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	<title>konzept Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
	<lastBuildDate>Wed, 09 Sep 2020 17:37:52 +0000</lastBuildDate>
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	<title>konzept Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<item>
		<title>MONTAÑA SAGRADA &#8211; THE LIVING GREEN</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raphael Lukas Genovese]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Sep 2020 05:28:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[chile]]></category>
		<category><![CDATA[konzept]]></category>
		<category><![CDATA[Montaña Sagrada]]></category>
		<category><![CDATA[Ramón Pasternak]]></category>
		<category><![CDATA[Rodrigo Morris]]></category>
		<category><![CDATA[Sluge]]></category>
		<category><![CDATA[Vincent Zbinden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Drei Chilenen ohne Kontrabass....</p>
<p>Sludge aus Südamerika heute bei uns, wütend und brachial geht es voran! Was wir noch dazu sagen, jetzt:</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/montana-sagrada-the-living-green/">MONTAÑA SAGRADA &#8211; THE LIVING GREEN</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3 style="text-align: center;"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"> MONTAÑA SAGRADA &#8211; &#8222;THE LIVING GREEN&#8220;</h3>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum: </strong>25. September 2020<br />
<strong>Länge:&nbsp;</strong>17:30<br />
<strong>Label:&nbsp;</strong>Eigenveröffentlichung<br />
<strong>Genre:</strong> Sludge </div></div></div></p>
<p><strong>MONTAÑA SAGRADA</strong>, auf deutsch &#8222;heiliger Berg&#8220; ist ein <a href="https://silence-magazin.de/tag/sludge"><strong>Sludge</strong></a> Trio aus dem Süden Chiles. Wer sich zunächst auf Anspielungen auf den <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/The_Holy_Mountain_(1973_film)">gleichnamigen Film</a> gefreut hat, liegt leider falsch. Und mit der <a href="https://montsagrada.bandcamp.com/">argentinischen Desert Rock Band mit gleichem Namen</a> haben die drei Chilenen nichts gemein. Vielmehr handelt es sich bei der 4-Track EP um eine Veröffentlichung, die historische sowie kontemporäre Sachverhalte thematisiert. Es geht um die Kolonisierung des lateinamerikanischen Kontinents sowie um <strong>bürokratische Mechanismen zur Machtvergrößerung</strong>, mit denen europäische und indigene Eliten gemeinsam am Untergang der Kultur gearbeitet haben. Wie die Natur (&#8222;The Living Green&#8220;) im Feuer der Machtgier zu einem riesigen Haufen wurde, wird hier eindrucksvoll mit wütend rasendem Sludge vertont. Geschmückt wird dieses Werk vom farbenfrohen Artwork des chilenischen Künstlers <strong><a href="http://www.inakimunozuniverso.com">Iñaki Muñoz</a></strong>.</p>
<p><iframe title="Montaña Sagrada - First Flame (Single)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/aDCBuTRvU1A?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>Aus Grün wird Asche</h3>
<p>Der Aufbau der EP gestaltet sich wie eine Geschichte, die vom <strong>Untergang eines Paradieses</strong> handelt. Anfangs steht das Feuer (<em>&#8222;First Flame&#8220;</em>), welches die satte Natur (&#8222;<em>The Living Green&#8220;</em>) gefährdet. Da das Inferno von den Mächtigen auf beiden Seiten immer weiter angefacht wird, werden die weniger privilegierten immer weiter verdrängt und ausgelöscht (<em>&#8222;Clearing&#8220;</em>). Schlussendlich ist nur noch <strong>verbrannte Erde</strong> und ein staubiges Land voller verlorener Träume übrig (<em>&#8222;Wall of Ashes&#8220;</em>). Mit dieser Geschichte erinnern die drei Musiker aus Chile nicht nur an die Historie ihrer eigenen Heimat, sondern schaffen auch eine Brücke zu Fragen der heutigen Zeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Aus Erfahrung extrem</h3>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-36098 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/09/Compo2B-300x180.png" alt="" width="300" height="180" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/09/Compo2B-300x180.png 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/09/Compo2B-1024x615.png 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/09/Compo2B-750x451.png 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/09/Compo2B.png 1450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Die drei Musiker von <strong>MONTAÑA SAGRADA&nbsp;</strong>sind zumindest in Chile alles andere als Unbekannte. denn sie blicken alle auf langjährige Erfahrung zurück. Vincent Zbinden spielte bereits bei <a href="https://entrospect.bandcamp.com/"><strong>ENTROSPECT</strong></a> sowie bei&nbsp;<a href="https://mourningsundoom.bandcamp.com/"><strong>MOURNING SUN</strong></a>. Ramón Pasternak hat sich bei den progressiven Death Metallern von&nbsp;<strong>ALL TOMORROWS</strong> bereits einen Namen gemacht und auch Rodrigo Morris war zuletzt apokalyptisch mit <a href="https://mardegrises.bandcamp.com/"><strong>MAR DE GRISES</strong></a> unterwegs.</p>
<p>Zusammen erzeugen sie ein wütendes und brachiales Klangbild, das keine Gefangenen macht. Die Lieder spielen sich zumeist im mittleren Tempo ab und reißen gelegentlich in doom-lastige Passagen oder auch schnelle Metal Attacken aus. Mit krachendem und gut abgemischten Sound haut das Trio gehörig auf den Putz. Darüberhinaus ist die Atmosphäre stets düster, brachial und aggressiv.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/montana-sagrada-the-living-green/">MONTAÑA SAGRADA &#8211; THE LIVING GREEN</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>DAMNATION DEFACED  &#8211; Alles außer irdisch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Steffi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Oct 2017 06:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Album Review]]></category>
		<category><![CDATA[Damnation defaced]]></category>
		<category><![CDATA[death metal]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[konzept]]></category>
		<category><![CDATA[Sci-fi]]></category>
		<category><![CDATA[science-fiction]]></category>
		<category><![CDATA[synthesizer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>DAMNATION DEFACED – Invader From Beyond Veröffentlichungsdatum: 06.10.2017 Dauer: ca. 41 min Label: Apostasy Records Genre: Death Metal Es gibt sie noch! Die Glücksgriffe. Nach der letzten musikalischen Gurke freue ich mich, euch endlich mal wieder ein Erste-Sahne-Stückchen des Todesmetalls vorstellen zu ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>DAMNATION DEFACED</strong> – Invader From Beyond<br />
Veröffentlichungsdatum: 06.10.2017<br />
Dauer: ca. 41 min<br />
Label: Apostasy Records<br />
Genre: Death Metal</p>
<p>Es gibt sie noch! Die <strong>Glücksgriffe</strong>. Nach der letzten musikalischen Gurke freue ich mich, euch endlich mal wieder ein <strong>Erste-Sahne-Stückchen</strong> des Todesmetalls vorstellen zu dürfen: &#8222;Invader From Beyond&#8220;, das kürzlich erschienene und frischeste Album der 5 Jungs von <strong>DAMNATION DEFACED</strong> aus Celle. Thematisch greift das gute Stück Motive auf, die die Band schon länger verfolgt. <strong>Science Fiction</strong>, hyperintelligente Spezies, fremde Sonnensysteme, es gibt nichts, was es nicht gibt. So drehen sich die Songs dieses Mal um eine hochentwickelte Spezies der <strong>&#8222;</strong><strong>Darnoc</strong><strong>&#8222;</strong>, die sich selbst auslöscht und auf der Suche nach einem möglichen Planeten für die Wiederbevölkerung ist. Dabei stoßen sie auf die minder entwickelte Spezies der <strong>&#8222;Odirf&#8220;</strong>, die die &#8222;Darnoc&#8220; folglich vergöttern. Hier wird auch schon der Bogen zum <strong>Coverartwork</strong> geschlagen, das an &#8222;Die Erschaffung Adams&#8220; von <strong>Michelangelo</strong> erinnert.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_22684" aria-describedby="caption-attachment-22684" style="width: 1014px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-22684 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/20819484_1859390897412263_6731628437630993133_o-1024x708.jpg" width="1024" height="708" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/20819484_1859390897412263_6731628437630993133_o-1024x708.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/20819484_1859390897412263_6731628437630993133_o-300x208.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/20819484_1859390897412263_6731628437630993133_o-750x519.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/20819484_1859390897412263_6731628437630993133_o-85x60.jpg 85w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/20819484_1859390897412263_6731628437630993133_o.jpg 1450w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-22684" class="wp-caption-text">Die Gesichter hinter DAMNATION DEFACED: Sänger Philipp Bischoff, Lutz Gudehus und Lutz Neeman an den Gitarren, Drummer Lucas Katzmann und Kim-Patrick Friedrichs am Bass.</figcaption></figure>
<p><!-- x-tinymce/html --></p>
<p>Zunächst war ich skeptisch, da Sci-Fi-inspirierte Projekte häufig geprägt sind durch massive elektronische Flächen und penetrante <strong>Synthielemente</strong>. Diese künstliche Dudelei verdirbt mir leider häufig den musikalischen Genuss – nicht so bei &#8222;Invader From Beyond&#8220;! Wird gleichsam die Zusammenarbeit mit <strong>David Hambach</strong> (<strong>EPITOME</strong>, <strong>TACHION</strong>) betont, der zum Album die für einen gewissen Wiedererkennungswert sorgenden elektronischen Parts beisteuerte, glänzt das Album doch mit einer bedingungslosen Härte, die sich einfach nicht wegdudeln lässt. Neugierig? Ich habe das Album mal für euch auseinandergenommen.</p>
<h4>BITTE LASS ES KEIN REINFALL SEIN &#8230;</h4>
<p>Das Album stimmt den Hörer ein mit sanften, <strong>extraterrestrisch</strong> anmutenden Rhythmen, bevor er von fixen Drums und Sänger <strong>Phillipp</strong> wachgerüttelt wird. Dessen Stimme führt mit gleichbleibender Brutalität durch das gesamte Album. <span style="color: #993300;"><em>&#8222;Godess of Machines&#8220;</em></span> hält schon alles parat, was sinngebend für das gesamte restliche Album werden soll: krasse Rhythmuswechsel, finstere Melodiepassagen und schlicht und ergreifend groovigen Deathmetal. Nicht zu systematisch, nicht zu melodisch. Auch der namensgebende nächste Track <em><span style="color: #993300;">&#8222;Invader From Beyond&#8220;</span></em> zeigt, wie gelungen das Konzept der Band ist. Zwischen brachiales Gedresche mischen sich Synthieflächen, die den Songs die nötige Tiefe geben und <strong>Wiedererkennungswert</strong> schaffen. Wenn es auch nur selten Synthie-lose Songparts gibt, sind die elektronischen Elemente nie so penetrant angeordnet, dass es das Klangerlebnis negativ beeinflussen könnte.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/yfkptXP-sxM?feature=oembed" frameborder="0" gesture="media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Mit <span style="color: #993300;"><em>&#8222;Mark Of Cain&#8220;</em></span> folgt dann ein eher „<strong>harmloseres</strong>“ Werk – wenn man das denn überhaupt so nennen kann. Professionelle Rhythmuswechsel von talentierten Musikern bestimmen den Gesamteindruck. Den Höhepunkt bildet dann ein außergewöhnlich melodisches Gitarrensolo, ohne den sehr technischen Eindruck des Albums zu stören. Auch <span style="color: #993300;"><em>&#8222;The Observer&#8220;</em></span> profitiert von der instrumentalen Versiertheit der Musiker. Dieses Mal eher <strong>groovig-doomig</strong>, bildet er die eher ruhiger gestaltete Vorhut für das, was da noch kommen mag. Sonst gibt es keine weiteren Überraschungen.</p>
<p>The <em><span style="color: #993300;">&#8222;Key To Your Voice&#8220;</span></em> startet direkt mit dominanten <strong>Synthiepattern</strong>, insgesamt verhält sich der Song eher weniger finster und böse, dafür lässt das Tempo, gepaart mit fetten Blastbeats, dem Zuhörer an vielen Stellen kaum die Luft zum Atmen. Dafür sorgt dann ein kurzer, <strong>atmosphärischer</strong> Track, der das Gefühl des Fremden und Unbekannten beim Zuhörer auffrischt – eine schöne Verbindung des <strong>Albumkonzepts</strong> mit den grundsätzlich eigenständigen Songs des Albums.</p>
<h4>DIE MISCHUNG MACHTS</h4>
<p>Im nächsten Song bricht dann leider kurz hervor, was ich zu Anfang befürchtete. Ein, zwei <strong>Prisen</strong> zu viele Synthieflächen, auch wenn die Melodieführung im Refrain nicht schlecht ist. Schade. Glücklicherweise reißt mich <em><span style="color: #993300;">&#8222;Back From Apathy&#8220;</span></em> schnell aus derselben. Mit trabenden Drums, gelungenen Rhythmuswechseln und griffigen Songparts treibt mich der Song zu einer krassen spontanen <strong>Nickattacke</strong> – mein persönlicher Höhepunkt des Albums. Keine weiteren Überraschungen, einfach ein gelungener Song mit allen Stärken, die die Band im Laufe des Albums vorweisen konnte. <strong>Klasse</strong>.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_22696" aria-describedby="caption-attachment-22696" style="width: 1014px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-22696" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/22339104_1928308590520493_6859491180765266537_o-1024x576.jpg" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/22339104_1928308590520493_6859491180765266537_o-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/22339104_1928308590520493_6859491180765266537_o-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/22339104_1928308590520493_6859491180765266537_o-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/22339104_1928308590520493_6859491180765266537_o.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-22696" class="wp-caption-text">Wer die Jungs live erleben will, hat derzeit die Chance auf der &#8222;Invader From Beyond&#8220;-Album Release Tour.</figcaption></figure>
<p>Mit<em><span style="color: #993300;"> &#8222;The Creators Fall&#8220;</span></em>&nbsp;wird der Sound dann doch noch einmal ernster. Der sehr melodische Refrain mit <strong>Gangshouts</strong> verleiht dem Song einen <strong>episch</strong> anmutenden Charakter, gleichzeitig mischen sich Breakdowns und sanfte Blastbeat-Attacken unter das Spiel. Alles hat Hand und Fuß – ledig der Schlusstrack <span style="color: #993300;"><em>&#8222;Embraced By Infinity&#8220;</em></span> lässt mich mit ein paar <strong>Fragezeichen</strong> zurück. Der groovige Song ist geprägt von Elektronik, Cleangitarren und „Cleangesang“ im Refrain, was zunächst (und auch bei wiederholtem Durchhören) <strong>irritiert</strong> und mich nicht gerade in stürmische Begeisterung versetzt. In Verbindung mit den an vielen Stellen übermäßig dominierenden Melodien wirkt das Ganze etwas <strong>Core-lastig</strong>. Ein schräger und eher mäßiger Abschluss für ein so starkes Album, aber verzeihbar. Schließlich hat die Band für mich insgesamt einen derben Brocken abgeliefert, der an vielen Stellen ebenso überrascht wie überzeugt.</p>
<p><strong>DAMNATION DEFACED</strong> auf <a href="https://www.facebook.com/damnationdefaced">Facebook</a> und im <a href="http://damnationdefaced.com/">Web</a></p>
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		<title>Ahnunglos trotz reicher Erfahrungen &#8211; EDEN WEINT IM GRAB</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Jun 2017 08:33:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Stoner]]></category>
		<category><![CDATA[Eden]]></category>
		<category><![CDATA[gothic]]></category>
		<category><![CDATA[Gothic Metal]]></category>
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		<category><![CDATA[Na(c)htodreise]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>EDEN WEINT IM GRAB &#8211; Na(c)htodreise Veröffentlichungsdatum: 31.03.2017 Dauer: 69:50 Min. Label: Winter Solitude Productions Lustig frustig tanzt der Bär in der Manege. Heiter die Band, entzückt das Publikum. Aber wie geht es dem Bär? Würde er &#8222;Na(c)htodreise&#8220; hören, in seinem zwanghaften ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ahnunglos-trotz-reicher-erfahrungen-eden-weint-im-grab/">Ahnunglos trotz reicher Erfahrungen &#8211; EDEN WEINT IM GRAB</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>EDEN WEINT IM GRAB</strong> &#8211; Na(c)htodreise<br />
Veröffentlichungsdatum: 31.03.2017<br />
Dauer: 69:50 Min.<br />
Label: Winter Solitude Productions</p>
<p><span id="more-18436"></span></p>
<p>Lustig frustig tanzt der Bär in der Manege. Heiter die Band, entzückt das Publikum. Aber wie geht es dem Bär? Würde er &#8222;Na(c)htodreise&#8220; hören, in seinem zwanghaften Trott? <strong>EDEN WEINT IM GRAB</strong> haben ein Album veröffentlicht, und präsentieren darauf einen dunkel traurigen Mix aus Gothic und Metal. Passt ja, das <strong>WGT</strong> war ja gerade.</p>
<p><em>&#8222;Traum Tod&#8220;</em> eröffnet ein stark konzeptuelles Album, und streichelt einem melodisch-melancholisch die geschundene Seele. Nicht sehr aufregend, partiell nicht klar verständlich (trotz deutschem Text), aber schön, um sich berieseln zu lassen. Ich kenne da spannendere Bands. Aber es war ja auch erst der erste Track.</p>
<p><em>&#8222;Bon Voyage (Ein sonderbares Begräbnis)&#8220;</em> ist dann näher am Grab. Dunkle Friedhofsromantik, gepaart mit den typischen Wortklauseln der dunklen Szene. Zugegeben, ich bin selbst nicht so nah dran an solcher Musik. Ist das Kunst? Meinen die das ernst? Wie kann einem eine Beerdigung so wenig egal und somit eine eigene Kunstform sein? Na gut. Man kann scheinbar ganze Alben dazu schreiben. <em>&#8222;Gute Reise, kehr bald wieder&#8220;</em> singen sie. Welche Religion steht hier im Hintergrund? Naja &#8230;</p>
<p>Der nächste Song wird wirklich mit <em>&#8222;Die astrale Wildnis&#8220;</em> betitelt. Ohje &#8230; Friseursalons haben ja das Problem, die schlimmsten Aufmacher zu haben, unterliegen sie doch scheinbar dem Zwang, kecke Namen für ihren Shop zu erfinden. Ähnlich scheint es hier mit den Songtiteln zu sein. Wenigstens wartet der Song musikalisch mit interessanten Hooks im Klavier auf. Ansonsten reiht sich der Song mit seinem steampunkigen Flair aber eher unspektakulär ins Portfolio ein.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/zbnCpPa8xF0?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Die Titel bleiben weiterhin ähnlich (<em>&#8222;Der Jenseitstroll&#8220;</em>, <em>&#8222;Das Höllentor&#8220;</em>, <em>&#8222;Der Exitus der Schlangen&#8220;</em> u.ä.), die Musik auch. Man merkt dennoch, dass dem Ganzen eine Geschichte zugrunde liegt. Das Thema ist, wie oft, recht eng gehalten. Anleihen aus kirchlichen Gebräuchen und Vokabular plus ein überlehnen in leicht obszöne, provokative Bilder und Geschichten. Ich kann verstehen, dass so eine Mischung ihren Reiz hat. Mich erreicht er nicht, aber das muss er ja auch nicht. Es scheint, bei allem, irgendwie immer so austauschbar und bereits bekannt.</p>
<p>Der vermeintliche Protagonist der Geschichte hat derweil eine Wüstenstadt durchquert, <em>&#8222;In der Toten-Taverne&#8220;</em> getrunken und getanzt (ja, der Rhythmus war hier wirklich mehr tanzbar denn schlurfend schleppend), und ist <em>&#8222;Sternenmenschen&#8220;</em> begegnet. Ein weiter Weg, den er da hinter sich hat. Von der Hölle durch die Wüste ins All. Mit Alkohol im Blut. Gratuliere. Ein Ethnologe also&#8230; Am Ende, vor dem <em>&#8222;Epilog&#8220;</em>, die Erkenntnis: trotz vielen Erlebnissen weiß man am Ende doch oft nichts. <em>&#8222;Das große Mysterium&#8220;</em> steht am Ende einer fantastischen Traumreise.</p>
<h4>Fazit</h4>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-18444 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Eden_Weint_Im_Grab4_Credit_Yvonne_Brasseur-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Eden_Weint_Im_Grab4_Credit_Yvonne_Brasseur-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Eden_Weint_Im_Grab4_Credit_Yvonne_Brasseur-1024x681.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Eden_Weint_Im_Grab4_Credit_Yvonne_Brasseur-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/Eden_Weint_Im_Grab4_Credit_Yvonne_Brasseur-750x499.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Ok, was machen wir jetzt daraus? Dieses Album und diese Band gehören natürlich zu einem ganz eigenen Kosmos. Manchmal scheinbar etwas unmotiviert und antriebslos, dafür verträumt und irgendwo anders. Mir würden solche Geschichten nicht einfallen. Ich wüsste auch nicht, in was für einem Kontext oder in welcher Stimmung ich dieses Album im Alltag hören würde. Wahrscheinlich muss man einfach anders drauf sein, um sein Gefühlschaos mit solch einer Musik bewältigen zu wollen. Zumindest funktioniert das Album so, wie es ist. Die Stilelemente liegen meist recht nah beieinander, das Thema ist auch relativ fest, wird aber schön ausgeschmückt. Daher, von meiner Seite: bitte, es ist in Ordnung, so was zu mögen und zu hören. Man sollte sich nur überlegen, ob einem das reicht.</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/edenweintimgrab/">Facebook</a></p>
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<p><a href="https://eden-weint-im-grab.bandcamp.com/">Bandcamp</a></p>
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		<title>NEMESIS SOPOR im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Mar 2017 06:31:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[concept]]></category>
		<category><![CDATA[Cover]]></category>
		<category><![CDATA[geisterasche]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[konzept]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachdem ich vor Kurzem das äußerst ambitionierte Drittwerk „MMXL“ der Dresdner Black Metaller NEMESIS SOPOR rezensierte, nutze ich Anfang März die Chance, in einem Gespräch mit Drummer und Songwriter F.K. und Gitarrist A.B. intensiver auf das interessante Konzept des Albums und einige ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich vor Kurzem das äußerst ambitionierte Drittwerk <a href="https://silence-magazin.de/zukunft-im-hier-und-jetzt-nemesis-sopor/">„MMXL“</a> der Dresdner Black Metaller <strong>NEMESIS SOPOR</strong> rezensierte, nutze ich Anfang März die Chance, in einem Gespräch mit Drummer und Songwriter <strong>F.K.</strong> und Gitarrist <strong>A.B.</strong> intensiver auf das interessante Konzept des Albums und einige weiterführende Themen einzugehen. Aufgrund der &#8222;etwas&#8220; ausgearteten Länge des Interviews, präsentiere ich euch im Folgenden die wichtigsten Ausschnitte aus diesem sehr interessanten Gespräch.</p>
<h2>Zum Glück in die Zukunft</h2>
<h4><em>SILENCE-MAGAZIN</em> (im Folgenden abgekürzt mit <em>S.-M.</em> ): Zuallererst Glückwunsch zur Veröffentlichung! Ich hoffe das Album bekam bisher Einiges an Aufmerksamkeit. Wie schaut das bisherige Feedback aus, das ihr bekommen habt?</h4>
<p><strong>F.K.:</strong> Danke erstmal! Am Anfang dauerte es ein wenig, bis Reviews ins Haus kamen. In den letzten Tagen kamen jedoch einige, vor allem aus dem deutschsprachigen Raum. Diese waren durchgehend positiv, da können wir uns nicht beschweren. Ich fände es gut, wenn noch ein paar internationale Besprechungen nachkommen würden.</p>
<p><strong>A.B.:</strong> Das Pressefeedback wird sich höchstwahrscheinlich eher auf nationaler Ebene bewegen.</p>
<p><strong>F.K.:</strong> Mit dem was aber bisher reinkam, sind wir definitiv zufrieden.</p>
<p><strong>A.B.:</strong> Ich finde die Hauptsache ist jedoch, dass man selbst mit dem zufrieden ist was man geschaffen hat. Wenn es zusätzlich anderen Leuten gefällt, ist das eine schöne Sache.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><em>S.-M.</em>: Also seid ihr mit dem Endprodukt des Albums insgesamt glücklich?</h4>
<p><strong>F.K.:</strong> Eigentlich schon. Wir haben uns mit den Aufnahmen, dem Songwriting und auch der letztendlichen Veröffentlichung die Zeit genommen, die wir brauchten. Deshalb sind es auch schon wieder 3 Jahre seit dem letzten Album. Ich persönlich bin sehr zufrieden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><em>S.-M.</em>: Könnt ihr unseren Lesern einen kurzen Abriss zur Bandhistorie geben und euch kurz vorstellen?</h4>
<p><strong>F.K.:</strong> 2008 habe ich gemeinsam mit unserem Bassisten <strong>F.N.</strong> die Band gegründet. Wir wussten, dass wir Black Metal spielen wollten. Mehr war uns zum damaligen Zeitpunkt jedoch noch nicht klar. Wir versuchten dann ein erstes vollständiges Line-Up auf die Beine zu stellen und fanden<strong> A.R.</strong> an der Gitarre und <strong>M.S.</strong> am Gesang.  Eine ganze Weile haben wir dann zunächst versucht unseren Weg zu finden und ausprobiert, wie wir am besten funktionieren &#8211; auch in Sachen Songwriting und Aufgabenverteilung. 2010 stieß noch<strong> A.B.</strong> zu uns, nachdem wir ihn auf einem Konzert von <strong>VERDUNKELN</strong> in Leipzig kennenlernten und relativ spontan fragten ob er mitmachen wolle.</p>
<p>2011 kam dann über &#8222;Der neue Weg Productions&#8220; unser Debütalbum &#8222;Wurzelloser Geist&#8220; heraus. Damals war es ein starkes Gefühl, alles selbst gemacht zu haben. Die Aufnahmen verliefen auch reibungslos. Ich hätte es mir nicht so leicht vorgestellt die ersten Schritte zu machen. Das Album war auch relativ schnell beim Label ausverkauft. Von Gitarrist<strong> A.R.</strong> trennten wir uns jedoch relativ bald nach dem Albumrelease wieder. Den Posten übernahm kurz danach<strong> R.S.</strong>, welcher uns sowohl musikalisch als auch zwischenmenschlich seitdem sehr bereichert. Danach realisierten wir 2013 eine Split mit<strong> DRENGSKAPUR</strong>, welche wir bei einem Gig kennenlernten und zu denen schnell eine freundschaftliche Verbindung entstand.</p>
<p><strong>A.B.:</strong> Bei dem ein oder anderen Bier hatten wir uns wohl in überschwänglicher Laune dazu entschieden, dieses Projekt umzusetzen. (Gelächter) Wir wollten die Songs vom ersten Album, die uns als die stärksten erschienen, nochmal etwas besser und druckvoller auf CD bannen. Dazu gab es mit <em>&#8222;Der blinde Wanderer&#8220;</em> noch einen exklusiven Song, der uns sehr am Herzen lag.</p>
<p><strong>F.K.:</strong> 2014 erschien mit &#8222;Glas&#8220; unser zweites Album. In dieser Zeit zeichnete sich ab, dass Sänger<strong> M.S.</strong> aussteigen wollte. Nach einem abschließenden Konzert bei der zweiten Auflage der Herbstnacht in Dresden im Jahr 2015, verließ er die Band schlussendlich. Den Gesang übernimmt seitdem Gitarrist<strong> R.S.</strong> und wir sind sehr zufrieden mit seiner Leistung und empfinden das Bandgefüge in der momentanen Viererbesetzung als sehr angenehm und produktiv.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><em>S.-M.</em>: Wie kam es dazu, dass ihr beim Geisterasche Label gelandet seid? Ich erinnere mich daran, dass ihr bisher eher eine DIY-Attitüde an den Tag gelegt habt.</h4>
<p><strong>F.K.:</strong> Nachdem wir bei unserem Zweitwerk &#8222;Glas&#8220; alles selbst gemacht hatten, dachte ich, dass wir auch dieses Mal allein sehr gut klarkommen würden und gewisse Arbeitsprozesse weiterhin optimiert werden könnten. Wir wurden dann jedoch direkt vom Label Geisterasche angefragt ob wir nicht gewillt wären zukünftig auf dem Label zu veröffentlichen. Diese Initiative gefiel uns sehr. Als &#8222;MMXL&#8220; dann konkrete Formen annahm, merkten wir, dass unsere Vorstellungen von der Produktion und der Aufmachung allein finanziell nur schwierig umzusetzen waren. Zusätzlich war die Promotion ein Faktor, welcher von einem Label wohl besser umgesetzt werden konnte als von uns allein als relativ unbekannte Band. Bei &#8222;Glas&#8220; unterschätzen wir den Wert von Werbung, da wir zwar nicht mit der Vorstellung rangehen großartig Geld damit zu verdienen, aber dennoch möchten, dass dem Album auch angemessene Aufmerksamkeit zuteil wird und wir die Produktionskosten zumindest gern wieder einspielen würden. Deshalb war es schön zu wissen, dass wir mit Geisterasche einen Partner gefunden hatten, der uns dabei ordentlich unter die Arme greift und diese Faktoren betreffend ein gutes Konzept hat.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><em>S.-M.</em>: Wie verliefen die Aufnahmen? F.K., du hast ja selbst mit Tiefenlaut Audio ein kleines Tonstudio – konntet ihr eure Vorstellungen sowohl im songwriterischen als auch soundtechnischen Sinne umsetzen?</h4>
<p><strong>F.K.:</strong> Die Recordings verliefen, dadurch das wir mittlerweile sowohl als Musiker als auch ich als Produzent erfahrener sind, zufriedenstellend und wesentlich schneller als in der Vergangenheit. Durch das kontinuierliche Ausarbeiten der Songs über einen längeren Zeitraum waren wir sehr gut eingespielt und konnten schnell die vielen verschiedenen Spuren aufnehmen. Bei den Gitarren dauerte es ein wenig länger, da wir relativ perfektionistisch an die Sache rangegangen sind und häufig den Eindruck hatten, dass wir diese oder jene Stelle nochmals und nochmals aufnehmen sollten, sodass das Endprodukt wirklich vollends unseren Vorstellungen entsprach.</p>
<p><strong>A.B.:</strong> Man weiß auch mittlerweile besser, wo gewisse Schwierigkeiten liegen könnten und bereitet sich dementsprechend noch besser darauf vor.</p>
<p><strong>F.K.:</strong> Mit dem Sound sind wir auch sehr zufrieden, da sich der Mix über einen langen Zeitraum entwickelt hat und wir uns die verschiedenen Aufnahmen immer wieder hin und her geschickt haben, um diese abzugleichen. Ich habe mir auch bewusst gewisse Pausen genommen, in denen ich das Material überhaupt nicht hörte, da man sich sonst irgendwann darin verliert und nur noch schwerer beurteilen kann, was jetzt stimmig ist oder eben nicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
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<h2></h2>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Zwischen Kunst und Wissenschaft</h2>
<h4><em>S.-M.</em>: Kommen wir zum überaus interessanten wie auch fordernden inhaltlichen Konzept. Ich muss gestehen, das ich mir daran ein wenig die Zähne ausbeiße. Das Konzept der künstlichen Superintelligenz ist ja zum Einen große Science-Fiction und wird zum anderen mit immer schnelleren Schritten Realität. Wie kamt ihr darauf?</h4>
<p><strong>F.K.:</strong> Ein Bekannter schickte mir einen wissenschaftlichen Artikel zu dem Thema. Da mir die Thematik selbst noch nicht so bewusst war, war ich vom Inhalt sehr überrascht. Speziell der Fakt, dass der Zeitpunkt, an dem diese künstliche Superintelligenz technologisch erreicht sein wird, gar nicht mehr so weit in der Zukunft liegt. Hinzu kommt, dass die Prognosen von Experten meist nur in Richtung zweier extrem entgegengesetzer Vorstellungen gehen. Zum einen ein paradiesischer Zustand im Einklang mit der künstlichen Intelligenz und zum anderen die komplette Vernichtung der Zivilisation. Das war für mich wie ein Funke, der sich entzündete und meine Kreativität anregte. Das Konzept für die Platte plante ich dann relativ schnell durch, um zu wissen was in den jeweiligen Liedern passieren soll und wie diese zu klingen hätten. Davor stand bis zu dem Zeitpunkt nur der Opener <em>&#8222;Untertan&#8220;</em> in einer rein instrumentalen Version.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><em>S.-M.</em>: Welchen Anspruch hattest du daran dieses Konzept lyrisch umzusetzen? Ging es um eine weitläufige und umfassende Betrachtung dieser Thematik oder eher um eine dramatische und poetische Interpretation?</h4>
<p><strong>F.K.:</strong> Natürlich kann man das Thema im Rahmen eines Albums nur schwer umfassend darstellen. Dazu ist die Thematik einfach zu komplex. Wichtig war mir, dass die künstlerische Beschäftigung dem Hörer Denkanstöße in verschiedene Richtungen geben kann. Der künstlerische Anspruch war, den Grundgedanken des Liedes im konzeptionellen Rahmen dann durch das Wort und die Musik für uns stilistisch passend zu verpacken. Wir sind numal in der Band alle studiert und da ist dies ja ein passendes Thema für eine &#8222;studierte&#8220; Band. (Gelächter in der Runde)</p>
<p><strong>A.B.:</strong> Nichtsdestotrotz eine Frage, die sich viele Leute schon seit langer Zeit stellen. Diese Vision ist ja keine neue und in der Populärkultur verankert. Egal ob in &#8222;Terminator&#8220; oder Romanen von <strong>H.G. Wells</strong>, es wird immer wieder die Gefahr/potenzielle Angst durch die Technologisierung angesprochen. Eine Gefahr, die die Menschen umtreibt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong><em>S.-M.</em>:</strong> Der Gedanke, der mir gerade kam: Man hat in der Musik oder in der Kunst im Allgemeinen eine gute Möglichkeit, eine Thematik mehr auf die Gefühlsebene zu bringen. Speziell durch düstere, harsche Musik kann hierbei ein Gefühl der Machtlosigkeit und Verzweiflung erzeugt werden.</h4>
<p><strong>F.K.:</strong> Genauso nimmt es wahrscheinlich fast jeder wahr. Es hat bei mir, als ich den Artikel las und mich mit der Thematik beschäftigte, etwas ausgelöst und vielleicht gewisse Urängste geweckt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><em>S.-M.</em>: Steht für euch der Inhalt der Texte selbstredend oder verbirgt sich dahinter eine Aussage/Meinung was die Menschheit im Kontext dieser Thematik erwartet?</h4>
<p><strong>A.B.:</strong> Das Warnen überlassen wir den Experten, die sich intensiv damit beschäftigen. Es ist denk ich einfach ein interessantes Konzept, welches gut mit dieser Art von Musik harmoniert.</p>
<p><strong>F.K.:</strong> Man erkennt auf dem Album sehr gut, wenn man sich <em>&#8222;Herrscher&#8220;</em> und<em> &#8222;Despot&#8220;</em> anhört, sehr gegensätzliche Ansichten zu einem Aspekt, die dadurch unterschiedliche Schlüsse zulassen. Zwei Bezeichnungen und Sichtweisen für eine Machtposition.</p>
<p>In einigen Reviews lasen wir, dass das Album insgesamt auf die Rezensenten sehr düster wirkt. Den Eindruck haben wir gar nicht und erkennen so einige &#8222;helle&#8220; Punkte sowohl im musikalischen wie auch im textlichen Bereich. Der Mensch ist die Ausgangsfigur und alles was sich anschließt sind Visionen, Utopien und reine Prognosen. <em>&#8222;Untertan&#8220;</em> könnte somit auch bedeuten, dass der Mensch nicht die Krone der Schöpfung ist, sondern nur eine notwendige Zwischenstufe um eine höhere Intelligenz zu ermöglichen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/Vd2_HGsde6E?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Rostrot</h2>
<h4><em>S.-M.</em>: Ich finde das Cover- und Albumartwork sehr stimmig. Zum Cover selbst habe ich zwei Interpretationen. Zum einen, die einer nur schwer erkennbaren Gestalt, welche in einem Sog aus Materie verschlungen wird und zum anderen Bezug nehmend auf das letzte Stück der Platte <em>&#8222;Zeit der Sterne&#8220;</em>, dass diese Figur die Menschheit darstellt, die durch immer weiter voranschreitende Digitalisierung und Technologisierung langsam zu einer gleichförmigen Masse wird, was schlussendlich zum Verlust der eigenen Identität führt. Was war eure Intention mit dem Artwork und wie genau entspricht das finale Artwork von Cadaversky euren Vorstellungen?</h4>
<p><strong>A.B.:</strong> Für die Interpretation müsstest du dich an den Künstler (<strong>Cadaversky</strong>) selbst wenden.</p>
<p><strong>F.K.:</strong> Ich habe dem Künstler gewisse Vorgaben gemacht und ihm das Konzept erläutert, ihn jedoch gebeten ein Cover zu gestalten, das sehr verschieden auslegbar sein soll. So kann man, wie es eben jene unterschiedlichen Pole in den Prognosen gibt, sowohl positive als auch negative Dinge in die Gestaltung interpretieren.</p>
<p><strong>A.B.:</strong> Auf mich wirkt es mechanisch. Wie verrottende Metallstrukturen und viel Rost.</p>
<p><strong>F.K.:</strong> Der Künstler hat bis auf das Promofoto auch die anderen Elemente des Layouts gestaltet und wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis. <strong>Maks Pallas</strong>, der die Fotos von uns geschossen hat, hat zudem auch sehr gute Arbeit abgeliefert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><em>S.-M.</em>: Ich empfinde eure Texte als sehr bildhaft und dennoch abstrakt. Könnt ihr mir in diesem Zusammenhang den Liedtitel <em>&#8222;Atarax&#8220;</em> erklären? Ich kannte dies bis jetzt nur als medizinischen Wirkstoff zur Angstlösung.</h4>
<p><strong>F.K.:</strong> Es bezieht sich auf das altgriechische Wort &#8222;Ataraxie&#8220;, welches grob eine komplette Seelenruhe beschreibt. Der Titel schwebte mir schon seit langer Zeit im Kopf herum und ich wollte ein Stück machen, welches diesen Namen tragen sollte. Im Albumkontext könnte &#8222;Ataraxie&#8220; eine Verschmelzung von Mensch und Maschine darstellen, in dem die dann gegebene Realität einfach akzeptiert und anerkannt wird. Die Entwicklung dahin ist eh nur schwer aufzuhalten. Es ist vielleicht eine Sache, mit der wir uns auch jetzt schon abfinden müssen und eher versuchen sollten, diese in eine positive Richtung zu lenken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><em>S.-M.</em>: Wie wichtig sind euch als Hörer und Konsument Texte im Metal bzw. allgemein in der Musik? Ich habe den Eindruck und ertappe mich selbst ab und zu dabei, dass ich den Texten relativ wenig Beachtung schenke.</h4>
<p><strong>F.K.:</strong> So bin ich häufig selber auch. Man hat einerseits einen hohen Anspruch als Konsument an die Musik, ist andererseits jedoch meist nicht gewillt, sich wirklich tiefer mit der Materie auseinanderzusetzen. Mir fallen dabei vor allem immer die Extreme auf. Bands oder Texte im Allgemeinen, welche total klischeebehaftet oder einfach gesagt belanglos sind.</p>
<p>In unserem Fall haben wir durch das Gesamtkonzept des Albums schon von vornherein einen höheren Stellenwert bei den Texten und so kann sich der Hörer vielleicht durch das Vorgegebene etwas konkreter vorstellen, um was es geht. Andererseits ist es denke ich häufig auch einfach schwer, etwas mit kryptischen Texten anzufangen. Ein Vorteil ist allerdings, dass man als Hörer immer selbst seine eigenne Bedeutung und Gedanken hineingeben kann. Dafür muss man sich natürlich intensiv mit dem Material auseinandersetzen, wozu man häufig nicht die Zeit und Energie hat.</p>
<p>Das erkenne ich auch bei Reviews und Interviews, die nur an der Oberfläche kratzen und gar nicht auf den eigentlichen Inhalt eingehen. Klar steckt auch nicht immer so viel hinter einer Musik oder einem Album, aber die Künstler bringen da ganz persönliche Empfindungen ein und kehren nicht selten ihr Innerstes nach außen. Dies ist für die Außenstehenden teils schwierig zugänglich, bietet aber auch die Chance auf einen guten Zugang zum Material. Heutzutage ist aber auch alles so schnelllebig, dass dazu einfach vielen die Zeit fehlt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><em>S.-M.</em>: Nun hattet ihr Mitte Februar euren Releasegig in Würzburg. Warum als Dresdner Band in Würzburg? Wie verlief der Auftritt?</h4>
<p><strong>F.K.:</strong> Das hat der Labelchef von Geisterasche zustande gebracht. Er stellte Kontakt zum Veranstalter her. Ich bin ihm dankbar dafür, dass er neben dem Albumrelease sich auch bei Liveauftritten engagiert. Für uns ist es natürlich immer schön, wenn man mal aus dem Osten von Deutschland rauskommt. In Dresden hätten wir das natürlich auch machen können, aber da steht im Herbst ja bereits ein Auftritt an. Zwei Mal im Jahr möchte ich nicht in einer Stadt spielen. Als Konzertgänger schmälert dies für mich immer den Reiz eines Liveerlebnisses.</p>
<p>Der Gig in Würzburg hat uns sehr gut gefallen. Wir waren gut eingespielt und haben viel Material vom neuen Album gespielt. Den Leuten schien es definitiv auch gefallen zu haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
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<h4></h4>
<p>&nbsp;</p>
<h4><em>S.-M.</em> : Ihr veranstaltet zudem seit einigen Jahren die &#8222;Herbstnacht&#8220; in Dresden, wo jeweils einige kleine aber feine Black-Metal-Bands auftreten. Wie kamt ihr dazu und was kann man in diesem Jahr erwarten?</h4>
<p><strong>F.K.:</strong> Ursprünglich war einfach nur ein Konzert mit uns und unseren Freunden<strong> DRENGSKAPUR</strong> geplant. Mittlerweile versuchen wir einfach, ein Mal im Jahr ein Black-Metal-Konzert in Dresden zu organisieren, da wir die meisten Gigs in diesem Bereich in Dresden immer als relativ unspektakulär und unattraktiv empfinden. Wir hatten oft den Eindruck, dass man die immer gleichen Bands sieht und dabei zu wenig Abwechslung und Geheimtipps ihren Platz bekommen. Den Rahmen dafür wollen wir mit der <strong>Herbstnacht</strong> schaffen.</p>
<p>Bisher funktionierte dies sehr gut und wir können uns immer Bands raussuchen, die wir liebend gern spielen lassen wollen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><em>S.-M.</em>: Was sind die weiteren Pläne für NEMESIS SOPOR in diesem noch frühen Jahr?</h4>
<p><strong>F.K.:</strong> Wir spielen erst einmal einige Konzerte und haben darüber hinausgehend nichts Konkretes geplant. Ich bin niemand, der so überstürzt Dinge raushaut und schaue lieber wie sich die Dinge ganz natürlich entwickeln. Ich habe einige Ideen, es wird sich aber zeigen ob diese auch umsetzbar sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><em>S.-M.</em>: Rein hypothetisch – mit welchem Künstler würdet ihr liebend gern einmal zusammenarbeiten?</h4>
<p><strong>F.K.:</strong> Konkret fällt mir da spontan kein anderer Künstler ein, aber vom Konzept her sollte dies über eine übliche Splitveröffentlichung hinausgehen. Eine direkte Kooperation im Songwritingprozess wäre sehr spannend um etwas wirklich Gemeinsames zu erschaffen. Ich hatte da auch schon einmal eine konkretere Idee, die dann aber nicht funktionierte. Musikalisch würde es mich unabhängig vom Kooperationspartner reizen in eine andere Richtung als Black Metal zu gehen und etwas ganz Neues auszuprobieren. Inwieweit dies dann unter dem Banner <strong>NEMESIS SOPOR</strong> geschieht, ist noch einmal eine ganz andere Frage.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><em>S.-M.</em>: Zum Abschluss möchte ich euch bitten uns 3 Alben/Bands zu nennen die euch in der letzten Zeit begeistert haben und die ihr unseren Lesern ans Herz legen möchtet?</h4>
<p><strong>F.K.:</strong></p>
<p><strong>HORISONT</strong> &#8211; Odyssey (&#8222;Geht in die Richtung 70er Jahre Rock.&#8220;)</p>
<p><strong>FRIEDRICH LICHTENSTEIN</strong> &#8211; Bad Gastein (&#8222;Ein kruder Mix aus düsterem Synthie Pop und Spoken Word Performances, der zwischen Humor und Ernst hin und her zu pendeln scheint.&#8220;)</p>
<p><strong>A.B.:</strong></p>
<p><a href="https://silence-magazin.de/von-bergen-seen-und-naechtlichen-pfaden/">WEDRUJACY WIATR – O turniach, jeziorach i nocnych szlakach</a> (&#8222;Für mich eines der besten Alben der letzten Jahre. Es strahlt eine düstere Naturromantik aus, wie ich sie schon lange nicht mehr hören durfte.&#8220;)</p>
<p><a href="https://silence-magazin.de/wulkanaz-dunkle-wolken-ziehen-auf/">WULKANAZ &#8211; Paralys</a> (&#8222;Für alle Freunde verschrobenen, urwüchsigen schwedischen Black Metals im Stile alter <strong>ARCKANUM</strong>.&#8220;)</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><em>S.-M.</em>: Ich danke euch für das Interview und wünsche weiterhin alles Gute und viel Erfolg mit dem Album!</h4>
<p><a href="https://nemesissopor.bandcamp.com">https://nemesissopor.bandcamp.com</a></p>
<p><a href="https://de-de.facebook.com/nsopor/">https://de-de.facebook.com/nsopor/</a></p>
<p><strong>Herbstnacht</strong>-Event: <a href="https://www.facebook.com/events/198786450592026">https://www.facebook.com/events/198786450592026</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/LR_F6v3J84c?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/nemesis-sopor-im-interview/">NEMESIS SOPOR im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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