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	<title>Systopia Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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		<title>Neoklassischer Rundumschlag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Luc]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Oct 2016 08:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Heavy Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>SYSTOPIA – Tales From The Unknown Veröffentlichungsdatum: 17.09.2016 Dauer: 58 Min. Label: Eigenproduktion Eigentlich fallen meine Erwartungen immer ins Bodenlose, wenn sich eine Power Metal-Band den Klassik- oder Neoklassik-Stempel aufdrückt – zu viel uninspirierten Schrott gibt es in der Richtung. Insbesondere die ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>SYSTOPIA </strong>– Tales From The Unknown<br />
Veröffentlichungsdatum: 17.09.2016<br />
Dauer: 58 Min.<br />
Label: Eigenproduktion</p>
<p>Eigentlich fallen meine Erwartungen immer ins Bodenlose, wenn sich eine Power Metal-Band den Klassik- oder Neoklassik-Stempel aufdrückt – zu viel <strong>uninspirierten Schrott</strong> gibt es in der Richtung. Insbesondere die vielen Italo-Truppen haben dazu beigetragen, dass mit diesem Subgenre gerne einmal belanglos-penetrantes Gedudel mit schlechter Produktion assoziiert wird. Zum Glück rudern die Saarländer von <strong>SYSTOPIA</strong> (ehemals <strong>NEMESIS</strong>) hier mächtig dagegen und wollen zeigen, dass es noch Lichtblicke gibt. Pünktlich zur Veröffentlichung des neuen Albums &#8222;Tales From The Unknown&#8220; wurde der alte Name ausgetauscht. Ich würde ja jetzt sagen, dass so ein sauberer Schnitt Eier braucht, würde damit aber Frontfrau <strong>Rubina Amaranth</strong> Unrecht tun.</p>
<p>An dieser Stelle seien noch einmal sinkende Erwartungen genannt, ich kann die meisten Female-Fronted-Truppen einfach nicht ab. Anders sieht es in diesem Fall aus, denn die Dame am Mikrofon weiß eindeutig, was sie da macht. Der Gesang fällt <strong>variabel und kraftvoll</strong> aus, nervt nicht durch ununterbrochenes Beackern schmerzhaft hoher Tonlagen und drückt der Musik darüber hinaus einen eigenen Stempel auf. Über jeden Zweifel erhaben ist auch das Drumming: Bei den Aufnahmen ist nämlich Tausendsassa <strong>Alex Landenburg</strong> (als wäre er noch nicht aktiv genug: <strong>MEKONG DELTA</strong>, <strong>LUCA TURILLI&#8217;S RHAPSODY</strong>, <strong>21 OCTAYNE</strong>) eingesprungen, da der aktuelle Trommler <strong>Mark Schwulera</strong> zu dem Zeitpunkt erst zur Band gestoßen ist. Folglich sind die Drums durchgehend auf den Punkt gebracht und lassen immer wieder durch nette Spielereien abseits der Standards aufhorchen – eine <strong>nicht zu unterschätzende Bereicherung</strong>!</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/9gHLjITUi50?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Beginnt das Album nach dem Intro <em>&#8222;The Harbringer&#8220; </em>gleich mit einem Brecher der Marke &#8222;Erst zeigen wir die Marschrichtung auf, <strong>dann brettern wir feste los</strong>!&#8220; in Form von <em>&#8222;Autumn Storm&#8220;</em>, folgen später auch gedrosseltere Songs und mit <em>&#8222;Words Unspoken&#8220; </em>auch die obligatorische Ballade. Letztere ist handwerklich erwartungsgemäß stabil umgesetzt, zugleich aber auch erschreckend kitschig. Dabei umschifft der Rest des Albums den <strong>Kitsch-Faktor</strong> eigentlich ganz gut, <em>&#8222;Words Unspoken&#8220; </em>reißt hier ziemlich aus. Während das Album stark und rasant beginnt, unterwegs mit <em>&#8222;Sign Of The Triskelion&#8220; </em>auch einen facettenreichen Ohrwurm inmitten der Genre-Schnittmenge mitbringt, tut sich nach dem harten und daher gefälligen <em>&#8222;Into The Abyss&#8220; </em>eine gewisse Länge auf. Kein Wunder: Die Songs kleben fast durchgehend an der Sechs-Minuten-Marke.</p>
<p>Während die starke Produktion und das handwerkliche Können der Truppe restlos überzeugen und gerade dadurch schon eine <strong>erfrischende Bereicherung</strong> für den neoklassischen Power Metal darstellen, fehlt dem Songwriting noch die letzte Konsequenz. Im Schnitt sind die Titel – genau wie das Album an sich – eine Kleinigkeit zu lang, darüber hinaus wären ein paar Singalong-Refrains gut, um Kontraste zu setzen. So lässt sich &#8222;Tales From The Unknown&#8220; zwar richtig gut hören, aber es dauert doch eine ganze Weile, bis wirklich was hängenbleibt.</p>
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