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	<title>Obscura Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Obscura Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>OBSCURA in Leipzig &#8211; Transatlantische Notenflut</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Feb 2019 10:27:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>"Uuuuuuund wir sind live!"<br />
sagt man nicht nur im Fernsehstudio, sondern auch in der Redaktion!<br />
Zuletzt in Leipzig zu einem MEGA-Bandabend, mit OBSCURA, FALLUJAH und viel mehr! </p>
<p>Ein Bericht der dich mitnimmt auf diesen Abend, von dem man noch lange zehren könnte ... wäre da nicht schon der nächste Live-Gig vor der Tür. Also: Reinlesen, bevor wir den nächsten rausballern ;)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/obscura-diluvium-live-konzert-leipzig/">OBSCURA in Leipzig &#8211; Transatlantische Notenflut</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>So, da isser nun. Mein Erstkontakt zum <strong>Conne Island</strong>. Ein etwas abgerockter Laden. Und dabei auch noch deutlich kleiner als gedacht. Also mir sehr sympathisch! Es gab einige Unklarheiten zum Showbeginn &#8211; sagte die eine Quelle, es sei 21 Uhr Showstart, meinte eine andere 20 Uhr. Naja, also habe ich meine Begleitung etwas angefeuert, damit wir auch bloß pünktlich ankommen.</p>
<h4>Ich will ja nichts verpassen!</h4>
<p>Zu Beginn sind vielleicht 50 Gäste da, was den Auftritt von&nbsp;<strong>FIRST FRAGMENT</strong> in meinen Augen etwas traurig beginnen lässt. Der Club ist nicht mal zur Hälfte gefüllt. Ich sehe mich noch ein bisschen um, entdecke Garderobe und Tränke und erledige das Wichtigste. Die Getränkepreise sind mit 2,80€ im Rahmen und was mich verfressenes Stück besonders freut: Es gibt auch Snacks in Form von Baguettes.</p>
<p>Was ich vorausschicken möchte: Insgesamt ist es den kompletten Abend <strong>sehr laut</strong>. Das ist total schade, weil zumindest bei mir die “Wohlfühl-Lautstärke” überschritten wird und der Genuss etwas auf der Strecke bleibt. Zumindest beim Fotografieren habe ich jedoch sowieso Gehörschutz drin. Da geht ja schon viel Feeling flöten. Also jeweils nach der Foto-Zeit Ohren wieder frei machen und gucken, wie es so ungefiltert klingt.</p>
<p>Was hier heute Abend läuft ist <strong>Mucke für Mucker</strong>. Klar, will man alle Feinheiten hören. Das auch noch gut abgemischt und am besten mit ausreichend Druck. Aber bitte nicht zu laut. Ja, ja. <strong>Die eierlegende Wollmilchsau.</strong> Wer sich beschwert, wird mit: &#8222;Dann hör halt Zuhause aus der Konserve deine Musik!&#8220; abgewatscht.&nbsp; Spielt heute aber keine Rolle. Wir wissen ja, wieso wir jetzt hier sind. <strong>Weil Livemusik. Punkt.</strong> Da macht man einfach manchmal Abstriche. Andererseits gewinnt man Einblicke in Bandgefüge und Spieltechnik.</p>
<h4>Ich sehe es vor allem als &#8218;Fortbildung&#8216;</h4>
<p><strong><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/FirstFragment_SilenceMagazin-9971-3.jpg" rel="" data-image-id="2724" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/FirstFragment_SilenceMagazin-9971-3.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/thumbs/thumbs_FirstFragment_SilenceMagazin-9971-3.jpg" data-title="FirstFragment_SilenceMagazin-9971-3" data-description=" "><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-left alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/thumbs/thumbs_FirstFragment_SilenceMagazin-9971-3.jpg" alt="FirstFragment_SilenceMagazin-9971-3"></a>FIRST FRAGMENT</strong> stehen ab 20:30 Uhr auf der Bühne. Eine recht junge Band, die sich im&nbsp;schneidend-glasklaren Sound spieltechnisch nicht die Butter vom Brot nehmen lässt. Dank <strong>neoklassischer Strukturen</strong> wie Walzereinschüben frickelt es nicht nur, sondern groovt und schunkelt auch vor sich hin. Darauf werden&nbsp;Growls und Screams im Wechsel serviert, die die ganze Geschichte in die Death-Schiene drücken. <strong>FIRST FRAGMENT</strong> lassen es sich nicht nehmen, nach ca. zwei Dritteln ihrer Spielzeit ausführliche Soli zu präsentieren, sich gegenseitig dafür zu <strong>feiern und anzufeuern</strong>. Ich sehe, sie haben einen Mordsspaß! <strong>Und das steckt an.</strong></p>
<p>Auf die Schippe nehmen sie auch ihre eigenen Gitarrenläufe, die sie teilweise doppeln und in höchst ironischer Manier darbieten. Ein Seitenhieb auf Power-Metal? Vielleicht. Ich muss jedenfalls sehr lachen. Das Set ist &#8211; so frickelig und anstrengend es ist &#8211; gleichsam <strong>unterhaltend</strong>. Nach 30 Minuten sind die Jungs fertig mit ihrem Auftritt. Inzwischen hat sich auch das <strong>Conne Island</strong> etwas gefüllt und empfängt die nächste Kapelle mit Spannung. Der Soundcheck verspricht eines, nämlich Musik der Marke</p>
<h4>Staubsauger.</h4>
<p><strong><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/Allegaeon_SilenceMagazin-_SilenceMagazin-0017-3.jpg" rel="" data-image-id="2692" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/Allegaeon_SilenceMagazin-_SilenceMagazin-0017-3.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/thumbs/thumbs_Allegaeon_SilenceMagazin-_SilenceMagazin-0017-3.jpg" data-title="Allegaeon_SilenceMagazin-_SilenceMagazin-0017-3" data-description=" "><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-left alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/thumbs/thumbs_Allegaeon_SilenceMagazin-_SilenceMagazin-0017-3.jpg" alt="Allegaeon_SilenceMagazin-_SilenceMagazin-0017-3"></a>ALLEGAEON</strong> rumpeln ordentlich los und verleugnen ihren Hang zum Death nicht. Dabei wird der Bassdrum ein dermaßen dicker Trigger verpasst, dass der Sound sämtliche <strong>Härchen zum Flirren bringt</strong>. Neben Growls werden höhere Shouts eingebaut, die etwas Abwechslung bringen. Der Rest ist eher <strong>uninspiriert und vorhersehbar</strong>. Die Gitarrensoli recht generisch, wie auch deren Songs generell. Einzig die eine oder andere Beckenfrickelei lässt mich kurz aufhorchen. Und doch &#8211; es kommt so gar <strong>keine Atmosphäre</strong> auf. Für mich zumindest nicht. <strong>Leichtes Unterhaltungspotenzial</strong> birgt das Engagement eines ihrer Kollegen, der mit einer Whiskeyflasche und Handkamera über die Bühne springt, filmt und die Gitarristen mit Alkohol versorgt.</p>
<h4>Posing liegt ihnen sichtbar am Herzen</h4>
<p>Wenn es nicht schon so abgedroschene Moves wären &#8230; Na, Hauptsache die Jungs haben ihren Spaß. Und den haben sie sichtlich. Mich lässt das Theater eher<strong> müde lächeln</strong>. Schrot wechselt zu Uffda wechselt zu Staubsauger über Föhn zurück zu Schrot. Dabei will ich nicht die Spieltechnik oder Präzision von <strong>ALLEGAEON</strong> in Frage stellen. Aufkommende Patzer werden routiniert überspielt. Nur treffen sie nicht mein Gusto in ihrer Musikalität. Vielleicht werden Feinheiten auch durch die durchweg herrschende, extreme Lautstärke tot gemacht. Und dennoch, der Club füllt sich weiter. Den Leuten scheint zu gefallen, was sie da sehen und hören. Noch bevor das halbstündige Set endet, gehe ich raus, um meinen Kopf etwas zu entspannen &#8211; bis <strong>FALLUJAH</strong> die Dampfwalze auf die Menge loslassen.</p>
<p><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/Fallujah_SilenceMagazin-0161-2.jpg" rel="" data-image-id="2706" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/Fallujah_SilenceMagazin-0161-2.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/thumbs/thumbs_Fallujah_SilenceMagazin-0161-2.jpg" data-title="Fallujah_SilenceMagazin-0161-2" data-description=" "><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-left alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/thumbs/thumbs_Fallujah_SilenceMagazin-0161-2.jpg" alt="Fallujah_SilenceMagazin-0161-2"></a>Für mich ist der Bruch nach deren Spielstart sofort spürbar. Die Kalifornier legen los und sind vom ersten Moment der Show deutlich <strong>differenzierter und abwechslungsreicher</strong> unterwegs als ihre Vorgänger. Die Stimme ist kraftvoll und passt gut zum Rest der Band. Die Growls setzen sich durch und bringen eine angenehme Rauheit in die Sache. Wie bereits im <a href="https://silence-magazin.de/obscuras-diluvium-tour">Vorbericht</a> erwähnt, kann ich bis dato nichts mit <strong>FALLUJAH</strong> anfangen. Hier kristallisiert sich nun aber heraus, dass die Änderung im Sound, die mit dem Vokalistenwechsel einhergeht, mich gut abzuholen weiß. Aber auch an der Gitarrenfront gab es eine Neuerung. Nachdem <strong>Brian James</strong> die Band kürzlich verließ, ist <strong>ALKALOID</strong>-Gitarrist <strong>Danny Tunker</strong> für die Tour eingesprungen.&nbsp;</p>
<h4>Mir gefällt tatsächlich, was ich höre.</h4>
<p>Der Schlagzeuger ist einfach nur ein <strong>präzises Biest</strong> am Set und fräst in einem höllischen Tempo alles weg. Er schiebt unter dem flächigen Grundsound ordentlich. Die Band weiß eine gute Mischung zwischen Schrot und Atmosphäre zu halten. Dass Letztere überhaupt Luft hat zu entstehen, freut mich außerordentlich. Und dass dabei nicht nur gedjentet wird ebenfalls. Ich hatte ihre Strukturen deutlich eingleisiger in Erinnerung. Was mir aber dann doch etwas meine Hingerissenheit dämpft, ist der Umstand, dass die atmosphärischen Parts teilweise sehr weit ausgedehnt werden und ich mir <strong>ein leichtes Gähnen</strong> verkneifen muss. Und, dass im Conne Island nach wie vor eine <strong>ohrenbetäubende Lautstärke</strong> herrscht.</p>
<p><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/Obscura_SilenceMagazin-0327-2.jpg" rel="" data-image-id="2734" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/Obscura_SilenceMagazin-0327-2.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/thumbs/thumbs_Obscura_SilenceMagazin-0327-2.jpg" data-title="Obscura_SilenceMagazin-0327-2" data-description=" "><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-left alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/thumbs/thumbs_Obscura_SilenceMagazin-0327-2.jpg" alt="Obscura_SilenceMagazin-0327-2"></a>Von Leuten, die mehr in der Materie der Band stecken, lasse ich mir den Hinweis geben, dass im Set vor allem Songs des zweiten und dritten Albums gespielt werden. Dazwischen präsentieren sie zwei neue Songs, welche auf dem kommenden Album ihren Platz gefunden haben. So, wie sich die Band heute live gibt, könnte das mit mir und dem neuen Album tatsächlich was werden.<strong> Ich bin gespannt!</strong> Zumindest hinterlassen sie mich nach ihrem fast dreiviertelstündigem Set durchaus zufrieden. Gleiches könnte ich auch über den Headliner sagen &#8211; <strong>wenn ich nicht allzu genau hinschauen und -hören&nbsp;</strong>würde. Und, wenn ich mir nicht ihre <strong>deutliche bessere Show</strong> der <a href="https://silence-magazin.de/tech-death-aus-aller-welt-obscura-in-dresden">&#8222;Akroasis&#8220;-Tour</a> ins Gedächtnis rufe.</p>
<h4>Das liest sich jetzt schlimmer, als es ist.</h4>
<p>Bevor <strong>OBSCURA</strong> die Bühne betreten, campen zwei Konzertbesucher schon vor der Bühne. Etwas albern, betrachtet man die recht locker gefüllte Location. Aber vielleicht ist dies ja ein passendes Bild, um die Zuneigung, die so mancher für die Jungs empfinden mag, darzustellen. Wie dem auch sei. Diese beiden jungen Menschen sollen während des Sets nicht die einzigen bleiben, die die Kapelle ob ihrer spielerischen Leistungen <strong>anhimmeln</strong>. Ebenfalls bemerkenswert sind die Herren mittleren Alters vor der Bühne. &#8222;Ich hab&#8217;s dir doch gesagt! Der Junge ist klasse! Der hat&#8217;s richtig drauf!&#8220; und dabei wird mit der Kamera vor <strong>Linus Klausenitzer</strong> hantiert, der sein Posing danach ausrichtet und interagiert. Ja, er ist wohl einer der guten Beweise, dass Basser nicht immer <strong>am unteren Ende der Show-Nahrungskette</strong> stehen.</p>
<p><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/Obscura_SilenceMagazin-0266-2-1.jpg" rel="" data-image-id="2781" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/Obscura_SilenceMagazin-0266-2-1.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/thumbs/thumbs_Obscura_SilenceMagazin-0266-2-1.jpg" data-title="Obscura_SilenceMagazin-0266-2" data-description=" "><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-left alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/thumbs/thumbs_Obscura_SilenceMagazin-0266-2-1.jpg" alt="Obscura_SilenceMagazin-0266-2"></a>Insgesamt wird nach meinem Empfinden viel mehr gepost und gealbert als noch vor zwei Jahren. Doch irgendwie scheint die Band <strong>nicht ganz bei der Sache</strong> zu sein. Vielleicht ist es <strong>Frustration</strong> über die Anzahl der Besucher, deren Trägheit oder etwas anderes. Frontmann <strong>Kummerer</strong> beschwert sich schnell, dass es zu ruhig vor der Bühne sei. Es wirkt auf mich weniger anstachelnd und aufmunternd als vielmehr frustriert. Vielleicht irre ich mich aber auch mit der Einschätzung. Im Laufe der Show beginnt er dann doch zu <strong>bauchmietzeln</strong>. Er freue sich, wieder in Leipzig zu sein und überhaupt, dass unter der Woche die Leute zum Konzert kämen.</p>
<p>Ja, es ist wohl ein vielbewandertes Pflaster, dieses Leipzig. Selbst heute gibt es zwei Gegenveranstaltungen. Im ausverkauften <strong>Werk II</strong> spielen&nbsp;<strong>MADRUGADA</strong> und im <strong>Bandhaus</strong>&nbsp;gastieren&nbsp;<strong>HEXVESSEL</strong>. Nicht schlecht für einen Dienstagabend!</p>
<p>Doch irgendetwas stimmt heute Abend nicht. Schießbuden-<strong>Lanser</strong> träumt wohl vor sich hin, muss angesprochen werden, weil er einen Song einfach nicht beginnt. Und zeitweise sind er und der Rest der Band <strong>meilenweit auseinander</strong> &#8211; passiert den Besten und wird neben ein paar verwirrt-amüsierten Blicken zwischen den anderen Kapellmeistern einfach überspielt. Außerdem&nbsp;werden auch Gitarrensoli verzockt. Vielleicht geht an dieser Stelle die Erweiterung des Posierens auf Kosten der Qualität. Eventuell handelt es sich hier aber auch nur um einen Kniff, <strong>eine weitere Stufe der Progressivität</strong>. Wer weiß?!&nbsp;</p>
<h4>Oder die Band hat einfach nur einen schlechten Abend.</h4>
<p><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/Obscura_SilenceMagazin-0286-2-1.jpg" rel="" data-image-id="2782" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/Obscura_SilenceMagazin-0286-2-1.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/thumbs/thumbs_Obscura_SilenceMagazin-0286-2-1.jpg" data-title="Obscura_SilenceMagazin-0286-2" data-description=" "><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-leipzig-feb2019/thumbs/thumbs_Obscura_SilenceMagazin-0286-2-1.jpg" alt="Obscura_SilenceMagazin-0286-2"></a>Neben diesen offensichtlichen Patzern bringt die Band die bekannte Leistung auf die Bühne. <strong>OBSCURA</strong> schaffen Atmosphären. Schwebende Basslinien fließen unter&nbsp;<b>diffizilen&nbsp;Gitarrenfrickeleien</b>&nbsp;&#8211; <strong>Rafael Trujillo</strong> ist dabei wieder wunderbar anzusehen &#8211; und einer rauen, aber noch angenehm hörbaren Stimme. Ich mag die Mischung einfach, die sie präsentieren. Von &#8222;Diluvium&#8220; packen sie nur vier Songs ins Set &#8211; weniger als die Hälfte der insgesamt elf gespielten Songs. <em>&#8222;Emergent Evolution&#8220;</em> wird direkt als Opener genutzt und funktioniert gut als straighter Showbeginn. Mancher würde sagen: <strong>Hit für Hit ein Hit.</strong>&nbsp; Zwischen &#8222;Akroasis&#8220;-Knallern wie <em>&#8222;Ten Sepiroth&#8220;</em> und <em>&#8222;Perpetual Infinity&#8220;&nbsp;</em>finden &#8222;Omnivium&#8220;-Opener <em>&#8222;Septuagint&#8220;</em> (leider der einzige Song dieses Albums am heutigen Abend) und ein ausgedehntes Bass-Solo ihren Platz im Set. Den Brecher <em>&#8222;Anticosmic Overload&#8220;</em> heben sie sich für die Zugabe ihrer immerhin 90-minütigen Spielzeit auf und damit meine Laune merklich an.</p>
<p>Ich fahre etwas euphorisiert nach Hause (wann hört man schon mal gefühlt an einem Abend alle Noten, die es gibt?!) und freue mich darüber, wieder ein gelungenes Band-Paket erlebt haben zu dürfen. Dass es den ganzen Abend so furchtbar laut sein musste, ist ein Wermutstropfen. Und ich bin gespannt, ob dieser Eindruck beim nächsten Konzert im <strong>Conne Island</strong> wieder aufkommt &#8211; oder ob es dem Genre oder mitgereisten Tontechnikern verschuldet ist. Dass <strong>OBSCURA</strong> rückblickend hinter meinen Erwartungen zurückblieben, ist Jammern auf höchstem Niveau. Ein Vergleich zur 2016er Tour sei jedoch erlaubt. Und immerhin wussten <strong>FIRST FRAGMENT</strong> bestens zu unterhalten und <strong>FALLUJAH</strong> mich nun doch mitzunehmen.</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/obscura-diluvium-live-konzert-leipzig/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=obscura-diluvium-live-konzert-leipzig">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/obscura-diluvium-live-konzert-leipzig/">OBSCURA in Leipzig &#8211; Transatlantische Notenflut</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Die Sintflut kommt! OBSCURAs &#8222;Diluvium&#8220;-Tour</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Feb 2019 06:12:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Toustart - für manche ein Wort wie "Geburtstag", "Freibier" oder "Nacktbaden" - so ähnlich geht es uns natürlich auch! Diesmal jubeln wir über OBSCURA, FALLUJAH und 2 anderen Perlen, die wir dann nächste Woche in Leipzig Live auf Tour sehen.</p>
<p>Bist du auch dort? Dienstag dann gemeinsam Gläser hoch - wenn auch nicht als Freibier - Trotzdem geil!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/obscuras-diluvium-tour/">Die Sintflut kommt! OBSCURAs &#8222;Diluvium&#8220;-Tour</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Juchee! <strong>OBSCURA</strong> sind wieder auf Tour! Ich <strong>jubiliere</strong>, da ich bereits das Vergnügen mit den Jungs hatte. Ich werde am Dienstag also keineswegs unvoreingenommen nach Leipzig tuckern, um sie auf ihrer &#8222;Diluvium-Tour&#8220; zu besuchen. Tatsächlich werde ich zu dieser Gelegenheit das erste Mal das<strong> Conne Island</strong> von innen sehen. Ich frage mich selbst, wie ich in so vielen Jahren noch nie <a href="https://www.conne-island.de/">dort</a> angelandet bin. Aber irgendwann ist immer das erste Mal.</p>
<h4>Und erste Male bergen doch eine ganz besondere Vorfreude, gell?</h4>
<p>Wie auch die&nbsp;&#8222;Akroasis-Tour&#8220; (hier unser&nbsp;<a href="https://silence-magazin.de/tech-death-aus-aller-welt-obscura-in-dresden">Bericht</a>&nbsp;aus Dresden 2016) ist die aktuelle Tour mit spannenden Supportbands ausgestattet und mit <strong>unter 30€ pro Ticket</strong> nach meinem Empfinden äußerst erschwinglich! Meine Fresse &#8211; eine deutsche Band, drei Bands aus Übersee, eine davon aus Kanada. Hört sich schon mal gut an, nicht wahr?!</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/0bFKQKySimg?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Das Album selbst, &#8222;Diluvium&#8220;, ging irgendwie recht großzügig an mir vorbei. Überraschend. Denn nachdem mich &#8222;Akroasis&#8220; so richtig mitgenommen hat, habe ich nicht wirklich intensiv beim 2018er Album hingehört. Aber ich werde im Vorlauf des Konzerts aber meine Hausaufgaben machen und das nachholen.</p>
<p>Erfahrungsgemäß werden die Jungs live bei mir ganz sicher für <strong>feuchte Augen</strong> sorgen können. Ihre Präzision und Ausstrahlung ist hinreißend. Kein reines Griffbrettgewichse sondern auch Show liefern sie ab. Für mich ganz klar eine Band, die es sich lohnt, sowohl live als auch von Platte zu genießen. Schließlich haben sie sich in den inzwischen 17 Jahren Bandbestehen nicht umsonst einen Namen in der Szene gemacht</p>
<p>Eine Vorfreude, die ich bei den Supportbands so 100%ig sicher noch nicht teilen kann &#8211; da ich diese schlicht noch nie habe spielen sehen. Nein, auch <strong>FALLUJAH</strong> nicht, die diese Tour sicher gut als Promotion für ihr am 15. März erscheinendes neues Album nutzen können.</p>
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<p><strong>FALLUJAH</strong> ist so eine Band, die mir seit Jahren ans Herz gelegt wird. Und ich habe es auch immer wieder mit ihnen versucht. Habe mich sowohl durch &#8222;The Flesh Prevails&#8220; als auch &#8222;Dreamless&#8220; der Kalifornier gehört. Versucht, einen Ansatzpunkt zu finden, mich tiefergehend damit zu befassen. <strong>Bisher hat es noch nicht gefunkt.</strong> Nun, im März folgt &#8222;Undying Light&#8220;, neuerdings mit <strong>Antonio Palermo</strong> am Mikro. Und auch damit werde ich es wieder versuchen. Genau wegen dieser Startschwierigkeiten freue ich mich erst recht, die Tech Deather endlich live abfassen zu können.</p>
<h4>Vielleicht eröffnet mir das Liveerlebnis ja einen neuen Blick auf deren Musik.</h4>
<p>Mit in den Reigen gesellen sich <strong>ALLEGAEON&nbsp;</strong>(die sich auch schon in unser&nbsp;<a href="https://silence-magazin.de/cthulhus-cover-des-monats-6-januar-2018">&#8222;Cover des Monats&#8220;</a> geschlichen haben), welche mir auf den ersten Hörer direkt besser schmecken als <strong>FALLUJAH</strong>. Frickelig und melodiös und blastig &#8211; drückt schön die Falten ausm Gesicht. Und das ganz ohne Rumgedjente. Aber auch mit weniger Atempausen. Das soll also <strong>&#8222;Technical Melodic Death Metal&#8220;</strong> sein? <strong>Aha. Gut.</strong> Dann nehme ich diese Klassifizierung einfach mal an und sage, dass ich solche Spielereien mag. Der Auftritt des Fünfers aus Colorado wird sicher äußerst &#8222;intense&#8220;, wie der Ami vermutlich schnöselig formulieren würde.</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/lf9V3B9jk0c?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Als ich den Namen der dritten Supportband,&nbsp;<strong>FIRST FRAGMENT</strong>, lese, klingelt es irgendwo bei mir im Hinterstübchen. Auch die sind mit im &#8222;Diluvium&#8220;-Gepäck. Woher kenne ich die Kapelle? Der Name kommt mir so bekannt vor! Aber das kann eigentlich gar nicht sein. Denn sie betouren das erste Mal Europa. Eine <strong>Tech Death-Band</strong> aus Kanada, die seit Gründung 2007 zwar schon einige Jahre auf dem Buckel, aber erst ein einziges Full Length Album veröffentlicht hat.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/h2m_hJczeoQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>FIRST FRAGMENT</strong> überrollen mich hier zunächst mit der harten Brutalität in den Vocals. Ihrer <strong>Rotzigkeit und Rohheit</strong>. Darunter bewegt sich alles hochverschlungen in einem&nbsp;<strong>wahnwitzigen Tempo</strong>. Etwas wird dieser Fön dank weicher Unterfütterung durch Fretless-Bass-Sounds wieder etwas abgemildert. <strong>Groovige Einschübe</strong> gibt es auch? Okay. Macht mal! Bei den Jungs bin ich wirklich gespannt, wie meine Reaktion sein wird. Feuchte Augen dank technischer Finesse oder Flucht nach Vorn aufgrund unhörbarer Frickelei oder wahlweise Vocals?</p>
<p>Egal, wie ich persönlich dann die Bands einschätzen werde &#8211; es wird sicherlich ein tolles Zusammentreffen fähiger Musiker sein. Sowohl auf als auch vor der Bühne. Ich bin gespannt, wie viele mitten in der Woche ins <strong>Conne Island</strong> pilgern. Ich hoffe, so manche! Schließlich gibt es eine solch frickellastige und <strong>transkontinentale Bandzusammenstellung</strong> nicht aller Tage.</p>
<p>Hier geht es zu den Webseiten der Bands: <strong><a href="https://www.realmofobscura.com/">OBSCURA</a></strong>, <a href="https://www.facebook.com/fallujahofficial/"><strong>FALLUJAH</strong></a>, <strong><a href="https://www.facebook.com/Allegaeon/">ALLEGAEON</a> </strong>und <a href="https://www.facebook.com/FirstFragment/"><strong>FIRST FRAGMENT</strong></a></p>
<p>Die kommenden Tourdates:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>02/17 – Aarau, CH @ KiFF&nbsp;</strong><br />
<strong>02/18 – Vienna, AT @ Arena&nbsp;</strong><br />
<strong>02/19 – Leipzig, DE @ Conne Island&nbsp;</strong><br />
<strong>02/20 – Berlin, DE @ Lido</strong><br />
<strong>02/21 – Hamburg, DE @ Logo</strong><br />
<strong>02/22 – Oberhausen, DE @ Kulttempel</strong><br />
<strong>02/23 – Salzburg, AT @ Rockhouse</strong></p>
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		<title>ALKALOID &#8211; Extrem auf neuen alten Wegen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 May 2018 09:14:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>NIna hat sich ausführlich mit ALKALOID beschäftigt. Musik für Herz und Ohr und jede Menge Einflüsse...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2>ALKALOID &#8211; &#8222;Liquid Anatomy&#8220;</h2>
<p><strong>Veröffentlichungsdatum:&nbsp;</strong>18.05.2018<br />
<strong>Länge:</strong> 64:40 Min.<br />
<strong>Label: </strong>Season of Mist<br />
<strong>Stil:</strong> Extreme Progressive Metal<br />
</div></div></div>
<p><strong>ALKALOID</strong>s Ruf eilt ihrem neuen Album weit voraus. Die Besetzung verspricht schon Großartiges und Erfahrungswerte vom Vorgängeralbum lassen in mir die Hoffnungen auf ein spannendes, neues Werk wachsen. Das Mitwirken von (Ex-)Mitgliedern von <strong>OBSCURA</strong>, <strong>NECROPHAGIST</strong>, <strong>ABORTED</strong> als auch <strong>DARK FORTRESS</strong> geben eine Vorahnung davon, welch Hochkarätigkeit hier aufeinander prallt. Laut Genrebeschreibung hat <strong>&#8222;Liquid Anatomy&#8220;</strong> Extreme, es hat Prog, und es hat Metal, aber wie hat die Band es zusammengebaut? Also, Lauscher auf Empfang und auf geht die wilde Fahrt &#8230;</p>
<h4>Die erstmal gar nicht so wild beginnt, wie ich vermutet hatte</h4>
<p><em>&#8222;Kernel Panic&#8220;</em> empfängt mich unerwartet proggy im Stil der alten, progrockigen Vorbilder. Luftiges Guitarpicking auf Synthi-Hintergrund und Cleangesang &#8211; der sogar mehrstimmig! Mein Proggerherz macht einen Hüpfer und ich sinke in eine Badewanne Entspannung. The 80&#8217;s-<strong>YES</strong>-influence is strong in here! Es plätschert und groovt so vor sich hin, bis sich dann doch die Stimme ins Rotzige wandelt und das Schrot ausgepackt wird. Im Folgenden alterniert die Musik des Albums stetig zwischen mehr oder weniger schnellem Death Metal-Getöse und auflockernden, in sich wunderbar verdrehten Prog-Passagen.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/si9RaeeCUXI?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Opener leitet sehr entspannt in das Album, die Stimmung verdichtet sich dann mit dem folgenden Song <em>&#8222;As Decreed By Laws Unwritten&#8220;</em>, der in stetig groovigem Mid-Tempo Trommelsalven und repetitive Schrotgitarren abfeuert. Kleine Spielereien mit Atonalitäten dazwischen geschoben, walzen die Riffs in einer unglaublichen Schwere alles nieder. Positiv zu vermerken ist der äußerst passige Einsatz des Gesangseffektes, der das Niederdrückende noch vereinnahmender werden lässt.</p>
<h4>Melodiös ist auch auf jeden Fall anders, aber das braucht es hier auch gar nicht</h4>
<p>Vor allem <em>&#8222;In Turmoil&#8217;s Swirling Reaches&#8220;</em> zeigt im Reigen mit den zwei vorhergehenden Songs sehr schön die Komplexität des Albums. <em>&#8222;Azagthoth&#8220;</em> offenbart diese beispielsweise fein ziseliert mit Percussion, Gitarrengekniedel und trippy Sphären, die sich im Laufe in ohrwurmtaugliche Brutalität wandeln. Wiederkehrend und für mich äußerst unterhaltsam sind die ab und an eingestreuten rhythmischen Verschiebungen. Daneben nervt mich allerdings schon bald die stetige Wiedeholung von Lyrics und Riffs&#8230; aber vielleicht muss ich da auch einfach noch reinwachsen.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/RPSAdVPGQFQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Im Verlauf des Albums steigert sich die Brutalität und das Tempo enorm. Dass der Songtitel <em>&#8222;Chaos Theory and Praxis&#8220;</em> wie der Titel eines vermutlich nicht uninteressanten Uni-Seminares anmutet, lässt mich doch ein wenig schmunzeln. Währenddessen staubsaugt mir die Death-Walze das Trommelfell frei. Feinstes Durchgeballer mit kontrastreich eingesetzten Ruhephasen und charakterstarkem <strong>Klausenitzer</strong>-Bass. Mit dem knapp 20-minütigen Finale <em>&#8222;Rise Of The Cephalopods&#8220;</em> endet diese rasante und abwechslungsreiche Fahrt mit einem wahren Opus. Ruhige, vor sich hin plätschernde Schunkelpassage im 80&#8217;s-Sound an groovigem Schrot und Staubsauger, gespickt mit mehrstimmigen Flitzefingersoli &#8230; was zur Hölle geht denn hier ab?! <strong>Is this prog?</strong> Ich weiß es nicht, aber interessant ist es allemal. Ich könnte dir hier noch eine feingliedrige Beschreibung dessen, was passiert, abliefern. Mach ich aber nicht. Hör selbst mal rein.</p>
<h4>Alles in allem keine leichte Kost &#8211; aber das hat doch auch niemand wirklich von den Jungs erwartet, oder?</h4>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Senf der Woche #24 &#8211; METAL UND SPORT</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jul 2017 06:33:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Jawoll, SILENCE goes cuisine! Wer seine Pommes nicht nur Schranke, sondern auch mal mit den Variationen des Granum Sinapis veredelt wissen möchte, ist hier genau richtig. Senf in seinen urigsten und verspieltesten Varianten und zu den unterschiedlichsten Gerichten serviert, dargeboten von der ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/senf-der-woche-24-metal-und-sport/">Senf der Woche #24 &#8211; METAL UND SPORT</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Jawoll, <strong><em>SILENCE</em></strong> goes cuisine! Wer seine Pommes nicht nur Schranke, sondern auch mal mit den Variationen des Granum Sinapis veredelt wissen möchte, ist hier genau richtig. Senf in seinen urigsten und verspieltesten Varianten und zu den unterschiedlichsten Gerichten serviert, dargeboten von der <em><strong>SILENCE</strong></em>-Crew.</h3>
<p><span id="more-19472"></span><br />
<strong><em>Thema heute:</em>&nbsp;Laufen, pumpen, Bierkrug stemmen &#8211; Welcher Metal passt zu welchem Sport?</strong></p>
<div class='vw-row-shortcode'><div class='vw-column-shortcode  vw-one-half'></p>
<p><b><a href="https://silence-magazin.de/author/robert/" target="_blank" rel="noopener"><span style="text-decoration: underline;">Robert</span></a><span style="text-decoration: underline;">&nbsp;</span></b><span style="text-decoration: underline;">meint:</span></p>
<p>Metal und Sport? Müsste man bei dem Thema nicht eigentlich <strong>Tetzel</strong> fragen? Naja&#8230; Auch wenn der Großteil der Redaktion entweder <strong>im Sternzeichen Lauch geboren</strong> ist, oder sich seit Jahren <strong>in der Massephase</strong> befindet, kann man ja wenigstens so tun als ob.</p>
<p>Wenn es darum geht, sich so <strong>richtig auszupowern und abzureagieren</strong>, geht meiner Meinung nach nichts über &#8222;St. Anger&#8220; oder &#8222;God Hates Us All&#8220;. Dazu zu trainieren führt einen an die eigenen Grenzen und sorgt gleichzeitig dafür, dass <strong>überschüssige Energien nicht durch Axtmord kompensiert</strong> werden müssen. Insgesamt sollte man, glaub ich, darauf achten, nicht unbedingt <strong>ORIGIN</strong> oder <strong>INFANT ANNIHILATOR</strong> zu hören, während man Sport betreibt, da vermutlich <strong>ernsthafte Schäde</strong>n entstehen können, wenn man versucht das Tempo zu halten.</p>
<p>Wer in dieser Diskussion auf ÜBERHAUPT gar keinen Fall fehlen darf, sind die schwedischen <strong>SPORTLOV</strong>, die in ihren Texten <strong>mit Vorliebe Wintersport thematisiert</strong> haben. Kein Scherz. Die wundervolle EP „Snöbollskrieg“ (Cover <a href="https://www.metal-archives.com/albums/Sportlov/Sn%C3%B6bollskrieg/6711" target="_blank" rel="noopener">hier</a>, Song <a href="https://www.youtube.com/watch?v=fZbrM3OtbQM" target="_blank" rel="noopener">hier</a>) ist dabei unerreicht!</p>
<p>Was Kampfsport anbelangt, ist mir bislang noch keine passende Musik begegnet, aber im Zweifelsfall wohl <strong>Underground-Rap</strong>, um sich <strong>richtig gefährlich zu fühlen</strong>. Um mich <strong>zum Boss zu transformieren</strong>, höre ich jedenfalls immer <strong>KOLLEGAH</strong>. Wie jetzt? Was ich stemme? Ich dachte, man wird schon von der Musik muskulöser!</p>
<p></div><div class='vw-column-shortcode  vw-one-half'></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><b><a href="https://silence-magazin.de/author/oli/" target="_blank" rel="noopener">Oli</a>&nbsp;</b>findet:</span></p>
<p>Geballte Kraft, vom Körper tropfender Schweiß und knallharte Musik &#8211; <strong>Arrrrrrrrrrrrrrr!</strong> Der <strong>Prototyp metallischer Körperertüchtigung</strong>&#8230; Naja, dieses Bild ist vielleicht etwas überzogen, aber die Kombination aus Sport und Musik, oft in metallischer Form, geht bei mir seit meiner Jugend Hand in Hand.</p>
<p>Schon damals war ich <strong>regelmäßig mit meinen kleinen Hanteln</strong> zugange, während aus den Boxen <strong>RAMMSTEIN</strong> oder <strong>SAMSAS TRAUM</strong> knallte. Über die Jahre hinweg sind die <strong>Gewichte schwerer</strong> und die <strong>Musik härter</strong> geworden. Schön treibend und gern auch konstant knüppelnd sollte es sein. Ein Favorit war dabei in letzter Zeit ganz klar &#8222;In Turmoil&#8220; von <strong>ANCST</strong>, aber auch gern mal &#8222;Grenzgänger&#8220; von den hessischen Black Metallern <strong>MEMBARIS</strong>.</p>
<p>Eine andere Kombination aus Sport und Musik ist für mich das <strong>klangbegleitete Fahrradfahren</strong>. Im Sommer 2016 hatte ich dabei ein Erlebnis, welches sich nachhaltig eingebrannt hat und an das ich wohl auch noch in vielen Jahren wohlwollend zurückdenken werde. Die Sonne brannte heiß und ich war am schönen <strong>Elbradweg Richtung Meißen</strong> unterwegs. Wenige Tage zuvor war ein mir wichtiger Mensch aus meinem Leben gewichen und ich ziemlich aufgewühlt. Auf dem Rückweg nach Dresden kam mir in den Sinn,<strong> DEAFHEAVEN</strong>s &#8222;New Bermuda&#8220; einzulegen. Was folgte, war <strong>fast ein Traumzustand</strong>. Überwältigende Musik, die auf meine Hörgänge eindrosch und ich davon motiviert <strong>in Windeseile über den Radweg bretternd</strong>. Jeder Tritt in die Pedale und jeder anpeitschende Schlag der Drums war eine <strong>Karthasis</strong>. Ich konnte meine Gefühle extrem kanalisieren und herauslassen. Großartig! Fix und fertig kam ich daheim an und fühlte mich zugleich <strong>extrem befreit</strong>. Probiert es mal aus!</p>
<p></div></div>
<p><span style="text-decoration: underline;"><b><a href="https://silence-magazin.de/author/sarah/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Sarah</strong></a>&nbsp;</b>sagt:</span></p>
<p>Ich bin jetzt nicht unbedingt die Mega-Sportskanone, aber um mich zwischen den Festivals ein wenig in Form zu bringen und <strong>die unzähligen Biere und Steaks zu kontern</strong>, mache ich ein paar mal die Woche Sport. Damit das nicht langweilig wird, wird dazu natürlich Musik gehört und weil wir ein Metal-Magazin sind, natürlich Metal-Musik.</p>
<p>Wer gerne <strong>laufen geht</strong>, dem kann ich etwas <strong>flottere Musik</strong> empfehlen, etwas melodisches, damit der Rhythmus beim Laufen auch stimmt. Ich höre da gerne <strong>Melodic Death Metal </strong>à la<strong> KALMAH</strong> oder <strong>WHISPERED</strong>.</p>
<p>Zum <strong>Seilspringen</strong> höre ich gerne Musik, die <strong>schnell und erbarmungslos</strong> ist. <strong>Technical Death Metal</strong> von <strong>ADE</strong>, <strong>FLESHGOD APOCALYPSE</strong>, <strong>OBSCURA</strong> und <strong>WHORION</strong> treiben mich dabei zu Höchstform an.</p>
<p>Wer statt zu schwitzen lieber <strong>Stress abbauen</strong> will, kann auch hier mit Musik dazu entspannen. Ich habe festgestellt, dass man <strong>Hatha Yoga</strong> wunderbar mit <strong>Pagan Folk</strong> von <strong>WARDRUNA</strong> oder <strong>ULVESANG</strong> betreiben kann. Die Musik sollte meiner Meinung nach zum Tempo des Sports passen, aber eigentlich ist es nur wichtig, was man selbst gerne hört. Also dann, viel Spaß beim Schwitzen!</p>
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		<title>Der Silence-Jahresrückblick 2016</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Dec 2016 08:32:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Das Jahr liegt in den letzten Zügen und auch wir lassen es uns nicht nehmen, die letzten 12 Monate kritisch zu betrachten und ungefragt unseren Senf dazu abzulassen, über das, was so passiert ist und was uns in Sachen Musik bewegt, begeistert ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/jahresrueckblick-2016/">Der Silence-Jahresrückblick 2016</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4><strong>Das Jahr liegt in den letzten Zügen und auch wir lassen es uns nicht nehmen, die letzten 12 Monate kritisch zu betrachten und ungefragt unseren Senf dazu abzulassen, über das, was so passiert ist und was uns in Sachen Musik bewegt, begeistert oder enttäuscht hat.</strong></h4>
<p>&nbsp;<br />
Denn davon abgesehen, dass es schier unzählige Musiker dahingerafft hat, hatte das Jahr doch auch viele positive Seiten, unerwartete Highlights und schöne Momente, die in der Erinnerung bleiben werden.&nbsp;<br />
Bis auf unsere Lektorin <strong>Maren</strong>, die musikalisch auf anderen Pfaden bewandert ist und es trotzdem weiterhin tapfer mit uns Verrückten und Verrücktinnen aushält (Kompliment und Dank dafür!), hat sich jeder von uns so seine Gedanken gemacht und die jeweils besten drei Platten des Jahres und das beste Festival- bzw. Konzerterlebnisse gekürt. Was <em><strong>SILENCE</strong></em> für uns innerhalb dieser ersten paar Monate bedeutet hat und welche Erfahrungen wir sammeln konnten lassen wir euch ebenfalls wissen. Also viel Spaß mit den, unserer Meinung nach, feinsten Stücken des endenden Jahres!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-12817" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/alex_jahresrueckblick.jpg" alt="alex_jahresrueckblick" width="750" height="175" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/alex_jahresrueckblick.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/alex_jahresrueckblick-300x70.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px" /></strong></h4>
<p>Platz 3 <a href="https://silence-magazin.de/es-ist-winter-geworden-in-schottland-saor/" target="_blank" rel="noopener"><strong>SAOR</strong>&nbsp;– &#8222;Guardians&#8220;</a><br />
Zugegeben: Vor 2 Jahren, als <strong>Andy Marshall</strong>&nbsp;&#8222;Aura&#8220; veröffentlichte, erging nicht nur ich mich in einem geradezu frenetischen Jubel. Nur um einige Monate später das zweite Album von <strong>SAOR</strong> ratlos in seiner Hand zu sehen und sich zu fragen, warum man es sich eigentlich gekauft hat. Klar, der Titeltrack war wie die Berge der Highlands, weit, kühl und rau, aber der Rest des Albums erschien dann doch eher wie das gewöhnliche englische Wetter. Gerade als mir genau das klar geworden war, kommt mit &#8222;Guardians&#8220; ein Album raus, was all die Schwächen wegbügelt: den ab und an stumpfen und nervenraubenden Gesang (naja..daran kann man noch etwas mehr bügeln), die seltsam hohle Produktion, die Dudelsack-Samples, die künstlicher nicht sein könnten und die doch häufig aufkommende Langeweile. Er gießt daraus ein Album, wie ich es mir immer von ihm gewünscht habe. Das neue Album bringt dieselbe melancholische Stimmung der Vorgänger mit, aber <strong>Marshall</strong> erweitert das Profil diesmal auch um bedachte Folkmomente, Postrockelemente und einer gehörigen Portion Schottland auf <em>&#8222;Tears Of A Nation&#8220;</em>. Ein abwechslungsreiches und erhebendes Album für nachdenkliche Geister. 7/10</p>
<p>Platz 2 <strong>VIOLET COLD</strong> – &#8222;Magic Night&#8220;<br />
Wenn du dich in der Nacht einsam fühlst, dann mach dir dieses Album an und flieg davon. Euphoric Black Metal und Blackgaze aus einer Hand. Diese Musik schwingt, beladen mit tiefgründigen und namenlosen Gefühlen. Kaum vorstellbar, dass so ein eindringliches Werk mehr als nur zwei Seelen haben könnte, die ihm die Richtung geben sollen. Ich vermute wirklich, dass die ehrlichste und ergreifendste Musik nur aus einem Guss, aus einem Paar Hände kommen kann. <em>&#8222;Everything You Can Imagine Is Real…&#8220;&nbsp;</em>eröffnet das Album und wirkt, trotz geringer Instrumentierung, wie ein weicher Sog, der den Hörer ins All zieht, um ihn dort in völliger Schwerelosigkeit dahinträumen zu lassen. Wie ein Forscher ergründet der Hörer die Wunder des Kosmos – mal drängender, mal mit Bedacht oder auch mit Furcht. Aber mit wachsender Überzeugung. Der Überzeugung, alles hinter sich lassen zu wollen. Ja, zu müssen, um überhaupt noch glücklich sein zu können. Oder zumindest bar jeden Schmerzes. Am Ende steht <em>&#8222;Last Day On Earth&#8220;</em>&nbsp;für das endgültige Verschwinden der blauen, angestrahlten Kartoffel, die uns an sich klammert, aus dem Blickfeld. Jede Verbindung wird durchtrennt. Aber es bleibt offen, ob es die Kette des rettenden Ankers oder die Kette des Gefangenen war, die abgestreift wurde. Wer jemals den Moment gespürt hat, die Augen schließen und die Arme ausbreiten zu müssen, während er sich in Musik vertieft hat, der braucht dieses Album für seine Seele. 8/10</p>
<p>Platz 1 <a href="https://silence-magazin.de/der-reiz-des-unbekannten-albums/" target="_blank" rel="noopener"><strong>SKYFOREST</strong> – &#8222;Unity&#8220;</a><br />
Für mich war das schreckliche Jahr 2016 ein Jahr des Rückzugs in sich selbst. Das ist auch ein Leitmotiv der Romantik – der Spiegel des eigenen Inneren. Deswegen dominieren die ruhigen Momente, die aber umso verheerender im Inneren wüten. Bereits &#8222;Aftermath&#8220; war ein herausragendes Album des Meisters aus Polotsk, jedoch noch in einem eher klassischen Atmospheric Black Metal-Stil. &#8222;Unity&#8220; hingegen ist eine Klasse für sich. Ein sich erhebender Schwan mit Blümchenkranz auf dem Kopf vor einem enorm romantischen&nbsp;Waldsee am Fuße zweier Bergketten, die sich vor dem von der Abendsonne apricot&nbsp;gefärbten Gipfel bauschen auf dem Cover, dazu klarer, beinahe entrückter Gesang, Streicher-Samples, viel Akustik-Gitarre und Klavier und – Gaahl bewahre – DUR! Vermutlich auch am ehesten in den Euphoric Black Metal einzuordnen, wird der klassische Hau-Drauf-Metalfan spätestens jetzt die Nase rümpfen und sich fragen: Ist das überhaupt erlaubt, dass sowas in einem Metal-Magazin auf dem ersten Platz landet? Für mich ist dieses Album eines der herausragendsten musikalischen Erzeugnisse unserer Szene, weil es so völlig anders ist und mich innerhalb der ersten 5 Sekunden von sich überzeugt hatte. Es erzeugt ein Gefühl der Wärme und berührt mich unterbewusst, wann immer ich es höre. Mehr kann man von einem Album gar nicht mehr erwarten. 10/10</p>
<h4>Plattenüberraschung des Jahres:</h4>
<p>Positiv überrascht wurde ich dieses Jahr von <strong>SODOM</strong>s &#8222;Decision Day&#8220;, da ich die eigentlich nicht mehr auf meinem Radar hatte und sie unter “Die waren mal wer” zu den Akten gelegt hatte. Sehr starkes Album, von dem sich viele junge Thrashbands noch was beibringen lassen können.</p>
<h4>Plattenenttäuschung des Jahres:</h4>
<p>Enttäuscht war ich von <a href="https://silence-magazin.de/eruptiv-und-gewaltig-gojira-magma/" target="_blank" rel="noopener"><strong>GORJIRA</strong>s &#8222;Magma&#8220;</a>. Nachdem sie mit <em>&#8222;Silvera&#8220;</em> den für mich besten Song ihrer Karriere geschaffen haben und man dem Album folglich, auch durch den Medienhype, Großes zutraute, kam dann doch wieder nur unbequemer Franzosen-Tech-Death bei raus. Schade.</p>
<h4>Bestes Festival/Konzert:</h4>
<p>Ich war dieses Jahr auf der <a href="https://silence-magazin.de/eine-kreuzfahrt-nach-helvete/" target="_blank" rel="noopener">Full Metal Cruise</a> und hatte eine Hängematte auf meiner Kabine. Nichts kann den Sonnenaufgang, vor der schwedischen Küste früh morgens halb 6 aus deiner eigenen Hängematte betrachtet, übertrumpfen.</p>
<h4>Die Zeit mit SILENCE:&nbsp;</h4>
<p>Mir ist auf jeden Fall klar geworden, wie schnell man Äußerungen falsch verstehen kann und das so ein Magazin, allein was die tägliche Korrespondenz anbelangt, enormen Aufwand bedeutet. Sogar weit mehr als das Erstellen von Beiträgen. Das Gefühl, als Teil eines Festivals mit einem eigenen Stand irgendwo rumzustehen, das war grandios. Endlich mal was Handfestes!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-12816" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/Luc_jahresrueckblick.jpg" alt="luc_jahresrueckblick" width="750" height="175" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/Luc_jahresrueckblick.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/Luc_jahresrueckblick-300x70.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px" /></p>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY">1. <strong>PAIN OF SALVATION</strong> – &#8222;Remedy Lane Re:Visited&#8220;<br />
2. <strong>SEEKING RAVEN</strong> – &#8222;The Ending Collage&#8220;<br />
3. <a href="https://silence-magazin.de/sleepers-guilt-kilesa/" target="_blank" rel="noopener"><strong>SLEEPERS&#8216; GUILT</strong> – &#8222;Kilesa&#8220;</a></p>
<h4 lang="de-DE" align="JUSTIFY">Plattenüberraschung des Jahres:</h4>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY"><strong>CIVIL WAR</strong> – &#8222;The Last Full Measure&#8220;<br />
Die alten <strong>SABATON</strong>-Leute können mich also doch noch abholen.</p>
<h4 lang="de-DE" align="JUSTIFY">Plattenenttäuschung des Jahres:</h4>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY"><strong>HAMMERFALL</strong> – &#8222;Built To Last&#8220;: Eine jüngst wiedererstarkte Band zeigt sich erschreckend zahnlos und wärmt Bekanntes gerade noch lauwarm auf.</p>
<h4 lang="de-DE" align="JUSTIFY">Bestes Live-Erlebnis:</h4>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY"><strong>BILLY TALENT</strong>. Grandioses Konzert – endlich habe ich die erste Band, die ich je bewusst und intensiv gehört habe, erstmals und in Höchstform erleben dürfen.</p>
<h4 lang="de-DE" align="JUSTIFY">Die Zeit mit SILENCE:</h4>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY">War schon ein lustiges Jahr mit der Mannschaft hier. Zum ersten Mal habe ich quasi von Anfang an bei einem solchen Unterfangen dabei sein dürfen, was eine wertvolle Erfahrung ist. Zwar habe ich die meisten Schreiber noch nicht persönlich treffen können, doch besteht intern ein aktives Miteinander – man kennt und schätzt sich gegenseitig.</p>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY">&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-12815" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/jonas_jahresrueckblick.jpg" alt="jonas_jahresrueckblick" width="750" height="175" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/jonas_jahresrueckblick.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/jonas_jahresrueckblick-300x70.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px" /></p>
<p>1. <strong>ABRAMOWICZ</strong>&nbsp;– &#8222;Call the Judges &amp; Generation&#8220;<br />
2. <strong>EVERY TIME I DIE</strong> – &#8222;Low Teens&#8220;<br />
3. <strong>TRAP THEM</strong> – &#8222;Crown Feral&#8220;</p>
<h4>Plattenüberraschung des Jahres:</h4>
<p><strong>JIMMY EAT WORLD</strong>&nbsp;– &#8222;Integrity Blues&#8220;</p>
<p>Die Band scheint sich – ähnlich wie <strong>WOLFMOTHER</strong> – nach einigen sehr schwachen Alben wieder gefangen zu haben, was die Vorfreude auf neue Werke steigen lässt. Bis dahin genieße ich die ersten mutigen Klänge in ihrer Musik seit 2004.</p>
<h4>Bestes Festivalerlebnis:</h4>
<p>Das beste Festivalerlebnis über das ich dank unserem Magazin berichten konnte war für mich das <strong>Brutal Assault Festival</strong> in Tschechien, ein Muss für jeden Extreme und Prog Metal-Fan in Europa.</p>
<h4>Die Zeit mit SILENCE:</h4>
<p>Es macht mir am meisten Spaß, die Höhepunkte in der Geschichte des Metalcore für euch niederzuschreiben. Diese Serie gäbe es ohne das <em><strong>SILENCE</strong></em>-Magazin als Rahmen nicht und hilft mir, mich als Schreiberling zu entwickeln.</p>
<h3>&nbsp;</h3>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12814" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/hannes_jahresrueckblick.jpg" alt="hannes_jahresrueckblick" width="750" height="175" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/hannes_jahresrueckblick.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/hannes_jahresrueckblick-300x70.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px" />
<p>1.&nbsp;<strong>DEATHSPELL OMEGA</strong> – &#8222;The Synarchy Of Molten Bones&#8220;<br />
2.&nbsp;<a href="https://silence-magazin.de/urfaust-ein-neues-kapitel-der-meditation/" target="_blank" rel="noopener"><strong>URFAUST&nbsp;–</strong>&nbsp;&#8222;Empty Space Meditation&#8220;</a><br />
3. <a href="https://silence-magazin.de/sehnsucht-nach-finnland/" target="_blank" rel="noopener"><strong>DECEMBRE NOIR&nbsp;–</strong>&nbsp;&#8222;Forsaken Earth&#8220;</a></p>
<h4>Plattenüberraschung des Jahres:</h4>
<p><strong>ALKERDEEL</strong> – &#8222;Lede&#8220;</p>
<p>Räudige <strong>DARKTHRONE</strong>-Atmosphäre trifft auf Sludge-Keulen der rabiaten Art. Nach 30 Minuten winselst du nach Gnade und bist überwältigt von der Kompromisslosigkeit der Belgier. War der Vorgänger noch nicht mein Geschmack, so überzeugt &#8222;Lede&#8220; mit genialer Anti-Mucke und einem herrlich bescheuerten Cover! Googled mal nach dem Bild!</p>
<h4>Plattenenttäuschung des Jahres:</h4>
<p><strong>TOTENMOND</strong> – &#8222;Der Letzte Mond Vor Dem Beil&#8220;</p>
<p>Wenn es tatsächlich das letzte Album von <strong>TOTENMOND</strong> sein soll, dann bin ich über den schwachen Abgang enttäuscht. Das fängt schon bei der laschen Produktion an, die den brachialen Songs zu keiner Zeit gerecht wird und endet in manchmal erschreckend austauschbaren Songs. Verdammt schade, aber sie kommen wohl nicht mehr an ihre alten Glanztaten heran.</p>
<h4>Bestes Live-Erlebnis 2016:&nbsp;</h4>
<p><strong>JUCIFER</strong> in Halle (Hühnermanhattan). Zwei Leute aus den Staaten leben seit den frühen 90ern ihren Traum des umherziehenden Musikerlebens. Mittlerweile nimmt das Pärchen in ihrem Van die Alben auf, da man eh fast durchgängig auf Tour ist. Live war diese Performance das pure Böse, welches aus den Boxen quoll. Eine Verstärkerwand, die man noch aus dem Weltraum sehen kann, krachiges Getrommle und unmenschliches Gekeife vereinten sich zum Sludge/Noise-Alptraum des Jahres.</p>
<h4>Bestes Festival 2016:</h4>
<p><strong>Gössnitz Open Air</strong>. Für knapp 45 Euro kannst du kostenlos zelten, eigenes Bier mitbringen (sogar auf das Festivalgelände) und eine bunte Mischung aus Rock bis Metal erleben. Faire Preise am Bierstand und diverse Schnapsbuden sorgten schon das ein oder andere Mal für ein leeres Portemonnaie. Aber das ist nur halb so schlimm, wenn du dir Sonntagnacht kostenlos das restliche Bier am Tresen reinschütten darfst. Das Wetter ist Ende Juli, Anfang August, perfekt und wenn es dir zu heiß wird, kannst du direkt hinter der Hauptbühne in der Pleise den geschundenen Leib abkühlen. Mit gerade mal 3000 Festivalgängern ist das <strong>Gössnitz</strong> <strong>Open Air</strong> zwischen Altenburg und Zwickau mein Geheimtipp an euch.</p>
<h4>Die Zeit mit SILENCE:</h4>
<p>Was mir <em><strong>SILENCE</strong></em> gebracht hat, sind vor allem sympathische Kontakte, viele tolle Alben und eine gute Grundlage, um über das zu schreiben, was mich interessiert und bewegt.</p>
<h3>&nbsp;<img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-12813" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/donpromillo_jahresrueckblick.jpg" alt="donpromillo_jahresrueckblick" width="750" height="175" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/donpromillo_jahresrueckblick.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/donpromillo_jahresrueckblick-300x70.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px" /></h3>
<p>1. <a href="https://silence-magazin.de/kleine-jam-session-im-wohnzimmer-gefaellig/" target="_blank" rel="noopener"><strong>ASTEROID</strong> – &#8222;III&#8220;</a><br />
2. <a href="https://silence-magazin.de/augen-zu-und-durchstarten/" target="_blank" rel="noopener"><strong>CAUSA SUI</strong> – &#8222;Return To Sky&#8220;</a><br />
3. <strong>CONAN</strong> – &#8222;Revengeance&#8220;</p>
<h4>Plattenüberraschung des Jahres:</h4>
<p><a href="https://silence-magazin.de/musik-mit-oder-ohne-eiern/" target="_blank" rel="noopener"><strong>HIGH FIGHTER</strong> – &#8222;Scars &amp; Crosses&#8220;</a></p>
<h4>Plattenenttäuschung des Jahres:</h4>
<p><strong>TRUCKFIGHTERS</strong> – &#8222;V&#8220;</p>
<h4>Schönstes Festivalerlebnis:</h4>
<p>Dreckwrestling mit <strong>El Zecho</strong>.</p>
<h4>Beschissenstes Festivalerlebnis:</h4>
<p>Kurz vorm <strong><a href="https://silence-magazin.de/ausgesetzt-in-der-wildnis-schlotheim-edition-p-soa-2016/" target="_blank" rel="noopener">Party.San</a></strong> zu erkranken und dieses grandiose Festival somit zum ersten Mal seit 9 Jahren zu verpassen.</p>
<h4>Die Zeit mit SILENCE:</h4>
<p><em><strong>SILENCE</strong> </em>hat es mir ermöglicht, völlig unbekannte großartige Bands kennenzulernen, auf die ich ohne das Magazin wahrscheinlich niemals gestoßen wäre. Außerdem ist es extrem spannend, für <em><strong>SILENCE</strong></em> auf einem Festival zu arbeiten. Man bekommt wahnsinnig viele Einblicke hinter die Kulissen, abseits von Trichtersaufen, Schlammcatchen und Zeltplatz-Schlagerpartys.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-12812" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/robert_jahresrueckblick.jpg" alt="robert_jahresrueckblick" width="750" height="175" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/robert_jahresrueckblick.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/robert_jahresrueckblick-300x70.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px" /></h3>
<p>1.&nbsp;<a href="https://silence-magazin.de/cult-of-luna-mariner/" target="_blank" rel="noopener"><strong>CULT OF LUNA &amp; JULIE CHRISTMAS</strong> – &#8222;Mariner&#8220;</a><br />
2.&nbsp;<strong>ULCERATE</strong> – &#8222;Shrines Of Paralysis&#8220;<br />
3. <a href="https://silence-magazin.de/zur-fortwaehrenden-verstrickung-haken-oeffnen-turen-zu-vergangenheit-und-zukunft-des-prog/" target="_blank" rel="noopener"><strong>HAKEN</strong> – &#8222;Affinity&#8220;</a>&nbsp;</p>
<p>Ich verzweifle!&nbsp;Vermutlich würde die Liste morgen schon wieder anders aussehen, es gab noch 1000 andere geile Alben. Was war gleich nochmal Anfang des Jahres los?</p>
<h4>Plattenüberraschung des Jahres:</h4>
<p><a href="https://silence-magazin.de/ein-denkmal-der-schwaerze-black-table-obelisk/" target="_blank" rel="noopener"><strong>BLACK TABLE</strong> – &#8222;Obelisk&#8220;</a></p>
<p>Was für ein Album!</p>
<h4>Plattenenttäuschung des Jahres:</h4>
<p><strong>CAR BOMB</strong> – &#8222;Meta&#8220;</p>
<p>Auch nach über 30 Durchläufen find ich keinen Zugang. Mein Herz blutet noch immer. Und natürlich, dass <strong>CASPER</strong>&nbsp;die Veröffentlichung von &#8222;Lang lebe der Tod&#8220; verschoben hat!&nbsp;</p>
<h4>Schönstes Festival/Konzerterlebnis:</h4>
<p>So viele Konzerte und Festivals besucht, wie nie zuvor. Zum ersten Mal Euroblast und Wacken; <a href="https://silence-magazin.de/tech-death-aus-aller-welt-obscura-in-dresden/" target="_blank" rel="noopener"><strong>OBSCURA</strong>, <strong>RIVERS OF NIHIL</strong> und <strong>BEYOND CREATION</strong></a> waren in Dresden ganz großes Kino. <strong>ALCEST</strong> und <strong>DWEF</strong> gehen immer!!!</p>
<h4>Schlechtestes Live<strong>&#8211;</strong>Erlebnis:</h4>
<p><strong>WARDRUNA</strong> blieb dank äußerer Umstände leider etwas hinter den Erwartungen zurück. Meist mieser Sound vor den Zeltbühnen der Festivals der Republik und eigentlich überall zu wenig Essen für zu viel Geld!</p>
<h4>Die Zeit mit SILENCE:</h4>
<p>&#8222;Ich kenn da nen Typen, der hat Ahnung und lässt sein Studium gerade schleifen. Das ist schlecht für ihn, aber gut für uns.&#8220; Nach diesen Worten von <strong>Flo</strong> kam ich ins Team und freue mich bis heute darüber. Ich hatte die Möglichkeit, viele Konzerte und Festivals zu besuchen, quer durch das Land zu fahren und unzählige großartige Leute aus allen Teilen der Republik, bzw. der Welt, kennenzulernen, teils sogar Musiker, die ich seit Jahren selbst sehr schätze. Darüber hinaus hab ich die Chance, mich gemeinsam mit sehr guten Freunden mit der Sache auseinanderzusetzen, die mir auf der Welt mit Abstand am meisten bedeutet: <strong>Musik</strong>. Dafür bin ich Alex und dem gesamten Team unglaublich dankbar! Auf das nächste!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-12811" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/lukas_jahresrueckblick.jpg" alt="lukas_jahresrueckblick" width="750" height="175" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/lukas_jahresrueckblick.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/lukas_jahresrueckblick-300x70.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px" /></p>
<p>1.&nbsp;<strong>FREEDOM CALL</strong> – &#8222;Master Of Light&#8220;<br />
Die Meister des Happy Power Metal haben es wieder einmal geschafft, mich zu begeistern.<br />
2.&nbsp;<a href="https://silence-magazin.de/aller-guten-dinge-sind-drei/" target="_blank" rel="noopener"><b>KAMBRIUM&nbsp;–</b>&nbsp;&#8222;The Elder’s Realm&#8220;</a><br />
Dahinter folgen die Helmstedter von <b>KAMBRIUM</b>, die ebenfalls ein großartiges Werk geschaffen haben, welches mir beim Hören enorme Freude bereitet.<br />
3. <a href="https://silence-magazin.de/sleepers-guilt-kilesa/" target="_blank" rel="noopener"><strong>HAMMERFALL&nbsp;–</strong>&nbsp;&#8222;Built To Last&#8220;</a><br />
Die schwedischen Helden schaffen es mit dem besten Album seit &#8222;Threshold&#8220; immerhin auf den untersten Rang meiner Top 3.</p>
<h4><b>Plattenüberraschung des Jahres:</b></h4>
<p align="LEFT">Wenn es um Female Fronted Symphonic Metal geht, bin ich eigentlich eher ein Fan von <b>XANDRIA</b> oder den &#8222;alten&#8220; <b>NIGHTWISH</b>. Nachdem die Band mich bisher weniger überzeugt hatte, war ich umso erstaunter, als <b>DIABULUS IN MUSICA</b> mit &#8222;Dirge For The Archons&#8220; ein wirklich starkes Album veröffentlichten. Damit hätte ich nicht gerechnet! Wer sich so schlagartig mit hoher Qualität zurückmeldet, verdient sich den Titel &#8218;Plattenüberraschung&#8216; redlich.</p>
<h4 align="LEFT"><b>Plattenenttäuschung des Jahres:</b></h4>
<p align="LEFT">Am &#8222;neuen&#8220; <b>EQUILIBRIUM</b> mit <b>Robse</b> an der Sängerfront scheiden sich die Geister. Viele alte Fans mögen den neuen Party-Sauf-Charakter der Band nicht, einige andere hingegen feiern die Band gerade dafür. Auch ich konnte mich mit dem Zusammenspiel aus Ernst und Spaß auf &#8222;Pferdestempel&#8220;… ähh &#8222;Erdentempel&#8220; sehr gut anfreunden. Umso enttäuschter war ich von &#8222;Armageddon&#8220; – was soll das denn? <b>EQUILIBRIUM</b> und Gesellschaftskritik? Wer soll euch das denn abkaufen? In meinen Augen ein klarer Schuss nach hinten. Bis auf <em>&#8222;Heimat&#8220;</em>&nbsp;ein Album zum Vergessen.</p>
<h4 align="LEFT"><b>Bestes Festivalerlebnis:</b></h4>
<p align="LEFT">Fünf Festivals habe ich dieses Jahr besucht – <a href="https://silence-magazin.de/dark-troll-festival-2016/" target="_blank" rel="noopener"><b>Dark Troll</b></a>, <a href="https://silence-magazin.de/der-osten-und-die-schoensten-festivals-metal-frenzy-2016-in-gardelegen/" target="_blank" rel="noopener"><b>Metal Frenzy</b></a>, <a href="https://silence-magazin.de/rockharz-2016/" target="_blank" rel="noopener"><b>Rockharz</b></a>, <b>Elbriot</b> und <b>Metal Embrace</b>. Das <b>Metal Frenzy</b> und das <b>Rockharz</b> liegen dabei aufgrund der musikalischen Ausrichtung unangefochten an der Spitze – das eine gemütlich und mit vielen Geheimtipps, das andere tosende Mengen und weltbekannte Bands bietend. Da die neuen Bekannten und die Großkaliber unter den Bands dort aber doch noch ein wenig mehr in Euphorie in mir auslösen konnten, kürt sich dieses Jahr das <b>Rockharz</b> zum besten Festival.</p>
<h4 align="LEFT"><b>Die Zeit mit SILENCE:&nbsp;</b></h4>
<p align="LEFT">Die Mitarbeit bei <em><strong>SILENCE</strong></em> gab und gibt mir die Möglichkeit, noch tiefer in die Szene einzutauchen. Man kommt mit Musik in Kontakt, die man sonst vielleicht gar nicht wahrgenommen hätte und hat vereinzelt die Möglichkeit, schon vor allen anderen in Veröffentlichungen der Lieblingsbands reinzuhören. Mein persönliches Sahnehäubchen sind die Interviews – sich mit denen zu unterhalten, die einem mit ihrer Musik viele schöne Stunden bereiten und einen immer wieder zu begeistern wissen, ist schon etwas Besonderes. Das &#8218;Fan-Sein&#8216; erreicht eine neue Stufe, da sich Möglichkeiten eröffnen, die der Normalsterbliche nur sehr bedingt hat. Das ist wirklich grandios und sorgt dafür, dass ich mich auch in Zukunft auf meine Arbeit bei <em><strong>SILENCE</strong></em> freuen kann.</p>
<h3>&nbsp;</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-12819" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/Poebel_jahresrueckblick.gif" alt="poebel_jahresrueckblick" width="750" height="175"></p>
<p>1. <a href="https://silence-magazin.de/bombus-voll-aufs-fressbrett/" target="_blank" rel="noopener"><strong>BOMBUS – </strong>&#8222;Repeat Until Death&#8220;</a><br />
2. <strong>MOONSORROW</strong> – &#8222;Jumalten Aika&#8220;<br />
3. <strong>THE FORESHADOWING</strong> – &#8222;Seven Heads Ten Horns&#8220;</p>
<h4>Plattenenttäuschung des Jahres:</h4>
<p>Wees ni, die schlechten Alben kriegen ja immer die Redakteure. Ich tendiere aber ganz stark gen <strong>LINDEMANN</strong>s &#8222;Skills in Pills&#8220;.</p>
<h4>Bestes Festival 2016:</h4>
<p><strong>Rockharz</strong></p>
<h4>Bestes Konzert 2016:</h4>
<p><strong>PAIN</strong> im Turock Essen.</p>
<h4>Die Zeit mit SILENCE:</h4>
<p>&#8222;Du, das wees eigentlich noch keener, aber ich will nen Magazin gründen!&#8220;, sachte <strong>Alex</strong> mal beiläufig. Ich hab ihm viel Glück gewünscht. &#8222;Na ja, hättste da och Bock drauf. So ma bissl drüberguggen und so?&#8220; &#8230;<br />
Dass das &#8222;drüberguggen&#8220; dann solche Ausmaße annimmt, hätte ich mir nicht träumen lassen! Ein Pool von Nerds und musikverrückten Spinnern hämmert von heute auf morgen ein Magazin in die Online-Musiklandschaft und tituliert dieses auch noch als &#8222;Das endgültige Metal-Magazin&#8220;. So viel Cochones! Mittlerweile süchte ich nach der Arbeit hier. Vor allem die Erkenntnis, dass großes Wissen, unbedingte Hingabe zur Musik und das (für meine Verhältnisse) sehr junge Alter aller Beteiligten überhaupt keinen Widerspruch darstellen, verblüfft und inspiriert mich jeden Tag aufs Neue. Auf ein neues Jahr!</p>
<h3>&nbsp;</h3>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12810" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/yt_jahresrueckblick.jpg" alt="yt_jahresrueckblick" width="750" height="175" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/yt_jahresrueckblick.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/yt_jahresrueckblick-300x70.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px" />
<p>1. <strong>KATATONIA</strong>&nbsp;– &#8222;The Fall of Hearts&#8220;<br />
2. <strong>STEVEN WILSON</strong> – &#8222;4 ½&#8220;<br />
3. <strong>DAVID BOWIE</strong>&nbsp;– &#8222;Blackstar&#8220;</p>
<h4><strong>Plattenenttäuschung des Jahres:</strong>&nbsp;</h4>
<p><strong>OPETH</strong> – &#8222;Sorceress&#8220;</p>
<h4>Bestes Live-Erlebnis:</h4>
<p><a href="https://silence-magazin.de/deaf-row-fest-v-2016-jena/" target="_blank" rel="noopener">Jena – <strong>Deaf Row-Fest</strong></a><br />
Selten hab ich eine so spannende Mischung an Bands erlebt und eine so angenehme Atmosphäre. Die Bands boten ein breites Spektrum aus &#8218;Warum kenn ich das nicht?&#8216; und &#8218;Knallt derbe, aber nicht ganz meins.&#8216; 2017 auf jeden Fall wieder! Kurz dahinter die <a href="https://silence-magazin.de/skandinavisches-trio-agentfresco-vola-katatonia/" target="_blank" rel="noopener"><strong>KATATONIA</strong>-Tour</a>, auch wegen der Vorbands und weil ich <strong>KATATONIA</strong>-Fan seit früher Jugend bin.</p>
<p>und ja… <strong>PLACEBO</strong>-Tour 2016 in Leipzig… Aufgrund der Freunde, die dabei waren und seit langem mal wieder Erinnerungen hochkochten. Sound war sehr gut, Lichtshow und Band gleichermaßen erstrahlt… Läuft!</p>
<h4>Die Zeit mit SILENCE:</h4>
<p>Als <strong>Alex</strong> an mich herantrat und meinte, er wolle ein Online-Mag gründen und mir sagte, was alles geplant ist, dachte ich: Was für eine derb dumme Idee! Das ist absolut Stress pur und klingt nach Arbeit.</p>
<p>Am nächsten Tag stand der Server und ich spielte das System auf… Der Rest ist Geschichte… Wird Geschichte… Wird Geschichte werden… Ach, ihr habt die Idee dahinter.</p>
<p>Ich mag daran, dass es mehr als ein Projekt ist. Alle stehen dahinter und man entwickelt Ideen, kommt zusammen und hat einfach auch Spaß (neben mancher stressiger Stunde). Die Erfahrungen von früher werden mit neuen Ideen noch besser. Die Zwänge halten sich im Rahmen und es steht kein Werbepartner dahinter der einem sagt, welche Mucke wie „gut“ ist. Jeder bringt sich ein und hat Ideen und… am Ende… muss ich… die alle… umsetz… ACH SCHEISSE! So, keine Zeit, ich hol mir nochn Gin und muss dann Updates fahren …</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-12809" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/elzecho_jahresrueckblick.jpg" alt="elzecho_jahresrueckblick" width="750" height="175" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/elzecho_jahresrueckblick.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/elzecho_jahresrueckblick-300x70.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px" /></h3>
<p lang="en-US">1. <strong>SODOM</strong> – &#8222;Decision Day&#8220;<br />
2. <a href="https://silence-magazin.de/mantar-ode-to-the-flame/" target="_blank" rel="noopener"><strong>MANTAR</strong> – &#8222;Ode to the Flame&#8220;</a><br />
3. <strong>TRUCKFIGHTERS</strong> – &#8222;V&#8220;</p>
<h4 lang="en-US"><strong>Plattenenttäuschung des Jahres:</strong></h4>
<p lang="en-US"><strong>METALLICA</strong> – &#8222;Hardwired to Self Destruct&#8220;</p>
<h4>Beste Festivals:</h4>
<p><strong>Frostfeuernächte</strong>: Ein Underground-Festival im Winter, welches klein, gemütlich und vom Preis unschlagbar ist, wobei man noch mit seiner Truppe in einem Bungalow nächtigen kann.</p>
<p><strong>Stormcrusher Festival</strong>: Heavy Metal, viel Bier und sehr angenehme Leute.</p>
<p><strong>Full Metal Cruise</strong>: Jahresurlaub mit der Maus auf einem All-Inclusive-Schiff durch den Norden Europas gepaart mit Metal, was gibt es da noch zu sagen?</p>
<h4 lang="en-US">Bestes Konzert:</h4>
<p lang="en-US"><strong>IRON MAIDEN</strong>&nbsp;– The Book of Souls &#8211; Tour</p>
<h4>Die Zeit mit SILENCE:</h4>
<p>In diesem Jahr wurde ich von <strong>Alex</strong> genötigt, gepeinigt und gezwungen, bei seinem Magazin mitzumachen. Er legte mich in Ketten und sperrte mich in seinen Keller. So, oder so ähnlich, hat sich das Ganze natürlich nicht zugetragen. Ich habe mich sehr gefreut, bzw. freue ich mich immer noch, ein Teil dieses Magazins sein zu dürfen. Es brachte mir positive als auch negative Erfahrungen. Das Positive ist einfach, dass man viel durchs Land herumkommt, viele Veranstaltungen besucht und coole Leute kennenlernt. Man bekommt eine andere Sicht auf die Dinge, wenn man einen Blick hinter die Kulissen wagt. Das ist meistens sehr spannend und interessant, viele Dinge will man aber einfach nicht wissen. Die eher nicht so positiven Dinge sind Mehrarbeit, dadurch weniger Zeit im privaten Bereich, als auch andere Aufgaben auf Veranstaltungen wie fotografieren, filmen, die Betreuung des Magazinstandes oder das Führen von Interviews, welche zum Teil von den gewöhnlichen Aufgaben auf Festivals wie Bands schauen und Bier trinken abweichen. Alles in allem will ich mich aber nicht beschweren und bin sehr froh darüber, diese Erfahrungen gemacht zu haben. So habe ich in diesem Jahr das Fotografieren für mich entdeckt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-12802" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/nina_jahresrueckblick.jpg" alt="nina_jahresrueckblick" width="750" height="175" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/nina_jahresrueckblick.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/nina_jahresrueckblick-300x70.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px" /></p>
<p>1. <strong>FLESHGOD APOCALYPSE</strong>&nbsp;– &#8222;King&#8220;<br />
2. <strong>OBSCURA</strong> – &#8222;Akróasis&#8220;<br />
3. <strong>HAKEN</strong> – &#8222;Affinity&#8220;</p>
<h4>Plattenüberraschung des Jahres:</h4>
<p>Das Jahr ist voll gewesen von großartigen Neuentdeckungen. Ich sehe dennoch ein älteres Album als mein persönliches Highlight. Nennt mich meinetwegen einen Spätzünder. Die 2012er Scheibe &#8222;Unstille&#8220; von <strong>DER WEG EINER FREIHEIT</strong>, eine Band die den meisten Lesern hier wohl ein Begriff ist, versüßt mir seit vielen Wochen meinen Arbeitsweg quer durch die von Glühweinbuden und garstigen Rentnern überfüllte Innenstadt.</p>
<h4>Plattenenttäuschung des Jahres:</h4>
<p><strong>DREAM THEATER</strong>s – &#8222;The Astonishing&#8220; – was ist das denn bitte für ein Wälzer?! Riesen-Konzept hin oder her, wenn ich mich auch nach vielmaligem Hören nicht hineindenken kann, wird es wohl vorerst nichts mehr mit uns. Schade!</p>
<h4>Bestes Live-Erlebnis:</h4>
<p>Wirklich gemein, nur ein Live-Erlebnis hier listen zu dürfen, denn eigentlich würde ich gern sechs auflisten. Sechs Erlebnisse, die – sei es hinsichtlich Genre, Location und Menschen – unterschiedlicher nicht hätten sein können. Das Losverfahren entscheidet jedoch für: <a href="https://silence-magazin.de/aus-den-tiefen-15-radare/" target="_blank" rel="noopener"><strong>RADARE</strong></a> auf dem <strong>Deaf Row Fest</strong>!</p>
<h4>Die Zeit mit SILENCE:</h4>
<p>Ach,<em> <strong>SILENCE</strong></em>, was hast du nur mit mir gemacht? Ich fasste mir ein erstes Mal das Herz und versteckte meine Meinung nicht hinter einer wissenschaftlichen Abhandlung, sondern schrieb straight, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Plopp, war ich im Kosmos der <strong>Silencer</strong>. Vor allem persönlich ist mir dieser Kosmos ein absoluter Zugewinn. Die Menschen, die ich alle in ihrer Art liebgewonnen habe. Menschen, die auf unheimlich authentische und uneigennützige Art für die gemeinsame Sache arbeiten&#8230; wenngleich diese Arbeit miteinander nicht immer einer glitzernd-rosa Einhornwelt gleicht.</p>
<p>Und sonst so? Das Übliche: Das Sammeln vieler neuer Eindrücke musikalischer Art, gemeinsame Konzert- und Festivalerlebnisse, … und dass ich ab und an als (hoffentlich bald besser werdender) Fotomensch auf Piste gehen kann. So sehr du mir auch manchmal meine Nerven raubst, <em><strong>SILENCE</strong></em>, so sehr mag ich es, Zeit mit dir zu verbringen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-12808" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/flo_jahresrueckblick.jpg" alt="flo_jahresrueckblick" width="750" height="175" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/flo_jahresrueckblick.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/flo_jahresrueckblick-300x70.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px" /></h3>
<p>1. <a href="https://silence-magazin.de/wenn-dich-baumgeister-in-eine-andere-welt-entfuehren/" target="_blank" rel="noopener"><strong>ALCEST</strong> – &#8222;Kodama&#8220;</a><br />
2. <strong>SYLVAINE</strong> – &#8222;Wistful&#8220;<br />
3. <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> – &#8222;III: Trauma&#8220;</p>
<h4>Plattenüberraschung des Jahres:</h4>
<p><a href="https://silence-magazin.de/huebsche-norwegerin-sylvaine/" target="_blank" rel="noopener"><strong>SYLVAINE</strong> – &#8222;Wistful&#8220;</a><br />
Vor diesem Album war mir <strong>SYLVAINE</strong> gänzlich unbekannt, ist jetzt aber für mich nicht mehr wegzudenken.</p>
<h4>Plattenenttäuschung des Jahres:</h4>
<p>Enttäuscht hat mich dieses Jahr nichts, was ich so gehört habe. Grundsätzlich und meiner Meinung nach war es sogar ein vergleichsweise starkes Jahr. Aus vielen verschiedenen Genres sind dieses Jahr starke Alben erschienen. Natürlich habe ich auch hier und da eine weniger starke Platte dazwischen gehabt, aber bitter enttäuscht hat mich nichts.</p>
<h4>Bestes Festival:</h4>
<p>Für mich war das einschneidenste Festival des Jahres 2016 das <strong>Barther Metal Open Air</strong>. Der Park, das Amphitheater und die Möglichkeit, seinen fleischigen Körper in die Ostseewellen zu flanken, machen die Location einzigartig. Die Crew ist wahnsinnig nett, brüderlich und hilfsbereit. Auch die Auswahl, insbesondere der kleineren Bands, ist sehr exklusiv, aber auch Urgesteine des Black Metal stehen auf der Bühne. Dazu kommt, dass wir mit&nbsp; <em><strong>SILENCE</strong> </em>dort das allererste Mal überhaupt mit einem eigenen Stand vertreten waren. Das war sozusagen der sinnbildliche Schmiss ins kalte Wasser, den wir allerdings, denke ich, ganz gut gemeistert haben. Sowohl Besucher als auch Bands waren zufrieden mit uns. Ohnehin war das <a href="https://silence-magazin.de/auf-dem-barther-entjungfert-xviii-barther-metal-open-air/" target="_blank" rel="noopener">BMOA</a> ein Familientreffen mit vielen herrlichen altbekannten Gesichtern, und doch kamen noch so unfassbar viele geile Leute hinzu, die ich ohne diese Veranstaltung wahrscheinlich nicht kennengelernt hätte. Wahnsinn!</p>
<h4>Bestes Konzerterlebnis:</h4>
<p>Rein vom Line-Up her war das <strong>Prophecy Fest</strong> in der Balver Höhle für mich 2016 unübertroffen. Mein persönlicher Konzert-Höhepunkt war dort der Gig meiner All-Time-Lieblingsfranzosen <strong>ALCEST</strong>, die dort das komplette &#8222;Écailles de Lune&#8220;-Album live gespielt haben. Was für ein Album – was für eine Show, von der Atmosphäre, die die Balver Höhle ohnehin schon schafft, mal ganz abgesehen. Von diesem Auftritt konnte ich lange zehren und auch nach zahlreichen anderen Konzerten bleibt es seitdem im Gedächtnis.</p>
<h4>Die Zeit mit SILENCE:</h4>
<p>Ich bin sehr viel herumgekommen und hab wahnsinnig viele tolle Menschen kennengelernt, mit denen ich wahrscheinlich nie ins Gespräch/in Kontakt gekommen wäre, wenn es das Magazin nicht gäbe. Natürlich steckt auch viel Arbeit dahinter, aber das ist es definitiv wert. Ich denke auch, dass wir ganzen Hanseln, die hinter <em><strong>SILENCE</strong> </em>stehen, nicht nur als Team zusammen funktionieren, sondern auch, dass wir zu sehr guten Freunden geworden sind. Vor allem aber kommt man immer wieder auf neue Musik, die man sonst wahrscheinlich gar nicht kennengelernt hätte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-12805" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/sascha_jahresrueckblick.jpg" alt="sascha_jahresrueckblick" width="750" height="175" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/sascha_jahresrueckblick.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/sascha_jahresrueckblick-300x70.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px" /></p>
<p lang="">1. <a href="https://silence-magazin.de/die-ein-song-geschichte-aus-dem-land-der-wikinger/" target="_blank" rel="noopener"><strong>INSOMNIUM</strong>&nbsp;– &#8222;Winter&#8217;s Gate&#8220;</a><br />
2. <strong>THE UNGUIDED</strong>&nbsp;– &#8222;Lust and Loathing&#8220;<br />
3. <strong>EQUILIBRIUM</strong>&nbsp;– &#8222;Armageddon&#8220;</p>
<h4>Plattenüberraschung des Jahres:</h4>
<p lang=""><strong>ADEPT</strong> – &#8222;Sleepless&#8220;</p>
<h4>Plattenenttäuschung des Jahres:</h4>
<p lang=""><strong>SONIC SYNDICATE</strong> – &#8222;Confessions&#8220;</p>
<h4>Bestes Live-Erlebnis:</h4>
<p lang="">Mein bestes Konzerterlebnis war dieses Jahr bei <strong>THE UNGUIDED</strong>&nbsp;in der Rockfabrik Augsburg. Es war an sich kein wirklich besonderes Konzert, jedoch hat es ein sehr gutes Gefühl verbreitet. Zugegebenermaßen waren nur sehr, sehr wenige Besucher dort, was die Veranstaltung sehr familiär gestaltete und es ermöglichte, dass man mit den Bands nach ihrer Spielzeit noch ganz lässig ein Gespräch führen, sowie gemütlich ein Bier trinken konnte.</p>
<h4>Die Zeit mit SILENCE:&nbsp;</h4>
<p lang=""><em><strong>SILENCE</strong></em> hat mir in diesem Jahr zunächst als Fan die Pforten geöffnet. Mir hat die Unabhängigkeit und Nähe zum Leser sehr gefallen. Bei dem Angebot, als Gastautor ein paar Artikel zu schreiben, konnte ich natürlich als leidenschaftlicher Hobbyschreiber nicht Nein sagen. So war ich sehr aus dem Häuschen, die Möglichkeit zu bekommen, ein fester Bestandteil des Teams zu werden.</p>
<p lang="">&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-12807" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/mich_jahresrueckblick.jpg" alt="mich_jahresrueckblick" width="750" height="175" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/mich_jahresrueckblick.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/mich_jahresrueckblick-300x70.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px" /></p>
<p lang="">1. <strong>ALCEST</strong>&nbsp;– &#8222;Kodama&#8220;<br />
2. <strong>HEAVEN SHALL BURN –</strong>&nbsp;&#8222;Wanderer&#8220;<br />
3. <a href="https://silence-magazin.de/musik-zum-traeumen-nicht-zum-einschlafen/" target="_blank" rel="noopener"><strong>COUNTLESS SKIES</strong>&nbsp;– &#8222;New Dawn&#8220;</a></p>
<h4>Plattenenttäuschung des Jahres:</h4>
<p><strong>AMON AMARTH</strong>&nbsp;– &#8222;Jomsviking&#8220;</p>
<p>Ich muss leider sagen, dass 2016 für mich metaltechnisch generell eher ziemlich karg ausgefallen ist. Zwar haben einige Bands, die ich sehr schätze und mag (etwa <strong>EQUILIBRIUM</strong> oder <strong>AMON AMARTH</strong>), neues Material geliefert, so wirklich zu überzeugen wusste aber kaum eine davon. Interessant finde ich auch, dass mir das jetzt in diesem Moment erst aufgefallen ist. &#8222;Top 3 Albenliste 2016, das ist einfach! Also&#8230; Ehhhhhhhh&#8230;&#8220;.</p>
<p>Ganz im Gegensatz dazu steht aber meine Festivalerfahrung in diesem Jahr. Viele gute Festivals schon erlebt, aber musikalisch wie auch die Atmosphäre betreffend war das <strong>Brutal Assault</strong> 2016 ein Erlebnis, wie ich es seit ewigen Zeiten nicht mehr hatte. So viel Qualität auf einen Haufen, kombiniert mit fast immer gutem Sound – und dazu das erste Mal seit JAHREN, dass ich nicht 80% der anwesenden Bands, die mich intressieren, schon zehn Mal gesehen habe. Es war fast, als wäre ich wieder 17 und würde erstmals meine Nase in die fantastische Welt von Metalfestivals stecken. Wundervoll. Überwältigendster Gig: <strong>YEAR OF NO LIGHT</strong>. Ich komme bis heute nicht drauf klar.</p>
<h4>Die Zeit mit SILENCE:</h4>
<p>Durch <em><strong>SILENCE</strong></em> habe ich einige Erfahrungen gesammelt. Erstens habe ich, der ich als Vollnoob eingestiegen bin, gelernt, wie man überhaupt Artikel schreibt. Mit Luc (&lt;3) als Mentor, und nach den ersten Wochen auf eigene Faust, merke ich deutlich, wie sich meine Fähigkeiten diesbezüglich gesteigert haben. Ich schäme mich auch ein bisschen, wenn ich mir meine ersten paar Artikel ansehe. Durch die Arbeit beim Magazin habe ich auch gelernt, Musik und musikalische Erfahrung auf eine andere Art und Weise wahrzunehmen und zu verarbeiten. Trotzdem habe ich es (glaube ich) geschafft, mich nicht in einer kalten, rein handwerklichen Bewertungssituation zu verlieren. Ich kann Musik noch genauso gut einfach als Kunst schätzen und auf mich einwirken lassen wie zuvor. Außerdem weiß ich nun, wie es im Pressebereich eines Festivalgeländes aussieht. Zweitgrößtes Geheimnis meiner Existenz hat sich gelüftet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-12803" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/charlotte_jahresrueckblick.jpg" alt="charlotte_jahresrueckblick" width="750" height="175" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/charlotte_jahresrueckblick.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/charlotte_jahresrueckblick-300x70.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px" /></p>
<p>1.&nbsp;<strong>HÄMATOM</strong> – &#8222;Wir sind Gott&#8220;<br />
2. <strong>TARJA</strong> – &#8222;The Shadow Self&#8220;<br />
3.<strong>&nbsp;Heldmaschine</strong>&nbsp;– &#8222;Himmelskörper&#8220;</p>
<h4>Plattenüberraschung des Jahres:</h4>
<p>Die hab‘ ich mit <strong>TARJA</strong> erlebt, habe ihr neuestes Album in die Hand gedrückt bekommen, als ich bei einem Interview mit ihr Mäuschen spielen durfte, und das hat mich echt umgehauen.</p>
<h4>Plattenenttäuschung des Jahres:</h4>
<p><a href="https://silence-magazin.de/kann-es-noch-schlimmer-werden/" target="_blank" rel="noopener"><strong>FAUN</strong> – &#8222;Midgard&#8220;</a>. Als ich gefragt wurde, hab ich das fast vergessen, da ich es ehrlich gesagt völlig verdrängt habe&#8230;</p>
<p><strong>Bestes Konzert</strong>:</p>
<p>Mein bestes Konzerterlebnis dieses Jahr ist das <a href="https://silence-magazin.de/halli-galli-abrissparty-in-hannover/" target="_blank" rel="noopener"><strong>HÄMATOM</strong> Konzert in Hannover</a> gewesen. Geile Band, geile Location!</p>
<h4>Die Zeit mit SILENCE:</h4>
<p>Durch <em><strong>SILENCE</strong></em> habe ich dieses Jahr endlich die Erfahrung machen können, selbst im Kameragraben stehen und Bands auf der Bühne fotografieren zu können. Außerdem möchte ich die Leute nicht missen, die mich hier so unglaublich offen empfangen haben. Auf ein neues aufregendes Jahr!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-12806" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/demian_jahresrueckblick.jpg" alt="demian_jahresrueckblick" width="750" height="175" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/demian_jahresrueckblick.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/demian_jahresrueckblick-300x70.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px" /></p>
<p>1. <strong>SCHAMMASCH</strong> – &#8222;Triangle&#8220;&nbsp;<br />
2. <strong>ANCESTORS BLOOD&nbsp;– </strong>&#8222;Hyperborea&#8220;&nbsp;<br />
3. <strong>EVILFEAST</strong> – &#8222;promo tape 2015&#8220;</p>
<h4>Bestes Konzert:</h4>
<p><strong>HEXVESSEL</strong> in Leipzig und <a href="https://silence-magazin.de/die-welt-zu-gast-im-schlamm-wacken-2016/" target="_blank" rel="noopener"><strong>STEEL PANTHER</strong>&nbsp;in Wacken</a>, wie schweinegeil war das denn!!!</p>
<h4>Plattenüberraschung des Jahres:</h4>
<p><a href="https://silence-magazin.de/rotting-christ-rituals/" target="_blank" rel="noopener"><strong>ROTTING CHRIST</strong> – &#8222;Rituals&#8220;</a><br />
Nach Jahren der Belanglosigkeit liefern sie einen absoluten Triumphschlag.</p>
<h4>Plattenenttäuschung des Jahres:</h4>
<p><strong>IN THE WOODS&#8230;</strong> – &#8222;Pure&#8220;</p>
<h4>Bestes Festival:</h4>
<p>Alle Festivals mit <strong>El Zecho</strong> und <strong>Don Promillo</strong>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-12821" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/sebastian_jahresrueckblick.jpg" alt="sebastian_jahresrueckblick" width="750" height="175" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/sebastian_jahresrueckblick.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/sebastian_jahresrueckblick-300x70.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px" /></p>
<p>1. <strong>ABBATH</strong> – &#8222;Abbath&#8220;<br />
<span lang="en-GB">Ja, den bandeigenen Erstling nach sich selbst zu benennen, ist nichts Neues. Und über die Musik muss es ja nichts aussagen. Mir hat dieses Album jedenfalls gezeigt, dass Black- und Thrash-Metal noch was kann. <em>&#8222;</em></span><em><span lang="en-GB">Winterbane&#8220;</span></em><span lang="en-GB">&nbsp;ist eines meiner musikalischen Highlights dieses Jahr.</span></p>
<p align="JUSTIFY"><span lang="en-GB">2. <a href="https://silence-magazin.de/blues-rock-haenger-oder-steher/" target="_blank" rel="noopener"><strong>THE ANSWER – </strong>&#8222;Solas&#8220;</a><br />
</span><span lang="en-GB">Der bodenständige Sound und die durchlaufende Abwechslung auf dem Album machens einfach. Grundsätzlich interessiere ich mich immer für Musik, die von der Insel kommt, und dieses Album hat mir definitiv eine neue Band ins Blickfeld gerückt. Yeah!</span></p>
<p align="JUSTIFY"><span lang="en-GB">3. <strong>ZODIAC – </strong>&#8222;</span><span lang="en-GB">Grain of Soul&#8220;<br />
Rock mit Tempo. Ehrlich, bluesig, halt die Fresse! Gefällt mir. Weiter so, bitte! Für mich sind das alles Alben, die ich vorbehaltlos weiterverschenken würde.</span></p>
<h4>Schlechtestes Konzert:&nbsp;</h4>
<p align="JUSTIFY"><span lang="en-GB">Ein nicht unbedingt schlechtes, aber merkwürdiges Konzert war gerade erst in Wiesbaden im Schlachthof zu erleben. </span><span lang="en-GB"><b>SANGUINE </b>als</span><span lang="en-GB"> Vorband für </span><span lang="en-GB"><b>SKINDRED</b></span><span lang="en-GB">. Da bereits seit 2004 bestehend, sollte man denken, schon eine gewisse Erfahrung antreffen zu können. Stattdessen interagiert die Band quasi gar nicht, weder untereinander noch mit dem Publikum. Die Musik ist sehr unterschiedlich. Es finden sich musikalisch gute Ideen im Repertoire, dennoch wird das gerade mal halbstündige Set auch mit Coversongs unterfüttert. Die Sängerin heizt während der gesamten Show so sehr über die Bühne, dass ihr im letzten Song die Stimme fehlt. Leider insgesamt ein sehr schwacher Auftritt, welcher auch so vom Publikum aufgenommen wurde. Von der Bar aus.</span></p>
<h4 align="JUSTIFY"><span lang="en-GB">Bestes Konzert:</span></h4>
<p align="JUSTIFY"><span lang="en-GB">Richtig gut dagegen waren </span><span lang="en-GB"><b>GRAND MAGUS&nbsp;</b></span><span lang="en-GB">auf der diesjährigen Ausgabe des <strong><a href="https://silence-magazin.de/titten-raus-es-ist-summer-breeze-2016/" target="_blank" rel="noopener">Summerbreeze</a></strong>. Zeltbühne, früher Abend. Der Sound war top, die Band präsentierte sich stark und souverän. Ein Konzert, das wirklich Spaß gemacht hat und viele Gäste einen optimalen Einstieg zu dem Festival bot. Sehr geil. Zeltbühnen mag ich persönlich an Festivals sowieso am liebsten, aber wenn sie dann noch so bespielt werden, mag ich sie nur noch mehr. Gerade, wenn man die Bands sonst nicht so oft live sehen kann.</span></p>
<h4 align="JUSTIFY">Die Zeit mit SILENCE:&nbsp;</h4>
<p align="JUSTIFY"><span lang="en-GB">Bleibt zu sagen, was mir das <em><strong>SILENCE</strong></em> bringt und bedeutet. Da ich nicht in Halle wohne und studiere, schreibe ich nur aus der Ferne (Köln) mit und habe die allerwenigsten der Truppe jemals live erlebt. Trotzdem weiß ich, dass ich hier Eingang in eine Crew gefunden habe, die es knallernst meint mit dem, was sie tut und bei der alle mitziehen, dass es gut wird. Am liebsten besser. Der Kontakt mit ihnen ist eine gute Schule und man kann dabei immer neue Musik kennenlernen. Was kann es Schöneres geben? <em><strong>SILENCE</strong></em> ist frisches Blut für die Szene. Etwas, was sie meiner Meinung nach nötig hat. Metal sollte den Kontakt zur Basis nicht verlieren. Und das tut er mit diesem Magazin nicht.</span></p>
<p align="JUSTIFY">&nbsp;</p>
<p align="JUSTIFY"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-12801" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/oli_jahresrueckblick-1.jpg" alt="oli_jahresrueckblick" width="750" height="175" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/oli_jahresrueckblick-1.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/oli_jahresrueckblick-1-300x70.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px" /></p>
<p align="JUSTIFY">&nbsp;<span class="_5yl5"><strong>Top-Alben 2016:</strong> </span></p>
<p align="JUSTIFY"><span class="_5yl5">1. <strong>WĘDRUJĄCY</strong> <strong>WATR</strong> &#8211; O Turniach, Jeziorach I Nocnych Szlakach<br />
2. <strong>TODTGELICHTER</strong> &#8211; Rooms<br />
3. <strong>BÖLZER</strong> &#8211; Hero </span></p>
<p align="JUSTIFY"><span class="_5yl5"><strong>Plattenüberraschung:</strong> </span></p>
<p align="JUSTIFY"><span class="_5yl5">Siehe mein Topalbum 2016. Die Polen kamen für mich einfach aus dem Nichts! </span></p>
<p align="JUSTIFY"><span class="_5yl5"><strong>Plattenenttäuschung:</strong> </span></p>
<p align="JUSTIFY"><span class="_5yl5"><strong>NOCTE OBDUCTA</strong> &#8211; Mogontiacum: Trotz guter Songs und Ideen im Gesamten für mich nach wie vor nicht greifbar und irgendwie weder &#8218;Fisch noch Fleisch&#8216; bestes Liverlebnis: Secrets of the Moon, Dodheimsgard, Thulcanda und Our Survival depends on us im März in der Scheune Dresden. Ein top Line-Up, sehr gute Performances und einen ganz besonderen zwischenmenschlichen Kontakt geknüpft. </span></p>
<p align="JUSTIFY"><span class="_5yl5"><strong>Die Zeit mit SILENCE:</strong> </span></p>
<p align="JUSTIFY"><span class="_5yl5">Ich bin froh für dieses junge Magazin zu schreiben, einen kleinen Beitrag für die Szene zu leisten und ganz persönlich Erfahrung im journalistischen Bereich zu sammeln. Cheers!</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/jahresrueckblick-2016/">Der Silence-Jahresrückblick 2016</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Aus den Tiefen #25: BARING TEETH</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Dec 2016 15:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[aus den tiefen]]></category>
		<category><![CDATA[Baring Teeth]]></category>
		<category><![CDATA[Between The Buried And Me]]></category>
		<category><![CDATA[From Wisdom To Hate]]></category>
		<category><![CDATA[Gorguts]]></category>
		<category><![CDATA[Obscura]]></category>
		<category><![CDATA[Steeve Hurdle]]></category>
		<category><![CDATA[Ulcerate]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In „Aus den Tiefen“ stelle ich euch regelmäßig mehr oder minder unbekannte Künstler, Projekte und Bands vor, die aus dem einen oder anderen Grund abseits der altbekannten Pfade wandeln. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Das Ergebnis muss nicht immer nach Metal ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>In „Aus den Tiefen“ stelle ich euch regelmäßig mehr oder minder unbekannte Künstler, Projekte und Bands vor, die aus dem einen oder anderen Grund abseits der altbekannten Pfade wandeln. Die Gründe hierfür können zahlreich sein. Das Ergebnis muss nicht immer nach Metal klingen, im Gegenteil! Der Fokus liegt hierbei auf Innovation, auf Experimentierfreude, auf dem Potential, etwas anders zu machen, als alle Anderen.</strong></em></p>
<p>Du magst deinen Metal rasend, hässlich, kakophon und technisch? Jede neue, noch so obskure Veröffentlichung auf Debemur Morti lässt dein Herz höher schlagen, doch sowohl die aktuelle <strong>GORGUTS</strong> als auch <strong>ULCERATE</strong> sind schon abgenutzt? Na, dann herzlichen Glückwunsch mein Freund! Heute ist dein Tag!*</p>
<p>Es geht um <strong>BARING TEETH</strong>!</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12324" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/Baring-teeth.jpg" alt="BARING TEETH" height="639" width="960" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/Baring-teeth.jpg 960w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/Baring-teeth-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/Baring-teeth-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/Baring-teeth-750x499.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" />
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>BARING TEETH</strong> aus Dallas, Texas, existieren in dieser Konstellation bereits seit 2007, verbrachten die ersten Jahre ihrer Existenz jedoch noch unter dem Namen <strong>SOVIET</strong>. Seit 2009 zeigen die Jungs, in deren Reihen sich auch ex- <strong>BETWEEN THE BURIED AND ME</strong> Drummer <strong>Jason Roe</strong> befindet, die Zähne.</p>
<p>Im Jahre 2011 wurde das erste Album „Atrophy“ veröffentlicht und durchaus positiv aufgenommen.<br />
Stilistisch ist der kakophone Wahn, den <strong>BARING TEETH</strong> produzieren, sehr nah an <strong>GORGUTS</strong> zu „From Wisdom To Hate“ bzw. „Obscura“ Zeiten. Speziell das Gitarrenspiel, von dem leider viel zu früh verstorbenen <strong>Steeve Hurdle</strong>,&nbsp;scheint maßgeblich Einfluss auf die Texaner gehabt zu haben.<br />
Sehen Sie selbst:</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/dOOUeiNe2hY&amp;start=51" allowfullscreen="allowfullscreen" height="315" frameborder="0" width="560"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Doch nicht permanent lebt die Musik von <strong>BARING TEETH</strong> von unkontrollierter Gewalt und manischer Raserei. Die Jungs wissen ebenso, wie man das Tempo deutlich drosselt und finster-atmosphärische Passagen einstreut, die zuweilen tatsächlich an die bereits eingangs erwähnten Neuseeländer von <strong>ULCERATE</strong> erinnern.</p>
<p>Im Jahre 2014 veröffentlichten die Texaner ihr Zweitwerk „Ghost Chorus Among Old Ruins“. Musikalisch immer noch tief im Fahrwasser von <strong>GORGUTS</strong> unterwegs, versuchen <strong>BARING TEETH</strong> jedoch zunehmend, sich vom Einfluss der Idole zu lösen und ihre eigene Stimme zu finden. Überdies ist auch das zweite Album ein komplexer, düsterer und schwer verdaulicher Brocken Musik, der sich konsequent dagegen zu sträuben scheint, gehört werden zu wollen. Nichtsdestotrotz sollte man genau das tun, da „Ghost Chorus Among Old Ruins“ allen Freunden von modernem, komplexen bis avantgardistischem Death/Black Metal ein wahres Fest sein sollte. Ob sich die Platte aus diesem Grund auch als optimales Weihnachtsgeschenk eignet, kann ich nicht sagen. Findet es doch einfach raus und macht euren Liebsten eine kleine Freude, bei wem kommt bei so einem Sound denn schließlich keine Stimmung auf?</p>
<p><iframe loading="lazy" style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1232808284/size=large/bgcol=333333/linkcol=e32c14/tracklist=false/artwork=small/track=3761877566/transparent=true/" seamless="" height="150" width="300">&amp;amp;lt;a href=&#8220;https://baringteethmetal.bandcamp.com/album/ghost-chorus-among-old-ruins&#8220;&amp;amp;gt;Ghost Chorus Among Old Ruins by Baring Teeth&amp;amp;lt;/a&amp;amp;gt;</iframe><br />
&nbsp;Beide <strong>BARING TEETH</strong> Alben sind auf ihrer <a href="https://baringteethmetal.bandcamp.com/" target="_blank">Bandcampseite</a> erhältlich, das Debütalbum „Atrophy“ sogar als „Name-your-price“ Download!</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/baringteeth/?fref=ts" target="_blank">Facebook</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>*(Angabe ohne Gewähr. Der Autor übernimmt keine Haftung, sollte heute NICHT dein Tag sein.)</p>
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		<title>Tech Death aus aller Welt &#8211; Obscura in Dresden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Nov 2016 09:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[Beyond Creation]]></category>
		<category><![CDATA[death metal]]></category>
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		<category><![CDATA[Scheune]]></category>
		<category><![CDATA[Tech Death]]></category>
		<category><![CDATA[Thrash Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Meine Fresse! Was hab ich mich im Vorfeld auf dieses Konzertpaket gefreut! Seit Ende Oktober bereits sind vier ganz spezielle Bands mit der &#8222;Akroasis-Tour&#8220; auf ihrem Weg durch Europa. Glücklicherweise machen die Bands um die deutschen Ausnahme-Flitzefinger von OBSCURA auch in Dresden ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Fresse! Was hab ich mich im Vorfeld auf dieses Konzertpaket gefreut!<br />
Seit Ende Oktober bereits sind vier ganz spezielle Bands mit der &#8222;Akroasis-Tour&#8220; auf ihrem Weg durch Europa. Glücklicherweise machen die Bands um die deutschen Ausnahme-Flitzefinger von <strong>OBSCURA</strong> auch in Dresden Halt. Also wird bereits zu nachmittäglicher Stunde Kollegin Nina eingesackt und der Weg ins Elbflorenz angetreten.</p>
<p>Es ist bereits das zweite Mal innerhalb von zwei Wochen, dass ich mich auf den Weg nach Dresden begebe, um ein Konzert der Extraklasse zu genießen. Doch drehte es sich das letzte Mal um <strong>ALCEST</strong>, so wird am heutigen Donnerstag deutlich technischere Kost aufgefahren.</p>
<p>Den Anfang machen die Jungs von <strong>RIVERS OF NIHIL</strong>, die den Weg aus Reading, Pennsylvania auf sich genommen haben und zum allerersten Mal in Deutschland, bzw. Europa, auftreten. Als erste Band des Abends betritt der Fünfer die Bühne und kann nicht nur mich mit hervorragendem Death Metal überzeugen. Einerseits hörbar technisch, andererseits auch mit groovenden Passagen und eingängigen Ohrwurmmelodien ausgestattet, liefern <strong>RIVERS OF NIHIL</strong>, zumindest musikalisch, eine starke Darbietung. Allerdings wirken die Kollegen recht hüftsteif, was jedoch auch dem begrenzten Raum auf der Bühne geschuldet sein kann. Immerhin müssen sich die Jungs den Platz vor dem Schlagzeug des Headliners teilen. Da der ersten Band des Abends nur eine halbe Stunde Spielzeit zur Verfügung steht, ist das Set bereits nach sechs Songs vorbei. Dieser Zeitknappheit fällt leider auch <em>„Mechanical Trees“</em> zum Opfer. Songs, wie das grandiose <a href="https://www.youtube.com/watch?v=qBoZXiuYO_c" target="_blank"><em>„Sand Baptism</em>“</a> oder das abschließende <em>„Soil &amp; Seed“</em>, begeistern dennoch und lösen bei mir den unbedingten Wunsch aus, diese Band schnellstmöglich wieder zu sehen!</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-dd-03-11-2016/IMG_2522.jpg" alt="Rivers Of Nihil"></p>
<p>Eine Tour voller Premieren: denn auch die Kanadier von <strong>BEYOND CREATION</strong> sind zum ersten Mal auf europäischem Boden unterwegs. Endlich, wie ich sagen muss. Denn bereits seit ihrem 2011er Debütalbum „The Aura“ bin ich begeisterter Fan. Schon seit geraumer Zeit frage ich mich, was eigentlich im kanadischen Trinkwasser sein muss, da mich die Dichte an guten Tech Death-Bands aus diesem Land einfach überwältigt. Und auch heute Abend rütteln <strong>BEYOND CREATION</strong> nicht im geringsten an diesem Eindruck. Schon durch die ersten drei Songs <a href="https://www.youtube.com/watch?v=v0MkJtI3FvU" target="_blank"><em>„Omnipresent Perception“</em></a>, <em>„Coexistence“</em> und <em>„Earthborn Evolution“</em> werde ich komplett umgehauen, Begeisterungsstürme ausgelöst und ungeahnte Mengen Endorphine durch meine Blutbahn geschossen. GEIL!<br />
Neben den Songs, die ich zum Großteil schon kenne, fasziniert mich die unfassbare Lässigkeit, mit der die Band &#8211; deren Saitenfraktion komplett mit Strandberg Gitarren ausgestattett ist &#8211; den komplexen Kram runterspielt, der hier geboten wird. Zumindest ich kann keine Fehler ausmachen und dennoch wirkt die Band nicht zu routiniert, als wäre dies nur ein Auftritt unter vielen. Da beide Gitarristen oftmals an die Mikros gebunden sind, herrscht auch hier abseits der Instrumente eher Bewegungsarmut. Nur in den ausgedehnten Instrumentalpassagen kommt etwas Agilität ins Spiel, wobei speziell Neu-Bassist Hugo Doyon-Karout nicht nur sein technisches Vermögen, sondern auch die problemlose Interaktion mit seinen Kollegen unter Beweis stellt.<br />
Doch auch <strong>BEYOND CREATION</strong> ist nicht allzu viel Spielzeit vergönnt, weswegen man sich nach etwas mehr als 30 Minuten und <a href="https://www.youtube.com/watch?v=1aM8XoWZeq8" target="_blank"><em>„Fundamental Process“</em></a> verabschiedet.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-dd-03-11-2016/IMG_2570.jpg" alt="Beyond Creation"></p>
<p>Es folgen die Bostoner Progressive Thrasher von <strong>REVOCATION</strong>. Zunächst fällt auf, dass Sänger und Gitarrist Dave Davidson überraschend haarlos erscheint. „Hey Dave, where&#8217;s your hair man?“ &#8211;&nbsp;„Oh, I shaved it off. It&#8217;s backstage, do you wanna have it?“, erklärt sich der sympathische Frontmann einem Fan. Nachdem kein Haaraustausch, dafür aber der Soundcheck stattgefunden hat, nicken sich die vier Amis kurz zu und starten mit <em>„Arbiters Of The Apocalypse“</em> in ihr Set. Sofort fliegen Köpfe und die ersten Reihen gehen steil. Ich für meinen Teil muss zugeben, dass <strong>REVOCATION</strong> eine Band sind, die ich schrecklich gerne mehr mögen würde, der emotionale Funke aus mir unbekannten Gründen allerdings nie überspringen konnte. Glücklicherweise geht es nicht vielen Zuschauern so wie mir und objektiv betrachtet machen die Jungs von der Ostküste mit Songs wie <em>„Dismantle The Dictator“</em>, <em>„Crumbling Imperium“</em> und <em>„Madness Opus“</em> alles richtig. Zusätzlich dazu gibt sich Dave Davidson euphorisch und weiß das Publikum auch mit einigen Ansagen bei Laune zu halten. Einzig Songs ihres selbstbetitelten 2013er Albums lässt die Band zum Bedauern einiger Fans aus. Technisch betrachtet ein fehlerfreier Auftritt, der mich dennoch überraschend kalt lässt.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-dd-03-11-2016/IMG_2698.jpg" alt="Revocation"></p>
<p>Wieder mal erlebe ich mit, wie die Bühne geräumt wird und das Drumkit der vorherigen Bands sowie alle Amps verschwinden. Obwohl ich diesen Anblick der „leeren“ Bühne dieses Jahr schon mehrfach gesehen habe, konnte ich mich ein Stück weit daran gewöhnen. So richtig geil sieht das Ganze aber nach wie vor nicht aus.</p>
<p>Mit <em>„Ten Sepiroth“</em> vom aktuellen Überalbum „Akróasis“ eröffnen <strong>OBSCURA</strong> ihr Set. Und auch für den Rest der Spielzeit wird der Fokus überwiegend auf die Songs der letzten Veröffentlichung gelegt. Jedes einzelne Bandmitglied arbeitet technisch an der Höchstgrenze – und wirkt dabei so entspannt, als würden die Songs aus drei Akkorden bestehen. Besonders Bassist Linus Klausenitzer übernimmt den Posten des Bandflummis und läuft über die Dauer der Show mehrfach die gesamte Bühne ab. Doch den Weg, den Linus zu Fuß bestreitet, arbeitet Gitarrist Rafael Trujillo vermutlich alleine mit seinen Fingern ab. Was dieser Mann an der Siebensaiter leistet, ist nicht mehr normal und ich frage mich, wie oft mir während der Show der Landshuter meine Augen in bester Bugs-Bunny-Manier aus dem Kopf zu springen drohen. Zu meiner Freude werden die Songs des vorherigen Albums „Omnivium“ bis auf <em>„Ocean Gateways“</em>&nbsp;ausgelassen. Spätestens als als viertes Stück im Set der Titelsong „Akróasis“ ertönt, möchte ich mir den Kopf abbangen. Dieser Song gehört vermutlich zu einem der besten, die im Tech Death, je geschrieben wurden. Die fliegenden Haare im Rest des Saals versichern mir, dass dieser Eindruck offenbar Konsens unter den Besuchern ist. Über Bandklassiker von „Cosmogenesis“ wie das unverzichtbare <em>„Anticosmic Overload“</em> nähert man sich überraschend schnell dem Ende des Sets. „Bitte entschuldigt meine Stimme, aber gestern Abend wollten die Leute einfach, dass wir so viele Zugaben spielen“, informiert Frontmann Steffen Kummerer, der auch sonst sehr kommunikativ und freundlich wirkt, das Publikum. „Tja, gewöhnt euch schonmal dran“, lautet die Antwort aus der ersten Reihe. „Guter Punkt, haha“, gibt Kummerer zu, bevor der nächste Knaller folgt. Und natürlich lässt auch das Dresdner Publikum die Band nicht ganz ohne Zugaben von der Bühne verschwinden, weshalb als letzter Song des Abends das fantastische <em>„Incarnated“</em> durch die Scheune geprügelt wird.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignnone" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/obscura-dd-03-11-2016/IMG_3030.jpg" alt="OBSCURA" width="600" height="900"></p>
<p>Obwohl alle Bands heute Abend sehr technisch zu Werke gegangen sind, kam es keinesfalls zu dem Eindruck, dass man nur mit Gewichse und möglichst vielen Noten in möglichst wenig Zeit verprügelt werden würde. Somit kann ich sagen, dass dieses Tourpaket angenehm organisch und dennoch&nbsp;facettenreich genug wirkt, sodass man zu keinem Punkt des Abends das Gefühl bekommen hätte, die Musik der einzelnen Künstler gleiche sich zu sehr und würde gar zu Langeweile oder einem Übermaß an Spielfertigkeit auf Kosten der Unterhaltung führen.</p>
<p>Nachdem alle Bands noch ausgiebig für Fotos, Fragen, Merchverkäufe und Autogramme zur Verfügung stehen, nähern sich beide Uhrzeiger der 12 und ein atemberaubender Abend dem Ende. Wie Nina so schön in Worte fassen konnte: selten haben wir ein Konzert erlebt, bei dem es so verschwindend wenig Grund zu negativer Kritik gegeben hat. Mit neuen Platten versorgt, verschwitzt und überglücklich verlasse ich Dresden wieder und freue mich bereits jetzt auf das nächste Konzert dieser Güteklasse, wobei die Latte heute Abend wirklich verdammt hochgelegt wurde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/RealmOfObscura/?fref=ts" target="_blank">OBSCURA FB</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/Revocation/?fref=ts" target="_blank">REVOCATION FB</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/BeyondCreationOfficial/?fref=ts" target="_blank">BEYOND CREATION FB</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/riversofnihil/?fref=ts" target="_blank">RIVERS OF NIHIL FB</a></p>
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		<title>Die Tech Death-Tour des Jahres!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Oct 2016 14:54:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
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		<category><![CDATA[kanada]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In drei Wochen startet die Europatournee der Landshuter Technical/Progressive Death Metal-Maschine OBSCURA. Das aktuelle Album „Akróasis“ erschien Anfang diesen Jahres und wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf den ersten Rängen zahlreicher Jahresendlisten zu finden sein. Nicht nur, dass die Jungs um Mastermind Steffen ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In drei Wochen startet die Europatournee der Landshuter Technical/Progressive Death Metal-Maschine <strong>OBSCURA</strong>. Das aktuelle Album „Akróasis“ erschien Anfang diesen Jahres und wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf den ersten Rängen zahlreicher Jahresendlisten zu finden sein. Nicht nur, dass die Jungs um Mastermind Steffen Kummerer am 3. November auch in der Scheune Dresden haltmachen, sie haben auch tatkräftige Unterstützung mit dabei!<br />
Das Line-Up liest sich wie der verschriftlichte feuchte Traum eines jeden Fans technisch anspruchsvollen, modernen Metals. Selten habe ich eine Tour gesehen, bei der ich mich gleichermaßen auf alle Bands gefreut habe.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/BNAqGrVrcMw?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>So sind <strong>REVOCATION</strong> auf der gesamten Tour mit dabei. Die Mannen um Dave Davidson sind schon seit einigen Jahren mit ihrem Tech Death/Thrash-Gemisch ein Garant für gefüllte Hallen und rotierende Köpfe. Dass die Bostoner ihr erst im Juli erschienenes Album „Great Is Our Sin“ im Gepäck haben, steigert die Vorfreude nur noch mehr.</p>
<p>Zumindest in meiner Wahrnehmung stellt Kanada einen ganz speziellen Fleck Erde dar, besonders was das Exportprodukt Experimental/Technical/Progressive Death Metal anbelangt. Man denke nur an <strong>GORGUTS</strong> oder <strong>CRYPTOPSY</strong>.<br />
Zum allerersten Mal werden nun die kanadischen <strong>BEYOND CREATION</strong> einen Fuß auf europäischen Boden setzen und das Publikum mit ihrem durchdachten Sound, den sie bislang auf zwei Alben gebannt haben, erfreuen.</p>
<p>Obgleich ich kaum Abstriche zwischen den einzelnen Bands machen kann, so stellt die vierte Band im Bunde doch nochmal ein besonderes Highlight für mich dar. Die noch recht jungen <strong>RIVERS OF NIHIL</strong> aus Reading, Pennsylvania, haben die Ehre, das Tourpaket zu vervollständigen. Bereits ihr erstes Album „The Concious Seed Of Light“ sorgte für offene Münder. Dass die Band mit dem Nachfolger „Monarchy“ jedoch nochmal solch eine Steigerung hinlegen sollte, hatte ich nicht erwartet. So gehören <strong>RIVERS OF NIHIL</strong> für mich neben Bands wie <strong>FALLUJAH</strong> und <strong>BLACK CROWN INITIATE</strong> zu den ganz vielversprechenden Nummern der modernen Metalszene.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/R0Enwnvt3sE?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Das Konzert wird am Donnerstag, dem 3. November, in der Scheune Dresden stattfinden. Auch wenn ich diese Lokalität bislang noch nicht besucht habe, weiß unsere Dresden-Korrespondentin nur Gutes zu berichten, vor allem in puncto Sound und Ambiente. Ein weiterer Punkt, der bei mir Vorfreude weckt.<br />
Der Beginn des Konzerts ist auf 19:30 Uhr terminiert, der Ticketpreis liegt auf Eventim bei 21,50€, was für dieses Tourpaket ein absolutes Schnäppchen ist!</p>
<p>Behaltet dieses Konzert auf dem Schirm, ich hoffe auf viele bekannte Gesichter!</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/events/1136921189700258/" target="_blank">Facebookveranstaltung</a></p>
<p><a href="http://www.eventim.de/obscura-revocation-beyond-creation-rivers-of-nihil-dresden-Tickets.html?affiliate=BIT&amp;doc=artistPages%2Ftickets&amp;fun=artist&amp;action=tickets&amp;key=874561%248238398&amp;jumpIn=yTix&amp;kuid=476800&amp;from=erdetaila" target="_blank">Ticketlink</a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="https://www.facebook.com/RealmOfObscura/?fref=ts" target="_blank">Obscura</a> | <a href="https://www.facebook.com/Revocation/?fref=ts" target="_blank">Revocation</a> | <a href="https://www.facebook.com/BeyondCreationOfficial/?fref=ts" target="_blank">Beyond Creation</a> | <a href="https://www.facebook.com/riversofnihil/?fref=ts" target="_blank">Rivers Of Nihil</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/die-tech-death-tour-des-jahres/">Die Tech Death-Tour des Jahres!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Titten raus, es ist&#8230; Summer Breeze 2016</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Aug 2016 06:02:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
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		<category><![CDATA[Steak Number Eight]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich besuche das Summer Breeze noch nicht sehr lange – erst seit 2014 – und dennoch ist es in diesen wenigen Jahren zu einem meiner liebsten Festivals geworden. Zumindest aus der Perspektive eines Besuchers. Dass sich der Fokus dann doch etwas ändert, ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/titten-raus-es-ist-summer-breeze-2016/">Titten raus, es ist&#8230; Summer Breeze 2016</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich besuche das Summer Breeze noch nicht sehr lange – erst seit 2014 – und dennoch ist es in diesen wenigen Jahren zu einem meiner liebsten Festivals geworden. Zumindest aus der Perspektive eines Besuchers. Dass sich der Fokus dann doch etwas ändert, wenn man dort arbeitet, habe ich in diesem Jahr gemerkt. Bis kurz vor knapp war es fraglich, ob ich hinfahre oder nicht. Aber scheiß drauf, Breeze ist nur einmal im Jahr &#8230;</p>
<h4 style="text-align: center;">Mittwoch, 17.08.2016</h4>
<hr />
<p>Warum ist die gesamte deutsche Autobahnlandschaft eigentlich grade eine einzige Baustelle? Dank A9 und zahlreicher Staus, Umleitungen, Sperrungen, Verzögerungen und Wartezeiten verpasse ich bereits <strong>MANTAR</strong>, was mich ziemlich wurmt. Na prima.</p>
<p>Aufgrund dessen ist die erste Band, die ich an diesem Mittwoch sehe, <strong>NOVELISTS</strong> aus Frankreich. Leider sind die Jungspunde weit weniger progressiv, als es im Vorfeld angekündigt wurde. Zwar wird hier eine agile Bühnenshow gezeigt, allerdings erscheint mir diese so, als wäre sie mit der Show jeder anderen Band im Core Sektor austauschbar. Warum macht man 2016 noch solche Musik?</p>
<p>Wenig später spielen <strong>DOWNFALL OF GAIA</strong>, die mich erst zum Ende ihres Sets wirklich fesseln können. Drummer Mike Kadnar, der auch bei <a href="https://silence-magazin.de/aus-den-tiefen-8-black-table-interview-edition/" target="_blank"><strong>BLACK TABLE</strong></a> spielt, ist ein absolutes Monster und prügelt und bangt sich durch das gesamte Set. Der Sound ist anfangs eher lasch und hindert den Aufbau der Stimmung, um den sich die Jungs hier bemühen. Dennoch haben sich viele Fans vor der Camel Stage eingefunden, die den Post Black Metal der vier Jungs feiern.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/summer-breeze-2016/IMG_1268.JPG" alt="IMG_1268" /></p>
<p>Danach heißt es: „Eskalation! Dekonstruktion!“ Als letzte Band des Tages sehe ich <strong>FÄULNIS</strong>. Und von der ersten bis zur letzten Sekunde zieht mich Seuche in seinen Bann. Jeder Song schafft Atmosphäre und gräbt sich tief unter die Haut, unterstützt von der (für August unfassbaren) Kälte, die sich mittlerweile über das gesamte Gelände gelegt hat. <em>„Metropolis”</em> stimmt bereits auf das kommende Album ein, bevor <em>„Weiße Wände”</em> das viel zu knapp bemessene Set beendet. Mein erstes Highlight dieses Festivals.</p>
<p>Die kommende Nacht ist eisig! Und dabei bin ich sonst keine Lusche, was das Wetter angeht. Nach Wacken dachte ich eigentlich, alles gesehen zu haben, doch so etwas habe ich diesen Sommer noch nicht erlebt! Selbst mehrere Schichten Kleidung plus Schlafsack plus Decke plus Pennen im Auto schaffen es nicht, die Nacht noch irgendwie gemütlich zu gestalten. Doch es kommt noch schlimmer&#8230;</p>
<h4 style="text-align: center;">Donnerstag, 18.08.</h4>
<hr />
<p>Zuweilen ist das Leben nicht fair: manche Bands verpasst man, andere muss man ungewollt ertragen. Nach einer beschissenen Nacht wird der Morgen nicht sehr viel besser, denn: es hat auch ungeahnte Schattenseiten, dass ich in der direkten akustischen Einflugschneise der Hauptbühnen zelte. So versauen mir <strong>TOXPACK</strong> mein Frühstück. Ich kann mit solcherlei Musik aus einer Vielzahl von Gründen einfach absolut nichts anfangen. Doch diese aufzuführen würde nochmal einen ganz eigenen Artikel ausmachen. Ich hoffe, dass der Tag trotzdem noch gut werden kann…</p>
<p>Es ist schon eine Weile her, seitdem ich die San Diego Death Grinder von <strong>CATTLE DECAPITATION</strong> das letzte Mal gesehen habe. Demnach freue ich mich besonders auf den Auftritt der Band, die heute zu meiner Überraschung mit einem zusätzlichen Liveklampfer (Belisario Dimuzio) auftrumpfen. Somit werden die ohnehin brutalen Songs, die ausschließlich von den letzten beiden Alben „Monolith of Inhumanity” und „The Anthropocene Extinction” stammen, noch härter aufgefahren. Allerdings ist der Sound so unoptimal, dass man manchmal erst nach Minuten merkt, welcher Song einem da eigentlich gerade um die Ohren ballert. Trotzdem bieten die Mannen um das nicht zu bremsende Frontschwein Travis Ryan die vermutlich energiegeladenste Show, die ich abseits der Camel Stage sehen kann.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/summer-breeze-2016/IMG_1551.JPG" alt="IMG_1551" /></p>
<p><strong>WOLFHEART</strong> schaue ich mir danach eigentlich nur an, weil ich <a href="https://www.youtube.com/watch?v=n8VBPMKLxSg" target="_blank"><em>„Routa Pt. 2”</em></a> so geil finde. Nach dem Song habe ich streng genommen aber auch bereits alles gesehen. Wer <strong>BLACK SUN AEON</strong>, <strong>BEFORE THE DAWN</strong> und die anderen Projekte von Toumas Saukkonen kennt, kannte und mochte ist auch hier richtig. Typisch finnisch, d.h.: melancholisch, melodisch und dennoch hart dröhnen die Songs durch das Zelt, leider auch bei nur mäßigem Sound. Trotzdem gelingt es den Skandinaviern, Stimmung aufzubauen.</p>
<p>Obwohl ich <strong>TRIBULATION</strong> schon letzte Woche auf dem P.S:O:A gesehen habe, begebe ich mich heute erneut ins Zelt, um den dürren Schweden zu lauschen. Und wieder enttäuschen die Progressive Black Metaler nicht. Erneut ist die Agilität, die hier auf die Bretter gelegt wird, kaum zu überbieten. Allerdings ist der Zauber, der beim ersten Mal noch auf mich wirkte, diesmal schon nicht mehr ganz so krass, objektiv betrachtet bleibt die Show dennoch fehlerfrei.</p>
<p>Was mich danach auf der Camel Stage erwartet, ist der absolute Abriss. Die Belgier von <strong>STEAK NUMBER EIGHT</strong> sind so etwas wie ein Geheimtipp. Trotzdem finden sich einige Fans ein, um den atmosphärischen Sludge der vier Jungs zu feiern. Und was hier abläuft, ist die restlose Eskalation &#8211; sowohl vor, als auch auf der Bühne. Sänger Brent Vanneste zerreißt sich und seine Stimmbänder förmlich, befindet sich zwischenzeitlich mehr im Publikum als auf der Bühne und bewegt sich völlig irre zu den vielschichtigen Songs. Diese sind mal <a href="https://www.youtube.com/watch?v=AvQDfl0PuqA" target="_blank">fies und aggressiv</a>, dann wieder <a href="https://www.youtube.com/watch?v=j6FdNtLQYK8" target="_blank">warm und groovend</a>. Zu jedem Zeitpunkt der kurzen Spielzeit sind die Belgier krass, präzise und vor allem: durchweg authenthisch! Normalerweise scheue ich mich vor überschwänglichen Ansagen dieser Art, aber: dieser Auftritt war einer der heftigsten, die ich in der bisherigen Festivalsaison miterleben durfte! Was vielleicht auch an dem noch jungen Alter des Quartetts liegen kann. Ende diesen Jahres werden die Jungs nochmal durch Deutschland touren. Wenn ihr Zeit habt: seht sie euch auf jeden Fall an!</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/summer-breeze-2016/IMG_1623.JPG" alt="IMG_1623" /></p>
<p>Im Anschluss sehen Alex und ich die Belgier von <strong>SAILLE</strong>, die uns beide gleichermaßen mit symphonischen Black Metal ohne Kitsch begeistern können. Die Jungs scheinen genauso große Fans von Cthulhu zu sein wie wir, denn viele ihrer Songs behandeln Lovecraft’sche Themen, wodurch sie vor allem für Alex Sympathie Bonus bekommen. Wie bei sogut wie allen Bands auf der Camel Stage ist jedoch auch hier die Spielzeit äußerst begrenzt, wobei ich gern noch etwas mehr Zeit gehabt hätte, um mich in die Songs einzufinden und die Stimmung wirken zu lassen.</p>
<p>Gefühlte neun Stunden später &#8211; kurz nach zwei (!) &#8211; spielen dann <strong>SWALLOW THE SUN</strong> im Zelt. Im Vergleich mit anderen Bands, die ich zu solch einer Uhrzeit schon dort gesehen habe, will der Funke diesmal nicht so wirklich überspringen, was auch daran liegen kann, dass ich mit den neuen Songs der Jungs nicht mehr wirklich vertraut bin. Der Sound ist in Ordnung und selbst zu dieser Uhrzeit sind noch überraschend viele Leute im Zelt UND auf den Beinen. Der Sound der Finnen ist für mich indes weder Fisch noch Fleisch: nicht aggressiv genug, aber trotzdem zu hart, um wirklich zum Schwelgen zu verleiten. So rauscht das Konzert leider derart an mir vorbei, dass ich es bereits vergessen habe, als ich das Zelt verlasse und mich auf den Weg zu meinem Camp begebe. Welches Konzert?</p>
<h4 style="text-align: center;">Freitag, 19.08.</h4>
<hr />
<p>Auch heute Morgen schallen mir von der Hauptbühne aus Töne entgegen, um die ich nicht gebeten habe. Das, was ich von <strong>VERSENGOLD</strong> so mitbekomme, zeugt von guter Instrumentalarbeit, vielen Zuschauern zu früher Stunde und Texten, die spätestens nach dem zweiten Song jeden Reiz für mich verloren haben. Leider wird es in nächster Zeit nicht sehr viel besser werden, da auch vieles von dem, was im Anschluss folgt, so garnicht meinen Geschmack trifft.</p>
<p>Somit sind <strong>DYING FETUS</strong> die erste Band, die ich heute freiwillig sehe. Was mir dabei besonders positiv auffällt, ist, dass das Trio aus Maryland ein anderes Set spielt als noch letzte Woche. So hat es heute <em>„One Shot, One Kill”</em> ins Set geschafft, und auch sonst mangelt es nicht an Klassikern wie <em>„Your Treachery Will Die With You”</em>, <em>„Killing on Adrenaline”</em> und <em>„Praise The Lord”</em>, die technisch über jeden Zweifel erhaben sind. Resultat dessen ist, dass das Publikum ähnlich euphorisiert abgeht wie letzte Woche, auch wenn der Sound einige Nuancen besser hätte sein können.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-6419" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0181-1.jpg" alt="Summer Breeze" width="5760" height="3840" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0181-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0181-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0181-1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0181-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0181-1-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 5760px) 100vw, 5760px" /></p>
<p>Leider verpasse ich die Progressive/Tech Deather von <strong>OBSCURA</strong>, was ich zwar verschmerzen kann, mich aber dennoch ärgert. Somit sind <strong>ARCH ENEMY</strong> die nächste Band, die ich sehen kann. Ich komme ohne Umschweife mal sofort auf das zu sprechen, was alle wissen wollen: ja, Alissa sah sehr gut aus. Interessiert irgendwen wirklich was anderes?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-6307 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0103.jpg" alt="Summer Breeze" width="5760" height="3840" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0103.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0103-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0103-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0103-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0103-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 5760px) 100vw, 5760px" /></p>
<p>Ich freue mich sehr darüber, dass es <strong>MASTODON</strong> dieses Jahr endlich nach Dinkelsbühl geschafft haben, nachdem die Jungs 2015 kurzfristig absagen mussten. Mit <em>„Tread Lightly”</em>, dem Eröffnungstrack der letzten Platte „Once More&#8217;Round The Sun“, beginnt das Set der lässigen Typen aus Atlanta. Besonders Gitarrist Brent Hinds, der in weißer Fransenjacke auf die Bühne kommt, begeistert das Publikum durch deutsche Ansagen und das Balancieren seiner Gitarre auf dem Kopf. Sowohl alte, als auch neue Songs haben es ins Set geschafft, das so sehr ausgewogen erscheint, bevor das Konzert (10 Minuten zu früh?!) mit <em>„Leviathan”</em> endet. Dennoch hat sich das Warten seit letztem Jahr gelohnt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-6421 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_9358.jpg" alt="IMG_9358" width="5760" height="3840" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_9358.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_9358-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_9358-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_9358-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_9358-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 5760px) 100vw, 5760px" /></p>
<p>Tatsächlich sehe ich <strong>SLAYER</strong> heute zum allerersten Mal. Das Set der Thrash Titanen beginnt geil, endet geil und hängt in der Mitte ziemlich durch. Tom Araya ist gut bei Stimme, schwächelt jedoch mit zunehmender Setlänge hin und wieder. Trotzdem ist und bleibt der Auftritt für mich einer der besten des Festivals, da besonders zum Ende ein Hit dem anderen folgt. Mehrfach während der Show wird das Backdrop geändert und wechselt so zunächst vom „Repentless” Cover, zu einem Schädelmotiv, bis schließlich bei <em>„Angel of Death”</em> ein Backdrop zu Ehren von Jeff Hanneman erscheint. Ich feiere besonders die alten Songs, im Vergleich zu anderen <strong>SLAYER</strong> Shows soll der Auftritt aber verhältnismäßig schwach gewesen sein.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-6425" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_9989.jpg" alt="Summer Breeze" width="5760" height="3840" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_9989.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_9989-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_9989-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_9989-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_9989-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 5760px) 100vw, 5760px" /></p>
<p>Meine Fresse! Was ist bloß mit dieser Camel Stage los?! <strong>GOROD</strong> liefern neben <strong>STEAK NUMBER EIGHT</strong> noch so einen wahnsinnig energetischen Auftritt ab. Die französischen Tech Deather bringen die Meute zum bangen, moshen und im Kreis rennen. Sänger Julien Deyres ist unfassbar sympathisch, und stachelt die Meute, teils auf englisch, teils auf deutsch an, ihr Letztes zu geben. Dieser Bitte kommt das Publikum besonders bei <a href="https://www.youtube.com/watch?v=U7o2YKppbMY" target="_blank"><em>„Birds of Sulphur”</em></a> bedingungslos nach. Für mich die letzte Band des Tages und ein herrlicher Abriss!</p>
<h4 style="text-align: center;">Samstag, 20.08.</h4>
<p>Hatte ich schon erwähnt, dass zum Zeltplatz teils wirklich schlimme Musik schallt? Die letzten Tage waren in der Hinsicht zwar nicht angenehm, aber erträglich. Was <strong>GOITZSCHE FRONT</strong> heute aber abliefern, ist nicht nur völlig austauschbar mit all diesen anderen inoffiziellen <strong>ONKELZ</strong> Coverbands, sondern auch so stumpf, platt, billig und proletenhaft, dass es mir schwer fällt, mich in gemäßigter Art und Weise dazu zu äußern. Dass diese Band auch noch aus meinem Bundesland stammt, macht die Sache nicht besser und sorgt dafür, dass ich mich nicht mehr nur noch fremd- sondern auch richtig schäme. Bei so einem Exportprodukt möchte man glatt die eigene Herkunft verleugnen, den eigenen Tod vortäuschen, das Aussehen und die Identität ändern, sich auf &#8217;ne Insel verschanzen, und sonst noch auf allen menschenmöglichen Wegen dafür sorgen, nie wieder mit dieser Region in Verbindung gebracht zu werden. Bei sowas platzt mir wirklich der Zopf! Alle Bands, die ich wirklich sehen will, treten erst gegen Abend auf, weswegen ich erstmal ein paar Stunden zur Erholung hab. Ein Glück.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es ist das dritte oder vierte Mal, dass ich <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> mittlerweile live sehe. Die Österreicher treten auf der Camel Stage auf und spielen heute sowohl Songs der ersten beiden, als auch der neuen Platte, wobei mich letztere bislang noch nicht umfassend packen konnte. Solide spielt die live zum Quintett heranwachsende Band ihre 30 Minuten Spielzeit durch. Und dennoch ändert auch dieser Auftritt nichts daran, dass ich <strong>HARAKIRI</strong> live nicht so eindrucksvoll finde wie auf Platte, wobei die Show alles andere als schlecht ist.</p>
<p>Auf der Hauptbühne spielen danach <strong>STEEL PANTHER</strong>. Zwar sind einige Ansagen und die Setlist deckungsgleich mit der von vor zwei Wochen in Wacken, und dennoch sind die Amis unterhaltsam wie eh und je. Dass die Show insgesamt mehr aus Ansagen und Gags als aus Songs besteht, stört hier niemanden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-6359" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_1018.jpg" alt="Summer Breeze" width="5760" height="3840" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_1018.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_1018-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_1018-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_1018-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_1018-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 5760px) 100vw, 5760px" /></p>
<p>Zeitgleich spielen die Dänen von <strong>ILLDISPOSED</strong> im Zelt und sind dabei nicht ein Fünkchen weniger unterhaltsam als <strong>STEEL PANTHER</strong>. Bo Summer ist wie immer zum Scherzen aufgelegt und haut einen lässigen Spruch nach dem anderen raus. Zu diesem Zeitpunkt sehe ich das Zelt so stark gefüllt wie noch nicht zuvor. In welchem Maße der Regen dafür verantwortlich ist, kann ich jedoch nicht sagen. Der Sound ist leider wieder nur bescheiden, was vor allem die extrem tiefen Gitarren in Mitleidenschaft zieht.</p>
<p>Da ich nicht überall gleichzeitig sein kann, stammen die Worte zu <strong>BLUES PILLS</strong> und <strong>PARKWAY DRIVE</strong> aus der Feder von Alex:</p>
<p><strong>BLUES PILLS</strong>. Wurden sie auf dem Rock Hard Festival 2014 noch als Mittagsband verwurstet und eher mäßig bis lauwarm empfangen, reicht es nach dem neuen Silberling „Lady In Gold“ und dessen grandioser Chartplatzierung (Platz 1 der deutschen Albumcharts ) mittlerweile wohl für die Painstage zur Abenddämmerung. Nuclear Blast sei Dank. Ich möchte keineswegs mangelnde musikalische Qualität vorwerfen und stimmlich war alles dort, wo es sein sollte, doch gelang es der 70er Jahre Gedächtniskapelle leider nicht, einen ebenso feierbaren Retrocharme zu entfalten, wie die von <strong>PARKWAY DRIVES</strong> Winston McCall als „mehr 80er als die 80er selbst“ titulierten <strong>STEEL PANTHER</strong>. Nach der Hälfte des Auftritts fielen mir die Augen zu. <strong>BLUES PILLS</strong> stellten sich als Party-Dämpfer heraus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich wurde geweckt vom einsetzenden Regen und einer harten Faust aus Australien, die mit dem Album „Ire“, das in Australien Gold holte, in Deutschland den 8. Platz erreichte. Glücklicherweise trotzen tausende Fans dem Platzregen, was  <strong>PARKWAY DRIVES</strong> Sänger Winston mit sympathischen Ermutigungen belohnte. Bewegung, Bewegung und nochmals: BEWEGUNG! Jedes Brett, das während der Bandgeschichte zusammengeschrieben wurde, warf man nach den Fans, während die Jungs selbst mit einer mehrstufigen und mit LED-Lichtern ausgestatteten Bühnenkonstruktion in Szene gesetzt wurden. <em>„Dark Days“</em>, <em>„Karma“</em>, <em>„Wild Eyes“</em> und eine Reihe von Songs vom neuen Album waren dabei. Und an dieser Stelle muss erwähnt werden: <em>„Crushed“</em> ist der mächtigste Song, den diese Band zu bieten hat &#8211; und dabei hat sie generell eine Menge breakdown-getriebene Energie auf dem Kasten! Das große Finale wurde umso größer, als plötzlich hinter der Bühne ein großes Feuerwerk punktgenau zum letzten Breakdown einsetzte. Spektakulär!</p>
<p><strong>KATATONIA</strong> spielen als letzte Band auf der Pain Stage. Aufgrund niedriger Temperaturen, beschissenem Wetter und beendeten Headliner Shows sind verhältnismäßig wenige Zuschauer zugegen, was Jonas Renkse und seine Kumpanen nicht stört. Mehrfach bedankt sich der sympathische Schwede (Alliteration, verdammt! Ich schweife in „Bauer sucht Frau“ Schemata ab) bei denen, die noch wach geblieben sind und dem Wetter trotzen. Zum Dank dafür wird Hit um Hit geliefert, wodurch sich die Show für mich zu einer sehr kurzweiligen entwickelt. <em>„Deliberation“</em>, <em>„My Twin“</em>, <em>„July“</em> hier fehlt es an kaum etwas, und auch die beiden neuen Mitglieder an Schlagzeug bzw. Gitarre integrieren sich super in die Band.</p>
<p>Die allerletzte Band des Festivals ist <strong>BATUSHKA</strong>. Da mir „Litourgiya“ ziemlich gefallen hat, blicke ich dem Auftritt mit Spannung entgegen. Als wäre es jedoch nicht schon heftig genug, dass die Band von 2:15 bis 3:00 spielen soll, verzögert sich der Beginn des Sets sogar noch. Grund dafür: Kerzen anzünden, Sound checken und Bühnenbild herrichten. Endlich beginnt die Show der anonymen Polen – mit einer Viertelstunde Verzögerung! Schnell stellt sich bei mir jedoch deutliche Ernüchterung ein, denn die Gitarre ist kaum zu hören. Vielleicht liegt das an den tiefen Frequenzen der acht-saitigen, wie dem auch sei: die klanglichen Defizite rauben der Show deutlich den Charme. Insgesamt ist der Auftritt von ziemlich viel Trara um relativ überschaubare Substanz gezeichnet, was dazu führt, dass ich das Zelt noch vorzeitig verlasse und mir „Litourgiya“ weiterhin wohl nur auf Platte geben werde&#8230;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-6314" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0165.jpg" alt="Summer Breeze" width="5760" height="3840" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0165.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0165-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0165-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0165-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_0165-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 5760px) 100vw, 5760px" /></p>
<p>Wieder ist ein Festival vorbei. Und bei dem dritten innerhalb von drei Wochen merke ich so langsam, dass es mir an die Substanz geht. Das Summer Breeze war für mich aufgrund von Wetterkapriolen, hartem Boden, teils chaotischer Organisation und anderen Strapazen das bisher anstrengendste.</p>
<p>Seit jeher ist es so, dass mich in Dinkelsbühl maximal ein Viertel der Bands interessiert, was in der Theorie immernoch über 30 Bands sind. Jedoch sind das sowohl prozentual als auch in realen Zahlen immer noch mehr Bands, die ich sehen will, als auf manch anderen Festivals zusammen. Angenehm ist für mich auf dem Summer Breeze nach wie vor, dass im krassesten Falle drei Shows parallel stattfinden können, was so gut wie immer dazu führt, dass ich mich entscheiden kann.</p>
<p>So konnte ich auch in diesem Jahr viele gute Bands sehen, wobei klar betont werden muss, dass es vermehrt die kleinen Shows sind, die durchschlagen und fesseln.</p>
<p>Wie überall ist der Anstieg der Preise auch auf dem Summer Breeze kritisch zu betrachten, was jedoch viele Ursachen hat. Fest steht: billiger wird wohl nichts. Ich bin gespannt, wie sich diese Situation zum nächstjährigen 20sten Jubiläum entwickeln wird. Denn bereits jetzt wird mit einigen extrem großen Überraschungen geworben. Ich bleibe gespannt, wir halten euch auf dem Laufenden.</p>
<p> [<a href="https://silence-magazin.de/titten-raus-es-ist-summer-breeze-2016/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=titten-raus-es-ist-summer-breeze-2016">See image gallery at silence-magazin.de</a>] </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/titten-raus-es-ist-summer-breeze-2016/">Titten raus, es ist&#8230; Summer Breeze 2016</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Ausgesetzt in der Wildnis: Schlotheim Edition &#8211; P.S:O:A 2016</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Aug 2016 18:45:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich wollte ich den Nachbericht erst „Feuer, Eis &#38; Dosenbier“ nennen, was angesichts der Temperaturschwankungen auch durchaus legitim gewesen wäre, aber irgendwie war die Idee dann, zwei Minuten nachdem sie mir eingefallen ist, doch weit weniger witzig, als ich erst dachte. Naja, was ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ausgesetzt-in-der-wildnis-schlotheim-edition-p-soa-2016/">Ausgesetzt in der Wildnis: Schlotheim Edition &#8211; P.S:O:A 2016</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wollte ich den Nachbericht erst „Feuer, Eis &amp; Dosenbier“ nennen, was angesichts der Temperaturschwankungen auch durchaus legitim gewesen wäre, aber irgendwie war die Idee dann, zwei Minuten nachdem sie mir eingefallen ist, doch weit weniger witzig, als ich erst dachte. Naja, was solls &#8230;</p>
<p>Wieder einmal versammelten sich im thüringischen Schlotheim mehrere tausend Leute, um 4 Tage lang einigen der feinsten Death, Black und Thrash Metal Bands zu lauschen. Dieses Jahr eine Woche später stattfindend, wartete das Party.San wetterbedingt mit einigen Strapazen auf, die die zahlreichen Besucher dennoch nicht davon abhielten auf der wunderschönen Landebahn of Death and Destruction erneut ein geiles Festival zu verleben.</p>
<h4 style="text-align: center;">Donnerstag, 11.8.</h4>
<hr />
<p>Pflichtbedingt fand die Anreise meinerseits erst am Donnerstag Nachmittag statt. Resultat: Campen am Ende der Landebahn. Da aber an so gut wie allen Tagen ein Knaller auf den nächsten folgt, werde ich den Weg vom Zelt zur Bühne und zurück nicht allzu oft hinter mich bringen müssen.</p>
<p>Der Großteil der Leute ist bereits am Mittwoch angereist und froh darüber, die erste Nacht ohne großflächige Erfrierungen überstanden zu haben, denn die Temperaturen sind in den ersten Tagen tatsächlich alles andere als sommerlich.</p>
<p>Ich komme erstmal in Ruhe an. Der Zeltaufbau zieht sich gefühlt ne Woche hin, da der Boden auf dem Party.San-Gelände nicht grade gut dafür geeignet ist, Heringe einzuschlagen. Aber ich sehs positiv: denn aufgrund dieser Beschaffenheit (wer da genaueres wissen will, kann sich vertrauensvoll an unseren Lieblings-Geografiestudenten Alexander Prinz wenden) werden wir in den nächsten Tagen definitiv von Schlamm verschont bleiben – trotz anhaltendem Regen.</p>
<p>Ich will wirklich niemandem an die Karre pissen, aber ich finde, dass das P.S:O:A eine angenehme Größe hat, wobei hier im Vergleich zu vielen größeren Festivals immer noch Untergrund-Charme mitweht. Das erkennt man schon mal daran, dass die erste Band keine Blaskapelle o.ä. ist. <strong>INFERNAL INVOCATION</strong>, kurz: <strong>II</strong> eröffnen das diesjährige Party.San auf der Hauptbühne und können bereits überraschend viele Zuschauer vor eben diese ziehen. Die Leipziger spielen ihren Black Metal wortlos und solide runter, leiden allerdings als erste Band noch unter eher mäßigem Sound. Trotzdem eine gelungene Eröffnung des Festivals, die gut auf das einstimmt, was da noch kommen mag.</p>
<p>Viele Leute freuen sich bereits auf <strong>MÖRK GRYNING</strong>, die hier exklusiv für das Party.San nach über 10 Jahren aus der Versenkung auferstanden sind. Sänger Johan Ljung merkt man die Spielfreude deutlich an, nicht nur aufgrund der zahlreichen Ansagen, die der sympathische Schwede alles andere als nordisch kühl an das Publikum richtet. Da mir allerdings die nostalgische Komponente fehlt und ich von der Band erst kurz vor dem Festival erfahren habe, kommt bei mir nicht ganz soviel Hochstimmung auf, wie bei den zahlreichen Fans, die sich vor der Bühne versammelt haben.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/p-s-oa-2016/IMG_0898.JPG" alt="IMG_0898" /></p>
<p>Es geht ins Zelt zu <strong>ERED</strong>, von denen ich im Vorfeld viel Gutes gehört habe. Und tatsächlich: die Spanier wissen zu begeistern und das nicht zuletzt durch einen Sound, der zu diesem Zeitpunkt deutlich besser und fetter ist, als der auf der Hauptbühne! Hier wird ein hartes, präzises und angenehm melodisches Black Metal Paket abgeliefert, das sich alles andere als einseitig anfühlt und so dafür sorgt, dass die ohnehin knapp bemessenen 25 Minunten Spielzeit wie im Flug vergehen.</p>
<p>„Kinder, was habe ich euch über Drogen eingetrichtert?“ „Es gibt für alles die richtige Zeit, und den richtigen Ort – und das nennt sich Uni!“ Irgendwie muss ich bei <strong>GRUESOME</strong> an dieses South Park Zitat denken, was sich weniger auf Substanzen, als auf die richtige Zeit und den Ort bezieht. Genauer: Florida in den späten 80ern. <strong>GRUESOME</strong> begreifen sich als <strong>DEATH</strong> Tribute Band und huldigen den Anfangstagen der Pioniere um Chuck Schuldiner. Was die Rolle der Floridianer im Death Metal anbelangt, gibt es keine Diskussionen und dennoch brauch ich <strong>GRUESOME</strong> irgendwie so garnicht. Live mag das hier alles ok sein und auch die alten Helden zu ehren ist lobenswert. Allerdings ist Schlotheim nicht Florida und 2016 nicht die 80er. Dass die DEATH TO ALL-Tour jetzt seit einigen Jahren läuft, ist für mich nur ein weiterer Grund, um <strong>GRUESOME</strong> irgendwie überflüssig zu finden, auch wenn es qualitativ und technisch keine Fehler zu entdecken gibt.</p>
<p>Was mir bereits hier auffällt: in allen Umbaupausen auf der Hauptbühne laufen Lemmy zu Ehren <strong>MOTÖRHEAD</strong>, was auch die kommende Tage so bleiben wird. Ein feiner Zug, wie ich finde.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/p-s-oa-2016/IMG_0611.JPG" alt="IMG_0611" /></p>
<p>Weiter gehts: <strong>TRIBULATION</strong> spielen auf.<br />
Wie jedes Jahr hatte ich mir fest vorgenommen, mir vor dem Festival alle Bands nochmal genauer anzuhören. Ganz weit oben auf meinem Zettel standen dabei die Schweden. Geschafft habe ich davon – wie jedes Jahr – kaum etwas. Doch dass das Quartett vor allem mit ihrem letzten Album „The Children of the Night“ außerordentlich positive Kritiken sammeln konnte, ist nicht an mir vorbei gegangen. Und wie es scheint, ist die Begeisterung, die für die Band herrscht, durchaus berechtigt.<strong> TRIBULATION</strong> haben einen einzigartigen Sound und integrieren soviele verschiedene Facetten in ihre Songs, dass es mir eine wahre Freude ist. Ich habe das Gefühl, dass hier verschiedenste Geschmäcker vereint werden können, was mich daran erinnert, wie geil <strong>BEASTMILK</strong> mit ihrem ersten Album waren. Doch nicht nur die stimmungsvollen Songs sorgen für Spaß: <strong>TRIBULATION</strong> begeistern auch mit einer wahnsinnig starken Bühnenpräsenz. Vor allem Gitarrist Jonathan Hultén, der androgyn angemalt ist und aussieht wie Elvira, Herrscherin der Dunkelheit (nur ohne Brüste), muss hier hervorgehoben werden! Völlig manisch rennt der Schwede über die Bretter und scheint zu jeder Zeit des Sets überall zu sein. Bei der tänzerischen Performance kommt es sogar zu Stürzen, was ihn allerdings nicht zu bremsen vermag. Der Auftritt bleibt definitiv im Gedächtnis und stellt für mich ein erstes, unerwartetes Highlight dar.</p>
<p>Die brutalste Walze des bisherigen (und noch kommenden) Tages folgt im Anschluss. <strong>NECROS CHRISTOS</strong> betreten die Bühne. Schon wieder eine Band, die ich mir im Vorfeld nochmal intensiv anhören wollte. Leider trübt der Sound die Freude etwas, denn die Berliner sind zu Beginn ihres Sets alles andere als differenziert zu hören, was auch beim Publikum auf Unmut stößt. Mit zunehmender Dauer werden zwar Verbesserungen vorgenommen, auf ein wirkliches Optimum gelangt das Ganze aber nicht mehr, was den ansonsten guten Auftritt mit einem faden Beigeschmack versieht.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/p-s-oa-2016/IMG_0166.JPG" alt="IMG_0166" /></p>
<p>Letzte Woche noch mit <strong>BORKNAGAR</strong> in Wacken, spielt ICS Vortex heute mit <strong>ARCTURUS</strong> in Schlotheim. Der virtuos-vielschichtige Black Metal der Norweger weiß zahlreiche Fans zu begeistern und erfährt sogar gute Soundbedingungen. Instrumental gibt es hier etliche Leckerbissen, allerdings sagt mir der Gesang so absolut garnicht zu, aber das ist nur ne Geschmackssache.</p>
<p><a name="firstHeading"></a>Über die vier Tage des Festivals konnte ich eine kleine Liste bezüglich des Bandmerchs machen. Unangefochtener Spitzenreiter sind <strong>MG</strong><span lang="de-DE"><strong>ŁA</strong>, kurz gefolgt von <strong>MANTAR</strong>. Es ist unfassbar, wieviele Menschen in die Textilien der polnischen Black Metaller gekleidet sind! Und so schaffen sie es auch am Donnerstag die meisten Leute vor die Bühne zu ziehen und so zum heimlichen Headliner des ersten Tages zu avancieren. Komplett vermummt und zu viert wird die Bühne erklommen um eiskalten und wunderschönen Black Metal zu zelebrieren. Eine zusätzliche Randnotiz: das Tageslicht ist mittlerweile verschwunden und so sind <strong>MGŁA</strong> heute die erste Band, die im Dunklen spielt, was die Atmosphäre noch mehr steigert. Hier und da sind die Songs leider etwas untight gespielt und der Beckensound besticht nicht mit der Brillanz, die nötig wäre, um Schlagzeugaction a lá <em>„Exercises In Futility V“</em> live so zu feiern, wie auf Platte. Dennoch ein Auftritt, der mich schwer begeistert!</span></p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/p-s-oa-2016/IMG_0367.JPG" alt="IMG_0367" /></p>
<p><span lang="de-DE">Zwei Jahre ist es her, seitdem <strong>OBITUARY</strong> das letzte Mal in Schlotheim gespielt haben. Viel hat sich seitdem nicht verändert. Die Bühnenperformance und -präsenz ist immernoch sehr hoch, Experimente und Überraschungen sucht man immernoch vergebens. Doch spielte die Florida-Walze im Jahre 2014 nur einen Vorabtrack des immernoch aktuellen Albums „Inked in Blood“, so findet man heute einige neue Songs mehr im präzise gezimmerten Set der Amis. Dennoch dürfen altbekannte Klassiker nicht fehlen, und so wird die Show mit dem Titeltrack der ersten Plate <em>„Slowly We Rot“</em> beendet. Ein feines Fest!</span></p>
<p><span lang="de-DE">Mittlerweile regnet es wieder und der Wind frischt auf. Es wird reichlich unangenehm. Das beschissene Scheißdrecksmistdreckscheißf*ckf*tzendreckscheißdrecksmist-Wetter und eine </span>ewig währende Umbaupause sorgen so dafür, dass <strong>PARADISE LOST</strong> nicht mehr allzu viele Leute vor der Bühne halten können. Obwohl sowohl Songs von „The Plague Within“ als auch Bandklassiker das Set zieren, schwinden mehr und mehr die Kräfte und Zuschauer. Nick Holmes macht charismatische Ansagen, begeistert mich gesanglich aber leider nur in Auszügen, sodass ich mich auch noch vor dem Ende des Sets in mein Zelt begebe und penne.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/p-s-oa-2016/IMG_0470.JPG" alt="IMG_0470" /></p>
<h4 style="text-align: center;"><span lang="de-DE">Freitag, 12.8.</span></h4>
<hr />
<p><span lang="de-DE">Wenigstens einen positiven Aspekt hat das schlechte Wetter: ich kann schlafen. Die Temperaturen sind für August ziemlich niedrig und so zwingt mich die Sonne nicht schon zu früher Stunde aus dem Schlafsack. Nachdem ich mit dem Gefühl, 14 Stunden geschlafen zu haben erwache, muss ich erstmal nachsehen, wie spät es wirklich ist. Handyakku leer, Uhr nicht dabei, Sonnenuhr kaputt. Der nächste Zeitmesser befindet sich in meiner Karre und sagt mir, dass ich gerade mal sechs Stunden geschlafen habe und die ersten Bands in fünf Stunden anfangen. Somit leg ich mich nochmal hin und bekomme wirklich den längsten und erholsamsten Schlaf seit Wacken. </span></p>
<p><span lang="de-DE">Eigentlich will ich mir unbedingt<strong> ISVIND</strong> angucken, doch da die Schlange an bestimmten sanitären Einrichtungen länger ist, als der Weg vom Auenland nach Mordor, verpasse ich die Norweger. Manchmal muss man leider Prioritäten setzen&#8230;</span></p>
<p><span lang="de-DE">Die nächste Band, die ich mir ansehe, sind <strong>GOATWHORE</strong> aus New Orleans. Sofort fällt mir auf: der Sound ist heute deutlich besser als am Vortag. Spürbar leiser, aber differenzierter schallen die Südstaatler über das Gelände. Ihre souveräne Mischung aus Black, Death und Thrash prügelt sehr überzeugend über das Publikum hinweg. Zwischenzeitlich humpelt mir die Bassdrum aber irgendwie zusehr, wobei ich nicht weiß, ob das an Drummer Zack Simmons oder dem Sound liegt. Zum Ende hin wirkt das Set der Amerikaner recht langatmig auf mich, was aber auch an dem immernoch bekackten Wetter und meiner kaum weichen wollenden Müdigkeit liegen kann. </span></p>
<p><span lang="de-DE"><strong>GOATWHORE</strong> sind alles andere als soft und dennoch zimmern mir <strong>WOLFBRIGADE</strong> kurz darauf noch um Längen mehr in die Fresse. Der Crust der Schweden feiert den D-Beat in all seiner Pracht und wirkt vielleicht deswegen so aggressiv, da sich der Sound stark von den bisherigen Bands unterscheidet. </span></p>
<p><span lang="de-DE">Eins meiner absoluten Highlights am zweiten Tag: <strong>OBSCURA</strong>. Das Quartett um einziges Gründungsmitglied Steffen Kummerer ist heute das „Kontrastprogramm zu den anderen Bands“, wie der Gitarrist und Sänger mehrfach und stolz wie Oskar betont. Die Münchner sind nicht nur die Band mit den wahrscheinlich schönsten Haaren und meisten Saiten pro Bandmitglied auf diesem Festival, sondern auch die wohl technisch versierteste. Der Fokus liegt auf Songs des aktuellen Albums „Akróasis“, wobei mich die Fähigkeiten von Neu-Gitarrist Rafael Trujillo komplett umhauen. Auch Schlagzeuger „Sekrasstian“ Lanser, der sonst bei <strong>PANZERBALLETT</strong> spielt, ist heute nicht zu toppen, während Bassist Linus Klausenitzer für die nötige Agilität auf der Bühne sorgt. Ein grandioses Konzert, bei welchem mir aber leider der Übersong <em>„Incarnated“</em> gefehlt hat.</span></p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/p-s-oa-2016/IMG_0215.JPG" alt="IMG_0215" /></p>
<p><span lang="de-DE">Das Schweizer Duo <strong>BÖLZER</strong> spielte vor zwei Jahren noch im Zelt, dieses Jahr wird die Hauptbühne unsicher gemacht. Obwohl hier nur zwei Mann auf der Bühne stehen, ist der Sound vor der Bühne aber eher enttäuschend. Und auch der Monitorsound kann für die beiden Jungs nicht allzu geil gewesen sein, denn hin und wieder verlieren sich die beiden und müssen dann straucheln, um wieder zusammenzufinden. Besonders kritisch wird dies bei meinem Favoriten <em>„Entranced By The Wolfshook“</em>, der kurzzeitig zu zerfallen droht. Dennoch find ich die Show sehr eindrucksvoll und kurzweilig, aufgrund der äußeren Umstände aber unter den Erwartungen zurück bleibend.</span></p>
<p><span lang="de-DE"><strong>ANGELCORPSE</strong> haben mir im Vorfeld gar nichts gesagt, doch live überrascht mich das, was ich von dem Trio aus Tampa mitbekomme dann doch mit einer Wand, die ich dieser minimalistischen Besetzung gar nicht zugetraut hätte.</span></p>
<p><strong>DESTRÖYER 666</strong> verpasse ich leider komplett und auch von <strong>EQUILIBRIUM</strong>, die auf dem Party.San die Releaseshow für das neue Album „Armageddon“ spielen, bekomme ich nicht viel mit. Allerdings sind die Aussagen, die mir zu Ohren kommen, voll des Lobes und berichten von einem gut aufgelegten Robse, und einer Band, die souverän ein sehr geiles Set spielt.</p>
<p><span lang="de-DE"><strong>VIDARGÄNGR</strong>, die ich zwischenzeitlich im Zelt sehe, sind noch so eine Band, mit der ich mich im Vorfeld viel zu wenig beschäftigt habe. Doch dies wird sich nach ihrem Auftritt ändern, denn die Leipziger wissen mein Interesse zu wecken. Zwar kann ich nicht das gesamte Set verfolgen, doch die Songs, die ich miterleben darf, begeistern mich definitiv! Eine Black Metal Band, die ich unbedingt auf dem Zettel behalten muss! </span></p>
<p><span lang="de-DE">Auch <strong>DECEMBRE NOIR</strong> spielen im Zelt, wohin es mich mehr oder weniger absichtlich verschlägt. Doch der Zufall ist oftmals gnädig und so bekomme ich auch hier eine Band geboten, die ich vorab unterschätzt habe. Mal sehen, ob es vor den heimischen Boxen ähnlich wirkt, aber live hinterlässt das hier Gebotene deutlich Eindruck. Vielleicht auch, weil erfrischender Weise mal ruhigere Töne angeschlagen werden, als den Rest des Tages über.</span></p>
<p>Wenig später heißt es: Scheiß auf ruhige Töne. <strong>DYING FETUS</strong> zerlegen die Hauptbühne und können in mehrerlei Hinsicht vom Wetter zehren. Denn es hat aufgehört zu Regnen und zu Stürmen, es herrschen angenehme Temperaturen und Windstille. Resultat dessen ist, dass sich die meisten Zuschauer des heutigen Tages vor der Bühne finden und der Sound ohne wetterbedingte Störungen auskommt, womit er zum besten des bisherigen Festivals wird. Ich bin völlig davon begeistert, wie präzise und tight diese Band spielt. Und das obwohl hier ohne Click gearbeitet wird und es zahlreiche Tempowechsel gibt. Zu keiner Sekunde verlieren sich die drei Bandmitglieder, John Gallagher röhrt und kniedelt, dass es ein wahres Fest ist. Und trotz der Tatsache, dass einige Favoriten und Hits wie <em>„One Shot, One Kill“</em>, <em>„Kill your mother, rape your dog“</em> und <em>„Invert the Idols“</em> in der Setlist fehlen, bleibt der Auftritt für mich das euphorisierendste Highlight des Tages.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/p-s-oa-2016/IMG_0151.JPG" alt="IMG_0151" /></p>
<p>Sowohl <strong>EXODUS</strong> als auch <strong>CARCASS</strong> können im Anschluss nicht mehr an das anknüpfen, was <strong>DYING FETUS</strong> zuvor geliefert haben. Weder die Thrash Titanen noch die Liverpooler Deathgrinder spielen schlechte Konzerte, und bis zum letzten Ton versammeln sich Fans vor der Bühne und feiern was das Zeug hält. Doch für mich bleibt nach <strong>DYING FETUS</strong> nur verbrannte Erde.</p>
<h4 style="text-align: center;"><span lang="de-DE">Samstag, 13.8.</span></h4>
<hr />
<p><span lang="de-DE">Der dritte Festivalmorgen endet temperaturbedingt früher als erwartet. Denn was in den letzten Tagen an Sonne fehlte, bekommen wir nun konzentriert zurück. Doch die ballernde Wärme ist nicht das Einzige, womit wir uns rumschlagen müssen. In der Nacht wurden etliche Diebstähle begangen, die zu unser aller Frustration auch Leute aus unserem Camp betreffen. An dieser Stelle kann man der Security keine Vorwürfe machen, die regelmäßig auf dem Gelände patrouillierte, unsere Schadensmeldung aufnahm und zumindest mir in keiner Weise unangenehm auffiel. Von den Dieben gefasst werden konnte keiner, jedoch soll es sich um Kinder aus einem nahegelegenen Wohngebiet gehandelt haben. Eine beschissene Aktion, die den Tag nicht grade rosig starten lässt.</span></p>
<p><span lang="de-DE">Die erste Band, die ich sehen kann, sind <strong>SULPHUR AEON</strong>, die auf der Bühne atmosphärischen, von Lovecraft inspirierten Death Metal abliefern und bei gutem Sound live das halten, was sie auf Platte versprechen. </span></p>
<p><span lang="de-DE">Was ich im Anschluss von <strong>SUICIDAL ANGELS</strong> sehe, sorgt bei mir für irgendwas zwischen Ernüchterung und Langeweile. Ich weiß, dass die Griechen ziemlich gefeiert werden, aber mir kommt das, was hier aufgeführt wird, ziemlich unspektakulär vor. Wieder muss ich daran denken, dass es für alles die entsprechende Zeit gibt und ich das Gefühl habe, dass im Bereich Thrash Metal spätestens Mitte der 90er alles gesagt wurde. </span></p>
<p><span lang="de-DE"><strong>MOSAIC</strong> begeistern mich wenig später von der Zeltbühne aus. Im Programmheftchen als Jubiläumskonzert und bunte Mischung aus Black Metal, Neofolk und Ambient angekündigt, fesselt mich der stimmungsvolle Sound der Thüringer bis zuletzt. Dies ist wirklich mal ein Konzert, das leider viel zu kurz war.</span></p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/p-s-oa-2016/IMG_0759.JPG" alt="IMG_0759" /></p>
<p><span lang="de-DE">Für <strong>NIFELHEIM</strong> hab ich mich eigentlich nie interessiert und vermutlich werd ich die Band auch in Zukunft nicht hören, wenn ich mich zum Entspannen in die Wanne lege, aber live macht das hier durchaus Spaß. Zwischen fast allen Songs werden <strong>NIFELHEIM</strong>-Sprechchöre laut und die Fans rasten aus, was die Band mit entsprechender Spielfreude zurückzahlt!</span></p>
<p><span lang="de-DE">Hatte ich irgendwann schon mal erwähnt, dass es für alles die richtige Zeit und den richtigen Ort gibt? <strong>GRAVE</strong> wirken auf mich ziemlich überholt, weswegen ich dem Set der Schweden auch nur mit einem halben Ohr lausche. Objektiv betrachtet, gibt es hier natürlich nichts auszusetzen: es gibt rotzig groovenden old school Death Metal, der auf einen nicht gerade kleinen Zuschauerkreis eine beeindruckende Wirkung ausübt. Mich lässt das Set indes eher kalt.</span></p>
<p><span lang="de-DE"><strong>IMMOLATION</strong>. Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen sehe ich die New Yorker heute. Wie bereits in Wacken (<a href="https://silence-magazin.de/die-welt-zu-gast-im-schlamm-wacken-2016/" target="_blank">Silence berichtete</a>) sind die Jungs nur zu dritt, da Gitarrist Bill Taylor im Krankenhaus behandelt werden muss. Und nach erneuter Betrachtung muss ich sagen, dass die Dreierbesetzung der Band wirklich nicht gut tut. Die Songs sind leider nicht auf die Aufführung zu dritt zugeschnitten, weswegen es bei den zahlreichen Solopassagen verheerende Dynamikeinbrüche gibt. Obendrauf kommt ein miserabler Sound. Die Gitarre klingt zwar etwas besser als letzte Woche, sodass man zumindest die charakteristischen Riffs von Bob Vigna heraushören kann. Doch das Schlagzeug schmeichelt dem Gehörgang ungefähr so sehr wie Ohrenstäbchen aus Stahlwolle. Für mich einer der enttäuschendsten Auftritte dieses Festivals.</span></p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/p-s-oa-2016/IMG_0978.JPG" alt="IMG_0978" /></p>
<p><span lang="de-DE">Es ist für mich das erste Mal, dass ich <strong>TAAKE</strong> live sehe. Auf Platte hat mich die Band nie wirklich abgeholt, allerdings wird der angenehm melodische Black Metal der Norweger hier sehr gut dargeboten. Hoest liefert einige merk- bis fragwürdige Ansagen an das Publikum (unter anderem „Allahu Akhbar“) und verschwindet zwischenzeitlich minutenlang hinter der Bühne. In musikalischer Hinsicht ein guter Auftritt, der für mich allerdings ohne Langzeitwirkung bleibt. </span></p>
<p><span lang="de-DE"><strong>SODOM</strong> (bzw.<a href="http://www.lakako.com/post/BIOb2vnhGWz" target="_blank"> WODOS</a>) haben mich ebenfalls nie gepackt, wissen auf der Bühne aber ohne Frage, was sie tun. Und darunter fällt zum Beispiel, sich nicht anmerken lassen, dass man nur zu dritt ist. Denn fett ist das Gebotene schon, allerdings hab zumindest ich nach zwei Songs alles gehört, weswegen sich der Rest des Sets recht langatmig anfühlt.</span></p>
<p><span lang="de-DE">Die letzte Band des Festivals ist <strong>AT THE GATES</strong>. Für die Umbaupause ist zwar bereits eine halbe Stunde Zeit eingeplant und dennoch zieht sich der Soundcheck noch länger hin. Die Schweden tun mir leider nicht den Gefallen, <em>„Gardens Of Grief“</em> in Gänze zu spielen, doch darüber hinaus werden Songs aller Alben rausgekramt und bei feinem Sound unter das Publikum gebracht. Tompa Lindberg bedankt sich vielfach bei den Leuten, die „noch“ wach geblieben sind und läuft während des Konzerts bestimmt einige Kilometer auf der Bühne. Ein Klassiker folgt auf den nächsten, bis relativ weit hinten im Set der Bandhit „<em>Blinded by Fear</em>“ erklingt. Wenig später endet die Show der Schweden, die das Festival zu einem würdigen Abschluss geführt haben.</span></p>
<p><span lang="de-DE">Und wieder ist ein Party.San zu Ende. Wieder gab es wunderbare Konzerte, geile Bands und nette Leute und das alles in schöner Umgebung und in angenehmer Größe. Was damit einhergeht, sind akzeptable (und im Vergleich zu anderen Großveranstaltungen recht niedrige) Preise für Speisen und Getränke, an deren Auswahl es nicht mangelt. Das meiste Geld hab ich jedoch auch dieses Jahr wieder mal am Season of Mist Stand gelassen, den ich nur immer wieder anpreisen kann und jedes mal wieder dazu bringt, mich den Rest des Monats nur noch von Toastbrot und Konservenwurst ernähren zu können.</span></p>
<p><span lang="de-DE"><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/p-s-oa-2016/IMG_1011.JPG" alt="IMG_1011" /> </span></p>
<p>Was mir im Unterschied zu den Vorjahren aufgefallen ist, sind die jungen, attraktiven Zigarettenstandträger, die auf dem Festivalgelände umherwandeln und versuchen, Benson &amp; Hedges zu verkaufen. Eine Tatsache, die ich sonst nur von Wacken oder dem Summer Breeze kenne. Mir als Nichtraucher ist das relativ egal, trotzdem habe ich mich in Anbetracht dessen gefragt, ob das vielleicht ein Indikator für das allmähliche Wachstum des Schlotheimer Festivals ist. Die Zukunft wird es zeigen. Bereits jetzt sind einige Bands für nächstes Jahr bestätigt, die Bock auf mehr machen. Wir werden mit Sicherheit am Start sein!</p>
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<p> [<a href="https://silence-magazin.de/ausgesetzt-in-der-wildnis-schlotheim-edition-p-soa-2016/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=ausgesetzt-in-der-wildnis-schlotheim-edition-p-soa-2016">See image gallery at silence-magazin.de</a>] </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ausgesetzt-in-der-wildnis-schlotheim-edition-p-soa-2016/">Ausgesetzt in der Wildnis: Schlotheim Edition &#8211; P.S:O:A 2016</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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