<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Pallbearer Archive - Silence Musik Magazin</title>
	<atom:link href="https://silence-magazin.de/tag/pallbearer/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://silence-magazin.de/tag/pallbearer/</link>
	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
	<lastBuildDate>Sat, 27 Feb 2021 15:03:53 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	

<image>
	<url>https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/05/cropped-apple-touch-icon-114x114-32x32.png</url>
	<title>Pallbearer Archive - Silence Musik Magazin</title>
	<link>https://silence-magazin.de/tag/pallbearer/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>PALLBEARER &#8211; 10 Jahre Aufarbeitung</title>
		<link>https://silence-magazin.de/pallbearer-forgotten-days/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=pallbearer-forgotten-days</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/pallbearer-forgotten-days/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simon G]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Nov 2020 07:17:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Doom]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[forgotten days]]></category>
		<category><![CDATA[FORGOTTEN TOMB]]></category>
		<category><![CDATA[foundations of burden]]></category>
		<category><![CDATA[Heartless]]></category>
		<category><![CDATA[Nuclear Blast]]></category>
		<category><![CDATA[Pallbearer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=36609</guid>

					<description><![CDATA[<p>Was ist euer Soundtrack zum tristen Lockdown-November? Simon hat seinen gefunden: Das neue PALLBEARER-Album "Forgotten Days" steht dem Spätherbst jedenfalls in Sachen Trostlosigkeit in nichts nach. Trotzdem hörenswert? Findet es raus:</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/pallbearer-forgotten-days/">PALLBEARER &#8211; 10 Jahre Aufarbeitung</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2 style="text-align: center;"><span class="berschrift2Zchn">PALLBEARER – &#8222;Forgotten Days&#8220;</span></h2>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong> 23.10.2020<br />
<strong>Dauer:</strong> 52:55 min<br />
<strong>Label:</strong> Nuclear Blast<br />
<strong>Genre:</strong> Doom Metal/Heavy Rock</p>
<p></div></div></div>
<h2><strong>Passend zu Herbst und Pandemie</strong></h2>
<p>Machen wir uns nichts vor: Wessen Bandname &#8222;Sargträger&#8220; ist, der wird kaum fröhlich-frischen Sunshine-Metal spielen. Aber… Aaalter. Mich in dieser <strong>trostlos-tristen Zeit </strong>mit &#8222;Forgotten Days&#8220;, dem kürzlich erschienenen Full-Length-Album von <strong>PALLBEARER,</strong>&nbsp;zu beschäftigen<strong>,</strong> war schon wirklich nicht ganz einfach. So vergeblich ich an einem stürmisch-grauen, verregneten Herbsttag nach einem Sonnenstrahl suche, während ich aus dem Fenster meiner Wohnung den Blättern der Bäume zuschaue, wie sie vom Wind fortgerissen und davon geweht werden, so vergeblich sehn(t)e ich mich nach <strong>Zuversicht in den Texten</strong> der Songs auf &#8222;Forgotten Days&#8220;. Spoiler: <strong>Es gibt sie nicht</strong>. &#8222;Forgotten Days&#8220; ist lyrisch genauso <strong>traurig und niederreißend</strong> wie es sein <strong>Riffing </strong>akustisch ist.</p>
<h3><strong>Ein persönliches Stück Geschichte</strong></h3>
<p>Doch das soll und muss so sein, denn: Auf &#8222;Forgotten Days&#8220; beschäftigt sich insbesondere Basser <strong>Joseph D. Rowland</strong> mit dem 10 Jahre zurückliegenden Tod seiner Mutter und dem Prozess des Weiterlebens nach solch einem Schicksalsschlag. Deshalb finden sich auf diesem Album auch viele <strong>Gemeinsamkeiten mit dem Debüt &#8222;Sorrow and Extinction&#8220;</strong>, das zu der Zeit, als seine Mutter bereits unheilbar krank war und schließlich starb, entstand. &#8222;Forgotten Days&#8220; stellt zu weiten Teilen einen langen Dialog Rowlands mit seiner Mutter dar.</p>
<h3><strong>…das (nicht) jeder versteht?</strong></h3>
<p>Das mag vielleicht erst einmal <strong>erdrückend</strong> und vielleicht sogar abstoßend wirken, weil es so tiefgehend &#8222;negativ&#8220; ist. Doch letztendlich komme ich nach dem mehrmaligen Durchhören von &#8222;Forgotten Days&#8220; immer mehr zu dem Schluss, dass ich ein <strong>ausgesprochen großartiges Album</strong> vor mir habe. Denn es singt mir vor, was ich – was wir alle – nur zu gut kennen: Etwas Schlimmes passiert, und statt uns Zeit für uns selbst zu nehmen, machen wir weiter. Wir lenken uns ab. Bis irgendwann der Moment kommt, wo es über uns hereinbricht und wir uns fragen: Was habe ich getan? Was ist aus mir geworden? Wie konnte ich seitdem weiter machen – Du fehlst! Und dann kommt <strong>der heilende Prozess</strong>, in dem wir uns damit auseinandersetzen, was war und was ist. Dieser schmerzhafte, schwierige Prozess muss kommen und führt am Ende dazu, dass wir neue Kraft schöpfen können.</p>
<p>So habe ich beim Hören der Songs zunehmend <strong>Tränen in den Augen</strong>, seit ich die <strong>Lyrics</strong> gelesen und – vor dem Hintergrund – verstanden habe, weil ich Parallelen ziehe. Auch ich habe tote Familienangehörige oder Freunde, die viel zu früh gegangen sind und mit denen ich in einsamen Momenten Dialoge führe. Ich gehe davon aus, dass jemandem, dem derartige Erfahrungen noch fehlen, der Zugang zum Album schwerer fallen könnte – das ist natürlich beneidenswert! Doch wenn ihr nachvollziehen könnt, worum es geht, rate ich euch: Setzt euch mal hin, mit einer schönen warmen Tasse Tee und vielleicht genau diesem Album.</p>
<h3><strong>Trauer und Familie als roter Faden</strong></h3>
<p>Auch das <strong>Artwork</strong> des Albums, das vom sehr talentierten Künstler <strong>Michael Lierly</strong>, dem <strong>Bruder von Schlagzeuger Mark Lierly</strong> stammt, wurde mit den thematischen Eckpunkten &#8222;<strong>Familie, Verlust</strong>&#8220; in Auftrag gegeben und trifft das Thema perfekt. Allerdings muss ich zugeben: Hätte ich all diese Informationen nicht, würde ich vermutlich zu dem Ergebnis kommen, ein „nur“ normal gutes <strong>PALLBEARER</strong>-Album vor mir zu haben &#8211; und zwar <strong>musikalisch nicht das stärkste</strong>.</p>
<h2><strong>Zurück zu den Wurzeln</strong></h2>
<p>Zu sehr nach vorn marschierend ist da im Vergleich &#8222;Foundations of Burden&#8220;, zu komplex genial und dennoch tiefgründig das absolut grandiose &#8222;Heartless&#8220; aus 2017. Zwar kann ich mich der vom <strong>Label Nuclear Blast</strong> getroffenen Aussage anschließen, dass auf &#8222;Forgotten Days&#8220; die <strong>bisher besten gesanglichen Leistungen</strong> von Sänger/Gitarrist <strong>Brett Campbell</strong> zu hören sind. Doch mich holen die oft recht <strong>(gewollt) stumpfen Riffs</strong> irgendwie ein bisschen weniger ab als &#8222;Heartless&#8220;. &#8222;Forgotten Days&#8220; klingt tatsächlich eher &#8222;klassisch&#8220;. Manchmal erinnert der Gesang sogar an <strong>fetten Heavy Metal</strong> – die Riffs passend dazu oftmals an klassisch-fetten Stoner Doom.</p>
<p>Andererseits finde ich auch auf &#8222;Forgotten Days&#8220; ganz klar viele Momente zum Niederknien vor der musikalischen Glanzleistung der <strong>Kombination wunderbar melodiöser Gitarrenmelodien</strong>, untermalt von <strong>mächtigen Riffs und marschierenden Drums</strong>. Und über all dem erstrahlt der <strong>klare, emotionale Gesang Campbells</strong> (und Rowlands).</p>
<h3><strong>Acht schmerzlich schöne Stücke</strong></h3>
<p>Die solide 8-teilige Tracklist beginnt mit dem gleichnamigen Song <em>&#8222;Forgotten Days&#8220;</em>&nbsp;mit einem klassischen <strong>zermalmenden Stück Old School Heavy Metal</strong> in Perfektion. Der nachfolgende Song <em>&#8222;Riverbed&#8220;</em> ist <strong>mein persönlicher</strong> <strong>Lieblingssong.</strong> Marschierend-melodiöse Riffs und schöne Gitarrenmelodien, zweimalig unterbrochen durch einen ruhigen &#8222;Balladen-Part&#8220;, in dem eine gefühlvoll gespielte Gitarre die bewegend emotional gesungene Strophe begleitet&#8230;</p>
<blockquote><p><em>&#8222;distant memories &#8211; form constellations of despair &#8211; guiding through the state of disrepair<br />
</em><em>illuminate&nbsp; &#8211; all the hurts that have accrued &#8211; unlock the cage, holding back the truth&#8220;</em></p></blockquote>
<p>&#8230;wie auch wenig später im Song:</p>
<blockquote><p><em>&#8222;distant silhouettes &#8211; nearly all of them obscured<br />
</em><em>Exposed to be the damages incurred.&#8220;</em></p></blockquote>
<p>Doch der absolute <strong>Gänsehautmoment</strong> für mich folgt ab 4:24, als nach einer längeren Doom-Passage die Lead-Gitarrenmelodie ummantelt wird von den restlichen Instrumenten und die auf den Titel des Songs Bezug nehmende Zeile auf ergreifendste Art und Weise darüber gelegt wird – <strong>zauberhaft traurig</strong>.</p>
<blockquote><p><em>&#8222;Laying down in the riverbed<br />
</em><em>counting the words that I&#8217;ve never said to you<br />
</em><em>their numbers swell so far above my head<br />
</em><em>wide-open eyes drink in torrential red<br />
</em><em>&#8211; as I drown&#8220;</em></p></blockquote>
<p><iframe title="Riverbed" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/5jZfWaNJSuc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Es folgt mit <em>„Stasis“</em> ein mit nur 4 Minuten für <strong>Doom</strong> sehr kurzer Song, von dem insbesondere die Textzeile „<em>do you need a reason to smile again?“</em> sowie das mehrfach wiederholte „<em>Stasis</em>“ hängenbleiben. Das darauffolgende 12 minütige Epos <em>„Silver Wings“</em> macht zeitlich jedoch alles wieder wett, was Stasis vorher rausgeholt hat. Ein unglaublich <strong>kraftvoller</strong>, aber aufgrund der Länge <strong>auch kräftezehrender</strong> Song, für den ich mir mehrfach bewusst Zeit nehmen muss. Auch hier kommt mit den nachfolgenden Textzeilen wieder jede Menge <strong>schwer verdauliche Resignation und Trauer</strong> auf den Hörer zu:</p>
<blockquote><p><em>&#8222;I cannot remember &#8211; from where I came<br />
</em><em>and I cannot remember -who I once was<br />
</em><em>the slow march of time &#8211; turns even the greatest of triumphs<br />
</em><em>into nothing &#8211; nothing more than sand<br />
</em><em>washed into the infinite sea&#8220;</em></p></blockquote>
<p>Auch beim Nachfolger<em> „The Quicksand of Existing“ </em>macht bereits der Name klar, dass auch dieser von der dahinsiechenden <strong>Vergänglichkeit des Seins</strong> handelt. Dieser Song jedoch unterbietet sogar <em>„Stasis“</em> mit seiner Länge von <strong>nicht ganz vier Minuten</strong>. Für alle, die sich einen schnellen Überblick über das Album verschaffen wollen, ist er neben <em>„Riverbed“</em> definitiv einer meiner <strong>Anspieltipps</strong>!</p>
<p><iframe title="PALLBEARER - The Quicksand Of Existing (OFFICIAL MUSIC VIDEO)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/Qv5-et64s70?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Dann folgt mit <em>„Vengeance and Ruination“</em>&nbsp;ein bitteres Stück der inneren Verurteilung, Verletzung und Selbstaufgabe, das mit <strong>fast sieben Minuten Spielzeit</strong> und einer schweren, düsteren Atmosphäre auch mich beim Zuhören ordentlich mitschleift. Mit dem sich anschließenden, fast fünfminütigen <em>„Rite of Passage“</em> schließt sich ein weiterer <strong>Anspieltipp</strong> meinerseits an, der vorantreibt und phasenweise irgendwie mächtig/episch klingt. Vielleicht beabsichtigt &#8211; angesichts der Tatsache, dass hier immerhin der &#8222;Übergangsritus&#8220; <strong>vom Schmerz zu Erkenntnis</strong> behandelt wird, der nach der schmerzlichen Selbstaufgabe folgt. Auch hier möchte ich wieder mit einer Textpassage den Song für sich selbst sprechen lassen:</p>
<blockquote><p><em>&#8222;this rite of</em><em> </em><em>passage<br />
</em><em>it took all of these years, but now I finally know<br />
</em><em>one question to ask of you:<br />
</em><em>did part of me die while watching you go?&#8220;</em></p></blockquote>
<p>Wer mitgezählt hat, wird feststellen: Jetzt kommt das <strong>letzte Stück des Albums</strong>. Und es trägt den rätselhaften Titel <em>„Caledonia“ </em>(Kaledonien). Google verrät: „<em>Die <strong>Kaledonier</strong> waren ein antikes Volk, das im östlichen Teil des heutigen Schottland siedelte</em>“ – Aha. Hmm. Also? Ein Bezug zu einer Gegend? So richtig werde ich auch nach Übersetzen des Textes nicht schlau daraus, <strong>WAS</strong> <em>&#8222;Caledonia&#8220;</em> ist. Auf jeden Fall müssen dort offenbar furchtbare Dinge passiert sein, die für den Protagonisten wohl auch immer dort bleiben werden. Meine Vermutung ist, dass vielleicht die Gegend, in der die Mutter verstarb, damit gemeint sein könnte.</p>
<blockquote><p><em>&#8222;from the depths of your being<br />
</em><em>one last moment awake<br />
</em><em>from the depths of my being<br />
</em><em> from Caledonia&#8220;</em></p></blockquote>
<h2><strong>Muss ich mir das wirklich antun?</strong></h2>
<p>Wer bis hierhin gelesen hat mag sich vielleicht fragen: &#8222;Hmm, okay. Tod, Trauer, Bewusstwerden ob der Vergänglichkeit des Seins, Trostlosigkeit – jetzt <strong>nicht wirklich was Neues</strong> im Metal. Nichts besonderes also! <strong>Oder doch?</strong> Nun, ich persönlich denke, dass sich diese Frage nur jeder selbst beantworten kann und dass sie sich überhaupt nur diejenigen werden beantworten können, die aufgrund bestimmter Ereignisse ein <strong>besonderes emotionales Verhältnis zu einem Album</strong> aufgebaut haben. Und diese Menschen werden vielleicht sagen: Nein, das ist anders. Denn es tut nichts leichtfertig ab oder vertröstet mit leeren Phrasen, ist auch nicht nur plakativ. Es <strong>fokussiert sich auf den Schmerz und seine Verarbeitung</strong>. Und jede(r) der/die dies schon einmal tun musste, weiß: DAS ist sehr wichtig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr>
<p>Dies ist ein Gastbeitrag von: <em><strong>Simon</strong></em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/pallbearer-forgotten-days/">PALLBEARER &#8211; 10 Jahre Aufarbeitung</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://silence-magazin.de/pallbearer-forgotten-days/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Summer Breeze 2018 &#8211; Der Bericht</title>
		<link>https://silence-magazin.de/summer-breeze-2018-der-bericht/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=summer-breeze-2018-der-bericht</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/summer-breeze-2018-der-bericht/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Sep 2018 09:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[2018]]></category>
		<category><![CDATA[Alcest]]></category>
		<category><![CDATA[alestorm]]></category>
		<category><![CDATA[Alien Weaponry]]></category>
		<category><![CDATA[Ancst]]></category>
		<category><![CDATA[Arch Enemy]]></category>
		<category><![CDATA[At The Gates]]></category>
		<category><![CDATA[AUÐN]]></category>
		<category><![CDATA[BEHEMOTH]]></category>
		<category><![CDATA[Bloodbath]]></category>
		<category><![CDATA[Bloodred Hourglass]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze]]></category>
		<category><![CDATA[Carpenter Brut]]></category>
		<category><![CDATA[DANKO JONES]]></category>
		<category><![CDATA[DIE APOKALYPTISCHEN REITER]]></category>
		<category><![CDATA[Dinkelsbühl]]></category>
		<category><![CDATA[Dying Fetus]]></category>
		<category><![CDATA[Goatwhore]]></category>
		<category><![CDATA[Gyze]]></category>
		<category><![CDATA[Harakiri for the Sky]]></category>
		<category><![CDATA[heilung]]></category>
		<category><![CDATA[kataklysm]]></category>
		<category><![CDATA[Korpiklaani]]></category>
		<category><![CDATA[Misery Index]]></category>
		<category><![CDATA[Monument]]></category>
		<category><![CDATA[Municipal Waste]]></category>
		<category><![CDATA[nervosa]]></category>
		<category><![CDATA[Night In Gales]]></category>
		<category><![CDATA[Orden Ogan]]></category>
		<category><![CDATA[Origin]]></category>
		<category><![CDATA[Orphaned Land]]></category>
		<category><![CDATA[Pallbearer]]></category>
		<category><![CDATA[Paradise Lost]]></category>
		<category><![CDATA[Powerwolf]]></category>
		<category><![CDATA[Pro-Pain]]></category>
		<category><![CDATA[Randale]]></category>
		<category><![CDATA[sick of it all]]></category>
		<category><![CDATA[Sign Of Cain]]></category>
		<category><![CDATA[Solstafir]]></category>
		<category><![CDATA[Suicidal Tendencies]]></category>
		<category><![CDATA[summer]]></category>
		<category><![CDATA[Summer Breeze]]></category>
		<category><![CDATA[The Black Dahlia Murder]]></category>
		<category><![CDATA[The Night Flight Orchestra]]></category>
		<category><![CDATA[The Spirit]]></category>
		<category><![CDATA[turisas]]></category>
		<category><![CDATA[Vreid]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=28913</guid>

					<description><![CDATA[<p>Was lange gährt, verbrennt die Wut!<br />
So oder so ähnlich dachte es sich unser Mich und hat den Artikel zum Breeze diesjahr in einem Eichenfass gereift und einmal um den Äquator reisen lassen. </p>
<p>Was herauskam, ist ein UMFASSENDER Bericht - mit zarter Muskatnote und sanftem Abgang!<br />
Prost!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/summer-breeze-2018-der-bericht/">Summer Breeze 2018 &#8211; Der Bericht</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist<strong> SUMMER BREEZE</strong> <strong>2018</strong>! Ein neues Jahr, ein neues <strong>BREEZE</strong>. Besonders im letzten Jahr habe ich mit diesem Festival viele positive Erfahrungen gemacht &#8211; was den Bühnensound angeht, aber auch die Bandauswahl und vieles mehr. Kann das Festival im Jahre 2018 diesen Standarts gerecht bleiben? Los geht&#8217;s!</p>
<h3>Startschuss!</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28918" aria-describedby="caption-attachment-28918" style="width: 258px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" class=" wp-image-28918" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180813_190713.jpg" alt="" width="268" height="151" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180813_190713.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180813_190713-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180813_190713-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180813_190713-750x422.jpg 750w" sizes="(max-width: 268px) 100vw, 268px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28918" class="wp-caption-text">Und los!</figcaption></figure>
<p>Der erste Tag beginnt für mich mit <strong>IRON MAIDEN</strong>! Ehm, ich meine natürlich <strong>MONUMENT</strong>! Zugegeben, der Musikstil beider Kapellen zeigt schon die eine oder andere Ähnlichkeit auf. Nicht, dass das was Schlimmes wär. Das Konzert macht Spaß (so viel Spaß sogar, dass ein riesiger Plüsch-Bär bis zur Bühne crowdsurft!) und die Band macht ihre Sache tadellos. Auch gibt’s ein bisschen mehr Power-Metal-Elemente als bei MAIDEN, wie etwa vermehrter Einsatz von Double Bass.</p>
<p>Dann geht’s zu <strong>THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA</strong>. Was genau mich erwartet, weiß ich nicht. Irgendwas mit 80er-Jahre-Mucke. Als die Band die Bühne betritt, bestätigt sich dieser Gedanke schon mal visuell: Glitzerkleidung, Sonnenbrillen und Old-School Background-Sängerinnen. Und auch der gebotene Sound gibt sich genau wie erwartet. Zwar kein Metal, dafür eine fette 80s-Party! Kaum einer im Publikum sollte alt genug sein, diese musikalische Ära noch aktiv mitbekommen zu haben, trotzdem – oder vielleicht deswegen – ist die Stimmung von erster Sekunde an gut und die Fete am Kochen.</p>
<p>Es folgt etwas komplett anderes: <strong>AUĐN</strong> aus Island. Eiskalter atmosphärischer Pagan Black Metal. Und es ist wahrhaft atemberaubend! Wie eine Wand aus isländischer Kälte, wie ein gnadenloser Sturm aus finsterer Atmosphäre drückt der Sound auf das Publikum ein. Die Stimme des Sängers verschmilzt dabei genau im richtigen Maße mit dieser drückenden Wand, um der einhüllenden Atmosphäre noch mehr Ausdruck zu verleihen – es ist perfekt. Wow! Eine wirklich großartige Erfahrung, und vielleicht eines der besten Konzerte des gesamten Festivals direkt zu Beginn.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-28949" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180815_183046-2.jpg" alt="" width="1450" height="576" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180815_183046-2.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180815_183046-2-300x119.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180815_183046-2-1024x407.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180815_183046-2-750x298.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /></p>
<h3>Und das auf der <strong>CAMEL-Stage</strong>!</h3>
<p>Wer meinen <a href="https://silence-magazin.de/zwanzigstes-jubilaeum-summer-breeze-2017#rs-2369"><strong>SUMMER-BREEZE</strong>-Artikel</a> von letztem Jahr kennt, sollte wissen, wie abgrundtief ich den Witz einer Bühne, der die letzten Jahre über diesen Namen trug, hasse. Winzige Bühne, fast nie auch nur annähernd akzeptabler Sound – fast jede Band, die auf dieser Bühne zu spielen verdammt war, konnte schon mal davon ausgehen, nach Mist zu klingen. ABER! Meine Gebete wurden erhört, denn dieses Jahr gibt es eine komplett neue CAMEL-Stage! Größer, mit besserem Sound, und vor Allem: Mit Überdachung fürs Publikum. Zu meiner Überraschung reicht letzteres außerdem aus, eine geschlossene Konzertatmosphäre zu erschaffen – was gerade für tiefgehende Black-Metal-Konzerte und Konsorten richtig, richtig von Vorteil ist.</p>
<p>Ein wahrhaft würdiger Ersatz für die viel vermisste Zeltbühne, die es seit 2017 nicht mehr gibt. Und kein Vergleich zur alten Camel-Stage. Diese wurde übrigens vom In-Field auf das Campinggelände verbannt und segelt jetzt unter dem FICKEN-Banner. Wie passend. Was ich nämlich <em>davon</em> halte, könnt ihr auch gerne <a href="https://silence-magazin.de/ficken-auf-festivals-bitte-nicht">hier</a> nachlesen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28950" aria-describedby="caption-attachment-28950" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28950 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Simmung-4-2.jpg" alt="" width="1450" height="452" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Simmung-4-2.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Simmung-4-2-300x94.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Simmung-4-2-1024x319.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Simmung-4-2-750x234.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28950" class="wp-caption-text">@Sebastian Rosch</figcaption></figure>
<p><strong>KATAKLYSM</strong> hatten wohl einige Probleme mit dem Hinflug – und sind eigener Aussage nach direkt vom Flughafen auf die Bühne gelaufen, um loszulegen. Hat sich aber gelohnt, denn vor der Bühne versammelt sich die bisher größte Crowd des Tages. Wie immer grooven und death-metaln die Kanadier höchst professionell, es werden hart Fressen poliert und die getriggerte Kick Drum sägt durch alles hindurch.</p>
<p>Es folgt das erste Mal in meinem Leben, dass ich mir <strong>PARADISE LOST</strong>&nbsp;live ansehe. Mehr aus Neugierde als aus Begeisterung, die Möglichkeit hätte ich in den letzten zehn Jahren oft genug gehabt. Leider bleibt es dabei – der Funke springt nicht über, und es ist, kurz gesagt, ganz einfach nicht meine Musik. Respekt für die Band, die seit ewigen Zeiten ihr Ding durchzieht und viel Einfluss auf die Entwicklung der Metal-Szene hatte, aber ich geh dann mal wieder.</p>
<h3>Thrash zum Frühstück</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28951" aria-describedby="caption-attachment-28951" style="width: 214px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28951" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Nervosa-1-2.jpg" alt="" width="224" height="269" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Nervosa-1-2.jpg 1207w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Nervosa-1-2-250x300.jpg 250w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Nervosa-1-2-852x1024.jpg 852w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Nervosa-1-2-750x901.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 224px) 100vw, 224px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28951" class="wp-caption-text">Nervosa @Sebastian Rosch</figcaption></figure>
<p>Zur Mittagsstunde des zweiten Tages geht es für mich los mit <strong>NERVOSA</strong>! Das all female Thrash-Metal-Trio zeigt keine Gnade, mischt Oldschool-Style mit energetisierenden Elementen wie Blast Beats und Screams. Ein mittelgroßes Publikum hat sich versammelt, um sich die Sache anzuhören. Scheinbar aber leider nicht, um sich dazu zu bewegen. Schade, denn eigentlich stimmt auf der Bühne alles, von Performance bis Sound.&nbsp; Vielleicht ist es einfach noch etwas zu früh.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Grund ist doch wohl ein anderer: Mit gnadenlos massivem Sound testen ein paar hundert Meter weiter <strong>PRO-PAIN </strong>die Hauptbühne aus. Und mit gnadenlos massiv meine ich GNADENLOS MASSIV. Diese Bühne hat ihr Versprechen vom letzten Jahr definitiv gehalten – sie klingt noch genauso fett wie damals. Ich kann mich nur in Ehrfurcht vor diesem perfekt funktionierenden Monstrum verbeugen. Großartig. Wie erwartet, befinden sich die meisten Konzertbesucher früher Stunde hier. Warum zwei Thrash-Metal-Acts gleichzeitig spielen sollten, leuchtet mir nicht ein. Dann sind es halt zwei halbe Konzerte für mich. <strong>PRO-PAIN</strong> stampfen jedenfalls alles in Grund und Boden.</p>
<p>Es folgen&nbsp;<strong>ORDEN OGAN</strong>! Und damit leider auch das einzige Konzert auf der Hauptbühne, welches keinen makellosen Sound hat. Schade, aber zu jeder Regel muss es wohl die eine oder andere Ausnahme geben. Könnte aber auch damit zusammenhängen, dass sich Sänger und Gitarist <strong>SEEB</strong> vor Kurzem die Hand gebrochen hat und somit heute <em>nur</em> als Sänger fungiert. Die Gitarre übernimmt dabei heute der Bassist, und den Bass übernimmt die Background-Spur. Hier könnte Ihr generischer Bassistenwitz stehen. Nichts destotrotz eine sehr melodische und überzeugende Show! Einziger musikalischer Nachteil: Die Jungs machen größtenteils Musik für Menschen, die diese Musik schon kennen. Soll heißen: Die Melodien und epischen Chori wirken bei weitem besser, wenn man sie kennt und mitsingen kann. Besonders, wenn der Sound zu wünschen übrig lässt. Alles in allem macht es aber immer wieder Spaß, die Band alle paar Jahre live zu sehen.</p>
<h3>Mehr Energie!</h3>
<p>Dann geht’s weiter mit <strong>OBSCURA</strong>! Der anti-catchiesten Band der Welt. Find ich supi. Die Jungs zeigen auch immer wieder, dass TechDeath nicht unbedingt heißen muss, so schnell und so kompliziert spielen zu müssen, wie es nur geht. Komplexe Songstrukturen, interessante Schlagzeugspuren, gelegentliche Melodien und abwechslungsreiches Feeling – das Ganze live äußerst gekonnt und präzise ausgeführt, das ist auch eine Möglichkeit! Könnt ihr gern so machen, dann ist es halt geil.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28953" aria-describedby="caption-attachment-28953" style="width: 393px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28953 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180816_171954-2.jpg" alt="" width="403" height="303" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180816_171954-2.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180816_171954-2-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180816_171954-2-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180816_171954-2-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 403px) 100vw, 403px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28953" class="wp-caption-text">Moshpit?</figcaption></figure>
<p><strong>MUNICIPAL WASTE</strong> is gonna fuck you up! Wo <em>PARTY</em> draufsteht, ist auch <em>PARTY</em> drin! Das beweisen die Thrasher aus den USA heute auf der T-Stage. Die Bewegung, die bei <strong>NERVOSA</strong> gefehlt hat, ist hier definitiv am Start. Der kompromisslos stumpfe Höchstgeschwindigkeits-Thrash-Metal, der energetische Frontmann (Wanna go faster?!) und die Magie des Moments verwandeln den Platz vor der Bühne binnen Sekunden in ein Schlachtfeld. Ein Party-Schlachtfeld. Es vergeht keine Sekunde, ohne dass der Circlepit auf Hochtouren dreht, riesige Staubwolken werden aufgewirbelt und die Meute ist massiv in Feierlaune. Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern hart übertroffen. Episch! Meine erste Live-Erfahrung mit dieser Band, und mit Sicherheit einer meiner besten Thrash-Metal-Momente bis dato.</p>
<p>Ich schaue danach nur kurz bei <strong>ALESTORM</strong> rein, aber auch hier geht wie gewohnt die Piratenparty am ab. Es fliegen riesige Gummienten durchs Publikum und zwischen altbekannten Hits gibt’s auch mal das eine oder andere Akustik- oder 8-Bit-Zwischenspiel. Leider schade, dass die Band jedes Jahr immer und überall präsent ist. Die Schotten live zu sehen, hat für mich zu hundert Prozent seinen Exklusivitätswert verloren. Ich mag euch ja, <strong>ALESTORM</strong>. Aber heute nicht. Sorry.</p>
<h3>Noch mehr Energie!</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28955" aria-describedby="caption-attachment-28955" style="width: 393px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28955" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180816_171953-2.jpg" alt="" width="403" height="302" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180816_171953-2.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180816_171953-2-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180816_171953-2-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180816_171953-2-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 403px) 100vw, 403px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28955" class="wp-caption-text">Moshpit!</figcaption></figure>
<p>Ich gehe weiter zu <strong>THE BLACK DAHLIA MURDER</strong>. Wieder auf der T-Stage, und wieder sieht man von Weitem schon die Staubwolke begeisterten Moshens aufsteigen. Energie! Ehrfürchtig höre ich mir die Sache aus einiger Entfernung an. Vor allem der Schlagzeuger ist dabei mein Highlight. Präzise, schnell, ausdauernd wie eine Maschine. Die Intensität der Musik ist sehr hoch – höher wäre sie allerdings noch, wenn die Gitarren etwas besser hörbar wären. Dennoch ein krasser Auftritt.</p>
<p>Jetzt lasse ich aber auch mal Sebastian von seinen Erlebnissen berichten:</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28976" aria-describedby="caption-attachment-28976" style="width: 306px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28976" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Eisbrecher-2.jpg" alt="" width="316" height="223" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Eisbrecher-2.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Eisbrecher-2-300x212.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Eisbrecher-2-1024x725.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Eisbrecher-2-165x116.jpg 165w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Eisbrecher-2-750x531.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Eisbrecher-2-85x60.jpg 85w" sizes="auto, (max-width: 316px) 100vw, 316px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28976" class="wp-caption-text">Eisbrecher @Sebastian Rosch</figcaption></figure>
<p><em>Achtung, der <strong>WESSELSKY</strong> kommt! Mit <strong>EISBRECHER</strong> spielt eine auf dem <strong>BREEZE</strong> inzwischen gut bekannte Band, welche sich scheinbar großer Beliebtheit erfreu</em><em>t. Das Infield ist voll. Der multibeschäftigte Mann ist sichtlich das Zentrum der Aufmerksamkeit und hat die Situation voll im Griff. Die Band spielt sehr auf den Punkt und liefert gut ab. Das Konzert zeigt, dass mit solchen Bands die NDH nichts zu befürchten hat.</em></p>
<p>So. Zeit, sich die FICKEN-Stage doch mal anzusehen. Ich möchte <strong>BLOODRED HOURGLASS</strong> sehen. Und? Nichts hat sich verändert. Der Bühnensound dieser Abomination einer Stage ist immer noch genauso beschissen wie eh und je. Wieder einmal muss ich miterleben, wie die Bühne die Hoffnungen einer vielversprechenden, weniger bekannten Band, ein Eindruck schindendes Konzert auf einem großen Festival spielen zu können, nimmt und gegen die Wand klatscht. Der Sound ist wieder einmal kaum akzeptabel, es baut sich null Atmosphäre auf. Es tut mir jedes Mal so weh, so etwas zu sehen und zu hören.</p>
<p>Vielleicht macht es ein bisschen Sinn, Spaß- und Quatschbands wie <strong>RANDALE</strong> oder <strong>MORBID ALKOHOLIKA</strong> auf einer solchen Bühne spielen zu lassen. Aber für Musik in Richtung MeloDeath oder Black Metal, die live zu einem wichtigen Teil von der geschaffenen Atmosphäre leben, bringt ein Konzert auf dieser Bühne im Endeffekt wahrscheinlich mehr Negatives als Gutes mit sich. Immerhin hat sich eine kleine Meute versammelt, um <strong>BLOODRED HOURGLASS</strong> vor der Bühne anzufeuern.</p>
<h3>Von Zwiespalt und Geistesblitzen</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28942" aria-describedby="caption-attachment-28942" style="width: 391px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28942 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Behemoth-2.jpg" alt="" width="401" height="268" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Behemoth-2.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Behemoth-2-300x201.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Behemoth-2-1024x686.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Behemoth-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Behemoth-2-750x502.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 401px) 100vw, 401px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28942" class="wp-caption-text">Die mächtigen Behemoth @Sebastian Rosch</figcaption></figure>
<p>Mich zwischen <strong>PALLBEARER</strong> und <strong>BEHEMOTH</strong> zu entscheiden, fällt mir nicht leicht. Ich beschließe, nach Lust und Laune zwischen den beiden Konzerten hin- und herzuwandern. <strong>BEHEMOTH</strong> haben auf der Hauptbühne richtig überzeugenden Sound und wirken dabei heute extra episch und satanisch. Sehr schön! Nur der Gesang geht gelegentlich ein bisschen unter, was mich aber kaum stört, wenn die Instrumente besser klingen als auf den Studioaufnahmen. Auch die Bühne ist schön dekoriert mit allerlei evil shit und Perversionen kirchlicher Innenausstattung. Cool.</p>
<p><strong>PALLBEARER</strong> auf der CAMEL-Stage bringen eine ganz andere Art von Atmosphäre mit sich. Düster, ja. Aber auch beruhigend und tiefgehend, langsam und irgendwie auch sanft die Seele streichelnd. Schöne Erfahrung, aber nach einiger Zeit kommt die Lust nach Hass und Zerstörung zurück und ich wechsle noch mal zu <strong>BEHEMOTH</strong>. Für ein paar Sekunden. Denn die Band hört 20 Minuten früher auf, als auf dem Plan steht. Voll doof.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28977" aria-describedby="caption-attachment-28977" style="width: 289px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28977" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Eskimo-Callboy.jpg" alt="" width="299" height="317" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Eskimo-Callboy.jpg 1367w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Eskimo-Callboy-283x300.jpg 283w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Eskimo-Callboy-965x1024.jpg 965w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Eskimo-Callboy-750x796.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 299px) 100vw, 299px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28977" class="wp-caption-text">Eskimo Callboy @Sebastian Rosch</figcaption></figure>
<p>Sebastian: <em>Szenetreffen vor der T-Stage. <strong>ESKIMO CALLBOY</strong> spielen nach vier Jahren wieder auf dem Breeze und haben dafür eine ganze Heerschar an Anhängern mitgebracht. Die Band gehört immer noch zu denen, über die viel diskutiert wird. Wenn man sich mit ihnen unterhält und zu ihren Konzerten kommt, merkt man aber schnell, die passen hier genau hin. Jeder, der nicht ein solides Brett im Kopf hat, dürfte nicht vollständig abstreiten können, dass die Band Laune macht. Musik darf auch Spaß machen und zum sich bewegen animieren, und das schaffen die Jungs definitiv.</em></p>
<p><strong>POWERWOLF</strong>! Sound: Makellos. Spieltechnisch: Makellos. Stimmungsmache: Makellos! So ist man es von den armenischen Werwölfen (eigentlich Saarbrücker) gewohnt. Und dann plötzlich! Ein Geistesblitz: Der Name <strong>POWERWOLF</strong> ist ein Wortspiel aus <em>Power</em> und <em>Werwolf</em>. <em>(Also Po-Werwolf? Höhö! Und das war für Sie der unangebrachte Kommentar des Lektorats. Dankeschön!)</em> Und das hab ich all die Jahre nicht gemerkt. Aber zurück zur Mucke. Sehr überzeugendes Konzert, wie immer – und dieses Mal mit ein paar Songs der neuen Platte, die dem Erlebnis einen (sehr wichtigen) erfrischenden Touch geben. Denn, bei allem Respekt für die Band und ihre Live-Auftritte: Ein bisschen repetitiv wird das Ganze schon, so nach dem zweiten oder dritten Mal. Aber was soll ich sagen; es macht einfach Spaß. So viel melodische Energie, so viel Mitsingpotential. Da ist man doch immer wieder gerne dabei.</p>
<h3>Öfter mal was Neues!</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28956" aria-describedby="caption-attachment-28956" style="width: 399px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28956" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/39700573_444480716061311_7850372211817840640_n-2.jpg" alt="" width="409" height="470" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/39700573_444480716061311_7850372211817840640_n-2.jpg 940w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/39700573_444480716061311_7850372211817840640_n-2-261x300.jpg 261w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/39700573_444480716061311_7850372211817840640_n-2-891x1024.jpg 891w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/39700573_444480716061311_7850372211817840640_n-2-750x862.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 409px) 100vw, 409px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28956" class="wp-caption-text">The stage is yours!</figcaption></figure>
<p>Am Ende des Tages geht’s dann zu einer Band, die es eher seltener auf die Festivalbühnen Deutschlands verschlägt: <strong>SUICIDAL TENDENCIES</strong>. Und auch die Vibes, die sie verteilen, erlebt man in unseren Gefilden nicht allzu oft. Crossover Style der kalifornischen Südküste – ein bisschen Punk, ein bisschen Funk, ein bisschen Thrash, ein bisschen Hardcore – eine interessante Mischung! Dazu eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein (die Band hat sogar einen eigenen Ansager dabei), den früheren <strong>SLAYER</strong>-Drummer hinter der Rappelkiste und am Ende ganz viele Menschen auf der Bühne. Mir gefällt’s irgendwie. Definitiv meine Überraschung des Tages.</p>
<p><strong>DIE APOKALYPTISCHEN REITER </strong>habe ich erst vor einem Monat live gesehen, deswegen erwarte ich nichts Bahnbrechendes. Doch wieder einmal lässt mich der Sound der Hauptbühne nicht los. Eigentlich gedachte ich, in der Hälfte der Konzerts zu <strong>MARDUK</strong> herüberzuwechseln, doch ich muss sagen, dass von allen geschätzten 15 <strong>REITER</strong>-Konzerten meines Lebens noch keines so gut geklungen hat. Die Show ist die gleiche wie auf dem <strong>ROCKHARZ</strong>-Festival, und auch dort gab es wirklich nichts am Sound auszusetzen, aber es fühlt sich dennoch an, als lägen Welten zwischen den beiden Auftritten. Ich kann es fast nicht rational erklären. Irgendwie muss bei dieser Bühne Magie im Spiel sein. Oder wir haben es mit Soundtechnik-Göttern zu tun. Oder etwas von beidem. So kriege ich mich bis zum Ende des Konzertes nicht losgerissen, und erhasche von <strong>MARDUK</strong> nur noch zwei Songs.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28957" aria-describedby="caption-attachment-28957" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28957 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180817_011538-2.jpg" alt="" width="1450" height="680" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180817_011538-2.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180817_011538-2-300x141.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180817_011538-2-1024x480.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180817_011538-2-750x352.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28957" class="wp-caption-text">Ballonparty bei den Reitern</figcaption></figure>
<p>Als letztes Spektakel für heute Abend stehen <strong>HEILUNG</strong> auf dem Plan. Aufgrund des großen Erfolges von <strong>WARDRUNA</strong> im letzten Jahr haben die Veranstalter dieses Jahr wieder einen Folk-Trupp mit schamanisch-meditativen Gesängen an den Start geholt. Und das Publikum steht wie unter Hypnose. Viele tanzen mit geschlossenen Augen, andere lassen sich einfach durch ätherische Sphären dahintreiben. Ich für meinen Teil setze mich auf den Boden und verschlafe das halbe Konzert. Nach einem solch ereignisreichen Tag und um die Uhrzeit ist mir das Ganze dann doch etwas zu ermüdend – wenn auch sehr schön. Letzteres hilft leider auch nicht, wach zu bleiben. Gute Nacht.</p>
<h3>Guten Morgen!</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28954" aria-describedby="caption-attachment-28954" style="width: 187px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28954" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180817_135832-2.jpg" alt="" width="197" height="263" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180817_135832-2.jpg 1088w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180817_135832-2-225x300.jpg 225w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180817_135832-2-768x1024.jpg 768w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180817_135832-2-750x1000.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 197px) 100vw, 197px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28954" class="wp-caption-text">Es gibt viel zu tun!</figcaption></figure>
<p>Das heutige Frühstückskonzert präsentieren <strong>GOATWHORE</strong>. Leider schaffen es die Proto-Black-Metaller noch nicht ganz, mich aus den schamanischen Gefilden des gestrigen Abends wieder abzuholen. Auch dem Rest des Publikums scheint es ähnlich zu gehen. Anders gesagt: Es ist wenig los.</p>
<p>Erst mit der nachfolgenden Gruppe soll sich das Problem definitiv lösen: <strong>MISERY INDEX</strong>! Hart ballernder Death Metal ist doch genau das, was man braucht, um wirklich wach zu werden. Es bilden sich erste Circle Pits und früher Schweiß fließt nicht nur auf der Bühne. Ein guter Startschuss für einen Death-Metal-reichen Tag.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28978" aria-describedby="caption-attachment-28978" style="width: 287px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-28978" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Amaranthe-1.jpg" alt="" width="297" height="199" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Amaranthe-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Amaranthe-1-300x201.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Amaranthe-1-1024x686.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Amaranthe-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Amaranthe-1-750x502.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 297px) 100vw, 297px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28978" class="wp-caption-text">Amaranthe @Sebastian Rosch</figcaption></figure>
<p>Sebastian: <em>Und, seid ihr true genug, auch mal eine Band mit Elektro- und Popeinflüssen anschauen zu können? <strong>AMARANTHE</strong> entern zur mittäglichen Zeit die Bühne und bieten ein kompaktes Set ihrer Klassiker. Eine Band mit drei Sängern, allen voran Sängerin <strong>Elize Ryd</strong>, das hat man nicht oft. Dennoch singen und posen sie sich problemlos durch ihr Set und erreichen damit auch eine beachtliche Menge an Zuhörern. So muss das.</em></p>
<p>Ich luge derzeit kurz bei <strong>DANKO JONES</strong> rein. Den Rock’n’Roller wollte ich immer schon mal live sehen. Intensitäts- und geschwindigkeitsmäßig befinden wir uns hier natürlich in weitaus seichteren Gegenden als bei <strong>MISERY INDEX</strong>, trotzdem macht es sehr viel Spaß, diesem Rockspektakel ein bisschen zuzuhören. Selbst die weiter hinten stehenden Zuschauer sind am Powackeln und Mitklatschen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28943" aria-describedby="caption-attachment-28943" style="width: 355px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28943" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Danko-Jones-1.jpg" alt="" width="365" height="275" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Danko-Jones-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Danko-Jones-1-300x226.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Danko-Jones-1-1024x772.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Danko-Jones-1-750x565.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 365px) 100vw, 365px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28943" class="wp-caption-text">Danko Jones @Sebastian Rosch</figcaption></figure>
<p>Zufällig laufe ich bei <strong>ANCST</strong> vorbei und bekomme nur mit, wie sie aufgrund von Spielzeitüberschreitung den Sound abgedreht kriegen. Scheint aber weder die Laune der Band, noch die der feiernden Fans kaputtzumachen.</p>
<p>Sebastian:<em> Nachmittags wird es dann schrill. Jemand hat <strong>J.B.O.</strong> auf die Bühne gelassen. Die rosa Metalpoeten nehmen sich wieder einige Klassiker vor, um sie ein wenig zu missbrauchen. Für die ersten beiden Songs haben sie dafür zusätzlich noch zwei Animateure mitgebracht. Die haben musikalisch nichts zur Show beizutragen, machen aber Ferz. Kann man machen, muss aber nicht sein. Die Musiker von der Kapelle sind sichtlich auch nicht mehr ganz die jüngsten, locken aber dennoch viele Leute vor die große Bühne. Insofern: Kopf abschalten, lass sie walten.</em></p>
<h3>Die Ausnahme zur Regel</h3>
<p><strong>NIGHT IN GALES</strong> spielen daraufhin auf der CAMEL-Stage. Leider muss ich trotz aller Vorfreude sagen, dass dies das einzige diesjährige Konzert ist, das einen richtig beschissenen Sound hat (man ignoriere die FICKEN-Stage, ich rede von richtigen Konzerten). Zu laute Bass Drum, die bei den erhöhten Geschwindigkeiten, in denen sich die Band musikalisch befindet, leider zu viel der restlichen Musik übertönt. Versuche, das Konzert trotz der Umstände zu genießen, funktionieren einigermaßen. Kann ja nicht alles perfekt sein.</p>
<p>Es folgen die nächsten Death-Metaller: <strong>DYING FETUS</strong>. Und sie bringen mit sich eine herrliche Mischung aus Groove-Parts und absolutem Gebretter. Das weckt den Homo Erectus in dir. Gute-Laune-Musik für erwachsene Metaller. Der plötzliche epische Platzregen trägt nur zur Stimmung bei – denn AUCH das ist äußerst cool! Gutes Konzert, dankeschön.</p>
<p>Stell dir vor, du kommst extra aus Japan, um in Deutschland zu spielen, und dann gibt dein Bass auf der Bühne den Geist auf. Kurzweilig spielen <strong>GYZE</strong> dann nur zu zweit weiter (Gitarre und Schlagzeug). Spätestens nachdem das Problem behoben ist legen die Japaner dann aber richtig los: Ihre Mischung aus <strong>COB</strong>-esquem MeloDeath und einer Prise Power Metal zündet den Knaller (irre!) und der gesamte überdachte Bereich der CAMEL-Stage ist auf einmal voll mit abfeiernden Menschen. Geschwindigkeit und ausschweifende Melodien sind eine gute Kombination und das Rezept funktioniert auch hier wieder einmal wunderbar.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28980" aria-describedby="caption-attachment-28980" style="width: 298px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28980" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Alien-Weaponry-1.jpg" alt="" width="308" height="292" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Alien-Weaponry-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Alien-Weaponry-1-300x284.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Alien-Weaponry-1-1024x971.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Alien-Weaponry-1-750x711.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 308px) 100vw, 308px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28980" class="wp-caption-text">Alien Weaponry @Sebastian Rosch</figcaption></figure>
<p>Sebastian: <em>Dass die Camel Stage mal wieder die Bühne ist, auf der man wichtige Bands von morgen (spätestens morgen) sieht, dürften viele längst bemerkt haben. Zu jenen Bands kann man wohl ohne Frage auch die Neuseeländer <strong>ALIEN WEAPONRY</strong> zählen. Das blutjunge Trio widmet sich in seinen Songs den indigenen Wurzeln der neuseeländischen Bevölkerung und singt dafür gerne mal ganze Songs auf Maori. Ihre tighten, brachialen Songs ziehen dabei eine mehr als beachtliche Masse an Zuschauern an, welche sich während dem Set den gerade niedergegangenen Regen wieder aus den Klamotten moscht. Geiler Scheiß! Wenn die Band bei euch in der Region spielt, geht hin!</em></p>
<h3>Die Macht der Alten</h3>
<p><strong>AT THE GATES</strong> präsentieren alte Klassiker wie auch neuere Hits. Allerdings wird mir schnell klar, dass gerade den neueren Songs irgendetwas zu fehlen scheint. Irgendwie wirken sie wie Versuche, an den (verdienten) Ruhm vergangener Zeiten anzuknüpfen. Leider mit etwas wenig Abwechslung und Kreativität. Das nur am Rande – headbangen lässt sich dazu trotzdem gut. Und genießbar ist das wuchtgeladene Konzert allemal; vor allem die alten Songs! Mächtig und voll oldschooliger Energie zeigen die MeloDeath-Urväter, dass sie nicht umsonst heute auf dieser Bühne stehen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28962" aria-describedby="caption-attachment-28962" style="width: 449px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28962" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Stimmung-3-2.jpg" alt="" width="459" height="229" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Stimmung-3-2.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Stimmung-3-2-300x149.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Stimmung-3-2-1024x510.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Stimmung-3-2-555x278.jpg 555w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Stimmung-3-2-750x373.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 459px) 100vw, 459px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28962" class="wp-caption-text">Es wird Abend @Sebastian Rosch</figcaption></figure>
<p><em>Der Regen ght allmählich vorüber und das Infield ist wieder voll geworden. Einer der Headliner steht nun auf dem Plan. <strong>TRIVIUM</strong> haben für das Konzert eine sehr atmosphärische Lightshow dabei und gehen von Anfang an voll nach vorne. Selbst wer die Band sonst nur eher am Rande hört, kommt hier voll auf seine Kosten.</em></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28981" aria-describedby="caption-attachment-28981" style="width: 389px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28981" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Trivium-1.jpg" alt="" width="399" height="291" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Trivium-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Trivium-1-300x218.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Trivium-1-1024x746.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Trivium-1-750x546.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 399px) 100vw, 399px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28981" class="wp-caption-text">Trivium @Sebastian Rosch</figcaption></figure>
<p><strong>VREID</strong> spielen sich quer durch ihre Bandgeschichte – und damit auch quer durch unterschiedlichste Black-Metal-Auswüchse. Dies sorgt trotz insgesamt gut funktionierender Stimmigkeit für ein sehr abwechslungsreiches Konzert. Für mich ist die Band auch eine neue musikalische Erfahrung (und eine gute!). Die überdachte Bühne bietet außerdem gerade günstigen Schutz vor den letzten paar Regentröpfchen.</p>
<p>Es folgt <strong>ARCH ENEMY </strong>– ich setze mich kurz hin. Und schlafe zur Abwechslung mal wieder ein. Na gut. Dann hat es nicht sein sollen. So ganz kann ich dem Hype um diese Band eh nicht folgen.</p>
<p>Zeit, wieder wach zu werden: mit <strong>SICK OF IT ALL</strong>! Oldschool Hardcore mit gehörigem Punk-Anteil – die Erfinder der Wall of Death kennen keine musikalische Gnade. Schnell, aggressiv und voller Hass gegen das System. Scheiß auf modernen, Breakdown-orientierten Hardcore-Sound, das hier ist der <em>real shit</em>! Auch mal eine schöne Erfahrung, eine solche Band live mitzuerleben.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28930" aria-describedby="caption-attachment-28930" style="width: 348px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28930" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_002348.jpg" alt="" width="358" height="269" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_002348.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_002348-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_002348-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_002348-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 358px) 100vw, 358px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28930" class="wp-caption-text">Sign of Cain</figcaption></figure>
<p>Wer oder was genau <strong>SIGN OF CAIN</strong> sind, weiß ich zu dem Moment noch nicht so wirklich &#8211; irgendwas mit dem Sänger von <strong>AT THE GATES</strong> oder so. Nicht ganz, denn gerade dieser steht nicht auf der Bühne &#8211; dafür aber der Gitarrist und der Schlagzeuger der Brutal TechDeath Band <strong>VISCERA TRAIL</strong>. Scheint, als wäre diese Band das MeloDeath-Projekt von deren Gitarrist <strong>TOMER HASENFRATZ </strong>(bester Name übrigens). Und dass der <strong>ATG</strong>-Fronter <strong>THOMAS LINDBERG </strong>am Mikrofon steht, ist wohl veraltete Information. Dennoch ein interessantes und vor allem unerwartetes Konzert! Wieder sorgt die CAMEL-Stage für geschlossenes Feeling &#8211; und das ist genau, was diese düstere Musik braucht, um richtig zu glänzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Ein Post-schwarzer Abend</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28959" aria-describedby="caption-attachment-28959" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28959 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_013939-2.jpg" alt="" width="1450" height="564" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_013939-2.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_013939-2-300x117.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_013939-2-1024x398.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_013939-2-750x292.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28959" class="wp-caption-text">Alcest</figcaption></figure>
<p>Spät am Abend dann einer meiner persönlichen Höhepunkte des Festivals: <strong>ALCEST</strong>. In die erste Reihe gemogelt, lasse ich mich von der hypnotischen Musik einlullen. Eine Mischung aus in Trance versetzenden Melodien und noch härter in Trance versetzenden Post-Black-Metal-Parts, die einen einfach nur in sich hineinsaugen und wie flüssiger Musik-Honig umgeben. Eine wunderschöne Atmosphäre, in den richtigen Momenten durchstochen von markerschütternden Schreien – großartig, einfach nur großartig!</p>
<p>Gleichzeitig muss ich aber gegen <strong>TURISAS</strong> kämpfen, deren Musik zwischen den <strong>ALCEST</strong>-Songs von rechts von der Hauptbühne in mein Ohr zu dringen versucht, und mit ihrer eingängigen Art droht, mich aus der magischen Atmosphäre hinauszuziehen. Besonders, weil mir die Entscheidung wirklich nicht leichtfiel – die Finnen waren jetzt einige Jahre von der Bildfläche verschwunden, und jetzt treten sie zweihundert Meter neben mir auf der Premium-Sound-Bühne-Of-Glory auf. Beim nächsten Mal dann. Im Moment löse ich das Dilemma, indem ich mir zwischen Songs das rechte Ohr zuhalte.</p>
<p>Nach dieser meditativen Erfahrung wird es dann Zeit, noch zwei weitere Black-Metal-Acts anzusehen. Der erste davon ist <strong>THE SPIRIT</strong>. Der Sound wirkt hier etwas schrabbelig, was aber durch die Qualität der Musik schnell wieder wettgemacht wird. Danach geht’s dann weiter zu <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong>, welche das Konzept Black Metal noch einmal auf eine ganz andere Art und Weise auslegen. Stark Post-orientiert, allerdings in weniger seichten Gefilden als <strong>ALCEST</strong>, blasten sich <strong>HARAKIRI</strong> mit steriler, aber durchaus positiver Soundkulisse durch ihr Set. Das alles in konstant sehr hohem Tempo – ein interessantes Konzept, das mich zuweilen an meine Erfahrung mit <strong>DER WEG EINER FREIHEIT</strong> vom <strong>RAGNARÖK</strong>-Festival diesen Jahres erinnert. Allein der Gesang sagt mir hier nicht so sehr zu.</p>
<h3>Geballer und Randale</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28960" aria-describedby="caption-attachment-28960" style="width: 363px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28960 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_122932-2.jpg" alt="" width="373" height="223" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_122932-2.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_122932-2-300x179.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_122932-2-1024x612.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_122932-2-750x448.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 373px) 100vw, 373px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28960" class="wp-caption-text">3, 2, 1&#8230;</figcaption></figure>
<p>Ein neuer Tag, eine neue Portion Death Metal! Heute mit <strong>ORIGIN</strong>. Drei Menschen auf der Bühne, kein Backdrop, aber Hauptsache alles zerficken! Richtig technisches Zeug frickeln Gitarrist und Drummer zusammen, während sich der Sänger die Seele aus dem Leib grunzt und schreit. Das Ganze voll roher Energie und in unermesslichen Tempi. Ein Bassist scheint dabei nicht von Nöten. Leider sind noch nicht sehr viele Leute im Publikum zu sehen. Stört die Band aber nicht, denn diejenigen, die schon da sind, sind nicht ohne Grund dort. Circle Pit ist auch eine Art von Frühsport. Und es muss sich ja bei solcher Musik um die Aufwirbelung des Staubes gekümmert werden.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28961" aria-describedby="caption-attachment-28961" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28961 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_122954-1.jpg" alt="" width="1450" height="816" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_122954-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_122954-1-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_122954-1-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_122954-1-750x422.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28961" class="wp-caption-text">&#8230; Wall Of Death!</figcaption></figure>
<p>Auf dem Weg zum Camp zurück bemerke ich etwas Merkwürdiges: Überall Hüpfburgen und Eltern mit Kindern. Es spielen gerade <strong>RANDALE</strong>, eine Band, die Punk Rock für Kiddies produziert. Und dazu ist gerade Familien-Gratis-Eintritt-Tag (oder so ähnlich). Ich will auch auf die Hüpfburg. Im Publikum sind trotzdem mehr Bierbäuche als Kinder zu sehen – denn die sind ja alle auf den Hüpfburgen. Oh, und natürlich: Das Kinderkonzert findet auf der FICKEN-Stage statt. 100 Punkte an den Organisator!</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28982" aria-describedby="caption-attachment-28982" style="width: 262px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28982" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Phil-Campbell-1.jpg" alt="" width="272" height="182" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Phil-Campbell-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Phil-Campbell-1-300x201.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Phil-Campbell-1-1024x686.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Phil-Campbell-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/Phil-Campbell-1-750x502.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 272px) 100vw, 272px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28982" class="wp-caption-text">Phil Campbell And The Bastard Sons @Sebastian Rosch</figcaption></figure>
<p>Sebastian:<em> Die Ankündigung für diese Band dürfte wohl bei vielen für ein wenig Wehmut gesorgt haben. <strong>PHIL CAMPBELL AND THE BASTARD SONS</strong> spielen dieses Jahr auf dem <strong>BREEZE</strong>. Der ehemalige Gitarrist der legendären Band <strong>MOTÖRHEAD</strong> liefert mit seinem neuen Projekt, in dem auch seine Söhne mitspielen, ein Brett grundehrlichen Rock‘n‘Rolls ab. Wer da nicht hin geht, ist selber schuld. So gesehen ein echtes Highlight auf dem diesjährigen <strong>SUMMER BREEZE</strong>.</em></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28934" aria-describedby="caption-attachment-28934" style="width: 335px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28934" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_174733.jpg" alt="" width="345" height="259" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_174733.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_174733-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_174733-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_174733-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 345px) 100vw, 345px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28934" class="wp-caption-text">Crowdsurfer auf Crowdsurfer</figcaption></figure>
<p>Es folgen <strong>KORPIKLAANI</strong>, welche ich mir dieses Mal von direkt vor der Bühne ansehe. Die Feierstimmung ist in diesen Bereichen natürlich groß, und so bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als mich der Partylaune hinzugeben. Die Crowdsurfer fangen bei diesem Konzert an, mächtig kreativ zu werden: Man sieht Crowdsurfer auf Crowdsurfern sitzen, Crowdsurfer auf Crowdsurfern surfen (im Stehen!), Crowdsurfer, die mit Videokameras auf Crowdsurfern crowdsurfen und sich beim Crowdsurfen filmen, nackte Crowdsurfer (ih!) – ja sogar ein Versuch wird gestartet, zu zweit auf einem Crowdsurfer zu crowdzusurfen – der endet allerdings eher ungut. Trotz all dem Quatsch darf man aber nicht vergessen, dass <strong>KORPIKLAANI</strong> längst nicht mehr nur Sauf- und Spaßmusik machen. Ruhigere Songs, langsamere Songs, Songs über die Schönheit der Natur, aber auch Songs mit düstereren Thematiken haben mittlerweile einen festen Platz in der Setlist.</p>
<h3>Von Zusammenhalt und hochwertiges Geklatsche</h3>
<p>Dann geht es für mich zu <strong>ORPHANED</strong> <strong>LAND</strong>. Berührt mich deren Musik auch persönlich nicht so sehr, muss ich sagen, dass das für die Menschen um mich herum definitiv anders ist. So viel Motivation, mitzuklatschen, mitzusingen und generell mitzumachen sehe ich dieses Festival zum ersten Mal. Der gesamte überdachte Bereich der CAMEL-Stage ist voll mit Menschen, die so richtig voll dabei sind. Sogar – und Respekt dafür – unregelmäßige Rhythmen werden scheinbar problemlos von der Masse mitgeklatscht. Im Normalfall schaffen es die Menschen auf Konzerten selten, überhaupt das Tempo zu halten, sobald das Geklatsche beginnt. Ein warmer Empfang für die Band. Der Sänger gibt außerdem seine Freude zum Ausdruck bezüglich der ganzen verschiedenen Nationalitäten, die sich hier versammelt haben, um zusammen Spaß zu haben und zu feiern. Ein besonders emotionaler Moment mit einer Band, die aus dem Konfliktgebiet Israel stammt.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28965" aria-describedby="caption-attachment-28965" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28965 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_222228-2.jpg" alt="" width="1450" height="477" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_222228-2.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_222228-2-300x99.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_222228-2-1024x337.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180818_222228-2-750x247.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28965" class="wp-caption-text">Die überdachte Bühne bei Orphaned Land</figcaption></figure>
<p>Auf <strong>SOLSTAFIR</strong> bin ich sehr gespannt, da mir von allen Seiten immer begeistert erzählt wird, wie gut die Band ist. Allerdings macht mich auch deren Musik wieder ordentlich müde, und wirklich viele Erinnerungen bleiben mir leider nicht. Drückende Atmosphäre, lila-blaues Licht, viel Nebel – alles scheint ineinander zu verschwimmen. Bei der nächsten Gelegenheit gibt’s dann eine detailliertere Review.</p>
<h3>Der letzte Abend</h3>
<p><strong>BLOODBATH</strong> höre ich seit geraumer Zeit ab und an mal, konnte sie aber leider nicht mehr mit <strong><span class="st">Å</span>KERFELD</strong> oder <strong>TÄGTGREN</strong> live sehen. Und, da muss ich mich leider der generellen Meinung anschließen: <strong>NICK</strong> <strong>HOLMES</strong> am Gesang wirkt einfach ein bisschen schwach im Vergleich. Aber! Diese Live-Show weiß mich eines Besseren zu belehren. Zwar ist wirklich hörbar weniger Power in der Stimme vorhanden als bei den Vorgängern, aber schlimm ist das eigentlich nicht. Es sorgt nur für eine andere Art von Atmosphäre: weniger Zerstörung und Gewalt, mehr Düsternis und Verwesung. Mir gefällt die Friedhof-Gammelfleisch-Stimmung live wirklich ganz gut. Hätte ich so nicht erwartet.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28964" aria-describedby="caption-attachment-28964" style="width: 422px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28964" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180819_015817-2.jpg" alt="" width="432" height="243" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180819_015817-2.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180819_015817-2-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180819_015817-2-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180819_015817-2-750x422.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 432px) 100vw, 432px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28964" class="wp-caption-text">Carpenter Brut</figcaption></figure>
<p>Den Abschluss des Festivals macht für mich dann tatsächlich nicht mal eine Metal-Band, sonden <strong>CARPENTER</strong> <strong>BRUT</strong>! Darkwave-lastiger 80er-Actionfilm-Sound mitsamt zugeschneiderter Licht- und Videoshow zu jedem einzelnen Song. Es ist ein audiovisuelles Spektakel sondergleichen. Die große Bühne gibt ein letztes Mal alles und überzeugt noch einmal mit perfektem, drückendem Sound. Ein solches Konzert habe ich noch nie erlebt, und es ist glorreich. Dazu muss ich noch sagen, dass trotz eher elektronisch angelehnter Musiksparte alles von Musikern live auf der Bühne gespielt wird – Mit Schlagzeug, Gitarre und Synthesizer. Ein würdiger Abschluss? Definitiv.</p>
<h3>Ende!</h3>
<p>Puh! Was ein Festival. So viele neue Bands live gesehen, und das trotz mittlerweile zehn Jahren Festivalbesuchen. Wie auch schon letztes Jahr hat es das <strong>SUMMER BREEZE</strong> wieder geschafft, fast bei jedem Konzert richtig guten Sound zu bieten. Besonders die Anlage (oder sind es die magischen Soundtechniker?) der neuen Hauptbühne (aktiv seit 2017) sei an dieser Stelle noch einmal zu loben. Auf keinem anderen Festival habe ich so positive Erfahrungen mit der Soundqualität gemacht. Und das Ersetzen der alten CAMEL-Stage durch eine tatsächlich funktionierende Bühne hat auch definitiv zum Wohle aller beigetragen.</p>
<p>Eine kleine Kritik hätte ich dennoch abzugeben: Dass der Platz beim Campen nicht pro Person, sondern pro Auto zugeordnet wird (so schien es mir zumindest zu funktionieren), ist im Bezug auf das überall so hochgepriesene Bilden von Fahrgemeinschaften dann doch eher kontraproduktiv! Es bedeutet im Endeffekt: Je mehr Leute im Auto, desto weniger Campspace hat jeder einzelne davon.</p>
<p>Alles in Allem habe ich nicht wirklich viel auszusetzen. Sogar das Schleusenproblem zum Infield war heuer bei Weitem galanter gelöst als letztes Jahr. Und: Der <em>Sauberste-Dixi-Klos-ever-Awar</em>d geht definitiv auch an das <strong>SUMMER BREEZE 2018</strong>. Selten so viele saubere Dixis gesehen. Wahrhaft ein neues Lebensgefühl. Und das Wichtigste Lob zuletzt: Großartige Stilabwechslung, was die Bandauswahl angeht! Es war von allem was dabei, und das Line-Up bot dieses Jahr wirklich die Möglichkeit für unterschiedlichste musikalische Erfahrungen. Um die ursprüngliche Frage zu beantworten: Ja, das Festival konnte seine Standarts dieses Jahr aufrechterhalten! Ich würde sogar von einer weiteren Steigerung sprechen. Weiter so!</p>
<p>Nur die FICKEN-Stage bräuchte wirklich nicht unbedingt zu existieren.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-28963" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180819_094308-2.jpg" alt="" width="1450" height="447" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180819_094308-2.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180819_094308-2-300x92.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180819_094308-2-1024x316.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/09/20180819_094308-2-750x231.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /></p>
<p>Cheers!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/summer-breeze-2018-der-bericht/">Summer Breeze 2018 &#8211; Der Bericht</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://silence-magazin.de/summer-breeze-2018-der-bericht/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Im Sog der Schwere &#8211; Doom Over Leipzig 2017: Tag 1</title>
		<link>https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-1/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-1</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-1/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Apr 2017 10:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[(DOLCH)]]></category>
		<category><![CDATA[doom over leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[ORANSSI PAZUZU]]></category>
		<category><![CDATA[Pallbearer]]></category>
		<category><![CDATA[Swansea Constellation]]></category>
		<category><![CDATA[Ultha]]></category>
		<category><![CDATA[UT]]></category>
		<category><![CDATA[UT Connewitz]]></category>
		<category><![CDATA[woe]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=16610</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wieder einmal öffnet mein Lieblingsschuppen in Leipzig, das UT seine Pforten, um ein Festival der Extraklasse zu präsentieren, das sich den experimentellen Nischen der Szene widmet und auch in diesem Jahr nicht wenige hochkarätige Gäste gewinnen konnte. Seit 2010 wird das Festival ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-1/">Im Sog der Schwere &#8211; Doom Over Leipzig 2017: Tag 1</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4><strong>Wieder einmal öffnet mein Lieblingsschuppen in Leipzig, das <a href="https://www.facebook.com/utconnewitz/?fref=ts" target="_blank">UT</a> seine Pforten, um ein Festival der Extraklasse zu präsentieren, das sich den experimentellen Nischen der Szene widmet und auch in diesem Jahr nicht wenige hochkarätige Gäste gewinnen konnte.</strong></h4>
<p>Seit 2010 wird das Festival nun schon von <a href="https://www.facebook.com/SwanseaConstellation/?fref=ts" target="_blank"><strong>Swansea Constellation</strong></a> organisiert und konnte sich in dieser Zeit auch weit über Leipzig, Sachsen und Deutschland hinaus einen Namen machen. Über die drei Tage des Festivals hinweg wird jedoch nicht nur Musik geboten, auch Lesungen, Ausstellungen, Kolloquien und Filme gehören zum Programm des <strong>Doom Over Leipzig</strong>. All das wird in verschiedenen Örtlichkeiten im Leipziger Süden veranstaltet, die unweit voneinander entfernt sind, und deren Besuch bereits im Ticketpreis inbegriffen ist. Nachdem bereits seit Mittwoch die Ausstellung läuft und am Abend eine Lesung stattfand, die das Festival eröffnete, geht es für mich erst am Donnerstag los.</p>
<p>Nicht ganz pünktlich betrete ich das steinerne UT, während<strong> ULTHA</strong> gerade daran arbeiten, alles in Schutt und Asche zu legen. Kaum sichtbar, nur in rotem Licht und Nebel stehen die fünf Mannen aus Köln auf der Bühne und überzeugen mit ihrem eiskalten und rasenden Black Metal den bereits gut gefüllten Saal. Ein paar wenige Strahler leuchten Richtung Decke und erzeugen so den Eindruck von Säulen, die mich an Sakralbauten erinnern. Ein merkwürdiges, und dennoch sehr passendes Bild.<br />
Ganze 50 Minuten Spielzeit werden den Kölnern als erste Band gegönnt, was mich schwer begeistert und mir zeigt, dass auf dem <strong>Doom Over Leipzig</strong> niemand als Opener „verschossen“ wird, bevor die „großen Jungs“ spielen dürfen.</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-1/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-1">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
<p>&nbsp;</p>
<p>Nachdem <strong>ULTHA</strong> und <strong>WOE</strong> kürzlich nicht in Hamburg spielen durften <a href="https://silence-magazin.de/rechtsoffen-ultha-sagen-konzert-ab/" target="_blank">(wir berichteten)</a>, bin ich umso froher, beide nun hier sehen zu können. Auf einem linken Festival. Dessen Veranstalter ausdrücklich links sind. Im ausdrücklich linken Stadtteil Leipzigs. Ich verstehe den ganzen Wirbel nicht so richtig und hoffe nur, dass nicht durch irgendwelche irrsinnigen Assoziationen bestimmter Kreise bald der Ruf entsteht, dass das <strong>Doom Over Leipzig</strong> ein Grauzonenfestival wäre, da dort mal jemand gespielt hat, der mal jemanden kannte, der mal jemanden kannte, der mal mit <strong>INQUISITION</strong> gespielt hat. „Verrückte Zeiten“ denke ich mir, während ich meine Nackenmuskulatur bei dem abschließenden und grandiosen <em>&#8222;Fear Lights The Path (Close To Our Hearts)&#8220;</em> auf Betriebstemperatur bringe.</p>
<p>Ursprünglich sollten als zweite Band <strong>(DOLCH)</strong> die Bühne betreten, doch aufgrund von verspäteter Ankunft verschiebt sich der Ablauf etwas, weshalb nun <strong>WOE</strong> die Bühne betreten.</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-1/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-1">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
<p>&nbsp;</p>
<p>Während <a href="https://silence-magazin.de/das-vendetta-fest-und-zecken-tag-2-samstag/"><strong>Jonas</strong> auf dem <strong>Vendetta Fest</strong></a> ganz begeistert von den Amerikanern war, springt bei mir der Funke heute nicht über. Handwerklich wird hier alles gut gemacht und auch auf Platte konnte das Quartett bislang beweisen, dass sie anständiges Songwriting durchaus beherrschen. Was mir heute aber den Zahn zieht, ist der undifferenzierte Sound, der mich keine einzige Gitarrenlinie heraushören und leider alles zu einem dröhnenden Einheitsbrei verkommen lässt, der keinen Spaß macht. Zusätzlich dazu passiert auch zwischen den Songs kaum etwas. Während man nach dem Eröffnungsstück noch etwas atmosphärischen Lärm macht, um notwendige Schraubereien am Drumset zu übertünchen, bleibt die Stille zwischen den weiteren Liedern ungefüllt. Ein halbherziges Heben der Bierflasche vom Bassisten ist die einzige Publikumsinteraktion – die weitestgehend unbeantwortet bleibt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>ORANSSI PAZUZU</strong> betreten die Bühne und brauchen zunächst eine gefühlte Ewigkeit für den Soundcheck. Doch das Warten lohnt sich! Denn spätestens mit dem zweiten Lied <em>&#8222;Saaturatio&#8220;</em>, dem Opener des letztjährig erschienenen und immer noch aktuellen Albums &#8222;Värähtelijä&#8220;, ziehen mich die Finnen in ihren Bann und haben mich bis zum Ende ihres Sets fest bei den Eiern!<br />
Mit vollem Körpereinsatz bietet das Quintett eine Show, die vor Energie nur so strotzt, weshalb sich diese auch umgehend auf das Publikum überträgt. Still stehen ist hier so gut wie unmöglich! Die repetitiven, fast schon postigen Strukturen, die bis zum Maximum Schicht um Schicht erweitert werden, lösen einen tranceähnlichen Zustand bei mir aus, der erst nach einer knappen Stunde enden wird. Besonders die Bühnenpräsenz von Keyboarder <strong>„EviL“</strong> bleibt mir im Gedächtnis, da dieser seine Tasteninstrumente völlig hemmungslos als Percussion benutzt, indem er mit Händen und Mikrofon auf ihnen herumtrommelt und dem Sound so eine weitere Nuance Wahnsinn und Atmosphäre hinzufügt. Was hier stattfindet, erinnert mich an Aufnahmen von Shows der großen <strong>SWANS</strong>, nur dass sich neben Riffs, Noise, Elektronik und Ethno-Schlagzeugmustern noch Black Metal hinzugesellt. <strong>ORANSSI PAZUZU</strong> sind eine Band, die die Welt braucht! Ich bin überwältigt.</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-1/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-1">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
<p>&nbsp;</p>
<p>Inzwischen sind <strong>(DOLCH)</strong> gut angekommen und werden entsprechend als vierte Band des Abends spielen. Leider verblasst der Auftritt ziemlich und wirkt sehr gezähmt, da <strong>ORANSSI PAZUZU</strong> die Messlatte weit nach oben katapultiert haben. Während mir der Sound von <strong>(DOLCH)</strong> auf Platte extrem gut gefallen hat, kann dieser Eindruck heute leider nicht angemessen in die Liveumgebung transportiert werden. Dafür bekommt die Musik, die sonst wie eine hypnotische Mischung aus <strong>CHELSEA WOLFE</strong> und <strong>URFAUST</strong> klingt, heute einen merkwürdigen Gothicunterton, den ich ums verrecken nicht verstehen kann, da die namenlose Sängerin von <strong>(DOLCH)</strong> sonst alles andere als eine klischeebehaftete Symphonic-Metal-Amsel darstellt. Mit steigender Dauer der Show kommt zunehmend Stimmung auf und nüchtern betrachtet wird hier nichts falsch gemacht, allerdings krankt das Set an dem unfreiwillig bekommenen Slot als vorletzte Band des Abends, weshalb nicht das entfacht wird, was ich von &#8222;I &amp; II&#8220; kenne.</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-1/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-1">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
<p>&nbsp;</p>
<p>Es wird Zeit für den Headliner des ersten Tages: <strong>PALLBEARER</strong>. Obwohl mich das neue und gefeierte Album der Amerikaner noch nicht so sehr begeistern konnte, <a href="https://silence-magazin.de/pallbearer-ich-raste-vollends-aus/">wie es das bei <strong>Hannes</strong> geschafft hat</a>, erkenne ich eine gute Show, wenn ich sie sehe. Das Quartett ist heute mit einem wunderbar klaren, transparenten, vielleicht sogar dem besten Sound des Abends gesegnet. Allein diese Tatsache ist schon extrem viel wert, doch zusätzlich dazu sind <strong>PALLBEARER</strong> sowohl an den Instrumenten, als auch stimmlich äußerst souverän und grooven sich durch Songs ihrer drei Platten, was nicht nur mich zum Mitnicken, Schwelgen und begeistert sein einläd. Vielleicht sollte ich &#8222;Heartless&#8220; doch noch ein paar Hördurchläufe mehr widmen &#8230;</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-1/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-1">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
<p>&nbsp;</p>
<p>Kurz nach 1 ist der erste Tag des <strong>Doom Over Leipzig</strong> gelaufen und ich mache mich auf den Heimweg. Heutiger Tagessieger für mich: <strong>ORANSSI PAZUZU</strong>. Doch bereits morgen stehen die nächsten Köstlichkeiten auf dem Programm!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/doomoverleipzig/?fref=ts" target="_blank">Doom Over Leipzig Facebook<br />
</a></p>
<p><a href="http://www.doomoverleipzig.com/" target="_blank">Doom Over Leipzig Website</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-1/">Im Sog der Schwere &#8211; Doom Over Leipzig 2017: Tag 1</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://silence-magazin.de/im-sog-der-schwere-doom-over-leipzig-2017-tag-1/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>PALLBEARER &#8211; ich raste vollends aus!</title>
		<link>https://silence-magazin.de/pallbearer-ich-raste-vollends-aus/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=pallbearer-ich-raste-vollends-aus</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/pallbearer-ich-raste-vollends-aus/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Mar 2017 15:25:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Stoner]]></category>
		<category><![CDATA[Amerika]]></category>
		<category><![CDATA[aus]]></category>
		<category><![CDATA[Blast]]></category>
		<category><![CDATA[Doom]]></category>
		<category><![CDATA[Epic]]></category>
		<category><![CDATA[Heartless]]></category>
		<category><![CDATA[Heavy]]></category>
		<category><![CDATA[Ich]]></category>
		<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[metal]]></category>
		<category><![CDATA[Nuclear]]></category>
		<category><![CDATA[Pallbearer]]></category>
		<category><![CDATA[raste]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=15505</guid>

					<description><![CDATA[<p>PALLBEARER &#8211; Heartless Veröffentlichungsdatum: 24.03.2017 Dauer: 59:59 Min. Label: Nuclear Blast Mit dem dritten Album so sagt man, steht oder fällt eine Band. Wie kann also eine Truppe, welche bereits 2 geniale Outputs veröffentlicht hat, das noch toppen? Ganz einfach. In dem ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/pallbearer-ich-raste-vollends-aus/">PALLBEARER &#8211; ich raste vollends aus!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>PALLBEARER </strong>&#8211; Heartless<br />
Veröffentlichungsdatum: 24.03.2017<br />
Dauer: 59:59 Min.<br />
Label: Nuclear Blast<span id="more-15505"></span></p>
<p>Mit dem dritten Album so sagt man, steht oder fällt eine Band. Wie kann also eine Truppe, welche bereits 2 geniale Outputs veröffentlicht hat, das noch toppen? Ganz einfach. In dem sie sich weiterhin auf ihre Stärken besinnt und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten festigt. &#8222;Heartless&#8220; bestätigt das vollends und kann ohne Zweifel mit den zwei Vorgängern mithalten.</p>
<p>Der Fünfer aus Little Rock, Arkansas, schafft es erneut sich neu zu erfinden, ohne dramatische Änderungen vorzunehmen. Das brachte immerhin einen Deal bei Nuclear Blast ein. Jetzt schreien sicherlich einige von euch &#8222;Kommerz!&#8220; oder &#8222;Hype!&#8220;, doch ich finde, das ist nur der gerechte Lohn für das erstklassige Schaffen von <strong>PALLBEARER</strong>. Es macht mir, im Gegensatz zu manch anderer Band, nicht das Geringste aus. Diese Band hat es verdient, bei den ganz Großen mitzuspielen. Und wenn ich groß meine, dann spreche ich hier von Meilensteinen wie <strong>WARNING</strong>, <strong>SOLITUDE AETURNUS</strong> oder gar <strong>CANDLEMASS</strong>. Da gibt es keine Widerrede.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/DNl_18Kr56g?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h4>Mit schmerzender Brust und zittrigen Fingern</h4>
<p>Da bereits der Opener <em>&#8222;I Saw The End&#8220;</em> und sein Nachfolger <em>&#8222;Thorns&#8220;</em> bereits der breiten Masse zugänglich gemacht wurde (ersteres bekam ein hochwertiges Musikvideo spendiert), und einen ersten exquisiten Vorgeschmack auf den Rest des Albums präsentierte, war meine Erwartungshaltung dementsprechend groß.</p>
<p>Ich meine, habt ihr schon mal so was Schönes und Trauriges wie die Leadmelodie von <em>&#8222;I Saw The End&#8220;</em> oder<br />
die wuchtigen Akkorde in Verbindung mit einem vor Herzblut überquillenden Solo von <em>&#8222;Thorns&#8220;</em> gehört?</p>
<blockquote><p>Ganz großes Kino!</p></blockquote>
<p>Ihr könnt euch schon denken, dass mich dieses zeitlose Stück Musik völlig kirre macht. Dabei müsst ihr euch mal vor Augen halten, dass kein Song unter 5 Minuten auskommt, manchmal ufert das sogar bis zu 12 Minuten aus!</p>
<h4>PALLBEARER legen den Fokus auf Härte und Eingängigkeit zugleich</h4>
<p>Und das ungekünstelt und unverkrampft. Ich raste aus, ist das geil! In den ruhigen Momenten glänzt das Quartett mit schönen Tonfolgen, nur um sich majestätisch in voller Kraft zu entfalten (<em>&#8222;Lie Of Survival&#8220;</em>). Da schimmern auch ab und an Classic-Rock-Einflüsse durch (<em>&#8222;Dancing In Madness&#8220;</em>), die meine Schmelzsicherung im Hirn nur noch mehr zum Zerfließen bringt. Passend hierzu gibt es verhallten Gesang, der auch bei <strong>BLACK SABBATH</strong> gut zur Geltung kommen würde. Zu meiner Überraschung wartet der Track im letzten Drittel hingegen mit für <strong>PALLBEARER</strong> untypisch hartem Gesang auf. Ungewöhnlich, aber nicht schlecht.&nbsp;</p>
<p>Doom dich <a href="https://www.youtube.com/watch?v=WmfKPB7AGDc">HIER</a> in schiere Glückseligkeit</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_15509" aria-describedby="caption-attachment-15509" style="width: 590px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-15509 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/pallbearer-band.jpg" width="600" height="400" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/pallbearer-band.jpg 600w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/pallbearer-band-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/pallbearer-band-360x240.jpg 360w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-15509" class="wp-caption-text">Bodenständig und professionell: <strong>PALLBEARER</strong></figcaption></figure>
<p>Dieser Pfad findet seinen Höhepunkt in <em>&#8222;Cruel Road&#8220;</em>, wo die gesamte Saitenfraktion das Mikrofon bedienen darf. Das ganze Konstrukt wirkt dennoch erfrischend anders, als der Rest von &#8222;Heartless&#8220;. Bei diesem Titel kommt eine moderne Seite von <strong>PALLBEARER</strong> zum Vorschein, die komplett auf der harten Schiene fährt.</p>
<p>Und schon sind wir beim Namensgeber an vorletzter Stelle angelangt, obgleich <em>&#8222;Heartless&#8220;</em> alle Trademarks der Band ohne Umschweife auf den Punkt bringt, ist der Drops noch lange nicht gelutscht. Mit <em>&#8222;A Plea For Understanding&#8220;</em> haben die Amis den wohl anmutigsten und gleichzeitig ergreifendsten Song seit Langem geschrieben. Wie ein vertonter Sonnenaufgang/Sonnenuntergang. Dafür habe ich jetzt keine Worte mehr, außer das ich wohl die nächsten Tage mit einem heftigen Schlafdefizit zu kämpfen habe. Diese Platte raubt mir den Atem!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/pallbearer-ich-raste-vollends-aus/">PALLBEARER &#8211; ich raste vollends aus!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://silence-magazin.de/pallbearer-ich-raste-vollends-aus/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>

<!--
Performance optimized by W3 Total Cache. Learn more: https://www.boldgrid.com/w3-total-cache/?utm_source=w3tc&utm_medium=footer_comment&utm_campaign=free_plugin

Page Caching using Disk: Enhanced 
Minified using Disk
Database Caching using Redis

Served from: silence-magazin.de @ 2026-04-11 10:24:07 by W3 Total Cache
-->