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	<title>Sexismus Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Sexismus Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>WOLF DOWN geben Auflösung bekannt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Jul 2017 10:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die junge Hardcore-Band WOLF DOWN aus dem Ruhrgebiet hat heute ihre Auflösung bekanntgegeben. Nachdem gestern ein Blog-Eintrag unter dem Namen &#8222;WOLF DOWN Outing&#8220; kursierte, in dem Bandmitglied Tobias der sexuellen Gewalt und sogar der Vergewaltigung beschuldigt wird, wird die Band nicht weiter ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolf-down-geben-aufloesung-bekannt/">WOLF DOWN geben Auflösung bekannt</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die junge Hardcore-Band <strong>WOLF DOWN</strong> aus dem Ruhrgebiet hat heute ihre Auflösung bekanntgegeben. Nachdem gestern ein Blog-Eintrag unter dem Namen &#8222;<strong>WOLF DOWN</strong> Outing&#8220; kursierte, in dem Bandmitglied <strong>Tobias</strong> der sexuellen Gewalt und sogar der Vergewaltigung beschuldigt wird, wird die Band nicht weiter existieren. Zwei anonyme Ex-Freundinnen des Gitarristen hatten sich zusammengeschlossen und gemeinsam vor einer Beziehung mit ihm gewarnt. Dabei prangerten sie auch den Umgang der gesamten Band &#8211; insbesondere des Schlagzeugers <strong>Sven</strong> &#8211; mit der Situation an.</p>
<p>Heute äußerten sich <strong>WOLF DOWN</strong> nun zu den Anschuldigungen in einem langen Facebook-Post und distanzierten sich von <strong>Tobias</strong> Verhalten. Dennoch waren die weiteren Vorwürfe gegenüber dem Schlagzeuger ausschlaggebend für <strong>Dave</strong> (Gesang) und <strong>Pascal</strong> (Bass), die Band aufzulösen. Der Post enthielt auch ein persönliches Statement des Gitarristen. Er gibt zu, sich seiner Rolle in den Beziehungen nie so bewusst geworden zu sein, bis die erste der beiden Ex-Freundinnen ihn darauf angesprochen hatte. Für sie war die Situation besonders schlimm gewesen, da sie bereits als Kind sexuellen Missbrauch durch Familienangehörige erfahren hatte. Genau deswegen, so seine ehemalige Geliebte, habe er seinen Umgang mit ihr anfangs nur relativiert und erst später im Kontext einer erneuten traumatisierenden Handlung gesehen. Er hatte mit ihr Sex, selbst wenn sie ihm signalisierte nicht in der Stimmung zu sein, selbst ein &#8222;Nein&#8220; reichte für ihn wohl nicht. Zudem schlug er sie mehrfach ohne ihr Einverständnis. Auf weitere Einzelheiten wollten beide Frauen nicht eingehen. Wenn ihr starke Nerven habt, findet ihr aber weitere Informationen in ihrem <a href="http://wolfdownouting.blogsport.de/">Textbeitrag</a>.</p>
<p>Als Konsequenz wird <strong>Tobias</strong> nun einen Therapeuten aufsuchen und seine für ihn bis heute feststehende Rolle als Feminist überdenken. Ob und wann die anderen Mitglieder der in so kurzer Zeit so populär gewordenen Band neue Musik unter einem anderen Namen machen, ist unklar. Ihr Auftritt als Support-Act für<strong> STRAY FROM THE PATH</strong>s kommende Europa-Tour wurde ebenfalls abgesagt. Den ganzen Facebook-Post könnt ihr <a href="https://www.facebook.com/wolfdownhc/posts/1896170880427979">hier </a>nachlesen.</p>
<p>Die Ex-Sängerin <strong>Larissa Stupar</strong>, die jetzt bei der erfolgreichen Death-Metal-Band <strong>VENOM PRISON</strong> das Mikrofon fest in den Händen hält, hat sich zu den Entwicklungen um ihren alten Bandkollegen noch nicht geäußert. Sie kämpft jeher mit frauenfeindlichen Aussagen und singt auf dem neuesten Album gegen die Relativierung von Vergewaltigungen.</p>
<h4>Update:</h4>
<p><strong>Larissa Stupar</strong> hat sich auch zu der Situation geäußert. Den Facebook-Post zu ihrer Vergangenheit in <strong>WOLF DOWN</strong> findet ihr <a href="https://www.facebook.com/larissastupar/posts/1512362252156030?hc_location=ufi">hier</a>. Sie beschreibt, dass eben <strong>Tobias&#8216;</strong> und <strong>Svens </strong>Umgang mit Frauen Grund für ihr Ausscheiden aus der Band war. Ihre Beziehung mit dem Schlagzeuger <strong>Sven</strong> endete sehr unschön &#8211; mit Nachstellungen seinerseits. Er soll sie während der Beziehung in „mehr als einer Art missbraucht“ haben und sei in keinster Weise der Feminist, der er immer vorgibt zu sein. Auf einem von ihr geteilten Instagram-Bild wird angegeben, dass Sänger <strong>Tommy</strong> vor zwei Wochen die Band wegen der Vorwürfe gegen den Gitarristen verlassen hat.</p>
<hr>
<p><em>Wenn ihr, oder jemand den ihr kennt, Erfahrungen mit sexueller Gewalt gemacht habt, dann lasst euch bitte helfen. Dafür gibt es zahlreiche Anlaufstellen, zum Beispiel das unabhängige Hilfetelefon des Bundes unter 0800 22 55 530. Egal welchem Geschlecht ihr angehört, die Beratungsstellen sind für euch offen und sind von gut ausgebildeten Personen besetzt. Es gibt einen Ausweg.</em></p>
<div class="csc-textpic-text">
<div class="rtetext">
<p><em>Das „Hilfetelefon Sexueller Missbrauch“ ist die bundesweite, kostenfreie und anonyme Anlaufstelle für Betroffene von sexueller Gewalt, für Angehörige sowie Personen aus dem sozialen Umfeld von Kindern, für Fachkräfte und für alle Interessierten. Es ist eine Anlaufstelle für Menschen, die Entlastung, Beratung und Unterstützung suchen, die sich um ein Kind sorgen, die einen Verdacht oder ein „komisches Gefühl“ haben, die unsicher sind und Fragen zum Thema stellen möchten.</em></p>
</div>
</div>
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		<title>&#8222;Die will doch nur spielen!&#8220; &#8211; als Musikerin unterwegs im Metal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Mar 2017 07:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Alles, was Frauen in der Musik machen, müssen sie doppelt so gut machen, wie ihre männlichen Kollegen, um die gleiche Anerkennung zu bekommen.&#8220; Diese Aussage stammt von einem Freund in den Fünfzigern, der seit mehreren Jahrzehnten aktiver Musiker ist und mich in ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/die-will-doch-nur-spielen-als-musikerin-unterwegs-im-metal/">&#8222;Die will doch nur spielen!&#8220; &#8211; als Musikerin unterwegs im Metal</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Alles, was Frauen in der Musik machen, müssen sie doppelt so gut machen, wie ihre männlichen Kollegen, um die gleiche Anerkennung zu bekommen.&#8220; Diese Aussage stammt von einem Freund in den Fünfzigern, der seit mehreren Jahrzehnten aktiver Musiker ist und mich in den letzten Wochen, in denen dieser Artikel entstanden ist, immer wieder ermutigte, an ebendiesem weiterzuarbeiten. Ich vertraue auf seine Lebenserfahrung und fühle mich in meinen Beobachtungen bestätigt. Nachdem ich diesen Text in seiner Grundform fertiggestellt hatte, bin ich über das Projekt <a href="http://geschichten.detektor.fm/musik/pop-ist-kein-weisser-heterosexueller-mann/">&#8222;Pop ist kein weißer, heterosexueller Mann&#8220;</a> gestolpert, in dem ich ebenfalls viele Parallelen zu meinen Erfahrungen&nbsp;finden konnte.</p>
<p>So lange ich denken kann, habe ich die Musikszene als absolut männerdominiert erlebt. Und auch, wenn ich jetzt so überlege, kann ich die sich in meinem Metal-Umfeld bewegenden Musikerinnen an einer (zweifingerigen) Hand abzählen. Wo hingegen, blickt man in die Musikgeschichte oder zeitgenössische Musiklandschaft, jeder wohl aus der Kalten einige, von Frauen geleitete Projekte aufzählen kann. Prozentual ist das aber immer noch ein verschwindend geringer Anteil des gesamten &#8222;Marktes&#8220;.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_14263" aria-describedby="caption-attachment-14263" style="width: 1187px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-14263" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Screenshot-105.png" alt="" width="1197" height="415" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Screenshot-105.png 1197w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Screenshot-105-300x104.png 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Screenshot-105-1024x355.png 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Screenshot-105-750x260.png 750w" sizes="(max-width: 1197px) 100vw, 1197px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-14263" class="wp-caption-text">Das Projekt &#8222;Pop ist kein weißer, heterosexueller Mann&#8220; hat die Bands des RaR 2016 nach ihrer Besetzung untersucht. Das Ergebnis: 89% der dort auftretenden Bands bestanden ausschließlich aus Männern.</figcaption></figure>
<p>Und dieser Eindruck zieht sich durch mein Leben: Ich ging als junge Teenie-Göre auf meine ersten Konzerte in einem Jugendclub – es waren kaum andere Mädchen da. Manchmal war ich sogar die einzige unter vielen Jungs. Ich bewegte mich auch tagsüber beim Jugendtreff, wo wir uns an diversen Instrumenten austoben durften, fast ausschließlich zwischen Jungs. Die späteren Proberäume – alle angemietet von Jungs. Selten traf ich dort Mädchen an. Oft waren es &#8217;nur&#8216; die Freundinnen der dort residierenden Musiker (oder solcher, die es werden wollten).</p>
<p>Ich war nicht die einzige, die in ihrer Kindheit und Jugend das Privileg von Instrumentalunterricht genossen hatte. Nur blieben die anderen damit zu Hause, ganz im traditionellen Sinne, wie es viele, viele Jahrzehnte üblich gewesen ist. Mädchen lernten Instrumente. Nicht, um damit irgendwo im öffentlichen Raum aufzutreten. Nein, vielmehr ging es um die Selbstdarstellung der Familie: &#8222;Schaut, wie gebildet und talentiert unser Zögling ist&#8220;. Ich denke, wenige Eltern sagen das über ihre Kinder – oder erst recht: ihre Töchter – wenn die in ihrer Jugend blutbeschmiert, schreiend und Blackened Death Metal spielend über die Bühnen der Stadt toben. (Meine Mutter sagte immer: &#8222;Kind, du kannst in deiner Freizeit tun und lassen, was du willst, aber du gehst ein Mal in der Woche entweder zum Instrumentalunterricht, Tanzen, Singen oder [füge intellektuell wirkende Mädchentätigkeit ein].&#8220; Lass ich mal so stehen. Mit dem Nachsatz: Ich bin sehr dankbar für meine (Aus-)Bildung.)</p>
<blockquote><p>&#8222;Bis heute stellen wir fest: Ja, Instrumentenwahl ist geschlechtlich konnotiert. [&#8230;] Es gehört eben&nbsp;nicht zum normativen Verständnis einer &#8222;weiblichen Sozialisation&#8220;, Bands zu formieren. Da gibt es immer tausend Ausnahmen. Aber interessant ist eben, es ist sichtbar: auf der Bühne an Rockinstrumenten stehen in der Regel Männer.&#8220; (<em>Schauberger</em> im Projekt &#8222;Pop ist kein weißer, heterosexueller Mann&#8220;)</p></blockquote>
<p>Ich habe in den letzten 10 Jahren in vielen verschiedenen Bands gespielt, alle Bandkollegen waren ausnahmslos – na, ihr wisst schon – definitiv nicht weiblich. Ehrlich gesagt, ich war auch immer ganz froh darüber. Denn was ist die größte Befürchtung, sobald eine Frau in der Band ist? Genau – Zickenterror. Das ist nichts Ungewöhnliches. Das geht auch mir als Frau so, wenn ich daran denke, dass eine zweite Frau mit in der Gruppe ist. Manche Bands gehen sogar so weit, dass sie gar keine Frau in ihren Reihen haben wollen. Alles schon erlebt. Nicht nur, dass mir befreundete Musiker schon vor vielen Jahren von ihren Lappalien dahingehend erzählt haben (&#8222;Und dann hat der Gitarrist mit der Sängerin und als das zerbach, war es auch mit der Band vorbei. Deswegen nehmen wir keine Frauen mehr in unsere Bandprojekte auf.&#8220;). Ich selbst bin auch schon abgewiesen worden, einfach nur, weil ich kein Mann bin. Und hier haben wir ihn übrigens – Sexismus in seiner offensichtlichsten Form. Eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. Dieser Vorfall ist einige Jahre her. Die Band befindet sich inzwischen auf dem aufsteigenden Ast – und ich bin immer noch stinkesauer, weil&nbsp;ich damals per Mail abgewatscht wurde, nur weil ich ein Mädchen bin. Ja, genau das war das genannte Ausschlusskriterium. Und nein, ich wurde nicht einmal mehr zum Vorspielen eingeladen.</p>
<p>Ist euch was aufgefallen? Ich bin genauso diskriminierend veranlagt, wie diejenigen, denen ich dieses Verhalten vorwerfe. Auch ich möchte keine (weitere) Frau in meiner Band haben. Aufgrund der vermeintlichen Gewissheit, dass die, dem Weibe vorgeworfenen Charaktereigenschaften, zu Stress führen könnten.</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/irRXXjLY1l8?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Doch zurück zu den Anfängen: Nicht nur, dass ich das Mädchen der Band war, meist war ich sogar die Jüngste in der Konstellation, was mir vermutlich einen gewissen Welpenschutz gab. Gleichzeitig musste ich jedoch zusehen, überhaupt ernstgenommen zu werden. Das sind die beiden Seiten derselben Medaille, die mir anscheinend&nbsp;mit dem Eintritt in die Musikerkreise umgehängt worden ist. Ich kämpfte also regelmäßig darum, in meiner Funktion als Bandmitglied wahr- und ernstgenommen zu werden. Gut, dass Bassisten am unteren Ende der Nahrungskette stehen, ist kein Geheimnis. Daran gewöhnt man sich. Aber ich behaupte, unterscheiden zu können, was bandinternes Rumfrotzeln aufgrund der eigenen Position in der Band ist, und wo die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts anfängt. Oft hatte ich den Eindruck, mich dahingehend behaupten zu müssen, nicht nur &#8222;die kleine süße Bassistin&#8220; zu sein, die man sich nur in der Band hält, um Tittenquote zu haben und somit perspektivisch bei Live-Auftritten mehr Aufmerksamkeit zu ziehen. Oder (und das war nicht nur ein Eindruck) dass mit der Aufnahme in eine Band sogar ausgetestet wird, ob ich denn irgendwie zu haben sei. Fürs Bett. Alles schon erlebt.</p>
<p>Nicht selbst erlebt, aber dennoch mindestens denkwürdig betrachte ich, was mir eine Bekannte – selbst auch Metal-Bassistin – letztens als Anekdote erzählte. Sie sei mit ihrer Kapelle zum Auftritt gefahren und vor Ort nicht begrüßt worden, weil sie nicht als Teil der Band wahrgenommen wurde. Das sei nicht nur ein Mal so vorgekommen. Wie kann das sein? Ich kann es mir nicht erklären, außer, dass Frauen in diesen Gefilden zunächst eben immer als Anhängsel anstatt als aktive Teilnehmer abgestempelt werden.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_14268" aria-describedby="caption-attachment-14268" style="width: 1147px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="size-full wp-image-14268" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Screenshot-110.png" alt="" width="1157" height="651" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Screenshot-110.png 1157w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Screenshot-110-300x169.png 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Screenshot-110-1024x576.png 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Screenshot-110-750x422.png 750w" sizes="(max-width: 1157px) 100vw, 1157px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-14268" class="wp-caption-text">Diese Erfahrung kann ich nur bestätigen. (Auszug aus &#8222;Pop ist kein weißer, heterosexueller Mann&#8220;)</figcaption></figure>
<p>So viel zu den Eindrücken, die ich &#8222;Backstage&#8220; im Umgang mit anderen Musikern erlebt habe. Das ist die eine Seite. Die andere ist die Wahrnehmung eines Musikers auf der Bühne. Wie genau ich selbst bislang als Bassist mit Brüsten auf der Bühne &#8222;instrumentalisiert&#8220; wurde, davon kann ich nur fantasieren. Das erzählt einem natürlich niemand. Ich kann mir aber vorstellen, dass die Gedanken, die ich hege, wenn ich vor einer Bühne stehe und die Akteure beobachte, denen &#8218;meines&#8216; Publikums gar nicht mal so unähnlich sind. Hier ein paar Einblicke:</p>
<p>Wenn du als Musiker auf der Bühne stehst, nimmst du deine Rolle ein. Aufgepumpter, langhaariger Gitarrenheld? Halbnackter, dynamischer Schlagzeuger? Ach, meinetwegen auch der extrovertierte Sänger. Soll mir gleich sein. Frau in enggeschnürtem Kostümchen und ansprechend herausgeputzt? Hallo, stereotypische Selbstdarstellung! Für mich eine Einladung hinzugucken, und bei Gefallen auch vor mich hin zu glotzen. Warum auch nicht? Bühne ist Bühne. Für mich ist der Metal eine Umgebung, die nach vorn, also auf der Bühne, mit den Stereotypen spielt. Das macht Spaß. Wie sich derjenige nach der Show gibt, ist was anderes.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_14278" aria-describedby="caption-attachment-14278" style="width: 1142px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-14278" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/DNC-vs-Arch-Enemy-Portrait.jpg" alt="" width="1152" height="477" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/DNC-vs-Arch-Enemy-Portrait.jpg 1152w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/DNC-vs-Arch-Enemy-Portrait-300x124.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/DNC-vs-Arch-Enemy-Portrait-1024x424.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/DNC-vs-Arch-Enemy-Portrait-750x311.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1152px) 100vw, 1152px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-14278" class="wp-caption-text">So unterschiedlich kann Selbstdarstellung aussehen. Sei es eine <strong>Alissa</strong> oder eine <strong>Onielar</strong>, Profilierung im Sinne der Show ist im Metal keine Seltenheit.</figcaption></figure>
<p>Bewege ich mich selbst auf der Bühne, bewege ich mich nach außen selbstdarstellerisch in einer Rolle. Ich habe allerdings gleich mehrere Funktionen, die ich in dem Gebilde zu erfüllen habe – sowohl bandintern als auch nach außen Richtung Publikum, Veranstalter oder Technikern. Das geht weit über die persönliche Bindung zu meinen Bandkollegen, wie ich sie sonst im Proberaum erlebe, hinaus. Im Proberaum muss ich mich im Idealfall nicht vor den anderen profilieren. Ihr wisst, was ich meine. Profilierung und Ego-Gepushe machen Projekte kaputt. Und aus dem Alter sollte man raus sein, wenn man sich dem kreativen Prozess ernsthaft widmen will. Profilierung vor dem Publikum ist in den meisten Genres hingegen ziemlich normal.</p>
<p>Und, dass wir unsere Rollen im Leben generell spielen, möchte ich auch als normal beschreiben. <strong>Erving Goffman</strong> hat sich sehr bildhaft zum Thema Selbstdarstellung ausgelassen. Er begreift sogar das komplette soziale Leben als Theaterbühne. Die, die sich darum bewegen sind Publikum. Je nach Einbindung, Position und Mitwissen können sie auch zu Darstellern werden. Das Theaterspiel lebt von der Interaktion. Warum diese Idee nicht auf die Konzertbühne übertragen?</p>
<p>Sehe ich mit etwas Abstand auf die Konstellation, kann ich meine Rolle im Gebilde erkennen und spiele sie auch gern. Was mich tatsächlich richtig annervt, blicke ich auf die Jahre zurück, seitdem ich mich dazu entschlossen habe, zusammen mit anderen Musik zu machen, ist die Rollenzuschreibung, die abseits der Bühne vor sich ging. Vor allem während der Suche nach neuen Projekten. Ich denke, wir wissen alle, wie lange es dauern kann, um von den ersten musikalischen Gehversuchen bis zu der Stufe zu kommen, auf der man sich endlich in einer Band bewegt, mit dem man halbwegs regelmäßig Auftritte spielt und seine Rolle selbst ausfüllen kann. Bei mir hat es ausreichend lange gedauert. Und ich habe genug Idioten getroffen, die mich verunsichert und gehemmt haben. Genauso sind mir aber auch Menschen begegnet, die mich durch ihre Unvoreingenommenheit in Dialog und gemeinsamen musikalischen Exkursen beflügelt haben.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/P8ZzMaW32bQ?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Ob es nun am jungen Alter oder tatsächlich am Geschlecht liegen mag: sich in seiner auserkorenen Position als Musiker nicht ernstgenommen zu fühlen, lässt wohl geschlechterunspezifisch niemanden kalt. Und manchmal dauert es lange, bis sich Situationen festigen und Selbstsicherheit hinsichtlich des eigenen Spiels Einzug hält. Und da ich nicht aus meiner Haut herauskomme, bin ich auch der Überzeugung, dass es Frauen, und vor allem Mädchen, dabei schwerer haben. Weil sie belächelt und zu Deko-Objekten gemacht werden. Immer wieder auch von mir selbst.</p>
<p>Sehe ich Männer auf der Bühne, wird deren Daseinsberechtigung nicht von vornherein durch mich in Frage gestellt. Stattdessen nehme ich ihr&nbsp;Rollenverhalten so an, freue mich darüber und die Qualität ihrer Leistung wird erst im zweiten Augenblick geprüft. Steht da eine oder gleich mehrere Frauen, fängt bei mir sofort das kritische Beäugen an. Was macht die da? Kann die das überhaupt? Da rutsche ich deutlich schneller und intensiver in den Kritikermodus, als ich es bei männlichen Musikern tue. Dazu muss ich noch nicht einmal auf Konzerte gehen. Ein bisschen auf YouTube herumzugeistern reicht vollkommen aus. Was zeigt mir das ein zweites Mal? Auch ich bin nicht ohne Vorurteile, obwohl es mich ankotzt, selbst von anderen so vorurteilsbeladen betrachtet zu werden.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_14267" aria-describedby="caption-attachment-14267" style="width: 1253px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-14267" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Screenshot-109.png" alt="" width="1263" height="710" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Screenshot-109.png 1263w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Screenshot-109-300x169.png 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Screenshot-109-1024x576.png 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/Screenshot-109-750x422.png 750w" sizes="auto, (max-width: 1263px) 100vw, 1263px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-14267" class="wp-caption-text">Nicht nur im direkten Bezug zu Live-Auftritten &#8211; auch im (fachlichen) Dialog habe ich genau diese Gedanken. (Auszug aus &#8222;Pop ist kein weißer, heterosexueller Mann&#8220;)</figcaption></figure>
<p>Sei es eine <strong>Anneke van Giersbergen&nbsp;</strong>oder <strong>Doro Pesch</strong>, <strong>Sarah Longfield</strong> oder <strong>Nita Strauss</strong>, komplette Frauenbands wie <strong>KITTIE</strong>&nbsp;oder <strong>NERVOSA</strong>&nbsp;– die musikalische Leistung der Frauen findet&nbsp;immer erst hinter Kommentaren zu Aussehen und Auftreten Erwähnung. Und wenn es dann doch an die Fertigkeiten geht, müssen sie auf einem extrem hohen Niveau bestehen, um nicht belächelt und zurück in die Deko-Ecke gestellt zu werden.</p>
<h4>Ein Fazit:&nbsp;</h4>
<p>Es gibt (prozentual) extrem wenige Frauen, die sich als aktive Musikerinnen im Metal tummeln. Ich sehe mich als eine von ihnen und habe immer wieder dafür kämpfen müssen, wahr- und ernstgenommen zu werden, und&nbsp;aufgrund meiner spielerischen Leistung anstatt meines Geschlechts be- oder verurteilt zu werden. Ich kenne die Dynamik selbst, denn auch ich urteile über Musikerinnen ganz anders und viel schneller als über die männlichen Kollegen. Was ich mir wünsche? Liebe männliche Mitmusiker, seht Musikerinnen weniger als hübsche Trophäen, die ihr euch in den Proberaum oder mit auf die Bühne stellt. Hört auf, Mädchen aus Prinzip aus eurem Bandgefüge herauszuhalten. Und das Folgende geht auch an die Veranstalter und Tontechniker: Nehmt uns ernst – als Kollegen, die nun mal &#8218;accidentally female&#8216; sind. Verkauft uns nicht für dumm, nur weil wir Exoten in eurem männerdominierten Umfeld sind. Liebes männliches Konzertpublikum, wir – oder zumindest ich – lassen uns auf der Bühne gern anschmachten. Noch lieber zeigen wir auch, was wir musikalisch auf dem Kasten haben. Denn das ist in dem Moment unser Job. Versucht, daneben einfach keine Arschlöcher zu sein.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/die-will-doch-nur-spielen-als-musikerin-unterwegs-im-metal/">&#8222;Die will doch nur spielen!&#8220; &#8211; als Musikerin unterwegs im Metal</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Skylar Knight &#8211; die Frau hinter dem Bild</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Dec 2016 08:03:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Modeln]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
		<category><![CDATA[Skylar Knight]]></category>
		<category><![CDATA[Summer Breeze]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und gesellschaftlichen Erwartungen gemäß, versuche ich mich an Besinnlichkeit. Und das, obwohl ich ungefragt mit Weihnachtsliedern beschallt werde und am liebsten die Axt zücken würde. Aber lassen wir das. Trotzdem kehrt irgendwie Ruhe ein, oder ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4>Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und gesellschaftlichen Erwartungen gemäß, versuche ich mich an Besinnlichkeit. Und das, obwohl ich ungefragt mit Weihnachtsliedern beschallt werde und am liebsten die Axt zücken würde. Aber lassen wir das.</h4>
<p>Trotzdem kehrt irgendwie Ruhe ein, oder ich nehme mir zumindest vor, dass das passiert. Also hab ich doch mal zurückgeblickt und überlegt, was ich dieses Jahr so erlebt hab (vieles), was ich gut gemacht hab (manches) und was ich vielleicht nicht, oder nicht so hätte machen sollen (einiges).</p>
<p>Während der Festivalsaison kam es zu zahlreichen witzigen und weniger witzigen Vorkommnissen, dem Organismus fehlt Schlaf, gesundes Essen und gepflegte Gesellschaft und das Hirn kommt auf merkwürdige Ideen&#8230;</p>
<p>So passierte es mir dann, dass ich meinem <a href="https://silence-magazin.de/titten-raus-es-ist-summer-breeze-2016/" target="_blank">Summer Breeze Nachbericht </a>ein Titelbild verpasste, was nur bedingt mit dem Inhalt des Artikels zu tun hatte. Abgetippt, hochgeladen, geplant und ins Bett gelegt. Dass der Beitrag wenige Stunden später bereits mehr Klicks hatte, als alle anderen Artikel, die bis zu diesem Zeitpunkt bei uns erschienen waren, hatte ich weder geplant, noch erwartet. Doch das Internet steht einfach am allermeisten auf Nacktheit und Katzenbilder &#8230;</p>
<h4>Höchste Zeit also, um mal die Frau zu Wort kommen zu lassen, die uns zu Furore, Vergleiche mit der BILD, Sexismusvorwürfen und tausenden von Klicks verholfen hat.</h4>
<h1><strong><em>Skylar Knight</em></strong></h1>
<h4>Robert: Hallo Skylar! Stell dich uns doch bitte kurz vor.</h4>
<p><strong>Skylar</strong>: Hallo, meinen Namen kennst du ja schon. Ich bin 22 und komme aus Oberbayern, geboren und aufgewachsen, auch wenn ich praktisch keinen Dialekt spreche (zumindest in Gegenwart von Leuten, die es nicht verstehen <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> ).</p>
<h4>Robert: Seit wann modelst du und wie kamst du dazu?</h4>
<p><strong>Skylar</strong>: Ich mache das Ganze erst seit ein paar Monaten. Meine Freundin <a href="https://www.facebook.com/Model.Symphony/?fref=ts" target="_blank">Symphony</a> hat mich dazu ermutigt. Sie macht das schon deutlich länger als ich und mit über 3000 Fans pusht es mich auch ungemein, wenn sie Posts verfasst, in welchen mein Name vorkommt.</p>
<h4>Robert: Der Beitrag mit deinem Bild ist einer der meistgeklickten bei uns, wie fühlst du dich damit?</h4>
<p><strong>Skylar</strong>: Ich freu mich, das Oberteil hab ich ja schließlich nicht umsonst ausgezogen. Aber ich hab mich in der Arbeit nicht mehr getraut, die Brille aufzusetzen, aus Scham, meine Kollegen könnten mich erkennen. In diesem Bereich meines Lebens soll das nun nicht die große Runde machen <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<h4>Robert: Wie stehst du zu dem Thema? Warum machst du das, was du machst? Welchen Anspruch hast du? Provokation, Inszenierung, Kunst?</h4>
<p><strong>Skylar</strong>: Ich sehe vor allem Kunst darin. Ich mag es gern, mich unterschiedlich darzustellen, verschiedene Stimmungen zu kreieren, unterschiedliche Seiten an mir zeigen. Dazu gehört nicht nur Akt! Alles was außergewöhnlich und vielleicht für die ein oder andere Person verrückt oder abgedreht ist, fasziniert mich.</p>
<h4>Robert: Bist du auf Bildern noch Privatperson, oder bist du quasi sofort „in der Rolle“ sobald ne Kamera auf dich gerichtet ist?</h4>
<p><strong>Skylar</strong>: Manche Themen sind schwieriger umzusetzen als andere, da dauert es dann länger, bis man „in der Rolle“ ist. Aber grundsätzlich bekommt man sowieso die besten Bilder, wenn der Kopf dabei aus ist.<br />
Posen wirken einfach nicht mehr „natürlich“, wenn man dabei zu viel nachdenkt. Nicht, dass die meisten je „natürlich“ wären, modeln ist Sport!</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-12787" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/skylar-2.jpg" alt="Skylar Knight" width="900" height="600" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/skylar-2.jpg 900w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/skylar-2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/skylar-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/12/skylar-2-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" />
<p>&nbsp;</p>
<h4>Robert: &nbsp;Wie sehr tangiert bzw. beeinflusst das Thema Sexismus deine Arbeit als Model? Wie stehst du selbst dazu und was ist deine Meinung zu dem Thema, das ja omnipräsent ist?</h4>
<p><strong>Skylar</strong>: Sexismus läuft mir immer häufiger über den Weg. Viele Menschen (vorrangig Männer) wollen nicht verstehen, dass Aktmodeln keine Pornografie ist&#8230;. Ich bekomme sehr viele Anfragen, die so einfach mal gar nicht gehen. Es gibt auch Fotografen, die meinen, nur weil du dich ausziehst, dürfen sie machen was sie wollen. Ich werde auch oft beleidigt, wenn ich auf die Frage, ob ich mich mit jemandem treffen möchte, mit &#8222;Nein&#8220; antworte.</p>
<h4>Robert: Welche Konsequenzen hatte das Ganze bislang für dich und wie gehst du damit um? Wirst du gestalkt, gelobt, belästigt und bekommst reihenweise Dickpics?</h4>
<p><strong>Skylar</strong>: Noch hatte es kaum Konsequenzen, ich wurde bis jetzt viel gelobt und klar versucht immer mal wieder jemand, die Konversation auf ein persönliches Level zu bringen. Aber sowas kann man abblocken. Von krasseren Fällen wie Belästigungen, Stalking und/oder auch Mobbing hab ich jedoch schon mehrfach von anderen Models gehört.&nbsp;</p>
<p>Ich hatte mittlerweile leider auch nicht so schöne Erfahrungen, bei denen ich das Shooting dann auch abbrechen musste. Aber das war reiner Dummheit meinerseits geschuldet. Models tauschen sich untereinander aus, hätte ich also mal nachgefragt, hätte ich gewusst, dass der Fotograf so ist. Aber ja, sowas kann passieren&#8230; Man muss dann eben die Reißleine ziehen.</p>
<p>Und zu den Dickpicks: die hab ich früher schon bekommen, sind durch das Modeln auch nicht mehr geworden, bis jetzt! (Daumen drücken!) Aber wie anfangs erwähnt, bin ich noch nicht lange dabei. Die Erfahrung von anderen Models zeigt, steigt die Anzahl der Fans, so steigen die Stranger exponentiell mit.</p>
<p>Wir sollten in einem Jahr nochmal reden, wahrscheinlich hab ich da mehr zu erzählen. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<h4>Robert: Ich danke dir für das Interview und wünsche dir weiterhin viel Erfolg!&nbsp;</h4>
<hr>
<p>An dieser Stelle möchte ich explizit darauf hinweisen, dass sich <em><strong>SILENCE</strong> </em>von Sexismus distanziert!&nbsp;<br />
Es gibt viele Dinge, für die wir stehen wollen und werden. Diskriminierung, egal in welcher Form, gehört nicht dazu!</p>
<p>Unser Ziel ist es, in vielerlei Form und Hinsicht über die Musik und die Szene zu berichten, die wir lieben. Und Diskriminierung hat in dieser nichts verloren, darüber hinaus erst Recht nicht.</p>
<hr>
<p><a href="https://www.facebook.com/Model.Skylar.Knight/?fref=ts" target="_blank">Skylar Knight Facebook</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/skylar-knight-interview/">Skylar Knight &#8211; die Frau hinter dem Bild</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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