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	<title>Meshuggah Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Meshuggah Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>KADINJA &#8211; Gefangen im Genre-Käfig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gastautor]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Apr 2019 07:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Progressive]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Montag... dann noch der 1.4.... Wir verarschen euch nicht, sondern sagen euch, was wirklich ist: </p>
<p>Dazu schauen wir uns heute KADINJA an. Wird ge-Djent-ed was das Zeug hält oder ist da mehr dahinter? Wir sagen es dir! </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2 style="text-align: center;" align="left"><b>KADINJA &#8211; &#8222;Super 90&#8220;</b></h2>
<p style="text-align: center;" align="left"><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong> 18.01.2019<br />
<strong>Dauer:</strong> 51 Min.<br />
<strong>Label:</strong> Arising Empire<br />
<strong>Genre:</strong> Djent/Progressive-Metal</p>
<p style="text-align: center;"></div></div></div></p>
<p><strong>Djent, oh Djent!</strong> Wie sehr ich dich für dein tiefes <strong>Gitarrenbrummen</strong> und vertrackte <strong>Rhythmusspielereien</strong> schätze. Bands wie Djent-Pioniere <strong>MESHUGGAH</strong> und experimentelle Newcomer wie die Dänen von <strong>VOLA</strong> zählen längst zu meinen Lieblingsbands. Aufgestiegen zu einem der bekanntesten Metal-Genres ist es vor allem für modernere Bands ein Anlaufpunkt. Doch Djent hat <strong>ein massives Problem</strong>: Überfüllt mit generischen Bands, die eine mehr <strong>Copycat</strong> als die andere, bei denen der Djent-Sound als einziges Merkmal hervorsteht. Eine sonst<strong> leere Hülle</strong>, die nicht viel mehr als den selben bekannten Mist bieten kann.</p>
<h4>Generisches Djent-Geschrubbe?</h4>
<p>Da sich solche pauschalen Aussagen natürlich nie auf das Gesamte beziehen, wecken manche Bands stets <strong>Hoffnung</strong>. Deswegen steht hier jetzt zur Frage, wo sich <strong>KADINJA</strong> und ihr neuestes Werk &#8222;Super 90&#8220; einordnen.</p>
<p>Eins steht schon von Anfang an fest: Die Instrumentalisten der französischen Djent/Progressive-Metal Band haben ganz schön was zu präsentieren. Technisch anspruchsvolle Riffs, dissonante Melodien und komplexe Rhythmen beweisen das wiederholte Male. Das führt dazu, dass viele Momente zum Headbangen einladen. Songs wie <em>&#8222;Icon&#8220;</em> oder <em>&#8222;The Right Escape&#8220;</em> liefern <strong>im Gesamtpaket ein gutes Bild</strong> ab.</p>
<p>Doch leider ist man beim neusten Album von <strong>KADINJA</strong> zu früh fertig mit dem Pro und<strong> viel zu schnell beim Contra</strong>. Schuld daran ist vor allem die <strong>abwechslungslose Songstruktur</strong>, die oft einem absehbaren Verlauf von Djent-Verse, Clean Chorus, Zwischenstück mit leichten Melodien und ab und an noch einem Breakdown folgt. Weil viele Songs sich nicht voneinander abheben können, hat man nach kurzer Zeit das Gefühl durch den <strong>immer gleichen Sumpf</strong> aus Djent-Geräuschen und unorthodoxen Rhythmen gepaart mit tiefen, dennoch melodischen Riffs zu waten.</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/TS4GAgRHXwc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Dort, wo Instrumente überzeugen können, sorgt der <strong>durchschnittliche und unstimmige Gesang</strong> für Stirnfalten. Mal sind es die klaren Gesangspassagen, die einfach an Druck und Charakterstärke mangeln und an anderen Stellen grenzen die Harsh-Vocals an Gejaule <strong>ohne Wucht und Wirkung</strong>. Besonders das Akustik-Interlude <em>&#8222;Episteme&#8220;</em>, das als Theorie zwar sinnvoll ist, um Abwechslung in die Sache zu bringen, in der Praxis jedoch<strong> unangenehm schief und verwaschen</strong> klingt, ist ein Paradebeispiel dafür.</p>
<p>Es fällt mir schwer, etwas richtig Greifbares zu nennen, da sich über 50 Minuten zu wenig Greifbares herauskristallisiert.</p>
<p>Ist also alle Hoffnung verloren und reiht sich <strong>KADINJA</strong> neben dutzenden <strong>&#8222;Djent vom Fließband&#8220;</strong>-Bands ein? Nein, nicht ganz. Obwohl das Gesamtpaket nicht vor Alleinstellungsmerkmalen und konstanter Qualität strotzt, so befinden sich einzelne Elemente in <strong>KADINJA</strong>s Musik die das Potential der Band zeigen. Saftige Riffs und zumindest ein Anflug von dynamischem Songwriting sind ein Licht am Ende des Tunnels. Bis man dieses Licht bei <strong>KADINJA</strong> erreicht, muss sich allerdings noch einiges verändern.</p>
<hr>
<p>Dies ist ein Gastautorenbeitrag von: <em><strong>Paul</strong></em></p>
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		<title>JINJER im Interview &#8211; Weg von &#8222;female-fronted&#8220;!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Feb 2018 10:05:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/jinjer-im-interview-weg-von-female-fronted/">JINJER im Interview &#8211; Weg von &#8222;female-fronted&#8220;!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist Dienstag, und in Wiesbaden steigt heute ein Konzertabend mit gleich vier Bands im Schlachthof. Die Halle ist voll, die ersten beiden Gruppen sind mit ihrem Set bereits durch. Gerade geht die Umbaupause für <strong>WINTERSUN</strong> los. Perfekt, mal kurz in den Backstagebereich zu huschen, um mit <strong>JINJER</strong> ein Interview zu führen. Bereits fertig mit ihrem heutigen Gig, sind die jungen Musiker gut drauf und nehmen sich Zeit für Fragen. Basser <strong>Eugene</strong> lädt mich dazu in den Tourbus ein. Mal sehen, ob wir vor der nächsten Band fertig werden.</p>
<p><em><strong>S</strong></em><strong>:</strong> <strong>Hallo! Vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst! Ziemlich viel los hier im Backstagebereich.</strong></p>
<p><strong>Eugene:</strong> Kein Problem. Lass uns loslegen.</p>
<p><em><strong>S</strong></em><strong>:</strong> <strong>Ihr seid ja ziemlich mitten drin in der Tour in dieser Konstellation. Wie läuft es damit so?</strong></p>
<p><strong>Eugene</strong>: Eigentlich sind wir schon ziemlich am Ende, weil wir nicht mit nach UK gehen werden. Wir mit <strong>JINJER</strong> sind morgen bereits fertig. Saarbrücken ist der letzte Gig in diesem Package. Danach kehren wir für einen Monat zurück nach Hause und gehen später wieder auf Tour. Aber die Tour in dieser Konstellation war wirklich großartig. Sehr unterschiedliche Bands und Genres, und sehr nette Leute mit dabei. Ich habe es sehr genossen.</p>
<p><strong><em>S</em>: Das Konzert heute ist ja auch fast ausverkauft, obwohl es unter der Woche stattfindet. Hattet ihr das öfters?</strong><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-25276 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/02/2018-02-12-10-06-53-248x300.jpg" alt="" width="248" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/02/2018-02-12-10-06-53-248x300.jpg 248w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/02/2018-02-12-10-06-53-845x1024.jpg 845w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/02/2018-02-12-10-06-53-750x908.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/02/2018-02-12-10-06-53.jpg 871w" sizes="(max-width: 248px) 100vw, 248px" /></p>
<p><strong>Eugene:</strong> Ja, das war eigentlich sogar meistens so. Mehr als jede zweite war komplett ausverkauft. Wir sind immer als erste Band gegen sechs Uhr auf die Bühne gegangen, und da war es meistens immer schon ziemlich voll. Besonders in Deutschland. Die Deutschen mögen <strong>JINJER</strong> scheinbar.</p>
<p><strong><em>S</em>:</strong> <strong>Mit WINTERSUN und ARCH ENEMY sind ja wirklich namenhafte Bands mit dabei. Habt ihr erwartet, dass das für euch so einen Schub gibt, und deren Fans so empfänglich für eure Musik sind?</strong></p>
<p><strong>Eugene:</strong> Wir haben uns über dieses Feedback sehr gefreut. Wir sind momentan ja wirklich mit Bands unterwegs, die bereits Legenden sind. <strong>ARCH ENEMY</strong> haben eine lange Geschichte und eine sehr große Fanbase. Mit ihnen zusammen zu spielen hilft uns natürlich, glücklicherweise, neue Fans zu gewinnen. Auf der anderen Seite denke ich aber, dass das ein Stück weit auf Gegenseitigkeit beruht. Dadurch, dass wir eine mehr moderne Metalband sind, kommen auch eher deswegen Fans zu den Konzerten, die sie dann aber auch für sich gewinnen können. Es ist wirklich so, dass es Leute gibt, die unsere Musik hören und vorher nichts mit <strong>ARCH ENEMY</strong> zu tun hatten. Die hören sich die dann aber an und finden deren Musik eventuell auch cool. Live sind sie ja wirklich sehr gut. Das bringt ihnen auch was. Natürlich können wir mit <strong>JINJER</strong> auf dieser Tour in dieser Hinsicht mehr profitieren als <strong>ARCH ENEMY</strong>, aber es gibt trotzdem diese Wechselseitigkeit.</p>
<p><strong><em>S</em>:</strong> <strong>Könnt ihr euch mit JINJER irgendwo zwischen WINTERSUN und ARCH ENEMY einordnen? Oder stellt sich diese Frage für euch nicht?</strong></p>
<p><strong>Eugene: </strong>Oh, das ist schwer zu beantworten. Ich denke eigentlich, wir sind von beiden gleich weit entfernt. Vielleicht etwas weiter weg von <strong>WINTERSUN</strong> als von <strong>ARCH ENEMY</strong>. Aber <strong>JINJER</strong> mit diesen beiden Bands vergleichen&#8230; puh, eigentlich sind wir da dann näher an <strong>MESHUGGAH</strong>. So ist es einfach. Es geht da im stilistische Unterschiede.</p>
<p><strong><em>S</em>:</strong> <strong>Ihr kommt ja aus der Ukraine. Würdet ihr sagen, ihr stellt eine typische Metalband für dieses Land dar? Oder kann man das nicht sagen? Viele Leute hier kennen ja gar nicht so viele Bands aus diesem Land.</strong></p>
<p><strong>Eugene:</strong> Das stimmt, es gibt wirklich nicht sehr viele Bands aus der Ukraine, die in Europa wirklich bekannt sind. Aber wir haben durchaus gute Bands aus eigentlich allen Metal Genres. Wenn ihr wollt, könnt ihr ja mal ein paar checken. <strong>SPACE OF VARIATIONS</strong> sind gut, <strong>VALLEY CARNOW</strong>, oder <strong>MEGAMOS</strong>, die sind sehr cool. Das Problem in der Ukraine sind also nicht die Bands, sondern die Hörer. Es gibt kaum Metalfans, und daher kaum eine nennenswerte Szene. Das ist eher das Problem.</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/U6rv5qi8-8s?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong><em>S</em>:</strong> <strong>Wie steht ihr eigentlich zu diesem ganzen Thema &#8222;female fronted&#8220;? Das wird ja immer noch wie ein eigenes Genre behandelt, obwohl es auf der einen Seite Bands wie EPICA oder NIGHTWISH&nbsp; gibt, und daneben welche wie JINJER oder ARCH ENEMY.</strong></p>
<p><strong>Eugene:</strong> &#8222;Female fronted&#8220; ist kein Genre. Ich will jetzt auch niemandem ans Bein pinkeln, aber wir hassen diese Bezeichnung. Es ist einfach kein eigenes Genre. Es gibt nicht extra &#8222;female fronted Metal&#8220;. Das ist Bullshit. Wenn jemand im 21. Jahrhundert Bands nach dem Geschlecht des Sängers unterscheidet, ich meine, komm schon. Das ist doch Bullshit. Ich verstehe auch die Leute nicht, die ausschließlich &#8222;female fronted Bands&#8220; hören. Kommt schon! Seid ihr wirklich Zuhörer oder schaut ihr nur hin? Wenn ihr nur Frauen anschauen wollt, dann geht zu einer Modenschau! Viele Frauen tragen schöne Klamotten. Ok.</p>
<p>Es gibt keine wirkliche Antwort auf diese Frage. Es gibt auch Drag-Bands mit Sängerinnen, die eigentlich Typen sind. Aber es ist doch wichtiger, was sie spielen, wie sie singen. Aber nicht das Geschlecht.</p>
<p><strong><em>S</em>:</strong> <strong>Es ist eben auffällig, dass immer noch eine Diskussion darum existiert, dass es Metalbands mit Sängerinnen gibt.</strong></p>
<p><strong>Eugene:</strong> Klar. Aber ist das ein Grund, eine Band zu hören oder nicht? Eigentlich nicht. Bei der Frage sollte es doch nur darum gehen, wie gut sie sind. Ich kenne die Diskussion auch, und klar, die Leute kommen zum Konzert und sehen, dass da auch eine Frau auf der Bühne steht. Aber ich habe Probleme mit sowas.</p>
<p><strong><em>S</em>:</strong> <strong>Ja, mich hat bei der Thematik einfach immer schon die Sicht von einer betroffenen Band interessiert.</strong></p>
<p><strong>Eugene:</strong> Das freut mich. Bei uns war es nicht mal so, dass wir so eine Konstellation bewusst wollten. Wir haben ursprünglich ja mit einem Sänger angefangen. <strong>Tatiana</strong> hat ihn später ersetzt. Es gab nie einen Plan über die genaue Art der Besetzung am Gesang. Diese Beachtung davon kam erst, als wir an Popularität gewonnen hatten und die ersten Videos mit ihr auf Youtube geklickt wurden. Das hat uns echt angepisst. Wenn uns nur jemand hört, weil wir <strong>Tatiana</strong> an den Vocals haben <strong>und</strong> weil sie eine Frau ist, geh einfach weg. Hör dir doch bitte ihre Stimme an, wie sie singt, was sie für musikalische Ideen hat! Setz dich mit unserer Musik und unseren Lyrics auseinander! Dann verstehst du, worum es der Band geht.</p>
<p><strong><em>S</em>:</strong> <strong>Ist es für euch ein Problemn, mit Bands unterwegs zu sein, die andere Metalgenres bedienen? Oder wie fühlt ihr euch dabei?</strong></p>
<p><strong>Eugene:</strong> Das ist uns eigentlich egal. Wir sind ja auch schon mit anderen Bands aus verschiedenen Genres, wie etwa mit <strong>CRADLE OF FILTH</strong> getourt. Das ist ziemlich cool. <strong>CRADLE OF FILTH</strong> zum Beispiel höre ich persönlich gar nicht. Als ich fünfzehn war, schon. Ich respektiere, was sie machen. Mit <strong>ARCH ENEMY</strong> ist es genau dasselbe. Ich höre ihre Musik zur Zeit nicht. Aber als ich sechzehn war, habe ich ihr erstes Album gehört und ihre Musik wirklich geliebt. Es war guter, moderner Metal. Ich bin nur etwas daraus herausgewachsen. Aber es ist cool und ich finde es super, mit ihnen auf der selben Bühne zu stehen. Es ehrt mich wirklich. Das gilt auch für <strong>CRADLE OF FILTH</strong>. Ich denke nicht groß darüber nach, so verschiedene Bands in den Packages zu haben. Das ist ok. Das heißt nicht, dass ich nicht mit Bands wie <strong>PERIPHERY</strong> touren wollen würde. Oder generell Bands aus unserem Genre mit modernem progressivem Metal. Das wäre natürlich auch ok.<img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-25272 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/02/2018-02-08-07-09-41-1-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/02/2018-02-08-07-09-41-1-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/02/2018-02-08-07-09-41-1-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/02/2018-02-08-07-09-41-1-750x423.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/02/2018-02-08-07-09-41-1.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><strong><em>S</em>:</strong> <strong>Habt ihr dann überhaupt eine Präferenz, eher eine Clubshow oder auf einem Festival zu spielen?</strong></p>
<p><strong>Eugene:</strong> Nein, ehrlich gesagt nicht. Jede Show ist anders, aber sie haben alle etwas Gutes. Open Airs genauso wir Clubshows, ob groß oder klein. Es hat schon etwas, wenn die Fans nur einen Meter vor einem stehen. Die Atmosphäre ist ja auch jedes mal anders. Sie muss schon auch cool sein, das zählt. Wenn man in einer Halle mit einer Kapazität von 200-300 Leuten spielt und sie ist wirklich voll, jeder schwitzt, und der Moshpit ist direkt vor dir, das ist super. Genauso aber, auf einem Festival zu spielen und nicht zu sehen, bis wohin die Leute stehen. Es hat beides was.</p>
<p><strong><em>S</em>:</strong> <strong>Ich sehe, ihr seid gut drauf und schaut positiv in die Zukunft.</strong></p>
<p><strong>Eugene:</strong> Absolut. Alle in der Band sind sehr offen für neues. Eigentlich jeder von uns hört auch unterschiedliche Sachen. Von <strong>CANNIBAL CORPSE</strong> bis <strong>CYPRESS HILL</strong>. Dann plötzlich <strong>KORN</strong> und <strong>KATATONIA</strong>. Und dann <strong>PINK</strong>. Das macht uns aus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nach dem Interview war ich echt geflasht. <strong>Eugene</strong> ist ein grundsympathischer Typ, der eine sehr klare Meinung hat zu seiner Band und mit guten Argumenten darüber reden kann. Er kennt sich sehr gut in der Szene aus und weiss <strong>JINJER</strong> darin sehr gut einzuorten. Und ihm ist bewusst, weshalb die Band so funktioniert, wie sie es tut, und er hat eine genaue Vorstellung davon, wie sie wahrgenommen werden wollen. Das Thema mit der Frau am Gesang schien ihm wirklich wichtig zu sein, bzw. ein Dorn im Auge, dass eine solche Besetzung immer noch so eine eigene Diskussion hat. Im Metal ist Gleichberechtigung in der Hinsicht scheinbar daher wirklich noch nicht komplett angekommen, und Leute wie er wünschen sich, dass es noch mehr als normal angesehen werden sollte, wenn in Metalbands eine Frau mitmischt. <strong>JINJER</strong> sind dafür auf jeden Fall ein interessanter Kandidat, den man im Auge behalten sollte.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>DECAPITATED &#8211; Tod dem Kult?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Sep 2017 06:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>DECAPITATED – Anticult Veröffentlichungsdatum: 07.07.2017 Dauer: 37:54 Label: Nuclear Blast Kaum eine Band musste wohl eine Geschichte durchleben wie DECAPITATED – zum Glück. Nachdem die vier jungen Polen Anfang der 2000er Jahre durchweg offene Münder hinterlassen konnten und neben NECROPHAGIST wohl zu ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>DECAPITATED</strong> – Anticult<br />
Veröffentlichungsdatum: 07.07.2017<br />
Dauer: 37:54<br />
Label: Nuclear Blast</p>
<p>Kaum eine Band musste wohl eine Geschichte durchleben wie <strong>DECAPITATED</strong> – zum Glück. Nachdem die vier jungen Polen Anfang der 2000er Jahre durchweg offene Münder hinterlassen konnten und neben <strong>NECROPHAGIST</strong> wohl zu einem der bedeutendsten Exporte im europäischen Extremmetal zählten, setzte ein schwerer Unfall dem Ganzen ein jähes Ende. In schlimmster Final Destination-Manier sorgte das Zusammentreffen mit einem russischen Holztransport-LKW dafür, dass zwei Mitglieder aus der Band ausschieden. Der damalige Sänger <strong>Covan</strong> kam zwar mit dem Leben davon, wird aufgrund schwerer Hirnschäden jedoch nie wieder derselbe sein. Schlagzeuger <strong>Vitek</strong>, der der Band im Alter von 12 Jahren (!) beitrat, verlor nach mehrtägigem Todeskampf sein Leben.</p>
<h4>Die Sache mit den Totgeglaubten &#8230;</h4>
<p>Doch entgegen der Erwartungen sollte es nicht für immer still um die Polen bleiben. <strong>Vitek</strong>s Bruder, Stammgitarrist und einzig verbliebenes Gründungsmitglied <strong>Vogg</strong> beschloß 2009 drei neue Mitglieder ins Boot zu holen und dem Namen <strong>DECAPITATED</strong> neues Leben einzuhauchen. Das erste Monument der <strong>DECAPITATED</strong>-Reinkarnation war im Jahre 2011 das Album &#8222;Carnival is Forever&#8220;. Nach dem Nachfolger &#8222;Blood Mantra&#8220; (2014), erschien nun das dritte Werk dieser Konstellation: &#8222;Antikult&#8220;.</p>
<p>Dass die Tage des Tech Death Metals der Jungs gezählt sind, machte bereits &#8222;Carnival&#8230;&#8220; klar. Deutlich grooviger, und teilweise auch langsamer als in den ganz jungen Jahren, versuchten <strong>DECAPITATED</strong> neuen Boden zu beschreiten – nicht immer zum Wohlgefallen der alten Fans.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-21268" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/decapitated-2017-pic.jpg" alt="DECAPITATED" width="960" height="637" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/decapitated-2017-pic.jpg 960w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/decapitated-2017-pic-300x199.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/decapitated-2017-pic-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/decapitated-2017-pic-750x498.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" />
<p>&nbsp;</p>
<p>Und auch mir gibt der neue Sound nicht immer etwas, was in meinem Fall vor allen Dingen an der recht durchschaubaren Grundformel liegt, die einerseits aus vertrackt anmutenden Akkordfolgen mit eingängigen Leads, und zum anderen aus ziemlich austauschbar wirkenden Riffs besteht. Ich kann nicht anders, als die erstgenannte Zutat immer wieder mit <strong>MESHUGGAH</strong> in Verbindung zu bringen, jedoch ohne die gleiche Komplexität zu erreichen – oder erreichen zu wollen.</p>
<p>Hört euch den Opener <em>&#8222;Impulse&#8220;</em>&nbsp;an, dann wisst ihr, was ich meine. Atmosphärisches Intro, vertrackte Gitarre, und dann leider ein Riff, das etwas hinter den Erwartungen zurück bleibt.</p>
<p>Ein erster Höhepunkt des Albums stellt für mich dann aber <em>&#8222;Deathvaluation&#8220;</em>&nbsp;dar, das mich positiv überrascht und sich als erster Ohrwurm herausstellt.</p>
<p>Weiter geht es mit <em>&#8222;Kill The Cult&#8220;</em>, welches durchaus markante Anleihen aufweist, mir jedoch das ständige Gefühl beschert, das alles schon irgendwoher zu kennen. Hat da etwa jemand zuviel <strong>DEVILDRIVER</strong> gehört?</p>
<h4>Drin ist, was drauf steht?!</h4>
<p>Dass die neuen Songs nur vereinzelt den &#8222;Groove&#8220; in &#8222;Groove Metal&#8220; packen, macht mir dann der Song &#8222;<em>One-Eyed Nation&#8220;</em>&nbsp;klar. Denn wenn das Genre-Stigma irgendwas auszudrücken vermag, dann, dass hier von vorne bis hinten mit Melodie gegeizt wird und ein Riff das andere jagt. Wobei es schwer fällt, wirklich etwas zu finden, was im Ohr bleibt, sobald die Leadgitarre aussetzt.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/yR7AnukIl8U?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auch die folgenden Songs <em>&#8222;Earth Scar&#8220;</em>&nbsp;und <em>&#8222;Never&#8220;</em>&nbsp;schaffen es leider nicht, mir diesen Eindruck zu nehmen und mich komplett vom Gegenteil zu überzeugen. Und das, obwohl besonders ersteres so etwas wie einen Refrain aufweist. Das abschließende, instrumentale <em>&#8222;Amen&#8220;</em>&nbsp;versucht noch einmal Atmosphäre aufkommen zu lassen, klingt für mich aber nur wie ein tiefgestimmter Abklatsch des <em>&#8222;Seasons in the Abyss&#8220;</em>-Intros.&nbsp;</p>
<p>Dass sich der Sound der Polen ändern würde, war absolut abzusehen und ist auch völlig legitim. Als das beste Album der Bandkarriere wird &#8222;Anticult&#8220; aber wohl nicht in die Geschichte eingehen. Obwohl ich Änderungen im Bandsound ungern verurteile, stellt sich mir doch die Frage, ob der Schritt einer in die richtige Richtung war.</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Aus den Tiefen #46: SHA&#8217;S FECKEL</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 May 2017 11:28:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Animals As Leaders]]></category>
		<category><![CDATA[aus den tiefen]]></category>
		<category><![CDATA[Jazz]]></category>
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		<category><![CDATA[nik bärtsch's ronin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In „Aus den Tiefen“ stelle ich euch regelmäßig mehr oder minder unbekannte Künstler, Projekte und Bands vor, die aus dem einen oder anderen Grund abseits der altbekannten Pfade wandeln. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Das Ergebnis muss nicht immer nach Metal ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>In „Aus den Tiefen“ stelle ich euch regelmäßig mehr oder minder unbekannte Künstler, Projekte und Bands vor, die aus dem einen oder anderen Grund abseits der altbekannten Pfade wandeln. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Das Ergebnis muss nicht immer nach Metal klingen, im Gegenteil! Der Fokus liegt hierbei auf Innovation, auf Experimentierfreude, auf dem Potenzial, etwas anders zu machen, als alle anderen.</strong></em></p>
<p>Zugegeben: ein ums andere Mal hab ich mich hier schon <a href="https://silence-magazin.de/tag/aus-den-tiefen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">weit weg von Metal bewegt</a> und mich ausm Fenster gelehnt. Heute springe ich noch n Stückchen weiter über den Tellerrand und nähere mich, noch stärker als sonst, dem Jazz.</p>
<p><strong>SHA&#8217;S FECKEL</strong></p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-17273" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/shas-feckel.jpg" alt="SHA'S FECKEL" width="960" height="636" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/shas-feckel.jpg 960w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/shas-feckel-300x199.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/shas-feckel-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/shas-feckel-750x497.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" />
<h4>Wie jetzt, Jazz?</h4>
<p>Wer ne genauere Erläuterung braucht, findet die <a href="https://www.youtube.com/watch?v=m5U6xmwyFPs" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.<br />
Auf <strong>SHA&#8217;S FECKEL</strong> wurde ich vor ein paar Jahren aufmerksam, kurz nachdem ihr erstes Album mit dem bescheidenen Titel &#8222;Greatest Hits&#8220; erschien. Die Band gehört mit zum Schweizer Ronin-Kollektiv, von und um den Pianisten <strong>Nik Bärtsch</strong>, unter dessem Label <strong>Ronin Rhythm Records</strong> Alben mehrerer Künstler erscheinen und bereits erschienen sind.</p>
<p>Grundsätzlich wird bei Ronin viel mit (Poly)-Rhythmen, Klängen, teils minimalistischen Phrasen und Post Rock-artigen Spannungskurven gearbeitet. Selbstredend unterscheiden sich die einzelnen Künstler aber mehr oder weniger drastisch voneinander. Während die Stücke von <strong>Bärtsch</strong> selbst stark vom Piano dominiert werden, die Songs des Projekts <strong>SHA&#8217;S BANRYU</strong> ohne Gitarre und gerade Takte auskommen, dafür aber Gesang aufweisen, ist die Musik von <strong>SHA&#8217;S FECKEL</strong> wesentlich mehr am Jazz Rock orientiert; ruppiger, härter.</p>
<p><iframe loading="lazy" style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3268582043/size=large/bgcol=333333/linkcol=e32c14/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless="" width="300" height="150">&amp;amp;amp;lt;a href=&#8220;http://roninrhythmrecords.bandcamp.com/album/greatest-hits-2&#8243;&amp;amp;amp;gt;Greatest Hits by Sha&#8217;s Feckel&amp;amp;amp;lt;/a&amp;amp;amp;gt;</iframe></p>
<p>Dabei wirkt die Musik sehr zeitgemäß und versucht nicht, sich krampfhaft an 70er-Vorbildern und Jazz-Rock-/Fusion-Ikonen wie dem <strong>MAHAVISHNU ORCHESTRA</strong> zu orientieren. Und auch wenn mit Bands wie <strong>T.R.A.M.</strong> (mit Mitgliedern von <strong>ANIMALS AS LEADERS</strong>, <strong>THE MARS VOLTA</strong> und <strong>SUICIDAL TENDENCIES</strong>), oder <strong>TRIOSCAPES</strong> in den letzten Jahren auch von Künstlern aus dem progressiven Metal-Spektrum immer mehr Nähe zu Jazz und Fusion deutlich wurde, merkt man den Schweizern deutlich an, dass ihre Wurzeln nicht im Metalbereich liegen, weswegen sich ihr Sound gleichermaßen abhebt wie durchsetzt.</p>
<h4>Progressives Kollektiv</h4>
<p>Ich bin der festen Überzeugung, dass die Musik, die unter dem Dach von <strong>Ronin Rhythm Records</strong> geboten wird, auch Fans von experimentellen und progressiven Metalspielarten zusagen wird, egal, um welche Band es sich handelt. Denn jede hat ihre eigenen Charakteristika, Alleinstellungsmerkmale, Vorzüge und Ausmaße an Experimentierfreude. Wer sich von <strong>MESHUGGAH</strong> und Konsorten gern rhythmisch das Hirn verknoten lässt, der ist auch hier genau richtig.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/BdJqOFLP4kA?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Eine Band des Kollektivs gesondert zu betrachten fällt schwer und ehrlich gesagt habe ich <strong>SHA&#8217;S FECKEL</strong> nur aus dem Grund ausgewählt, da sie meiner Meinung nach den höchsten Anteil an Rockinstrumentierung und -elementen aufweisen. Keinesfalls soll das aber das Werk eines anderen Künstlers schmälern.</p>
<p>Was ich zum Schluss jedoch ausdrücklich hervorheben will, ist das bereits 2008 erschienene Meisterwerk &#8222;Chessboxing Vol. 1&#8220; von <strong>SHA&#8217;S BANRYU</strong>, welches für mich eine der großartigsten (und leider vergriffenen und wohl unmöglich in die Hände zu bekommendsten) Platten des Universums darstellt.</p>
<p><iframe loading="lazy" style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3607996666/size=large/bgcol=333333/linkcol=e32c14/tracklist=false/artwork=small/track=572595279/transparent=true/" seamless="" width="300" height="150">&amp;amp;amp;amp;lt;a href=&#8220;http://roninrhythmrecords.bandcamp.com/album/chessboxing-volume-one-2&#8243;&amp;amp;amp;amp;gt;Chessboxing Volume One by Sha&#8217;s Banryu&amp;amp;amp;amp;lt;/a&amp;amp;amp;amp;gt;</iframe></p>
<p><strong>Ronin Rhythm Records</strong> hat eine <a href="https://roninrhythmrecords.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bandcampseite</a>, bei der die Alben jedoch nicht in Gesamtheit zu streamen sind. Reinhören sei euch dennoch wärmstens ans Herz gelegt!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/shafeckel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a></p>
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		<title>Über Mainstream, Depressionen und das Tourleben &#124; VOLA im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Nov 2016 08:52:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Agent Fresco]]></category>
		<category><![CDATA[Dream Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Euroblast]]></category>
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		<category><![CDATA[metal]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive]]></category>
		<category><![CDATA[Steven Wilson]]></category>
		<category><![CDATA[Technical]]></category>
		<category><![CDATA[Vola]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Robert hatte zum diesjährigen Euroblast das Vergnügen, mit VOLA zu sprechen. Die&#160;Dänen&#160;haben sich für einen Tag von ihrer Tour mit KATATONIA&#160;und AGENT FRESCO abgesetzt, um auf dem Kölner Festival zu spielen. Im Interview berichten sie von ihren ersten Lektionen des Tourlebens, ihren ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Robert hatte zum diesjährigen Euroblast das Vergnügen, mit <strong>VOLA</strong> zu sprechen. Die&nbsp;Dänen&nbsp;haben sich für einen Tag von ihrer Tour mit <strong>KATATONIA</strong>&nbsp;und <strong>AGENT FRESCO</strong> abgesetzt, um auf dem Kölner Festival zu spielen. Im Interview berichten sie von ihren ersten Lektionen des Tourlebens, ihren Einflüssen und die Frage, wie Prog-Metalbands in den Mainstream geraten können. Außerdem unterhielten&nbsp;sie sich darüber, wie sich Metal-Stereotypen momentan auflösen. Bühne frei für: <strong>VOLA</strong>!</p>
<h4>Robert:&nbsp;Wann seid ihr hier angereist? Heute morgen?</h4>
<p><strong>Asger:</strong> Eigentlich sind wir schon gestern angekommen. Wir haben uns kurzzeitig&nbsp;von der <a href="https://silence-magazin.de/skandinavisches-trio-agentfresco-vola-katatonia/"><strong>KATATONIA</strong>-Tour</a> getrennt, um hier in Köln auf dem <a href="https://silence-magazin.de/ein-mikrokosmos-der-besonderen-art-euroblast-xii-zweiter-tag-samstag/">Euroblast Festival</a> zu spielen. Nach unserer Show werden wir auch morgen in Berlin wieder zu Katatonia stoßen.</p>
<h4>R: Ein Kollege von mir hat euch erst in Leipzig gesehen und fand&#8217;s ziemlich klasse. Wie läuft die Tour bislang? Ihr hattet schon ein paar Gigs zusammen, aber es stehen ja noch einige aus, stimmt&#8217;s?</h4>
<p><strong>Asger</strong>: Ja, genau. Neun sind es noch. Wir haben erst heute früh darüber gesprochen. Es fühlt sich an, als wären wir schon seit einem Monat auf Tour, weil so viel passiert. Dabei ist es gerade mal die erste Woche von sechs. Wir sind bisher noch nie getourt, sondern haben immer nur einzelne Shows gespielt. Deswegen ist das Tourleben – vor allem im Tourbus unterwegs zu sein und generell Routine zu bekommen – absolut neu für uns. Das verbraucht ziemlich viel Energie. Aber langsam lernen wir, wie das so alles geht. Nicht jeden Tag Alkohol zu trinken, das ist zum Beispiel eine Lektion, die wir gelernt haben. [alle lachen] Nur Wasser für uns!</p>
<h4>R:&nbsp;Ist das tatsächlich eine persönliche Erfahrung oder etwas, das euch die alten Hasen verraten haben?</h4>
<p><strong>Nicolai:</strong> Nein, das wurde uns natürlich nicht so erzählt. Wir haben das für uns selbst herausgefunden, aber das macht es eben nicht einfacher. Vor allem, wenn du singst – ich singe die Backing Vocals und Asger die Leads – musst du deine Stimme schonen. Es wäre wohl das Unangenehmste, wenn du kurz vor deinem Auftritt keine Stimme hast. Wenn deine Stimme weg ist, dann ist das ziemlich peinlich. Du musst schon wenigstens etwas gesund leben.</p>
<h4>R:&nbsp;Euer Album &#8222;Inmazes&#8220; ist ja erst vor zwei Wochen erschienen. Ich frage mich da: wie sehr haben die Zuschauer auf euch überhaupt reagieren können? Ich vermute, dass es nicht so einfach ist, mit einem gerade erschienenen Album auf Tour zu gehen. Die meisten Leute kennen das Material vermutlich ja&nbsp;noch nicht. Wie sind da eure Erfahrungen?</h4>
<p><strong>N:</strong> Eigentlich haben wir das Album schon vor einem halben Jahr ein erstes Mal rausgebracht. Also konnten die Leute es auch schon vorher anhören. Das jetzt war eine Re-Release. Das ist in der Tat eine seltsame Sache. In unserem Fall haben einige das Material natürlich zum ersten Mal gehört. Es ist ungewohnt für uns, aber wir spielen jetzt hauptsächlich vor <strong>KATATONIA</strong>-Fans, die uns noch nicht kennen. Eigentlich kann man schon erkennen, ob es ihnen gefällt. Sie versuchen eben, die Musik in sich aufzunehmen, zu verstehen und sich eine Meinung darüber zu bilden. Dabei singen natürlich noch nicht alle mit, aber immerhin ein paar.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/7cNCUQrCvzM?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h4>R:&nbsp;Eure erste EP kam 2011 raus, ist das richtig?</h4>
<p><strong>A:</strong> Wir hatten auch vorher schon eine EP herausgebracht. 2008 war das. Aber ja, die EP &#8222;Monsters&#8220; kam 2011.</p>
<h4>R:&nbsp;Was habt ihr so in der Zwischenzeit gemacht? Ihr habt gesagt, dass &#8222;Inmazes&#8220; sowohl 2015 als auch jetzt ein zweites Mal veröffentlicht wurde.</h4>
<p><strong>A:</strong> Wir haben ungefähr ein Jahr dafür gebraucht, unsere Songs für &#8222;Inmazes&#8220; zu schreiben, nachdem &#8222;Monsters&#8220; fertig war. Wir haben das komplett selbst gemacht. Das heißt, dass wir auf dem Weg zur Fertigstellung einiges lernen mussten. Außerdem mussten alle entweder noch arbeiten gehen oder studieren, weswegen wir nicht die ganze Zeit daran arbeiten konnten. Der Prozess zog sich also eine Weile. Ein Jahr brauchten wir fürs Songwriting und zwei weitere für das Recording, Mixen und Mastern sowie die Versendung an Reviewer. Letztendlich haben wir es dann endlich am 15. Februar veröffentlicht. Dadurch haben wir jetzt einiges an Erfahrungen sammeln können. Das nächste Mal wird es mit Sicherheit schneller von der Hand gehen.</p>
<p><strong>N:</strong> Tatsächlich könnten&nbsp;dieses Mal auch einige Leute darauf warten. Auch nach &#8222;Monsters&#8220; haben schon einige neues Material erwartet, aber da war quasi kein Druck vorhanden&#8230; Allein, als wir hier zu unserem Raum gelaufen sind, wurden wir von einigen Leuten nach dem neuen Material gefragt. Ich glaube, dass die Tatsache, dass jemand darauf wartet, uns noch in unserer Arbeit beeinflussen wird.</p>
<h4>Robert:&nbsp;Das ist ja ziemlich cool. Ich habe auch so das Gefühl, dass ihr euch jetzt mit dem Re-Release auf einer neuen Stufe befindet. Das nimmt jetzt alles schon größere Dimensionen an.</h4>
<p><strong>N:</strong> Ein paar Master-Tapes haben wir gerade erst rausgeschickt. Wir hatten keine Ahnung, was wir damit machen sollten, … Aber glücklicherweise half uns dann John, unser Manager. Er ist grad mal zwei Tage vor der ersten Release des Albums zum Management dazugestoßen. Er hatte also nicht so viel Zeit, um es&nbsp;überhaupt zu versenden.<br />
<strong>A:</strong> Zur Zeit unserer ersten Veröffentlichung sind wir sehr abhängig von Social Media gewesen. Glücklicherweise gab es da ein paar Seiten, die über uns geschrieben haben.</p>
<h4>R:&nbsp;Ihr habt tatsächlich ziemlich viele Likes auf Facebook. Das war mir gar nicht bewusst. Über 10.000 Likes sind es sogar. Das wird von einigen als &#8218;magical mark&#8216; bezeichnet&#8230; [alle lachen].</h4>
<h4>Noch eine Frage zu einem Gebiet, welches&nbsp;mich durchaus mehr beschäftigt: die Lyrics und Themen, die von euch abgearbeitet werden. Ich habe über euch gelesen,&nbsp;dass die Texte sich sehr damit beschäftigen, gefangen zu sein, und über Situationen, die emotional nicht händelbar sind. Als ich dann das Album gehört habe, erschien es mir aber ganz und gar nicht deprimierend oder so. Natürlich habt ihr melancholische Parts in euren Songs, aber auch positivere Passagen und Atmosphären. Wie geht das mit den Texten einher? Wie habt ihr das Konzept eures Albums entwickelt?</h4>
<p><strong>A:</strong> Wir sind ziemlich stark von melancholischer Musik beeinflusst, die sowohl düster ist als auch eine Art Lichtblick in sich trägt. Also die Gewissheit, dass es nicht immer ein schlimmes Ende nehmen muss und dass es einen Weg hinaus aus den Problemen geben kann. Das ist es beispielsweise, was ich an <strong>Steven Wilson</strong> so sehr mag. Viele mögen sagen, dass das depressive Musik sei, aber eigentlich ist es auf eine gewisse Art und Weise auch aufbauend. Denn wenn du dich schlecht fühlst, damit vielleicht allein bist, hast du ein gemeinschaftliches Gefühl durch die Musik. Ich würde behaupten, dass wir diese Szenerie über unsere Musik auch erzeugen wollen. Wir wollen düstere Themen behandeln, aber letzten Endes auch Hoffnung vermitteln.</p>
<p>Mich selbst fasziniert sehr, was glücklich sein eigentlich ausmacht. Für mich ist dieses Gefühl etwas, das einen gute Erinnerungen erschaffen lässt, auf die man später zurückblicken kann. Natürlich kannst du sehr glückliche Momente erleben – aber diesen Moment an sich, an den kannst du dich nicht erinnern. Er wird keinerlei Wert für dich haben. Das hat er nur, wenn du auch wirklich dabei warst. Wenn dein Kopf nur voll mit bedrückenden Gedanken ist, wirst du dich eher an die Gedanken als an die Situation erinnern. Danach wird deine Vergangenheit ausschließlich aus Bildern bestehen, die durch diese Gedanken geprägt sind. Es geht also letztendlich darum, aus diesen negativen Mustern auszubrechen und reine Erinnerungen zu erschaffen, die einen wirklich glücklich machen können.</p>
<h4>R:&nbsp;Also könnte man sagen, dass sich das Album weniger darum dreht, gefangen zu sein als dass es vielmehr davon handelt, aus dieser Gefangenschaft zu fliehen?</h4>
<p><strong>A:</strong> Genau. Deswegen heißt es ja auch &#8222;Inmazes&#8220;. Weil es darum geht, herauszukommen, zu versuchen, das Gewirr aufzulösen.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/miNS5i6ATOI?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h4>R:&nbsp;Ich habe mitbekommen, dass ihr euch draußen über Rammstein und Meshuggah unterhalten habt. Vermutlich wird euch die Frage ständig gestellt&#8230;</h4>
<p><strong>N:</strong> Ich habe nur Späße gemacht. Ich habe über ein Album gesprochen und alle fragen, wovon wir speziell inspiriert worden sind oder wodurch diese Leute inspiriert wurden. Und dann antworten wir einfach … Überleg mal, eine Mischung aus <strong>PINK FLOYD</strong>, <strong>RAMMSTEIN</strong>&nbsp;und ein bisschen <strong>MESHUGGAH</strong>.<br />
<strong>A:</strong> Das ist eben das, was das Label geschrieben hat – und damit muss es wohl richtig liegen.</p>
<p><strong>N:</strong> Es war einfach witzig&#8230; Wenn du deine eigenen Texte liest und du feststellst, dass die Leute sich manchmal über deine vermeintlichen Einflüsse so sicher sind, dass sie definitiv diese Bands gehört haben müssen – aber du selbst eben nicht. Aber Menschen erleben und bemerken einfach unterschiedliche Sachen, wenn sie die Musik hören – abhängig davon, wie ihre Hörgewohnheiten sonst so sind.</p>
<h4>R:&nbsp;Also sind diese Bands nicht unbedingt eure wichtigsten Einflüsse?</h4>
<p><strong>N:</strong> Genau. Wenngleich wir vielleicht auch in einem ähnlichen Gewässer fischen.</p>
<h4>R:&nbsp;Ich war davon ausgegangen, weil ich den Eindruck hatte, dass euer Riffing dem von Meshuggah sehr ähnlich ist, aber vermutlich ist das einfach die Art eures Spiels. Das muss ja nicht unbedingt mit Meshuggah verbunden sein. Es hat auch viel vom Vibe der 70er, die ich ja auch mag. Einige Parts haben mich weniger an Pink Floyd erinnert als dass ich vielmehr King Crimson hier und da durchscheinen sah.</h4>
<h4>Wenn wir uns nun speziell das Euroblast ansehen, dann ist das ja ein sehr experimental-lastiges Festival. Denkt ihr, dass die Zukunft der harten oder extremen Musik vor allem im experimentellen Sektor liegen wird?</h4>
<p><strong>A:</strong> Ja, das ist eine wirklich gute Frage. Ich vermute, dass es diese techniklastige Musik immer schwer haben wird, eine breite Hörerschaft zu erreichen.<strong> DREAM THEATER</strong> sind zum Beispiel eine Band, die sehr technisch spielen und trotzdem die vermutlich größte Fangemeinde aufgebaut hat, die man mit dieser Musik überhaupt haben kann. Andererseits gibt es Bands wie <strong>THE MARS VOLTA</strong>, die ebenfalls sehr technisch sind und dennoch Zugriff auf den Mainstream haben. Das ist wirklich schwer auszudifferenzieren.</p>
<p><strong>N:</strong> Letztendlich haben auch unbekanntere Genres dank des Internets gute Chancen, weltweit wahrgenommen zu werden und ihre Hörerschaft zu vergrößern. Wenn wir mal von unserer Musik ausgehen, ist es ziemlich sicher, dass wir in Dänemark selbst nichts tun könnten, um irgendwie bekannter zu werden. Die Leute, die Musik, wie wir sie spielen, mögen, kennen uns bereits. Das Internet gibt uns die Möglichkeit, einfacher Leute auf der ganzen Welt für unsere Musik zu begeistern. Es gibt so die Möglichkeit, überhaupt in kleineren Städten zu spielen, selbst wenn man seltsame Musik macht.</p>
<p><strong>A:</strong> Aber noch mal zurück zum Mainstream. Vermutlich sind melodische Gesangslinien das, was dafür essenziell ist. <strong>VOLBEAT</strong> könnte man beispielsweise als Metalband sehen, die aber Melodiegesang mit hohem Wiedererkennungswert hat. Deswegen konnten sie eine so größe Hörerschaft für sich gewinnen, wie es einer Deathmetalband wohl nicht möglich wäre. Es geht vermutlich wirklich darum, den Gesang so zu produzieren, dass er angenehm anzuhören ist.</p>
<p><strong>N:&nbsp;</strong>Abgesehen davon wollen doch gar nicht alle Bands Mainstream sein. Jeder findet seinen Platz in der Bandlandschaft.<br />
<strong>A:&nbsp;</strong>Besonders schön zu sehen ist, dass eine Band wie <strong>GOJIRA</strong> ziemlich bekannt werden konnten und trotzdem immer noch extrem brutal und aggressiv sind. Das zeigt, dass eine große Bekanntheit erreicht werden kann, selbst wenn man harte Musik macht. Sie sind eben sehr melodiös in ihrem Gesang, auch wenn alles andere sehr brutal ist. Die hohen Screams sind natürlich auch ziemlich cool.</p>
<h4>R: Ich habe den Eindruck, dass sich die Genregrenzen hinsichtlich dessen, was in der Musik selbst thematisiert wird, langsam lockern. FALLUJAH ist z.B. eine der Bands, die das emotionale Spektrum dessen, was sie behandeln und was damit auch Einzug in den Metal hält, deutlich erweitern.</h4>
<h4>Zum Vergleich würde ich da mal CANNIBAL CORPSE heranziehen, die nur Hass und Aggression als Leitthemata haben. Mir gefällt das, dass Bands wie eben FALLUJAH oder BLACK CROWN INITIATE die klassische Metal-Thematik um andere Gedanken erweitern, anstatt immer auf denselben Stereotypen herumzureiten.</h4>
<p><strong>A:</strong>&nbsp;Wir sind tatsächlich dessen überdrüssig, dass Metal immer irgendwie mit der Farbe Schwarz, mit Totenschädeln oder der Hölle assoziiert wird. Natürlich ist das gerade sehr sehr verallgemeinert, was ich hier sage. Aber auch wir bemerken momentan einige Bands, deren Musiker aussehen, wie die normalen Typen von nebenan und trotzdem echt harte Musik spielen. Damit zeigen sie ja, dass es im Metal eben nicht nur darum geht, lange Haare zu haben oder sich ausschließlich schwarz zu kleiden. Das ist in der Tat ziemlich erfrischend.</p>
<h4>R: Ich glaube ja, die Szene sollte sich noch weiter bewegen. ANIMALS AS LEADERS ist so eine Band, die einen ausgeprägten Einfluss aus dem Jazz haben. Damit ist es eben eine Art von Musik, die sich in eine musikalischere Richtung bewegt. Eher Mainstream-orientierte Hörer nehmen das tendenziell wohl als Musik wahr, als die Leute, die vorwiegend&nbsp;im Deathmetal unterwegs sind. Deren Reaktion ist vermutlich viel eher: Was soll das denn? Das ist doch nur technisches Rumgewichse!</h4>
<p><strong>N:</strong> Ja, es kann schon wirklich schwierig sein, wenn man sein Instrument seit langer Zeit spielt und sich dann versucht zu erinnern, welche Musik einen eigentlich zu Anfang getriggert hat. Irgendwann wird man in seinem Spiel so technisch und so schnell, weil man das ganze abgefahrene Zeug übt. Man hört dann einfach neue Musik, hört anders hin und entdeckt ganz neue Qualitäten. Es fällt schon schwer, sich darauf zurückzubesinnen, was man wirklich gut fand als man mit dem Spielen angefangen hat.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-11719 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/inmazes_promo.jpg" alt="VOLAband_2" width="591" height="387" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/inmazes_promo.jpg 1200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/inmazes_promo-300x197.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/inmazes_promo-1024x671.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/inmazes_promo-750x491.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 591px) 100vw, 591px" /></p>
<h4>R: Eine letzte Frage habe ich noch. Ich bin immer sehr daran interessiert, unbekanntere Bands zu entdecken. Welche Bands, Künstler oder Alben haben euch dieses Jahr richtig beeindruckt?</h4>
<p><strong>VOLA:</strong> Zum einen die neue Platte von <strong>MODERAT</strong>. Das ist für mich eine sehr interessante Herangehensweise an elektronische Musik, ist aber auch sehr düster und melancholisch. Eine Kombination, die ich mag. <strong>BLAUBLUME</strong> aus Dänemark, die sehr melodisch sind, aber so gar keinen Metal spielen, sind mir noch aufgefallen. Der Sänger singt sehr hoch und hat dabei eine wunderbare Stimme. Vermutlich werden sie in der Zukunft etwas bekannter werden. Bislang sind sie das nur in Dänemark.</p>
<p>Außerdem gibt es eine norwegische Band namens <strong>RENDEZVOUS POINT</strong>, bei denen <strong>Baard Kolstad</strong> von <strong>LEPROUS</strong> trommelt. Das sind allesamt sehr talentierte Musiker, die gern mal Quintouplets oder solche Späße spielen. Die sind <strong>GOJIRA</strong> dahingehend ziemlich ähnlich, weil sie dasselbe Riff über vier Minuten spielen. Für die sehe ich auch gute Chancen auf einen Aufstieg. Ansonsten fallen mir nur größere Bands wie <strong>TAME IMPALA</strong> ein. Aber die kennt man wohl schon&#8230;</p>
<p><strong>R:</strong> Okay, cool! Danke für eure Tipps und das nette Gespräch. Ich wünsche euch nachher einen guten Gig und weiterhin eine tolle Zeit&nbsp;auf eurer Tour mit <strong>KATATONIA</strong>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Interview: Robert</em><br />
<em> Übersetzung &amp; Text: Nina</em></p>
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		<title>Eulen aus Athen &#8211; Prog für Beginner</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Oct 2016 08:52:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Progressive]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>TARDIVE DYSKINESIA &#8211; Harmonic Confusion Veröffentlichungsdatum: 09.09.2016 Dauer: 54:45 Min. Label: Eigenproduktion/Self Released Stil: Progressive Metal &#160; Nennt mir auf die Schnelle 3 Metal-Bands aus Griechenland! Wie? Das könnt ihr nicht? Dann wird es höchste Zeit, dass ihr TARDIVE DYSKINESIA aus Athen ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>TARDIVE DYSKINESIA </strong>&#8211; Harmonic Confusion<br />
Veröffentlichungsdatum: 09.09.2016<br />
Dauer: 54:45 Min.<br />
Label: Eigenproduktion/Self Released<br />
Stil: Progressive Metal</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nennt mir auf die Schnelle 3 Metal-Bands aus Griechenland! Wie? Das könnt ihr nicht? Dann wird es höchste Zeit, dass ihr <strong>TARDIVE DYSKINESIA</strong> aus Athen kennenlernt! Mit ihrem vierten Album seit 2003 bieten die Griechen für euch einen <strong>sehr guten Einstieg</strong> in die Welt des modernen <strong>Progressive Metals</strong>. Bereits das Intro <em>&#8222;Insertion&#8220;</em> baut einen interessanten Spannungsbogen auf und steigert den eigenen Hunger auf das folgende Hörerlebnis. <em>&#8222;Fire Red Glass Heart&#8220;</em> startet dann als offizieller erster Song. Hier lassen sich sofort alle Merkmale von <strong>TARDIVE DYSKINESIA</strong> ausmachen.</p>
<p>Zum einen die von <strong>MASTODON</strong> und ferner auch <strong>MESHUGGAH</strong> erinnernden Gitarren, sowie der ebenso von <strong>MESHUGGAH</strong> beeinflusste Gesang. Dann dürfen schöne Clean Vocals natürlich nicht fehlen. Das Ganze wird mit der für das Genre typischen <strong>Polyrhythmik</strong> garniert, auch an ruhigen Momenten wird nicht gespart. Jetzt kann es also richtig losgehen. <em>&#8222;The Electric Sun&#8220;</em> marschiert sehr modern gen Ohren, lässt jedoch immer wieder atmosphärische Riffs durchscheinen und benutzt die Anfangsmelodie als roten Faden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-10341" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/TD_2-1024x756.jpg" alt="td_2" width="855" height="632" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/TD_2-1024x756.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/TD_2-300x221.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/TD_2-750x554.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/TD_2.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 855px) 100vw, 855px" /></p>
<h4>Bleiben noch 7 Songs übrig</h4>
<p><em>&#8222;Self Destructive Haze&#8220;</em> führt genau das fort, womit die ersten Nummern begonnen haben. Hier sorgt der Gesangseffekt in den introvertierten Abschnitten für eine gelungene Unterstützung des <strong>dystopischen Gesamtbildes</strong>. Sehr schön klingen dabei die Gitarren, welche mal wieder mit simplen, aber dennoch gut platzierten Tönen, sowie einem chaotischen Solo für die nötige Härte sorgen. Danach wird mit <em>&#8222;Thread Of Life&#8220;</em> betont lässig gewerkelt. Hier erinnert mich das Ganze stellenweise sogar an alte <strong>BARONESS</strong>. Für den Progressive Metal ist es heute normal, auch klassische Instrumente zu benutzen. Also wird der Song zusätzlich mit <strong>Streichern</strong> veredelt. <em>&#8222;Triangulation Through Impasse&#8220;</em> hingegen plätschert farblos dahin. Für mich wirkt dieses Mal der Klargesang eher unpassend. Außerdem gibt es noch ordentlich Djent-Anleihen, die mir schon immer ein Dorn im Auge des modernen und&nbsp;progressiven Metal waren.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/NP395Ysehxo?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Für Fans von <strong>URANIMALS</strong> dürfte das aber kein Problem sein. Dafür schlägt der darauffolgende Track <em>&#8222;Saviour Complex&#8220;</em> volle Breitseite in mein Hörzentrum. Denn die Anfangsmelodie setzt sich fest wie ein Kaugummi im Haar. Dieser Song ist mit seinem Rhythmus für mich einfach unwiderstehlich. Ein Saxophon habe ich auch lange nicht mehr im Metal gehört. Nachdem auch <em>&#8222;Echoes 213&#8220;</em> unauffällig an mir vorbeizieht, ist es an der Zeit, sich mit <em>&#8222;Chronicity&#8220;</em> zu verabschieden. Schleppend und mit leichter Wehmut zeigt mir das Outro, was ein gutes Instrumentalstück ausmacht.</p>
<p>Es war eine schöne, wenn auch manchmal anstrengende, Reise durch den Kosmos von <strong>TARDIVE DYSKINESIA</strong>. Hoffentlich ist die nächste Veröffentlichung genauso spannend und eventuell steigern sich die Griechen ja noch ein Stück. Dann steht einer hohen Punktezahl nichts mehr im Wege.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Musizieren nach Zahlen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Sep 2016 13:09:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich hasse Mathe und hab Mathe immer gehasst. Was übrigens auf Gegenseitigkeit beruht. Spätestens nach der 2ten Klasse wussten wir beide, dass das mit uns einfach nichts werden kann. Allen Versuchen zum Trotz, näherten wir uns nie wieder so richtig aneinander an. ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hasse Mathe und hab Mathe immer gehasst. Was übrigens auf Gegenseitigkeit beruht. Spätestens nach der 2ten Klasse wussten wir beide, dass das mit uns einfach nichts werden kann. Allen Versuchen zum Trotz, näherten wir uns nie wieder so richtig aneinander an. Nach Schulzeiten verloren wir uns eine Weile aus den Augen und störten uns beide nicht sonderlich daran. Wir kommen sehr gut ohne einander klar – dachte ich.</p>
<p>Doch wie das im Leben manchmal so ist: manche Dinge lernt man erst recht spät zu schätzen. Und das sind in meinem konkreten Fall komischer Weise Musiktheorie und Mathe. Stellte ersteres für mich zu Schulzeiten immer eine unüberwindbare und unbegreifliche Hürde dar, so stellte zweiteres für mich zu Schulzeiten immer eine unüberwindbare und unbegreifliche – achso, ja&#8230;naja ihr wisst schon&#8230;</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-7232 size-full" title="Zahlen" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/PeqMNrQ.jpg" alt="Zahlen" width="960" height="960" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/PeqMNrQ.jpg 960w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/PeqMNrQ-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/PeqMNrQ-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/PeqMNrQ-750x750.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" />
<p>Komischer Weise erfasste mich dann kurze Zeit, nachdem ich die Schule verlassen hatte ein unstillbares Interesse daran, meine Instrumentalkünste durch Theorie aufzuhübschen. Bis heute bin ich dabei zwar nicht bis zum Berufsmusiker empor gestiegen, jedoch hab ich mich wesentlich intensiver damit beschäftigen können, als zu Schulzeiten. Denn nicht für den Lehrer, sondern für das Leben lernen wir. Na klar.</p>
<p>Es hatte weniger mit Mathe zu tun, sondern viel mehr mit Zahlen. Lange Zeit über wusste ich nicht mal, dass es Musik gibt, die nicht im 3/4tel, 4/4tel oder 6/8tel Takt ist.</p>
<p>Irgendwann stieß ich dann auf <strong>ANIMALS AS LEADERS</strong>, die mich mit ihrer ersten Platte völlig wegballerten. Es eröffneten sich mir völlig neue Welten.<br />
Zusätzlich dazu wurde ich durch neue Bandkollegen mit Musik in Kontakt gebracht, auf die ich sonst niemals gestoßen wäre, von der ich im Vorfeld nicht mal wusste, dass so etwas möglich war. Die Zauberworte hießen „Tech“ und „Prog“.</p>
<p>Mein Musikgeschmack sollte sich grundlegend verändern, meine Scheuklappen eliminiert, meine bisherigen Kriterien zur Bewertung guter Musik über Bord geworfen werden.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7234 size-full" title="Zahlen " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/12002847_406096696257100_7627092154683328658_n.jpg" alt="Zahlen" width="500" height="483" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/12002847_406096696257100_7627092154683328658_n.jpg 500w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/12002847_406096696257100_7627092154683328658_n-300x290.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" />
<p>&nbsp;</p>
<p>Als ich die ersten Male versucht habe einen 7/8 Takt auf der Gitarre zu spielen, sind mir fast die Synapsen explodiert. Ja, alle beide! Doch irgendwann ließen die Gewohnheiten nach und es gelang, alles zu spielen, was ungerade war. Da ich bis heute eine große Faszination fürs Schlagzeugspiel hege, stellte es sich irgendwann ein, dass ich Songs unter rhythmischen Aspekten beleuchtete und mir angewöhnte, mitzuzählen.</p>
<p>Die ganze Idee ist alles andere als neu, im Gegenteil. Im Jazz wurde dies schon in den 50ern (!!!) durch Dave Brubeck eingesetzt. Klassiker bis heute: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=zFk-kiDW_tA" target="_blank">Take Five</a>, im – na, wer errät es – 5/4 Takt. Im Progressive Rock und Fusion Bereich muss man <strong>KING CRIMSON</strong> (mit der fantastischen Gitarrenarbeit von Robert Fripp) und <strong>THE MAHAVISHNU ORCHESTRA</strong> nennen.<br />
Spätestens mit <strong>DREAM THEATER</strong> sollte das Ganze dann auch im Metal auf ein komplett neues Level gehoben werden, und kein Takt mehr wie der andere sein. Es folgten <strong>DEATH</strong> und <strong>ATHEIST</strong>, <a href="https://silence-magazin.de/core-classics-teil-2/" target="_blank">Mathcore Bands</a>, und später dann progressive Größen wie <strong>TOOL</strong> und <strong>MESHUGGAH</strong>. Über die Djent Welle, die mittlerweile auch schon wieder abgeflacht ist, kommen wir schließlich zu dem aktuellen Stand von ungeraden Metren und Progressivität in der Metal Szene. Und es lässt sich feststellen: das Bewusstsein dafür, was in der Musik machbar ist, ist deutlich gewachsen. Metal befindet sich an einem Punkt, an dem die Genregrenzen immer weiter verschwimmen, der technische Anspruch vieler Bands dazu enorm gewachsen ist. Auch wenn das für viele jetzt Blasphemie sein mag: Metal bewegt sich immer weiter in Richtung (auch für die Außenwelt) ernstzunehmender Musik. Es geht nicht mehr nur ums stumpfe Draufkloppen, um Brutalität nur der Brutalität halber. Hört euch zum Beispiel die neue <a href="https://silence-magazin.de/zur-fortwaehrenden-verstrickung-haken-oeffnen-turen-zu-vergangenheit-und-zukunft-des-prog/" target="_blank"><strong>HAKEN</strong> Platte</a> an. Oder eine meiner absoluten Lieblinge in diesem Bereich: <strong>INTRONAUT</strong>. Was ich bei diesen besonders bewundere ist, dass stets songdienlich agiert wird und nie, um zu zeigen, wie krass man spielen kann.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://embed.spotify.com/?uri=spotify%3Atrack%3A5G4VlKCVCBihCBTDEZZphw" width="300" height="380" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Sicherlich gibt es da draußen Bands, die das Ganze einfach nur betreiben, um zu zeigen, dass sie es können. Doch oft setzen auch Bands, die man nicht im Prog Sektor verortet, diese taktischen (see, what I did there?) Kniffe ein, um Songs interessanter zu gestalten. <strong>CANNIBAL CORPSE</strong> oder <strong>DYING FETUS</strong> sind da nur wenige Beispiele.</p>
<p>Dann gibt es noch Songs, die einen, sofern man sie denn korrekt mitnicken will, wie jemanden mit motorischen Ticks aussehen lassen. Beispiel gefällig? Das gute Stück steht zunächst in 10/4 und 5/4 um dann in nen abartig geilen 23/8el Abschlussteil zu münden? Was zur Hölle?</p>
<p><iframe loading="lazy" style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2123746043/size=large/bgcol=333333/linkcol=e32c14/tracklist=false/artwork=small/track=1288602807/transparent=true/" width="300" height="150" seamless=""><a href="https://cloudkickermusic.com/album/little-histories">Little Histories by Cloudkicker</a></iframe></p>
<p>Natürlich hat jeder Mensch nen anderen Zugang zu Musik. Meiner ist, zugegebener Maßen, manchmal recht analytisch. Dennoch denke ich nicht, dass man unbedingt Instrumentalist sein muss, um diese Art Musik genießen zu können. Natürlich ist es auch völlig legitim, sich weiterhin nen Dreck um Zahlen in der Musik zu scheren.</p>
<p>Wirklich geil wird es für mich aber dann, wenn ich mir alte Platten anhöre und an diesen Dinge entdecke, die mir vormals verborgen blieben. Monatelang habe ich früher nichts anderes als <strong>SYSTEM OF A DOWN</strong> gehört. Und erst nach Jahren sind mir die teils merkwürdigen Takte aufgefallen, die mir heute ein angenehmes Zucken um die Mundwinkel bescheren. Musik steckt an allen Ecken und Enden voller Überraschungen.</p>
<p>In diesem Sinne: macht eure Hausaufgaben und viel Spaß beim zählen!</p>
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		<title>Aus den Tiefen #12 &#8211; Car Bomb</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Sep 2016 08:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[aus den tiefen]]></category>
		<category><![CDATA[Car Bomb]]></category>
		<category><![CDATA[Elliot Hofmann]]></category>
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		<category><![CDATA[Long Island]]></category>
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		<category><![CDATA[Michael Dafferner]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In „Aus den Tiefen“ stelle ich euch regelmäßig mehr oder minder unbekannte Künstler, Projekte und Bands vor, die aus dem einen oder anderen Grund abseits der altbekannten Pfade wandeln. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Das Ergebnis muss nicht immer nach Metal ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/aus-den-tiefen-12-car-bomb/">Aus den Tiefen #12 &#8211; Car Bomb</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>In „Aus den Tiefen“ stelle ich euch regelmäßig mehr oder minder unbekannte Künstler, Projekte und Bands vor, die aus dem einen oder anderen Grund abseits der altbekannten Pfade wandeln. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Das Ergebnis muss nicht immer nach Metal klingen, im Gegenteil! Der Fokus liegt hierbei auf Innovation, auf Experimentierfreude, auf dem Potenzial, etwas anders zu machen, als alle anderen.</strong></em></p>
<p>Wieder mal ist es Freitag. Und wieder mal möchte ich euch eine Band vorstellen, die ihr vielleicht noch nicht kennt. Generell schreibe ich hier nicht über Musik, die ich Kacke finde, oder die mir egal ist. Ich krame nicht irgendwo im Internet rum, nur um dann hier etwas möglichst Durchgedrehtes oder Unhörbares vorzustellen, zu dem ich keinen Bezug habe.<br />
Trotzdem ist die Band, um die es mir heute geht, nochmal etwas ganz Besonderes.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-7241" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Car-bomb-pic.jpg" alt="Car Bomb" width="1200" height="900" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Car-bomb-pic.jpg 1200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Car-bomb-pic-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Car-bomb-pic-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/09/Car-bomb-pic-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" />
<p>&nbsp;</p>
<p>Bei der Band &#8211; deren Musik noch brutaler klingt, als es ihr Name vermuten lässt &#8211; handelt es sich um ein Quartett aus Long Island, New York. Die Musik begleitet mich nun schon seit einigen Jahren und ich kann behaupten, dass <strong>CAR BOMB</strong> eine meiner absoluten Lieblingsbands ist. Und das obwohl (oder gerade weil) sie von vielen als <a href="https://silence-magazin.de/entartete-musik-oder-der-reiz-des-unhoerbaren/" target="_blank">unhörbar</a> abgestempelt werden.<br />
Hat sich mal irgendwer vorgestellt, wie <strong>MESHUGGAH</strong> in kompliziert klingen würden? Nein? Dann wird’s Zeit.</p>
<p>Wo die irren Schweden komplizierte Rhythmen meist über einem 4/4tel Groove laufen lassen, und somit das Mitnicken erleichtern, denken <strong>CAR BOMB</strong> gar nicht daran.</p>
<p><iframe loading="lazy" style="border: currentColor; overflow: hidden;" src="https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2FCarBomb%2Fposts%2F10151501398511153&amp;width=500" width="500" height="205" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></p>
<p>Korrekt. Headbangen geht bei <strong>CAR BOMB</strong> also nur, wenn man die Rhythmik auswendig lernt. Und ja, so ein Musiknerd bin ich.</p>
<p>Am ehesten lässt sich das hier Gebotene vermutlich als technisch-noisiger Mathcore bezeichnen. Melodisch wird wenig geboten, die Gitarrenarbeit ist ziemlich ungewöhnlich. Vor allem, da oftmals auch einfach Geräusche rhythmisch in den Song eingebunden werden. Ohne sich selbst an der eigenen Spielfertigkeit aufzugeilen, arbeiten <strong>CAR BOMB</strong> hier immer noch songdienlich mit ihrem Potenzial. Ohne Frage: die einzelnen Musiker sind Meister ihres jeweiligen Fachs. Dennoch kommt nie der Gedanke auf, dass das alles nur geschieht, um abends vorm Spiegel abwichsen zu können.</p>
<p>Insgesamt ist alles was hier passiert extrem kurzweilig. Obwohl es weder Refrains oder wirkliche Hooklines gibt, sorgt vor allem der Mann am Mikro, Michael Dafferner, mit irrsinnigster Vokalakrobatik für einen klaren Wiedererkennungswert. Mit äußerster Präzision werden hier die „Gesangslinien“ auf das Schlagzeug abgestimmt, arbeiten Gitarre und Bass uhrwerkverdächtig miteinander, entschleunigt die Band mitten im Song kollektiv, um dann wieder anzuziehen. Bei aller Komplexität legen <strong>CAR BOMB</strong> trotzdem ne unfassbare Dynamik, aber auch Aggression an den Tag, die durch die undurchsichtigen „Strukturen“ nochmal besonders zuschlägt.</p>
<p>Das Debütalbum „Centralia“, welches damals noch auf Relapse erschien, war für mich selbst eine wegweisende Platte, die mein Hörverhalten maßgeblich geprägt und geändert hat. Danach hab ich mich von so manch vorheriger Vorstellung darüber, was Musik kann, darf und muss, verabschiedet. Hörbarkeit bekam eine völlig neue Bedeutung für mich.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/LeGtMRm9Sho?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Da Relapse mit der Band offenbar nicht allzu großen kommerziellen Erfolg erzielen konnte, erschien das zweite Album mit dem wohlklingenden Namen <a href="https://carbomb.bandcamp.com/album/w-w-w-w" target="_blank">„w^w^^w^w“</a> (kein Scherz) als Eigenproduktion. Aus diesem Grund war dieses leider mit einem mäßigen Sound versehen, gehört aber dennoch zu den meistgehörtesten Platten in meiner Sammlung.</p>
<p>Am 28.Oktober diesen Jahres wird das dritte <strong>CAR BOMB</strong>-Album „Meta“ erscheinen. Der Vorabtrack, den ihr euch weiter unten anhören könnt, verspricht bereits jetzt nicht nur äußerste Brutalität und Präzision, sondern auch einen ausgezeichneten Sound. Denn aufgenommen und produziert wurde es nirgendwo anders als in den New Yorker Silver Cord Studios, welches Schlagzeuger Elliot Hoffman und <strong>GOJIRA</strong>-Mastermind Joe Duplantier gemeinsam betreiben.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/bUVcnsiRQ4M?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Auch abseits der Musik ist <strong>CAR BOMB</strong> eine Band, die ich sympathisch finde. Warum das so ist, lässt sich anhand des Films <a href="https://www.youtube.com/watch?v=wJSp-yRMrsY" target="_blank">„[why_you_do_this]“</a> sehen, den Sänger Michael Dafferner während mehrerer Touren filmte und produzierte. Ein Film, den meiner Meinung nach jeder Musiker gesehen haben sollte!</p>
<p>Sollten sich deine Lieblingsmetalbands irgendwo in seichteren Gefilden verorten lassen, dann kann der Erstkontakt mit <strong>CAR BOMB</strong> sicher einen Kulturschock darstellen. Trotz, oder gerade deswegen rate ich dennoch: unbedingt reinhören!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/CarBomb/?fref=ts" target="_blank">Facebook</a></p>
<p><a href="https://carbomb.bandcamp.com/music" target="_blank">Bandcamp</a></p>
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		<title>Das Sägeblatt rollt bergab. WHITECHAPEL &#8211; Mark Of The Blade</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jun 2016 05:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Core]]></category>
		<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[A New Era Of Corruption]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>WHITECHAPEL &#8211; Mark Of The Blade Veröffentlichungsdatum: 24.06.2016 Dauer: 48:00 Label: Metal Blade Records Ich hab mich nie für Deathcore interessiert. Daher ist dieses Review auch hier vorbei. Tschööööß! Bands wie CARNIFEX, SUICIDE SILENCE oder andere Kapellen, die jugendliche Mädchen mit schwarz gefärbten ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/das-saegeblatt-rollt-bergab-whitechapel-mark-of-the-blade/">Das Sägeblatt rollt bergab. WHITECHAPEL &#8211; Mark Of The Blade</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>WHITECHAPEL</strong> &#8211; Mark Of The Blade<br />
Veröffentlichungsdatum: 24.06.2016<br />
Dauer: 48:00<br />
Label: Metal Blade Records</p>
<p>Ich hab mich nie für Deathcore interessiert. Daher ist dieses Review auch hier vorbei. Tschööööß!</p>
<p>Bands wie <strong>CARNIFEX</strong>, <strong>SUICIDE SILENCE</strong> oder andere Kapellen, die jugendliche Mädchen mit schwarz gefärbten Haaren und zu viel Kajal bevorzugt hören, haben größtenteils nie was mit mir gemacht.<br />
<strong>WHITECHAPEL</strong> bildeten da seit jeher eine der wenigen Ausnahmen. Die Jungs schafften es irgendwie immer, mich zu packen. So beobachtete ich dann auch mit Wonne, dass sich der Sechser aus Knoxville, Tennessee immer weiter dem (technisch angehauchtem) Death Metal öffnete und damit eine ähnliche Entwicklung durchmachte wie <strong>JOB FOR A COWBOY</strong> oder <strong>THE MODERN AGE SLAVERY</strong>.<br />
Mein persönlicher Höhepunkt dieser Entwicklung stellte dann das 2012 erschienene selbstbetitelte Album dar, auf welchem sich die Amis sowohl in kompositorischer als auch in spielerischer Bestform befanden.</p>
<p>„Mark Of The Blade“ ist nun das bereits sechste <strong>WHITECHAPEL</strong> Album.</p>
<blockquote><p>Was erwartet uns? Und wer ist eigentlich dieser Mark?</p></blockquote>
<p>Das neue Werk ist ein düsterer Brocken. Was allerdings auch heißt, dass es über weite Strecken arm an Melodien ist, die mir hier und da fehlen. Darüber hinaus wirkt dieses Album irgendwie deutlich stumpfer als die Vorgängerwerke.</p>
<p>So rauschen die ersten drei Songs erstmal an einem vorbei, ohne dass irgendwas herausstechen würde, was man nicht schonmal so, oder so ähnlich, gehört hätte.<br />
Erst der vierte Song <em>„Bring Me Home“</em> lässt einen aufhorchen und überrascht mit genau dem Klargesang, über den im Vorfeld schon viel spekuliert und hergezogen wurde. Technisch ist der Gesang gut gemacht, nichts anderes hätte man von Phil Bozeman erwartet! Die Passagen, die hier clean vorgetragen werden, erinnern von der Machart her an <strong>A PERFECT CIRCLE</strong>, könnten aber auch auf ein <strong>STONE SOUR</strong> Album passen. Einer der wenigen starken Songs der Platte!</p>
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<p>Obwohl die clean vocals überraschenderweise überzeugen, wirkt es, als hätten sich die Jungs nicht dazu durchringen können, diese verstärkt und konsequent einzusetzen.</p>
<blockquote><p>Wenn man ein Stimmenungetüm wie Phil am Mikro beschäftigt &#8211; der für die ungeahnten Tiefen, in die er vordringen kann, bekannt ist &#8211; ist es sicherlich ein großer Schritt, sich aus der altbekannten Komfortzone heraus zu bewegen.</p></blockquote>
<p>Dennoch sind <strong>WHITECHAPEL</strong> meiner Meinung nach an einem Punkt angekommen, an dem sie genau dies tun müssten. Hier nun besteht die Möglichkeit, die volle dynamische Bandbreite dessen, was Stimmbänder zu leisten im Stande sind, auszureizen. Die Jungs haben zweifelsohne das Potential dies zu nutzen und in der Konsequenz gute Songs zu schreiben, die mit Spannungsbögen versetzt sind. Nur leider gelingt ihnen das auf „Mark Of The Blade“ kaum. Dabei sind die beiden Stücke, in denen Phil clean singt, (<em>„Bring Me Home“</em>,<em>  „Decennium“</em>) so ziemlich die stärksten des Albums!</p>
<p>Für manche hat der qualitative Abstieg schon nach „A New Era Of Corruption“ begonnen. Dem kann ich bedingt zustimmen, konnten mich doch schon auf dem 2014er Output nur einige wenige Songs mitreißen. So wirkt „Mark Of The Blade“ bei 11 Songs und 48 Minuten Spielzeit sehr langatmig. Versteht mich nicht falsch: ich erwarte von <strong>WHITECHAPEL</strong> kein lupenreines Death Metal-Album. Allerdings hab ich hier das Gefühl, dass die partielle Rückkehr zu Deathcore-Elementen weniger am Puls der Zeit ist, als es den Jungs möglich wäre. Mittlerweile können sie deutlich mehr, als Breakdowns auf Gitarren zu spielen, die auf Y runtergestimmt sind. Nur leider zeigen sie das hier nicht.</p>
<p>So stellt das sechste Album das für mich bislang schwächste dar. Objektiv betrachtet ist das hier immer noch gut gemachter, moderner Metal. Jedoch wird dieser wohl sofort aus Ohr und Laufwerk verschwinden, sobald dieses Review fertig getippt ist.</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/whitechapelmetal/?fref=ts" target="_blank">Facebook</a></p>
<p><a href="http://www.whitechapelband.com/" target="_blank">Website</a></p>
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