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	<title>Karg Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Karg Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>DAS NEUE WOLFSZEIT &#8211; DER BERICHT 2023</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Nov 2023 10:11:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Tage werden dunkler, die Gefühle schwerer... Wir lassen das Wolfszeit 2023 nochmal vor unseren Augen durchziehen.<br />
Für Dich gibt es dafür den von Tränen (der Freude und des Verlusts) genässten Bericht - mitsamt Eindrücke in Bild und Emotion'!</p>
<p>Schwelge mit uns in Erinnerung!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/das-neue-wolfszeit-der-bericht-2023/">DAS NEUE WOLFSZEIT &#8211; DER BERICHT 2023</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Es ist wieder Wolfszeit! </strong></h2>
<p>Mich: Doch diesmal nicht an gewohnter Stelle – nein, im Crispendorfer Nadelwald wird es wohl nie wieder stattfinden. Die <strong>neue Location</strong> befindet sich auch in Thüringen:<strong> Das Feriendorf Auenland in Eisfeld</strong>. Es bleibt spannend: Kann das Gelände mit dem Charme des alten Ortes des Geschehens mithalten?</p>
<p>Diese Frage hat sich allerdings schon mit einem überdeutlichen <strong>JA</strong> beantwortet, bevor ich mein erstes Bier aus dem Kofferraum holen kann. Davon abgesehen, dass der Tannenwald hier ebenso archaisch prangt wie ums Crispendorfer Ferienland herum, lässt mich der absolut prachtvolle Ausblick vom Campingground erstmal drei Schritte rückwärts schreiten, bevor mich die Eindrücke überwältigen und zu Boden zwingen. Sonnenbeschienene Hügel- und Bergspitzen tummeln sich vor einem schier endlos weiten Horizont, Nadelgehölz verteilt sich wie dunkle Farbkleckse über das gesamte Panorama und die Wolken ziehen ruhig in sanften Schwaden über das klare Hochsommerfirmament. Frische Grashalme dämpfen meinen Fall, während ich die Schönheit des Moments mit allen Poren meines Körpers in mich aufnehme. <strong>„Willkommen“,</strong> scheint das neue Gelände uns sagen zu wollen, <strong>„willkommen Freunde beim</strong> <strong>WOLFSZEIT FESTIVAL 2023</strong>.“</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" wp-image-44899 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/20230826_200829.jpg" alt="" width="741" height="417" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/20230826_200829.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/20230826_200829-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/20230826_200829-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/20230826_200829-750x422.jpg 750w" sizes="(max-width: 741px) 100vw, 741px" /></p>
<p>Doch während ich so in romantischer Naturverbundenheit daherschwelge, unterbricht mich plötzlich ein primitiver Gedanke: <strong>Moment mal!</strong> Sind wir nicht eigentlich zum Abmeddln hier? Und so kommt es, dass der Kofferraum an diesem ersten Nachmittag und Abend dann doch noch um einige halbe Liter erleichtert wird.</p>
<h2><strong>Der neue Morgen ist da</strong></h2>
<p>Ja, der neue Morgen ist da! Und die *hust* Eindrücke des gestrigen Auftakts beschäftigen meinen Schädel heute auf weniger angenehme Weise. Zudem ist mir wohl irgendwer im Laufe des Abends aufs Knie gefallen, so dass mir nicht nur das Denken sondern auch das Laufen schwerer fällt als gewöhnlich.</p>
<p>Dennoch schaffen wir es noch vor dem ersten Konzert, zur <strong>sagenumwobenen Sommerrodelbahn </strong>zu pilgern, die sich nur einige hundert Meter vom Campground entfernt befinden soll. Hier stellt sich gleich sie nächste Frage: Ist sie ein gebührender Ersatz für Crispi, die Fot- ich meine natürlich Bimmelbahn und Hauptattraktion der alten Festival-Location?</p>
<div style="width: 1140px;" class="wp-video"><video class="wp-video-shortcode" id="video-44827-1" width="1140" height="641" preload="metadata" controls="controls"><source type="video/mp4" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/YouCut_20230831_142954390.mp4?_=1" /><a href="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/YouCut_20230831_142954390.mp4">https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/YouCut_20230831_142954390.mp4</a></video></div>
<p>Und auch hier werden wir nicht enttäuscht! Nicht nur der Weg nach unten macht (abgesehen von zwei bis drei unglücklich positionierten Brennnesseln) unerhört viel Spaß, sondern auch der Aufzug nach oben hat einiges zu bieten, wie er einen nach erfolgreichem Flitzen gemütlich an wilden Brombeersträuchern, nadelbedeckter Blumenwiese und saftigen, frisch aus der Erde geschossenen Pilzen wieder den Hügel hinauf zieht. Zehn von zehn Punkten. <strong>Wir fahren ungefähr acht Mal,</strong> bevor es dann doch endlich mal an der Zeit ist, sich das Infield von innen anzusehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>Ab hier gibt’s Konzertberichte!</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44909" aria-describedby="caption-attachment-44909" style="width: 236px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" class=" wp-image-44909" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-7-1.jpg" alt="" width="246" height="368" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-7-1.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-7-1-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-7-1-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-7-1-750x1123.jpg 750w" sizes="(max-width: 246px) 100vw, 246px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44909" class="wp-caption-text">Eichhörnchen! &#8211; Tales Of Ratatösk @Crow</figcaption></figure>
<p>Den doch etwas undankbaren Slot als erste Band um vierzehn Uhr Nachmittags am ersten Konzerttag belegen in diesem Jahr <strong>TALES OF RATATÖSK</strong>. Dass die Folk-Metaller damit aber absolut kein Problem haben, weil sie nämlich in der Lage sind, jede Situation prompt in eine wilde Party zu verwandeln, beweisen sie mir in diesem Jahr nun schon zum zweiten Mal. Was soll auch schiefgehen, wenn man ein anderthalb Meter großes <strong>Plüscheichhörnchen</strong> dabeihat – und dazu eine persönliche Eichhornträgerin ähnlicher Höhe, die dafür sorgt, dass mit ihm, um es und um es herum gemosht und gekreist wird, was das Zeug hält.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44850" aria-describedby="caption-attachment-44850" style="width: 200px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-44850" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-2.jpg" alt="" width="210" height="315" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-2.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-2-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-2-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-2-750x1123.jpg 750w" sizes="(max-width: 210px) 100vw, 210px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44850" class="wp-caption-text">Fieps &#8211; Tales Of Ratatösk @Crow</figcaption></figure>
<p>Der Basser <strong>Peter</strong> (ungefähr doppelt so groß) hat im Biersturm des Vortags seine Stimme gegen ein heisernes Fiepsen eingetauscht. Dies lässt seine Ansagen heute recht amüsant wirken, seine Growls aber umso bestialischer erschallen.</p>
<p>Ein weiteres Unglück ergibt sich, als plötzlich im Eifer des Gefechts besagte <strong>Eichhornträgerin mit dem Fuß umknickt </strong>und ihre heilige Aufgabe erstmal an jemand anderes abgeben muss. Zehn Minuten später jedoch sieht man sie wieder im Publikum – diesmal mit dem flauschigen Maskottchen als Auge des Circle Pits auf dem Boden sitzend.</p>
<p>Während alledem wird die Energielatte von der aufgeregten Musik stets oben gehalten, und auch wenn noch bei weitem nicht alle da sind um mitzumachen, kann man von einem äußerst gelungenen Startschuss fürs <strong>WOLFSZEIT FESTIVAL 2023</strong> sprechen.</p>
<h2><strong>Gekonnte Epik</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44856" aria-describedby="caption-attachment-44856" style="width: 389px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-44856" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-9.jpg" alt="" width="399" height="267" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-9.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-9-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-9-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-9-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-9-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 399px) 100vw, 399px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44856" class="wp-caption-text">Mit Deko &#8211; Vanaheim @Crow</figcaption></figure>
<p>Es folgen die <strong>epischen, bombastischen, fantastischen</strong> <strong>VANAHEIM</strong> aus den Niederlanden. Wenn dieser Satz auch ein bisschen mit Hyperbeln gespickt wirken mag, so lasst mich euch versichern, dass ich jedes der Worte in genau dem Maße hingeschrieben habe, in dem ich es emfpinde. Bisher – und vor allem seit Release des großartigen Debut-Albums „Een Verloren Verhal“ vor etwas mehr als einem Jahr – haben diese vier Männer live bei jeder Gelegenheit bewiesen, dass sie nicht nur technisch, sondern auch in Sachen Songwriting richtig was draufhaben. &nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44857" aria-describedby="caption-attachment-44857" style="width: 411px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44857" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-15.jpg" alt="" width="421" height="281" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-15.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-15-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-15-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-15-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-15-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 421px) 100vw, 421px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44857" class="wp-caption-text">Action! &#8211; Vanaheim @Crow</figcaption></figure>
<p>Mit einer Stunde Spielzeit reicht es diesmal für alle Metal-Tracks des Albums plus zwei der etwas älteren EP. Auch bemerkenswert: Mittlerweile scheint jede Ansage in den Liedern perfekt getimed. Zudem gibt es nun auf der Bühne <strong>passende Dekorationen und Relikte</strong>: Spooky Laternen mit Efeu, ein antiquarisch anmutendes Riesenbuch und einiges mehr sorgen für die kleine Prise Atmosphäre, die dem ganzen noch ein kleines aber nicht ungewisses Etwas verleiht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Am Sound habe ich diesmal allerdings ein bisschen was rumzumeckern: Die orchestralen Backgroundspuren, ein sehr wichtiges Element in dieser Musik, verlieren nicht selten den Kampf gegen die Gitarren und vor allem das Drumset, welches selbst mir als Drummer heute etwas zu hart knüppelt. Stört vielleicht ein kleines bisschen den Musikgenuss, <strong>nicht aber den Flow,</strong> den Publikum und Band miteinander haben.</p>
<h2><strong>Von depressiven Kriegern und kotzenden Drachen</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44853" aria-describedby="caption-attachment-44853" style="width: 433px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44853" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-1.jpg" alt="" width="443" height="295" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-1-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 443px) 100vw, 443px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44853" class="wp-caption-text">Sagenbringer @Crow</figcaption></figure>
<p><strong>SAGENBRINGER</strong> hingegen haben keine Soundprobleme. Ihre Musik mag im direkten Vergleich auch etwas simpler aufgebaut sein und ist somit weniger anfällig für ebendiese Art von Erschwernissen. Aber ich merke schnell, dass ordentlicher klassischer Pagan Metal <strong>genau das</strong> ist, <strong>was mich in dieser Sekunde glücklich macht. </strong></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44858" aria-describedby="caption-attachment-44858" style="width: 277px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44858" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-6.jpg" alt="" width="287" height="429" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-6.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-6-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-6-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-6-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 287px) 100vw, 287px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44858" class="wp-caption-text">Sagenbringer @Crow</figcaption></figure>
<p>Die Texte sind einerseits sehr ernst: So etwa wird ein Krieger besungen, der nach erfolgreicher Schlacht realisiert, dass der Krieg keine Gewinner kennt, woran seine gesamte Weltanschauung zerbricht. Andererseits aber erzählen <strong>SAGENBRINGER</strong> auch gerne von fröhlicheren Dingen, wie Trolltavernen (dazu wirft man überdimensionale aufblasbare Bierkrüge ins Publikum) oder von einem Drachen, der <strong>Met statt Feuer</strong> spuckt. (Das ist ja abartig. Also ich würd das nicht trinken.)</p>
<p>Während ich mich der ehrlichen und offenen Spielfreude erfreue, die die sympathischen Jungs dort auf der Bühne an den Tag legen, fällt mir noch was auf: Keiner der Songs ist besonders schnell, krass oder aggressiv. Und dennoch macht’s Bock. Manchmal vergesse ich das, aber man kann Metal auch gut machen, wenn man gemütlicher ans Thema rangeht.</p>
<p>Und jetzt begrüßt mal alle bitte ganz herzlich unsere diesjährige <strong>Gastautorin Ramona!</strong></p>
<h2><strong>Vermummte Gestalten</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44859" aria-describedby="caption-attachment-44859" style="width: 279px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44859" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-4.jpg" alt="" width="289" height="432" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-4.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-4-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-4-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-4-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 289px) 100vw, 289px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44859" class="wp-caption-text">Schlangengleich &#8211; Gaera @Crow</figcaption></figure>
<p><em>Ramona: Was könnte passender sein, als mich bei schwarzem Himmel und Gewitter über mir an das Konzert von <strong>GAEREA</strong> zu erinnern? Die mir tatsächlich noch recht unbekannten Black Metaller aus Portugal erscheinen gänzlich in schwarz und wie schon öfter im Black Metal vernommen, vermummt. Die harten Riffs können ungewohnt hart klingen, wenn man sich weniger für diesen Bereich im Metal interessiert. <strong>Melodische Parts überraschen</strong> dann die noch nicht an dieses Genre gewöhnten Ohren und lockern das Ganze etwas auf. </em></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44860" aria-describedby="caption-attachment-44860" style="width: 279px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44860" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-10.jpg" alt="" width="289" height="432" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-10.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-10-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-10-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-10-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 289px) 100vw, 289px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44860" class="wp-caption-text">Nebelmaschine &#8211; Gaera @Crow</figcaption></figure>
<p><em>Die Reaktionen des Publikums sind zunächst verhalten, doch Einzelne sind genauso wie ich, fokussiert auf die exzentrischen Bewegungen des Frontmanns, die jedoch zu den nach <strong>purem Leid und Verzweiflung</strong> klingenden Vocals passen. Karthartisch, so bezeichnen sie sich selbst. Dennoch verzichtet die Band nicht komplett auf Ansagen und Interaktion mit dem Publikum. Nachdem einige verstanden haben, dass es sich um eines der letzten Konzerte der noch recht jungen Gruppe handelt und sich über diese Info wundern, entstehen zum Ende hin doch noch ein kleiner Circle Pit und auf Wunsch des Sängers eine Wall of Death. Auf einer bekannten Plattform findet sich ein Beitrag dazu, dass der nächste anstehende Gig im Nachbarland auf einem dort letzten Sommer-Festival stattfinden wird. So können wir uns freuen, in Zukunft mehr Keulen der Schwere wie „Salve“ zu hören.</em></p>
<p>Mich: Eine Anmerkung erlaube ich mir an dieser Stelle: Die <strong>schlangenhaften Bewegungen</strong> des Sängers machen mich fertig. Ich bin mir zu 99% sicher, dass sich hinter der Maske <a href="https://www.youtube.com/watch?v=k08gjJbxG-A"><strong>Voldo</strong> aus Soul Calibur</a> versteckt.&nbsp;</p>
<h2><strong>Die Einweihung</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44855" aria-describedby="caption-attachment-44855" style="width: 244px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44855" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-22.jpg" alt="" width="254" height="381" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-22.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-22-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-22-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-22-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 254px) 100vw, 254px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44855" class="wp-caption-text">Der Schamane Voenix @Crow</figcaption></figure>
<p>Als Nächstes steht <strong>der traditionelle Eröffnungsblót</strong> an. Was das genau bedeutet: Ähnlich wie schon im letzten Jahr spielen <strong>VARG </strong>zur Einweihung des Festivals ein<strong> akustisches Konzert</strong> – auch wieder mit der Dame <strong>Fylgja</strong> an den Main Vocals, düster untermalt von beschwörendem Sprechgesang von Sänger und Festivalboss <strong>Freki</strong>. Gleichzeitig wird der neue Drummer vorgestellt (er hat wohl gleichzeitig bei <strong>VARG</strong> und bei <strong>DIE APOKALYPTISCHEN REITER</strong> angefangen – das nenn ich mal Motivation). Jetzt darf er aber erstmal nur die ritualistische Schamanentrommel bedienen.</p>
<p>Es werden ein paar Lieder des letzten Albums „Zeichen“ dargeboten, doch will man die Gelegenheit auch nutzen, den Titelsong der ganz neuen Scheibe (Release steht vor der Tür) vorzustellen. Als Überleitung zur Segnung des Geländes durch die Hand des <strong>Schamanen Voenix</strong> wird demselben dann der Song <em>„Phönix“ </em>gewidmet.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44854" aria-describedby="caption-attachment-44854" style="width: 375px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44854" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-15.jpg" alt="" width="385" height="257" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-15.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-15-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-15-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-15-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-15-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 385px) 100vw, 385px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44854" class="wp-caption-text">Akustische Eröffnung &#8211; Varg @Crow</figcaption></figure>
<p>Dann werden, wie jedes Jahr, die Götter angerufen und um Erlaubnis gefragt, das Festival in ihren Wäldern stattfinden zu lassen. Doch heute kommt noch hinzu, dass die Holzchips, die den Gästen mit den Tickets geliefert wurden, in einem Ritual nun allesamt verbrannt werden, und somit ist das <strong>WOLFSZEIT</strong> <strong>2023</strong> nun definitiv, offiziell und <strong>mit göttlicher Gunst eröffnet</strong>!</p>
<h2><strong>Thüringische Flagge auf Halbmast</strong></h2>
<p><strong>EISREGEN</strong> tauschen mit <strong>FORNDOM</strong> den Platz im Lineup, weil letztere wohl Schwierigkeiten bei der Anreise haben. Da sich diese im Laufe des Sets scheinbar nicht beheben, dürfen die Thüringer ein gutes Stück länger spielen als geplant.</p>
<p>Eine <strong>traurige Nachricht</strong>, die leider noch sehr frisch ist: <strong>HÄMATOM</strong>-Bassist <strong>West</strong> hat vor ein paar Tagen diese Welt verlassen – was ich dabei nicht wusste, ist, dass er zuvor auch schon bei <strong>EISREGEN</strong> aktiv war. Darum wird ihm heute von der Band ein Lied gewidmet.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44861" aria-describedby="caption-attachment-44861" style="width: 745px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44861" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Eisregen-5.jpg" alt="" width="755" height="504" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Eisregen-5.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Eisregen-5-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Eisregen-5-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Eisregen-5-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Eisregen-5-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 755px) 100vw, 755px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44861" class="wp-caption-text">Eisregen @Crow</figcaption></figure>
<p>Ansonsten gibt es noch einen Medley aus indizierten Liedern (als Medley darf man das) auf die Ohren und der letzte Song ist – wie meistens – die allseits beliebte <em>„Elektrohexe“</em>.</p>
<h2><strong>Atmosphäre auf der Main Stage</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44864" aria-describedby="caption-attachment-44864" style="width: 389px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44864" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-2.jpg" alt="" width="399" height="267" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-2.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-2-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-2-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 399px) 100vw, 399px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44864" class="wp-caption-text">Mosaic @Crow</figcaption></figure>
<p>Leider wird aus dem <strong>FORNDOM</strong>-Konzert heute nun definitiv nichts mehr. Dafür dürfen <strong>MOSAIC</strong> aber die Main Stage erobern, anstatt, wie ursprünglich gedacht, im heidnischen Dorf auf der kleinen Bühne zu spielen. Ich lerne dabei folgendes: Eigentlich handelt es sich ja um eine Black-Metal-Kombo. Für heute allerdings haben zwei der Miglieder ein <strong>spezielles Akustik-Set</strong> einstudiert.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44862" aria-describedby="caption-attachment-44862" style="width: 379px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44862" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-3.jpg" alt="" width="389" height="260" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-3.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-3-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-3-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-3-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-3-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 389px) 100vw, 389px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44862" class="wp-caption-text">Mosaic @Crow</figcaption></figure>
<p>Was soviel heißt wie: Akustische Gitarre, Elektrische Gitarre, mehr Schamanentrommeln sowie eine große Portion Dungeon-Synth-artige Düstereien vom Band erschaffen gemeinsam eine <strong>wahrhaft mystische Atmosphäre</strong>, während mal der eine, mal der andere Musiker dazu finsteren Klargesang und ritualistische Poesie mit einfließen lässt. &nbsp;</p>
<p>Eine interessante Erfahrung – doch kurz vor ein Uhr findet das Spektakel schon sein Ende. Man würde sich nicht mit den Behörden anlegen wollen. Schade, aber nachvollziehbar. Als nächstes zieht es uns <strong>ins Heidendorf</strong>, wo wir mit den restlichen Getränkemarken bis spät in die Nacht weiterfeiern.</p>
<h2><strong>Tag zwei: Die netten Campnachbarn</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44865" aria-describedby="caption-attachment-44865" style="width: 460px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44865" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Thjodroerir-6.jpg" alt="" width="470" height="314" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Thjodroerir-6.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Thjodroerir-6-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Thjodroerir-6-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Thjodroerir-6-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Thjodroerir-6-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 470px) 100vw, 470px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44865" class="wp-caption-text">Thjodrörir @Crow</figcaption></figure>
<p><em>Ramona: 2019 habe ich mich noch gefragt, wer denn die netten Campnachbarn sind, dieses Jahr habe ich meine Antwort erhalten: Es sind <strong>THJODRÖRIR</strong>, die beim diesjährigen Wolfszeit am zweiten Tag in der Mittagssonne spielen müssen.</em></p>
<p><em>Gleich als zweiten Song wählt die Band „Solstitium“ aus. Es folgen zwei neue Songs und für die alteingesessenen Fans selbstverständlich „Loki und die Zwerge“. Mir ist warm, dem Sänger ebenfalls und schon zieht er sein Oberteil aus und nein, <strong>ich tue es ihm nicht gleich</strong>.</em></p>
<p><em>Nach und nach füllt sich das Infield mit Menschen, die scheinbar ihren gestrigen Kater doch noch kontern konnten und nun den Weg zur Bühne finden, sehr schön. Ich entdecke unter ihnen einen Mann, der mit seinem <strong>geflochtenen Bart im Rhythmus propellert</strong>, cool! Zuletzt folgt noch „Caelum“ und dann ist das Konzert leider auch schon vorüber. Ich habe mich jedenfalls darüber gefreut.</em></p>
<h2><strong>Wundersame Rituale</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44852" aria-describedby="caption-attachment-44852" style="width: 459px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44852" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Helgrindur-11.jpg" alt="" width="469" height="313" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Helgrindur-11.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Helgrindur-11-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Helgrindur-11-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Helgrindur-11-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Helgrindur-11-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 469px) 100vw, 469px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44852" class="wp-caption-text"><strong>Helgrindur @Crow</strong></figcaption></figure>
<p>Mich: <strong>HELGRINDUR</strong> habe ich mittlerweile so oft gesehen, dass mir einige der Texte automatisch über die Lippen fließen, als sich die Pagan Metaller zum erneuten Male vor mir aufbauen. Und wie auch bei vergangenen Gigs dauert es nicht lange, bis sich die Meute von der energetischen Musik und den Aufforderungen des charismatischen Sängers mitreißen lässt. <strong>Schnell ist Bewegung im Spiel</strong>.</p>
<p>Und was für welche: Neben Moshpits, Headgebange und dem mittlerweile schon fast Standart gewordenen „wir setzen uns alle auf den Boden in ein imaginäres Boot und rudern“ fangen plötzlich zwei Besucher an, einen dritten <strong>wie ein Springseil</strong> zwischen sich zu spannen und kreisen zu lassen, während ein vierter im Rhythmus der Musik immer wieder über ihn springt. Ich äh … weiß auch nicht genau, was ich dazu sagen soll. Verletzt hat sich dabei jedenfalls keiner (was mich schwer wundert).</p>
<p><strong>HELGRINDUR</strong> jedenfalls erfreuen sich bald einer neuen Album-Release, nachdem in diesem Jahr nun mittlerweile zwei Singles erschienen sind. Hört rein! Ech spielten für euch (Zitat Sänger): <strong>Der Fette, der Schönling, Babyface und der Italiener. </strong></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44866" aria-describedby="caption-attachment-44866" style="width: 213px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44866" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Nornir-1.jpg" alt="" width="223" height="334" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Nornir-1.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Nornir-1-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Nornir-1-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Nornir-1-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 223px) 100vw, 223px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44866" class="wp-caption-text">Nornír @Crow</figcaption></figure>
<h2><strong>Frontfrau und Schamanentrommel</strong></h2>
<p><em>Ramona: Aus dem Untergrund des deutschen Black Metals stehen die 2014 gegründeten <strong>NORNÍR</strong> auf der Bühne. Nicht nur allgemein im Metal, insbesondere <strong>im Black Metal sind Frauen am Mikrofon selten</strong>. Umso mehr freue ich mich darüber, die Band nach einem Jahr ein zweites Mal live sehen und feiern zu dürfen. Oft erwartet man die typisch impulsiven Gitarrenriffs in Kombination mit kräftigen, langgezogenen Growls. </em></p>
<p><em>Nicht, dass diese nicht vorhanden wären, doch gibt der Longplayer „Verdandi“, den <strong>NORNÍR</strong> im Gepäck haben, auch melodische Parts mit cleanem Gesang her, welcher in einigen Songs von einer von <strong>Lethian</strong>, der Sängerin, gespielten Schamanentrommel begleitet wird und eine mystische Atmosphäre schafft. So zum Beispiel beim <strong>WARDRUNA</strong>-Cover „Helvegen“.</em></p>
<h2><strong>Die aus den Legenden</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44867" aria-describedby="caption-attachment-44867" style="width: 358px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44867" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Minas-Morgul-6.jpg" alt="" width="368" height="246" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Minas-Morgul-6.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Minas-Morgul-6-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Minas-Morgul-6-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Minas-Morgul-6-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Minas-Morgul-6-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 368px) 100vw, 368px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44867" class="wp-caption-text"><strong>Minas Morgul @Crow</strong></figcaption></figure>
<p>Mich: Mythischer Nebel umhüllt die nächste Band – zumindest aus meiner Perspektive. Denn <strong>MINAS</strong> <strong>MORGUL</strong> sind mir ein Rätsel. Bis 2019 existierten sie für mich nur in Form obskurer Youtube-Videos und steinalter Sagen und Legenden. Plötzlich standen <strong>diese Geister alter Tage</strong>, damals kurzzeitig mit <strong>Robse</strong> am Mikrofon, vor mir auf der Bühne. Auf ebendiesem gleichen Festival wie heute Abend.</p>
<p><strong>Drei Musiker nur</strong> treten diesmal unter dem Banner der Festung des Hexerkönigs vor die gespannten Gemüter. Neben Originalbesetzung an Gitarre und Trommelbude führt <strong>Stef</strong> (<a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-2019-nachbericht/">sein Name fiel schon 2019 mehrmals</a>) nun den Bass in Händen und die Hauptvocals im Rachen. Am Sound stimmt alles: Die Double Bass knüppelt, die Growls klingen ordentlich und die Gitarrenriffs lassen sich klar und deutlich erkennen. Hitpotential haben die meisten Songs eher weniger, aber das erwartet man von Black Metal ja auch gar nicht.&nbsp;</p>
<h2><strong>Obskure Musik und obszöne Fragen</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44869" aria-describedby="caption-attachment-44869" style="width: 381px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44869" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-1.jpg" alt="" width="391" height="261" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-1-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 391px) 100vw, 391px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44869" class="wp-caption-text"><strong>Obscurity @Crow</strong></figcaption></figure>
<p><em>Ramona: Obwohl sie erst eine Stunde vor Konzertbeginn eingetroffen sind, beginnen sie auf die Minute genau zu spielen: <strong>OBSCURITY</strong>. Zunächst dachte ich, ich würde aufgrund des Pegels doppelt sehen, doch dann wurde mir klar, dass Bassist <strong>Vidar</strong> und Gitarrist <strong>Grimnir</strong> etwas früher am Tag schon einmal mit <strong>HELGRINDUR</strong> auf der Bühne standen und im späteren Verlauf von ihrem Sänger noch als Tingeltangel-Bobs bezeichnet wurden. </em></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44870" aria-describedby="caption-attachment-44870" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44870" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-7.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-7.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-7-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-7-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-7-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44870" class="wp-caption-text"><strong>Grimnir der Grimmige &#8211; Obscurity @Crow</strong></figcaption></figure>
<p><em>Brüllhannes <strong>Agalaz</strong> macht uns zunächst vor, wie man sich ordentlich den Kopf abschraubt und unterhält das Publikum den gesamten Gig über mit Sprüchen wie: <strong>„Kaputte Bäume … wir sehen geiler aus als die Umgebung!“</strong> und Erzählungen darüber, dass die Band kein Merch dabei hat und man doch die online Tonträger downloaden solle – es aber auch versandkostenfrei CDs zu erwerben gebe, was allgemein bejubelt wird. Dem folgt der Vorschlag, schweinische Fragen zu stellen. <strong>Agalaz</strong> überlege sich noch, ob er sie beantwortet. Von irgendwoher ertönt ein: <strong>„Halt’s Maul und spiel!“,</strong> was viele andere und auch mich zum Schmunzeln bringt.</em></p>
<p><em>Zum Glück werden auch Songs gespielt, unter anderem „Niedertracht“ und „Was uns Bleibt“. Das Konzert ist gemütlich. Ich hatte die Band anders in Erinnerung, was jedoch nicht negativ zu werten ist.</em></p>
<h2><strong>Maximale Wolfspower</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44871" aria-describedby="caption-attachment-44871" style="width: 245px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44871" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-16.jpg" alt="" width="255" height="382" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-16.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-16-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-16-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-16-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 255px) 100vw, 255px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44871" class="wp-caption-text">Wolfchant @Crow</figcaption></figure>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44872" aria-describedby="caption-attachment-44872" style="width: 244px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44872" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-18.jpg" alt="" width="254" height="381" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-18.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-18-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-18-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-18-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 254px) 100vw, 254px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44872" class="wp-caption-text">Wolfchant @Crow</figcaption></figure>
<p><strong>WOLFCHANT</strong> tischen uns eine wunderbar bunte Mischung auf – zwanzig Jahre kriegt die Band in diesem Jahr, und somit wird sich gebührlich durch <strong>altes wie neues Material</strong> gespielt. Mit Erfolg! Während mir zwar die älteren Tracks wie immer ein bisschen besser gefallen, ist an diesem Abend definitiv für jeden was dabei.</p>
<p>Leider klingt das ganze aus einer gewissen Entfernung nicht optimal – es sind die typischen Festivalsoundproblemchen. Drums ballern zu sehr, Gitarren gehen etwas unter. Es zieht mich also <strong>in</strong> <strong>die ersten Reihen</strong>, wo auch gleich die Nostalgie und die Freude am Moment mich abholen und Teil des Geschehens werden lassen. Wenn auch <strong>WOLFCHANTs</strong> heutiges Lineup nur noch geringfügig mit der Gründungsmannschaft übereinstimmt, spielen und singen die Wölfe mit einer Freude und Inbrunst, die den alten Tagen in nichts nachsteht. <strong>Es ist großartig.</strong></p>
<p>Weiter oben, im, neben und um den Biergarten sitzen erstaunlich viele Zuhörer. Herunter zur Show kommen sie nicht, aber ein gewisses Interesse scheint anwesend zu sein – belohnt werden sie mit <strong>mehreren Trinkliedern</strong>, die allesamt von den früheren Werken stammen.</p>
<p>Definitiv eine der besseren <strong>WOLFCHANT</strong>-Shows! Die Musiker sind fit, die Leute wach, die Songauswahl breitgefächert. Zum Abschluss nehme ich mir vor, nochmal im allerletzten Refrain des allerletzen Songs der Band die Ehre zu erweisen und die Haare kreisen zu lassen. Ich gehe dafür leicht in die Knie, und <strong>*ratsch* </strong>reißt es mir ein Loch in die Hose. Gottseidank habe ich mehr als eine dabei. Nicht auszudenken, wie das wäre, wenn ich nur eine dabei hätte.</p>
<h2><strong>Die Überraschung aus dem finnischen Wald</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44873" aria-describedby="caption-attachment-44873" style="width: 372px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44873" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-1.jpg" alt="" width="382" height="255" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-1-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 382px) 100vw, 382px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44873" class="wp-caption-text">Korpiklaani @Crow</figcaption></figure>
<p>Dass <strong>KORPIKLAANI</strong>, nachdem ich sie mittlerweile bestimmt mehr als zehn Mal innerhalb der letzten 15 Jahre live erlebt habe, am heutigen Abend eines meiner Highlights werden würden, damit hätte ich nicht gerechnet. Doch die finnische Folkkombo hat anscheinend endlich, endlich verstanden, wie sie ihre riesige Songbibliothek optimal nutzen können, um <strong>eine mitreißende Setlist</strong> zu erstellen!</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44874" aria-describedby="caption-attachment-44874" style="width: 234px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44874" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-13.jpg" alt="" width="244" height="366" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-13.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-13-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-13-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-13-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 244px) 100vw, 244px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44874" class="wp-caption-text">Korpiklaani @Crow</figcaption></figure>
<p>Denn während die Songs früher Jahre – ausgelassene, trinkfreudige Feiermusik – es sind und immer schon waren, womit ein Großteil der Besucher den Klan aus dem Wald in Verbindung bringen, hat man doch im letzten Jahrzehnt versucht, mehr finnischssprachige, naturehrende und shamanisch-tiefgehende Klänge zu erschaffen. Das hat leider für etwas weniger Enthusiasmus unter der Hörerschaft gesorgt.</p>
<p>So beginnt die Band mit ungefähr fünf ihrer alten Sauf-Banger, bis aber auch jeder einzelne Besucher im absoluten <strong>KORPIKLAANI</strong>-Modus ist. Es wird sogar mit <em>„Wooden Pints</em>“ aufs allererste Album zurückgegriffen. Jetzt, wo die <strong>Stimmung ausgelassen</strong> ist und der <strong>Nostalgiekick wirkt</strong>, wechseln <strong>KORPIKLAANI</strong> elegant zu ruhigerem und auch neuerem Material – und das funktioniert!</p>
<p>Aber das ist noch nicht alles: Ein weiterer Höhepunkt ist der Schlagzeuger, der nicht selten mal kreative Momente hat, in denen er ordentlich Fußmaschinentempo in die Songs hineinschmuggelt. Sogar ein Drumsolo gibt er zum besten – und zeigt, dass er als Metal-Drummer weitaus mehr drauf hat als bloße Humppa-Beats. Am Ende gibt’s dann noch ein unerwartetes <strong>Cover von ANTHRAX</strong>‘ <em>„Got The Time“</em>, und fertig ist der Korpikuchen. Was soll man dazu noch sagen? Das ganze macht gehörig Spaß, und das erste Mal seit vielen Jahren verneige ich mich innerlich in Ehrfurcht vor den Fertigkeiten der Folk-Metal-Riesen.</p>
<h2><strong>Piraten im Tannenwald</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44875" aria-describedby="caption-attachment-44875" style="width: 250px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44875" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-16.jpg" alt="" width="260" height="389" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-16.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-16-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-16-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-16-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 260px) 100vw, 260px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44875" class="wp-caption-text">Alestorm @Crow</figcaption></figure>
<p>Und nun zur Frage aller Fragen, die sich viele schon seit dem Announcment vor ein paar Monaten stellen: Sind <strong>ALESTORM</strong> hier nicht mittlerweile <strong>fehl am Platze? </strong>Das <strong>WOLFSZEIT</strong> ist ein Folk-, Pagan- und Black-Metal-Festival. Und wenn die Piratenband vielleicht noch vor 10 Jahren ins Lineup gepasst hat, so haben sie in letzter Zeit weitaus poppigere und quatschigere Gefilde der musikalischen See befahren – eignet sich diese Rumpelkombo überhaupt noch als Headliner für eine solche Veranstaltung?</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44876" aria-describedby="caption-attachment-44876" style="width: 253px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44876" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-12.jpg" alt="" width="263" height="394" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-12.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-12-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-12-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-12-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 263px) 100vw, 263px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44876" class="wp-caption-text">Alestorm @Crow</figcaption></figure>
<p>Die Antwort allerdings ist kurz und klar: Ja! <strong>ALESTORM</strong> erfreuen sich sichtlich großer Beliebtheit unter den <strong>WOLFSZEIT</strong>-Besuchern. Massenhaft versammeln sich die Fans vor der Bühne und lassen textsicher die Korken knallen und die <strong>Bierreserven erzittern.</strong></p>
<p>Und <strong>ALESTORM</strong> selbst wissen ordentlich abzuliefern. Party buchstäblich von der ersten bis zu letzten Sekunde, so lautet die Devise: Ein Lied wird nahezu nahtlos an das andere gereiht, und wenn sich der Sänger mal die Zeit nimmt, eine Ansage zwischen den Tracks zu machen, sorgt der Keyboarder mit atmosphärischen Akkorden dafür, dass die Energie der Musik keine Chance hat, zu entfliehen. Und sobald ein zu ruhiger Part in einem Lied drohen könnte, die Stimmung unter 100% sinken zu lassen, gibt es, perfekt getimed, je nach Situation eine lustige oder eine mitreißende Ansage. Die Schotten haben die <strong>Kunst der Crowdanimation</strong> und Party-Aufrechterhaltung durch Jahre an Erfahrung perfektioniert.</p>
<p>Nun gab es schon <strong>ALESTORM</strong>-Shows in meinem Leben, die mich weniger abgeholt haben. Repetitive Songauswahl, ungünstige Klanggewänder und <strong>generelle Übersättigung</strong> (da die Band auf ca. 30 Festivals im Jahr spielte) haben dafür gesorgt, dass die Freude an ihren Konzerten sich in der Vergangenheit manchmal in Grenzen hielt. Aber das heute – das war anders. Willkommen zurück! Willkommen zurück in meinem Herzen, <strong>ALESTORM</strong>.</p>
<h2><strong>Verschnaufpause</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44877" aria-describedby="caption-attachment-44877" style="width: 412px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44877" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Durangir-1.jpg" alt="" width="422" height="281" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Durangir-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Durangir-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Durangir-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Durangir-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Durangir-1-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 422px) 100vw, 422px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44877" class="wp-caption-text">Durangir @Crow</figcaption></figure>
<p>Fast vergesse ich nach diesen beiden Erlebnissen, dass der <strong>Abend ja noch gar nicht vorbei</strong> ist! Denn im Heidendorf gibt es noch was für die Seele: Als ich den Wald- und Gestrüppweg entlangschreite und mich zur Lichtung hin bewege, offenbart sich mir eine <strong>idyllische Szene</strong>. Um das knisternde Lagerfeuer versammelt sitzen Besucher, Musiker und Organisation friedlich beisammen und lauschen andächtig dem Konzert der akustischen Folk-Band <strong>DURANGIR</strong>. Die tanzenden Flammen werfen orangene Schatten auf die Gesichter der Zuhörer, der Wind streichelt leise die Baumkronen und aller Überschwang an Energie der letzten Konzerte scheint einer warmen, wohligen Ruhe gewichen zu sein. Es fühlt sich an wie ein Eintritt in eine andere Welt, in einen wahren <strong>Locus Amoenus</strong> inmitten des Sturms des großen bösen Metalfestivals.</p>
<p>Doch gerade als der letzte Ton verklungen ist, trifft mich <strong>ein erster Regentropfen</strong> verheißungsvoll auf die Nase und reißt mich aus der angenehmen Trance. Schleunigst bewegen wir uns zum Zeltplatz zurück – und das keine Sekunde zu früh. Der eben noch so weiche Wind bauscht sich auf zur <strong>Naturgewalt</strong> und lässt uns den Regen literweise gegen Zelt- und Pavillonwände krachen – so, JETZT ist der Abend vorbei. Man sieht sich.</p>
<h2><strong>Mittelguten Morgen</strong></h2>
<p>Eine schlechte Nachricht ereilt uns gleich zu früher Morgenstund: Der <strong>Sänger von CARPATHIAN FOREST</strong> sei wohl im Heimatsland Norwegen <strong>umgekippt</strong> (Umstände ungeklärt), weswegen die Band nicht spielen wird und alle anderen Gruppen heute um die Dauer eines Timeslots aufrücken.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44878" aria-describedby="caption-attachment-44878" style="width: 247px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44878" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-1.jpg" alt="" width="257" height="385" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-1.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-1-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-1-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-1-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 257px) 100vw, 257px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44878" class="wp-caption-text">Fimbulvet @Crow</figcaption></figure>
<p>Eine Stunde später als gedacht starten wir also mit <strong>FIMBULVET</strong> in den letzten Festivaltag. Leider kann ich selbst nicht allzuviel zum Konzert sagen, da, wie auch schon beim Konzert am <strong>MAHLSTROM</strong>-Festival dieses Jahres, der Funke irgendwie einfach nicht überspringen möchte. Darum hier ein paar <strong>mündliche Berichte</strong> anderer Festivalbesucher:</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44879" aria-describedby="caption-attachment-44879" style="width: 252px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44879" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-12.jpg" alt="" width="262" height="392" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-12.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-12-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-12-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-12-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 262px) 100vw, 262px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44879" class="wp-caption-text">Fimbulvet @Crow</figcaption></figure>
<p><em>„Immer wenn sie Musik gespielt haben war es gut, immer wenn er geredet hat dachte ich so: Ja nee […], <strong>weil der da keine Musik gespielt hat.</strong> […] „Monument Erde“, dieser eine Song hat mir gefehlt. Die Soundabmixung oder wie das heißt ist auf jeden Fall völlig in Ordnung, [aber] mir kommen die irgendwie nicht ganz so laut vor.“ – Samuel</em></p>
<p><em>„Es war ein sehr schönes Konzert, es <strong>war aber nicht so meins</strong>. Die Stimme war gut, die Instrumente waren gut, aber der Sound war nicht so gut abgemischt manchmal.“ – Michelle</em></p>
<p><em>„Der Sound ist aber hier oben [am Biergarten] <strong>immer nicht so geil</strong>, unten war es ein bisschen besser.“ – Conny </em></p>
<p><em>„Da waren ein paar solide Stellen dabei […], instrumental <strong>fand ich das Ding sehr angenehm</strong>. Was den Gesang angeht: Wie gesagt, es gab ein paar starke Stellen und ein paar nicht so starke Stellen. […] Ich fand aber für die Uhrzeit, so im Vergleich zu gestern [&#8230;] da waren doch schon einige Leute da so.“ – Jayden </em></p>
<p>Das Konzert scheint also in mehreren Hinsichten gemischte Reaktionen – man könnte gar behaupten, <strong>Verwirrung</strong> – im Publikum ausgelöst zu haben.</p>
<h2><strong>Da steht vierzehn</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44880" aria-describedby="caption-attachment-44880" style="width: 331px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44880" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-1.jpg" alt="" width="341" height="228" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-1-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 341px) 100vw, 341px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44880" class="wp-caption-text"><strong>XIV Dark Centuries @Crow</strong></figcaption></figure>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44881" aria-describedby="caption-attachment-44881" style="width: 212px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44881" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-3.jpg" alt="" width="222" height="333" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-3.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-3-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-3-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-3-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 222px) 100vw, 222px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44881" class="wp-caption-text">XIV Dark Centuries @Crow</figcaption></figure>
<p><strong>XIV DARK CENTURIES</strong> (das spricht man „Ksiff Dark Centuries“ aus, hat man mir versichert) spielen um 15:30 des Nachmittags. In voller Bühnenmontur tritt die Band vors Publikum.</p>
<p>Es erwartet eine klassische Pagan-Metal-Show – nichts all zu aufregendes, aber da weiß man, was man hat.</p>
<p>Persönlich gefallen mir eher die <strong>schnelleren, melodischen Nummern</strong>. Leider fallen bei weitem nicht alle Songs des Abends in diese Kategorie, so dass mir die Show nur zum Teil zusagt. Dennoch wird dies wohl ebenso wenig mein letztes Mal <strong>XIV DARK CENTURIES</strong> sein, wie es mein erstes ist.</p>
<p>Mit recht wenigen Gedanken zu diesem Konzert reiche ich die Feder wieder an Ramona weiter.</p>
<h2><strong>Mit K</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44885" aria-describedby="caption-attachment-44885" style="width: 183px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44885" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-2.jpg" alt="" width="193" height="289" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-2.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-2-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-2-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-2-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 193px) 100vw, 193px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44885" class="wp-caption-text">Karg @Crow</figcaption></figure>
<p><em>Ramona: Vielen kommt er bekannt vor, doch einige brauchen einen Moment, um sich ins Gedächtnis zu rufen, dass <strong>J.J.</strong> von <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> 2006 <strong>KARG</strong> als Soloprojekt gegründet hat und heute zusammen mit Live-Musikern abliefert. Gleich beim zweiten Song „Petrichor“ gibt es Unterstützung von Ellende-Sänger <strong>L.G.</strong>, welcher musikalisch ähnlich unterwegs und ebenfalls aus Österreich ist.</em></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44884" aria-describedby="caption-attachment-44884" style="width: 331px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44884" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-10.jpg" alt="" width="341" height="228" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-10.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-10-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-10-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-10-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-10-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 341px) 100vw, 341px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44884" class="wp-caption-text">Karg @Crow</figcaption></figure>
<p><em>Der graue Himmel könnte das <strong>melancholische Konzert</strong> und die voller <strong>Leid und Verzweiflung</strong> dargebotenen Songs nicht besser untermalen. Zugegeben ist das nicht jedermanns Sache, jedoch meine.</em></p>
<p><em>Später wird noch ein recht junger Song vom mittlerweile achten Album „Resignation“ zum besten gegeben und damit bildet „Grab der Wellen“ einen der letzten Songs bei diesem Konzert.</em></p>
<h2><strong>Da ist Sonne</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44886" aria-describedby="caption-attachment-44886" style="width: 343px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44886" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-1.jpg" alt="" width="353" height="236" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-1-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 353px) 100vw, 353px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44886" class="wp-caption-text">Ellende @Crow</figcaption></figure>
<p><em>Eben schon einmal kurz gesichtet, nun leider mit einer Viertelstunde Verspätung aber zum Glück in voller Länge: <strong>ELLENDE</strong>. </em></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44887" aria-describedby="caption-attachment-44887" style="width: 223px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44887" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-4.jpg" alt="" width="233" height="349" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-4.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-4-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-4-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-4-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 233px) 100vw, 233px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44887" class="wp-caption-text">Ellende @Crow</figcaption></figure>
<p><em>So passend das Wetter bei der vorigen Band war, so stark scheint uns nun zu gleichem Musikstil die Sonne auf den Kopf und den Musikern in die Fresse. Es folgt sofort eine die Situation kommentierende Ansage: „Da ist Sonne.“ Welcher Song könnte als Kontrast passender sein als <strong>„Ballade auf den Tod“?</strong></em></p>
<p><em>Auch wenn ihn einige schon totgehört haben, einer meiner Lieblingssongs ist „Der letzte Marsch“, den sie auch spielen.</em></p>
<p><em>Danach folgen „Meer“ vom ersten, und vom neuesten Album „Ellenbogengesellschaft“ aus dem letzten Jahr der Song „Freier Fall“. Meiner Meinung nach also ein <strong>schöner Querschnitt</strong> aus der bandeigenen Diskografie.</em></p>
<h2><strong>Grüße aus den Niederlanden</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44888" aria-describedby="caption-attachment-44888" style="width: 260px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44888" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-2.jpg" alt="" width="270" height="404" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-2.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-2-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-2-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-2-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 270px) 100vw, 270px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44888" class="wp-caption-text">Daniël &#8211; Heidevolk @Crow</figcaption></figure>
<p><strong>HEIDEVOLK</strong> sind eine der Gruppen, auf die ich mich alle paar Jahre mal wieder freuen darf, und heuer ist wieder ein solches. Schön zu sehen ist erstmal, dass sich <strong>Daniël</strong> als <strong>„neuer“ Sänger</strong> mittlerweile sehr gut in die Dynamik eingelebt hat und sich sichtlich wohlfühlt, mit der Heidencrew auf der Bühne zu stehen. Ich erinnere mich an <a href="https://silence-magazin.de/mead-greed-2021-na-endlich/">sein erstes Konzert</a>, als wäre es gestern :‘)&nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44889" aria-describedby="caption-attachment-44889" style="width: 265px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44889" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-12.jpg" alt="" width="275" height="412" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-12.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-12-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-12-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-12-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 275px) 100vw, 275px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44889" class="wp-caption-text"><strong>Heidevolk @Crow</strong></figcaption></figure>
<p>Gespielt und gesungen werden viele neuere Lieder, darunter auch ein ganz exklusiver kleiner Einblick in das kommende Album in Form eines Stücks über die Jagd nach den Auerochsen. Einer trampelnden Ochsenherde gleich gibt uns der Schlagzeuger dabei ordentlich Double-Bass in die hässlichen Visagen. Generell sei hervorzuheben, dass dieser Mann <strong>definitiv etwas drauf</strong> hat.</p>
<p>Am Ende (und auch mal zwischendurch) werden aber auch die Klassiker nicht vernachlässigt: <em>„Saksenland“</em>, <em>„Vulgaris Magistralis“</em>, <em>„A Wolf In My Heart“</em> und weitere ihrer Art sind es, die die Konzertbesucher sichtlich in Bewegung versetzen. Leider ist das bei vielen anderen Musikstücken kaum der Fall. Regelrecht <strong>verloren herumstehend</strong> scheinen viele den Großteil des Konzertes zu erleben. Es mag an der Sprachbarriere liegen, die sich für die Niederländer leider unausweichlich ergibt, wenn sie denn wieder mal in Duitsland auftreten. Ein bisschen schade ist das allerdings schon.</p>
<p>Gut besucht ist das Konzert dennoch, und es lässt zumindest mich und meine Gang <strong>weder hungrig noch unzufrieden</strong> zurück.</p>
<h2><strong>Windzeit, VARG-Zeit! </strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44890" aria-describedby="caption-attachment-44890" style="width: 376px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44890" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-10.jpg" alt="" width="386" height="257" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-10.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-10-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-10-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-10-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-10-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 386px) 100vw, 386px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44890" class="wp-caption-text">Varg @Crow</figcaption></figure>
<p>Nun kann der neue Drummer (<strong>Rohgarr</strong> übrigens) endlich mal zeigen, was er drauf hat. Und damit nicht genug! Auch an der Gitarre sind die Wölfe frisch besetzt: <strong>Ulvar</strong>, der Riesenwolf haut seit Mitte August für die Band in die Saiten. Und ich muss sagen, das klingt doch <strong>an beiden Fronten ziemlich amtlich</strong>! Bin ich auch kein Experte im Bewerten von Gitarrenspiel, so sticht zumindest die Präzision und Ausdauer des neuen Trommlers positiv hervor.</p>
<p>Zu Beginn der Show werden erstmal ein paar alte Brecher ausgepackt, dazu hat man Feuer und Flamme auf der Bühne sowie passende Outfits und Dekoration.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44891" aria-describedby="caption-attachment-44891" style="width: 245px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44891" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-5.jpg" alt="" width="255" height="382" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-5.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-5-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-5-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-5-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 255px) 100vw, 255px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44891" class="wp-caption-text">Rohgarr &#8211; Varg @Crow</figcaption></figure>
<p>Vor allem bei neueren Liedern spielt dann auch <strong>Fylgjas</strong> Stimme eine der Hauptrollen. Vom <strong>kommenden Album</strong> gibt es schon einiges zu hören, und oftmals läuft es auf Duette zwischen ihr und <strong>Freki</strong> hinaus. Zwischen den Metal-Hymnen gibt es auch das ein oder andere Zwischenspiel, in welchem die Dame <strong>komplizierte Tonfolgen</strong> ohne instrumentale Begleitung kunstvoll meistert.</p>
<p>Auch der Sound sitzt mal wieder, alles ist ordentlich aufeinander eingestimmt – nur ein bisschen lauter könnte es für meinen Geschmack noch sein. In der dunklen Masse, die die Crowd darstellt, <strong>tobt ein wilder Moshpit</strong>, und generell ist es niemandem, der sich in den vorderen Gefilden aufhält, möglich, ruhig stehenzubleiben.</p>
<p>Was nicht erhört wird, sind die <em>„Rotkäppchen!“</em>-Rufe, die sich nach und nach seitens einiger Besucher anhäufen. Finde ich jetzt aber auch gar nicht so schlimm. Zu guter Letzt präsentieren <strong>VARG</strong> dann den <strong>versprochenen Titelsong</strong> des neuen Albums: <em>„Ewige Wacht“</em> jetzt endlich in der ballernden Metal-Version!</p>
<h2><strong>Quak Quak</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44893" aria-describedby="caption-attachment-44893" style="width: 294px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44893" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-6.jpg" alt="" width="304" height="455" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-6.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-6-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-6-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-6-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 304px) 100vw, 304px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44893" class="wp-caption-text">Dark Funeral @Crow</figcaption></figure>
<p><strong><em>DUCK FUNERAL</em></strong><em>, äh „<strong>DARK FUNERAL</strong>“ meine ich natürlich. Da ich gerade eine <strong>blau glitzernde Ente</strong> erhalten habe, bin ich noch etwas zu euphorisch für den diesjährigen Headliner gestimmt. Doch lange dauert es nicht, bis mich wieder dieses Gefühl beschleicht, dass die Band jedes Mal, wenn ich sie sehe, zum einen mitten in der Nacht spielt und zum anderen irgendwo eine gigantische Klimaanlage aufgestellt hat, damit ich mir auf jeden Fall den Arsch abfriere. <strong>Kein Wunder, dass ich da erst einmal einen Shot brauche. </strong></em></p>
<p><em>Auch wenn es nicht erforderlich gewesen wäre, stellen sich die Schweden erst einmal vor. Ich habe nicht aktiv darüber nachgedacht, doch Sänger <strong>Lord Ahriman</strong> erinnerte uns im Laufe des Konzerts an das 30-Jährige Bandjubiläum. Bassist <strong>Adra-Melek </strong>ist zwar „erst“ seit 2018 dabei, gibt aber alles und das ist es, was ich an Konzerten liebe: Menschen, die Bock haben, auf der Bühne zu stehen und denen man ihren Spaß dabei ansehen kann. Ich feiere das selbstverständlich. Schön zu sehen, dass ich nicht die Einzige bin und so sehe ich Leute, die ihre Matten werfen und mit ihren Armen und Händen auch <strong>invisible sandwiches</strong> formen, wie sich das eben gehört. Nein, nicht bei allen Black- Metal-Konzerten steht die Meute regungslos mit verschränkten Armen vor der Bühne.</em></p>
<p><em>Auch wenn ich <strong>DARK FUNERAL</strong> schon mehrfach live on stage gesehen habe, nehme ich die Peitsche, die Frontmann <strong>Lord Ahriman</strong> bei „Goddess Of Sodomy“ schwingt, zum ersten Mal bewusst wahr. Möglicherweise war ich früher immer <strong>zu betrunken</strong>, um dieses Detail zu bemerken.</em></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44894" aria-describedby="caption-attachment-44894" style="width: 247px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44894" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-2.jpg" alt="" width="257" height="385" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-2.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-2-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-2-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-2-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 257px) 100vw, 257px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44894" class="wp-caption-text">Dark Funeral @Crow</figcaption></figure>
<h2>Das Publikum wird gefragt:</h2>
<p><em>„Would you like to hear something old?“ </em><em>Applaus und Gegröle und es wird <strong>„The Secrets Of The Black Arts“</strong> aus dem gleichnamigen Album aus dem Jahre 1996 rausgehauen, <strong>GEIL</strong>.</em></p>
<p><em>Danach geht es etwas melodischer mit dem neuen Album „We Are The Apocalypse“ aus dem Jahre 2022 weiter, hieraus serviert wird „When I’m Gone“. Schleppend, nicht voll auf die Fresse, doch trotzdem eingehend, wie ich finde.</em></p>
<p><strong><em>Allgemeiner Jubel </em></strong><em>stellt sich auch bei: „Unchain My Soul“ vom 2016er Album „Where Shadows Forever Reign“ ein. Bei einem weiteren Oldie „The Dawn No More Rises“ vom „The Secrets Of The Black Arts“ tauen auch die letzten, müden oder betrunkenen Metalheads auf und zollen ihren Tribut.</em></p>
<p><em>Mit „Where Shadows Forever Reign“ verabschieden sich <strong>DARK FUNERAL</strong>. Ich finde den Abschluss super und bin <strong>traurig, dass das Festival nun vorbei ist</strong>. Bis zum nächsten Jahr.</em></p>
<h2><strong>Nach WOLFSZEIT ist vor WOLFSZEIT</strong></h2>
<p>Mich: Und damit verabschiede auch ich mich vom altbekannten Festival auf neuem Grund. Doch Grund, in der nächsten Sonnenumrundung wiederzukehren, habe ich allemal! Es war, wie jedes Mal, <strong>ein Fest.</strong> Die Bands haben abgeliefert, das Essen und das Bier waren lecker und der Sound war meistens gut – die Stimmung war es sogar immer. Und auch wenn ich <strong>Crispi</strong> <strong>vermissen</strong> werde, so bin ich mir sicher, dass die Sommerrodelbahn und ich in den kommenden Jahren viel Spaß miteinander haben werden.</p>
<p>Vielen lieben Dank an <strong>Ramona</strong> für die Aushilfe, an <strong>Crow</strong> für die endgeilen Pics und, last but not least, an <strong>Frekis Mama</strong>, dafür dass sie jeden Tag von morgens bis abends alleine den Getränke-Coupon-Stand geschmissen hat.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/das-neue-wolfszeit-der-bericht-2023/">DAS NEUE WOLFSZEIT &#8211; DER BERICHT 2023</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>STÜRMISCHE ZEITEN &#8211; RAGNARÖK 2022 Teil 1</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Merlin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 May 2022 05:42:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>2022 - die Festivalsaison startet... oder stolpert? Es läuft jedenfalls nicht alles glatt.<br />
So auch beim RAGNARÖK diesjahr.</p>
<p>In TEIL 1 unseres Festivalberichtes gibt es Licht und Schatten ... du musst nur hinsehen!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ragnaroek-festival-2022-teil-1/">STÜRMISCHE ZEITEN &#8211; RAGNARÖK 2022 Teil 1</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Merlin:</em> <strong>Finally!</strong> Das <strong>RAGNARÖK FESTIVAL 2022</strong>, auf das ich so lange hingefiebert habe, ist angebrochen! Ich freu mich wie bolle!</p>
<h2>Eine stürmische Begrüßung</h2>
<p>Die ganz ambitionierten Metaller sind <strong>bereits gestern</strong>, am Donnerstag, angereist und haben Abends in den Räumlichkeiten der <strong>Stadthalle Lichtenfels</strong> eine wilde Party gefeiert. Wir für unseren Teil kommen Freitag Mittag beim Festivalgelände an und müssen als erstes feststellen, dass <strong>alle Parkmöglichkeiten in nächster Nähe schon nahtlos ausgeschöpft</strong> sind. Ärgerlich. Aber wenigstens zum Ausladen dürfen wir auf dem Feldweg seitlich des Veranstaltungsgeländes stehen bleiben. Es folgt die nächste Hiobsbotschaft: Der <strong>Hauptcampingplatz</strong> direkt neben dem Infield ist vollständig ausgelastet. Also weiter zum <strong>zweiten Campingplatz!</strong> Der ist zwar etwas weiter weg, dafür aber <strong>idyllisch auf der Wiese direkt am Fluss</strong> gelegen. Und hier ist es noch so schön leer, dass wir den Platz für unser Zelt völlig frei wählen können. Hammer!</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_40286" aria-describedby="caption-attachment-40286" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40286 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/20220422_133121-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/20220422_133121-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/20220422_133121-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/20220422_133121-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/20220422_133121.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-40286" class="wp-caption-text">Der Härtetest schlechthin. Zelt, bleib stark!</figcaption></figure>
<p>&#8230;den brauchen wir auch direkt, als es ums Einschlagen der Heringe geht. Der Boden ist eigentlich optimal, doch der <strong>Wind fegt so unbarmherzig</strong> über die Wiese, dass wir uns entschließen, das Zelt extra gut zu sichern. Doch auch wenn wir verhindern können, dass uns Zelt samt Tasche um die Ohren fliegen: Besonders stabil sieht das Ganze nicht aus. Geschweige denn gemütlich. Aber <strong>wird schon halten!</strong> Wir fahren also das Auto weg und als wir zurück zum Zeltplatz kommen, sehen wir unsere Campnachbarn gerade ihren Pavillon zusammenräumen. Oder sagen wir besser: <strong>Das, was vom Pavillon noch übrig ist.</strong> Den hat es nämlich ganz schön zerlegt! Zum Glück sorgen die milden Wolken am Himmel dafür, dass es auch ohne gut aushaltbar ist.</p>
<h3>Test, Test</h3>
<p>Aber jetzt hab ich so viel gequatscht, wir brauchen doch noch unsere Bändchen! Sonst kommen wir schließlich nicht aufs Infield. Und das Infield gilt es jetzt möglichst schnell aufzusuchen, immerhin ist es schon 14 Uhr durch und <strong>die erste Band des Tages spielt bereits</strong>.&nbsp;Bevor wir jedoch unsere Festivalbändchen erhalten, müssen wir zunächst noch den <strong>Corona-Test</strong> am eigens dafür aufgebauten Testzelt bestehen. Die anwesenden Sanitäter registrieren unsere Daten, nehmen jeweils die Probe und drücken uns 15 Minuten später die Zettel mit unseren (negativen) Testergebnissen in die Hand. Die gilt es nun bei der <strong>Bändchenausgabe</strong> vorzuzeigen und zack, sind wir auch schon ausgestattet mit den <strong>Eintrittskarten fürs Handgelenk</strong>. Dann jetzt aber nichts wie los in die Halle! Ob die erste Band wohl noch spielt?</p>
<h2>Zur ersten Band kommt man immer zu spät</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_40260" aria-describedby="caption-attachment-40260" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40260 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/01-LIVLOS-002-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/01-LIVLOS-002-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/01-LIVLOS-002-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/01-LIVLOS-002-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/01-LIVLOS-002-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/01-LIVLOS-002.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-40260" class="wp-caption-text">Schweißtreibend: LIVLØS. (c) maddin.org &#8211; Martin Dannehl</figcaption></figure>
<p>Von <strong>LIVLØS</strong> bekomme ich leider nur noch die letzten Minuten mit. Als ich die Stadthalle betrete, sehe ich gerade noch, wie <strong>der Sänger aus dem Publikum heraus zurück auf die Bühne klettert</strong>. Offenbar war er auf Tuchfühlung mit den begeisterten Zuschauern gegangen, die dicht gedrängt hinter der Absperrung stehen. Die Stimmung ist aufgeheizt, die Band und die Besucher haben gleichermaßen Bock. Das ist auf Festivals bei der ersten Band des Tages ja nicht immer selbstverständlich, häufig haben es die frühesten Künstler am schwersten. Aber <strong>LIVLØS</strong> haben mit ihrem temperamentvollen Melodic-Death-Metal das <strong>RAGNARÖK FESTIVAL 2022</strong> <strong>selbstbewusst und fulminant eröffnet!</strong> Da lassen sich die dynamischen <strong>Dänen</strong> auch die Gelegenheit nicht nehmen, diese gelungene Einleitung mit einem Foto festzuhalten.</p>
<h3>Den Tag zur Nacht</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_40262" aria-describedby="caption-attachment-40262" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40262 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/02-Lucifers_Child-004-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/02-Lucifers_Child-004-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/02-Lucifers_Child-004-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/02-Lucifers_Child-004-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/02-Lucifers_Child-004.jpg 967w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-40262" class="wp-caption-text">Den Blick zur Hallendecke: LUCIFERS CHILD. (c) maddin.org &#8211; Martin Dannehl</figcaption></figure>
<p>Als nächster Act stehen <strong>LUCIFERS CHILD</strong> aus <strong>Griechenland</strong> auf dem Programm. &#8222;Guten Abend Ragnarök! Are you with us tonight&#8220;?, begrüßt der Sänger seine Zuhörer. Dass es erst 15 Uhr am Nachmittag ist, spielt keine Rolle. <strong>LUCIFERS CHILD</strong> beschließen nämlich kurzerhand, <strong>einfach selbst die Nacht zu sein</strong>. Sie spielen klassischen Black-Metal mit okkulten Themen, düster und hart. Und wie sich beim dritten Song herausstellt, taugt ihre Musik live sehr gut für <strong>Circle Pits</strong>. <strong>Sänger</strong> <strong>MARIOS</strong> feuert die Menge an, fordert auch immer wieder zum Klatschen auf. Überhaupt wirkt die gesamte Band <strong>sehr motiviert</strong>, was dem Konzerterlebnis auf jeden Fall zugute kommt. Beim letzten Song werden die Zuschauer erneut zu einem Circle Pit animiert; der junge Mann mit Dreads vor mir kann es kaum erwarten und hüpft auf und ab, bevor er dann <strong>wie von der Tarantel gestochen barfuß in den Pit sprintet</strong>. Was soll ich sagen? <strong>LUCIFERS CHILD</strong> waren eine Droge, die gewirkt hat. So kann der Tag bitte weitergehen!</p>
<h3>Feel The Spirit</h3>
<p>Auf dem <strong>RAGNARÖK</strong> ist es ja immer so, dass es <strong>zwei Bühnen gibt, die direkt nebeneinander stehen</strong> und auf denen sich die Bands jeweils abwechseln. So hatten <strong>LIVLØS</strong> auf der linken Bühne angefangen, <strong>LUCIFERS CHILD</strong> spielten sodann auf der rechten Seite, und nun wuseln die Menschen wieder nach links, um <strong>THE SPIRIT</strong> in Augenschein nehmen zu können. Auch die <strong>Tribüne der Stadthalle</strong> füllt sich, unten wie oben ist gut was los, aber noch stehen die Leute locker, nicht gedrängt. <strong>THE SPIRIT</strong> haben sich immerhin ein bisschen Bühnengestaltung überlegt: Links und rechts ist jeweils ein Standbild aufgebaut, auf dem kosmische Motive in blau zu erkennen sind, und im Hintergrund hängt groß ihr <strong>Logobanner</strong> ausgespannt. Sodann betritt die Band höchstselbst die Bühne und legt los.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_40264" aria-describedby="caption-attachment-40264" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40264 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/03-The_Spirit-008-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/03-The_Spirit-008-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/03-The_Spirit-008-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/03-The_Spirit-008-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/03-The_Spirit-008-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/03-The_Spirit-008.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-40264" class="wp-caption-text">Ein Herz für THE SPIRIT. (c) maddin.org &#8211; Martin Dannehl</figcaption></figure>
<p><strong>Melodischer, atmosphärischer Black-Death</strong>, das ist das Konzept von <strong>THE SPIRIT</strong>. Der Sound ist gut und sauber, hat ordentlich Wumms, das Schlagzeug bricht sich energisch Bahn. Dazu kommt der Gesang erstaunlich hart für das doch recht junge wirkende Gesicht dazu. <strong>Was ein fehlender Bart doch ausmachen kann&#8230;</strong> ich hätte den Sänger auf der Bühne locker 10 Jahre jünger geschätzt, als auf den Bandfotos. Apropos Gesicht: Das des Gitarristen bekommt man übrigens fast die ganze Show über gar nicht zu sehen. Er blickt nonstop auf sein Instrument, schaut verbissen, ganz bei der Sache. Und sein <strong>aufmerksames Spiel</strong> macht sich bezahlt, die <strong>Saarländer</strong> liefern professionell und mehr als solide ab. Ganz in Beschlag nehmen kann mich der <strong>Spirit</strong> zwar nicht, aber das liegt vielleicht auch daran, dass ich langsam Durst bekomme. <strong>Wo gibt&#8217;s was zu trinken?</strong></p>
<h3><strong>Ich hab euch was zu beichten</strong></h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_40266" aria-describedby="caption-attachment-40266" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40266 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/04-Kanonenfieber-012-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/04-Kanonenfieber-012-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/04-Kanonenfieber-012-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/04-Kanonenfieber-012-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/04-Kanonenfieber-012-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/04-Kanonenfieber-012.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-40266" class="wp-caption-text">KANONENFIEBER. Was er wohl gerade befiehlt? (c) maddin.org &#8211; Martin Dannehl</figcaption></figure>
<p>Eigentlich war ja geplant, dass jetzt die Schwarzmetaller von <strong>GROZA</strong> auftreten würden. Aufgrund unser aller Liebling <strong>Corona</strong> mussten die <strong>Bayern</strong> ihren Auftritt auf dem <strong>RAGNARÖK 2022</strong> aber leider kurzfristig absagen, und <strong>KANONENFIEBER</strong> sind <strong>ungemein spontan für sie eingesprungen</strong>. Geile Sache, dass es so kurzfristig noch gelungen ist, den Slot neu zu besetzen. Und musikalisch gesehen passen die Franken natürlich auch voll ins Beuteschema der <strong>RAGNARÖK</strong>-Besucher. Allein,&nbsp;ich habe ein Problem mit <strong>KANONENFIEBER </strong>(ganz abgesehen davon, dass ich den Namen befremdlich finde): Ihre Optik. Ich weiß, der <strong>1. Weltkrieg ist das Thema ihres kreativen Schaffens</strong>, und dazu passen halt auch die Outfits. Aber ich kann mir das nicht angucken. Es gibt mir einfach ein <strong>ganz unangenehm beklemmendes Gefühl</strong>. Vielleicht soll genau das ja auch Sinn der Sache sein; ich bringe es jedenfalls nicht über mich, mir das anzutun. Und so vergeht der Auftritt von <strong>KANONENFIEBER </strong>ohne meine Anwesenheit. Dafür kommen nach dem Konzert gleich drei Leute unabhängig voneinander auf mich zu und <strong>ergehen sich in Begeisterung</strong> darüber, &#8222;wie großartig der Auftritt denn bitte war!&#8220; und es manifestiert sich bei mir der Eindruck, dass <strong>KANONENFIEBER</strong> viel mehr waren, als nur eine Ersatzband &#8211; nämlich <strong>ein Highlight</strong>.</p>
<h3><strong>Die Barbarinnen</strong></h3>
<p><strong>Auf der Suche nach einem alkoholischen Durstlöscher </strong>laufe ich zufällig einem Bekannten über den Weg, und wir beschließen, den Konsum von berauschenden Genussgetränken in sein Camp zu verlagern. Zunächst völlig ins Gespräch vertieft, fällt mir plötzlich siedend heiß ein, dass ich ja <strong>KONVENT</strong> sehen wollte! <strong>Jetzt aber nichts wie los</strong>, zurück aufs Infield und ab in die Halle. <strong>KONVENT</strong> spielen auf der linken Bühne &#8211; gut für mich, so muss ich mich zwischen weniger Menschen hindurchschlängeln. Im Hintergrund hängt ein großes Banner mit dem Logo der Band, welche bereits voll in ihrem Element ist.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_40268" aria-describedby="caption-attachment-40268" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40268 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/05-Konvent-016-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/05-Konvent-016-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/05-Konvent-016-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/05-Konvent-016-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/05-Konvent-016-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/05-Konvent-016.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-40268" class="wp-caption-text">Die Beschwörerin: RIKKE von KONVENT. (c) maddin.org &#8211; Martin Dannehl</figcaption></figure>
<p>Die <strong>Growls</strong> von <strong>Sängerin</strong> <strong>RIKKE </strong>(hatte ich erwähnt, dass <strong>KONVENT</strong> aus <strong>Dänemark</strong> stammen?) sind <strong>extrem rau und dunkel</strong>. Würde man die Augen schließen, man käme nie im Leben darauf, dass es eine Frau ist, die <strong>mit ihrem Gesang gerade sämtliche Seelen im Raum bindet</strong>. Eine Wahnsinnsstimme, die mich fesselt. Auch der Sound der Instrumente ist <strong>unfassbar eindringlich</strong>. Vielleicht sollte ich noch sagen, mit welchem Genre wir es hier zu tun haben: <strong>KONVENT</strong> spielen allerfeinsten <strong>Death-Doom-Metal</strong>. Nicht umsonst trägt Sängerin <strong>RIKKE</strong> ein <strong>CONAN</strong>-Longsleeve &#8211; die musikalischen Parallelen sind unverkennbar. Zum Ende des Konzert reißt sie noch einmal den Mikrophonständer wie eine <strong>Trophäe</strong> in die Höhe. Eine Trophäe, welche die Band mehr als verdient hat. Was für ein geiler Auftritt!</p>
<h3>Jahr mit Sommer</h3>
<p>Es wurden für das <strong>RAGNARÖK 2022</strong> zwei Bands beziehungsweise Künstler angekündigt, bei denen ich mir von Anfang an gesagt habe: <strong>&#8222;Da möchtest du ganz vorne stehen!&#8220;</strong> Auch wenn man hierfür in Kauf nehmen muss, etwas länger vor der Bühne zu campieren. Und einer dieser Auftritte ist nun gekommen: <strong>KARG</strong> <strong>gibt sich die Ehre!</strong> Vielen in erster Linie als Sänger von <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> bekannt, betreibt er doch schon länger sein <strong>Soloprojekt</strong> und liefert uns seit 15 Jahren zuverlässig eine Mischung aus <strong>Ambient- und Post-Black-Metal</strong>. Für die Liveauftritte hat er eine tatkräftige Band am Start, die in diesem Moment beginnen, mir und den zahlreichen anderen Zuhörern ordentlich was auf die Ohren zu geben.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_40270" aria-describedby="caption-attachment-40270" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40270 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/06-Karg-020-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/06-Karg-020-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/06-Karg-020-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/06-Karg-020-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/06-Karg-020.jpg 967w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-40270" class="wp-caption-text">Der Mann hinter KARG. (c) maddin.org &#8211; Martin Dannehl</figcaption></figure>
<p>Da den Songs von <strong>KARG </strong>stets eine <strong>ausgeprägte Vielschichtigkeit</strong> innewohnt, ist der <strong>Sound leider etwas schwammig</strong> und die einzelnen Gitarrenspuren nicht immer so gut herauszuhören. Nichtsdestotrotz kommt die Melodiegewalt der Lieder sehr gut an. <strong>Sänger J.J.</strong> derweil hat, wie bisher bei allen Live-Auftritten, die ich von ihm gesehen habe, keine Ruhe. Er läuft wie immer kreuz und quer auf der Bühne hin und her.</p>
<p>Anscheinend muss er wohl auch einmal bei der Bühne nebenan vorbeigeschaut, oder zumindest -gebrüllt haben, da diese im Begriff war, <strong>noch während des Auftritts von KARG bereits den Soundcheck für die nächste Band zu starten</strong>. Das ist natürlich extrem nervig. Ich persönlich bekomme das vor lauter Haaren im Gesicht gar nicht mit, aber es wird mir später von verschiedenen Seiten berichtet. Aus dem Tritt bringt der Vorfall <strong>J.J.</strong> jedenfalls nicht. Mit höchster Aufmerksamkeit ziehen er und seine Band die Show durch und servieren uns <strong>als letzten Song auch noch ein besonderes Schmankerl</strong>: <em>&#8222;Jahr ohne Sommer&#8220;</em>. Oh, wie ich dieses Lied liebe. Allein es endlich einmal live zu hören, war die Warterei vor dem Auftritt wert. Aber bevor ich mich weiter in <strong>Schwärmereien</strong> ergehe, schnell weiter zur nächsten Band!</p>
<h3>Übersteuert</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_40272" aria-describedby="caption-attachment-40272" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40272 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/07-Saor-022-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/07-Saor-022-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/07-Saor-022-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/07-Saor-022-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/07-Saor-022-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/07-Saor-022.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-40272" class="wp-caption-text">Der galante Geiger von SAOR. (c) maddin.org &#8211; Martin Dannehl</figcaption></figure>
<p>Das sind in diesem Fall die <strong>Schotten</strong> von <strong>SAOR</strong>. Wie bei <strong>KARG</strong> handelt es sich hier ebenfalls um das <strong>Soloprojekt</strong> eines Künstlers, der nur zwecks Live-Auftritten weitere Bandmitglieder engagiert. Auch <strong>SAOR</strong> habe ich in der Vergangenheit bereits live gesehen, war aber nicht ganz überzeugt. Wobei das nicht per se an der Musik liegt, im Gegenteil, die finde ich klasse. Aber soundtechnisch ist sie<strong> live einfach schwer wiederzugeben</strong>. Und zwar spielen <strong>SAOR</strong>&nbsp;<strong>atmosphärischen Folk-/Black-Metal</strong> und haben neben zwei Gitarren auch noch eine <strong>Geige</strong> am Start. Zusätzlich werden gerne <strong>Flötentöne</strong> eingespielt. Es ist einfach extrem schwer, das alles gescheit abzumischen.</p>
<p>Und so passiert auch heute das, was ich schon bei vergangenen Auftritten erlebt habe: <strong>Der Sound übersteuert und wird matschig.</strong> Och manno. Dabei machen <strong>SAOR</strong> echt Stimmung auf der Bühne, und das Konzert ist auch gut besucht. Aber die Akustik müsste einfach um Längen besser sein, um der Brillanz der Lieder gerecht zu werden. Wenigstens die <strong>Songauswahl kann mich begeistern</strong>, als letztes Lied wird nämlich <em>&#8222;Tears of a Nation&#8220;</em> vom Album &#8222;Guardians&#8220; (2016) angestimmt. <strong>Der Kraft dieser Melodie kann kein Lautsprecher der Welt etwas anhaben!</strong> Auf das Konzert gesehen zwar nur ein schwacher Trost, aber immerhin.</p>
<p>So, jetzt aber hurtig nach draußen! Im Vorbeigehen noch einen <strong>leckeren Barbarenspieß</strong> geschnappt und dann nichts wie hin zu Ticketcontainer und -Zelt vor dem Infield. Schließlich möchte mein <strong>Co-Autor</strong> ja gebührend in Empfang genommen werden, um sich erstmal erzählen zu lassen, was er vom Festival schon alles verpasst hat. <em><strong>Miiich</strong></em>, wo bleibst du?</p>
<h2><strong>Die Ankunft<br />
</strong></h2>
<p><em>Mich: </em><strong>Hallo, ich bin der Mich und während alldem war ich noch gar nicht da.</strong> Stattdessen brauste ich über Straßen und Wälder, Wiesen und Felder, fünf Stunden <strong>mit lauter Musik und lauterer Vorfreude</strong> von der Arbeit her aufs Wochenende zu, hoffend – nein, wissend! – dass es sich lohnen würde. &nbsp;</p>
<p>Ich komme an. Kein Parkplatz mehr weit und breit. Beide Parking-Areale voll. Zum Glück habe ich <strong>nette Mitcamper</strong>, die schon gestern auf dem Campingground Wurzeln und Heringe geschlagen haben, und die sich im angetrunkenen Zustand relativ leicht dazu überreden lassen, meinen ganzen Kram schon mal reinzubringen, während ich auf der Suche nach einer Bleibe für meine vier Räder durch die Gegend gurke. Nach zwanzig Minuten dann die Erlösung: <strong>Auf den guten alten Aldi-Parkplatz ist immer Verlass</strong>, und ja, das hätte mir auch früher einfallen können. Aber das Schicksal hat mich scheinbar zum richtigen Zeitpunkt an den richtigen Ort geführt. Denn ein bärtiger Mensch namens Alex, den ich noch nie in meinem Leben gesehen habe, verhindert erstmal, dass ich in die komplett falsche Richtung laufe (<strong>„Festival ist da lang!“</strong>) und schenkt mir dann auch noch ein <strong>lauwarmes Dosenbier</strong> aus den Innentaschen seiner Kutte („Bier?“). <strong>Ich werde dich nie vergessen, Alex. &nbsp;</strong></p>
<h3>Der barmherzige Sanitäter</h3>
<p>Beim Festivaleingang angekommen, erwarten mich bereits Merlin samt hauseigenem Alex, sowie ein Coronatest-Zelt, das in der Sekunde meiner Ankunft (20:01) zusammengeklappt, aufgerollt und weggetragen wird. <strong>Öhm, und jetzt?</strong> Ohne negativen Test kein Ragnarök, und natürlich habe ich zuhause sowas von nicht daran gedacht, mich darum zu kümmern. Bevor ich mich aber auf die fünfstündige Heimreise machen muss, erbarmt sich einer der Sanitäter, mir einen <strong>Last-Minute-Coronatest</strong> zu gestatten. Das Resultat ist negativ (puh), meine <strong>Stimmung nun aber definitiv positiv</strong>. Auf dem Camp erwartet mich die nächste Überraschung: Mein Zelt steht, meine Luftmatratze ist aufgepumpt und sogar meinen Schlafsack hat man fein säuberlich darauf ausgerollt. Ein kleines Tränchen rollt mir die linke Wange hinunter, während ich mich auf den Weg zu meinem ersten Konzert mache. &nbsp;</p>
<h3>Sie sind nicht tot zu kriegen</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_40274" aria-describedby="caption-attachment-40274" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40274 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/08-Dark_Fortress-029-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/08-Dark_Fortress-029-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/08-Dark_Fortress-029-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/08-Dark_Fortress-029-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/08-Dark_Fortress-029-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/08-Dark_Fortress-029.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-40274" class="wp-caption-text">Wuuuh! Wochenende!! (DARK FORTRESS.) (c) maddin.org &#8211; Martin Dannehl</figcaption></figure>
<p><em>Merlin:</em> Dem grandiosen und überhaupt nicht verplanten Aufschlagen von <em><strong>Mich</strong></em> folgt der Auftritt von einem <strong>Urgestein des deutschen Melodic-/ Progressive-Black-Metal</strong>. <strong>DARK FORTRESS</strong>! Ihr erstes Demo &#8222;The Rebirth of the Dark Age&#8220; erschien im Jahre 1996, seitdem hat die Band aus Landshut in Niederbayern acht Alben veröffentlicht, das neueste erst 2020. Sie sind also noch aktiv und haben neben Klassikern auch <strong>frisches Material</strong> mit zum <strong>RAGNARÖK</strong> gebracht! Was dabei natürlich nicht fehlen darf, ist ihr seit jeher gehegtes und gepflegtes, <strong>fein gezeichnetes Corpsepaint &#8211; quasi der &#8222;signature look&#8220;</strong> von <strong>DARK FORTRESS</strong>.</p>
<p>Musikalisch wandeln die Bleichgesichter auf den Spuren von <strong>SATYRICON</strong>, <strong>EMPEROR</strong> und <strong>MORBID ANGEL</strong>, gespickt mit ein bisschen <strong>OPETH</strong>. Das höre ich mir doch gerne an, vor allem live, wo die <strong>blast beats</strong> so richtig ballern. In der Menschenmenge <strong>vor der Bühne</strong> <strong>fliegen die Haare</strong> und es nicken die Köpfe. <strong>DARK FORTRESS </strong>sind roh und laut, aber eben auch melodisch unterwegs. Das macht ihren Auftritt zu einem energischen und gleichzeitig angenehmen Erlebnis. <strong>Ich schiele allerdings bereits zur linken Bühne</strong>, zu der es mich unaufhaltsam hinzieht, um bei der nächsten Band in vorderster Reihe stehen zu können. Na, wen möchte ich wohl auf keinen Fall verpassen?</p>
<h2><strong>Die Kirsche auf der Sahnetorte</strong></h2>
<p><strong>DARK TRANQUILLITY</strong> natürlich! Wie habe ich mich auf diesen Auftritt gefreut, wie habe ich darauf hingefiebert. Und das, obwohl ich auch <strong>DARK TRANQUILLITY</strong> schon mehrfach live gesehen habe (unter anderem auf dem <strong>RAGNARÖK 2018</strong>). Aber daher weiß ich auch, dass sie <strong>live einfach Stimmung machen</strong>, und wie! Natürlich kommt mir auch zugute, dass ich fast jeden Song kenne, den sie spielen. Gut, sie haben ein paar <strong>Klassiker</strong>, die halt irgendwie immer auf der Setlist stehen: <em>&#8222;Therein&#8220;</em>, <em>&#8222;Lost in Apathy&#8220;</em> und als letzten Song, wie könnte es anders sein, <em>&#8222;Misery&#8217;s Crown&#8220;</em>. Aber die <strong>Schweden</strong> geben auch einige Songs aus ihren letzten beiden Alben &#8222;Atoma&#8220; (2016) und &#8222;Moment&#8220; (2020) zum Besten. Die Auftritte von <strong>DARK TRANQUILLITY</strong> leben allerdings auch, das muss mal gesagt sein, von dem <strong>ausgelassenen Temperament der ganzen Band</strong>. Während der Bassist und die Gitarristen sich energische Duelle liefern, kommt Frontman und <strong>Sänger</strong> <strong>MIKAEL STANNE</strong> aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus. Dieser Typ hat eine Energie, das ist unfassbar.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_40128" aria-describedby="caption-attachment-40128" style="width: 159px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40128 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/20220422_210433-169x300.jpg" alt="" width="169" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/20220422_210433-169x300.jpg 169w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/20220422_210433-576x1024.jpg 576w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/20220422_210433-750x1333.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/20220422_210433.jpg 816w" sizes="auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-40128" class="wp-caption-text">Kenner erkennen ihn. DARK TRANQUILLITY in Szene gesetzt von Merlins Handykamera.</figcaption></figure>
<p><strong>Und die Energie färbt ab:</strong> Der junge Mann neben mir, groß und stämmig von Statur, <strong>lässt seine welligen Haare fliegen</strong> und wippt mit in einer derartigen Frequenz vor und zurück, dass er dem <strong>Moshpit</strong> hinter uns glatt den Rang abläuft. Apropos der Moshpit hinter uns&#8230; ich hatte vor lauter Corona <strong>schon ganz vergessen, wie es sich anfühlt, wenn einem regelmäßig und ungebremst Leute in den Rücken donnern</strong>. Da bleibt mir auch mal kurz die Luft weg. Aber das ist der Preis, den man zahlt, wenn man unbedingt vorne stehen möchte. Und irgendwie ist es ja auch schön, wenn <strong>der ganze Körper wieder erfüllt ist vom Festivalfeeling</strong> &#8211; inklusive Blessuren und platten Füßen.</p>
<p>Als sich das Konzert dem Ende neigt, hat sich der Pit dann auch etwas beruhigt und ich kann die neu gewonnene Freiheit meiner Lunge nutzen, um aus vollstem Herzen <em>&#8222;Misery&#8217;s Crown&#8220;</em> mitzugrölen. <strong>MIKAEL STANNE</strong>, der es sich ja bei keinem Live-Auftritt nehmen lässt, mit dem Publikum auf Tuchfühlung zu gehen, kommt auch dieses Mal <strong>zu uns auf die Absperrung geklettert</strong> und macht den letzten Song zu einer einzigen großen Party. Verdammt nochmal, was für ein geiles Konzert! Also ich bleibe dabei: <strong>DARK TRANQUILLITY live? Jederzeit und immer gerne wieder!</strong></p>
<h3>Rock&#8217;n&#8217;Roll und Blast Beats</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_40276" aria-describedby="caption-attachment-40276" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40276 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/10-Vreid-034-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/10-Vreid-034-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/10-Vreid-034-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/10-Vreid-034-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/10-Vreid-034.jpg 967w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-40276" class="wp-caption-text">VREID rühren selbst die härtesten Metaller zu Tränen. (c) maddin.org &#8211; Martin Dannehl</figcaption></figure>
<p><em>Mich:</em> Und gleich zum Einstieg stehe ich einer norwegischen Legende gegenüber: <strong>VREID</strong>! Diese Band ist sozusagen der Phönix, der sich aus den eisigen Aschen von <strong>WINDIR </strong>erhoben hat. Einer Band, ohne die es ein Festival wie dieses wahrscheinlich gar nicht gäbe. Während letztere<strong> zu den großen Ahnen des Pagan und Viking Metal</strong> gehörten, wurde mir aber zugeflüstert, ihre jetzige Reinkarnation wandere bisweilen in <strong>rockigeren Gefilden</strong> umher. Falsch ist das nicht – der ein oder andere Song des Abends lehnt sich mit mächtigen Gitarrensoli und stampfenden Beats stark in genannte Musikrichtung hinein, und auch das <strong>ROLLING-STONES</strong>-Cover <em>„Paint It Black“ </em>lässt keine Zweifel am gewollt erschaffenen Brückenschlag übrig. Doch aus den repetitiven Riffs, den schmerzerfüllten Schreien und den brechenden Blast Beats der meisten Eigenkompositionen sickert eine ebenso große Portion schwarzer Energie heraus und macht den alten Sagen alle Ehre. Als dann irgendwann mit <em>„The Spiritlord“</em> ein waschechtes <strong>WINDIR</strong>-Cover angestimmt wird, erkennt man schnell, wer nur deswegen hier ist. Es wehen die Mähnen im Publikum, und wenn ich mich nicht komplett versehe, glitzert zwischendurch sogar <strong>die eine oder andere Träne</strong> im kaltblauen Aufleuchten der Scheinwerfer. &nbsp;</p>
<p>Die Bass Drum ballert bei dem ganzen Erlebnis aber etwas zu sehr, so dass ich als eben erst Angekommener über Melodienspiel und Feinheiten in der Saitenführung nicht sonderlich viel zu berichten habe. Die generelle Atmosphäre aber ist da – und weiß auch mitzureißen, wer noch nicht im Voraus mit den Liedern bekannt war. &nbsp;</p>
<h2>Neue Vocals, neues Glück?</h2>
<p>Der Tag ist gekommen, an dem ich die finnischen Folkfreunde von <strong>ENSIFERUM</strong> zum ersten Mal mit ihrem neuen Clean-Sänger erleben darf! Und ich muss sagen, dass mir seine Stimme live ein gutes Stück weniger auf die Nerven geht als auf Platte. Obwohl ich eigentlich auch ein Freund von Power Metal bin und der Mann definitiv etwas auf dem Kasten hat, hat es bisher zwischen seinen Stimmbändern und meinem Trommelfell <strong>noch nicht wirklich klick</strong> gemacht. Höchstens gequietscht. Zumindest aber bei diesem Live-Auftritt sind seine Vocals nicht so sehr im Vordergrund, dass sie mich stören würden. Ich würde sogar behaupten, sie führen hier eine angenehme Symbiose mit dem generellen musikalischen Erzeugnissen der Band. &nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_40278" aria-describedby="caption-attachment-40278" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40278 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/11-Ensiferum-042-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/11-Ensiferum-042-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/11-Ensiferum-042-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/11-Ensiferum-042-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/11-Ensiferum-042.jpg 967w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-40278" class="wp-caption-text">Zwischen diesen beiden Bildern&#8230; (c) maddin.org &#8211; Martin Dannehl</figcaption></figure>
<p>Los geht’s mit zwei neuen Tracks, bevor sich quer durch die Discographie gedudelt wird. <em>„One More Magic Potion“</em>, <em>„Token Of Time“ </em>und <em>„In My Sword I Trust“</em> sind nur einige der erfreulichen Häppchen, die den Zuhörern heute kredenzt werden. Leider scheitert die musikalische Gourmetreise aber erstmal an einem ungenießbaren Soundgewand! In den ersten paar Minuten besitzt die Bass Drum so viel Durchschlag, dass kaum etwas anderes überhaupt noch im Inneren meines Schädels ankommt. <strong>Aber nicht mit mir, ich bin doch ein Profi!</strong> Ich verwende meine geheime Technik, die da lautet: Man bewege sich zum Mischpult, denn von da aus mischen die Mischer, also ist der Sound an der Stelle im Saal meistens gut gemischt. <strong>Und hey, es klappt!</strong> Einigermaßen. Die Drums sind (trotz besserem Soundpegel) auch hier so laut, dass es mir ohne Ohrenschutz die Hirnflüssigkeit aus den Gehörgängen pustet, während ich mit Ohrenschutz Schwierigkeiten habe, zwischen dumpfem Wummern überhaupt einen Ton von Gitarre oder Keyboard zu erhaschen. Ich verkehre also abwechselnd so lange ungeschützt mit der Musik, bis es anfängt wehzutun, und gebe mir dann zum Runterkommen wieder ein paar Minuten unverständliches Gewummer. <strong>Wie gesagt, ich bin ein Profi.</strong> (Aber mal ehrlich: Es ist nicht zu empfehlen. Macht das nicht zuhause nach.) &nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_40280" aria-describedby="caption-attachment-40280" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40280 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/11-Ensiferum-043-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/11-Ensiferum-043-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/11-Ensiferum-043-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/11-Ensiferum-043-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/11-Ensiferum-043.jpg 967w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-40280" class="wp-caption-text">&#8230;liegen keine 2 Sekunden. ENSIFERUM! (c) maddin.org &#8211; Martin Dannehl</figcaption></figure>
<p>Was ihr aber gerne zuhause nachmachen könnt, ist der <strong>riesige, nie enden wollende Moshpit</strong>, der da in der Mitte des Raumes so konstant am Steilgehen ist. Und ich meine richtig am Steilgehen. Scheinbar sind bei Weitem nicht alle im Raum so mimosenhaft unterwegs wie ich gerade: Die mal treibenden, mal fröhlichen Melodien und Beats lassen das feiernde Volk die Füße schwingen und die Beine benutzen, <strong>die Freunde schubsen und die Nachbarn durch die Gegend werfen</strong>. Das Konzert ist für viele hier eine einzige große Fete. Und für mich dann spätestens auch, als gegen Ende der Spielzeit <em>„Lai Lai Hei“</em> angestimmt wird. In dem Moment wird plötzlich mir klar, dass es doch sehr schön ist, <strong>ENSIFERUM </strong>mal wieder vor mir auf der Bühne zu haben.&nbsp;</p>
<h3>Der letzte macht das Licht aus?<em><br />
</em></h3>
<p><em>Merlin:</em> Sie sind die letzte Band des Abends und zugegebenermaßen ist nach bei mir nach der Eskalation bei <strong>ENSIFERUM</strong> die Luft auch raus. Aber <strong>GOD DETHRONED</strong> möchte ich dann doch nicht verpassen. Schließlich habe ich die <strong>Blackened-Death-Metaller</strong> aus den <strong>Niederlanden</strong> noch nie live gesehen. Da ich nichtsdestotrotz ziemlich alle bin, beschließe ich, mir ihren Auftritt von der Tribüne aus anzusehen. Es zeigt sich schnell: <strong>Trotz der späten Stunde haben die Jungs noch bock</strong>, aber so richtig! Der <strong>Sound ist so brachial, dass sogar die Tribüne vibriert</strong>, ja fast zu wackeln scheint. Das weiße Instrument des Bassisten leuchtet im Licht der sich überschlagenden Scheinwerfer, das große schwarze Kreuz darauf ein Manifest dagegen. Auf seiner Klamotte dreht sich das Farbschema um: Die Kutte schwarz wie Ebenholz, das Kreuz darauf weiß wie Schnee. <strong>Fehlt nur noch das Blut.</strong> Sänger und Bandgründer <b>HENRI SATTLER </b>derweil hat die beste Laune und <strong>befeuert die letzten Reserven</strong> im augenscheinlich ganz schön mitgenommenen Publikum. Vielleicht 100 Leute hören und schauen aktiv zu, <strong>der Rest hängt mehr oder weniger lebendig auf einer der Tribünenstufen oder schwankt orientierungslos durch die Halle</strong>. Die Kraft ist einfach raus für heute. Aber <strong>GOD DETHRONED&nbsp;</strong>ziehen durch und liefern dem <strong>RAGNARÖK</strong> eine energiegeladene und auch <strong>musikalisch gesehen absolut geile Show</strong> ab. Da kann man schonmal klatschen!</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_40282" aria-describedby="caption-attachment-40282" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40282 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/20220423_005533-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/20220423_005533-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/20220423_005533-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/20220423_005533-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/05/20220423_005533.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-40282" class="wp-caption-text">GOD DETHRONED. Die Qualität ihres Auftritts übertrifft die des Fotos um ganze Dimensionen.</figcaption></figure>
<p>So, jetzt bin ich aber auch feddich für heute. Nach so viel Input verspüre ich das dringende Bedürfnis nach Ruhe und Schlaf. Glücklicherweise kommen unsere Campnachbarn nicht auf die Idee, jetzt noch <strong>die Kassierer oder die Cantina Band</strong> aufzudrehen, und so umhüllt uns eine festivaluntypische, aber von mir gerade sehr geschätzte Stille. So können sich die Gehörgänge etwas entspannen, bevor es dann morgen weitergeht mit der akustischen Penetration. Gute Nacht, bis dahin!</p>
<h2><strong>Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich! </strong></h2>
<p>Wie der Samstag aussah, erfahrt ihr alsbald in unserem <strong>RAGNARÖK-Bericht Teil 2</strong>! Ein großer Dank geht aber bereits an dieser Stelle an Martin Dannehl, dessen fantastische Fotos diesen Bericht illustrieren. Hier geht&#8217;s zu seiner Seite: <a href="https://www.maddin.org/">https://www.maddin.org/</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ragnaroek-festival-2022-teil-1/">STÜRMISCHE ZEITEN &#8211; RAGNARÖK 2022 Teil 1</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>RAGNARÖK 2022 &#8211; ES WIRD EIN FEST!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Merlin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Apr 2022 16:21:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Endlich! Es ist wieder soweit! Nachdem das Ragnarök coronabedingt zwei Jahre pausieren musste, ist das Festival im oberfränkischen Lichtenfels nun zurück und präsentiert uns ein attraktives Line-Up von Pagan über Melo-Death bis Black-Metal. Wo wann wie? Die Konzerte finden am Freitag (22. ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ragnaroek-2022-es-wird-ein-fest/">RAGNARÖK 2022 &#8211; ES WIRD EIN FEST!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Endlich! Es ist wieder soweit! Nachdem das Ragnarök coronabedingt zwei Jahre pausieren musste, ist das Festival im oberfränkischen Lichtenfels nun zurück und präsentiert uns ein attraktives Line-Up von Pagan über Melo-Death bis Black-Metal.</p>
<h2>Wo wann wie?</h2>
<p>Die Konzerte finden am Freitag (22. April) und Samstag (23. April) statt, anreisen kann man aber bereits am Donnerstag, denn da winkt Abends auch noch eine Warm-Up-Party. Wenn ihr dagegen feststellt, dass euch eigentlich nur die Bands am Freitag ODER am Samstag interessieren, könnt ihr für den jeweiligen Tag auch einfach ein Tagesticket erwerben. Als Besucher hat man natürlich die Möglichkeit, mit Caravan oder Zelt anzureisen, wer aber definitiv nicht frieren möchte, der sollte sich ein Ticket (Kosten: 13,50 Euro) für die Schlafhalle vor Ort sichern. Achtung: Im Festivalticket ist der Zugang zum Campingplatz nicht inklusive, auch hier muss für 9 Euro ein extra Ticket dazugebucht werden.</p>
<h2>Und wer überhaupt?</h2>
<p>Aber die mitunter wichtigste Frage ist noch offen: Welche Bands spielen denn jetzt eigentlich auf dem Ragnarök 2022?! Fangen wir gleich mit den ganz großen Namen an: <strong>ENSIFERUM</strong> und <strong>ELUVEITIE</strong> geben jeweils den Headliner. Hammer! Und wem das noch nicht genug Folk und Pagan ist, der darf sich gerne auch bei <strong>SAOR</strong>, <strong>SKILTRON</strong> und <strong>MOONSORROW</strong> vor die Bühne stellen. Für die Black-Metal-Fans wird aber auch einiges geboten. So werden sich nämlich keine Geringeren als <strong>MAYHEM</strong>, <strong>DARK</strong> <strong>FORTRESS</strong> und <strong>GEHENNA</strong> die Ehre geben! Und wer es etwas weniger roh und dafür melodischer mag, für den stehen <strong>KARG</strong> und <strong>AFSKY</strong> in den Startlöchern. Apropos melodisch &#8211; es hat Tradition, dass auf dem Ragnarök zwischen den zahlreichen Pagan-, Folk- und Black-Vertretern auch immer eine Melodic-Death-Metal Band am Start ist. In diesem Fall sind das, ich könnte nicht glücklicher sein: <strong>DARK</strong> <strong>TRANQUILLITY</strong>! Auf den Auftritt der Schweden, die übrigens gerade mit <strong>ENSIFERUM</strong> auf Europatour sind, freue ich mich mit am meisten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-39855 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/ragnaroek-festival-2022-running-order-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/ragnaroek-festival-2022-running-order-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/ragnaroek-festival-2022-running-order-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/ragnaroek-festival-2022-running-order-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/ragnaroek-festival-2022-running-order-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/04/ragnaroek-festival-2022-running-order.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Neben den zahlreichen Konzerten wird es auf dem Festivalgelände außerdem einen Metal Markt mit diversen Verkaufsstände und natürlich einen Metausschank geben. Kurzum, das Ragnarök Festival verspricht eine einzige wikingerblutgetränkte, Odin geweihte Party zu werden! Aber einen Wermutstropfen gibt es dann doch: <strong>WOLFCHANT</strong> mussten ihren Auftritt aufgrund zeitlicher Komplikationen leider absagen. Vielleicht sind sie dafür ja nächstes Jahr dabei?</p>
<p>Freunde der Götter: Wenn ihr jetzt so richtig bock aufs Ragnarök bekommen habt, Obacht, heute könnt ihr noch Hardtickets bestellen! Ansonsten sind Online Tickets bis zum 20. April verfügbar und wenn das Festival dann noch nicht ausverkauft ist, gibt&#8217;s vor Ort auch noch Tickets an der Abendkasse. Also los, los, an die Karten! Packt eure Trinkhörner und Felle ein, wir sehen uns nächste Woche in Lichtenfels bei der furiosen Wiederauferstehung des Ragnarök!</p>
<p style="text-align: center;">Wann? 21.-23. April<br />
Wo? 96215 Lichtenfels<br />
Tickets?&nbsp;<a href="https://ragnaroek-festival.com/ragnaroek-tickets/hard-tickets/">https://ragnaroek-festival.com/ragnaroek-tickets/hard-tickets/</a></p>
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		<title>HARAKIRI FOR THE SKY &#8211; Gefangen in Gedanken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Merlin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Feb 2021 07:25:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Alcest]]></category>
		<category><![CDATA[austria]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
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		<category><![CDATA[österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Post Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Weltschmerz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>9 Jahre... Für Whiskey zu jung, für ein neues Album zu lang... oder?!<br />
HARAKIRI FOR THE SKY haben ihr fünftes Album rausgebracht, bei dem es im Vorfeld schon etwas Trouble mit den Features gab.</p>
<p>Wir haben reingehört und ... 9/10! Wie wo was?! Find's raus!</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> – &#8222;Mære&#8220;</h2>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong> 19.02.2020<br />
<strong>Länge:</strong> ca. 85min.<br />
<strong>Label:</strong> AOP Records<br />
<strong>Genre:</strong> Post Black-Metal</p>
<p style="text-align: center;"></div></div></div></p>
<p>Neun Jahre ist es mittlerweile her, dass <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> mit ihrem selbstbetitelten Album debütierten. Seitdem haben uns die Österreicher in regelmäßigen Abständen immer wieder mit neuem Material beglückt, und nun steht <strong>ihr bereits fünftes Werk</strong> in den Startlöchern: &#8222;Mære&#8220;.</p>
<p>Und das ist<strong> im wahrsten Sinne des Wortes ein Full-length Album</strong>. Knappe 85 Minuten beträgt die Spielzeit. Das ist ja schonmal eine Ansage. Ob <strong>HARAKIRI</strong> auch über so lange Zeit ihr gewohnt hohes Niveau halten können?</p>
<h2><strong><em>Cause the more I sleep, the less I dream</em></strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-37159 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/02/951068-300x229.jpg" alt="" width="300" height="229" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/02/951068-300x229.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/02/951068-1024x783.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/02/951068-750x574.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2021/02/951068.jpg 1050w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Eröffnet wird das Album mit dem Song <em>&#8222;I, Pallbearer&#8220;</em>. Mit 7 Minuten einer der kürzeren. Wer &#8222;Arson&#8220;, den Vorgänger von &#8222;Mære&#8220; kennt, weiß, dass dort mit<em> &#8222;Fire Walk With Me&#8220;</em> ein unfassbar starker opener vertreten war. Da kommt<em> &#8222;I, Pallbearer&#8220;</em> zwar nicht ran, aber trotzdem eröffnet er nach einem kurzen Intro den typischen <strong>HARAKIRI</strong> sound: <strong>Melancholisch und melodiestark</strong>, während der Text schmerzhafte Abgründe offenbart. Abgerundet wird der Song schließlich von einem <strong>ruhigen Klavier-Outro</strong>.</p>
<h2><strong><em>Sing for the damage we’ve done<br />
And the worse things yet to come</em></strong></h2>
<p>Der zweite Track <em>&#8222;Sing For The Damage We’ve Done&#8220;</em> fällt mir gleich beim ersten Hören auf. Nach einer sich immer weiter aufbauenden Gitarren-Einleitung legen plötzlich die Drums richtig los und die Kombination aus eingängiger Melodie und eindrücklichem Gesang entwickelt eine beinahe furchteinflößende Anziehungskraft. <strong>Man kann nicht mehr weghören.</strong> Und dann, nachdem die ersten 5 Minuten eh wie im Flug vergangen sind, setzt auch noch kein geringerer als <strong>Neige</strong> <strong>von ALCEST</strong> ein! Bei <em>&#8222;Sing For The Damage We’ve Done&#8220;</em> stimmt einfach alles. Definitiv auf der Favoriten-Liste ganz weit oben!</p>
<h2><strong><em>Carry me forever in your heart</em></strong></h2>
<p>Mit <em>&#8222;Us Against December Skies&#8220; </em>sind wir nun beim dritten Track, und auch dieser ist wieder ganz besonders gelungen. Hier möchte ich vor allem hervorheben, <strong>wie gut sich Text und Musik verblenden!</strong> Obwohl beides aus unterschiedlichen Federn stammt, wirkt es doch wie aus einem Guss. Der Song glänzt außerdem durch <strong>Sehnsuchtsmelodien</strong>. Folk-Ansätze, die an <strong>SKYFOREST </strong>oder gegen Ende an <strong>NIGHTWISHs</strong> &#8222;The Islander&#8220; erinnern, nehmen den Hörer mit auf <strong>eine Reise voll Fernweh und Weltschmerz</strong>.</p>
<p>Überhaupt könnte man zu jedem einzelnen Track auf &#8222;Mære&#8220; viel Positives sagen. Jeder hat seine eigenen einprägsamen Melodien und Rhythmen, <strong>die Songs funktionieren einzeln, aber ebenso so gut aneinandergereiht als ein großes Ganzes</strong>. Natürlich habe ich trotzdem meine Lieblinge. Auf <em>&#8222;Sing For The Damage We’ve Done&#8220;</em> und <em>&#8222;Us Against December Skies&#8220;</em> habe ich ja schon meine Lobeshymne gesungen, aber auch der siebte Track <em>&#8222;And Oceans Between Us&#8220;</em> soll an dieser Stelle unbedingt erwähnt sein – ein Song, der mich vom ersten Takt an mitgerissen und nicht mehr losgelassen hat. <strong>Achtung, Ohrwurm incoming!</strong></p>
<p><iframe loading="lazy" title="Harakiri For The Sky - Sing For The Damage We&#039;ve Done feat. Neige // Alcest" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/zuN_bewAxvI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Erwähnt seien außerdem das <strong>Feature</strong> der anonymen Stimme von <strong>GAEREA </strong>in <em>&#8222;Silver Needle // </em>Golden Dawn&#8220;, das schwermütige Gitarren-Intro in <em>&#8222;Time Is A Ghost&#8220;</em> und last but not least das in meinen Ohren großartige <strong>PLACEBO</strong>-cover <em>&#8222;Song To Say Goodbye&#8220;</em>. <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> haben sich mit ihren Alben stets weiterentwickelt. Der Sound wurde immer vielschichtiger, die Produktion klarer. &#8222;Mære&#8220; ist im Gegensatz zu früheren Alben <strong>eher harmonisch als beklemmend</strong>, nur die frustrierten Texte halten sich beständig.</p>
<p>Auch in der Ausführlichkeit ihrer Songs bleiben sich <strong>HARAKIRI</strong> treu, und hier schließt sich mein größter Kritikpunkt an: <strong>Das Album ist sehr, sehr lang.</strong> Und dabei wird es ja nicht mal in seinem Verlauf schwächer – bei keinem der zehn Tracks würde ich sagen, gerade der ist der &#8222;Track zu viel&#8220;. Im Gegenteil, jeder Song hat nach meinem Empfinden einen gerechtfertigten Platz auf dem Album. Aber sie alle in einem Stück zu genießen, das fordert doch sehr viel Zeit und Entspanntheit. <strong>Geduld ist hier die Tugend der Wahl.</strong></p>
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		<item>
		<title>KARG – Wenn Melancholie, dann richtig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Merlin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Feb 2020 06:27:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Athmospheric Post Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Harakiri for the Sky]]></category>
		<category><![CDATA[Karg]]></category>
		<category><![CDATA[Melancholie]]></category>
		<category><![CDATA[österreich]]></category>
		<category><![CDATA[österreichischer black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Post Rock]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Band KARG nimmt das Wort "Longplayer" noch ernst!<br />
Einigen bekannt durch Harakiri for the Sky - alle Anderen sollten sich diese Atmospheric BM-Band definitiv mal geben.</p>
<p>Wir empfehlen heute: kaltgepresste und in Musik gegossene Emotionen </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/karg-traktat/">KARG – Wenn Melancholie, dann richtig</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>KARG</strong> – &#8222;Traktat&#8220;</h2>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong> 7.02.2020<br />
<strong>Länge:</strong> ca. 76min.<br />
<strong>Label:</strong> AOP Records<br />
<strong>Genre:</strong> Atmospheric Black Metal/ Post Rock</p>
<p></div></div></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Über 70 Minuten Albumlänge</strong>. Das ist mal ne Ansage. Wenn auch in manchen Genres die 10-Minuten-Songs praktisch schon zum guten Ton gehören, so ist es doch eine Kunst für sich, dieselben auch dauerhaft spannend zu gestalten. Ein Spagat, der <strong>KARG</strong> in seinem neuen Album &#8222;Traktat&#8220; mehr als gut gelingt.</p>
<p>Wem der Name <strong>KARG</strong> nichts sagt: So heißt das Soloprojekt des Sängers von <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong>, auch bekannt unter seinem Pseudonym J.J. Wir haben es hier also mit <strong>österreichischem Black-Metal</strong> zu tun. Im Gegensatz zu <strong>HARAKIRI</strong>, die 2012 mit ihrem selbstbetitelten Album debütierten, erschien <strong>KARG</strong>s erstes full-length-Album &#8222;Von den Winden der Sehnsucht&#8220; bereits im Jahre 2008. Seitdem sind viele tolle Werke hinzugekommen, aber mit &#8222;Traktat&#8220; werden noch einmal neue <strong>Maßstäbe in Sachen Emotionen, Melancholie und Sehnsucht</strong> gesetzt.</p>
<h3>&#8222;<em>Irgendjemand wartet immer&#8220;</em>.</h3>
<p>Hätte ich einen Lieblingssongtitel, wäre es vermutlich dieser. Der erste Track des Albums überzeugt aber abgesehen vom Titel auch noch mit Inhalt. Neben eindrücklichem, emotionsgeladenem Gesang und schwermütigen Gitarrenklängen beinhaltet &#8222;<em>Irgendjemand wartet immer</em>&#8220; unter anderem auch ein <strong>Zitat aus einem meiner Lieblingsfilme</strong> – mal sehen, ob ihr es erratet!</p>
<p>Mein absoluter und beinahe unangefochtener Favorit auf dem Album ist aber der zweite Track, &#8222;<em>Jahr ohne Sommer&#8220;</em>. Ein Song, den man schwer in Worte fassen kann. Besonders das letzte Drittel ist in meinen Ohren einfach perfekt. Die Melodie ist sowieso ein unerschütterlicher Ohrwurm, aber vor allem erzeugt dieser Part eine <strong>Gänsehautstimmung</strong>, die intensiver kaum sein könnte.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Karg - Stolperkenotaphe feat. Klara // Firtan" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/lq4Rz72xjS0?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Und wenn diesem Wunderwerk doch ein anderer Song wenigstens ansatzweise gefährlich werden könnte, so wäre das &#8222;<em>Stolperkenotaphe&#8220;</em>. Er soll euch als Hörbeispiel dienen &#8211; wobei ihr natürlich auch herzlich eingeladen seid, euch einfach gleich das ganze Album zu Gemüte zu führen… Die <strong>Geige</strong> beschert diesem Song eine melodisch-melancholische Note, die beinahe als kitschig durchgehen könnte – so oder so, das Motiv bleibt genial.</p>
<h3>Kritik, irgendjemand?</h3>
<p>Ich würde einfach mal behaupten, objektiv gibt es an diesem Album absolut nichts zu meckern. Songwriting, Kreativität und Produktion sind auf einem unbestritten hohen Niveau. Man kommt nicht umhin, dieses Machwerk als <strong>bittersüßen Hörgenuss</strong> zu empfehlen.</p>
<p>Wenn ich dennoch etwas zu meckern habe, so ist das rein persönlicher Natur. Mit einem Track will ich nämlich auch nach mehrmaligem Hören nicht so richtig warm werden. Bezeichnender Weise trägt er den Namen &#8222;<em>Alaska&#8220;</em>… Ich weiß gar nicht so genau, woran es liegt. Vermutlich ist die Melodieführung in diesem Song ausnahmsweise mal einfach nicht meins. Das ändert aber nichts daran, dass ich den Rest des Albums für großartig befinde!</p>
<h3>Wer in Schwermut möchte schwelgen…</h3>
<p>…der möge dies mit &#8222;Traktat&#8220; nur zu gerne tun. Mit &#8222;<em>Abgrunddialektik&#8220;</em> und &#8222;<em>Grabcholerik&#8220;</em> seien noch zwei weitere Schmankerl des Albums genannt (unter anderem kommt hier auch wieder die Geige zum Einsatz). <strong>In Musik gegossene Gefühle </strong>nehmen den Hörer mit auf eine <strong>Reise voller Höhen und Tiefen</strong>. &#8222;Traktat&#8220; ist ein beständiger Fels inmitten strudelnder Gedankenströme.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/karg-traktat/">KARG – Wenn Melancholie, dann richtig</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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