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	<title>Menschenmühle Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
	<lastBuildDate>Thu, 16 Apr 2026 07:42:04 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Menschenmühle Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Als die Waffen kamen&#8230;. ein Abend mit KANONENFIEBER (und PANZERFAUST) in Leipzig!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oimel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Dec 2024 19:47:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Hellraiser]]></category>
		<category><![CDATA[Kanonenfieber]]></category>
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		<category><![CDATA[Urkatastrophe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ob in der Kürze wirklich die sprichwörtliche Würze liegt? Oimel hat das in seinem Bericht zum Konzert von KANONENFIEBER in Leipzig mal zusammengefasst. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ein-abend-mit-kanonenfieber-und-panzerfaust-in-leipzig/">Als die Waffen kamen&#8230;. ein Abend mit KANONENFIEBER (und PANZERFAUST) in Leipzig!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Kennt ihr dieses Gefühl? Euer Lieblingsbier ist im Angebot und im Laden sind nur noch leere Kästen? Ihr freut euch seit Tagen auf diese eine Leckerei im Kühlschrank, die dann 5 Minuten vor euch der Mitbewohner wegfuttert? Nach Konzert und Party kommt ihr zu eurem Lieblingsspätimbiss und vor euch geht der letzte Döner über den Ladentisch? Hersteller XY setzt euren Lieblingssnack völlig grundlos ab, oder der Streamingdienst eure Serie?</p>
<p>Okay, ich denke es ist klar worauf ich hinaus wollte und jeder konnte sich eindenken – <strong>wir konservieren dieses Gefühl jetzt, ich komme später darauf zurück!</strong></p>
<h3>All die Jahre wieder…</h3>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" wp-image-46980 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Panzerfaust-1.jpg" alt="" width="532" height="399" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Panzerfaust-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Panzerfaust-1-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Panzerfaust-1-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Panzerfaust-1-750x563.jpg 750w" sizes="(max-width: 532px) 100vw, 532px" /></p>
<h4><strong><em>(achja, kleiner Spoiler – ich nehme auf Konzertgeschehen und Setlist Bezug! Wer das also nicht vor dem eigenen Konzertbesuch lesen möchte, sollte hier stoppen)</em></strong></h4>
<p>Keine Sorge, hier kommt jetzt nicht der Einstieg mit den Hinweis auf <em>&#8222;Last Christmas&#8220;</em>… oh, jetzt hab ich es gesagt, <strong>den Ohrwurm des Todes gibt es nun gratis dazu</strong>, gern geschehen! Deutlich weniger besinnlich sollte es aber für mich werden, denn ich sang nach hartem Kampf noch den Nachwuchs ins Bett, nur um 5 Minuten später ins präparierte Auto zu springen und die wenigen Kilometer ins Hellraiser auf der Autobahn abzureißen.</p>
<p>Die Vorfreude trieb mich und das Gefährt vorwärts, ich parkte ab und sprang noch währenddessen aus dem Auto, um mich in die Schlange einzureihen. Und diese hatte es in sich! Der Eingang, der mir bekannt war wurde scheinbar umgebaut und ich fand mich in einer langen Reihe stehend. Diese wand sich in einer Kurve, bevor es noch durch den Biergarten ging und dann zum ehemaligen Eingang. Schon hier war das rege Interesse an der heutigen Veranstaltung klar erkennbar. Hier standen mehr Leute in der Schlange als bei manchem Konzert vor der Bühne.</p>
<h3><img decoding="async" class="wp-image-46981 alignleft" style="font-size: 16px;" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Panzerfaust-2.jpg" alt="" width="378" height="504" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Panzerfaust-2.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Panzerfaust-2-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Panzerfaust-2-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/Panzerfaust-2-750x1000.jpg 750w" sizes="(max-width: 378px) 100vw, 378px" /></h3>
<h3>Voll bis auf den letzten Platz</h3>
<p>Irgendwann schaffte ich es dann auch in die (un)heiligen Hallen &#8211; und siehe da, ich sah nichts. <strong>Die Hütte war einfach proppenvoll!</strong>&nbsp;</p>
<p>Ich bin durchaus die ein oder andere Menschenmenge gewöhnt &#8211; von unzähligen Stadion- und Konzertbesuchen &#8211; aber das hier war einfach unangenehm voll ab dem ersten Schritt. Selbst der Weg zu den Sanitäreinrichtungen war schon teilblockiert und es gestaltete sich somit schwierig erst einmal anzukommen. Glücklicherweise erspähte mein Matschauge kurze Zeit später eine Fotografin, der ich dann direkt folgte und einen lauschigen Eck-Platz links vor der Bühne bekam. Ich wusste: <strong>hier darf ich nie wieder weg, da komme ich nie wieder hin!</strong></p>
<p>Ich lauschte also nun voller Aufmerksamkeit der Vorband. Hier hatten sich <strong>PANZERFAUST</strong> aus Kanada angekündigt. Und – Holzfällerwitz, muss ja bei Kanada sein – wo gehobelt wird, da fallen Späne! Hier blieb kein Auge trocken und kein Stein auf dem anderen. Die 4 Herren donnerten ihr Repertoire ungebremst in die Menge. <strong>Highlight für mich war die Anordnung der Bühnenpräsenz</strong>, denn das Schlagzeug stand mittig und im Zentrum, während links und rechts die Saiteninsturmente bearbeitet wurden. Der Sänger stand dann im Rückraum leicht erhöht und nur halb beleuchtet und setzte dem imposanten Getöse mit seinen durchdringenden tief-dunklen Vocals die Krone auf. Dabei sahen die Bandmitglieder aus, als hätten sie durchaus in dem ein oder anderen Horror-Streifen mitspielen können, insbesondere der Sänger mit einer gewaltigen Statur und fieser Maske.</p>
<p><strong><img decoding="async" class=" wp-image-46985 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-3.jpg" alt="" width="381" height="508" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-3.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-3-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-3-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-3-750x1000.jpg 750w" sizes="(max-width: 381px) 100vw, 381px" /></strong></p>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
<h3>Zur Vorband gabs nur zwei Meinungen &#8211; meine vs. der Rest des Publikums</h3>
<p>Musikalisch war das Ganze auf jeden Fall gut, und um mich herum gab es nur begeisterte Gespräche und Reaktionen auf die Band. <strong>Ich selbst muss zugeben, dass es&nbsp;mir selbst nicht ganz so lag.</strong> Für mich war es – insbesondere als Vorband – zu langatmig und irgendwie ein wenig zu… doomig. Keine gute Kombination um eine Masse anzuheizen &#8211; aber das war nur mein eigener Eindruck! Um mich herum waren die Meinungen sehr begeistert, und technisch gut gemacht war es allemal!</p>
<p>Die Jungs spielten 45 Minuten und gingen dann unter sehr viel Applaus und Begeisterung von der Bühne. Nun folgte die allseits beliebte Umbaupause. Die Zeit zog sich ein wenig, zumal jetzt auch wenn ich gewollt hätte, kaum eine Chance mehr Bestand den Platz zu verlassen. Fieses Gimmick zur Umbaupause: Die Pausenmusik war ähnlich wie das Intro zu <em>&#8222;Yankee Division&#8220;</em>, was für 30 Sekunden mal ganz nett ist. 30 Minuten recht nahe bei den Boxen war das schon eine harte Probe. Hier hätte es vermutlich auch die handelsübliche Metal-Dosis aus der Konserve getan, inklusive dem allseits beliebten <em>&#8222;Warriors Of The World&#8220; </em><strong>zum allgemeinen Fäuste recken von Bühne bis zum Pissoir.</strong></p>
<p>Irgendwann war die Bühne dann ausstaffiert, alle Lichter gecheckt und jedes Detail mühevoll hergerichtet, es wurde dunkel, es wurde kribbelig und dann kam mit großem Getöse <strong>KANONENFIEBER</strong> zum Zug! Und wie! Mit <em>&#8222;Großmachtfantasie&#8220;</em> und dem zugehörigen <em>&#8222;Menschenmühle&#8220;</em> ging es direkt in die Vollen! Stimmgewaltig mit einer unglaublichen Energie krachte die Musik ins aufgeheizte Publikum. Und es ging Schlag auf Schlag weiter. Die Band hat an und für sich eigentlich nur Bretter und eigentlich keine Skip-Songs, aber <em>&#8222;Sturmtrupp&#8220;</em>, <em>&#8222;Füsilier&#8220;</em> und <em>&#8222;Grabenlieder&#8220;</em> aneinandergereiht, gefolgt vom absolut für Live-Performance gemachten <em>&#8222;Maulwurf&#8220;</em> brachten die Menge zum brodeln! Und genau da kommen wir zum ersten&nbsp;</p>
<h3>Break:<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-46984 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-Partybild-e1733318068918.jpg" alt="" width="418" height="515" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-Partybild-e1733318068918.jpg 952w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-Partybild-e1733318068918-244x300.jpg 244w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-Partybild-e1733318068918-832x1024.jpg 832w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-Partybild-e1733318068918-750x923.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 418px) 100vw, 418px" /></h3>
<p>Als ich die Band zuletzt im Hellraiser zusammen mit <strong>GRIMA</strong> sah, oder dieses Jahr auf dem Ragnarök-Festival, war das Publikum zum Großteil der Black-Metal-Fanschar zuzuordnen. Düstere Mienen, finstere Blicke, nickende Köpfe. Als maximale Körperregungen gab es gereckte Pommesgabeln und anerkennendes Klatschen. Diese Atmosphäre, zusammen mit der unbändigen brachialen Energie der Musik von <strong>KANONENFIEBER</strong> und den erschreckenden Kriegsszenarien, die als Antikriegsstimmung durch die Band erzeugt wurden, <strong>das war genau DAS was mich so unglaublich in den Bann zog und faszinierte.</strong> Ich war lange nicht mehr so nahe dran ein Fanboy einer Band zu sein, wie an diesem Projekt. Und niemand hätte wahrscheinlich damit gerechnet, wie sehr es durch die Decke gehen würde. Und genau das macht sich nun bemerkbar.</p>
<p>Das Publikum ist bunt gemischt, vom Metalrentner im ausgeblichenen <strong>MOTÖRHEAD</strong>-Shirt bis zu sehr vielen eindeutig der Core-Fraktion zuzurechnenden, jüngeren Fans der Band mit Caps usw. Das ist einerseits natürlich geil und freut mich auch sehr für die Band – und auch für die Thematik – dass so eine breite Menge erreicht werden kann. Andererseits tauchen damit eben auch konzerttypische Erscheinungen auf. Crowd-surfing, Circle-Pits und Wall Of Death sind an und für sich alles geile Sachen, aber zu den Texten, und der Stimmung? <strong>Mich persönlich hat das bei aller Begeisterung leider irgendwie sehr irritiert</strong>.</p>
<p>Wenn zum <em>&#8222;Maulwurf&#8220;</em>, dessen Text von der harten Arbeit der Mineure und in diesem Fall dem verschüttet-werden unter dem Schlachtfeld handelt, dann crowdsurfendes Publikum an einem vorbeiwabert,<strong> konterkariert das für mich die Stimmung des Songes</strong>. Kurzum gesagt: Mein Gefühl war dabei kein gutes, und ich hoffe einfach, dass die Message der Band inklusive ihrer Texte nicht vergessen wird und das Ganze vom feierwütigen Publikum zu einer &#8222;Kriegs-Party&#8220; gemacht wird, denn das gibt aus meiner Sicht weder das Thema noch die heutige Zeit her!</p>
<h3>Weiter im Text:</h3>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-46983 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-4.jpg" alt="" width="452" height="603" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-4.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-4-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-4-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-4-750x1000.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 452px) 100vw, 452px" /></h3>
<p>Der <em>&#8222;Panzerhenker&#8220;</em> rundet das erste &#8222;Setting&#8220; ab, kurzer Zwischenspieler und die Jungs kommen als Matrosen wieder.&nbsp;</p>
<p><strong>Die eingeschworene Fanschar weiß natürlich was kommt,</strong> und <em>&#8222;Kampf und Sturm&#8220;</em> und <em>&#8222;Die Havarie&#8220;</em> werden lautstark durch die Menge getragen. Es ist eine unglaubliche Energie im Publikum, das wie schon erwähnt wahnsinnig dicht gedrängt ist und <strong>das Hellraiser gleicht einem Hexenkessel.</strong></p>
<p>Der nächste Kleidungswechsel folgt, und mit <em>&#8222;Die Feuertaufe&#8220;</em> knallt der Opener des ersten Albums in die begeisterte Menge. Es ist tatsächlich so, dass die Band eigentlich keine Skip-Songs hat, sondern auf den zwei Alben ein Kracher den nächsten jagt. Für mich persönlich fällt hier nur die <em>&#8222;Yankee Division&#8220;</em> raus, die ich nicht ganz so mag… die aber heute abend auch nicht auftauchte. Stattdessen wurde <em>&#8222;Lviv zu Lemberg&#8220;</em> präsentiert und danach folgte <em>&#8222;Waffenbrüder&#8220;</em>, was der einzige Song ist dem ich – auch wenn er auch ein bitteres Ende hat – ein wenig zu viel Pathos unterstellen würde. Stimmungstechnisch kann man hier den Bogen zu meinem Absatz oben schlagen, denn die feierwütige Menge liegt sich freudig-wogend in den Armen und besingt sich als Waffenbrüder. Ungeachtet der Tatsache, dass eben auch hier einer der Protagonisten des Songs in selbigem draufgeht und in fremder Erde sein Grab findet…</p>
<h3>Es wird Zeit fürs Sahnehäubchen&#8230;</h3>
<p>Nun kam der Moment, an dem mein langjähriges Gespür mir sagte, dass wir uns nun zu den letzten Songs vor der Zugabe bewegen. Ich entschied also aus taktischen Gründen, meinen Platz aufzugeben und besorgte mir ein Kaltgetränk um eine kleine Erkundungstour durch die Location zu starten. Das mache ich grundsätzlich gerne, insbesondere wenn ich darüber schreiben möchte, denn ich versuche dann zu schauen ob der Sound überall gut ist, wie die Meute insgesamt drauf ist, und vielleicht bekommt man hier und da auch noch den ein oder anderen Eindruck anderer Besucher mit.</p>
<p>Ich war also frisch versorgt, auf der Bühne startete mit fieser Maske unter der Pickelhaube das episch-düstere <em>&#8222;Ausblutungsschlacht&#8220;</em> und ich mäanderte durch die Halle. Hinten angekommen stand ich neben dem Mischpult, genoss den Anblick und die Musik und der Song endete. <strong>Ich war zufrieden mit meinem Platz für die Zugabe,</strong> der Abend war noch jung, die Meute hatte Bock. Ich nippte am Becher, schaute auf die Bühne… <strong>und das Saallicht ging an.</strong> Die Menschen um mich herum brachen zur Garderobe oder zum Außenbereich auf, nur ich stand wie vom Donner gerührt da und war mindestens vollständig perplex. Keiner brüllte nach Zugabe, keiner forderte die Band – und die kam auch nicht wieder, <strong>denn es war wirklich Schluss</strong>.</p>
<h3>So, hatten jetzt alle das Gefühl vom Beginn des Artikels konserviert?</h3>
<p>&nbsp;JETZT holen wir das wieder heraus, <strong>denn ich stand da wie ein kleines Kind, dem gerade jemand den Lolly geklaut hat</strong>. Sicherheitshalber checkte ich die Uhr und meine Notizen… Start 21:20 Uhr, und jetzt war es 22:35. Das waren also 1 Stunde 15 Min. Ich mag die Band, ich bin großer Fan, ich gehe total mit der Musik mit – aber DAS war mir zu wenig. Es war der Tourauftakt, es war eine volle Hütte, es war bombenstimmung. Das zweite Album ging förmlich durch die Decke und zwischenzeitlich auf die 1 in den Charts. Da sind mir 1 Stunde 15 Minuten zu wenig, das muss ich leider echt so sagen. Leicht konsterniert schaute ich nun dem ernüchternden Treiben der Menschen zu, und wie der Saal sich leerte, ehe ich zu meinem in Pole Position geparkten Auto und traurig-enttäuscht nach Hause startete.</p>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-46982 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-5.jpg" alt="" width="427" height="569" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-5.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-5-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-5-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2024/12/KF-5-750x1000.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 427px) 100vw, 427px" /></h3>
<h3>War das schon alles?</h3>
<p>Natürlich ist der Band überlassen, welche Lieder sie spielt und wie lange sie das tut – <strong>aber aus meiner Sicht war hier einfach noch Potential, um dem begeisterten Publikum den Abend von &#8222;cooles Konzert&#8220; zu &#8222;Oh mein Gott, das werde ich niemals vergessen&#8220; zu heben.</strong> Es ist natürlich Kritik auf einem hohen Maß, und ich weiß auch, dass die Truppe im letzten Jahr auf so ziemlich jeder Bühne gestanden hat, bis rauf zum legendären Hellfest. Aber dennoch bin ich der Meinung, dass ich bei einem Headliner einfach wenigstens 90 Minuten erwarten darf –<strong> eigentlich 90 Minuten plus Zugabe, wenn ich ehrlich bin.</strong></p>
<p>Ich kenne die Umstände nicht, aber da die Setlisten weiterer Shows nicht abgewichen sind in Länge und Liedwahl, gehe ich hier nicht von einer schlechten Verfassung oder ähnlichem aus. Mich hat es tatsächlich ein wenig mitgenommen, ich hab mich wochen- wenn nicht gar monatelang auf das Konzert gefreut. Ohne weiter auf der Länge herumhacken zu wollen, verstehe ich allerdings auch den Abschluss nicht ganz. Beide Alben enden mit einem ruhigen und sehr eindrücklichen Song, <strong>der die Stimmung der Alben absolut perfektioniert</strong>. Und zum Abschluss eines solchen Konzertes finde ich, dass entweder <em>&#8222;Verscharrt und ungerühmt&#8220;</em> oder <em>&#8222;als die Waffen kamen&#8220;</em> für eben genau diese Stimmung, die nur diese Band kann, einfach Pflicht ist. ( Davon abgesehen hätte ich wahnsinnig gerne auch <em>&#8222;Ritter der Lüfte&#8220;</em> im Programm gehabt… aber die können ja auch nicht jeden Song spielen )</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p><strong>Wer die Band noch nicht gesehen hat: GEHT HIN!</strong> Es ist ein Phänomen, es ist eine unfassbare Energie und ein richtig geiles Konzert, das steht fest! Meine Kritik bewegt sich hier auf einem hohen Level, und für meine Bedenken bezüglich der Gepflogenheiten im Publikum kann die Band natürlich nichts. Hier sind im Endeffekt alle selbst für ihr Erlebnis verantwortlich. Das ist auch kein Angriff auf die Band – denn ich kann natürlich auch verstehen, wenn die mal mit einer feierwütigen Meute durchdrehen will. Hier muss man aus meiner Sicht eben nur schauen, wie es passt und sich entwickelt. Und zur Länge der Show habe ich mich ebenfalls geäußert und würde als Fazit sagen: <strong>Grandioser Abend, nur leider zu kurz!</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ein-abend-mit-kanonenfieber-und-panzerfaust-in-leipzig/">Als die Waffen kamen&#8230;. ein Abend mit KANONENFIEBER (und PANZERFAUST) in Leipzig!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Immer vorwärts Schritt um Schritt &#8211; das zweite KANONENFIEBER Album rückt an!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oimel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Sep 2024 09:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Die Urkatastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Kanonenfieber]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenmühle]]></category>
		<category><![CDATA[Noise]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ist das neue Album von KANONENFIEBER eine wortwörtliche "Urkatastrophe", oder ein gelungener Zweitling? Oimels Gedanken findet ihr hier.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/kanonenfieber-die-urkatastrophe/">Immer vorwärts Schritt um Schritt &#8211; das zweite KANONENFIEBER Album rückt an!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2 style="text-align: center;">KANONENFIEBER – &#8222;Die Urkatastrophe&#8220;</h2>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum:&nbsp; </strong>20.09.2024<strong><br />
Länge:</strong> 50:41<strong><br />
Label: </strong><a href="https://www.centurymedia.com">Century Media Records</a><strong><br />
Genre: </strong>Black Metal</p>
<p style="text-align: center;"></div></div></div></p>
<p>Nachdem ich es bis heute bereue, dass ich über den Vorgänger &#8222;Menschenmühle&#8220; keinen Review geschrieben habe &#8211; weil ich zu dessen Erscheinen weder Band noch Album auf dem Schirm hatte &#8211; freue ich mich nun umso mehr den Nachfolger vor der Flinte zu haben. Wenn nun kurz der Mundwinkel zum Grinsen gezuckt hat, dann ist <strong>KANONENFIEBER</strong> und das bisherige Konzept zumindest bekannt. Die Band macht&#8230; ja was denn nun? Die Quellen unterscheiden sich hier von <strong>Black Metal</strong> über <strong>Melodic Black Metal</strong> bis zu <strong>Death Metal</strong>. Wenn man diese Genre-Haarspalterei weglässt, dann machen sie: richtig gute Musik!&nbsp;</p>
<h3>Direkt verKNALLt</h3>
<p>Ich habe das Vorgängeralbum erst (zu) spät kennengelernt, aber war direkt schockverliebt und dieser Eindruck konnte sich auf einigen Live-Auftritten dann zum Glück bestätigen. <strong>KANONENFIEBER</strong> sind ein Phänomen, vor allem wenn man bedenkt, dass das Ganze ein Solo-Projekt von Mastermind <strong>Noise</strong> ist. Wie eine Einzelperson so etwas entwerfen und alleine einspielen kann, wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben. Nachdem das erste Album ausgiebig betourt wurde und man auch auf den ganz großen Bühnen gestanden hat, folgt nun also &#8222;Die Urkatastrophe&#8220;. Und vorneweg kann ich schonmal feststellen: Eine Katastrophe ist es glücklicherweise nicht!</p>
<h3>Skepsis macht alles so viel leichter</h3>
<p>Zugegeben, ich war ein wenig unsicher wie das zweite Album wird. Ich war gespannt, ob hier ein komplett anderes Thema aufgegriffen wird, oder ob thematisch immer noch der <strong>erste Weltkrieg</strong> die Hauptrolle spielt. Diese Frage war mit dem Erscheinen der ersten Singles dann sehr schnell beantwortet. Und ich bin mir sicher, dass es hier noch unzählige Geschichten gibt, die noch nicht erzählt wurden. Dabei kommen wir auch gleich zu einem ersten Risikopunkt, der mich im Vorfeld unsicher in Bezug auf das Album machte: Wird es eine Kopie von &#8222;Menschenmühle&#8220;? Und wird das Konzept damit langweilig und verbraucht?</p>
<p>Nein, das wird es nicht. &#8222;Die Urkatastrophe&#8220; kommt mit 12 neuen und frischen Songs daher, die es aus meiner Sicht schaffen genau die nötige <strong>Balance</strong> zu finden. Einerseits ist deutlich hörbar: Hier spielt <strong>KANONENFIEBER</strong>! Andererseits ist genügend frischer Wind auf dem Album, um keine Verwechslung oder &#8211; noch schlimmer &#8211; Langeweile aufkommen zu lassen. Ich finde, man merkt dem Album an, dass jetzt ein <strong>größeres Label</strong> im Hintergrund steht, es ist nicht mehr ganz so fies und nicht mehr ganz so kalt und kratzig. Aber es verliert dadurch nicht an Bedeutung, ist keinesfalls zu weich und vermittelt immer noch mit voller Wucht die Schrecken der Thematik.</p>
<h3>Die Vergangenheit holt uns ein</h3>
<p>Ich werde nicht im speziellen auf Textpassagen eingehen, denn das können zum einen andere, <a href="https://silence-magazin.de/kanonenfieber-zum-panzermuseum/https://silence-magazin.de/kanonenfieber-zum-panzermuseum/https://silence-magazin.de/kanonenfieber-zum-panzermuseum/https://silence-magazin.de/kanonenfieber-zum-panzermuseum/">fachkundige Leute</a> viel besser, und zum anderen sind die Texte dieses Mal tatsächlich schon beim ersten Hören akustisch besser erfassbar. <strong>KANONENFIEBER</strong> bleiben hier dem <strong>eigenen Stil</strong> treu und vertonen verschiedene Ereignisse des ersten Weltkrieges aus Sicht der einfachen Soldaten und schaffen damit erneut eine Atmosphäre, die <strong>bedrückend und düster</strong> die Schrecken des Krieges aufzeigt.</p>
<p>Und dabei wird eben genau keine Glorifizierung vorgenommen, sondern der Wahnsinn, die Menschenverachtung und der Größenwahn dieser Zeit beleuchtet, ebenso wie die <strong>Sinnlosigkeit</strong> dieses Krieges. Ich finde genaue diese Art der Geschichtsaufarbeitung in den heutigen Zeiten traurigerweise unglaublich treffend und wichtig. Es ist meiner Meinung nach ein wichtiger Weg die Geschichten einer grausamen Vorzeit in die jetzige Zeit zu holen und nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Es wird in jedem Lied deutlich, welches Leid und Elend Krieg produziert &#8211; für den Einzelnen und für alle.</p>
<h3>Alles neu oder der selbe Song nochmal?</h3>
<p>Doch was macht das Album nun anders als den Vorgänger? Ich denke, es wurde hier einfach noch mehr <strong>experimentiert und variiert</strong>. Bei Titeln wie <em>&#8222;Der Maulwurf&#8220;</em> oder auch <em>&#8222;Ausblutungsschlacht&#8220;</em> wird mit ganz anderem stimmlichen Einsatz gearbeitet, was die Struktur des Albums zwischendurch auflockert und aufhorchen lässt. Ein sehr gelungener Move ist aus meiner Sicht auch der letzte Titel <em>&#8222;Als die Waffen kamen&#8220;</em>, der wie auf dem Vorgänger (<em>&#8222;verscharrt und ungerühmt&#8220;</em>) das Album mit einer sehr ruhigen akustischen Nummer beendet. Dadurch wird sowohl textlich, als auch von der Stimmung her ein idealer Abschluss gefunden, der richtig gut wirkt nach den mehr als <strong>45 Minuten Black Metal-Gewitter</strong> zuvor!</p>
<p><iframe loading="lazy" title="KANONENFIEBER - Der Maulwurf (OFFICIAL VIDEO)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/7f8N0UQAZF0?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Dazu kommen Titel, die Live auch einfach wieder wahnsinnig gut funktionieren dürften wie zum Beispiel<em> &#8222;Ritter der Lüfte</em>&#8222;,<em> &#8222;Gott mit der Kavallerie&#8220;</em> oder <em>&#8222;Waffenbrüder&#8220;</em>. Es fällt mir zusätzlich positiv auf, dass weniger Original-Tondokumente in den Songs verarbeitet wurden. Diese haben das Ganze zwar sehr authentisch gemacht, waren aber für mein Empfinden teilweise beim Hören doch etwas schwierig. Da finde ich es jetzt besser gelöst, diese als Einleitung (<em>&#8222;Großmachtfantasie&#8220;</em>), oder eben selbst interpretiert (<em>&#8222;Verdun&#8220;</em>) mit einfließen zu lassen.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Das Album ist für mich absolut stimmig in die sehr großen Fußstapfen seines Vorgängers getreten und <strong>KANONENFIEBER</strong> haben es geschafft ein <strong>zweites eindrucksvolles Werk</strong> zu erarbeiten. Ich war skeptisch, ob ein zweites Album zu dieser Thematik das Level halten kann und wurde positiv überrascht! Nun bin ich gespannt was die Zukunft hier bringt, und ob mit dem nächsten Album vielleicht auch der Schauplatz gewechselt wird. Hier vermute ich einfach, dass noch viele Überraschungen kommen werden und dass es auf absehbare Zeit mit dieser Band nicht langweilig werden wird &#8211; erst recht nicht live!</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/Kanonenfieber/?locale=de_DE">KANONENFIEBER FACEBOOK</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/kanonenfieber-die-urkatastrophe/">Immer vorwärts Schritt um Schritt &#8211; das zweite KANONENFIEBER Album rückt an!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Sibirischer Frost und düstere Klänge &#8211; GRIMA und KANONENFIEBER in Leipzig!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oimel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Mar 2023 15:42:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[Aether]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[frostbitten]]></category>
		<category><![CDATA[Grima]]></category>
		<category><![CDATA[Hellraiser Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[Kanonenfieber]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenmühle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>AETHER, GRIMA, KANONENFIEBER, MAERER... Was wie der Albumtitel einer Dark Metal aus den 2000ern klingt war aber in Wirklichkeit ein gelungener Abend!</p>
<p>Unser Oimel war in Leipzig zum Konzert und weiß nur gutes zu berichten aus dem Mischfeld von Melodic Death und Black Metal.</p>
<p>Defintiv einen Blick und ein oder zwei Ohren wert!</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal sind die spontanen Entscheidungen doch die besten! Gut, das mag jetzt nicht beim Autokauf oder der Partnerwahl zutreffen, aber in dem heutigen Fall schon. Denn nachdem ich zuletzt das Album &#8222;Menschenmühle&#8220; von <strong>KANONENFIEBER</strong> ein paarmal auf dem Arbeitsweg konsumiert habe, folgte ich der Band auf Social Media. Und ganz unverhofft wurde mir Donnerstag dann ein Konzert in Leipzig in die Timeline gespült. Also habe ich beschlossen – abhängig vom Schlafzustand der Nachkömmlinge – Samstag ganz spontan zu entscheiden, ob ich mich in die Spur begebe.</p>
<p>Und siehe da, der Sandmann meinte es gut mit mir – 19:30 fiel der Hammer, zuhause herrschte himmlische Ruhe und ich suchte verzweifelt eine Beinbekleidung, die keine Jogginghose und außerdem auch noch schwarz war. Die verlebte Vati-Homeoffice-Frisur wurde unterm Cap versteckt, die Löcher in den Socken durch schwere Stiefel und die Sabberflecken aufm Shirt durch einen schicken Pulli! Auf das Black Metal Corpse Painting konnte ich ebenfalls verzichten – Samstag gegen 20 Uhr bin ich automatisch blass und habe so tiefe Augenringe, das keinerlei Make-Up nötig wird.</p>
<h3>Jedes mal das gleiche &#8211; ich lerne es nie&#8230;</h3>
<p>Okay, genug der Klischees – aber ich fühlte mich auf jeden Fall gut gerüstet und trat in Begleitung eines Fahrerbiers den Weg zum Hellraiser im Auto an. Selbstverständlich habe ich, obwohl ich da täglich vorbeifahre, immer noch nicht im Kopf, dass die Brücke die ich als Weg noch kenne seit Jahren gesperrt ist. Also fuhr ich mit der Kirche ums (Engels)dorf, denn das ist der Stadtteil da draußen, und kam schließlich verspätet an. Und dann war da noch ein Problem, das ich dort noch nie hatte: der Parkplatz war brechend voll! Ich traute meinen Augen kaum, denn aktuell liest man immer von abgesagten Konzerten wegen Zuschauermangel und abgesagten Touren. Ich hatte also insgeheim gehofft, dass es keine klägliche Kulisse wird – aber, dass es SO voll ist, hätte ich nie gedacht. Sogar internationale Kennzeichen waren nicht selten vertreten und ich parkte tief beeindruckt und recht verkehrswidrig nahe beim Eingang.</p>
<h3>Gerade noch pünktlich &#8211; aber leider erst zur zweiten Band</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-41771 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/6dd2ba18-715c-45dc-8984-c834b5aa92a2-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/6dd2ba18-715c-45dc-8984-c834b5aa92a2-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/6dd2ba18-715c-45dc-8984-c834b5aa92a2-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/6dd2ba18-715c-45dc-8984-c834b5aa92a2-1536x1152.jpg 1536w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/6dd2ba18-715c-45dc-8984-c834b5aa92a2-750x563.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/6dd2ba18-715c-45dc-8984-c834b5aa92a2.jpg 1650w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Dann habe ich schnell den fairen Eintritt ( 25 Euro für 4 Bands ) gelöhnt und kam pünktlich zu den ersten Tönen im Saal an. Leider nur zu den ersten Tönen der<img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-41769 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/1cbc64ac-b0b8-4bba-80bd-d9ff444cfff2-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/1cbc64ac-b0b8-4bba-80bd-d9ff444cfff2-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/1cbc64ac-b0b8-4bba-80bd-d9ff444cfff2-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/1cbc64ac-b0b8-4bba-80bd-d9ff444cfff2-1536x1152.jpg 1536w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/1cbc64ac-b0b8-4bba-80bd-d9ff444cfff2-750x563.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/1cbc64ac-b0b8-4bba-80bd-d9ff444cfff2.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /> zweiten Band <strong>AETHER</strong>, sodass ich leider nichts zu <strong>MAERER</strong> sagen kann. Der Saal war so voll wie ich ihn ebenfalls noch nie bisher gesehen habe, und das obwohl nicht mal der Bandmerch an der rechten Seite am Rand war, der sonst die Zuschauerfläche noch begrenzte. Ich war erneut schwer beeindruckt und freute mich umso mehr auf einen spannenden Abend.</p>
<p>Und <strong>AETHER</strong> gaben alles, um den Start für mich perfekt zu machen! Gerade angekommen umgaben mich die ersten Töne mit voller Wucht und nahmen mich direkt von Beginn an voll mit. Die Jungs aus Polen sind definitiv eine der größten Vorbandüberraschungen in meiner Konzerthistorie! Also ich meine damit Bands, die ich vorher nicht kannte – und die mich in diesem Fall absolut mitgerissen hat! Eine sehr gut dargebotene Melodic-Death-Metal Performance, die auch im Publikum guten Anklang fand, und mit sichtlicher Begeisterung der Bandmitglieder auf ihrem ersten Deutschlandkonzert dargeboten wurde. Die Band spielte ca. 30-40 Minuten und lieferte dabei zahlreiche Stücke ihres Debütalbums &#8222;In Embers&#8220; sowie einige bisher unveröffentliche Songs ( soweit ich das den Ansagen entnehmen konnte ) und wurde am Ende auch sehr anerkennend bejubelt und beklatscht!</p>
<h3>Schon jetzt ein gelungener Abend!</h3>
<p>Ich war schon jetzt froh, mich aufgerafft zu haben, denn schon für die erste Band hatte sich der Weg gelohnt. Nun bin ich gespannt was noch kommt! Eine kleinere Umbaupause folgte, und anschließend schaute ich mit leichter Verwirrung auf die Bühne. Eigentlich hatte ich das Konzert als Europatour der sibirischen Band <strong>GRIMA</strong> gelesen und den Rest als Support verstanden – nun kamen aber maskierte und düster gewandete Waldgeister auf die Bühne, die definitiv nicht <strong>KANONENFIEBER</strong> waren. Warum die Bands in dieser Reihenfolge spielten, habe ich nicht herausbekommen, aber es war mir auch nach kurzem Überlegen egal, denn mich umfing ein düsteres und atemberaubendes Black Metal Gewitter der feinsten Sorte!</p>
<h3>Mystische Wesen mit sibirischer Kälte</h3>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-41777 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/fb655382-824e-4858-bcfc-a490a91861b5-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/fb655382-824e-4858-bcfc-a490a91861b5-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/fb655382-824e-4858-bcfc-a490a91861b5-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/fb655382-824e-4858-bcfc-a490a91861b5-1536x1152.jpg 1536w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/fb655382-824e-4858-bcfc-a490a91861b5-750x563.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/fb655382-824e-4858-bcfc-a490a91861b5.jpg 1650w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />GRIMA</strong> aus Sibirien kamen mit viel Nebel auf die Bühne. (Man möge mir dementsprechend die schlechten Fotos verzeihen) Gestalten wie aus einem mystischen Märchen mit urtümlichen Masken und abgerissenen Gewändern. Ohne jegliche Interaktion mit dem Publikum, oder irgendwelche nicht in die Rolle passenden Gesten oder Bewegungen wurde dann einfach feinster, brachialer und umwerfend guter Black Metal dargeboten, der den ganzen Raum füllte. Ich empfinde diese Musik von allen Genres, die ich live bisher erleben durfte, immer wieder am magischsten, am faszinierendsten, denn es ist als könnte man die Wucht, die Energie, die Kraft förmlich greifen und alles, was nicht zur Musik gehört, wird aus dem Raum geblasen.</p>
<p>Vor der Bühne war der ganze Saal sehr gut voll und die Menge wogte mit den Köpfen und nickte zur Musik. Ich glaube Black Metal ist die härteste Spielweise, bei der<img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-41776 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/b59896f1-b1c0-4e96-8148-e308ef442b6c-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/b59896f1-b1c0-4e96-8148-e308ef442b6c-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/b59896f1-b1c0-4e96-8148-e308ef442b6c-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/b59896f1-b1c0-4e96-8148-e308ef442b6c-1536x1152.jpg 1536w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/b59896f1-b1c0-4e96-8148-e308ef442b6c-750x563.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/b59896f1-b1c0-4e96-8148-e308ef442b6c.jpg 1650w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /> es keinen Mosh Pit oder vergleichbares gibt. Das Publikum ist ein Meer aus (meist nur während des Konzerts) finster dreinschauenden Gestalten, die im Einklang die Musik genießen, ohne dabei allzu viele Regungen zu zeigen. Im Anschluss an die einzelnen Titel wird dann allerdings überraschend intensiv der Band Respekt gezollt, bevor es wieder still und düster wird. Eine erstmal ungewohnte Athmosphäre, an die man sich aber sehr schnell gut gewöhnen kann.</p>
<h4>Die Musik ist brilliant und dabei klirrend kalt wie ihre Herkunft</h4>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-41774 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/334c514c-03c1-4d7d-92c7-48e0a384b279-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/334c514c-03c1-4d7d-92c7-48e0a384b279-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/334c514c-03c1-4d7d-92c7-48e0a384b279-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/334c514c-03c1-4d7d-92c7-48e0a384b279-1536x1152.jpg 1536w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/334c514c-03c1-4d7d-92c7-48e0a384b279-750x563.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/334c514c-03c1-4d7d-92c7-48e0a384b279.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />GRIMA</strong> spielten nun also ein absolut großartiges Set, und die gute Stunde Spielzeit verfliegt tatsächlich viel zu schnell. Man könnte meinen, dass einen die Musik aufgrund ihrer schieren Wucht und Kraft nach einiger Zeit erdrückt und man für eine Pause dankbar ist. Hier geht es mir allerdings völlig anders! Denn schon nach wenigen Augenblicken fühle ich mich irgendwie leer, als ob plötzlich ein Teil fehlt und ich wünsche mir, dass die Musik mich wieder erfüllt. Auch das ist ein Gefühl, das ich in dieser Form bisher nur bei so großartigem atmosphärischen Black Metal auf Konzerten hatte. Die Band wird verabschiedet und sehr begeistert beklatscht, und für einen kurzen Moment zog die Moderne ein, als ein Foto mit der Meute gemacht wurde.</p>
<h3>&nbsp;</h3>
<h3>&nbsp;</h3>
<h3>Spannung und Neugier steigen rasant&#8230;</h3>
<p>Es folgte logischerweise eine Umbaupause, in der ich mein Hirn lüften ging und nach einer kurzen Erfrischung wieder Posten im Saal bezog. Nun sollten also <strong>KANONENFIEBER</strong> kommen, und ich war<img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-41773 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/42d64b1c-78d0-4245-9026-3fe43426daaa-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/42d64b1c-78d0-4245-9026-3fe43426daaa-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/42d64b1c-78d0-4245-9026-3fe43426daaa-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/42d64b1c-78d0-4245-9026-3fe43426daaa-1536x1152.jpg 1536w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/42d64b1c-78d0-4245-9026-3fe43426daaa-750x563.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/42d64b1c-78d0-4245-9026-3fe43426daaa.jpg 1650w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /> gespannt wie ein Flitzebogen, wie deren Auftritt nun nach dem vorhergehenden von <strong>GRIMA</strong> wirken wird. Ein recht umfassender Soundcheck wurde noch gemacht, bis alles passte. Anschließend wurde es dann dunkel auf der Bühne, bevor kurz später ein orange-rötliches Licht alles indirekt erleuchtete. Und dann kam die Band auf die Bühne.</p>
<p>Meinem Gefühl nach war ich der Einzige in der Menge, der nichts vom optischen Auftreten der Band wusste, und so fiel mir erstmal ein wenig die Kinnlade nach unten! Vier Musiker in weißen Hemden, schwarzen Sturmhauben und dazu – vermute ich – alten Infantristenmützen. Dazu kommt der Sänger der Band in altdeutscher Uniform, Sturmhaube und darüber noch einer Pickelhaube. Ein absolut bizarrer Anblick! Den konnte man während des Intros zum ersten Song <em>&#8222;Feuertaufe&#8220;</em> kurz auf sich wirken lassen, ehe dann Musik und Gesang jegliche Gedanken völlig davonfegten.</p>
<p>Was für eine Power, was für eine brachiale Energie, und das alles verpackt in einen unglaublichen guten musikalischen Rahmen und begleiten von sehr tiefgründigen und leider immer noch sehr aktuellen Texten. Ein absoluter Wahnsinn, was hier live passiert! Ich schwenke aber mal ganz kurz noch weg vom Konzert an sich. Natürlich habe ich beim ersten Anblick des Covers zum Album &#8222;Menschenmühle&#8220;, welches ein Anti-Kriegsplakat aus dem ersten Weltkrieg zeigt und bei den enthaltenen Texten ein wenig nachgelesen, bevor ich mich auf das Konzert begeben habe.</p>
<h3>Ein kurzer Ausblick zum Projekt hinter der Show:</h3>
<p>Bei <strong>KANONENFIEBER</strong> handelte es sich ursprünglich um ein Einmann-Projekt des Musikers Noise, der das Album komplett selbst erschaffen und eingespielt hat. Von dem Erfolg des Albums wurde er selbst völlig überrannt. Die Zeit der Albumveröffentlichung lässt sich sehr anschaulich auf der Bandpage nachlesen. Für die &#8211; vorher nie geplanten- Live-Auftritte hat er sich dann noch befreundete Musiker ins Boot geholt. Bei der Thematik, die in den Songs behandelt wird, geht es ausschließlich um den ersten Weltkrieg. Dieser wird dargestellt aus der Sicht der Protagonisten. Es handelt sich um Passagen aus Texten und Briefen von deutschen Soldaten, die diese damals selbst verfasst haben. Das ganze Projekt ist dabei so konzipiert, dass es die Schrecken und Gräuel des Krieges aufzeigen soll. Die Musik schafft dazu die passende dystopische und bedrückende Grundstimmung, und vermittelt gleichzeitig die gewaltige Geräuschkulisse, die ein Schützengraben damals geboten haben muss. Deutsche Kriegsvergangenheit musikalisch zu thematisieren ist dabei natürlich ein ganz heißes Eisen, um das ganz vorsichtig zu formulieren.</p>
<p>Aber es handelt sich hier eben nicht um Glorifizierung, um Weichzeichnung, sondern im Gegenteil um die ungeschönte Wahrheit. Es spricht simpel gesagt der einfache Soldat, der sich dem vermeintlichen Siegeszug im Westen anschließt und später seine Lunge im Graben des Gaskrieges auskotzt. Und meiner Meinung nach funktioniert dieses Konzept bestens, das Album ist ein großartiges Werk! Noise betont und erklärt in Interviews auch immer wieder die Hintergründe seines Schaffens und grenzt sich auch klar von irgendwelchen Beschönigungen oder Glorifizierungen der Geschehnisse ab – ebenso wie von den &#8222;falschen Ohren&#8220; die sein Werk natürlich trotzdem erreichen kann, mit denen er allerdings ganz klar nichts zu tun haben will. Ich kann abschließend auch diese Interview hier wärmstens empfehlen, das viele Einblicke bietet: https://www.zephyrs-odem.de/interviews/interviews-2021/kanonenfieber-angstgefuehle/</p>
<h3>Zurück in die Schlacht</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-41772 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/8c4591aa-c39b-4f96-8c27-972c1861b95f-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/8c4591aa-c39b-4f96-8c27-972c1861b95f-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/8c4591aa-c39b-4f96-8c27-972c1861b95f-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/8c4591aa-c39b-4f96-8c27-972c1861b95f-1536x1152.jpg 1536w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/8c4591aa-c39b-4f96-8c27-972c1861b95f-750x563.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/8c4591aa-c39b-4f96-8c27-972c1861b95f.jpg 1650w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Zurück zum Konzert – und wieder mit in die wogende Menge. Die eben erwähnten falschen Ohren kann ich im Publikum nirgendwo entdecken, was mir sehr positiv auffällt. Dafür finden sich allerdings ausreichend viele Fans von <strong>KANONENFIEBER</strong>, denn scheinbar hat der Hype Train um das Projekt nur bei mir erst so spät gehalten. Viele sind mit Merch ausstaffiert und noch mehr sind für mich überraschend textsicher. Das lässt die gewaltige Show auf der Bühne natürlich noch heftiger werden, da diese durch das Publikum mitgetragen wird. Ob es sich hierbei nun um Black Metal, Death Metal, oder eine Mischung aus beidem handelt &#8211; daran scheiden sich die Geister, und ich habe den Eindruck der Schöpfer sieht es auch durchaus anders als viele Hörer.</p>
<p>Aber solche Feinheiten spielen hier keine Rolle. Es gibt hier auch keine Verschnaufpausen oder großartige Ansagen, es folgt einfach ein Brett auf das nächste. Zwischenzeitlich säumen Tannenbäume und herabrieselnde Schneeflocken die Bühne, und die Titel werden optisch absolut stimmig untermalt, was die einfach nur bedrohliche Wirkung noch weiter verstärkt. Eine ähnlich bedrohliche Stimmung inklusive optischer Untermalung habe ich bisher nur bei den Ukrainern von <strong>1914</strong> erlebt. Mit denen steht Noise wohl auch in gutem Kontakt, wie ich nach dem Konzert gelesen habe.</p>
<h3>Ein Wechselbad der Gefühle<img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-41770 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/2f0b2e37-7ae1-4a98-aeb2-c8f73096390c-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/2f0b2e37-7ae1-4a98-aeb2-c8f73096390c-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/2f0b2e37-7ae1-4a98-aeb2-c8f73096390c-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/2f0b2e37-7ae1-4a98-aeb2-c8f73096390c-1536x1152.jpg 1536w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/2f0b2e37-7ae1-4a98-aeb2-c8f73096390c-750x563.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/03/2f0b2e37-7ae1-4a98-aeb2-c8f73096390c.jpg 1650w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></h3>
<p>Die Zeit verfliegt, es werden viele Titel vom Album gespielt, aber auch die neueste Single <em>&#8222;Füsilier&#8220;</em> hat Platz gefunden. Und es ist ein sehr surreales Gefühl hier vor der Bühne zu stehen. Einerseits&nbsp;mitgerissen&nbsp;durch die schiere Kraft, die Urgewalt der Musik und deren Wucht – andererseits verwirrt bzw. bedrückt durch die Texte und Hintergründe der Musik, die alles andere als partytauglich sind. Diese Mischung zusammen als Show zu erleben, macht nachdenklich und schickt mich auf einen wilden Ritt zwischen von der Musik getragenen Höhenflügen und gedankliche Abgründe aufgrund vergangener – und heute wieder sehr aktueller – Geschehnisse. Und ich glaube damit auch genau dahin gekommen zu sein, wohin <strong>KANONENFIEBER</strong> die Menschen mit ihrem Album, ihrem provokanten Auftreten, der aufwühlenden Musik und der mitreißenden Show schicken will.</p>
<h3>Das Ende eines großartigen Abends</h3>
<p>Irgendwann ist aber auch dieser großartige Auftritt vorbei, die Musik endet und Licht erleuchtet den Saal. Ich sammle mich, trete den Weg durch – wie grotesk passend – einsetzenden Schnee zurück zum Auto an. Und fühle mich einerseits absolut befreit von einer 4 Stunden Hirnwäsche, die jeglichen Alltagsgedanken aus dem Hirn gepustet hat. Andererseits fühle ich mich leer, wie selten nach Konzerten, denn schon nach wenigen Augenblicken fehlt mir einfach alles von der Musik, und ich sehne mich nach der umfassenden Energie zurück, die alles andere verdrängt. Erst als ich aufgewühlt zuhause ankomme, lande ich auch wieder in der Realität und blicke zurück auf einen grandiosen Abend. Und ich kann nur empfehlen die Shows der Band zu besuchen sollten welche in eurer Nähe sein!</p>
<p>Zum Abschluss muss ich im Übrigen auch eine Lanze für das Hellraiser brechen, dem ich sonst manchmal etwas zwiegespalten gegenüberstehe. Heute Abend hat einfach ALLES gestimmt, und am beeindruckendsten war für mich der Sound. Ich stelle es mir unglaublich schwierig vor gerade diese gewaltige und atmosphärische Musik ordentlich durch die Technik zu bekommen, sodass nicht nur Brei am Ende herauskommt. Und genau das ist absolut brillant gelungen an diesem Abend – vielen Dank dafür!</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/grima-kanonenfieber-leipzig-tour/">Sibirischer Frost und düstere Klänge &#8211; GRIMA und KANONENFIEBER in Leipzig!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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