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	<title>schleswig-holstein Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Deutschland, deine Festivals &#8211; #07.2: Schleswig-Holstein II</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lukas]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Feb 2017 07:06:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Festivals im Frühjahr, Herbst und Winter mögen ja eine nette Sache sein, doch das wirklich rege Festival-Treiben spielt sich im Sommer ab. Dasselbe gilt auch für Schleswig-Holstein: Sieben Festivals im Zeitraum Oktober bis Mai stehen sieben Festivals in den Sommermonaten Juni bis ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/deutschland-deine-festivals-07-2-schleswig-holstein-ii/">Deutschland, deine Festivals &#8211; #07.2: Schleswig-Holstein II</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Festivals im Frühjahr, Herbst und Winter mögen ja eine nette Sache sein, doch das wirklich rege Festival-Treiben spielt sich im Sommer ab. Dasselbe gilt auch für Schleswig-Holstein: Sieben Festivals im Zeitraum Oktober bis Mai stehen sieben Festivals in den Sommermonaten Juni bis September gegenüber. Mit Freuden präsentiere ich euch die Open Airs des Nordens – und eins kann ich euch versprechen: diese haben es in sich!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Das ultimative Flaggschiff: Wacken Open Air</h2>
<p>Wer beim Ausbleiben DES Metalfestivals schlechthin letzte Woche mit plötzlich eintretender Schnappatmung zu kämpfen hatte, kann jetzt beruhigt durchatmen. Das Flaggschiff Schleswig-Holsteins ist zeitgleich das Flaggschiff Deutschlands, wenn nicht sogar ganz Europas. Nicht nur Metalheads ist das <strong>Wacken Open Air</strong> ein Begriff. Selbst die 80-Jährigen, schimpfenden Greise im hinterletzten Dorf dürften mittlerweile vom größten Festival Deutschlands gehört haben. Entstanden ist das Anfang August stattfindende <strong>Wacken Open Air</strong> im Jahr 1990, bot damals sechs Bands eine Bühne und lockte 800 Besucher an. 1992 war man schon bei 26 Bands und 3.500 Besuchern angekommen; von da an gab es kein Halten mehr: vor zehn Jahren erfolgte der erste Ausverkauf bei 72.000 Besuchern, mittlerweile ist das Festival bei ca. 85.000 Gästen und über 150 auftretenden Bands auf unzähligen Bühnen angekommen.</p>
<p>Wer in Wacken spielt? Die Frage sollte lauten: Wer nicht? Beinahe jede größere Metalband, die etwas auf sich hält, ist schon einmal Teil des Spektakels geworden. Und auch bedeutende Bands wie <strong>RAMMSTEIN</strong>, die sich nicht im reinrassigen Metal-Bereich bewegen, schaffen es immer wieder auf das Festival. Daneben geben sich natürlich auch die Ikonen unseres Zeitalters die Ehre. <strong>IRON MAIDEN</strong>, <strong>SLAYER</strong>, <strong>MOTÖRHEAD</strong> und viele, viele weitere haben es sich nicht nehmen lassen, die gigantischen Menschenmassen mit ihrer Musik zu beschallen. Ein Ende ist nicht in Sicht, stattdessen stellt sich eigentlich nur eine Frage: Wie groß kann dieses Festival denn noch werden?</p>
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<h2>Ab ins Kühlhaus: Breeding Festival</h2>
<p>Kontrastprogramm! Nach dem größten und ältesten Event des Schleswiger Festivalsommers, stelle ich euch nun das kleinste und jüngste der heutigen Ausgabe vor. Vor fünf Monaten, im September 2016, erblickte das <strong>Breeding Festival</strong> im <strong>Kühlhaus Flensburg</strong> das Licht der Welt. Mit dem Ziel, die etwas eingeschlafene Flensburger Metalszene wieder wachzurütteln, veranstaltete man das zweitägige <strong>Breeding Festival Vol. 1</strong> und zog dabei insgesamt 300 Besucher vor die Bühne. Die Konzerte spielen sich im Innenbereich des Kühlhauses ab, während der restliche Festivalbetrieb im Gartenbereich stattfindet.</p>
<p>Das Billing des noch jungen Festivals besteht aus überregionalen Bands und solchen, die aus Flensburg stammen. Die 15 Bands der letzten Veranstaltung sind hauptsächlich Vertreter des Metalcore, Hardcore und Death Metal. Daneben waren auch einzelne Bands aus den Bereichen Heavy Metal, Grunge, Hardrock, Stoner und Alternative mit dabei. Beispielhaft für auftretende Bands lassen sich <strong>CRY MY NAME</strong>, <strong>HYDROPHOBIC</strong>, <strong>DECLARE YOUR FUNERAL</strong>, <strong>ANIME TORMENT</strong> und <strong>METHODS OF MASSACRE</strong> anführen. Und weil die Resonanz von Bands und Besuchern so positiv war, fassen sich die Veranstalter ein Herz und machen weiter – mit <strong>Vol. 2</strong> am 08. und 09. September 2017.</p>
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<h2>Die alte Schule: Headbangers Open Air</h2>
<p>Als reines Oldschool-Festival sieht sich das <strong>Headbangers Open Air</strong> in Brande-Hörnerkirchen bei Itzehoe. Alt ist übrigens das richtige Stichwort, handelt es sich doch um das zweitälteste Festival Schleswig-Holsteins, gleich nach dem <strong>Wacken Open Air</strong>. 1998 wurde das Festival als Sommerfest des <strong>Ballroom Hamburg</strong> veranstaltet, wurde anschließend jährlich fortgesetzt und feiert dieses Jahr das Jubiläum zum <strong>20. Headbangers Open Air</strong>. Als Gelände dient ein ehemaliger, teils abgebrannter Bauernhof im Grünen, zum Campen halten umliegende Wiesen her.</p>
<p>Was genau macht das Festival eigentlich so &#8222;Oldschool&#8220;? Die auftretenden Bands, respektive ihre Genres: Wer Power, Speed, Thrash, NWoBHM, Hardrock und Doom spielt, ist auf dem Festival gern willkommen. Vehement abgelehnt wird hingegen alles, was mit Nu, Core, Alternative, Black oder ähnlich von den Wurzeln entfremdetem Zeug zu tun hat. Die Erlaubnis zum Spielen erteilt, bekamen in den letzten Jahren u.a. <strong>ARMORED SAINT</strong>, <strong>SACRED REICH</strong>, <strong>D-A-D</strong>, <strong>DEATH ANGEL</strong>, <strong>WARLORD</strong> und <strong>GRAND MAGUS</strong>. Und auch dieses Jahr wird mit Truppen wie <strong>LOUDNESS</strong>, <strong>SANCTUARY</strong> und <strong>PRETTY MAIDS</strong> wieder einiges geboten. Fans der &#8222;klassischen&#8220; Metalgenres sollten ernsthaft in Erwägung ziehen, das Jubiläum des <strong>Headbangers Open Air</strong> Ende Juli auf ihre Agenda zu setzen und sich zu den 1000 bis 2000 anderen Besuchern zu gesellen.</p>
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<h2>Zehn Bands auf zwei Bühnen: Meltdown Festival</h2>
<p>Zwei Bühnen bei zehn auftretenden Bands? Braucht man das? Vielleicht nicht unbedingt, aber einem entspannten Umbau ist das ungemein förderlich. Das eintägige <strong>Meltdown Festival</strong>, das Anfang September stattfindet, begann 2012 in Schleswig mit einer Bühne im Indoor- und einer Bühne im Outdoorbereich. 2016 erfolgte zur fünften Auflage der Umzug nach Schuby und gleichzeitig die Transformation zum reinen Open Air mit zwei Bühnen an der frischen Luft. Einmal mehr ist das Ziel der Veranstaltung, die Metalkultur im Underground etwas anzukurbeln und als eher lokales Festival angesehen zu werden.</p>
<p>Mit dabei sind dementsprechend immer einige Bands aus der Region, aber auch zunehmend häufiger solche aus dem Ausland. Man versucht, ein gemischtes Programm aufzufahren, das verschiedene Genres bietet, von Heavy, Power, Black, Death, Speed und Thrash Metal bis hin zum Hardcore und Punk. Auch <strong>NEGATOR</strong>, <strong>PARAGON</strong>, <strong>BLIZZEN</strong>, <strong>BIO-CANCER</strong> und <strong>CROSSPLANE</strong> waren schon mit von der Partie. Das <strong>6. Meltdown Festival</strong> steigt am 02. September 2017, wenn wieder etwa 1000 Besucher erwartet werden.</p>
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<h2>Rock im Wikingerland: Baltic Open Air</h2>
<p>Das <strong>Baltic Open Air</strong> bildet das zweitgrößte Festival des Landes. 2011 begann das Open Air als eintägiges &#8222;Classic-Rock-Festival&#8220; mit fünf Künstlern und warb mit dem Auftritt von <strong>JOE COCKER</strong>. 2012 durften dann immerhin schon <strong>DORO</strong> und <strong>TORFROCK</strong> ran; seitdem bietet das Festival jedes Jahr einige Namen mehr, die auch in der Metalszene einigermaßen bekannt sind. Alles in allem handelt es sich trotzdem eher um ein Rockfestival, das lediglich einen leichten Einschlag in Richtung Metal aufweist. Das Konzept geht auf, kann die seit 2013 über zwei Tage stattfindende Veranstaltung mittlerweile über 10.000 Besucher aufweisen. Aufgrund des Andrangs zieht die Veranstaltung dieses Jahr zum <strong>Wikingerland Hadeby</strong> um, um noch mehr Besuchern Platz bieten zu können.</p>
<p>Viele der Ende August auftretenden Bands spielen Rock ´n´ Roll, Heavy Rock und Ähnliches. Daneben finden auch einige Bands der &#8222;leichteren&#8220; Metalgenres Platz und bieten so für den einen oder anderen Metalhead der Region einen Grund, dem Event einen Besuch abzustatten. 2016 standen neben <strong>AIRBOURNE</strong>, <strong>WITHIN TEMPTATION</strong> und <strong>SUZI QUATRO</strong> deshalb auch Künstler wie <strong>DIRKSCHNEIDER</strong>, <strong>KORPIKLAANI</strong>, <strong>J.B.O.</strong> oder <strong>HÄMATOM</strong> auf der Bühne. Dieses Jahr treten neben <strong>DORO</strong>, <strong>SALTATIO MORTIS</strong> und <strong>IN EXTREMO</strong> auch – Achtung, Stirnrunzler incoming – die umstrittenen <strong>FREI.WILD</strong> auf. Nicht unbedingt das richtige Programm für den Vollblut-Metaller, wohl aber für Gelegenheitshörer und diejenigen, die von Rockmusik angetan sind.</p>
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<h2>Gelobt sei der Folk! Hörnerfest</h2>
<p>Oben durftet ihr bereits vom <strong>Headbangers Open Air</strong> lesen. Ein erfolgreiches Festival schien den Veranstaltern aber nicht zu reichen, schließlich brachten sie fast zehn Jahre nach dem Debüt ihres ersten Festivals das <strong>Hörnerfest</strong> an den Start. Dieses entstand aus der Mittelalternacht des <strong>Ballroom Hamburg</strong> und findet nun auf demselben Gelände wie das <strong>Headbangers Open Air</strong> statt. Mit 1000 bis 2000 Besuchern hat das Festival auch dieselbe Größe wie das große Brüderchen erreicht. 2016 war das <strong>Hörnerfest</strong> sogar zum ersten Mal ausverkauft.</p>
<p>Einen großen Unterschied zwischen den beiden Open Airs gibt es jedoch: die musikalische Ausrichtung. Hier handelt es sich nämlich nicht um ein Oldschool-Festival, sondern … Naja, eigentlich ja doch, oder ist Mittelalter nicht auch irgendwie &#8222;oldschool&#8220;? Abgesehen vom angemessenen Beiwerk mit Gauklern, Axtwerfen und Feuershows, folgt jedenfalls auch die Musik dem quasi mittelalterlichen Motto. Von reiner Mittelaltermarktmusik über Paganfolk, Folkrock, und Speedfolk bis hin zum Folk, Pagan und Folk Black Metal ist alles dabei, was folkige Instrumente einsetzt. Viele der auftretenden Bands sind im Folk-Bereich alles andere als unbekannt. Ich wage zu behaupten, dass von <strong>FEUERSCHWANZ</strong>, <strong>FINNTROLL</strong>, <strong>VERSENGOLD</strong>, <strong>SKYFORGER</strong> oder <strong>ENSIFERUM</strong> die meisten Folk-Fans schon einmal gehört haben. Am 30.06. und 01.07.2017 geht der Spaß in die nächste Runde.</p>
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<h2>Das ersehnte Comeback: Kalifornia Crossing</h2>
<p>Unser letztes Festival der heutigen Ausgabe war einige Zeit von der Bildfläche verschwunden. Das <strong>Kalifornia Crossing Festival</strong> debütierte 2014 in Holm, um danach gleich zwei Jahre auszusetzen, da sich eine passende neue Location nicht finden ließ. 2017 kehrt das Festival nun endlich zurück und feiert, drei Jahre nach dem Debüt, seine zweite Auflage am Plöner See. Das familiäre Festival ist auf 500 Besucher limitiert und legt großen Wert darauf, nicht allzu viele Leute anzuziehen. Wachsen dürfen die anderen – hier bleibt man unter sich.</p>
<p>Getreu dem Motto &#8222;familiär bleiben&#8220;, holt man keine großen Headliner ran. Stattdessen setzt sich das Billing hauptsächlich aus Underground-Bands zusammen, die Stoner und Psychedelic Rock spielen. 2014 waren neben vielen weiteren auch <strong>LIBIDO FUZZ</strong>, <strong>WARP RIDERS</strong>, <strong>BUDDHA SENTENZA</strong> und <strong>BONE MAN</strong> mit an Bord. 2017 geht es erneut zur Sache – 20 Bands machen sich während des 30.06. und 01.07.2017 auf zwei Bühnen am Plöner See breit, um das <strong>Kalifornia Crossing Festival</strong> zu einem erfolgreichen Comeback zu führen.</p>
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<h2>Die Frage aller Fragen: Lohnt es sich, in Schleswig-Holstein Festivalgänger zu sein?</h2>
<p>Sage und schreibe 14 Festivals hat das Bundesland im Norden zu bieten. Ob es sich lohnt, in Schleswig-Holstein Festivalgänger zu sein? Ohne Wenn und Aber!</p>
<p>Das vielleicht bekannteste Festival der Welt ist hier zu Hause. Familiäre Underground-Festivals, Benefizveranstaltungen und winterliche Festivals mit Hotelübernachtungen werden geboten. Folk-Musik, klassischer Heavy Metal, daneben Stoner und Psychedelic, für die weniger zart Besaiteten auch Thrash und Death Metal, dazu eine Portion Metalcore und Rock links und rechts des Weges. Ganz zu schweigen von vielseitigen Veranstaltungen wie dem <strong>Metal Hammer Paradise </strong>und natürlich dem riesigen Angebot des <strong>Wacken Open Air</strong>. Was gibt es hier oben nicht?</p>
<p>Zum jetzigen Zeitpunkt kann kein Bundesland Schleswig-Holstein das Wasser reichen. Mit Festivals verschiedenster Größen und Metal verschiedenster Subgenres übernimmt das siebente Bundesland unserer Tour die Führung. Doch das kann sich ändern, denn mehr als die Hälfte der deutschen Bundesländer liegt erst noch vor uns. Nächste Woche geht es weiter – dann mit einem deutlich kleineren Bundesland.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/deutschland-deine-festivals-07-2-schleswig-holstein-ii/">Deutschland, deine Festivals &#8211; #07.2: Schleswig-Holstein II</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Deutschland, deine Festivals &#8211; #07.1: Schleswig-Holstein I</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lukas]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Feb 2017 07:06:41 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Dieses Mal treibt es uns hoch in den Norden. Und wer die Überschrift gelesen hat, dürfte registriert haben: auch dieser muss sehr ergiebig sein! Jeder kennt Wacken, doch daneben bietet Schleswig-Holstein noch unzählige weitere Festivals. Die Präsentation unseres bekannten Festivalgiganten muss deshalb ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/deutschland-deine-festivals-07-1-schleswig-holstein-i/">Deutschland, deine Festivals &#8211; #07.1: Schleswig-Holstein I</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses Mal treibt es uns hoch in den Norden. Und wer die Überschrift gelesen hat, dürfte registriert haben: auch dieser muss sehr ergiebig sein! Jeder kennt <strong>Wacken</strong>, doch daneben bietet Schleswig-Holstein noch unzählige weitere Festivals. Die Präsentation unseres bekannten Festivalgiganten muss deshalb noch bis nächste Woche warten, denn in unserem ersten Artikel beschäftigen wir uns mit allen Festivals, die außerhalb des Sommers stattfinden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Edle Sache: Metal Hammer Paradise</h2>
<p>Wer sagt denn, dass man für ein Festival immer im Schlamm rumkraucheln, sich von den bescheuerten Campnachbarn mit sinnentleerten Liedern wie <em>„Holz“</em> beschallen lassen und bei schlechter Wetterlage auch noch im Regen sitzen muss? Man kann es heute auch komfortabler haben! Jedenfalls dann, wenn man das <strong>Metal Hammer Paradise</strong> besucht, das größte Festival des heutigen Artikels und insgesamt drittgrößtes Metal-Festival Schleswig-Holsteins. Zwei Tage Festival und zwei Übernachtungen im Zimmer oder Apartment werden geboten. Zelten im November wäre wohl auch eine ziemlich beschissene Idee, doch das schmälert den Luxus angesichts der üblichen Festivalzustände nicht. Mal einen Abstecher ins Schwimmbad machen? Ne Runde Bowling? Beim <strong>Metal Hammer Paradise</strong> alles kein Problem. Seit 2013 findet das Festival im <strong>Ferienpark Weissenhäuser Strand</strong> statt, folglich geht das Festival 2017 in die fünfte Runde.</p>
<p>Neben dem Luxus darf man aber das Wichtigste nicht vergessen: Die Musik! Das Festival besticht mit einem bunten Strauß metallischer Musik und hat für fast jedes größere Genre einen Vertreter. Power Metal? <strong>BRAINSTORM</strong>! Extreme Metal? <strong>ENSLAVED</strong>! Heavy Metal! <strong>SAXON</strong>! Doom? <strong>CROWBAR</strong>! Thrash Metal? <strong>ANNIHILATOR</strong>! Mit Bands wie <strong>SCHANDMAUL</strong>, <strong>APOCALYPTICA</strong> oder <strong>EQUILIBRIUM</strong> ließe sich diese Aufzählung noch eine ganze Weile fortsetzen. Ihr versteht, worauf ich hinaus will. Hier ist für jeden was dabei. Wer nur Musik ganz bestimmter Genres verträgt und auf einzelne Sparten spezialisierte Festivals bevorzugt, ist hier falsch. Alle anderen können hier eine Menge Spaß haben. Vorausgesetzt, sie können sich den Spaß auch leisten. Viel billiger als <strong>Wacken</strong> wirds nämlich nicht.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-13915 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Metal-Hammer-Paradise.jpg" alt="metal-hammer-paradise" width="960" height="502" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Metal-Hammer-Paradise.jpg 960w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Metal-Hammer-Paradise-300x157.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Metal-Hammer-Paradise-750x392.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" />
<h2>Das Benefiz im Norden: Fuck Cancer Festival</h2>
<p>Es gibt Festivals, die stark auf Profit ausgerichtet sind. Daneben stehen solche, die vorwiegend aus Spaß an der Sache und für den Support der Szene veranstaltet werden.</p>
<p>Und dann gibt es noch die Festivals, die als Benefiz-Veranstaltungen fungieren und deren Erlös einem guten Zweck zukommt. Zu den letzteren gehört auch das eintägige <strong>Fuck Cancer Festival</strong>, das seit dem letzten Jahr in Ahrensburg stattfindet. Letztes Jahr wurde dieses noch vom HMC <strong>Knights of Thor</strong> veranstaltet. Danach gingen der HMC und <strong>Nico Aue</strong>, dessen „Baby“ das Festival war, getrennte Wege. <strong>Nico</strong> veranstaltet nun weiterhin das <strong>Fuck Cancer Festival</strong>, welches dieses Jahr zum zweiten Mal stattfindet, während der HMC in Hamburg sein eigenes Benefiz-Festival (das <strong>Knight Fest</strong>) auf die Beine stellt. Der Erlös der Veranstaltung – im letzten Jahr eine Summe von 3.250 € &#8211; geht an das <strong>Kinderhospiz Sternenbrücke</strong> in Hamburg.</p>
<p>150 Besucher kamen letztes Jahr für den guten Zweck zusammen. Und um Metalbands zu sehen, die freiwillig auf ihre Gage verzichten und sich ebenfalls versammeln, um Gutes zu tun. Dieses Jahr möchte man gern die 200 Besucher überschreiten, um die Spendensumme aus dem letzten Jahr noch einmal übertreffen zu können. Dafür werden am 11. März 2017 acht Bands zusammengetrommelt – eine mehr noch als im Vorjahr. Namentlich sind das <strong>SURFACE</strong>, <strong>SASQUATCH</strong>, <strong>ENDSEEKER</strong>, <strong>POWERHEAD</strong>, <strong>DUROTHAR</strong>, <strong>OBSKURA</strong>, <strong>PRECIPITATION</strong> und <strong>BOREOUT SYNDROME</strong>. Insgesamt ergibt das eine death- und thrashlastige Mixtur, gewürzt mit etwas Heavy, Viking und Melodic Death Metal sowie einer Band aus dem Death- und Grindcore-Bereich. Könnt ihr was mit anfangen? Dann mal hin – für 10 € Eintritt ist das quasi geschenkt! Insbesondere wenn man bedenkt, was ihr mit diesem Geld letztendlich bewirken könnt.</p>
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<h2>Norddeutschlands härtestes Festival? Holsteiner Death Fest</h2>
<p>Seit 2012 findet in Ahrensburg das selbstbezeichnete „härteste Festival Norddeutschlands“ statt, das <strong>Holsteiner Death Fest</strong>. Im <strong>Juki 42</strong>, einem Jugendzentrum im Stadtinneren, gibt es am zweiten Maiwochenende ziemlich hart auf die Ohren. Ursprünglich als eintägige Veranstaltung angedacht, verlängerten die Veranstalter den Spaß ab 2015 auf zwei Tage. Das kleine Festival erfreut sich positiver Kritik, wächst von Jahr zu Jahr und bewegt sich immer mehr auf die Marke von 250 Besuchern zu, was bereits den „Sold Out“ bedeuten würde. Auch hier steht die Szene im Vordergrund, nicht der Profit. Man ist glücklich, wenn am Ende des Tages alle Bands bezahlt sind – und wenn was übrig ist, gibts für die Bands halt mehr!</p>
<p>Wie der Name bereits erahnen lässt, dreht sich hier vieles um Death Metal in seinen verschiedensten Formen: Brutal Death Metal, Oldschool Death, Black Death Metal, Slam Death Metal usw., daneben auch noch die eine oder andere Goregrind-/Grindcore-Band. Das Konzept ist es, ein oder zwei größere Bands zu buchen, um dann alles um diese herum zu planen und vielen unbekannteren Gruppen eine Chance zu geben, getreu dem Motto „Support the underground!“ Die größten Vertreter der diesjährigen Auflage sind <strong>CENTINEX</strong>, <strong>DERANGED</strong> und <strong>VULVODYNIA</strong> aus Südafrika. Auch dieses Mal wird ein sehr internationales Line-Up mit über 20 Bands geboten. Ein Blick auf das Billing verrät: es handelt sich tatsächlich um das härteste Festival Schleswig-Holsteins.</p>
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<h2>Des Giganten Spross: Wacken Winter Nights</h2>
<p>Für gewöhnlich vermeide ich es, Extra-Veranstaltungen etablierter Festival extra zu erwähen. Egal ob Warm-Up-Shows, Extra-Benefiz-Konzerte oder zum Original-Festival zugehörige Wintereditionen, diese finden hier ob ihrer fehlenden Eigenständigkeit zumeist keinen Platz. Eine Ausnahme mache ich dann, wenn die Veranstaltung eine Größe erreicht, bei der man sie nicht mehr als einfaches Extra abhaken kann. Zu diesen Festivals gehört auch der neue Ableger des <strong>Wacken Open Air</strong>. Das jüngste Kind nennt sich <strong>Wacken Winter Nights</strong> und findet bei Wacken statt.</p>
<p>Mehr noch als das Original, zeichnen sich die <strong>Wacken Winter Nights</strong> durch etliche Spielereien abseits der Musik aus. Die „Old Chapel“, das historische Dorf, bildet das Herz der Veranstaltung. Umgeben von einem Fichtenwald, kann man sich hier an verschiedensten Ständen mit Speis und Trank eindecken.&nbsp; Wer eine Vorliebe für Zirkusshows hat, kann sich in das „Theatre of Grace“ begeben, um etwaige Shows zu genießen. Neben der Varietéshow finden hier aber tatsächlich auch Auftritte von Bands statt.</p>
<p>Die Hauptbühne stellt der „Ice Palast“, in dem die größeren Acts ihre Konzerte spielen. Bei der diesjährigen Erstauflage sind u.a. <strong>SALTATIO MORTIS</strong>, <strong>ORDEN OGAN</strong>, <strong>SUBWAY TO SALLY</strong>, <strong>RUSSKAJA</strong> und <strong>TANZWUT</strong> mit dabei. Der musikalische Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf Folk-Musik, ob mit sanfter Akkustik-Show im Dorf oder auf rockigere Art und Weise auf der Main Stage. Hier geht es vergleichsweise bedächtig zu, was gerade den Fans der weniger harten Metal-Genres zusagen dürfte.</p>
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<h2>Stimmung in Kiel: Autumn Blast</h2>
<p>Im letzten Teil des heutigen Artikels betrachten wir die übrigen Eintages-Festivals. Den Start macht das <strong>Autumn Blast Kiel</strong>, welches 2015 seinen Anfang nahm und dieses Jahr in seine dritte Runde gehen soll. Erwachsen aus einer spontanen „Schnapsidee“ beim lokalen Musikerstammtisch, wurde dieses Festival geschaffen, um speziell die Live-Szene in Kiel um ein weiteres Event zu bereichern. Bis zu 500 Leute finden Platz in der Location. Bisher ist die maximale Auslastung noch nicht erreicht worden, folglich ist noch Luft nach oben für neue Gäste.</p>
<p>Das Prinzip der Bandauswahl ist dem des <strong>Holsteiner Death Fest</strong> recht ähnlich: Gebucht wird ein Act mit überregionaler Bekanntheit als Zugpferd, der sich mit einigen lokalen Talenten die Bühne teilt. Neben den mittlerweile ziemlich bekannt gewordenen <strong>CRAVING</strong> durften am 3. Dezember 2016 zum <strong>Autumn Blast II</strong> auch <strong>SLOW KILL SYSTEM</strong>, <strong>MITHRIL</strong>, <strong>NORDIC RAID</strong>, <strong>DUSTRACE</strong> und <strong>MOTÖRIZER</strong> die Bühne entern. Insgesamt ergibt sich damit eine Mischung aus Hardrock, Pagan, Heavy, Death und Thrash Metal. Aufgrund der Äußerung der Veranstalter, das Hauptaugenmerk auf Death und Thrash zu legen, daneben aber auch Heavy und Power Metal nicht außer Acht zu lassen, ist für die nächste Auflage wohl mit einer ähnlichen Ausrichtung zu rechnen.</p>
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<h2>Alt gegen Neu: Mosh im Mai &amp; Fans 4 Bands</h2>
<p>Fast sämtliche Festivals unserer heutigen Rundschau wurden in diesem Jahrzehnt gegründet. Eine Ausnahme macht das <strong>Mosh im Mai</strong>, welches bereits zwölfmal stattfand und 2005 seinen Anfang nahm. Damit ist das&nbsp;<strong>Mosh im Mai</strong> das drittälteste Festival Schleswig-Holsteins. Schwerpunkt der Veranstaltung ist einmal mehr Death und Thrash Metal, ergänzt durch etwas Blackcore, Hardrock und und Extreme Metal. Über die Jahre waren u.a. <strong>HATESPHERE</strong>, <strong>DEW SCENTED</strong>, <strong>DRONE</strong> und <strong>ENDSEEKER</strong> mit dabei. Insgesamt ist mit sieben bis neun Bands an einem Abend zu rechnen.</p>
<p>Ähnlich viele Bands spielen beim im Oktober stattfindenden <strong>Fans 4 Bands</strong> in Reinbek. Besonderheit des jungen Festivals, das 2015 gegründet wurde: Eintritt frei! Es wird um Spenden für die Kinder-Krebshilfe gebeten, womit es sich – wie auch beim <strong>Fuck Cancer Festival</strong> – um ein Festival für den guten Zweck handelt. Mit dabei sind Bands verschiedener Genres. Im letzten Jahr waren das z.B. <strong>CATALYST</strong> (Melodic Death), <strong>WIDE OPEN BEAVER</strong> (Grunge Metal), <strong>MILES KEEP ROLLING</strong> (Heavy Rock), <strong>VANAHEIM</strong> (Pagan/Folk), <strong>ARTEMIS RISING</strong> (Metalcore) und <strong>DREI METER FELDWEG</strong> (Punk). Auch dieses Jahr soll es wieder ein <strong>Fans 4 Bands</strong> geben, weitere Infos stehen noch aus.</p>
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<h3>Nächste Woche wirds sommerlich!</h3>
<p>Die sieben Festival außerhalb der sommerlichen Hochsaison habe ich euch nun nähergebracht. Nächste Woche widmen wir uns dann allen Festivals, die von Juni bis September in Schleswig-Holstein stattfinden. Und wenn ich so viel verraten darf: Es sind wirklich geile Veranstaltungen dabei. Das solltet ihr keineswegs verpassen!</p>
<p>To be continued…</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/deutschland-deine-festivals-07-1-schleswig-holstein-i/">Deutschland, deine Festivals &#8211; #07.1: Schleswig-Holstein I</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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