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	<title>Krieger Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
	<lastBuildDate>Sun, 11 Aug 2024 16:41:14 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Krieger Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Einfach zu verschwinden, wäre nicht richtig gewesen &#8211; ROBSE im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Aug 2024 05:12:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Amorphis]]></category>
		<category><![CDATA[Equilib]]></category>
		<category><![CDATA[Harlekin]]></category>
		<category><![CDATA[In Extremo]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[Krieger]]></category>
		<category><![CDATA[Robse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Robse, ehemaliger Sänger von EQUILIBRIUM, startet mit seiner eigenen Band und präsentiert das erste Album auf dem Summerbreeze. Im Interview spricht er über den erfolgreichen Neustart, die positive Resonanz der Fans und die Freude an der neuen musikalischen Freiheit. Was Live-Auftritte dabei für eine Rolle spielen erfährst du in unserem ausführlichen Interview! </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/robse-im-interview-2024-equilibrium-summerbreeze/">Einfach zu verschwinden, wäre nicht richtig gewesen &#8211; ROBSE im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt so Gestalten in der Szene, die kennt man einfach. Die tauchen auf, spielen schöne Musik, kippen ihre gute Laune ins Publikum und machen irgendwie immer irgendwas. Robse ist so jemand. Nun nicht mehr bei <strong>EQUILIBRIUM</strong> dabei, macht er sein eigenes Ding. Unter <strong>ROBSE</strong> mit neuen Leuten an Bord hat er nun die erste Scheibe im Kasten und wird diese auf dem Summerbreeze vorstellen. Wir haben mit ihm gesprochen.</p>
<p><strong>S</strong>: <strong>Hallo Robse, schön, dich zu sehen! Wie geht&#8217;s dir?</strong><br />
<strong>R:</strong> Ja, bisschen stressig momentan. Neues Album und so. Klar, die Aufnahmen sind im Kasten. Aber dann die Videos, ein paar Interviews und sowas. Aber naja, ich hab es ja auch so gewollt (lacht).</p>
<p><strong>S</strong>: <strong>Bist du denn zufrieden mit der Entwicklung, wie es bis jetzt mit der Band so läuft?</strong><br />
<strong>R:</strong> Wir haben ja neulich schon eine Single veröffentlicht und da gingen die Kommentare schon durch die Decke. Die ganzen alten Fans sind halt noch da. Mega Klicks auf Youtube, das wurde wirklich sehr gut angenommen. Da sind wir tatsächlich sehr zufrieden. Es hätte ja auch komplett anders ausgehen können, weisste? Nach dem Motto &#8222;Ey du alter Sack, geh in Rente!&#8220;. Aber, ne, macht Spaß. Auch jetzt die ersten Liveauftritte in Österreich und so, das läuft.</p>
<p><strong>S</strong>: <strong>Wie läuft&#8217;s mit der Besetzung? Bist du zufrieden mit der Band, wie sie sich bisher schlägt?</strong><br />
<strong>R:</strong> Ja klar. Zwei von den Jungs kannte ich schon und die kannten auch noch ein paar coole Leute, da ging das dann so &#8222;ja, bring mal mit&#8220;, ne. Ein zwei Bierchen getrunken und nen Whisky und dann haben wir gesagt &#8222;ok komm, lass uns das machen&#8220;. Das sind alles komplett lockere, entspannte Leute. Das macht wirklich Spaß, kein Stress und nichts. Einfach auf die Bühne, feiern, und dann weiterfeiern.</p>
<p><strong>S</strong>: <strong>Klingt doch super. Es muss ja menschlich auch passen, wenn man sowas zusammen macht.</strong><br />
<strong>R:</strong> Klar. Du musst dir ja vorstellen, du sitzt zusammen im Tourbus und hast da so nen Stinker mit dabei, das macht allen keine Laune. Und ich dachte, wenn ich jetzt wirklich nochmal anfange, dann soll es wirklich auch perfekt sein. Alle dürfen alles machen, es gibt keinen Chef bei uns. Jeder komponiert und alle fühlen sich wohl. Und bei der Band <strong>ROBSE</strong> kann mich keiner rausschmeißen, das finde ich auch gut (lacht).</p>
<p><strong>S</strong>: <strong>Haha, genau, clever.</strong><br />
<strong>Ist das Summerbreeze für dich jetzt auch ein spezieller Punkt, da die neue CD zu releasen?</strong><br />
R: Klar, das wird nochmal echt spannend. Am 2.8. spielen wir ja in <strong>Wacken</strong> und haben dann zwei Wochen später den Release, besser kann man sich das ja gar nicht vorstellen. An dem Tag, an dem das Album rauskommt, auf der Bühne vom <strong>Summerbreeze</strong> zu stehen, ist Wahnsinn. Da gehören natürlich auch viele gute Leute im Hintergrund mit dazu, und eben auch die Vorschusslorbeeren von <strong>EQUILIBRIUM</strong>, dass der eine oder andere mich doch noch kennt. Es geht einfach weiter, das ist super.</p>
<p><strong>S</strong>: <strong>Das ist für die Fans ja auch eine schöne Erfahrung, an so einem Release quasi teilhaben und sowas miterleben zu können.</strong><br />
<strong>R:</strong> Ja, das ist auch was, wo ich immer dankbar bin. Viele denken ja, dass ich jetzt von der Bildfläche verschwunden bin. Man hat ja über die Jahre viel mit den Fans zusammen erlebt und gearbeitet, viele Konzerte gespielt. Jetzt einfach von der Bildfläche zu verschwinden, wäre auch einfach nicht richtig gewesen. Man merkt auch wirklich, dass die Leute sehr dankbar sind. Vorne die ersten Reihen, wie früher, die drehen wirklich durch.</p>
<p><strong>S</strong>: <strong>Das freut mich. Denkst du, dass ihr da auch eine Lücke für euch gefunden habt, oder ob es wirklich einfach auch an dir und deiner Art liegt, was die Leute anzieht?</strong><br />
<strong>R:</strong> Klar, musikalisch haben wir jetzt nichts neues erfunden. Wir schauen jetzt auch nicht, was gerade trendy ist oder so.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-46316 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/08/Robse-Credit-Anni-Funk-300x210.jpg" alt="" width="300" height="210" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/08/Robse-Credit-Anni-Funk-300x210.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/08/Robse-Credit-Anni-Funk-1024x716.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/08/Robse-Credit-Anni-Funk-165x116.jpg 165w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/08/Robse-Credit-Anni-Funk-750x524.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/08/Robse-Credit-Anni-Funk-85x60.jpg 85w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/08/Robse-Credit-Anni-Funk.jpg 1450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><strong>S</strong>: <strong>Der Bezug von dem Titel &#8222;Harleking und Krieger&#8220;, verschiedene Seiten abzubilden, wie weit spannt ihr das da?</strong><br />
<strong>R:</strong> Der Titel hat tatsächlich eine Message. In erster Linie soll es tatsächlich meine Person beschreiben. Dieser permanent fröhliche Typ, der aber auch zum Krieger werden kann. Das Entscheidende aber ist, dass der Alltag von jedem von uns verlangt, dass wir jeden Tag der harte Krieger sein müssen und vieles so halt durchstehen zu können. Wir dürfen den Harlekin in uns aber nie vergessen und den Spaß am Leben nicht verlieren. Darum geht es eigentlich. So ist das auf dem Album dann auch thematisch und textlich eine gute Mischung aus ernsten und lustigen Sachen. Das muss so sein. Deswegen gibt es auch wieder einen Saufsong.</p>
<p><iframe title="ROBSE -  Von der Schenke zur Taverne (Official Lyric Video)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/a_jR8Gwwsm8?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>S</strong>: <strong>Es wird sich ja sicher auch nicht vermeiden lassen, auf Festivals o.ä. auf deine alte Band zu treffen. Seid ihr da cool? Oder ist das eher schwierig?</strong><br />
<strong>R:</strong> Ne, da ist alles gut. Da haben wir auch drauf geachtet, dass das irgendwie cool auseinander geht, weil man sich ja eh permanent wieder über den Weg läuft. Mit dem Gitarristen Dome hatte ich ja ein sehr inniges, freundschaftliches Verhältnis. Wir haben ja die Scheibe praktisch bei ihm aufgenommen. Er hat mir bei den Gesangsaufnahmen viel geholfen und hat auch mitgesungen, das war super. Da gibt&#8217;s keinen Stress. Mit dem Schkagzeuger schicke ich mir jeden Tag schmutzige Bilder hin und her (lacht). Aber so sollte das eigentlich sein. Auch wenn das teilweise meiner Meinung nach nicht so schick ablief, bin ich jetzt da aber nicht der Typ, der da ewig hinterher heult. Es ist ja auch nicht das Nonplusultra im Leben, der Sänger von <strong>EQUILIBRIUM</strong> zu sein. Man muss halt mitnehmen, was kommt und das Beste draus machen, probieren, kein Arsch zu sein und dann klappt das eigentlich. Deswegen war das von vornherein so gesagt, hier ist jetzt dieser Cut, aber wir können uns weiterhin in die Augen schauen und ein Bier zusammen trinken. Spätestens in <strong>Wacken</strong> und auf dem <strong>Summerbreeze</strong> werden wir uns über den Weg laufen. Da lässt sich eigentlich nicht vermeiden, deswegen ist die Nummer eigentlich immer die Beste. Man hat ja auch einfach viel miteinander erlebt.</p>
<p><strong>S</strong>: <strong>Ihr habt ja jetzt auch von AMORPHIS viele Einflüsse drin. Habt ihr da mal überlegt, was zusammen zu machen?</strong><br />
<strong>R:</strong> Letzten Endes sind wir da offen für alles. Ich denke mal, <strong>AMORPHIS</strong> sind schon &#8217;ne ziemlich große Nummer. Im Grunde genommen kenne ich die Jungs auch, ich kenne auch deren Plattenfirma und die Jungs, die für die verantwortlich sind, ganz gut. In Zukunft werden wir sowas auf jeden Fall mal machen. Ich werd bei den nächsten Sachen auch ein paar gute Freunde mit einbauen, den Micha von <strong>IN EXTREMO</strong> zum Beispiel. Ich find die Idee auch ziemlich geil, mit Kollegen aus der Szene ein bisschen zusammenzuarbeiten. Aber <strong>AMORPHIS</strong> wäre natürlich eine richtig geile Idee. Das ist ziemlich der coolste Sänger der Metalszene, muss ich sagen. Wenn der was auf der Bühne macht, das sieht immer geil aus, muss man einfach sagen.</p>
<p><strong>S</strong>: <strong>Wie wichtig ist Social Media für euch?</strong><br />
<strong>R:</strong> Ja, du hast ja auch den Fans gegenüber eine Verantwortung. Du kannst dich nicht so rar machen. Du musst immer was präsentieren, und wenn es nur ein Bild ist mit einer Katze auf dem Arm. Da siehst du, die Leute freuen sich. Oder du posierst mit nem Bierchen irgendwo und musst halt aktiv sein. Immer lieb und freundlich. Die sollen ja die CD kaufen (lacht).</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-46319 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/08/cover-ROBSE-Harlekin-Krieger-Album--300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/08/cover-ROBSE-Harlekin-Krieger-Album--300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/08/cover-ROBSE-Harlekin-Krieger-Album--1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/08/cover-ROBSE-Harlekin-Krieger-Album--150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/08/cover-ROBSE-Harlekin-Krieger-Album--750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/08/cover-ROBSE-Harlekin-Krieger-Album-.jpg 1450w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><strong>S</strong>: <strong>Das klingt insgesamt ja aber wirklich positiv, wie ihr momentan nach vorne schaut.</strong><br />
<strong>R:</strong> Ja, das Schöne ist, dass momentan Konzertangebote reinkommen, was uns alle natürlich sehr stolz macht. Es zeigt uns, dass die Richtung, die wir eingeschlagen haben, so verkehrt nicht ist. Das Album ist noch nicht mal draußen und für nächstes Jahr stehen schon so viele Sachen in den Startlöchern, wo man schauen kann, was machen wir, was machen wir nicht. Wir haben halt auch gesagt, wir wollen neben der Arbeit die Familie nicht vernachlässigen. Ich kenne das aus der Vergangenheit, das habe ich ziemlich viel und häufig gemacht, letzten Endes für ein paar Shows, und das ist es dann auch nicht wert. Wir werden uns live nicht rar machen, wir werden uns aber auch nicht den Arsch abtouren und Wochen und Monate im Tourbus sitzen. Aber es wird auf jeden Fall vieles kommen. Wir sind ja sechs Leute in der Band und haben 4-5 Mann Crew. Die haben ja natürlich alle auch ein eigenes Leben. Es soll halt immer noch Abenteuer bleiben. Von der Musik wirste nie Leben können, es sei denn du bist <strong>AMORPHIS</strong> oder so, aber wir wollen unser Leben, wie wir es jetzt haben, nicht aufgeben. Wir wollen beides haben. Ich mag halt auch diesen krassen Kontrast, arbeiten zu gehen und am Wochenende auf Konzerte zu gehen. So bleibt es spannend und wird nicht langweilig.</p>
<p><strong>S</strong>: <strong>Auf jeden Fall.</strong><br />
<strong>Hast du denn noch was, das dir auf dem Herzen liegt oder was du gerne sagen willst?</strong><br />
<strong>R:</strong> Ja, jetzt geht die heiße Phase los. Die Schallplatten und die Digipacks sind da, da freuen wir uns natürlich tierisch drauf. Dann kommen jetzt die Festivals, da freuen wir uns drauf. Im Dezember spielen wir mit <strong>LORD OF THE LOST</strong> und <strong>NACHTBLUT</strong>, das wird auch &#8217;ne geile Nummer. Vielleicht schaffen wir es noch, eine kleine Release-Party zu machen in Leipzig im Hellraiser. Das Jahr ist noch lang. Aber für den absoluten Neustart war das bisher schon ziemlich geil. Ansonsten, ich freue mich natürlich auf das Feedback der Leute. Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass niemand enttäuscht sein wird. Vieles neues. Die Band insgesamt ist da gespannt, was kommt. Wir nehmen alles mit, was geht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nach dem Interview noch kurz schnacken, und dann ein herzlicher Abschied. Robse macht einen guten und euphorischen Eindruck. Es ist schön zu sehen, wie begeistert er an das neue Projekt &#8222;eigene Band&#8220; rangeht und wie gut die Zeichen stehen. Live wird es auf jeden Fall eine Pflichtveranstaltung, wenn <strong>ROBSE</strong> auftreten. Ick freu mir.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/robse-im-interview-2024-equilibrium-summerbreeze/">Einfach zu verschwinden, wäre nicht richtig gewesen &#8211; ROBSE im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>THORONDIR &#8211; Des Wandrers Mär</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nico]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 May 2019 13:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Pagan]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Des Wandrers Mär]]></category>
		<category><![CDATA[Krieger]]></category>
		<category><![CDATA[pagan black]]></category>
		<category><![CDATA[Pagan Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Thorondir]]></category>
		<category><![CDATA[Trollzorn Records]]></category>
		<category><![CDATA[Viking]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Guttural - klingt nach Apotheke, ist aber doch eines der Grundbegriffe im Metalgesang.<br />
Die Band THORONDIR hat aber nicht nur diesen drauf, sondern kann viel mehr! </p>
<p>Wo Sie zwischen ASENBLUT und GERNOTSHAGEN stehen und was Sie so alles mit ihrem neuen Album zeigen, sagt dir Nico.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2>THORONDIR &#8211; &#8222;Des Wandrers Mär&#8220;</h2>
<p><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong> 19.04.2019</p>
<p><strong>Länge:</strong> 58:36 Min.</p>
<p><strong>Label:</strong> Trollzorn Records</p>
<p><strong>Genre:</strong> Viking/Pagan Black Metal</p>
<p></div></div></div>
<p>Sommerliche Temperaturen und witterungsbedingte Annehmlichkeiten laden in den letzten Wochen vermehrt zum Verweilen im Grünen ein. Als Landschafts- und Naturliebhaber würde ich auch gern wieder durch dichte Mischwälder mit Flussläufen oder entlang monumentaler alpiner Bergmassive wandern. Dazu möchte ich natürlich authentische Musik nicht missen müssen. Scheinbar trifft der Titel des neuen und dritten <strong><a href="http://www.trollzorn.de/portal/index.php?article_id=19&amp;clang=0Die&amp;prod=00094#begin">THORONDIR</a>-Albums</strong> <strong>&#8222;Des Wandrers Mär&#8220;</strong> in dieser Hinsicht den Nagel auf den Kopf. Außerdem ist mir das farblich und thematisch <strong>ansprechende Cover-Artwork</strong> direkt ins Auge gestochen. Ein germanischer Krieger, rustikal mit Langaxt und Schild bewaffnet, findet sich auf einer Anhöhe in einem Gebirgsmassiv wieder. Blaugetränkt vom dämmernden Abendhimmel erblickt er im Tal eine geflügelte Fabelgestalt, welche das vorausliegende Tal mit seinem Feueratem in eine gegensätzliche, warme Farbgebung hüllt.</p>
<h2><strong>Episches Cover = Epische Musik?</strong></h2>
<p>Als Einsteiger überrascht mich der namenlose&nbsp;<em>&#8222;</em><em>Prolog&#8220;</em>. Nicht unbedingt vom Gesamtcharakter her, sondern eher durch die ertönende Frauenstimme im Vordergrund, welche mich stark an <strong>ELDAMAR</strong> &nbsp;erinnert. Denn auch das norwegische Atmospheric Black Metal-Projekt integriert in seinen Songs oft eine <strong>glasklare helle Gesangsstimme</strong> <strong>einer Elbin</strong>, wie sie noch markanter aus den <strong>Herr-der-Ringe-Filmen</strong> bekannt ist. Verbunden mit hintergründigen Choralgesängen, symphonischen Anleihen und tiefen Streichinstrumenten, befeuert sie eine Art Aufbruchsstimmung. Der Krieger bereitet sich darin auf seine Reise vor und findet sich nach dem akustischen Gewittereinbruch im anschließenden Track <em>&#8222;</em><em>Rache durch das Schwert&#8220;</em> sofort musikalisch und inhaltlich in seiner <strong>ersten Schlacht</strong> wieder.</p>
<p>Schon in diesem zweiten Titel wird deutlich, dass <strong>THORONDIR</strong> auf ihrem 3. Langspieler keinesfalls versuchen, das besagte norwegische Ein-Mann-Projekt aus dem<strong> LUSTRE-Umfeld</strong> zu imitieren. Hätte ich auch offen gestanden nicht erwartet, sind mir das Sextett aus Bayern doch schon seit meiner Pagan Metal-Phase in der gymnasialen Oberstufe nicht nur ein Begriff, sondern deren zwei Vorgängerwerke auch wohlbekannt.</p>
<p>Die Vocals reichen vom <strong>typischen gutturalen Gesang im Kreisch- bis Krächzstil</strong> bis zu pointierten <strong>klaren Gesängen und Growleinlagen</strong>. Insgesamt also recht heterogen, eine gängige Mixtur im Pagan Metal. Toll finde ich auch, dass der <strong>bayrische Dialekt</strong> des Sängers durchhörbar ist. Was darüber hinaus kein gänzliches Kuriosum, aber dennoch selten ist: Fast jedes Wort ist trotz &#8222;verzerrt&#8220; klingender Stimme klar verständlich. Bei ihren Ulmer Genrekollegen von <strong>SLARTIBARTFASS</strong> ist das ebenfalls auf nahezu jedem Album so.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/eEpcaCreolY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2><strong>Im Vergleich zu den Vorgängerwerken</strong></h2>
<p>Anhand der Vocals erkenne ich deutliche Parallelen zu den <strong>Vorgängeralben</strong> &#8222;Düsterwald&#8220; (2008) und &#8222;Aus Jenen Tagen&#8220; (2011), was beweist, dass die Herren durchaus <strong>Wiedererkennungspotenzial</strong> im hart umkämpften Pagan Metal-Sektor haben. Auffallend ist, dass das Debüt &#8222;Düsterwald&#8220; noch folklastiger (besonders &nbsp;durch die markanten Flöten) gewesen ist. Weiterhin war noch die kurze Laufzeit von weniger als einer halben Stunde untypisch und das Hit-Potenzial mit Tracks wie <em>&#8222;</em><em>Düsterwald&#8220;</em> oder <em>&#8222;</em><em>Mit erhobenem Horn&#8220; </em>sind der Grund dafür, dass dieses Erstlingswerk bei mir gut hängengeblieben ist.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/-omuRh_UjYY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2><strong>Das Konzept des neuen Albums: Anachronismus oder Individualismus?</strong></h2>
<p><strong>&#8222;Des Wandrers Mär&#8220;</strong> ist ein <strong>Konzeptalbum</strong>. In der Presse genießen solche Veröffentlichungen aufgrund ihres konsistenten inhaltlichen Aufbaus hin zu bestimmten Themenschwerpunkten einen ideellen Mehrwert. Das hier aufgegriffene Konzept vom (vermeintlich) <strong>auserwählter Krieger, der sich durch zig Schlachten schlagen</strong> muss, um einem negativen Weltenschicksal entgegen zu treten, ist jedoch im Pagan Metal oder Metal allgemein, sondern auch in anderen Kunst- und Kulturformen wie Spielfilmen, Fantasy-Serien, Videospielen oder Literatur schon erschöpfend <strong>ausgeschlachtet</strong> worden. Auch wenn die Umsetzung ganz authentisch wirkt, hätte man dahingehend mehr herausholen können.</p>
<p>Inhaltliche Schwerpunkte wie <strong>Schlachtenführung, blutige Schwertkämpfe und Göttersagen</strong> sind typisch paganistisch ausgerichtet. Während Folkeinflüsse, wie im Debüt, kaum mehr erkennbar sind, kann den Melodieführungen und Songstrukturen auch eine Viking-Attitüde nicht abgesprochen werden. Daher erscheint mir die Simultanbezeichnung <strong>Viking/Pagan Black Metal</strong> am treffendsten.</p>
<h2><strong>Wie klingt die Musik im weiteren Verlauf?</strong></h2>
<p>Titel Nr. 3 <em>&#8222;</em><em>Fenriswolf&#8220;</em> ist mit seinen Lyrics und der allgemeinen Songstruktur und Rhythmik ein <strong>typischer Pagan-Metal-Song</strong>. Zwischendrin werten ein kurzweiliges, starkes Death Metal-Gestampfe mit gleichförmigen Breaks in den Riffs und Growl-Vocals den Track auf. In <em>&#8222;</em><em>Dunkle Zeichen&#8220;</em> sticht am Ende der Einschub von einem nahezu sakral anmutendem Baritongesang heraus. Danach wird es in <em>&#8222;</em><em>Thoron&#8220;</em> wieder melodiöser.</p>
<p>In der zweiten Hälfte wird die Musik noch pagan-typischer. Herauszuheben ist auch das Zwischenspiel <em>&#8222;</em><em>Den Göttern zu Ehr&#8220;</em>, welches ich als Rekapitulation der strukturellen Synth-Orientiertheit im <em>&#8222;</em><em>Prolog&#8220; </em>und als einen netten Tribut an die germanischen Gottheiten werte, ohne dabei jedoch eine ausgeprägte Gänsehaut zu bekommen. Im 8. Titel <em>&#8222;</em><em>In der Weite ein Licht&#8220;</em> geht es wieder wuchtiger und rhythmischer mit Wechseln aus Growls und Gekrächze voran.</p>
<p>Insgesamt schmiegt sich fast durchgängig eine orchestrale Aura an die Stamminstrumente an, welche jedoch leider nicht wirklich stark zur Geltung kommt. Dagegen ist die Varianz oder das Wechselspiel zwischen Rhythmus- und Melodiefokus deutlich markanter hörbar. Das ist gut so, aber für Pagan Metal auch nicht unüblich, sodass sich dieser Pluspunkt im Gesamtbild gewissermaßen relativiert.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/z_Ya-uUxevM?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2><strong>Wie sollte das Album gehört werden?</strong></h2>
<p>Insgesamt eignet sich das Album aufgrund seiner allgemeinen Subgenre-Konformität auch zum mal hören nebenbei. Auch wenn der Sound an sich hochwertig klingt, favorisiere ich dennoch im Folk/Pagan/Viking Metal den Sound der 2000er-Veröffentlichungen, da sie unkommerzieller klingen und für mich eher im Einklang mit den sagen-/mythenhaften und naturverbundenen Texten stehen. Durch professionelle Soundbearbeitung kann diese Musik auch manchmal etwas an Authentizität einbüßen. Das ist jedoch mein rein subjektives Empfinden. Außerdem bekomme ich dieses Gefühl auch nicht bei allen aktuellen Neuveröffentlichungen.</p>
<p>Am Ende knüpft, das sei noch erwähnenswert, der <em>&#8222;Epilog&#8220;</em> an den Gestaltungskontext des Prologes an und manifestiert mit seiner leicht verträumten und offenen Darbietung eine gelungene Abrundung des Longplayers.</p>
<p>Alles in allem sollten Fans von <strong>NASTRANDIR, VARGRIMM, ASENBLUT, OBSCURITY, FLAMMENSTURM</strong> oder <strong>GERNOTSHAGEN</strong> auf jeden Fall die neue Platte von <strong>THORONDIR</strong> antesten.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/thorondir-des-wandrers-maer/">THORONDIR &#8211; Des Wandrers Mär</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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