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	<title>lineup Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>lineup Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>WACKEN vs. HELLFEST – der große Vergleich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gastautor]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Aug 2018 09:58:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[2018]]></category>
		<category><![CDATA[Bands]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jetzt wird's ernst!<br />
Wir geben euch den ultimativen Vergleich der 2 Giganten. WACKEN vs. HELLFEST.<br />
Sie treten in mehreren Kategorien an und kämpfen erbittert...</p>
<p>Was meint ihr? Wer sollte eurer Meinung nach gewinnen?!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wacken-vs-hellfest-der-vergleich/">WACKEN vs. HELLFEST – der große Vergleich</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ende 2017 stand die Urlaubsplanung an, und damit natürlich auch die Festivalplanung. Wir haben in den letzten Jahren schon so einige Festivals mitgenommen und wollten es 2018 wissen! Das Wacken sollte es werden. Wie es dort wohl sein würde? Und, weil es 2 Jahre zuvor schon gigantisch dort war, wurden auch noch einmal Karten für das Hellfest geordert.</p>
<p>Somit standen also 2 der größten Metal-Festivals in Europa auf unserem Zettel und die Vorfreude stieg. Mittlerweile haben wir beide „überstanden“ und rückblickend bietet sich natürlich ein kleiner Vergleich der beiden an.</p>
<blockquote><p><strong>Vorneweg sei schon so viel verraten – wer Metal und Rock liebt, der ist auf beiden Festivals mehr als gut aufgehoben und sollte beide mal besuchen.</strong></p></blockquote>
<p><em><span style="text-decoration: underline;">Dann versuche ich mal, einen strukturierten Überblick zu schaffen:</span></em></p>
<h3>Die Tickets und der Preis:</h3>
<h3><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-28601 size-medium alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/hellfest-alex-1-169x300.jpg" alt="" width="169" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/hellfest-alex-1-169x300.jpg 169w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/hellfest-alex-1-576x1024.jpg 576w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/hellfest-alex-1-750x1333.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/hellfest-alex-1.jpg 816w" sizes="(max-width: 169px) 100vw, 169px" /></h3>
<p>Im <strong>Preis</strong> unterscheiden sich beide Festivals nur gering, für ein <strong>Wackenticket</strong>&nbsp;bezahlt man derzeit&nbsp;<strong>220 Euro</strong>, das <strong>Hellfest</strong> kostet rund <strong>200 Euro</strong>. Beides sind natürlich stolze Preise, die sich aber dahingehend relativieren, wenn man eine entsprechende Anzahl an Bands im <strong>Line-Up</strong> findet, die man unbedingt mal sehen möchte. Durch unseren breit gefächerten Musikgeschmack war es für uns also kein Problem, vom Geld abzusehen.</p>
<p>Die Tickets an sich kamen beim <strong>Wacken</strong> in Form von schönen Hardtickets, die direkt zuhause bleiben konnten, denn eine aufgeklebte <strong>Plastikkarte</strong> stellte hier das eigentliche Ticket dar &#8211; und fungierte gleichzeitig als Möglichkeit zum <strong>bargeldlosen Bezahlen</strong>.</p>
<p>Die <strong>Hellfest</strong>-Tickets gibt es dagegen nur als <strong>Print-at-home-Variante</strong>, die natürlich nicht so schick ist. Dafür aber praktisch, denn 5x ausgedruckt verliert man das Ticket garantiert nicht!</p>
<p><strong>WACKEN</strong>:</p>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-28612" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_rot_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img decoding="async" class="size-full wp-image-28612" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_rot_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img decoding="async" class="size-full wp-image-28612" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_rot_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"></p>
<p><strong>HELLFEST</strong>:</p>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-28613" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_blau_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img decoding="async" class="size-full wp-image-28613" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_blau_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-28615" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_grau_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"></p>
<h3>Der Vorverkauf:</h3>
<p>Beim <strong>Hellfest</strong> hieß es hier tatsächlich, schnell zu sein: Innerhalb von nur <strong>3 Tagen</strong> war das gesamte Festival einfach <strong>ausverkauft</strong>! Wichtig ist zu wissen, dass man die Karten nur mit <strong>Kreditkarte</strong> bezahlen kann.</p>
<p>Für das&nbsp;<strong>Wacken</strong> hatten wir erst deutlich später Tickets gekauft, wobei hier der Vorverkauf deutlich schwankt. Für das 30. Jubiläum 2019 sind bereits 5 Tage nach Ende des diesjährigen Wackens alle Tickets ausverkauft….</p>
<p><strong>WACKEN</strong>:</p>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-28612" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_rot_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img decoding="async" class="size-full wp-image-28612" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_rot_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img decoding="async" class="size-full wp-image-28612" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_rot_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"></p>
<p><strong>HELLFEST</strong>:</p>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-28613" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_blau_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-28615" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_grau_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-28615" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_grau_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"></p>
<h3>Die Anreise:</h3>
<p>Wir haben das Glück, dass wir in der Zwischenzeit stolze Besitzer eines <strong>Wohnmobils</strong> sind. Das heißt, ein gewisser Komfort ist vorhanden und auch das Packen und die Vorbereitung gestalten sich etwas einfacher.</p>
<p>Das <strong>Wacken</strong> ist anreisetechnisch natürlich deutlich im Vorteil: Gerade einmal 420 Kilometer mussten zurückgelegt werden, ehe man die heiligen Kuhweiden in Schleswig-Holstein erreicht hatte.</p>
<p>Das <strong>Hellfest</strong>&nbsp;wiederum ist aufgrund seiner Lage im französischen Nantes im Hinblick auf die Anreise natürlich eine größere Herausforderung. Idealerweise verbindet man es gleich mit einer Woche Urlaub vorher und einer Woche Urlaub danach. So könnt ihr auch noch die Normandie erkunden oder eben Paris besuchen. So haben wir es beim ersten Mal gemacht, dieses Jahr hieß es einfach nur: Fahren, so weit und schnell es geht. Und wir rissen die Strecke ohne größere Urlaubsvergnügen runter – bei 1500 Kilometern sollte man dazu aber auch 2 Tage einplanen!</p>
<p><strong>WERTUNG:</strong> Abhängig von eurem Wohnort und eigenen Vorlieben.</p>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28603 size-medium aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/hellfest-alex-3-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/hellfest-alex-3-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/hellfest-alex-3-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/hellfest-alex-3-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/hellfest-alex-3.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></h3>
<h3>Das Campinggelände:</h3>
<div class='vw-row-shortcode'><div class='vw-column-shortcode  vw-one-half'>Beim <strong>Wacken</strong> sind wir dienstags angereist. 0:45 nachts ( also eigentlich Mittwoch) sind wir dann angekommen, und trotz der Uhrzeit waren überall wegweisende <strong>Securitys</strong>, die uns zur richtigen Zufahrt lotsten. Die Autos wurden auf dem Gelände bis auf ihre endgültigen Stellplätze eingewiesen! Das gefiel mir sehr gut, da dadurch das Gelände optimal genutzt war und auch überall begehbare/befahrbare Gassen und Wege geblieben sind. Im Dunkeln <strong>über Zeltleinen stolpern</strong> und sich vortasten ist damit nicht nötig! Wir hatten natürlich auch riesiges Glück – beim Wacken 2018 gab es völlig unüblicherweise nicht einen Tropfen Regen!</p>
<p>Damit war der Campingplatz trocken, sehr eben und auch sehr gut organisiert. Selbst bis zu unserem recht weit hinten gelegenen Platz kamen Polizei und Security-Streifen, um das Gelände abzusichern, auf Hitzebrände zu kontrollieren und Diebstählen an den Zelten vorzubeugen. Es gab ausreichend<strong> Dixis</strong>, die auch bis zum Schluss in gutem Zustand waren und auch <strong>Duschen</strong>, die im normalen Ticketpreis enthalten waren. Erstaunlicherweise war auch unser Fußweg bis zum Infield sehr erträglich – gerade einmal <strong>15 Minuten entspannter Fußmarsch</strong> trennten uns vom Einlass, und das, obwohl wir auf dem fast letzten Camp Ground V waren.</p>
<p><strong>WACKEN</strong>:</p>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-28612" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_rot_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img decoding="async" class="size-full wp-image-28612" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_rot_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img decoding="async" class="size-full wp-image-28612" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_rot_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"></p>
<p></div><div class='vw-column-shortcode  vw-one-half'>Beim <strong>Hellfest</strong> ist es etwas schwierig zu beurteilen: Man fährt im Endeffekt in das <strong>kleine Städtchen</strong> mehr oder weniger direkt hinein. Das Festival findet in <strong>Clisson</strong> statt, einer kleinen Stadt, die auch ganz nett anzuschauen ist und in die man von Autobahn oder Bundesstraße kommend unweigerlich hineinfährt. Der Verkehr wälzt sich dann durch den Ort und wird bis zu einem <strong>zentralen Parkplatz</strong> geleitet – außer, man macht es wie viele der <strong>Franzosen</strong>, die eigentlich jede nicht eingezäunte Grünfläche zum Campen nutzen!</p>
<p>Das eigentliche <strong>Campinggelände</strong> ist getrennt vom Parkplatz, also reines Campen ohne Auto, dafür immerhin direkt angrenzend an das Konzertgelände. Dementsprechend sieht man dann viele ihr gesamtes Hab und Gut durch die Gegend schleppen. Unseren Platz fanden wir zufällig, eine indirekt für das Festival reservierte Fläche, etwas abseits gelegen. Von dort haben wir unsere Fahrräder genommen und waren über befestigte Straßen in 5 Minuten am Konzertgelände. Praktischerweise ist auch ein riesiger <strong>Supermarkt</strong> in 5 Minuten zu Fuß zu erreichen, genau wie ein Bäcker. Und die Leute um uns herum waren die perfekte <strong>Partymeute</strong> – aber auf einem solchen Level, dass man trotzdem nachts noch etwas regenerieren konnte. ?</p>
<p><strong>HELLFEST</strong>:</p>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-28613" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_blau_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-28615" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_blau_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-28615" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_grau_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"></p>
<p></div></div>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Das Bändchen und der Bändchentausch:</h3>
<p>Beim <strong>Wacken</strong> ist hier der Vorteil, dass der Bändchentausch <strong>24/7</strong> offen ist – wenn man sich also clevererweise nachts dorthin bewegt, bekommt man sein Bändchen ohne anzustehen und dazu auch noch den<strong> „Full Metal Bag“</strong>, einen kleinen <strong>Turnbeutel</strong>, in dem allerlei Goodies enthalten sind, von<strong> Halsschmerztabletten</strong> über <strong>Ohrenstöpsel</strong> bis hin zu <strong>Postern</strong> und <strong>Kondomen</strong>. Aber auch ein wasserdichter Brustbeutel für Geld/Handy und eine <strong>Trinkflasche</strong>, die für das Infield zugelassen ist, sind dabei. Insgesamt eine ziemlich coole Sache für ein Festival!</p>
<p>Beim <strong>Hellfest</strong> war der Bändchentausch ab einem bestimmten Zeitpunkt freigegeben, sodass hier schon ein wenig Wartezeit von Nöten war. Aber insgesamt war es auch dieses Mal organisatorisch gut gemeistert und nach einer halben Stunde war die Sache erledigt. Praktisch: An dem Bändchen befindet sich ein <strong>Chip</strong>, den man mit Geld aufladen kann und der dann zum bargeldlosen Bezahlen auf dem Konzertgelände dient. Hier ist auch ausschließlich dieses Zahlungsverfahren möglich! Das Aufladen geht über <strong>Kreditkarte</strong>, <strong>Stände vor Ort</strong> oder eine <strong>Handyapp</strong> – und bei jedem Bezahlvorgang bekommt man <strong>transparent</strong> angezeigt, was abgebucht wird und was noch vorhanden ist. Dieses System beschleunigt auch sämtliche Bezahlvorgänge enorm!</p>
<h3>Das Infield-Gelände und das „drumherum“:</h3>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28607 size-medium alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/wacken-alex-3-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/wacken-alex-3-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/wacken-alex-3-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/wacken-alex-3-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/wacken-alex-3.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></h3>
<p>Beim <strong>Wacken</strong> gibt es schon vor dem Einlass diverse Stände zu begutachten. Nach dem Einlass folgt dann das eigentliche Gelände: Auf der linken Seite <strong>2 große (Zirkus)-Zelte</strong>, wovon eines 2 Bühnen beheimatet, das andere ist Austragungsort für <strong>E-Sports-Events</strong>, die wohl teilweise auch mit Bandbeteiligung stattgefunden haben. Geradeaus kommt man zu den <strong>3 Hauptbühnen</strong>: <strong>Faster, Harder und Louder</strong>. Und davor kann man sich die Füße bei einer großen Anzahl an Merchandise- und Fressbuden vertreten. Auch die Wacken Foundation und zahlreiche Hilfs- und Umweltschutzprojekte sind hier vertreten. Nach rechts geht es in das <strong>Wackinger-Dorf</strong>, in dem eine Mittelalter-Bühne (Wackinger-Stage) und die in postapokalyptischer Optik gehaltene Wasteland-Ecke inklusive Wasteland-Stage zu finden sind. Und drumherum gibt es etliche Stände für das leibliche Wohl sowie Vergnügungen (Axtwerfen, Bogenschießen und Hau den Lukas), die das Gesamtbild abrunden.</p>
<p>Positiv fällt auf jeden Fall auf, dass hier sämtliche Wege so angelegt sind, dass auch eine <strong>große Menschenmenge</strong> in kurzer Zeit ohne Gedrängel durchgehen kann. Das Wackinger-Dorf und die Wasteland-Ecke sind sorgfältig und schön ausgestattet und bieten vielfältige Unterhaltungsmöglichkeiten und optische Eindrücke. Die Merchandise- und Essstände sind dagegen – ebenso wie das Bühnengelände – schlicht und pragmatisch gehalten, was allerdings nicht negativ auffällt und sicherlich auch den üblichen <strong>Wetterbedingungen</strong> vor Ort geschuldet ist. Nettes Detail am Rande sind Metallskulpturen, die zum Beispiel Doro, das Maiden-Maskottchen Eddie und Lemmy zeigen. Insgesamt ist alles sehr großflächig angelegt, aber die <strong>Bühnenwechsel</strong> zu Fuß gelingen dennoch sehr schnell.</p>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-28602 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/hellfest-alex-2-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/hellfest-alex-2-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/hellfest-alex-2-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/hellfest-alex-2-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/hellfest-alex-2.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></h3>
<p>Das <strong>Hellfest</strong> dürfte in diesem Punkt bei allen Festivals <strong>unübertroffen</strong> sein! Das Gelände betritt man durch einen mit Zäunen eingefassten Eingangsbereich, es folgt die Bändchenkontrolle und man steht in <strong>„Hellcity“</strong>. Hier ist eine Art <strong>Metal-Stadt</strong> aufgebaut. Eine <strong>Bar</strong>, ein <strong>Gitarrenverkauf</strong>, ein Hellfest-Merchstand, ein Doc-Martens-Stand, ein (gratis!) Barbier und etliches mehr finden hier Platz hinter liebevoll detaillierten Fassaden, von denen King Kong auf die Stadt blickt, eine Zombie-Brain-Schnecke Cocktails verspricht und ein Porträt von Lemmy über das Gelände wacht.</p>
<p>Auf der linken Seite sind dann <strong>2 große Zelte</strong>, die sämtlichen sonstigen <strong>Merch</strong> beinhalten und dahinter geht es dann vorbei am „Supporters Club“-Bereich in Richtung der Campingplätze. Hier kann man auch problemlos mit eigenen Getränken und eigenem Essen durch die Gegend ziehen, das ist erlaubt. Auch auf das Konzertgelände darf man &#8211; für deutsche Verhältnisse undenkbar – viel mitnehmen, so sitzen die betagteren Metalheads hier gemütlich auf <strong>Campingstühlen</strong> in den hinteren Reihen. Auch <strong>Brötchen, Schnitten und Tetrapaks</strong> sind meist kein Problem. Sehr angenehm!</p>
<p>Der Einlass zu dem Konzertgelände ist als riesige <strong>Kathedralenfront</strong> gestaltet, Bändchenkontrolle ist hier automatisch durch den Chip am Bändchen und das Abtasten danach ebenfalls sehr locker. Dann steht man im Konzertgelände. Direkt gegenüber sind die beiden Hauptbühnen, rechts sind <strong>3 Zeltbühnen</strong> nebeneinander aufgebaut mit den klangvollen Namen<strong> Altar, Temple</strong> und <strong>Valley</strong>. Auf der linken Seite kommt man zu einer Unzahl verschiedener <strong>Fressbuden</strong> (und einem <strong>Riesenrad</strong>) und einem kleinen Wäldchen, durch das man zur letzten Bühne, der <strong>Warzone</strong>, kommt.</p>
<p>Auf diesem Gelände ist alles, ja wirklich <strong>ALLES</strong> mit <strong>Liebe zum Detail</strong> ausgestattet, umgebaut und dekoriert. Hier gibt es nicht einfach einen Merchstand oder einen Bierwagen – hier ist alles aus Metal(l). Die Stände wurden in aufwändige große <strong>Metallkäfige</strong> mit unzähligen Schweißarbeiten und Aufbauten verwandelt, auf den Dächern sind Feuerschalen und Flammenwerfer, die abends ein unglaubliches Ambiente schaffen. Die Begrenzung des Geländes sind ebenfalls Metallzäune, die mit etlichen <strong>Metallarbeiten</strong> und Netzstrukturen aus verflochtenen Autoreifenteilen und Feuerschalen ausdekoriert sind.</p>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28604 size-medium alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/hellfest-alex-4-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/hellfest-alex-4-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/hellfest-alex-4-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/hellfest-alex-4-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/hellfest-alex-4.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></h3>
<p>Es gibt einen verrosteten <strong>Metallbaum</strong>, dessen laublose Äste den Hellfest-Schriftzug tragen, eine 15 Meter hohe Skulptur von Lemmy inklusive einiger <strong>Original-Reliquien</strong>, wie seiner Stiefel. Die komplette Bühne der Warzone ist in eine Mischung aus <strong>Gladiatorenarena</strong> und <strong>Gefängnis</strong> verwandelt worden, man betritt diese durch ein großes Tor. Die seitlichen Zäune sind mit Stacheldraht und Wachtürmen versehen. Es ist schwierig zu beschreiben, aber kurz gesagt: Wahnsinn! Ich bin ein Konzertbesucher, der eigentlich nur eine ebene Wiese und eine Bühne mit gutem Sound braucht. Aber das, was dort mit dem Konzertgelände veranstaltet wird, ist einfach unglaublich!</p>
<p>Abgesehen von dem ganzen <strong>dekorativen Drumherum</strong> gibt es auch noch höchst praktische Anlagen, zum Beispiel 2 große Tore, aus denen Wasser in unterschiedlicher Intensität herabfällt und durch die man gehen kann, um sich zum Schutz vor der Hitze nass zu machen. Abends wird das <strong>Wasser</strong> zur <strong>beleuchteten Deko</strong>, denn aus dem herabfallenden Wasser werden das Hellfest-Symbol, eine Metal Horns und etliche andere Symbole geformt, was echt schön anzuschauen ist ( <a href="https://www.videoman.gr/en/132359">https://www.videoman.gr/en/132359</a> )</p>
<h4>Kurz zusammengefasst – dieses Gelände lässt keine Wünsche offen!</h4>
<p><strong>WACKEN</strong>:</p>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-28612" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_rot_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img decoding="async" class="size-full wp-image-28612" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_rot_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img decoding="async" class="size-full wp-image-28612" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_rot_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"></p>
<p><strong>HELLFEST</strong>:</p>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-28613" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_blau_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-28615" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_blau_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-28615" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_blau_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"></p>
<h3>Essen, Trinken und die Preise:</h3>
<div class='vw-row-shortcode'><div class='vw-column-shortcode  vw-one-half'>Beim <strong>Wacken</strong> gibt es ein umfassendes Angebot an Getränken. die man im Infield erwerben kann. Von<strong> Kirschbier</strong> über<strong> Becks</strong> bis <strong>Honigbier</strong> und <strong>Met</strong> bleibt hier kaum ein Wunsch offen. Auch Bowle und Cocktails sind verfügbar. Das Essens-Angebot ist ebenfalls <strong>vielfältig</strong>. Es gibt Schweinshaxe, Handbrot und andere zünftigen Mahlzeiten im Wackinger-Dorf und auch „normale“ Essens-Stände, die von Asia-Nudeln über Döner, vegane Falafeln bis zu Gyros und klassischem Fast Food alles im Angebot haben. Hier kann man also problemlos zugreifen und jeder findet etwas – lediglich der Mangel an Süßspeisen für die holde Weiblichkeit wurde bemängelt. Sympathisch finde ich den <strong>erträglichen Bierpreis</strong> von 4 Euro für die 0,4l und dass es zwar ausgefallenes und interessantes Essen gibt, aber auch Dinge für den <strong>kleinen Geldbeutel</strong>, von denen man satt wird. Man muss sich hier also für das leibliche Wohl nicht zwangsläufig in enorme Unkosten stürzen!<br />
<strong>WACKEN</strong>:</p>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-28612" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_rot_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img decoding="async" class="size-full wp-image-28612" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_rot_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img decoding="async" class="size-full wp-image-28612" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_rot_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><br />
</div><div class='vw-column-shortcode  vw-one-half'>Beim <strong>Hellfest</strong> gibt es direkt vom Veranstalter an die Getränkestände angegliederte Fressbuden, bei denen man <strong>normales Festivalessen</strong> wie Pommes, Burger und einiges anderes an Fingerfood finden kann. Hier kann man <strong>bargeldlos</strong> bezahlen, es wird rasend schnell abgefertigt und alles ist ziemlich günstig. Aber auch hier gibt es ergänzend dazu eine ganze Ecke im hinteren Bereich, wo unzählige Buden Speisen aus aller Welt anbieten, von französischem oder argentinischen bis hin zu den ausgefallensten Speisen – im Endeffekt wie ein <strong>Food-Market</strong>. Das Ganze wird so wertgeschätzt, dass es nach dem Festival eine Abstimmung gibt, welche Stände das beste Essen hatten. Auch hier ist es schön, dass es viel Auswahl, aber eben auch billiges Essen gibt, der Bierpreis lag bei um die 5 Euro für 0,5l. Auch Wein, Cocktails usw. gab es zu kaufen. <br />
<strong>HELLFEST</strong>:</p>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-28613" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_blau_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-28615" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_blau_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-28615" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_blau_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"></p>
<p></div></div>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Die Bühnen, die Leinwände und der Sound:</h3>
<p><em>Das Drumherum ist natürlich wichtig, weil auch nicht den ganzen Tag Bands spielen und auch der härteste Musikfreak mal eine Pause auf die Ohren braucht – aber trotzdem sind mit das wichtigste natürlich die Bühnen und der Sound!</em></p>
<div class='vw-row-shortcode'><div class='vw-column-shortcode  vw-one-half'>Das <strong>Wacken</strong> wirbt mit <strong>8 Bühnen</strong> – das ist auch faktisch nicht falsch. 3 Bühnen davon sind die großen <strong>Headlinerbühnen Faster und Harder</strong> und ein kleines Stück abseits davon <strong>Louder</strong>. 2 weitere Bühnen finden sich nebeneinander im <strong>„Bullhead-Circus“</strong> genannten Zelt. Die anderen 3 Bühnen sind dann im Vergleich dazu winzig – die <strong>Wackinger-Stage</strong>, die <strong>Wasteland-Stage</strong> (auf der sehr unterschiedliche Shows stattfinden) und die <strong>Beergarden-Stage</strong>. Die 2 Hauptbühnen <strong>Faster und Harder</strong> bieten natürlich mit dem <strong>Wacken-Schädel</strong> in der Mitte schon einen imposanten Anblick, verzichten aber auf weitere Dekoration. Dazu gibt es <strong>3 Leinwände</strong> sowie eine weitere hinter dem FOH. Auch die Louder-Stage kann mit 2 Leinwänden aufwarten. Das können auch die Zeltbühnen – leider allerdings wirklich nur im Zelt. Wenn das voll ist – so geschehen bei <strong>NAZARETH</strong> und <strong>SEPULTURA</strong> am ersten Tag – hat man draußen das Nachsehen, da dort keine weiteren Leinwände sind und auch keine weiteren Boxen.</p>
<p>Hier könnte man <strong>mit kleinem Aufwand</strong> die Situation deutlich <strong>verbessern</strong> – oder man lässt eben solche großen Namen doch eher draußen spielen. Was alle Bühnen vereint waren – aus unserer Sicht – <strong>Probleme beim Sound</strong>. Wenn man bei den Hauptbühnen weit vorne steht, ist der Sound teilweise erstaunlich leise – was weiter hinten, hinter der zweiten Leinwand gar nicht so ist. Hier Louderbühne ist ein Stück nach rechts eingedreht – wenn man hier nicht ebenfalls weit rechts steht kommt es zu teilweise enormen Überlagerungen von den beiden Hauptbühnen. Die Zeltbühnen hatte man ebenfalls Probleme – da war es zwar schön laut, aber dafür war es, unabhängig von der Metal-Art, schwierig bis kaum möglich, die Stimmen zu verstehen, die Instrumente haben dort alles übertönt. Um auf hohem Niveau weiter zu meckern: Die Leinwände an den Hauptbühnen dürften gut und gerne doppelt so groß sein! <br />
<strong>WACKEN</strong>:</p>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-28612" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_rot_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-28612" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_grau_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-28612" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_grau_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"></div><div class='vw-column-shortcode  vw-one-half'>Das <strong>Hellfest</strong> bietet <strong>6 Bühnen</strong>: die 2 <strong>Mainstages</strong>, auf denen die <strong>Headliner</strong> laufen, <strong>3 Zeltbühnen</strong> und schließlich noch die <strong>Warzone</strong>. Die beiden Hauptbühnen sind in Richtung des Publikums verkleidet und zeigen Collagen mit vielen Gesichtern aus der Metal-History. Bei den Hauptbühnen gibt es ebenfalls<strong> 3 Leinwände</strong>, die allerdings in Höhe und Breite nahezu identisch mit den Bühnen sind und damit von eigentlich jedem Punkt des Infields einen genialen Blick ermöglichen. Die Zeltbühnen sind ebenfalls innen und – falls das Zelt voll ist – außen mit Leinwänden ausgestattet, zusätzlich gibt es bei den Außenleinwänden auch noch eine dicke Boxenreihe, sodass man auch vor dem Zelt klasse hören und sehen kann. Auch die Warzone ist mit 2 großen Leinwänden ausgestattet.</p>
<p>Insgesamt würde ich den Sound simpel zusammengefasst als <strong>perfekt</strong> bezeichnen: Die großen Hauptbühnen kann man überall auf dem Infield super hören und sehen, auch dann, wenn die Füße nicht mehr wollen und man sich auf der Wiese niederlässt. Die <strong>Zeltbühnen</strong> schaffen es – trotz <strong>paralleler Konzerte</strong> – den Sound perfekt wuchtig ins Publikum zu schmettern, ohne dass man die Nebenbühne hört! Das Bühnenkonzept ist außerdem so gemacht, dass die jeweiligen Metal-Spielarten „ihre“ Bühne haben – so finden eben in der <strong>Warzone</strong> bevorzugt <strong>Punk, Hardcore</strong> und ähnliche Dinge statt, während im<strong> Valley</strong> eher <strong>progressive</strong> und <strong>experimentelle</strong> Bands zu finden sind. <strong>Altar und Temple</strong> bieten den <strong>dunkleren Klängen</strong> ein Zuhause. <br />
<strong>HELLFEST</strong>:</p>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-28613" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_blau_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-28615" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_blau_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-28615" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_blau_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><br />
</div></div>
<p>(Falls sich jemand wundert, warum die <strong>Leinwände</strong> solche Erwähnung finden – zwischen uns beiden herrscht ein Größenunterschied von 30 cm und ich fand es ganz gut, auch mal die Sichtmöglichkeiten für diejenigen zu beleuchten, die nicht 1,90m groß sind.)</p>
<h3>Das Line-Up:</h3>
<p>…ist natürlich <strong>Geschmackssache</strong>! Beide Festivals geben sich hier große Mühe, sowohl große Bands, als auch kleinere, recht besondere Auftritte an Land zu ziehen. Dabei vergessen sie aber weder das breit gefächerte Feld der unterschiedlichen<strong> Metalrichtungen</strong> zu bedienen, noch die wichtige Aufgabe, sich auch um kleinere Acts und den <strong>„Nachwuchs“</strong> zu kümmern.</p>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28606 size-medium alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/wacken-alex-2-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/wacken-alex-2-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/wacken-alex-2-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/wacken-alex-2-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/wacken-alex-2.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></h3>
<p><strong>Wacken</strong> ist etwas <strong>eingeschränkt</strong> auf „nur“ Metal- bzw. Rockbands, bietet dafür aber mit dem <strong>„Metal Battle“</strong> ein geniales Konzept, bei dem sich Bands in Contests in ihren Heimatländern durchsetzen können, dann auf Wacken eine Bühne bekommen und der Gewinner sogar einen Plattenvertrag mit <strong>Nuclear Blast</strong> an Land zieht. Das bringt natürlich frischen Wind, bietet auch alteingesessenen Szene-Kennern permanent neue Eindrücke und spiegelt die internationale Zusammensetzung des Festivals auch auf der Bühne wieder! Außerdem finden auch viele Bands des <strong>Mittelalter-Rocks</strong> großen Zuspruch.</p>
<p>Das <strong>Hellfest</strong> bietet neben Metal und Rock mit der <strong>Warzone</strong> auch <strong>Punk, Hardcore</strong> und diversen <strong>Subgenres</strong> eine große Bühne, die auch gut besucht wird! Hier ist also die Breite noch ein wenig größer. Auch hier gibt es einen <strong>Nachwuchscontest</strong> im Vorfeld – allerdings nur<strong> national</strong> in Frankreich und der Gewinn ist eben der Auftritt auf dem <strong>Hellfest</strong>.</p>
<p><strong>WACKEN</strong>:</p>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-28612" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_rot_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img decoding="async" class="size-full wp-image-28612" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_rot_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-28612" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_grau_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"></p>
<p><strong>HELLFEST</strong>:</p>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-28613" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_blau_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-28615" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_blau_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-28615" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_blau_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"></p>
<h3>Die Besucher / Das Publikum:</h3>
<div class='vw-row-shortcode'><div class='vw-column-shortcode  vw-one-half'>Beim <strong>Wacken</strong> waren wir im Vorfeld etwas skeptisch. In jeder Doku, auf jedem Foto sieht man hier <strong>bierdosenbehelmte Wikinger</strong> jenseits der 3 Promille, sich wild im Schlamm wälzend. Aber wie es im Leben eben immer so ist: Man sollte sich <strong>selbst einen Eindruck machen!</strong></p>
<p>Das <strong>Publikum</strong> hier beheimatet sämtliche <strong>Altersklassen</strong>, ist auch gut gemischt zwischen beiden Geschlechtern und es finden sich vom zockenden, bleichgesichtigen <strong>Nerd</strong> über den in Nostalgie schwelgenden Metalhead bis hin zum im Fitnessstudio gestählten <strong>Wikinger</strong> eigentlich alle im Publikum wieder. Es ist <strong>friedlich, feierwütig und lustig</strong> – und stressbefreit. Ganz untypisch zum deutschen Alltag gibt es hier kein Gemaule und Gemurre. Eher mal einen lockeren Spruch!</p>
<p>Außerdem ist das Publikum offen für Neues bzw. Anderes: Das oben beschriebene<strong> Metal Battle</strong> ist stets gut besucht und das Publikum sorgt bei den völlig unbekannten Bands für eine unvergessliche Show. Und beim Wacken ist die <strong>Internationalität</strong> des Publikums beeindruckend – man sieht allerlei Fahnen aus unterschiedlichsten Ländern. Ich habe tatsächlich auch mit Leuten gesprochen, die aus <strong>Honduras</strong> oder <strong>Brasilien</strong> extra für <strong>Wacken</strong> angereist sind. Im Internet-Feedback finden sich hier noch unzählige weitere Ländern – schon sehr beeindruckend!<br />
<strong>WACKEN</strong>:</p>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-28612" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_rot_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img decoding="async" class="size-full wp-image-28612" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_rot_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-28612" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_grau_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"></p>
<p></div><div class='vw-column-shortcode  vw-one-half'>Beim <strong>Hellfest</strong> ist das Publikum noch einen kleinen Tick <strong>sympathischer</strong>, was auch einfach daran liegt, dass man hier das Gefühl hat, dass jeder, also wirklich JEDER, nur <strong>wegen der Musik</strong> gekommen ist. Und diese Tatsache ist einfach so wohltuend, wenn man dann im Gegenzug an Festivals wie das <strong>RiP</strong> denkt, wo ich das Gefühl hatte, dass 90% der Besucher nur dort sind, um 3 Tage lang jegliche Zivilisation zu vergessen und am <strong>Promille-Highscore</strong> zu arbeiten. (Jetzt nicht falsch verstehen. Ich liebe durchdrehendes und trinkfestes Publikum, das aus sich rausgeht! Aber eben wegen der Musik vor der Bühne und nicht ausschließlich auf dem Zeltplatz, wegen des letzten Rekordes im Bier-Exen…) <br />
<strong>HELLFEST</strong>:</p>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-28613" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_blau_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-28615" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_blau_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-28615" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_blau_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"></p>
<p></div></div>
<div class='vw-row-shortcode'></div>
<h2>Fazit:</h2>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-28608 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/wacken-alex-4-169x300.jpg" alt="" width="169" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/wacken-alex-4-169x300.jpg 169w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/wacken-alex-4-576x1024.jpg 576w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/wacken-alex-4-750x1333.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/wacken-alex-4.jpg 816w" sizes="auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px" /></h3>
<p>Beide Veranstaltungen sind in jeder Hinsicht<strong> MEGA-Festivals</strong>, die es zu Recht schon lange gibt und hoffentlich noch lange geben wird! Wer <strong>Spaß an der Musik</strong> hat und mal die bekannten Festivals in Europa abklappern will, der wird um diese beiden einfach nicht herumkommen. Wir hatten auf beiden Festivals sehr viel Spaß, <strong>unvergessliche Konzerterlebnisse</strong> und eigentlich kaum etwas zu bemängeln.</p>
<p>Wer allerdings noch nicht in <strong>Frankreich</strong> war und die Anreise nicht scheut, dem würde ich immer das <strong>Hellfest</strong> noch ein wenig mehr ans Herz legen. Das <strong>Flair</strong>, dieses <strong>Gelände</strong>, alles was drumherum geboten wird – es ist einfach noch ein Stück besonderer als Wacken und sicherlich im Bezug auf das Optische und das Gelände <strong>einmalig</strong> in dieser Form! Auf der <a href="http://www.hellfest.fr"><strong>WEBSITE</strong>&nbsp;</a>ist dazu auch nochmal ein<strong> Abschluss-Trailer</strong> zu finden, der in kurzer Zeit die optischen Eindrücke präsentiert!</p>
<div class='vw-row-shortcode'></div>
<p><i style="clear:both;">Endwertung: UNENTSCHIEDEN (20/24 zu 20/24)<br />
<strong>WACKEN</strong>:</i></p>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-28612" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_rot_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img decoding="async" class="size-full wp-image-28612" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_rot_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-28612" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_grau_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"></p>
<p><strong>HELLFEST</strong>:</p>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-28613" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_blau_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-28615" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_blau_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-28615" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/08/maloik_grau_smashicons.png" alt="" width="32" height="32"></p>
<hr>
<p><strong>Dies ist ein Gastautorenbeitrag von:</strong> Oimel</p>
<div><em>Icons made by <a title="Smashicons" href="https://www.flaticon.com/authors/smashicons">Smashicons</a> from <a title="Flaticon" href="https://www.flaticon.com/">www.flaticon.com</a> is licensed by <a title="Creative Commons BY 3.0" href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/" target="_blank" rel="noopener">CC 3.0 BY</a></em></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wacken-vs-hellfest-der-vergleich/">WACKEN vs. HELLFEST – der große Vergleich</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Dark Troll 2018 &#8211; Familientreffen auf der Burg</title>
		<link>https://silence-magazin.de/dark-troll-2018/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=dark-troll-2018</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/dark-troll-2018/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alex]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 May 2018 10:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[Pagan]]></category>
		<category><![CDATA[Bornstedt]]></category>
		<category><![CDATA[burg]]></category>
		<category><![CDATA[Dark Troll]]></category>
		<category><![CDATA[familienfest]]></category>
		<category><![CDATA[festival]]></category>
		<category><![CDATA[lineup]]></category>
		<category><![CDATA[Party]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=27448</guid>

					<description><![CDATA[<p>Festivalzeit! Alex lässt sich da nicht lumpen und war auf dem Dark Troll.<br />
Was man da alles erlebt, wen man trifft und ob Bornstedt der Mittelpunkt der Welt ist - das erfährst du hier!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/dark-troll-2018/">Dark Troll 2018 &#8211; Familientreffen auf der Burg</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<h2><span style="font-weight: 400;"><em>“Irgendwann wird hier jeder Crewmitglied sein.”</em></span></h2>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Diese Feststellung teilt mir ein langjähriger Besucher des Festivals und &#8211; gerade deshalb &#8211; auch Bekannter über den Rand seines Bieres hinweg mit. Darin schwingen gleich zwei Bedeutungen mit. Zum einen verweist es auf den Grad der <strong>Professionalisierung</strong>, den man zum Beispiel durch die Scharen der <strong>engagierten Helfer</strong> sieht, die sich teils darum reißen, auf dem <strong>Dark Troll</strong> arbeiten zu dürfen. Richtig gelesen: Dürfen. Die Zahl derjenigen, die sich freiwillig melden, ist so groß, dass nicht jeder die Chance dazu bekommen kann.</span><span style="font-weight: 400;"><br />
</span><span style="font-weight: 400;">Und zum anderen ist es ein Ausdruck der tiefen <strong>Verbundenheit</strong>, den viele bei dem Gedanken an das <strong>Dark Troll Festival</strong> verspüren. Irgendwie sind sich dort alle ein bisschen näher als das auf einem so kleinen Festival für gewöhnlich der Fall ist. Ja, selbst unter kleinen <strong>Undergroundfestivals</strong> ist das etwas Besonderes.</span><span style="font-weight: 400;"><br />
</span></p>
<h2>&#8222;&#8230; wir sehen uns auf der Burg!&#8220;</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_27493" aria-describedby="caption-attachment-27493" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-27493 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/20180508_203206-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/20180508_203206-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/20180508_203206-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/20180508_203206-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/20180508_203206.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-27493" class="wp-caption-text">Der fantastische Ausblick von der Burg</figcaption></figure>
<p><span style="font-weight: 400;">Wie jedes Jahr findet auch dieses <strong>Dark Troll</strong> um Himmelfahrt herum statt. Das Gelände ist bereits am <strong>Mittwochabend</strong> gut belebt, noch ehe die Burg völlig hergerichtet ist. Im Gegensatz zum letzten Jahr gibt es nun insgesamt <strong>3 Campgrounds</strong>. Dazu zählen der örtliche Fußballplatz oberhalb der Burg (Camping A), der zweite direkt am Fuß des “Berges” und einen im “Zentrum” des Ortes, wo nun auch die Wohnmobile untergebracht sind (B und C). Während sich alles auf A zu drängen versucht, sieht es aus der Vogelperspektive ein wenig so aussieht wie ein Siedlungsgebiet am Rande von Kuala Lumpur. Auf den Campingplätzen im Ort läuft dagegen alles entspannt und auch das Platzangebot ist sehr großzügig. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Camper auf den Plätzen B und C scheinen auch alles in Allem sehr glücklich zu sein. Wäre da nicht ein kleines Problem: Die <strong>Treppe</strong>, die zwischen ihnen und dem Musikgenuss steht. Aber die meisten, die mir im Verlauf des Festivals schnaufend entgegenkommen, nehmen es gelassen: “Besser, als 15 Minuten über ein Feld zu latschen.”</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Außerdem kann man sich ja, auf dem Burghof angekommen, mit einem der ausgewählten Whiskeys, einem Met, einem Bier oder einem Cocktail oder einer anderen leiblichen Wohltat wieder auf Kurs bringen.</span></p>
<h2>Donnerstag: Und es beginnt!</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Der erste Festivaltag beginnt für viele bereits mit <strong>Schädel</strong>. Schließlich war die Nacht davor doch bereits feuchtfröhlich und für viele inoffiziell schon der erste Festivaltag. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-27464 size-medium alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/1.jpg 960w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Traditionell ist <strong>Männertag</strong> auf der Schweinsburg immer ein <strong>Zusammentreffen der Kulturen</strong>. Der <strong>Heimatverein</strong> brät Würstchen und weniger dunkel Gekleidete schauen sich die ganz dunkel Gekleideten an. Im Vergleich zum letzten Jahr sind von beiden Gruppen an diesem Tag schon deutlich mehr auf der Burg zu sehen. Schon 14 Uhr setzt, mittlerweile traditionell, das <strong>Eröffnungsduo</strong>&nbsp;<strong>WALDTRÄNE</strong> zu ihrem traditionellen Liedgut an. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein versöhnlicher Einstand für alle, auch die, die mit Metal nicht direkt etwas am Hut haben. Und wie immer passen <strong>WALDTRÄNE</strong> hervorragend in das historische Ambiente. Ein weiterer Grund, warum das<strong> Dark Troll</strong> so loyale Fans zu haben scheint: Es hat einen <strong>charmanten Charakter</strong>. Es geht hier nicht nur um das stumpfe Abhandeln von Musik als solcher. Stattdessen steht der Genuss des Erlebnisses mit vielen Sinnen im Vordergrund. Am Samstag sollten dann sogar noch <strong>Nordmänner</strong> die Bühne stürmen. Dazu aber später mehr.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Es wirkt fast, als seien die Zuschauer ausgehungert (und halb verdurstet). Vor allem gieren sie nach Musik &#8211; und bescheren den ersten Bands des Tages volle Hütte.&nbsp;</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><strong>MORNIR</strong> hätten an einem anderen Platz im Line Up womöglich nicht so viele Zuschauer bekommen, schließlich sind die <strong>Freisinger Pagan</strong> <strong>Metaller</strong> bislang einfach noch ziemlich unbekannt. So ist ihre Bühnenpräsenz auch etwas zaghaft und die Geige das eine oder andere Mal eher im Weg, als dass sie etwas Positives zum Klang beiträgt. Mit fortschreitender Professionalisierung wird sich das aber sicher von alleine geben.</span></p>
<h3>Sommer, Sonne, Schwarzmetall!</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Wir alle kennen das größte Problem von <strong>aufstrebenden Black-Metal Bands</strong>: Sonnenschein und Wärme.&nbsp;<strong>APATHIE</strong>&nbsp;müssen sich wohl eingestehen, dass es sich zur <strong>Kaffeezeit</strong> bei blendendem Sonnenschein und schweißtreibenden Temperaturen schlecht von <strong>schwarzem Schnee</strong> singen lässt. Wobei: Gesungen wird ganz prächtig, auch in voller Montur und mit Corpsepaint. Aber sobald die Klänge aus dem Schatten der Bühne klingen, <strong>verpuffen</strong> sie oft einfach so im <strong>lauen Vorsommerlüftchen</strong>. Auf jeden Fall geben sie auf der Bühne alles, um gegen die allseits verbreitete gute Laune anzukämpfen. Und als letzte Band des Abends hätten sie sehr wahrscheinlich größere Resonanz erzielen können. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Vielleicht waren <strong>APATHIE</strong> einfach zu unentspannt, auch wenn das dem Bandnamen irgendwie etwas widerspricht. <strong>ODROERIR</strong> machen jedenfalls alles richtig. In<strong> Gewandung</strong> auf Bänken sitzend, &nbsp;spielen sie, unterstützt von <strong>WALDTRÄNE</strong>, vielstimmige Weisen aus alter Zeit über die Sagen der<strong> Edda</strong> und der<strong>&nbsp;Thüringer Landen</strong>. Und wenn diese Weisen nicht tatsächlich aus alter Zeit stammen, dann klingen sie zumindest sehr danach. Ziel ist, und das wird erreicht, dem Zuschauer einen <strong>authentischen Einblick</strong> in historische Musikkultur zu vermitteln. Für die frühen Abendstunden, nach einem Tag voller Sonne und Dingen, die man am Männertag so tut, genau das Richtige, um sich in Gedanken und Vorstellungen über längst vergangene Tage zu verlieren.</span></p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-27465" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/32929191_1772223302856737_1526721175621730304_n.jpg" alt="" width="960" height="640" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/32929191_1772223302856737_1526721175621730304_n.jpg 960w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/32929191_1772223302856737_1526721175621730304_n-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/32929191_1772223302856737_1526721175621730304_n-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/32929191_1772223302856737_1526721175621730304_n-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" />
<p><span style="font-weight: 400;">Im Nachhinein höre ich von Besuchern, die den Klang der Band mo(r)nieren, allerdings ist mir aus meiner Position nichts aufgefallen. Tendenziell habe ich aber die Entdeckung gemacht, dass der Klang mit etwas Distanz zur Bühne merklich besser wird. Und wenn wir schon davon sprechen; ich schäme mich es zugeben zu müssen: Es war mir tatsächlich<strong> ZU LAUT</strong>!</span></p>
<h3>Träumen in den Abendstunden</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Zum Träumen regt auch die folgende Band an, die für mich eines der Highlights des diesjährigen Billings ist: <strong>SOJOURNER</strong>.<br />
Jung, international und unglaublich sympathisch, a</span><span style="font-weight: 400;">uch wenn man das alles nicht direkt aus ihrer Musik ablesen kann. Erst vor zwei Monaten haben sie mit ‘The Shadowed Road’ ein großartiges und erhabenes neues Album veröffentlicht, das man irgendwo zwischen <strong>BATTLELORE</strong> und <strong>SAOR</strong> einordnen könnte. Apropos <strong>BATTLELORE</strong>: Ich weiß, es ist ein schlimmes <strong>Neuseeland-Klischee</strong> &#8211; aber man hört irgendwie den <strong>Herr Der Ringe</strong> aus der Musik heraus. Dazu muss man sich nur einmal das Intro des Titeltracks des aktuellen Albums anhören.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Man merkt ihnen anfangs an, dass dieser Auftritt erst <strong>der zweite</strong> in der Bandgeschichte ist, doch nach den ersten beiden Songs entspannt sich die Band merklich und die Magie ihrer Musik beginnt zu wirken. Im Publikum sind bereits viele Fans zu finden. Teilweise mit geschlossenen Augen genießen sie diese Band, von der man gar nicht erwartet hätte, sie überhaupt einmal live sehen zu können. Der Auftritt dürfte noch weitere Zuhörer im Publikum zu Fans gemacht haben.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-27466 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/32903108_1772251279520606_755122587134066688_n.jpg" alt="" width="497" height="331" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/32903108_1772251279520606_755122587134066688_n.jpg 960w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/32903108_1772251279520606_755122587134066688_n-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/32903108_1772251279520606_755122587134066688_n-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/32903108_1772251279520606_755122587134066688_n-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 497px) 100vw, 497px" />
<p><span style="font-weight: 400;"><strong>XIV DARK CENTURIES</strong> sind hingegen immer wieder auf dem Dark Troll zu Gast. Bei ihnen hat sich allerdings das <strong>Personalrad</strong> gedreht. Nicht nur ist<strong> Schlagzeuger Rüd</strong> ausgestiegen und wird durch Neuzugang <strong>Manu</strong> ersetzt. Später am Abend wird <strong>Mitveranstalter Maik</strong> seine Gitarre bei <strong>GERNOTSHAGEN</strong> an <strong>Ex-Centuries-Klampfer Roman</strong> weitergeben. Zumindest für den Ausstieg von <strong>Rüd</strong>, so erfahre ich ungefragt, soll es einen Grund geben. Die Band spiele nun auf Click und das wäre weder im Sinne noch im Rahmen der Möglichkeiten des Schlagzeugers gewesen. Als Nicht-Musiker muss ich an dieser Stelle aber passen und verliere mich nicht, wie mein Informant, in langwierigen Ausschweifungen über die Spielweise der Band.</span></p>
<h3><strong>Es wird finster&#8230;</strong></h3>
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<p><span style="font-weight: 400;">Keine Ahnung, ob <strong>FIRTAN</strong> auf Click spielen, aber was auch immer sie machen: <strong>Sie machen es richtig</strong>. Ich habe mir über die Qualitäten dieser Band bereits die Finger wund getippt und den Mund fusselig geredet. Deswegen sei an dieser Stelle nur gesagt, dass die Freiburger Jung-Blackmetaller fast alle Besucher auf dem Dark Troll anlocken und mit Eiseskälte Entsetzen und Hass verbreiteten. Man könnte fast meinen, dass der aufkommende<strong> kalte Wind</strong>, der vom nahenden Unwetter kündigt, von ihnen heraufbeschworen wurde. Auch sie gehören mittlerweile zum gern gesehenen Inventar des <strong>Dark Troll Festivals</strong> und sind meiner Meinung nach die <strong>vielversprechensten Newcomer</strong> im <strong>Atmospheric Black Metal</strong>.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der Auftritt von <strong>GERNOTSHAGEN</strong> hat im Anschluss etwas <strong>sakrales</strong>, wird doch feierlich mitten im Set die Gitarre von <strong>Maik</strong> an <strong>Roman</strong> übergeben. Beiden sieht man an, dass es ihnen nicht leicht fällt. Dem einen wegen der Fußstapfen, in die er tritt &#8211; dem anderen, weil er sie zurücklassen muss. Falls es<strong> Skeptiker</strong> im Publikum gegeben haben sollte, dann werden ihre Befürchtungen heute nicht bewahrheitet: <strong>Roman</strong> legt sich von der ersten Minute an mit allem was er hat ins Zeug und der Auftritt von <strong>GERNOTSHAGEN</strong> wird zum großen Erfolg. </span><span style="font-weight: 400;"><br />
</span><span style="font-weight: 400;"><br />
</span><span style="font-weight: 400;">Jetzt fehlt nur noch eine Band &#8211; die geheimnisvollen <strong>THE COMMITEE</strong>. Nur wenige kennen ihre Gesichter. Eine internationale Supergroup, deren Vermummung Teil ihres<strong> politisch inkorrekten Projektes</strong> ist, in dessen Zuge die Welt mit ausdrucksstarkem und kompromisslosem <strong>Black Metal</strong> überzogen wird. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><strong>Großartige Performance</strong>, ein Bassspiel welches seinesgleichen sucht &#8211; aber bald zu viel des guten. Nach 30 Minuten habe ich erst einmal genug. Aber das ist auch nicht so schlimm, denn schließlich kann man sich ja kurz vor Dienstschluss noch einen oder zwei Cocktails am Stand holen. Da verraucht dann auch die tiefste Frustration und der böseste <strong>Menschenhass</strong>. Außer, die anderen sind besoffener als du und gehen dir auf die Nerven. Der Abend versinkt so langsam im Nebel der alkoholumwölkten Benommenheit &#8211; aber der nächste Festivaltag ist gar nicht mehr so fern. </span></p>
<h2><strong>Freitag: Bergfest! (Ihr wisst schon, auf dem Berg und so&#8230;)</strong></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Kaum treibt einen die Sonne aus dem Zelt, kaum ist das erste Brötchen in den noch etwas flauen Magen gezwängt und mit einem Schwall Bier nachgespült, schon schreit eine <strong>hysterische Frau</strong> aus vollem Halse nach Satan. Um Gottes Willen, bin ich denn wirklich schon bereit für diese geballte Ladung an Verachtung? Ich verschlucke mich an meinem Diesel.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der offizielle Text zur Band liest sich wie folgt: “<strong>MartYriuM</strong>s Performances sind sowohl aggressiv als auch <strong>theatralisch</strong>, voller dunkler Taten und okkulter Bilder, die ein infernalisches Chaos aus eurer <strong>elenden Seele</strong> entfesseln werden. Die Liveshows sind besonders durch ihre <strong>Rituale</strong>, die alles Mögliche beinhalten können. Sei es, indem sie Seiten aus dem Schwarzen Buch von Baalzebub zerreißen und seine Plage der Finsternis in der Welt verbreiten oder Asmodeus rufen, während sie die Bühne mit Blut oder Friedhofsdreck entweihen.” &#8211; na danke.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">So weit ist das mit dem<strong> infernalischen Chaos</strong> aber gar nicht hergeholt. Ich bin zwar alles andere als fit, wach, vorbereitet oder uneingeschränkt geistig und seelisch anwesend. Aber <strong>MartYriuM</strong> schaffen es, mich sofort in Bann zu ziehen und gegen meinen Willen in Wallung zu bringen. Die Energie, die die <strong>Malteser</strong> ihrem Publikum übergeben, ist beeindruckend. Und Sängerin <strong>Sandra</strong> hat so außerordentlich viel Druck in der Stimme, dass viele ihrer männlichen Kollegen im Vergleich dazu nur schwach winseln.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-27468  alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/33083963_1773580036054397_6176854469972590592_n.jpg" alt="" width="526" height="789" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/33083963_1773580036054397_6176854469972590592_n.jpg 640w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/33083963_1773580036054397_6176854469972590592_n-200x300.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 526px) 100vw, 526px" />
<p>Endlich stößt <strong>Don Promillo</strong> zu uns, dem ich die Feder übergebe.</p>
<p><strong>Brückentage</strong>? Sowas kenne ich nicht! Deswegen startet für mich das diesjährige <strong>Darktroll</strong> erst am Freitag mit <strong>KRATER</strong>. Auf die Nürnberger (eigentlich sind´s ja <strong>&#8222;Ur-Sachsen&#8220;</strong>) freue ich mich ganz besonders. Denn obwohl sie erst 3 Alben veröffentlicht haben, ist die Entwicklung der Jungs umso beachtlicher. Nachdem ich die Jungs 2011 das erste Mal gesehen habe, hat sich einiges getan. Ihre Musik ist deutlich melodischer geworden und die <strong>Bühnenausstrahlung</strong> wirkt ebebnfalls deutlich mitreißender. Mein absolutes Highlight während des 40-minütigen Sets ist mit Abstand <em>&#8222;Antivists&#8220; </em>vom aktuellen Longplayer &#8222;Urere&#8220;, das wie ein <strong>Flammenwerfer</strong> über die Fans vor der Bühne hinwegrauscht.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-27469  alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/33199074_1774496919296042_6568533870797389824_n.jpg" alt="" width="498" height="747" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/33199074_1774496919296042_6568533870797389824_n.jpg 640w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/33199074_1774496919296042_6568533870797389824_n-200x300.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 498px) 100vw, 498px" />
<h3>Zwischen Bier und Bühne</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Alex übernimmt wieder. Auf dem Dark Troll Festival erlebe ich jedes Jahr aufs Neue, dass die wahre Schwierigkeit ist, neben den ganzen Gesprächen mit Freunden und Bekannten &#8211; im Endeffekt kennt man ja das halbe Festival bereits seit Jahren &#8211; überhaupt dazu zu kommen, Musik zu hören. Erst das <strong>verzweifelte Schreien</strong> eines von<strong> inneren Dämonen</strong> geplagten Mannes ruft mich wieder zu den Konzerten zurück. Der hastige Blick auf die Running Order lässt mich nichts gutes erahnen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Mein persönliches <strong>Festivalhighlight</strong> <strong>Dynfari</strong> stehen da gerade auf der Bühne, aber es klingt eher so, als wäre ein <strong>Passant</strong> zufällig vorbeigekommen, der auch mal ein bisschen schreien wollte. Im Publikum gibt es stellenweise <strong>Gelächter</strong> &#8211; und dabei ist jenes extremem Gesang nun nicht wirklich abgeneigt. Aber dieser Gesang hier ist vor allem eins: Extrem schlecht. Völlig <strong>unhörbar</strong>. Und vor allem viel zu laut abgemischt. Vielleicht würde das ganze Set nicht so verhagelt, wäre der Gesang im Hintergrund geblieben, wie das eigentlich auch auf den Alben der Fall ist. Ich drehe mich um und verlasse die Burg, um mich wieder Gesprächen zu widmen.&nbsp;</span>Und da ich nun meinen Frust in Troll-Met ertränken muss, übergebe ich die Wahrnehmung musikalischen Pflichtbewusstseins an <strong>Don Promillo</strong>.</p>
<h3>Schwarz wie die Nacht</h3>
<p>Als nächstes steht eine wahre<strong> Legende</strong> des Black Metals auf der Bühne. Es gab schon einige Kontroversen um <strong>HORNA</strong>, doch eines ist sicher: Die Finnen wissen, wie man Live abzuliefern hat! Gerüchten zufolge sollen die Jungs schon bei der Anreise bestens gelaunt gewesen sein und auf der Fahrt vom Flughafen zur Burg <strong>finnische Volkslieder</strong> zum Besten gegeben haben. Davon ist auf der Bühne nichts mehr zu sehen. Das ist purer Hass und Aggression, was hier dargeboten wird. Besonders erfreulich ist, dass <em>&#8222;Kuoleva Lupaus&#8220; </em>gespielt wird, welches <strong>Dennis</strong> und ich seit mittlerweile 10 Jahren feiern. Wie kann man bitte so einen geilen Song schreiben? Abgeschlossen wird ihr starkes Set von <em>&#8222;Örkkivuorilta&#8220;</em> (da tun die Finger weh).</p>
<p>Tja, was soll ich zu <strong>EREB ALTOR</strong> sagen? Ich bin hin- und hergerissen, was ich von dieser Show halten soll. Einerseits mag ich ihre eigenen Songs, doch heute soll es eine &#8222;<strong>BATHORY</strong>-Tribute-Show&#8220; geben. Ich war nie der riesengroße <strong>BATHORY</strong>-Fan und werde es vermutlich auch nicht werden. <strong>EREB ALTOR</strong> zeigen eine couragierte Show, die die Fans auch zum abgehen animiert, doch mich lässt sie relativ kalt. Das Dargebotene ist ohne Frage technisch einwandfrei und kommt dem Original tatsächlich ziemlich nahe, aber ich bin etwas enttäuscht, dass keine eigenen Songs gespielt werden. Ich lege mich fest und sage: <em>&#8222;Midsommarblot&#8220;</em> statt <em>&#8222;Blood Fire Death&#8220;</em>!</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-27472  alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/33116216_1773502536062147_4115384104785018880_n.jpg" alt="" width="695" height="463" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/33116216_1773502536062147_4115384104785018880_n.jpg 960w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/33116216_1773502536062147_4115384104785018880_n-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/33116216_1773502536062147_4115384104785018880_n-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/33116216_1773502536062147_4115384104785018880_n-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 695px) 100vw, 695px" />
<h2>Samstag: Das Ende ist nah</h2>
<p>Nach einer wie auf jedem Festival viel zu kurzen, wenn auch nicht unkomfortablen Nacht, startet der Samstag mit den <strong>Schweizern SOULLINE</strong>. Die Truppe aus <strong>Gentilino</strong> spielt ziemlich <strong>technischen Melodeath</strong> und sorgt damit für eine willkommene Abwechslung. Auch wenn das eigentlich gar nichts für mich ist, bin ich positiv überrascht, denn es ist einfach mal etwas völlig anderes hier auf dem Festival. Ich lasse mich also nicht lumpen und schaue mir die Show vor der Bühne an und bin in Sekundenbruchteilen wieder auf Betriebstemperatur.&nbsp;Und weil es so schön ist, gibt auch <strong>Alex</strong> wieder etwas zum Besten.</p>
<p>Auch ich bin positiv überrascht, etwas derart <strong>&#8222;Modernes&#8220;</strong> auf dem <strong>Dark Troll</strong> zu erleben. Schließlich ist<strong> &#8222;technischer Melodeath&#8220;</strong> rein akustisch nicht weit von<strong> Metalcore</strong> entfernt und einige bockige Kommentare diesbezüglich höre ich dann tatsächlich im Vorbeigehen. Das ist sehr schade, denn was<strong> SOULLINE</strong> auf der Bühne zelebrieren hat wirklich Hand und Fuß.</p>
<h3>Party und Perfektion</h3>
<p>Was dann aber die Mission der Schweizer&nbsp;<strong>TROLLORT</strong> sein soll, verstehe ich nicht ganz. Im Grunde klingt das, was mir von der Bühne entgegenschallt, wie&nbsp;<strong>FINTROLL </strong>&#8211; wie eine <strong>Persiflage der Persiflage</strong>. An sich ganz lustig und rumpelig, aber irgendwie 10 Jahre zu spät, um wirklich noch an der <strong>Troll-Folk-Party</strong> teilnehmen zu können. Der Drops ist schon gelutscht.&nbsp;</p>
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<p>Anders als <strong>TROLLORT</strong>, die gerne so klingen würden, als kämen sie aus Finnland,&nbsp;kommen <strong>SHADE EMPIRE</strong> tatsächlich da her. Sie bringen ähnlich wie <strong>SOULLINE</strong> auch<strong> technischen Melodic-Death</strong> mit. Nur haben sie sich weniger für schnelle Bewegung als auf sich langsam entfaltende <strong>Soundteppiche</strong> spezialisiert. Es scheint mittlerweile zum guten Ton zu gehören, die eigene Musik mit<strong> Bombast</strong> aufzublasen &#8211; streng nach dem Motto: Mehr Bombast ist immer besser als weniger Bombast!</p>
<p>Bei den <strong>Kritikern</strong> sind sie dafür mit ihrem letzten Album <em>&#8218;Poetry of the Ill-Minded&#8216;</em> etwas auf die Nase gefallen &#8211; doch wie soll man das monumentale &#8218;Omega Arcane&#8216; auch vernünftig überbieten? Ganz zu meiner Überraschung funktionieren auch die neuen Songs auf der <strong>Dark Troll-</strong>Bühne ganz hervorragend. Vor allem tun sie das in einer direkteren, natürlicheren Version, als man sie von <strong>SHADE EMPIRE</strong> aus dem Studio kennt. Für mich war es ein großartiges Erlebnis, diese Formation live erleben zu können.</p>
<h3>Alle Mann an Bord der Naglfar!</h3>
<p>Wer aber denkt, dass man jetzt eine Verschnaufpause einlegen kann, der irrt. Denn <strong>OBSCURITY</strong> marschieren ein. Die <strong>bergischen Löwen</strong> sind auf dem <strong>Dark Troll</strong> natürlich immer ein Highlight. Die Burg ist so voller Menschen, dass man glauben könnte, bereits jetzt sei jeder Besucher aus dem sonst so verlockenden Campingstuhl aufgeschreckt, obwohl die Headliner noch ausstehen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-27470 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/Sequenz-01.00_32_53_00.Standbild007.png" alt="" width="1450" height="816" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/Sequenz-01.00_32_53_00.Standbild007.png 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/Sequenz-01.00_32_53_00.Standbild007-300x169.png 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/Sequenz-01.00_32_53_00.Standbild007-1024x576.png 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/05/Sequenz-01.00_32_53_00.Standbild007-750x422.png 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /></p>
<p>Aber wie soll man sich denn dem mächtigen Sog dieser <strong>Schlachtengesänge</strong> auch erwehren? Mehr Energie als <strong>OBSCURITY</strong> kann man über Lautsprecher überhaupt nicht verbreiten. Zu <em>&#8222;Naglfar&#8220;</em> lässt sich das Publikum nieder, um kräftig mitzurudern. Und dann marschieren auch noch sprichwörtlich die <strong>Nordmänner</strong> ein, um die <strong>Streitmacht Bergisch Land</strong> auch noch auf der Bühne zu unterstützen. Diese geballte Manneskraft wird auch im bald erscheinenden <strong>Video</strong> zu <em>&#8222;793&#8220;</em> in Aktion zu bewundern sein. Ich übergebe wieder an <strong>Don Promillo</strong>.</p>
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<p>Mit <strong>ILLDISPOSED</strong> haben Maik und Kelly eine wahre <strong>Death-Metal-Granate</strong> buchen können. Dass die Musik der <strong>&#8222;schwulen Dänen&#8220;</strong> (eigene Aussage) hier eigentlich nicht so recht hinpasst, interessiert vor der Bühne niemanden, denn es ist brechend voll. Was mir sofort auffällt, ist, dass Sänger <strong>Bo Summer</strong> heute etwas ruhiger ist als gewohnt. Von anderen Shows hatte ich ihn eher als <strong>Partykanone</strong> im Gedächtnis, doch heute will er nicht so richtig aus sich herauskommen. Trotzdem grenzt das Gespielte schon nah an Perfektion. Denn was Timing, Zusammenspiel der Gitarristen und Songauswahl angeht, macht den Jungs niemand was vor!</p>
<h3>ENDSPURT!</h3>
<p>Alex übernimmt wieder, als <strong>ARKONA</strong> die Bühne betreten.</p>
<p>Im Gegensatz zu <strong>OBSCURITY</strong> wirken <strong>ARKONA</strong> etwas <strong>lustlos</strong> auf der Bühne. Vielleicht sollte man auch besser &#8222;routiniert&#8220; sagen. Schließlich tun sie Woche um Woche dasselbe. Trotzdem bin ich, wie auf den <strong>WINTERDAYS OF</strong> METAL, die ich dieses Jahr besucht habe, völlig eingefangen von der zeitfernen, magischen Wirkung, die die Musik der Russen auf ihr Publikum haben kann. Wo könnten <strong>ARKONA</strong> besser ihr ganzes <strong>Charisma</strong> entfalten als auf einer Burg in der Nacht? Noch einmal von einem erhaben Gefühl längst vergangener Zeiten beseelt, verabschieden sich nun viele vom diesjährigen <strong>Dark Troll</strong>,&nbsp;um die Nacht im Kreise alter und neuer Freunde feuchtfröhlich zu begießen.</p>
<p><strong>Don Promillo</strong> verbleibt bis zum letzten Act und weiß Folgendes zu berichten:</p>
<p>Krönender Abschluss des diesjährigen <strong>Darktrolls</strong> sind <strong>WEDERGANGER</strong>. Die Band um den Ex-<strong>HEIDEVOLK</strong>-Sänger <strong>Joris van Gelre</strong> spielt heute ihr finales Konzert und löst sich danach auf. Scheinbar Grund genug für die Truppe, auf der Bühne noch einmal alles zu geben. Die Performance lässt sich mit 2 Worten am besten beschreiben: <strong>mystisch </strong>und <strong>räudig</strong>. Es kommt hier nicht auf die perfekt gespielten Riffs an, sondern auf die übertragene Energie. Und die kommt bei mir definitiv an! Einziger <strong>Wermutstropfen</strong> (neben der Auflösung der Band natürlich) ist, dass das vorher bei der Autogrammstunde angekündigte Outro nicht läuft. Ich denke, jeder hätte sich über <strong>TOTO</strong>s <em>&#8222;Africa&#8220;</em> zum Abschluss gefreut. Nichtsdestotrotz ein würdiger Festivalabschluss!</p>
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<h2>AUF DEM HEIMWEG&#8230;?</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Alex: Wenn ich mich an das <strong>Dark Troll</strong> zurückbesinne, als es damals noch <strong>Black Troll</strong> hieß, dann kann ich nicht umhin, wirklich stolz zu sein, was sich in den letzten Jahren so alles getan hat. Von einer <strong>Anlage</strong>, die in den Ohren schmerzt und während der Auftritte immer wieder ausfiel und etwas verloren dreinblickende Bands auf einer <strong>blumenkübelbewehrten</strong> Bühne vor spärlichem Publikum &#8211; bis zu dem diesjährigen <strong>Sound</strong>, der bei Bands wie <strong>MARTYRIUM</strong> oder <strong>EREB ALTOR</strong>&nbsp;als nichts anderes als <strong>perfekt</strong> zu bezeichnen ist und einer dicht gefüllten Burg.</span><span style="font-weight: 400;"><br />
</span><span style="font-weight: 400;">Man könnte schon fast sagen: Zu dicht.</span><span style="font-weight: 400;"><br />
</span><span style="font-weight: 400;"><br />
</span><span style="font-weight: 400;">Das <strong>Dark Troll</strong> hat sich in den letzten Jahren prächtig entwickelt. Das liegt unter Anderem an der Art und Weise, wie es geführt wird. Mit kleinen Schritten voran und mit <strong>Liebe zum Detail</strong>. Das beginnt mit der sorgsamen <strong>Bandauswahl</strong>. Bekannte und langjährige <strong>Szenegrößen</strong> ziehen die Leute an, denen dann unbekannte und/oder faszinierende Acts präsentiert werden &#8211; viele davon zum ersten Mal in Deutschland oder Europa. So entdeckt man jedes Mal neue<strong> faszinierende Künstler</strong>, die im Grunde eigentlich auch immer zu überzeugen wissen. </span></p>
<p>Und nachdem <strong>Bornstedts Bürgermeister</strong> am letzten Tag seelig auf der Bierbank neben mir einschlief wusste ich: Alle sind sehr glücklich darüber, dass es das <strong>Dark Troll</strong> gibt.</p>
<h2 style="text-align: center;">Bis nächstes Jahr!</h2>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/dark-troll-2018/">Dark Troll 2018 &#8211; Familientreffen auf der Burg</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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