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	<title>Massacre Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
	<lastBuildDate>Thu, 10 Aug 2017 21:17:17 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Massacre Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Scream Bloody Master! &#8211; Death Metal (US)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[XXX]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Aug 2017 07:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Cannibal Corpse]]></category>
		<category><![CDATA[Chuck Schuldiner]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie auch bei den vorherigen Beiträgen von Sarah und Hannes, lege ich hier keinen Wert auf Vollständigkeit, da dies fast unmöglich ist. Death Metal ist so bissl meins, von daher gibts hier die Favs zum Thema &#8222;Ursprünge des US-Death Metal&#8220;, und zwar ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/scream-bloody-master-death-metal-die-anfaenge/">Scream Bloody Master! &#8211; Death Metal (US)</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie auch bei den vorherigen Beiträgen von <a href="https://silence-magazin.de/folk-metal-in-allen-facetten/"><strong>Sarah</strong></a> und <a href="https://silence-magazin.de/urkaos-die-geburt-des-black-metal/"><strong>Hannes</strong></a>, lege ich hier <strong>keinen Wert auf Vollständigkeit</strong>, da dies fast unmöglich ist. Death Metal ist so bissl meins, von daher gibts hier die Favs zum Thema &#8222;Ursprünge des US-Death Metal&#8220;, und zwar aus<strong> <em>meiner ganz persönlichen</em> <em>Sicht</em></strong>.</p>
<h3 style="text-align: center;">Die Anfänge (1983-1990)</h3>
<p>Nun, da streiten sich die bösen Geister tatsächlich. Kontinentübergreifend, aber voneinander absolut unabhängig, entwickelte sich in den 80ern der Trend zu immer extremerer und schwerer nachvollziehbarer Musik. In den USA setzten sich 2 grundverschiedene Menschen in ebenso verschiedenen Zeitzonen an ein und denselben Master-(Death)-plan. Zum einen ein gewisser <strong>Paul Speckmann</strong> aus Chicago, und zum anderen ein Herr namens <strong>Charles Michael Schuldiner</strong> aus Tampa, Florida. Über viele Jahre gab es tatsächlich Mißgunst, Hass und viele böse Worte zwischen den beiden, da jeder für sich das Prädikat &#8222;Erfinder des Death Metal&#8220; beanspruchte. Dabei waren die Herangehensweisen der beiden grundverschieden, und die Musik sowieso.</p>
<h3 style="text-align: center;">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Alben</h3>
<p>Während <strong>Speckmann</strong> mit <strong>MASTER</strong> und der Split &#8222;Master/Abomination&#8220; tatsächlich erst 1990 aus der Versenkung auftauchte, konnte <strong>Chuck</strong> mit &#8222;Scream Bloody Gore&#8220; schon 1987 punkten und entfesselte damit einen Tsunami, der bis heute seine Wellen schlägt. Von da an ging es Schlag auf Schlag. &#8222;Leprosy&#8220; von 1988 und &#8222;Spiritual Healing&#8220; von 1990 sind nicht nur wegweisende, sondern schon legendäre <strong>DEATH</strong>-Alben. Mit &#8222;On the Seventh Day God Created &#8211; Master&#8220; legte <strong>Speckmann</strong> 1991 nochmal nach. Aber da wars schon zu spät. <strong>Chuck</strong>s Alben sind durchdachter und vor allem virtuoser, als die des eher grobschlächtig agierenden<strong> Speckmann</strong>. Und es kommt noch viel schlimmer: ganz andere Unholde wittern mittlerweile Morgenluft!</p>
<h3 style="text-align: center;">Die (<strong><em>wichtigsten</em></strong>) US-Bands</h3>
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<h4 style="text-align: left;"><strong>OBITUARY</strong></h4>
<p style="text-align: left;"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft wp-image-20692 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/ob2-300x274.jpg" height="274" width="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/ob2-300x274.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/ob2.jpg 480w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Gegründet zwar schon 1984, aber unter dem Banner <strong>OBITUARY</strong> seit 1989 unterwegs, zogen die <strong>Tardy</strong>-Brüder nochmal ganz neue Seiten auf. &#8222;Slowly We Rot&#8220; und natürlich &#8222;Cause Of Death&#8220; kann man getrost als Meilensteine des Death Metals bezeichnen. Mit <em>&#8222;Circle Of The Tyrants&#8220;</em> gibts hier nen klares Statement an ihre Vorbilder: <strong>CELTIC FROST</strong>. Zum Thema Lyrics sagte <strong>John</strong>, für mich übrigens einer der besten Death-Metal-Shouter überhaupt, einmal: &#8222;Weißte, Texte sind eigentlich nicht wichtig. Ich nutze meine Stimme als Instrument, mehr nicht.&#8220; Gelingt ihm, so leidlich. *hust*</p>
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<h4 style="text-align: left;"><strong>MORBID ANGEL</strong></h4>
<p><img decoding="async" class="alignright wp-image-20691 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/morb2-300x293.jpg" height="293" width="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/morb2-300x293.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/morb2.jpg 385w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p style="text-align: left;"><strong>George Emanuel III.</strong>, hä? Besser bekannt als <strong>Trey Azagthoth</strong> und Mastermind von <strong>MORBID ANGEL</strong>, war (ist) er nicht nur einer der begnadetsten Gitarristen im Metal, sondern auch ziemlich gestraft mit seinen Mitstreitern. Seine bekannteste Hass-Figur ist wohl <strong>Dave Vincent</strong>, ehemals Bassist und Sänger der Tampa-Bay-Deather, welcher kein Fettnäpfchen ausließ. Trotzdem sind Alben wie &#8222;Altars Of Madness&#8220; (1989) und &#8222;Blessed Are The Sick&#8220; (1991) wegweisend und absolute Bestseller. Zitat meines Kollegen <strong>Frank Albrecht</strong> vom Rock Hard damals: &#8222;&#8230;die verkaufen sich wie geschnitten Brot!&#8220;. Insgesamt gingen wohl bisher über 300.000 (!) Einheiten über den Ladentisch von Earache Records. <strong>Dave Vincent</strong> macht derweil in Country-Rock irgendwo im Süden. Da kann man gut Neger hassen, ne Knarre &#8211; ähm, ich meine nen Stetson &#8211; tragen und auch sonst recht frei von der beanspruchten Leber weg singen.</p>
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<h4 style="text-align: left;"><strong>INCUBUS</strong></h4>
<p><img decoding="async" class="alignleft wp-image-20163 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/inc1-300x225.jpg" height="225" width="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/inc1-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/inc1.jpg 480w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p style="text-align: left;">Brachten für mich 1990 eines der unterschätztesten Death-Metal-Alben überhaupt raus. &#8222;Beyond The Unknown&#8220; besticht durch simples, aber dennoch effektives Riffing und einem herrlich unterschwelligen Groove.</p>
<p style="text-align: left;">Weil sich irgendne Weichspül-Combo aber auch unbedingt<strong> INCUBUS</strong> nennen musste, räumten die <strong>Howard</strong>-Brüder, im wahrsten Sinne des Wortes, klaglos das Feld und wollten fortan<b>&nbsp;</b>nur noch <strong>OPPROBRIUM</strong> genannt werden. War für mich dann auch musikalisch uninteressant. Echt schade drum!</p>
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<h4 style="text-align: left;"><strong>CANNIBAL CORPSE</strong></h4>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-20160 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/CannibalCorpse-Kill-300x300.jpg" height="300" width="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/CannibalCorpse-Kill-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/CannibalCorpse-Kill-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/CannibalCorpse-Kill.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p style="text-align: left;">Die etwas älteren Kollegen/-innen unter euch kennen sicher noch die Story um die deutsche Lehrerin <strong>Christa Jenal</strong>, die mit ihrem Feldzug gegen die Buffalo-Schlachter (und einige andere mehr) eher traurige Berühmtheit erlangte.</p>
<p style="text-align: left;">Frau <strong>Jenal&nbsp;</strong>(Die Grünen) war damals der Meinung, dass diese &#8222;Kunst&#8220; unbedingt verboten gehöre und setzte eine massive Klage- und Indizierungswelle in Gang, die (wat ne Überraschung) die Plattenverkäufe nur noch mehr ankurbelte. Albumtitel wie &#8222;Eaten Back To Life&#8220;, &#8222;Butchered At Birth&#8220;, &#8222;Tomb Of The Mutilated&#8220; oder &#8222;Hammer Smashed Face&#8220; plus der dazugehörigen Album-Cover waren ein, ähäm, gefundenes Fressen für die selbsternannte Moralapostelin, die den <strong>FANTASTISCHEN VIER</strong> u.a. Gewaltverherrlichung gegenüber Frauen und <strong>NAPALM DEATH</strong>&nbsp; faschistoide Tendenzen nachsagte. Für Groove-Monster, Bassist und Gründungsmitglied <strong>Alex Webster</strong> und seine Kannibalen um <strong>Paul Mazurkiewicz</strong> (dr) und <strong>Chris Barnes</strong> (jetzt <strong>SIX FEET UNDER</strong>) keine einfache Zeit, da auch in ihrer Heimat der Index-Hammer über ihnen kreiste. Da allerdings von Seiten der konservativen Front. &#8222;Hammer Smashed Face&#8220; ist für mich jedenfalls eine der geilsten&nbsp;<strong>CANNIBAL CORPSE</strong>-Veröffentlichungen ever! Schönen Tach noch, Frau <strong>Jenal</strong>.</p>
<hr>
<h4 style="text-align: left;"><strong>DEICIDE</strong></h4>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-20690 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/deic2-300x254.jpg" height="254" width="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/deic2-300x254.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/deic2-1024x868.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/deic2-750x636.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/deic2.jpg 1626w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Glen Benton</strong> und der <strong>Hoffmann</strong>-Fluch. Ja, ich mag den gestörten Ami! &#8222;Deicide&#8220; (1990) hat einen dermaßen brutalen und hasserfüllten Drive, dass mir bei Songs wie <em>&#8222;Carnage In The Temple Of The Damned&#8220;</em>, <em>&#8222;Suicide Sacrifice&#8220;</em> oder <em>&#8222;Deicide&#8220;</em> die Hörnchen nach außen klappen. Die Nachfolger &#8222;Legion&#8220; und &#8222;Once Upon The Cross&#8220; waren dann schon nicht mehr so meins, weil <strong>Benton</strong> seinen eh schon gedoppelten und gepitchten Gesang dermaßen nach unten regulieren lässt, dass er von jeder beliebigen DM-Combo hätte sein können. War von da an für mich Geschichte. Seine Hass-Liebe zu den <strong>Hoffmann</strong>-Brüdern wärte noch bis 2004, obwohl die Chemie schon länger nicht mehr stimmte. Während <strong>Benton</strong> sich sein Stirn-Branding setzen ließ, müssen die beiden wohl, zugekifft bis zum Anschlag, ihn kichenderweise als Idiot und Pussy bezeichnet haben.</p>
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<h1 style="text-align: center;"><strong>DEATH</strong></h1>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-20689 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Chuck_Schuldiner-300x225.jpg" height="225" width="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Chuck_Schuldiner-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Chuck_Schuldiner-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Chuck_Schuldiner-750x563.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Chuck_Schuldiner.jpg 1650w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p style="text-align: left;">Ganz klar, <em><strong>DIE</strong></em> genreprägendste Band!</p>
<p style="text-align: left;">Ja, <strong>Chuck</strong> galt als schwierig, was auch immer das heißen mag. Du hast eine Vision, du hast die Ideen, du hast das Talent, dir fehlts nur an Menschen, die deinen Plan verstehen und mit dir umsetzen können? Kenne ich! <strong>Chuck</strong> zog sein Ding durch und schuf Alben mit einer Nachhaltigkeit, die bis heute zwar oft kopiert, aber definitiv unerreicht sind. Gesanglich ist bei mir zwar ab der &#8222;Individual Thought Patterns&#8220; (1993) das Ende der Sympathie erreicht, aber musikalisch hält <strong>Charles Michael Schuldiner</strong> noch immer die Flagge des <strong>Death Metal</strong> höher als alle anderen!</p>
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<h1 style="text-align: center;"><strong>MASTER</strong></h1>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-20695 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Master_3_2010-200x300.jpg" height="300" width="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Master_3_2010-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/Master_3_2010.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Paul Speckmann</strong> siedelte irgendwann unbemerkt nach Tschechien über, um aufgrund der moderateren Lebenskosten sich dort der Musik und anderen Dingen zu widmen. Eigentlich könnte hier Schluss sein, isses aber nicht! Ich sah<strong> Speckmann</strong> und seine neuen <strong>MASTER</strong> vor ein paar Jahren auf der <strong>Summer</strong> <strong>Breeze</strong>-Camel Stage; und war begeistert! <strong>Speckmann</strong> ist nicht nur ein <strong>begnadeter Bassist</strong>, sondern auch ein Entertainer vor dem Herren. Und er hat Eier! Anlässlich zu <strong>Chuck Schuldiner</strong>s Tod 2001 meinte <strong>Paul</strong> damals in einem Interview: &#8222;Es ging ein großartiger Künstler von uns. Und ich meine das so. Ich bin <strong>Musiker</strong>, er war ein <strong>Künstler</strong>!&#8220;</p>
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<h3>Und wer produziert sone Scheiße?</h3>
<p>Damals gab es nur einen Namen dafür: <strong>Scott Burns</strong> und die Morrisound Studios in Tampa, Florida. Jede Band, die damals was auf sich hielt, buchte <strong>Scott</strong>. In Stoßzeiten lümmelten bis zu 6 Bands <strong>gleichzeitig</strong> dort rum. Und was macht man da aus Langeweile, außer saufen, kiffen und die Alte vom Drummer knallen? Jawoll, jammen! Offiziell mochte man sich nicht, klar, aber so entstanden auch recht konstruktive musikalische Allianzen; und ein recht derbes Musiker-Hopping war die Folge. Die wohl zu Recht gefragteste Gitarren-Hure zu der Zeit war zweifelsohne <strong>James Murphy</strong>, der sich mit seinen Soli auf unzähligen Alben verewigte. Aber auch<strong> Scott</strong>s Sound hatte sein Burn(s)-Out, was nicht zuletzt daran lag, dass alles irgendwie und irgendwann gleich klang. Das nahmen auch <strong>MAYHEM</strong> und <strong>Euronymous</strong> zum Anlass, den Slogan <strong>“no fun, no core, no mosh, no trends”</strong> zu kreieren und mit einem durchgestrichenem <strong>Burns</strong>-Foto ihre DSP-Veröffentlichungen zu &#8222;schmücken&#8220;. <strong>Scott Burns</strong> hat sich seit vielen Jahren aus der Szene verabschiedet und arbeitet seitdem als Programmierer. Und: er sieht bissl aus wie <strong>Stephen King</strong>!</p>
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<p><em><strong>Anm</strong></em>.: Es gibt mindestens X-Millionen Menschen da draußen, die garantiert anderer Meinung sind, was den Einfluß und die Bedeutung oben beschriebener Bands betrifft. Und natürlich gibt es nochmal genau so viele Bands, die ich hätte nennen können. Aber hey, dann hättet ihr ja nix mehr zu tun! Es wird natürlich auch eine Betrachtung der internationalen, ganz besonders der europäischen, Szene geben. Und zwar mit euch zusammen! Wie funktioniert das? Du schickst uns <strong>deinen</strong> Text (nicht mehr als 200 Wörter) zu <strong>EINER</strong> europäischen Band aus den Gründungsjahren via <a href="https://silence-magazin.de/mitmachen/">Gastautoren-Bewerbung</a> bis zum 01.09.2017 und wir veröffentlichen die 5 besten Beiträge hier in einer weiteren Kolumne. Viel Spaß!</p>
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<p>All pics are property of the bands and artists! All rights reserved! The Coverpic was made exclusively by the one and only <strong>Yeti</strong> for <em><strong>SILENCE</strong></em>-Magazin</p>
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		<title>Das Überleben ist gesichert &#8211; ANASARCA</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Jul 2017 06:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
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		<category><![CDATA[Survival Mode]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ANASARCA – Survival Mode Veröffentlichungsdatum: 25.05.2017 Label: Sevared Records Dauer: 51:19 Min. Immer wieder passiert es, dass man im Untergrund auf Bands stößt, die man dort gar nicht verortet hätte. So kam neulich das neue Album von ANASARCA umme Ecke, die mir ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>ANASARCA</strong> – Survival Mode<br />
Veröffentlichungsdatum: 25.05.2017<br />
Label: Sevared Records<br />
Dauer: 51:19 Min.<span id="more-20266"></span></p>
<p>Immer wieder passiert es, dass man im Untergrund auf Bands stößt, die man dort gar nicht verortet hätte. So kam neulich das neue Album von <strong>ANASARCA</strong> umme Ecke, die mir vorher gar kein Begriff waren.<br />
Kann an meinem Alter liegen: denn die Band gibt es schon seit 1995, wobei man jedoch seit 2004 nichts mehr von den vier Jungs gehört hat, zumindest bis jetzt!<br />
Denn 20 Jahre nach der Gründung meldeten sich <strong>ANASARCA</strong> 2015 mit dem Demo &#8222;Survival Mode&#8220; zurück. Nun wurde das gleichnamige Album veröffentlicht.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-20285" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/2850_photo.jpg" alt="ANASARCA" width="800" height="390" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/2850_photo.jpg 800w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/2850_photo-300x146.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/2850_photo-750x366.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" />
<p>Für die Rückmeldung nach über 10 Jahren der Stille haben die Niedersachsen 9 Songs zusammengepackt, die außerdem mit 5 Bonustracks garniert wurden, unter denen sich auch Cover von <strong>VOMITING CORPSES</strong> und dem <strong>OBITUARY</strong>-Song <em>&#8222;Godly Beings&#8220;</em> befinden.<br />
Und wenn man an <strong>OBI</strong> denkt, dann ist man schon mal auf der richtigen Spur, denn auf &#8222;Survival Mode&#8220; hört man <strong>ANASARCA</strong> ihr Alter deutlich an. Das soll jedoch nicht heißen, dass die Songs altbacken oder eingestaubt wirken, im Gegenteil! Aber dass die 90er-Jahre bei den Jungs ihre Spuren hinterlassen haben, kann man absolut nicht leugnen.</p>
<p>So schwanken die 9 Stücke zwischen skandinavischen Einflüssen à la <strong>BLOODBATH</strong> und Ostküstenflair im Stil von <strong>CANNIBAL CORPSE</strong> und Konsorten.<br />
Dabei wirkt das Album, das ohne Bonustracks eine Spielzeit von 35 Minuten auffährt, äußerst kurzweilig. Hier wird nicht künstlich versucht, ein Opus zu schaffen, sondern es wird von der ersten Sekunde an geballert!</p>
<h4>Altherrenmetal?! Von wegen!</h4>
<p>Schon der Opener <em>&#8222;Drinking Blood&#8220;</em> gibt die Marschrichtung vor und überrascht mich sowohl in puncto Brutalität, Geschwindigkeit und Produktion. Denn vieles von dem, was im Untergrund so rumkeucht, bekleckert sich in der Hinsicht vermutlich öfter mit Rum, als Ruhm. Doch vor allem die Schlagzeugarbeit hinterlässt bei mir nachhaltig Eindruck und soll auch über Albumlänge nicht schwächer werden.<br />
Der zweite Song und Titeltrack <em>&#8222;Survival Mode&#8220;</em> ballert nicht weniger hemmungslos nach vorne, wobei die Band hier gesanglich von <strong>MASSACRE</strong>-Frontschwein <strong>Kam Lee</strong> unterstützt wird! Schon hier fällt mir auf, dass <strong>ANASARCA</strong> eine merkwürdige Form von Eingängigkeit aufweisen: die Songs sind alles andere als poppig, gehen aber unfassbar schnell ins Ohr, wofür meiner Meinung nach besonders die Riffs und Gitarrenlinien verantwortlich sind. Das hier ist nicht Tech, aber handwerklich ordentlich gemacht, nicht verzweifelt Old School, aber der Einflüsse bewusst, nicht stumpf, aber angenehm geradlinig!</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/jzK4iTf6QvA?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Song <em>&#8222;Blue John&#8220;</em> besticht dann dank D-Beat mit räudigem Charme irgendwo zwischen <strong>OBI</strong> und <strong>ENTOMBED</strong>, wird dabei aber keineswegs zu stumpf oder abkupfernd. Und auch Einflüsse melodischen Death Metals der alten Schule blitzen hier und da durch, wie zum Beispiel in dem starken <em>&#8222;The Donner Party&#8220;</em>, <em>&#8222;Touching The Void&#8220;</em>, dass mich abwechselnd an <strong>CORPSE</strong> und <strong>AT THE GATES</strong> erinnert, oder dem neu aufgenommenen Stück <em>&#8222;The Weird Ways&#8220;</em> vom Debüt , bei dem ich an <strong>DARK TRANQUILLITY</strong> zu &#8222;Gallery&#8220;-Zeiten denken muss.</p>
<p>Wie schon eingangs erwähnt: <strong>ANASARCA</strong> machen keinen Hehl um ihre Einflüsse, erfinden das Rad nicht neu und werden den Death Metal nicht für alle Zeiten revolutionieren. Dennoch liefern sie mit &#8222;Survival Mode&#8220; ein kurzweiliges Death-Metal-Album, das sich vor Kapellen, die halb so alt sind, nicht verstecken muss und dabei extrem gut unterhält!</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Henkersmahlzeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Aug 2016 07:55:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Core]]></category>
		<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>TOTENMOND – Der letzte Mond vor dem Beil Veröffentlichungsdatum: 19.08.2016 Dauer: 40 Min. Label: Massacre Records &#160; &#8230;vor dem Beil 8 lange Jahre hat es gedauert, bis uns die drei Herren von TOTENMOND mit einem neuen Album wieder einmal bizarre und zugleich ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>TOTENMOND</strong> – Der letzte Mond vor dem Beil<br />
Veröffentlichungsdatum: 19.08.2016<br />
Dauer: 40 Min.<br />
Label: Massacre Records</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>&#8230;vor dem Beil</strong></h4>
<p>8 lange Jahre hat es gedauert, bis uns die drei Herren von <strong>TOTENMOND</strong> mit einem neuen Album wieder einmal bizarre und zugleich auf den Punkt gespielte Hymnen der Hässlichkeit präsentieren. Bedenkt man, dass die Jungs schon seit den 80ern (damals noch unter dem Namen <strong>WERMUT </strong>und eher im Punk unterwegs) ihr Unwesen treiben, erscheint es als vielleicht gar keine allzu lange Zeitspanne.</p>
<p>Für diejenigen, welche mit den Arbeiten der drei Baden-Würtemberger nicht vertraut sind, hier ein kurzer Abriss des<strong> TOTENMOND</strong>schen Schaffens. Die Band veröffentlicht seit Mitte der 90er konstant Alben, die mit einer, wie ich finde, einzigartigen Mischung aus Doom, Crust, Thrash, Punk und einigen experimentelleren Einflüssen aufwarten. Dazu kommen abstrakte und dennoch manchmal sehr direkte Texte, welche von Gitarrist und Sänger Pazzer in kultiger, rauer und kehlig vorgetragener Kraft ihren Weg in die Gehörgänge finden. Das Ganze ergibt einen ganz <strong>e</strong><strong>igenen</strong> Sound, der über die Jahre leicht modifiziert wurde, im Kern aber immer der Gleiche blieb. Für alle <strong>Neueinsteiger</strong> empfehle ich das Debüt &#8222;Lichtbringer&#8220;, &#8222;Reich in Rost&#8220; und das bis vor kurzem noch letzte Album &#8222;Thronräuber&#8220;, um einen guten Überblick über deren Schaffen zu bekommen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6271 size-full aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/totenmondbb400.jpg" alt="totenmondbb400" width="400" height="262" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/totenmondbb400.jpg 400w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/totenmondbb400-300x197.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<h4><strong>Abgesang?</strong></h4>
<p>Lange Rede, kurzer Sinn. 2016 hören wir &#8222;Der letzte Mond vor dem Beil&#8220; und bevor man sich versieht, ist der Silberling schon wieder vorbei. Kurz und knapp lautet die Devise und dies, obwohl sich der Opener <em>&#8222;Die Entheiligung des blasphemischen Josef und der ewige Regen&#8220; </em><strong>viel</strong> Zeit lässt. Anfangs hört man nur den (ewigen) Regen, Tropfen und Vogelgezwitscher, begleitet von einigem Bassgrummeln, in welches sich nach einigen Minuten eine Gitarrenmelodie und hintergründiges Flüstern mischt. Der Regen wird stärker und von Gewitter begleitet, welches in einem fulminanten Ausbruch am Ende des Songs gipfelt, in dem die volle Kraft der Band präsentiert wird. Doch dieser Ausbruch stellt nur den Prolog zum nun kommenden Schlachtfest dar. Ein, wie ich finde, sehr spannendes Intro, welches trotz seiner Länge nicht langweilt und einen interessanten Einstieg in das Album darstellt.</p>
<p>Auf den Fuß folgt mit <em>&#8222;Hölle mit Hof&#8220;</em> nun einer meiner persönlichen <strong>Lieblingssongs</strong> der Platte. Schnell, crustig und herrlich abgefuckt treibt der Song voran und Pazzer grummelt seine Religionskritik in herrlich direkten und dennoch mehrdeutigen Phrasen hinaus.</p>
<blockquote><p>Gott ist eine Hure die jeder ficken darf?<br />
Der Dämon Kirche faucht und prahlt<br />
Gott ist eine Hure die jeder ficken darf?<br />
Der die das tief sich duckt und zahlt</p></blockquote>
<p>Danach folgen mit <em>&#8222;Blut auf Krank&#8220;</em> und <em>&#8222;Kehrwoche&#8220;</em> ein paar amtliche Stampfer, welche mit tollem Groove zum Headbangen einladen und sofort ein anderes Gesicht dieser Ausnahmeformation aufzeigen. Sehr, sehr stark!</p>
<p>In der Mitte des Albums (ja so schnell geht das) haben sich meiner Meinung nach zwei schwächere Nummern eingeschlichen, da<em> &#8222;Tötet den König&#8220;</em> und <em>&#8222;Zu den Waffen&#8220;</em> zu unspektakulär klingen, auch wenn diese souverän gespielt sind und kurz mit einigen Samples aufhorchen lassen. Stilistisch sehr direkt, erinnern mich diese beiden Stücke sehr an das letzte Album &#8222;Thronräuber&#8220;.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6270 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/image.jpg" alt="image" width="579" height="386" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/image.jpg 579w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/image-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/image-360x240.jpg 360w" sizes="auto, (max-width: 579px) 100vw, 579px" />
<p>&nbsp;</p>
<p>Mit <em>&#8222;Fort von Gott&#8220;</em> folgt der vorab veröffentlichte Song und avanciert ebenfalls zu einem meiner Highlights. Tolle Rhythmik trifft auf bösen Groove und dieser trifft wiederum auf &#8222;Religionskritik&#8220; und dies steht der Band, meines Erachtens, ausgezeichnet. Zum Ende hin gibt es mit<em> &#8222;Giftköder&#8220;</em> noch fieses Geschleife, woraufhin mit <em>&#8222;Into the Fire&#8220;</em> der letzte Fulltrack in Form des <strong>DEEP PURPLE</strong>-Covers folgt. Eine durchaus interessante Umsetzung, die sich klangtechnisch nahtlos in das Album einfügt. Die Gesangsdarbietung empfinde ich hier als eher grenzwertig, wenn man das Cover mit dem Original vergleicht, aber diese Grenzwertigkeit zeichnet <strong>TOTENMOND</strong> auch schon immer aus. <em>&#8222;Die Salbung&#8220;</em> beschließt das Album mit Orgelklängen und rückwärts abgespieltem Gebrüll, woraufhin wieder der Regen einsetzt und sich der Kreis zum Albumbeginn schließt.</p>
<p><strong>40 Minuten</strong> können verdammt schnell vorbei sein und dies stellt für mich auch den einzigen wahren Kritikpunkt am Album dar. Etwas mehr hätte es schon sein können. In diesem Falle unterhalten diese Minuten jedoch auf äußert befriedigende Art und Weise, die mich hoffen lassen, dass die nächste Platte der Backnanger nicht so lang auf sich warten lässt. Abschließend möchte ich noch den Klang des Albums loben, der herrlich erdig und direkt tönt. Die Distortion der Gitarren wurde etwas zurückgeschraubt, was dem Bass deutlich mehr Raum gibt und ein tolles Gesamtbild ergibt. Ich bin gespannt, wie die Songs live wirken werden. Diese Musik schreit förmlich danach, live in eine Menge geprügelt zu werden!</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/_0UnkWrbjVw?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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