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	<title>Konzerte Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Konzerte Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>WOLFSZEIT, WESPENZEIT! – Black Metal im tiefsten Tannenwald</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Sep 2019 06:45:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wir waren diesmal im Dreierpack unterwegs und berichten diesmal vom Wespenz... äh WOLFSZEIT!</p>
<p>Ausführlich berichten wir über die Orga, Einhornsichtungen, musikalische Überraschungen a la MAYHEM, Folk Deluxe, Bands wie u.a. Endstille, Dornenreich, Equilibrium und natürlich Wespen... jeder Menge Wespen!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-2019-nachbericht/">WOLFSZEIT, WESPENZEIT! – Black Metal im tiefsten Tannenwald</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Acht Jahre ist es her, dass es mich in die tiefsten Tiefen der Thüringer Wälder verschlagen hat – doch nun ist es Zeit für die Rückkehr zum <strong>Wolfszeit</strong>-Festival! Eine Bühne, 25 Bands, knapp 2000 Besucher und mindestens <strong>10000 Wespen</strong> – der Heidenspaß kann beginnen! Im Lineup stehen ausschließlich Black-, Pagan- und Folk-Metal-Bands. Darunter größere Namen wie <strong>ENSIFERUM</strong> oder <strong>ARKONA</strong>, aber auch viele noch unbekanntere Bands, für die eine solche Veranstaltung eine gute Möglichkeit darstellt, Aufmerksamkeit und Fans in dieser speziellen Musiksparte zu gewinnen.</p>
<p>Meine erste Aufgabe besteht darin, nach unserer Fotografin <strong>Steffi</strong> auch meine Co-Autorin <strong>Merlin</strong> zu finden. Gar nicht mal so einfach, wenn man sich noch nie zuvor getroffen hat und nicht genau weiß, wie diese Person eigentlich aussieht. Dass es auf dem gesamten Camp und Infield kein Mobilnetz gibt, hat zwar seinen Charme, hilft dieser Sache aber nicht gerade. Sonst könnte man ja Kontakt herstellen. Doch nach einem ganzen Abend <strong>erfolglosen Ansprechens aller rothaarigen Frauen</strong>, die ich finden kann, ob sie denn die seien, die ich suche, findet man sich dann doch noch kurz vor Beginn des ersten Konzertes. Und keine Sekunde zu früh, denn&#8230;</p>
<h2>Es geht los!</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34120" aria-describedby="caption-attachment-34120" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-34120 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_9013-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_9013-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_9013-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_9013-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_9013-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_9013.jpg 1450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34120" class="wp-caption-text">BAUMBART</figcaption></figure>
<p>Und zwar erst einmal mit seichteren Tönen: <strong>BAUMBART</strong> nehmen das Publikum mit ihrem akustischen Folk mit auf eine Reise in ihr eigenes Fantasy-Universum. Die Musik setzt sich dabei zusammen aus Gitarren, Geige, Flöten und Perkussion; dazu Gesang aus 5 verschiedenen Kehlen. <strong>Ein gemütlicher Einstieg</strong> also für ein Festival, auf dem doch eher härtere Musik vorherrscht – was aber vielleicht auch der Grund ist, warum sich noch nicht allzu viele Besucher dazu überwinden konnten, in der warmen Mittagssonne ihren Pavillon zu verlassen und zum Infield zu wandern.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34119" aria-describedby="caption-attachment-34119" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-34119 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01.jpg 1450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34119" class="wp-caption-text">VOLTUMNA</figcaption></figure>
<p>Dabei ist dieses buchstäblich von überall in weniger als 5 Minuten zu erreichen. Die fröhliche Gruppe wirkt zwar zum Teil noch ein bisschen unsicher auf einer so großen Bühne, spielt aber dennoch ein schönes Konzert ohne bemerkbare Fehltritte und hat auch sichtlich Freude am Musizieren. Am besten gefällt mir der plötzliche Einsatz von Kastagnetten. <strong>Kastagnetten sind cool.</strong></p>
<p><em>Merlin:</em> Als zweite Band des Tages stehen <strong>VOLTUMNA</strong> aus Italien auf der Bühne. Sie sind nur zu dritt, haben dafür aber eine enorme Bühnenpräsenz. <strong>Aggressiv</strong> und voll in ihrem Element geben sie ihre Musik (die sie selbst als &#8222;Etruscan Metal&#8220; bezeichnen) einem leider viel zu kleinen Publikum zum Besten. <strong>VOLTUMNA</strong> waren mir und vermutlich 90% der anderen Festivalbesucher bis dato noch kein Begriff, aber sie haben wirklich gut abgeliefert und ich habe sie ab jetzt auf dem Zettel!</p>
<h3>Wölfe im Nadelwald</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34187" aria-describedby="caption-attachment-34187" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" class="wp-image-34187 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-4-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-4-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-4-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-4-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-4-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-4.jpg 1450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34187" class="wp-caption-text">WOLVES DEN</figcaption></figure>
<p><em>Mich:</em> Mich treibt es als nächstes zu <strong>WOLVES DEN</strong>, einer Band, auf die ich mich sehr freue. Und der Vorfreude folgt definitiv Bestätigung! Atmosphärisch und drückend (und sehr professionell gespielt!) entfaltet sich ihre Musik wunderbar <strong>inmitten dieses tiefsten Nadelwaldes</strong>. Leider müssen die ersten paar Lieder erstmal nur mit einer einzelnen Gitarre gespielt werden, da sich bei der anderen technische Probleme in den Weg stellen. Die epische Präsenz von Frontmann <strong>Helge</strong> schindet allerdings genug Eindruck, dass dies den meisten Zuschauern wahrscheinlich nicht mal auffällt.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34189" aria-describedby="caption-attachment-34189" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34189 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02-2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02-2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02-2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02-2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02-2.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34189" class="wp-caption-text">THORMESIS</figcaption></figure>
<p>Leider verlässt die Band zehn Minuten vor offiziellem Konzertende bereits die Bühne. &#8230;allerdings nicht für lange, denn nach kurzer Besprechung stehen sie wieder vor dem Publikum und geben einen letzten, grimmigen Song zum Besten. Jetzt bleibt nur noch abzuwarten, wann das neue Album kommt. Fertig aufgenommen ist es nach eigenen Angaben der Band – man suche nur noch nach einem passenden Label für die Veröffentlichung.</p>
<p><strong>THORMESIS</strong> haben ihre Wurzeln eher im Pagan-Bereich, doch ziehen sie mit ihren neueren Veröffentlichungen stark in Richtung schwärzerer Gefilde. Am besten funktionieren live meiner Meinung nach ihre &#8222;rockigeren&#8220;, weniger aggressiven Black-Metal-Riffs, welche im Lauf des Konzertes mehr als einmal eine Art hypnotisierende Wirkung erzeugen. Die doch oftmals melodischen Gitarren, die gelegentlichen Clean Vocals sowie ruhigere Gitarrenparts samt mitklingenden Keyboardsamples zeugen immer wieder von der <strong>Pagan-lastigeren Vergangenheit.</strong></p>
<h3>Zwielicht vs. Sonnenschein</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34123" aria-describedby="caption-attachment-34123" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34123 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_0702-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_0702-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_0702-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_0702-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_0702-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_0702.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34123" class="wp-caption-text">IN TWILIGHT&#8217;S EMBRACE</figcaption></figure>
<p><em>Merlin:</em> Tja, manchmal hat es auch seine Nachteile, sich sehr auf eine Band zu freuen. Nämlich dann, wenn die <strong>Erwartungen nicht erfüllt</strong> werden. So ist es heute leider mit <strong>IN TWILIGHT‘S EMBRACE</strong>. Der Sänger (dessen Make-Up an den Joker oder wahlweise Eric Draven aus &#8222;The Crow&#8220; erinnert) bewegt sich wie in Ekstase über die Bühne, schmeißt sich auch mal samt Mikrophon auf den Boden und beweist sogar Deutschkenntnisse, indem er dem Publikum zwischendrin ein &#8222;Zum Teufel mit euch!&#8220; zuruft. Falls er eigentlich geplant hat, dem Black Metal, den sie spielen, eine finstere Note (!) zu verleihen – so ganz klappt das nicht. Das soll nicht heißen, dass <strong>IN TWILIGHT‘S EMBRACE</strong> nicht insgesamt solide abliefern, aber irgendwie packt es mich nicht. Vielleicht scheint auch einfach noch etwas zu viel Sonne für diese Band.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34124" aria-describedby="caption-attachment-34124" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34124 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-1.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34124" class="wp-caption-text">FINSTERFORST</figcaption></figure>
<p><em>Mich:</em> Mit Schlachtgebrüll stürmen dann <strong>FINSTERFORST</strong> die Bühne und klemmen sich alsbald hinter die Instrumente. Denn die Zeit der <strong>Release-Show ihrer neuen Scheibe </strong>&#8222;Zerfall&#8220; ist gekommen. Doch Moment! Irgendwas ist da nicht richtig. Waren da nicht mal weniger Leute in der Band? Und seit wann haben die zwei Sänger, die genau gleich aussehen? Habe ich was verpasst? Der Nebel lichtet sich nach dem ersten 13-Minuten-Hammer &#8222;<em>Wut</em>&#8222;, als Leadsänger <strong>Oli</strong> zu verstehen gibt, dass die Band heute ausnahmsweise mit erweitertem Lineup auftritt. Sein vermeintlicher Zwillingsbruder ist kein geringerer als <strong>Stef von</strong> <strong>JÖRMUNGAND</strong>, und an der Gitarre gibt sich heute zudem <strong>Sascha</strong> die Ehre. Die Schwarzwälder (plus Gäste) legen hohe musikalische Qualität und technische Finesse an den Tag, der Sound ist massiv und die schwerfällige Musik wird von den beiden Sängern mit theatralischem Auftreten untermalt.</p>
<p>Leider bleibt der von mir erhoffte 36-Minuten-Epos &#8222;<em>Ecce Homo</em>&#8220; von der neuen Platte aus – dieser hätte die Band allerdings auch ungefähr drei Viertel ihrer Spielzeit gekostet. Alles in allem ein <strong>sehr überzeugender Album-Release</strong>, denn – mal abgesehen von der makellosen Performance und den Gastmusikern – wo könnte man ein besseres <strong>FINSTERFORST</strong>-Konzert erleben als in einem finsteren Forst? Höhö. Es erfolgt allerdings am Ende dann noch ein tatsächlich lustiger Moment, als sich der Frontmann mit den Worten &#8222;<strong>Danke Ragnarök</strong>!&#8220; vom <strong>Wolfszeit</strong>-Festival verabschiedet.</p>
<h3>Wenn die Nacht zum Tag wird</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34125" aria-describedby="caption-attachment-34125" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34125 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-2.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34125" class="wp-caption-text">ARKONA</figcaption></figure>
<p><em>Merlin:</em> <strong>ARKONA</strong> kann ich definitiv als meinen Favorit des Tages bezeichnen. Die <strong>Energie und Bühnenpräsenz </strong>von Sängerin <strong>Mascha</strong> sind wirklich sondergleichen. Die rennt da kreuz und quer über die Bühne und hat aus irgendeinem Grund trotzdem noch genug Luft in den Lungen, um einen makellosen Wechsel zwischen <strong>Growls und Klargesang</strong> hinzulegen – wie macht sie das? Auch die Interaktion mit dem Publikum funktioniert, die Leute gehen mit, brüllen und klatschen, der Auftritt macht einfach Spaß. Und abgesehen von der guten Bandperformance gibt es nebenbei auch noch <strong>eine der besten Lichtshows</strong>, die ich bei all meinen Festivalbesuchen bisher gesehen habe – im wahrsten Sinne des Wortes <strong>ein Highlight!</strong></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34126" aria-describedby="caption-attachment-34126" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34126 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_2467-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_2467-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_2467-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_2467-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_2467-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_2467.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34126" class="wp-caption-text">VARG</figcaption></figure>
<p><em>Mich:</em> Und schon ist es Zeit für die Headliner des ersten Abends! Und nun kann <strong>der Veranstalter selbst</strong> zeigen, was in ihm steckt. Denn es spielen niemand anderes als die Wölfe höchstselbst: <strong>VARG</strong>! Und ihnen stehen definitiv die Worte &#8222;No Bullshit&#8220; ins Gesicht geschrieben. Statt <em>&#8222;Guten Tag&#8220;</em> oder anderem Trara gibt es heute nur aggressiven, treibenden Pagan Metal, Göttersagen und epische Schlachtengesänge der alten Wolfsschule. Zu Beginn ballert sich die Truppe erstmal in voller Ausführung durch ihr neu aufgelegtes Debütalbum (mit dem passenden Namen &#8222;Wolfszeit&#8220; beziehungsweise &#8222;Wolfszeit II&#8220;) und fährt dann mit einer Best Of ihres (offensichtlich objektiv gesehen besten) Albums &#8222;Wolfskult&#8220; fort. Es folgen zwei, drei mitsingbare Hymnen, und als Zugabe nicht etwa <em>&#8222;Rotkäppchen&#8220;</em>, sondern den Oldschool-Kracher <em>&#8222;Schildfront&#8220;</em>.</p>
<p>Ein wahrlich <strong>authentisches und bodenständiges Pagan-Konzert</strong>, wie ich es mir zu erträumen nicht gewagt hätte. Auch der Sound ist spätestens ab Mitte der Show (und nach persönlicher Aufforderung von Sänger/Organisator <strong>Philipp Seiler</strong> an den Soundmann, lauter zu drehen – das Publikum hat unüberhörbar darauf bestanden) richtig gut, und so fügt sich alles zu einem <strong>sehr starken Auftritt</strong> zusammen. <strong>Weiter so!</strong></p>
<h2>Der zweite Tag bricht an!</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34127" aria-describedby="caption-attachment-34127" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34127 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-3-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-3-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-3-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-3-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-3-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-3.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34127" class="wp-caption-text">VARUS</figcaption></figure>
<p><em>Merlin:</em> Freitag Mittag, die erste Band des Tages, das bekannte Bild: viel zu wenig Leute vor der Bühne. Und das ist in diesem Fall wirklich schade, denn <strong>VARUS</strong> haben durchaus das Potential für ein größeres Publikum! Allein der Sänger ist ein <strong>Multitalent</strong>. Der kann nämlich nicht nur singen, sondern auch noch <strong>Keyboard</strong> spielen und etwas auf der <strong>Querflöte</strong> zaubern! Nur am Witz seiner Ansprachen ließe sich vielleicht noch etwas feilen… Nichtsdestotrotz, <strong>VARUS</strong> machen Stimmung. Der Gitarrist ist voll bei der Sache und orgelt die Melodien mit einer Spielfreude rauf und runter, die ihresgleichen sucht. Zum Schluss wird es dann aber nochmal ernst, als die Band einen <strong>Song zu Ehren des verstorbenen WOLFCHANT-Gitarristen Eddy</strong> spielt.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34128" aria-describedby="caption-attachment-34128" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34128 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-4-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-4-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-4-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-4-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-4-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-4.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34128" class="wp-caption-text">GRABAK</figcaption></figure>
<p><em>Mich:</em> Nach einer äußerst amüsanten <strong>Fahrt mit der geländeeigenen Bimmelbahn</strong> steht bei mir der Name <strong>GRABAK</strong> im Running Order. Hierbei handelt es sich um kalten, todernsten <strong>Black Metal</strong> mit Kriegsthematik. Leider scheinen sich nicht allzu viele Festivalbesucher dafür zu interessieren, denn der Bereich vor der Bühne ist leerer denn je. Und das ist schade! Denn auf der Bühne befinden sich <strong>richtig fähige Musiker.</strong></p>
<p>Besonders dem <strong>Drummer</strong> gebührt Respekt in Sachen<strong> Geschwindigkeit, Ausdauer und Präzision</strong> – kaum ein anderer Schlagzeuger auf diesem Festival dürfte sich in dieser Hinsicht auf einem solch hohen Level bewegen. Dennoch muss auch ich sagen, dass sich bei der Musik nicht wirklich um eine Sparte der schwarzen Musikzunft handelt, mit der ich persönlich etwas anfangen kann oder über die ich wirklich treffende Aussagen von mir geben könnte, und so endet an dieser Stelle mein Konzertbericht auch schon.&nbsp;</p>
<h3>Ein verheerend guter Auftritt</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34129" aria-describedby="caption-attachment-34129" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34129 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-5-300x220.jpg" alt="" width="300" height="220" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-5-300x220.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-5-1024x751.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-5-750x550.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-5.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34129" class="wp-caption-text">VERHEERER</figcaption></figure>
<p><em>Merlin:</em> Die nun folgende Band kann ich getrost als meine <strong>persönliche</strong> <strong>Überraschung</strong> des Festivals bezeichnen: <strong>VERHEERER</strong>! Die <strong>Flensburger</strong> spielen klassischen <strong>Black Metal</strong> à la <strong>MAYHEM</strong>, der live einfach nur zum Haare schütteln einlädt – was ich auch ausgiebig tue. Da ist nicht viel Schnickschnack bei, das ist düster und hart. Und trotzdem ist die Musik nicht zu simpel. Definitiv eine Band, die mehr Aufmerksamkeit verdient (es wundert mich sowieso, dass die Schwarzmetaller noch so unbekannt sind). Klarer Tipp von mir, reinhören!</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34130" aria-describedby="caption-attachment-34130" style="width: 226px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34130" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-6-248x300.jpg" alt="" width="236" height="285" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-6-248x300.jpg 248w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-6-846x1024.jpg 846w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-6-750x908.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-6.jpg 1198w" sizes="auto, (max-width: 236px) 100vw, 236px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34130" class="wp-caption-text">DARKKIRCHENSTEUER</figcaption></figure>
<p>Wenn in der ersten Reihe <strong>Gummibärchen</strong> rumgehen und die Gestalten auf der Bühne aussehen wie ein Ensemble aus der Geisterbahn, dann kann es sich eigentlich nur um <strong>DARKKIRCHENSTEUER</strong> handeln! Ein Phänomen, welches sich bisher von großen Bühnen ferngehalten hat, präsentiert sich hier ganz ohne Scheu und spielt – ja was eigentlich?</p>
<p>Sagen wir einfach, <strong>Black Metal</strong> mit einer ordentlichen Portion <strong>(Selbst-)Ironie</strong>. Da darf natürlich auch ihre Hitsingle <em>&#8222;Leb doch selber&#8220;</em> nicht fehlen. Und wer jetzt denkt: &#8222;Wer guckt sich so einen Schwachsinn überhaupt an?&#8220; – das Infield ist sehr gut gefüllt! Zurecht? <strong>DARKKIRCHENSTEUER</strong> liefern ohne große Show einen soliden Auftritt ab, den man gesehen haben kann. Wenn man ihn verpasst hat, wird einem aber auch nichts fehlen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Von fröhlichen Flöten und Blicken, die töten</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34131" aria-describedby="caption-attachment-34131" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34131 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-7-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-7-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-7-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-7-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-7-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-7.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34131" class="wp-caption-text">MUNARHEIM</figcaption></figure>
<p><em>Mich:</em><strong> MUNARHEIM</strong> konnte ich bereits vor ein paar Jahren auf dem <strong>RAGNARÖK</strong>-Festival live erleben, wo sie mir zugegebenermaßen sehr gut gefallen haben. Nun steht die Folk-Metal-Kombo mit den sympathischen Gesichtern dann endlich wieder vor mir auf der Bühne. Sie erzählen musikalische Geschichten mithilfe von <strong>tiefen Flöten</strong>,<strong> hohen Screams</strong> und einer geschickten Kombination aus <strong>Akustik-</strong> und <strong>Metal-Elementen</strong>.</p>
<p>Und nicht nur in den Klängen und Gesängen, auch auf der Bühne herrscht <strong>viel Bewegung</strong>. Dies wirkt sich auch auf die ersten paar Reihen im Publikum aus – diese sind sehr motiviert und lassen sich auch <strong>körperlich vom musikalischen <em>Flow</em> mitreißen</strong>. Zudem ist es schön, mal wieder eine Band live zu sehen, bei denen der Begriff &#8222;Folk Metal&#8220; tatsächlich daher rührt, dass auch wirklich <strong>Folklore-Instrumente</strong> benutzt werden – und die Sounds nicht nur aus Keyboard oder abgespielten Samples stammen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34132" aria-describedby="caption-attachment-34132" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34132 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-8-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-8-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-8-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-8-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-8-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-8.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34132" class="wp-caption-text">ENDSTILLE</figcaption></figure>
<p><em>Merlin:</em> Die finsteren Gestalten von <strong>ENDSTILLE</strong> haben heute die Ehre, mit ihrem Auftritt den Abend und damit die <strong>Dunkelheit einzuleiten</strong>. Dementsprechend finster guckt auch der Sänger. Wenn Blicke töten könnten, wäre das gesamte Publikum nach wenigen Sekunden niedergemäht. Zum Glück ist dies nicht der Fall und so lauscht eine Menschenmenge im mittleren dreistelligen Bereich andächtig der ganz und gar nicht andächtigen Musik. Ne, im Ernst, das Publikum wirkt teilweise sogar relativ teilnahmslos. Mich reißt die Musik allerdings auch nicht so mit. Sie ist zwar hart und durchdringend, aber wenig aufregend. Für mich war es der erste <strong>ENDSTILLE</strong>-Auftritt, und hängengeblieben ist eigentlich nichts außer: &#8222;Ich muss beim nächsten Mal dringend meine Ohrstöpsel mitnehmen, bei der Lautstärke!&#8220;.</p>
<h3>Achtung, jetzt wird’s metaphysisch!</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34133" aria-describedby="caption-attachment-34133" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34133 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-9-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-9-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-9-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-9-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-9-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-9.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34133" class="wp-caption-text">DORNENREICH</figcaption></figure>
<p><em>Mich:</em> Kennt ihr diese Momente im Leben, in denen alles anders erscheint als normalerweise? Wo das Universum mit sich selbst im Reinen zu sein scheint, und man sich genau in seiner Mitte befindet? Momente, in denen man spontan aus einem Gespräch heraus <strong>binnen Sekunden in musikalische Ekstase gesogen</strong> wird, und nach denen man sich erstmal fünf Minuten lang, Gesicht gen Sternenhimmel gerichtet, ins Gras legen muss, bevor man in der Lage ist, sich Notizen für den Festivalbericht zu machen? Ein solches Erlebnis habe ich dieses Jahr mit <strong>DORNENREICH</strong>. Das Konzert erwischt mich genau am richtigen Ort zum genau richtigen Zeitpunkt, um mich auf eine Reise durch die tiefsten Gefilde des Seins mitzunehmen.</p>
<p>Es ist schwer, die Erfahrung in Worte zu fassen, selbst jetzt, wo ich diese Band zum zigsten Mal sehe. Aber höchstwahrscheinlich ist nicht nur die Musik daran schuld: Die wieder einmal herausragend stimmige Licht- und Nebelshow, der perfekte Sound und die geschlossene, <strong>nächtliche Waldatmosphäre</strong> tragen definitiv dazu bei, dass <strong>DORNENREICH</strong> eine absolut hypnotische Wirkung entfalten, mit der sie alle in ihren meta-musikalischen Bann ziehen. <strong>Ein wahrhaft gelebter Moment.</strong> Amen.</p>
<h3>Ein wiedergefundenes Gleichgewicht?</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34135" aria-describedby="caption-attachment-34135" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34135 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_4305-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_4305-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_4305-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_4305-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_4305.jpg 967w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34135" class="wp-caption-text">EQUILIBRIUM</figcaption></figure>
<p>Nach dieser Erfahrung bin ich mir nicht sicher, ob es eine gute Idee ist, mir <strong>EQUILIBRIUM</strong> noch anzusehen. Besonders jetzt, nachdem ich ihren neueren Veröffentlichungen nicht sehr viel abgewinnen konnte, und die Band mich schon auf dem <strong>SUMMER</strong> <strong>BREEZE</strong> eher wenig zu überzeugen wusste, befürchte ich, dass das Konzert mir eher meine äußerst positive musikalische Erfahrung des Abends etwas verwässern könnte, als etwas dazu beizutragen. Aber Pflicht ist Pflicht, und so stehe ich, Notizblock gezückt, zu den ersten erklingenden Takten des Intros offenen Geistes vor der Bühne.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34138" aria-describedby="caption-attachment-34138" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34138 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/04-300x183.jpg" alt="" width="300" height="183" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/04-300x183.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/04-1024x626.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/04-750x458.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/04.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34138" class="wp-caption-text">EQUILIBRIUM</figcaption></figure>
<p>Und dann wird mir eine harte Wahrheit schlagartig bewusst. Wie gut das Konzert einer Band ist (insofern sie in der Lage ist, ihr Material sauber zu spielen), <strong>liegt manchmal zu 0% an der Band selbst</strong> &nbsp;und zu 100% an allem drum herum. Nachtatmosphäre, grandiose Lichtshow und makelloser, massiver Sound sorgen tatsächlich auch hier (ein wenig wider Erwarten) für ein äußerst genießbares und <strong>einprägsames Erlebnis</strong>.</p>
<p>Und das trotz sehr ähnlicher Setlist zu letzter Woche – &nbsp;und ganz genauso guter Performance der Musiker. Und da fällt mir etwas ein: Sollte nicht überhaupt heute auch das neue Album erscheinen? Die Antwort lautet: Jein! Der Grund, warum diese Info nicht an die größere Glocke gehängt wurde, sei, dass wohl bis heute nicht ganz klar war, ob die Alben (physisch) denn auch da beziehungsweise verkaufbar sein würden. Doch das sind sie nun, und somit handelt es sich bei diesem Konzert mehr oder weniger ungeplant dann auch <strong>tatsächlich um eine Release-Show.</strong></p>
<h3>Zurück zur Musik:</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34137" aria-describedby="caption-attachment-34137" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34137 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/03-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/03-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/03-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/03-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/03-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/03.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34137" class="wp-caption-text">EQUILIBRIUM</figcaption></figure>
<p>Das Konzept der modernen, langsameren und schwereren <strong>EQUILIBRIUM</strong> funktioniert unter gegebenen Umständen richtig gut (fragt mal das äußerst bewegungsfreudige Publikum). Mittlerweile sind es eher die älteren, schnelleren und melodischeren Songs, die bei Auftritten der Band etwas fehl am Platz wirken (davon abgesehen, dass<strong> Robses Stimme</strong> in meinen Augen noch nie sehr gut dafür geeignet war, die frühen Werke so wirklich zu reproduzieren). <strong>Fazit:</strong> Ich konnte das Konzert sehr genießen!</p>
<p>Wenn man aber, wie mein Zeltplatznachbar, die Band zuletzt vor neun Jahren live gesehen hat und ihren Werdegang in der letzten Dekade nicht mitverfolgt hat, ist schon fast nachvollziehbar, dass man erstmal so auf den Arsch fällt, dass man den Drang verspürt, das <strong>EQUILIBRIUM</strong>-Patch gewaltsam von der eigenen Kutte zu entfernen und übers Camp zu schmeißen (und dies auch tut).</p>
<h3>Feuer und Hass</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34139" aria-describedby="caption-attachment-34139" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34139 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_5199-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_5199-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_5199-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_5199-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_5199-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_5199.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34139" class="wp-caption-text">WATAIN</figcaption></figure>
<p><em>Merlin:</em> Last but not least kommen wir zum zweiten Headliner des diesjährigen <strong>Wolfszeit-</strong>Festivals, und zwar zu den Schweden von <strong>WATAIN</strong>. Und so wenig ich den Namen ihrer Heimatstadt (die Band kommt aus Uppsala) ernst nehmen kann, so ernst nehmen es diese finsteren Gestalten mit ihrer Musik. Das ist <strong>Black Metal</strong> der alten Schule, rau und rotzig, ein gehobener Mittelfinger an all die glattgebügelte &#8222;Mainstream-Mucke&#8220;. Ach ja, und ihren Hang zum Okkulten darf man nicht vergessen – der ist aber auch nicht zu übersehen. Umgedrehte Kreuze hängen von der Decke, die Bühne ist mit allem möglichen Klimbim geschmückt und <strong>alles, was irgendwie im Stande ist zu brennen, wird</strong> <strong>angezündet</strong> (nur die Haare der Bandmitglieder werden glücklicher Weise verschont).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-34172 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-3-300x237.jpg" alt="" width="300" height="237" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-3-300x237.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-3-1024x809.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-3-750x592.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-3.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Abgesehen davon, dass sie alles in Brand stecken, spielen <strong>WATAIN</strong> aber natürlich auch Musik. Da die Band seit <strong>mehr als 20 Jahren existiert</strong> und Erfahrung mit großen Bühnen hat, verwundert es auch nicht, dass sie gut und routiniert abliefern. Ich kann dem Auftritt zwar nichts übermäßig Besonderes abgewinnen, aber allein die Show lohnt natürlich immer, sich anzuschauen- und nebenbei bekommt man auch noch eine Portion guten alten <strong>Black Metal</strong> zu hören.</p>
<p><em>Steffi:</em> Hach ja, <strong>WATAIN</strong>. Nicht nur fürs Auge, sondern auch für die eigene<strong> Spiritualität zur x-ten Rum-Cola</strong> des<strong> Freitagabends</strong> sind sie genau das richtige. Und natürlich bleibt nach guter <strong>WATAIN</strong>-Manier auch das Publikum nicht von den blutigen Leidenschaften der Band verschont &#8211; der Wellenbrecher sieht am nächsten Morgen aus, als wäre er Zeuge eines schweren Massakers geworden. Doch als sich die Zuschauer der ersten Reihen mehr oder minder freiwillig in<strong> Schweineblut</strong> duschen dürfen, genieße ich schon mit meinen Kamera-Kollegen ein Feierabendgetränk. Glück gehabt!</p>
<h2>Morgenstund‘ hat Gold im Mund!</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34161" aria-describedby="caption-attachment-34161" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34161 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34161" class="wp-caption-text">DVALIN</figcaption></figure>
<p><em>Mich:</em> Dabei ist es schon 13 Uhr, als <strong>DVALIN</strong> den letzten Festivaltag eröffnen. Ist das nicht auch der Name eines der Zwerge aus &#8222;Der Hobbit&#8220;? Ist das denn jetzt <strong>Zwergenmetal?</strong> Die Äxte in Logo und Bühnendeko würden dies jedenfalls unterstreichen. Ebenso die in Fantasy-Rüstungen gekleideten Musiker (ich bin mir sicher, der Sänger trägt eine Level-100-RPG-Rüstung eines weiblichen Charakters). Tatsächlich aber handelt es sich bei <strong>DVALIN</strong>s Musik um <strong>Folk Metal</strong> mit <strong>Dudelsäcken, Drehleier</strong> und<strong> Rauschpfeife</strong> (was auch immer das schon wieder sein mag). Neben hauptsächlich schwerer ausfallendem Musikmaterial mit hie und da einer gewissen Prog-Note gibt es natürlich auch das eine oder andere obligatorische Trink- und Mitgröl-Lied (und jetzt alle: <strong>&#8222;Leert den Krug in einem Zug!&#8220;</strong>). Alles in allem ein guter Start in den Nachmittag!</p>
<p><em>Steffi:</em> Und dabei dürfen auch <strong>DVALIN</strong> heute ein kleines <strong>Jubiläum</strong> feiern! Denn am Mikro steht jetzt jemand anders &#8211; &#8222;dor Ronny&#8220;, wie wir in den neuen Bundesländern zu sagen pflegen. <strong>Sackpfeifenspieler</strong> und <strong>SKALDENFEST-Organisator Muscus</strong> hat uns dazu folgendes verraten:<em> &#8222;<strong>Ronny</strong> probt schon seit einigen Monaten mit uns, doch wir dachten uns, wir überraschen auf dem Wolfszeit einfach mit unserem neuen Sänger. Durch seine langjährige Bühnenerfahrung und stimmliche Versiertheit ist er der perfekte Frontmann für <strong>DVALIN</strong> und bringt noch dazu jede Menge Energie auf die Bühne, die sich auch auf&#8217;s Wolfszeit-Publikum übertragen hat.&#8220;</em> Da gehen wir mit! Nur in das Bühnenoutfit muss er noch hineinwachsen (Zwinkersmiley).</p>
<h3>Südländische Leidenschaften</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34147" aria-describedby="caption-attachment-34147" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34147 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_5929-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_5929-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_5929-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_5929-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_5929-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_5929.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34147" class="wp-caption-text">FUROR GALLICO</figcaption></figure>
<p><em>Mich:</em> Als Nächstes erwartet mich&#8230; nicht das, was ich erwartet habe! Glaubt man den ersten paar Musikvideos, die man auf Youtube findet, so machen <strong>FUROR GALLICO</strong> seichtes Folk-Geklimper mit weiblichem Gesang. Jedoch fliegt mir jetzt erstmal zu Konzertbeginn <strong>eine gehörige Portion Blast Beats</strong> um die Ohren, während eine komplette Pagan-Folk-Metal-Band auf die Bretter gesprungen kommt. Der Sänger gibt vor allem Growls, aber auch gelegentlich <strong>Clean Vocals</strong> von sich, und eine Sängerin kommt nur in seltensten Fällen zum Einsatz.</p>
<p>Schlagzeuger, Bassist und Flötenspieler der Band wirken noch alle sehr jung, sind allerdings äußerst fit an ihren Geräten! Das Konzert der <strong>Italiener</strong> strotzt vor Energie, und auch die Crowd spürt das und macht begeistert mit. Der beste Moment der Show ist definitiv der, in dem die bis dahin stumme <strong>Harfenspielerin</strong> sich aus dem Nichts heraus ein Mikrofon greift und erstmal richtig <strong>aggressive, tiefe Growls</strong> von sich gibt und mit dem <strong>Leadsänger</strong> im Duett schreit. Respekt, das kam unerwartet!</p>
<h3><strong>Die Kraft des Direkten</strong></h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34148" aria-describedby="caption-attachment-34148" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34148 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-12-300x216.jpg" alt="" width="300" height="216" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-12-300x216.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-12-1024x736.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-12-750x539.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-12-85x60.jpg 85w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/08/01-12.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34148" class="wp-caption-text">HORN</figcaption></figure>
<p><strong>HORN</strong> liefern bodenständigen <strong>Black Metal</strong> mit einer ordentlichen Prise <strong>Punk/Rock’n’Roll</strong> und <strong>Pagan-Einflüssen</strong>. Der muskelbepackte Sänger erinnert vom Aussehen her ein bisschen an den Gangster-Rapper <strong>KOLLEGAH</strong> – macht <strong>aber definitiv bessere Musik!</strong> Sowohl paganen <strong>Clean-Gesang</strong> als auch <strong>Growls</strong> und wütende Semi-Growls beherrscht er meisterlich, und wechselt teilweise sogar innerhalb eines Wortes zwischen den unterschiedlichen Techniken hin und her. Ein starker Auftritt! Der Sound ist druckvoll, die Musik ist sehr direkt und erzeugt viel Kraft aus <strong>roher Standfestigkeit</strong>. Hier wird sich nicht mit unnötigem Schnickschnack wie etwa Folk-Gedudel aufgehalten.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34163" aria-describedby="caption-attachment-34163" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34163 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_6744-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_6744-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_6744-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_6744-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_6744-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_6744.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34163" class="wp-caption-text">XIV DARK CENTURIES</figcaption></figure>
<p><strong>XIV Dark Centuries</strong> sieht man auch eher selten – und wenn, dann auf Veranstaltungen wie dieser. In voller Montur steht die <strong>Pagan-Metal-Formation</strong> in der heißen Nachmittagssonne. Und ja, ihnen ist warm in der Verkleidung. Ich habe diese Band als gute Live-Band in Erinnerung, jedoch hat ihre Musik heute Schwierigkeiten, so wirklich bei mir anzukommen. Da wären wir wieder beim Thema &#8222;alles drum herum spielt eine genau so wichtige Rolle wie die Band selbst&#8220; – vielleicht ist der Sound etwas ungünstig, vielleicht drückt die Sonne etwas zu unangenehm. Irgendwas macht jedenfalls, dass heute die alten <strong>Schlachtenlieder </strong>nicht so wirklich ihr<strong> volles Potential</strong> entfalten wollen, obwohl die Band ein ordentliches Konzert abliefert.</p>
<p>Aber davon abgesehen gibt’s gute Neuigkeiten: Die <strong>Thüringer</strong> haben nach 8 Jahren endlich wieder einen <strong>Braten in der Röhre!</strong> Das neue Album &#8222;Waldvolk&#8220; sei anscheinend bereits fertig aufgenommen und zurzeit im Presswerk. Live zu hören gibt’s davon auch schon ein paar neue Tracks.</p>
<h3>Altehrwürdige Lieder (und altbekannte Gesichter)</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34164" aria-describedby="caption-attachment-34164" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34164 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-1.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34164" class="wp-caption-text">MINAS MORGUL</figcaption></figure>
<p>Eine Band, die man tatsächlich <strong>noch seltener</strong> zu Gesicht bekommt, ist <strong>MINAS MORGUL</strong>. Ich weiß ehrlich gesagt nicht sehr viel über diese Gruppe (nur die üblichen Lieder sind mir bekannt), und so gucke ich erstmal komisch, als <strong>EQUILIBRIUMs</strong> <strong>Robse</strong> sich als ihr neuer Sänger entpuppt. Das erklärt auch, warum er gestern meinte, wir sollten uns alle unbedingt diese Band ansehen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34166" aria-describedby="caption-attachment-34166" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34166 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_6857-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_6857-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_6857-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_6857-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_6857-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_6857.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34166" class="wp-caption-text">Stef von JÖRMUNGAND bei MINAS MORGUL</figcaption></figure>
<p>Doch die nächste Überraschung folgt sogleich! Denn da ist noch ein Mann mit Mikrofon auf der Bühne – und es ist kein anderer als&#8230; <strong>schon wieder</strong> <strong>Stef von</strong> <strong>JÖRMUNGAND</strong>! Mal abwechselnd, mal gemeinsam lassen die beiden röhrenden Organe die altehrwürdigen Lieder erklingen.</p>
<p>Letzterer übernimmt dabei zudem alle clean gesungenen Parts. Interessanterweise stehen aber dieser ernsteren Musik gerade die Growls von <strong>Robse</strong> auch sehr gut. Das <strong>Keyboard</strong> geht im Mix leider ziemlich unter und ist kaum zu hören, und auch generell matscht die Sache ziemlich vor sich hin. Auch ist es noch gerade so nicht dunkel genug für eine effektvolle Lichtshow. Die Musik ist dabei bekannterweise ziemlich solide und roh, und die relativ große Anzahl an angetretenen Zuhörern gibt sich eher beobachtenden als aktiven Tätigkeiten hin.</p>
<h3>Hach ja, die Niederländer.</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34167" aria-describedby="caption-attachment-34167" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34167 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_7822-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_7822-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_7822-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_7822-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_7822-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/IMG_7822.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34167" class="wp-caption-text">HEIDEVOLK</figcaption></figure>
<p><em>Merlin:</em> Die finde ich ja allein aufgrund ihrer Sprache schon toll. Aber <strong>HEIDEVOLK</strong> sorgen abgesehen davon auch durch schwungvolle, zur Bewegung anregende Musik für <strong>mächtig gute Laune</strong>. Die Musiker haben Spaß, und das springt aufs Publikum über. Verständigungsprobleme gibt es hier keine. Die Jungs wissen einfach, wie man die Menge mitreißt, der Gesang ist durchdringend und das Lungenvolumen von <strong>Lars „Nachtbraecker“</strong> beeindruckt mich einmal mehr.</p>
<p>Ihren Höhepunkt erreicht das Spektakel, wie könnte es auch anders sein, mit der allseits bekannten und beliebten &#8222;Hitsingle&#8220; <em>&#8222;</em><em>Vulgaris Magistralis&#8220;</em>. Spätestens hier grölen alle mit und vor der Bühne tanzt ein fröhlicher Circle Pit seine Runden. Der Auftritt von <strong>HEIDEVOLK</strong> bekommt von mir das Attribut &#8222;Stimmungskanone&#8220; und kann von mir aus gerne wieder zum <strong>Wolfszeit </strong>kommen!</p>
<h3><strong>Am Zenit der Atmosphäre</strong></h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34168" aria-describedby="caption-attachment-34168" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34168 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/01-2.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34168" class="wp-caption-text">PRIMORDIAL</figcaption></figure>
<p><em>Mich:</em> <strong>PRIMORDIAL</strong> haben dann den Vorteil, dass sie bereits unter schwarzem Himmelszelt anfangen dürfen. Somit geht der <strong>Lichttechniker </strong>wieder in den<strong> Super-Sayajin-Modus</strong> und das Powerlevel der Lichtshow ist von erster Sekunde an auf über 9000. Auch der Sound hat genau die <strong>gänsehauthervorrufende Tiefe</strong>, die er bei einer solchen Band braucht. Leider gibt es zu Beginn technische Schwierigkeiten am Schlagzeug. Ich gehe davon aus, dass sich das Fußpedal von der Kickdrum gelöst hat. Ein Problem, das ich aus eigener Erfahrung als Schlagzeuger kenne, und glaubt mir, es ist richtig ärgerlich. Besonders, wenn die Lieder deiner Band im Durchschnitt<strong> 8 Minuten</strong> dauern und du dazwischen nicht die Möglichkeit hast, das Pedal wieder anzuklemmen. Klammer zu.</p>
<p>Ab dem dritten Song ist das Problem behoben, und nichts steht der <strong>massiven Atmosphäre</strong> mehr im Weg, die diese Band unter diesen (in diesem Artikel schon oft gepriesenen) Konditionen freizusetzen vermag. Die mesmerisierende Musik, das okkult-theatralische Auftreten und der markerschütternde Gesang von Frontmann <strong>Alan Averill</strong> lassen diese Interaktion zwischen Bühne und Publikum zu einer äußerst intensiven Erfahrung werden. Definitiv die eindrucksvollste <strong>PRIMORDIAL</strong>-Show meiner bisherigen Karriere als Konzertgänger!</p>
<h3><strong>Erstmal Luft holen!</strong></h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34169" aria-describedby="caption-attachment-34169" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34169 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34169" class="wp-caption-text">ENSIFERUM</figcaption></figure>
<p>Denn es ist auch schon an der Zeit für das <strong>allerletzte Konzert</strong> dieses Festivals. Für <strong>ENSIFERUM</strong> hat sich definitiv die bisher größte Masse versammelt – und ich würde behaupten, auch die Stimmung war bei keiner anderen Band so gut wie hier. Jetzt gilt es, ein letztes Mal alles zu geben. Es bilden sich Circlepits, Moshpits, Schiffsgeruder, ja sogar Circlepits um Schiffsgeruder herum! Ich frage mich immer mal wieder, wie sowas eigentlich von der Bühne aus aussieht. Bestimmt cool. Jedenfalls ist nicht nur die Motivation in der Crowd groß, auch die Band hat ganz klar verstanden, welche ihrer 69 Songs (Coverversionen und Intros nicht mitgerechnet) live so richtig gut funktionieren, und beglücken uns mit einer meisterlich zusammengestellten Setlist aus konstanten Höhepunkten!</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_34170" aria-describedby="caption-attachment-34170" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34170 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/03-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/03-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/03-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/03-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/03-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/03.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-34170" class="wp-caption-text">ENSIFERUM</figcaption></figure>
<p>Technisch haben die Finnen mittlerweile ein höchst professionelles Level erreicht! Da geht kein Schlag mehr daneben und es schleicht sich kein schiefer Ton ein. Leider braucht der Sound ein paar Minütchen, bis er da so richtig mithalten kann. Die ersten paar Songs klingen somit leider „nur“ ganz okay. Spätestens bei <em>&#8222;From Afar&#8220;</em> aber reißt auch mich dann die Energie aus der müdigkeitsinduzierten Trance und nimmt mich mit in <strong>ferne Welten</strong>.</p>
<p>Aber die wahre Überraschung erfolgt am Ende: Niemand hätte einen anderen Song als <em>&#8222;Iron&#8220;</em> als Abschluss erwartet – so machen es <strong>ENSIFERUM</strong> ja (verständlicherweise) schon seit Jahren. Aber nicht heute! Denn als Abschluss dieses Festivals wurde die zehnminütige Hymne <em>&#8222;Victory Song&#8220;</em> auserkoren. Das macht mich, und scheinbar alle um mich herum, sehr glücklich. So endet das letzte Konzert auf einer euphorischen Note – und alle gehen mit zufriedenen Gesichtern in ihre Zelte zurück.</p>
<h3>&#8230;oder etwa nicht?</h3>
<p>Denn kaum hat sich die Band verabschiedet, spielt die Bühnencrew den äußerst emotionalen Titeltrack von „<em>Titanic</em>“ ab. <strong>In der Shitty-Flute-Version</strong>. Ja, das ist genau, wonach es klingt, googelt es ruhig. Eine liebevoll gepflegte WOLFSZEIT-Tradition eben! Danach beginnt dann mit dem DJ auf der Bühne die letzte, fette Afterparty auf dem Infield – mit Hits von <strong>SCOOTER</strong>, <strong>DIE KASSIERER</strong> und zu guter Letzt einer 30-Minuten-Schleife der <strong>CANTINA BAND</strong>. Hach ja. Manchmal darf man das. Auch als <em>trver</em> Black Metaller.</p>
<div style="width: 854px;" class="wp-video"><video class="wp-video-shortcode" id="video-34109-1" width="854" height="480" preload="metadata" controls="controls"><source type="video/mp4" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/003.mp4?_=1" /><a href="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/003.mp4">https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/003.mp4</a></video></div>
<h2>Und so geht auch dieses Festival zu Ende.</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-34174 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02-1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02-1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02-1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/02-1.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Und ich muss sagen, es war in allen Hinsichten ein sehr positives Erlebnis! Die Location ist bei weitem schöner und atmosphärischer als jede riesige, offene Wiese, und die überschaubare Größe gibt ein gewisses Gefühl von Familie und Geborgenheit. Kurzgesagt: <strong>Das Wolfszeit strotzt nur so vor Charme</strong>. Auch die Bands waren sowohl geschickt und stimmig ausgewählt als auch allesamt in der Lage, sehr überzeugende Konzerte abzuliefern (meine Highlights: <strong>DORNENREICH</strong> und <strong>PRIMORDIAL</strong>). Das <strong>Cocktail-Angebot für fünf Euro</strong> auf dem Infield ist auch eine wunderbare Sache – besonders, wenn es zu jedem Drink ca. drei Wespen umsonst dazu gibt, die einem fortan auf Schritt und Tritt folgen. Die Soundqualität der Shows befand sich fast immer irgendwo auf der Skala von in Ordnung bis perfekt, und, verdammt noch mal, gebt dem Lichttechniker eine Gehaltserhöhung!</p>
<p>Warum ich mir das alles die letzten acht Jahre habe entgehen lassen, leuchtet mir auch nicht ein. Zurückkehren werde ich aber mit Sicherheit! Adé liebes <strong>Wolfszeit</strong>-Festival, <strong>du wundervolles, internetloses Paralleluniversum!</strong></p>
<p><em>Merlin:</em> Das <strong>Wolfszeit</strong> <strong>2019</strong> war ein Festival, auf das ich schon lange im Voraus hingefiebert hatte. Und ich wurde nicht enttäuscht! Auch wenn ungefähr doppelt so viele Wespen wie Metalheads am Start waren, die Location, die Bandauswahl und die familiäre Größe des Festivals haben auch dieses Jahr wieder für eine großartige Zeit gesorgt – gerne nächstes Jahr wieder! Auch wenn ich mir bis dahin vermutlich ein mobiles Moskitonetz basteln werde&#8230;</p>
<h3>Mit einem lachenden und einem weinenden Auge&#8230;</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-34176" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/03-1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/03-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/03-1-1024x682.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/03-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/03-1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/03-1.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><em>Steffi:</em> Das diesjährige <strong>Wolfszeit</strong> habe ich wohl vor allem mit dem Blick durch den Sucher meiner Kamera verbracht. Nichtsdestotrotz habe ich doch die Augen offengehalten &#8211; und möchte gern auch für mich noch ein Paar Punkte in Sachen<strong> Fazit </strong>für dieses Jahr loswerden. Wie <strong>Merlin</strong> und <strong>Mich</strong> beide schon festgestellt haben, war das Festival sowohl <strong>sound-</strong> als auch <strong>lichttechnisch</strong> von einer <strong>grandiosen Performance</strong> gesegnet, was nicht zuletzt der starken und <strong>superlieben Bühnencrew</strong> zu verdanken ist. Die sorgten dafür, dass jeder noch so komplizierte und brennbare Auftritt (hust&#8230; <strong>WATAIN</strong>&#8230; hust) astrein und für die Zuschauer reibungslos über die Bühne ging. Vor dieser Leistung kann man nur den Hut ziehen &#8211; vor allem im Hinblick darauf, dass die Bühnenshows schon im vergangenen Jahr einen echten Hingucker darstellten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-34177 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/04-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/04-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/04-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/04-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/04-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/04.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Was allerdings gefährlich vernachlässigt wurde, waren<strong> Security</strong> und andere die <strong>Festivalorganisation</strong> bestimmende Punkte. In der Szene kennt man einander, umso schwerer ist es für mich, hier einmal Klartext zu sprechen &#8211; in der Hoffnung, dass wir in den kommenden Jahren nicht dieselben Erfahrungen machen müssen.</p>
<p>Was bei der Anreise mit der nur als &#8222;ahnungslos&#8220; zu bezeichnenden Einweisung und Wegbeschreibung der offensichtlich<strong> nicht ortskundigen Securitys</strong> beginnen sollte, wollte sich über das verbleibende Wochenende leider kaum verbessern. Schon in den vergangenen Jahren schien man sich auf dem <strong>Wolfszeit</strong> besonders schwer mit der Einweisung zu tun, dieses Jahr zeigte sich leider kein besseres Bild. Teile des <strong>Campingplatzes</strong> waren entweder überladen, zugeparkt oder von Besuchern abgesperrt, ohne dass seitens der <strong>Crew</strong> genügend Helfer vorhanden gewesen wären, um das Chaos aufzulösen.</p>
<h3>Musik top, Orga flop?</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-34178" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/05-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/05-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/05-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/05-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/05-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/05.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Wie vergangenes Jahr litt die <strong>Aftershowparty</strong> ebenfalls unter mangelndem Personal, was die Nutzung der <strong>eigens hergerichteten Partyräume</strong> leider unmöglich machte und weshalb die Party schon ab <strong>Donnerstagabend</strong> aufs<strong> Infield</strong> verlegt werden musste. Und nicht nur an Helfern, die sich nebenbei bemerkt teils wirklich abrackerten, mangelte es (ein Problem, mit dem sich das Wolfszeit nun schon ein paar Jahre herumschlagen muss).</p>
<p>Dieses Jahr fehlten auch ausgerechnet die wichtigsten Personen, wenn es um die Sicherheit aller Anwesenden geht &#8211; <strong>Securitys</strong>. Es waren schlichtweg zu wenige da. Nicht nur, dass viele Besucher im Nachhinein die <strong>mangelhaften Einlasskontrollen</strong> zum Infield kritisierten &#8211; auf dem gesamten Festivalgelände waren <strong>Securitys</strong> so rar wie<strong> Einhörner</strong> und Augenzeugenberichte der Zahnfee.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-34179 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/04-1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/04-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/04-1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/04-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/04-1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/09/04-1.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Und gerade dort, wo sie von den Besuchern besonders benötigt wurden &#8211; abends <strong>im Graben</strong>, bei <strong>ENSIFERUM, EQUILIBRIUM</strong> und Co. nämlich &#8211; waren es zum größten Teil <strong>Fotografen</strong>, die die <strong>Crowdsurfer</strong> aus der Menge in den Graben zerrten. Nicht nur, dass sich zu den <strong>Headlinern</strong> also nur <strong>2 Securitys</strong> überhaupt im Graben befanden &#8211; keiner von ihnen besaß auf Nachfrage Erfahrung mit der Arbeit auf Festivals. Somit wundert es auch keinen, dass sie die meisten <strong>Crowdsurfer</strong> von ihren Wartepositionen am Rand (!) der Bühne erst entdeckten, wenn <strong>Festivalfotograf Stefan</strong> sie bereits in den Armen hatte. Leider verbesserte sich diese Situation auch auf Nachfrage bei der Festivalleitung nicht zum Samstag Abend hin.&nbsp;</p>
<p>Was gewesen wäre, wenn die <strong>Fotografen</strong>&nbsp;nicht gewesen wären? Man möchte es sich nicht ausmalen. Und so sehr ich dieses Festival vor allem auch Dank seiner<strong> lieben Crew</strong> schätzen gelernt habe, liegt mir die mangelnde Sicherheit wie ein Stein auf dem Herzen. Das<strong> Wolfszeit</strong> ist dank der<strong> guten Bandauswahl</strong>, der<strong> einzigartigen Location</strong>, dem grandiosen <strong>Sound</strong> und der guten <strong>Bühnenshow</strong> ein echter Geheimtipp. Darum: Nehmt den Weg auf euch, schnappt eure <strong>Festivalbuddies</strong> und genießt das<strong> Empfang-lose Wochenende</strong> in den Tiefen des <strong>Thüringer Landes</strong>!<br />
Doch ich hoffe, dass sich die <strong>Festivalleitung</strong> die vielen Bitten seitens der Besucher zu Herzen nimmt und der Organisation denselben Glanz verleiht, den das Festival auch sonst immer ausstrahlt.</p>
<h2>Eine strahlende Zukunft für 2020</h2>
<p>Zum Schluss sei schon mal ein Blick auf das heiße <strong>Lineup</strong> der <strong>2020er-Ausgabe</strong> des Festivals geworfen:</p>
<p><strong>BLACK MESSIAH &#8211; CRUACHAN &#8211; DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT &#8211; EISREGEN &#8211; HARAKIRI FOR THE SKY &#8211; HELRUNAR &#8211; KORPIKLAANI &#8211; MANEGARM &#8211; MGLA &#8211; NEGATOR &#8211; OBSCURITY &#8211; TAAKE</strong></p>
<p>What?! Bei einem solch krassen Lineup dürften sich viele unter euch schon die Finger lecken. Traut euch! <strong>Tickets</strong> gibt&#8217;s jetzt schon zu erstehen, und zwar <strong><a href="https://www.wolfszeit-festival.de/">HIER</a></strong>! Wir sehen uns auf dem <strong>Wolfszeit 2020</strong>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-2019-nachbericht/">WOLFSZEIT, WESPENZEIT! – Black Metal im tiefsten Tannenwald</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Aus dem Tagebuch eines Konzertfotografen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Steffi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Sep 2018 09:47:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[fotograf]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer sind eigentlich diese Nasen, die immer im Graben rumspringen, vollbepackt mit Equipment und immer auf der Suche nach dem besten Foto?!</p>
<p>Wir geben euch einen Einblick in die Gesellschaft der "3Songs und dann raus"-Menschen!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/tagebuch-eines-konzertfotografen/">Aus dem Tagebuch eines Konzertfotografen</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Man trifft sie auf fast jeder <strong>musikalischen Veranstaltung</strong>. Der eine hasst sie, der andere will nichts lieber als ihre <strong>Aufmerksamkeit</strong>: <strong>Konzertfotografen</strong>. Ein geheimnisvolles und durch und durch seltsames Trüppchen, wie sie da im <strong>Graben</strong> stehen mit ihren <strong>überlebensgroßen Kameras</strong> und Objektiven, stimmts?</p>
<p>Nun, ich gehöre selbst seit einer Weile zu diesem <strong>erlauchten Kreis</strong> und wie es in der Vergangenheit schon mit der seltenen Gattung der <a href="https://silence-magazin.de/urlaub-nehmen-um-zu-arbeiten-festivalarbeit"><strong>Festivalcrew</strong></a> geschehen ist, will auch ich euch etwas Einblick in dieses Grüppchen verschaffen, das sich nach spätestens 3 Songs regelmäßig dem Beobachtungsspektrum des Zuschauers entzieht. Dazu habe ich ein paar <strong>Kollegen</strong> mit an Bord geholt, die für euch mal eine Runde <strong>aus dem Nähkästchen plaudern</strong>. Zu allererst aber ein paar Fakten zu dieser seltenen Art.</p>
<h3><strong>Die Welt durch den Sucher betrachtet</strong></h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28753" aria-describedby="caption-attachment-28753" style="width: 190px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28753 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/08-683x1024.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/08-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/08-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/08-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/08.jpg 967w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28753" class="wp-caption-text">Der Blick nach vorne. Fast so schön wie&#8230;</figcaption></figure>
<p>Für einige stören sie die Stimmung auf der Bühne, aber ohne sie ist auch alles doof. <strong>Konzertfotografen</strong> haben an sich <strong>kein leichtes Leben</strong>. Ihr als sicher gewähntes Territorium des <strong>Bühnengrabens</strong> wird nur allzu oft von <strong>herumfliegenden Menschenteilen</strong> durchbrochen. Und während der <strong>friedfertige Konzertfotograf</strong> doch nur seine Bilder machen möchte, kann es schon mal passieren, dass er einen festen Tritt von einer anderen Gattung bekommt, mit der er sich seinen Lebensraum teilt: <strong>d</strong><strong>en Securitys</strong>.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28754" aria-describedby="caption-attachment-28754" style="width: 269px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28754" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/04-1024x701.jpg" alt="" width="279" height="191" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/04-1024x701.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/04-300x205.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/04-750x514.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/04.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 279px) 100vw, 279px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28754" class="wp-caption-text">&#8230; der Blick nach hinten.</figcaption></figure>
<p>Die sind den Kameramännern und -frauen gegenüber zwar meistens <strong>friedlich</strong> gestimmt. Kommt es jedoch zu einem Eingriff durch <strong>Crowdsurfer</strong> in das empfindliche <strong>Biotop</strong>, sind sie sofort zur Stelle und dafür zuständig, diese besonders abenteuerlichen Mitglieder des Publikums schnellstmöglich abzufangen und <strong>des Grabens zu verweisen</strong>. Da stehen die meist völlig <strong>bühnenfixierten Fotografen</strong> nunmal im Weg herum. Aber auch seitens der von ihnen so angebeteten Stage drohen ihnen Gefahren – dazu jedoch später mehr.</p>
<h3><strong>Das Equipment</strong></h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28755" aria-describedby="caption-attachment-28755" style="width: 291px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28755 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/IMG_1928-1024x683.jpg" alt="" width="301" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/IMG_1928-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/IMG_1928-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/IMG_1928-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/IMG_1928-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/IMG_1928.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 301px) 100vw, 301px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28755" class="wp-caption-text">Nebel: Von &#8222;Cooler Effekt!&#8220; bis&#8230;</figcaption></figure>
<p>Kann nicht grundsätzlich jeder Konzertfotograf werden, der eine <strong>Kamera</strong> besitzt? Ja und nein. Die außergewöhnliche Situation, die wir vor die Linse bekommen, erfordert eine <strong>spezielle Ausrüstung</strong>, die auch nicht immer ganz <strong>preisgünstig</strong> ist. <strong>Lichtstarke Objekive</strong>, ein schneller Autofokus, am besten noch mit Bildstabilisator: All das kostet. Die <strong>Investition</strong> in das <strong>richtige Equipment</strong> zahlt sich allerdings aus, vor allem, da die <strong>Lichtsituation</strong> auf der Bühne meist eher<strong> bescheiden</strong> ist und der <strong>Nebel</strong> dichter als auf einem Tümpel in den schottischen Highlands.</p>
<p>Außerdem erfordert die Arbeit als Konzertfotograf eine <strong>enge Zusammenarbeit</strong> mit <strong>Veranstaltern</strong> und gegebenenfalls auch der anwesenden <strong>Presse</strong>. Um im Graben fotografieren zu dürfen, braucht es oft eine Erlaubnis vom Veranstalter (<strong>Akkreditierung</strong>) und die Bilder müssen rechtzeitig abgeliefert werden. Und das kann bei der Zahl an Veranstaltungen und Bands, die man als aktiver Fotograf mitnimmt, ganz schön happig werden.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28756" aria-describedby="caption-attachment-28756" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28756 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/IMG_1693-2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/IMG_1693-2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/IMG_1693-2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/IMG_1693-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/IMG_1693-2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/IMG_1693-2.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28756" class="wp-caption-text">&#8230; &#8222;Ich glaube, da stand mal wer!&#8220;</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bei mir springen für ein <strong>kleines 3-Tages-Festival</strong> gerne mal <strong>11.000-12.000 Bilder</strong> heraus, die alle gesichtet und gegebenenfalls noch eine Runde durch <strong>Photoshop</strong> geschoben werden wollen. Auch hier ist die Verwendung der richtigen Speichermedien wichtig: Ist die Speicherkarte voll, ist sie voll – und am besten hat man sowieso gleich <strong>Computer und Festplatte</strong> am Start, um die Bilder regelmäßig von der Cam zu ziehen. Ihr seht also: <strong>Die Arbeit eines Fotografen hört nicht auf, wenn er den Graben verlässt – sie fängt gerade erst an.</strong></p>
<h3><strong>Equipment steht – Was nun?</strong></h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28750" aria-describedby="caption-attachment-28750" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28750 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/20180831_151233-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/20180831_151233-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/20180831_151233-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/20180831_151233-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/20180831_151233.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28750" class="wp-caption-text">Der manuelle Modus (auch bekannt als: Hä? Ich wollte doch nur ein Foto machen&#8230;).</figcaption></figure>
<p>Gute Fotos brauchen <strong>Übung und Erfahrung</strong>. Die <strong>ständig wechselnden Lichtverhältnisse</strong> erfordern einen geübten Umgang mit der eigenen Kamera. Das Fotografieren im <strong>manuellen Modus (M)</strong> ist da Standard – und da muss man sich eben erstmal reinfuchsen. Ist das geschafft und sitzen die Motive, seid ihr schon fast on board.</p>
<p>Lediglich ein paar <strong>elementare Verhaltensregeln</strong> gelten im Bühnengraben. Die sind unausgesprochen und ungeschrieben, aber (fast) jeder Konzertfotograf hält sich daran. Beobachtet mal das Treiben in der <strong>0. Reihe</strong>, vielleicht findet ihr sie selbst heraus.</p>
<h3>&nbsp;</h3>
<h3><strong>Die Vorteile</strong></h3>
<p>Eine Sache bleibt unumstritten: Die <strong>besondere Erfahrung</strong>. Man ist näher dran am Geschehen, teilt sich seinen hart erkämpften Quadratmeter meist nicht mit 5 anderen und gerade als <strong>kleine Person</strong> erlebt man die Bühnenperformance endlich mal in voller Gänze – nicht nur zwischen den Köpfen anderer hindurch. Außerdem bekommt man als Fotograf oft (nicht immer!) Zugang zum <strong>Backstagebereich</strong>, wo man sich ein ruhiges Eckchen zum Arbeiten und Ausruhen suchen kann (wie langweilig!) und Getränke oftmals einen Deut billiger erhält.</p>
<p>Auch spart man sich auf manchen Veranstaltungen den <strong>Eintritt</strong>. All das ist jedoch immer abhängig von der <strong>Gunst des Veranstalters</strong>! Natürlich kommt man automatisch auch in Kontakt mit anderen <strong>interessanten Persönlichkeiten</strong>, die man sonst vielleicht eher nicht treffen würde, so zum Beispiel mit <strong>Musikern</strong>, die sich über die Fotos freuen und anderen Fotografen, mit denen man sich über die neuesten Entwicklungen im Fotografiebusiness austauschen kann.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" style="width: 320px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="" src="https://media.giphy.com/media/dZdXOofu51hNxJy1mi/giphy.gif" alt="" width="330" height="442"><figcaption itemprop="caption" class="wp-caption-text">Wir sind dafür zuständig, dass es für jeden Patzer einen Fotobeweis gibt. So auch für diesen altersschwachen Mikroständer bei ODROERIR auf dem Wolfszeit 2018.</figcaption></figure>
<h3><strong>Die Nachteile</strong></h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28751" aria-describedby="caption-attachment-28751" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28751 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/20180831_150840-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/20180831_150840-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/20180831_150840-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/20180831_150840-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/20180831_150840.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28751" class="wp-caption-text">Die eingeschränkte Weltsicht eines Fotografen.</figcaption></figure>
<p>Zu allererst: Es ist ein<strong> teures Hobby</strong>. Wie schon erwähnt, sorgt das Equipment nicht selten für das eine oder andere zu verschmerzende <strong>Loch im Portmonee</strong>. Außerdem (Achtung: hier kommt jetzt das große Jammern!) ist es eine anstrengende Berufung: Man steht sich den ganzen Abend die <strong>Beine in den Bauch</strong> und hält sich dabei regelmäßig Kameras und Objektive vor die Nase, die nicht selten ein Kilo oder mehr wiegen – das geht auf die Arme, glaubt es mir!</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28752" aria-describedby="caption-attachment-28752" style="width: 198px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28752" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/Fotos-300x294.jpg" alt="" width="208" height="204" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/Fotos-300x294.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/Fotos-750x736.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/Fotos.jpg 917w" sizes="auto, (max-width: 208px) 100vw, 208px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28752" class="wp-caption-text">Snapshot by IridumStream</figcaption></figure>
<p>Außerdem hält sich der <strong>Festival-Spaßfaktor</strong> eher in Grenzen. Sich zu <strong>besaufen</strong> ist nicht drin und auch mit Bekannten herumhängen ist nur so lange möglich, bis die nächste Band zum ersten Stück ansetzt. Zum Schluss ist es auch kein ganz <strong>ungefährlicher Job</strong>: Nicht selten bekommt man den <strong>handfesten Optimismus</strong> des Publikums zu spüren, und dabei trägt man doch tausende Euro teures Equipment mit sich herum. Da muss man schon ein bisschen <strong>schmerzfrei</strong> werden. Auch hat nicht jeder wild auf und vor der Bühne herumturnende <strong>Musiker</strong> die <strong>Linsenzyklopen</strong> im Blick (und umgekehrt). Das klingt zwar blöd, aber hängt ein Fotograf vor dem Sucher, sieht er nur sein Motiv &#8211; sonst ist er quasi blind. Und bei Bands wie <strong>CARACH ANGREN</strong> fühlt sich das Fotografieren, eingezwängt zwischen <strong>Hebebühnen</strong> und einigen anderen hilflosen Fotografen, eher wie ein Spießrutenlauf an.</p>
<h3><strong>Warum gibt es nicht mehr so viele Fotos vom Publikum? Die DSGVO</strong></h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29084" aria-describedby="caption-attachment-29084" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29084 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/IMG_5118jp-300x204.jpg" alt="" width="300" height="204" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/IMG_5118jp-300x204.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/IMG_5118jp-1024x697.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/IMG_5118jp-750x511.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/IMG_5118jp.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29084" class="wp-caption-text">Publikum auf der Bühne: Was nun?</figcaption></figure>
<p>Ein<strong> lästiges, aber von Zuschauern häufig angesprochenes Thema</strong>, dieses komische Gesetz. Niemand weiß so richtig, für wen es gilt und für wen nicht. Wer damit noch nichts anfangen kann: Die neue <strong>Datenschutzgrundverordnung</strong> der EU, die seit Jahresbeginn in Kraft getreten ist, ist die <strong>unsichtbare Geißel</strong> eines jeden Fotografen. Das Ablichten von Personen ist – vereinfacht gesagt – nur noch mit deren <strong>schriftlichem Einverständnis</strong> erlaubt. Das ist in unserem Bereich schlichtweg unmöglich. Auch mit <strong>veränderten AGBs</strong> seitens der Veranstalter, die deutlich auf das Erstellen von <strong>Publikumsfotos</strong> durch Fotografen hinweisen, kann man das Gesetz nicht umgehen.</p>
<p>Natürlich sagt ihr jetzt: <strong>Ich verklage doch keinen Konzertfotografen.</strong> Ich freue mich, wenn ich auf den Fotos bin! Das ist leider nicht der gesetzliche Alltag. Die Vergangenheit hat in ähnlichen Fällen bereits gezeigt, dass es <strong>Kanzleien</strong> gibt, die sich gezielt auf solche Fälle spezialisieren könnten – ganz gleich, ob sich der Fotografierte gestört fühlt oder nicht.</p>
<p>Was machen wir nun? Viele halten den Rummel um die <strong>DSGVO</strong> für <strong>unbegründet</strong> und einige machen und veröffentlichen weiterhin Fotos vom Publikum. Die Wahrheit ist: Keiner weiß, was in Zukunft zu diesem Thema noch geschehen wird. Also warten wir alle ab.</p>
<h2><strong>Die Helden der Kamera</strong></h2>
<p>Nun aber genug von mir. Ich lasse hier ein paar Kollegen sprechen – schließlich sind wir ein recht geschlossenes Grüppchen. Man kennt sich, jeder hat andere Anekdoten auf Lager. Hier soll den <strong>eifrigen Knipsern</strong> mal ein kleiner Altar geboten werden.</p>
<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><h3 class="vw-infobox-title"><span>Maik Kaste</span></h3><div class="vw-infobox-content">Über mich:&nbsp;Ich bin jetzt seit fast 10 Jahren, also genauer gesagt seit 2009 Konzertfotograf für meine eigene <a href="http://crow.n-metal.de"><strong>Page</strong></a>&nbsp;und mein <a href="http://www.N-Metal.de"><strong>Webzine</strong></a>.</div></div></div>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29086" aria-describedby="caption-attachment-29086" style="width: 156px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29086 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Krankheit-1.jpg" alt="" width="166" height="248" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Krankheit-1.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Krankheit-1-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Krankheit-1-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Krankheit-1-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 166px) 100vw, 166px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29086" class="wp-caption-text">KRANKHEIT</figcaption></figure>
<h4>Warum bist du Konzertfotograf geworden?</h4>
<p>Die Berichte hat damals noch ein Kollege geschrieben, da ich mich bereits damals eher fürs Fotografieren interessiert habe. Mir war und ist immer wichtig, die Musik der Künstler in Bildform wiederzugeben. Ich versuche, mit der Fotografie und der dazugehörigen Nachbearbeitung nicht nur das Gefühl auf dem Konzert oder Festival wiederzugeben, sondern auch die <strong>Stimmung der Musik</strong>.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29087" aria-describedby="caption-attachment-29087" style="width: 160px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29087" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Marduk-1.jpg" alt="" width="170" height="255" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Marduk-1.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Marduk-1-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Marduk-1-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Marduk-1-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 170px) 100vw, 170px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29087" class="wp-caption-text">MARDUK</figcaption></figure>
<h4>Dein verrücktestes Erlebnis im Bühnengraben:</h4>
<p>Das krasseste Erlebnis war, als 2011 auf dem <strong>Veldensteiner Festival</strong> bei der Band <strong>LETZTE INSTANZ</strong> der Mikrofonständer in den Bühnengraben abgestürzt ist.</p>
<p>Dieser war leider gut 30-40kg schwer und aus massivem Stahl. Diese Sense schlug nur<strong> knapp 20cm</strong>&nbsp;neben mir auf den Boden. Da bin auch ganz bleich geworden.</p>
<p>&nbsp;</p>
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<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><h3 class="vw-infobox-title"><span>Martin Bärmann</span></h3><div class="vw-infobox-content"></p>
<p>Über mich: Ich bin seit Dezember 2016 unter dem Namen <a href="https://www.facebook.com/Baermann.Art/"><strong>M.Bärmann</strong></a> als Fotograf unterwegs. Für mich ist das mehr als ein Hobby, sondern eher eine große Leidenschaft. Am meisten bin ich in den Bereichen Portrait/People und Konzert-/Eventfotografie tätig. Mich zieht das <strong>Düstere und Morbide</strong> sehr an, sodass ein Hauch davon fast immer in meinen Bildern zu finden ist. Letztendlich versuche ich mit meinen Bildern auch meine Gefühle zu verarbeiten.</p>
<p></div></div></div>
<h4><span class="_5yl5">Warum bist du Konzertfotograf geworden?</span></h4>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29066" aria-describedby="caption-attachment-29066" style="width: 134px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29066" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/thumbnail_me-200x300.jpg" alt="" width="144" height="216" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/thumbnail_me-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/thumbnail_me-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/thumbnail_me-750x1124.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/thumbnail_me.jpg 854w" sizes="auto, (max-width: 144px) 100vw, 144px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29066" class="wp-caption-text">Martin Bärmann</figcaption></figure>
<p>Zur Konzertfotografie bin ich durch ein <strong>befreundetes Pärchen</strong> (Arnaud Vansteenkiste &amp;&nbsp;Anett S Caedes) gekommen, die beide als Fotografen tätig sind.</p>
<div>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29072" aria-describedby="caption-attachment-29072" style="width: 238px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29072" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Humanitas-Error-Est-300x200.jpg" alt="" width="248" height="165" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Humanitas-Error-Est-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Humanitas-Error-Est-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Humanitas-Error-Est-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Humanitas-Error-Est-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Humanitas-Error-Est.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 248px) 100vw, 248px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29072" class="wp-caption-text"><strong>HUMANITAS ERROR EST</strong></figcaption></figure>
<p>Sie sind aber auch <strong>großartige Musiker</strong> und so kam es, dass sie mir bei einem Auftritt ihrer Band <strong>HUMANTIAS ERROR EST</strong>&nbsp;einfach die Kamera in die Hand gedrückt haben.<br />
Da die Bilder schon beim ersten Mal sehr gut angekommen sind und ich großen Zuspruch erhalten habe, hatte ich schnell <strong>Blut geleckt</strong> und habe mir dann auch meine eigene Ausrüstung zugelegt. Seitdem bin ich sehr aktiv als Konzertfotograf und am meisten auf <strong>Black- oder Death Metal Konzerten</strong> unterwegs.</p>
</div>
<h4><span class="_5yl5">Dein verrücktestes Erlebnis im Bühnengraben:</span></h4>
<div>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29073" aria-describedby="caption-attachment-29073" style="width: 122px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29073" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Psychonaut-4-200x300.jpg" alt="" width="132" height="199" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Psychonaut-4-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Psychonaut-4-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Psychonaut-4-750x1123.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Psychonaut-4.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 132px) 100vw, 132px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29073" class="wp-caption-text">PSYCHONAUT 4</figcaption></figure>
<p>Das war eindeutig im&nbsp;<strong>Gibus Live in Paris</strong> zu einen Konzert von <strong>PSYCHONAUT 4</strong> und <strong>NOCTURNAL DEPRESSION</strong>.</p>
</div>
<div>Dort war ungelogen das halbe Publikum mit<strong> Rasierklingen</strong> unterwegs und hat sich die ganze Zeit geritzt.</div>
<div>&nbsp;</div>
<div>Gerade weil es in diesem mittelgroßen Club aber keinen Bühnengraben gab, war ich mittendrin. Und das war nicht das angenehmste Gefühl, weil ringsherum alle mit scharfen Rasierklingen rumgefuchtelt haben, gerade wegen der Ansteckungsgefahren in Sachen Hepatitis, Aids und so weiter.</div>
<div>&nbsp;</div>
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<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><h3 class="vw-infobox-title"><span>Jörn Rohrberg</span></h3><div class="vw-infobox-content">Über mich: Ich bin seit dem Jahr 2000 als <strong>Schneemensch aka Yeti</strong> unterwegs und auch als Fotograf und Kameramann für Industrie und Werbung tätig. Musikevents sind da eher der angenehme Hobby-Part, der meist auch dynamischer ist als die normale Arbeit. Leidenschaft würde ich Fotografie nicht gesondert nennen, da alle<strong> grafische Arbeit</strong> bei mir leidenschaftlich erledigt wird.&nbsp; Die Konzert-/Eventfotografie hat besonders mit der Gründung eines Stadtmagazines damals bei mir mehr Platz eingenommen und mich so nahe an &#8222;Helden&#8220; herangeführt. Einen <strong>Hotdog</strong> am Tisch mit <strong>Dave Grohl</strong> essen &#8211; check! <strong>Jan Böhmermann</strong> interviewen &#8211; check! Mit <strong>ROYAL REPUBLIC</strong> die Pinkelrinne teilen &#8211; check check check. Privat fotografiere ich eher gern Freunde, Bekannte und Ruinen &#8211; manchmal überschneidet sich das auch…</div></div></div>
<h4><span class="_5yl5">Warum bist du Konzertfotograf geworden?</span></h4>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29078" aria-describedby="caption-attachment-29078" style="width: 180px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29078" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/IMG_6534_LAB_sw-e1488967854204-256x300.jpg" alt="" width="190" height="223" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/IMG_6534_LAB_sw-e1488967854204-256x300.jpg 256w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/IMG_6534_LAB_sw-e1488967854204.jpg 630w" sizes="auto, (max-width: 190px) 100vw, 190px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29078" class="wp-caption-text">Jörn Rohrberg</figcaption></figure>
<p>Die Konzertfotografie kam durch die Arbeit in einer Agentur zustande. Erst war es dokumentarische Arbeit, später kam ein eigenes Magazin und Arbeit für Bands hinzu, wodurch ich dann öfter auf Konzerten, Festivals und Parties unterwegs war.</p>
<div>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29079" aria-describedby="caption-attachment-29079" style="width: 170px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29079" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/GMRmo0Eg-225x300.jpeg" alt="" width="180" height="240" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/GMRmo0Eg-225x300.jpeg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/GMRmo0Eg-768x1024.jpeg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/GMRmo0Eg-750x1000.jpeg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/GMRmo0Eg.jpeg 900w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29079" class="wp-caption-text">Ost+Front</figcaption></figure>
<p>Mehr und mehr kommt man dann in <strong>Kontakt mit Bands</strong>, Fans und Veranstaltern und erweitert so die eigene Scherbensammlung und Zubehör. Die Arbeitsweise auf Festivals ist gänzlich anders &#8211; und auch spannend &#8211; im Vergleich zu Werbeshoots oder &#8222;normaler&#8220; dokumentarischer Fotografie.</p>
</div>
<div>Das ganze liegt nun über 10 Jahre zurück und seitdem ist es etwas weniger geworden &#8211; meist mache ich mehr Fotos für Bands oder filme Konzerte. Oder sitze &#8211; das ist recht häufig &#8211; im Hintergrund und arbeite da an Konzepten, Grafiken, Werbung.</div>
<h4><span class="_5yl5">Dein verrücktestes Erlebnis im Bühnengraben:</span></h4>
<div>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29080" aria-describedby="caption-attachment-29080" style="width: 150px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29080" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/m9hUNM6g-1-225x300.jpeg" alt="" width="160" height="213" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/m9hUNM6g-1-225x300.jpeg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/m9hUNM6g-1-768x1024.jpeg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/m9hUNM6g-1-750x1000.jpeg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/m9hUNM6g-1.jpeg 900w" sizes="auto, (max-width: 160px) 100vw, 160px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29080" class="wp-caption-text">Joachim Witt</figcaption></figure>
<p>Gute Frage&#8230; Von Fans, die blank ziehen, über Musiker, die sich entschließen, der Security den Hoden auf die Glatze zu legen, bis zu rotzbesoffenen Fans in der ersten Reihe, die die Bezeichnung Wellenbrecher zu wörtlich nehmen&#8230; Oder aber auch nur das Festival, bei dem sich der Wettergott entschließt, <strong>Monsunregen</strong> auf pralle Sonne folgen zu lassen. Danke<strong> NCN 2016</strong>&#8230;</p>
</div>
<div>Immer ist es ein Moment, der einem Adrenalin in die Adern schießen und dann schnell die <strong>Technik sichern</strong> lässt&#8230; Nix tut mehr weh als ein kaputtes Objektiv im Wert eines Kleinwagens. Oder wenn der Blitz, der statt des Urlaubs gekauft wurde, sich im Wasser vollsaugt und danach den Dienst versagt.</div>
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<div>&nbsp;</div>
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</div>
<hr>
<h3><strong>Ein paar Worte zum Schluss</strong></h3>
<p>Ich hoffe, ich konnte die Geheimnisse um die <strong>mysteriöse Zunft</strong> der <strong>Konzertfotografen</strong> mit dieser kleinen Kolumne etwas lüften. Vielleicht sind euch ein paar <strong>Gesichter</strong> aus dieser Liste bekannt vorgekommen? Wenn ihr mal wieder ein paar Kameramänner und -frauen über das Konzertgelände streifen seht,<strong> seid lieb</strong> zu ihnen! Die meisten von uns machen ihre Arbeit ehrenamtlich und ohne uns gäbe es von euren Helden nur verschwommene Handyaufnahmen aus der 4. Reihe.</p>
<p>Wer übrigens gerne mal andere Fotos von mir auschecken möchte, kann das <strong><a href="https://www.facebook.com/SUngerPhotography">hier</a></strong> tun.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/tagebuch-eines-konzertfotografen/">Aus dem Tagebuch eines Konzertfotografen</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Senf der Woche #21 &#8211; Das nervt auf Konzerten</title>
		<link>https://silence-magazin.de/senf-der-woche-21-das-nervt-auf-konzerten/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=senf-der-woche-21-das-nervt-auf-konzerten</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jun 2017 06:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Club]]></category>
		<category><![CDATA[fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Headliner]]></category>
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		<category><![CDATA[Merchandise]]></category>
		<category><![CDATA[Nervig]]></category>
		<category><![CDATA[senf der woche]]></category>
		<category><![CDATA[tickets]]></category>
		<category><![CDATA[vorband]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jawoll, SILENCE goes cuisine! Wer seine Pommes nicht nur Schranke, sondern auch mal mit den Variationen des Granum Sinapis veredelt wissen möchte, ist hier genau richtig. Senf in seinen urigsten und verspieltesten Varianten und zu den unterschiedlichsten Gerichten serviert, dargeboten von der ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/senf-der-woche-21-das-nervt-auf-konzerten/">Senf der Woche #21 &#8211; Das nervt auf Konzerten</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Jawoll, <strong><em>SILENCE</em></strong> goes cuisine! Wer seine Pommes nicht nur Schranke, sondern auch mal mit den Variationen des Granum Sinapis veredelt wissen möchte, ist hier genau richtig. Senf in seinen urigsten und verspieltesten Varianten und zu den unterschiedlichsten Gerichten serviert, dargeboten von der <em><strong>SILENCE</strong></em>-Crew.</h3>
<p><span id="more-18643"></span><br />
<strong><em>Thema heute:</em>&nbsp;Schlechter Sound, rücksichtslose Arschlöcher, Ticket-Abzocke &#8211; was nervt dich so richtig, wenn du zu einem Konzert gehst?</strong></p>
<div class='vw-row-shortcode'><div class='vw-column-shortcode  vw-one-half'></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><b><a href="https://silence-magazin.de/author/jonas/" target="_blank" rel="noopener">Jonas</a>&nbsp;</b>meint:</span></p>
<p>Wie läuft ein Konzert denn ab? Ich komme viel zu früh an, damit ich auch die Vorbands erleben darf. Dann beobachte ich verwundert, dass sich der Saal<strong> erst bei den Headlinern</strong>&nbsp;füllt. Das wäre die erste Sache, die mich nervt. Jeder muss <strong>die Möglichkeit haben, die Vorbands sehen zu können</strong>.</p>
<p>Natürlich kann es keine wirkliche Lösung sein, immer nur an Wochenendtagen zu spielen, weil es ja immer noch Leute gibt, die aufgrund der Arbeitszeiten nicht früher kommen können. Dann kann ich aber wenigstens <strong>genau zwischen Musikfans und Fans der Headliner unterscheiden</strong>. Hoffentlich kommentiert hier keiner, dass die <strong>Vorbands für ihn Zeitverschwendung</strong> sind. Diese Stunde der Lebenszeit sollte es wert sein, tolle Gruppen entdecken zu können. Wer was anderes behauptet, ist wahrscheinlich <strong>ein Arschloch</strong>.</p>
<p>Den meisten Arschlöchern reicht das aber auch nicht. Das <strong>eigene Wohlbefinden</strong> scheint für einige Personen so sehr im Vordergrund zu stehen, dass sie <strong>andere zahlende Konzertbesucher einfach vergessen</strong>. Bei einem Konzert kotzen nicht nur inhumane Spielzeiten an sondern auch die <strong>rücksichtslosen Raucher</strong>. Versteht mich nicht falsch, wer sich draußen die Lunge zerstört und drinnen nur stinkt, hat sich das mit seinem eigenen Geld wohl &#8222;verdient&#8220;. Macht das bloß bitte nicht in einem geschlossenen Raum. <strong>Wenn ihr euch selbst vergessen wollt, geht zum Ballermann, aber bleibt Clubkonzerten fern. Danke!</strong></p>
<p></div><div class='vw-column-shortcode  vw-one-half'></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><b><a href="https://silence-magazin.de/author/sarah/" target="_blank" rel="noopener">Sarah</a>&nbsp;</b>findet:</span></p>
<p>Tief in mir drin steckt ein <strong>kleiner Choleriker</strong>. Deshalb gibt es auch auf Konzerten Dinge, die mich einfach auf die Palme bringen.</p>
<p>Als allererstes: <strong>Schlechter Sound</strong>! Machen wir uns nichts vor, die meisten Bands sieht man nicht allzu oft in seinem Leben. Dann ist es umso ärgerlicher, wenn das Konzerterlebnis von schlechtem Sound geprägt ist. Manchmal muss man sich echt fragen: „Ist der Tontechniker taub???“</p>
<p>Das zweite Ärgernis, was mein Blut zum Kochen bringt, sind <strong>sehr angeheiterte Menschen</strong>, die gerne in Nähe des Mischpults anfangen, <strong>ausgelassen zu headbangen und zu pogen</strong>. Leute, wenn ihr anderen eure Körperteile und Haare ins Gesicht werfen wollt, dann bitte an Stellen im Club, wo Gleichgesinnte sind! Ich hatte schon einmal das Vergnügen, <strong>einen schwungvollen Arm mit meinem Gesicht abzubremsen</strong>. Das möchte ich nicht nochmal erleben &#8230;</p>
<p>Top 3 der Nervtöter ist für mich das <strong>kaum vorhandene Ladies-Merch</strong>. Wenn du <strong>mit Vorfreude und 50 Tacken in der Tasche</strong> auf ein Konzert gehst und dann zum Entsetzen feststellen musst, dass das Einzige, was du dir kaufen kannst, <strong>ein Patch für 5€</strong> ist, finde ich das mehr als traurig. Da hilft auch nicht, wenn du vom Merch-Guy zu hören bekommst: <strong>„Kauf dir doch die S vom Herrenshirt.“</strong> Ja, das kannste schon so machen, aber dann ist es halt kacke &#8230;</p>
<p>So, genug gemeckert, ich muss erst einmal tief Luft holen und eine Valium-Tablette nehmen.</p>
<p></div></div>
<p><span style="text-decoration: underline;"><b><a href="https://silence-magazin.de/author/nina/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Nina</strong></a>&nbsp;</b>sagt:</span></p>
<p>Yeah, Rant-Time! Da weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll &#8230;</p>
<p class="western"><strong>1. Tickets</strong>!&nbsp;Ich hasse Ticketanbieter, die für <strong>Print@Home-Tickets eine Pauschale von bis zu 2,50 €</strong> erheben. Das ist bei kleinen Konzerten, die 10 € kosten, schon ein dreister Aufschlag. [Anm.: Laut <strong>Beschluss des OLG Bremen</strong> darf Eventim (!) keine zusätzliche Gebühr mehr dafür erheben. Auch andere Verkaufsstellen wurden abgemahnt.]</p>
<p class="western"><strong>2. Lokalität</strong>!&nbsp;Ich bin eine kleine Prinzessin, was die <strong>Erreichbarkeit von Clubs</strong> angeht. <strong>Schlechte Anbindung an den ÖPNV</strong>, vor allem, wenn man nicht in seiner Heimatstadt unterwegs ist und nachts wieder nach Hause fahren muss, macht mal so gar keinen Spaß. Daneben: <strong>Schlechte Belüftung</strong>, <strong>Nebelmaschinen</strong>, <strong>Blinder</strong>, uvm. Hass, Hass, Hass!</p>
<p class="western"><strong>3. Menschen</strong>! Dumme Arschlöcher generell – Personal, Techniker, Musiker, Gäste. Und: Wenn ich <strong>als Fotomensch unterwegs</strong> bin und Konzertgäste <strong>keinerlei Rücksicht</strong> nehmen. Ich denke nur an die teure Technik (Mimimi!) und meine fehlende Aufmerksamkeit für den nötigen Selbstschutz, wenn mir mal wieder so ein <strong>Stahlkappenschuh-tragender 120-Kilo-Koloss entgegenfliegt</strong>.</p>
<p class="western">Außerdem: Wenn andere Bands meiner Band das <strong>Backstage-Bier wegsaufen</strong> (ich hasse euch!) und ich deswegen mein Aftershow-Bier selbst bezahlen muss. Gleiches gilt für Essen. Und an die Veranstalter: Nein, Nudeln mit Ketchup oder Brot mit Butter ist <strong>KEIN adäquates Catering</strong>, ihr faulen Schweine!</p>
<p class="western"><strong>4. Musik</strong>! <strong>Scheiß Sound</strong> (auf oder vor der Bühne) und <strong>unmotivierte Musiker</strong>. Wenn ihr keinen Bock habt, dann lasst es doch einfach bleiben!</p>
<hr>
<h3>Ihr kennt noch mehr Beispiele? Dann her damit!</h3>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/senf-der-woche-21-das-nervt-auf-konzerten/">Senf der Woche #21 &#8211; Das nervt auf Konzerten</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Die Schmach der Großfressen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Don Promillo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Nov 2016 13:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[2016]]></category>
		<category><![CDATA[Bier]]></category>
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		<category><![CDATA[Heavy Metal]]></category>
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		<category><![CDATA[rock n roll]]></category>
		<category><![CDATA[Underground]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In den letzten Jahren kam mir ein eigenartiges Phänomen besonders oft unter die Linse und jedes Mal stellte ich mir die Frage: &#8222;Meinen die das wirklich ernst?&#8220;. Im folgenden Artikel möchte ich euch meine Meinung und Ansichten zum Thema &#8222;H.M.C. (Heavy Metal ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/die-schmach-der-grossfressen/">Die Schmach der Großfressen</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>In den letzten Jahren kam mir ein eigenartiges Phänomen besonders oft unter die Linse und jedes Mal stellte ich mir die Frage: &#8222;Meinen die das wirklich ernst?&#8220;.</p></blockquote>
<p>Im folgenden Artikel möchte ich euch meine Meinung und Ansichten zum Thema <strong>&#8222;H.M.C. (Heavy Metal Club)&#8220;</strong> näher bringen. Bereits in der Gründungsphase des Magazins habe ich mir zu diesem meine Gedanken gemacht und heftig überlegt, darüber eine Kolumne zu schreiben. Letzten Endes wollte ich aber noch den diesjährigen Festivalsommer abwarten, um festzustellen, ob meine Meinung denn tatsächlich gerechtfertigt ist oder ob ich einfach nur die falschen Menschen kennengelernt, bzw. schlechte Erfahrungen gemacht habe.<br />
Zuerst möchte ich aber klarstellen, dass ich hier keineswegs alle Clubs und deren dazugehörige Mitglieder über einen Kamm scheren möchte, sondern dass ich nur meine Erfahrungen und Erlebnisse in diesen Artikel einfließen lasse.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_11089" aria-describedby="caption-attachment-11089" style="width: 656px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-11089" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/725.jpg" alt="Der vielleicht erste HMC???" width="666" height="666" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/725.jpg 666w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/725-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/725-300x300.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 666px) 100vw, 666px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-11089" class="wp-caption-text">Der vielleicht erste HMC???</figcaption></figure>
<h2>Was ist eigentlich so ein H.M.C.?</h2>
<p>&#8230; von den Strukturen her nichts großartig anderes als ein <strong>MC (Motorcycle Club)</strong>. Wenn man nicht grad Boss ist, hat man immer jemanden, der über einem steht und die Entscheidungsgewalt hat. Ich verstehe einfach nicht, warum ich mich in meiner Freizeit auch noch unterwerfen soll. Mindestens 40 Stunden pro Woche bekomme ich von meinem Chef gesagt, was ich zu tun und zu lassen habe und dann soll das Ganze auch noch am Wochenende so weitergehen? Nicht mit mir! Mein Wochenende ist mir heilig! Und die pure Heiligkeit ist es doch, ganz entspannt in die freien Tage voller grenzenloser Freiheit zu starten und nicht die versifften Klos irgendwelcher Clubräume zu schrubben.</p>
<blockquote><p>Hattest du in deinem Freundeskreis schon mal eine Probezeit? Nicht? Ich nämlich auch nicht!</p></blockquote>
<p>Das Nächste, was mir bei solchen &#8222;Clubs&#8220; ziemlich sauer aufstößt, sind diverse <strong>Aufnahmerituale und Probezeiten</strong>. Ich bewerbe mich doch bei dieser Truppe nicht um einen Job, sondern um meine Freizeit sinnvoll und entspannt zu verbringen. Da mag ja eine kleine Bierdusche noch ganz witzig sein, aber bei monatelangen <strong>Putzorgien und Getränkeschleppereien</strong> hört für mich der Spaß auf.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_11086" aria-describedby="caption-attachment-11086" style="width: 1014px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-11086" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/IMG_1175-1024x682.jpg" alt="Volle erste Reihe? Vergiss es!" width="1024" height="682" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/IMG_1175-1024x682.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/IMG_1175-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/IMG_1175-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/IMG_1175-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/IMG_1175.jpg 1400w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-11086" class="wp-caption-text">Volle erste Reihe? Vergiss es!</figcaption></figure>
<h2>H.M.C.s machen sich für den Underground stark?!</h2>
<p>Davon habe ich bisher recht wenig mitbekommen. Zumeist sieht man die Mitglieder in ihrer Lederkutte voller Patches der Szenegrößen rumrennen! Patches von den <strong>Local Heroes</strong>? Fehlanzeige! Auf Partys lauscht man dann auch meistens vergeblich nach irgendwelchen ungehörten Untergrundperlen. Machts sich der DJ da etwa ganz leicht und gibt bei YouTube &#8222;Heavy Metal Playlist&#8220; ein? Gar nicht mal so unwahrscheinlich (vorausgesetzt das Vereinsheim hat WLAN).<br />
HMCs schmücken sich immer damit, den Underground zu supporten und die Szene zu stärken, doch eigentlich feiern die Jungs und Mädels nur sich selbst. Da ich jetzt nicht gerade in der Provinz wohne und es hier einige Clubs gibt, müsste es doch auch einige Veranstaltungen von ihnen geben? Vielleicht liegt es daran, dass ich in keinem dieser Vereine bin, doch ich bekomme von diesen Partys nichts mit. Lediglich ein Mal im Jahr leuchtet mein <strong>Facebook-Globus</strong> auf und ich werde zu einer HMC-Clubfeier eingeladen. Einmal und nie wieder!!! Die Gäste bestehen zu 90 % aus Vereinsmitgliedern und statt dem eigentlichen Sinn des Rock´n´Roll zu fröhnen, werden sinnlose Spielchen á la <strong>Tauziehen oder Flunkyball</strong> gespielt. Wenn das der Underground ist, will ich mich da nicht mehr rumtreiben.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_11084" aria-describedby="caption-attachment-11084" style="width: 202px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/2015_06_12_brann_open_air_420.jpg" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-11084 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/2015_06_12_brann_open_air_420-212x300.jpg" alt="Nicht das erste abgesagte Clubfest!" width="212" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/2015_06_12_brann_open_air_420-212x300.jpg 212w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/2015_06_12_brann_open_air_420.jpg 420w" sizes="auto, (max-width: 212px) 100vw, 212px" /></a><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-11084" class="wp-caption-text">Nicht das erste abgesagte Clubfest!</figcaption></figure>
<p>Und trotzdem fiel mir in letzter Zeit auf, dass sich ein paar Chapter tatsächlich für den Underground stark machen und Festivals veranstalten, die von <strong>Newcomern</strong> geprägt sind. Bei meiner letzten Erfahrung blieb es allerdings bei dem Versuch, das Festival zu veranstalten. Nach einigem Stress mit Anwohnern wurde das Festival schließlich eine Woche vor Start abgesagt. Angegebener Grund: Unwetterwarnung! Der <strong>Kachelmann</strong> ist ein Held!!! Leute, wenn ihr es nicht gebacken bekommt den ganzen formellen Kram zu klären, dann lasst das doch bitte Leute machen, die auch Ahnung davon haben. Ihr schadet euch damit nicht nur selbst, sondern macht euch damit auch keine Freunde!<br />
Das war die eine Art von Clubs, die versuchen Festivals veranstalten. Viel heftiger sind Vereine, die von Beginn an größenwahnsinnig sind und versuchen, große Bands an Land zu ziehen und sich dabei maßlos überschätzen. So auch geschehen im Jahr 2015 beim <strong>Brann Open Air</strong>. Nachdem vermutlich schweineteure Bands gebucht wurden, veröffentlichten die Veranstalter, dass es Probleme mit dem Festivalgelände gab. Nach mehreren geplanten Umzügen folgte schlussendlich die erwartete Absage. Mittlerweile schlägt die Planung dieses Wochenendes weitreichende Wellen. Sogar von <strong>Insolvenzverfahren</strong> ist die Rede.</p>
<p>Ihr seht also: Lasst Festivals von <strong>Fachleuten</strong> organisieren, die genau wissen, was sie dort machen!<br />
Das natürlich nicht alle Vereine komplett unfähig sind und ordentliche Festivals veranstalten, zeigt das <strong>Storm Crusher Festival</strong>. Hier wird seit Jahren grundsolide Arbeit geleistet, die ihr unbedingt unterstützen solltet. <a href="https://silence-magazin.de/el-zecho-und-don-promillo-abenteuer-auf-dem-bauernhof/" target="_blank">Hier </a>geht es zu meinem diesjährigen Festivalbericht.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/die-schmach-der-grossfressen/">Die Schmach der Großfressen</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Das Aussterben von Konzerten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Oct 2016 09:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Bands]]></category>
		<category><![CDATA[Clubs]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Metal Band]]></category>
		<category><![CDATA[Red Front]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wo bleibt ihr? Es ist Samstag, 21 Uhr. Ich stehe in einem kleinen aber feinen Klub in meiner Stadt. Im Hintergrund läuft &#8222;Killers&#8220; von IRON MAIDEN. Um mich herum lungern 10 Nasen an der Bar auf Hockern, oder stehen draußen und verzehren ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/das-aussterben-von-konzerten/">Das Aussterben von Konzerten</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Wo bleibt ihr?</strong></h2>
<p>Es ist Samstag, 21 Uhr. Ich stehe in einem kleinen aber feinen Klub in meiner Stadt. Im Hintergrund läuft &#8222;Killers&#8220; von <strong>IRON MAIDEN</strong>. Um mich herum lungern <strong>10 Nasen an der Bar</strong> auf Hockern, oder stehen draußen und verzehren ihr mitgebrachtes Bier. In knapp 30 Minuten spielen <strong>2 Bands aus Brasilien </strong>&#8211; die für <strong>2 Konzerte in Deutschland</strong> extra halt auf ihrer Tour gemacht haben &#8211; sowie eine lokale Band. Es wurde ausgiebig Werbung in den digitalen Medien mit Plakaten, sowie Flyern gemacht. Und doch werden es nicht mehr als 20 Leute sein, von denen die Hälfte erst beim Headliner aufkreuzt, um den Eintritt zu bezahlen. Der Rest stand, während der Opener sich redlich bemühte, draußen und ignorierte gekonnt 1 Stunde lang feinsten Metal, anstatt das volle Paket zu nutzen.</p>
<p>Doch kaum ist der Obolus gelöhnt, steht der Hauptact sogleich vor der nächsten Hürde. Ein großer Halbkreis bildet sich vor der Bühne, nennen wir es das &#8222;U&#8220;, der sich bis zum Ende des Konzertes nicht schließen wird. Fast alle stehen teilnahmslos am Rand, wippen skeptisch mit ihren Füßen. Nur 6 Menschen, 4 davon <strong>auf</strong> der Bühne, lassen ihrer Laune freien Lauf und schütteln ihr Haupthaar. Immerhin sind ein paar Seelen vom Sofa aufgestanden, haben sich unter Menschen begeben und sehen jetzt exotische Bands aus Übersee. Für einen lachhaften <strong>Preis </strong>von gerade einmal <strong>5 Euro</strong>. Ihre Freunde, die vor dem Rechner weiter gammeln, ärgern sich im Nachhinein, dass sie etwas Großartiges verpasst haben. Nämlich:</p>
<h4><strong>Eine tolle unbekannte brasilianische Metalband</strong></h4>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/nFCcRKK-4Zo?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<blockquote><p>Für 15 Euro habe ich den Auftritt erlebt, eine CD und ein T-Shirt gekauft. Mehr Leistung geht nicht! Aber das nur am Rande.</p></blockquote>
<p>Das von mir beschriebene Szenario ist kein Märchen, nicht aus einem meiner erfolgslosen Bücher (da ich keine schreibe), sondern die bittere Realität. Jenes Beispiel wurde zum Teil aus erlebten Konzerten zusammengebastelt. Solche Situationen sind immer ein Graus für den Veranstalter, die Bands, den Ruf der Stadt, und natürlich für die Szene, in der wir mehr oder weniger einen großen Teil unseres Lebens verbringen. Mich beschäftigt dieser Gedanke seit Jahren, traurigerweise ist es nicht immer nachvollziehbar, wie sowas möglich ist.</p>
<h4><strong>Fangen wir aber mal von vorne an</strong></h4>
<p>Wir leben heute mehr denn je in einer Zeit, in der das Angebot für neue Alben, neue Bands oder neue Festivals<br />
immer mehr zunimmt, ja sogar den Fan überflutet. In einem früheren Artikel erwähnte ich, dass ungefähr <em>150 bis 200 neue Alben PRO MONAT</em> erscheinen. Wohlgemerkt nur im Rock oder Metal! Dies allein stellt sich schon als Mammutprojekt heraus. Ich wüsste gar nicht, was ich davon alles neu entdecken soll, geschweige denn kaufen möchte. Also <strong>bleibe</strong> ich <strong>bei altbekannten</strong> <strong>Bands</strong>, die seit Jahren in meinem Regal stehen, und fahre dementsprechend zu Konzerten dieser Bands. Spielt dann noch ein Interpret ständig an jeder Steckdose, trübt das sowieso meine Laune, jedes mal so eine Veranstaltung wahrzunehmen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_9753" aria-describedby="caption-attachment-9753" style="width: 973px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-9753" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/dotlegacy-auftritt.jpg" alt="Großartig, aber unbekannt: Dot Legacy" width="983" height="552" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/dotlegacy-auftritt.jpg 983w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/dotlegacy-auftritt-300x168.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/dotlegacy-auftritt-750x421.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 983px) 100vw, 983px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-9753" class="wp-caption-text">Großartig, aber unbekannt: <strong>DOT LEGACY</strong></figcaption></figure>
<h4><strong>Hier liegt der Hase im Pfeffer</strong></h4>
<p>Mein Anspruch an neue Bands misst sich mit dem der alten. Einer unbekannten Band eine Chance zu geben, sie zu unterstützen, ohne sie zu kennen, ist gering. Das lässt sich wunderbar auf das oben gezeigte Beispiel anwenden. Viele Leute sehen die Werbung für solche Konzerte in ihrer Stadt, aber besuchen sie nicht. Oft sind es Gründe wie: mangelnde Finanzen, feststehende Termine, Arbeit.</p>
<blockquote><p>Oder aber der Satz: &#8222;Och nee! Die Bands kenn ich nicht! Was, wenn die mir nicht gefallen? Ist nicht ganz mein Geschmack.&#8220;</p></blockquote>
<p>Bei so einer Aussage bekomme ich Plaque! Nicht weil es mich stört, dass meine Mitmenschen andere Termine haben, oder kein Geld für solche Veranstaltungen. Sondern weil sie <strong>übersättigt</strong> sind <strong>vom Überangebot</strong>. Weil sie des Konzertes müde geworden sind. Was der Bauer nicht kennt &#8230; Das ist doch keine dauerhafte Lösung, oder? Wie soll denn eine unbekannte Band ein Stück weit bekannter werden, wenn ihnen keiner zuhört? So mancher Abend nahm eine unverhoffte Wendung, wo die <strong>Vorband</strong> und nicht der Headliner meine Kohle einheimste, weil er einfach <strong>besser</strong> war. Das kann euch entgehen, wenn ihr zu Hause noch vorglühen wollt und solche Gelegenheiten sausen lasst. Trinken könnt ihr auch im Klub. Ich muss erwähnen, dass ich mit Absicht bei Konzerten nicht reinhöre, somit gibt es so gut wie keine Erwartungen, und zur Not lerne ich immer neue Leute kennen (wenn ich denn Lust darauf habe).</p>
<p>Verdammt talentierte Band, kennt natürlich keiner. Für alle, die auf authentischen Heavy Metal stehen:</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/roEIMhzOy0E?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Ich möchte, soweit es geht, hungrig bleiben und nicht die Routine Überhand gewinnen lassen</strong></h3>
<p>Wer so eine Meinung vertritt wie ich, muss auch mit Gegenwind rechnen. Vor ungefähr 2 Monaten hatte ich eine Diskussion darüber. Das Ende vom Lied war, dass meine Person als &#8222;naiver Gutmensch&#8220; gebrandmarkt wurde. Also antwortete ich süffisant:</p>
<blockquote><p>&#8222;Ich bin der Samariter und sonst keiner. Nur ich kann die Szene in meiner Stadt vor dem Aussterben retten. Deswegen besuche ich Konzerte. Nicht wegen der Musik oder der Menschen. Nee, das wäre langweilig. So etwas macht man nur wegen dem Image und der Selbstaufwertung.&#8220;</p></blockquote>
<p>Ein wenig übertrieben, ich weiß, aber keiner von euch braucht sich schlecht vorkommen, wenn er mit Herzblut in Konzerten ein Ventil, sowie Gleichgesinnte findet.</p>
<h4><strong>Wie kann man [du] diesem Malheur entgegenwirken?</strong></h4>
<p><em>Indem ihr eure 4 Buchstaben zu einem Ort schwingt, wo Konzerte stattfinden</em>. Habt keine Angst davor enttäuscht zu werden, dass allein beeinflusst eure Erwartungen schon immens. Geht pünktlich los, der Veranstalter muss sonst die Spielzeiten nach hinten verschieben, oder gar kürzen. Hört euch die Vorbands an, danach könnt ihr immer noch eure Meinung darüber kundtun, dass es euch nicht so gefallen hat. Habt Respekt vor dem <strong>Aussterben</strong> <strong>von</strong> <strong>Klublandschaften</strong>, und somit auch Konzerten. Denn es <strong>passiert schon</strong> in eurer Nähe. Und wenn es dann zu spät ist, müsst ihr im schlimmsten Fall lange Wege für einen Auftritt auf euch nehmen, um Bands zu erleben. Keine schöne Vorstellung, oder? Das merken sich auch die Musiker, sie spielen weniger in der eigenen Umgebung, oder meiden sie komplett. Zeigt ihnen Präsenz und dass die Stadt, in der ihr lebt, noch nicht tot ist.</p>
<p>Eine Sache noch: Bitte bildet kein &#8222;U&#8220; vor der Bühne, das sieht grauenhaft aus, wenn man AUF der Bühne steht.</p>
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		<title>Raus aus meinem Haus!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gastautor]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Jul 2016 15:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Facebook. Für viele ein Segen. So wirklich wehrt sich auch niemand mehr dagegen. Selbst die trvsten Black-Metal-Bands sind hier inzwischen vertreten. Wie bei allem gibt es hier natürlich viele Schattenseiten. Folgendes Beispiel würde ich nicht als Schattenseite betiteln. Ich würde es eher ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Facebook. Für viele ein Segen. So wirklich wehrt sich auch niemand mehr dagegen. Selbst die trvsten Black-Metal-Bands sind hier inzwischen vertreten. Wie bei allem gibt es hier natürlich viele Schattenseiten. Folgendes Beispiel würde ich nicht als Schattenseite betiteln. Ich würde es eher die abgrundtief-finster, super dunkle, rabenschwarze Seite des Leviathan Social Media nennen. Es geht mir so dermaßen auf den Sack, dass ich diesen an meiner Leiste festnageln musste, damit er sich nicht verabschiedet.</p>
<p>Betrachten wir Facebook metaphorisch als ein Haus. Ich bestimme größtenteils, mit wem ich mich in meinem Haus abgeben möchte. Wenn ich in diesem Bereich jemanden nicht leiden kann, habe ich das selbst verbockt. Das Haus hätte eine Glasfassade. Wer wirklich möchte, kann ungefragt und ungehindert sehen, was dort vor sich geht. Dessen sollte sich jeder bewusst sein, der in diesem Haus wohnen möchte. Das Gebäude der Marke Facebook spielt sich Geld durch Product Placement ein. Die Flasche <strong>Laphroaig</strong> auf dem Küchentisch passt allerdings enorm gut zum Interieur. Da einem das Haus umsonst zur Verfügung gestellt wird, sollte man sich hierüber nicht beschweren. Was mich allerdings zur Weißglut bringt sind Menschen, die dieses Haus ungefragt betreten, ihren fetten Arsch &#8211; während die Klingel noch läutet &#8211; unverschämterweise am Gastgeber vorbeischieben, zur Anlage rennen und ihre beschissene Drecksmusik anmachen, um dieser damit die absolut notwendige und verdiente Aufmerksamkeit zu verschaffen.</p>
<blockquote><p>&#8222;&#8230;wir machen voll tolle Musik und so!&#8220;</p></blockquote>
<p>Wenn ich mir deine miserablen „musikalischen“ Gehversuche wirklich antun wollen würde, dann würde ich das ganz bestimmt von mir aus machen. Vielleicht würde ich mich vorher über ein Musik-Magazin meiner Wahl über deine Band „<b>XXZXZXZXIJUA</b>“ informieren, daraufhin feststellen, dass ich mir definitiv nicht den 900.000 <b>WOLVES IN THE THRONE ROOM </b>– Abklatsch eines &#8222;alles alleine produzierenden, dauerbekifften Kanadiers, der in seiner Holzhütte im Wald wild vor sich hin masturbiert&#8220;, antun möchte, sondern lieber noch meinen Fuß mit einer Kettensäge penetrieren würde. Da „Grymnlord88“ das aber anders sieht, belästigt er mich mit seinem privaten Account, addet mich und schickt mir einen Link von seiner tollen Musik. Wenn ich ihn daraufhin frage, ob ich ihn denn kenne, kommt nur ein: „Nein, aber hör mal rein, wir machen voll tolle Musik und so!“</p>
<p>Es gibt gute Gründe, weshalb Facebook die Nutzer in verschiedene Gruppen wie: Privatpersonen, Bands/Musiker, Firmen etc. pp. einteilt. Diese verschiedenen Nutzergruppen haben verschiedene Berechtigungen. Ich weiß genau, wie knüppelhart es ist, eine kleine Band zu promoten und wie riesig die Herausforderung ist, die vor einem steht, wenn man sich zu einem solchen Projekt entscheidet.</p>
<p>Es gibt allerdings einen großen Pool an Möglichkeiten, aus dem man schöpfen kann! Wollt ihr nicht lieber durch ein geiles Album in Erinnerung bleiben, als durch Spam-Mails? Wollt ihr nicht lieber die Leute durch eine geile Show zum Ausrasten bringen, als durch Spam-Mails? Oder seid ihr so TRVE, dass euch das sowieso alles egal ist?</p>
<p>Stellt euch mal vor, es würde euch ein Vertreter von Selfiesticks auf Facebook adden und euch einen Link zu seinem Shop schicken. Wie würdet ihr darauf reagieren? Natürlich reden wir hier von Kunst (bestenfalls…) und nicht von Selfiesticks, aber das Prinzip bleibt das Gleiche. Werbung hat in einem privaten Posteingang nichts zu suchen. Damit reduziert ihr euch auf Spam-Mails á la: „Wie groß Werden Tut penis Schnell! Mega Geheim! Superpille! “ oder „$$$$$ Achmed Machmutson has offering reeeally good business for you $$$$$!“ Wollt ihr euch das wirklich selbst antun? Habt ihr so wenig Selbstachtung? Geht raus, spielt Konzerte, nehmt Musik auf, spielt Konzerte, schickt eure Demo an Labels/Presse, spielt Konzerte!</p>
<p>In den Social Media gibt es so viele weitere Möglichkeiten, sich hervorzutun. YouTube, Facebook, Bandcamp und Co. sind tolle Hilfen für kleine Bands! Natürlich haben unsere Datenkraken viele negative Seiten, doch für Bandpromotion ist es eine enorme Möglichkeit, um die euch jede kleine Band &#8211; die sich vor dreißig Jahren den Arsch abgearbeitet hat, ohne irgendwen zu erreichen &#8211; unfassbar beneidet. Nutzt diese Medien, aber bitte, um Hölles Willen, lasst private Facebook-Accounts und Spam da raus!</p>
<p>Ich gehe jetzt Grymnlord88 mit einem Pömpel verprügeln, solange die Fesseln im Heizungskeller noch halten. Dort gibt es nämlich keine Glasfassade.</p>
<hr />
<p>Dies ist ein Gastautoren Beitrag von: Robin</p>
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		<title>Ein Smartphone, sie alle zu knechten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Flo]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jul 2016 12:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Action]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[live]]></category>
		<category><![CDATA[Party]]></category>
		<category><![CDATA[Smartphone-Zombie]]></category>
		<category><![CDATA[Smombie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mittlerweile sind wir fast alle zu Smombies mutiert. Der technische Fortschritt, in Kombination mit dem den Menschen angeborenem Wunsch nach Gesellschaft und Kommunikation, hat dafür gesorgt, dass es das Wichtigste überhaupt ist, sein mobiles Telefon dabei zu haben, um immer und überall ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mittlerweile sind wir fast alle zu Smombies mutiert. Der technische Fortschritt, in Kombination mit dem den Menschen angeborenem Wunsch nach Gesellschaft und Kommunikation, hat dafür gesorgt, dass es das Wichtigste überhaupt ist, sein mobiles Telefon dabei zu haben, um immer und überall erreichbar zu sein. Und man kann ja so viele tolle Sachen mit dem Gerät entdecken. Unterwegs irgendwo im Nirgendwo – <em><strong>lass es Facebook wissen</strong></em>. #smombieattack</p>
<blockquote><p>Ohne Handy – ohne mich!</p></blockquote>
<p>Versteht mich nicht falsch, ich mache hier niemandem einen Vorwurf (noch nicht). Ich gehöre ja selbst zu der Generation „Ohne Handy – ohne mich!“, aber ist das nicht schlimm? Man schreibt mehr, aber spricht weniger – man liest mehr News aus aller Welt, aber nimmt optisch nichts wahr, was sich direkt vor den eigenen Augen abspielt, <em><strong>weil die Nase nur im Telebim klebt</strong></em>.</p>
<blockquote><p>Altes Handy im A&#8230; Abfall, da kaputt, neues Handy lässt auf sich warten.</p></blockquote>
<p>Unfreiwilligerweise habe ich mich in letzter Zeit fast wieder vom Smombie zum Mensch verwandelt, denn ich bin mit einem Smartphone scheinbar nicht beziehungsfähig. Mich verlässt nämlich durchschnittlich jedes halbe/dreiviertel Jahr mal wieder eins dieser hochmodernen Endgeräte – Displayschaden, Hardwareschaden etc. Altes Handy im A&#8230; Abfall, da kaputt, neues Handy lässt auf sich warten. In solch einer <em><strong>periodischen „Single“-Phase des Telefonapparillo-Wechsels</strong></em> befinde ich mich derzeit auch wieder. Übergangshandy: Nokia 1208 in Rot (immerhin schon mit Farbdisplay) – sponsored by: meiner Freundin.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3841 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/Nokia-1208.jpeg" alt="Nokia 1208" width="196" height="400" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/Nokia-1208.jpeg 318w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/Nokia-1208-147x300.jpeg 147w" sizes="auto, (max-width: 196px) 100vw, 196px" /></p>
<p>Und wisst ihr was? Mittlerweile lebe ich ganze acht Wochen <em><strong>ohne </strong></em>Smartphone. Unterwegs kein Facebook, kein spontanes Googlen, kein WhatsApp. Ihr denkt jetzt wahrscheinlich: „Voll Steinzeit, der Typ! Sei bloß nett zu dem, sonst verfolgt er dich mit Mistgabel und Fackel!“ Wie man diese Zeit der<em><strong> „Abstinenz“</strong></em> aushält? Erstaunlicherweise ziemlich entspannt. Man lebt ruhiger, man hetzt nicht so und man bekommt eben wesentlich mehr von seiner Umwelt mit, weil man einfach nicht blind durch die Stadt steuert, während die ganze Zeit die Fresse im Klimperkasten verschwindet. Ihr glaubt gar nicht, wie krass das ist und wie viel das ausmacht!</p>
<blockquote><p>Während früher lediglich die Scheinwerfer auf der Bühne geleuchtet haben, leuchtet heute mittlerweile das halbe Publikum.</p></blockquote>
<p>Leider fällt mir gerade jetzt auch als Besucher von Konzerten auf, dass es viel zu viele Leute gibt, die während eines Konzertes, bei der sich eine Band sprichwörtlich <em><strong>das Heck aufreißt</strong></em>, das Multifunktionsgerät in der Hand haben. Während noch vor sieben oder acht Jahren lediglich die Scheinwerfer auf der Bühne geleuchtet haben, leuchtet heute mittlerweile das halbe Publikum, weil ein Großteil der Crowd ein Handy bedient. Weniger Action – mehr Smartphone. <em><strong>Was ist denn da nur los?</strong></em></p>
<p>Ich meine, WhatsApp macht es nun mal möglich, bequem den ganzen Tag elektronisch in Kontakt zu stehen, ja. Aber kann man denn nicht einfach mal die zwei Stunden das Konzert genießen, für das man Eintritt bezahlt hat, und bei dem in der Regel genügend Leute herumlungern, mit denen man auf die althergebrachte Art kommunizieren kann? <em><strong>N</strong><strong>ämlich verbal</strong></em>? Die Bands, die sich auf der mechanisch hergestellten Anhöhe die Seele aus dem Leib spielen, verdienen es, eine gute Stimmung der Crowd zu empfangen. Durch das permanente Rumgefummel am Telefon geht logischerweise eine Menge <em><strong>Stimmung und Feierlaune verloren</strong></em> bzw. kann sich gar nicht erst aufbauen. Schade!</p>
<blockquote><p>&#8230;und schaut anschließend mal wieder auf den Killer der verbalen Kommunikation</p></blockquote>
<a href="http://www.stevecutts.com/"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3842 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/Smartphone-Zombies-1280x720.jpg" alt="Smartphone-Zombies" width="600" height="338" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/Smartphone-Zombies-1280x720.jpg 1280w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/Smartphone-Zombies-1280x720-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/Smartphone-Zombies-1280x720-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/Smartphone-Zombies-1280x720-750x422.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a>
<p>Ich hab echt das Gefühl, dass vor einigen Jahren &#8211; auch bei arealbedingt eher eingeschränkten Verheißungen &#8211; wesentlich derber der Bär(tige und der Haarige) steppte, als es heutzutage der Fall ist. Gerade bei diesen kleineren Konzerten (50-150 Gäste) ist es oft so, dass sich gar keiner so richtig vor die Bühne traut. Warum nicht? Das verstehe ich ehrlich gesagt auch nicht. Stattdessen steht man an der Seite, applaudiert ab und zu nach einem Lied, erzählt sich mal &#8217;ne Schnauze voll mit dem Langhaarigen nebenan und schaut anschließend mal wieder auf den Killer der verbalen Kommunikation. Das Resultat des Abends: die Band hatte es schwer und <em><strong>womöglich keinen Spaß</strong></em>. Man selbst hat für etwas bezahlt, was man nur mit &#8217;nem halben Arsch wahrgenommen hat. Dadurch wird sicher das eine oder andere Konzert <em><strong>für schlechter befunden</strong></em>, als es vielleicht hätte sein können, wenn man sich selbst den Weg zum „Spaß haben“ nicht versperrt hätte (DAS war jetzt ein Vorwurf).</p>
<blockquote><p>Smombies vereint euch!</p></blockquote>
<p>Was ich vollkommen ok finde, sind Selfies und andere Fotos vom Konzert. Postet sie! Zeigt, dass ihr unterwegs seid! Lockt mit der Macht eures Smartphones vielleicht noch den einen oder anderen Bekannten oder Freund an! Die Werbetrommel zu rühren ist immer gut, gerade dann, wenn es ein kleines Konzert ist, bei dem man sich über jeden weiteren Gast freut! Aber dann packt das Ding für ein paar Stunden mal wieder weg und genießt! <em><strong>Feiert die Bands, feiert miteinander</strong></em>, anstatt mit dem Handy zu fusionieren. Smombies vereint euch! Und macht die Konzerthallen &#8211; wenigstens die meiste Zeit &#8211; wieder zur smombiefreien Zone!</p>
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		<title>Über die Auswüchse der Support-Wut</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Luc]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jun 2016 09:36:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Crowdfunding]]></category>
		<category><![CDATA[Exklusivität]]></category>
		<category><![CDATA[Fan]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[metal]]></category>
		<category><![CDATA[Support]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Man muss kein Experte sein, um knapper werdende Verkäufe beim Merch und regionsbedingt auch rückläufige Besucherzahlen auf lokalen Veranstaltungen festzustellen. Nicht umsonst machen vermehrt kleine Festivals und Konzertreihen die Schotten dicht, und viele Bands haben Probleme dabei, ihr nächstes Album zu finanzieren. ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Man muss kein Experte sein, um knapper werdende Verkäufe beim Merch und regionsbedingt auch rückläufige Besucherzahlen auf lokalen Veranstaltungen festzustellen. Nicht umsonst machen vermehrt kleine Festivals und Konzertreihen die Schotten dicht, und viele Bands haben Probleme dabei, ihr nächstes Album zu finanzieren. Klar, das Angebot steht derzeit in keinem Verhältnis zur Nachfrage, weshalb insgesamt nicht genug Geld im Spiel ist, um für jede Kapelle eine satte Produktion der nächsten Scheibe finanziell zu ermöglichen. Im Untergrund wird ja derzeit öfter gespaßt, dass Musiker fast nur noch <strong>Musik für andere Musiker</strong> machen – den durchschnittlichen Metal-Hörer trifft man dann beim nächsten Wacken oder wenn Sabaton, Slayer oder Band-XY des aktuellen Hype-Genres gerade in der Stadt sind. (Angesichts dieser etwas überspitzten Darstellung der aktuellen Lage übrigens ein großes Dankeschön an all jene, die rein aus Spaß an der Sache Konzerte im Untergrund besuchen! Als Musiker weiß ich das echt zu schätzen, den Kollegen wird es nicht anders ergehen!)</p>
<p>So weit, so altbekannt. Nun gibt es aber eine zweite Beobachtung – natürlich rein subjektiver Natur –, die ich an dieser Stelle beschreiben will, um danach etwas darüber zu sinnieren: Während die klassischen Fans nach und nach <strong>vom Erdboden verschluckt</strong> zu werden scheinen, sprießen nicht nur ständig neue Bands aus dem Boden, sondern auch Recording-Studios, Webzines (wir waschen unsere Hände selbstverständlich in Unschuld), Youtube-Kanäle, Fotografen und weiß der Geier, was noch alles. Jeder scheint irgendwo am großen Ganzen mitwirken zu wollen, was für sich genommen auch toll ist! Als Band hat man im Moment unwahrscheinlich viele Alternativen, wenn man ein Album aufnehmen will, es zu bewerben gedenkt oder auf sonstige Weise nach Berichterstattung sucht. Das macht den Austausch innerhalb der Szene deutlich einfacher, und es zeigt auf, wie <strong>vital unser Miteinander</strong> in gewisser Hinsicht immer noch ist.</p>
<p>Einige dieser Phänomene lassen sich auch recht mühelos erklären, beispielsweise ist das Einrichten eines Amateur-Studios so einfach und günstig wie nie zuvor. Kein Wunder also, dass sich an dieser Tätigkeit derzeit so viele junge Talente und noch viel mehr junge Talentlose – das richtig gut auf die Reihe zu bekommen, erfordert nun einmal sehr viel Aufwand und Lernbereitschaft – erproben wollen. Was den Rest betrifft, kann ich nur mutmaßen: Insbesondere das Schreiben bei einem kleinen Webzine ist eine eher <strong>undankbare Aufgabe</strong>. Auch das will gelernt sein, und auch das kostet viel Zeit, ohne dass man dafür je einen müden Pfennig sieht. Physische Bemusterungen sind eher die Ausnahme, und wenn dann doch mal was kommt, ist es nur selten gerade die Perle, über die man sich am meisten freuen würde. Immerhin wird jedes Album nur an einen der vielen Schreiber vergeben, und wenn man Pech hat, muss man eine Menge dubioses Zeug rezensieren, bevor ein heiß ersehntes Album oder ein bislang unbekanntes Kleinod im Posteingang landet. <strong>Idealismus</strong> wird hier wohl der ausschlaggebende Grund sein, aus dem so viele in die Tasten hauen. Mit Konzertfotografie macht man auch keine großen Sprünge, zumal das nötige Equipment dafür sorgen kann, dass man am Monatsende ein eigenes, kleines Griechenland auf dem Konto vorfindet.</p>
<p>Als Band freut man sich natürlich über Unterstützung jedweder Art. Auffällig ist aber, dass mittlerweile gefühlt jede Nase <strong>irgendwie helfen und mit dazugehören</strong> will, dann aber im Vergleich eine gähnende Leere an den Merch-Tischen vorherrscht. Dabei hat man die vor der Show noch ganz optimistisch aus zwei Kneipentischen in einer dunklen Ecke – könnte hier das eigentliche Problem liegen? – zusammengebastelt. Dieser vergleichsweise <strong>passive Support</strong>, einfach mal aus dem Bauch heraus eine Show einer bislang fremden, kleinen Band zu besuchen und am Ende sogar eine Demo mit nach Hause zu nehmen, scheint stark an Attraktivität verloren zu haben. Man gehört in dem Fall einfach nicht so dazu wie der eine Typ, der laut eigener Aussage alle Kapellen <strong>von hier bis nach Moskau</strong> persönlich kennt, weil er mal eine Scheibe von ihnen besprochen hat. Und hey, wenn man schon als Schreiber nicht bezahlt wird, kann man sich doch wenigstens mit solchen Geschichten brüsten!</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_3234" aria-describedby="caption-attachment-3234" style="width: 1014px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3234 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/DSCN7560-1024x768.jpg" alt="Merchtisch" width="1024" height="768" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/DSCN7560-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/DSCN7560-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/DSCN7560-750x563.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/DSCN7560.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-3234" class="wp-caption-text">Selbst so liebevoll hergerichtetes Merch lockt hin und wieder keine Menschenseele an</figcaption></figure>
<p>Zu diesem Phänomen eine Wertung abzugeben, ist meiner Meinung nach totaler Unsinn. Jeder macht wie er will, und jede Form der Unterstützung ist willkommen und verdient Wertschätzung – sei das nun eine ausführliche Kritik zum neuen Album, ein paar schnieke Konzertfotos oder einfach nur ein gut gemeinter Kommentar auf Facebook. Fast alle Musiker betreiben ihr Hobby aus Spaß an der Sache und am Austausch mit den Hörern. Vielleicht braucht die Welt auch nur neue Modelle, die den Fan <strong>stärker einbinden</strong> und ihm das Gefühl geben, dass ihn etwa der Kauf des neuen Albums auch zu einer dieser besonderen Personen macht, die sich eine Band mit Sicherheit merkt. Ein Beispiel wäre Crowdfunding, wo die größeren Spenden exklusive Belohnungen versprechen, die sonst bestimmt keiner hat. So bleibt man als Käufer nicht diese blasse Gestalt am Merch-Stand, an die sich die Band nach der nächtlichen Sause nicht mehr erinnert – gut, kaum ein Musiker wird das Porträt eines Backers in der guten Stube aufhängen –, aber immerhin hat man eine gewisse Exklusivität. Sei es nun das limitierte T-Shirt mit speziellem Design, das garantiert jeder wiedererkennt, oder eine Teetasse mit dem Gesicht des Bassisten, hat man immerhin <strong>etwas Besonderes</strong> und nicht nur die schlappe CD, die sich jeder Karl-Heinz auf Amazon kaufen kann.</p>
<p>Ist das nun eine gesunde Entwicklung der Dinge? Das wird sich zeigen müssen. Auf jeden Fall findet eine Entwicklung statt, deren Gründe vielleicht so aussehen wie oben beschrieben, womöglich auch ganz anders. Aus meiner subjektiven Sicht als Musiker und Schreiber ersetzen aber keine noch so exklusiven Goodies und kein noch so freundlicher Austausch nach Erhalt oder Versand eines Reviews eine langfristig wachsende Bekanntschaft, geschweige denn den persönlichen Kontakt vor Ort. Also lauft jetzt alle fix vor die nächste Bühne und macht Menschen – andere <strong>und euch selbst</strong> – glücklich!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ueber-die-auswuechse-der-support-wut/">Über die Auswüchse der Support-Wut</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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