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	<title>Kunst Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Kunst Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>CTHULHUS’ Cover des Monats #5 &#8211; November 2017</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Nov 2017 13:33:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Cthulhus&#8216; Cover &#8211; egal ob schrill, simpel, ausgefallen oder einfach nur abartig brutal &#8211; wir präsentieren unsere Auswahl der besten Cover-Inszenierungen aus Rock, Metal, Hardcore, Punk und allem was uns so über den Tisch geht. Wir heißen euch willkommen in einer Galerie ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/cthulhus-cover-des-monats-november-2017/">CTHULHUS’ Cover des Monats #5 &#8211; November 2017</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4>Cthulhus&#8216; Cover &#8211; egal ob schrill, simpel, ausgefallen oder einfach nur abartig brutal &#8211; wir präsentieren unsere Auswahl der besten Cover-Inszenierungen aus Rock, Metal, Hardcore, Punk und allem was uns so über den Tisch geht.</h4>
<p>Wir heißen euch willkommen in einer Galerie voller Schrecken und Erleichterung. Ab sofort wird <em><strong>Cthulhu</strong></em> die <strong>6 besten Cover des vergangenen Monats</strong> für euch zusammenfassen. Unterstützt wird er dabei von meiner Wenigkeit und einem monatlich wechselnden zweiten <em><strong>SILENCE</strong></em>-Sklaven. Für diese Ausgabe gibt <a href="https://silence-magazin.de/author/danielg/"><strong>Daniel</strong></a> seine Favoriten des Novembers zum Besten. Meine Liste findet ihr dann unter seiner.</p>
<hr>
<img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-23585 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/LikeMothsToFlames_DarkDivine-1024x1024.jpg" width="1024" height="1024">
<p><span id="more-23537"></span></p>
<p><em><strong>III</strong></em><strong>. LIKE MOTHS TO FLAMES – Dark Divine</strong><strong><br />
Veröffentlichungsdatum: 03.11.2017<br />
Label: Rise Records</strong></p>
<p>Eine dunkle Gottheit scheint das Cover des neuen Langspielers der Band aus Ohio zu symbolisieren. Aber ist es auch so, wie es der Titel vermuten lässt? Ebenso kann die gezeigte Figur auch eine einsame Gestalt sein, die sich durch die triste Wüste kämpft und auf der Suche nach etwas ist. Vielleicht nach Erlösung, einem Leitbild, oder einfach nur einem rettenden, kühlen Bier? Das bleibt dem Betrachter bzw. Hörer selbst überlassen.</p>
<p>Was mich aber definitiv anspricht, ist die eigenwillige Stimmung, die das Artwork erzeugt. Die Farbgebung allein ist schon sehr nice. Es sind diese Farben, die man momentan irgendwie überall sieht (Pastelltöne, wenn ich nicht irre). Die Zocker unter euch fühlen sich bestimmt gleich an <strong>„No Man’s Sky“</strong> erinnert. Und wo wir grad bei medienübergreifenden Gedanken sind, kennt jemand den Film „Der Tag, an dem die Erde still stand“? Auch diesen Bezug kann man herstellen, zumal die Figur der im Film irgendwie ähnelt. Ein Besucher auf einer trostlosen Erde.</p>
<p>Welche Muse<strong> LIKE MOTHS TO FLAMES</strong> geküsst hat, weiß die Band wohl nur selbst, aber ihr seht, das Cover lässt viel Platz für Fantasie.</p>
<hr>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-23571 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/Threat-Signal-Disconnect-1024x1024.jpg" width="1024" height="1024"></p>
<p><!--more--></p>
<p><em><strong>II</strong></em><strong>. THREAT SIGNAL – Disconnect</strong><strong><br />
Veröffentlichungsdatum: 10.11.2017<br />
Label: Agonia Records</strong></p>
<p>&nbsp;Das vierte Album der Kanadier nach 6 Jahren Wartezeit. Was mir sofort auffällt, ist der optische Unterschied zum selbstbetitelten Vorgänger. Als „Disconnect“ angekündigt wurde, war ich schon aufgrund des Artworks sehr interessiert.</p>
<p>Ein verwundetes Gesicht, welches mit einer Art Maschine verbunden ist. Auf der Stirn thront das strahlende Logo der Band. Dazu eine in einer Flutwelle versinkende Stadt. Diese Flutwelle wird aber genährt aus Polygonen. Somit weiß man nicht, ob es Realität oder Fiktion aus einer Computerwelt ist. Oder eine Welt geschaffen von Computern? Das würde auch das Gesicht erklären. Ist das die Macht hinter dieser Flutwelle? Oder ist es das genaue Gegenteil, und eben der Kampf gegen eine technische Macht? So lässt sicher aber der Albumtitel erklären, mit dem <strong>THREAT SIGNAL</strong> eine Art Verbindung trennen möchten.</p>
<p>Auch hier spricht mich wieder die Farbwahl an. Das leuchtende Blau funktioniert in Kombination mit den dunklen Tönen und dem Bild selbst einfach perfekt.</p>
<hr>
<img decoding="async" class="size-large wp-image-23574" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/Polaris-The-Mortal-Coil-1024x1024.jpg" alt="" width="1024" height="1024">
<p><!--more--></p>
<p><strong><em>I.</em> POLARIS – The Mortal Coil</strong><strong><br />
Veröffentlichungsdatum: 03.11.2017<br />
Label: Sharptone Records</strong></p>
<p>Ein Debütalbum mit einem ansprechenden Cover zu versehen, ist eigentlich schon die halbe Miete. So geschehen im Fall von <strong>POLARIS</strong>.</p>
<p>Es gibt Alben, die verstehen es perfekt, den Titel optisch wiederzugeben. Schaut man sich „The Mortal Coil“ mal an, sieht man genau das. Es zeigt eine Person im – ich nenne es mal – Strom der Zeit. Das Ganze wirkt wie ein unaufhörlicher Fall. Die mitfallende Uhr zeigt, dass man nicht unsterblich und absolut verletzlich ist. Diese könnte auch aus der Hand gerissen worden sein, womöglich sogar der Grund für den Sturz ins Endliche. Eine wortwörtliche Spirale. Die Blütenblätter, welche die Person umgeben, könnten auch durchaus für eine Beerdigung stehen, was in dem Zusammenhang auch richtig wäre. Dieses Cover verleitet mich wirklich zum Nachdenken.<br />
Ihr habt gerade schon gelesen, dass ich mich für Farben begeistern kann. Die hier gezeigten verleihen dem Cover den perfekten Schliff. Dieser besondere Lila/Blauton in Kombination mit den roten Blättern ist eine Augenweide.</p>
<p>Was ich musikalisch von dem Werk halte, könnt ihr übrigens <a href="https://silence-magazin.de/polaris-ein-unsterbliches-debuet/">HIER</a> nachlesen.</p>
<hr>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-23575" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/unnamed-1024x1024.jpg" alt="" width="1024" height="1024"></p>
<p><!--more--></p>
<h4><em><strong>III</strong></em>. <strong>ELECTRIC WIZARD </strong>– Wizard Bloody Wizard<br />
Veröffentlichungsdatum: 17.11.2017<br />
Label: Spinefarm / Witchfinder</h4>
<p>Wer die Magier aus England bereits live gesehen hat, kennt deren Begeisterung für okkulte Riten und nackter Haut nur zu gut. Auf den Leinwänden zeigen sie vornehmlich Material, das FSK 18 sein dürfte. Clever umgangen wurde die Zensur hier dennoch, zum leid aller <strong>Nippelfreunde</strong>. Und was verspricht nun dieses in Haut geritzte &#8222;Wizard Bloody Wizard&#8220;? Erwartet den Hörer eine musikalische Entblößung der legendären Kiffer-Kult-Band? Tatsächlich soll der Ton auf dem Album an ihre alten Erfolge anknüpfen. Da das Cover allein mit z. B.<a href="http://www.resident-music.com/image/cache/data/variousmarch2015/electric-500x500.jpg"> &#8222;Dopethrone&#8220;</a> nicht mithalten kann, bleibe ich gespannt darauf, was mich beim ersten Durchgang erwartet. Wer sich schon an <strong>BLACK SABBATH</strong>s fünftem Studio-Album für den Titel bedient, hat diesen Mumm bestimmt auch in der Musik.</p>
<hr>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-23578" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/cover-1-1024x1024.jpg" alt="" width="1024" height="1024"></p>
<p><!--more--></p>
<h4><em><strong>II</strong></em>.<strong> CONVERGE</strong> – The Dusk In Us<br />
Veröffentlichungsdatum: 03.11.2017<br />
Label: Deathwish / Epitaph</h4>
<p>Eine siebenminütige Post-Rock-Ballade, eine klarere Abmischung und viel mehr Groove: Die neue Scheibe präsentiert sich zwar mit zahlreichen Verschnaufpausen, aber <strong>Jacob Bannon</strong> wird davon weniger mitbekommen haben. In dieses Cover in seiner bekannten Collagen-Technik hat er besonders viel Zeit investiert. Schade, dass sich das Außenstehenden erst bei einem Blick ins Booklet oder auf das, in den Farben des Originalwerks schimmernde, Plattencover wirklich erschließt. Denn eben diese Details und die dazugehörige Typografie machen dieses musikalische Meisterwerk zu einem noch größeren Kunstwerk. Da kann ich mich nur bei den Herren aus Boston bedanken, die mal wieder <strong>eines der besten Alben des Jahres</strong> mit einer passenden Begleit-Ästhetik abgeliefert haben!</p>
<p>Warum das Album von mir musikalisch so sehr gelobt wird, erfahrt ihr <a href="https://silence-magazin.de/converge-fuer-einsteiger/">HIER</a>.</p>
<hr>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-23579" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/a0934378038_10-1024x1024.jpg" alt="" width="1024" height="1024">
<p><!--more--></p>
<h4><em><strong>I</strong></em>.<strong>&nbsp;THE BODY &amp;&nbsp;</strong><strong>FULL OF HELL </strong>– Ascending a Mountain of Heavy Light<br />
Veröffentlichungsdatum: 17.11.2017<br />
Label: Thrill Jockey</h4>
<p>Wie haben zahlreiche Alben von <strong>SIX FEET UNDER</strong> und co. bereits bewiesen? Was sich anhört wie eine musikalische Mülltonne, hat eigentlich kein schönes Cover verdient. Das bereits zweite Kollaborations-Album von <strong>THE BODY</strong> und <strong>FULL OF HELL</strong> hingegen pfeift darauf. Dabei behält der verantwortliche <strong>BO ORR</strong> den skizzenhaften, illustrativen Charme der <a href="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/91ivZMRM8bL._SL1426_.jpg">ersten Platte</a> aufrecht. Eine ähnliche Faszination für offensichtlich lückenhafte Darstellungen findet sich auch in der Musik. In verstörenden 36 Minuten begeben sich beide&nbsp;Bands auf eine neue Stufe. Schon allein das eingängige <em>&#8222;Earth Is A Cage&#8220;</em> macht dieses Album um längen besser als den Vorgänger. Doch keine Sorge, es bleibt eklig &#8211; <strong>voller Grindcore und Doom.</strong><br />
Dank des Azteken-Artworks stürze ich mich immer wieder voller Freude in diesen Abfalleimer!</p>
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		<title>Festivals &#8211; ein bedenklicher Trend?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexandra]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Aug 2017 06:40:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Es gab mal eine Zeit, da schienen Festivals Rock- und Metalfans vorbehalten zu sein &#8211; inzwischen rennt schätzungsweise jede zweite Kommilitonin mit einem Festivalbändchen am Arm durch die Uni. Sputnik Springbreak, splash!, Helene Beach &#8211; von wegen Metal. Selbst für den Einlass ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/festivals-ein-bedenklicher-trend/">Festivals &#8211; ein bedenklicher Trend?</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Es gab mal eine Zeit, da schienen Festivals Rock- und Metalfans vorbehalten zu sein &#8211; inzwischen rennt schätzungsweise jede zweite Kommilitonin mit einem Festivalbändchen am Arm durch die Uni. <strong>Sputnik Springbreak</strong>, <strong>splash!</strong>, <strong>Helene Beach</strong> &#8211; von wegen Metal. Selbst für den Einlass zu Abibällen werden immer öfter Stoffbänder mit Metallklammern verteilt. Ob Modeaccessoire oder persönlich bedeutsames Erinnerungsstück &#8211;</p>
<h4 style="text-align: center;"><strong>Warum sind Festivals so ein Trend geworden?</strong></h4>
<p><strong>1983</strong> gab es bereits <strong>30 größere Festivals</strong> in ganz Deutschland. Wie niedlich! Inzwischen sind es weit über <strong>500</strong> &#8211; und diese Angabe stammt von <strong>2014</strong>! Die Anzahl wächst und wächst, Festivals erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und sind als fester Bestandteil der Jugendkultur nicht mehr wegzudenken.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;">Eine Begleiterscheinung dieser Tendenz: Der Begriff „Festival“ wird aktuell immer stärker für <strong>Marketing-Zwecke</strong> ausgenutzt.</p>
</blockquote>
<p>Damit meine ich nicht die Tatsache, dass die Tickets für besagte Veranstaltungen teilweise <strong>sündhaft teuer</strong> sind (was in den meisten Fällen mit Sicherheit auch gerechtfertigt ist, wenn man bedenkt, welch ausgeklügelte Organisationsstrukturen stets dahinterstecken).</p>
<p>Nein, mir geht es hierbei darum, dass Festivals in der Öffentlichkeit teilweise mehr und mehr mit <strong>Mode</strong> und <strong>Beauty-Produkten assoziiert</strong> werden, anstatt mit Musik.</p>
<p>Da gibt es <strong>Mascara</strong>, die damit wirbt, die <strong>perfekten Festival-Wimpern</strong> zu zaubern. Es ist doch nur Wimperntusche! Was haben Wimperntuschen und Festivals gemeinsam? Ich begreifs nicht.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20544" aria-describedby="caption-attachment-20544" style="width: 587px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-20544 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/2__-sub-buzz-5391-1490728260-17.png.jpg" width="597" height="396" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/2__-sub-buzz-5391-1490728260-17.png.jpg 597w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/2__-sub-buzz-5391-1490728260-17.png-300x199.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/2__-sub-buzz-5391-1490728260-17.png-360x240.jpg 360w" sizes="auto, (max-width: 597px) 100vw, 597px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20544" class="wp-caption-text">Glitter Booty</figcaption></figure>
<p>Noch so ein ganz heißer Styling-Trend, der durch das diesjährige <strong>Coachella-Festival</strong> populär geworden ist: der sogenannte <strong>Glitter Booty</strong>. Aber warum soll ich mir <strong>Glitzer auf den Arsch kleben</strong>, wenn ich doch eigentlich nur headbangen will?</p>
<p>Aber Festival ist eben nicht gleich Festival. Es scheint, an dieser Stelle begegnen sich zwei verschiedene Welten, obgleich sie denselben Namen tragen. Hier muss man noch einmal unterscheiden zwischen klassischen Metal-Festivals und denen, die <strong>Blogger</strong>, <strong>Fashionistas</strong>, und <strong>Social-Media-Influencer</strong> vereinnahmt haben.</p>
<h4>Wie lange wird es wohl noch dauern, bis auch <strong>Wacken</strong> zum Laufsteg verkommt?</h4>
<p>Mir schien es lange, als seien Festivalbändchen in erster Linie ein fast unfehlbarer Anzeiger dafür, dass da ein Fan von Rockmusik vor mir steht. Und die Wurzeln solcher mehrtägiger Open Airs liegen auch tatsächlich in traditionell handgemachten Gitarrenklängen: Im „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ fand anno <strong>1959</strong> mit dem <strong>Newport Folk Festival</strong> das erste bekannte und große Musikfestival statt. &nbsp;&nbsp;</p>
<p><strong>Woodstock</strong> war zwar nicht das erste Festival, bleibt aber bis zum heutigen Zeitpunkt das populärste. Und möglicherweise auch das, an dem sich die aktuellen Modetrends orientieren. <strong>Blumenkränzchen</strong>? <strong>Hippie-Wimpern</strong>? Ein eher kläglicher Versuch, den ursprünglichen <strong>Woodstock</strong>-Spirit zu konservieren, wenn man darüber nachdenkt, was die eigentlichen Hintergründe für das Stattfinden der<strong> „3 Days of Peace &amp; Music“</strong> waren &#8211; dem Vietnamkrieg ein friedliches Zeichen entgegenzusetzen &#8211; wirkt eine nachgeahmte Inszenierung im Kontext der heutigen First World, deren größtes Problem es ist, wenn das Internet mal für ein paar Stunden nicht funktioniert &#8211; ich schließe mich da selbst nicht aus &#8211; nicht nur unheimlich gestellt, sondern sogar verdrängend.</p>
<h4>Doch ein wenig Schaulaufen? &nbsp;</h4>
<p>Na schön, ich muss schon zugeben, auf meinem ersten Metal-Festival fiel mir auf: Ein bisschen ähnelte es ja doch einer <strong>Modenschau</strong>. Da werden in weiser Voraussicht für drei bis vier Tage <strong>nur die schönsten Bandshirts</strong> liebevoll aus dem Schrank gekramt, stolz trägt man seine Kutte über den Campground spazieren, über Jahre hinweg nur mit den besondersten Patches bestückt, und am Ende kommt eine herrlich bunte Meute aus Trägern schwarzer T-Shirts zusammen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20545" aria-describedby="caption-attachment-20545" style="width: 1014px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-20545 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/3-IMG_5174-1024x768-1024x768.jpg" width="1024" height="768" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/3-IMG_5174-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/3-IMG_5174-1024x768-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/3-IMG_5174-1024x768-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20545" class="wp-caption-text">Kommt ihr grad von nem Konzert oder vom Shoppen? Eines der typischen Bilder vom <strong>Coachella Valley Music and Arts Festival.</strong></figcaption></figure>
<p>Auch, wenn einige der <strong>aktuellen Modetrends</strong> sicher fragwürdig sind und noch dazu höchst unpraktisch erscheinen, sollte es jedem gestattet sein, auf einem Festival <strong>dem stinknormalen Alltag</strong> zu <strong>entfliehen</strong> und sich selbst so auszuleben, wie er oder sie es für richtig empfindet.</p>
<p>Kritiker werden an dieser Stelle argumentieren, dass die Musik doch Mittelpunkt eines <strong>Musik</strong>festivals sei und bleiben solle. Aber sollte nicht jeder Gast eines solchen für sich entscheiden, welchen Sinn er der Veranstaltung für sich entnimmt? So soll es auch bei <strong>Rock am Ring</strong>, <strong>With Full Force</strong> oder <strong>Summer Breeze</strong> die berüchtigten <strong>Phantom-Besucher</strong> geben &#8211; jene Menschen, die ein Ticket ergattert haben, um letztendlich die meiste Zeit in gemütlicher Runde auf dem Campingplatz zu verbringen, anstatt sich unters Konzertpublikum zu mischen.</p>
<h4>Die Tussi mit dem Assi</h4>
<p>Was also wäre eine Musikveranstaltung ohne <strong>eine großartige Gemeinschaft</strong>, mit der man sie teilen könnte? <strong>Dem wertvollen Potenzial, Menschen jeden Alters, jeder Nation und jeder Berufsgruppe zu verbinden, können nicht viele sonstige Kulturveranstaltungen das Wasser reichen.</strong>&nbsp;</p>
<p>Bliebe wirklich nichts als die Musik &#8211; und sei sie noch so großartig &#8211; so würde eine ganze Menge der Atmosphäre, dem ganzen Drumherum, das eine Festivität ausmacht, verloren gehen. &nbsp;&nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20546" aria-describedby="caption-attachment-20546" style="width: 890px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-20546 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/4-image.jpg" width="900" height="570" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/4-image.jpg 900w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/4-image-300x190.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/4-image-750x475.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20546" class="wp-caption-text">Gummistiefel statt Stilettos: Bild vom <strong>Wacken Open Air</strong> 2016</figcaption></figure>
<p>Festivals haben nicht mit Metal angefangen, sie werden auch nicht beim Metal aufhören, haben sich aber dennoch als <strong>unersetzbare Zutat der Subkultur</strong> etabliert. Auf viele Anhänger dieser scheint es eine beängstigende Wirkung zu haben, dass solche Bestandteile in verstärktem Ausmaß in die <strong>Populärkultur</strong> übernommen werden. Fast so, als käme es <strong>Plagiarismus</strong> gleich, ähnliche Festivitäten auch <strong>„unprivilegierten“ Nicht-Metalheads</strong> zugänglich zu machen.</p>
<p>Ob nun Metal oder nicht: Man teilt die Kulturveranstaltungen zwar in unterschiedliche Kategorien ein, die aber nicht mehr ganz klar voneinander abzugrenzen sind, denn eine entscheidende Komponente haben sie alle gemeinsam &#8211; <strong>die Kunst</strong>.&nbsp;&nbsp;</p>
<h4>Wie so oft verlaufen die Grenzen eben auch hierbei &#8211; fließend</h4>
<p>Dass es mittlerweile solch ein vielfältiges Angebot an verschiedensten Festivals gibt, ist doch fantastisch! Es beschränkt sich nicht einmal nur auf Musik &#8211; da gibt es<strong> Foodfestivals</strong>, <strong>Comicfestivals</strong>, <strong>Theaterfestivals</strong>, &#8230; die Liste lässt sich ungeahnt fortführen.</p>
<p>Da ist <strong>für fast jeden Geschmack</strong> etwas Passendes dabei. Beachtlich!</p>
<p>Und ob man den teils fragwürdigen „Festival-Trends“ am Ende folgen möchte, oder nicht, wird &#8211; glücklicherweise &#8211; Geschmackssache bleiben. Es hat eben doch einen Grund, weshalb man Modepüppchen-Veranstaltungen von herkömmlichen Metal-Festivals trennt. Welcher das sein soll? Ganz einfach: <strong>Blumenkränze und Muschelkrönchen im Haar stören beim Headbangen.<br />
</strong></p>
<p>Bilder mit freundlicher Genehmigung von static.independent.co.uk, buzzfeed.com, wittyandpretty.com und sueddeutsche.com. All rights reserved!</p>
<hr>
<p><em><strong>Dies ist ein Beitrag von Gastautorin:</strong></em> <strong>Alexandra</strong></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/festivals-ein-bedenklicher-trend/">Festivals &#8211; ein bedenklicher Trend?</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Senf der Woche #23 &#8211; KUNST ODER KOTZE?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Jul 2017 07:02:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Jawoll, SILENCE goes cuisine! Wer seine Pommes nicht nur Schranke, sondern auch mal mit den Variationen des Granum Sinapis veredelt wissen möchte, ist hier genau richtig. Senf in seinen urigsten und verspieltesten Varianten und zu den unterschiedlichsten Gerichten serviert, dargeboten von der ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/senf-der-woche-23-kunst-oder-kotze/">Senf der Woche #23 &#8211; KUNST ODER KOTZE?</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Jawoll, <strong><em>SILENCE</em></strong> goes cuisine! Wer seine Pommes nicht nur Schranke, sondern auch mal mit den Variationen des Granum Sinapis veredelt wissen möchte, ist hier genau richtig. Senf in seinen urigsten und verspieltesten Varianten und zu den unterschiedlichsten Gerichten serviert, dargeboten von der <em><strong>SILENCE</strong></em>-Crew.</h3>
<p><span id="more-18925"></span><br />
<strong><em>Thema heute:</em>&nbsp;Puristisch, fantastisch, blutig, obszön &#8211; Was macht für dich ein geiles Album-Cover aus? Und welche Artworks dienen eher als Brechmittel?</strong></p>
<div class='vw-row-shortcode'><div class='vw-column-shortcode  vw-one-half'></p>
<p><span style="text-decoration: underline"><b><a href="https://silence-magazin.de/author/jonas/" target="_blank" rel="noopener">Jonas</a>&nbsp;</b>meint:</span></p>
<p>In jedem Genre gibt es <strong>Sättigungserscheinungen</strong> &#8211; <strong>auch bei den Artworks</strong>. Dass gerade Alben herausstechen, bei dessen Layout sich Mühe gegeben wurde, dürfte keine Überraschung sein. Es reicht daher nicht,<strong> so viele Totenköpfe wie möglich</strong> auf die Leinwand zu hauen oder sich einfach <strong>grinsend mit einer Melone auf dem Kopf</strong> ablichten zu lassen.</p>
<p>Desto einfacher die Leute das Album mit dem Künstler und – ganz wichtig – mit der Musik verbinden können, desto größer ist die Chance, dass auch Leute über dich stolpern, die nur das Cover sehen. Ein<strong> gutes Cover illustriert dabei so stark die Atmosphäre des Albums</strong>, dass es unabdingbar für den Konsum der Musik wird. Dadurch lässt sich erklären, warum es <strong>so viele ähnliche Artworks in einem Genre</strong> gibt: Die Musik gleicht sich ja schließlich auch.</p>
<p>Genug der Theorie, welche Alben schaffen es diese Atmosphäre zu vermitteln oder auch einfach mal zu brechen und durch ihren <strong>Wiedererkennungswert</strong> zu bestechen?</p>
<p>Ein gutes Beispiel dafür sind die beiden letzten Alben von <strong>DEAFHEAVEN</strong>, die die <strong>Shoegaze-Ästhetik</strong> so stark in den Vordergrund drängen, dass beim bloßen Ansehen der Gedanke an Black Metal in den Hintergrund rückt. Aber auch <strong>PINK FLOYD</strong> haben ihre Musik mit <strong>unverkennbaren und ikonischen Bildern</strong> hinterlegt, die ganz ohne ein Logo auskommen. Ihr merkt: Ein gutes Album-Cover zu erstellen, ist schwer, aber am Ende entscheidet der <strong>persönliche Geschmack</strong>!</p>
<p></div><div class='vw-column-shortcode  vw-one-half'></p>
<p><span style="text-decoration: underline"><b><a href="https://silence-magazin.de/author/lucfrancois/" target="_blank" rel="noopener">Luc</a>&nbsp;</b>findet:</span></p>
<p>Album-Cover sind im besten Fall <strong>Verkaufsgarant und Kunstwerk zugleich</strong>, haben selbst Etwas zu sagen oder wirken als <strong>Sprachrohr für die Musik</strong>. Auf jeden Fall gehören sie mit zum Gesamtwerk, auch wenn sie nicht immer zielgenau auf die Musik zugeschnitten werden. <strong>TRIPTYKON</strong> etwa setzen auf Motive des verstorbenen <strong>Hansruedi Giger</strong>, und es wirkt wie das perfekte Doppel.</p>
<p>Nun kann man Artworks <strong>aus verschiedenen Gründen gut oder schlecht finden</strong>: Verfehlt das Motiv die Stimmung der Musik? Funktioniert es als <strong>eigenständiger Blickfang</strong>? Hat es eine <strong>Aussage</strong>, oder sieht es <strong>nur schön</strong> aus? Wo sich die Scheiben früher zum Teil noch über das Artwork verkauften, ist es heute einfacher, dem Konsumenten eine Hörprobe an den heimischen Rechner zu liefern und somit die Musik für sich selbst sprechen zu lassen. Dennoch sind Ton und Bild längst fest verwachsen, und <strong>der erste Eindruck ist im Normalfall auch ein optischer</strong>. Wer klickt schon auf einen Link, den ein <strong>billig hingeschludertes Photoshop-Werk</strong> ziert?</p>
<p>Ob es <strong>heute noch viele Cover-Käufe</strong> gibt, kann ich aus dem Stegreif nicht sagen. Dass zumindest in meinem Hinterkopf <strong>das Frontmotiv mein Empfinden beim Hören</strong> eines Albums häufig etwas <strong>aufschönt oder in die Tiefe zieht</strong>, steht dagegen fest.</p>
<p></div></div>
<p><span style="text-decoration: underline"><b><a href="https://silence-magazin.de/author/preusse/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Julian</strong></a>&nbsp;</b>sagt:</span></p>
<p>Jetzt muss man sich hier auch noch ganz intellektuell über Kunst äußern oder wie? Ich dachte, das mit der Musik sei schon kulturell wertvoll genug… Nun, wie dem auch sei, Metal ist ja wie wir alle mitbekommen haben, nicht einfach nur Musik die auf eine Platte gepresst oder CD gespielt ist. Nein,&nbsp;<strong>Metal lebt auch von Kunst</strong>, also „richtiger“ Kunst. So mit Pinseln, Stiften und vielen bunten Farben. Vor allem die Cover der Alben können echt hochanspruchsvolle Werke sein. Oder eben genau das Gegenteil: Langweilig, öde und vielleicht einfach nur ekelhaft.</p>
<p>Wenn ich mir mal so die Sammlung in meinem Regal ansehe, dann wirken einige Cover, als ob sich hier ein <strong>van Gogh</strong> oder ein <strong>zutiefst expressionistischer Künstler</strong> mal so richtig austoben konnte. <strong>Ästhetik des Hässlichen</strong> eben. Totenschädel, die obszöne Fratzen ziehen, irgendwelche <strong>scheintoten und menschenähnlichen Viecher namens Eddie</strong> und <strong>soldatische Kampfszenen</strong> prägen die Mehrheit der Silberlinge in meinem Regal. Na, wer von euch hat erraten, was bei mir alles so rum steht?</p>
<p>Aber nicht nur die klassischen Stile der Kunst finden Einzug, sondern auch moderne. Darunter&nbsp;<strong>Fotomontagen</strong>&nbsp;wie bei&nbsp;<strong>METALLICA</strong>s&nbsp;„Hardwired To Self-Destruct“,<em>&nbsp;</em>oder das Digitalfoto eines Berges bei <strong>HEAVEN SHALL BURN</strong>&nbsp;haben einen künstlerischen Gehalt.</p>
<p>Grundsätzlich macht ein gutes Cover <strong>die Geschichte dahinter und natürlich das Motiv</strong> aus. Niemand kauft ein Album mit einem schnöden schwarzen Cover. (Anm. Alex: &#8222;The Black Album&#8220; von <strong>METALLICA </strong>hat sich über 16 Millionen Mal verkauft und ist damit das meist-verkaufte Album der letzten 25 Jahre. Ätsch.)&nbsp;&nbsp;Aber mal ehrlich, <strong>braucht man Fotos verstümmelter und blutiger Leichen als Cover?</strong> Obwohl es <strong>Aufmerksamkeit</strong> erregt, finde ich sowas einfach nur <strong>abstoßend</strong>. Das muss echt nicht sein.</p>
<h3>HIER FINDET IHR DIE TOP 5&#8230;&nbsp;</h3>
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<h3>&#8230;UND WORST 5 ALBUM-COVER UNSERER AUTOREN:</h3>
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<hr>
<h3>Ihr kennt noch mehr Beispiele? Dann her damit!</h3>
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		<title>Die Angst vor der Mittelmäßigkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alex]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jun 2016 16:04:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Band]]></category>
		<category><![CDATA[Bewertung]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelmäßigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Angst &#8211; eine der treibenden Kräfte unseres Lebens. Sie beeinflusst unser Handeln, Denken und Fühlen. Manchmal bewusst, manchmal allzu unbewusst. Und sie geht tief, so viel tiefer als wir erwarten. Und selbst der einfache Musikjournalist ist von Angst getrieben. Ich lese seit ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/die-angst-vor-der-mittelmaessigkeit/">Die Angst vor der Mittelmäßigkeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Angst &#8211; eine der treibenden Kräfte unseres Lebens. Sie beeinflusst unser Handeln, Denken und Fühlen. Manchmal bewusst, manchmal allzu unbewusst.<br />
Und sie geht tief, so viel tiefer als wir erwarten. Und selbst der einfache Musikjournalist ist von Angst getrieben.<br />
Ich lese seit langer Zeit keine Reviews mehr. Ich schreibe auch selten noch einen derartigen Beitrag. Zum einen, weil mir Musik weit mehr bedeutet, wenn ich sie selbst für mich entdeckt habe. Zum anderen, weil mir die Meinung der meisten Redakteure und jene die sich als solche bezeichnen &#8211; völlig egal ist. Wie kommen sie denn eigentlich auf die verquere Idee, ihre subjektive Einschätzung eines Kunstwerkes anderer Individuen in den Orkus blasen zu dürfen. Auch als Parabelritter stehe ich mir da von Zeit zu Zeit selbst auf den Füßen. Noch perverser als der Versuch sich mit rationalen Mitteln den emotionalen Ergüssen eines völlig Fremden zu nähern, ist der Versuch all das in eine ZAHL zu pressen!</p>
<blockquote><p>Wie soll man denn KUNST schätzen, außer unter dem Auktionshammer?</p></blockquote>
<p>Kunst hat doch keinen Wert, keine Relation, keine vorgegebenen Richtlinien die es ermöglichen, durch die Berechnung der durchschnittlichen Abweichung von eben jenen Richtlinien, einen strukturellen Wert zu errechnen. Das mag vielleicht bei Mathcore und Technical Death Metal möglich sein, aber ob das noch Kunst oder den bloßen Triumpf des Willens über das Fleisch darstellt ist natürlich fraglich.<br />
Und doch muss es Reviews und manchmal auch Punktewertungen geben. Warum? Weil der Mensch Vereinfachungen braucht. Es mag ja stimmen, dass der Redakteur möglichweise eine ganz eigene Ansicht darüber besitzt, WAS ein gutes Album ausmacht, jedoch gibt es eine ungeheure Bandbreite an Künstlern, die auch objektiv betrachtet Schrott sind und diese müssen, vor allem in Zeiten der überquellenden Fülle an Neuerscheinungen, ausgesiebt werden um mehr Platz für die empfehlenswerten Alben zu machen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-2794" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/Evil-judge.jpg" alt="Evil-judge" width="300" height="287" /><br />
Es gibt also keine Form und keine empirische Möglichkeit, die Arbeiten objektiv zu bewerten, fernab von technischen Mängeln oder lyrischen Totalausfällen und jeder Autor gießt seine subjektivsten Ansichten hemmungslos über dem Leser aus und jener kann nie WIRKLICH wissen, ob er aus seinem eigenen Kunstverständnis heraus zum gleichen Schluss käme.</p>
<p>Wir sind dem Schreibenden also ausgesetzt. Kunstrezeption erfordert die Aufmerksamkeit und die Mitarbeit des Lesenden. Doch wer liest eine Review schon aktiv und geistig-arbeitend?<br />
Dient sie nicht meistens eh nur als schlichte Kaufempfehlung?</p>
<blockquote><p>„Schau mal, die neue „ApgarngarnlknarPB OR“ von RPÖKOGJPEGOJEIPOHDN hat 9001 Punkte von Magazin XYZdrölf bekommen &#8211; das muss gut sein. Ich bestell mir das jetzt mal, brauch eh neue Musik.“</p></blockquote>
<p>Also runtergebrochen auf mein Mantra: <em>„Kaufen oder Kotzen“</em>. (Ich wusste gar nicht, dass dahinter tatsächlich eine ganze Portion Psychologie steckt! Ich bin geistreich!)</p>
<p>Und plötzlich bemerken wir, dass die Review ein Problem hat &#8211; ist sie nicht herausragend, sagt sie nicht „KAUFEN“ &#8211; dann kann das nur bedeuten, dass das Werk nicht gekauft werden sollte. Denn machen wir uns nichts vor: Der Künstler will, dass ihr den Scheiß kauft und nicht, dass ihr es sinnlich durchdringt, respektiert und dann doch nicht kauft und euch Anderem zuwendet.</p>
<p>Die Wertung einer Scheibe als „durchschnittlich“ kann bereits dazu führen, dass man sich den Kauf mehrfach überlegt, auch wenn man es vorher eigentlich geplant hatte. Und wenn man dann als Schreiber wirklich begründete Zweifel hat, dass der neue Stil der Band gut zu Gesicht steht, dann zerbrechen schonmal ewig währende Fanschwüre.<br />
Wir erinnern uns: Der Leser will vom Autoren das Album vorverdaut bekommen, damit er sich nicht mehr aufwändig damit auseinandersetzen muss. Er beeinflusst vorder- und hintergründig Kaufentscheidungen mit, ohne dass man nachvollziehen könnte (oder wöllte) wie er zu seinem Schluss kam. Außerdem: Die Empfehlung eines Freundes ist so viel mehr Wert als die bloße Werbung der Firma selbst. Man sieht im Review-Schreiber (unbewusst) einen Freund, dessen Werturteil man vertrauen kann. Oder will.<br />
Und zu guter Letzt, ist der Schreibende ja ein EXPERTE. Weil er eben in der Position eines Autoren ist und um dort hin zu kommen, bedarf es ja der vorzüglichsten Qualitäten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-2796" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/20080404-expert.png" alt="20080404-expert" width="380" height="253" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/20080404-expert.png 380w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/20080404-expert-300x200.png 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/20080404-expert-360x240.png 360w" sizes="auto, (max-width: 380px) 100vw, 380px" /></p>
<p>Und nun wechseln wir die Perspektive zum Schreibenden, der an seinem Tisch sitzt und ein Album aus einem Postbrief befreit, das er persönlich vom Promoter oder Label bekam, um es zu vermarkten. Diese Parteien schicken natürlich gerne auch handfeste Ausgaben an ihre Medienpartner. Die einen werden dafür bezahlt, Alben zu vermarkten &#8211; also besonders gut in der Medienlandschaft zu positionieren &#8211; und die anderen verdienen daran, wenn das gelingt. Die dritte Partei, also die Redakteure und Magazine verdienen meistens gar nichts daran. Sind die Magazine zu klein für Print oder Werbeschaltungen würde folgendes passieren: Redakteur XY gibt einem Album des Labels ImaginaryEvilArtistTrap einen kompletten Verriss. Passiert das dann öfter denkt sich das Label: Gut, schick ich einfach nichts mehr. Der Redakteur bekommt keine gratis Alben mehr, kann über nix mehr schreiben und muss sich fortan wieder alles selber kaufen. Doof. Deswegen wird er sich lieber zusammenreißen, wenn ihm das Label und die dortigen Bands nicht völlig egal sind. End of story.<br />
Ist das Magazin auf Werbung angewiesen weil es sich sonst nicht tragen würde, hat das angesprochene Label IEAT zwei Möglichkeiten: Entweder sie bezahlen keine Werbeflächen im Magazin mehr, was zu erheblichen Umsatzeinbrüchen führen könnte. Oder sie kaufen Werbeflächen im Magazin, wo genau die Alben beworben werden, die man im Magazin selbst zerrissen hat. Im ersten Fall wäre das negativ bewerten also ein finanzieller Selbstmord, im zweiten Fall ein psychologischer Selbstmord.<br />
Und das tückische daran: Schlecht bewerten heißt in dem Fall, wie bereits eingangs erwähnt, nicht EXZELLENT zu bewerten.</p>
<blockquote><p>Denn Mittelmaß verkauft sich nicht, fast genau so schlecht wie absolute Grütze.</p></blockquote>
<p>Also lesen wir im Durchschnitt nur Positives von großen Bands und Labels, weil sich niemand leisten kann, sie im schlimmsten Falle so kritisch zu betrachten, wie man es mit Underground so oft tut. Sie haben Angst vor den Konsequenzen. Und eben jene widerwärtige Gehässigkeit gegenüber den kleinen Newcomern ist es, die solche ferngesteuerten Magazine dann als Ausgleich und Vertuschungsversuch als Maske aufsetzen.<br />
Also ist eine solche Wertung im Grunde ÜBERHAUPT NICHTS mehr wert. Eine 5 ist bereits Ausdruck eines absolut unhörbaren Albums, &#8222;verschwende deine Zeit nicht damit&#8220;. Aber gerade weil wir ersticken in Neuerscheinungen, ist es objektiv überhaupt nicht möglich, dass alle immer nur 8/9/10er Wertungen bekommen.<br />
Sowas wird es hier nicht geben. Das lasse ich nicht zu &#8211; und das wissen auch unsere Medienpartner.</p>
<p>Hier meine ganz persönliche Richtschnur mit meinen Beispiel-Alben, die ich meinen Redakteuren im Sinne der Punktbewertung ans Herz gelegt habe und mit eiserner Faust in ihre Gewohnheiten einhämmern werde, um eben diesem Trend entgegen zu wirken.</p>
<p><em>Und damit ihr wisst, dass es eben NICHT heißt, dass ein Album mit 5 Punkten ein schlechtes Album ist.</em><br />
<strong>0 Punkte</strong>: Wer auch immer das produziert hat gehört dafür bestraft. Alles von den <strong>FLIPPERS</strong> oder den <strong>AMIGOS.</strong><br />
<strong>1 Punkt</strong>: Man hört, dass die Musiker in der Lage waren, die Instrumente zu halten. Was danach passierte ist jedoch unerklärlich. Ich brauch jetzt nen Drink. <strong>TOTENMOND, MARDUK</strong><br />
<strong>2 Punkte</strong>: Die Ansätze sind da, aber es fehlt hier noch deutlich an Technik/Erfahrung/Eiern/Einhörnern. Nicht empfehlenswert. Alles von <strong>EVANESCENCE</strong> ab 2007<br />
<strong>3 Punkte</strong>: Es könnte Fans hierfür geben, aber es sind noch Mängel erkennbar. Erträglich<br />
&#8222;Repentless&#8220; &#8211; <strong>SLAYER</strong>, &#8222;Billy Talent III&#8220; &#8211; <strong>Billy Talent</strong>, &#8222;A Clear Path&#8220;- <strong>Cold Body Radiation</strong><br />
<strong>4 Punkte</strong>: Auf einem guten Weg, aber noch etwas zu eintönig/uninspiriert/holprig/unschlüssig. Vielversprechend, aber irgendwas stört mich noch.<br />
&#8222;International Black Jazz Orchestra&#8220; &#8211; <strong>SHINING, DISTURBED</strong><br />
<strong>5 Punkte</strong>: Das Standartalbum. Man hört es und erleidet weder Schmerzen, noch wird man davon feucht. Nach der Review kommt es in den Schrank und wird vergessen.<br />
<strong>AMON AMARTH</strong> seit 2012<br />
<strong>6 Punkte</strong>: Ich werde mir die Band auf dem nächsten Festival mal geben, die könnten Stimmung machen und diesen einen Song find ich echt gut/sie haben was besonderes an sich. &#8222;Moonlover&#8220;-<strong>GHOST BATH</strong>, &#8222;Arpitanian Lands&#8220; &#8211; <strong>ENISUM</strong><br />
<strong>7 Punkte</strong>: Tolle Scheibe, ich kam die ganze letzte Woche nicht davon weg! Auf jeden Fall empfehlenswert. &#8222;Aura&#8220; &#8211; <strong>SAOR</strong> , &#8222;I am Nemesis&#8220;- <strong>CALIBAN</strong><br />
<strong>8 Punkte</strong>: Ein Hammer Album, ich empfehle es allen meinen Freunden. Das Album läuft Wochen in Dauerschleife. &#8222;Dance of the Death&#8220; &#8211; <strong>IRON MAIDEN</strong> , &#8222;Unia&#8220; &#8211; <strong>SONATA ARCTICA</strong>, &#8222;Unity&#8220; &#8211; <strong>SKYFOREST</strong>, &#8222;Ecailles de Lune&#8220; &#8211; <strong>ALCEST</strong><br />
<strong>9 Punkte</strong>: Dieses Album ist ein Meilenstein des Genres (zumindest für mich). Ich bekomme es monatelang nicht aus dem Kopf und es könnte zu meinen Alltime Favs gehören. The Silent Force &#8211; <strong>WITHIN TEMPTATION</strong>/ &#8222;Exercises in Futility&#8220; &#8211; <strong>MGLA</strong>/ Vempire &#8211; <strong>CRADLE OF FILTH</strong>, Death Magnetic &#8211; <strong>METALLICA</strong>, With Oden on your Side- <strong>AMON AMARTH</strong><br />
<strong>10 Punkte</strong>: Dieses Album hat mein Leben verändert. Diese Wertung kann nicht bei einem neuen Album getroffen werden. Imaginations From The Other Side &#8211; <strong>BLIND GUARDIAN / &#8222;</strong>Billy Talent II&#8220;- <strong>BILLY TALENT</strong></p>
<p>Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig dafür sensibilisieren, was eine Review und vor allem ihre Bewertungszahl bedeutet. Wenn ihr also einen vermeintlich geringen Wert für eine Review seht, denkt daran, dass wir einen realistischeren Maßstab ansetzen als die Anderen. Habt keine Angst davor anzustoßen. Zumindest, wenn ihr wisst worauf ihr euch einlasst.<br />
<strong>Was haltet ihr davon?</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-2798" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/BlindGuardianImaginations1375_f-1024x1024.jpg" alt="BlindGuardianImaginations1375_f" width="1024" height="1024" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/BlindGuardianImaginations1375_f-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/BlindGuardianImaginations1375_f-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/BlindGuardianImaginations1375_f-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/BlindGuardianImaginations1375_f-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/BlindGuardianImaginations1375_f.jpg 1400w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/die-angst-vor-der-mittelmaessigkeit/">Die Angst vor der Mittelmäßigkeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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