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	<title>Stratovarius Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Stratovarius Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Thors steter Zorn: Metal Frenzy 2017</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lukas]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Jul 2017 06:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Endlich wieder Frenzy! Seit 2014 das erste Metal Frenzy Open Air im Norden Sachsen-Anhalts stattfand, fanden sich jährlich gut 1000 Menschen in Gardelegen ein, um das Metal-Festival in der Altmark zu feiern. Von Beginn an wurden äußerst namhafte Bands aufgefahren. Daran sollte ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/thors-steter-zorn-metal-frenzy-open-air-2017/">Thors steter Zorn: Metal Frenzy 2017</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Endlich wieder Frenzy! Seit 2014 das erste Metal Frenzy Open Air im Norden Sachsen-Anhalts stattfand, fanden sich jährlich gut 1000 Menschen in Gardelegen ein, um das Metal-Festival in der Altmark zu feiern. Von Beginn an wurden äußerst namhafte Bands aufgefahren. Daran sollte sich auch dieses Jahr nichts ändern.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Mittwoch, 28.06.2017 – Anreise: Zeit zu singen!<strong><br />
</strong></h3>
<p>Wie bei vielen Festivals üblich, öffnet auch das <strong>Frenzy</strong> schon einen Tag vor Beginn der Live-Musik seine Pforten, um die Besucher aus allen Ecken Deutschlands willkommen zu heißen. Um genügend Zeit für den Aufbau unserer Zelte und des <em><strong>SILENCE</strong></em>-Standes zu haben, waren wir bereits am frühen Mittwochnachmittag vor Ort, und gehörten damit zu den ersten anwesenden Besuchern mit freier Platzwahl. Nach einem kleinen Regenschauer blieb es glücklicherweise für den Rest des Abends trocken, sodass sich bis zum Ende des Tages noch eine beträchtliche Anzahl an Besuchern auf dem Acker einfand. Und während sich bereits um halb elf abends die ersten Helden voll wie eine Strandhaubitze im feuchten Gras schlafen legten, feierten andere ab 0 Uhr beim Metal-Karaoke im Infield-Party-Zelt mit. Zu diesem Vergnügen ließen sich unter anderem ein gewisser <strong>Hannes</strong> mit <em>„Paranoid“</em> von <strong>BLACK SABBATH</strong> und als Teil eines <em>„Hearts On Fire“</em> von <strong>HAMMERFALL</strong> schmetternden Trios jener Autor hinreißen, der hier gerade schreibt.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-20027" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Disco-1024x576.jpg" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Disco-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Disco-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Disco-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Disco.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<h3>Donnerstag, 29.06.2017 – vollgelaufene Schuhe und geschlossene Flugfelder</h3>
<p>Lang wurde er herbeigesehnt, und nun war der erste Tag der Live-Musik in Gardelegen gekommen. Um hellwach in den Tag zu starten, galt es zunächst einmal, sich im <strong>Freibad neben dem Campinggelände</strong> zu erfrischen. Erstmalig gab es hier auch ein Wochenendbändchen für das Bad zu erwerben, womit ein langjähriger Wunsch vieler Campinggäste erfüllt wurde. 8 € für drei Tage unbegrenzten Schwimmbadbesuch sind dabei absolut fair. Nach einigen gezogenen Bahnen und fröhlichen Rutschdurchgängen als menschlicher Tausendfü… als menschliche Kette mit einigen Leuten aus meinem Camp, ging es nach dem feuchtfröhlichen Vergnügen dann auch schon bald aufs Infield, um sich den ersten Auftritt anzuschauen. Lediglich ein kurzer Besuch beim Frühstückzelt sollte noch eingeschoben werden – Rührei FTW!</p>
<p>Anders als üblich (sowohl für andere Festivals als auch für vorangegangene Auflagen des <strong>MFOA</strong>), fällt der Startschuss am Donnerstag früher als an den folgenden Tagen. Bereits um 11.45 Uhr eröffnen <strong>ASATOR</strong> mit ihrem melodischen Black Metal das Festival. Direkt vor der Bühne bleibt es noch relativ ruhig, doch etwas weiter hinten wuseln bereits einige Menschen umher. Nicht ganz unschuldig daran ist sicherlich die <strong>Happy Hour</strong>, bei der es zum ersten Auftritt des Tages <strong>2 Bier zum Preis von einem</strong> abzugreifen gibt.</p>
<p>Dieser erste Auftritt stimmt die noch kleine Menge gut ein, ehe die Death-Metal-Band <strong>BLOODLAND</strong> die Bühne übernimmt. Die Kapelle stammt selbst aus Sachsen-Anhalt, und da Veranstalter <strong>Robert</strong> auch ein Herz für die kleinen Bands hat, bekommt sie hier ihre Chance. Während einige umherstehende Menschen die Band feiern, wird es gerade zum Ende des Auftritts etwas leerer. Die Stimmung ist trotzdem entspannt – gerade bei mir, schließlich liege ich gerade in der Wiese vor der Bühne. Noch ist es warm und trocken. Sollte ich dem Wetterbericht glauben schenken, wäre es damit wohl bald vorbei …</p>
<p>Weiter geht es mit <strong>VIRTUE CONCEPT</strong>, die mir vor allem durch ihren rauen Core, einem markanten bayerischen Dialekt (allerdings nur bei den Ansagen, glücklicherweise nicht während des Gesangs) und die flammende Hand auf dem Backdrop im Hintergrund in Erinnerung bleiben. Im Anschluss daran folgt der Auftritt einer Band, auf den einige Fans über zwei Jahre lang gewartet haben. Als nächstes treten nämlich <strong>VISIONS OF ATLANTIS</strong> auf, die schon 2015 in Gardelegen vorbeischauen sollten, aufgrund einer Verletzung des Drummers aber noch absagen mussten. Diesmal ist die gesamte Truppe fit und gibt ihren Symphonic Metal zum besten, der – im Gegensatz zu den Werken vieler Genrekollegen – nicht zur Reihe des „Female Fronted Metal“ gehört, sondern auf ein Zweigespann beider Geschlechter setzt. <strong>Siegfried</strong> und <strong>Clementine</strong>, „The Metal Frenchy“, wie sie im Laufe des Auftritts in Anspielung auf den Namen des Festivals bezeichnet wird, funktionieren gut zusammen. Die Musik ist weniger bedrohlich als bei Gruppen wie <strong>XANDRIA</strong> oder <strong>DIABULUS IN MUSICA</strong>, sodass ich gerade am Titel <em>„New Dawn“</em> Gefallen finde, der etwas weniger verschmust wirkt. Doch auch mit der einfühlsamen Ballade <em>„Winternights“</em> weiß die österreichische Gruppe zu punkten.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20028" aria-describedby="caption-attachment-20028" style="width: 1014px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-large wp-image-20028" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Visions-of-Atlantis-1024x576.jpg" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Visions-of-Atlantis-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Visions-of-Atlantis-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Visions-of-Atlantis-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Visions-of-Atlantis.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20028" class="wp-caption-text">Sängerin Clementine Delauney alias &#8222;The Metal Frenchy&#8220;</figcaption></figure>
<p>Während ich nun zum Camp zurückmarschiere, um mir die guten Dosen-Ravioli vom Kaufland zu gönnen und bei den Autogrammstunden an unserem Stand mitzuhelfen, nimmt Hannes den Auftritt von <strong>ILLDISPOSED</strong> unter die Lupe:</p>
<p><span style="color: #808080;">„Die schrägen Dänen spielen für meine Begriffe unverdient am Donnerstag für gerade mal 50 Minuten. Da heißt es klotzen und nicht trödeln. 11 Songs aus 13 Alben zu picken ist wahrlich nicht einfach, weshalb sich <strong>ILLDISPOSED</strong> redlich bemühen, von jedem Album etwas zu spielen. Passenderweise regnet es jetzt nicht mehr so stark und zahlreiche Gäste können vor der Bühne ein Fest aus Groove und schrägen, humorvollen Ansagen („Volbeat ist ‚Frauen-Metal‘“) von Sänger <strong>Bo</strong> zelebrieren. Da wackelt der Kopf von alleine!“</span></p>
<p>Im Anschluss daran spielt die holländische Band <strong>HEIDEVOLK</strong>, deren Auftritt meine Kollegin <strong>Sarah</strong> beiwohnt. Ein wichtiger Auftritt, handelt es sich doch um die einzige auftretende Folk-Band dieses Jahres. <strong>HEIDEVOLK</strong> feiern auf dem <strong>Metal Frenzy Open Air</strong> zudem ihr 15-jähriges Band-Bestehen. Das Versprechen, von jedem Album mindestens einen Song zu spielen, lösen sie erwartungsgemäß ein. Mit Songs wie <em>„Winter woede“</em>, <em>„Saksenland“</em> und <em>„Een nieuw begin“</em> feiert die ausgelassene Metal-Gemeinde die Band auch bei mittlerweile starkem Regen.</p>
<p>Besagter Regen trägt sicherlich eine gewisse Mitschuld, dass <strong>RAGE</strong> mit 25 Minuten Verzögerung beginnt. Das Urgestein aus Nordrhein-Westfalen rockt trotz schlechten Wetters die Bühne und versteht es, die Fans abzuholen. Gespielt wird astreiner Heavy Metal mit starkem Ohrwurmpotential. Ich bin überrascht ob der Spielfreude und der Energie, die die Band verströmt. Die Stimmung findet ihren Höhepunkt, als mit dem finalen <em>„Higher Than The Sky“</em> noch einmal ordentlich zum Mitsingen animiert wird.</p>
<p>Einen kleinen Dämpfer erhält die gute Laune, als verkündet wird, dass sich der Auftritt <strong>AMORPHIS</strong>‘ aufgrund Verzögerungen beim Flug verschiebt. Allzu schade ist das aber nicht, denn dies bietet Gelegenheit, sich ein wenig zu trocknen, da der Regen unverändert stark anhält. 21.22 Uhr beginnt schließlich die Show. Die finnische Metal-Band, die früher durch Melodic Death Metal bekannt wurde und sich mittlerweile in Richtung Progressive Metal entwickelt hat, gibt ein knapp einstündiges (und damit leicht verkürztes) Set zum Besten. So unangenehm der Kleidung durchweichende Regen auch sein mag, so stark beeinflusst er doch die Stimmung. In einer dem Wetter trotzenden Meute stehen und <em>„Sacrifice“</em> lauschen, während die Regentropfen auf dem Gesicht niedergehen – atmosphärisch gesehen, ist der Gig von <strong>AMORPHIS</strong> definitiv einer der stärksten des <strong>4. Metal Frenzy Open Air</strong>.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20029" aria-describedby="caption-attachment-20029" style="width: 1014px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-large wp-image-20029" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Völkerball-1024x576.jpg" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Völkerball-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Völkerball-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Völkerball-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Völkerball.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20029" class="wp-caption-text">Richtig heiß wurde es noch einmal bei der Feuershow von Völkerball.</figcaption></figure>
<p>Doch die längste Show des Abends sollte erst noch folgen. Obgleich <strong>AMORPHIS</strong> offiziell als Headliner gesetzt war, wurde <strong>VÖLKERBALL</strong> von Anfang an ein zweistündiger (!) Slot zugedacht, um mit einer „explosiven <strong>RAMMSTEIN</strong> Feuershow“ anzuheizen. Die relativ große Menge, die sich trotz des schlechten Wetters vor die Bühne wagt, zeigt, dass hier die richtige Entscheidung getroffen wurde. Die Tribute-Band wartet mit allerlei Pyro-Spielereien auf und bietet tatsächlich eine würdige Show. Insbesondere in den langsamen und tiefen Gesangspassagen klingt Sänger <strong>René Anlauff</strong> mitunter ähnlich wie das Vorbild <strong>Till Lindemann</strong>. Von alten Hits wie <em>„Weißes Fleisch“</em> über <em>„Sonne“</em> bis hin zu neueren Nummern wie <em>„Zerstören“</em> oder <em>„Frühling in Paris“</em> wird ein sehr abwechslungsreiches Set geboten. Ich selbst möchte eigentlich 0 Uhr los, lasse mich aber doch immer wieder von den Hits meiner Lieblingsband jüngerer Jahren bannen. „‚Mein Teil‘? Okay, der geht noch. Jetzt aber… Oh, oh, ‚Du Hast‘, das MUSS ich sehen!&#8230;&nbsp; So, jetzt aber nach Hau… Wie, ‚Ich tu dir weh‘? Ob hier wohl wie beim Original ein Funkenstrom auf den Keyboarder niedergeht? Das muss ich wissen… Oh ja, wunderbar!‘. Die Band macht einen fantastischen Job. Als dann <em>„Ohne Dich“</em> beginnt, sehe ich das als persönliches Zeichen an mich, nach Hause zu gehen. Mit vollgelaufenen Schuhen und einer nassgesaugten Jacke, die ihr Gewicht mindestens verdreifacht hat, hieve ich mich ins Auto, um in meine nahegelegene Heimat zu düsen und dem Regen zu entgehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Freitag, 30.06.2017 – Lasset das Heu fliegen!</h3>
<p>Als ich am nächsten Morgen erneut in Gardelegen eintrudle, hat sich der Regen glücklicherweise verzogen. Einige Zelte haben Wassereinbruch zu beklagen gehabt – ich selbst wäre trocken geblieben, wie ich bei der Inspektion meines noch immer stehenden Zeltes feststelle.</p>
<p>Der Boden des Campgrounds und des Infields haben unter dem Regen gelitten, doch die Crew vom <strong>Frenzy</strong> lässt sich nicht lumpen und wirkt dem Schlamm durch Einsatz von größeren Mengen Heu entgegen. Somit können die Besucher der ersten Band <strong>NAMELESS DISEASE</strong> vor der Bühne zuschauen, ohne im Schlamm einzusinken. Der Sound ist sehr sauber, als die sachsen-anhaltische Band aus Nordhausen die Menge mit ihrem harten Death Metal wachrüttelt. Ich hätte erwartet, dass nach der feuchten Nacht nur wenige Besucher vor die Bühne finden, doch es finden wider Erwarten einige Menschen mehr vor die Bühne. Das weiß die Band zu würdigen, die sich beim Veranstalter <strong>Robert Röttger</strong> für die Chance bedankt, als so kleine Band erstmalig auf einer so großen Bühne spielen zu dürfen.</p>
<p>Auf eine junge Band folgt eine alte. <strong>TEMPEST</strong> rockt nun die Bühne. Die Gruppe ist bereits seit 1983 aktiv, hat im Verlauf der letzten 35 Jahre aber ihre gute Laune nicht verloren und präsentieren den Fans Heavy-Metal-Titel wie <em>„Barracuda“</em> aus den vergangenen Jahrzehnten. Damit ist die Band auch schon die letzte, die vom „guten“, bewölkten Wetter profitiert, denn beim folgenden Auftritt der <strong>CRUSHING CASPARS</strong>, den sich <strong>Hannes</strong> zu Gemüte führt, setzt der Regen auch schon wieder ein.</p>
<p><span style="color: #808080;">„Neben den <strong>KRAWALLBRÜDERN</strong> sind die <strong>CRUSHING CASPARS</strong> die einzigen Verfechter des (Hardcore) Punks, doch das kommt bei den Leuten ziemlich gut an. Auch wenn vielleicht nicht so viele Menschen die Show erleben, so lassen sich die Jungs aus Rostock keineswegs beirren und zocken mit sichtbarer Spielfreude ein Set voller Energier herunter. Und gegen Ende stehen dann doch noch ordentlich Leute vor der Bühne, um die Mischung aus Rock &#8218;N&#8216; Roll, Metal und Punk abzufeiern.“</span></p>
<p>Als nächstes ist dann auch schon <strong>IN DEMONI</strong> aus Magdeburg am Start. An regionalen Bands aus Sachsen-Anhalt mangelt es wirklich nicht. Die Death-Metal-Truppe aus der Landeshauptstadt war allerdings nicht von Anfang an eingeplant, sondern sprang relativ kurzfristig für <strong>NAILED TO OBSCURITY</strong> ein, welche wenige Tage zuvor aus gesundheitlichen Gründen absagen mussten. Eine große Chance für die Magdeburger, und ein umso größerer Tag, da heute zum ersten Mal der <strong>neue Sänger</strong> mit der Band auftritt. Trotz Abwesenheit des Gitarristen <strong>Mathi</strong> gibt sich die Band keine Blöße, zieht den Gig durch und bedankt sich bei den anwesenden Fans, dass sie die Band unterstützen, da ein solcher Auftritt für die Band nicht ganz alltäglich sei. Und wie die Fans sie unterstützen – mit dem Heu vor der Bühne um sich schmeißend und im Heuregen tanzend. Ein schönes Spielzeug, das <strong>Robert</strong> ihnen dort hinterließ! Spaß hatten die Zuschauer hier auf jeden Fall.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-20030" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Strohschlacht-1024x576.jpg" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Strohschlacht-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Strohschlacht-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Strohschlacht-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Strohschlacht.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>Sehr voll, vielleicht sogar voller als bei den Auftritten der beiden großen Bands des Vorabends (Merke: Regen schrumpft die Zuschauerzahl!), wird es beim Auftritt von <strong>MACBETH</strong> unter ausnahmsweise trockenen Bedingungen. Endlich trauen sich auch ein paar Mosher aus ihren Zelten. Die sympathische Band zieht! Das zeigt auch das Luftbild, das während dieses Auftritts eingefangen wird, als ein kleines Flugzeug das Gelände umkreist.</p>
<p><strong>MACBETH</strong> besteht ebenfalls schon seit Anfang der 1980er Jahre und wurde seitdem mehrfach aufgelöst und neugegründet. Die Heavy-Metaller sind neben <strong>VADER</strong> die erste Band, die zum zweiten Mal auf dem Festival auftreten darf, und verkündet, sich über die offenbar gestiegene Anzahl an Campern zu freuen. Das Festival solle weiter stattfinden, damit man nach dem <strong>2. und 4. Metal Frenzy</strong> auch bei der <strong>6. Auflage</strong> dabei sein könne.</p>
<p>An die gute Laune können die <strong>EVIL INVADERS</strong> anknüpfen, die mit hervorragendem Thrash die Leute in Feierlaune versetzen. Schnell und melodisch, mit einer sich wunderbar einfügenden, hoch kreischenden Stimme des Frontsängers, kommen einige Fans nicht umhin, erneut das getrocknete Gras durch die Luft wirbeln zu lassen und den strohernen Circlepit zu eröffnen. Auch der erneut einsetzende Regen kann die Leute nicht bremsen. Selten war ein Auftritt so ausgelassen wie dieser!</p>
<p>Im Anschluss folgen zwei ungleiche Death-Metal-Bands. Zuerst knüppeln <strong>VADER</strong>, die auch schon beim Debüt des <strong>MFOA</strong> mit von der Partie waren, ordentlich los, ehe mit <strong>FLESHGOD APOCALYPSE</strong> eine sehr spannende Band das Ruder übernimmt. Die Römer mischen technischen Death Metal mit symphonischen Klängen. So wird auch die wundervolle Opernstimme <strong>Veronica Bordacchini</strong>s wirkungsvoll in Szene gesetzt. Es entsteht eine Art Symphonic Death Metal, die ziemlich besonders ist.</p>
<p>Nachdem sich der Regen zunächst etwas verzogen hatte, verstärkt er sich pünktlich zum Auftritt des Freitagsheadliners wieder. Zum ersten Mal in der Geschichte des <strong>Frenzy</strong> wurde eine Band aus dem Power Metal als einer der Hauptacts ausgewählt: die Finnen von <strong>STRATOVARIUS</strong>. Trotz vorangegangerer logistischer Schwierigkeiten der Band (die Keyboards für den Auftritt waren bereits für den nächsten Gig nach Madrid geflogen worden), die es nötig machten, dass Keyboarder <strong>Jens Johansson</strong> sein Instrument noch bis kurz vor dem Auftritt im Hotel modifizierte, steht die Band mit leichter Verzögerung letztendlich auf der Bühne, als sei nichts gewesen. Der Stil ist Band ist gekennzeichnet durch das recht dominant eingesetzte Keyboard, doch auch durch den insgesamt weniger harten Sound. Leider ist es deutlich leerer als z.B. bei <strong>VÖLKERBALL</strong> am Vorabend. Die Finnen bleiben der Headliner mit den wenigsten Fans vor der Bühne.</p>
<p>Und so selten das ist: an diesem Tag darf sich der After-Headliner auf eine größere Fanbase stützen als der eigentliche Headliner. Überraschend oft ertönten schon im Voraus die Machwerke der Gore-Band <strong>GUTALAX</strong> auf dem Campinggelände. Trotzdem ist die Band auf dem <strong>Metal Frenzy Open Air</strong> Festival wohl die kontroverseste. Zum einen können die Vocals mit Fug und Recht als einzigartig bezeichnet werden. Das Lieblingsthema der Band ist menschlicher Dung. Die Fans finden die Tschechen aber ganz und gar nicht scheiße und feiern ausgelassen und heiter, mit Klobürste und Klorollen bewaffnet. Diesem Treiben wohne ich allerdings nicht selbst bei, sondern meine Kollegin <strong>Sarah</strong>, da ich die Band wie ihr Thema bewerte und mich fluchtartig nach Hause begebe.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20031" aria-describedby="caption-attachment-20031" style="width: 1014px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-20031" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Gutalax-1024x576.jpg" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Gutalax-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Gutalax-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Gutalax-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Gutalax.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20031" class="wp-caption-text">Der vielleicht größte Publikumsmagnet des vierten Metal Frenzy: Gutalax.</figcaption></figure>
<h3>Samstag, 01.07.2017 – Die Wolken lichten sich</h3>
<p>Als ich zum letzten Mal den Acker in Gardelegen befahre, tröpfelt es noch leicht, sodass es ein wenig ungemütlich ist, doch der schlimmste Regen ist überstanden. Gut für die Tages-Opener <strong>ABORT ONCE AROUND</strong>, die aus Sachsen-Anhalt stammen, genauer gesagt aus dem <em><strong>SILENCE</strong></em>-Zentrum: Halle an der Saale. Die Band macht für den ersten Act des Tages erstaunlich viel Stimmung und heizt mit ihrem Metal- und Hardcore richtig ein, was das Publikum mit vereinzelten Circle Pits dankt. Die Jungs auf der Bühne werden nicht müde zu betonen, wie glücklich sie über ihre Chance sind und wie sehr sie sich freuen, dass sich so viele Leute (immerhin 80-100) den Auftritt anschauen. Ein persönlicher Dank geht abermals an <strong>Robert Röttger</strong>, dass er das Festival trotz finanzieller Ungewissheit immer wieder durchführt und so die Szene unterstützt.</p>
<p>Wer dachte, dass <strong>ABORT ONCE AROUND</strong> die regionalsten Künstler des Tages sind, irrt! Gleich im Anschluss betreten nämlich die Alternative-Metaller <strong>SIN ARREST</strong> die Bühne. Diese stammen aus Gardelegen selbst und sind damit die <strong>Lokalmatadoren</strong> des <strong>4. Metal Frenzy</strong>. Die kleine Band legt sich ordentlich ins Zeug, und der Sänger nutzt sogar den Graben vor der Bühne aus, um sich richtig auszutoben. Die Gruppe bemüht sich insgesamt, das Publikum einzubeziehen, was sich zu dieser Zeit als sehr schwer erweist. Allein aufgrund ihres Einsatzes gebührt den Jungs auf jeden Fall Respekt!</p>
<p>Als Power-Metal-Fan freue ich mich sehr auf den anstehenden Auftritt von <strong>VICTORIUS</strong>. Die Band selbst hat ihren Sitz in Leipzig, wobei auch einige Bandmitglieder aus Sachsen-Anhalt stammen. Die <strong>ostdeutsche Power-Metal-Band</strong> liefert souverän ab und macht richtig Spaß, obgleich sich mein Kollege bei Songnamen wie <em>„Empire Of The Dragonking“</em> und <em>„Hammer Of Justice“</em> sowie Passagen über das „Ende des Regenbogens“ nicht verkneifen kann,&nbsp; ob der Klischees schmunzelnd den Kopf zu schütteln. Macht aber nichts, Power Metal darf (und soll?!) so sein. Sauber!</p>
<p>Im Anschluss gibt es mit dem atmosphärischen Black Metal <strong>FIRTAN</strong>s, die sich heute ohne ihren Bassisten auf die Bühne wagen müssen, sowie der deutlich brutaleren Hardcore-Formation <strong>BORN FROM PAIN</strong> ein starkes Kontrastprogramm zur vorangegangenen Truppe auf die Ohren. Begleitet von dieser musikalischen Untermalung, kundschafte ich die Essensstände auf dem <strong>Frenzy</strong> aus. Über Schnitzel und Bockwurst, Knoblauchbrot und Buletten, Flammkuchen und Crepes sowie Burger und Hotdogs gibt es hier ein sehr vielseitiges Angebot zu meist angemessenen Preisen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20032" aria-describedby="caption-attachment-20032" style="width: 1014px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-20032" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Menschen-1024x576.jpg" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Menschen-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Menschen-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Menschen-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Menschen.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20032" class="wp-caption-text">Ob Sonnenschein oder Wolkenbruch &#8211; wirklich leer ist es vor der Bühne nie.</figcaption></figure>
<p>Heiß erwartet wurde für 17:10 Uhr die Pagan-Band <strong>BLACK MESSIAH</strong>, die ihr 26-jähriges Bandbestehen feiert. Die deutschen Urgesteine waren bereits vor ihrem Auftritt bei uns am <em><strong>SILENCE</strong></em>-Stand zur Autogrammstunde und brachten eine gehörige Portion gute Laune mit. Diese Power können sie auch auf der Bühne zum Ausdruck bringen und feiern mit den Fans zu Songs wie <em>„Söldnerschwein“</em>, <em>„Sauflied“</em> und <em>„Wildsau“</em>. Einen Tag vor ihrem Auftritt brachte die Band übrigens ihr siebtes Album heraus. Aus diesem Grund geben die Herren aus Gelsenkirchen auch von der neuen LP eine Kostprobe.</p>
<p>Nach diesem schwungvollen Auftritt, tritt mit <strong>DESOLATED</strong> aus dem Vereinigten Königreich eine völlig andere Band auf. Die Musik ist oftmals sehr langsam und schwer. Der Auftritt fällt allerdings überraschend kurz aus, da die Band 20 Minuten früher aufhört als geplant und somit nur auf 30 Minuten Spielzeit kommt. Für mich umso günstiger, da ich mich mit meinen Kollegen auf die Autogrammstunde des Abends mit dem größten Andrang vorbereiten kann. Eine unglaubliche Masse an Leuten möchte von<strong> TANKARD</strong> Autogramme bekommen, sodass sich eine sehr lange Schlange bildet. Die mit Abstand bestbesuchte Signing Session des Wochenendes!</p>
<p>Danach spielen <strong>THE UNGUIDED</strong>, auf die ich mich lange gefreut habe. Diese zollen den Besuchern Respekt dafür, an den Vortagen wie echte Krieger dem Regen widerstanden zu haben, kommen gleichzeitig aber nicht umhin, etwas zu feixen und sich darüber zu freuen, dass der Sommer in Deutschland genauso beschissen sei wie in Schweden, der Heimat der Band. Die Band spielt sehr melodischen Metal, der sich bereits in Richtung Metalcore bewegt, wie u.a. Breakdowns und die vielen cleanen Gesangslines verdeutlichen. Die Musiker selbst wissen um den umstrittenen Ruf dieser Richtung in der Szene, weshalb sie sich noch einmal extra dafür bedanken, dass so viele Leute gekommen sind, obwohl die Musik „nicht so richtig Metal“ ist. Voll ist es in der Tat, und auch die Stimmung ist äußerst locker.</p>
<p>Wo wir gerade bei umstritten sind: als drittletzte Band des Festivals treten die <strong>KRAWALLBRÜDER</strong> auf. Deutschrock ist ja immer so ne Sache … In der Altmark hat dieser aber offenbar eine starke Basis, da der Auftritt besser besucht ist als die vorangegangenen. Ich selbst kann den Brüdern dort vorn nicht viel abgewinnen, und auch die Pyro-Effekte in Form von Flammensäulen hätte man sich angesichts des Kopfschmerzen erzeugenden Gestanks besser gespart. Eigentlich hatte die Band auch die letzte an unserem Autogrammstunden-Stand sein sollen, doch man entschied sich wider Absprache spontan, sich dafür einfach ins Nachbarzelt zu den Merch-Kollegen zu setzen. Kein feiner Zug, aber Grund genug für uns, aufgrund des abgeschlossenen Programms zusammenzupacken und unseren Stand abzubauen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_20033" aria-describedby="caption-attachment-20033" style="width: 1014px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-20033" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Destruction-1024x576.jpg" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Destruction-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Destruction-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Destruction-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/07/Frenzy-Destruction.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-20033" class="wp-caption-text">Mit Destruction spielt am Sonntagabend die letzte von insgesamt 30 Bands.</figcaption></figure>
<p><strong>Wie auch schon beim letzten Frenzy</strong>, besteht das Finale aus einer Deutschrock-Band, gefolgt von zwei Thrash-Größen. Diese sind in diesem Jahr <strong>TANKARD</strong> und <strong>DESTRUCTION</strong>, zwei der „Teutonic Four“. Schon bei ersteren wird zu Klassikern wie <em>„Empty Tankard“</em>, <em>„Chemical Invasion“</em>, <em>„Zombie Invasion“</em> und <em>„Rest In Beer“</em>, aber auch neuen Titeln wie <em>„One Foot In The Grave“</em> lautstark gefeiert. Den Abend beschließt ab 23:45 Uhr Headliner <strong>DESTRUCTION</strong>. Auch hier stehen einige Hits auf der Setlist. Neben <em>„Nailed To The Cross“</em> und <em>„Bestial Invasion</em>“, wird der Song <em>„Thrash Attack“</em> zum Besten gegeben, der zuvor sehr lange nicht gespielt worden war. Sänger <strong>Schmier</strong> lässt während des Auftritts die Menge an seinem Hopfengetränk teilhaben und ist amüsiert, dass dieses mit Bravour gefangen wird. „In Deutschland ist das Bier heilig“, wie er verlauten lässt. Als er mit den Worten „Wer will schon zwischen 80.000 Leuten eingesperrt sein? Geiles Ding, geiles Festival!“ sein Lob für das <strong>Metal Frenzy</strong> ausspricht, sehe ich das als fantastisches Schlusswort. Unser Stand ist abgebaut, unsere Zelte auch – ab nach Hause!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 style="text-align: center;">Fazit-Time: Wie war das 4. Metal Frenzy?</h3>
<p>Kurz gesagt: gewohnt geil! Ich liebe das Mixed-Metal-Konzept des <strong>Metal Frenzy Open Air</strong>. Für jeden sind einige Treffer dabei, aber auch solche Bands, die eine Grill- und Bierpause guten Gewissens zulassen, da fast niemand sämtliche Genres gleichermaßen feiert. Außerdem kann die Veranstaltung mit Namen glänzen, die kaum ein Open Air dieser Größe auffahren kann. Obwohl das Festival mit schlechtem Wetter zu kämpfen hatte, war zudem auch die Stimmung wieder hervorragend. Das Festival selbst ist hervorragend durchgeplant, was sich auch an der schnellen Reaktion auf des Wetter (Stichwort: Heu-Verteilung) und der wie jedes Jahr erstklassigen Dixi-Situation zeigt. Wie in allen Jahren zuvor, kam der potentielle Pluspunkt „Schwimmbad“ zur Abkühlung bei Hitze leider nicht zum Tragen. Der Wettergott scheint dem Festival in Gardelegen nicht wohlgesonnen. Doch dafür hat das <strong>Metal Frenzy</strong> bei mir einen dicken Stein im Brett. <strong>Robert</strong>, zieh weiter durch – nächstes Jahr komm ich wieder!</p>
<p><a href="http://www.metal-frenzy.de/">Frenzy Online</a></p>
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		<title>Der Härtsfeldsee erzittert wieder</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sascha]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Jun 2017 12:51:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Am 23. und 24. Juni ist es wieder soweit: Der Härtsfeldsee im schwäbischen Dischingen wird wieder unter einigen Metal- und Rockgrößen erbeben. Dabei bleibt das Prinzip des nunmehr zum 21. Mal stattfindenden&#160;Rock am Härtsfeldsee&#160;gleich: &#8222;große&#8220;, qualitativ hochwertige Bands in heimelig-familiärer Atmosphäre.&#160; Nach ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 23. und 24. Juni ist es wieder soweit: Der Härtsfeldsee im schwäbischen <strong>Dischingen</strong> wird wieder unter einigen Metal- und Rockgrößen erbeben. Dabei bleibt das Prinzip des nunmehr zum 21. Mal stattfindenden&nbsp;<strong>Rock am Härtsfeldsee&nbsp;</strong>gleich: &#8222;große&#8220;, qualitativ hochwertige Bands in heimelig-familiärer Atmosphäre.&nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_18064" aria-describedby="caption-attachment-18064" style="width: 1014px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/RaH_2011_44.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-18064" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/RaH_2011_44-1024x682.jpg" alt="" width="1024" height="682" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/RaH_2011_44.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/RaH_2011_44-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/RaH_2011_44-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/06/RaH_2011_44-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-18064" class="wp-caption-text">SONY DSC</figcaption></figure>
<p>Nach dem letztjährigen 20. Jubiläum und einem Line-Up, das sich mit&nbsp;<strong>POWERWOLF</strong>,&nbsp;<strong>SOILWORK</strong>,&nbsp;<strong>DIRKSCHNEIDER</strong>,&nbsp;<strong>DORO&nbsp;</strong>und&nbsp;<strong>DESTRUCTION&nbsp;</strong>definitiv sehen lassen konnte und einem solchen Geburtstag alle Ehre machte, wurde nicht abgebaut. Im Gegenteil: die Bandkonstellation der diesjährigen Ausgabe von&nbsp;<strong>Rock am Härtsfeldsee</strong> bietet ein weiteres Mal hochkarätige Kapellen. So ist der Headliner des ersten Festivaltages&nbsp;<strong>HAMMERFALL</strong>, die kurz auf <strong>STRATOVARIUS</strong> folgen.</p>
<p>Am Samstag starten zum Finale&nbsp;<strong>SALTATIO MORTIS </strong>und die finnischen Hardrocker von <strong>LORDI</strong>&nbsp;durch. Das weitere Line-Up lockert dann die stark Power Metal belasteten Headliner mit einer bunten Mischung aus Thrash mit&nbsp;<strong>SEPULTURA</strong> aus Brasilien und&nbsp;<strong>TANKARD</strong>, Metalcore/Hardcore in Form von&nbsp;<strong>UNLEASH THE SKY&nbsp;</strong>und den Heavy-Metallern von&nbsp;<strong>WITCHBOUND</strong> auf. Somit ist dafür gesorgt, dass für jeden etwas dabei ist, wobei der Fokus dieses Jahr vor allem auf Heavy und Power Metal liegt.</p>
<p>Nun habe ich vorhin eine heimelige Atmosphäre angesprochen. Diese entsteht dadurch, dass pro Tag nur rund 4.000 langhaarige Kopfschüttler kommen. Somit ist es möglich, dass die Konzerte ohne Probleme in einem großen Zelt stattfinden können. Weiterer Pluspunkt dadurch: es kann bei jeder Wetterlage gefeiert werden. Ob dieses Konzept bei meinem nun siebten Mal am <strong>Härtsfeldsee</strong> weiterhin funktioniert und ob meine <a href="https://silence-magazin.de/gewitter-matsch-und-heavy-metal-das-festival-kleinod-im-schwabenlaendle/">im letzten Jahr angeprangerten Negativaspekte</a> nun ausgemerzt wurden, oder man sich nach so langer Zeit zur Ruhe setzt und sich auf seinen Lorbeeren ausruht, werde ich in rund zwei Wochen erfahren.</p>
<p><a href="http://www.rockamhaertsfeldsee.de/">Website</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/haertsfeldsee/">Facebook</a></p>
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		<title>Aus trist mach bunt: Metal Frenzy 2017</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lukas]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 May 2017 12:49:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Norden Sachsen-Anhalts ist eigentlich ein großes Ödland. Viel Wald und Wiese, wenig Leben. Doch wer behauptet, die Altmark in Sachsen-Anhalt sei totes Land, der irrt! Seit 2014 belebt Veranstalter Robert Röttger mit seinem Metal Frenzy Open Air den Norden Sachsen-Anhalts und ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Norden Sachsen-Anhalts ist eigentlich ein großes Ödland. Viel Wald und Wiese, wenig Leben. Doch wer behauptet, die Altmark in Sachsen-Anhalt sei totes Land, der irrt! Seit 2014 belebt Veranstalter <strong>Robert Röttger</strong> mit seinem <strong>Metal Frenzy Open Air</strong> den Norden Sachsen-Anhalts und bereichert die Szene um ein weiteres großartiges Mixed Metal-Festival. Dieses Jahr findet das Festival bereits zum vierten Mal statt – dem Durchhaltevermögen Roberts und seiner Crew sei Dank!</p>
<p>Der neue Termin vom 29. Juni bis 1. Juli lässt auf sommerliche Temperaturen hoffen. Erreicht das Thermometer schwindelnde Höhen, bietet das direkt neben dem Festivalgelände gelegene <strong>Gardelegener Erlebnisbad</strong> eine hervorragende Möglichkeit, sich Abkühlung zu verschaffen. Doch wer das <strong>Frenzy</strong> kennt, der weiß – stellt euch besser auf Regen ein! Auch in diesem Fall verschafft das <strong>Erlebnisbad</strong> Abhilfe. Denn was ist schöner, als aus den durchnässten Klamotten zu schlüpfen und eine heiße Dusche zu genießen? Wie sagte mir einst ein weiser Mann: Wir campen hier nur, wir leben nicht mehr in der Steinzeit! Es ist an der Zeit, sich das zunutze zu machen!</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-17059 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/Frenzy-Schwimmbad.jpg" alt="" width="960" height="540" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/Frenzy-Schwimmbad.jpg 960w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/Frenzy-Schwimmbad-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/Frenzy-Schwimmbad-750x422.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" />
<p>Bisher verschlug es jährlich ca. 1000 Leute nach Gardelegen – beim dem Line-Up, das jedes Jahr aufgefahren wird, dürfte es aber nur eine Frage der Zeit sein, bis sich dieser Geheimtipp weiter herumspricht und das Festival wächst. Für fast jeden Geschmack ist etwas mit dabei – ob harter Death Metal der dänischen Marke <strong>ILLDISPOSED</strong> oder der italienischen <strong>FLESHGOD APOCALYPSE</strong> oder folkige Pagan-Klänge aus dem Hause <strong>BLACK MESSIAH </strong>oder von den holländischen <strong>HEIDEVOLK</strong>, geboten wird alles, quer durch den Gemüsegarten. Mit dabei ist, neben&nbsp; Heavy-Metal-Größen wie <strong>RAGE</strong> und den Thrashern von <strong>EVIL INVADERS</strong> und <strong>TANKARD</strong>, auch das deutsche Thrash-Metal-Urgestein <strong>DESTRUCTION</strong>, das mit einer Headliner-Show als letzte Band des Samstagabends die Zuschauer vom Platz fegen soll.</p>
<p>Symphonic- und Power-Metal-Fans dürfen sich, neben Auftritten von <strong>VICTORIUS</strong> und dem nachgeholten Gig von 2015 durch <strong>VISIONS OF ATLANTIS</strong>, auch auf die einzige ostdeutsche Festivalshow des finnischen Headliners <strong>STRATOVARIUS</strong> freuen.</p>
<p>Ebenfalls melodisch, aber eine Spur rauer, geht es beim dritten Headliner zu – nachdem im letzten Jahr <strong>DARK TRANQUILLITY</strong> großen Zuspruch ernteten, konnte <strong>Robert</strong> nicht anders, als dieses Jahr ebenfalls eine Band aus dem Melodic Death Metal als Headliner zu buchen. Demgemäß übernehmen dieses Jahr niemand Geringeres als <strong>AMORPHIS</strong> auf dem <strong>Metal Frenzy </strong>die finnische Headliner-Fackel. Mit <strong>THE UNGUIDED</strong> gesellt sich eine weitere Melodic Death-Band mit gutem Ruf zur Riege der Bands.</p>
<p>Für die Anhänger anderer Strömungen wird auch noch eine Prise Hardcore und Punk durch Gruppen wie <strong>BORN FROM PAIN</strong> und <strong>DESOLATED</strong> geboten. Und für wen das alles nichts ist, bietet das <strong>Metal Frenzy</strong>, neben den durch Deutschrock bekannt gewordenen <strong>KRAWALLBRÜDERN</strong>, auch noch einen ganz besonderen Leckerbissen für alle <strong>RAMMSTEIN</strong>-Fans: Am Donnerstagabend soll <strong>VÖLKERBALL</strong> mit einer zweistündigen Show voller Pyro-Spielereien alles in Schutt und Asche legen.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/8hUmXhjPG3g?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Heiß darauf geworden? Dann gilt es, sich ein Ticket zu bestellen! Für einen höllisch fairen Preis von 66,66 € wird ein grandioses Line-Up geboten, das den einen oder anderen Fan ins Schwärmen bringen dürfte. Wer Bock hat, kann sich sämtliche 30 Bands des Line-Ups zu Gemüte führen – Überschneidungen sind beim Geheimtipp aus der Altmark mit einer Bühne nämlich nicht zu erwarten. Auch <em><strong>Silence</strong></em> lässt sich das Spektakel nicht entgehen und wird mit einem Stand vor Ort sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die kürzlich veröffentlichte Running Order findet ihr<a href="http://www.metal-frenzy.de/Running-Order"> hier</a>!</p>
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		<title>Remaster – Hype, Fanservice oder Buhmann?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Luc]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Jan 2017 07:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Call Of Duty]]></category>
		<category><![CDATA[Final Fantasy]]></category>
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		<category><![CDATA[Sonata Arctica]]></category>
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		<category><![CDATA[W.A.S.P.]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Klassiker sind ein Verkaufsgarant, da müssen wir uns nichts vormachen. Neue Bands müssen mit der richtigen Werbung erst ins Rampenlicht gerückt werden, damit sich genug Alben absetzen und die Finanzen stimmen. Da ist es viel einfacher, auf bekannte Namen und vor ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/remaster-hype-fanservice-oder-buhmann/">Remaster – Hype, Fanservice oder Buhmann?</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Klassiker sind ein Verkaufsgarant, da müssen wir uns nichts vormachen. Neue Bands müssen mit der richtigen Werbung erst ins Rampenlicht gerückt werden, damit sich genug Alben absetzen und die Finanzen stimmen. Da ist es viel einfacher, auf bekannte Namen und vor allem <strong>deren beliebteste Großtaten zu setzen</strong>. Ein paar kleine Anpassungen beim Sound, etwas Politur links und rechts und noch die beiden Bonustracks von der japanischen Edition draufgepackt, fertig ist die Neuauflage.</p>
<p>Unbedingt neu ist das Thema nicht wirklich, aber in letzter Zeit tauchen Reissues und Remaster irgendwelcher Klassiker in einer solchen Fülle auf, dass man schon von einem Phänomen sprechen kann. Einige Bands haben ja sogar angekündigt, ihre ganze Diskographie neu aufzulegen, <a href="http://www.stratovarius.com/pages/posts/destiny-and-visions-of-europe-reissues-143.php">so etwa die Finnen von <strong>STRATOVARIUS</strong></a>. Auch <strong>GAMMA RAY</strong> haben jüngst eine ganze Reihe Reissues ins Feld geschickt, und das geschnürte Paket ist in den meisten Fällen auch über jeden Zweifel erhaben: Bewährtes Material erstrahlt in neuem Glanz, dazu gibt es dann kleinere und größere Einblicke in den Liner-Notes sowie rares Material. Für Neueinsteiger eine gute Möglichkeit, um die Klassiker nachzuholen und sich an den <strong>meist aufwändigen neuen Aufmachungen zu erfreuen</strong>.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-13710 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/destiny2016.jpg" alt="destiny2016" height="759" width="782" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/destiny2016.jpg 782w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/destiny2016-300x291.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/destiny2016-750x728.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 782px) 100vw, 782px" />
<p>So gesehen müsste eigentlich jeder ein Gewinner sein, schließlich scheint sich die Sache gut zu verkaufen, obendrein haben sich die Songs längst als Erfolgsgaranten erwiesen. Sogar die Ewiggestrigen kommen auf ihre Kosten, schließlich lassen sich viele Bands anlässlich solcher Veröffentlichungen dazu verlocken, <strong>mal wieder mehr olle Kamellen im Set unterzubringen</strong>.</p>
<h4>Plumpe Geldmache?</h4>
<p>Ankreiden kann man nun allerdings, dass es sich hierbei um eine <strong>faule Vorgehensweise</strong> handelt. Durchaus bieten diese Neuauflagen im Normalfall viel Inhalt für ein schmales Budget, denn&nbsp;üppige Booklets, hochwertige Aufmachungen und tonnenweise Bonusmaterial sind hier Usus. Die Band braucht sich da in der Regel nicht einmal wirklich anzustrengen. Hier wird ein neues Artwork in Auftrag gegeben, dort noch jemand mit dem neuen Mastering beauftragt, und die Liner-Notes sind auf der nächsten Busfahrt auch schnell geschrieben. <strong>Songwriting und Recording? Nicht nötig. Eine neue Abmischung? Eher die Ausnahme.</strong></p>
<p>Manche Kapellen legen sich bei ihren Neuauflagen natürlich richtig ins Zeug, da wollen wir mal nicht gleich alle über einen Kamm scheren. <strong>PAIN OF SALVATION</strong> haben sich bei der Neuauflage zu &#8222;Remedy Lane&#8220; einen komplett neuen Mix in den renommierten Fascination Street Studios geleistet und obendrein eine Live-Version des Albums dazugepackt, <strong>die sich als echter Mehrwert erweist</strong>. Gerade weil die Abmischung des Originals vielen Fans ein Dorn im Auge gewesen ist, wurde die Neuauflage mehr als wohlwollend aufgenommen.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/TnhNPM1A4t8?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Einen Schritt weiter sind vor einer Weile <strong>SONATA ARCTICA </strong>gegangen, als diese ihr erstes Album komplett neu aufgenommen haben. Finanziell und zeitlich zweifellos ein deutlich aufwändigeres Unterfangen, das im Endeffekt zwar nicht überall auf Gegenliebe gestoßen ist, immerhin aber von Einsatz zeugt. <a href="https://demonszone.com/2017/01/23/w-a-s-p-re-idolized-uk-tour-and-re-recording-the-crimson-idol/">Ein ähnliches Vorgehen</a> haben nun <strong>W.A.S.P.</strong> mit ihrem Meisterwerk &#8222;The Crimson Idol&#8220; angekündigt – eine sichere Investition ist es allemal. <strong>Und spannender als ein stumpfes Remaster noch dazu.</strong></p>
<p>Das Phänomen beschränkt sich auch <strong>nicht allein auf die Musik</strong>. Gerade im Videospiel-Bereich sind Remaster in letzter Zeit ein viel diskutiertes Thema geworden. Statt eine richtige Neuauflage zu zimmern, wird da einfach fix die Auflösung angepasst, dann werden noch ein paar Komfortfeatures im Code untergebracht, und schon kann die Kasse klingeln. Dass der Plan aufgeht, lässt sich am Beispiel der <strong>FINAL FANTASY</strong>-Reihe ablesen, und auch etliche andere Serien präsentieren die Publikumslieblinge ein zweites Mal. Hallo <strong>CALL OF DUTY</strong>.</p>
<h4>Verschärfung bestehender Problematiken</h4>
<p>Der normale Konsument kauft natürlich das, was ihn anspricht. Geld ist hierbei aber auch ein Faktor, da nur die wenigsten von uns schwerreich sein dürften und sich <strong>nach Herzenslust der Gönnung hingeben können</strong>. Gehen wir nun einmal ganz unwissenschaftlich vor und behaupten einfach, dass die Käufer monatlich nur einen bestimmten Betrag für Musik ausgeben und darüber hinaus nichts mehr kaufen, auch wenn es sie interessiert.</p>
<p>Nun fließt also ein Teil des verfügbaren Geldes in Aufgewärmtes. Und das in einer Branche, deren Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage ohnehin schon <strong>mehr als gestört ist</strong>. Ein möglicher Effekt hiervon ist, dass noch weniger vom Kuchen für neue Bands übrig bleibt, sofern man diesen denn die gleiche Klientel unterstellt. Es ist schon länger der Fall, dass viel frisches Blut einen Platz für sich beanspruchen möchte, <strong>die Platzhirsche aber nach wie vor aktiv sind</strong>. Dies wird mit der aktuellen Schwemme aufgewärmter Klassiker noch einmal untermauert.</p>
<p>Im Endeffekt bestimmt aber ohnehin der Hörer, wohin die Reise geht. Wenn sich diese Neuauflagen wirklich gut verkaufen, dann besteht auch eine gewisse Nachfrage nach aufpolierten Klassikern. Ist es da richtig, <strong>tadelnd mit dem Finger zu wedeln</strong> und auf die Probleme der Branche zu verweisen? Immerhin darf doch jeder Hörer frei entscheiden, wofür er sein Geld ausgeben möchte. Genauso kann man es keiner Band verübeln, die eigene Vergangenheit noch einmal aufzuarbeiten und in ein schöneres Gewand zu kleiden.</p>
<p>Es wird auf jeden Fall interessant, den weiteren Verlauf hinsichtlich dieser Thematik zu beobachten. Möglicherweise handelt es sich ja auch nur um <strong>einen kleinen Hype</strong>, der uns in ein paar Jahren nur noch ein müdes Lächeln abringt. Nun wollen wir natürlich wissen, wie ihr zu diesem Thema steht! Willkommene Reise in die Vergangenheit oder lästige Erscheinung, die bald vorübergeht?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/remaster-hype-fanservice-oder-buhmann/">Remaster – Hype, Fanservice oder Buhmann?</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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