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	<title>legendary Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<title>legendary Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Core Classics #30 Finale &#8211; TRIVIUM</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Mar 2017 12:37:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Metalcore]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die letzte Ausgabe der Core Classics steht an. Mit wehender Poser-Fahne gehe ich also unter den vielen tollen Beiträgen, die bei SILENCE erscheinen, wieder unter. Und um jetzt nicht sentimental zu werden, habe ich euch noch einen besonderen&#160; Leckerbissen&#160;herausgesucht.&#160; TRIVIUM &#8211; Ascendancy ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Die letzte Ausgabe der Core Classics steht an. Mit wehender Poser-Fahne gehe ich also unter den vielen tollen Beiträgen, die bei </b><strong><em>SILENCE</em> </strong><b>erscheinen, wieder unter. Und um jetzt nicht sentimental zu werden, habe ich euch noch einen besonderen&nbsp; Leckerbissen&nbsp;herausgesucht.&nbsp;</b></p>
<p><strong>TRIVIUM </strong>&#8211; Ascendancy<br />
Veröffentlichungsdatum: 15.03.2005<br />
Länge: 55:11 Min.<br />
Label: Roadrunner Records<span id="more-15516"></span></p>
<p>Wem gehört die wohl ikonischste Stimme unter allen NWOAHM-Bands? Die Antwort kann nur <strong>Matt Heafy</strong> lauten, denn schließlich kann fast jeder sowohl den melodischen Gesang als auch seine Screams sofort erkennen. Wenn die unversöhnlichen Riffs von <strong>TRIVIUM</strong> losbrechen und <strong>Matt</strong>s Stimme die Wellen bricht, ist niemand mehr sicher. Auf ihrem zweiten Album hören sie sich dabei immer mehr nach ihrem größten Idol an, was unter jungen Bands ja oft passieren soll. Bekanntlich ist nach der <strong>METALLICA</strong>-Coverband, laut&nbsp;<strong>TRIVIUM</strong>-Regel, vor der <strong>METALLICA</strong>-Coverband. Viele Gleichaltrige liefen den Riffs von <strong>SLAYER</strong> nach, aber so wollten&nbsp;die Jungspunde aus Orlando&nbsp;nie sein. Stattdessen nahm man alles das, was poppigen und klassischen Thrash bei <strong>Hetfield</strong> und Kollegen ausgemacht hat, und packte es in die eigene Kombination aus Metal und Hardcore.&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" width="366" height="366" class="alignnone wp-image-15580 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/a56569f2c7954f6ab9ae83d78484a2a0-1024x1024.jpg" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/a56569f2c7954f6ab9ae83d78484a2a0-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/a56569f2c7954f6ab9ae83d78484a2a0-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/a56569f2c7954f6ab9ae83d78484a2a0-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/a56569f2c7954f6ab9ae83d78484a2a0-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/a56569f2c7954f6ab9ae83d78484a2a0.jpg 1425w" sizes="(max-width: 366px) 100vw, 366px" /></p>
<p>Ab dem ersten Track von &#8222;Ember To Inferno&#8220;, dem im letzten Jahr neu aufgelegten Debüt-Album, war klar, wohin die Reise geht. Zu den ganz großen Namen hat man nicht nur aufgeblickt, sondern auch essentielle Gedanken dieser übernommen. Natürlich hatten Thrash-Bands nicht wirklich Screams im Sinne des Gesangs von <strong>Heafy</strong> zu bieten. Der halbe Japaner hingegen kann beides gut: melodischen und aggressiven Gesang, wenn man es so nennen darf. Die Texte der zweiten LP handeln zum Anteil von seiner Sozialphobie und was das aus ihm macht. Vor allem in einer Szene, in der sehr viel Fan-Kontakt erwünscht ist, werden Menschen wie er oft missverstanden. Dass er ab und an Distanz zu seinen größten Anhängern wahren muss, nimmt nicht jeder positiv auf.</p>
<p>Seine Musik wurde im Gegenzug immer bejubelt, was an den unglaublich eingängigen Riffs liegen dürfte. <strong>Corey Beaulieu</strong> gibt über das ganze Album hinweg so viele Gründe zum Mitsummen, dass ich kaum hinterherkomme. Egal an welcher Stelle ich ansetze, die Hintergrundgedanken bleiben offensichtlich. Ihr sollt verdammt nochmal alle im Takt nicken und hummen! Im Gegensatz zu den hiesigen US-Amerikanern scheinen das besonders die Briten verstanden zu haben, wo die Scheibe den Goldstatus erreichte. Bei erfolgreichen britischen New-Wave-Bands wie <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-teil-4/"><strong>BULLET FOR MY VALENTINE</strong></a> war der Erfolg für <strong>TRIVIUM</strong> wohl vorprogrammiert.</p>
<h4>Cover das Cover!</h4>
<p>Die Tracks <em>&#8222;A Gunshot To The Head Of Trepidation&#8220;</em> und <em>&#8222;Ascendancy&#8220;</em> sorgen für gute Laune bei jedem Metalhead, der einfach mal zu übertrieben melodischen Riffs abnicken möchte. Solche finden sich in fast jedem Intro wieder &#8211; von <em>&#8222;Like Light To Flies&#8220;</em> bis<em> &#8222;Declaration&#8220;</em>. Solche Zeiten wünsche ich mir zurück. Leider blieb die instrumentale Arbeit auf den vergangenen zwei Alben eher mittelmäßig und langweilig. Verständnis dafür kann man eigentlich nicht haben, so blieb der Kern der Band relativ unverändert. Nur den ein oder anderen Schlagzeuger hat die Gruppe bereits verbraucht. Auf dem nächsten Album soll es, nach eigenen Aussagen, jedoch wieder Screams und mehr Extreme geben. Vielleicht beeinflusst <strong>Matt Heafy</strong>s Liebe zum Black Metal das neue Album, wer weiß. Auf jedenfall bin ich froh, hier keine weiteren Ausführungen zu ihrem letzten Werk &#8222;Silence In The Snow&#8220; niederschreiben zu müssen.</p>
<p><img decoding="async" width="700" height="456" class="alignnone wp-image-15597 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/trivium.jpg" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/trivium.jpg 700w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/trivium-300x195.jpg 300w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></p>
<p>Eine Portion Pubertät, die sich gewaschen hat, finden wir in dem wohl poppigsten Stück des Albums. <em>&#8222;Dying In Your Arms&#8220;</em> liefert genug Aggression und Enttäuschung in den Versen, sodass der Refrain einer engelsgleichen Erscheinung gleichkommt. Dieses Metalcore-Grundformular haben die Amis raus und reizen es bis auf das Äußerste aus. Auf jedes einzelne Lied einzugehen, wäre jedoch sinnlos, die solltest du entweder kennen oder noch kennenlernen. Sie sprechen alle sehr gut für sich selbst. Der offizielle Teil des Albums wird mit der thrashigen Ballade <em>&#8222;Declaration&#8220;</em> beendet, welche den sanften Liedern ihrer Vorväter verdächtig nah kommt. Solche Déjà-vus ziehen sich jedoch durch das ganze Album.</p>
<p>Kaum glaubt der Hörer <em>&#8222;Creeping Death&#8220;</em> ausgemacht zu haben, wechseln<strong> TRIVIUM</strong> schon wieder in das nächste <strong>METALLICA</strong>-Riff. <em>&#8222;Master Of Puppets&#8220;</em> wurde für die Deluxe-Version dann auch glatt als Bonustrack gecovert. Damit zeigt man nicht nur Respekt, sondern zum Teil auch, wie gut man Klassiker in den eigenen Stil umbaut. Die Stimmen von <strong>Hetfield</strong> und <strong>Heafy</strong> ähneln sich jedoch stark und die Verwirrung findet in diesem Lied ihren Höhepunkt. Wer covert hier eigentlich wen?</p>
<h4 style="text-align: center;">Fazit:</h4>
<p>Damals &#8211;&nbsp;als MTV noch coole Musik gespielt hat, der Headbangers Ball also noch zum Programm gehörte &#8211;&nbsp;schwangen sich <strong>TRIVIUM</strong> zu Recht mit ihren rastlosen Melodien zur Elite der NWOAHM-Bands auf. Die Vorsprünge gegenüber ihren Spielkameraden zeigten sich auf dem Debüt und wurden auf &#8222;Ascendancy&#8220; lediglich ausgebaut. Mit technischer Expertise wickeln die vielen, vollständig instrumentalen Momente jeden Hörer um den Finger, der es gern leicht zugänglich hat. Gitarrensoli und Riffs komplettieren ein Grundkonstrukt aus engelsgleichem Gesang und solidem Drumming. Letzteres kommt ohne viel Schnick-Schnack aus, scheut sich aber nicht, die schnellen Passagen zu tragen. Dadurch baute man sich eine beachtliche Fangemeinde auf, die heute noch zahlreiche lustige Bildchen im Internet verbreitet, welche die Texte der Truppe oder auch ihr neues Logo auf die Schippe nehmen &#8211; für den Laien heißen sie dann <strong>TRIVIUT</strong>. Metal-Logos sind aber auch unleserlich!</p>
<p><img decoding="async" width="412" height="229" class="alignnone wp-image-15595 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/trivium-logo-1024x569.png" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/trivium-logo-1024x569.png 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/trivium-logo-300x167.png 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/trivium-logo-750x417.png 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/trivium-logo.png 1145w" sizes="(max-width: 412px) 100vw, 412px" /><br />
Die heute noch aktive Gruppe bemüht sich hoffentlich, zu ihren Anfängen zurück zukehren. Vielleicht hat der Re-Release ihres Debüts erneut die Flamme geweckt, die schon immer in ihnen schlummerte. Vorerst erlischt jedoch mein Licht und ich verabschiede mich von dieser Bühne. Keine Angst, ihr müsst mich weiterhin in anderen Rezensionen und Kolumnen ertragen. Ich danke trotzdem allen Lesern, die hier unten angekommen sind und diese Reise durch die wichtigsten und essenziellsten Alben des (modernen) Metalcore begleitet haben. Einige Alben fehlen zwar noch, aber eine gesonderte Liste dazu bekommt ihr definitiv bald. Einige Kracher dürfen nicht unbeachtet bleiben.</p>
<p>Egal ob ihr meine Meinungen zu <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-26-attack-attack/"><strong>ATTACK ATTACK!</strong></a>, <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-10-converge/"><strong>CONVERGE</strong></a> oder <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-18-darkest-hour/"><strong>DARKEST HOUR</strong></a> vertretet oder nicht, ich danke euch für eure Aufmerksamkeit. Und damit ich nicht in euren Armen sterben muss, tu ich es <strong>TRIVIUM</strong> gleich und schneide euch aus meinem Leben um mich zu befreien &#8211; Poser out!</p>
<blockquote><p>And now I see it&#8217;s you that&#8217;s tearing me ensnaring me<br />
This is me dying in your arms I cut you out now set me free</p></blockquote>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/cbG_m835YnU?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Core Classics #29 &#8211; POISON THE WELL</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Mar 2017 07:30:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Core-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-29-poison-the-well/">Core Classics #29 &#8211; POISON THE WELL</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Core-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die Straße traue<strong>n!</strong></b></p>
<p><strong>POISON THE WELL </strong>&#8211; The Opposite Of December<br />
Veröffentlichungsdatum: 14.12.1999<br />
Länge: 28:15 Min.<br />
Label: Trustkill Records<span id="more-15253"></span></p>
<p>Kennst du <strong>THE GHOST INSIDE</strong>, <strong>MISS MAY I</strong>, <strong>ARCHTECTS</strong>, <strong>WHILE SHE SLEEPS</strong> oder überhaupt irgendeine moderne Metalcore- oder Melodic-Hardcore-Band? Dann weißt du hoffentlich, welcher Truppe du diesen Sound verdankst. Was heute für den nichtsahnenden Hörer klingt wie eine Mischung aus <strong>HUNDREDTH</strong> und <strong>EARTH CRISIS</strong>, legte noch vor der Jahrtausendwende den Grundstein für einen Sound des modernen Hardcores, der auf Melodic Death Metal verzichten kann. Trotzdem wird der unglaubliche Einfluss, den <strong>POISON THE WELL</strong> auf die gesamte Szene hatten, immer wieder auch von Leuten aus melodischen Metalcore-Bands zitiert. Zu diesen zählen unter anderem <strong>Howard Jones</strong> (<strong>DEVIL YOU KNOW</strong>, Ex-<strong>KILLSWITCH ENGAGE</strong>) und <strong>Davyd Winter-Bates</strong> (<strong>BURY TOMRROW</strong>). Damit zollen sie dieser seit 2010 in einer undefinierten Pause befindlichen legendären Band ihren Respekt &#8211; und das zu Recht!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-15289 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/513W8f9e5mL.jpg" height="498" width="500" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/513W8f9e5mL.jpg 500w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/513W8f9e5mL-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/513W8f9e5mL-300x300.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<blockquote><p>&#8222;A lot of our local bands at that time ditched the Funeral For A Friend style for a PTW sound and, as a result, sparked a huge hardcore/metalcore scene in Southampton.&#8220; &#8211; <strong>Davyd Winter Bates</strong> über das 2002er Album der Jungs aus Miami</p></blockquote>
<p>Auch die große Musikpresse wurde irgendwann aufmerksam und berichtete über das genreverändernde Werk der Truppe, aber das begann nicht vor der Veröffentlichung des zweiten Albums. Dieses erreichte dann zum ersten Mal die &#8222;Massen&#8220;. Egal wie gut sich &#8222;Tear From The Red&#8220; jedoch anhört, es kann nicht den meteoritenähnlichen Krater nachahmen, den das Meisterwerk &#8222;The Opposite Of December&#8220; im modernen Hardcore hinterließ. Das so etwas bereits 1999 schon existierte, lässt mich an meinem Verstand zweifeln. Vergleichbar mit dem Einfluss von <strong>VENOM</strong> auf extreme Metal-Genres, so&nbsp;verhält es sich hier mit <strong>POISON THE WELL</strong>, auch wenn es ein gewagter Vergleich ist. Immer wieder finden sich den guten, alten Zeiten nacheifernde junge Bands. Und genau diese übernehmen nicht nur die Einflüsse, sondern gleich das Gesamtpaket. Mein persönlicher Geheimtipp in diese Richtung sind <strong>RENOUNCED</strong> aus London. Aber schlagen wir uns nicht weiter mit den Nachwirkungen rum und kommen zur Sache: wie klingt das Gegenteil von Dezember?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-15298 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/poison-the-well.jpg" height="400" width="600" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/poison-the-well.jpg 600w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/poison-the-well-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/poison-the-well-360x240.jpg 360w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></p>
<p>Legendäre Songs sind zum Beispiel<em> &#8222;Nerdy&#8220;</em>, dessen Text eine einzige Liebeshymne ist, und das viel negativere <em>&#8222;Slice Paper Wrists&#8220;</em>. Ersteres klingt sofort nach einem Screamo-Revival, welches ich gerne schnell vergessen würde. Dann schaue ich auf das Datum und muss anerkennen, dass der Screamo höchstens ein Revival dieses Songs sein könnte. Aber hey, <strong>GLASSJAW</strong> gab es ja damals auch schon! Der klare Gesang im Chorus weckt sofort Erinnerungen an Kids mit Bandshirts und <strong>Justin Bieber</strong>-Friese &#8211; aber auf eine gute Art und Weise. Die Double Bass-Passagen und Breakdowns sowie das Intro-Riff des Songs brennen sich direkt in die Gehirnzellen ein.</p>
<p>Von <em>&#8222;Slice Paper Wrists&#8220;</em> hingegen haben sich viele emotional angehauchte Hardcore-Jünger beeinflussen lassen. Das Riff, was sich in das Intro und den Breakdown schleicht, lässt mich leicht sentimental werden, sobald ich es entdecke. Viele weitere Gitarrenparts lösen eine lähmende Depression aus &#8211; egal ob es die leiseren Töne auf <em>&#8222;Mid Air Love Message&#8220;</em> oder die knochenbrechenden Passagen des Openers <em>&#8222;12/23/93&#8220; </em>sind. <em>&#8222;My Mirror No Longer Reflects&#8220;</em> hat das wohl schönste, ruhige Stück der Melodic-Hardcore-Torte erhalten. Die verstreuten, seichten und atmosphärischen Klänge haben in Kombination mit den darüber gelegten und nur gesprochenen Texten eine ganz besondere Ausstrahlung. Von so was wurden andere Melodic-Hardcore-Titanen wie <strong>HOPESFALL</strong> definitiv beeinflusst. <em><br />
</em></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-15291 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/CyIPEcfUoAAdYSt-1024x768.jpg" height="459" width="612" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/CyIPEcfUoAAdYSt-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/CyIPEcfUoAAdYSt-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/CyIPEcfUoAAdYSt-750x563.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/CyIPEcfUoAAdYSt.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 612px) 100vw, 612px" /></p>
<h4 style="text-align: center;">Fazit</h4>
<p>Eine Band, die wie alles klingt, was heute populär und in der Szene verankert ist, bevor es diese überhaupt gab? So etwas findet man nicht oft und die einzigen vergleichbaren Beispiele die mir einfallen, sind <strong>BOTCH</strong> und <strong>RORSCHACH</strong> im Bezug auf den Mathcore. Was besonders bewundernswert ist, dass die Band trotz einiger Reunion-Auftritte seit 2015 nicht bestrebt ist, ein neues Album aufzunehmen. Sei es aus Respekt gegenüber dem, was die originale Besetzung geliefert hat oder aus Angst vor negativem Feedback. So eine künstlerische Integrität würde man sich bei einigen Bands wünschen &#8211; *hust <strong>SUICIDE SILENCE</strong> hust* &#8211; und ist bewundernswert.<br />
Wenn man es schafft, über die eigenen Genregrenzen so viele Gruppen zu erreichen und Musiker in allen Formen des Cores zu beeinflussen, gehört man definitiv auf die Liste der 100 bedeutendsten Rock-Alben des Magazins Guitar World. Niemand kann jedoch erahnen, ob bereits damals etwas Besonderes in der Luft lag, als&nbsp;<strong>POISON THE WELL </strong> auftraten. Wie gerne ich so was live erlebt hätte, könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Dieses unbeschreibliche Gefühl, eine solche bedeutungsvolle Band in ihren Anfangsjahren zu sehen, hätte mich wahrscheinlich umgebracht. Bevor ich mich noch mehr des &#8222;Le Wrong Generation-Talks&#8220; bediene, wische ich mir jedoch erst mal das breite Grinsen aus der Fresse und widme mich wieder meiner Lieblingsbeschäftigung: ein böses Gesicht im Bus machen.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/Uw4V_PLDeGs?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Core Classics #22 &#8211; Antagony</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jan 2017 07:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
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		<category><![CDATA[death metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Core-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-22-antagony/">Core Classics #22 &#8211; Antagony</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Core-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die Straße trauen!</b></p>
<p><strong>ANTAGONY </strong>&#8211; See Through These Eyes<br />
Veröffentlichungsdatum: 01.06.2001<br />
Länge: 32:07 Min.<br />
Label: Sporadicore Records</p>
<p>Um den Deathcore-Teil dieser Serie vernünftig abzuschließen, beschreibe ich euch nun die Emotionen, Intentionen und Leute hinter dem frühesten Meisterwerk der Dreifaltigkeit des Genres. Wenn von den großen Deathcore-Bands die Rede ist, dann werden diese trotz ihrer frühen Gründung im Jahr 1999, nicht immer erwähnt. Das kann daran liegen, dass sie sich viele Elemente aus dem Grindcore und anderen Untergenres wie Doom Metal liehen, bevor es 2009 zur endgültigen Auflösung der Formation kam. Vorher wurden andere Bands wie <strong>ALL SHALL PERISH</strong> fleißig mit ehemaligen Mitgliedern von <strong>ANTAGONY</strong> versorgt. Die Besetzung der Band schwankte seit dem ersten Album nämlich stark. Nach der Auflösung suchten sich die beiden verbliebenen Gründungsmitglieder ein neues Projekt namens <strong>OBLIVION</strong>, welches die Erwartungen vieler Fans übertreffen konnte.</p>
<h4>Weinende Core-Babys</h4>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13662 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/a0511935340_16.jpg" height="559" width="559" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/a0511935340_16.jpg 700w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/a0511935340_16-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/a0511935340_16-300x300.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 559px) 100vw, 559px" /></p>
<p>Das Cover allein stimmt hier darauf ein, wie man sich fühlen wird. Ein weiteres gutes Beispiel dafür, wie einfach es ist, die Emotionen, die die Musik vermittelt, in einem Kunstwerk zu verpacken. Durch die Augen eines verlorenen Kleinkindes sieht man auf dieser Scheibe oft genug. Schrecklich verwirrt und verunsichert durch die auf den Hörer eindringenden Töne, läuft dieser Gefahr, aus seinem sicheren Kinderwagen zu springen. Dort erwartet ihn der kalte Boden der Realität, gepflastert mit den zerschlagenen Träumen aufstrebender Seelen und den brachialen Riffs von <strong>ANTAGONY</strong>. Nichtsdestotrotz bedient man sich den Geräuschen eines&nbsp;weinenden Babys, welches am Anfang des Albums zu hören ist.<br />
Die künstlerische Interpretation des hörbar roh produzierten Albums ist also nicht so weitreichend wie man vielleicht zuerst vermutet. Das heulende Kind hat sich wahrscheinlich überlegt, wie ungeschliffen und brutal die Stimme seines Vaters ist, der mit widerlichen Growls und abartig hohen Screams den angstgefüllten Texten Ausdruck verleiht. So viel Angst und Wut können in keinem Baby stecken, wenn diese doch gerade mal bis zum nächsten Löffel Karottenbrei denken können. Diese Fülle an Emotionen kann nur einem Heranwachsenden gehören, der von der Welt schon oft genug enttäuscht wurde. Da verwundert es nicht, dass die&nbsp;folgenden Zeilen nach einer Audio-Datei &#8211;&nbsp;in der suggeriert wird, dass Kinder den Tod durch eine Waffe finden &#8211;&nbsp;gesungen werden:</p>
<blockquote><p>Now I laugh at you<br />
The moment you died, you knew<br />
Revenge is mine, revenge<br />
Revenge is mine, revenge, revenge, revenge<br />
Realize tomorrow you&#8217;ll discover if you live or die<br />
Shotgun blasts drowning out your cries &#8211; <em>&#8222;Slob&#8220;</em></p></blockquote>
<h4>Nächster Halt: Bedeutungslosigkeit</h4>
<p>Genauso rastlos wie die Riffs auf diesem Album, war die Band selbst nicht. So heißt es in Statements auf den offiziellen Kanälen, dass durch die wechselnde Besetzung nach diesem Album das Momentum verloren wurde. Wer weiß schon, welche brutalen Anschläge noch auf die Hörer möglich gewesen wären, wenn nicht die Diskontinuität der&nbsp;Besetzung in den Weg gekommen werden. Sie hatten das Potenzial zu einer modernen Legende im Core-Untergrund und dann an der Oberfläche des Genres zu werden. Genauso hatten es Bands wie<strong> CONVERGE</strong> ja schon vorgemacht.<br />
Man betrachte nur das Intro von <em>&#8222;The Last Fall&#8220;</em> mit irgendeinem Song auf ihrem Abschiedsalbum &#8222;Days of Night&#8220; und man wird feststellen, dass musikalische Spiel- und Experimentierfreudigkeit durch kommerziellere und melodischere Songstrukturen ersetzt wurden. Dabei gab es wohl nichts Besseres&nbsp;als diesen Grindcore-Death-Metal-Hybrid,&nbsp;welcher die kommenden, sich als Deathcore bezeichnenden Bands hätte beeinflussen können. Wäre auch nur ein Quäntchen Einfluss von diesem Manifest der Genre-Vermischung in den heutigen Deathcore-Einheitsbrei gelangt, dann würde es wohl kaum große Aufschreie geben, sobald eine Band in eine andere Richtung als Radio-Rock experimentiert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13665 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/3044_photo.gif" height="401" width="600"></p>
<p>Das sollte aber nicht davon ablenken, dass der durchaus eingängige und groovige Erstling von <strong>ANTAGONY</strong> nicht zum Headbangen taugt. Er befindet sich noch näher am Death Metal als <strong>DESPISED ICON</strong> und <strong>ALL SHALL PERISH</strong>, verliert dabei aber nie die gewisse Portion Hard- und Grindcore-Charme. Man trifft sich dort, wo die perfekte Mitte zwischen gefestigten, traditionellen Werten &#8211; siehe Riffs &#8211; und chaotischen, jugendlichen Ambitionen &#8211; siehe Gesang &#8211; vermutet wird. Ein Anlass für&nbsp;jedermann sich zu einigen und den gemeinsamen Konsens zu finden. Dieser sorgt dann dafür, dass sowohl Hardcore-Dancing als auch Headbanging erlaubt sind und die friedliche Koexistenz gesichert ist. Keiner will dann mehr den dürren Spargeltarzan mit dem <strong>SUICIDE SILENCE</strong>-Tank-Top schlagen, obwohl er so dämlich grinst mit seinen Snakebites und gedehnten Ohrlöchern.</p>
<h4 style="text-align: center;">Fazit</h4>
<p>Wer steht schon gern neben jemandem, der die Bands auf der eigenen Kutte/Jacke nur wegen ihres Genres nicht respektiert? Sowas darf in keiner Szene passieren &#8211; es sei denn, die Bands auf deiner Weste geben sich öffentlich wie Arschlöcher &#8211; und hoffentlich helfen Crossover-Bands&nbsp;dabei. Mit wilden Genre-Vermischungen kann man so einige prüde Einbahnstraßen-Fans aus ihren Reserven locken, so wie es <strong>ANTAGONY</strong> bei mir geschafft haben. Ich möchte mich zwar nicht als ein mit Scheuklappen versehener Idiot ohne einen breiten Musikgeschmack outen, aber das muss ich wohl. Umso besser ist es, wenn einem die Augen geöffnet werden und man plötzlich&nbsp;auch&nbsp;Deathcore an sich ranlässt. Also, wenn sonst schon niemand will.&nbsp;Wäre ich jetzt ein gut aussehender Fatzke auf irgendeinem Werbeplakat, würde ich euch wahrscheinlich diesen tollen Spruch entgegenschreien:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;"><strong>Gebt Deathcore eine Chance!</strong></p>
</blockquote>
<p>Oder auch zwei. Und wenn ihr schon dabei seid, gebt dem Nachfolger <strong>OBLIVION</strong> auch noch eine.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/NOAXTnOFzRE?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Core Classics #21 &#8211; Despised Icon</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jan 2017 07:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[beatdown]]></category>
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		<category><![CDATA[Core]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Core-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-21-despised-icon/">Core Classics #21 &#8211; Despised Icon</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Hier bekommt ihr eure wöchentliche Dosis an Core-Alben mit Legenden-Status. Viele Vorurteile gegenüber dieser Musikrichtung konnten ja bereits schon ausgelöscht werden. Und genau deswegen gibt es jetzt auch diese Kolumne, denn ich kann sie schreiben und mich danach immer noch auf die Straße trauen!</b></p>
<p><strong>DESPISED ICON </strong>&#8211; Consumed by Your Poison<br />
Veröffentlichungsdatum: 02.10.2002<br />
Länge: 26:45 Min.<br />
Label: Galy Records</p>
<p>Heute wagen wir uns an den zweiten Teil der heiligen Dreifaltigkeit des Deathcores. Meine Einführung und die Besprechung des ersten Knallers von <strong>ALL SHALL PERISH</strong> findet ihr <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-20-all-shall-perish/">hier</a>. Ziemlich ähnlich aber auch ganz anders geht es bei <strong>DESPISED ICON</strong> zu. So stark verwirrten Aussagen sollte man zwar meistens keine Beachtung schenken, aber in diesem Fall treffe ich mit dem Verfehlen des Nagelkopfes genau ins Schwarze. Wer hier nämlich den gleichen Quark wie in &#8222;Hate. malice. Revenge.&#8220; erwartet, wird entweder enttäuscht oder beglückt. Es wird nämlich, von besonders einer Sache, mehr geboten: den unverständlichen Vocals. Es reicht zwar nicht, um zum Rhythmus der Pig-Squeals&nbsp;aggressiv die Fensterscheiben von Luxusschlitten aus der Nachbarschaft einzuschlagen und während der schnellen Parts zum nächsten Opfer-Wagen zu rennen, aber einen gewissen &#8222;Es reicht uns!&#8220;-Ton gibt die Platte schon an.</p>
<h4>Kochshow-Slang auf Deathcore</h4>
<p>Das ist weit entfernt von den Wurzeln der ursprünglichen Hardcore Punk-Szene, bereitet dennoch denen ein Grinsen, die nach Hinweisen auf die Vergangenheit von Musikstilen suchen. Die Texte klagen Ikonen und Vorbilder an, daher auch der Name der Band (zu gut Deutsch: verachtete Ikone), und wollen Massentierhaltung sowie der Existenz einiger menschlicher Leben ein Ende setzen. Man nehme Death Metal-Schreibstil und Rhetorik&nbsp;und vermische sie mit echten, gesellschaftlichen Themen und et voilà &#8211; entschuldigt den Kochsendungs-Ausdruck, auf diese Sprache kommen wir nämlich später noch zurück &#8211; die zweisprachige Genre-Kombination ist geglückt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13384 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/1000x1000-1.jpg" height="513" width="513" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/1000x1000-1.jpg 1000w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/1000x1000-1-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/1000x1000-1-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/1000x1000-1-750x750.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 513px) 100vw, 513px" /></p>
<p>Pädagogisch wertvoll für jedes Kind sollte die Bilingualität dieses Albums sein, denn es gibt ganze Lieder auf Französisch. Wer beim Google-Übersetzer nicht weiterkommt, sollte sich aber nicht geschlagen geben. Letztendlich versteht man ohne das Lesen der Texte sowieso nichts, denn hier wird so oft der Pig-Squeal von den gleich zwei Sängern eingesetzt, dass man meinte, die Kanadier dichten ihre Inhalte nach der Aufnahme des Albums einfach dazu. Dass&nbsp;viele Deathcore-Hörer als Kinder abgestempelt werden, ist jetzt nicht mehr verwerflich, denn das würde hier bedeuten, von klein auf zweisprachige Musik zu erleben. Der Lerneffekt ist hier doppelt so hoch, schließlich muss man die beiden Schreihälse, einer davon sogar weiblich, erstmal verstehen. Interpretieren darf man dann bei vagen Aussagen auch noch so einiges, schließlich gibt es ganze Lieder, die sich wie ein Gedicht lesen.</p>
<h4>Porn-Jon as its best&#8230;</h4>
<p>Emanzipation wurde groß geschrieben und vielleicht half die Sängerin auch dabei, dass wir bei modernen Hardcore-Formationen wie <strong>OATHBREAKER</strong> und <strong>CODE ORANGE</strong> Frauenstimmen genießen dürfen. Es ist nämlich die wichtigste Qualität der Band, sich mit unverständlichen Vocals von der Masse abzusetzen. Das wurde an ihnen immer zu Recht gelobt, selbst auf ihrem Comeback-Album &#8222;Beast&#8220; (2016) geben die alten Haudegen wieder brutale, kompromisslose Brüller zum Besten. Seit 2004 besetzt zwar ein Mann die zweite Hauptrolle, aber der Gleichstellungsversuch wurde verstanden und begrüßt. Da das gesamte <em><strong>Silence</strong></em>-Team französisch nicht als Sprache, sondern als Repertoire des sexuellen Vergnügens zu kennen scheint, haben wir uns an einer notdürftigen Übersetzung versucht, die zeigt, was die Texte denn nun eigentlich aussagen sollten &#8211; Besserwisserkommentare und Berichtigungen sind willkommen.</p>
<blockquote><p>Travailleur acharne poisson de la société<br />
ardemment indigne faiblement récompense<br />
<strong>Fanatischer Arbeiter, Fisch der Gesellschaft &#8211; sehnlichst unwürdig, schwach belohnt</strong><br />
&#8211; <em>&#8222;Poissonariat&#8220;</em></p></blockquote>
<p>Ummantelt wird das leidende Gequieke von zum Teil sehr technisch aufgemachten Instrumenten, die&nbsp;ihren Einfluss auf Kollegen wie <strong>JOB FOR A COWBOY</strong> und <strong>RINGS OF SATURN</strong> vermuten lassen. Stumpfe Breakdowns beziehungsweise Slams gibt es trotzdem wie Braunbären in kanadischen Siedlungen. Was aber auffällt ist, dass sich <strong>DESPISED ICON</strong> meinen Tipp an junge Deathcore-Gruppen bereits damals sehr ernst nahmen. So hat dieses Debüt-Album eine Länge von gerade mal 26 Minuten, ein perfekter&nbsp;Pig Squeal-Snack für zwischendurch. Würde man das gesamte Album anhand der vorhandenen Ideen ausdehnen, würde nicht mehr viel von der Aufmerksamkeitsspanne des Zuhörers übrig bleiben.</p>
<h4>Massentauglichkeit? Nö!</h4>
<p>Denn so sehr man auch versucht sich auf die Texte hinter der Wand aus Geräuschen zu konzentrieren, man vermag es einfach nicht zu bewältigen. Genauso abstrakt und schwer zugänglich sollte extreme Musik meiner Meinung nach sein. Damit waren <strong>DESPISED ICON</strong> zusammen mit <strong>CONVERGE </strong>einer der wenigen, ersten Vertreter, die diese Einstellung auch in den Core-Genres salonfähig gemacht haben. Nicht alles muss für die Masse aufbereitet werden und verständlich sein. Diesen Leitfaden verfolgt man ja schon bei der Zweisprachigkeit der Lieder.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13387 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/full.jpg" height="397" width="600" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/full.jpg 600w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/full-300x199.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></p>
<p>Die Riffs, die an die Breakdowns und Blast-Beats anknüpfen, erinnern fast ausschließlich an Death- und Slam-Bands wie <strong>DYING FETUS</strong> oder <strong>SUFFOCATION</strong>. Trotzdem schleicht sich immer mal wieder ein Two-Step-Rhythmus in die Extremitäten des Schlagzeugers und im Nu bekommt der Zuhörer genauso Lust auf Hardcore der alten Schule wie die Gitarristen auch. Das Gesamtpaket ballert einem so ordentlich die Gehörgänge weg, dass an erneute Ohrenschmalzbildung nicht mehr zu denken ist. Für eine so gründliche Reinigung darf man beim HNO-Arzt gern länger sitzen und da ist die Wartezeit noch nicht mit inbegriffen. Wichtig ist hierfür, dass man sich für einen natürlich klingenden Gitarren-Ton entschieden hat. Dadurch wirkt die Brutalität nicht künstlich erzeugt und alles andere als erzwungen. Ein weiterer wichtiger Bestandteil von dem, was extreme Musik und Death Metal-Untergenres ausmacht, ist nämlich Ehrlichkeit und Offenheit. Perfekt passend dazu sind weder der Gesang, das Schlagzeug, noch die Gitarren überbearbeitet. Es wäre wahrscheinlich auch ein Verrat an sich selbst und dem Bandnamen, wenn man zu irgendeiner Ikone aufblickt und deren glatte Produktion übernimmt. Die rohe Deathcore-Flagge schwingen sie auch heute noch, was sie 2016 mit einem beeindruckenden Comeback-Album zeigten. Aber, hört selbst:</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/4xFgaXl93vQ?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h4 style="text-align: center;">Fazit:</h4>
<p>Die Anführer der Deathcore-Szene waren schon vor 15 Jahren kompromisslos und ohne Rücksicht auf andere Geschmäcker unterwegs. Sie haben immer ihr eigenes Ding durchgezogen und versüßen damit heute noch vielen Fans den Alltag. Auch wenn sie nicht mehr mit dem Bekanntheitsgrad vieler jüngerer oder unkreativerer Bands mithalten können, haben sie sich einen Platz unter den Genre-prägenden, lebenden Legenden der Core-Untergenres redlich verdient. Man schaue sich nur ihre Albumcover an. Da hört man sofort Pig-Squeals im Kopf. Vielleicht geht es nur mir so, vielleicht bin ich damit aber auch nicht allein. Ich hoffe es. Helft mir!</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/VWy1zvMb-8o?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Core Classics #10 &#8211; Converge</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Nov 2016 14:07:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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		<category><![CDATA[Core]]></category>
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<p><strong>CONVERGE </strong>&#8211; Jane Doe<br />
Veröffentlichungsdatum: 04.09.2001<br />
Länge: 45:22 Min.<br />
Label: Equal Vision Records</p>
<p>Könnt ihr euch vorstellen wie es ist wenn tausende Nadelstiche gleichzeitig in euren Kopf hämmern? Ich kann das nur dank einer besonderen Band, die einen Kult-Status innerhalb der Metal- und Mathcore-Szene hat wie keine andere. In der 10. (Hurra!) Edition der Core Classics besprechen wir &#8222;Jane Doe&#8220; von <strong>CONVERGE</strong>. Seit 26 Jahren machen die US-Amerikaner die Bühnen rund um den Globus unsicher. Mit dabei sind unglaublich brutale Songs und spektakuläre Shows, obwohl die eher minimalistisch gestaltet sind. Bereits mit ihren ersten Alben und Split-EPs konnten sie sich einen Namen innerhalb der amerikanischen Szene machen. Den Durchbruch aber machten sie mit &#8222;Jane Doe&#8220;. Das ist nicht nur ein Fest für die Ohren sondern auch für die Augen. Frontmann und Gründer des Labels Deathwish Inc. <strong>Jacob Bannon</strong> ist für seine eigene Kunst auch über die Musik-Szene hinaus bekannt. Er entwickelte nicht nur das spektakuläre Booklet und das ikonische Album-Cover des Meisterwerks, das wir heute besprechen, sondern auch fast alle Alben-Cover der Band. Und glaubt mir, sie sind alle wunderschön.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-10675 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Converge-Jane-Doe-1024x1024.jpg" width="830" height="830" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Converge-Jane-Doe-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Converge-Jane-Doe-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Converge-Jane-Doe-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Converge-Jane-Doe-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Converge-Jane-Doe.jpg 1425w" sizes="auto, (max-width: 830px) 100vw, 830px" /></p>
<p>Das Gesicht von &#8222;Jane Doe&#8220;, also dem weiblichen Gegenstück zum amerikanischen Max Mustermann, auch bekannt als John Doe, ist nicht nur ein Symbol für die Band, sondern auch für den Metalcore-Untergrund im Allgemeinen. Poetische Lyrics, die tief in die Haut gehen, wenn sie von <strong>Bannons</strong> unverkennbarer zehrender Stimme abgeliefert werden. Trotz eifriger Unterstützung von sogar zwei Bandmitgliedern bleibt er die treibende Kraft am Mikrofon. Aber was wäre ein Sänger ohne seine Band. <strong>Kurt Ballou</strong> ist als Hauptverantwortlicher für die Gitarren anzusehen, vor allem da <strong>Aaron Dalbec</strong> (Gitarre) die Band nach diesem Album für <strong>BANE</strong> verließ. Die Bass-Gitarre von<strong> Nate Newton</strong> (<strong>OLD MAN GLOOM</strong>, <strong>DOOMRIDERS</strong>) ist deutlich hörbar, was der guten Produktion geschuldet ist. <strong>Kurt Ballou</strong> steckt hinter diesem gott-gleichen Mix, schließlich ist er ebenfalls ein angesehener und bekannter Produzent (<strong>ISIS</strong>, <strong>KVELERTAK</strong>, <strong>MODERN LIFE IS WAR</strong>, <strong>TRAP THEM</strong>). Dank der nahtlosen Funktionalität der Band als Kollektiv, bohren sich Sekunde um Sekunde schwere, dunkle Riffs, Screams und Drum-Parts in den Schädel des unschuldigen Zuhörers und ehe man sich versieht, ist man gefangen.</p>
<p>Gefangen in einer Welt, in der es nur noch dieses Album gibt. Für die gesamte Spielzeit ist man gefesselt und abgelenkt von dem, was einem eigentlich physisch und emotional noch einen Moment vorher näher war. Kein Album schafft dies so gut, durch die unglaublich emotionale und gepeinigte Stimme des Sängers. Auch wenn bei fast allen Liedern ein Blick in die Texte nötig ist, um irgendetwas zu verstehen, lohnt es sich. Schließlich geht es hier um eine Beziehung die zu Buch geht. Und das auf die eindrucksvollste, musikalischste Art und Weise, die ich je zu Ohren bekommen habe. Viele erwarten eine weinerliche Betrachtung der vergangenen Zeit, aber was letztendlich an grundsätzlichen Fragen aufgeworfen wird, ist unglaublich tiefgründig. Oberflächlichkeit darf man sich auch bei einer so vielschichtigen, chaotischen Spielart nicht erlauben, so würde das gesamte Konzept verloren gehen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-10685 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/rec_convergepic1-1.jpeg" width="600" height="400" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/rec_convergepic1-1.jpeg 600w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/rec_convergepic1-1-300x200.jpeg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/rec_convergepic1-1-360x240.jpeg 360w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></p>
<p>Emotional aufwühlend sind keinesfalls die Lyrics allein, eine chaotische Wand aus Geräuschen drischt auf jeden ein, der es wagt, die Nadel des Plattenspielers zu senken. Immer dabei sind dissonante Riffs und Umbrüche, wie sie die Welt nie hätte sehen dürfen. So auch direkt im sehr kurzen Intro-Track <em>&#8222;Concubine&#8220;</em>, der sofort vor der kommenden Flutwelle warnt. Der Enthusiasmus der Band schwappt so schnell auf den Hörer über, dass man nicht mehr zuordnen kann, welches Instrument eigentlich die meiste Emotion hervorruft. Denn das technische Drumming zeugt zusammen mit den Gitarren unglückliche Kinder der Zerstörung. Diese Kinder bekommen dann noch eine Grimasse, aufgeschminkt von wilden und eindringlichen Vocals. <em>&#8222;Distance and Meaning&#8220; </em>zeigt den Stimmumfang am besten. Einen Höhepunkt der Beziehungs-Dystopie kann man nicht ausmachen, denn bei so dunklen Texten kann man sich kaum darauf einigen, welches Lied hier maßgeblich den Ton angibt.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/UtnkQG_lXVY?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Die vermeintliche Missordnung in fast allen Liedern ist so kalkuliert und gut gemacht, dass man am liebsten den gesamten Inhalt seines Wandschranks im Zimmer verteilen und ein Feuer machen möchte. All das natürlich in der Hoffnung, dass man ein auch nur annähernd so schönes Chaos kreiert. Das kostet einen dann genauso den Verstand wie der Versuch, den Instrumenten auf Liedern wie <em>&#8222;Fault and Fracture&#8220;, &#8222;The Broken Vow&#8220; </em>und <em>&#8222;Homewrecker&#8220;</em> zu folgen. Mein persönliches Highlight bleibt jedoch<em> &#8222;Bitter and Then Some&#8220;</em>, weil für mich kein anderer Song auf diesem Album so gut einfängt, was <strong>CONVERGE</strong> alles ist. Spielt man diesen direkt vor<em> &#8222;Buried And Breathing&#8220;</em>(&#8222;Petitioning the Empty Sky, 1997) erhält man die wohl schnellste Zusammenfassung einer Band die es gibt. Okay, über <strong>NAPALM DEATH </strong>reden wir mal nicht. Melancholisch langsame Momente gibt es dennoch zu genüge um diesen rastlosen Angriff auf den Gehörgang auszubremsen. Besonders gut sind darin <em>&#8222;Phoenix in Flames&#8220;,</em> der zweite Teil zu <em>&#8222;Phoenix in Flight&#8220;</em>, und<em> &#8222;Hell to Pay&#8220;. </em>Sie lassen einem nicht nur Raum zum Atmen, sondern erzeugen auch ihre ganz eigene kleine Welt voller Trauer und Missgunst.</p>
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<p>Genauso perfekt wie dieses Album beginnt, wird es auch beendet. <em>&#8222;Thaw&#8220;</em> ist der letzte Song vor dem Opus <em>&#8222;Jane Doe&#8220;</em> und lässt das Tempo erneut aufleben. Auch wenn der folgende Titel-Track viel langsamer in Tempo und Aufbau ist, nagt er so stark wie kein anderes Lied an Leib und Seele. Ein knapp 11 Minuten langer Song, der seine eigene Besprechung verdient. Nicht nur der Titel vermittelt die Nachricht von endgültiger Trennung und einer nun fremden Person. Denn die Geister, die beide an der Trennung beteiligte Personen heimsuchen, haben ihren Weg in die Instrumente gefunden. Ein Epos der besonderen Art geht mit diesem Lied zu Ende, der mit innigen, echten und intelligenten Versen überzeugt. Diese Verse, die eines der wichtigsten Alben der Neuzeit geprägt haben, sind im Verhältnis nur ein kleiner Beitrag zum musikalischen Gesamtwerk, aber rechtfertigen die Genre-übergreifende Bedeutung dieses Albums. Imitation und Inspiration gleichermaßen folgten auf dieses Album. Dieser Stil gehört jedoch <strong>CONVERGE</strong> und niemand wird es ihnen je nachmachen können.</p>
<blockquote><p>Fazit:</p></blockquote>
<hr />
<p>Der Schaum, der dieser Badewanne an Dissonanz bis zum Rand füllt, ist der Tiger, den man für dieses Album ans Mikrofon ließ. Wenn man mir vor meiner Bekanntschaft mit dieser Band hätte weismachen wollen, dass das noch menschlich ist, dann hätte ich wahrscheinlich auf den lokalen Zoo verwiesen. In der Hoffnung, das man dort ein Tier findet, was so grässliche Geräusche von sich gibt, wäre ich aber wahrscheinlich elendig zugrunde gegangen. Die Zoowärter hätten mich eingesperrt und ich hätte kein Tierfutter mehr gefunden, um mich am Leben zu erhalten. Dieses Album hingegen gibt einem genug Futter, das einem die Erhaltung des Lebens schwer macht: Riffs mit ordentlich Punch, einen total abgefahrenen Schlagzeuger namens <strong>Ben Koller</strong> (<strong>MUTOID MAN</strong>, <strong>ALL PIGS MUST DIE</strong>) und einen durchweg durchgedrehten Sänger.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-10-converge/">Core Classics #10 &#8211; Converge</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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