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	<title>left Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>left Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Das Vendetta Fest und Zecken (Tag 2, Samstag)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Apr 2017 06:30:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Samstag, 15.04.2017 Nach einer interessanten Erfahrung mit der deutschen Bahn in der vergangenen Nacht, mache ich mich erneut auf den Weg nach Berlin. Bei der Rückreise wollte mir die digitale Anzeige und die Durchsage am Bahnhof weismachen, dass mein Zug nicht von ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4>Samstag, 15.04.2017</h4>
<p>Nach einer interessanten Erfahrung mit der deutschen Bahn in der vergangenen Nacht, mache ich mich erneut auf den Weg nach Berlin. Bei der Rückreise wollte mir die digitale Anzeige und die Durchsage am Bahnhof weismachen, dass mein Zug nicht von dem Gleis fährt, an dem er schon seit zehn Minuten steht. Zu meiner Erleichterung ist die zweite Hinreise sehr ereignislos und ich kann ein bisschen dösen. In meinem Alter das Gefühl zu haben, dass Festivals die so &#8222;spät&#8220; in der Nacht enden, besser um 13:00 Uhr starten sollten, ist glaube ich nicht gut. Warum man solche, um 18:00 Uhr endende Musik-Matinees für alte Säcke und Schlafwandler wie mich nicht veranstaltet, ist mir unerklärlich. Falls es euch genauso geht, lasst es uns ruhig wissen!</p>
<p>Angekommen auf dem Gelände steigt die Vorfreude wieder, schließlich ist das Line-Up des heutigen Abends voll mit bekannten Namen. <strong>ASH BORER</strong> habe ich noch nie wirklich eine Chance gegeben, aber die hier und da vernommenen Fetzen machen Lust auf mehr. Genau das gleiche betrifft die &#8222;Supergroup&#8220; <strong>VANUM</strong>. Dieses Projekt wird von <strong>K. Morgan</strong> (<strong>ASH BORER</strong>) und <strong>M. Rekevics</strong> (<strong>FELL VOICES</strong>, <strong>VORDE</strong>, <strong>VILKACIS</strong>) belebt und dürfte einen fetten Untergrund-Sound in petto haben. <strong>ULTHA</strong> und<strong> WOE</strong> hingegen sind mir schon mehr als bekannt, die ein oder andere Platte bewohnt mein Regal. Ob es live genauso monumental und episch wird, lässt sich nur anhand von Mundpropaganda erahnen. Noch leicht verschlafen mache ich mich erst auf zum Merchstand. Dort kaufe ich mir etwas von <strong>ULTHA</strong>, einfach um den Jungs etwas Support entgegenzubringen. Was diese netten, offenkundig linken Musiker innerhalb ihrer eigenen linken Szene erleben müssen, ist echt nicht mehr lustig. Frei nach dem Motto &#8222;Zecke frisst Zecke und der echte Nazi guckt zu&#8220; wurde bereits dem Veranstalter und Inhaber des Labels Vendetta Records <strong>Stefan Klose</strong> gedroht. Und das alles nur weil er eine Band unter Vertrag hat, die außerhalb von Antifa-Sicherheitszonen spielt. Unsere Meldung zur <strong>ULTHA</strong> und <strong>WOE</strong> betreffenden Show-Absage gibt es <a href="https://silence-magazin.de/rechtsoffen-ultha-sagen-konzert-ab/">hier</a>. Aber das war auch schon genug Geschwafel für heute &#8211; kommen wir zur Mucke.</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/das-vendetta-fest-und-zecken-tag-2-samstag/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=das-vendetta-fest-und-zecken-tag-2-samstag">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
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<p>Mit einem freudigen Gefühl richte ich meine Aufmerksamkeit nun auf <strong>LYCUS</strong>. Werden sie eine genauso gute Eröffnung wie <strong>VERHEERER</strong> an den Start legen?<br />
Nach einer Pinkelpause für den Schlagzeuger legen die gut gelaunten US-Amerikaner los. Anhören tut sich die Kombination langsamer und unerwartet doomig. Spaß am Auftritt habe ich trotz der elendig langen Lieder. Etwas enttäuscht bin ich trotzdem, wenn ich sie mit ihren Gegenstücken vom gestrigen Tag vergleiche. Ich bräuchte vielmehr eine wutgeladenere Black-Metal-Dröhnung, als so viel Geplänkel aus Oakland. Dem Rest des Publikums scheint es besser zu gefallen und der Großteil nickt freudig mit. Aber was zum jetzigen Zeitpunkt meine Bedürfnisse nicht erfüllt, ist ja nicht gleich schlecht. Diese Gruppe kommt auf meine Beobachtungsliste. Da kommt noch was Großes auf uns zu, das Funeral-Doom-Ungeheuer <strong>LYCUS</strong>!</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/das-vendetta-fest-und-zecken-tag-2-samstag/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=das-vendetta-fest-und-zecken-tag-2-samstag">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
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<p>Das Tempo ziehen <strong>FÓRN</strong> zwar nicht an, bringen dafür aber mehr Groove mit. Ohne Rücksicht auf Verluste wird hier gedroschen und sich gar nicht mal so oft verspielt. An ihrer Spielart des Doom Metals haben sie viel Freude. Das überträgt sich auf die gespannten Zuschauer. Diese schunkeln fleißig zur Musik, kommen zum ersten Mal so richtig aus sich heraus. Sportlich präsentieren sich die Jungs auf der Bühne auch. Sie hampeln ordentlich herum und feiern ihre Musik. Da macht es Spaß zuzusehen, wie im <strong>MESHUGGAH</strong>-Shirt das Instrument geschwungen wird. Viel energischer. Jetzt bin ich zum Glück aufgewacht!</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/das-vendetta-fest-und-zecken-tag-2-samstag/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=das-vendetta-fest-und-zecken-tag-2-samstag">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
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<p>Ob das nicht der freudigen Erwartungshaltung gegenüber <strong>WOE</strong> geschuldet ist, kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Die Wege eines von allen Seiten zugequalmten Hirns sind unergründlich. Als die Truppe aus Philadelphia endlich die Bühne betritt, ist klar was gleich passieren wird. Wenigstens fragen die energetischen Jungs vorher, ob wir bereit für ihren &#8222;fast shit&#8220; sind. Und dann bricht es auch schon los. Eine Flutwelle aus Blast Beats und Riffs schwemmt mich weg. Das Letzte woran ich mich erinnere, sind die rhythmischen, immer schneller werdenden Bewegungen meines Kopfes. Wie ein Geisteskranker zu Headbangen, haben sich auch viele andere Besucher zum Tagesziel gemacht. Nur gut, dass <strong>WOE</strong> ihnen einen Anlass dazu geben. Die Geschwindigkeit ist dementsprechend gestaltet und bricht vielen den Nacken. Die ersten Windmills werden ausgepackt, gepogt hingegen nicht. Ein großes Tabu auf so kleinen und insbesondere Black-Metal-Konzerten. Scheint zu viel Bewegung zu sein. Wer hier moshen will, hört zu viel <strong>FIVE FINGER DEATH PUNCH</strong>. Zumal sich in einem Circle-Pit bei dieser Geschwindigkeit eh alle überschlagen würden.</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/das-vendetta-fest-und-zecken-tag-2-samstag/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=das-vendetta-fest-und-zecken-tag-2-samstag">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
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<p>Die erste wirkliche, mündliche Begrüßung auf dem gesamten Festival kommt von <strong>ULTHA</strong>. Sie gehen nicht nur auf die Kritik ein, die sie erhalten haben, sondern verurteilen auch die persönlichen Drohungen, die ihr Label ertragen musste. Sowas geht zu weit und die Band begrüßt jede fundierte Kritik an ihrem Vorgehen, solange sie nicht in Hass auf Dritte umschlägt. Was mich an dieser Sache wurmt, ist der Fakt, dass man Vendetta Records Steine in den Weg legt, nur weil eine Band sich aus ihrem linken Safe-Space heraustraut. <strong>Stefan Klose</strong> und seine Bands versuchen Black Metal auf der anderen Seite des Spektrums zu politisieren. Solche Bestrebungen als politisch links angesiedelter Wutbürger zu blockieren, ist einfach nur kindisch.<br />
Einen kleinen Seitenhieb erlaubt sich die Band jedoch: diejenigen, die <strong>ULTHA</strong> für einen solchen Auftritt verteufeln und zu Unrecht in die rechte Ecke drängen, hämmern in ihrem Zuhause nur auf die Tastatur. Und sie besitzen eine <strong>ADORO</strong> &#8211; oder war es <strong>ADORNO</strong> &#8211; Sammlung. Über solche generalisierenden Aussagen kann jeder denken was er möchte, einen wahren Kern hat sie jedenfalls.<br />
Musikalisch trägt ihr Auftritt schnell Früchte. Die Menge tobt über das ganze Set, bis ein besonderer Gast die Bühne betritt. Zusammen mit <strong>Rachel</strong> von <strong>ESBEN</strong> <strong>AND THE WITCH</strong> wird <em>&#8222;Mirrors In a Black Room&#8220;</em> umso schöner. Leider trifft sie bei langen Sätzen selten den Ton. Gut, dass wir für solche Situationen den Hall eingebaut haben. Da fällt sowas bei ihr und ihren männlichen Gegenstücken nicht auf. Den Rest des Sets spielt man sauber herunter. Mein gerechtfertigtes Festival-Highlight verlässt trotz vereinzelter Forderungen nach einer Zugabe die Bühne.</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/das-vendetta-fest-und-zecken-tag-2-samstag/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=das-vendetta-fest-und-zecken-tag-2-samstag">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
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<p>Können die so prominent besetzten <strong>VANUM</strong> da mithalten? Den schnellen Grundton behalten sie bei. Aber was definitiv auffällt sind die hervorgehobenen Melodien &#8211; und der Oberkörper des Sängers und Gitarristen. Der sieht zum Anbeißen aus! Allerdings genieße ich die von seiner Band erzeugte Klangwelt viel mehr als seine behaarte Brust. Der Untergrund-Promi brüllt so betont in das Mikrofon, dass einem die Haare zu Berge stehen. Zur Freude der Damenwelt steht seine Behaarung nicht im Weg, um seine Muskeln beim Singen spielen zu sehen. Da wird bestimmt der ein oder andere Mann, der nicht den Blick nach unten richtend headbangt, schnell neidisch oder erregt. Suchts euch aus. Genauso aggressiv wie sein Auftreten ist, hört sich <strong>VANUM</strong> an. Die rohen Töne, die mir gestern gefehlt haben, werden hier ausgefüllt.</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/das-vendetta-fest-und-zecken-tag-2-samstag/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=das-vendetta-fest-und-zecken-tag-2-samstag">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
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<p>Den krönenden Abschluss bekomme ich leider erneut nicht ganz bis zum Ende mit. <strong>ASH BORER</strong> spielen ein ausgewogenes Set, das sowohl Fans als auch Neueinsteiger begeistern dürfte. Mit <strong>VANUM</strong>s ungebremster Euphorie hat das nicht viel zu tun. Die Amis spielen einen viel kalkulierter und melodischer klingenden Black Metal. Und das gefällt mir durchaus! Leider reichen weder Geld noch Zeit, um sich eine Platte oder CD mitnehmen zu können. Da hätte ich wohl lieber auf meine Dosis materieller Selbstverwirklichung vorhin am Merch-Stand verzichten sollen. Nichtsdestotrotz ist die Musik genau der richtige, nach einer Weile verhallende Wegbegleiter für meinen Spaziergang in Richtung Bahnhof. Im Zug sitzend, kommt der Wunsch auf, dieses tolle Festival nächstes Jahr noch einmal zu besuchen. Hoffentlich hat es bis dahin Bestand und das Label hält an seinen Idealen fest &#8211; weiter so <strong>Stefan</strong>!</p>
<p>Vielen Dank an <b>Void Revelations</b>&nbsp;(<a href="https://www.voidrevelations.com/">www.voidrevelations.com</a>)&nbsp;für die wunderschönen Fotos.</p>
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		<title>Das Vendetta Fest und die christliche Scharia (Tag 1, Freitag)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Apr 2017 06:12:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Freitag, 14.04.2017 Es ist Karfreitag und sobald man die Nachrichten liest, kommt einem immer der gleiche Quark entgegen: Christlicher Ruhetag hier, christlicher Ruhetag da. Vom Tanzverbot merkt man in Berlin nicht ganz so viel, zumal es hier nur bis um 21 Uhr ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4>Freitag, 14.04.2017</h4>
<p>Es ist Karfreitag und sobald man die Nachrichten liest, kommt einem immer der gleiche Quark entgegen: Christlicher Ruhetag hier, christlicher Ruhetag da. Vom Tanzverbot merkt man in Berlin nicht ganz so viel, zumal es hier nur bis um 21 Uhr gilt. Außerdem hoffe ich, dass bei der kommenden Veranstaltung eh nicht so viel getanzt wird. Bei solchem Black Metal zu moshen ist eher unüblich. Mit einem säkulären Staat haben solche religionsgerechten Regelungen auch nicht viel zu tun. Entweder man behält den Feiertag zur Entlastung der arbeitenden Bevölkerung bei und scheißt auf die mit ihm einhergehende Regelung oder schafft ihn gänzlich ab. Mit beidem wäre ich durchaus einverstanden, weil mich der eigentliche Anlass des Osterfestes eher kalt lässt. Der einzige wirkliche religiöse Eingriff in das öffentliche Leben ist bei weitem keine christliche Version der Scharia, aber ähnlich unangepast an die moderne Gesellschaft. Ich darf denen gedenken und folgen, die es meiner Ansicht nach verdienen und muss mich nicht irgendeinem religiösen Druck beugen.</p>
<p>Für den Veranstalter eines Black-Metal-Festivals gibt es jedoch keinen Tag, der passender sein könnte. Mit viel Kitsch könnte man sich darauf aufhängen, dass Jesus an diesem Tag gekreuzigt wurde etc. Vendetta Records und die Bands haben jedoch genügend Anstand sich solche Klischees zu verkneifen. Und wie sieht es nun auf dem Gelände aus? Das <strong>Tiefgrund</strong> in Berlin bietet alle Voraussetzungen für ein Festival dieser Größe: genügend Platz zum Ausruhen, einen kleinen Merchandise-Raum, einen Vorplatz und einen süßen Konzertraum.<br />
Eine familiäre, herzliche und intime Atmosphäre wird auch durch die Nähe zwischen Besuchern und Bands geschaffen. Ich freue mich über das vollkommen vegane Buffet und meine Begrüßung durch den Veranstalter. Für ein Indoor-Festival dieser Größe zum Glück nicht ungewöhnlich. Sobald man sich innerhalb von fünf Minuten alle wichtigen Räumlichkeiten angesehen hat, kennt man sich auch schon aus. Erwartungsvoll schlage ich im Konzertraum mein Lager auf. Meine heutigen Highlights sollen eigentlich <strong>HEXER</strong> und &#8211; auf die ewige Leier eines anderen Festivalbesuchers hin &#8211; <strong>PARAMNESIA</strong> sein. Mal sehen wie mich die restlichen Bands abholen können.</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/das-vendetta-fest-und-die-christliche-scharia-tag-1-freitag/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=das-vendetta-fest-und-die-christliche-scharia-tag-1-freitag">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
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<p><strong>VERHEERER</strong> dürfen die Show eröffnen. Die Flensburger machen von Anfang an gut Druck. Mit ihrer inzwischen etwas älteren Debüt-EP im Gepäck, überzeugen sie auf ganzer Linie. Das Gesamtpaket klingt etwas traditioneller als ich es erwartet hatte. Mit kaum Show, keinem unnötigen Gerede vor und nach den Liedern und hasserfüllten Melodien machen sie alles richtig. Genauso hatte ich meine Einführung in die Veranstaltung erwartet. Schade nur, dass die Herren nicht aus ihren Lederjacken herauskommen. Die Platte kann man sich nach so einem Auftritt jedoch durchaus gönnen.</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/das-vendetta-fest-und-die-christliche-scharia-tag-1-freitag/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=das-vendetta-fest-und-die-christliche-scharia-tag-1-freitag">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
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<p>Nach post-rockiger Pausenmusik betreten <strong>HEXER</strong> die Bühne und machen ihrem Namen alle Ehre. Sie bringen Räucherstäbchen an Bass und Gitarre an. Zusammen mit einer Duftkerze sorgt das für einen angenehmen Geruch. Dadurch erschaffen sie für sich die perfekte Atmosphäre für ihren Blackened Doom Metal. Das von <strong>VERHEERER</strong> vorgegebene Tempo wird ausgebremst. Langsam und zehrend bohren sich die Riffs in die Gehörgänge der Besucher. Da verwundert es auch nicht, dass für eine kurze Zeit der Bass mit einem Bogen gespielt wird. Gefangen im Schneesturm von <strong>HEXER</strong>s verheerender, sorry den konnte ich mir nicht verkneifen, Musik, ist es schwer loszulassen und den Raum zu verlassen. Alle starren gebannt auf die Bühne bis der nächste Ausbruch wieder ein freudiges Grinsen in die Gesichter zaubert. Viele Tracks vom <a href="https://silence-magazin.de/hexer-das-uebel-kriecht-langsam-umher/">neuen Album &#8222;Cosmic Doom Rituals&#8220; </a>werden gespielt, was neuen Fans wie mir in die Hände spielt.<br />
Sie treten &#8211; entgegen der Stilvorschrift in einigen anderen Clubs &#8211; mit voller Bemalung auf. Selbst die Arme hat man sich angemalt, man meint es ernst. Die Dortmunder haben ordentlich doom und Wucht im Gepäck. Diagnose: selbst mal anschauen und genießen.</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/das-vendetta-fest-und-die-christliche-scharia-tag-1-freitag/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=das-vendetta-fest-und-die-christliche-scharia-tag-1-freitag">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
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<p>Lang gezogene, schmerzerfüllte Schreie in mitten des Nebels liefert der erste internationale Gast. <strong>SOLBRUD</strong> reizen die Nebelmaschine vollends aus. Der Sound und die Atmosphäre stimmen erneut. Damit reihen sie sich sehr gut in den Tag ein. Außerhalb der eher entspannenden Musik fällt mir eine Äußerlichkeit auf, über die ich nicht hinwegkomme. Spielt der Schauspieler <strong>Chris Hemsworth</strong> (&#8222;Thor&#8220;) bei <strong>SOLBRUD</strong> Schlagzeug? Vielleicht ist es in der Halle einfach zu dunkel, aber ich könnte schwören, dass er aus einer gewissen Entfernung so aussieht.<br />
Musikalisch holt mich die stark vom Death Metal beeinflusste Shoegaze-Black-Metal-Mischung auch ab. Emotional angehaucht und weniger böse als <strong>HEXER</strong> betört diese meine Ohren.</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/das-vendetta-fest-und-die-christliche-scharia-tag-1-freitag/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=das-vendetta-fest-und-die-christliche-scharia-tag-1-freitag">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
<p>&nbsp;</p>
<p>Ob <strong>PARAMNESIA</strong> bei solchen &#8222;Vorbands&#8220; mithalten kann? Die Franzosen spielen einen Stil, der an den Nerven zehren soll. Langatmige Passagen, die in gleich lang erscheinenden Abständen durch viel Gekrächze unterbrochen werden. Selten war mir so bewusst, warum es Leute gibt, die diese Richtung als Emo Black Metal bezeichnen. Der Sänger geht in seiner Rolle als gequälte Seele so sehr auf, dass er aus dem halben Spagat auf der Bühne gar nicht mehr herauskommt. So spät am Abend ist eine derartige Kombination nicht wirklich erfrischend und stimmt mich eher auf die kuschelige Heimreise ein. Dennoch beherrschen sie ihr Handwerk sehr gut und reißen mich mehr als nur ein paar Male mit. Emotionales Headbanging ist hier mehr als erwünscht. Ein wichtiger Soundeffekt, den eigentlich alle Bands hier nutzen ist der Hall. Jedes Mikrofon muss sich anhören als würde man direkt in die Alpen hereinbrüllen. Lawinen löst das zwar nicht aus, aber korrigiert Schwächen im Live-Gesang und sorgt für riesige Wände aus Ton. So sehr ich mir auch wünsche, dass mehr Bands ohne ihn auskommen, für viele ist es einfach zum Standard geworden. Umso mehr begeistern dann wohl die Vertreter, die es roh versuchen.</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/das-vendetta-fest-und-die-christliche-scharia-tag-1-freitag/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=das-vendetta-fest-und-die-christliche-scharia-tag-1-freitag">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
<p>&nbsp;</p>
<p>Rohe Töne erwarte ich beim nächsten Auftritt nicht. Viel Aufwand und die bisher längste Umbauzeit benötigen <strong>FYRNASK</strong>. Sie lassen sich Zeit, damit auch alles schick aussieht. Nach <strong>HEXER</strong>s ausgiebiger Show, wollen die Bonner von <strong>FYRNASK</strong> noch einen drauflegen. Jedes Bandmitglied bekommt ein großes Gewand, welches nur beim Sänger das Gesicht nicht so wirklich verdeckt. Der posiert mit einem angeklebten Bart und viel Bemalung im Nebel, der sich um die mitgebrachten Geweihe und Laternen schlängelt. Sie sind auch die einzige Band mit Backdrop an diesem Tag und schrauben dementsprechend die Erwartungen in die Höhe. Für mich persönlich war es nie wichtig, wie eine Band oder die Bühne aussieht &#8211; Hauptsache es klingt gut. Leider kann ich mit der Musik nicht viel anfangen. Anscheinend muss einem das Auftreten der Truppe gefallen, um diese zu verstehen. Viel zu folkig und erzwungen monumental für mich. Aber immerhin passt die Musik erneut zum Outfit. Die Stilpunkte müssen sie sich also mit <strong>HEXER</strong> teilen. Dank der so ausgiebig verlängerten Umbauzeit verpasse ich auch leider das letzte Stück ihres Sets. Dadurch die letzte Bahn Richtung Heimat zu erwischen und um 3:00 Uhr anstatt um 6:00 Uhr zu Hause zu sein, lohnt sich jedenfalls.</p>
<p>Vielen Dank an <b>Void Revelations</b>&nbsp;(<a href="https://www.voidrevelations.com/">www.voidrevelations.com</a>)&nbsp;für die wunderschönen Fotos.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/das-vendetta-fest-und-die-christliche-scharia-tag-1-freitag/">Das Vendetta Fest und die christliche Scharia (Tag 1, Freitag)</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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