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	<title>Neue Deutsche Härte Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
	<lastBuildDate>Thu, 02 Apr 2026 11:35:33 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Neue Deutsche Härte Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Vogelfrey anders als erwartet &#8211; Make Mittelalter Great Again!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sven F.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Nov 2025 09:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[MMAGA]]></category>
		<category><![CDATA[ndh]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Deutsche Härte]]></category>
		<category><![CDATA[VOGELFREY]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>VOGELFREY liefern mit "Make Mittelalter Great Again" ihr siebtes Studioalbum. Doch liefern sie oder haben wir das verflixte siebte Album?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/vogelfrey-anders-als-erwartet-make-mittelalter-great-again/">Vogelfrey anders als erwartet &#8211; Make Mittelalter Great Again!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2 style="text-align: center;">VOGELFREY &#8211; &#8222;Make Mittelalter Great Again&#8220;</h2>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong> 14.11.2025<br />
<strong>Länge:</strong>&nbsp; ca. 43 Min.&nbsp;<br />
<strong>Label: </strong>Metalville (Edel)<br />
<strong>Genre: </strong>&nbsp;Mittelalter Dance Metal / Neue Deutsche Mittelalter Härte </div></div></div></p>
<p>Als ich den Titel &#8222;Make Mittelalter Great Again&#8220; zum ersten Mal hörte, war ich überrascht und dachte mir, oha, <strong>VOGELFREY</strong> wollen das Genre neu erfinden? Ich bin gespannt. Nun ja, die Band, die zu hart für die Mittelalterszene aber zu mittelalterlich für die Metalszene ist, erfindet hier etwas neu. Nämlich die Art der Musik, die sie selbst spielen, oder anders gesagt, das Genre, in dem sie sich bewegen. Doch was genau bedeutet das nun? Bevor wir das klären, lasst uns erstmal gucken, wer <strong>VOGELFREY</strong> überhaupt ist und dann sehen wir uns das Album an.</p>
<h3>Die harten Fakten</h3>
<p><strong>VOGELFREY</strong> ist eine Hamburger Band, die 2004 gegründet wurde und somit letztes Jahr ihr 20 jähriges Jubiläum gefeiert haben. Sie besteht aus den Musikern:</p>
<p><strong>Jannik</strong> <strong>Schmidt</strong> &#8211; Gesang<br />
<strong>Dennis</strong> <strong>Walkusch</strong> &#8211; Gitarre<br />
<strong>Christopher</strong> <strong>Plünnecke</strong> &#8211; Bass<br />
<strong>Johanna</strong> <strong>Heesch</strong> &#8211; Cello<br />
<strong>Alexander</strong> <strong>Suck</strong> &#8211; Violine<br />
<strong>Dominik</strong> <strong>Christiansen</strong> &#8211; Schlagzeug</p>
<p>Insgesamt haben sie mit &#8222;Make Mittelalter Great Again&#8220; 7 Studioalben, ein Live Album und eine EP veröffentlicht. Auf dem aktuellen Album hat man sich für die Zusammenarbeit mit drei Gastmusikern entschieden: Tetztel von <strong>ALL FOR METAL/ASENBLUT</strong>, <strong>FERRIS MC</strong> und <strong>Ingo Hampf</strong> von <strong>SUBWAY TO SALLY</strong>!</p>
<h3>MITTELALTER DANCE METAL</h3>
<p>Der Album Track <em>&#8222;Make Mittelalter Great Again&#8220;</em> macht direkt klar, dass dies nur eine Metapher ist und es um etwas ganz anderes geht! Nämlich um moderne Zeitgeschehen und die Kritik daran. Man legt direkt die ganze Hand in die Wunde! Und mit der Kritik ist man nicht alleine, denn <strong>TETZEL</strong> ist mit von der Partie. Genauso im Video, welches mit wenig Mitteln echt gut gemacht wurde. <strong>TETZELS</strong> Growls unterstützen den langgezogenen Brakedown sehr gut! Ansonsten gibts hier stampfende Beats im NDH Style!</p>
<p><iframe title="Vogelfrey - Make Mittelalter Great Again feat. @AsenblutTv  (Offizielles Musikvideo)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/jFCSj9c7G0o?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Wer erinnert sich noch an <strong>LASERKRAFT 3D</strong> und ihr One Hit Wonder <em>&#8222;Nein, Mann&#8220;</em>? <strong>VOGELFREY</strong> taten dies anscheinend und haben den Song in ihr neues Klangkostüm gesteckt. Ich fand den Song damals schon sehr witzig und unterhaltsam. Weil er so minimalistisch und dennoch eingängig war. Und genau das haben <strong>VOGELFREY</strong> auch wieder geschafft. Unterstützt werden sie hier von&nbsp;Streamerin <strong>ANNI QUINN</strong>, Kiezstar <strong>EVE CHAMPAIGN</strong> und Elbschlosskeller Chef <strong>DANIEL SCHMIDT</strong>! Übrigens: Wer im Video genau hinguckt, kann mich eventuell an zwei Stellen entdecken.</p>
<p>Das Feature mit <strong>FERRIS MC</strong> in <em>&#8222;Alle sagen das</em>&#8222;, ist das beste Feature seit <em>&#8222;Stahl auf Stahl&#8220;</em> von <strong>SUBWAY TO SALLY</strong>, das mir in den letzten Monaten untergekommen ist! Dies liegt eventuell daran, dass <strong>FERRIS</strong> seinen Text selbst geschrieben hat. Hier wird nicht nur ne halbe Strophe gerappt, sondern direkt ein Pamphlet abgeliefert. Für kurze Zeit vergisst man, dass man eigentlich einen <strong>VOGELFREY </strong>Song hört. Ein wenig nervt mich der poppige Autotune Sound über <strong>Janniks</strong> Stimme im Refrain, aber ich kann das hier als Stilmittel für die Message akzeptieren. Ansonsten gibt es hier eben NDH Sound auf die Ohren.</p>
<p>In <em>&#8222;Trollwut&#8220;</em> trieft das Album auch weiterhin vor Wut und Aggression. Ein richtig düsterer und harter Sound, der sich gegen all die Internet Rambos und Trolle da draußen richtet. Ein sehr Rhythmus-getriebener Song. Genau richtig zum Headbangen!</p>
<p>Mit <em>&#8222;Nacht über Leben&#8220;</em> gibt es melodisch leichte <strong>SUBWAY TO SALLY</strong> Vibes. Dabei ist dies nicht mal der Track mit dem Gitarrensolo von <strong>Ingo</strong>&nbsp;<strong>Hampf</strong>. Wenn man es so nennen kann, ist dies einer der beschwinglichsten Songs auf dem Album.&nbsp;</p>
<p>Wir haben ihn jahrelang auf vielen <strong>VOGELFREY</strong> Konzerten gehört. Wir wollten ihn und hier haben wir ihn: <em>&#8222;How Much Is The Fish&#8220;</em>!<br />
Der Song stammt natürlich ursprünglich von <strong>SCOOTER </strong>und die Grundmelodie ist dem Volkslied <em>&#8222;Son ar chistr (Lied vom Cidre)&#8220;</em> aus der Bretagne entlehnt. Die meisten werden die Melodie jedoch aus dem Song <em>&#8222;Sieben Tage lang&#8220;</em> von der niederländischen Band <strong>BOTS</strong> kennen. Hier wurde es zu einer Mittelalter Dance Metal Version mit tiefen tönen und <strong>Janniks</strong> Growls.</p>
<p>Mit <em>&#8222;Gott Mensch&#8220;</em> zeigen <strong>VOGELFREY</strong>, wie gut schöne langsame Melodien mit harten Riffs als Gegenpart harmonieren können. Und nicht nur das, hier wird textlich wieder ordentlich einer ausgepackt. Eine der Stärken der Band.</p>
<p>&#8222;<em>Mittelalter Dance Metal&#8220;</em> erinnert mich sehr stark an die <strong>LETZTE INSTANZ</strong> und ihre ersten Alben, wegen des dominanten Geigenspiels von <strong>Alex</strong>. Speziell an den <em>&#8222;Geigenschüler&#8220;</em>. Live bestimmt sehr geil, weil der Beat einfach zum Klatschen perfekt ist und der ganze Track komplett instrumental daher kommt, bis auf einen Background Gesang mit dem Namen der Nummer. Leider bilden dieser und der folgende Song die beiden schwächsten Nummern des Albums. So geil ich mir den auch Live vorstelle, als Studioversion ist das nicht so meins.</p>
<p><em>&#8222;Dr. Met&#8220;</em> bildet dann tatsächlich den Ausnahmetrack des Albums. Zum einen ist es der einzige Song auf dem Album, der noch die klassischen Mittelalterklänge enthält, die bisher so typisch für die Band waren. Zum anderen bildet er ein Gegengewicht, zu den schweren, &nbsp;harten Klängen des restlichen Albums. Textlich findet sich hier die eine oder andere Anspielung auf ältere Met Songs.</p>
<p>Nun aber der Song in dem <strong>Ingo Hampf</strong>&nbsp;seinen Teil beisteuert, der dafür aber tatsächlich ohne <strong>SUBWAY TO SALLY</strong> Vibes daher kommt. Was aber nur <strong>Ingos</strong> Vielseitigkeit als Musiker zeigt. <em>&#8222;Kloppt euch doch&#8220;</em> ist einfach ne geile Headbang Nummer mit dem gesellschaftskritischen Ton des restlichen Albums.</p>
<p>OK, es gibt noch einen wirklichen Ausnahme Song, dieser heißt <em>&#8222;Dunkelheit&#8220;</em> und bildet das Ende des Albums. Meine Interpretation ist, dass es sich um Depressionen handelt. Bester Vergleich um ein Gefühl zu bekommen, wie dieser Track aufgebaut ist, ist <em>&#8222;Unsterblich&#8220;</em> vom Vorgängeralbum &#8222;Titanium&#8220;. Eine sehr schöne Ballade, bei der <strong>Janniks</strong> Stimme am besten zur Geltung kommt.</p>
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<p><strong>VOGELFREY</strong> Links:</p>
<p><a href="https://www.vogelfrey.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.vogelfrey.net/</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/Vogelfrey/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.facebook.com/Vogelfrey/</a></p>
<p><a href="https://www.instagram.com/vogelfrey_official" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.instagram.com/vogelfrey_official</a></p>
<p><a href="https://www.twitch.tv/vogelfrey_band" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.twitch.tv/vogelfrey_band</a></p>
<p><a href="https://www.youtube.com/vogelfrey" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.youtube.com/vogelfrey</a>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.tiktok.com/@vogelfrey" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.tiktok.com/@vogelfrey</a>&nbsp;</p>
<p><a href="https://open.spotify.com/intl-de/artist/3pyjoONcLKvzpSCtk3zAkh" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://open.spotify.com/intl-de/artist/3pyjoONcLKvzpSCtk3zAkh</a>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.deezer.com/de/artist/1417114" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.deezer.com/de/artist/1417114</a>&nbsp;</p>
<p><a href="https://music.apple.com/de/artist/vogelfrey/400970687" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://music.apple.com/de/artist/vogelfrey/400970687</a>&nbsp;</p>
<p><a href="https://discord.com/invite/NE3EKSwj5t" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://discord.com/invite/NE3EKSwj5t</a></p>
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		<title>RAMMSTEIN: Tausend mal kopiert &#8211; manchmal ist auch was passiert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Feb 2020 06:04:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Cover]]></category>
		<category><![CDATA[Folklore]]></category>
		<category><![CDATA[In Extremo]]></category>
		<category><![CDATA[kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Deutsche Härte]]></category>
		<category><![CDATA[Rammstein]]></category>
		<category><![CDATA[russland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Deutschlands Exportschlager:<br />
Viel Metall, Rauch und Laut.<br />
Meist auf mehr als 4 Rädern unterwegs sind dabei RAMMSTEIN.<br />
Und wo Sie nicht selbst sind, werden sie fleißig kopiert. </p>
<p>Die kulturellen Auswüchse von Kopien, Covern und was es sonst noch Sensationelles gibt... Lies am Besten selbst!</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Welche Band ist Deutschlands Verkaufsschlager Nummer eins? <strong>RAMMSTEIN</strong>, genau. Keine zweite Band schafft es, Menschen aus so vielen verschiedenen musikalischen Bereichen zusammenzubringen wie unsere Lieblingspyromanen. Und genau so, wie sie in Deutschland bekannt sind, erreicht das Sextett im Ausland eine derart massive Resonanz und Beliebtheit, dass selbst dem grimmigsten deutschen Wurzelzwerg ein Schmunzeln über die Lippen huscht.</p>
<p>Soweit nichts Neues. Heute wollen wir mal über das gemeine Dorffest hinausschauen, wo <em>&#8222;Links 2 3 4&#8220;</em> und Konsorten in Dauerschleife laufen. Musik aus der Blechbüchse ist glücklicherweise auch heute nicht alles, und auch die vielen schlechten Coverbands werden dankenswerterweise größtenteils unter Verschluss gehalten. Interessant wird es jedoch, wenn man mal ins Ausland schaut, was dort aus der Musik der Vorzeigevertreter der Neuen Deutschen Härte gemacht wird.</p>
<h3>RAMMSTEIN + Russland &#8211; a perfect match</h3>
<p>Der größte &#8222;<strong>Markt</strong>&#8220; dafür dürfte vermutlich unbestreitbar in <strong>Russland</strong> sein. Die Gitarren werden hier oft durch traditionelle Instrumente ersetzt. Neben kleinen Orchestern finden sich zahlreiche folkloristische Gruppen, welche die Musik neu interpretieren. Diese sind dann auch nicht auf <strong>RAMMSTEIN</strong> fixiert, sondern nehmen einfach einzelne Lieder in ihr Repertoire auf. <strong>DOBANOTCH</strong> sind solch ein Beispiel. Die Band aus Sankt-Petersburg bietet ein Programm aus jüdischen Titeln sowie Liedern von Zigeunern, russischen Brass Bands sowie aus dem traditionellen Bereich im Balkan. RAMMSTEIN sind da also eher die Ausnahme. Vielleicht gerade deswegen ist ihre Interpretation durchaus hörenswert.</p>
<p><iframe title="Dobranotch - Du Hast (Rammstein cover)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/3C04TKCce8s?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Ganz anders wirkt die Musik plötzlich, wenn sie von einem Kinderchor gesunden wird. Das an sich schon beinahe sehr intime Lied &#8222;Mutter&#8220; in diesem Gewand zu präsentieren, zeugt von einem Zugang zu dieser Musik, der sich von der deutschen Warte durchaus unterscheiden mag. Der Vergleich mag nicht ganz angebracht sein und auf Widerspruch stossen, und ich will <strong>RAMMSTEIN</strong> hier keinesfalls mit <strong>GOETHE</strong> gleichsetzen. Jedoch wurde &#8222;Faust&#8220;, quasi <span style="text-decoration: underline;">das</span> deutsche Standardwerk in der Literatur, von italienischen und französischen Komponisten relativ bald aufgriffen und nach deren Gusto bearbeitet, wohingegen deutsche Komponisten lange davor zurückschreckten, sich an diesen Text zu wagen. Wo sich in Deutschland <strong>RAMMSTEIN</strong> gegenüber bis heute Vorurteile aus allen möglichen Richtungen halten und sich die Band immer wieder erklären muss, steht ihre Musik an sich anderswo mehr im Fokus. Das kann dann auch so wirken:</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Mutter - Rammstein ( children&#039;s Choir cover)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/BzF-JEZ1RMo?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Wieso <strong>RAMMSTEIN</strong> in Russland so beliebt sind, lässt sich vermutlich nicht an einzelnen Faktoren fest machen. Die Konzerte der Band sprechen ja für sich, gleichzeitig wobei sich ihre Konzerte in Russland von sonstigen musikalischen Großveranstaltungen zu unterscheiden scheinen und innerhalb des Publikums eine etwas größere Freiheit ermöglicht als anderswo. Das ist an dieser Stelle jedoch noch eine Mutmaßung.<br />
Der grundsätzliche etwas härtere Charakterzug ihrer Musik spricht womöglich zusätzlich viele Hörer dort an. Dass ihre Musik dennoch auch ruhige und melodische Teile hat, wodurch sich, gepaart mit den rhythmischen Komponenten, durchaus interessanten Kombinationen mit lokalen traditionellen Stilen, interessante Verbindungen ergeben, eröffnet den Zugang zu einem noch größeren Publikum. Am 29. Juli gerade stellten sie einen Rekord auf, indem sie ein Konzert im Luschiniki-Stadion gaben, Russlands größter Konzertstätte &#8211; mit Platz für <strong>81.000 Zuschauer</strong>.</p>
<h3>… und im Rest der Welt:</h3>
<p>In anderen Ländern, Frankreich oder den USA, sind <strong>RAMMSTEIN</strong> ebenfalls live ein Phänomen und finden einige Beachtung. Wie <strong>IN EXTREMO</strong> beispielsweise auch, liegt ihr größter Erfolg außerhalb Deutschlands jedoch zweifelsohne in Russland, wo sich richtige Fangemeinden gebildet haben und ihre Musik Eingang in das nationale Kunstverständnis gefunden hat. Nicht nur aus musikethnographischer Sicht ist das interessant und zeigt eine ganz eigene Seite über die Beziehung dieser beiden Länder. Kommunikation ist wichtig, und sie muss und darf zwischen Ländern nicht nur auf politischer Ebene stattfinden. Daher sind Bands ein perfektes Bindeglied, um Kontakte aufrecht zu erhalten und kulturellen Austausch zu fördern. Vielleicht habt ihr ja eigene Erfahrungen und Gedanken zu diesem Thema. Diese dürft ihr gerne hier beitragen. Vielleicht noch mit einem Lied im Hintergrund.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Russian Rammstein - Du Riechst So Gut" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/VJboSby7nW0?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
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			</item>
		<item>
		<title>RAMMSTEIN &#8211; Comeback zu alter Stärke?</title>
		<link>https://silence-magazin.de/rammstein-rammstein-2019/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=rammstein-rammstein-2019</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Paul]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Jun 2019 08:12:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Industrial]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Deutsche Härte]]></category>
		<category><![CDATA[Rammstein]]></category>
		<category><![CDATA[Till Lindemann]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>RAMMSTEINS neues Album ist etwas gereift und so nehmen wir uns diese Scheibe nochmal vor und resümieren.<br />
Firestarter oder kleine Kerze?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/rammstein-rammstein-2019/">RAMMSTEIN &#8211; Comeback zu alter Stärke?</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p align="LEFT"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2 style="text-align: center;">Rammstein &#8211; &#8222;RAMMSTEIN&#8220;</h2>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum</strong>: 17.05.2019<br />
<strong>Länge</strong>: 46min<br />
<strong>Label</strong>: Universal<br />
<strong>Genre</strong>: Industrial/Neue-Deutsche-Härte</p>
<p align="LEFT"></div></div></div></p>
<p align="LEFT">„<span style="font-size: medium;">Ich seh dich an und mir wird schlecht!&#8220; So singt Till Lindemann auf dem neuen, lang erwarteten <b>RAMMSTEIN</b> Album. Ob das dem Hörer auch so geht, wenn er sich das Cover von „RAMMSTEIN“ ansieht, klären wir hier. <strong>Ganze 10 Jahre hat es gebraucht</strong>, bis die Neue-Deutsche-Härte Ikone aus Berlin wieder neues Material in Form einer Platte präsentiert. Die Mainstream-Medien stürzten sich bereits wie die Piranhas auf die Promo-Provokation. Beginnend mit einer kontroversen Szene im Musikvideo zu „Deutschland“: Als Inhaftierte eines Konzentrationslagers sorgte die Band für Furore. Dass <b>RAMMSTEIN</b> Skandal immer noch genau so gut kann, wie in der letzten Dekade, steht also fest. Aber gilt dasselbe für die Musik?</span></p>
<h4 align="LEFT">Rammstein mit politischen und sozialkritischen Texten</h4>
<p align="LEFT"><span style="font-size: medium;">Wenn man sich <b>RAMMSTEIN</b> vornimmt, ist es schwer unpolitisch zu bleiben oder die sozialkritischen, durchdachten Texte zu ignorieren. Es gehört, genau wie das tiefe, raue Kratzen von Till Lindemann, zu der Identität der Band. Daran hat sich in 10 Jahren relativ wenig verändert. Der erste Track des Albums, <i>„Deutschland“</i>, beweist das mit Bravour. <strong>Melodische Synthesizer, begleitet durch galoppierende Riffs</strong>, treiben den Song nach vorne. Mit dem Songtext sagt <b>RAMMSTEIN</b> allen Nazi-Vorwürfen ab und gibt Denkanstoß zum Thema Nationalismus.</span></p>
<p align="LEFT"><span style="font-size: medium;">Alles beim Alten also? Keinesfalls! Während <em>„Deutschland“</em> noch nach Bekanntem mit mehr Elektronik klingt, geht <i>„Radio“</i> einen Schritt weiter. Die Hommage an <b>KRAFTWERK</b> legt den Fokus auf das Keyboard. Durch die<strong> RAMMSTEIN</strong>-Trademark Gitarren und Oldschool-Synthesizer, entsteht hier ein garantierter Ohrwurm. Der Kopf nickt irgendwann von selber mit. Auch der Text ist, besonders mit Blick auf die Bandgeschichte, gewitzt und authentisch.</span></p>
<h4 align="LEFT">Rammstein experimentiert mit Synthesizern und Elektro-Elementen&nbsp;</h4>
<p align="LEFT"><span style="font-size: medium;">Neben Kritik an der christlichen Kirche (<i>„Zeig dich“</i>), dem obligatorischen Lied über Bienchen und Blümchen (<i>„Sex“</i>) und ein paar Ausflügen in die Gedankenwelt eines Gestörten (<i>„Puppe“</i>, <i>“Hallomann“</i>), zeigt <b>RAMMSTEIN </b>dieses Mal auch eine <strong>melancholischere Seite</strong>: Diamant schlägt ungewohnt ruhige Töne an. Durch Lindemanns Stimme und einigen Streicheinlagen wird der Song zu einem gelungenen Liebessonnett. </span></p>
<p align="LEFT"><span style="font-size: medium;">In Sachen Inszenierung und Theatralik bewegt sich die Band auf alt bekanntem Niveau. Die Musikvideos sind oscarreif (<em>&#8222;Deutschland&#8220;</em>) und die Texte pompös, jedoch mit kleinen Aussetzern (<em>&#8222;Weit Weg&#8220;, &#8222;Was Ich Liebe&#8220;</em>). Die Berliner haben sogar den Mut, nach 10 Jahren Wartezeit eine Ballermann-Parodie für die Disco (<i>„Ausländer“</i>) zu schreiben. Der dreckige <b>RAMMSTEIN</b>-Humor ist also längst nicht verblasst.</span></p>
<h4 align="LEFT">Simple Gitarrenriffs trotzdem noch vorhanden</h4>
<p align="LEFT"><span style="font-size: medium;">Dass die Bandmitglieder in ihren späten Tagen <strong>ein wenig experimentierfreudiger wie sonst</strong> sind, kommt dem Album hauptsächlich zu gute. In vielen Songs sticht der Synthesizer raus. Das Elektronische dominiert sogar hin und wieder (<i>„Radio“</i>,<i>“Ausländer“</i>). Wer sich nun sorgt, der sollte wissen, dass die Erfolgsformel immer noch vorhanden ist. Die kühlen, unkomplizierten Akkorde aus dem Verstärker hauen oft genauso in die Magengrube wie damals, auch wenn vereinzelt weniger aggressiv. </span></p>
<p align="LEFT"><span style="font-size: medium;">Trotzdem gibt es Ecken und Kanten. Nach einer starken ersten Hälfte, mangelt es im zweiten Teil der Platte an dem, was die Band am besten kann: Laut, brachial und eingängig. Geschuldet ist das den ruhigen, antriebslosen Strophen, wie in <em>&#8222;Was Ich Liebe&#8220;</em> oder <em>&#8222;Weit Weg&#8220;</em>. Fans der frühen Stunde suchen die <b>RAMMSTEIN</b>-Härte hier ohne Erfolg. Die Idee ist zu begrüßen, die <strong>Ausführung enttäuscht vereinzelt</strong>. Deswegen verschwinden einige der Songs bereits nach dem ersten Durchlauf aus dem Gedächtnis.&nbsp;</span></p>
<h4 align="LEFT">Vor allem bei den seichteren Songs wird Potenzial verschenkt</h4>
<p align="LEFT"><span style="font-size: medium;">Dass „RAMMSTEIN“<b> </b>die Gemüter der Fans spalten wird, steht außer Frage. Nach langer Pause ein Album vom Fließband abzuliefern, dass nicht vom alten Material zu unterscheiden wäre, wäre aber definitiv die schlechtere Alternative gewesen. Insgesamt ist die Innovation also zu begrüßen. Die Synthesizer rücken mehr in den Vordergrund und die Songstruktur bietet Platz für Experimente. </span></p>
<p align="LEFT"><span style="font-size: medium;">Im Kern mancher Songs bleibt jedoch das meiste beim Alten: Anstößige Texte, simple Takte und sozialkritische Themen. <b>RAMMSTEIN</b> zeigt, dass einfache Gitarrenriffs und basslastige Gesangseinlagen auch noch in 2019 Spaß machen können. Highlights, wie <i>„Deutschland“</i> und <i>„Radio“</i> , unterhalten selbst in Dauerschleife. Diese Qualität zieht sich aber nicht über das gesamte Album, auf dem die Band deutlich gezähmt erscheint: <strong>Weniger Ekelfaktor, weniger Schock und weniger brachiales Industrial-Theater.</strong></span></p>
<p align="LEFT"><span style="font-size: medium;">Das abgespeckte Album-Cover verrät dem Hörer was ihn erwartet: Das Feuer wird durch das Streichholz suggeriert, bricht jedoch nie aus. Ähnlich verhält es sich in der Musik. Atmosphäre und Build-Up schaffen Spannung, die meist im Refrain für einen Ausbruch sorgt. Ein Feuerball im alten Stil bleibt aber aus. Statt Waldbrand gibt es hier Streichholzflamme. Ob einem diese Spielchen zu blöd sind und man sich lieber unverminderte Härte wünscht, muss jeder für sich entscheiden. Eins ist aber klar: <b>RAMMSTEIN </b>polarisiert!</span></p>
<p><iframe loading="lazy" title="Rammstein - Deutschland (Official Video)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/NeQM1c-XCDc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>MEGAHERZ im Interview &#8211; Hart optimistisch geblieben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Jan 2019 10:45:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[Megaherz]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Deutsche Härte]]></category>
		<category><![CDATA[oomph!]]></category>
		<category><![CDATA[Rammstein]]></category>
		<category><![CDATA[summerbreeze]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>MEGAHERZ spricht mit uns über KOMET - Ihr bisher politischstes Album. </p>
<p>Doch dabei geht es nicht nur um Trump, die AfD oder auch eine innere (positive) Grundhaltung: Auch eine musikalische Message will die Band transportieren.<br />
Alles darüber gibt es bei uns!</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Was macht man, wenn einem die Neue Deutsche Härte einfach zu krass ist, man aber ein Interview mit <strong>Alexander Wohnhaas</strong> führen will?&nbsp; Richtig! Dann wartet man damit, bis&nbsp;<strong>J.B.O.</strong> spielen. Beruhigende Wirkung, oder so? Und ein lustiger Kommentar vom Sänger von <strong>MEGAHERZ</strong> ist auch noch garantiert. Vielleicht wird das Interview ja doch gar nicht mal so übel? Auf dem <strong>SUMMERBREEZE&nbsp;</strong>haben wir es in Angriff genommen &#8211; hier könnt ihr herausfinden, wie das gelaufen ist!</p>
<blockquote>
<h2>&#8222;Das <strong>Geheimnis</strong> ist, dass man als Band, die so lange erfolgreich ist, einem gewissen Sound und Stil <strong>treu bleibt</strong>.&#8220;</h2>
</blockquote>
<p><strong><em>S</em>: Für den Anfang mal eine typische Einstiegsfrage für ein Festival: Wie zufrieden seid ihr denn mit eurem Auftritt? Es war ja mittags schon ziemlich heiß.</strong></p>
<p><strong>Alexander</strong>: Wir sind mega zufrieden. Für die Uhrzeit war es echt <strong>proppevoll</strong>. Die Leute waren echt toll drauf und haben uns super empfangen. War eine geile Party. Natürlich war es eine <strong>Hitzeschlacht</strong>. Das war echt enorm. Aber das sind wir hier auf dem <strong>SUMMERBEEZE</strong> gewohnt. Wir waren, glaube ich,<strong> 2015</strong> das letzt Mal hier. Und da war es auch <strong>schweineheiß</strong>. Das war die gleiche Uhrzeit wie heute. Und da ging auch der Punk ab. Wir sind es inzwischen gewohnt, aber wir hätten auch nichts gegen eine spätere Uhrzeit (lacht).</p>
<p><strong><em><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-30533" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0069-02-300x209.jpeg" alt="" width="300" height="209" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0069-02-300x209.jpeg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0069-02-1024x713.jpeg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0069-02-165x116.jpeg 165w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0069-02-750x522.jpeg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0069-02-85x60.jpeg 85w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0069-02.jpeg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />S</em>: Dieses Jahr kam ja auch ein neues Album von euch raus. Wie läuft es denn damit so aus eurer Sicht?</strong></p>
<p><strong>Alexander:</strong>&nbsp;Genau, das kam im Februar raus.<strong> &#8222;Komet&#8220;</strong> heißt es ja. Das ist in der Zeit auf <strong>Platz 6</strong> in den <strong>Albumcharts</strong> gelandet. Wir haben auch schon eine Tour dazu hinter uns. Jetzt im September geht die Tour weiter.</p>
<p><strong><em>S</em>: War das Absicht, die Festivalsaison dafür schon mitzunehmen, und das Album da vorzustellen?</strong></p>
<p><strong>Alexander</strong>: Das ist ja immer so, logisch. Wir haben jetzt im Sommer schon ganz viel von den neuen Songs gespielt, auch heute. Die kommen bei den Leuten auch super an.</p>
<blockquote>
<h3>&#8222;Kannst du deine Fans immer noch überzeugen, mit der Energie, die du aufbringst, in die Hallen zu ziehen?&#8220;</h3>
</blockquote>
<p><strong><em>S</em>: Habt ihr denn schon den Eindruck, dass die Fans immer noch zu den Konzerten kommen? Die Musik wird ja immer vielfältiger und entwickelt sich weiter.</strong></p>
<p><strong>Alexander</strong>: Naja, <strong>MEGAHERZ</strong> gibt es seit <strong>25 Jahren</strong>. Und jetzt auf der <strong>Frühjahrstour</strong> hatten wir so viele Leute da wie noch nie. Also, es war sehr erfolgreich. Wir entwickeln uns ja auch weiter. Das neue Album, das wir geschrieben haben, kannst du nicht vergleichen mit dem, das wir vor 25 Jahren gemacht haben. Die neuen Songs sind <strong>melodiöser</strong> geworden, aber trotzdem hart. Wir versuchen eben, eine <strong>gesunde Mischung</strong> zu machen. Das wird von den Fans auch honoriert. Du hast ja heute gesehen, Stimmung war da, die Leute haben Bock drauf. Alles gut.</p>
<p><strong><em>S</em>: Hier auf dem SUMMERBREEZE ist ja auch ein sehr gemischtes Programm. Merkt ihr auf solchen Veranstaltungen, dass ihr Leute, die vorher noch nicht so mit eurer Musik in Kontakt gekommen sind, auf euch aufmerksam machen könnt?</strong></p>
<p><strong>Alexander</strong>: Also, Festivals wie das <strong>SUMMERBREEZE</strong>, <strong>WACKEN</strong>&nbsp;oder andere große Festivals sind immer eine Möglichkeit, sich einem Publikum zu präsentieren, das das vorher nicht so auf dem Schirm hatte. Die denken dann vorher &#8222;Ey, was ist das denn für eine Band? Da hab ich jetzt nicht so Bock drauf&#8220;. Aber wenn die dich dann mal live sehen, dann schaffst du es entweder, sie zu <strong>überzeugen</strong>, oder nicht. Natürlich ist das eine Riesenchance für jede Band.</p>
<p><strong><em>S</em>: Es macht ja immer auch einen Unterschied, ob man die CD hört, oder ob man die Band live erlebt.</strong></p>
<p><strong>Alexander</strong>: Das ist immer ein Unterschied. Wir sagen ja auch, das <strong>Livegeschäft</strong> ist das <strong>Herzblut</strong> eines jeden Musikers. Zuerst kommt die Pflicht, das ist das Album. Und die Kür ist dann die Tour. Auf einem Konzert ist das dann so, dass du ganz nah bei den Fans bist. Und da kriegst du dann das Feedback. Wie finden die das neue Material, die neuen Songs? Kannst du deine Fans immer noch überzeugen, mit der Energie, die du aufbringst, in die Hallen zu ziehen?</p>
<blockquote>
<h3>&#8222;Die Band besteht seit<strong> 25 Jahren</strong> und hat Erfolg. Also kann es gar nicht so falsch sein.&#8220;</h3>
</blockquote>
<p><strong><em><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-30534" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0016-01-300x201.jpeg" alt="" width="300" height="201" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0016-01-300x201.jpeg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0016-01-1024x686.jpeg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0016-01-360x240.jpeg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0016-01-750x502.jpeg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0016-01.jpeg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />S</em>: Das ist jetzt euer zehntes Album, oder?</strong><br />
<strong>Alexander</strong>: Boah, da fragste mich jetzt was. Ich glaube, es ist das neunte Studioalbum.</p>
<p><strong><em>S</em>: Ist sowas für euch denn überhaupt wichtig? Oder schaut ihr nicht auf solche Zahlen?</strong><br />
<strong>Alexander</strong>: Für uns ist jedes neue Album auch ein Schritt ins Unbekannte, tatsächlich. Wir hassen es, uns zu <strong>wiederholen</strong>. Natürlich hat man einen Sound kreiert, einen gewissen Stil, den man pflegt. Aber ich glaube schon, behaupten zu können, dass kein <strong>MEGAHERZ</strong>-Album so klingt wie das andere. Und trotzdem fühlst du dich daheim, wenn du es hörst. Du musst es halt mögen, klar. Ist halt Geschmacksache. Aber die Band besteht seit<strong> 25 Jahren</strong> und hat Erfolg. Also kann es gar nicht so falsch sein.</p>
<p><strong><em>S</em>: Das Genre ist also nicht etwas, das euch daran hindert?</strong></p>
<p><strong>Alexander</strong>: Natürlich. Wir haben das Genre ja mit entwickelt. In der Neuen Deutsche Härte, kann man sagen, ist <strong>MEGAHERZ</strong> mit <strong>RAMMSTEIN </strong>und&nbsp;<strong>OOMPH!</strong> eines der Urgesteine, die diese Musik geprägt hat, vor über 25 Jahren inzwischen. Aber man entwickelt sich in 25 Jahren ja als Musiker und auch als Mensch weiter. Wie gesagt, vergleiche Album &#8222;Kopfschuss&#8220; mit Album &#8222;Komet&#8220;. Da gibt es Unterschiede. Die muss es auch geben.</p>
<p>Aber das <strong>Geheimnis</strong> ist, finde ich, als Band, die so lange erfolgreich ist, dass man einem gewissen Sound und Stil auch<strong> treu bleibt</strong>. Trotzdem muss man aber seine <strong>Augen und Ohren offen halten</strong>. Man darf sich nicht den Entwicklungen verschließen. Und das tun wir auch nicht. Wir sind Musiker mit Leib und Seele und wir hören andere Bands, sehen und hören andere <strong>Vibes</strong> und nehmen das auf. Aber es ist nicht so, dass wir heute ein Metal-Album machen, morgen ein Thrash Metal-Album und übermorgen machen wir ein Pop-Album.&nbsp; Das ist natürlich nicht so. Du hast schon deinen <strong>eigenen Stil</strong>, den du pflegst.</p>
<blockquote>
<h3>&#8222;Scheiße zu beseitigen geht nur, wenn man die Ärmel hochkrempelt und was dagegen tut, anstatt immer nur zu meckern.&#8220;</h3>
</blockquote>
<p><strong><em>S</em>: Was gibt es denn momentan, was für euch wichtig ist?</strong></p>
<p><strong>Alexander</strong>: Also, das &#8222;Komet&#8220;-Album ist eines der <strong>politischsten Alben</strong>, die wir gemacht haben. Auf der Tour, auch heute, haben wir ja auch den Song <em>&#8222;Nicht in meinem Namen&#8220;</em> gespielt, wo wir ganz klar gegen so Leute wie <strong>Donald Trump&nbsp;</strong>oder&nbsp;die <strong>AfD&nbsp;</strong>kämpfen, einfach diese Strömungen, die mit ganz einfachen Parolen versuchen, die Leute zu <strong>manipulieren</strong>. Wir sagen &#8222;Jeder kann seine eigene Meinung haben, jeder kann offen sagen, was er denkt, aber denkt vorher nach.&#8220; Wir haben halt eine ganz klare Meinung. Wir positionieren uns gegen diese Menschen, die versuchen, mit ganz einfachen Mitteln Leute gegeneinander<strong> aufzuhetzen</strong>. Das ist uns ganz wichtig. Das haben wir auch auf mehreren Songs auf dem neuen Album gesagt. Das sagen wir auch auf jedem Konzert. Von daher ist &#8222;Komet&#8220; für uns wichtig.</p>
<p>Eigentlich ist &#8222;Komet&#8220; für uns ein Album, das optimistisch in die <strong>Zukunft</strong> schaut. Ich finde, es gibt zu viele Leute, auch Musiker, die zu negativ in die Zukunft schauen und alles mies machen und sagen &#8222;Ey, es läuft alles scheiße&#8220;. Und in so einem Sumpf, wenn man alles scheiße findet, haben es natürlich genau die Leute einfach, die sagen &#8222;Hey, ich hab die einfache Lösung. Wir müssen das und das und das machen, und dann wird gleich alles besser&#8220;. Wir sagen halt, auch wenn das erstmal bescheuert klingt, &#8222;Schau mal etwas <strong>positiver</strong> in die Zukunft&#8220;. Es gibt natürlich viel <strong>Scheiße</strong>, die passiert. Die sprechen wir auch an. Aber ich denke mal, Scheiße zu beseitigen geht nur, wenn man die Ärmel hochkrempelt und was dagegen tut, anstatt immer nur zu meckern.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/oLS2T9gGSps?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong><em>S</em>: Ist die Metalszene deiner Meinung nach ein gutes Publikum, so eine Basis, die das auch aufnimmt und sich damit auseinandersetzt?</strong></p>
<p><strong>Alexander</strong>: Ich glaube, dass es solche und solche Menschen überall gibt. Ob jetzt in der Metalszene, in der Rockszene oder in der Gothicszene, oder ganz normale Leute. Du hast immer so deinen Prozentsatz an Idioten und einen Prozentsatz an Leuten, die versuchen, vernünftig klarzukommen. Für uns als Musiker ist einfach die Aufgabe, an die Vernünftigen zu <strong>appellieren</strong>. Und bei den Idioten, die es nicht wahr haben wollen, muss man halt auch irgendwann sagen &#8222;Ok, dann leb halt so weiter, wenn es für dich ok ist. <strong>Ich finde es nicht ok</strong>&#8222;.</p>
<p><strong><em>S</em>: Cool. Das ist ja gerade heute wieder bei vielen Bands die Frage, ob man sich politisch positioniert oder nicht.</strong></p>
<p><strong>Alexander</strong>: Klar. Ich finde das wichtig. Es ist ja die Frage, ob man an etwas glaubt und ob man eine<strong> Message</strong> hat. Das ist mir als Musiker wichtig und das versuchen wir als Band auch<strong> rüber zu bringen</strong>. Ob das jeder dann so aufnimmt, ist dann wieder eine andere Geschichte. Aber das überlasse ich dann dem Publikum. Da kann man als Künstler dann nur loslassen und sagen &#8222;Hier sind die Songs, hier ist unsere <strong>Message</strong>, das ist uns wichtig. Wie ihr das aufnehmt, was ihr daraus macht, das ist euer Ding&#8220;.<img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-30535 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0104-01-300x268.jpeg" alt="" width="300" height="268" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0104-01-300x268.jpeg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0104-01-1024x916.jpeg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0104-01-750x671.jpeg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/12/DSC_0104-01.jpeg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><strong><em>S</em>: Es ist schön, hier zu sehen, wie bunt und generell optimistisch die Szene hier ist.</strong></p>
<p><strong>Alexander</strong>: Ich glaube, dass jede Band, die genug <strong>Energie</strong> in ihr Album reinbringt, in ihr Auftreten auf der Bühne, ein Publikum findet&#8230; Es gibt immer wieder <strong>Ups und Downs</strong>. Es wird immer wieder irgendwas gehypet oder runtergezogen. Was ich tatsächlich ganz furchtbar finde im Rock- und Metalbereich, ist das <strong>Sterben von Clubs</strong>. Das erlebe ich in meiner Heimatstadt in <strong>Augsburg</strong>, das erlebe ich in anderen Städten, wenn ich unterwegs bin, dass immer mehr Clubs dicht machen, was ich sehr traurig finde.</p>
<p>Es gibt viele junge Leute, die Rockmusik nicht so auf dem Schirm haben. Die hören dann mehr <strong>Hip Hop</strong>, was weiß ich. Aber das ist dann so. Das wird auch wieder anders sein. Es kommt bestimmt auch wieder eine neue, geile Band, die dann diese Leute wieder ranziehen kann. Für uns ist wichtig, dass wir <strong>unserer Sache treu bleiben</strong>. Die, die mit unserer Musik und mit unseren Alben groß geworden sind, die kommen auch immer wieder auf unsere Konzerte.</p>
<h2>Ein paar Gedanken zum Schluss</h2>
<p>Nun, was bleibt nach all dem zu sagen? <strong>Alexander Wohnhaas</strong> ist definitiv einer der Musiker, die sich auf die Bühne stellen und sagen, was sie denken. Und vor allem, die das dann im Interview noch wissen und erklären können. Das macht ihn <strong>symphatisch und glaubhaft</strong>. Er hat einen ziemlich <strong>realistischen Blick</strong> und schafft es, <strong>bewusst optimistisch</strong> zu bleiben. Das ist nicht selbstverständlich. Sein Beispiel zeigt aber, dass es durchaus die eigene Entscheidung ist, wie man aktuellen Umständen umgeht. Dass Bands wie <strong>MEGAHERZ</strong> das tun können und dadurch keine Fans einbüßen, sogar im Gegenteil ein eher <strong>wachsendes Publikum</strong> haben, lässt doch hoffen. Ich freue mich, dass ich mit ihm sprechen durfte und dass er uns gegenüber so <strong>offen</strong> war. Da hab ich doch während des Gesprächs&nbsp;<strong>J.B.O.</strong> glatt vergessen.</p>
<p>Hier gelangt ihr zu<strong> MEGAHERZ</strong>&#8230;.</p>
<p><a href="https://www.megaherz.de/">Homepage</a></p>
<p><a href="https://de-de.facebook.com/OfficialMegaherz/">Facebook</a></p>
<p><a href="https://megaherz.bandcamp.com/">Bandcamp</a></p>
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			</item>
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		<title>Das Ende von RAMMSTEIN?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Steffi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Sep 2017 12:11:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[auflösung]]></category>
		<category><![CDATA[ende]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[live]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Deutsche Härte]]></category>
		<category><![CDATA[pr]]></category>
		<category><![CDATA[Rammstein]]></category>
		<category><![CDATA[richard kruspe]]></category>
		<category><![CDATA[statement]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kaum eine deutsche Band hat es bisher geschafft, weltweit einen vergleichbaren Bekanntheitsgrad zu erzielen wie sie:&#160;RAMMSTEIN.&#160;Die Ausnahmeband schlechthin. Darum warten Millionen von Fans bereits seit einiger Zeit auf den Nachfolger der 2009 erschienenen Scheibe „Liebe ist für Alle Da“. Das wäre dann ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Kaum eine deutsche Band hat es bisher geschafft, weltweit einen vergleichbaren <strong>Bekanntheitsgrad</strong> zu erzielen wie sie:&nbsp;<strong>RAMMSTEIN.</strong>&nbsp;Die Ausnahmeband schlechthin. Darum warten <strong>Millionen von Fans</strong> bereits seit einiger Zeit auf den Nachfolger der 2009 erschienenen Scheibe „Liebe ist für Alle Da“. Das wäre dann ihr&nbsp;<strong>7. Studioalbum</strong>, das, nach Meldungen, seit einiger Zeit in Produktion sein soll.</p>
<p>Nun schockt Gitarrist <strong>Richard Kruspe</strong> die Musikszene mit einem <strong>Statement</strong>, das es in sich hat. Als bei einem Interview zum <strong>Resurrection Fest</strong> in Spanien die Arbeit am <strong>neuen Album</strong> zur Sprache kommt, hält er folgendes fest:</p>
<blockquote><p>&#8222;Irgendwie denke ich, dass es das <strong>letzte Album</strong> sein wird, das wir herausbringen.<br />
Es ist nur ein <strong>Gefühl</strong> und ich könnte auch falsch liegen, aber es fühlt sich an, als wäre das das <strong>letzte Mal</strong> und ich werde 200% geben, um es so gut wie möglich zu machen.&#8220;</p></blockquote>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_21948" aria-describedby="caption-attachment-21948" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-21948 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/Screenshot-100-300x169.png" width="300" height="169" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/Screenshot-100-300x169.png 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/Screenshot-100-1024x576.png 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/Screenshot-100-750x422.png 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/Screenshot-100.png 1366w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-21948" class="wp-caption-text">Richard Kruspe im Interview zum Resurrection Fest 2017</figcaption></figure>
<p>Natürlich handelt es sich hierbei um eine vage <strong>Formulierung</strong> und keineswegs um ein <strong>offizielles</strong> Statement. Könnte es also möglicherweise nur ein geschickter <strong>PR-Gag</strong> sein, um den Hype um das neue Album noch mehr anzufeuern?</p>
<p>Bisher ist das schwer zu sagen. Fakt ist, dass <strong>RAMMSTEIN</strong>&nbsp;auch ohne neue Songs seit der letzten Platte mit ihren Shows mehr als erfolgreich waren. Wo sie spielen, ist fast immer <strong>ausverkauft</strong>. Live-DVDs, ein Kinofilm. Die Band ist und bleibt ein <strong>Kassenschlager</strong>. Somit muss eine <strong>Absage</strong> an weitere Albumproduktionen nicht zwingend heißen, dass Rammstein für immer von den Bühnen dieser Welt verschwinden werden. Es bleibt also <strong>Hoffnung</strong> für die Fans – und die Vorfreude auf das <strong>neue Album</strong>, das wohl definitiv erscheinen wird.</p>
<p>Und ob die Herren sich nicht doch noch irgendwann um <strong>mehr Material</strong> bitten lassen, aus welchen Gründen auch immer, steht sowieso noch in den Sternen.</p>
<p>UPDATE: Entgegen des Statements <strong>Richard Kruspes</strong> dementierte die <strong>Band</strong>&nbsp;heute auf ihrer <a href="https://www.rammstein.de/de/rammstein-machen-schluss/">Website</a>&nbsp;sämtliche <strong>Auflösungsmotivationen</strong>. Weder ein Abschiedsalbum noch eine Abschiedstour seien geplant.&nbsp;</p>
<p>Das Interview mit <strong>Richard Kruspe</strong> findet ihr <a href="https://www.youtube.com/watch?v=P5EF8Et5Jvw">hier:<br />
</a></p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/P5EF8Et5Jvw?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Deutschland tickt Silber – Stahlmann</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gastautor]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Jul 2017 06:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Heavy Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[afm]]></category>
		<category><![CDATA[bastard]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Falco]]></category>
		<category><![CDATA[ndh]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Deutsche Härte]]></category>
		<category><![CDATA[stahlmann]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Stahlmann – Bastard Veröffentlichungsdatum: 16. Juni 2017 Dauer: ca. 37 Minuten Label: AFM Records Genre: Neue Deutsche Härte Mittlerweile sind zwei Jahre ins Land gezogen als „CO2“ von Stahlmann erschien. Nun, Anno 2017, tickt Deutschland erneut Silber, damit einen ja nicht „der ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><b>Stahlmann – </b>Bastard<br />
Veröffentlichungsdatum: 16. Juni 2017<br />
Dauer: ca. 37 Minuten<br />
Label: AFM Records<br />
Genre: Neue Deutsche Härte</p>
<p class="p3">Mittlerweile sind zwei Jahre ins Land gezogen als „CO2“ von Stahlmann erschien. Nun, Anno 2017, tickt Deutschland erneut Silber, damit einen ja nicht „der schwarze Bastard holt“. Jetzt gehen wir der Sache auf den Grund und schauen, was der neue Silberling (ha ha – Silberling. Wortspiel verstanden?) zu bieten hat.</p>
<p><span id="more-18914"></span></p>
<h3 class="p3"><span class="s1">Dich holt der Bastard!</span></h3>
<p class="p3">Mit dem Opener <i>„Leitwolf“ </i>werden wir vorerst ruhig und sanft in das Album eingeführt. Denkste! Mit einem auf die Ohren drückenden Elektrobeat wie bei Stahlmann üblich, beginnt der Track, welcher die Karriere der Band zu charakterisieren versucht. Das gelingt geradezu formidabel! Durch den „Ein-Wort-Mitgröhl-Refrain“ wird eine ausgelassene Stimmung erzeugt und man bekommt einen kleinen Vorgeschmack, wie es auf dem Album wohl zugehen wird.</p>
<p class="p3">Wenn einem der erste Track doch noch nicht gereicht haben sollte &#8211; Kein Problem, der Zweite lässt nicht auf sich warten und legt noch eine Schippe oben drauf.<br />
<i>„Judas“ &nbsp;</i>ist scheinbar eine Hass-Erklärung an eine Person, welche dem Hörer unbekannt bleibt. Das ist vermutlich auch besser, denn die &#8222;Kritik&#8220; ist hier ziemlich offensiv. Ein Satz bleibt dem Hörer dann aber genau im Gehirn stecken.<br />
„Fick Dich – Spar dir deine Lügen!“. Das mag keine galante Ausdrucksform sein &#8211; aber sie ist wirkt.</p>
<p class="p3">So gut, dass der Song noch Tage im Kopf bleibt. Der Sänger, welcher zwischen den Refraind ohne große Instrumentalbegleitung flüstert, verbessert die Stimmung des ganzen Albums immens. Ein Stilmittel mit dem einen sehr großer Wiedererkennungswert einhergeht.</p>
<h3 class="p3">Es wird brachial.</h3>
<p class="p3">Ein Stahlstoß jagt den nächsten…und wir sind gerade mal beim dritten Song. Welcher sich <i>„Bastard“ </i>schimpft und den Titeltrack repräsentiert. Ein Lied, welches den Hörer unglaublich gut antreiben kann und Lust aufkeimen lässt, sich den nächsten Kamm zu schnappen und in seiner Wohnung eine Art Minikonzert abzuhalten. Der perfekte Soundtrack wenn dich dann wirklich mal der schwarze Bastard holt.</p>
<p class="p3">Nach dem ersten &#8222;richtigen&#8220; Hit auf dem Album, gleiten wir direkt in den nächsten. Mit <i>„Nichts spricht wahre Liebe frei“ </i>bekommen wir eine Art morbides Liebeslied in das Gesicht geklatscht, welches den Hörer eine düstere Spur von Wehmut auf den Weg mitgibt. Wer sich bei dem Wort „Liebeslied“ jetzt schon Sorgen macht, Stahlmann könnten zu einer Schlager-Metal-Kapelle mutieren, den kann ich beruhigen: Genau so, wie das Gefühl der Liebe eine höchst individuelle Angelegenheit ist und mit unter die verschiedensten Facetten menschlicher Emotion aufnimmt und verbindet, so unterwirft sich auch dieses Werk keiner vereinheitlichten Mechanik, der die Schund-und-Klatsch-Liebeslieder der uns mindestens suspekten Interpreten, zu Grunde liegen.</p>
<p class="p3">In&nbsp;<i>„Wächter“&nbsp;</i>verschwimmen die Grenzen zwischen Gut und Böse. Hier ist der Wächter scheinbar gleichzeitig der Verfolger und in mir beginnt der Gedanke zu keimen, dass dieser Song, ähnlich wie der von <b>FALCO </b>etablierte Hit <i>„Jeannie“ ,</i>eine Liebesgeschichte der anderen Art ist.<br />
Wo bei anderen Songs die Instrumentalisierung überzeugt, so bestechen hier die Lyrics. Die Worte und Aussagen sind viel intelligenter geschliffen, als es bei anderen etablierten Bands der Szene Standard ist. Und den Kritikern der Band könnte das auch ein wenig Wind aus den Segeln nehmen.</p>
<p class="p3">Nach der ganzen Brutalität, erhofft man sich nun eine verdiente, kurze Ruhepause, welche man dann auch bekommt. <i>„Von Glut zu Asche“ </i>bietet einen unglaublich stimmungsvollen Refrain, von welchem die Melodie einem im Kopf stecken bleibt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-18915" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/SM_B_P04.jpg" alt="" width="1600" height="1067" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/SM_B_P04.jpg 1600w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/SM_B_P04-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/SM_B_P04-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/SM_B_P04-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/SM_B_P04-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /></p>
<h4 class="p3"><span class="s1">Es ist noch längst nicht vorbei</span></h4>
<p class="p3">Mit <i>„Alptraum“ </i>und <i>„Dein Gott“ </i>bekommt man durchaus solide Songs, welche aber im Vergleich zu den Vorgängern nun nicht mehr besonders herausstechen können. Ersterer wartet mit einem sehr einfallsreichen Instrumental auf, während der zweite eine Art Streitgespräch darstellt: Der allmächtige Gott redet von sich selbst, bis im Refrain dann die Person angeschrien wird, welche an eben solchen glaubt. Ein Track, mit dem man sich näher beschäftigen sollte, da die Thematik, nicht aktueller sein könnte.</p>
<p class="p3">Der vorletzte Streich der Band namens&nbsp;<i>„Schwarz und Weiß“ </i>wartet mit erstaunlich wenig Instrumentalisierung auf und wird ab dem Refrain überraschend zum Hit der gesamten Platte. Ein melancholischer, melodischer Song welcher von Streichern begleitet und engelsgleich vorgetragen wird. Passend zur Thematik – Engel.</p>
<p class="p3">Im letzten und leider schwächsten Lied der Platte <i>„Supernova“ </i>wird wieder die Taktik des &#8222;Mitgrölrefrains&#8220; eingesetzt. Das hilft dem Song leider auch nicht mehr.&nbsp;</p>
<p>Man könnte fast sagen: Die Platte stirbt einfach kurz vorm Ziel. Das ist irgendwie doof, aber wirft keinen langen Schatten auf das Gesamtbild des Werkes.</p>
<hr>
<h5>Dies ist ein Artikel von unserem Gastautor Sebastian Krüger</h5>
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		<title>Senf der Woche #13 &#8211; METAL AUF DEUTSCH</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 May 2017 08:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
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		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jawoll, SILENCE goes cuisine! Wer seine Pommes nicht nur Schranke, sondern auch mal mit den Variationen des Granum Sinapis veredelt wissen möchte, ist hier genau richtig. Senf in seinen urigsten und verspieltesten Varianten und zu den unterschiedlichsten Gerichten serviert, dargeboten von der ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Jawoll, <strong><em>SILENCE</em></strong> goes cuisine! Wer seine Pommes nicht nur Schranke, sondern auch mal mit den Variationen des Granum Sinapis veredelt wissen möchte, ist hier genau richtig. Senf in seinen urigsten und verspieltesten Varianten und zu den unterschiedlichsten Gerichten serviert, dargeboten von der <em><strong>SILENCE</strong></em>-Crew.</h3>
<h4><span id="more-16901"></span><br />
Thema heute: Metal auf Deutsch &#8211; was klingt richtig geil? Und was eher peinlich?</h4>
<div class='vw-row-shortcode'><div class='vw-column-shortcode  vw-one-half'></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong><a href="https://silence-magazin.de/author/oli/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Oli</a>&nbsp;mit Öl&nbsp;</strong>meint:</span></p>
<p>Meine erste unmittelbare Berührung mit harten Metalriffs in Kombination mit deutschen Texten erlebte ich Ende der 90er Jahre durch die Band <strong>RAMMSTEIN</strong> (<em>„Wollt ihr das Bett in Flammen sehen“</em>). Damals wirkte dieser „Deutschmetal“ auf mich <strong>düster, hart und&#8230; passend</strong>! Eine Eigenschaft, die ich auch heute noch auf die Texte der Berliner Band anwenden würde, auch wenn die letzten Alben meiner Meinung nach einige verbale Ausrutscher hatten (<em>„Rammlied“</em>).</p>
<p>Und somit stelle ich mir zunächst die Frage, welche Anforderungen ich an (deutsche) Metal-Texte stelle. Sollen diese kunstvoll, leicht verständlich, metaphorisch, inspirierend oder einfach wie die Faust aufs Auge passend sein? Wo monotone Einzeiler, wie das äußert plakative „Heil Satan“ im Song <em>„Orbitalwaffe“</em> der Doomer von <strong>VALBORG</strong>, einfach nur kultig tönen, so liebe ich andererseits kunstvoll eingekleidete Botschaften wie etwa:</p>
<p>&#8222;Zwischen meinen Fingern wird zu Staub<br />
Was einmal Feste war aus Stahl und Stein<br />
Es bleibt nach all der Zeit und Welten Raub<br />
Nur Wasser, doch ich weiß &#8211; einst war es Wein“ aus dem Titel<em> „Einst war es Wein“</em> der Schwarzwurzler von <strong>EIS</strong> (ehemals <strong>GEIST</strong>).</p>
<p>Unterm Strich bleibt es für mich Geschmackssache, aber es gibt viele Beispiele guter deutscher Metaltexte und gerade <strong>der Sprachklang passt</strong> meiner Meinung nach exzellent <strong>zu dieser harten und oft emotionalen Musik</strong>.</p>
<p></div><div class='vw-column-shortcode  vw-one-half'></p>
<p><b><a href="https://silence-magazin.de/author/hannes/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hannes</a></b>&nbsp;<strong>mit Hack</strong> findet:</p>
<p>Deutsche Texte im Metal? <strong>Da kann ich ja gleich Schlager hören.</strong> Wahrscheinlich zähle ich gefühlt zu den &#8222;90 Prozent&#8220; der Menschen in unserem Land, denen Lyrics in der eigenen Sprache auf den Sack gehen, beziehungsweise peinlich sind. Warum, das kann ich mir selbst nicht wirklich erklären. Vielleicht ist ja <strong>Englisch einfach die bessere Sprache für solche Angelegenheiten</strong>, obgleich viele&nbsp;deutsche Metal-Bands in ihrer Muttersprache die Emotionen besser rüber bringen könnten (und die Grammatik erst!). Allerdings fallen mir dennoch ein paar interessante Bands ein, die ausgerechnet im Metal mit deutschen Texten punkten konnten. An erster Stelle fallen mir dazu <strong>TOTENMOND</strong> ein, obwohl&nbsp;sie auch gehörige Crust/Punk-Einschläge vorweisen können. Rätselhafter geht es nicht mehr, als die Zeilen vom Sänger (<strong>Pazzer</strong>) zu analysieren.</p>
<p>Dann fällt mir noch das Projekt <strong>PAYSAGE D&#8217;HIVER</strong> aus der Schweiz ein.&nbsp;Ohne Kitsch und schwülstige Romantik wird der Natur Tribut gezollt. Da werde ich gleich mal die selbst betitelte CD in die Anlage wuchten. Sehr zu empfehlen! Ach ja, und <strong>HELRUNAR</strong> gibt es ja auch noch, obwohl ich sagen&nbsp;muss, dass sie seit dem Album &#8222;Sol&#8220; für mich stark an Bedeutung verloren haben.&nbsp;Liegt jedoch eher an der Musik als an den Texten, denn die sind nach wie vor gut.</p>
<p></div></div>
<p><b><a href="https://silence-magazin.de/author/sarah/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sarah&nbsp;H.</a>&nbsp;mit Käse&nbsp;</b>sagt:</p>
<p>Ich werde für diese Aussage bestimmt gleich mit Mistgabeln verjagt, aber deutschsprachiger Metal ist für mich einfach nur eins – <strong>Bäh</strong>! Egal welches Genre, ich versuche <strong>um deutschsprachigen Metal einen sehr sehr großen Bogen zu machen</strong>. Warum? Für mich persönlich ist die deutsche Sprache eine sehr raue und komplizierte Sprache. Ich komme irgendwie nicht damit zu recht, dass Metal an sich, der ja in vielen Teilen bereits sehr hartnäckig anmutet, auch noch <strong>mit einer Sprache unterlegt wird, die ebenfalls schwergängig ist</strong>. Da macht es für mich auch keinen Unterschied, ob eine Band im Folk, Death, Black oder sonst einer Metal-Gattung heimisch ist.</p>
<p>Einzige Ausnahmen, die mir bisweilen einfallen, würde ich <strong>nicht so sehr in die Metal-Schiene packen</strong>, auch wenn diese wahrscheinlich gern gesehene Gäste auf vielen Metal-Festivals sind. Zum einen kann ich dem deutschen Witz und Charme der Band <strong>KNORKATOR</strong> schon etwas abgewinnen. Auch die klassischen Mittelalter-Bands wie <strong>SUBWAY TO SALLY</strong> und <strong>IN EXTREMO</strong> laden mich trotz deutscher Sprache zum Tanzen ein. Ich bin aber davon überzeugt, dass diese Bands auch prächtig in einer anderen Sprache funktionieren könnten. Auch haben <strong>EQUILIBRIUM</strong> auf ihrem neuen Album „Armageddon“ für mich gezeigt, dass es nicht immer Deutsch sein muss. Mir gefällt&#8217;s. In diesem Sinne – Jeder wie er&#8217;s/ sie&#8217;s gerne mag!</p>
<hr>
<h3>Ihr kennt noch mehr Beispiele? Dann her damit!</h3>
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		<title>Der ganz kleine Bruder von Rammstein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gewaltmaschine]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jun 2016 09:34:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Keyboard]]></category>
		<category><![CDATA[Maschinist]]></category>
		<category><![CDATA[metal]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Deutsche Härte]]></category>
		<category><![CDATA[Nürnberg]]></category>
		<category><![CDATA[Rammstein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>MASCHINIST : Willkommen Veröffentlichungsdatum: 1.3.2016 Dauer: 38 min Label: Eigenproduktion Wenn man den Namen MASCHINIST hört, dann weiß man eigentlich sofort was Sache ist. Es wird sich wohl um „Neue Deutsche Härte“ handeln, einem Musikstil, welcher vor allem von einer Band geprägt ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>MASCHINIST</strong> : Willkommen<br />
Veröffentlichungsdatum: 1.3.2016<br />
Dauer: 38 min<br />
Label: Eigenproduktion</p>
<p>Wenn man den Namen <strong>MASCHINIST</strong> hört, dann weiß man eigentlich sofort was Sache ist. Es wird sich wohl um „Neue Deutsche Härte“ handeln, einem Musikstil, welcher vor allem von einer Band geprägt ist und an der sich nun alles messen muss: <strong>RAMMSTEIN</strong>. Und hier haben wir schon das erste Problem, welches unüberwindbar zu sein scheint. Wie soll man sich mit so einer Band messen? Ich persönlich halte das für unmachbar. Die einzige Möglichkeit ist, etwas komplett Neues zu entwickeln, etwas, was die Welt so noch nicht gehört hat. Etwas einzigartiges, neues, spannendes, mitreißendes, ekstatisches, hartes, extremes! Etwas, was dem Hörer zu verstehen gibt: „Wir sind nicht der kleine ungeliebte Bruder, sondern eigenständig und ernst zu nehmen!&#8220;.</p>
<blockquote><p>Genau das hat <strong>MASCHINIST</strong>&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;NICHT!</p></blockquote>
<p>Aber wir fangen von vorn an. Mit ihrem Debüt-Album „Willkommen“ haben die 4 Herren aus Nürnberg uns 11 Songs geschenkt, die man sich anhören kann. Jetzt fragt man sich natürlich gleich: „11 Songs&#8230;.da kenne ich eine Band aus demselben Gerne, die auch immer genau 11 Songs auf den Alben haben“. Na ja, sicher nur ein Zufall. Zumal der erste Song eigentlich gar keiner ist. Dieser heißt <em>„Intro“</em> und klingt wie die Musik des Ladebildschirms eines Kriegscomputerspiels aus den 90ern. Und dann hat auch noch das nächste Lied ein eigenes Intro, welches völlig anders klingt. Da stellt man sich doch die Frage, ob die CD einfach voll werden musste, um den 11. Song doch noch zu haben&#8230;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-3741" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/13248358_509763545877685_867444847457989877_o-300x111.jpg" alt="13248358_509763545877685_867444847457989877_o" width="300" height="111" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/13248358_509763545877685_867444847457989877_o-300x111.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/13248358_509763545877685_867444847457989877_o-750x278.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/06/13248358_509763545877685_867444847457989877_o.jpg 851w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<blockquote><p>Aber soweit muss man erst mal kommen!</p></blockquote>
<p>Ich gebe es zu, die CD ist nicht mehr brandaktuell, sie liegt auch schon seit Ewigkeiten auf meinem Schreibtisch. Aber ich habe mich die ganze Zeit gedrückt, weil ich nicht enttäuscht werden wollte. Wirklich, das Digipack sieht aus wie zu Beginn der 90er. Da frage ich mich: „Wo sind die letzten 20 Jahre ästhetischer Entwicklung hin?!“. Und wenn es nun mal aussieht, wie es aussieht, dann findet so eine CD nur selten den Weg in den CD-Spieler. Ein Glück, dass sie es dennoch geschafft hat. Was wäre ein CD-Review ohne Musik? Das wäre wie Schule ohne schwänzen! Und das will nun wirklich niemand!</p>
<blockquote><p>Die 90er sind zurück!</p></blockquote>
<p>Wie schon erwähnt, hören wir erst ein Intro, bis es zur eigentlichen Musik geht. Nach dem zweiten Intro bricht nun endlich der Schwermetall über uns herein. Dies geschieht allerdings nur, wenn wir ein Schwerlastregal neben den Boxen umschubsen! Die Musik selbst ist sehr einfach, die Gitarren sehr freundlich abgestimmt und das Keyboard viel zu dominant. Ex-<strong>PERAGON</strong> Frontmann Stephan Rußler stimmt mit schwerer Stimme die ersten Zeilen an. Dabei hat man das Gefühl, dass er zu viel <strong>LINDEMANN</strong> gelesen und <strong>MESHUGGAH</strong> gehört hat: Die Texte orientieren sich komplett an denen von <strong>LINDEMANN</strong>, allerdings fehlt ihnen das gewisse Etwas. Wenn man dann noch Zeilen hört wie „Keine Panik auf der Titanic“, dann vergeht einem schon dezent die Lust. Dadurch fällt es sehr schwer sie ernst zu nehmen und aus voller Brust mitzusingen. Da hilft es auch nicht, dass die Stimmvariabilität im Prinzip nicht gegeben ist. Ähnlich wie bei <strong>MESHUGGAH</strong>, nur das die halt extrem, verrückt, mitreißend sind und gute Texte haben (oder zumindest Texte, mit denen man arbeiten kann). Die Musik klingt verspielt und ist trotzdem monoton. Die Keyboards sind immer und überall und versuchen krampfhaft Stimmung zu erzeugen. Die Gitarren sind nicht hart und mitreißend, sondern fast schon seicht. Die Riffs sind langweilig und das Schlagzeug versprüht nicht die Lebensfreude die man sich erhofft. Ach ja: das Ganze klingt wie frisch aus den 90ern.</p>
<p>Alles in allem muss ich sagen, dass ich es nicht geschafft habe, die Platte mehr als 2 Mal zu hören. Auch weil die Songs so gleich und monoton sind, dass ich keinen Anreiz dazu gesehen habe.</p>
<p>Ich möchte aber auch betonen, dass meine Einstellung sehr von anderen Bands der NDH geprägt ist. Weiterhin handelt es sich hier um ein Debüt-Album, was auch noch selbst produziert wurde. Als ich die Widmung in der Platte gelesen habe, habe ich ein ganz schlechtes Gewissen bekommen, da die 4 aus Nürnberg sehr sympathische Zeitgenossen zu sein scheinen, die live sicher auch eine Menge Spaß machen! <a href="https://www.facebook.com/MASCHINIST.Band/">Deshalb fordere ich euch trotzdem auf: hört es euch an und sagt mir, was IHR davon haltet!</a> So viel Zeit muss sein!</p>
<p>〈Anm. d. Red.: Wir empfehlen dazu auch den Artikel unseres Scheffplüschhasen Alex. Guggste hier: <a href="https://silence-magazin.de/es-gibt-keinen-welpenschutz/">Es gibt keinen Welpenschutz</a>〉</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/RDkwnKTNTcI?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/der-ganz-kleine-bruder-von-rammstein/">Der ganz kleine Bruder von Rammstein</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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