die Wartezeit bis zur Öffnung der Scheune wie im Flug. Bevor es im Zelt zu stickig wird, wage ich mich heraus und schaue mich noch einmal auf dem Gelände um. Übersetzt heißt das: <em>Sogar Silence-Schreiberlinge müssen ab und an aufs Klo</em>. Fotos von den netten Herren am Einlass kann ich euch leider nicht liefern, die waren irgendwie Presse-scheu. Als ich mit dem Ruf <em>&#8222;Vorsicht, Presse!&#8220;</em> begrüßt werde und alle sich die Hände vor das Gesicht halten, fühle ich mich direkt gut aufgehoben. Sarkasmus und Ironie werden hier genauso groß geschrieben wie Gastfreundlichkeit.</p>
<p>Frisch geleert und mit dem Bändchen am Arm gönne ich mir also um 19:30<strong> FULL ASSAULT</strong>. Von draußen in die Scheine wechselnd, erschlägt mich die Atmosphäre. Der Raum ist zu diesem Zeitpunkt schon ordentlich nebelig. Mit etwas anderem als Rauch füllt sich der Schuppen jedoch nicht &#8211; der Sänger hätte am liebsten eine Ansage per Megafon. Nach dem Motto &#8222;selbst ist der Mann&#8220; begibt er sich nach draußen, um die Leute hereinzuprügeln. Ihm folgend betreten einige der Gäste die Scheune und es geht endlich los. &#8222;Wir fangen dann einfach mal an.&#8220;, wird proklamiert und schon wird los geböllert. Der Sound stimmt und die ausgedehnten Gitarrenpassagen sagen der Meute den Kampf an. Schon nach zwei Songs haben alle Bock auf mehr, denn <strong>FULL ASSAULT</strong>&nbsp;treffen mit ihrem Thrash Metal genau die Gemüter der Besucher. Als erste Band zu spielen, heißt auch immer den Ton anzugeben. Genau dieses Unterfangen bereitet den New-Wave-Thrash&#8217;ern kein Problem. Obwohl sie nur zu dritt sind, liefern die Schweriner ordentlich ab. Was hier live so monumental wirkt, hat mich zwar auf Platte nicht wirklich überzeugt, passt nun aber zur Stimmung. Ihr Thrash Metal hat nicht nur Anleihen bei den üblichen verdächtigen <strong>KREATOR</strong>,&nbsp;<strong>SODOM</strong> und <strong>TANKARD,</strong>&nbsp;dank dem von Shouts dominierten Gesang erinnert es mich auch stark an &#8222;Shogun&#8220;-Ära&nbsp;<strong>TRIVIUM</strong> &#8211; nur halt ohne klaren Gesang.&nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_19103" aria-describedby="caption-attachment-19103" style="width: 785px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-19103" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0649-1024x768.jpg" width="795" height="596" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0649-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0649-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0649-750x563.jpg 750w" sizes="(max-width: 795px) 100vw, 795px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-19103" class="wp-caption-text">Die Bühne ist bereit!</figcaption></figure>
<blockquote><p>Hauptstädter-Rassismus und Gotteslämmer</p></blockquote>
<p>Noch grooviger wird es beim nächsten Act. <strong>THE FERRYMAN</strong> aus Berlin wirken moderner und hipper als ihre Vorgänger. Ihr Genre ist jedoch 2004 mit &#8222;Ashes Of The Wake&#8220; bereits vollendet gewesen. Das finden die meisten Leute hier auch und schauen sich die Band einfach nicht an. Ich stelle fest: Groove Metal scheint im Norden nicht gut anzukommen. Letztendlich füllt sich der Raum nach und nach, aber einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt das schon. Ist das wieder der altbekannte Rassismus gegenüber Berlinern, der quasi überall in Brandenburg Anklang findet? Naja ich will den netten Leuten hier nichts unterstellen, verwundern würde es mich aber nicht. Es kann auch daran liegen, dass diese relative Spielart nicht so sehr gefällt, wie der zehntausendste <strong>DESTRUCTION</strong>-Klon.<br />
So viel anders als die Väter ihres Genres machen es <strong>THE FERRYMAN</strong> aber auch nicht, wurde hier nur ein anderer Stil kopiert. Ob diese&nbsp;<strong>LAMB OF GOD</strong> Tribut Band beliebt ist oder nicht, ist aber auch egal. Schließlich fliegen auch bei den Berlinern einige Fetzen vor der Bühne, es wird etwas zögerlich dazu mit dem Kopf genickt. Um das zu beschleunigen springt einer der Jungs herunter zu den Zuschauern und versucht sie zu animieren. Mit dem Versuch, mich dabei in den Arm zu nehmen und mit mir zur Musik zu wippen, scheitert er leider kläglich. Sorry, ich will gerne dann ausrasten, wenn ich mich danach fühle. Für ihren einzigen Verspieler haben sie dann eine super Ausrede parat. Schnell eine gewollte &#8222;Interlude&#8220; erfunden und schon darf der Song von Neuem anfangen. Was mich etwas stört, ist die Vorhersehbarkeit der Songs. Nichtsdestotrotz lassen es sich die fünf Jungs nicht nehmen ein&nbsp;<em>&#8222;Redneck&#8220;</em>-Riff nach dem anderen abzulassen.</p>
<p>Der Thrash Metal Teil des Abends wird eingeläutet von <strong>CRISIX</strong>. Besuch aus Barcelona gibt es in der Nähe von Templin wahrscheinlich nicht so oft. Umso schöner ist es, dass sich das junge Quintett in diese wunderschöne Gegend traut. Das findet auch das Publikum und kaum einer lässt sich die Show entgehen. Besonders ins Auge fällt hier die Lead Gitarre &#8211; ohne Probleme knüpft hier ein Solo an das andere an und die Leute lieben es. Der riesige Andrang an Menschen verlangt dann oft genug nach einer Zugabe, bis die Spanier ihre letzten Lieder zum Besten geben.<br />
<strong>Ganz witzig dabei:</strong> In einem der Songs geht es um <strong>Freeza von Dragonball</strong> und daraus wird kein Hehl gemacht. Zwischendurch wechselt dann jeder einmal das Instrument und es geht weiter wie gewohnt mit Crossover-Thrash. Am Ende wird wieder zurück gewechselt und es finden sich genügend Dragonball Fans, die dann auch den Pit beleben. Diesen gelungenen Auftritt von<strong> CRISIX</strong> wird hier keiner so schnell vergessen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_19134" aria-describedby="caption-attachment-19134" style="width: 787px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-19134" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0664-1024x768.jpg" width="797" height="598" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0664-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0664-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0664-750x563.jpg 750w" sizes="(max-width: 797px) 100vw, 797px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-19134" class="wp-caption-text"><strong>DISBELIEF</strong> zerfetzen alles</figcaption></figure>
<p>Auf den Höhepunkt des Abends freue ich mich schon eine Weile. Wem <strong>DISBELIEF</strong> noch kein Begriff sind, hat wahrscheinlich die letzten Jahre hinter dem Mond gelebt. So geil wie die Jungs klingen nur wenige Todesmetaller aus Deutschland. Genre-Kenner und interessierte Death Metal Neulinge versammeln sich deshalb vor der Bühne, um Zeuge des Wahnsinns zu werden. Mit ihrer Reunion nach ganzen sieben Jahren Pause versüßen sie so ziemlich jedem im Raum die Zeit. Was bleibt da noch mehr zu sagen außer: ich breche mir jetzt den Nacken!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-19133" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0662-1024x768.jpg" alt="" width="794" height="595" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0662-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0662-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0662-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 794px) 100vw, 794px" /></p>
<h3>Samstag, 08.07.2017</h3>
<p>Das hier alles familiär abläuft, fällt spätestens bei der Running Order des zweiten Tages auf. Frühstück gibt es ab um 8, die Bar öffnet drei Stunden später. Wer die ominöse Bungalow Bash-Band ist, weiß ich zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht. Ich glaube sie ist entweder an mir vorbei gegangen ohne dass ich sie als solche erkannt oder verschlafen habe. Vielleicht verrät mir ja das komische Geräusch etwas, dass vom Campingplatz 1 zu mir schallt. Was wie eine Band klingt, die Pop-Songs mit Riffs unterlegt, bringt mich an meiner &#8222;Futterstelle&#8220; zum Schmunzeln. Ich stopfe also meine Pommes in mich hinein, um der Sache auf den Grund zu gehen. Wer will schon die Überraschungsband verpassen? Man braucht kein Mitglied der <strong>drei Fragezeichen</strong> sein, um &#8211; am Ort des Geschehens angekommen &#8211; festzustellen was hier läuft. Ein bekannter Hit nach dem anderen wird erfolgreich verhunzt, auch wenn der Sound hier draußen viel schwieriger zu managen ist als in der Scheune.<br />
Die Metal-Version von <em>&#8222;Dark Horse&#8220;</em> (<strong>KATY PERRY</strong>) kommt also von der &#8222;Bungalow Bash&#8220;-Überraschungsband!</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_19135" aria-describedby="caption-attachment-19135" style="width: 798px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-19135" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0667-1024x768.jpg" width="808" height="606" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0667-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0667-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0667-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 808px) 100vw, 808px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-19135" class="wp-caption-text">Auf dem Campingplatz entspannen und<strong> FREAKWAVE METAL COVER</strong> lauschen</figcaption></figure>
<p>Nicht nur neue Chart-Stürmer hat das Duo auf dem Kasten. Egal ob <strong>SCOOTER</strong> oder <strong>NEW KIDS ON THE BLOCK</strong>, jeder bekommt sein Fett weg! Was für ein surreales Spektakel, dass sich den Besuchern bietet. Die beiden Gitarristen haben sichtlich Spaß daran<em>&nbsp;&#8222;Who let the dogs out?&#8220;</em> für die Metaller aufzubereiten. Wer also auf arme, von E-Gitarren vergewaltigte Pop-Songs steht, der sollte sich&nbsp;<strong>FREAKWAVE METAL COVER</strong> anhören. Ich gehe nach ihrem Auftritt wieder spazieren und dann zur Scheune &#8211; auf zur ersten Band mit eigenen Songs. Die nächsten Stunden werde ich dort wohl ein Lager aufschlagen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_19124" aria-describedby="caption-attachment-19124" style="width: 794px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-19124" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0670-1024x768.jpg" width="804" height="603" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0670-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0670-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0670-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 804px) 100vw, 804px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-19124" class="wp-caption-text"><strong>DYSTOPIA</strong> haben Spaß am Spiel</figcaption></figure>
<p><strong>DYSTOPIA</strong> spielen unverhofft früh, aufgrund irgendeiner Verschiebung müssen sie sich ranhalten. Irgendwie bekomme ich aber auch nichts mit! Nichtsdestotrotz findet der ein oder andere schon in die Scheune um dem modernen Metal der Greifswalder zu lauschen. Anleihen von Thrash-Metal dürfen in der Melodic-Death-Metal-Mixtur natürlich nicht fehlen. Das macht ordentlich Bock auf mehr. Jung und alt finden hier vielleicht mal eine Konsens-Band. Obwohl das gar nicht nötig sein dürfte &#8211; Achtung jetzt kommt ein Seitenhieb &#8211; schließlich sind die meisten Fans des Thrash Metal schon gut gereift. Kaum sind alle den Rhythmen von <strong>DYSTOPIA</strong> erlegen, kommt die ernüchternde Ansage für alle, die der alten Running Order vertrauten. Noch zwei Songs und <strong>DYSTOPIA</strong> verlassen die Bühne. Mit Bravur und weiteren dramatischen Posen des Frontmanns geht das Set also zu Ende … ein paar neue Fans sollte man hier gefunden haben.&nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_19125" aria-describedby="caption-attachment-19125" style="width: 770px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-19125" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0674-1024x768.jpg" width="780" height="585" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0674-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0674-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0674-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 780px) 100vw, 780px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-19125" class="wp-caption-text">Stefan von <strong>DYSTOPIA</strong> hat sichtlich Bock auf Metal</figcaption></figure>
<p>Die nächste Änderung im Plan: <strong>STALLION</strong> bauen vor <strong>RAWHIDE</strong> auf. Spätestens zu diesem Zeitpunkt werde ich das Gefühl nicht los, noch irgendwas verschlafen zu haben. Das ist bei <strong>STALLION</strong>s Aufmachung aber sowas von egal &#8211; der schrille Sänger sieht nicht umsonst aus wie der Hair-Metal in Person. <a href="https://silence-magazin.de/stallion-platzhirsche-im-heavy-metal/">Hannes hat die neueste Scheibe sehr gut gefallen</a>, weshalb meine Erwartungen im Keller sind. Was kann schon gut an einer Band sein, die von Hannes gelobt wird. Direkt zu Beginn des Sets muss ich jedoch feststellen,<strong> &#8222;Kacke, Hannes hat Recht.&#8220;</strong>. Der Auftritt der Baden-Württemberger ist so energiegeladen und voller Retro-Charme, dass kaum jemand Ihnen widerstehen kann. Neben den schnellen, over the top Klischee behafteten Songs gibt es dann sogar eine langsamere Nummer, die &#8222;unserer Liebe zum Doom am nächsten kommt&#8220;. Den nicht mal 20 Sekunden langen Grindcore-Heavy Metal Filler <em>&#8222;Kill Fascists&#8220;</em> spielen sie auch zwei mal. Moment mal eine Oldschool Band die was gegen Faschisten hat? Solche Ansagen hört man gerade im Heavy Metal kaum. Trotz oder gerade wegen der politischen Nachricht kommen <strong>STALLION</strong> super an. Da müssen die nächsten Bands ordentlich nachlegen.</p>
<blockquote><p>&#8222;Kacke, Hannes hat Recht.&#8220;</p></blockquote>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_19126" aria-describedby="caption-attachment-19126" style="width: 771px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-19126" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0682-1024x768.jpg" width="781" height="586" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0682-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0682-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0682-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 781px) 100vw, 781px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-19126" class="wp-caption-text">Hammer-Outfit, Hammer-Stimme (<strong>STALLION</strong>)</figcaption></figure>
<p>Die kommenden 45 Minuten gehören&nbsp;<strong>RAWHIDE</strong>. Ernüchternderweise sind sie ungefähr so drauf wie ich sie mir vorgestellt habe. Die Musik haut mich einfach überhaupt nicht vom Hocker. Wenn sich das Gefühl noch nicht eingestellt hatte, wie versessen die Bands hier auf die Vergangenheit sind, dann machte es sich jetzt in der Magengegend breit. Die Schweden stehen nämlich unglaublich auf<strong> MOTÖRHEAD</strong>, was zwar nicht schlimm ist, sich aber komplett in ihrem Sound niederschlägt. Kommt da noch was eigenes? Bis zu <strong>RAWHIDE</strong>s verdächtig monotonen Rock-Einlage versuchte jede Truppe den eigenen Charme spielen zu lassen. Genau das vermisse ich bei ihnen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_19127" aria-describedby="caption-attachment-19127" style="width: 759px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-19127" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0688-1024x768.jpg" width="769" height="577" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0688-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0688-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0688-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 769px) 100vw, 769px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-19127" class="wp-caption-text"><strong>RAWHIDE</strong> haben es mir nicht so angetan</figcaption></figure>
<blockquote><p>Von Babysittern auf der Bühne, ruhigen Momenten und steifen Nacken</p></blockquote>
<p>Was zwischen den Auftritten passiert, erinnert stark an eine Familienfeier. Jeder, egal ob er hier arbeitet oder als Besucher da ist, scheint Hund und Kind mit in den Urlaub genommen zu haben. Wer sich einen Namen als Babysitter machen möchte, dem bieten sich hier einige Möglichkeiten. Dafür wird es dann in den Nächten etwas leiser als auf anderen Festivals, was die Augen freuen dürfte. Selbst wer ganz normal im Zelt und nicht in einem der wenigen Bungalows schläft, wird hier mit Schlaf belohnt. Für diese Rücksichtnahme gegenüber allen Besuchern, die Ruhe brauchen, gibt es nochmal einen Bonuspunkt. &nbsp;</p>
<p>Versorgt mit einer Cola und voller Hoffnung auf mir zugänglichere Musik gehe ich zu <strong>INSIDIOUS DISEASE</strong>. Leute, ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie erleichtert ich bin, als die erste Note gespielt wird. Eingängige und stumpfe Death Metal Riffs werden gepaart mit den dafür typischen Blast Beats. Für sowas lässt sich mein Herz immer erweichen. Apropos erweichen, mein Nacken erinnert sich so langsam an&nbsp;<strong>DISBELIEF</strong>s gestrigen Auftritt. Zum Mitnicken bin ich noch in der Lage, aber zu mehr reicht es nicht. In letzter Zeit habe ich mein Training wohl zu oft sausen lassen.<strong> Ist euch sowas peinliches auch schon passiert?</strong> Meine jämmerlichen Headbang-Versuche sind&nbsp;<strong>INSIDIOUS DISEASE</strong> zum Glück egal. Sie hauen uns einen knalligen Song nach dem anderen um die Ohren. Obwohl alle eine Zugabe fordern kommt es nicht dazu, die Änderung in der Running Order scheint alle unter Zeitdruck zu setzen. Da hilft leider nicht mal eine prominente Besetzung durch zahlreiche Urgesteine (<strong>NAPALM DEATH</strong>, <strong>MORGOTH</strong>, <strong>DIMMU BORGIR</strong>).</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_19128" aria-describedby="caption-attachment-19128" style="width: 761px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-19128" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0694-1024x768.jpg" width="771" height="578" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0694-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0694-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0694-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 771px) 100vw, 771px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-19128" class="wp-caption-text">INSIDIOUS DISEASE (schaut mal ein ABYSSIC-Shirt im Hintergrund)</figcaption></figure>
<p>Noch einmal frische Luft schnappen und es ist soweit. Ich erfahre nun endlich, für wen hier so fleißig umgebaut und an Zeit gespart wurde: Niemand anderes als die legendären <strong>KRISIUN</strong> aus Brasilien wurden quasi in der letzten Sekunde gebucht, denn <strong>Air Berlin</strong> hatte den Flug nach Spanien, ich zitiere die Veranstalter, &#8222;verkackt&#8220;. Jetzt sollen sie uns mit ihrem Death Metal nochmal ordentlich einheizen. Mich haut die zweite Überraschungsband des Tages komplett von den Socken.&nbsp;Unglaublich präzise und mit der Kraft einer Dampfmaschine überrollen sie das <strong>Headache</strong>. Wer hätte auch etwas anderes erwartet. Songs wie<em> &#8222;Blood Of Lions&#8220;</em> laden gerade dazu ein, zu ihnen gesamte Veranstaltungsorte in Schutt und Asche zu legen. Der Respekt gegenüber den Veranstaltern scheint die Zuschauer jedoch zurückzuhalten, anders kann ich mir nicht erklären, wie nichts bei diesen Hymnen der Zerstörung beschädigt wird.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_19129" aria-describedby="caption-attachment-19129" style="width: 762px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-19129" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0697-1024x768.jpg" width="772" height="579" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0697-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0697-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0697-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 772px) 100vw, 772px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-19129" class="wp-caption-text">Noch einmal tief Luft holen, bevor der Sturm losbricht (<strong>KRISIUN</strong>)</figcaption></figure>
<p>Der Saal bebt und die Brasilianer geben nicht nach. Zaghaft bildet sich ein Pit, dass immer größer zu werden scheint. Urplötzlich übertragt sich diese Energie auf die gesamte Scheune &#8211; und das nicht ohne Grund. Mit ihrem <em>&#8222;Ace Of Spades&#8220;</em> Cover wollen&nbsp;<strong>KRISIUN</strong> einem der Größten Respekt zollen. Damit werde ich am heutigen Tag zum zweiten Mal an <strong>MOTÖRHEAD</strong> erinnert. Dass die Euphorie bei diesem Lied und der vorangegangenen Ansprache der Death Metal-Titanen bei mir und allen anderen im Raum größer ist, dürfte da nicht überraschen. Am Ende des Sets bin ich einfach nur dankbar, dass die Crew vom <strong>Headache Inside</strong> im Akkord alles umgestellt haben. Ohne sie hätten<strong> KRISIUN</strong> dieses Festival und dieses Festival <strong>KRISIUN</strong> verpasst.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_19130" aria-describedby="caption-attachment-19130" style="width: 758px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-19130" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0699-1024x768.jpg" width="768" height="576" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0699-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0699-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0699-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-19130" class="wp-caption-text"><strong>KRISIUN</strong> bei der Ansprache zu Lemmy</figcaption></figure>
<p>Der wirklich letzte Auftritt des Festivals ist für <strong>SUICIDAL ANGELS</strong> reserviert. Zahlreiche Shirts und Jacken mit dem Logo der Athener durfte ich bereits sehen, zwei Banner werden auf der Bühne aufgebaut. Werden sie zurecht so sehnlichst erwartet? Beim Publikum kommen die Griechen schon mal richtig gut an. Das Pit scheint immer größer zu werden und die Scheune ist so voll wie gestern bei <strong>DISBELIEF</strong>. Jeder Song wirkt schneller als der vorherige und es wird sich in Ekstase gespielt. Dazu werden vor der Bühne die Haare geschüttelt, bis einem schwindlig wird. Es wird mal wieder bewiesen, wer die Könige des griechischen Thrash-Metal sind. Völlig fertig und schon etwas erkältet, watschel ich zu meinem Zelt und verarbeite meine Notizen vom Vortag. was für eine tolle Veranstaltung.&nbsp;Bei so vielen internationalen Größen auf einem derartig kleinen Festival, kann ich nur anerkennend nicken und ein dummes Gesicht machen, bevor mich meine Zeltnachbarn schlafen lassen.&nbsp;</p>
<h3>Sonntag, 09.07.2017</h3>
<p>Aufstehen, Wecker ausschalten, zu den Toiletten rennen, alles verstauen, Zelt abbauen und auf die Fahrt nach Hause warten. Das Festival ist für dieses Jahr vorbei und hat mich sichtlich beeindruckt. Zum Glück warte ich etwas länger als erwartet auf meine Heimreise und kann schon etwas am Bericht feilen. Beim letzten Blick auf das Gelände heißt es dann innerlich Abschied zu nehmen von einer netten Crew, tollen Bands und vor allem einem geilen Festival. Für die Vergesslichen unter euch ein <strong>tl;dr</strong>: Was war jetzt so gut am<strong> Headache Inside</strong>?</p>
<p>Es gibt ein großartiges, aber kompaktes Paket an Bands von allen Größenordnungen, Dafür bezahlt man nicht viel und fühlt sich von Anfang an willkommen. Für einige der nur 200 Besucher ist das Line-Up jedoch augenscheinlich zweitrangig. Viel wichtiger ist ihnen, alte Bekannte zu treffen, mit einem kühlen Bier am Lagerfeuer zu sitzen und eine kleine Wiedersehens-Fete zu feiern. Wer Teil dieser Familie werden will, wird bestimmt gut aufgenommen. Zusammen mit der wunderschönen Umgebung machen diese Faktoren das <strong>Headache</strong> zu einem Festival, dass seinen Namen verdient hat. Mein Kopf brummt auf der Rückfahrt auch, sei es nun wegen der guten, lauten Musik oder meiner voranschreitenen Erkältung.</p>
<p>Da bleibt mir am Ende nur, mich den zahlreichen Bands anzuschließen, die sich ausdrücklich bei Dennis und der gesamten Crew bedankten. So ein kleines, feines und familiäres Festival gäbe es nicht ohne ihre harte Arbeit. Auf Wiedersehen <strong>Headache Inside</strong>, wir sehen uns in einem Jahr!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-19102 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0717-1024x650.jpg" alt="" width="594" height="377" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0717-1024x650.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0717-300x190.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_0717-750x476.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 594px) 100vw, 594px" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/da-brummt-der-kopf-headache-inside/">Da brummt der Kopf &#8211; Headache Inside</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Deutschland, deine Festivals &#8211; #04: Brandenburg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lukas]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Dec 2016 08:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schon seit zehn Jahren wird der Schauplatz unserer heutigen Ausgabe von Rainald Grebe besungen. „Ich fühl‘ mich heut‘ so ausgebrandenburgt“ oder „Nimm dir Essen mit, wir fahr’n nach Brandenburg“ sind nur einige der Passagen, die vom scheinbaren Niemandsland handeln, in dem einfach ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/deutschland-deine-festivals-04-brandenburg/">Deutschland, deine Festivals &#8211; #04: Brandenburg</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Schon seit zehn Jahren wird der Schauplatz unserer heutigen Ausgabe von <strong>Rainald Grebe</strong> besungen. „Ich fühl‘ mich heut‘ so ausgebrandenburgt“ oder „Nimm dir Essen mit, wir fahr’n nach Brandenburg“ sind nur einige der Passagen, die vom scheinbaren Niemandsland handeln, in dem einfach nichts los sein soll. Da kann ich mir natürlich nur eine Frage stellen: Trifft das auch auf die Festivallandschaft in Brandenburg zu? Oder handelt es sich dabei vielleicht um eine der Stärken des Bundeslandes, die vom Mainstream einfach nicht beachtet werden? Zeit, dem auf den Grund zu gehen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Flaggschiff? Fehlanzeige!</h2>
<p>Bisher gestaltete sich die Lage immer recht klar: Es gab in jedem bis jetzt angesprochenen Bundesland ein Festival, das alle anderen in Größe und Bekanntheit deutlich überragen konnte. In Brandenburg sieht dies allerdings deutlich anders aus – es gibt schlichtweg kein Festival, das die anderen so deutlich abhängen könnte. Die beiden Festivals, die als nächstes beleuchtet werden, sind mit jeweils ca. 1000 Besuchern bereits die besucherstärksten Brandenburgs. Eines dieser Festivals ist zusätzlich nicht ganz unumstritten und ist beliebtes Thema in der Gerüchteküche, doch dazu später mehr …</p>
<h2>Limitiert und ausverkauft: Protzen Open Air</h2>
<p>Beginnen wir mit einem Festival, das zuverlässig seine Tickets an den Mann bringt und bereits seit Wochen für 2017 ausverkauft ist. Das auf 1000 Besucher limitierte <strong>Protzen Open Air</strong> feiert nächstes Jahr nicht nur seine 20. Auflage, sondern auch den Vorverkaufs-Hattrick: nach 2015 und 2016, ist 2017 bereits das dritte Jahr, in dem das volle Kontingent verkauft wurde. Nicht schlecht!</p>
<p>Doch nun zu den Keyfacts. Das <strong>Protzen Open Air</strong> findet regelmäßig Ende Juni statt. Im Großen und Ganzen gibt es mit Freitag und Samstag zwei Festivaltage, allerdings findet am Donnerstag mit dem „Thursday Night Fever“ und zwei Bands auch noch ein kleines Warm-Up statt. Zudem ist das brandenburgische Festival nicht nur in Sachen Vorverkauf schnell: auch das Line-Up ist bereits seit Anfang Oktober vollständig – acht Monate vor Stattfinden der Veranstaltung. Da haben viele Festivals nicht mal die Hälfte des Billings draußen. Hier schwingt man also die Hufe!</p>
<p>Musikalisch besteht das Line-Up überwiegend aus Death Metal-Acts. Vereinzelt finden sich auch Bands anderer Genres (Thrash, Goregrind, Black, Doom, Rock’n’Roll), aber insgesamt dominiert eben doch das tödlichste aller Genres. Für 2017 sind u.a. <strong>ASPHYX</strong>, <strong>MISERY INDEX</strong>, <strong>MILKING THE GOATMACHINE</strong>, <strong>MANOS</strong> und <strong>EKTOMORF</strong> bestätigt. Daneben finden sich mit <strong>POSTMORTEM</strong>, <strong>BELPHEGOR</strong>, <strong>KAMPFAR</strong>, <strong>BRUJERIA</strong>, <strong>VADER</strong> und <strong>NAPALM DEATH</strong> auch in den Line-Ups vorangegangener Jahre einige Bands, die sich größerer Bekanntheit erfreuen. Mehr namhafte Bands findet man auf keinem Festival in Brandenburg.</p>
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<h2>Im Brennpunkt: Under The Black Sun Festival</h2>
<p>Das Festival, welches ich nun vorstellen möchte, sorgte im Vorfeld für Diskussionen in der Redaktion. Und ähnlich umstritten, wie es bei uns ist, dürfte es in der gesamten Szene sein. Die Rede ist vom <strong>Under The Black Sun Festival</strong>, das in Börnicke bei Berlin stattfindet. Grund für die Diskussionen ist der regelmäßig wiederkehrende Vorwurf, dass das Festival mit der rechten Szene anbandeln würde. Zugegebenermaßen nicht ganz grundlos: mehrere Bands, die für nationalistische Äußerungen bekannt sind, wurden in den vergangenen Jahren für das <strong>UTBS</strong> gebucht, so z.B. <strong>SATANIC WARMASTER</strong> und <strong>WAFFENTRÄGER LUZIFERS</strong>. Zudem sollen auffällig viele rechte Fans zu besagtem Festival anreisen. Es stellt sich wieder die Frage: Ab wann ist ein Festival rechts?</p>
<p>Fakt ist: Das Festival besitzt einen zwielichtigen Ruf. Fakt ist aber auch, dass solch ein Ruf schnell entsteht, sich aber umso schwieriger wieder loswerden lässt. Mit ihrem Slogan <strong>„Keep your fuckin‘ politics out of Metal“</strong> auf der Homepage zeigen die Veranstalter zumindest, sich gerade nicht zur rechten Szene bekennen zu wollen. An dieser Stelle wollen wir uns nicht anmaßen, über die Beweggründe und ideologischen Einstellungen des Festivals zu urteilen. Fest steht: Das Festival findet jährlich statt. Fest steht: Das Festival bietet auch vielen Bands eine Bühne, die nicht für eine derartige Gesinnung bekannt sind. Und fest steht auch: Das Festival ist Bestandteil der Szene in Brandenburg.</p>
<p>Ob man das gutheißen möchte, ist eine Sache, die jeder Einzelne selbst entscheiden muss. Auch in unserer Redaktion gehen die Meinungen auseinander. Doch man muss sauber differenzieren zwischen Unterstützung und Bericht. An dieser Stelle sei nur so viel gesagt: <strong><em>SILENCE</em> DISTANZIERT SICH VON JEGLICHER ART DES EXTREMISMUS.</strong> Wenn wir berichten, geschieht dies im Rahmen unseres Ziels, die Metal-Szene zu unterstützen und zu beleuchten. Wir tun dies aus Liebe zur Musik. Solange eine Veranstaltung nicht unwiderlegbar extreme Ideologien verfolgt, ist es nicht unsere Aufgabe, ein Urteil über Recht oder Unrecht zu fällen. Genau das ist der Grund dafür, dass dieses Festival trotz des zweifelhaften Rufs und trotz Diskussionen in den Artikel aufgenommen wurde.</p>
<h3>Und nun: Zur Musik!</h3>
<p>Nachdem wir diesen Teil hinter uns gebracht haben, können wir uns dem Aspekt widmen, wegen dem das <strong>Under The Black Sun Festival</strong> eigentlich in unserem Artikel Erwähnung findet: Musik! Der Vorläufer des <strong>UTBS</strong> wurde bereits 1995 und 1996 als <strong>Folter Records Open Air</strong> ausgetragen, ehe es nach einem Jahr Pause unter aktuellem Namen fortgeführt wurde.</p>
<p>Auch hier gibt es zwei volle Festivaltage sowie den Donnerstagabend als Warm-Up, nur dass dieses mit fünf Bands deutlich größer ausfällt als beim <strong>Protzen Open Air</strong> und eigentlich schon einen halben Festivaltag darstellt. Als Veranstaltungstermin wird dabei regelmäßig das erste Juliwochenende auserkoren. Kleine Besonderheit: zwei Bühnen, eine im Wald und eine kleinere in einem Holzfort. Zuerst wird die kleine Bühne bespielt, ehe am frühen Abend auf die große Bühne gewechselt wird.</p>
<p>Ursprünglich war das Festival als Black Metal Open Air konzipiert, doch mittlerweile erfolgt mit dem Line-Up auch eine Öffnung hin zu anderen Genres, sodass hin und wieder auch Bands des Death, Thrash oder Doom, in einigen Fällen sogar des Pagan, zu sehen sind. Bis zu 1000 Besucher reisen dafür in den Ort nahe der deutschen Bundeshauptstadt. Zu den vielen Bands, die 2016 auftraten, gehören u.a. <strong>SKYFORGER</strong>, <strong>THORNSPAWN</strong>, <strong>ANCIENT</strong>, <strong>ESOTERIC</strong>, <strong>HADES</strong> und <strong>AETERNUS</strong>. Deutlich erkennbar besteht das Billing aus weniger bekannten, dafür aber äußerst internationalen Bands. Gut möglich, dass man hier die eine oder andere Band sieht, die nicht an jeder Ecke in Deutschland spielt.</p>
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<h2>Drei Tage ohne Kompromisse: Gahlen Moscht</h2>
<p>Die meisten Veranstalter in Brandenburg begnügen sich mit zwei Festivaltagen. Das eine oder andere Festival bietet vielleicht noch einen verkürzten Festivaltag oder ein kleines Warm-Up, aber über die volle Distanz von drei Tagen geht nur eine Veranstaltung: das <strong>Gahlen Moscht Metal Open Air</strong>. Was die Länge des Bestehens angeht, kann das 700 Besucher starke Festival nicht ganz mit den in den 90ern wurzelnden Festivals aus Börnicke und Protzen mithalten. Mit der 12. Auflage im Jahr 2017 kann man trotzdem auf mehr als zehn Jahre Festivalgeschichte zurückblicken.</p>
<p>Die rund 30 Bands, die sich jährlich Anfang Juni an den Spreewald begeben, bewegen sich in erster Linie in den Gefilden des Grindcore, Black, Thrash, Dark und Pagan Metal. Wie die Größe des Festivals bereits erahnen lässt, handelt es sich auch hier bei den Headlinern eher um Bands für Kenner als um die Genregrößen schlechthin. Mit an Bord waren z.B. <strong>SAXORIOR</strong>, <strong>FINSTERFORST</strong>, <strong>MARDUK</strong>, <strong>GERNOTSHAGEN</strong>, <strong>BEHEADED</strong>, <strong>BIFRÖST</strong>, <strong>DER WEG EINER FREIHEIT</strong>, <strong>VADER</strong> und <strong>EIS</strong>. Auch für 2017 sind schon mehrere Bands angekündigt, darunter <strong>MANOS</strong> und <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong>. Wer von Freitag bis Sonntag drei Tage lang im Raum Brandenburg abgehen möchte – bitte schön, Gahlen machts möglich!</p>
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<h2>Winterliche Mottotage: Frostfeuernächte</h2>
<p>Jung und unverbraucht sind die <strong>Frostfeuernächte</strong>, die im Februar 2017 zum dritten Mal stattfinden. Das KiEZ (Kinder- und Jugenderholungszentrum) Hölzerner See bietet mit seiner Lage im Wald am See eine beschauliche Landschaft abseits des Großstadttrubels, sowie direkt bei der Ticketbestellung buchbare Unterkünfte beim Veranstaltungsgelände. Baden ist aber trotzdem nur was für die ganz Hartgesottenen. Frostige Temperaturen sollen im Februar schließlich keine Seltenheit sein! Vielleicht trauen sich ja trotzdem einige der 400-600 Besucher ins äußerst kalte Nass. Wenn Eisbaden nicht trve ist, was dann?</p>
<p>Wer sich nun fragt, welche Bereiche die <strong>Frostfeuernächte</strong> bedienen, muss nur einen Blick auf die einzelnen Veranstaltungstage des Jahres 2016 werfen. Diese waren nämlich thematisch ausgerichtet: während der Freitag unter dem Motto „Unholy-Thrash-Day“ lief, bewegte sich der Samstag als „Pagan-Black-Death-Day“ in eine etwas vielseitigere Richtung. Für den ersten Tag liefen Bands wie <strong>FIRST AID</strong>, <strong>WITCHING HOUR</strong> oder <strong>NOCTURNAL WITCH</strong> auf,&nbsp; für den zweiten (früher beginnenden und um einige Stunden längeren) Festivaltag dann <strong>BLOOD FIRE DEATH</strong>, <strong>FINSTERFORST</strong> und <strong>FIRTAN</strong>. Auch für die dritte Auflage hat man wieder ein Line-Up mit über 20 Bands aufgestellt, darunter <strong>ENDSTILLE</strong>, <strong>SURTURS LOHE</strong>, <strong>FÄULNIS</strong>, <strong>BLACK MESSIAH</strong> und <strong>FIMBULVET</strong>. Wem zwei Festivaltage zu viel sind, kann sich auch für einen spontanen Besuch eines einzelnen Festivaltages entscheiden. Aufgrund der auch dieses Jahr wieder stattfindenden Mottotage – dem „ Folk-Pagan-Day“ und dem „Black-Death-Day“ &#8211; vielleicht gar nicht so abwegig.</p>
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<h2>Zurück im Geschehen: Rock For Roots</h2>
<p>Dass hin und wieder ein Festival nach vielen Jahren musikalischer Unterhaltung für das kommende Jahr abgesagt werden muss, ist leider nichts Neues. Zwischen Organisationsproblemen, Wetterkapriolen und finanziellen Nöten gibt es viele Gründe, die den Veranstaltern zum Verhängnis werden können. Umso schöner ist es, wenn ein Festival es nach einer Pause tatsächlich nochmal zurück schafft. Einen solchen Fall bildet das <strong>Rock for Roots</strong>, das 2003 vom „Semnonenbund e.V.“ als Benefiz-Festival ins Leben gerufen wurde, um Geld für ein Projekt zu sammeln – das „Historische Dorf Gannahall“. Noch heute geht ein Teil der Erlöse an diesen Verein. Nach dreizehn Auflagen von 2003-2015, setzte das in Nauen bei Berlin stattfindende Festival 2016 aus, allerdings direkt mit der Ansage, schon für 2017 zu planen. Diesem Versprechen kommt man nun nach: das 14. <strong>Rock for Roots</strong> ist für den 1.-2. September 2017 angesetzt. Sollte die Besucherzahl ähnlich hoch sein wie in der Vergangenheit, ist mit 500-600 Besuchern zu rechnen.</p>
<p>Das Festival legt einen großen Schwerpunkt auf Folk und Pagan sowie auf Black Metal. Dazwischen lassen sich Nuancen von Extreme, Dark, Death und Thrash Metal finden. Einen Grund zur Annahme, dass das Festival seinen Schwerpunkt mit seinem Comeback verlagert, gibt es indes nicht. Die Line-Ups der letzten beiden Veranstaltungen boten mit Bands wie <strong>HEIDEVOLK</strong>, <strong>NARGAROTH</strong>, <strong>EDEN WEINT IM GRAB</strong>, <strong>MANEGARM</strong>, <strong>SKYFORGER</strong> und <strong>CRUACHAN</strong> so manchen Leckerbissen. Grund genug davon auszugehen, dass dies auch 2017 der Fall sein wird. Ich für meinen Teil bin gespannt, was nächstes Jahr aufgefahren wird.</p>
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<h2>Kurzer Spaß zur Primetime: Headache Inside</h2>
<p>Wenn bei den großen Festivals teilweise um 11 Uhr die ersten Bands zu spielen beginnen, kann einem am Ende eines langen Tages schon mal die Luft ausgehen. Dasselbe werden sich die Veranstalter des <strong>Headache Inside</strong> gedacht haben – wo andere an einem Tag 15 Bands spielen lassen, füllt das winzige 200-Seelen-Festival mit gerade einmal acht Bands zwei Abende. Auch das Konzept eines klassischen Headliners gibt es hier nicht – stattdessen soll es von Anfang bis Ende gleichermaßen krachen. Okay, eigentlich sind es neun Bands, denn mit dem Bungalow-Bash bietet man am Samstagnachmittag zusätzlich eine vorher unangekündigte Überraschungsband, welche die Besucher auf dem Campground bespaßt, ehe es abends in die Scheune geht, um dort weiterzufeiern.</p>
<p>Das wohl kleinste Metal-Festival Brandenburgs findet in Ahlimbsmühle im Norden des Landes statt. Präsentiert wird im Wesentlichen eine Mischung aus Heavy, Thrash und Death Metal. So waren 2016 <strong>DEMONBREED</strong>, <strong>MAAT</strong>, <strong>DRILL STAR AUTOPSY</strong>, <strong>PRIPJAT</strong>, <strong>DESASTER</strong>, <strong>ATOMWINTER</strong>, <strong>TORTURIZED</strong> und <strong>SABIENDAS</strong> mit dabei. Auch für die sechste Auflage am 7. und 8. Juli 2017 sind schon einige Bands bestätigt: Mit an Bord sind <strong>STALLION</strong>, <strong>CRISIX</strong>, <strong>FULL ASSAULT</strong>, <strong>INSIDIOUS DISEASE</strong> und die <strong>SUICIDAL ANGELS</strong>. Wer sich nicht den ganzen Tag die Beine in den Bauch stehen will, Gefallen an eben genannten Bands findet und zudem während des Auftritts in den ersten fünf Zuschauerreihen stehen will – viel mehr sind bei der überschaubaren Besucherzahl wohl auch nicht zu erwarten – dürfte Gefallen am <strong>Headache Inside</strong> finden können.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12023 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/Headache-Inside.jpg" alt="headache-inside" width="679" height="960" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/Headache-Inside.jpg 679w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/Headache-Inside-212x300.jpg 212w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" />
<h2>Die Frage aller Fragen: Lohnt es sich, in Brandenburg Festivalgänger zu sein?</h2>
<p>Wie immer stellt sich die Frage: Lohnt es sich, in Brandenburg Festivalgänger zu sein? Meine Antwort: Eher weniger.</p>
<p>Im Wesentlichen liegt das an zwei Faktoren. Erstens mangelt es etwas an der musikalischen Vielfalt – mit sechs Festivals, von denen eins im Februar und im September sowie je zwei im Juni und Juli stattfinden, ist der Kalender zwar relativ ausgewogen. Das gilt aber nur bedingt für die verschiedenen Genres: Während Pagan, Death, Black, Thrash und Folk Metal relativ häufig bedient werden, werden die Richtungen Heavy und Doom nur sehr vereinzelt angeschnitten; die von mir so geliebten Power- und Symphonic-Metal-Formationen fehlen gar komplett. Die Festivallandschaft büßt also Punkte in der musikalischen Vielfalt ein.</p>
<p>Zweiter Kritikpunkt: Es fehlen die großen Spektakel. Kleine Festivals mögen zwar gemütlich sein und auch ihre Vorteile haben – doch was ist, wenn man mal auf eine richtig fette Metalparty gehen und die großen Bands feiern will, umgeben von tausenden Gleichgesinnten? Dann hat man in Brandenburg leider ein Problem, da man für solche Veranstaltungen auf Nachbarländer ausweichen muss. Auch hier fehlt es an einer gewissen Breite des Angebots.</p>
<p>Brandenburg bleibt damit ein Land für diejenigen, die nur im kleinen Rahmen Bands bestimmter Genres frönen wollen. Leider ist längst nicht für jeden was dabei, was Brandenburg zum bisher schwächsten Land der Serie macht. Was nicht heißt, dass es so bleiben muss – immerhin kommen noch 12 weitere Länder! Das nächste Land, und zugleich auch das letzte verbleibende Land im Osten, folgt in zwei Wochen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/deutschland-deine-festivals-04-brandenburg/">Deutschland, deine Festivals &#8211; #04: Brandenburg</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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