<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Regardes Les Hommes Tomber Archive - Silence Musik Magazin</title>
	<atom:link href="https://silence-magazin.de/tag/regardes-les-hommes-tomber/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://silence-magazin.de/tag/regardes-les-hommes-tomber/</link>
	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
	<lastBuildDate>Thu, 29 Sep 2016 18:36:31 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	

<image>
	<url>https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/05/cropped-apple-touch-icon-114x114-32x32.png</url>
	<title>Regardes Les Hommes Tomber Archive - Silence Musik Magazin</title>
	<link>https://silence-magazin.de/tag/regardes-les-hommes-tomber/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>DEAF ROW FEST V &#8211; von Jena vereint.</title>
		<link>https://silence-magazin.de/deaf-row-fest-v-2016-jena/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=deaf-row-fest-v-2016-jena</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/deaf-row-fest-v-2016-jena/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Sep 2016 15:21:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[Ambient]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[celeste]]></category>
		<category><![CDATA[deaf row fest]]></category>
		<category><![CDATA[Doom]]></category>
		<category><![CDATA[Festivalbericht]]></category>
		<category><![CDATA[jaguwar]]></category>
		<category><![CDATA[jena]]></category>
		<category><![CDATA[Kassablanca]]></category>
		<category><![CDATA[MGLA]]></category>
		<category><![CDATA[Noise-Pop]]></category>
		<category><![CDATA[Post Rock]]></category>
		<category><![CDATA[radare]]></category>
		<category><![CDATA[Regardes Les Hommes Tomber]]></category>
		<category><![CDATA[Shoegaze]]></category>
		<category><![CDATA[Sludge]]></category>
		<category><![CDATA[Ultha]]></category>
		<category><![CDATA[watered]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=7488</guid>

					<description><![CDATA[<p>Samstag war es nun endlich soweit – das lange schon im Kalender vermerkte Deaf Row Fest fand in Jena statt. Für mich eine Premiere. Also nicht nur, dieses Festival besuchen zu können, sondern auch, im Kassablanca zu sein. Und in Jena. Vorbeigefahren ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/deaf-row-fest-v-2016-jena/">DEAF ROW FEST V &#8211; von Jena vereint.</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Samstag war es nun endlich soweit – das lange schon im Kalender vermerkte <strong>Deaf Row Fest</strong> fand in Jena statt. Für mich eine Premiere. Also nicht nur, dieses Festival besuchen zu können, sondern auch, im Kassablanca zu sein. Und in Jena. Vorbeigefahren war ich schon. Was mir auffiel? Platten natürlich. Überall. Zu meiner Erleichterung löste sich aber die Befürchtung, Jena bestehe ausschließlich aus grau-braunen Klotzbauten, in Wohlgefallen auf. Auf dem Hof des liebevoll „Kassa“ genannten Clubs empfängt mich viel Bunt, viel Graffiti, ausrangierte Zugwaggons. Ich bin erstmal reizüberflutet. In Begleitung des <a href="http://fb.me/schneemensch">Yetis</a>, der mir heute in Sachen Fotos an die Seite gegeben wurde, und <a href="https://www.facebook.com/aehm.net">aehm</a>, dem DJ des Abends, der mit seinem Tun in den Umbauphasen geschickt die Konzepte der Bands aufgreifen wird und so die Pausen mit Musik füllt, betrete ich den Club.</p>
<blockquote>
<h3>Schön hier. Schön groß. Und übersichtlich.</h3>
</blockquote>
<p>Auf den ersten Blick mangelt es an nichts, auf den zweiten auch nicht: eine gut ausgestattete Bar bietet Getränke zu humanen Preisen und lädt zum Herumlümmeln ein. Der Konzertraum ist groß, hoch und beherbergt eine Empore, die mir am späteren Abend eine angenehme Ruhezone bieten soll. Garderobe – check. Plattenstand – check. Toiletten – check. Alles sehr angenehm hier. Draußen werden frisch zubereitete Burger und andere Leckereien angeboten, was mir als dauerhungriger Mensch natürlich sehr entgegenkommt.</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/i1wC47fNxBM?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Nachdem meine Besichtigung abgeschlossen ist, beginnt auch schon die erste Band. Trotz des zeitigen Konzertbeginns ist das Kassa schon gut gefüllt. <strong>JAGUWAR</strong> aus Dresden müssen keinesfalls vor leerem Haus spielen, was mich sehr freut. Sie servieren eine Mischung aus Noise-Pop und Shoegaze. Ich bin ja vorher schon gespannt gewesen, wie das vermutlich hauptsächlich eher raueren Tönen zugeneigte Publikum auf die verträumt, zuckerwattige Musik der drei reagiert. Im Laufe des Konzerts ergreifen tatsächlich auch nur sehr wenige Gäste die Flucht. Bevor ich allerdings weiterschreibe, muss ich ehrlich zugeben – ich bin der bittersüßen Atmosphäre, die <strong>JAGUWAR</strong> verbreiten, schon sehr lange verfallen. Das heißt so viel wie: Das Licht geht aus, die Dioden an den zahllosen Amps leuchten, der Nebel rauscht aus der Maschine und ich bekomme Gänsehaut, noch eh der erste Ton erklingt.</p>
<p><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/jaguwar_dr2016/Jaguwar-15-DeafRow2016.jpg" rel="" data-image-id="446" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/jaguwar_dr2016/Jaguwar-15-DeafRow2016.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/jaguwar_dr2016/thumbs/thumbs_Jaguwar-15-DeafRow2016.jpg" data-title="Jaguwar-15-DeafRow2016" data-description=" "><img fetchpriority="high" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/jaguwar_dr2016/thumbs/thumbs_Jaguwar-15-DeafRow2016.jpg" alt="Jaguwar-15-DeafRow2016" width="324" height="216" /></a></p>
<p>Das Licht geht an, die ersten Akkorde werden in den Raum gestellt und die Schatten der Musiker schneiden sich entlang ihrer Silhouetten durch das Licht. Ich werde von einer Soundwand sanft, aber fest, umschlossen und trotz der Lautstärke und Wucht, die mich vereinnahmt, entsteht eine äußerst träumerische Atmosphäre. Vermutlich baut sie sich durch den gelungenen Wechselgesang von Gitarrist und Bassistin auf, welchen beide klagend, fast ningelig, aber voller Substanz in den Stimmen über die instrumentale Basis erheben. So sehr, wie die Musik schwebt, wird sie durch das präzise, schnörkellose Schlagzeugspiel zusammen und vom präsenten Rickenbacker-Sound am Boden gehalten. Wie sich der Sound am besten beschreiben lässt? Ich denke, er ähnelt am ehesten der Lieblingskassette, die wieder und wieder und wieder abgespielt wurde. So lange, bis sie anfing zu leiern und Tonalitäten verzerren. Wo jeder vernünftige Mensch gesagt hätte: „Hau weg das Ding, das kann sich ja keiner mehr anhören“, setzt der Gitarrensound an und legt noch eine Schippe Achtzigerjahre-Atmosphäre drauf. Vielleicht so wie bei <strong>THE CURE</strong>. Oder <strong>NEW ORDER</strong>. Nur mächtiger.</p>
<p>Amps machen laut. Und viele Amps machen noch viel mehr laut. Und noch mehr Überlagerungen. Wahnsinn. Der Gitarrist spielt über vier Amps, wovon – nach seiner Aussage – immerhin einer das Clean-Signal rausgibt. Ich als Mensch mit wenig Hintergrundwissen zu Technik, freue mich einfach über die Vielschichtigkeit, die mir hier in Sachen Sound geboten wird. Zu den vielen Amps kommt ein Pedalboard, welches seinesgleichen sucht. Unserem teaminternen &#8222;Tech-Nick&#8220; <a href="https://silence-magazin.de/author/robert/">Robert</a> gehen bei dem Anblick gelinde gesagt die Augen über.</p>
<p><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/watered_dr2016/Watered-14-DeafRow2016.jpg" rel="" data-image-id="482" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/watered_dr2016/Watered-14-DeafRow2016.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/watered_dr2016/thumbs/thumbs_Watered-14-DeafRow2016.jpg" data-title="Watered-14-DeafRow2016" data-description=" "><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-right alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/watered_dr2016/thumbs/thumbs_Watered-14-DeafRow2016.jpg" alt="Watered-14-DeafRow2016" width="351" height="234" /></a></p>
<p>Nach <strong>JAGUWAR</strong> folgen <strong>WATERED</strong>, die nach einem verheißungsvollen Soundcheck pünktlich ihre Show beginnen. Nachdem die Empore während des Openers noch unbesetzt war, füllt sich der Platz oben auch so langsam. Ich befinde mich im Gespräch mit Freunden und bemerke nicht einmal richtig, dass <strong>WATERED</strong> bereits zu spielen beginnen. Bedrohlich braut sich etwas zusammen. Vor allem schwer und sehr langsam wälzt sich der Sound durch den Raum. Zunächst trägt sich der Gesamtklang eine ganze Weile komplett über den druckvollen und warmen Bass-Sound, der meinen Hörgewohnheiten in seinem Charakter sehr entgegen kommt. Ich bin mir nicht sicher, ob es beabsichtigt ist, dass die Gitarren so im Hintergrund agieren. Sie sind schwer greifbar und schaffen es dennoch irgendwie, etwas zur Atmosphäre beizutragen. Darin sind sie aber nach meinem Ermessen eindeutig nicht präsent genug und fallen regelrecht hinten runter. Dieses Ungleichgewicht scheint sich aber mit der Zeit aufzulösen. Die deutlich düsterere Schwester des Post-Rock, den die Jungs da auf der Bühne hervorzaubern, wird lichttechnisch durch den regelmäßigen Einsatz von Strobo unterstützt. <strong>WATERED</strong> bauen durchaus Atmosphäre auf, sind aber wenig innovativ in dem, wie sie ihre Songs entwickeln. Ich kann diesen Stillstand in dem Moment nicht gut ertragen, vielleicht weil mir einfach die Geduld fehlt. Die Zeit, bis <strong>ULTHA</strong> aufspielen, verbringe ich damit, mich weiter umzusehen. Dabei entdecke ich, dass es im Kassa noch einen Indoor-Raucher-Bereich gibt. Wie praktisch, vor allem heute, wo es draußen immer wieder nass von oben herunterkommt.</p>
<p><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/deaf-row-2016-impressionen/DeafRow2016-Impressionen-4.jpg" rel="" data-image-id="612" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/deaf-row-2016-impressionen/DeafRow2016-Impressionen-4.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/deaf-row-2016-impressionen/thumbs/thumbs_DeafRow2016-Impressionen-4.jpg" data-title="DeafRow2016-Impressionen-4" data-description=" "><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-left alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/deaf-row-2016-impressionen/thumbs/thumbs_DeafRow2016-Impressionen-4.jpg" alt="DeafRow2016-Impressionen-4" width="303" height="202" /></a></p>
<p>Punkt 20:00 Uhr starten <strong>ULTHA</strong> die Dampfwalze, die den Club mit einem Teppich aus finsterstem Geschrote überzieht. Ich beschließe spontan, mich auf die Empore zu begeben und dem Spektakel in entspannt, sitzender Position beizuwohnen. Auf das Geschrote legt sich ein mit viel Hall besetzter Gesang, der wütend und verzweifelt die Atmosphäre zerschneidet. Ja, hier bin ich richtig. Ich lasse mich vom Black-Metal der Kölner vereinnahmen und nicke unvermeidbar mit dem Kopf mit. Die düstere Grundstimmung wird vor allem durch tiefe Frequenzen und ein sehr aufgeräumt wirkendes Schlagzeug getragen. Wenn ich nun nicht oben auf der Empore säße, würde ich vermutlich direkt unten am Bühnenrand stehen und all die Verzweiflung, die ich in den letzten Ecken meiner Seele finden könnte, herausschreien.</p>
<blockquote>
<h3 dir="LTR" align="LEFT">Herrlich, so muss das sein!</h3>
</blockquote>
<p>Was mich etwas verwundert, ist, dass im Publikum relativ wenig Bewegung ist. Trotz oder vielleicht genau wegen der Exzessivität, die hier an den Tag gelegt wird, fliegen nur sehr wenige Haare durch die Luft. Auch das ausschließlich rote Standlicht, in dem sich die schwarzen Silhouetten der Musiker scharf abzeichnen, bringt nicht mehr Bewegung in die Sache, dafür aber eine auf seltsame Art und Weise sehr kuschelige Stimmung. Als ich mich grad in meine Melancholie rutschen lasse, kündigt mir meine fotografierende Begleitung frustriert an, Bands mit diesem Lichtkonzept in Zukunft zu boykottieren (Wozu das geführt hat, seht ihr nun an den Fotos von <strong>ULTHA</strong>. Sie sind schwarz-weiß). Schade um die Fotos. Doch zurück zur Musik an sich. Die Kölner Kapelle hat Lukas, die kleine süße Lokomotive, zu einem großen, alles niederwälzendem Stahlross erzogen, das sich gnadenlos seinen Weg in mein Herz bahnt. So überwältigt ich bin – nach zwanzig Minuten der Show hat sich dieser Effekt bei mir leider bereits abgenutzt. Das liegt möglicherweise daran, dass ich oben auf der Empore recht weit weg vom Geschehen bin. Aber wie bereits erwähnt, bewegt sich unten auch nicht besonders viel. Die Musik ist doch recht gleichförmig, das Tempo über viele Songs gleich und die Tonalitäten ähnlich. Und so wird das Geschrote zum Rauschen eines Sound-Meeres, von dessen Horizont verzweifelte Schreie des schiffbrüchigen Sängers an mein Ohr getragen werden.</p>
<p><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/ultha_dr2016/Ultha-4-DeafRow2016.jpg" rel="" data-image-id="459" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/ultha_dr2016/Ultha-4-DeafRow2016.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/ultha_dr2016/thumbs/thumbs_Ultha-4-DeafRow2016.jpg" data-title="Ultha-4-DeafRow2016" data-description=" "><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/ultha_dr2016/thumbs/thumbs_Ultha-4-DeafRow2016.jpg" alt="Ultha-4-DeafRow2016" width="328" height="218" /></a></p>
<p>Zurück vom Meer bewege ich mich mal hinaus, um die angebotenen Burger zu verkosten. Da gibt es nichts zu meckern. Das Preis-Leistungsverhältnis ist gut, die Zutaten frisch und der Sättigungseffekt vorhanden. Vorerst. Wie es eben immer so mit Burgern ist. Wirklich auf Dauer machen die leider nicht glücklich. Den Magen gefüllt und die Lunge mit frischer Luft versorgt, besorge ich mir eine Brause und beobachte am Bühnenrand das geschäftige Treiben auf selbiger. Nachdem<strong> JAGUWAR</strong> mit viel schwerem und großen Gerät aufgefahren haben, schrumpft die Bühnenbestückung von Band zu Band immer weiter zusammen. <strong>RADARE</strong> bauen sich regelrecht einen Arbeitsplatz. Aufgeräumt, luftig, wenige Amps und doch viel Instrumentarium wird auf der Bühne verteilt. Keyboard, Sampling-Station, Posaune, Klarinette, noch ein Keyboard und dazu die Standard-Bandbesetzung. Meine Neugier auf das, was mich erwartet, steigt weiter, als ich begreife, dass all diese Instrumente von nur vier Personen bedient werden.</p>
<blockquote>
<h3 dir="LTR" align="LEFT">Multi-Intrumentalisten &#8211; sowas find&#8216; ich ja immer gut.</h3>
</blockquote>
<p>Mit einer überschaubaren Verzögerung von zwanzig Minuten betritt die Kombo die Bühne und empfängt das Publikum mit einem eingesprochenen Intro, welches von langsam, tragender, regelrecht gesetzt wirkender Musik abgelöst wird. Ich fühle mich sofort, als würde vor meinem inneren Auge eine Western-Film-Szenerie ablaufen können. Nein, nicht so, wie ihr denkt. Ohne Peng-Peng und klagende Mundharmonikasequenzen. Vielmehr die Musik, zu der ein Lonesome Rider durch die verlassene Western-Stadt zieht. Ich entschließe mich dazu, ein weiteres Mal die Empore aufzusuchen. Ich finde dort einen guten Sitzplatz und kann mich hinwegträumen. Zuverlässig, wie auch schon bei den anderen Bands, habe ich sowohl oben als auch unten vor der Bühne sehr ausgewogenen Sound. Angemessen druckvoll, aber nicht unnötig laut. Vor allem bei der vielschichtigen Musik, die <strong>RADARE</strong> auffahren, kommt dieser Umstand besonders positiv zum Vorschein. Auch bei Passagen, die nur durch einzelne Instrumente, wie beispielsweise Keys und Posaune bespielt werden, bricht die Atmosphäre nicht ein. Ich bin davon begeistert, mit welcher Leichtigkeit und welchem Minimalismus die Vier es bewerkstelligen, ein so vereinnahmendes und rundes Klangbild zu schaffen.</p>
<p><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/radare_dr2016/Radare-4-DeafRow2016.jpg" rel="" data-image-id="502" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/radare_dr2016/Radare-4-DeafRow2016.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/radare_dr2016/thumbs/thumbs_Radare-4-DeafRow2016.jpg" data-title="Radare-4-DeafRow2016" data-description=" "><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/radare_dr2016/thumbs/thumbs_Radare-4-DeafRow2016.jpg" alt="Radare-4-DeafRow2016" width="327" height="218" /></a></p>
<p>Die Langsamkeit in der Musik verlangt mir als Hörer ab, mich von Erwartungen und dem Warten auf Aktion zu distanzieren. Ich lenke meine Aufmerksamkeit also auf das Tun der Musiker und stelle fest, dass sich hinter der Getragenheit und der Langsamkeit raffinierte Kompositionen verbergen. Vor allem die so organisch verlaufenden Harmoniewechsel vollziehen sich fast nicht wahrnehmbar und zaubern mir mit ihrer eleganten Verspieltheit ein Dauergrinsen aufs Gesicht. Zeitweise wird die Western-Szenerie vor meinem inneren Auge von einem im Wald spielenden Horrorfilm abgelöst. Bassfrequenzen, die meine Schädeldecke erzitten lassen, durchzogen von spitzen Gitarrensounds, lehren mich das Gruseln. Doch <strong>RADARE</strong> kehren zuverlässig zum Western-Theme zurück. Neben eher klassischen Effekten spielt die Band auch mit eher ungewöhnlichen Variationen, die dazu führen, dass zum Beispiel eben die Gitarre, mit dicker Zerre und Bendings bis zur Kniekehle versehen, kaum mehr als solche zu identifizieren ist. Im Gesamtkonzept Bläser einzubinden und sogar zwei Keyboarder am Start zu haben, ist auch etwas sehr Erfrischendes, was ich in der Form bisher nie gesehen habe.</p>
<p>Während ich mich noch so davonträume, beenden <strong>RADARE</strong> nach gefühlt viel zu kurzer Zeit ihre Show. Langsam fange ich mich wieder und beschließe, noch einmal draußen herumzustromern und mir einen weiteren Burger einzuverleiben. Wie ich schon befürchtet hatte, hatten jedoch andere vermutlich ähnlich gefräßige Gäste bereits alles aufgegessen. Schade, dann wird es wohl doch noch ein Getränk. Ich platziere mich drinnen am Tonpult und warte auf <strong>REGARDE LES HOMMES TOMBER</strong>. Robert, der sich ebenfalls nach Jena bewegt hat, freut sich unheimlich, weil sie zum Soundcheck einen Song von <strong>MGLA</strong> covern. Ich freue mich einfach, weil der Drummer schon vor Anfang der Show ordentlich Ballett macht. Mit ein wenig weiterer Verzögerung beginnt die Kapelle aus Nantes ihren Auftritt. Ich bin geblendet.</p>
<blockquote>
<h3 dir="LTR" align="LEFT">Der Strobo überfordert kurzzeitig meine Synapsen.</h3>
</blockquote>
<p>Nach dem ruhigen, einlullenden Soundtrack, den ich vorher genießen konnte, weckt mich diese um einiges aktivere Band wieder auf. Black Metal steht nun auf dem Plan. Die Lichtshow ist aktiver, die Musik vorsichtig gesagt treibender. Was mir hier an Angryness und Power entgegengebracht wird, ist beeindruckend. Der Abriss kommt Genre-typisch mit zerstörerischen Walzenparts daher, die immer wieder zu zerrütteten, leiseren Parts abebben, um anschließend in eine weitere Welle Zerstörung zu erwachsen. Tatsächlich habe ich zu <strong>REGARDE LES HOMMES TOMBER</strong> recht wenig zu sagen, weil sie ihrem Metier entsprechendes Instrumentarium auffahren und dieses ohne Frage auch umzusetzen wissen. Ich stehe einfach nur da und lasse mir die Gehirnwindungen durchpusten.</p>
<p><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/regarder-les-hommes-tomber_dr2016/RegarderLesHommesTomber-19-DeafRow2016.jpg" rel="" data-image-id="530" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/regarder-les-hommes-tomber_dr2016/RegarderLesHommesTomber-19-DeafRow2016.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/regarder-les-hommes-tomber_dr2016/thumbs/thumbs_RegarderLesHommesTomber-19-DeafRow2016.jpg" data-title="RegarderLesHommesTomber-19-DeafRow2016" data-description=" "><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/regarder-les-hommes-tomber_dr2016/thumbs/thumbs_RegarderLesHommesTomber-19-DeafRow2016.jpg" alt="RegarderLesHommesTomber-19-DeafRow2016" width="329" height="219" /></a>Nach dieser klassischen Zerstörungswelle habe ich mein Müdigkeitstief zunächst überwinden können und beobachte das emsige Treiben zum Umbau. Die nun folgende Band hat ähnlich <strong>RADARE</strong> einige Instrumente dabei, die über die Standard-Besetzung hinausgeht. Zum Beispiel eine Schatzkiste. Oder so etwas ähnliches. Darin befindet sich ein Blasebalg. Klingt ein bisschen wie eine Drehorgel. Außerdem erblicke ich ein lautenähnliches Zupfinstrument, das vermutlich östlichem Ursprungs ist. Auch eine ganze Palette Percussionsinstrumente liegt bereits herum – Rasseln, Schellen, Glocken verschiedener Formen und Größen. Mit Beginn der Show wird in regelmäßigen Abständen wieder der Strobo angeworfen, was ich inzwischen schon recht nervig finde. <strong>THE BLACK HEART REBELLION</strong> legen los und werfen mich dank ihrer Instrumente direkt in Ethno-ähnliche Strukturen. Der Gesang ist angemessen präsent, die Stimme sehr angenehm. Die gesungenen Melodielinien und Percussion sowie dazu passend das sehr warme, orangene Licht erzeugen eine äußerst epische Atmosphäre. Die Bandmitglieder interagieren stark miteinander und bringen Bewegung auf die Bühne. Hier geht es viel um Show. Ich bin ja hinsichtlich Shows eher der Freund des Minimalismus – ich finde übertriebenes Herumgehampel vor allem eins, nämlich albern. So auch hier. Schön anzusehen ist es dennoch, wie die wehenden Haare Wirbel in den Bühnennebel treiben. Die Übertriebenheit ihrer Gesten tut der Tatsache, dass diese Band ihr Handwerk versteht, jedoch keinen Abbruch. Sie haben Mut zu langsamen, tragenden und mit wenig Aktion gefüllten Parts, die fast ausschließlich vom stetig leicht leiernden Gesang getragen werden. Für mich ist diese Art Musik ein unbekanntes Konzept, das ich am ehesten als Mischung aus Ambient, Post-Rock und Doom, die mit nativen Elementen durchwachsen ist, beschreiben würde. All das vorgetragen mit einer ordentlichen Ladung Pathos.</p>
<p><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/the-black-heart-rebellion_dr2016/TheBlackHeartRebellion-13-DeafRow2016.jpg" rel="" data-image-id="568" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/the-black-heart-rebellion_dr2016/TheBlackHeartRebellion-13-DeafRow2016.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/the-black-heart-rebellion_dr2016/thumbs/thumbs_TheBlackHeartRebellion-13-DeafRow2016.jpg" data-title="TheBlackHeartRebellion-13-DeafRow2016" data-description=" "><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/the-black-heart-rebellion_dr2016/thumbs/thumbs_TheBlackHeartRebellion-13-DeafRow2016.jpg" alt="TheBlackHeartRebellion-13-DeafRow2016" width="332" height="221" /></a>Nach zwanzig Minuten hat sich mein Interesse an der Musik der Belgier langsam aber sicher verflüchtigt, da ich den Eindruck gewinne, sämtliche, nun folgende Melodielinien, bereits von ihnen gehört zu haben. Da sich die Show dauerhaft auf einem Drama-Level von 100% bewegt und mir die Luft im Kassa inzwischen wirklich unangenehm wird, verlasse ich den Konzertraum vorerst. Ich weiß tatsächlich nicht, wie sich die Zeit bis zum Beginn der letzten Band so verziehen konnte, aber der erste Ton, den<strong> CELESTE</strong> von sich geben, erklingt mit einer ganzen Stunde Verspätung. Das Kassa ist immer noch voll, was mich aufgrund der vorangeschrittenen Uhrzeit (es ist inzwischen fast halb Zwei) doch verwundert. Gut, die Franzosen wurden mir ja schon von vornherein als akustisches sowie optisches Sahneschnittchen angepriesen. Daran wird es wohl liegen.</p>
<p><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/celeste_dr2016/Celeste-4-DeafRow2016.jpg" rel="" data-image-id="601" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/celeste_dr2016/Celeste-4-DeafRow2016.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/celeste_dr2016/thumbs/thumbs_Celeste-4-DeafRow2016.jpg" data-title="Celeste-4-DeafRow2016" data-description=" "><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/celeste_dr2016/thumbs/thumbs_Celeste-4-DeafRow2016.jpg" alt="Celeste-4-DeafRow2016" width="320" height="213" /></a>Wieder meinen Platz am Tonpult eingenommen, erwarte ich gespannt, was nun passieren wird. Die Bühne ist dunkel. Komplett. Nur an der Seite sieht man zunächst die eine oder andere Amp-Diode rot leuchten. Dass dort Musiker auf der Bühne sind, wird erst sichtbar, als selbige ihre Kopflampen anmachen. Keine Silhouette, kein Schatten verrät, wo sie sich befinden. Nur ihre roten Lichter lassen es erahnen. Den nickenden Kopfbewegungen der Musiker folgend, sehen die Lichtkegel aus, als stammten sie von verwirrten Leuchttürmen. Nach dem ruhigen, getragenen Intro folgt ein atemberaubendes Gewitter aus Krach und Geschrei, untermalt mit aggressiven Strobo. Eisbrecher-gleich schiebt sich die undifferenzierte, aber keinesfalls unangenehme Soundwand durch den Saal. Was genau hier passiert, lässt sich schwer in Worte fassen – aber es ist laut. Es ist überbordend. Es ist verzweifelt. Letzteren Eindruck hinterlässt hauptsächlich die schneidende Reibeisenstimme. Darunter bewegt sich einiges, nach wie vor kann ich allerdings nicht differenzieren, was genau geschieht. Ich stelle nach einer Weile der Eingewöhnung erstaunt fest, dass die Musik sogar etwas Orchestrales an sich hat. Alles in allem könnten<strong> CELESTE</strong> mit ihrer Show sehr gut den Soundtrack zu einem depressiven Schub, der dich verzweifelt in der Ecke kauern lässt, geschrieben haben. Einfach nur der Wahnsinn. Mir gefällt die Mischung aus Sludge und Post-Hardcore, die die Band auf den Saal niederprasseln lässt, ausgesprochen gut. Ob ich mir sowas Zuhause auch anhören würde, wage ich allerdings zu bezweifeln.</p>
<blockquote>
<h3 dir="LTR" align="LEFT">Der Tag danach. Ich ziehe Bilanz.</h3>
</blockquote>
<p>Dass der Abend sehr anstrengend werden würde, weil sich sieben Bands gegenseitig die Klinke in die Hand geben, hatte ich ja vorher schon geahnt. Dass ich erst halb fünf im Bett sein sollte, befürchtet. Doch die Anstrengungen waren den Abend absolut wert. Ich habe so viele verschiedene neue Eindrücke sammeln können, eine tolle Location kennengelernt und war endlich mal in Jena. Für das kommende Jahr nehme ich mir vor, wieder zum <strong>Deaf Row</strong> ins Kassa zu fahren. Unabhängig vom Line-Up. Denn das, was mich neben der Auswahl hochwertiger und so verschiedener Bands absolut überzeugen konnte, war der top Sound, der mir geboten wurde.</p>
<p> [<a href="https://silence-magazin.de/deaf-row-fest-v-2016-jena/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=deaf-row-fest-v-2016-jena">See image gallery at silence-magazin.de</a>] </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/deaf-row-fest-v-2016-jena/">DEAF ROW FEST V &#8211; von Jena vereint.</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://silence-magazin.de/deaf-row-fest-v-2016-jena/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>5</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Von Black Metal bis Shoegaze &#124; DEAF ROW FEST V</title>
		<link>https://silence-magazin.de/von-black-metal-bis-shoegaze-deaf-row-fest-v/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=von-black-metal-bis-shoegaze-deaf-row-fest-v</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/von-black-metal-bis-shoegaze-deaf-row-fest-v/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Aug 2016 09:48:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[2016]]></category>
		<category><![CDATA[black heart rebellion]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[celeste]]></category>
		<category><![CDATA[deaf row fest]]></category>
		<category><![CDATA[Doom]]></category>
		<category><![CDATA[festival]]></category>
		<category><![CDATA[jaguwar]]></category>
		<category><![CDATA[jena]]></category>
		<category><![CDATA[konzert]]></category>
		<category><![CDATA[live]]></category>
		<category><![CDATA[metal]]></category>
		<category><![CDATA[Post Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Post Rock]]></category>
		<category><![CDATA[preview]]></category>
		<category><![CDATA[radare]]></category>
		<category><![CDATA[Regardes Les Hommes Tomber]]></category>
		<category><![CDATA[Ultha]]></category>
		<category><![CDATA[watered]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=6542</guid>

					<description><![CDATA[<p>Sieben Bands, ein Abend, eine Bühne. So weit, so gut. Sowas haben wir alle schon mal gesehen. Was das Jenaer DEAF ROW FEST allerdings auszeichnet, ist musikalische Vielfalt. Am 17. September wird mit der fünften Auflage des Festivals der Bogen von Black Metal über ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/von-black-metal-bis-shoegaze-deaf-row-fest-v/">Von Black Metal bis Shoegaze | DEAF ROW FEST V</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sieben Bands, ein Abend, eine Bühne. So weit, so gut. Sowas haben wir alle schon mal gesehen. Was das Jenaer <a href="https://www.facebook.com/events/1210566882306296/"><strong>DEAF ROW FEST</strong></a> allerdings auszeichnet, ist musikalische Vielfalt. Am 17. September wird mit der fünften Auflage des Festivals der Bogen von <strong>Black Metal</strong> über <strong>Post Metal</strong> bis hin zu <strong>Noise-Pop</strong> geschlagen. Ich gebe offen zu, dass ich die meisten Namen dieses Abends nur vom Hörensagen kenne. Und genau deswegen freue ich mich so über das Event. Ich werde die Gelegenheit haben, gleich eine ganze Hand voll Bands anzusehen, zu denen ich mich bislang ungefähr so äußern kann: „Ja, schon mal von gehört, sollen gut sein.“ Einzig der Opener <strong>JAGUWAR</strong> ist mir besser bekannt, doch dazu später mehr. Das Festival hebt für mich heraus, dass es mit seinem Konzept nicht nur verschiedene und doch ähnliche musikalische Interessen bedient, sondern sich auch dem guten Zweck verschrieben hat. Denn das Deaf Row Fest unterstützt im Vorfeld der Veranstaltung aktiv <strong>Seehilfe e.V.</strong> mit Spendenaktionen, deren Gewinne zu 100% in das besagte Projekt fließen, welches es sich zur Aufgabe gemacht hat, geflüchtete Menschen auf Sizilien mit dringend benötigten Hilfsgütern zu versorgen.</p>
<p>Doch zum Kernstück &#8211; der Musik!</p>
<p><iframe loading="lazy" style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=39486717/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=1914851875/transparent=true/" width="300" height="150" seamless=""><a href="https://celestes.bandcamp.com/album/pessimiste-s">Pessimiste(s) by Celeste</a></iframe></p>
<p>Niemand Geringeres als die in meinem Umfeld sehr gefeierten Franzosen von<strong> CELESTE</strong> haben sich als Headliner im Jenaer Kassablanca angekündigt. Mit ihrem Sound aus Sludge/Post-Hardcore erschaffen sie verstörende Klangwelten, die mir schon beim kurzen Reinhören die Luft zum Atmen nehmen. Dass sie damit bei mir sicherlich auch live Eindruck hinterlassen werden, steht außer Frage. Ob ich dem Ganzen zugeneigt sein kann, werde ich wohl erst vor Ort entscheiden können.</p>
<p><iframe loading="lazy" style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/track=3153926983/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="300" height="150" seamless=""><a href="https://theblackheartrebellion.bandcamp.com/track/for-lucia">For Lucia by The Black Heart Rebellion</a></iframe></p>
<p>Etwas weniger aggressiv, wenn auch nicht minder vereinnahmend, geben sich<strong> BLACK HEART REBELLION</strong> aus Belgien, die sich irgendwo zwischen Doom und Post-Rock bewegen und in Trance führende Percussion sowie native Klänge in ihre Kompositionen einweben. Während dieser Performance könnte ich mich vermutlich von den beiden vorhergehenden Bands des Abends etwas erholen. Denn sowohl die zuvor aufspielenden <strong>ULTHA</strong> aus Köln als auch <strong>REGARDE LES HOMMES TOMBER</strong> aus Frankreich werden kontrastiv zu <strong>BLACK HEART REBELLION</strong> deutlich straightere und finsterere Saiten aufziehen. Diese beiden Bands zelebrieren ausführlichst den Black Metal, welchem ich mich vermutlich kaum verwehren werde können und mir deswegen meine Nackenmuskulatur perspektivisch frühzeitig lockern sollte.</p>
<p><iframe loading="lazy" style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=40990157/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="300" height="150" seamless=""><a href="https://ultha.bandcamp.com/album/dismal-ruins-ep">Dismal Ruins (EP) by ULTHA</a></iframe></p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/s0c6w2Zom_Q?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Wem jetzt noch nicht, wie mir, das Höschen mit Aussicht auf diese verschiedenen, gesammelt an einem Abend spielenden Kapellen, feucht wird, sollte sich bewusst machen, dass es noch drei weitere Bands im Line-Up geben wird. Bands, die sich vor allem wabernden, träumerischen Sound-Sphären verschrieben haben. Mit <strong>WATERED</strong> und <strong>RADARE</strong> holen die Veranstalter zur Aufwärmung zwei instrumentale und deutlich postigere Vertreter des Metals auf die Bühne. Während <strong>WATERED</strong> mit einem Mix aus tiefen, schweren Riffs und schwebenden Gitarrenlicks eher komplexe Strukturen auffahren, verspricht die deutlich tragendere und langsamere Musik von <strong>RADARE</strong> eine gehörige Portion mehr Melancholie, die mich je nach Stimmung entweder erfolgreich auf sentimentale Ebenen tragen oder – was ich eher vermute – schlicht und ergreifend einschlafen lassen wird.</p>
<p><iframe loading="lazy" style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1792314094/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=2388824584/transparent=true/" width="300" height="150" seamless=""><a href="https://watered.bandcamp.com/album/some-are-born-into-the-endless-night">Some Are Born Into The Endless Night by Watered</a></iframe></p>
<p>Doch zurück zu <strong>JAGUWAR</strong>. Die Dresdner werden den Abend im Kassablanca eröffnen. Mich haben sie bisher immer wieder sowohl mit ihrer Musik als auch der Show um den Finger wickeln können. Noise-Pop/Shoegaze nennt sich das, was sie einem da auf die Ohren geben. So mancher hat sie auch schon in die Kategorie Doom geschoben. Wie das alles zusammen passen soll, weiß ich nicht. Was ich aber versprechen kann, ist, dass das Konzept – für mich jedenfalls – bestens funktioniert. Effektbeladene Soundwände wälzen mich nieder, die melancholisch träumerischen Stimmen von Gitarrist und Bassistin erheben sich darüber. Das Bühnenlicht funkelt in allen Farben und es wirkt, als hätte just ein Einhorn einen Sack Glitzer über die Bühne verstreut. Da fehlen nur noch Seifenblasen.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/LqVLgNuZu_w?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Wie ihr seht, es gibt an besagtem Abend in Jena viel zu entdecken. Wem das noch nicht reichen sollte, könnte sich außerdem noch die zwei Tage vorher stattfindende <a href="https://www.facebook.com/events/1035320489855289/">Warm-Up Party</a> mit <strong>MUTILATION RITES </strong>und <strong>WIEGEDOOD</strong> im Rosenkeller Jena geben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Was?                          DEAF ROW FEST</p>
<p>Wann?                        17.09.2016</p>
<p>Wo?                            Kassablanca Jena</p>
<p>Preis:                         20€ VVK</p>
<p>Genre:                       Black Metal, Post Metal, Sludge, Noise-Pop/Shoegaze</p>
<p>Bands:                    <strong> CELESTE</strong>, <strong>BLACK HEART REBELLION</strong>, <strong>ULTHA</strong>, <strong>REGARDE LES HOMMES TOMBER</strong>, <strong>WATERED</strong>, <strong>RADARE</strong>, <strong>JAGUWAR</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/von-black-metal-bis-shoegaze-deaf-row-fest-v/">Von Black Metal bis Shoegaze | DEAF ROW FEST V</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://silence-magazin.de/von-black-metal-bis-shoegaze-deaf-row-fest-v/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Black Metal Malle &#8211; Teil 1</title>
		<link>https://silence-magazin.de/black-metal-malle-teil-1/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=black-metal-malle-teil-1</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/black-metal-malle-teil-1/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Aug 2016 08:36:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Ancst]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Blackened]]></category>
		<category><![CDATA[Hardcore]]></category>
		<category><![CDATA[Ihsahn]]></category>
		<category><![CDATA[Mallorca]]></category>
		<category><![CDATA[Regardes Les Hommes Tomber]]></category>
		<category><![CDATA[Sun Worship]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=5566</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Erderwärmung ist ja schon ein gemeiner Geselle. Nicht nur sind wir alle Schuld daran, dass sie überhaupt auftaucht, sondern müssen uns mit ihr auch noch einen Planeten teilen. Experten und Panikmacher sind sich einig, dass unser gemäßigtes Klima bald schon nicht ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/black-metal-malle-teil-1/">Black Metal Malle &#8211; Teil 1</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die <strong>Erderwärmung</strong> ist ja schon ein gemeiner Geselle. Nicht nur sind wir alle Schuld daran, dass sie überhaupt auftaucht, sondern müssen uns mit ihr auch noch einen Planeten teilen. Experten und Panikmacher sind sich einig, dass unser gemäßigtes Klima bald schon nicht mehr so kühl sein wird.</p>
<blockquote><p>Die Winter werden wärmer, selten kalt und die Sonne brennt uns den Arsch weg.</p></blockquote>
<p>So ähnlich klingen die übertriebenen Hiobsbotschaften die uns erreichen. Und sie geben Grund zur Sorge: Werde ich meinen düsteren Metal noch im Kalten genießen können?<br />
Um mich der nahenden Zukunft zu stellen, habe ich mich also auf den Weg in wärmere Gefilde gemacht. Denn die angeblich durch den Klimawandel eingeläutete Eiszeit werde ich höchstwahrscheinlich nicht mehr miterleben. Das wäre das perfekte Wetter für Black Metal. Stattdessen verschlägt es mich ausgerechnet nach Mallorca.<br />
<strong>Deutschlands 17. Bundesland</strong> und Black Metal? Kann man im Touri-Kommerz und der brütenden Hitze noch die ein oder andere Schwarzmetall Band genießen?</p>
<p>Um das schon mal vorweg zu nehmen: Nein, ich habe keine neue Band aus Mallorca entdeckt, sondern werde euch lediglich hier ein paar mehr oder weniger geheime Tipps geben. Dafür erzähle ich euch gleich von einigen meiner Urlaubs-Aktivitäten und dem perfekten Soundtrack zu diesen. Ihr seid recht herzlich dazu eingeladen, meine Reise im Nachhinein mitzuerleben!</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_5603" aria-describedby="caption-attachment-5603" style="width: 392px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-5603" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/DSC_0041-1024x576.jpg" alt="DSC_0041" width="402" height="226" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/DSC_0041-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/DSC_0041-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/DSC_0041-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/DSC_0041.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 402px) 100vw, 402px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-5603" class="wp-caption-text">Auf nach Mallorca!</figcaption></figure>
<h3>Tag 1:</h3>
<p>Die Reise beginnt im Flugzeug, deswegen mache ich mich auf <strong>Schmerzen fürchterlichen Ausmaßes im Gesäßbereich</strong> bereit. Mein Körper verträgt diese Flugzeugsitze nicht einmal über die durchaus menschenwürdige Dauer von zwei Stunden. Und im Flugzeug wird auch meine erste Begegnung mit Musik in diesem Urlaub stattfinden.<br />
Zum Glück nerven die Stewardessen und Stewards mich nicht und akzeptieren, dass ich um 4 Uhr morgens lieber die Augen ausruhen und zu Musik entspannen will. Denn um ehrlich zu sein, kann ich es nicht ab, im Flugzeug belöffelt zu werden, was ich denn nun gern zu trinken hätte etc. Da weiche ich gerne auf eine altbewährte Taktik aus: Augen schließen, Kopfhörer auf und so tun als würde man schlummern. Dabei ist mir egal, ob ich gerade abstürze und Panik schieben sollte oder nicht.</p>
<p>Durch meine Strategie bin ich die nervigen Flugbegleiter los und kann mich auf die Musik konzentrieren, ob ich nun wirklich müde bin oder nicht. Die passende Reisemusik streichelt nach dem Start endlich meine Ohren. Es ist <strong>IHSAHN</strong>, der mir betörend in die Ohren kreischt und ab und zu auch singt. Wem <strong>IHSAHN</strong> kein Begriff ist, der darf jetzt gern seine Hausaufgaben machen und seine alte Band <strong>EMPEROR</strong> anhören, die aber viel traditioneller unterwegs sind als ihr Frontmann mit seiner Solo-Arbeit. Damals wurden noch härtere Sachen abgefeuert und die ganz alte Schiene gefahren. Das gesamte Programm war mit Kirchenverbrennungen, Knastaufenthalten und allem Pipapo ausgefüllt.<br />
Der Einfluss dieser legendären Band auf die gesamte Szene ist nicht abzustreiten, aber Vegard <strong>&#8222;IHSAHN&#8220;</strong> Tveitan war das alles nicht genug.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-5580" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/ihsahn-arktis-8709-1024x683.jpg" alt="ihsahn-arktis-8709" width="545" height="363" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/ihsahn-arktis-8709-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/ihsahn-arktis-8709-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/ihsahn-arktis-8709-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/ihsahn-arktis-8709-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/ihsahn-arktis-8709.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 545px) 100vw, 545px" /></p>
<p>Trotz der Neugründung von <strong>EMPEROR</strong> beschloss er, keine neuen Alben mehr mit dieser Band zu veröffentlichen und fing stattdessen mit seiner Solo-Karriere an. Bereits sechs Alben kann der Norweger verzeichnen, wobei meiner Meinung nach jedes neue besser als das vorherige war. Der neueste Longplayer trägt den passenden Namen &#8222;Arktis&#8220; und nimmt einen mit auf eine Reise.<br />
Auf norwegisch erzählte Geschichten, progressives Geklimper und eingängige Hits treffen hier aufeinander und man beginnt zu verstehen, warum<strong> IHSAHN</strong> als der wohl wichtigste Vertreter des Progressiven Black Metals gilt. Es ist also kein Wunder, dass diese Musik super zum Abschalten und Entspannen auf einer langen An- oder Abreise ist.<br />
Besonders empfehlenswert sind hier für Einsteiger und Reisende seine neuesten Werke &#8222;Arktis&#8220; (2016) und &#8222;Das Seelenbrechen&#8220; (2013). Die Schmerzen in meinen vier Buchstaben machen sich zwar bemerkbar, aber dafür schweben meine Ohren auf Wolke 7.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/kjS8SR6OcXg?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Tag 2:</h3>
<p>Wir lassen <strong>IHSAHN</strong> und die zähe Anreise hinter uns. Diese war sogar inklusive Verspätung des Hotel-Shuttles und einer eher ungewollten und ungemütlichen morgendlichen Inselrundfahrt von zwei Stunden bis zum Hotel selbst. Deswegen wird heute hauptsächlich entspannt und aus Bewegungsfaulheit die hoteleigene Sonnenterrasse getestet. Kaum auf dem Dach angelangt, bemerke ich, was mir nach dem Umschwung im Klima definitiv fehlen wird: Wolken.</p>
<p>Daran stört sich aber unser nächster Musiktipp bestimmt nicht. <strong>SUN WORSHIP</strong> aus dem sonnigen Berlin suggerieren mit ihrem Namen eine eher wohlwollende Beziehung zur Sonne. Und Tatsache! Die Musik funktioniert auch perfekt als Begleitung zum Sonnen. Wer jetzt aber glaubt, dass dieses Black-Metal-Geschwür sich an den Sonnenbadern von <strong>DEAFHEAVEN</strong> für ihren Namen orientiert haben, liegt jedoch falsch. Bereits 2010 gegründet, machen sie schon seit einer Weile den Untergrund unsicher, was bereits drei Jahre vor der Erscheinung des hochgelobten Albums &#8222;Sun Bather&#8220; war. Sie bieten ein ebenso schönes wie unleserliches Logo und zwei Knaller-Alben.<br />
<img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-5578" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/0001701057_10-1024x1024.jpg" alt="0001701057_10" width="403" height="403" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/0001701057_10-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/0001701057_10-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/0001701057_10-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/0001701057_10-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/0001701057_10.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 403px) 100vw, 403px" /></p>
<p>Die neueste Erscheinung wurde &#8222;Pale Dawn&#8220; getauft und diese Beschreibung passt perfekt auf meine äußerst bleiche Haut zu Beginn des Urlaubs auf &#8222;Black Metal Malle&#8220;.<br />
Wem das Ganze zu eintönig ist und sich lieber Härteres anhört, kann das gerne tun, aber für mich gehören <strong>SUN WORSHIP</strong> zum erfreulichen Nachwuchs in der Black-Metal-Szene und bedienen sich nicht an dem erwarteten Post-Black-Einheitsbrei. Klar kann man Parallelen zu melodiöseren Post-Black-Bands ziehen, aber das Ganze klang noch nie so gut wie in dieser Umsetzung: altmodisch, nostalgisch und doch innovativ. Zu dieser Musik kann man sich sonnen und baden, oder einfach zu Hause sitzen und die Musik genießen. Jedoch hat mir meine Kombination aus <strong>sonnenbaden und Sonne anbeten</strong> &#8211; Wortwitz komm raus &#8211; noch besser gefallen.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/ERuuaOR3oj0?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Tag 3:</h3>
<p>Heute entschließen wir uns, dass das genug Sozialphobie war fürs Erste und wir tauschen das eher menschenleere Sonnendeck auf dem Dach des Hotels gegen einen kleinen Ausflug. Sightseeing wird einem jedoch nicht so leicht gemacht, wenn man den Bus eine Station zu früh verlässt und sich die Altstadt von Alcudia selbst suchen muss. Daher mein Tipp: Frischt euer Spanisch auf, bevor ihr hierher kommt. Oder lernt, euch besser zu orientieren.</p>
<p>Den Fußmarsch zu Kirche und alten Stadtmauern vertone ich mit <strong>ANCST</strong>. &#8222;Die nächste Berliner Truppe in meiner Kolumne? Ich schein echt Heimweh zu haben&#8220;, denke ich mir und drücke auf Play. Sofort prescht mir eine tausend PS-Maschine, angetrieben von Crust und Black-Metal, entgegen und ich schaffe es nicht mehr auszuweichen. Keine Sorge, ich wurde nicht überfahren, obwohl mir das der ein oder andere bestimmt wünscht, denn mein Musikgeschmack kann zum Teil ziemlich bescheiden sein. Aber ich verspreche euch, dass ihr mit <strong>ANCST</strong> nichts falsch machen könnt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-5582 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/Ancst_promo_band-1024x768.jpg" width="408" height="306" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/Ancst_promo_band-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/Ancst_promo_band-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/Ancst_promo_band-750x563.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/Ancst_promo_band.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 408px) 100vw, 408px" /></p>
<p>Falls euch der Name nicht abschreckt, möchte ich auch noch gern einen Vergleich zu <strong>HEAVEN SHALL BURN</strong> ziehen, da sich einige Songs nicht nur anhören wie eine Black-Metal-Version des veganen Thüringer Core-Orchesters, sondern auch der politische Anspruch der selbe zu sein scheint. <strong>Linker Black Metal(core)</strong> wird hier zelebriert, auch wenn der Punk in der Band öfter mal die Oberhand gewinnt und man sich kaum traut, es in eine Liste für Black-Metal-Tipps mit aufzunehmen.</p>
<p>Schon seit ein oder zwei Jahren sind die Jungs aus Berlin ein echter Geheimtipp und erfreuen sich immer mehr Popularität. Und das zu Recht! Das neueste Album &#8222;Moloch&#8220; möchte zwar nichts mit Kirchenverbrennungen zu tun haben, aber es sorgt dafür, dass man ordentlich in die Spuren kommt. Ob die Omas, die in Alcudia die Kirchenausstellung beaufsichtigen, zu schätzen wissen, wie weltoffen und progressiv <strong>ANCST</strong> an ihre politischen Ansichten herangehen, bleibt fragwürdig. Vielleicht mustern sie mich aber auch nur deswegen so pikiert, weil ich <strong>komplett in schwarz und mit Bandshirt</strong> ihre heilige Kirche betrete.<br />
Das Bild von Dämonenaustreibungen kommt mir in den Kopf, aber diesen Dämon sollen sie mir erst einmal versuchen auszutreiben. Schließlich gehört <strong>ANCST</strong> neues Album &#8222;Moloch&#8220; zu meinen persönlichen Top-Alben diesen Jahres und zeigt, wie einfach man Genregrenzen aufsprengen kann.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/D0MhERvHGUs?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Tag 4:</h3>
<p>Als ob die gestrige Wanderung noch nicht genug war, geht es nun auf zur nächsten Touristen<del>-Falle</del>-Attraktion.<br />
Das Palma Aquarium wartet mit vielen Gründen auf, tiefe Gewässer zu meiden. Eines der größten Aquarien Europas bietet das tiefste Haifischbecken und tausende Fische. Von denen trägt aber leider keiner Corpsepaint, es sei denn, man zählt die Musterung der Muräne im Titelbild.</p>
<p>Die Band, mit der ich diese Tiefen erkunde, trägt leider genauso wenig Schminke wie Nemo, trotz ihres düsteren Namens. &#8222;Sieh wie die Männer fallen&#8220; nennt sich diese Kapelle aus Frankreich und eins muss man <strong>REGARDE LES HOMMES TOMBER</strong> lassen: Ihr Name beschreibt ziemlich gut das, was man sich bei ihrer Musik vorstellt. Brennende Schlachtfelder und sterbende Soldaten, Männer, Frauen und Kinder treten hier vor das geistige Auge. Das klischeehafte Verderben, wie man es aus dem Black Metal kennt, wird hier geschickt illustriert. Es wird Spannung aufgebaut, Höhepunkte gesetzt und sogar der Abbau der Spannung lässt mich interessiert weiterhören.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-5588 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/Regarde_les_Hommes_Tomber_-_Le_Confort_Moderne_Poitiers_2014-11-29_00.27.39_by_Xi_WEG-1024x683.jpg" width="459" height="306" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/Regarde_les_Hommes_Tomber_-_Le_Confort_Moderne_Poitiers_2014-11-29_00.27.39_by_Xi_WEG-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/Regarde_les_Hommes_Tomber_-_Le_Confort_Moderne_Poitiers_2014-11-29_00.27.39_by_Xi_WEG-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/Regarde_les_Hommes_Tomber_-_Le_Confort_Moderne_Poitiers_2014-11-29_00.27.39_by_Xi_WEG-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/Regarde_les_Hommes_Tomber_-_Le_Confort_Moderne_Poitiers_2014-11-29_00.27.39_by_Xi_WEG-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/Regarde_les_Hommes_Tomber_-_Le_Confort_Moderne_Poitiers_2014-11-29_00.27.39_by_Xi_WEG.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 459px) 100vw, 459px" /><br />
Nicht ganz so interessant, aber dennoch unterhaltsam, gestaltet sich das Aquarium. Dieses wurde bereits nach kaum einer Stunde komplett durchforstet. Ich bin zwar immer noch der festen Meinung, dass das an der Musik lag, aber meiner Begleitung kam das Ganze auch ohne Musik genauso schnell vorbei vor.<br />
Wer Gefallen an Bands wie <strong>CELESTE</strong> und <strong>AMENRA</strong> findet, dürfte meinen Enthusiasmus für <strong>REGARDE LES HOMMES TOMBER</strong> nachvollziehen können. In meinem Kopf treffen hier epische Theaterbilder auf düstere Klänge. Dank der kühlen Luft im Aquariumsgebäude lässt sich das neueste Gesamtkunstwerk der Truppe, namens &#8222;Exile&#8220;, noch besser vom Ohr verarbeiten. Daher geht meine Empfehlung eher in Richtung &#8222;daheim-hören&#8220; oder &#8222;in-den-Bergen-hören&#8220;. Wer trotzdem auf Sonnenbrand statt Kirchenbrand steht, dem möchte ich nicht abschlagen, die Franzosen auch am Strand aufzudrehen.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/7EJQDCBEOM0?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/black-metal-malle-teil-1/">Black Metal Malle &#8211; Teil 1</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://silence-magazin.de/black-metal-malle-teil-1/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>4</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>

<!--
Performance optimized by W3 Total Cache. Learn more: https://www.boldgrid.com/w3-total-cache/?utm_source=w3tc&utm_medium=footer_comment&utm_campaign=free_plugin

Page Caching using Disk: Enhanced 
Minified using Disk
Database Caching using Redis

Served from: silence-magazin.de @ 2026-06-14 06:37:15 by W3 Total Cache
-->