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	<title>Role Wiegner Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Role Wiegner Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Gegen den Zahn der Zeit: KALAMATA</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raphael Lukas Genovese]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2026 03:12:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Post Rock]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>KALAMATA haben ihr stärkstes Album ihrer bisherigen Bandgeschichte veröffentlicht, denn "Zenosyne" spendet Mut, Kraft und Geborgenheit.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/kalamata-zenosyne/">Gegen den Zahn der Zeit: KALAMATA</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2 style="text-align: center;">KALAMATA &#8211; &#8222;Zenosyne&#8220;</h2>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum:&nbsp;</strong>26. Juni 2026<br />
<strong>Länge:&nbsp;</strong>41:08 Minuten<br />
<strong>Labels:&nbsp;</strong><a href="https://copperfeastrecords.com/" target="_blank" rel="noopener">Copper Feast Records</a> / <a href="https://madeofstone.gr/" target="_blank" rel="noopener">Made of Stone Recordings</a><br />
<strong>Genre:&nbsp;</strong>Psychedelic Stoner Rock</p>
<p style="text-align: center;"></div></div></div></p>
<p>Es war einmal eine Olivendose. Sie stand in einem Proberaum im niedersächsischen Hildesheim, und ihre Aufschrift verriet ihre Herkunft: Καλαμάτα, oder in lateinischer Umschrift: Kalamata. Dieser Legende nach soll die Namensgebung des Trios erfolgt sein, welches nun sein drittes Album veröffentlicht. Dreizehn Jahre nach Bandgründung, neun Jahre nach Veröffentlichung des bisher letzten Albums steigen&nbsp;<strong>KALAMATA</strong> wie Phoenix aus der Asche. Vieles ist geschehen, seit die ersten zwei Langspieler &#8222;You&#8220; (2014) und &#8222;Disruption&#8220; (2017) erschienen sind. Innerhalb und außerhalb der Welt von&nbsp;<strong>KALAMATA</strong> haben Krisen, Rückschläge und Veränderungen ihre Spuren hinterlassen. Und nun steht die Band hier: in neuer Formation, vom Sturme gezeichnet, stärker denn je zuvor.</p>
<p><iframe title="KALAMATA - NO" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/MpcLwJq5pl8?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>Neue Haut</h3>
<p>Die Entwicklungsstufe ihres künstlerischen Schaffens, die&nbsp;<strong>KALAMATA</strong> hier präsentieren, mag an eine Schlange erinnern, welche soeben ihre alte Haut abgestreift hat.&nbsp;<strong>KALAMATA</strong> sind gewachsen, sie sind weiser, größer, stärker und selbstbewusster als zuvor. Und doch ist klar erkennbar, dass es sich noch immer um die gleiche Band handelt, die anno 2013 in Hildesheim begann psychedelische Musik zu komponieren. So sind sich&nbsp;<strong>KALAMATA</strong> beispielsweise in der Linie treu geblieben, dass die Tracklists ihrer Alben vollständige Sätze ergeben. Das Debutalbum &#8222;You&#8220; bestand aus den sieben Titeln&nbsp;<em>&#8222;You&#8220;, &#8222;Have&#8220;, &#8222;To&#8220;, &#8222;Die&#8220;, &#8222;Soon&#8220;, &#8222;Mother&#8220;,</em> und&nbsp;<em>&#8222;Fucker</em><em>&#8222;</em>. Und &#8222;Disruption&#8220; setze sich zusammen aus&nbsp;<em>&#8222;My&#8220;, &#8222;Erection&#8220;, &#8222;Shows&#8220;, &#8222;Me&#8220;, &#8222;The&#8220;,</em> und <em>&#8222;Direction&#8220;</em>.</p>
<p>Andererseits beweist das dritte Album sowohl in der gesamten Thematik als auch in der Phrase, die sich aus den Titeln lesen lässt, dass <strong>KALAMATA</strong> nicht nur älter sondern auch weiser und reifer geworden sind. Es handelt sich bei &#8222;Zenosyne&#8220; nämlich um das Gefühl, die Zeit verginge schneller je älter man wird. Dieser Begriff wurde einst von&nbsp;<strong>John Koenig</strong> in dessen &#8222;Dictionary of Obscure Sorrows&#8220; (2021) geprägt. Und liest man auf Schallplatte, CD oder Streaming-Portal von oben nach unten, so ergeben die fünf Tracks den Satz&nbsp;<em>&#8222;There&#8220;, &#8222;Is&#8220;, &#8222;No&#8220;, &#8222;Coming&#8220;, &#8222;Back&#8220;</em>.</p>
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<h3>Hypnose und Wiederkehr</h3>
<p>Auch wenn &#8222;Zenosyne&#8220; keinem starren Konzept folgt, lässt sich die Thematik von Alter, Entiwcklung, Reife, Weisheit, und Geschwindigkeit doch erkennen. Spätestens wenn man sich einmal in diesen hermeneutischen Zirkel hineingewagt hat, wird diese Spirale der Schlussfolgerung schnell zum wilden Karrussel.</p>
<p>Dazu passt auch das Cover Artwork von <strong>Flora Karger</strong>, welches an die Legende der Hildesheimer Jungfrau angelehnt ist. Orientierungslos und ziellos soll jene Frau einst nach dem Tod ihres Ehegatten durch die Wälder gestreift sein, bis die Glocke des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kehrwiederturm_(Hildesheim)" target="_blank" rel="noopener">Kehrwiederturmes</a> sie aus ihrer Trance befreite und zurück in die Sicherheit der Stadt lotste. Wie auch die wandelnde Wahrnehmung über Zeit, die aus dem Titel abgeleitet ist, lässt sich auf &#8222;Zenosyne&#8220; auch diese Ambivalenz zwischen Trance, Verloren-Sein, und Wiederkehr in die musikalische Umsetzung hineininterpretieren.</p>
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<h3>Die Kraft der Entschleunigung</h3>
<p>Doch &#8222;Zenosyne&#8220; ist nicht einfach eine Beschreibung einer Situation.&nbsp;<strong>KALAMATA</strong> vertonen nicht plump die rasante Beschleunigung des digitalen Zeitalters oder die ziellose Wanderung zwischen Verlust und Schmerz. Vielmehr sind die fünf instrumentalen Tracks eine gelungene Umsetzung dessen, was wir alle so nötig haben: ein Anker.</p>
<p><strong>KALAMATA</strong> setzen auf Entschleunigung und erbauen einen sicheren Hafen inmitten der unruhigen See, die unsere Gegenwart beschreibt. Erholsam und atmosphärisch schmiegt sich Psychedelic Rock an ein solides Konstrukt aus Stoner Rock. Als verbindendes Element schwingen Post Rock Einflüsse in beide Richtungen und verbinden verträumte Bilder mit selbstbewusster Bodenständigkeit.&nbsp;<strong>KALAMATA</strong> haben ihr stärkstes Album ihrer bisherigen Bandgeschichte veröffentlicht, denn &#8222;Zenosyne&#8220; spendet Mut, Kraft und Geborgenheit. Mein größter Kritikpunkt ist, dass mir viele der musikalischen Motive als Hörer von Bands wie&nbsp;<strong>TUBER</strong>,&nbsp;<strong>MY SLEEPING KARMA</strong> oder&nbsp;<strong>NAZCA SPACE FOX</strong> doch schon sehr bekannt vorkommen. Nichtdestotrotz bereitet &#8222;Zenosyne&#8220; beim Hören wirklich viel Freude.</p>
<p><a href="https://kalamata.bandcamp.com/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Bandcamp Profil von KALAMATA</strong></a></p>
<p>Das Pressematerial wurde uns mit freundlicher Unterstützung von&nbsp;<strong>Creative Eclipse PR</strong> zur Verfügung gestellt.</p>
<h3 class="mceMediaCreditOuterTemp center aligncenter" style="width: 1024px;">&nbsp;</h3>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/kalamata-zenosyne/">Gegen den Zahn der Zeit: KALAMATA</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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