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	<title>Till Lindemann Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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		<title>RAMMSTEIN &#8211; Comeback zu alter Stärke?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Paul]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Jun 2019 08:12:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Industrial]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Deutsche Härte]]></category>
		<category><![CDATA[Rammstein]]></category>
		<category><![CDATA[Till Lindemann]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>RAMMSTEINS neues Album ist etwas gereift und so nehmen wir uns diese Scheibe nochmal vor und resümieren.<br />
Firestarter oder kleine Kerze?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/rammstein-rammstein-2019/">RAMMSTEIN &#8211; Comeback zu alter Stärke?</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p align="LEFT"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2 style="text-align: center;">Rammstein &#8211; &#8222;RAMMSTEIN&#8220;</h2>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum</strong>: 17.05.2019<br />
<strong>Länge</strong>: 46min<br />
<strong>Label</strong>: Universal<br />
<strong>Genre</strong>: Industrial/Neue-Deutsche-Härte</p>
<p align="LEFT"></div></div></div></p>
<p align="LEFT">„<span style="font-size: medium;">Ich seh dich an und mir wird schlecht!&#8220; So singt Till Lindemann auf dem neuen, lang erwarteten <b>RAMMSTEIN</b> Album. Ob das dem Hörer auch so geht, wenn er sich das Cover von „RAMMSTEIN“ ansieht, klären wir hier. <strong>Ganze 10 Jahre hat es gebraucht</strong>, bis die Neue-Deutsche-Härte Ikone aus Berlin wieder neues Material in Form einer Platte präsentiert. Die Mainstream-Medien stürzten sich bereits wie die Piranhas auf die Promo-Provokation. Beginnend mit einer kontroversen Szene im Musikvideo zu „Deutschland“: Als Inhaftierte eines Konzentrationslagers sorgte die Band für Furore. Dass <b>RAMMSTEIN</b> Skandal immer noch genau so gut kann, wie in der letzten Dekade, steht also fest. Aber gilt dasselbe für die Musik?</span></p>
<h4 align="LEFT">Rammstein mit politischen und sozialkritischen Texten</h4>
<p align="LEFT"><span style="font-size: medium;">Wenn man sich <b>RAMMSTEIN</b> vornimmt, ist es schwer unpolitisch zu bleiben oder die sozialkritischen, durchdachten Texte zu ignorieren. Es gehört, genau wie das tiefe, raue Kratzen von Till Lindemann, zu der Identität der Band. Daran hat sich in 10 Jahren relativ wenig verändert. Der erste Track des Albums, <i>„Deutschland“</i>, beweist das mit Bravour. <strong>Melodische Synthesizer, begleitet durch galoppierende Riffs</strong>, treiben den Song nach vorne. Mit dem Songtext sagt <b>RAMMSTEIN</b> allen Nazi-Vorwürfen ab und gibt Denkanstoß zum Thema Nationalismus.</span></p>
<p align="LEFT"><span style="font-size: medium;">Alles beim Alten also? Keinesfalls! Während <em>„Deutschland“</em> noch nach Bekanntem mit mehr Elektronik klingt, geht <i>„Radio“</i> einen Schritt weiter. Die Hommage an <b>KRAFTWERK</b> legt den Fokus auf das Keyboard. Durch die<strong> RAMMSTEIN</strong>-Trademark Gitarren und Oldschool-Synthesizer, entsteht hier ein garantierter Ohrwurm. Der Kopf nickt irgendwann von selber mit. Auch der Text ist, besonders mit Blick auf die Bandgeschichte, gewitzt und authentisch.</span></p>
<h4 align="LEFT">Rammstein experimentiert mit Synthesizern und Elektro-Elementen&nbsp;</h4>
<p align="LEFT"><span style="font-size: medium;">Neben Kritik an der christlichen Kirche (<i>„Zeig dich“</i>), dem obligatorischen Lied über Bienchen und Blümchen (<i>„Sex“</i>) und ein paar Ausflügen in die Gedankenwelt eines Gestörten (<i>„Puppe“</i>, <i>“Hallomann“</i>), zeigt <b>RAMMSTEIN </b>dieses Mal auch eine <strong>melancholischere Seite</strong>: Diamant schlägt ungewohnt ruhige Töne an. Durch Lindemanns Stimme und einigen Streicheinlagen wird der Song zu einem gelungenen Liebessonnett. </span></p>
<p align="LEFT"><span style="font-size: medium;">In Sachen Inszenierung und Theatralik bewegt sich die Band auf alt bekanntem Niveau. Die Musikvideos sind oscarreif (<em>&#8222;Deutschland&#8220;</em>) und die Texte pompös, jedoch mit kleinen Aussetzern (<em>&#8222;Weit Weg&#8220;, &#8222;Was Ich Liebe&#8220;</em>). Die Berliner haben sogar den Mut, nach 10 Jahren Wartezeit eine Ballermann-Parodie für die Disco (<i>„Ausländer“</i>) zu schreiben. Der dreckige <b>RAMMSTEIN</b>-Humor ist also längst nicht verblasst.</span></p>
<h4 align="LEFT">Simple Gitarrenriffs trotzdem noch vorhanden</h4>
<p align="LEFT"><span style="font-size: medium;">Dass die Bandmitglieder in ihren späten Tagen <strong>ein wenig experimentierfreudiger wie sonst</strong> sind, kommt dem Album hauptsächlich zu gute. In vielen Songs sticht der Synthesizer raus. Das Elektronische dominiert sogar hin und wieder (<i>„Radio“</i>,<i>“Ausländer“</i>). Wer sich nun sorgt, der sollte wissen, dass die Erfolgsformel immer noch vorhanden ist. Die kühlen, unkomplizierten Akkorde aus dem Verstärker hauen oft genauso in die Magengrube wie damals, auch wenn vereinzelt weniger aggressiv. </span></p>
<p align="LEFT"><span style="font-size: medium;">Trotzdem gibt es Ecken und Kanten. Nach einer starken ersten Hälfte, mangelt es im zweiten Teil der Platte an dem, was die Band am besten kann: Laut, brachial und eingängig. Geschuldet ist das den ruhigen, antriebslosen Strophen, wie in <em>&#8222;Was Ich Liebe&#8220;</em> oder <em>&#8222;Weit Weg&#8220;</em>. Fans der frühen Stunde suchen die <b>RAMMSTEIN</b>-Härte hier ohne Erfolg. Die Idee ist zu begrüßen, die <strong>Ausführung enttäuscht vereinzelt</strong>. Deswegen verschwinden einige der Songs bereits nach dem ersten Durchlauf aus dem Gedächtnis.&nbsp;</span></p>
<h4 align="LEFT">Vor allem bei den seichteren Songs wird Potenzial verschenkt</h4>
<p align="LEFT"><span style="font-size: medium;">Dass „RAMMSTEIN“<b> </b>die Gemüter der Fans spalten wird, steht außer Frage. Nach langer Pause ein Album vom Fließband abzuliefern, dass nicht vom alten Material zu unterscheiden wäre, wäre aber definitiv die schlechtere Alternative gewesen. Insgesamt ist die Innovation also zu begrüßen. Die Synthesizer rücken mehr in den Vordergrund und die Songstruktur bietet Platz für Experimente. </span></p>
<p align="LEFT"><span style="font-size: medium;">Im Kern mancher Songs bleibt jedoch das meiste beim Alten: Anstößige Texte, simple Takte und sozialkritische Themen. <b>RAMMSTEIN</b> zeigt, dass einfache Gitarrenriffs und basslastige Gesangseinlagen auch noch in 2019 Spaß machen können. Highlights, wie <i>„Deutschland“</i> und <i>„Radio“</i> , unterhalten selbst in Dauerschleife. Diese Qualität zieht sich aber nicht über das gesamte Album, auf dem die Band deutlich gezähmt erscheint: <strong>Weniger Ekelfaktor, weniger Schock und weniger brachiales Industrial-Theater.</strong></span></p>
<p align="LEFT"><span style="font-size: medium;">Das abgespeckte Album-Cover verrät dem Hörer was ihn erwartet: Das Feuer wird durch das Streichholz suggeriert, bricht jedoch nie aus. Ähnlich verhält es sich in der Musik. Atmosphäre und Build-Up schaffen Spannung, die meist im Refrain für einen Ausbruch sorgt. Ein Feuerball im alten Stil bleibt aber aus. Statt Waldbrand gibt es hier Streichholzflamme. Ob einem diese Spielchen zu blöd sind und man sich lieber unverminderte Härte wünscht, muss jeder für sich entscheiden. Eins ist aber klar: <b>RAMMSTEIN </b>polarisiert!</span></p>
<p><iframe title="Rammstein - Deutschland (Official Video)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/NeQM1c-XCDc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
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