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	<title>Of Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Of Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>EVILFEAST &#8211; Besser als der Rest</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Dec 2017 09:54:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Black Metal ist zeitlos. Er ist unangepasst, stur und voller Stolz. Eine unnachahmliche Aura haftet diesem Genre an, seit die zweite&#160;Generation ihre mächtigen&#160;Stürme tosen ließ. EVILFEAST aus Polen fügen sich in diese Epoche mühelos ein. Der Geist der Neunziger haucht seinen kraftvollen ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2><strong>EVILFEAST </strong>&#8211; &#8222;Elegies Of The Stellar Wind&#8220;</h2>
<p><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong> 15.12.2017<br />
<strong>Dauer:</strong> 67:24 min.<br />
<strong>Label:</strong> Eisenwald Tonschmiede<br />
<strong>Stil:</strong> Black Metal</p>
<p></div></div></div>
<p>Black Metal ist zeitlos. Er ist unangepasst, stur und voller Stolz. Eine unnachahmliche Aura haftet diesem Genre an, seit die zweite&nbsp;Generation ihre mächtigen&nbsp;Stürme tosen ließ. <strong>EVILFEAST</strong> aus Polen fügen sich in diese Epoche mühelos ein. Der Geist der Neunziger haucht seinen kraftvollen Atem in dieses Album und lässt Fanatiker alter Klassiker zufrieden zurück. Von <strong>Greg Chandler</strong> (<strong>ESOTERIC</strong>) fabelhaft gemastert, übersteigt dieses Werk mit seinen einfachen und zugleich prächtigen Mitteln alle Erwartungen, welche sich mit dem 2015 erschienenen Promo-Tape ankündigten.</p>
<p><strong>EVILFEAST</strong> setzen auf simple Riffs, geheimnisvolle Keyboards und lebendiges Drumming. Ich gehe sogar so weit, zu sagen,&nbsp;dass &#8222;Elegies Of The Stellar Wind&#8220; ein verschollenes Album von <strong>BURZUM</strong> oder&nbsp;<strong>PAYSAGE D&#8217;HIVER</strong> (<em>&#8222;Lunar Rites..</em>.Beholding The Towers Of Barad-Dur&#8220;) sein könnte. Und das,&nbsp;obwohl die eigenständige Herangehensweise an den Black Metal ohne Probleme das Prädikat &#8222;einzigartig&#8220; verdient hat. Der vorliegende Tonträger fordert Geduld und Aufmerksamkeit, denn er ist kein Hörvergnügen für zwischendurch&nbsp;und auch nicht als solches&nbsp;geeignet.</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=msDebYHSYsc">HIER</a> eintauchen</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_23773" aria-describedby="caption-attachment-23773" style="width: 240px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-23773 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/12/15806_photo-250x300.jpg" width="250" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/12/15806_photo-250x300.jpg 250w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/12/15806_photo.jpg 499w" sizes="(max-width: 250px) 100vw, 250px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-23773" class="wp-caption-text">Alleinherrscher: GrimSpirit</figcaption></figure>
<h4>Evilfeast sind in jeder Hinsicht authentisch</h4>
<p>Mit einer Spielzeit von 67 Minuten gehen <strong>EVILFEAST</strong> keinen leichten Weg, doch Einzelkämpfer <strong>GrimSpirit</strong> lockert über die gesamte Dauer des Albums seine Stücke mit epischen Chören, anmutigen Soundscapes und sogar epischen Melodien (u. a.&nbsp; <em>&#8222;Winter Descent&#8217;s Eve&#8230;I Become The Journey&#8220;</em>) auf. Die vielen Wechsel aus Raserei und stolzierendem Tempo ergeben dazu ein stimmiges Gesamtbild. Wo <strong>MIDNIGHT ODYSSEY</strong> in überlangen Nummern ihren Fokus verlieren, zieht <strong>GrimSpirit</strong> perfekt die Reißleine.</p>
<p>&#8222;Elegies Of The Stellar Wind&#8220; bietet so viel mehr als die meisten anderen Werke aus 2017. Dieses Album hat das Zeug zum Klassiker und&nbsp;verleitet nicht eine Sekunde lang zu&nbsp;Langeweile, da Zeit&nbsp;in der Musik&nbsp;keine Rolle spielt und jedes Segment voller Hingabe und mit Bedacht platziert wurde. Ich verneige mich vor diesem Meisterwerk und genieße jeden Moment, in dem ich dieser sträflich unterbewerteten Band lausche.</p>
<p>Noch ein Highlight aus diesem Jahr? <a href="https://silence-magazin.de/clandestine-blaze-es-muss-schmerzen/">HIER</a> den Hass abladen!</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>BLACK MESSIAH &#8211; Musikalisches Storytelling</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Oct 2017 07:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Folk]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>BLACK MESSIAH – Walls Of Vanaheim Veröffentlichungsdatum: 30.06.2017 Dauer: 72:15 min. Label: Trollzorn Records Stil: Symphonic Black/Folk/Viking Metal Falls es an irgendwem vorbeigegangen sein sollte – es gibt ein neues Album von BLACK MESSIAH! Nachdem sie dieses Jahr auf dem RAGNARÖK-Festival ein ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.facebook.com/BlackMessiah666/"><strong>BLACK MESSIAH</strong> </a>– Walls Of Vanaheim<br />
Veröffentlichungsdatum: 30.06.2017<br />
Dauer: 72:15 min.<br />
Label: <a href="http://www.trollzorn.de/">Trollzorn Records</a><br />
Stil: Symphonic Black/Folk/Viking Metal</p>
<p>Falls es an irgendwem vorbeigegangen sein sollte – es gibt ein neues Album von <strong>BLACK MESSIAH</strong>! Nachdem sie dieses Jahr auf dem <a href="https://silence-magazin.de/ragnaroek-festival-2017-trinkhorn-tod-und-trump-tag-2/"><strong>RAGNARÖK</strong>-Festival</a> ein ordentlich tanz- und genießbares Konzert abgeliefert und danach die Hälfte der Schnapsflaschen am <em><strong>Silence</strong></em>-Stand geleert hatten, konnte ich mir nicht verkneifen, einen Blick auf/in das neue Werk zu werfen.</p>
<p>Beginnen tut „Walls Of Vanaheim“ nicht mit Musik, sondern mit einer gesprochenen Einführung.&nbsp; Eine episch-düster klingende Erzählerstimme berichtet von dem Tag, an dem der abgeschlagene Kopf des Asen<strong> Mimir</strong> als Kriegserklärung der Riesen über die Mauern von Valhalla befördert wird. Sofort ist man in der Atmosphäre drin. Bereit für den ersten Song. Mit klarem Sound bricht dieser dann herein – <em>„Mimir‘s Head“. </em>Und mit ihm wird die Geschichte musikalisch weitererzählt. Mal in typischen <strong>BLACK-MESSIAH</strong>-Vocals geschrien, mal düster gesprochen. Der Song an sich ist sehr straight, fackelt nicht lang herum – ein perfekter Track, um als Opener den Konzertbesuchern schon mal die Genickmuskulatur aufzuwärmen.</p>
<h2>Ein episches Konzept</h2>
<p>Alsbald wird auch klar, dass „Walls Of Vanaheim“ ein sehr lecker serviertes Konzeptalbum ist. Immer wieder treten gesprochene, und sogar teilweise mit Hintergrundsound untermalte Passagen zwischen die Lieder. Die Thematik der Tracks und dessen musikalische Zusammensetzung bauen sich mit jenen Passagen in die Geschichte ein – besser kann man so etwas eigentlich nicht machen. Und ich kann an dieser Stelle den Erzähler nur loben. Seine wohlklingende Stimme ist wahrlich Balsam für die Ohren und schafft es meisterlich, einem die Bilder direkt in den Kopf zu projizieren. Gegen Mitte der Platte wird die dramatische Story sogar zu einer Art Hörspiel mit unterschiedlich gesprochenen Rollen &#8211; da ist auf jeden Fall viel Mühe hineingeflossen. Man will irgendwie immer wissen, wie es weitergeht mit der Gesichte. Definitiv ein Album, das man in Ruhe zu Hause anhören sollte.</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/DD8-zFmdVAA?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Die Songs sind generell in altbekanntem <strong>BLACK-MESSIAH</strong>-Stil gehalten. Soll heißen: Geschichtenerzählender, seriöser Pagan Metal, der trotzdem keine Scheu vor Geigenparts und folkigen Melodien zeigt. Die Folkparts sind hier, im Gegensatz zu anderen Bands des Genres, nicht einfach „Akustikversionen“ der Hauptmelodie(n), sondern komplett ausarangierte Abschnitte mit Soli und allem Drum und Dran. Gute Beispiele hiervon wären etwa <em>„Die Bürde Des Njöd“</em> (anhören! Guter Song!) und <em>„Satisfaction And Revenge“.</em> Letzterer kommt außerdem mit unerwartet passenden Power-Vocals. Auch mal was Neues.</p>
<h2>Es bleibt beim Alten</h2>
<p>Davon abgesehen ist das Ganze allerdings rein musikalisch gesehen nicht großartig anders als die bisherigen Alben der Band. Auch sind für meinen Geschmack 72 Minuten eigentlich schon etwas zu lang für ein Album. Ansonsten ist „Walls Of Vanaheim“ durchgehend angenehm zu hören: Guter Sound, bodenständige Musik, und das alles eingewickelt in einer wirklich gut gelungenen Konzeptumgebung und einer schmackhaft präsentierten Story. <strong>BLACK MESSIAH </strong>sind einfach eine Band, die seit ihren Anfängen ihr Ding durchziehen, und sich in einer immerändernden Folk- und Pagan-Metal-Landschaft nicht von ihrem Weg haben abbringen lassen. Sticht dieses Werk auch musikalisch nicht unbedingt aus der Bandhistorie hervor – das Gesamtpaket machts. Und das ist diesmal wirklich gut gelungen.</p>
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		<title>NIGHT &#8211; Ein Floß, das jeden rettet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Sep 2017 07:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Heavy Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>NIGHT &#8211; Raft Of The World Veröffentlichungsdatum: 01.09.2017 Dauer: 42:56 Min. Label: The Sign Records Stil: NWOBHM Die Woche war anstrengend und die Nächte kurz. Überall offene Rechnungen, und Stress mit irgendwem ist sowieso gegeben. Ich brauche eine Ablenkung von all dem. ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/night-ein-floss-das-jeden-rettet/">NIGHT &#8211; Ein Floß, das jeden rettet</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>NIGHT</strong> &#8211; Raft Of The World<br />
Veröffentlichungsdatum: 01.09.2017<br />
Dauer: 42:56 Min.<br />
Label: The Sign Records<br />
Stil: NWOBHM<span id="more-21683"></span></p>
<p>Die Woche war anstrengend und die Nächte kurz. Überall offene Rechnungen, und Stress mit irgendwem ist sowieso gegeben. Ich brauche eine Ablenkung von all dem. Ein Ventil, oder etwas, das mich aufbaut und die genannten Probleme für eine kurze Zeit zu den Akten legt. Eine Art Floß, was mich auf dem unruhigen Gewässer namens &#8222;Leben&#8220; in Sicherheit wiegt. Und mit dem neuen Album von <strong>NIGHT</strong> habe ich dafür eine passende Lösung gefunden. Der gute alte Heavy Metal aus der britischen Schmiede leistet mir dafür bestens Gesellschaft. Er strahlt auf &#8222;Raft Of The World&#8220; wie zu Zeiten der 80er. Frisch und unverbraucht ist dieses Album geworden.</p>
<p>Gesang, der ab und zu an <strong>DIO</strong> erinnert, und eine simple Instrumentierung sorgen da für gedankenverlorenes cruisen im Auto. Das Quartett aus Linköping, Schweden, schafft auf seinem dritten Album schon in den ersten 10 Minuten das, was sonst nur die ganz großen Fische im Heavy Metal bewerkstelligen. Die Laune steigt, der Kopf wird frei von bösen Gedanken. Und das durch einfache, handgemachte Musik.</p>
<h4>NIGHT wissen wie man Songs schreibt</h4>
<p>Als Paten für <strong>NIGHT</strong> stehen hier ganz klar die großartigen <strong>ENFORCER</strong> oder sogar <strong>SAXON</strong>, das hört man zu jeder Sekunde deutlich heraus. Feierlicher Gesang (<em>&#8222;Under The Gallows&#8220;</em>) trifft auf lässig gezockte Soli, treibender Rhythmus vermischt sich mit warmem Bassspiel. Ach, eigentlich ist diese gesamte Platte tiefenentspannt und aufbauend (trotz düsterem Cover), denn jeder Song besticht durch eigenen Charakter. Sei es ein kurzes Zwischenspiel wie <em>&#8222;Omberg&#8220;</em>, oder auch die westernartige Nummer <em>&#8222;Coin Of A Fountain&#8220;</em>.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_21688" aria-describedby="caption-attachment-21688" style="width: 340px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-21688 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/Night-Band-300x200.jpg" width="350" height="233" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/Night-Band-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/Night-Band-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/09/Night-Band.jpg 720w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-21688" class="wp-caption-text">Haben super abgeliefert: <strong>NIGHT</strong></figcaption></figure>
<p>Das darauf folgende Doppel <em>&#8222;Time&#8220;</em> und <em>&#8222;Strike Of Lightning&#8220;</em> zum Beispiel greift alten Hard Rock mit nachdenklichen Akkorden auf. Durchaus melancholisch und etwas dramatisch, aber durch geschickte Einarbeitung von energiegeladenem Drumming nicht zu traurig. Gerade diese zwei Lieder bieten eine tolle Unterstützung zum Cover.</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=xit-HuZdYnI">HIER</a> treiben lassen</p>
<p><strong>NIGHT</strong> brauchen keine Gitarren, die ein B-Tuning aufweisen. Hier schreit niemand die Mikrofonmembran kaputt. Stattdessen bekommt ihr eine Lehrstunde in Proto-Heavy-Metal, also wie es noch zu Anfangszeiten dieser Musikrichtung aussah. Wer bei Granaten wie <em>&#8222;Winds&#8220;</em> nicht Gänsehaut bekommt (S-O-L-O !!!), der hat den Heavy Metal verpennt. <strong>NIGHT</strong> klingen ehrlicher als die meisten Kitschkapellen mit ihren Plastikschwertern und Spielzeugpanzern, hier wird noch geklotzt und nicht gekleckert.</p>
<p>Also greift nach &#8222;Raft Of The World&#8220;, als wäre es eine Art Rettungsleine, die euch entgegengeworfen wird. Mir hat dieses Album viel Spaß gemacht und es wird noch viele Runden bei mir im Player drehen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/night-ein-floss-das-jeden-rettet/">NIGHT &#8211; Ein Floß, das jeden rettet</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Sons Of Motörhead Teil 2: SPEEDWOLF</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Sep 2017 07:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>SPEEDWOLF geben heuer ein Paradebeispiel für einen Ziehsohn von MOTÖRHEAD ab. Auch wenn das 2008 gegründete Vierergeschoss (zur Zeit als Trio gelistet) aus Denver, Colorado einen Winterschlaf seit letztem Jahr angetreten hat, so sind hier die Einflüsse von MOTÖRHEAD nicht zu leugnen. ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/sons-of-motoerhead-teil-2-speedwolf/">Sons Of Motörhead Teil 2: SPEEDWOLF</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>SPEEDWOLF</strong> geben heuer ein Paradebeispiel für einen Ziehsohn von <strong>MOTÖRHEAD</strong> ab. Auch wenn das 2008 gegründete Vierergeschoss (zur Zeit als Trio gelistet) aus Denver, Colorado einen Winterschlaf seit letztem Jahr angetreten hat, so sind hier die Einflüsse von <strong>MOTÖRHEAD</strong> nicht zu leugnen.</p>
<p>Die Jungs aus Amerika sind Liebhaber des alten Metals. Speziell der Spielart, die auf klassischem Heavy, Thrash und Speed Metal fußt, allerdings mit klarer Ausrichtung auf den Rock &#8218;N&#8216; Roll. Oder wie die Band es selber auf ihrer Facebook-Seite beschreibt: 1971-1984. Damals gründeten sie sich, weil ihre eigenen Bands sich auflösten und mit dem Vorsatz, etwas Eigenes und vor allem etwas Anderes zu schaffen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_21103" aria-describedby="caption-attachment-21103" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-21103 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/speedwolf-band-300x300.jpg" width="300" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/speedwolf-band-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/speedwolf-band-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/speedwolf-band.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-21103" class="wp-caption-text">Perfekte Musik für jede Metalparty: SPEEDWOLF</figcaption></figure>
<p>Bereits nach einem Jahr veröffentlichen <strong>SPEEDWOLF</strong> ihr erstes Demo &#8222;Bark At The Poon&#8220; 2009 über <strong>Black Shit Noise Records</strong>. Hier befinden sich bereits mit <em>&#8222;Speedwolf&#8220;</em> und <em>&#8222;I Am The Demon&#8220;</em> unter anderem spätere Kandidaten auf dem Debütalbum. Wie es sich für ein Demo gehört, ist der Klang noch ein wenig harscher als auf &#8222;Ride With Death&#8220;. Der Schmutz aber tut hier bereits den Songs unglaublich gut. Hört man sich dieses Tape an, zuckt der Körper wie von selbst und man bekommt unbändige Lust auf Bier. Interessanterweise vermischen <strong>SPEEDWOLF</strong> hier (<em>&#8222;Death Ripper&#8220;</em>) die Grenzen zu Punk, Black, und Thrash Metal.</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=ouJVFqukYJ0">HIER</a> könnt ihr die Anfänge verfolgen</p>
<p>Noch im gleichen Jahr folgte die Split mit den Gleichgesinnten <strong>(THE) HOOKERS</strong>, auf der sich erneut ein späterer Albumsong (<em>&#8222;Up All Night&#8220;</em>) einfand. 2010 klöppelte man noch schnell eine Single ein, die auf den Namen &#8222;Denver666&#8220; hörte und auf der sich 2 Songs befinden (<em>&#8222;Denver 666&#8220;</em> und <em>&#8222;Hell And Back&#8220;</em>). Im folgenden Jahr sollten sie später auf dem Erstling &#8222;Ride With Death&#8220; ihren Platz einehmen.</p>
<p>2011 war es dann so weit und &#8222;Ride With Death&#8220; wurde auf die Menschheit losgelassen. Endlich wurden die 7 Songs, welche vorher auf verschiedenen Tapes und Platten veröffentlicht wurden, um 5 weitere erstklassig vertonte Prügeleien verstärkt. Meiner Meinung nach zählt dieses Album zu den stärksten und gleichzeitig unterbewertetsten Platten, die im Kosmos rund um <strong>MOTÖRHEAD</strong> existieren. Ich versichere euch, wer auf <strong>MOTÖRHEAD</strong>, <strong>MIDNIGHT</strong> und <strong>ZEKE</strong> steht, der wird mit dieser akustischen Rüpelei auf jeder Party glücklich werden. Da kommen einem die 41 Minuten Spiellänge viel zu kurz vor.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_21104" aria-describedby="caption-attachment-21104" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-21104 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/speedwolf-ride-with-death-cover.jpg" width="300" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/speedwolf-ride-with-death-cover.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/speedwolf-ride-with-death-cover-150x150.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-21104" class="wp-caption-text">Passt wie die Faus aufs Auge: Das Cover von &#8222;Ride With Death&#8220;</figcaption></figure>
<h4>Das Ende von SPEEDWOLF (?)</h4>
<p>Leider folgte diesem Highlight nur noch 2012 eine Split mit <strong>NEKROFILTH</strong> auf <strong>Doomentia Records</strong> und dann wurde es still um die schnellen Wölfe.<br />
In einem Interview sagte <strong>Reed Bruemmer</strong>, dass es kein weiteres Album geben wird (Stand 2014).<br />
Gewohnt bissig kommentierte <strong>Reed</strong> den Prozess des Songschreibens:</p>
<blockquote><p>&#8222;Wir beklingeln uns in einer Bar, reißen dumme Witze, drucken diese auf T-Shirts und schreiben dann aller paar Jahre Songs&#8220;.</p></blockquote>
<p>Ziemlich vorhersehbar, aber genau so eine Antwort passt irgendwie zur Musik von <strong>SPEEDWOLF</strong>. Zwischendurch tourte man fleißig in Amerika und Europa. Die Zeit ihres Lebens, laut <strong>SPEEDWOLF</strong>. Überwältigt von der Resonanz aus verschiedenen Ländern, den sich die Band hart erarbeit hatte, ist es umso trauriger, das die Band angeblich wegen interner Probleme, privater Eskalationen und Konflikten mit dem Gesetz sich zur Ruhe setzte.</p>
<p>Touren in Japan, Europa und Südamerika mussten abgesagt werden, da ein Mitglied die oben genannten Gründe als Abschied an die Band nannte. Also absolvierten <strong>SPEEDWOLF</strong> 2013 die letzte Tour und seitdem herrscht Funkstille.</p>
<p>Mittlerweile singt <strong>Reed</strong> in seiner neuen Band <strong>POISON RITES</strong> (dazu spielt er noch Gitarre). Der ehemalige Bassist <strong>Jake Kauffman</strong> spielt in der Death/Thrash Metal-Band <strong>AXESLASHER</strong>. Über die anderen Musiker ist nicht bekannt, ob sie aktuell in Bands spielen.</p>
<p><a href="https://silence-magazin.de/sons-of-motoerhead-teil-1-tank/">HIER</a> könnt ihr Teil 1 der Kolumne lesen</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/sons-of-motoerhead-teil-2-speedwolf/">Sons Of Motörhead Teil 2: SPEEDWOLF</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>DRUDKH und PAYSAGE D&#8217;HIVER &#8211; Hochsensibel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Aug 2017 06:36:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>DRUDKH/PAYSAGE D&#8217;HIVER-Somewhere Sadness Wanders/Schnee IV Veröffentlichungsdatum: 25.08.2017 Dauer: 40:54 min. Label: Season Of Mist/Prophecy Productions/Kunsthall Produktionen Stil: Atmospheric Black Metal Über die scheinbar ungewöhnliche Konstellation beider Bands und die Gründe dahinter wurden im Internet bereits debattiert. Für meine Begriffe ist es alles ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>DRUDKH</strong>/<strong>PAYSAGE D&#8217;HIVER</strong>-Somewhere Sadness Wanders/Schnee IV<br />
Veröffentlichungsdatum: 25.08.2017<br />
Dauer: 40:54 min.<br />
Label: Season Of Mist/Prophecy Productions/Kunsthall Produktionen<br />
Stil: Atmospheric Black Metal</p>
<p>Über die scheinbar ungewöhnliche Konstellation beider Bands und die Gründe dahinter wurden im Internet bereits debattiert. Für meine Begriffe ist es alles andere als wichtig, wieso denn ausgerechnet <strong>PAYSAGE D&#8217;HIVER</strong> mit <strong>DRUDKH</strong> eine gemeinsame Schallplatte veröffentlicht haben. Am Ende spricht die Musik für sich und zeigt ein weiteres Mal, weshalb beide Interpreten zur Speerspitze ihres Metiers zählen.</p>
<h4>DRUDKH-Das Laub, es fällt</h4>
<p>Die Ukrainer haben mit 10 Alben in 15 Jahren Bandhistorie einige beachtliche Erfolge feiern können, aber irgendwie habe ich mich bis jetzt nur mit dem (großartigen) Meisterwerk &#8222;Autumn Aurora&#8220; (2004) beschäftigt. Grund genug sich mit den 2 neuen Songs auseinanderzusetzen. Schließlich ist die textliche Komponente (Poeten aus der Ukraine) mehr als interessant und eine eigene Art, den Black Metal mit Botschaften zu veredeln.</p>
<p><a href="https://drudkh.bandcamp.com/album/somewhere-sadness-wanders">HIER</a> gibt es Höreindrücke</p>
<p><strong>DRUDKH</strong> legen mit <em>&#8222;All Shades Of Silence&#8220;</em> auf jeden Fall ohne Schnickschnack fulminant und mit einer erdigen Produktion los. Die treibenden Leads und das gewaltige Schlagzeugspiel üben dabei gehörigen Druck aus, sodass der Song ordentlich nach vorne geht.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_21211" aria-describedby="caption-attachment-21211" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-21211 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/9344_logo-300x87.jpg" width="300" height="87" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/9344_logo-300x87.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/9344_logo-750x217.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/9344_logo.jpg 852w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-21211" class="wp-caption-text">Hang zu poetischen Texten: DRUDKH</figcaption></figure>
<p>Nach dem wuchtigen Anfang, der wie eine große Welle gegen die Felsen brandet, reiht sich der ruhige Mittelteil mit aus dem Ambient stammenden Collagen hervorragend ein. Im Hintergrund leise tickend, verbreitet sich so eine Gelassenheit, bis es nach 4 Minuten Zeit für den krönenden Abschluss ist. Dieser gestaltet sich bedacht und sehr nachdenklich. Dazu pumpt der Bass wie ein Puls und ergänzt den Schluss sehr gut. Eine schöne Sache, das Stück so ausklingen zu lassen.</p>
<p><em>&#8222;The Night Walks Towards Her Throne&#8220;</em> schlägt wie sein Vorgänger ebenso agil aus der Bresche. In diesem Stück wird aus einem Werk von <strong>Mykhailo Yohansen</strong> (von der sowjetischen Geheimpolizei getötet) zitiert. Zu meiner Überraschung erinnert dieser Titel an das oben erwähnte Album, mit dem ich mich beschäftigt habe. Auch hier charakterisiert das Stück ein schneller Beginn, der später in einen melodischen Zwischenteil übergeht. Die letzten Minuten werden durch den Gastgesang von <strong>WINTERFYLLETHS</strong> <strong>Chris Naughton</strong> verfeinert, die sich in die dramatische Eigenart von <em>&#8222;The Night Walks Towards Her Throne&#8220;</em> nahtlos einfügt.</p>
<h4>Paysage D&#8217;Hiver-Eiseskälte</h4>
<p>Zugegeben, bei dieser Band wird der eigene Geist von Aufregung durchflutet. Immerhin wird ein neuer Song veröffentlicht. Kaum eine andere Black Metal-Band hat mich so gefesselt und jedes Mal aufs Neue begeistert. Doch die Verwunderung war groß, als der Titel für diese Split bekannt wurde. Bisher galten die &#8222;Schnee&#8220;-Beiträge als Ausdruck für fröhliche und traurige Ausdrücke von <strong>Wintherr</strong>, doch wo ist der dritte Teil hin? Dieser ist mittlerweile auf Youtube zu hören, allerdings sollte er angeblich für eine eigene Split mit <strong>NORDLICHT</strong> verwendet werden. Was daraus wird, ist bis heute nicht bekannt. Das zur Vorgeschichte, doch nun zum aktuellen Stück <em>&#8222;Schnee IV&#8220;</em>.</p>
<p>Wie es für <strong>PAYSAGE D&#8217;HIVER</strong> üblich ist, leiten Windgeräusche den Song ein. Dazu schlägt eine Akustikgitarre ruhig die Akkorde an. Schnell wird klar: der Winter naht. Das Laub fällt von den Bäumen, die jetzt nur noch als karge Striche in der Landschaft zurückbleiben. Dicke weiße Flocken fallen ohne Unterlass vor dem geistigen Auge und heftige Windböen formen sich ihren Weg durch die Berge.</p>
<p>Brich <a href="https://paysagedhiver.bandcamp.com/track/schnee-iv">HIER</a> das Eis!</p>
<p>Etwas blumig beschrieben, aber durchaus zutreffend. Seit dem 2013 veröffentlichten Demo &#8222;Das Tor&#8220;, hat sich <strong>Wintherr</strong> ein weiteres Mal auf diesem Weg berufen und für seine Verhältnisse (vergleicht man die alten Werke) ein gut produziertes Stück aufgenommen. Wie eine Jagd, treibt <em>&#8222;Schnee IV&#8220;</em> den Hörer über die Alpen und begeistert durch geradezu simple Riffs.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_21213" aria-describedby="caption-attachment-21213" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-21213 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/a0913452237_10-300x300.jpg" width="300" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/a0913452237_10-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/a0913452237_10-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/a0913452237_10-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/a0913452237_10-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/a0913452237_10.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-21213" class="wp-caption-text">Für PAYSAGE D&#8217;HIVER eine Ewige Quelle: Schnee</figcaption></figure>
<h4>Monumental</h4>
<p>Ein Markenzeichen, das nicht jeder so gekonnt umsetzen kann. Dazu wird ein simpler Blastbeat beigesteuert und über 5 Minuten lang gehalten. So entsteht ein hypnotischer Sog, der mit den repetitiven Riffs einher geht. Die nächste Etappe hätte auch auf &#8222;Das Tor&#8220; ihren Platz gefunden. Schleppend, geradezu verzweifelt und doch so erhaben, schlägt sich der Part eine Schneise durch den Wintersturm. Stetig baut sich dieser Abschnitt mit Doublebass auf und befreit sich mit einem Blastbeat erneut.</p>
<p>Hört euch diese magischen Töne an (12:13 min.) und ihr begreift, was ich euch die ganze Zeit über verdeutlichen will. <strong>PAYSAGE D&#8217;Hiver</strong> ist eine Art Lebensgefühl, das es zu entdecken gilt. Eine so unglaublich tiefe Verbindung aus Musik und Seele, dass es am Ende nur so schmerzt, wenn das Anfangsthema von <em>&#8222;Schnee IV&#8220;</em> endet und sich mit den einsamen Akkorden der Akustikgitarre die innere Leere ausbreitet. Verdammt, jetzt wird es kitschig und ich werde sentimental.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Sons Of Motörhead Teil 1: TANK</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Aug 2017 08:19:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Alle heutigen Bands zehren von ihren Idolen und Vorvätern in der Musikgeschichte. Kein Wunder, dass sie auch haargenau solche Musik machen (wollen). MOTÖRHEAD sind so eine Truppe. Authentisch, ehrlich und immer unterwegs, so wie ihnen der Schnabel gewachsen war. Das Erbe von ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Alle heutigen Bands zehren von ihren Idolen und Vorvätern in der Musikgeschichte. Kein Wunder, dass sie auch haargenau solche Musik machen (wollen). <strong>MOTÖRHEAD</strong> sind so eine Truppe. Authentisch, ehrlich und immer unterwegs, so wie ihnen der Schnabel gewachsen war. Das Erbe von <strong>MOTÖRHEAD</strong> wird seitdem ohne Unterlass in die weite Welt hinaus getragen. Völlig egal, ob der Takt, die Riffs, oder sogar die Vocals sich dabei kaum unterscheiden. In der Reihe &#8222;Motörheads Erben&#8220; widme ich mich eben diesen Jüngern und hoffe, euch neue und spannende Gruppen vorzustellen. Heute sind die Urgesteine <strong>TANK </strong>dran.<strong><br />
</strong></p>
<h4>TANK</h4>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20774" aria-describedby="caption-attachment-20774" style="width: 210px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-20774 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/1038_photo.gif" width="220" height="282"><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20774" class="wp-caption-text">Originalbesetzung</figcaption></figure>
<p>Schaut man auf die Metal-Archive, so werden direkt hinter <strong>VENOM</strong> an zweiter Stelle <strong>TANK</strong> als Band gelistet, die Parallelen zu <strong>Lemmy</strong> und Co aufweist. Die Urgesteine, welche ebenfalls aus London stammten (und maßgeblich die NWOBHM mit gestalteten), gründeten sich 1980 in Form eines Trios, dass aus Sänger und Bassist <strong>Algy Ward</strong>, sowie den Gebrüdern <strong>Brabbs</strong> (<strong>Mark</strong> und <strong>Peter</strong>). Während die <strong>Brabbs</strong>-Brüder in mehr oder weniger bekannten Bands ihre ersten Sporen verdienten, machte sich <strong>Algy Ward</strong> bereits einen Namen, in dem er bei den Punkbands <strong>THE SAINTS </strong>und <strong>THE DAMNED</strong> spielte. <strong>TANK</strong> selber begannen durch ständiges touren (u.a. <strong>MOTÖRHEAD</strong>, <strong>DIAMOND HEAD</strong> oder <strong>GIRLSCHOOL</strong>) eine solide Basis zu entwickeln.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20772" aria-describedby="caption-attachment-20772" style="width: 277px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-20772 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/1038_logo.gif" width="287" height="312"><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20772" class="wp-caption-text">Außer der Farbe bis heute unverändert: das Logo von TANK</figcaption></figure>
<p>Und so ergab es sich, dass <strong>Eddie Clarke</strong> (ex-<strong>MOTÖRHEAD</strong>) die erste Single von <strong>TANK</strong> produzieren sollte. Diese 7&#8243; EP hörte auf den Namen &#8222;Don&#8217;t Walk Away&#8220; und wurde über <strong>Kamaflage Records</strong> vertrieben. Überraschenderweise könnt ihr euch davon ein Exemplar bei Discogs für schlappe 3 bis starke 65 Euro ergaunern (Original!). Hier befindet sich auch schon der Song <em>&#8222;Shellshock&#8220;</em> darauf, welcher auch 1 Jahr später auf dem Debüt &#8222;Filth Hounds Of Hades&#8220; zu finden ist. Nach den Aufnahmen zu &#8222;Don&#8217;t Walk Away&#8220; gingen <strong>TANK</strong> erneut auf Tour mit <strong>MOTÖRHEAD</strong>. Selbst <strong>Lemmy</strong> verpasste kaum einen Auftritt der Kombo, was als großes Kompliment galt. <strong>TANK</strong> nahmen 1982 drei weitere Singles auf, wovon allerdings nur ein Paar Tracks auf dem ersten Album landeten (die komplette Single <em>&#8222;(He Fell In Love With A) Stormtrooper&#8220;</em> und <em>&#8222;Turn Your Head Around&#8220;</em> von der gleichnamigen Single).</p>
<h4>Fulminantes Debüt</h4>
<p>Schließlich produzierte <strong>Eddie Clarke</strong> den ersten Longplayer &#8222;Filth Hounds Of Hades&#8220;, der 1982 ein Ausrufezeichen in der Szene setzte. Einige Fans und Kritiker sind noch heute der Meinung, dass alle späteren Werke im Schatten dieses Albums stehen. Geschmack ist zum Glück verschieden. Dennoch strotzt dieses Album vor Energie und guter Laune (trotz Kriegsthematiken). Musikalisch könnte man die Platte als Mischung aus frühen <strong>IRON MAIDEN</strong> und <strong>MOTÖRHEAD</strong> (natürlich!) bezeichnen. Jeder Song besticht durch eigenen Charakter.</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=2l9kkTV5Tqc">HIER</a> das erste Album anhören!</p>
<p>Als ob es noch nicht genug wäre, brachten die Engländer, sichtlich von der <strong>MOTÖRHEAD</strong>-Tour beeinflusst, noch im gleichen Jahr ihren Zweitling &#8222;Power Of The Hunter&#8220; heraus. Und hier wird schon im Opener <em>&#8222;Walking Barefoot Over Glas&#8220;</em> alles deutlich. Die ersten Sekunden erinnern deutlich an ihre Landsmänner. Zieht euch die Riffs und den Gesang rein und ihr wisst was ich meine. Interessanterweise wurde die <strong>OSMOND</strong>-Nummer <em>&#8222;Crazy Horse&#8220;</em> von einer Single erneut verwurstet und fand auf diesem Album ihren Platz. Auch wenn einige Kritiker diese Platte verhaltener und harmloser bewerten, ist diese Platte keineswegs lieb und zahnlos geraten (<em>&#8222;T.A.N.K&#8220;</em> !!!).</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20776" aria-describedby="caption-attachment-20776" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-20776 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/2746-300x300.jpg" width="300" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/2746-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/2746-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/2746.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20776" class="wp-caption-text">Für viele das beste Album von TANK</figcaption></figure>
<h4>Es herrscht Krieg/Blut und Ehre</h4>
<p>Nach läppischen 10 Monaten und einem frisch unterzeichneten Plattenvertrag folgte einer weiteren Single der dritte Streich &#8222;This Means War&#8220;. Aus dem Trio wurde nun ein Geschoss aus 4 Männern, weil <strong>Mick Tucker</strong> (u.a. <strong>WHITE SPIRIT</strong>) als zweiter Gitarrist einstieg. Klingen die ersten Sekunden noch nach einem Soundtrack für 8 Bit Spiele, so wuchteten <strong>TANK</strong> kurzerhand im Anschluss einen ihrer besten Songs in den Heavy Metal-Äther. Das Vinyl lässt die Wände ordentlich erzittern, denn endlich war die authentische Fusion aus Rock &#8218;N&#8216; Roll und NWOBHM geschaffen.</p>
<p>Gerade die Vocals röhrten aggressiver und die zweite Gitarre sorgte für noch mehr Furore. Die Länge der Songs nahm sichtlich zu (4-8 Minuten), obgleich die Eingängigkeit erhalten bleiben konnte. Insgesamt muss man sagen, dass die Zusammenarbeit aus härteren Klängen und dezenten Keyboards super harmoniert. Definitiv ein weiteres Highlight in der Karriere von <strong>TANK</strong>. Und vor allem ein Album, welches sich gekonnt von den <strong>MOTÖRHEAD</strong>-Vorwürfen löst.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20779" aria-describedby="caption-attachment-20779" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-20779 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/2748-300x297.jpg" width="300" height="297" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/2748-300x297.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/2748-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/2748.jpg 369w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20779" class="wp-caption-text">Starkes Album!</figcaption></figure>
<p>Doch für den nächsten Longplayer mussten <strong>TANK</strong> Verluste melden, da die Brüder <strong>Brabbs</strong> ihre Sachen packten und durch Ex-<strong>WHITE SPIRIT</strong> Drummer <strong>Graeme Crallan</strong> und den Gitarristen <strong>Cliff Evans</strong> (ex-<strong>CHICKEN SNACK</strong>) ersetzt wurden. Trotzdem erfolgte ein Wechsel zum Label <strong>Roadrunner Records</strong> und die Band holte zum nächsten Schlag aus, welcher auf den Namen &#8222;Blood And Honour&#8220; hören sollte.</p>
<p>Während der Verbreitung von &#8222;Honour Of Blood&#8220; ging es mit einer gewissen Band namens <strong>METALLICA</strong> auf Tour, die, von <strong>TANK</strong> angetan, ihren Support mit Danksagungen (+Crew!) im Booklet von &#8222;Master Of Puppets&#8220; würdigten. Das neue Album hingegen überraschte mit dumpfem Klang und (für meine Begriffe) zu leise abgemischten Gitarren. Zumindest im ersten Song. Auch wenn alles beim Alten war, so benötigt das Album dennoch ein wenig mehr Zeit, um nicht unverdient unterzugehen.</p>
<h4>2 Jahre Pause und ein langer Winterschlaf</h4>
<p>1985 sollte es mit 2 Beiträgen (eine Split u.a. mit <strong>MOTÖRHEAD</strong>, <strong>GIRLSCHOOL</strong>, <strong>JAGUAR</strong>, sowie eine Compilation) getan sein. Sonst gab es nur einen Wechsel am Schlagzeug (<strong>Gary Taylor</strong>) zu verzeichnen. 2 ganze Jahre darauf erschien das vorerst letzte Album, da <strong>TANK</strong> sich 1988 aufgrund von musikalischen Differenzen und den Vorwürfen des Ausverkaufs das erste Mal auflösten. Ihr selbst betitelter Output sägte dennoch mit hohen Screams und einer ordentlichen Portion Dreck den Schmalz aus den Ohren. Leider kommt &#8222;Tank&#8220; nicht an alte Glanztaten heran, schlägt sich aber als gutes Album durch den Metal-Dschungel.</p>
<p>Die Jahre vergingen und es dauerte ganze 9 Jahre, bis sich <strong>Algy Ward</strong> mit <strong>Cliff Evans</strong>, <strong>Mick Tucker</strong> und dem neuen Drummer <strong>Steve Hopgood</strong> wieder vereinte, um auf dem <strong>WACKEN OPEN AIR</strong> zu spielen. Es folgte 1998 eine Deutschlandtournee mit <strong>HAMMERFALL</strong> und <strong>RAVEN</strong>.</p>
<p>2002 sollte erneut das letzte Album erscheinen, auch wenn die Band noch bis 2007 existierte, bevor sich <strong>Algy</strong> endgültig verabschiedete, um an seiner Autobiografie zu arbeiten. &#8222;Still At War&#8220; ist ein Stück Musik geworden, worüber man sich streiten kann. Einerseits klingt die Band vital (inklusive neuem Drummer &#8211; <strong>Bruce Bisland</strong>) und man hört alte Ideen aufblitzen. Aber irgendwie passte meiner Meinung nach die moderne Produktion nicht so recht in mein Weltbild, dass ich von <strong>TANK </strong>habe. Ein passables, aber doch etwas anderes Album.</p>
<h4>Ein Name, zwei Bands</h4>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20781" aria-describedby="caption-attachment-20781" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-20781 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/3540365425_photo-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/3540365425_photo-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/3540365425_photo.jpg 320w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20781" class="wp-caption-text">Gründete als Antwort auf seine ehemaligen Mitstreiter eine eigene Version von Tank: Algy Ward</figcaption></figure>
<p><strong>Cliff Evans</strong>, <strong>Mark Brabbs</strong> und <strong>Mick Tucker</strong> beschlossen unter dem Banner <strong>TANK</strong> wieder Musik zu machen. Die einzige Reaktion für Gründungsmitglied <strong>Algy Ward</strong> bestand darin, eine neue Band ebenfalls unter diesem Namen zu gründen. In dieser spielt er alles im Alleingang ein.<br />
Die neuen <strong>TANK</strong>(s) sind jedoch leider nicht mehr in der Lage an alte Glanztaten anzuknüpfen.</p>
<p>Was bleibt, ist eine Band, die über viele Jahre zu recht einen guten Ruf bei Szenekennern genießt. Und doch kennen immer noch nicht genug Leute <strong>TANK</strong>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/sons-of-motoerhead-teil-1-tank/">Sons Of Motörhead Teil 1: TANK</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Tchornobog &#8211; Innere Dämonen</title>
		<link>https://silence-magazin.de/tchornobog-innere-daemonen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jul 2017 06:24:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>TCHORNOBOG &#8211; Tchornobog Veröffentlichungsdatum: 28.07.2017 Dauer: 64:24 min. Label: I, Voidhanger Records Stil: Black/Death/Doom Metal Junge Menschen haben es manchmal nicht einfach. Der Wunsch, eine Band zu gründen und damit Anerkennung zu erreichen, ist ein löbliches Vorhaben. Doch die meisten nehmen viel ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>TCHORNOBOG</strong> &#8211; Tchornobog<br />
Veröffentlichungsdatum: 28.07.2017<br />
Dauer: 64:24 min.<br />
Label: I, Voidhanger Records<br />
Stil: Black/Death/Doom Metal</p>
<p>Junge Menschen haben es manchmal nicht einfach. Der Wunsch, eine Band zu gründen und damit Anerkennung zu erreichen, ist ein löbliches Vorhaben. Doch die meisten nehmen viel zu schnell ein Album auf, ohne genügend Zeit im Proberaum zu verbringen. Das Ergebnis ist dann im schlimmsten Fall ein Rohrkrepierer, der eher für herbe Kritik und Häme sorgt. Bei <strong>TCHORNOBOG</strong> ist das aber eben nicht der Fall. Der 21 jährige <strong>Markov Soroka</strong> hat es geschafft, mit seinem Debüt einen düsteren Einblick in seine Psyche und den Eindruck auf diese Welt zu kreieren.</p>
<h4>Tchornobog &#8211; Der Dämon in dir</h4>
<p>Lediglich 4 Musikstücke befinden sich auf dem selbst betitelten Album &#8222;Tchornobog&#8220;. Doch die Spielzeit weist eine monströse Länge von 64 Minuten auf. Für zwischendurch eignet sich diese Platte also eher nicht. Beeindruckend ist jedoch, dass mit der Unterstützung von<b> Magnús Skúlason (SVARTIDAU<span class="Description PromoDetailsItem"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">ð</span></span>I) </b>und <strong>Greg Chandler</strong> von <strong>ESOTERIC </strong>klangliche Welt aus Schmerz und einem hohen Level an Verlorenheit erschaffen wurde.</p>
<p>Schon der Opener <em>&#8222;The Vomiting Tchornobog&#8220;</em> heult wütend mit seiner 21-minütigen Vielfältigkeit an rasenden Momenten und doomigen Abschnitten auf. Dazwischen ist immer wieder Platz für die abartigen melodischen Parts, die jedoch sehr bedacht eingestreut werden. Das Gesamtpaket hat eine starke Note von <strong>SVARTIDAU<span class="Description PromoDetailsItem">ð</span>I </strong>und, man glaubt es kaum, <strong>THE RUINS OF BEVERAST</strong>. Allerdings handelt es sich hier kaum um eine Kopie, obgleich die Einflüsse gut hörbar sind.</p>
<p>Die seltsamen Geräusche und Soundcollagen inmitten des Songs sorgen dann endgültig für eine auditive Séance der Extraklasse. Und ich habe gerade einmal den ersten Song gehört. Wie wollen die restlichen Kapitel das noch toppen?</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20185" aria-describedby="caption-attachment-20185" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-20185 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/tchornobog-logo-300x130.jpg" width="300" height="130" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/tchornobog-logo-300x130.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/tchornobog-logo-1024x444.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/tchornobog-logo-750x325.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/tchornobog-logo.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20185" class="wp-caption-text">Auch das Logo passt wie auf den Leib geschnitten</figcaption></figure>
<h4>Verschmelzung von Realität und Fiktion</h4>
<p>Das Tor zur Welt des <strong>TCHORNOBOG</strong> &#8211; einer eigenen Definition des Musikers für seine inneren Dämonen und dem Kampf mit ihnen in seiner Umwelt &#8211; steht weit offen. <em>&#8222;Hallucinatory Black Breath of Possession (Mountain-Eye Amalgamation)&#8220;</em> stürmt sogleich mit treibendem Rhythmus in die Hallen der Seele. Beängstigend nah an den Urvätern des chaotischen Black Metals (<strong>DEATHSPELL OMEGA</strong>) wüten die Gitarren zu zornigem Gebrüll. Ein Sog aus Manie und geifernder Aufwallung entfaltet sich. Im Auge des Sturms: ein hemmungsloser Anfall aus geradezu eingängigen Takten und die totale Entladung aus Gefühlen.</p>
<p>Und jetzt stellt euch noch einmal vor, dass es sich hier um einen Menschen handelt, der zarte 21 Lenze zählt. Der Beweis, dass auch in so einem Alter ein erwachsenes Werk entstehen kann. Hier gibt es keine modernen Zutaten wie den unerträglichen Trigger. Oder eine digitale Produktion.</p>
<p>Als Pluspunkt werte ich in diesem Song den Gesang, der nach <strong>IMHA TARIKAT</strong> klingt.</p>
<h4>Nichtexistente Wärme</h4>
<p>Der Beginn in <em>&#8222;Non Existence&#8217;s Warmth&#8220; </em>mit seinen unheilvollen Melodien und den rituellen Toms in Kombination mit den gehauchten Vocals könnte nicht besser sein. Statt einer neuen Eruption baut sich allerdings das Lied mit ruhigen Klängen und verhaltenem Drumming auf. Ein leicht ungerader Takt, der mit einem wunderschönem <strong>Saxofon-Solo</strong> veredelt wird. Und der anschließende Aufbau könnte nicht verbitterter klingen. Hier hört man die tiefe Verbundenheit, mit der Markov Soroka agiert. Dieser Song ist wahrhaftig der Höhepunkt von <strong>TCHORNOBOG</strong>.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-20187 alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/tchornobog-band-200x300.jpg" alt="" width="243" height="365" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/tchornobog-band-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/tchornobog-band.jpg 480w" sizes="auto, (max-width: 243px) 100vw, 243px" /></p>
<p>Taucht <a href="https://www.youtube.com/watch?v=0GLvp2FcwWQ">HIER</a> ab!</p>
<p>Nach diesen 8 Minuten zeigt sich dann wieder die hässliche Fratze der Band. Im Kriechgang suhlt sich das Stück vor Trauer umher und behält dabei die melancholische Note. Der Songtitel wird dem Ergebnis gerecht.</p>
<p><em>&#8222;Here, At The Disposition Of Time&#8220;</em> zieht einen dann selber endgültig auf den Grund der bitteren Realität. Hier ist ein weiteres Mal die Ode an <strong>THE RUINS OF BEVERAST</strong> spürbar. Es bedarf keiner weiteren Worte. Hört euch diesen Giganten ausnahmsweise ohne meinen Input an.</p>
<p>Das ganze Album ist eine Erfahrung für sich. Sie wird vor allem auch durch das fantastische Cover von <strong>Adam Burke </strong>perfekt unterstützt.</p>
<p><a href="https://markovsoroka.bandcamp.com/">https://markovsoroka.bandcamp.com/</a></p>
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		<title>Derais &#8211; Krankhafte Wahnvorstellungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Jul 2017 06:20:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>DERAIS &#8211; Of Angel&#8217;s Seed And Devil&#8217;s Harvest Veröffentlichungsdatum: 04.05.2017 Dauer: 44:47 min. Label: Ván Records Stil: Funeral Doom Metal DERAIS sind ein anonymes Kollektiv aus Deutschland, dass sich die perverseste Art des Doom Metals auf die Fahne geschrieben hat. Normalerweise veröffentlichen ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>DERAIS </strong>&#8211; Of Angel&#8217;s Seed And Devil&#8217;s Harvest<br />
Veröffentlichungsdatum: 04.05.2017<br />
Dauer: 44:47 min.<br />
Label: Ván Records<br />
Stil: Funeral Doom Metal</p>
<p><strong>DERAIS</strong> sind ein anonymes Kollektiv aus Deutschland, dass sich die perverseste Art des Doom Metals auf die Fahne geschrieben hat. Normalerweise veröffentlichen Bands dieser Sparte ihre Musik frühstens im Herbst, doch <strong>DERAIS</strong> ist das egal. Wirklich düstere Musik zündet auch bei Sonnenschein und lässt alles grau erscheinen.</p>
<p>Das Grauen wird <a href="https://derais.bandcamp.com/">HIER</a> hörbar</p>
<h4>DERAIS-Im Auftrag des Unwohlseins</h4>
<p>Dass Funeral Doom auch ohne lange Titel auskommt, beweist der Opener <em>&#8222;Angel&#8217;s Seed&#8220;</em> wunderbar. Der bärenstarke Sound fräst sich in seiner allumfassenden Macht in die Gehirnwindungen und der Taktgeber hinter den Kesseln knechtet auf herrliche Weise sein Instrument. Nicht mal 3 Minuten dauert es und es macht sich Beklemmung breit. Hier reichen auch spartanische Riffs, es braucht keine Melancholie. <em>&#8222;Devil&#8217;s Harvest&#8220;</em> folgt als zweiter Titeltrack im Anschluss. Die Spannung steigert sich im zweiten Track umso mehr, in dem sie durch düstere Melodien besticht. Schließlich ergießt sich das Konstrukt ab der Hälfte in eine <strong>unfassbare Schwärze</strong>, in der alle Gedanken unkontrolliert vorbei ziehen. Und bis jetzt höre ich noch keinen Gesang, aber den vermisse ich auch nicht, wenn eine Band eh schon instrumental überzeugt. Nun verschwimmt das Lied in einer Wand aus Noise.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_19220" aria-describedby="caption-attachment-19220" style="width: 409px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-19220 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DeRais_Band-300x237.jpg" width="419" height="331" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DeRais_Band-300x237.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DeRais_Band-1024x810.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DeRais_Band-750x593.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/DeRais_Band.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 419px) 100vw, 419px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-19220" class="wp-caption-text">&#8222;Tötet sie. Der Herr wird die Seinen schon erkennen&#8220;</figcaption></figure>
<h4>Anneliese</h4>
<p><em>&#8222;Hellbless&#8220;</em> beschwört seit der ersten Sekunde unbehagliche Bilder in meinem Kopf herauf. Wunderschöne Erinnerungen, die auf Leinwänden gemalt wurden, blättern Stück für Stück ab. Verwittern in purer Verzweiflung. Wahnsinn. Ich habe selten solche Emotionen verspürt. Und genau an diesem Punkt tritt der &#8222;Gesang&#8220; auf. <strong>DERAIS</strong> haben nichts Besseres zu tun gehabt, als Aufnahmen von <strong>Anneliese Michel</strong>, Deutschlands bekanntestem Fall von Exorzismus, zu verwenden. Eine fiese Kombination, wenn man sich mit dieser Person auseinandergesetzt hat und den ganzen Exorzismus auf Tonband nachts um 3 Uhr sich anhört. Die achte Minute läutet dann mit der Leadgitarre ein neues Kapitel der Trostlosigkeit ein.</p>
<p>Da muss ich mein Lob aussprechen, abgesehen von <strong>HÄXENZIJRKELL</strong> fällt mir kein anderes Beispiel für diese gelungene Verwendung von Samples ein. Man spürt den gesamten Song über diese abartige Aura des Exorzismus, demzufolge gestalten sich die letzten 5 Minuten mit ihren verstörenden Chorgesängen zu einem waghalsigen Hörerlebnis. <em>&#8222;White Night&#8220;</em> bahnt sich seinen Weg tief in den Verstand hinein, deshalb verstärkt sich auch das Gefühl der Schwere stetig. Entsprechend karg wirken auch hier die Gitarren, zu denen der Bass unwahrscheinlich wuchtig brummt. Fordernd und doch wunderschön zugleich schleppt sich das Konstrukt stolze 20 Minuten zu seinem Grabe. Für meine Begriffe das Highlight auf dem Debüt von <strong>DERAIS</strong>.</p>
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		<title>THE RUINS OF BEVERAST &#8211; Vertonter Schamanismus</title>
		<link>https://silence-magazin.de/the-ruins-of-beverast-vertonter-schamanismus/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 May 2017 07:10:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>THE RUINS OF BEVERAST &#8211; Exuvia Veröffentlichungsdatum: 05.05.2017 Dauer: 01:07:38 Min. Label: Ván Records Genre: Black/Death/Doom Wenn man sich das Cover von &#8222;Exuvia&#8220; so ansieht, dann schwant einem Übles. Herr Meilenwald hat sich doch nicht etwa an das Thema Schamanismus gewagt? Peinlicher ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>THE RUINS OF BEVERAST </strong>&#8211; Exuvia<br />
Veröffentlichungsdatum: 05.05.2017<br />
Dauer: 01:07:38 Min.<br />
Label: Ván Records<br />
Genre: Black/Death/Doom<span id="more-16855"></span></p>
<p>Wenn man sich das Cover von &#8222;Exuvia&#8220; so ansieht, dann schwant einem Übles. Herr <strong>Meilenwald</strong> hat sich doch nicht etwa an das Thema Schamanismus gewagt? Peinlicher geht es nicht! Hat er zu viel Konservenmusik aus der Fußgängerzone konsumiert, oder ist er jetzt auf einem dieser spirituellen Trimm-dich-Pfade, die gefühlt jeder dritte Mensch in den Wechseljahren beschreitet, angekommen?</p>
<p>Ich kann euch beruhigen, der ehemalige Schlagzeuger von <strong>NAGELFAR</strong> war weder zu lange im Dschungelurlaub, noch hat er die Midlife-Crisis. Stattdessen befasst er sich mit einem sehr ernsten Prozess, ja geradezu Ritual, welches seine Band durchläuft.</p>
<p>&#8222;Exuvia&#8220;, was so viel wie &#8222;Häutung&#8220; in der Insektenwelt bedeutet, beschreibt ein weiteres Mal den stetigen Fortschritt von <strong>THE RUINS OF BEVERAST</strong>. Stillstand ist sozusagen der Tod. Der fünfte Output in gut 14 Jahren Bandhistorie ähnelt frappierend seinem Vorgänger &#8222;Blood Vaults&#8220; in Hinsicht auf die Schwere der Saiteninstrumente.</p>
<p><em>Bereit für den Trip? Dann trete</em> <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Jz57VzkPC4k">HIER</a> <em>deine Reise an.</em></p>
<h4>Wiege dich in Trance</h4>
<p>Von einem abrupt endendem Sample eines Schamanen, der eine Formel vor sich hinzumurmeln scheint, erhebt sich mit ruhigen Gitarren die magische Präsenz vom Titelsong <em>&#8222;Exuvia&#8220;</em> mit federleichtem Frauengesang. Kurz darauf ertönt es, das wohlige Growling von <strong>Alexander von Meilenwald</strong>, welches so unnachahmlich in Black-Metal-Gefilde jederzeit abdriftet. Auffällig ist wieder einmal, wie einzigartig dieser Musiker Songs komponiert und das &#8222;Exuvia&#8220; tatsächlich als erstes Album in einem richtigen Studio aufgenommen wurde. Alles andere nahm <strong>Meilenwald</strong> nämlich im Proberaum auf.</p>
<p>Nicht viele Leute können alle Instrumente einspielen, schon gar nicht so simpel und doch erhaben. Das Gefühl, in einen faszinierenden Ozean aus Atmosphäre einzutauchen, wird auf dieser Scheibe mehr als deutlich.</p>
<p>Spätestens ab der achten Minute befindet sich der Hörer vollkommen in dieser geheimnisvollen Klangwelt von <strong>THE RUINS OF BEVERAST</strong>. Das Lauschgift wirkt stark. Immer wieder verführen einen die repetitiven Töne. Der majestätische Gesang und ein astreines Gitarrensolo verstärken diese Prozedur um ein Vielfaches, bis sich das Konstrukt zu einem wahnhaften Gesamtwerk hochschaukelt.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_16873" aria-describedby="caption-attachment-16873" style="width: 318px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-16873" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/alexandervonmeilenwald-200x300.jpg" width="328" height="492" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/alexandervonmeilenwald-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/alexandervonmeilenwald.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 328px) 100vw, 328px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-16873" class="wp-caption-text">Alleinkämpfer der Extraklasse: <strong>Alexander von Meilenwald</strong></figcaption></figure>
<h4>THE RUINS OF BEVERAST &#8211; immer tiefer in eine Welt aus Magie</h4>
<p>So lässt sich auch der Rest des Albums beschreiben. Auch wenn sich die Stücke voneinander im Detail unterscheiden, so klingen sie wie ein großes Werk. <em>&#8222;Surtur Barbaar Maritime&#8220;</em> besticht durch knüppelnde Passagen, die ordentlich ballern, und hat doch einen interessanten Touch von einem Marsch aufzuweisen. Auch hier wartet der Track mit einem in sich fließendem Finale auf, das gekonnt alle Elemente vom Anfang vereint. <em>&#8222;Maere (On A Stillbirth&#8217;s Tomb)&#8220;</em> versprüht mit seinem absolut stimmigen Gitarrenbild und dem genialen Takt am Schlagzeug ein düsteres Dschungelflair. Es ist fast beängstigend, wie viel authentische Ausstrahlung Musik besitzen kann.</p>
<blockquote><p>In Gedanken bewege ich mich hier immer tiefer in labyrinthartige Tropengebiete, die Orientierung ist schon längst verloren gegangen. Aber das ist egal, ich muss immer tiefer in dieses Milieu eindringen, bis ich mein (mir noch unbekanntes) Ziel erreicht habe.</p></blockquote>
<p>Kommen wir nun zu meinem Liebling auf der Platte. <em>&#8222;The Pythia&#8217;s Pale Wolves&#8220;</em> wartet mit einem animalischen Rhythmus auf, dabei kommen verfremdete Laute wie aus einem anderen Universum zum Vorschein, die sphärischen cleanen Momente sind auch hier präsent. Tatsächlich scheinen auch alte Referenzen an die ersten Alben durch, welche ich natürlich mehr als willkommen heiße. Zur Mitte hin kommt die gewohnte Reizüberflutung und am Ende der Blastbeat, sowie schräge Tastenklänge.</p>
<h4>Das letzte Drittel</h4>
<p><em>&#8222;Towards Malakia&#8220;</em> verbreitet von der ersten Sekunde an ein mulmiges Gefühl. Dies hält verdammt lange an. Erst nach knapp 7 Minuten befreien einen die Trommeln und der Blastbeat. Übrigens bedeutet das Wort &#8222;Malakia&#8220; so viel wie &#8222;Krankheit&#8220; oder &#8222;Unnatürliche Lust&#8220;. Die andere Bedeutung, nämlich &#8222;Masturbation&#8220;, steht natürlich auch im Raum, aber ich überlasse es lieber dem Hörer, an welche Bedeutung er glaubt. Den Abschluss macht<em> &#8222;Takitum Tootem&#8220;</em>, eine Beschwörung in Noten, welche durch konstantes Drumming und kehliges Gekeife seinen Charme entwickelt.</p>
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		<title>FUNERALIUM &#8211; ab in die Psychatrie!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Apr 2017 07:20:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>FUNERALIUM &#8211; Of Throes And Blight Veröffentlichungsdatum: 12.04.2017 Dauer: 93:38 Min. Label: Weird Truth Stil: Funeral Doom Metal Manchmal haben gewisse Alben eine reinigende Wirkung auf den Hörer. Sie begleiten dich wie ein Therapeut in schweren Zeiten, bauen dich auf, lassen dich ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/funeralium-ab-in-die-psychatrie/">FUNERALIUM &#8211; ab in die Psychatrie!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>FUNERALIUM </strong>&#8211; Of Throes And Blight<br />
Veröffentlichungsdatum: 12.04.2017<br />
Dauer: 93:38 Min.<br />
Label: Weird Truth<br />
Stil: Funeral Doom Metal<span id="more-16291"></span></p>
<p>Manchmal haben gewisse Alben eine reinigende Wirkung auf den Hörer. Sie begleiten dich wie ein Therapeut in schweren Zeiten, bauen dich auf, lassen dich nicht hängen und beschreiben deine Not in Ausdrücken, wofür es keine Worte zu geben scheint. Und dann gibt es noch Alben, die helfen dir auf die harte Tour.</p>
<p>&#8222;Of Throes And Blight&#8220; ist so ein Exemplar geworden, denn nach 4 Jahren Funkstille melden sich die Franzosen <strong>FUNERALIUM</strong> mit einem Vernichtungsschlag zurück, der jeden &#8222;Zwischendurchhörer&#8220; komplett überfordert. <strong>Satte 94 Minuten (!)</strong> peinigen die Franzosen in nur 4 Liedern die Seele, reißen Abgründe auf, zeigen dir die dunkelsten Orte deiner Gedanken.</p>
<p>Nein, dieser Output hat nichts Beschönigendes, oder gar eine Note von anmutiger Wehmut. Das hier ist ein vertonter Rückfall mit Aussicht auf Schlimmes. Das ist &#8222;Ultra Sick Doom&#8220; wie ihn die Band selber nennt.</p>
<h4>Im Kriechgang zu Boden</h4>
<p>Und so beginnt dieser schmerzhafte Trip mit <em>&#8222;Slowly We Crawl Towards Crumbs&#8220;</em>, einem Monster von knapp 28 Minuten Spielzeit. Davon kreucht und fleucht man im Zeitlupentempo voran um 11 Minuten später den Hörer das erste Mal mit Midtempo zu erlösen. Doch 2 Minuten später die erste Vollbremsung.</p>
<p>Es zieht einen richtig runter, wenn die Band dir zeigt, dass es nicht besser, sondern schlechter wird. Zum Orchester des Untergangs gesellt sich natürlich noch ein Sänger, der sich die Seele aus dem Leib schreit. Räudiges Gekeife, tiefes Growling oder auch schmerzerfüllte Rufe. Der Kerl kann das alles. Im letzten Drittel bestimmt karges Musizieren mit schrägen Aussetzern das Tagesgeschäft. Beklemmend, andererseits gleichzeitig dicht wie die Taiga.</p>
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<p>Das schlaucht ganz schön, aber der zweite Song ist ja auch nur 4 Minuten kürzer, 23:30 Minuten um genau zu sein!</p>
<p>Und der hat es in sich. <em>&#8222;Spit At My Face, I Will Pluck Your Tongue Out&#8220;</em> verströmt jede Menge an morbidem Flair. So hört sich richtige Verstörtheit an, es quillt an jeder Ecke die Depression hervor. Anfänglich dominieren boshafte Walzattacken, die sich wirkungsvoll von eingestreuten melodischen Entladungen gekonnt ergänzen lassen. Entsprechend lange dauert dann auch ein neuer Tempoanstieg, obgleich dieser nur eine Minute anhält und der Schreihals die perfekte Pein herausbrüllt:</p>
<blockquote><p>&#8222;Enough is enough!&#8220;</p></blockquote>
<p>Anschließend wird noch 10 weitere Minuten gelitten, sogar mit Uptempo!</p>
<h4>FUNERALIUM &#8211; eine Zitadelle der Qual</h4>
<p>Auf jeden Fall sorgt &#8222;Of Throes And Blight&#8220; seit Langem dafür, dass ich eine Pause einlegen muss. Darum ist es auch eine Wohltat sich für die zweite Runde erst mal &#8222;schlappe&#8220; 9 Minuten zu konzentrieren, obgleich in diesen vernichtenden Augenblicken erneut vor dem geistigen Auge der Leichenwagen vorfährt.</p>
<p>Im folgenden Finale packen <strong>FUNERALIUM</strong> ein letztes Mal ihre ganze Negativität aus, indem sie sich über eine halbe Stunde lang auskotzen. Immer wieder unterbrechen triste Melodien das Übel mit dezenten Beckenschlägen. Es entfaltet sich der gewaltige Mahlstrom, aus dem kein Entrinnen möglich scheint. Vielmehr saugt dieses Ungetüm von einem Song jegliche gute Laune wie ein schwarzes Loch auf. Schnell breitet sich ein ungutes Gefühl in meinem Bauch aus, die flott gespielten Doublebass-Einschübe verstärken das Ganze. Alles verschwimmt zu kargem Brei, der Deckel klappt sich von alleine auf den Sarg.</p>
<p>Danach fühlt man sich ausgelaugt und leer. Aber auch irgendwie befreit.</p>
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