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	<title>Schlamm Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Schlamm Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Ab in den Schlamm – Wacken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Luc]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Aug 2017 16:28:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach dreijähriger Pause hat es mich in diesem Jahr mal wieder nach WACKEN verschlagen. Das Festival muss wohl keinem mehr vorgestellt werden, gibt es doch im Metal-Bereich kein bekannteres. Und keines, das mehr polarisiert. Oftmals als Ballermann verschrien, habe ich befürchtet, nur ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ab-in-den-schlamm-wacken/">Ab in den Schlamm – Wacken</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dreijähriger Pause hat es mich in diesem Jahr mal wieder nach <strong>WACKEN</strong> verschlagen. Das Festival muss wohl keinem mehr vorgestellt werden, gibt es doch im Metal-Bereich kein bekannteres. Und keines, das mehr polarisiert. <strong>Oftmals als Ballermann verschrien</strong>, habe ich befürchtet, nur sporadisch zwischen lustig kostümierten Menschen mal eine Kutte auszumachen, während auf dem Campground rund um die Uhr <strong>SCOOTER</strong> läuft. Übertreibung oder Wahrheit? <strong>Und bei welcher Band wird Doro diesmal mitsingen?</strong> So viele spannende Fragen!</p>
<h3 style="text-align: center;">Mittwoch</h3>
<p>Stau und eine lange Schlange bei der Bändchen-Ausgabe versüßen gleich zu Beginn die Anreise, weshalb ich <strong>FLOATSAM AND JETSAM</strong> sowie <strong>UGLY KID JOE</strong> nicht wie geplant sehen kann. Los geht es also mit <strong>ANNIHILATOR</strong> im Zelt. Nein, nicht ganz. Los geht es mit einer üppigen Menschentraube am Einlass zum Zelt, die nach und nach durch die gefühlten anderthalb Schleusen tröpfelt. Gleich mal als Kritikpunkt notiert, ist mir aber das restliche Festival über nicht wieder vorgekommen. Notiz wieder gelöscht. Klar, wenn ein Kandidat für die Hauptbühne ohne Parallelprogramm im Zelt spielt, finden nahezu alle Besucher zusammen – <strong>irgendwo auch eine Schnapsidee, hier so groß aufzufahren.</strong> Mit Glück schaffe ich es noch zu Beginn der Show ins Zelt, bevor – wie später aufgeschnappt – komplett dicht gemacht wird.</p>
<p>Der Auftritt selbst hält keine größeren Überraschungen bereit. Das Set ist eher klassisch orientiert und überzeugt vor allem bei den alten Gassenhauern wie <em>&#8222;Alison Hell&#8220;</em>. Als kleines Bonbon bringen <strong>Jeff Waters</strong> und seine Mannschaft mit <em>&#8222;Twisted Lobotomy&#8220;</em> auch einen schmucken neuen Song mit, daneben gibt es auch einige Späße des Meisters zu hören. Ja, lustig sind sie, aber insgesamt fallen die Ansagen einen Deut zu langatmig aus. Das schmerzt insbesondere deswegen, weil das Zelt aus allen Nähten platzt, und ich wegen meines suboptimalen Platzes (siehe Bild) allein auf die Lauscher angewiesen bin. <strong>Mimik macht bei solchen Späßen eben doch einen Großteil aus.</strong> Als Einstieg taugt der solide Gig der Kanadier durchaus, auch wenn ich <strong>Dave Padden</strong> am Mikro nachweine.&nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20646" aria-describedby="caption-attachment-20646" style="width: 1014px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-20646 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_20170802_214346-1024x576.jpg" width="1024" height="576" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_20170802_214346-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_20170802_214346-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_20170802_214346-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_20170802_214346.jpg 1450w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20646" class="wp-caption-text">Perfekte Sicht, oder?</figcaption></figure>
<h3>Soundpanne und Orientierungspanne</h3>
<p>Später geht es dann noch zu <strong>CROWBAR</strong>, die allerdings ein deutlich dünneres Publikum als <strong>ANNIHILATOR</strong> haben. Auf der Haben-Seite bedeutet das, dass ich in diesem Fall die Bühne sogar sehen kann. Bitter nötig, denn der Sound steht an dieser Stelle komplett auf dem Kopf. Unter einer viel zu lauten Bass-Drum lässt sich der Rest mit etwas gutem Willen erahnen. Gegen Ende wird es besser, da die Gitarren mehr heraustreten, aber nie wirklich gut. Das ist richtig schade, denn <strong>Kirk Windsteins</strong> Mannschaft zeigt sich verdammt motiviert. Insbesondere das Doppel aus <strong>Kirk</strong> und <strong>Todd Strange</strong> heizt das Publikum mächtig an, was über den miserablen Sound hinwegtröstet. Wird dann bei einer anderen Gelegenheit hoffentlich mit besserem Sound nachgeholt.</p>
<p>Statt nun das Shuttle im Pressebereich für den Rückweg zum Presse-Camp zu nutzen, wählen ein Presse-Kollege aus Luxemburg und ich den Fußweg. Immerhin wollen wir uns ein Bild vom Campground machen und nachprüfen, ob denn wirklich nur Schlager und <strong>SCOOTER</strong> läuft. Der kurze Ausflug dehnt sich unbeabsichtigt auf fast zwei Stunden aus, da wir es versäumt haben, uns zu merken, wo sich denn unser Lager genau befindet. Also irren wir fleißig über den Acker und erkunden auch wirklich jede Ecke. Resultat des ausgedehnten Spaziergangs quer über den Platz: Wenig Ballermann, dafür die ewig gleichen Schinken von <strong>SYSTEM OF A DOWN</strong>, <strong>IRON MAIDEN</strong> und anderer Genre-Prominenz. <strong>Da ist der Ruf wohl doch schlechter als die Realität.</strong></p>
<h3 style="text-align: center;">Donnerstag</h3>
<p>Wie gewohnt wird das Infield erst am späten Donnerstag-Nachmittag beschallt, wo <strong>SKYLINE</strong> traditionsgemäß den Startschuss geben. Einmal gesehen, muss also nicht wieder. Ungefähr um diese Zeit fällt ohnehin ein halber Ozean vom Himmel, weshalb sich der Rückzug ins Zelt anbietet. Dort dudelt allerdings <strong>MAMBO KURT</strong> gerade rum. Ob der Regen nicht doch die bessere Alternative gewesen wäre? So oder so wird gelitten. Mein Humor ist es jedenfalls nicht, und über die <strong>musikalische Relevanz des Heimorgel-Klamauks</strong> muss nicht diskutiert werden.</p>
<p>Gehaltvoller sind da <strong>WILD LIES</strong> aus London. Lässiger Hard Rock mit kleinen modernen Einschüben, damit kann ich schon eher leben. Vom Hocker reißen mich die Jungs nicht unbedingt, aber es geht doch ganz gut rein. Manchmal riecht die Sache <strong>zu sehr nach Gimmick</strong>, wenn etwa ein Breakdown in abgeschwächter Metalcore-Manier Einzug findet. Unpassend sind diese Anleihen jedoch nicht, überhaupt wirkt der Gig schön stimmig. Die Attitüde passt, und im Nachmittagsprogramm ist der Trupp durchaus ein kleiner Blickfang. Leider ist auch zu diesem Zeitpunkt der <strong>Sound im Zelt noch mäßig</strong>, ansonsten wäre ich den Rockern von der Insel wohl auch eher zugetan gewesen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20649" aria-describedby="caption-attachment-20649" style="width: 1014px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-20649 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_20170803_143024-1024x576.jpg" width="1024" height="576" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_20170803_143024-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_20170803_143024-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_20170803_143024-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_20170803_143024.jpg 1450w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20649" class="wp-caption-text">Mehr Rain als Shine</figcaption></figure>
<h3>Die große Bühne ruft</h3>
<p>Eher aus der Ferne wird schließlich einem ersten Konzert von den Hauptbühnen gelauscht. <strong>ROSS THE BOSS</strong> steht auf dem Plan, und das bedeutet <strong>MANOWAR</strong>-Songs. Über den Sinn und Unsinn einer&nbsp;<strong>Cover-Band auf der Hauptbühne</strong> kann gerne diskutiert werden, aber das Gelieferte tönt doch grundsolide. Mit bewährten Gassenhauern wie <em>&#8222;Blood Of The Kings&#8220;</em>, <em>&#8222;Battle Hymn&#8220;</em> und <em>&#8222;Fighting The World&#8220;</em> macht man <strong>mit ein paar Promille</strong> auch wenig falsch. Glücklicherweise kann ich diese Voraussetzung auch gerade erfüllen. Klar, es ist totaler Kitsch, der bei manchem Fremdscham auslöst, aber so aus der Ferne macht es mir Spaß, mich davon berieseln zu lassen.</p>
<p>Apropos Kitsch: Näher heran geht es dann bei <strong>EUROPE</strong>, und das nicht nur wegen <em>&#8222;The Final Countdown&#8220;</em>. Für mich persönlich bringen die alteingesessenen Rocker auch eine nette Premiere mit, darf ich an dieser Stelle doch <strong>das erste Konzert mit richtig gutem Sound bestaunen</strong>. Nicht nur in dieser Hinsicht überzeugt die Band, denn das Songmaterial ist durchaus spannend und mit Finessen und Highlights gespickt. Zwar werden es der Schnulzen mit fortschreitendem Verlauf des Auftritts etwas zu viele, doch angesichts der motivierten Darbietung lässt sich darüber leicht hinwegsehen. Dass beim abschließenden <em>&#8222;The Final Countdown&#8220;</em> alle mitgehen, dürfte ohnehin klar sein. Die Band allein auf diesen Titel zu reduzieren, wird ihr allerdings <strong>in keiner Weise gerecht</strong>. Hat definitiv auch heute noch seine Daseinsberechtigung!</p>
<h3>Laut und finster</h3>
<p>Könnte ich die Running Order korrekt lesen, würde ich an dieser Stelle <strong>ABORTED</strong> besprechen. Leider kann ich es nicht. Nach einem kurzen Ausflug zurück zum Presse-Camp, wo zwei weitere Kollegen aus Luxemburg eintrudeln, geht es später am Abend zurück ins Zelt. Dort verlesen <strong>BATUSHKA</strong> eine Messe der anderen Art und treffen voll und ganz meinen Nerv. Kostümiert und theatralisch, <strong>doch gleichzeitig sehr reduziert</strong> spielt die anonyme Band aus Polen auf. Endlich nähert sich auch der Sound einem gehobenen Niveau an, was der Musik sehr entgegenkommt. Verstärkt mit einem maskierten Chor, zieht das angeschwärzte und doomig angereicherte Klangbild gleich in seinen Bann. Dass es auf der Bühne kaum bis gar keine Bewegung gibt, verleiht den wenigen Gesten und der Atmosphäre nur umso mehr Gewicht. Scheinbar meinen es <strong>BATUSHKA</strong> dann etwas zu gut, denn aus heiterem Himmel fällt der Vorhang, und kurz danach verebbt auch der Sound. <strong>Jup, paar Minuten über der Zeit.</strong></p>
<p>So lassen sich <strong>NAPALM DEATH</strong> auf der Nebenbühne auch nicht lange bitten und legen zügig los. Eigentlich müsste man an dieser Stelle nicht viel schreiben, denn was die Briten hier auffahren, ist schnell in Worte gefasst: <strong>Das Zelt wird komplett zerfickt.</strong> Nach der ekstatischen Messe von <strong>BATUSHKA</strong> haut das direkte Geballer richtig fein in die Kauleiste. Es ist ein wahres Fest! Gut, hin und wieder könnten die – durchaus gewichtigen – Statements gegen alles, was in der Welt schlecht ist, kürzer ausfallen. Mehr Angriffsfläche bieten die Kollegen von der Insel aber nicht.</p>
<p>Ob <strong>MAYHEM</strong> mit ihrem &#8222;De Mysteriis Dom Sathanas&#8220;-Set da anknüpfen können? Bislang habe ich die Band nur einmal auf dem <strong>FALL OF SUMMER</strong>-Festival in Frankreich gesehen, wo mir die Sache aber so gar nicht geschmeckt hat. Nach anderthalb Liedern ist klar: daran ändert sich auch an diesem Abend nichts. Ob ich noch in diese Musik hineinwachsen muss, oder schon herausgewachsen bin, kann ich nicht bestimmen. Ich weiß an dieser Stelle nur, dass <strong>MAYHEM</strong> in mir <strong>eher Fremdscham als Faszination</strong> wecken. Ich lasse sie mal machen und beende den Donnerstag lieber mit drölf Litern Bier. Zwischendurch wird noch ein Foto von der leckeren Suppe auf dem Infield geknipst.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-20651" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_20170804_014025-1024x576.jpg" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_20170804_014025-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_20170804_014025-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_20170804_014025-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_20170804_014025.jpg 1450w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h3 style="text-align: center;">Freitag</h3>
<p>Wie startet man gut in den Tag? Leider nicht, indem man <strong>HIGH FIGHTER</strong> verpasst, weil der Shuttle-Bus zum Festivalgelände voll ist, und man an vierter Stelle in der Schlange den nächsten abwarten muss. Gut, dann halt etwas später spontan bei <strong>LACUNA COIL</strong> reingeschnuppert. Die Truppe habe ich bislang eher aus der Distanz beobachtet, aber so bin ich dann auch bei der Bühne gelandet. Aus der Ferne hat das so verkehrt nicht geklungen. Aus der Nähe auch nicht. Zwar wirken Kostüme und Make-Up auf mich eher belustigend, doch so früh am Tag geht der seichte Stil-Cocktail ganz gut rein. An den Live-Qualitäten der Band lässt sich auch nicht viel aussetzen, insbesondere Frontfrau <strong>Cristina Scabbia</strong> überzeugt stimmlich auf ganzer Linie. Schade nur, dass die Bildschirm-Übertragung <strong>fast nur die beiden Frontleute zeigt</strong>&nbsp;und nicht auch dem Rest der Band etwas Platz einräumt.</p>
<p>Gleich im Anschluss geht es zu <strong>SANCTUARY</strong>, wo <strong>Warrel Dane</strong> – oder das, was noch von ihm übrig ist – zeigt, was nach <strong>NEVERMORE</strong> bei ihm noch so läuft. Gesanglich ist der gute Mann gar nicht einmal schlecht unterwegs, Bühnenpräsenz und Ansagen zeichnen dagegen ein eher befremdliches Bild. Dennoch spricht mich seine Attitüde irgendwo an. Vielleicht teilen wir uns auch nur einen <strong>sehr speziellen Humor</strong>, den sonst niemand versteht. Vor der Bühne ist es nämlich erschreckend leer. So leer, dass ich gegen Hälfte des Sets noch entspannt bis in die vierte Reihe spazieren kann, wie auch das Foto weiter unten belegt. Kann aber auch am mistigen Wetter liegen. Das Set ist jedenfalls gut durchgemischt. Die alten Sachen sind zwar in den hohen Stimmlagen etwas grenzwertig, werden dafür aber im Publikum mitgesungen, während die Stücke von &#8222;The Year The Sun Died&#8220; <strong>Warrelchen immer noch eine Daseinsberechtigung attestieren.</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-20653" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_20170804_132152-1024x576.jpg" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_20170804_132152-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_20170804_132152-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_20170804_132152-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_20170804_132152.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h3>Rain and Shine</h3>
<p>Regen und Sonne wechseln sich mittlerweile sehr munter ab, was sich rasch in<strong> einem Sonnenbrand und später einer Erkältung</strong> manifestiert. Es strengt auf jeden Fall sehr an, wobei der knöcheltiefe Schlamm sein Übriges leistet. Da ist es dann auch einen Lacher wert, wenn auf der Werbetafel im Infield das Drainage-System beworben wird. Es heißt nämlich, dass wir es dieser Drainage zu verdanken haben, auf trockenem Grund zu stehen. Ist klar. Fairerweise muss man anmerken, dass es ohne diese Drainage wohl noch deutlich schlimmer aussehen würde. Überhaupt muss gesagt werden, dass <strong>seitens der Wacken-Organisation laufend Gegenmaßnahmen ergriffen werden</strong> – auf Festival-Gelände und dem Campground! Dickes Lob hierfür!</p>
<p>Bei besserem Wetter wäre wohl auch meine Motivation für <strong>GRAVE DIGGER</strong> größer gewesen. Aber da <strong>Chris Boltendahl</strong> und seine Mannen ein besonderes Set um die Mittelalter-Alben versprochen haben, muss ich einfach hin. Als sie dann aber mit kleinem Verzug den Startschuss mit <em>&#8222;Healed By Metal&#8220;</em>, meinem persönlichen Alptraum vom gleichnamigen Album, geben, möchte ich die Flucht ergreifen. <strong>Der Song hat in diesem Set halt einfach nichts zu suchen.</strong> Da ich mich umzingelt vorfinde, und ohnehin im Schlamm feststecke, bleibe ich dann doch. Gut, denn sonst hätte ich persönliche Highlights wie <em>&#8222;Morgane Le Fay&#8220;</em>, <em>&#8222;The Dark Of The Sun&#8220;</em> und die obligatorischen <em>&#8222;Excalibur&#8220;</em> und <em>&#8222;Rebellion (The Clans Are Marching)&#8220;</em> verpasst. Überraschung: <em>&#8222;The Ballad Of Mary (Queen Of Scots)&#8220;</em> kommt sogar ohne <strong>Doro</strong> aus! So ganz mag der Funke aber nicht überspringen, was nicht zuletzt am Spiel von <strong>Axel Ritt</strong> liegt. Seine übliche Sauklaue mag ja einen gewissen Charme haben, aber es ist einfach zu viel des Guten. Teilweise werden sogar <strong>Soli bis zur Unkenntlichkeit zerhauen</strong>.</p>
<h3>Es proggt!</h3>
<p>Wetterbedingt komme ich um einen Rückzug auf den Campingplatz nicht herum – bei der morgendlichen Dusche habe ich ganz naiv auf Sonnencreme verzichtet. Da sich auch eine gewisse Belastung abzeichnet, und am Abend zwei Highlights anstehen, wird bei dieser Gelegenheit auch eine längere Pause angelegt. Für <strong>THE DILLINGER ESCAPE PLAN</strong> will ich schließlich in Form sein, handelt es sich doch um deren <strong>letzten Auftritt auf deutschem Festival-Boden</strong>. Da hacken die munter herumspringenden Jungs auch gleich einmal jeden Takt, der sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen kann, in Bruchteile. Begleitet werde ich zu diesem Zeitpunkt unter anderem vom Kollegen mit dem Decknamen <strong>Johann</strong>, den unsere Stammleser <a href="https://silence-magazin.de/ein-festival-ohne-alkohol/">aus diesem Artikel</a> kennen, und dessen Freude als Die-Hard-Fan springt sofort auf mich über. Es ist natürlich Schade, dass <strong>THE DILLINGER ESCAPE PLAN</strong> bei dieser Abschieds-Show &#8222;nur&#8220; das Zelt bespielen, aber im Endeffekt ist es einfach <strong>Musik für Musiker</strong>, entsprechend ist noch genug Platz im Zelt. Das Set setzt dabei den Schwerpunkt auf die komplexeren Nummern, wobei <em>&#8222;Happiness Is A Smile&#8220;</em> mit das lockerste Stück darstellt. Nach der ganzen Gehirnakrobatik steht fest: <strong>Die Truppe wird schmerzlich vermisst werden.</strong></p>
<p>Prog der lockeren Sorte servieren später <strong>FATES WARNING</strong> auf der gleichen Bühne, während zeitgleich <strong>ARCHITECTS</strong> und <strong>EMPEROR</strong> spielen. Typisch <strong>WACKEN</strong>: Hätte ich am liebsten alle drei mitgenommen. Aufgrund des überragenden letzten Albums <a href="https://silence-magazin.de/wie-guter-wein-vollendete-reife/">&#8222;Theories Of Flight&#8220;</a> zieht es mich dann doch ins Zelt, und ich bereue es keineswegs. <strong>Ray Alder</strong> singt wie ein junger Gott, und jeder einzelne Ton an Instrument und Stimme erfüllt das Zelt mit Gefühl. Das Set vereint aktuelles Material wie <em>&#8222;From The Rooftops&#8220;</em> und <em>&#8222;Seven Stars&#8220;</em> mit den Klassikern der Band. Während der emotionale Anteil quasi perfekt bedient wird, erfüllen die <strong>zahlreichen musikalischen Finessen</strong> auch den Wunsch nach Anspruch.</p>
<p>Mittlerweile zeichnet sich leider auch die aufkommende Erkältung ab, weshalb ich mich recht früh zurückziehe. Tief in mir besteht nämlich noch die Hoffnung, die Sache über Nacht auszuschwitzen und dem üppigen Programm am letzten Tag erhobenen Hauptes zu begegnen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20657" aria-describedby="caption-attachment-20657" style="width: 1014px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-20657 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_20170804_210651-1024x576.jpg" width="1024" height="576" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_20170804_210651-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_20170804_210651-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_20170804_210651-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_20170804_210651.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20657" class="wp-caption-text">Heimlicher Star dieses Jahr: entsorgtes Schuhwerk</figcaption></figure>
<h3 style="text-align: center;">Samstag</h3>
<p>Denkste! Schlechter Schlaf, vollgeschleimt und mit dröhnendem Kopf geht es dem krönenden Abschluss entgegen. Hurtig ab zum Festival-Gelände, um den Fehler vom Vortag nicht bei <strong>THE HIRSCH EFFEKT</strong> zu wiederholen. Nach dem starken Auftritt von <strong>THE DILLINGER ESCAPE PLAN</strong> fragt sich natürlich, ob die drei Wahnsinnigen aus Hannover das Niveau halten können. Na sichi! Ungeachtet des dünnen Publikums und der frühen Uhrzeit steigt das Trio voll durch und profitiert dabei besonders vom Sound. So klar und transparent habe ich <strong>noch keine Band auf dem ganzen WACKEN&nbsp;</strong>hören dürfen. Dass das hochkomplexe Gefrickel mit den poppig angehauchten Refrains darüber hinaus nahezu perfekt inszeniert wird, entfacht in mir kurzzeitig neue Lebensgeister. <strong>Warum bitte nur eine halbe Stunde?</strong> Ich komme nicht herum, den Jungs allen Erfolg dieser Welt zu wünschen!</p>
<p>Verschnaufen ist nicht, meine beiden Highlights des Festivals folgen direkt aufeinander! Warum <strong>AHAB</strong> zu so früher Stunde spielen, erschließt sich mir nicht, aber zum Glück gibt es genug Gleichgesinnte vor der Bühne. <strong>Und wie das Ding wieder drückt!</strong> Nur vier Lieder werden gespielt, aber damit ist die Spielzeit von 45 Minuten auch schon voll. Die Zeit vergeht dabei wie im Flug, so intensiv bricht das Geschehen über die versammelte Hörerschaft herein. Dass der Vierer mit einem Ersatz-Gitarristen an <strong>Christian Hectors</strong> Stelle ins Rennen zieht, fällt dabei nur leicht ins Gewicht – die Aushilfe macht ihren Job gut, weiß die Musik aber nicht ganz so intensiv <strong>über die Mimik zu transportieren wie Meister Heci.&nbsp;</strong>Nach den letzten Tönen von<em> &#8222;The Hunt&#8220;</em> bleibe ich sehr glücklich zurück, immerhin habe ich <strong>zwei nahezu perfekte Konzerte</strong> in einem Rutsch erleben dürfen.</p>
<h3>Das dauert</h3>
<p>Mit gedrosselten Erwartungen schaue ich mir später an, wie <strong>MAX &amp; IGOR CAVALERA</strong> Nostalgie zu schüren gedenken. Bislang bin ich bei <strong>den ganzen CAVALERA-Geschichten</strong> immer ernüchtert zurückgeblieben, was meist auf die Performance selbst zurückzuführen war. Umso mehr erstaunt es mich, wie motiviert die beiden bei dieser Gelegenheit zu Werke gehen. Immerhin wird das &#8222;Roots&#8220;-Album integral zum Besten gegeben, und man kennt die beiden <strong>als hoffnungslose Nostalgiker</strong>. Ja, doch, es zieht. <em>&#8222;Roots Bloody Roots&#8220;</em>&nbsp;macht erwartungsgemäß den Einstieg, und das Brasilien-Flair schwappt schnell über. Man könnte zudem meinen, dass <strong>Max Cavalera</strong> auch nüchterner ist als sonst – tut ihm gut! Zum Schluss gibt es ein <em>&#8222;Ace Of Spades&#8220;</em>-Cover zu <strong>Lemmy</strong>s Ehren, bevor das <strong>WACKEN</strong>-Set mit einem zweiten <em>&#8222;Roots Bloody Roots&#8220;</em> abgeschlossen wird.</p>
<p>Die Erschöpfung und die elende Erkältung machen sich bei <strong>HEAVEN SHALL BURN</strong> leider wieder bemerkbar. Der sympathische Haudrauf-Trupp fährt eine richtig dicke Bühne mit gelungener Lichtshow und ein paar kleinen Feuerchen auf, was optisch durchaus etwas hermacht. Mittlerweile bespielen sie das <strong>WACKEN zum sechsten Mal</strong>, weshalb natürlich viele Elemente längst bekannt sind. Circle-Pit um den Turm? Kalter Kaffee. Gut, diesmal trifft es <strong>gleich zwei Türme</strong>, worüber sich die Band sehr begeistert zeigt. Im Vergleich zu früheren Konzerten fällt mir auf, dass das Material nicht mehr so eintönig wirkt – die Band hat sich definitiv weiterentwickelt. Mein Problem ist nur, <strong>dass die Auftritte an den Hauptbühnen einfach zu lang sind</strong>. Natürlich wissen <strong>HEAVEN SHALL BURN</strong> ihre 75 Minuten mit Spannung zu füllen, aber in meinem angeschlagenen Zustand fällt es mir schwer, zwei solche Brocken direkt hintereinander zu bewältigen. So lasse ich es in diesem Fall nach &#8222;Endzeit&#8220; lieber gut sein und beschließe, eine Verschnaufpause einzulegen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20655" aria-describedby="caption-attachment-20655" style="width: 1014px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-20655 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_20170804_205813-1024x576.jpg" width="1024" height="576" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_20170804_205813-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_20170804_205813-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_20170804_205813-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/IMG_20170804_205813.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20655" class="wp-caption-text">Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: lecker Mett-Igel!</figcaption></figure>
<h3>Verworfene Pläne</h3>
<p>Zu diesem Zeitpunkt stehen auf meinem Plan noch ziemlich viele Gruppen, im Endeffekt bleibt es aber bei einem kleinen Abstecher zu <strong>POWERWOLF</strong> und dem kompletten&nbsp;<strong>INSOMNIUM</strong>-Gig. Die Wölfe habe ich live immer sehr gerne gemocht, mittlerweile stellen sich aber Abnutzungserscheinungen ein. Ich habe das Gefühl, <strong>genau diesen Auftritt schon etliche Male gesehen zu haben</strong>, auch wenn sich im Detail sicherlich einiges unterscheidet. Dennoch bewegen sich die Saarländer nun schon seit Jahren in den gleichen Mustern, und auch die letzten Alben habe ich nur als mehr vom Gleichen empfunden. Ziemlich schnell beschließe ich, <strong>das nicht komplett sehen zu müssen.</strong></p>
<p>Was <strong>INSOMNIUM</strong> betrifft, habe ich bislang noch keinem Live-Auftritt beiwohnen dürfen. Entsprechend verfolge ich mit Spannung, was die Finnen im Zelt wohl auffahren. <strong>Keine Worte, keine große Show, dafür umso mehr Musik</strong>, so lässt es sich beschreiben. Die melodisch-atmosphärische Mucke entfaltet ab der ersten Sekunde eine schöne Sogwirkung, und ich lasse mich ganz entspannt treiben. Genau das brauche ich zu diesem Zeitpunkt auch, wenn ich ehrlich zu mir selbst bin. So kann ich das gesamte Set über ausblenden, wie bescheiden ich mich nach Abklingen des letzten Tons wieder fühlen werde, und wenigstens noch <strong>ein letztes Konzert in vollen Zügen genießen.</strong></p>
<h3>Schluss mit WACKEN &#8211; fürs Erste</h3>
<p>Ja, jetzt ist besser auch Schluss. Es tut mir leid um das, was da an hochkarätigen Bands noch kommen mag, aber ich habe absolut keine Lust, die ganze Woche verschnupft im Bett zu vegetieren. Entsprechend rüste ich mich für die Heimreise und ziehe dabei mein kleines Fazit. <strong>WACKEN</strong> habe ich in diesem Jahr als anstrengend empfunden. Das aber kaum wegen irgendwelcher Ballermann-Anleihen oder was auch immer man dem Festival sonst nachsagen mag. Im Vergleich zu meinem letzten Aufenthalt im Jahr 2013 <strong>sind die kostümierten Spaßvögel seltener geworden</strong>, und auch bei meinen Aufenthalten auf dem Campground ist mir wenig von störenden Nachbarn berichtet worden. Ganz im Gegenteil: Kollege <strong>Johann</strong> hatte sogar einen Nachbarn, der <strong>ganz allein aus China angereist ist!</strong> Dieses internationale Element und diese beinharte Faszination haben für mich jahrelang <strong>den Esprit von WACKEN ausgemacht. </strong>Die vielen englischsprachigen Gespräche zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, die ich im Vorbeigehen aufgeschnappt habe, beweisen mir, dass dieser Esprit nach wie vor lebt!</p>
<p>Dennoch befürchte ich, dass ich wieder ein paar Jahre Pause einlegen werde. <strong>WACKEN</strong> glänzt nach wie vor durch Überschneidungen, welche das starke Line-Up im Endeffekt dezimieren, weil man gefühlt die Hälfte der eigenen Liste nicht sehen kann. So ist man dauernd damit beschäftigt, <strong>von Bühne zu Bühne zu laufen</strong>, was dem Genuss der einzelnen Konzerte hinderlich ist. Hinzu kommt, dass viele meiner persönlichen Highlights nur kurze Sets gespielt haben, und das auch nicht unbedingt zu den besten Zeiten. Mit den Hauptbühnen habe ich mich in diesem Jahr weniger identifizieren können als noch vor ein paar Jahren. <strong>Noch dazu wiederholt sich vieles</strong>, wodurch dann auch der Wow-Effekt geschmälert wird. Das sind aber alles persönliche Präferenzen, sodass der objektive Eindruck ein positiver bleibt.</p>
<p>PS: Die <strong>Doro-Frage</strong> hat sich auch geklärt: Diesmal ist sie bei <strong>AMON AMARTH</strong> zu Gast gewesen.</p>
<p>Hier geht es zur <a href="http://www.wacken.com/de/"><strong>WOA</strong>-Homepage</a></p>
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		<title>Du bist Wacken, mein Land!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[D.Grau]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Jul 2016 12:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
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		<category><![CDATA[Borknagar]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Du bist Wacken, mein Land! das ferne leuchtet; vom Meere dampfet dein erwärmter Sand den Regen, so der Götter Wange feuchtet. Uralte Kapellen steigen Verjüngt um deine Hüften, Metaller! Vor deinen Haaren beugen Sich Fans, die deine Wärter sind &#160; Wäre Eduard ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">Du bist Wacken, mein Land!</p>
<p style="text-align: center;">das ferne leuchtet;</p>
<p style="text-align: center;">vom Meere dampfet dein erwärmter Sand</p>
<p style="text-align: center;">den Regen, so der Götter Wange feuchtet.</p>
<p style="text-align: center;">Uralte Kapellen steigen</p>
<p style="text-align: center;">Verjüngt um deine Hüften, Metaller!</p>
<p style="text-align: center;">Vor deinen Haaren beugen</p>
<p style="text-align: center;">Sich Fans, die deine Wärter sind</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wäre Eduard Mörike Metalfan gewesen, würde sein „Gesang  Weylas“ wohl so klingen. Ein Jahr ist schon wieder vorbei und unser aller Weihnachten steht vor der Türe:</p>
<h3>WACKEN</h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Heerscharen von Langhaarigen, Tätowierten, mittlerweile auch viele mit fleischfarbenen Badekappen und natürlich den Ladies in ihren kurzen Röcken und hochgeschnallten Busen, kommen aus allen Teilen der Welt, um am größten Metalspektakel überhaupt teilzunehmen.</p>
<p>Meine Mitbewohnerin Skuldi-Moon kann das alles nicht verstehen, schaut mich kritisch an und sagt:</p>
<blockquote><p>„Wacken ist doch der Ballermann der Heavys! Was? Du fährst dorthin? Da hängen doch nur Idioten rum! Das Line Up ist scheiße! Das ist doch Kommerz pur! Wo geht es da noch um Metal?&#8220;</p></blockquote>
<p>Stimmt, denke ich mir, kommerziell ist WACKEN längst geworden, jedoch sollte dabei immer berechnet werden, bei dieser Größe ist Kommerz unumgänglich.</p>
<p>Das Billing liest sich wie die Speisekarte beim Italiener um die Ecke: alles köstlich und lecker.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" style="width: 453px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/21/Wacken_2011_Impression_02.JPG" width="463" height="308" /><figcaption itemprop="caption" class="wp-caption-text">(Achim Raschka)</figcaption></figure>
<p>Bis auf ein paar Tagesgerichte wie <strong>DRAGONFORCE</strong>, <strong>ESKIMO CALLBOY</strong> oder <strong>9mm ASSI ROCK N ROLL</strong>, die ich wohl nicht probieren möchte, präsentiert sich das Stelldichein der Metalszene ganz oben auf meinen Gaumen:</p>
<p><strong>IRON MAIDEN</strong>, <strong>BLIND GUARDIAN</strong>, <strong>TRIPTYKON</strong>, <strong>THERION</strong>, <strong>ENTOMBED A.D.</strong> usw., sie kommen, sie kommen alle in das friedlichste und lauteste Dorf der Welt.</p>
<p>Es wird hart werden, es wird schwer werden, diese Tage stehen ganz im Metal.</p>
<blockquote><p>„Da laufen Menschen in Tierkostümen rum, die vollig besoffen zweieinhalb Bands erleben oder ansonsten voll wie eine Haubitze vor ihrem eigenen Zelt vegetieren.“, sagt Skuldi-Moon.</p></blockquote>
<p>Ich glaube sie hat recht, ich weiß sie hat recht, ich muss die ganze Zeit an mich und meine Freunde denken, wir entsprechen ihrer Beschreibung ziemlich genau.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" style="width: 479px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d9/12-08_Wacken_Impression_47.JPG" width="489" height="324" /><figcaption itemprop="caption" class="wp-caption-text">Achim Raschka</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich ziehe mich in mein Zimmer zurück, lese mir die weiteren Bands durch:</p>
<p><strong>CLUTCH</strong>, <strong>RED FANG</strong>, <strong>YEAR OF THE</strong> <strong>GOAT</strong> und was lese ich da: <strong>BORKNAGAR</strong>. Jetzt werde ich nervös, schaue auf mein schon gekauftes Bier und weiß: jetzt wird es schwierig. Doch was lese ich da: <strong>TARJA</strong>. Mmmhhh, endlich bleibt auch mir die Zeit, mich vor meinem Zelt in Alkohol zu wälzen und auf das erste Schlammbad zu warten.</p>
<p>Ich freue mich auf die nächsten Tage, schaue Skuldi-Moon an und denke einfach nur:</p>
<p>&#8222;Fahr doch zu deinen tollen Underground Festivals, ich fahre nach WACKEN und ergebe mich einem einmaligen Flair und Charme, einem verführerischen Headbang-Tanz der Champions-League-Klasse mit über 150 Musikgruppen der härtesten Art und dem obligatorischen Bier früh um acht, wenn die Sonne niemanden mehr schlafen lässt.&#8220;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Oh WACKEN, du bist mein Land…</h4>
<p>&nbsp;</p>
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