<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Kultur Archive - Silence Musik Magazin</title>
	<atom:link href="https://silence-magazin.de/tag/kultur/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://silence-magazin.de/tag/kultur/</link>
	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
	<lastBuildDate>Tue, 21 Jul 2020 14:18:42 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	

<image>
	<url>https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/05/cropped-apple-touch-icon-114x114-32x32.png</url>
	<title>Kultur Archive - Silence Musik Magazin</title>
	<link>https://silence-magazin.de/tag/kultur/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Tipp: Eine TV-Woche im Zeichen der Gitarren</title>
		<link>https://silence-magazin.de/musikalischer-sommer/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=musikalischer-sommer</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/musikalischer-sommer/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Daniel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2020 15:19:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Klassik]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[metal]]></category>
		<category><![CDATA[tv]]></category>
		<category><![CDATA[zdf]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=35975</guid>

					<description><![CDATA[<p>Dieses Wochenende kann's  Regnen... Endlich läuft mal wieder was ordentliches im TV.<br />
Wir haben da einen ganzen heißen Tipp, der den Metal auf die heimischen Geräte bringt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/musikalischer-sommer/">Tipp: Eine TV-Woche im Zeichen der Gitarren</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie schwer wir alle auf Konzert- und Festivalentzug sind, muss hier nicht nocheinmal erwähnt werden, oder? Was eine Menge Bands und Veranstalter aus der Situation machen, sollte ebenso bekannt sein. <strong>Streamingkonzerte</strong> oder <strong>Autokinos</strong> mit Hupapplaus sind aktuell recht weit verbreitet. Was man darüber denkt, sei jedem selbst überlassen. Ich benutze einfach mal den Klassiker: Besser als nix! Nun allerdings schickt sich ein öffentliches Format, bzw. das <strong>öffentliche Fernsehen</strong> an, uns etwas die Wartezeit auf reale und große Events zu versüßen. Damit hätte ich nun gerade nicht gerechnet. Mal davon abgesehen, dass ich generell eher wenig &#8222;echtes&#8220; Fernsehen konsumiere, so finde ich folgendes mit dem Titel &#8222;Musikalischer Sommer&#8220; schon sehr angenehm und interessant.&nbsp;</p>
<h4>KULTURPROGRAMM</h4>
<p>Ab dem kommenden Sonntag, den <strong>26.7.</strong> steht bei <strong>ZDFkultur</strong>, bzw. auch auf <strong>3sat</strong> alles unter der Fahne der Pommesgabel. Es werden <strong>eine Woche lang</strong> Dokus, Konzertmitschnitte und allerlei rundrum zum Thema <strong>Metal und Rock</strong> gezeigt. Als Beispiele seien hier mal die <strong>WACKEN</strong>-Filme &#8222;Full Metal Village&#8220; und &#8222;Wacken &#8211; Der Film&#8220; genannt. Mit musikalischen Beiträgen dabei sind unter Anderem auch <strong>JUDAS PRIEST</strong>, <strong>METALLICA</strong>, <strong>BLACK SABBATH</strong> oder<strong> SLIPKNOT</strong>. Sämtliche Ausstrahlungen finden sich dann ebenso auch in der Mediathek.&nbsp;</p>
<p>Auch in den <strong>Socials</strong> von <strong>ZDFkultur</strong> wird sich in der Zeit einiges um das Thema <strong>Metal</strong> drehen, mit ein paar interessanten Randinfos rund um unser aller liebstes Musikfeld. Schaut dazu doch mal bei <a href="https://www.facebook.com/ZDFkultur/">Facebook</a> vorbei.&nbsp;</p>
<h4>KONTRASTPROGRAMM&nbsp;</h4>
<p>Solltet ihr das hier lesen und so gar nix für <strong>Metal</strong> übrig haben (macht das überhaupt Sinn?), dann bietet der Sender praktischerweise auch gleichzeitig den perfekten <strong>Kontrast</strong>. Nämlich in vorm von <strong>Klassik</strong>. Im Anschluss in die metallische Woche geht es genau damit weiter und alles steht im Zeichen von <strong>Streichern und Operetten</strong>. Wer musikalisch für beides etwas übrig hat, bedient sich eben an beiden Wochen. Alle anderen können sich das Beste rauspicken.&nbsp;</p>
<p>Das volle Programm und alle Zeiten und Infos findet ihr hier: <a href="https://presseportal.zdf.de/pressemitteilung/mitteilung/von-metal-bis-klassik-musikalischer-sommer-bei-zdfkultur/">Musikalischer Sommer</a></p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-35977 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/07/maxresdefault-1024x576.jpg" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/07/maxresdefault-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/07/maxresdefault-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/07/maxresdefault-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/07/maxresdefault.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/musikalischer-sommer/">Tipp: Eine TV-Woche im Zeichen der Gitarren</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://silence-magazin.de/musikalischer-sommer/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>YAKUZA TATTOO &#8211; Keine normalen Tattoos</title>
		<link>https://silence-magazin.de/yakuza-tattoo-keine-normalen-tattoos/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=yakuza-tattoo-keine-normalen-tattoos</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/yakuza-tattoo-keine-normalen-tattoos/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sebastian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Sep 2019 06:17:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[mafia]]></category>
		<category><![CDATA[tattoo]]></category>
		<category><![CDATA[yakuza]]></category>
		<category><![CDATA[yakuza tattoo]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=33831</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wochenende! Da kümmern wir uns doch mal um die Hobbies:<br />
Tattoos, Bier und Lesen - jaha! Hochkultur bei Silence!</p>
<p>Sebastian hat heute "YAKUZA TATTOO" für euch gelesen und fasst dieses spannende Werk zusammen - schau doch auch mal rein!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/yakuza-tattoo-keine-normalen-tattoos/">YAKUZA TATTOO &#8211; Keine normalen Tattoos</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist Sommer, es ist heiß, es ist Festivalsaison. Was machen wir da? Genau, Titt&#8230; nein! Ihr Ferkel! Manche von uns zeigen natürlich alle die tollen Tattoos, die ihre Körper schmücken. Der Campground ist schließlich der Laufsteg des kleinen Mannes.&nbsp; Was heutzutage und hierzulande inzwischen als normal gilt, und man fast schon wieder cool ist, wenn man keine Tinte unter der Haut hat, stellt den Träger eines Tattoos in anderen Teilen der Erde noch vor große Probleme. Im Extremfall kann man sogar getötet werden, wenn die falschen Leute deinen Körperschmuck sehen.</p>
<h3>Körperkunst aus Übersee</h3>
<p>Der Name lässt es schon vermuten. Wir befinden uns in Japan. Wir sprechen über die Yakuza, die dortige Mafia. Der Religionswissenschaftler Andreas Johansson hat es geschafft, Kontakt zu einem Boss der Yakuza in Yokohama aufzubauen und, der Tatsache geschuldet, dass er Wissenschaftler und kein Journalist ist, einen tieferen Einblick in eine uns kaum bekannte Welt zu bekommen. In seinem Buch &#8222;Yakuza Tattoo&#8220; berichtet er über dieses Phänomen.</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-33912 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/07/og-dragon-back-tattoo-300x159.jpg" alt="" width="300" height="159" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/07/og-dragon-back-tattoo-300x159.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/07/og-dragon-back-tattoo.jpg 700w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Die Yakuza Tattoos können Fluch und Segen sein. Die detailreichen Tattoos, welche unter anderem mythologische Figuren wie Götter, Drachen oder auch Helden darstellen, können zu schwerwiegenden Konflikten führen, wenn man sie außerhalb des eigenen Revieres zeigt, sie können einem jedoch auch Respekt einbringen und vor Problemen, beispielsweise im Gefängnis, bewahren. Hier zeigt sich bereits der erste kritische Punkt an Tattoos in Japan.</p>
<h3>Eine zwiegespaltene Geschichte</h3>
<p>Bereits 400 bis 700 Jahre vor Beginn der heutigen Zeitrechnung wurden Tattoos, welche in Japan eher unter der Bezeichnung &#8222;Irezumi&#8220; bekannt sind, eingesetzt, um Kriminelle zu brandmarken, siehe die schwarzen Streifen an Armen. Diese Verbindung hat sich bis heute gehalten und zeugt noch immer von der gespaltenen Beziehung vieler Japaner zu dieser Form der Körperverzierung. Jedoch lässt sich das nicht generalisieren, da archäologische Funde bezeugen, dass Tattoos auch in religiösen Kontexten verwendet wurden.</p>
<p>Sowohl diese geschichtliche Beziehung als auch die noch heutige Verwendung religiöser Motive innerhalb nicht-religiöser Gruppen, wie eben etwa der Yakuza, sind Grund dafür, weshalb jemand wie Andreas Johansson sich mit diesem Thema befasst. Es gibt bisher keinerlei wissenschaftliche Befunde, wieso eine Gruppierung mit dererlei Strukturen solche Symbole benutzt.</p>
<h3>Den Kois und Drachen auf der Spur<br />
<img decoding="async" class="size-medium wp-image-33910 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/07/6ba1017e71971e1b1ff33211fce8d935-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/07/6ba1017e71971e1b1ff33211fce8d935-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/07/6ba1017e71971e1b1ff33211fce8d935.jpg 600w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /></h3>
<p>Johansson geht dafür mit der Methode an das Projekt heran, über die Kamera, die er dabei hat, in Kontakt zu den Personen zu kommen, die sich dafür fotografieren lassen.</p>
<p>Die dadurch entstehenden Gespräche liefern ihm empirische Daten und somit wertvolle Informationen, die er sonst nie bekommen könnte. Dieses Mittel der Feldforschung erlaubt es ihm, eine Brücke zu bauen und so das nun vorliegende Buch mit zu gestalten.</p>
<h3>Gangsterboss von der Leinwand? Wohl kaum</h3>
<p>Dabei lernt er Männer kennen, die gar nicht dem typischen Klischee von Gangstern entsprechen, das gerne wahrgenommen wird. Sie gehen eher sehr vorsichtig mit ihrem Status als Yakuza um und achten sehr pingelig darauf, wo sie sich als solche offenbaren.</p>
<p>Wie auf dem Bild zu sehen, sind die Tattoos oft so gestochen, dass man sogar noch ein Hemd oder Jacket offen tragen kann, und das Tattoo trotzdem noch überdeckt wird. Generell sind eher lässige Klamotten beliebt, Anzüge werden meist nur zu speziellen Gelegenheiten getragen. So lässt sich damit einfacher umgehen.</p>
<p>Das Buch greift viele Aspekte der Yakuza auf, nicht nur auf die Tattoos bezogen, sondern auch Rituale, die Beziehungen und Hierarchien innerhalb dieser Gruppe und ihre Eigenheiten. Beispielsweise wird die Rolle der Tätowierer gezeigt. Diese sind sehr hoch angesehen und haben ein Mitbestimmungsrecht, wer ein solches Tattoo bekommt. Auch können sie einschätzen und entscheiden, welche Motive zu jemandem passen und entsprechend auch ablehnen und beraten. Tätowierer von Yakuza Tattoos sehen sich ganz und gar nicht in einer Linie mit westlich orientierten Tattookünstlern. Die Bedeutung ist schlicht ganz anders.</p>
<h3>Mein Fazit</h3>
<p>Für jemanden, der sich für Tattoos interessiert und mal ein wenig über den Tellerrand hinaus schauen will, ist dieses Buch auf jeden Fall empfehlenswert. Johansson hat es bewusst so gestaltet, dass der Bildanteil überwiegt, und er hauptsächlich ergänzende Informationen zu den Yakuza und den Tattoos gibt. Es lehnt so an seine Arbeitsweise an, wie er sich ihnen genähert hat und Zugang zu den Bildern und den Informationen bekommen hat. Das macht es zu einem nicht wirklich wissenschaftlichen Buch, aber erleichtert den Zugang zu dieser Materie und gibt einen wirklich interessanten Einblick in dieses Feld.</p>
<p>Vielleicht kennt ja jemand von euch die japanische Tradition und hat selbst schon Erfahrungen zu diesem Thema gesammelt?</p>
<p><a href="https://www.amazon.de/YAKUZA-TATTOO-Andreas-Johansson/dp/918836903X">Buch auf Amazon</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/yakuza-tattoo-keine-normalen-tattoos/">YAKUZA TATTOO &#8211; Keine normalen Tattoos</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://silence-magazin.de/yakuza-tattoo-keine-normalen-tattoos/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kultur ist kein Hobby, verdammt!</title>
		<link>https://silence-magazin.de/kultur-ist-kein-hobby-verdammt/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=kultur-ist-kein-hobby-verdammt</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/kultur-ist-kein-hobby-verdammt/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Luc]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Mar 2017 12:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Band]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Crowdfunding]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Hobby]]></category>
		<category><![CDATA[Job]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Studio]]></category>
		<category><![CDATA[tour]]></category>
		<category><![CDATA[wintersun]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=15014</guid>

					<description><![CDATA[<p>Immer wieder liest man in Facebook-Kommentaren davon, dass Musiker und Bands jedweder Größenordnung doch gefälligst zusehen sollen, ihre Kohle durch ehrliche Arbeit selbst zu verdienen, statt die Fans zur Kasse zu bitten. Ist ja schließlich deren Hobby, und andere Leute bezahlen das ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/kultur-ist-kein-hobby-verdammt/">Kultur ist kein Hobby, verdammt!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wieder liest man in Facebook-Kommentaren davon, dass Musiker und Bands jedweder Größenordnung doch gefälligst zusehen sollen, ihre Kohle durch <strong>ehrliche Arbeit selbst zu verdienen</strong>, statt die Fans zur Kasse zu bitten. Ist ja schließlich deren Hobby, und andere Leute bezahlen das auch aus eigener Tasche. Da geht eine Crowdfunding-Kampagne ja mal überhaupt nicht, und wehe, das neue Album kostet über zehn Öcken! Ja, ich weiß: Facebook-Kommentare sind die beste Referenz, immerhin tummeln sich dort nur <strong>Experten in allen Belangen des Lebens</strong> (manche haben sogar Medizin studiert, diese Gesellen nennen sich dann Impfgegner). Nachdem der Parabel-Knecht (Grüße an den Chef!) das Thema in einem seiner aktuellen Videos schon von einer anderen Seite beleuchtet hat, gibt es hier mehr vom gleichen, nur anders.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/PKcgKgO23H8?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Nun muss man fairerweise sagen, dass diese Äußerung manchmal auch in einem Kontext fällt, wo die ihr innewohnende Missbilligung verständlich ist. Ich könnte jetzt mit dem Finger auf <strong>WINTERSUN</strong> zeigen &#8230; ach was, ich tue es einfach. Die Kollegen aus Finnland versuchen derzeit, astronomische Summen im Austausch für ein durchaus ansehnliches, allerdings auch rein digitales Paket aus den eigenen Fans zu pressen. Wozu? Damit ein eigenes Studio eingerichtet werden kann. Knapp 750.000 Euro sind das große Ziel, fürwahr ein Batzen Geld.</p>
<p>In den meisten Studios könnten sie sich dafür über mehrere Jahre einmieten. Auch gute Studios bieten oft Tagessätze von unter 500 Euro an, ohne dabei den Hab-Mich-Lieb-Modus auffahren zu müssen. <strong>Das wären über 1500 Tage betreutes Wohnen</strong>. Noch dazu würde dieses wohl produktiver ausfallen, als man es von den genannten Finnen in der Vergangenheit gewohnt ist. Was die Band dann dreist als Notwendigkeit darstellt – schließlich ist es unabdingbar, dass Mastermind <strong>Jari Mäenpää</strong> morgens in der Unterbuxe mixen kann (wird so in einem der zahlreichen Videos nahegelegt) –, ist purer Luxus. Ja, angesichts solcher Forderungen kann einem nach einem harten Arbeitstag schon einmal der Kragen platzen. Aber auch hier sollte zwischen <strong>dem Extrembeispiel und der kreativen Zunft</strong> im Allgemeinen unterschieden werden.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_15015" aria-describedby="caption-attachment-15015" style="width: 490px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-15015" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/16938696_10155180218762022_921475382692632679_n-300x300.jpg" width="500" height="500" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/16938696_10155180218762022_921475382692632679_n-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/16938696_10155180218762022_921475382692632679_n-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/16938696_10155180218762022_921475382692632679_n.jpg 315w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-15015" class="wp-caption-text">Höhere Auflösung gibt es erst ab dem Stretchgoal von 1.000.000 Euro.</figcaption></figure>
<p><strong>Musik kann durchaus ein reines Hobby sein:</strong> Alle paar Monate mal ein Konzert, allein für den Spaß an der Sache, noch dazu in größeren Abständen eine selbst finanzierte CD für die Fangemeinschaft. Die meisten dieser Bands haben eine gesunde Selbsteinschätzung und wissen, worauf sie sich einlassen. Da wird eher investiert als verdient, <strong>allerdings in Hobby-Maßen</strong>. Allerdings finden sich die angesprochenen Facebook-Kommentare dort vor, wo es um größere Beträge geht, und das ist im seltensten Fall die örtliche Feierabend-Band.</p>
<h4>Immer noch ein Hobby?</h4>
<p>Wir reden hier von tourenden Bands, die tausende Stunden aufwenden, um Touren zu organisieren und um bei ihren Veröffentlichungen einen hohen Standard zu halten. Allcaps sei mir verziehen: <strong>DAS KOSTET</strong>! Ja, das kostet Unmengen an Zeit und Geld. Zwischen Booking, Promo, Live-Gigs, Songwriting, Terminen, Management, Proben, Recording und dem Rest des Rattenschwanzes (<strong>hört sich nicht mehr so nach Hobby an, nech?</strong>), bleibt da nicht mehr viel Freiraum für eine geregelte Arbeit. Hartgesottene fahren beide Schienen parallel und pfeifen auf ein Privatleben, gut Organisierte können vielleicht zwischendurch ihren Tagelohn einfahren. Und ein paar Glückliche schaffen es auch einfach so, durch die regulären Gagen und Verkäufe eben.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_15018" aria-describedby="caption-attachment-15018" style="width: 1014px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-15018 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/4b1ea9fc58873bc5561ca2df0ba10c9d-1024x640.jpg" width="1024" height="640" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/4b1ea9fc58873bc5561ca2df0ba10c9d-1024x640.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/4b1ea9fc58873bc5561ca2df0ba10c9d-300x188.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/4b1ea9fc58873bc5561ca2df0ba10c9d-750x469.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/4b1ea9fc58873bc5561ca2df0ba10c9d.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-15018" class="wp-caption-text">Sieht erschwinglich aus, oder?</figcaption></figure>
<p>Und dann kommt es doch unverhofft: Der Tourbus ist kaputt, das Equipment wird geklaut, oder ein kleiner Durchhänger beim neuen Album lässt <strong>die schwarzen Zahlen dahinschwinden</strong>. Die Nachfrage, dass der Künstler bitte weiterhin auf hohem Niveau agieren möge, bleibt bestehen, lässt sich aber gerade im Bereich der harten Musik nicht ohne Weiteres decken. Klar muss in diesen Fällen hin und wieder ein neues Modell her, und da heißt es dann offen und ehrlich: &#8222;Liebe Fans, ihr habt die Wahl! Dies sind unsere Umstände, und wer uns weiterhin auf dem momentanen Level agieren sehen will, soll uns bitte unterstützen. Falls das für euch nicht passt, können wir auch nichts ändern, denn <strong>für uns passt es dann leider auch nicht</strong>.&#8220;</p>
<h4>Modelleisenbahn vs. Unterhaltung</h4>
<p>Der Knackpunkt wurde oben genannt: <strong>Als Konsument hat man die Wahl!</strong> Man muss nicht mithelfen, braucht sich dann aber auch nicht zu wundern, wenn eine Band eben das macht, was angeprangert wird, nämlich ihre Aktivität vom Profi- wieder aufs Hobby-Maß zurückschraubt. Das ist dann auch wieder einigen nicht gut genug, immerhin will man ja Alben und Konzerte haben. Aber sehen wir es einmal so: Wenn eine Kapelle auf professionellem Niveau agiert, ist das nichts anderes als eine Gehaltsverhandlung, so wie man sie vom Job her kennt. Und da kommt dann <strong>das altbekannte Stigma der Kunst und Kultur</strong> ins Spiel, denn diesen Bereichen wird gerne das Hobby-Dasein aufgedrückt. Mit der Modelleisenbahn spielen vs. Unterhaltung für tausende Menschen produzieren.</p>
<p>Nur weil kreatives Arbeiten den meisten professionellen Künstlern Freude bereitet, darf die Anstrengung dahinter nicht entwertet werden. Immerhin rühmen wir uns doch alle gerne damit, Kunst und Kultur zugeneigt zu sein, warum begegnen wir den Schaffenden in diesen Bereichen dann so oft <strong>mit unseren Ellenbogen</strong>? Warum darf man als Künstler nicht sagen: &#8222;Ich arbeite nur dann zehn Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, an meiner Musik, wenn ich dadurch auch meine Miete bezahlen kann&#8220;, ohne verpöhnt zu werden? Alles gutheißen muss man wirklich nicht (noch einmal Grüße an <strong>WINTERSUN</strong>), und als Fan bzw. Kunde ist man bis zu einem bestimmten Punkt auch König. Um einen Vergleich heranzuziehen: Die Verfasser oben angesprochener Facebook-Kommentare sind das Äquivalent zu dieser einen Sorte Kunde, die immer gleich lauthals nach dem Manager verlangt, wenn der Mensch in der Filiale nicht so springt, wie man es gerne hätte. Bei dieser Sorte Kunde platzt einem auch gerne einmal der Kragen, und dann &#8230; nun, in diesem Fall schreibt man wohl einen Artikel drüber.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/kultur-ist-kein-hobby-verdammt/">Kultur ist kein Hobby, verdammt!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://silence-magazin.de/kultur-ist-kein-hobby-verdammt/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>7</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>

<!--
Performance optimized by W3 Total Cache. Learn more: https://www.boldgrid.com/w3-total-cache/?utm_source=w3tc&utm_medium=footer_comment&utm_campaign=free_plugin

Page Caching using Disk: Enhanced 
Minified using Disk
Database Caching using Redis

Served from: silence-magazin.de @ 2026-05-26 12:44:22 by W3 Total Cache
-->