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	<title>Sun Worship Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
	<lastBuildDate>Fri, 12 Oct 2018 08:44:02 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Sun Worship Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>DEAF ROW FEST VII &#8211; Kontrastprogramm in Jena</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Oct 2018 09:45:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wieder mal Jena, wieder mal DEAFROW! Das siebte Mal gaben sich unterschiedlichste Bands eines (oder mehrerer) Genre die Klinke in die Hand und wir waren dabei!</p>
<p>MItlesen und nächstes mal dabei sein! Unsere Perle aus der MetalAuster!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/deaf-row-fest-vii-2018/">DEAF ROW FEST VII &#8211; Kontrastprogramm in Jena</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4>Sommer, Sonne, Jena!</h4>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" style="width: 230px" class="wp-caption alignleft"><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/DeafRowJRohrberg-2018-1.jpg" data-image-id="2301" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/DeafRowJRohrberg-2018-1.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/thumbs/thumbs_DeafRowJRohrberg-2018-1.jpg" data-title="DeafRowJRohrberg-2018-1" data-description=" "><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-left" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/thumbs/thumbs_DeafRowJRohrberg-2018-1.jpg" alt="DeafRowJRohrberg-2018-1" width="240" height="160"></a><figcaption itemprop="caption" class="wp-caption-text">Das noch gespenstisch leere Kassablanca Jena</figcaption></figure>
<p>Endlich wieder <strong>Deaf Row</strong>. Runde Drei für uns &#8211; meint: den <strong>Yeti</strong> und mich. Runde Sieben für das <strong>Deaf Row Fest</strong> selbst. Unsere lustige Fahrgemeinschaft unter<strong> Aehm</strong>s Fuchtel kommt bei strahlendem Sonnenschein auf dem Gelände des <strong>Kassablanca</strong> an, auf dem reges Treiben herrscht. Technik wird entladen und durch die Gegend gerollt, die Bar vorbereitet und der Merch-Bereich bereits bestückt. <strong>HEADS.</strong> checken grad und holen mich direkt so aus der Realität, dass mir mit der dann wieder auftretenden, plötzlichen Ruhe auffällt, dass ja noch gar kein Publikum da ist.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" style="width: 230px" class="wp-caption alignright"><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/DeafRowJRohrberg-2018-22.jpg" data-image-id="2322" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/DeafRowJRohrberg-2018-22.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/thumbs/thumbs_DeafRowJRohrberg-2018-22.jpg" data-title="DeafRowJRohrberg-2018-22" data-description=" "><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-left" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/thumbs/thumbs_DeafRowJRohrberg-2018-22.jpg" alt="DeafRowJRohrberg-2018-22" width="240" height="160"></a><figcaption itemprop="caption" class="wp-caption-text">HEADS.</figcaption></figure>
<p>Eine halbe Stunde vor Showbeginn ist immer noch kein Schwein da. Also doch&#8230; so 5 &#8211; 10 Gäste vielleicht. <strong>HEADS.</strong> beginnen trotz recht überschaubarer Publikumssituation ihre Show pünktlich. Und schwupps &#8211; jetzt geht es doch ganz schnell und der Laden füllt sich. Voluminöse Drums mit rollend-gleichförmigem Beat und ein sehr durchsetzungsfähiger Bass katapultieren mich in tranceähnliche Stimmung. Die Musik ist melodisch, bringt aber wenig Bewegung. Es walzt so vor sich hin. Der stark angezerrte Bass ersetzt die Rhythmusgitarre und legt ein solides Fundament, auf dem sich der stets leicht gelangweilt-jammernde und manchmal auch wütende <strong>Cobain</strong>-Style-Gesang bewegt. Die Gitarrenarbeit ist simpel und der Stimmung dienlich. So manches Mal schaukelt sich die Stimmung hoch, da wendet sich der Gitarrist dem Amp zu und lässt die Gitarre schreien. Am meisten bewegt sich wohl der Basser, der springt wie aufgezogen herum und schüttelt die Mähne.</p>
<h4>Die anderen gucken dann doch eher nur auf ihre Schuhe.</h4>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" style="width: 230px" class="wp-caption alignleft"><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/DeafRowJRohrberg-2018-6.jpg" data-image-id="2306" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/DeafRowJRohrberg-2018-6.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/thumbs/thumbs_DeafRowJRohrberg-2018-6.jpg" data-title="DeafRowJRohrberg-2018-6" data-description=" "><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-left" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/thumbs/thumbs_DeafRowJRohrberg-2018-6.jpg" alt="DeafRowJRohrberg-2018-6" width="240" height="160"></a><figcaption itemprop="caption" class="wp-caption-text">HEADS.</figcaption></figure>
<p>In sehr kaltes Licht getaucht und mit leichtem Haze im Hintergrund präsentiert sich die Band. Zwischen den Soundwänden wird auch Luft zum Atmen gelassen, mal ein leichtes Drum-Solo eingebaut, das zum Schweben einlädt. Der Gesang wabert hallig über dem stampfenden, flächigen, mächtigen Grund, den die Instrumente dank dicker Effektbretter aufbauen.&nbsp;Und das Publikum? <strong>Unbewegt.</strong> Schläft anscheinend noch. Oder meditiert. Zumindest läuft es nicht weg, sondern scheint eher mehr zu werden. Und dennoch &#8211; im Kontrast zu den letzten Jahren &#8211; bildet sich ein riesiger Angstkreis.</p>
<p>Es folgt ein harter Stilbruch mit <strong>FOTOCRIME</strong>. Und mein erster Gedanke: <em>Wenn Coolness am heutigen Abend ein Gesicht hat, dann wohl seins.</em> Seine Sonnenbrille, die fette Paula und rohe Stimme vervollständigen das Bild. Die Bühne ist komplett dunkel, bis auf vor sich hin dämmernde Bodenstrahler und natürlich, um den <strong>Coolness-Faktor</strong> weiter zu heben, ordentlich mit Nebel versorgt. Die Beats und Melodie-Samples kommen aus dem Synthie. Der Konserven-Rhythmus wird gestützt durch klare Basslinien. Die Amerikaner schicken mich instant mit ihrer flächigen Musik auf eine <strong>Zeitreise in die 80er-Jahre</strong>.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" style="width: 230px" class="wp-caption alignright"><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/DeafRowJRohrberg-2018-33.jpg" data-image-id="2333" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/DeafRowJRohrberg-2018-33.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/thumbs/thumbs_DeafRowJRohrberg-2018-33.jpg" data-title="DeafRowJRohrberg-2018-33" data-description=" "><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-left" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/thumbs/thumbs_DeafRowJRohrberg-2018-33.jpg" alt="DeafRowJRohrberg-2018-33" width="240" height="160"></a><figcaption itemprop="caption" class="wp-caption-text">FOTOCRIME</figcaption></figure>
<p>Sänger <strong>Ryan Patterson</strong> steht dabei ganz eindeutig im Zentrum des Geschehens. Zeitweise erhält er vokale Unterstützung durch die beiden weiteren Bandmitglieder. Was mir positiv auffällt, ist, dass die SG auch wirklich so klingen darf wie eine SG und nicht durch Effekte &#8218;totgemacht&#8216; wird. Die Paula wird hingegen zwischendurch auch mal deutlich härter angefasst. Insgesamt gelingt <strong>FOTOCRIME</strong> eine Mischung aus schnelleren und langsameren Songs. Und dennoch &#8211; trotz eindeutig tanzbarer Musik &#8211; bleibt das Publikum wie angewurzelt in weitem <strong>Angstkreis</strong> vor der Bühne stehen. Nach Bitten des Sängers, doch etwas näher zu treten, ist dieser etwas verkleinert, aber immer noch auffällig vorhanden.</p>
<p>Das Set wird unterbrochen, als <strong>Patterson</strong> noch ein klares politisches Statement gegen Rassismus und Missbrauch äußert &#8211; befeuert durch den aktuellen Vorfall um <strong>Brett Kavanaugh</strong>, von dem ich am selben Morgen las und der mich wieder einmal betroffen zurückließ. Ein starkes und wichtiges Signal, welches definitiv nicht zu überhören ist und durch den darauffolgenden energetischen, schnellen, aggressiven Song unterstrichen wird.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" style="width: 230px" class="wp-caption alignleft"><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/DeafRowJRohrberg-2018-47.jpg" data-image-id="2347" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/DeafRowJRohrberg-2018-47.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/thumbs/thumbs_DeafRowJRohrberg-2018-47.jpg" data-title="DeafRowJRohrberg-2018-47" data-description=" "><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-left" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/thumbs/thumbs_DeafRowJRohrberg-2018-47.jpg" alt="DeafRowJRohrberg-2018-47" width="240" height="160"></a><figcaption itemprop="caption" class="wp-caption-text">FOTOCRIME</figcaption></figure>
<p>All dies beobachte ich von der Empore, die einen guten Ausblick auf die Bühne liefert. Allerdings deutlich eingeschränkter als in den letzten Jahren, da sie ab Höhe des FOH abgehangen wurde. Vielleicht, damit die Leute nicht alle oben stehen und gucken, sondern vor der Bühne bleiben. Vielleicht aber auch einfach aus soundtechnischen Gründen.&nbsp;In den letzten Jahren standen und saßen immer recht viele Leute auf der Empore &#8211; dieses Jahr soll es dort auch am späteren Abend noch recht leer bleiben. Dafür nehmen einige in den Pausen auf dem Boden des Konzertraumes Platz.&nbsp;</p>
<p>Der Beginn von <strong>BRIQUEVILLE</strong> verzögert sich. Der eigens mitgebrachte Techniker der Band fummelt noch was am Pult zurecht, während die Band noch checkt. Ich frage mich, wieso das nicht in einem Linecheck abgefrühstückt wird. Immerhin beginnen sie nur 10 Minuten zu spät. Dass sie dann aber 5 Minuten überziehen, führt dazu, dass wir nun hinter dem Zeitplan sind. Die Belgier betreten die Bühne und präsentieren sich in Kuttengewandung mit Vogelmasken.</p>
<h4>So much wow. Nicht.</h4>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" style="width: 230px" class="wp-caption alignright"><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/DeafRowJRohrberg-2018-58.jpg" data-image-id="2358" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/DeafRowJRohrberg-2018-58.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/thumbs/thumbs_DeafRowJRohrberg-2018-58.jpg" data-title="DeafRowJRohrberg-2018-58" data-description=" "><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-left" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/thumbs/thumbs_DeafRowJRohrberg-2018-58.jpg" alt="DeafRowJRohrberg-2018-58" width="240" height="160"></a><figcaption itemprop="caption" class="wp-caption-text">BRIQUEVILLE</figcaption></figure>
<p>Irgendwie können mich solche Sperenzchen nicht beeindrucken. Schauen wir mal, was die Musik so hermacht. Das <strong>Stahlgitarrensample-Intro-Geschrammel</strong> &#8211; irgendwas zwischen Orient und Western &#8211; klingt erstmal einladend. Die Drums setzen sehr laut ein und die sägenden Gitarren machen die jüngst erzeugte Atmosphäre zunichte. <strong>Bequem ist das so nicht.</strong> Es wird geschrotet und einige Augenblicke später folgen klassische Stoner-Riffs und -rhythmik. Ich klatsche innerlich äußerst gelangweilt in die Hände. Genau das haben wir doch alle schon hundert Mal gehört. Wo ist denn die in ihrer Band-Bio groß angepriesene <strong>Künstlerischkeit</strong> der Kapelle? Endet diese tatsächlich schon beim Aussehen? Die meditative Hin- und Herwipp-Musik macht mich absolut nicht an. Repetitive Riffs und Gesangseinlagen wechseln sich ab und wälzen zugegebenermaßen ordentlich was weg. Aber mit der eigenen Überhöhung dessen, was hier passiert, macht sich die Band selbst irgendwie lächerlich. Wenn sie &#8218;rituell&#8216; wirken wollen, ist ihnen das durchaus gelungen. Allerdings schwankt die ganze Darstellung in meinen Augen zwischen &#8218;ja, ganz nett&#8216; und &#8218;albern&#8216;.</p>
<h4>Hat man halt öfter, nech&#8230;?</h4>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" style="width: 230px" class="wp-caption alignleft"><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/DeafRowJRohrberg-2018-67.jpg" data-image-id="2367" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/DeafRowJRohrberg-2018-67.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/thumbs/thumbs_DeafRowJRohrberg-2018-67.jpg" data-title="DeafRowJRohrberg-2018-67" data-description=" "><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-left" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/thumbs/thumbs_DeafRowJRohrberg-2018-67.jpg" alt="DeafRowJRohrberg-2018-67" width="240" height="160"></a><figcaption itemprop="caption" class="wp-caption-text">BRIQUEVILLE</figcaption></figure>
<p>Ich beschließe, dass nun Zeit für einen Ausflug nach draußen zum Burger-Stand ist. Wie jedes Jahr gibt es dort Big Steak-Burger, die einfach ein guter Snack für den Abend sind. Als ich wieder reingehe, fällt mir auf, dass auch während der Show der Tonmann noch so seine Schwierigkeiten zu haben scheint. Zwar werden schon Rasseln geschwungen, das abnehmende Mikrofon wird aber erst einige Sekunden später hochgepegelt. Der Mensch hinter den Keys spricht und säuselt stets Vocals und erhält so das schamanisch-rituelle. Instrumental macht der Fünfer ordentlich Druck. Bauen mit Monotonie eine Walze, die von Doom bis Techno alles abdeckt. In meinen Ohren so richtige <strong>Kopfschmerzmusik</strong>. Nee, ich mag&#8217;s nicht. Ich finde die ganze Geschichte albern, überzogen und alles andere als innovativ. Das dann auch noch einsetzende Strobo erscheint mir willkürlich und unpassend. So sehe ich das. Das Publikum hingegen findet es anscheinend aber cool und honoriert die Staubsauger-Musik sowohl mit Kopfschütteln als auch Applaus.</p>
<p>Für die sich nun anschließende <strong>Sonnenanbetung</strong> wird einmal komplett die Bühne geleert. Gegen 21:10 Uhr starten <strong>SUN WORSHIP</strong> ihr Programm und bestechen mit simplen Set-Up. Zwei Leute, minimales Instrumental-Besteck. Der Drummer zockt barfuß (aber mit Socken?!). Der Gitarrist tritt in weißem Shirt und Jeans auf, auf der Nase eine Brille mit schmalem Metallrand, Marke &#8222;Vati&#8220;.&nbsp; Beide geben ein skurriles &#8211; aber äußerst sympathisches &#8211; Bild.</p>
<h4>Zack, feddich, Black Metal.</h4>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" style="width: 230px" class="wp-caption alignright"><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/DeafRowJRohrberg-2018-76.jpg" data-image-id="2376" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/DeafRowJRohrberg-2018-76.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/thumbs/thumbs_DeafRowJRohrberg-2018-76.jpg" data-title="DeafRowJRohrberg-2018-76" data-description=" "><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-left" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/thumbs/thumbs_DeafRowJRohrberg-2018-76.jpg" alt="DeafRowJRohrberg-2018-76" width="240" height="160"></a><figcaption itemprop="caption" class="wp-caption-text">SUN WORSHIP</figcaption></figure>
<p>Reicht vollkommen, was die beiden da auffahren. Im Vergleich zur vorhergehenden Band ist alles sehr aufgeräumt und schlicht gehalten. Föhn an und ab geht&#8217;s. <strong>Das ist keine Mucke mehr.</strong> Das ist Sport, was die beiden da auf der Bühne betreiben. Der Drummer hackt los und verzieht dabei keine Miene. Da wird die Bassdrum geprügelt und das absolut schmalbrüstige Set drumherum auch nicht verschont. Ab und zu lässt er sich mit umgeschnallten Headset auch vokal aus. Die Jungs sind selbst komplett unaufgeregt unterwegs &#8211; ohne jegliches Rumgewichse auf die eigene Erscheinung. Die zuvor aufgetragene Epicness und das dicke Auftafeln werden ins Gegenteil verkehrt.<strong> SUN WORSHIP</strong>s Musik ist dafür umso böser. Damit kann mich das Zweiergespann auf jeden Fall beeindrucken.</p>
<p>Auf den Fuß folgen <strong>LENTO</strong> mit nun schon 40 Minuten Verzögerung. Die Kapelle fackelt nicht lange und haut mir eine ordentliche Kelle&nbsp;Doom und Sludge um die Ohren. Instrumental fahren sie&nbsp;extrem druckvolle und laute Soundwände auf. Und trotz eingebauter rhythmischer Spielereien bleibt das hier unhörbar &#8211; für mich zumindest. Zum Teil wird es dann auch mal richtig melodisch. Aber eben nicht ausreichend, um mich auch mitnehmen zu können. Es wird ein <strong>Chaos von Sludge und Doom</strong>; Lautheit, Aggressivität und Brutalität aufgebaut.</p>
<h4>Die finster-tiefen Gitarren schleppen kiloweise dicke Eier hinter sich her.</h4>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" style="width: 230px" class="wp-caption alignleft"><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/DeafRowJRohrberg-2018-91.jpg" data-image-id="2391" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/DeafRowJRohrberg-2018-91.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/thumbs/thumbs_DeafRowJRohrberg-2018-91.jpg" data-title="DeafRowJRohrberg-2018-91" data-description=" "><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-left" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/thumbs/thumbs_DeafRowJRohrberg-2018-91.jpg" alt="DeafRowJRohrberg-2018-91" width="240" height="160"></a><figcaption itemprop="caption" class="wp-caption-text">LENTO</figcaption></figure>
<p>Wie <strong>SUN WORSHIP</strong> Tempo zum Sport machten, machen <strong>LENTO</strong> ihre Musik durch Druck und Langsamkeit zur Ausnahmeleistung. Ich finde es anstrengend, aber vielleicht verstehe ich die Musik auch einfach nicht. Oder ich mache den Fehler, sie überhaupt verstehen zu wollen und versperre mir damit erstrecht den Weg. Ich entscheide mich, auf der Empore Platz zu nehmen und das Spektakel von dort aus an mir vorbeiziehen zu lassen. Ich sinke in die Sitze und versacke dort bis zum Soundcheck von <strong>SOVIET SOVIET</strong>. Ich schrecke hoch, als&nbsp;der Basser beim Soundcheck das ikonische Lick von <strong>PLACEBO</strong>s &#8222;Bionic&#8220; anspielt und merke instant das kleine Fangirl in mir hysterisch nach Luft schnappen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" style="width: 230px" class="wp-caption alignright"><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/DeafRowJRohrberg-2018-94.jpg" data-image-id="2394" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/DeafRowJRohrberg-2018-94.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/thumbs/thumbs_DeafRowJRohrberg-2018-94.jpg" data-title="DeafRowJRohrberg-2018-94" data-description=" "><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-left" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/thumbs/thumbs_DeafRowJRohrberg-2018-94.jpg" alt="DeafRowJRohrberg-2018-94" width="240" height="160"></a><figcaption itemprop="caption" class="wp-caption-text">SOVIET SOVIET</figcaption></figure>
<p>Ha! Da sind doch die <a href="https://silence-magazin.de/deaf-row-fest-vii-die-magische-sieben">bereits vermuteten Einflüsse</a> nicht mehr zu leugnen. Der <strong>italienische Dreier</strong> legt mit einem so strammen Tempo los, dem der Drummer nicht so ganz zu folgen vermag. Überraschend-enttäuschenderweise kommt das noch mehrfach während der Show vor. Der Sänger mit seiner sehr nasaler Stimmlage steht über der stets weinenden &#8211; kaum geschonten &#8211; Gitarre. Der Bass drängt sich durchsetzungsfähig dazwischen und schiebt und drückt gut was weg. Was das für ein abgefahrenes Gerät ist, welches er da spielt, konnte ich bislang nicht herausfinden (Hinweise zur Spezifizierung von Hersteller und Modell sind gern gesehen&#8230;). Gegen <strong>LENTO</strong> ist das hier purer Pop. Der bass-spielende Sänger ist höchst energetisch unterwegs. Die treibenden Rhythmen laden zum <strong>Tanzbein-Schwingen</strong> ein. Sie werden aber immer wieder durchbrochen von ruhigeren, fast nachdenklichen Passagen. Solche zum Luftholen. Und die massiv bauchigen Drums eiern immer noch in flotteren Songs. Auch im Gesang offenbart sich im Laufe des Sets leider die eine oder andere Unsicherheit.</p>
<h4>Und dennoch: Die Show ist gut.</h4>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" style="width: 230px" class="wp-caption alignleft"><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/DeafRowJRohrberg-2018-100.jpg" data-image-id="2400" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/DeafRowJRohrberg-2018-100.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/thumbs/thumbs_DeafRowJRohrberg-2018-100.jpg" data-title="DeafRowJRohrberg-2018-100" data-description=" "><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-left" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/thumbs/thumbs_DeafRowJRohrberg-2018-100.jpg" alt="DeafRowJRohrberg-2018-100" width="240" height="160"></a><figcaption itemprop="caption" class="wp-caption-text">SOVIET SOVIET</figcaption></figure>
<p>Der Sänger springt extatisch durch den dichten grünen und goldgelben Bühnennebel und das Publikum scheint auch seine Freude an der Darbietung zu haben. <strong>SOVIET SOVIET</strong> beenden ihr Set mit schon fast elendig weit herausgezögerten <strong>Rückkopplungs-Orgien</strong>, die (sei es nun geplant oder zufällig) synchron mit Blinder-Einsatz auf- und abwallen. Das ist wirklich gut gemacht und auf den Punkt umgesetzt. Da muss ich doch schon zufrieden in mich hineinlächeln. Und ich hätte nicht gedacht, dass diese so &#8218;harmlose&#8216; Band zwischen den beiden bösen, lauten Kapellen funktioniert. Aber die Energie scheint das Publikum zu erfassen, wenngleich die Musiker wahrlich keine Glanzleistung ablegen.</p>
<h4>Bühne frei für die Pos(t)erboys!</h4>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" style="width: 230px" class="wp-caption alignright"><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/DeafRowJRohrberg-2018-104.jpg" data-image-id="2404" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/DeafRowJRohrberg-2018-104.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/thumbs/thumbs_DeafRowJRohrberg-2018-104.jpg" data-title="DeafRowJRohrberg-2018-104" data-description=" "><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-left" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/thumbs/thumbs_DeafRowJRohrberg-2018-104.jpg" alt="DeafRowJRohrberg-2018-104" width="240" height="160"></a><figcaption itemprop="caption" class="wp-caption-text">DOWNFALL OF GAIA</figcaption></figure>
<p>01:00 Uhr, das Aschenputtel ist schon längst Zuhause, aber <strong>DOWNFALL OF GAIA</strong> fangen (mit nunmehr 40 Minuten Verzögerung) gerade mal an. Offenbar ist keiner der Kapelle eine solche Märchenfigur &#8211; bis auf den Drummer. Dessen Oberkleid scheint sich zu Mitternacht ganz Aschenputtel-like in Wohlgefallen aufgelöst zu haben. <strong>Spaß beiseite.</strong> Die Jungs machen vom ersten Ton an klar, dass sie mit ihrem finster-bösen Schaffen keine Gefangenen nehmen. Zum Laut und Fies gesellt sich viel Show. Nicht nur, dass der Schlagwerker mit seiner partiellen Nacktheit Blicke bündelt &#8211; er bringt auch ordentlich Bewegung in sein Spiel&#8230; und haut in seinem Enthusiasmus erstmal neben die Tom. Ich muss ein wenig süffisant grinsen, gebe ich zu. Außerdem verabschiedet sich sofort auch eine Gitarrensaite. Deren Verlust wird aber ebenso gekonnt überspielt wie das &#8218;Vergreifen&#8216; des Drummers und zeigt, dass solche Lappalien nicht zu merkbaren Unsicherheiten führen. Ja, die Jungs wissen schon, was sie tun und tauchen in viel Nebel, viel Flackern und viel Tamtam ein. Und sie ziehen die Leute mit sich</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" style="width: 230px" class="wp-caption alignleft"><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/DeafRowJRohrberg-2018-115.jpg" data-image-id="2296" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/DeafRowJRohrberg-2018-115.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/thumbs/thumbs_DeafRowJRohrberg-2018-115.jpg" data-title="DeafRowJRohrberg-2018-115" data-description=" "><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-left" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/thumbs/thumbs_DeafRowJRohrberg-2018-115.jpg" alt="DeafRowJRohrberg-2018-115" width="240" height="160"></a><figcaption itemprop="caption" class="wp-caption-text">DOWNFALL OF GAIA</figcaption></figure>
<p>Episch und flächig wälzen sie durch den Saal und räumen meine Gehörgänge gut auf. Die Gitarren sägen, der Gesang (oder eher das Geschrei) bohrt sich in die Hirnwindungen und sät ganz stilecht Verzweiflung und Wut. Manchmal lassen sie mich auch einfach damit stehen. Entlassen mich in ruhigen, vor allem durch Gitarrenwände getragenen, sphärischen Passagen in die Leere, um dann wieder effektvoll alles niederzumähen.</p>
<h4>Ein fulminanter Abschluss, wahrlich!</h4>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" style="width: 230px" class="wp-caption alignright"><a class="ngg-fancybox" title=" " href="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/DeafRowJRohrberg-2018-119.jpg" data-image-id="2300" data-src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/DeafRowJRohrberg-2018-119.jpg" data-thumbnail="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/thumbs/thumbs_DeafRowJRohrberg-2018-119.jpg" data-title="DeafRowJRohrberg-2018-119" data-description=" "><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-center" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/dr_2018/thumbs/thumbs_DeafRowJRohrberg-2018-119.jpg" alt="DeafRowJRohrberg-2018-119" width="240" height="160"></a><figcaption itemprop="caption" class="wp-caption-text">AEHM</figcaption></figure>
<p>Ich muss sagen, dass ich allerdings im Laufe der Show des Headliners irgendwann komplett abschalte und den Föhn einfach Föhn sein lasse. Als AEHM dann sein (auch wieder vom Publikum viel-gelobtes) Pausen-DJ-Set mit<strong> CIGARETTES AFTER SEX</strong> beendet, bin ich glücklich und zufrieden &#8211; aber auch sehr, sehr müde. Der Abend ist schon so immer echt lang und die aufgestaute Verspätung im Ablauf gut&nbsp; ihr Übriges. Ich mag die so kontrastreiche und doch zusammenpassende Aufstellung an Bands sehr. Ich habe sie auch in den vergangenen beiden Jahren als absolut gelungen eingeschätzt. Nur fehlte mir dieses Jahr &#8211; vermutlich mehr als in den letzten &#8211; einfach das Stehvermögen, wirklich alles offen aufnehmen zu können. Ich hatte mit <strong>BRIQUEVILLE</strong> und <strong>LENTO</strong> so meine Probleme und auch <strong>DOWNFALL OF GAIA</strong> rauschten mehr oder weniger an mir vorbei.</p>
<p>Ich hoffe einfach, dass ich den besagten Kapellen zu anderer Gelegenheit besser Gehör &#8211; und mehr Verständnis &#8211; schenken kann. Genauso hoffe ich auch, beim nächsten <strong>Deaf Row Fest</strong> wieder fitter unterwegs zu sein. Ich freue mich auf jeden Fall jetzt schon auf die nächste Auflage!</p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/deaf-row-fest-vii-2018/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=deaf-row-fest-vii-2018">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/deaf-row-fest-vii-2018/">DEAF ROW FEST VII &#8211; Kontrastprogramm in Jena</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>DEAF ROW FEST VII &#8211; Die magische Sieben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Sep 2018 10:52:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Besser als jeder Sampler, versteht es das DEAF ROW, Musik zusammenzustellen und neue Horizonte zu öffnen!<br />
Wir sind zum dritten Mal dabei und ärgern uns nur, dass wir diese Konzertreihe nicht eher kannten.</p>
<p>Kommt mit nach Jena, wir sagen euch, was euch erwartet.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/deaf-row-fest-vii-die-magische-sieben/">DEAF ROW FEST VII &#8211; Die magische Sieben</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Alle Jahre wieder lädt <strong>DEAF ROW SHOWS</strong> zum <strong>DEAF ROW FEST</strong> und hat mit der diesjährigen Auflage die Sieben gleich doppelt erreicht. Wieder einmal werden sieben Bands das wunderbare <strong>Kassablanca</strong> in Jena beschallen. Zum siebten Mal in Folge. Am 29.09.2018 erwartet mich ein langer Abend, der hoffentlich ebenso befriedigend verlaufen wird wie die beiden Vorgänger <a href="https://silence-magazin.de/deaf-row-fest-v-2016-jena">2016</a> und <a href="https://silence-magazin.de/deaf-row-fest-vi-jena-2017">2017</a>, die ich schon gemeinsam mit dem <a href="https://gutesende.de" target="_blank" rel="noopener">Yeti</a> bereits besuchen durfte.</p>
<p><strong>HEADS.</strong>, <strong>LENTO</strong> und <strong>SOVIET SOVIET</strong> sind mir namentlich geläufig, ich hatte allerdings noch nicht das Vergnügen mit selbigen. <strong>SUN WORSHIP</strong> habe ich hingegen schon einmal abfeiern dürfen und freue mich riesig darüber, sie im Programm für dieses Jahr entdeckt zu haben. Naja, und <strong>DOWNFALL OF GAIA</strong>, die sind eine Größe, die man wohl einfach kennt.</p>
<h4>Oder eben auch nicht.</h4>
<p>Ich habe sie in den letzten (bestimmt drei, vier) Jahren ganz erfolgreich wegignoriert. Fehlen noch zwei Bands – und zu denen habe ich wirklich keinerlei Bezug – <strong>FOTOCRIME</strong> und <strong>BRIQUEVILLE</strong>. Zeit, den Horizont zu erweitern … aber was machen die alle eigentlich?!</p>
<hr>
<p>Den Reigen werden <strong>HEADS.</strong> eröffnen. Ich gebe zu, dass ich die deutsch-australische Kapelle bis dato nur vom Namen her kenne. Aus dem <strong>JAGUWAR</strong>-Dunstkreis. Mit noisigem, düsterem und waberndem Rock, der die Schwere von Sludge und den Dreck von Grunge in den Schuhprofilen mit sich trägt, stellen sie sich mir auf ihrem Langspieler “Collide” vor und versprechen damit ein vereinnahmender Start in den Abend zu werden.</p>
<p><a href="https://headsnoise.bandcamp.com/">&#8222;Collider&#8220; by HEADS.</a></p>
<p><strong>FOTOCRIME</strong> brechen mit dem, was das Opener-Trio anbringt und schmeißen mich in die Dark-Post-Punk-New-Wave-Sounds der tiefsten 80er. Synthielastiges Vor-Sich-Hinschunkeln, ein bisschen Leiden und Träumen – <strong>THE CURE</strong>, <strong>JOY DEVISION</strong> und <strong>SISTERS OF MERCY</strong> lassen grüßen. Ich bin gespannt, wie sich die aus den USA stammenden <strong>FOTOCRIME</strong> live machen. Denn solche Musik kenne ich bisher nur aus der Konserve,</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/fyxtZCe59GI?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Anknüpfend an die letzten Jahre wird es auch postig werden. <strong>BRIQUEVILLE</strong> sorgen für einen instrumentalen Sog, der live im besten Fall ordentlich zu hypnotisieren weiß. Die Belgier werden mit ihrer musikalischen Schwere dem Abend eine dramatische Wendung geben, um das Publikum auf <strong>SUN WORSHIP</strong> vorzubereiten, die episch und überwältigend das Kassablanca mit ihrem atmosphärischen Black Metal überrollen werden.&nbsp;<strong>Versprochen!</strong></p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/ERuuaOR3oj0?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<h4>Wie soll es dann weitergehen? Nachdem doch schon gemetzelt wurde? Mit mehr Gemetzel!</h4>
<p>So zumindest versprechen es <strong>LENTO</strong> aus Italien. Ebenso wie <strong>SUN WORSHIP</strong> suchen sie das Jenaer <strong>DEAF ROW FEST</strong> nicht zum ersten Mal auf und holzen instrumental gut los. Ich weiß beim ersten Reinhören nicht so richtig, wohin es gehen soll. Post Black? Sludge? Auf jeden Fall:&nbsp;<strong>Chaos</strong>. Und ziemlich anstrengend. Puh, mal sehen, was das wird… <strong>LENTO</strong>s Landsleute von <strong>SOVIET SOVIET</strong>, die ich ja nun bisher auch nicht weiter kenne, fahren ebenfalls ordentliche Soundwände auf, funktionieren aber ganz anders. Weniger chaotisch, viel harmonischer. Irgendwas lässt mich mit <strong>PLACEBO</strong> assoziieren – Basssound und Rhythmusarbeit, vielleicht auch ein bisschen der nölende Gesang – so würde ich die Gemeinsamkeit lokalisieren. Alternative Rock mit einer Schippe postiger Träumerei obendrauf. Es schiebt romantisch vor sich hin. Ich bin höchst erquickt und sehe der Band gespannt entgegen.</p>
<p><a href="https://sovietsoviet.bandcamp.com/album/endless">&#8222;Endless&#8220; by SOVIET SOVIET</a></p>
<p>Headliner werden&nbsp;<strong>DOWNFALL OF GAIA&nbsp;</strong>sein. Ja, genau, die Wegignorierten. Erstkontakt sagt: <strong>Schön! Schnell! Düster!</strong> Black Metal also. Der Vergleich zu <strong>FALL OF EFRAFA</strong> ließ mich schon aufmerken, selbige wissen mich schon seit längerem gut zu begeistern. Und ja, nach den ersten Kostproben aus der Konserve könnten mir auch die atmosphärischen&nbsp;<strong>DOWNFALL OF GAIA</strong> in Zukunft gut schmecken, wenn sie mich in Jena zu überzeugen wissen.</p>
<p>Umrahmt wird das diesjährige LineUp wieder von <a href="https://soundcloud.com/aehmaehm">aehm</a> an den (echten!) Plattentellern (für echtes Vinyl!), der in den letzten Jahren schon die passenden Töne zur Pausenuntermalung finden konnte. Ich freu mich drauf!</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/0Jb_AMz5GTA?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Was?</strong> &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;DEAF ROW FEST VII</p>
<p><strong>Wann?</strong>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;29.09.2018</p>
<p><strong>Wo? &nbsp; &nbsp;</strong> &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Kassablanca Jena</p>
<p><strong>Preis:</strong> &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; 20€&nbsp;VVK / 25€ AK</p>
<p><strong>Genre: &nbsp;</strong>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Post Rock, Post Metal, Post Punk, New Wave, Instrumental, Alternative, Noise, Black Metal, Sludge, Grunge</p>
<p><strong>Bands:</strong> &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp;<strong>HEADS., FOTOCRIME, B R I Q U E V I L L E, SUN WORSHIP, LENTO, SOVIET SOVIET, DOWNFALL OF GAIA</strong></p>
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		<title>Black Metal Malle &#8211; Teil 1</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Aug 2016 08:36:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Ancst]]></category>
		<category><![CDATA[black metal]]></category>
		<category><![CDATA[Blackened]]></category>
		<category><![CDATA[Hardcore]]></category>
		<category><![CDATA[Ihsahn]]></category>
		<category><![CDATA[Mallorca]]></category>
		<category><![CDATA[Regardes Les Hommes Tomber]]></category>
		<category><![CDATA[Sun Worship]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Erderwärmung ist ja schon ein gemeiner Geselle. Nicht nur sind wir alle Schuld daran, dass sie überhaupt auftaucht, sondern müssen uns mit ihr auch noch einen Planeten teilen. Experten und Panikmacher sind sich einig, dass unser gemäßigtes Klima bald schon nicht ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die <strong>Erderwärmung</strong> ist ja schon ein gemeiner Geselle. Nicht nur sind wir alle Schuld daran, dass sie überhaupt auftaucht, sondern müssen uns mit ihr auch noch einen Planeten teilen. Experten und Panikmacher sind sich einig, dass unser gemäßigtes Klima bald schon nicht mehr so kühl sein wird.</p>
<blockquote><p>Die Winter werden wärmer, selten kalt und die Sonne brennt uns den Arsch weg.</p></blockquote>
<p>So ähnlich klingen die übertriebenen Hiobsbotschaften die uns erreichen. Und sie geben Grund zur Sorge: Werde ich meinen düsteren Metal noch im Kalten genießen können?<br />
Um mich der nahenden Zukunft zu stellen, habe ich mich also auf den Weg in wärmere Gefilde gemacht. Denn die angeblich durch den Klimawandel eingeläutete Eiszeit werde ich höchstwahrscheinlich nicht mehr miterleben. Das wäre das perfekte Wetter für Black Metal. Stattdessen verschlägt es mich ausgerechnet nach Mallorca.<br />
<strong>Deutschlands 17. Bundesland</strong> und Black Metal? Kann man im Touri-Kommerz und der brütenden Hitze noch die ein oder andere Schwarzmetall Band genießen?</p>
<p>Um das schon mal vorweg zu nehmen: Nein, ich habe keine neue Band aus Mallorca entdeckt, sondern werde euch lediglich hier ein paar mehr oder weniger geheime Tipps geben. Dafür erzähle ich euch gleich von einigen meiner Urlaubs-Aktivitäten und dem perfekten Soundtrack zu diesen. Ihr seid recht herzlich dazu eingeladen, meine Reise im Nachhinein mitzuerleben!</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_5603" aria-describedby="caption-attachment-5603" style="width: 392px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-5603" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/DSC_0041-1024x576.jpg" alt="DSC_0041" width="402" height="226" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/DSC_0041-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/DSC_0041-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/DSC_0041-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/DSC_0041.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 402px) 100vw, 402px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-5603" class="wp-caption-text">Auf nach Mallorca!</figcaption></figure>
<h3>Tag 1:</h3>
<p>Die Reise beginnt im Flugzeug, deswegen mache ich mich auf <strong>Schmerzen fürchterlichen Ausmaßes im Gesäßbereich</strong> bereit. Mein Körper verträgt diese Flugzeugsitze nicht einmal über die durchaus menschenwürdige Dauer von zwei Stunden. Und im Flugzeug wird auch meine erste Begegnung mit Musik in diesem Urlaub stattfinden.<br />
Zum Glück nerven die Stewardessen und Stewards mich nicht und akzeptieren, dass ich um 4 Uhr morgens lieber die Augen ausruhen und zu Musik entspannen will. Denn um ehrlich zu sein, kann ich es nicht ab, im Flugzeug belöffelt zu werden, was ich denn nun gern zu trinken hätte etc. Da weiche ich gerne auf eine altbewährte Taktik aus: Augen schließen, Kopfhörer auf und so tun als würde man schlummern. Dabei ist mir egal, ob ich gerade abstürze und Panik schieben sollte oder nicht.</p>
<p>Durch meine Strategie bin ich die nervigen Flugbegleiter los und kann mich auf die Musik konzentrieren, ob ich nun wirklich müde bin oder nicht. Die passende Reisemusik streichelt nach dem Start endlich meine Ohren. Es ist <strong>IHSAHN</strong>, der mir betörend in die Ohren kreischt und ab und zu auch singt. Wem <strong>IHSAHN</strong> kein Begriff ist, der darf jetzt gern seine Hausaufgaben machen und seine alte Band <strong>EMPEROR</strong> anhören, die aber viel traditioneller unterwegs sind als ihr Frontmann mit seiner Solo-Arbeit. Damals wurden noch härtere Sachen abgefeuert und die ganz alte Schiene gefahren. Das gesamte Programm war mit Kirchenverbrennungen, Knastaufenthalten und allem Pipapo ausgefüllt.<br />
Der Einfluss dieser legendären Band auf die gesamte Szene ist nicht abzustreiten, aber Vegard <strong>&#8222;IHSAHN&#8220;</strong> Tveitan war das alles nicht genug.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-5580" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/ihsahn-arktis-8709-1024x683.jpg" alt="ihsahn-arktis-8709" width="545" height="363" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/ihsahn-arktis-8709-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/ihsahn-arktis-8709-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/ihsahn-arktis-8709-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/ihsahn-arktis-8709-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/ihsahn-arktis-8709.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 545px) 100vw, 545px" /></p>
<p>Trotz der Neugründung von <strong>EMPEROR</strong> beschloss er, keine neuen Alben mehr mit dieser Band zu veröffentlichen und fing stattdessen mit seiner Solo-Karriere an. Bereits sechs Alben kann der Norweger verzeichnen, wobei meiner Meinung nach jedes neue besser als das vorherige war. Der neueste Longplayer trägt den passenden Namen &#8222;Arktis&#8220; und nimmt einen mit auf eine Reise.<br />
Auf norwegisch erzählte Geschichten, progressives Geklimper und eingängige Hits treffen hier aufeinander und man beginnt zu verstehen, warum<strong> IHSAHN</strong> als der wohl wichtigste Vertreter des Progressiven Black Metals gilt. Es ist also kein Wunder, dass diese Musik super zum Abschalten und Entspannen auf einer langen An- oder Abreise ist.<br />
Besonders empfehlenswert sind hier für Einsteiger und Reisende seine neuesten Werke &#8222;Arktis&#8220; (2016) und &#8222;Das Seelenbrechen&#8220; (2013). Die Schmerzen in meinen vier Buchstaben machen sich zwar bemerkbar, aber dafür schweben meine Ohren auf Wolke 7.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/kjS8SR6OcXg?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Tag 2:</h3>
<p>Wir lassen <strong>IHSAHN</strong> und die zähe Anreise hinter uns. Diese war sogar inklusive Verspätung des Hotel-Shuttles und einer eher ungewollten und ungemütlichen morgendlichen Inselrundfahrt von zwei Stunden bis zum Hotel selbst. Deswegen wird heute hauptsächlich entspannt und aus Bewegungsfaulheit die hoteleigene Sonnenterrasse getestet. Kaum auf dem Dach angelangt, bemerke ich, was mir nach dem Umschwung im Klima definitiv fehlen wird: Wolken.</p>
<p>Daran stört sich aber unser nächster Musiktipp bestimmt nicht. <strong>SUN WORSHIP</strong> aus dem sonnigen Berlin suggerieren mit ihrem Namen eine eher wohlwollende Beziehung zur Sonne. Und Tatsache! Die Musik funktioniert auch perfekt als Begleitung zum Sonnen. Wer jetzt aber glaubt, dass dieses Black-Metal-Geschwür sich an den Sonnenbadern von <strong>DEAFHEAVEN</strong> für ihren Namen orientiert haben, liegt jedoch falsch. Bereits 2010 gegründet, machen sie schon seit einer Weile den Untergrund unsicher, was bereits drei Jahre vor der Erscheinung des hochgelobten Albums &#8222;Sun Bather&#8220; war. Sie bieten ein ebenso schönes wie unleserliches Logo und zwei Knaller-Alben.<br />
<img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-5578" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/0001701057_10-1024x1024.jpg" alt="0001701057_10" width="403" height="403" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/0001701057_10-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/0001701057_10-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/0001701057_10-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/0001701057_10-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/0001701057_10.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 403px) 100vw, 403px" /></p>
<p>Die neueste Erscheinung wurde &#8222;Pale Dawn&#8220; getauft und diese Beschreibung passt perfekt auf meine äußerst bleiche Haut zu Beginn des Urlaubs auf &#8222;Black Metal Malle&#8220;.<br />
Wem das Ganze zu eintönig ist und sich lieber Härteres anhört, kann das gerne tun, aber für mich gehören <strong>SUN WORSHIP</strong> zum erfreulichen Nachwuchs in der Black-Metal-Szene und bedienen sich nicht an dem erwarteten Post-Black-Einheitsbrei. Klar kann man Parallelen zu melodiöseren Post-Black-Bands ziehen, aber das Ganze klang noch nie so gut wie in dieser Umsetzung: altmodisch, nostalgisch und doch innovativ. Zu dieser Musik kann man sich sonnen und baden, oder einfach zu Hause sitzen und die Musik genießen. Jedoch hat mir meine Kombination aus <strong>sonnenbaden und Sonne anbeten</strong> &#8211; Wortwitz komm raus &#8211; noch besser gefallen.</p>
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<h3>Tag 3:</h3>
<p>Heute entschließen wir uns, dass das genug Sozialphobie war fürs Erste und wir tauschen das eher menschenleere Sonnendeck auf dem Dach des Hotels gegen einen kleinen Ausflug. Sightseeing wird einem jedoch nicht so leicht gemacht, wenn man den Bus eine Station zu früh verlässt und sich die Altstadt von Alcudia selbst suchen muss. Daher mein Tipp: Frischt euer Spanisch auf, bevor ihr hierher kommt. Oder lernt, euch besser zu orientieren.</p>
<p>Den Fußmarsch zu Kirche und alten Stadtmauern vertone ich mit <strong>ANCST</strong>. &#8222;Die nächste Berliner Truppe in meiner Kolumne? Ich schein echt Heimweh zu haben&#8220;, denke ich mir und drücke auf Play. Sofort prescht mir eine tausend PS-Maschine, angetrieben von Crust und Black-Metal, entgegen und ich schaffe es nicht mehr auszuweichen. Keine Sorge, ich wurde nicht überfahren, obwohl mir das der ein oder andere bestimmt wünscht, denn mein Musikgeschmack kann zum Teil ziemlich bescheiden sein. Aber ich verspreche euch, dass ihr mit <strong>ANCST</strong> nichts falsch machen könnt.</p>
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<p>Falls euch der Name nicht abschreckt, möchte ich auch noch gern einen Vergleich zu <strong>HEAVEN SHALL BURN</strong> ziehen, da sich einige Songs nicht nur anhören wie eine Black-Metal-Version des veganen Thüringer Core-Orchesters, sondern auch der politische Anspruch der selbe zu sein scheint. <strong>Linker Black Metal(core)</strong> wird hier zelebriert, auch wenn der Punk in der Band öfter mal die Oberhand gewinnt und man sich kaum traut, es in eine Liste für Black-Metal-Tipps mit aufzunehmen.</p>
<p>Schon seit ein oder zwei Jahren sind die Jungs aus Berlin ein echter Geheimtipp und erfreuen sich immer mehr Popularität. Und das zu Recht! Das neueste Album &#8222;Moloch&#8220; möchte zwar nichts mit Kirchenverbrennungen zu tun haben, aber es sorgt dafür, dass man ordentlich in die Spuren kommt. Ob die Omas, die in Alcudia die Kirchenausstellung beaufsichtigen, zu schätzen wissen, wie weltoffen und progressiv <strong>ANCST</strong> an ihre politischen Ansichten herangehen, bleibt fragwürdig. Vielleicht mustern sie mich aber auch nur deswegen so pikiert, weil ich <strong>komplett in schwarz und mit Bandshirt</strong> ihre heilige Kirche betrete.<br />
Das Bild von Dämonenaustreibungen kommt mir in den Kopf, aber diesen Dämon sollen sie mir erst einmal versuchen auszutreiben. Schließlich gehört <strong>ANCST</strong> neues Album &#8222;Moloch&#8220; zu meinen persönlichen Top-Alben diesen Jahres und zeigt, wie einfach man Genregrenzen aufsprengen kann.</p>
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<h3>Tag 4:</h3>
<p>Als ob die gestrige Wanderung noch nicht genug war, geht es nun auf zur nächsten Touristen<del>-Falle</del>-Attraktion.<br />
Das Palma Aquarium wartet mit vielen Gründen auf, tiefe Gewässer zu meiden. Eines der größten Aquarien Europas bietet das tiefste Haifischbecken und tausende Fische. Von denen trägt aber leider keiner Corpsepaint, es sei denn, man zählt die Musterung der Muräne im Titelbild.</p>
<p>Die Band, mit der ich diese Tiefen erkunde, trägt leider genauso wenig Schminke wie Nemo, trotz ihres düsteren Namens. &#8222;Sieh wie die Männer fallen&#8220; nennt sich diese Kapelle aus Frankreich und eins muss man <strong>REGARDE LES HOMMES TOMBER</strong> lassen: Ihr Name beschreibt ziemlich gut das, was man sich bei ihrer Musik vorstellt. Brennende Schlachtfelder und sterbende Soldaten, Männer, Frauen und Kinder treten hier vor das geistige Auge. Das klischeehafte Verderben, wie man es aus dem Black Metal kennt, wird hier geschickt illustriert. Es wird Spannung aufgebaut, Höhepunkte gesetzt und sogar der Abbau der Spannung lässt mich interessiert weiterhören.</p>
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Nicht ganz so interessant, aber dennoch unterhaltsam, gestaltet sich das Aquarium. Dieses wurde bereits nach kaum einer Stunde komplett durchforstet. Ich bin zwar immer noch der festen Meinung, dass das an der Musik lag, aber meiner Begleitung kam das Ganze auch ohne Musik genauso schnell vorbei vor.<br />
Wer Gefallen an Bands wie <strong>CELESTE</strong> und <strong>AMENRA</strong> findet, dürfte meinen Enthusiasmus für <strong>REGARDE LES HOMMES TOMBER</strong> nachvollziehen können. In meinem Kopf treffen hier epische Theaterbilder auf düstere Klänge. Dank der kühlen Luft im Aquariumsgebäude lässt sich das neueste Gesamtkunstwerk der Truppe, namens &#8222;Exile&#8220;, noch besser vom Ohr verarbeiten. Daher geht meine Empfehlung eher in Richtung &#8222;daheim-hören&#8220; oder &#8222;in-den-Bergen-hören&#8220;. Wer trotzdem auf Sonnenbrand statt Kirchenbrand steht, dem möchte ich nicht abschlagen, die Franzosen auch am Strand aufzudrehen.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/black-metal-malle-teil-1/">Black Metal Malle &#8211; Teil 1</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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