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	<title>Social Media Influencer Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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		<title>Festivals &#8211; ein bedenklicher Trend?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexandra]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Aug 2017 06:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gab mal eine Zeit, da schienen Festivals Rock- und Metalfans vorbehalten zu sein &#8211; inzwischen rennt schätzungsweise jede zweite Kommilitonin mit einem Festivalbändchen am Arm durch die Uni. Sputnik Springbreak, splash!, Helene Beach &#8211; von wegen Metal. Selbst für den Einlass ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/festivals-ein-bedenklicher-trend/">Festivals &#8211; ein bedenklicher Trend?</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Es gab mal eine Zeit, da schienen Festivals Rock- und Metalfans vorbehalten zu sein &#8211; inzwischen rennt schätzungsweise jede zweite Kommilitonin mit einem Festivalbändchen am Arm durch die Uni. <strong>Sputnik Springbreak</strong>, <strong>splash!</strong>, <strong>Helene Beach</strong> &#8211; von wegen Metal. Selbst für den Einlass zu Abibällen werden immer öfter Stoffbänder mit Metallklammern verteilt. Ob Modeaccessoire oder persönlich bedeutsames Erinnerungsstück &#8211;</p>
<h4 style="text-align: center;"><strong>Warum sind Festivals so ein Trend geworden?</strong></h4>
<p><strong>1983</strong> gab es bereits <strong>30 größere Festivals</strong> in ganz Deutschland. Wie niedlich! Inzwischen sind es weit über <strong>500</strong> &#8211; und diese Angabe stammt von <strong>2014</strong>! Die Anzahl wächst und wächst, Festivals erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und sind als fester Bestandteil der Jugendkultur nicht mehr wegzudenken.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;">Eine Begleiterscheinung dieser Tendenz: Der Begriff „Festival“ wird aktuell immer stärker für <strong>Marketing-Zwecke</strong> ausgenutzt.</p>
</blockquote>
<p>Damit meine ich nicht die Tatsache, dass die Tickets für besagte Veranstaltungen teilweise <strong>sündhaft teuer</strong> sind (was in den meisten Fällen mit Sicherheit auch gerechtfertigt ist, wenn man bedenkt, welch ausgeklügelte Organisationsstrukturen stets dahinterstecken).</p>
<p>Nein, mir geht es hierbei darum, dass Festivals in der Öffentlichkeit teilweise mehr und mehr mit <strong>Mode</strong> und <strong>Beauty-Produkten assoziiert</strong> werden, anstatt mit Musik.</p>
<p>Da gibt es <strong>Mascara</strong>, die damit wirbt, die <strong>perfekten Festival-Wimpern</strong> zu zaubern. Es ist doch nur Wimperntusche! Was haben Wimperntuschen und Festivals gemeinsam? Ich begreifs nicht.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20544" aria-describedby="caption-attachment-20544" style="width: 587px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-20544 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/2__-sub-buzz-5391-1490728260-17.png.jpg" width="597" height="396" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/2__-sub-buzz-5391-1490728260-17.png.jpg 597w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/2__-sub-buzz-5391-1490728260-17.png-300x199.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/2__-sub-buzz-5391-1490728260-17.png-360x240.jpg 360w" sizes="(max-width: 597px) 100vw, 597px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20544" class="wp-caption-text">Glitter Booty</figcaption></figure>
<p>Noch so ein ganz heißer Styling-Trend, der durch das diesjährige <strong>Coachella-Festival</strong> populär geworden ist: der sogenannte <strong>Glitter Booty</strong>. Aber warum soll ich mir <strong>Glitzer auf den Arsch kleben</strong>, wenn ich doch eigentlich nur headbangen will?</p>
<p>Aber Festival ist eben nicht gleich Festival. Es scheint, an dieser Stelle begegnen sich zwei verschiedene Welten, obgleich sie denselben Namen tragen. Hier muss man noch einmal unterscheiden zwischen klassischen Metal-Festivals und denen, die <strong>Blogger</strong>, <strong>Fashionistas</strong>, und <strong>Social-Media-Influencer</strong> vereinnahmt haben.</p>
<h4>Wie lange wird es wohl noch dauern, bis auch <strong>Wacken</strong> zum Laufsteg verkommt?</h4>
<p>Mir schien es lange, als seien Festivalbändchen in erster Linie ein fast unfehlbarer Anzeiger dafür, dass da ein Fan von Rockmusik vor mir steht. Und die Wurzeln solcher mehrtägiger Open Airs liegen auch tatsächlich in traditionell handgemachten Gitarrenklängen: Im „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ fand anno <strong>1959</strong> mit dem <strong>Newport Folk Festival</strong> das erste bekannte und große Musikfestival statt. &nbsp;&nbsp;</p>
<p><strong>Woodstock</strong> war zwar nicht das erste Festival, bleibt aber bis zum heutigen Zeitpunkt das populärste. Und möglicherweise auch das, an dem sich die aktuellen Modetrends orientieren. <strong>Blumenkränzchen</strong>? <strong>Hippie-Wimpern</strong>? Ein eher kläglicher Versuch, den ursprünglichen <strong>Woodstock</strong>-Spirit zu konservieren, wenn man darüber nachdenkt, was die eigentlichen Hintergründe für das Stattfinden der<strong> „3 Days of Peace &amp; Music“</strong> waren &#8211; dem Vietnamkrieg ein friedliches Zeichen entgegenzusetzen &#8211; wirkt eine nachgeahmte Inszenierung im Kontext der heutigen First World, deren größtes Problem es ist, wenn das Internet mal für ein paar Stunden nicht funktioniert &#8211; ich schließe mich da selbst nicht aus &#8211; nicht nur unheimlich gestellt, sondern sogar verdrängend.</p>
<h4>Doch ein wenig Schaulaufen? &nbsp;</h4>
<p>Na schön, ich muss schon zugeben, auf meinem ersten Metal-Festival fiel mir auf: Ein bisschen ähnelte es ja doch einer <strong>Modenschau</strong>. Da werden in weiser Voraussicht für drei bis vier Tage <strong>nur die schönsten Bandshirts</strong> liebevoll aus dem Schrank gekramt, stolz trägt man seine Kutte über den Campground spazieren, über Jahre hinweg nur mit den besondersten Patches bestückt, und am Ende kommt eine herrlich bunte Meute aus Trägern schwarzer T-Shirts zusammen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20545" aria-describedby="caption-attachment-20545" style="width: 1014px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" class="wp-image-20545 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/3-IMG_5174-1024x768-1024x768.jpg" width="1024" height="768" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/3-IMG_5174-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/3-IMG_5174-1024x768-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/3-IMG_5174-1024x768-750x563.jpg 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20545" class="wp-caption-text">Kommt ihr grad von nem Konzert oder vom Shoppen? Eines der typischen Bilder vom <strong>Coachella Valley Music and Arts Festival.</strong></figcaption></figure>
<p>Auch, wenn einige der <strong>aktuellen Modetrends</strong> sicher fragwürdig sind und noch dazu höchst unpraktisch erscheinen, sollte es jedem gestattet sein, auf einem Festival <strong>dem stinknormalen Alltag</strong> zu <strong>entfliehen</strong> und sich selbst so auszuleben, wie er oder sie es für richtig empfindet.</p>
<p>Kritiker werden an dieser Stelle argumentieren, dass die Musik doch Mittelpunkt eines <strong>Musik</strong>festivals sei und bleiben solle. Aber sollte nicht jeder Gast eines solchen für sich entscheiden, welchen Sinn er der Veranstaltung für sich entnimmt? So soll es auch bei <strong>Rock am Ring</strong>, <strong>With Full Force</strong> oder <strong>Summer Breeze</strong> die berüchtigten <strong>Phantom-Besucher</strong> geben &#8211; jene Menschen, die ein Ticket ergattert haben, um letztendlich die meiste Zeit in gemütlicher Runde auf dem Campingplatz zu verbringen, anstatt sich unters Konzertpublikum zu mischen.</p>
<h4>Die Tussi mit dem Assi</h4>
<p>Was also wäre eine Musikveranstaltung ohne <strong>eine großartige Gemeinschaft</strong>, mit der man sie teilen könnte? <strong>Dem wertvollen Potenzial, Menschen jeden Alters, jeder Nation und jeder Berufsgruppe zu verbinden, können nicht viele sonstige Kulturveranstaltungen das Wasser reichen.</strong>&nbsp;</p>
<p>Bliebe wirklich nichts als die Musik &#8211; und sei sie noch so großartig &#8211; so würde eine ganze Menge der Atmosphäre, dem ganzen Drumherum, das eine Festivität ausmacht, verloren gehen. &nbsp;&nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20546" aria-describedby="caption-attachment-20546" style="width: 890px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" class="wp-image-20546 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/4-image.jpg" width="900" height="570" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/4-image.jpg 900w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/4-image-300x190.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/08/4-image-750x475.jpg 750w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20546" class="wp-caption-text">Gummistiefel statt Stilettos: Bild vom <strong>Wacken Open Air</strong> 2016</figcaption></figure>
<p>Festivals haben nicht mit Metal angefangen, sie werden auch nicht beim Metal aufhören, haben sich aber dennoch als <strong>unersetzbare Zutat der Subkultur</strong> etabliert. Auf viele Anhänger dieser scheint es eine beängstigende Wirkung zu haben, dass solche Bestandteile in verstärktem Ausmaß in die <strong>Populärkultur</strong> übernommen werden. Fast so, als käme es <strong>Plagiarismus</strong> gleich, ähnliche Festivitäten auch <strong>„unprivilegierten“ Nicht-Metalheads</strong> zugänglich zu machen.</p>
<p>Ob nun Metal oder nicht: Man teilt die Kulturveranstaltungen zwar in unterschiedliche Kategorien ein, die aber nicht mehr ganz klar voneinander abzugrenzen sind, denn eine entscheidende Komponente haben sie alle gemeinsam &#8211; <strong>die Kunst</strong>.&nbsp;&nbsp;</p>
<h4>Wie so oft verlaufen die Grenzen eben auch hierbei &#8211; fließend</h4>
<p>Dass es mittlerweile solch ein vielfältiges Angebot an verschiedensten Festivals gibt, ist doch fantastisch! Es beschränkt sich nicht einmal nur auf Musik &#8211; da gibt es<strong> Foodfestivals</strong>, <strong>Comicfestivals</strong>, <strong>Theaterfestivals</strong>, &#8230; die Liste lässt sich ungeahnt fortführen.</p>
<p>Da ist <strong>für fast jeden Geschmack</strong> etwas Passendes dabei. Beachtlich!</p>
<p>Und ob man den teils fragwürdigen „Festival-Trends“ am Ende folgen möchte, oder nicht, wird &#8211; glücklicherweise &#8211; Geschmackssache bleiben. Es hat eben doch einen Grund, weshalb man Modepüppchen-Veranstaltungen von herkömmlichen Metal-Festivals trennt. Welcher das sein soll? Ganz einfach: <strong>Blumenkränze und Muschelkrönchen im Haar stören beim Headbangen.<br />
</strong></p>
<p>Bilder mit freundlicher Genehmigung von static.independent.co.uk, buzzfeed.com, wittyandpretty.com und sueddeutsche.com. All rights reserved!</p>
<hr>
<p><em><strong>Dies ist ein Beitrag von Gastautorin:</strong></em> <strong>Alexandra</strong></p>
<hr>
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