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	<title>totengeflüster Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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		<title>Wolfszeit 2020 &#8211; Metal, Matsch und Maskenpflicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Oct 2020 12:46:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>2020 - es war nicht alles schlecht...</p>
<p>Das Wolfszeit-Festival war, als eines der wenigen diesjahr, aktiv und hat die Besucher mit Metal beschallt und in Festivalstimmung gehüllt - so weit es eben ging.</p>
<p>Was es zum wespenfreien und Desinfektionsmittel-geschwängerten Festival sonst noch zu sagen gibt: nun bei uns!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-festivals-2020/">Wolfszeit 2020 &#8211; Metal, Matsch und Maskenpflicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><span style="color: #000080;"><strong>Das WOLFSZEIT findet statt! </strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">Als wir diese Nachricht bekamen, war die Freude natürlich riesig. Dass trotz aller Schwierigkeiten, die die Pandemie uns in diesem Jahr schon beschert hat, tatsächlich jemand es schafft, 2020 ein Metal-Festival dieser Größe auf die Beine zu stellen, damit hätte wohl keiner mehr so wirklich gerechnet.</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Das alles haben wir einem Organisationsteam zu verdanken, das bereit war, erhebliche Kompromisse einzugehen und massive finanzielle Risiken auf sich zu nehmen. Nicht nur musste ein ausgeklügeltes Sicherheitskonzept in Kraft gesetzt werden und die Veranstaltung um einen Monat nach hinten geschoben werden, auch <em>räumlich</em> musste man das Ganze verschieben – <strong>in ein anderes Bundesland.</strong> Statt der üblichen Lichtung im Crispendorfer Nadelwald (Thüringen) würde diesmal das Gelände vom Entenfang bei Torgau (Sachsen) als Schlachtfeld für das <strong>WOLFSZEIT </strong>dienen. Bei der Veranstaltung selbst würde zusätzlich zu Maskenpflicht, Fiebermessungen und Abstandsregeln eine Art Insel-Politik gelten: Niemand aus Torgau darf das Festivalgelände betreten – und vice-versa.</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Und so sitze ich, trotz allem Widerstand, am 24. September voller Vorfreude mehr als 6 Stunden im Auto und mache mich auf den Weg zu meinem ersten und einzigen Festival dieses verdammten Jahres.</span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Die Einweihung</strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">Nach dem Aufbau des Zeltplatzes (in einer Wiese voller vertrockneter Pferdeköttel), dem ersten Dosenbier und ein paar Komplikationen bis zum Erhalt meines Bändchens ist dann auch schon die Zeit da, die Veranstaltung offiziell zu eröffnen. Zu diesem Zwecke hat man den <strong>Schamanen</strong> <strong>VOENIX</strong> angeheuert. Hölzerne Masken dekorieren das umliegende Geäst, als er mit Trommel, Räucherstäben, Methorn und einer versammelten Schar von Zuschauern den heiligen Boden einweiht und die Götter und Geister des Ortes um ihre Einwilligung bittet. <strong>Wer sich berufen fühlt, darf im Anschluss selbst das Horn erheben</strong> und einen Spruch an die Asen zum Besten zu geben. Ein stimmiger Einstieg für ein Pagan-, Folk- und Black-Metal-Festival.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36433" aria-describedby="caption-attachment-36433" style="width: 460px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-36433" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/20200924_150807.jpg" alt="" width="470" height="623" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/20200924_150807.jpg 1095w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/20200924_150807-227x300.jpg 227w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/20200924_150807-773x1024.jpg 773w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/20200924_150807-750x993.jpg 750w" sizes="(max-width: 470px) 100vw, 470px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36433" class="wp-caption-text">Einweihungsrituale mit dem Schamanen Voenix</figcaption></figure>
<p><span style="color: #000080;">Der Weg aus dem Infield zurück aufs Camp führt um ein eingezäuntes Naturschutzgebiet herum und wirkt unproportional lang. Auch hier scheint es sich um eine Sicherheitsmaßnahme zu handeln – damit sich nicht ein- und ausgehende Gäste gegenseitig ins Gesicht laufen, müssen letztere den Hinterausgang benutzen. Und der führt nun mal um ein eingezäuntes Naturschutzgebiet.</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Zum Abend hin erheitert sich dank Cocktails, Bier und Pagan-Metal-DJ die Stimmung vor der Bühne weiter. <strong>Die Menschen sind glücklich über ihr erstes Festival 2020 und das zeigt sich!</strong> Leider etwas zu sehr, denn bald schon steht Mitorganisator Sille auf der Bühne und muss alle daran erinnern, die Sicherheitsregeln einzuhalten. Wenn man denn wolle, dass das Festival nicht in letzter Sekunde noch abgebrochen werden müsse. Das scheint allerdings gewirkt zu haben, und so verläuft der erste Abend sicher und ohne weitere Zwischenfälle.</span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Das erste Erwachen</strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">Als zu kühlfeuchter Morgenstund sich langsam die ersten Zeltverschlüsse öffnen und sich Vogelsang mit der ein oder anderen Aufsteh-Hymne mischt (die sich keiner gewünscht, aber wohl jeder erwartet hat), ist das Erste, was mir auffällt: Es gibt mehr Klos als gestern! Anscheinend wurden die Gebete erhört, und man hat zusätzlich zu den schäbigen sieben Dixies für knapp 1000 Leute noch eine Ladung herfahren lassen. Wunderbar!</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Auch auf dem Konzertgelände hat sich einiges verändert: Jeder, der eintreten möchte, kriegt jetzt erstmal eine Pistole an den Kopf gehalten. Die die Temperatur misst. Zudem gibt es auf dem Gelände nun Sicherheitskräfte, die sich spezifisch darum kümmern, dass alle Besucher zu jeder Zeit ihre Maske richtig anhaben, und am Bühnengeländer befindet sich ein riesiges Graffiti mit der Aufschrift <strong>„Maskenpflicht!“</strong>.</span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Dann kann es jetzt ja losgehen.</strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">&#8230; mit <strong>HELGRINDUR!</strong> Die Jungs wissen, wie man mit energiegeladener Musik den Staub von der Bühne bläst, und nutzen die Gelegenheit, das unter Beweis zu stellen. Starke Pagan-Songs mit catchy Refrains animieren erfolgreich zum Mitmachen und Mitgrölen, während der dröhnende Sound sich um den Rest kümmert. <strong>Ein Einstieg, der ordentlich Bock macht!</strong> Es gibt einen neuen Song und am Ende bleibt sogar genug Zeit für eine Zugabe. Von letzterem wirkt sogar die Band selbst sichtlich überrascht, denn dank <strong>DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT</strong>s Ausfall steht heute jeder Band mindestens eine Stunde Spielzeit zu. (Mich)</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36404" aria-describedby="caption-attachment-36404" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-36404 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111353.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111353.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111353-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111353-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111353-750x423.jpg 750w" sizes="(max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36404" class="wp-caption-text">Helgrindur eröffnen das Fest!</figcaption></figure>
<p>Über die zweite Band des Tages ist schon länger bekannt, dass sie sich auflösen und darum der Auftritt <span style="color: #333333;">beim <strong>WOLFSZEIT 2020</strong> ihr letzter sein würde. Den aber wollen sie sich auch nicht nehmen lassen. <strong>Man bekommt schließlich nicht oft die Gelegenheit, auf seiner eigenen Beerdigung zu spielen.</strong> <strong>TOTENGEFLÜSTER</strong> hatten sich bereits auf dem <strong>WOLFSZEIT 2018</strong> die Ehre gegeben, damals konnte ich nicht wirklich viel mit ihnen anfangen. Und das ist dieses Mal leider genauso. Zu Beginn des Auftritts wirkt es, als hätte die Corpsepaint tragende Band <strong>Schwierigkeiten, einen gemeinsamen Rhythmus zu finden</strong>. Dazu kommt die Stimme des Sängers im Gegensatz zu den Instrumenten leider soundtechnisch nicht besonders gut rüber.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36405" aria-describedby="caption-attachment-36405" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-36405 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111392.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111392.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111392-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111392-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111392-750x423.jpg 750w" sizes="(max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36405" class="wp-caption-text">Ein Flüstern in dichtem Grabesnebel</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Generell hadere ich mit dem Gesang: Da ist irgendwie alles dabei, von Clean Vocals über Gekrächze bis zu markerschütternden Schreien, aber irgendwie ist es <strong>nichts Halbes und nichts Ganzes</strong>. Der mit Dreads und weißen Kontaktlinsen ausgestattete Sänger wirkt ein wenig unentschlossen.<strong> &#8222;Mehr Hass!!&#8220;</strong>, wird lautstark von einem engagierten Zuhörer aus den hinteren Reihen gefordert. Ja gut, wer weiß, vielleicht würde das ja wirklich etwas bringen? Musikalisch gibt es bei <strong>TOTENGEFLÜSTER</strong> eigentlich nichts zu meckern, sie bieten einen groovigen Sound, der immerhin ein paar Leute anzieht. Aber irgendwie ist das Gesamtpaket <strong>schwer zugänglich</strong> und hätte mich nach dem Konzert jemand gefragt, &#8222;du sag mal, <strong>was genau war das gerade eigentlich?</strong>&#8220; – ich hätte ihm keine Antwort geben können.</span></p>
<p><span style="color: #333333;"><strong>TOTENGEFLÜSTER</strong> scheiden dahin als ein Phänomen, das ich nie ganz begriffen habe. Aber immerhin sorgt sich der Sänger um das Befinden der Trauergäste. &#8222;Ich hoffe, ihr hattet Spaß auf unserer Beerdigung!&#8220; Ach, naja, passt schon. <strong>Über Tote soll man nichts Schlechtes sagen.</strong></span></p>
<h2><span style="color: #333333;">So gar nicht elend</span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Eine Band, deren Name mir in den vergangenen Jahren ständig untergekommen ist, die ich aber bis dato nie so richtig auf dem Schirm hatte, ist<strong> ELLENDE</strong>. Vielleicht, weil mich die Optik und die Artworks nicht wirklich ansprechen. Von ihrem Auftritt aber werde ich <strong>angenehm positiv überrascht</strong>.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Denn was die Band aus Graz in Österreich wirklich drauf hat, ist Melancholie. Da steh ich ja voll drauf. <strong>Schwermütiger und melodischer Black-Metal</strong>, der aber alles andere als eintönig ist. Auch wenn ich keinen einzigen Song kenne, wippe ich beständig mit. <strong>ELLENDE</strong> sind keine Band zum Headbangen oder seinen Hass in die Welt schreien, im Gegenteil, <strong>sie machen einen beinahe traurig</strong>. Aber im positiven Sinne.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36406" aria-describedby="caption-attachment-36406" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36406 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111819.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111819.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111819-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111819-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111819-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36406" class="wp-caption-text">Melancholie und Kriegsästhetik</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Auch ist es eine de</span>r wenigen Bands, wo mir mal der <strong>Schlagzeuger</strong> auffällt. Da die meisten Festivalbesucher trotz meiner Plateauschuhe über mich hinausragen und die Schlagzeuger wenn nicht schon von ihrem Instrument, dann doch oft von den anderen Bandmitgliedern verdeckt werden, <strong>bekomme ich sie selten wirklich zu Gesicht</strong>. Aber bei <strong>ELLENDE</strong> habe ich einen guten Platz, und wegen Corona stehen die Zuhörer mit ausreichend Abstand, so dass ich den Schlagzeuger tatsächlich mal beobachten kann. Das macht auch sehr viel Spaß, weil der Typ offensichtlich <strong>sehr viel Freude an dem hat, was er da tut</strong>. Und zusätzlich klingt es natürlich auch noch gut.</p>
<p><span style="color: #333333;">Was soll ich sagen, ich bin positiv überrascht. Auch wenn mich das Streifencorpsepaint des drahtigen Sängers nach wie vor nicht anspricht, genauso wie das Banner im Hintergrund, geziert vom Cover des Albums &#8222;Lebensnehmer&#8220;,&nbsp; und der Gitarrist aussieht wie der traurigste Panda, den ich je gesehen habe &#8211; <strong>ELLENDE</strong> würde ich mir wieder anhören. (Merlin)</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Als Nächstes stehen dann <strong>zwei massive Bretter auf der Bühne:</strong> Der Sänger von <strong>ASENBLUT</strong> und der Sound von <strong>ASENBLUT</strong>. Scherz beiseite, die Klangqualität weiß bei diesem Gig wirklich zu überzeugen! Sie gibt alles her, was man sich wünschen könnte – massiven Druck und doch genug Klarheit, dass man jedes Instrument im Mix sauber heraushören kann. Musikalisch wirft das Ganze den ein oder anderen <strong>AMON</strong>&#8211;<strong>AMARTH</strong>-Vibe auf, allerdings mit deutlich mehr Blast Beats, Black- und Thrash-Metal-Momenten sowie generell härterem Songwriting. Die Berserker haben zudem kürzlich ein neues Album veröffentlicht und sind deswegen vollbepackt mit frischem Material. Eine in allen Hinsichten überzeugende und sauber abgelieferte Show, zu der sich ein entsprechend großes Publikum zusammengefunden hat. (Mich)</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36407" aria-describedby="caption-attachment-36407" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36407 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122303.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122303.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122303-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122303-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122303-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36407" class="wp-caption-text">Tetzel von Asenblut</figcaption></figure>
<h2><span style="color: #333333;"><strong>Set fire to the rain</strong></span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Es ist trotz Corona bereits das zweite Mal dieses Jahr, dass ich <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> live sehe. Beim <strong>FIMBUL</strong> waren sie kurzfristig als Ersatz für <strong>HELRUNAR</strong> eingesprungen, beim <strong>WOLFSZEIT</strong> hatten sie von Anfang an einen Platz im line-up. Als vorletzte Band des Abends wird ihnen auch ein guter slot zuteil. Trotz des <strong>beständigen Nieselregens</strong> findet sich vor der Bühne eine große Zahl an Zuhörern ein, um in der mittlerweile herrschenden Dunkelheit den <strong>Österreichern</strong> zu lauschen.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Wer sie (warum auch immer) noch nicht kennt: <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> haben 2012 ihr selbstbetiteltes Debüt abgeliefert und versorgen die Szene seitdem mit <strong>melancholischem (Post) Black-Metal</strong>. Ihre ergreifenden Melodien vermitteln einen <strong>bittersüßen Weltschmerz</strong>. Die Musik taugt zum unaufgeregten Headbangen, man kann sie aber genauso einfach mit geschlossenen Augen genießen &#8211; beides nehme ich in Anspruch.&nbsp;Gegen Ende allerdings starten drei augenscheinlich gut angeheiterte Gestalten direkt vor mir einen „Moshpit“ (es ist mehr ein <strong>betrunkenes Sich-Herumschubsen</strong>), so dass ich den Kopf dann doch vorsichtshalber aufrecht lasse.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Die setlist von <strong>HARAKIRI</strong> gleicht der, die sie schon auf dem FIMBUL hatten. <strong>FIRE WALK WITH ME</strong>, der opener ihres letzten Albums &#8222;Arson&#8220;, wird als drittes gespielt und abgerundet wird der Auftritt mit <strong>CALLING THE RAIN</strong> von &#8222;III: Trauma&#8220;. <strong>Da passt das regnerische Wetter zufällig ganz gut.</strong> Ich stehe mittig in ungefähr dritter oder vierter Reihe vor der Bühne. Der Sound hier ist erstaunlich gut, auch wenn die Gitarre leider immer mal wieder verschluckt wird. Aber dennoch kommt diese Atmosphäre auf, die man nur live verspürt: Der gewaltige Sound, die von Scheinwerfern und Strahlern durchbrochene Dunkelheit, die sich mit Nebel und Regen vermischt&#8230; <strong>das ist nicht Musik hören, das ist Musik erleben.</strong></span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36408" aria-describedby="caption-attachment-36408" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36408 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133137.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133137.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133137-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133137-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133137-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36408" class="wp-caption-text">Harakiri For The Sky in musikalischer Ekstase</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Fazit: Dem Auftritt von <strong>HARAKIRI</strong> beizuwohnen, hat sich gelohnt. Aber hallo. Und das scheinen die Menschen um mich herum genauso zu sehen. Tatsächlich unterhalte ich mich aber nach dem Konzert auch mit einer Festivalbesucherin, die mir erzählt, sie habe nur aus der Ferne zugesehen, denn <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> seien für sie live die langweiligste Band überhaupt. Ich kann das insofern nachvollziehen, als die Musiker auf der Bühne tatsächlich <strong>relativ wenig mit dem Zuhörern interagieren</strong>. Da wird die Menge halt mal nicht angefeuert. Für mich macht das den Auftritt nicht unbedingt schlechter. Aber das ist ja das Schöne an Festivals: Wenn einem die aktuell spielende Band nicht zusagt, einfach <strong>Abwarten und Bier trinken</strong>, die nächste Band steht schon in den Startlöchern. (Merlin)</span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Es folgt ein Moment für die Geschichtsbücher. </strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;"><strong>WOLFCHANT</strong> spielen, nach dem Tod ihres Gitarristen (2017) und einem darauffolgenden Hiatus von mehr als zwei Jahren (ab 2018), <strong>zum allerersten Mal wieder live vor Publikum.</strong> Und welche Begebenheit würde sich dafür besser eignen als das sagenumwobene <strong>WOLFSZEIT 2020</strong>, welches, allem Widerstand zum Trotz, in einem Jahr wie diesem dennoch hat stattfinden können? Dem größten Metalfestival Deutschlands 2020, wie Sänger <strong>LOKHI</strong> feststellt? </span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36409" aria-describedby="caption-attachment-36409" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36409 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122997.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122997.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122997-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122997-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122997-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36409" class="wp-caption-text">Doppelt gewolft hält besser!</figcaption></figure>
<p><span style="color: #000080;">Zumindest die Fans in den vorderen Reihen scheinen lange auf diesen Moment gewartet zu haben. </span><span style="color: #000080;">Pausenlos sind Mähnen am Wehen und Hälse am Klingen, und auch die direkt aus dem Studio kommenden Wölfe sind<strong> alles andere als eingerostet.</strong> Vor allem das saubere Drumming sorgt dabei für einen stabilen Rahmen – während leider der Sound ein paar Songs braucht, bis die beiden Sänger passend aufeinander abgemischt und die Gitarrenparts alle gut hörbar sind. Ansonsten ist aber alles genau so wie es muss. Die Songauswahl ist super und die Menschen auf und vor der Bühne sind mit ganzem Herzen dabei. Willkommen zurück, <strong>WOLFCHANT! </strong>Eine würdige Wiederkehr. (Mich)</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Die nächste Band sind in diesem Fall die Polen von <strong>MGLA</strong>. Von den <strong>WOLFSZEIT</strong>-Besuchern schon lange gewünscht, haben sie es endlich ins line-up geschafft und bestreiten heute den letzten Auftritt des Tages. Obwohl es langsam ziemlich kalt und ungemütlich wird, finden sich <strong>unzählige Zuhörer vor der Bühne</strong> ein. Das ist auch das erste Mal bei diesem Festival, wo ich bemerke, dass der Corona-Sicherheitsabstand nicht so genau genommen wird. <strong>Immerhin haben aber alle um mich rum eine Maske auf.</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Apropos Masken &#8211; die dürfen natürlich auch bei <strong>MGŁA </strong>nicht fehlen. Wie immer zeigen sich die Musiker nur verhüllt und liefern <strong>ohne großes Tamtam eine solide Show</strong> ab. Normalerweise bin ich ein großer Fan des <strong>MGŁA</strong>schen Black-Metals, aber irgendwie kann ich von <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong>, die ja direkt davor gespielt haben, nicht schnell genug umschalten. Und so tue ich mich schwer, den Auftritt von <strong>MGŁA</strong>&nbsp;richtig zu genießen. An ihrer musikalischen Leistung liegt es nicht, die ist wie immer top. Ich glaube, <strong>der Kontrast ist einfach nur zu groß</strong>.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36420" aria-describedby="caption-attachment-36420" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36420 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133834-1.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133834-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133834-1-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133834-1-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133834-1-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36420" class="wp-caption-text">MGŁA in der Schwärze</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Mir wäre es lieber gewesen, wenn diese letzten beiden Bands am heutigen Freitag nicht direkt hintereinander gespielt hätten, aber man kann es sich nicht aussuchen, und nichtsdestotrotz bin ich froh, beide Auftritte miterlebt zu haben. Kaum haben <strong>MGŁA </strong>die letzten Töne verklingen lassen, <strong>kommt übrigens auch schon die Security, um freundlich aber bestimmt das Infield zu räumen</strong>. Nix mit Party heute. Aber macht nichts, dann gehen wir halt mal früh (also so um halb 2 nachts) ins Bett. Morgen ist schließlich auch noch ein Festivaltag.</span></p>
<h2><span style="color: #333333;"><strong>Apocalypse now</strong></span></h2>
<p><span style="color: #333333;">&#8230;Und der beginnt mit <strong>strömendem Regen</strong>. Alter Falter. Nicht nur wegen Corona ist es lange her, dass ich auf einem Festival so ein <strong>Dreckswetter</strong> erlebt habe. Die <strong>9°C Außentemperatur</strong> waren dem Wettergott nicht böse genug, nein, es muss auch noch schütten wie aus Eimern. Das eigentlich geplante Frühstück im Freien wird kurzerhand ins Zelt verlegt, welches zum Glück dichthält. Trotzdem macht das schlechter Wetter ziemlich faul und unmotiviert, und so bin ich froh, dass <strong>Mich</strong> heute die erste Band übernimmt und als erstes raus in den Regen muss, hehe. (Merlin)</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Wenn man morgens im Zelt von prasselndem Regen aufgeweckt wird, so ist es normalerweise das Klügste, einfach das Ende der Schauer abzuwarten und dann aufzustehen. Wenn allerdings das Handy sagt, dass es noch mindestens bis 17 Uhr weiterschütten wird (und ab da „nur noch“ mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit), bleibt einem nicht viel anderes übrig, als doch aufzustehen und sich mit seinem Schicksal abzufinden. Als Bonus-Feature zu der sowieso schon beschissenen Situation ist durch die Dauerbegießung <strong>die ganze Pferdekacke vom trockenen in einen schön saftig dampfenden Zustand</strong> übergegangen.</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Trotz allem bleibt mir wohl nichts übrig, als durch Schlamm, Pfützen und Tierfäkalien zu waten und mich in Nässe und Kälte aufs erste Konzert des Tages zu begeben. <strong>HEXADAR</strong>! <strong>Leider treffen hier eine Reihe ungünstiger Faktoren aufeinander.</strong> Erstens merke ich relativ schnell, dass der dargebotene Musikstil mich persönlich nicht sonderlich anspricht. Hinzu kommt, dass Regen und Wind einem Bühnensound selten guttun, und das ist leider hier nicht anders. Die Klänge des Akkordeons sind teilweise kaum identifizier- respektive hörbar und generell fehlt es dem Soundbild an Tiefe. Außerdem fängt die Kälte an, sich von meinen Füßen an sukzessive nach oben zu fressen, und überhaupt ist alles doof weil nass und matschig. Schade, denn rein spieltechnisch scheint alles zu stimmen! Immerhin finden sich vor der Bühne zwei bis drei Reihen an Zuschauern, die mit der Situation offenbar mehr anfangen können als ich.</span></p>
<h5><span style="color: #000080;">&#8230;und Foto haben wir leider auch keins gemacht <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f641.png" alt="🙁" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Sorry!</span></h5>
<p><span style="color: #000080;">Nach dem Konzert begebe ich mich, durchgefroren, erstmal zurück zum Camping und tausche meine gesamten, triefenden Klamotten aus. Ein neues Paar Schuhe leiht mir eine Freundin. Diese sind mir zwar zu klein, aber immerhin sind sie trocken und wasserdicht. Mindestens drei Stunden Regen kommen noch, da ist man besser gut gewappnet. (Mich)</span></p>
<h2><span style="color: #333333;"><strong>Wetter vs. Band</strong></span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Die zweite Band am heutigen Samstag sind <strong>KANKAR</strong> aus Thüringen. Ganz ehrlich: <strong>Noch nie vorher gehört.</strong> Und der anhaltende Regen trägt leider auch nicht unbedingt zur Vorfreude bei. Trotzdem kämpfe ich mich <strong>durch den pampigen Matsch übers Infield und vor die Bühne</strong>, um dort festzustellen, dass es sich bei <strong>KANKAR</strong> um eine <strong>Zweimann-Formation</strong> handelt. Gitarre plus Gesang und das Schlagzeug müssen ausreichen.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Tun sie aber auch. Der Sound hat genug Wumms, um den Regen zu durchbrechen und <strong>immerhin eine zweistellige Zuschauerzahl</strong> dazu zu bewegen, der Sintflut zu trotzen und aus nächster Nähe zu lauschen. Für zwei Songs halte ich es auch aus, dann zieht es mich aber doch unter die allzu verlockende Plane des mit Bierbänken und Tischen ausgestatteten Fresszeltes &#8211; einer der wenigen schutzbietenden Orte. Von hier aus lausche ich weiter dem <strong>nihilistischen Black-Metal</strong>.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36418" aria-describedby="caption-attachment-36418" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36418 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133842-1.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133842-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133842-1-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133842-1-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133842-1-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36418" class="wp-caption-text">Zwei-Mann-Black-Metal mit Kankar</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Ob denn auch Thüringer unter den Menschen vor der Bühne seien, will der Gitarrist nun wissen. Aber die scheinen sich ebenfalls einen Unterstand gesucht zu haben. <strong>KANKAR</strong> <strong>haben heute einfach wahnsinnig Pech.</strong> Ihr Auftritt hat definitiv das Potential für eine größere Zuhörerschaft, aber dieser verf****e Dauerregen in Kombination mit den beinahe winterlichen Temperaturen zwingt die meisten Festivalbesucher unerbittlich, sich von der Bühne fernzuhalten. Respekt an alle, die da <strong>zugunsten der Musik dem Sauwetter den Mittelfinger zeigen</strong> und in der ersten Reihe auszuharren! (Merlin)</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Einigermaßen trocken und voller frischer Energie stehe ich wieder vor der Bühne, als <strong>OBSCURITY</strong> die ersten Töne erklingen lassen. <strong>Und es sind gute Töne!</strong> Makelloses Instrumentenspiel, makellose Growls und trotz der Umstände ein sehr ordentlicher Sound. Die Double Bass hat ordentlich Wumms und die Setlist ist durchgehend druckvoll und energetisch. Nicht fehlen darf natürlich der Klassiker „Bergischer Hammer“, und am Ende sind alle glücklich und zufrieden. <strong>OBSCURITY</strong> ist außerdem das Gleiche passiert wie vielen anderen Bands (auch <strong>WOLFCHANT</strong>): Ein <strong>neues Album</strong> hätte längst fertig sein sollen, doch dank Corona (und allem, was es mit sich gebracht hat) wird sich das aufs nächste Jahr verzögern. (Mich)</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36412" aria-describedby="caption-attachment-36412" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36412 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144005.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144005.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144005-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144005-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144005-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36412" class="wp-caption-text">Obscurity gegen den Regen</figcaption></figure>
<h2><span style="color: #333333;">&#8230;und das bedeutet Krieg!</span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Ein bisschen Gothic darf bei diesem gruseligen Wetter natürlich nicht fehlen. Dafür sorgen <strong>NACHTBLUT</strong>, die am 2. Oktober ihr <strong>neues Album</strong> &#8222;Vanitas&#8220; veröffentlichen und uns heute schonmal einen kleinen Vorgeschmack geben. Leider <strong>regnet es immer noch ununterbrochen</strong> und die Kälte zieht mir durch Mark und Bein. Dennoch wage ich mich nach vorne, um dann zu bemerken, dass der Sound irgendwie etwas dünn ist. Aber <strong>immerhin ist die Band gut aufgelegt</strong> und hat ernsthafte Ambitionen, ihre Zuhörer bei der Stange zu halten.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Vor allem der weißblond gefärbte Bassist hat sichtlich Spaß, und Sänger <strong>Askeroth</strong> animiert die Menge zum <strong>Mitsingen</strong>. &#8222;Und jetzt die Herren! Und jetzt die Frauen! Und jetzt jeder, der eine Maske trägt!&#8220; Jou, das dürften wohl die meisten sein. Dennoch ist er mit dem Ergebnis offenbar nicht zufrieden: <strong>&#8222;Ich hör ja gar nichts! Liegt das am fucking Mundschutz?!&#8220;</strong> Auch die Götter, die vermeintlich für das anhaltende Dreckswetter verantwortlich sind, werden angepöbelt.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36413" aria-describedby="caption-attachment-36413" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36413 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144183.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144183.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144183-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144183-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144183-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36413" class="wp-caption-text">Nachtblut und der Blick zum Horizont</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Neben Altbekanntem geben <strong>NACHTBLUT</strong> auch zwei Songs aus ihrem neuen Album zum Besten. Die gehen in der Tat ganz gut ab, gefällt mir! Aber <strong>der Klassiker schlechthin</strong> <strong>darf natürlich nicht fehlen</strong>, und so wird gegen Ende ihres Auftritts, na, was wohl gespielt? Genau, <em>&#8222;Antik&#8220;</em>. Zwischenzeitlich kommt mir der Gedanke, dass ich <strong>NACHTBLUT</strong> <strong>gerne mal bei Nacht auftreten sehen würde</strong>. Das gäbe bestimmt nochmal einen Bonus an düsterer Atmosphäre. Aber dann ist die Schlacht auch schon geschlagen und ich verziehe mich fröstelnd wieder unter die große Plane des Schutzbunkers aka Fresszelt.</span></p>
<h2><span style="color: #333333;"><strong>Der Name ist Programm</strong></span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Geliebt, gehasst, aber vor allem <strong>von der Bühne nicht mehr wegzudenken</strong>: Das sind <strong>EISREGEN</strong>! Kein Name könnte auf den heutigen Tag besser passen. Die Band aus Thüringen ist seit mehr als 20 Jahren aktiv und war schon diverse Male beim <strong>WOLFZEIT FESTIVAL</strong> zu Gast. Ich habe das Gefühl, auch ihr Publikum ist jedes Mal das gleiche. <strong>Ein Haufen treuer Fans feiert vor der Bühne im strömenden Regen</strong>, der Rest der Festivalbesucher vertreibt sich die Zeit aber lieber mit einer warmen Mahlzeit oder einem Becher Met, wahlweise Glühwein.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Die setlist von <strong>EISREGEN</strong> ist wenig überraschend: <em>&#8222;Eisenkreuzkrieger&#8220;</em>, <em>&#8222;Blutgeil&#8220;</em>, <em>&#8222;Panzerschokolade&#8220;</em>, und natürlich das Medley aus diversen Songs von ihnen, die auf dem Index stehen. <strong>Das Altbekannte halt.</strong> Ein bisschen was Neues wird auch gespielt, aber die Zuhörer möchten die Klassiker, und die bekommen sie auch. In den vorderen Reihen bildet sich ein <strong>kleiner, aber feiner Moshpit</strong>. Sänger <strong>Michael „Blutkehle“ Roth</strong> feuert die Menge kräftig an und bringt immer wieder den ein oder anderen lustigen Spruch zum nächsten Lied.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36417" aria-describedby="caption-attachment-36417" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36417 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144466.0.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144466.0.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144466.0-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144466.0-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144466.0-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36417" class="wp-caption-text">Die Blutkehle von Eisregen</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Beim letzten Song drehen die Thüringer nochmal richtig auf und geben eine wilde <em>&#8222;Elektrohexe&#8220;</em> zum Besten. <strong>Spätestens jetzt dürften die Herzen der Fans befriedigt sein.</strong> Wer sich heute tatsächlich aus der individuellen Deckung gewagt und vor die Bühne getraut hat, der konnte mit <strong>EISREGEN</strong> <strong>Party</strong> machen bis zum Umfallen. Ich bin leider nicht genug auf und ab gehüpft, und deshalb husche ich nun vor Kälte zitternd vom Infield, um mich vor <strong>BELPHEGOR</strong> und <strong>БАТЮШКА</strong>&nbsp;noch einmal so gut es geht aufzuwärmen. (Merlin)</span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Guter Gig, bitterer Nachgeschmack</strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">Es folgen <strong>EQUILIBRIUM</strong>, heute in einer Light-Version: <strong>ohne Basser und mit Ersatzmann an der Trommelkiste.</strong> Eines der Nachteile daran, in diesen Zeiten aus einer internationalen Mannschaft zu bestehen. Überraschenderweise ist dies ein Line-Up, das der Band sehr gut steht! Schlagzeuger <strong>JAN</strong> (Yann?) beherrscht seine Zunft – und ohne <strong>SKAR</strong> am Bass gibt es in der Band keinen, der für Clean Vocals zuständig ist. Für mich ist die daran angepasste Setlist persönlich eher ein Gewinn als ein Verlust. Dabei gibt es auch hier wieder richtig ordentlichen Sound! Die Klampfen werden mit massiver Heaviness und Wucht gesegnet (eventuell um den Bass zu kompensieren), während Instrumente und Backing-Tracks diesmal perfekt ineinanderfließen (etwas, das bei dieser Band bei weitem nicht immer der Fall ist!). Auch die <strong>Auswahl an brachialeren und düstereren Songs</strong> funktioniert heute sehr gut.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36415" aria-describedby="caption-attachment-36415" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36415 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155036.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155036.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155036-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155036-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155036-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36415" class="wp-caption-text">Heute keine Kompromisse!</figcaption></figure>
<p><span style="color: #000080;">Maximale Minuspunkte kriegt die Band allerdings für die Aussagen, die Sänger <strong>ROBSE</strong> meinte, zwischen den Songs von sich geben zu müssen. Erst glaubte ich, es handele sich um Ironie, als er mehrmals von Maulkörben in den Gesichtern der Zuschauer geredet hat. Doch als dann die Aussage „Wir sind alle gesund, lasst euch keine Scheiße einflößen!“ kam, dachte ich, ich höre nicht richtig. Selbst <em>wenn</em> man diese Meinung vertritt und sich der Dummheit und Unverantwortlichkeit davon, so etwas von der Bühne aus in die Masse zu posaunen, nicht bewusst ist – selbst dann ist es immer noch <strong>eine gewaltige Frechheit</strong> dem Orga-Team des Festivals gegenüber, welches mit Händen und Füßen dieses Festival mit Müh und Not und nur durch peinlichstes Einhalten vorgegebener Regeln hat wahr werden lassen können. Die Besucher wurden hiermit unverblümt und buchstäblich dazu aufgefordert, die Situation sowie die Regeln nicht ernst zu nehmen. <strong>Nicht cool. Absolut nicht cool.</strong></span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Eine späte Messe</strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">Nach dem Konzert gibt dann eine spontane Änderung im Running Order: <strong>БАТЮШКА </strong>tauschen ihren Headliner-Slot mit <strong>BELPHEGOR. </strong>Gründe dafür werden nicht bekanntgegeben. An und für sich ist das wohl in Ordnung, jedoch lassen <strong>БАТЮШКА</strong><strong>&nbsp;</strong>ihr Publikum, begleitet von gruseligem Ambient-Soundtrack, mehr als eine halbe Stunde länger vor der Bühne warten als geplant. Als endlich der Mensch die aufgebaute Kirchenszene betritt, der für das Anzünden der Kerzen verantwortlich ist, bläst ihm der Wind letztere auch noch immer und immer wieder aus. <strong>Und es sind viele Kerzen.</strong> Und der geht seelenruhig wieder hin und fängt sie wieder an. Während sie schon wieder am Ausgehen sind. Es macht mich verrückt. Nach dem fünften Versuch gibt er es dann endlich auf, und mit knapp 35 Minuten Verspätung kommt dann auch endlich mal die Band zum Vorschein. Wenigstens hat es mittlerweile aufgehört zu regnen.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36416" aria-describedby="caption-attachment-36416" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36416 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155340.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155340.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155340-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155340-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155340-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36416" class="wp-caption-text">Halleluja, es geht los!</figcaption></figure>
<p><span style="color: #000080;">Was dann folgt, ist das Warten allerdings mehr als wert. Ein finster-sakrales Schauspiel, schwarze Silhouetten vor unheilvollem roten Licht, Kirchenchor und Blast Beats – das Ganze umrahmt von einer Szenerie, die <strong>düstere Bilder altehrwürdiger Trauermessen</strong> hervorruft. Ein behängter Sarg, Tuniken, Heiligenbilder und Kerzenständer dekorieren das Bühnenbild zu der intensiven, hypnotischen Musikoffenbarung, mit der <strong>BATUSHKA</strong> ihre Anhänger segnen. Bedrohlich und atmosphärisch verschwimmt alles zu einer konzentrierten Gesamterfahrung, die die Zuschauerschar in sich hineinzieht und bis zum Ende nicht mehr hinauslässt. Erst spät merke ich, wie Kälte und Müdigkeit mich schon lange wieder eingenommen haben. Ich mache mich schleunigst zum Zeltplatz zurück, setze mich ins Auto und drehe die Sitzheizung auf Maximum. (Mich)</span></p>
<h2><span style="color: #333333;"><strong>Ein würdiger, aber wenig würdevoller Abschluss</strong></span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Es ist kalt, es ist spät, aber <strong>immerhin regnet es nicht mehr</strong>. Trotzdem muss ich mich einigermaßen gewaltsam dazu motivieren, ein letztes Mal das Infield zu betreten, um wenigstens etwas von <strong>BELPHEGOR</strong> mitzubekommen. Andere Festivalbesucher scheinen ebenfalls mit der Entscheidung gerungen zu haben. <strong>Besonders viel ist nicht los von der Bühne</strong>, und auch während des Konzerts verschwinden immer wieder Menschen in Richtung Ausgang. Ob das nur am Wetter oder auch ein bisschen an <strong>BELPHEGOR</strong> liegt?</span></p>
<p><span style="color: #333333;">&#8222;Wolfszeit! Wolfszeeeiiit!!! Come on!! Deutschland! Deutschlaaand!&#8220;, versucht der Sänger die verbliebenen Zuhörer zu motivieren. Besonders viel Reaktion kommt aber nicht zurück. Vielleicht auch deshalb, weil die deutschen Konzertbesucher es nicht zwangsläufig abfeiern, wenn ihnen der Name ihres Landes entgegengebrüllt wird. Musikalisch ist das, was <strong>BELPHEGOR</strong> da treiben, aber echt in Ordnung. <strong>Black-Death, unterstützt von gruseliger Bühnendeko und gespielt von blutverschmierten Musikern.</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Vereinzelt sehe ich Leute mitwippen oder sogar headbangen, bei den meisten scheint die Energie aber verbraucht zu sein, und so geht der letzte Auftritt des diesjährigen <strong>WOLFSZEIT</strong>&nbsp;recht <strong>unspektakulär</strong> zu Ende. Wie schon gestern Abend weist die Security die verbliebenen Zuschauer an, zügig das Infield zu räumen. Ich stapfe also langsam Richtung Ausgang und habe dabei erstmals die Gelegenheit, das volle Ausmaß der Zerstörung zu begutachten:</span></p>
<p><span style="color: #333333;"><strong>Der gesamte Boden ist voll von Plastikbechern.</strong> Also nicht nur hier und da mal einer, sondern das Infield, vor allem der Bereich vor der Bühne, ist gepflastert mit ihnen. Ey Leute! <strong>Muss das wirklich sein?</strong> Ja, es die wenigen Mülleimer in Bühnennähe sind auch schon übervoll. Aber dann geht halt etwas weiter hinter zu denen bei den Essensständen, gebt eure Becher wieder dort ab, wo ihr sie herhabt, oder nehmt sie von mir aus mit auf den Campground und steckt sie dort in euren Müllsack (ja, ich weiß, als ob das einer machen würde). Aber <strong>das Infield wie sau zu hinterlassen, geht halt wirklich gar nicht. </strong>(Merlin)</span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Fazit</strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">Puh! Wer hätte gedacht, dass das <strong>größte deutsche Metal-Festival 2020</strong> ein derart feucht-fröhliches Vergnügen werden würde? Oder soll ich lieber sagen derart <strong><em>grim</em> </strong>und<strong> <em>frostbitten</em></strong>? Dass wir uns dadurch die Freude an der Sache nicht haben nehmen lassen, sollte an diesem Punkt klar sein. Wind und Wetter wurden getrotzt, der Pandemie wurde verdient der Mittelfinger ins Gesicht gehalten und es wurde nach allen unter diesen Umständen erlaubten und möglichen Regeln der Kunst gefeiert, geheadbangt und getrunken. </span></p>
<p><span style="color: #000080;">Nicht nur für die Zuschauer war diese Veranstaltung eine lang ersehnte Erlösung am Ende eines langen Sommers ohne viel Geselligkeit, Live-Musik und Opportunitäten, dem Metal zu frönen. Auch viele der Künstler konnten von der Ausnahmesituation profitieren, um endlich wieder auf der Bühne zu stehen zu dürfen. Das <strong>WOLFSZEIT 2020</strong> war wahrlich <strong>ein Fest der Wiedergeburt und der Erneuerung</strong>. Ein gesetztes Zeichen dafür, dass die Kunst immer einen Weg findet, und dass kein Sturm und kein noch so langanhaltender Regenfall – metaphorischer oder realer Art – daran etwas ändern wird. (Mich)</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Holla die Waldfee, was war das für eine Bewährungsprobe. Und damit meine ich nicht die Corona-Maßnahmen, sondern das unsägliche <strong>Herbstanfang-in-eure-Fresse-Wetter</strong>. Abgesehen davon war das <strong>WOLFSZEIT</strong> aber ein voller Erfolg. Trotz der Masken war den Besuchern die Freude über das doch noch zustande gekommene Festival buchstäblich vom Gesicht abzulesen.</span></p>
<h2><span style="color: #333333;"><strong>Einen fetten Dank an dieser Stelle an die Orga, die ihren treuen Wölfen dieses Erlebnis auch in Coronazeiten ermöglicht hat!</strong></span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Die Pandemie hatte übrigens auch Vorteile: Dank des Hygienekonzeptes gab es bei den Dixis auf dem Infield <strong>Wasser zum Hände waschen</strong> – das darf gerne so beibehalten werden! Auch Desinfektionsmittel war an Ein- und Ausgang immer ausreichend vorhanden. Was mir negativ auffiel, war der Zustand des Infields am Samstagabend. Vielleicht nächstes Jahr mehr Mülleimer seitens der Veranstalter und mehr Respekt seitens der Besucher. Insgesamt war es aber <strong>ein</strong> <strong>fettes Festival</strong>, das mir und hoffentlich auch allen anderen positiv in Erinnerung bleiben wird! <span style="color: #000080;">– </span>trotz des miesen Wetters. Aber hey, das Ganze hatte einen Vorteil: <strong>Keine einzige Wespe weit und breit! </strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Was soll ich noch sagen – <strong>WOLFSZEIT 2020</strong>? Es war großartig mit euch. (Merlin)</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36435" aria-describedby="caption-attachment-36435" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36435 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/ende.jpg" alt="" width="1450" height="1088" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/ende.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/ende-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/ende-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/ende-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36435" class="wp-caption-text">Cheers und bis zum nächsten Mal!</figcaption></figure>
<hr>
<p><em>Vielen lieben Dank an Zwarg, der spontan für uns als Fotograf eingesprungen ist!</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-festivals-2020/">Wolfszeit 2020 &#8211; Metal, Matsch und Maskenpflicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>WOLFSZEIT 2020 &#8211; der Vorbericht!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2020 14:41:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Selbst den widrigsten Bedingungen trotzt dieses Jahr das Wolfszeit Festival. Wer von Euch ist dabei?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-2020-der-vorbericht/">WOLFSZEIT 2020 &#8211; der Vorbericht!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach viel Hin und Her ist es in ein paar Tagen endlich dann doch soweit: Das <strong>WOLFSZEIT Festival 2020 findet statt!</strong></p>
<p>Dafür musste aber nicht nur die Zeit, sondern auch der Ort gewechselt werden: In Thüringen wäre eine solche Veranstaltung trotz <strong>Hygienekonzept</strong> und kleinem Umfang nicht möglich gewesen, und so hat man alle Räder zum Drehen gebracht, um das Wolfszeit <strong>in ein anderes Bundesland</strong> zu verlegen. Es wird sich nun also vom 24. bis 26. September in Torgau (Sachsen) auf dem Gelände Entenfang ereignen.</p>
<p>Bestaunen darf man am Freitag <strong>HELGRINDUR</strong>, <strong>TOTENGEFLÜSTER</strong>, <strong>ELLENDE</strong>, <strong>ASENBLUT</strong>, <strong>HARAKIRI</strong> <strong>FOR THE SKY</strong>, <strong>DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT</strong> und <strong>MGŁA</strong>. Zudem sind in letzter Sekunde <strong>WOLFCHANT</strong> als Ersatz für <strong>MANEGARM</strong> eingesprungen, da letztere aufgrund der Corona-Regelungen leider nicht aus Schweden anreisen dürfen. Am Samstag geben sich <strong>HEXADAR</strong>, <strong>KANKAR</strong>, <strong>OBSCURITY</strong>, <strong>NACHTBLUT</strong>, <strong>EISREGEN</strong>, <strong>EQUILIBRIUM</strong>, <strong>BELPHEGOR</strong> und zu guter Letzt <strong>БАТЮШКА</strong> die Ehre!</p>
<h4>Es erwartet also, wie man es von diesem Festival gewohnt ist, ein exquisites Bankett an Pagan- und Black-Metal-Kapellen und Konsorten.</h4>
<p>Damit für die Sicherheit aller Besucher und Musiker gesorgt ist, gelten in diesem Jahr allerdings <strong>einige besondere Regeln</strong> (direkt zitiert von der Wolfszeit-Facebook-Seite):</p>
<p><em>&#8211; Ermöglichung der <strong>Kontaktnachverfolgung</strong> im Ernstfall (Formular)<br />
</em><em>&#8211; Teilnehmer müssen die Ein</em><em>haltung der <strong>Hygiene- &amp; Infektionsschutzmaßnahmen</strong> bestätigen (Formular)<br />
&#8211; </em><em><strong>Maskenpflicht</strong> auf dem Bühnengelände, Einlass, Sanitärbereich, Wartebereiche etc. (ausgenommen davon ist euer Zeltplatz und wenn ihr euch auf der riesigen Wiesenfläche im Bühnengelände einen Platz mit mindes</em><em>tens 1,5m Abstand zu anderen Personen aussucht, um dort zu trinken und zu essen).<br />
&#8211; </em><em>Jeder Teilnehmer muss sich beim Eintritt ins Bühnengelände und in den Sanitärbereich die Hände <strong>desinfizieren</strong>. (Desinfektionsspender findet ihr vor Ort)<br />
&#8211; </em><em>Nach einmaliger Anreise darf das KFZ nur noch zur Abreise bewegt werden. Teilnehmer dürfen das Festivalgelände (inkl. Zeltplatz) <strong>nur zur einmaligen Abreise verlassen</strong>. Zwischendurch einkaufen im nächsten Ort oder eine Übernachtung außerhalb ist leider nicht möglich.<br />
&#8211; </em><em>Personen, die <strong>Symptome</strong> von Atemwegserkrankungen bzw. Fieber bei sich feststellen / <strong>Kontakt</strong> zu Personen mit Atemwegserkrankungen in den 14 Tagen vor der Veranstaltung hatten / in den 14 Tagen vor der Veranstaltung in einem Gebiet mit erhöhtem Infektionsrisiko waren, dürfen nicht an der Veranstaltung teilnehmen.<br />
</em><em>Personen, die im Ort Torgau wohnen, dürfen leider nicht am Wolfszeit Festival 2020 teilnehmen. (Die Tickets behalten ihre Gültigkeit für 2021 oder können auf Wunsch erstattet werden)<br />
</em><em>&#8211; Die Anreise ist ab <strong>Donnerstag</strong>, den 24.09.2020 um 10:00 Uhr möglich (bitte reist nicht früher an).<br />
</em><em>&#8211; <strong>Grillen und jegliches offene Feuer ist leider verboten</strong>. Es gibt in Torgau keinen gesicherten Grillplatz und der Wald ist einfach zu nah und trocken.</em></p>
<p><strong>Ganz großer Respekt</strong> gilt den Veranstaltern, dass sie es, ganz gleich der vielen Probleme, Einschränkungen und Schwierigkeiten, die die momentane Situation mit sich bringt, durchgezogen haben und auch in diesem Jahr das <strong>WOLFSZEIT</strong> wieder auf die Beine gestellt haben. Wir bitten euch deswegen, den gleichen Respekt zu zeigen und die diesjährigen Zusatzregeln ernst zu nehmen – so dass es für alle ein schönes, auf gegenseitigem Respekt basierendes Festival ohne Risiken wird! Denn ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber wir lassen uns, auch mit diesen paar Einschränkungen, nicht den Spaß an der Sache verderben &#8211; und freuen uns wie jedes Jahr auf <strong>ein großartiges Festival mit richtig guten Bands.</strong>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-2020-der-vorbericht/">WOLFSZEIT 2020 &#8211; der Vorbericht!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Wolfszeit 2018 &#8211; Teil 1 &#8211; Wenn die Wölfe rufen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Steffi]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Oct 2018 11:21:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was für eine Zeit...<br />
Die Festivals sind vorbei und wir lassen so auch das WOLFSZEIT nochmal vor dem Inneren Auge ablaufen.<br />
Seid dabei und begleitet uns ?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-2018-teil-1-wenn-die-woelfe-rufen/">Wolfszeit 2018 &#8211; Teil 1 &#8211; Wenn die Wölfe rufen</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Legenden behaupten: Erst, wenn der letzte Weg gegangen, der letzte Fluss durchquert und der letzte Berg erklommen ist… Dann bist du auf dem Gelände des <strong>Wolfszeit Open Airs</strong>.</p>
<p>Na gut, zumindest habe ich mich so gefühlt. Zu Fuß von <strong>Crispendorf</strong> aus mit Sack und Pack, stets wohlgeleitet von Google Maps durch das Geäst des thüringischen Hinterwaldes – nicht gerade das, was ich mir unter einer <strong>Festivalanfahrt</strong> vorstelle. Kurz vor der Angst verlässt mich dann auch wie alle Beteiligten der <strong>Handyempfang</strong>. Aber darauf muss man sich wohl einstellen, wann immer man das <strong>Ferienland Crispendorf</strong> betritt. Hier fühlt sich eben alles ein bisschen <strong>„Neunziger“</strong> an – oder sogar noch älter. Und das liegt nicht nur an der Abgeschnittenheit, nein: Das ehemalige <strong>Pionierlager</strong> glänzt nur so vor DDR-Charme. Obendrauf noch eine Bühne und gute Mucke, schon hat man einen außergewöhnlichen Abschluss für die Open Air-Saison. Das <strong>Wolfszeit 2018</strong> kann kommen!</p>
<h2>Donnerstag: Kaum da, schon mittendrin</h2>
<p>Eben noch eine Lücke im Zeltgewusel entdeckt, schon geht es vor zum Opener: <strong>MAAHES</strong>, die nicht ganz so <strong>ägyptischen Bayern</strong>, starten das <strong>Wolfszeit</strong> dieses Jahr besonders düster und kultig. Schon bekannt als Samstags-Eröffner vom <strong>Ragnarök</strong> diesen Jahres (<a href="https://silence-magazin.de/ragnaroek-2018-fruehling-sonne-weltuntergang"><strong>HIER</strong></a> findet ihr den Bericht), gibt es von den <strong>mumifizierten Mythologie-Fans</strong> angenehmen, nicht ganz so schmutzigen <strong>Black Metal</strong> mit Themeneinflüssen aus allen möglichen Hochkulturmythen. Benannt nach einer <strong>Löwengottheit</strong> aus dem Alten Ägypten, spielen die Jungs klare, durchdringende Lines von ihren Brettern, die so gar nicht von gestern sind. Das begeistert auch einige nicht so Black Metal-affine Besucher.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29173" aria-describedby="caption-attachment-29173" style="width: 322px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29173 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/01.Thorondir.01.jpg" alt="" width="332" height="221" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/01.Thorondir.01.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/01.Thorondir.01-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/01.Thorondir.01-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/01.Thorondir.01-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/01.Thorondir.01-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 332px) 100vw, 332px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29173" class="wp-caption-text">THORONDIR</figcaption></figure>
<p>Mit an Bord ist meine Kollegin <strong>Sophia</strong>, die sich besonders mit den <strong>schönen Pagan- und Folklore-Dudeleien</strong> auskennt. Sie hat einen scharfen Blick auf die nächste Truppe geworfen, die die Bühne bevölkert: <strong>THORONDIR</strong>.</p>
<p><em>Sophia:</em> Mit ungefähr 50 Leuten vor der Bühne sind die meisten Wolfszeit-Besucher wohl immer noch nicht ganz ausgeschlafen &#8211; und deshalb verpassen sie leider einen großartigen Auftritt!</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29175" aria-describedby="caption-attachment-29175" style="width: 316px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29175 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/01.Thorondir.02.jpg" alt="" width="326" height="218" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/01.Thorondir.02.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/01.Thorondir.02-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/01.Thorondir.02-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/01.Thorondir.02-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/01.Thorondir.02-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 326px) 100vw, 326px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29175" class="wp-caption-text">THORONDIR</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die lustigen <strong>bayrischen Ansagen</strong> zwischendurch sind eine willkommene Abwechslung zum sehr<strong> gitarrenlastigen Sound</strong> mit einem sehr energiegeladenen Sänger. Vergleichsweise ist hier viel Bewegung auf der Bühne und die <strong>Synergie</strong> zwischen den Bandmitgliedern ist eindeutig spürbar.</p>
<p>Durch schöne, tanzbare Melodeien wie <em>&#8222;Midsommar&#8220;</em> werden nun auch die letzten <strong>verkaterten Schlafmützen</strong> mit Humpa-Rhythmen und folklorischen Einflüssen aus den Zelten geholt. Obwohl ich beim FOH stehe, ist das Keyboard leider sehr laut und der Gesang nicht richtig zu verstehen. Das finde ich schade, sonst hätten die Texte sicherlich eher zum Mitsingen eingeladen.</p>
<h3>Was wollen wir? Black Metal!</h3>
<p><em>Steffi:</em> Gerade noch eine frische Brause organisiert, da wird das Wetter langsam eklig. Fast genauso eklig, wie die Stimme des <strong>TOTENGEFLÜSTER</strong>-Sängers mit dem griffigen Namen <strong>Narbengrund Nihilis</strong> klingt. Aber wenn die kein Aushängeschild für die sympathischen, <strong>groovigen Black Metaler</strong> ist, dann weiß ich auch nicht.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29177" aria-describedby="caption-attachment-29177" style="width: 1440px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29177 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/IMG_1928.jpg" alt="" width="1450" height="967" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/IMG_1928.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/IMG_1928-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/IMG_1928-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/IMG_1928-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/IMG_1928-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29177" class="wp-caption-text">TOTENGEFLÜSTER</figcaption></figure>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29179" aria-describedby="caption-attachment-29179" style="width: 332px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29179 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/03.Welicoruss.02.jpg" alt="" width="342" height="229" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/03.Welicoruss.02.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/03.Welicoruss.02-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/03.Welicoruss.02-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/03.Welicoruss.02-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/03.Welicoruss.02-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 342px) 100vw, 342px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29179" class="wp-caption-text">WELICORUSS</figcaption></figure>
<p>Von oben bis unten mit <strong>Kontrastfarben</strong> beschmieren, <strong>Patronengurte und Killernieten</strong> zurechtrücken und jetzt bitte recht unfreundlich: So machen die Jungs (und Mädel) von <strong>TOTENGEFLÜSTER</strong> die <strong>Black Metal</strong> liebende Masse glücklich. Die meisten Songs, die aus den Verstärkern ballern, stammen von der im letzten Jahr erschienenen Platte „Im Nebel der Vergänglichkeit“ und beweisen, dass sie auch live als echte <strong>Ohrwürmer</strong> taugen. Lediglich die ins Mikro geekelten Ansagen lassen einen irgendwie an der Ernsthaftigkeit der Sache zweifeln.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29178" aria-describedby="caption-attachment-29178" style="width: 341px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29178 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/03.Welicoruss.01.jpg" alt="" width="351" height="234" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/03.Welicoruss.01.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/03.Welicoruss.01-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/03.Welicoruss.01-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/03.Welicoruss.01-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/03.Welicoruss.01-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 351px) 100vw, 351px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29178" class="wp-caption-text">WELICORUSS</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><br />
Sophia:</em> Weiter geht es direkt mit den<strong> Symphonic Black Metalern</strong> der <strong>russischen</strong> Band <strong>WELICORUSS</strong>. Gleich drei frische Songs stehen heute auf der Setlist. Die neue Platte heißt übrigens &#8222;Siberian Heathen Horde&#8220; und wird das vierte Album der Band. <strong>WELICORUSS</strong> bringen mit den <strong>langen, düsteren Einspielern</strong> und <strong>harten Rifss</strong> eine eisige Atmosphäre aus dem Nordosten mit und ziehen gleich mehrere hundert Besucher vor die Bühne, darunter sogar einige Fans mit <strong>Corpsepaint</strong> im <strong>WELICORUSS-Stil</strong>. Und auch dem anhaltenden Regen halten die begeisterten Fans mühelos stand. Feiern kann man in Russland, soviel ist klar!</p>
<h3>Wir können auch Pagan</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29180" aria-describedby="caption-attachment-29180" style="width: 332px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29180 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/04.Asenblut.01.jpg" alt="" width="342" height="228" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/04.Asenblut.01.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/04.Asenblut.01-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/04.Asenblut.01-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/04.Asenblut.01-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/04.Asenblut.01-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 342px) 100vw, 342px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29180" class="wp-caption-text">ASENBLUT-Sänger Tetzel</figcaption></figure>
<p>Ein eher ungewöhnliches Bühnenbild gibt es dann auch bei <strong>ASENBLUT</strong>. Neben <strong>Sänger Tetzel</strong> wirken zwar die meisten Leute eher mickrig &#8211; doch der (scheinbar noch recht neue) <strong>Gitarrist Stan</strong> ist tatsächlich erst 19 Jahre alt und optisch ein krasser Gegensatz zu <strong>Tetzel</strong>. Am Brett liefert er allerdings <strong>kompromisslos</strong> ab und ist damit der <strong>ASENBLUT-Klampfenlegende Claus Cleinkrieg</strong> ein ebenbürtiger Beistand.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29181" aria-describedby="caption-attachment-29181" style="width: 358px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29181 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/04.Asenblut.02.jpg" alt="" width="368" height="245" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/04.Asenblut.02.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/04.Asenblut.02-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/04.Asenblut.02-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/04.Asenblut.02-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/04.Asenblut.02-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 368px) 100vw, 368px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29181" class="wp-caption-text">ASENBLUT-Gitarrist Stan</figcaption></figure>
<p>Zu hören gibt es noch relativ neues Material wie <em>&#8222;Die Legende&#8220;</em> und <em>&#8222;Heldenbürde&#8220;</em>, aber auch ältere Tracks wie <em>&#8222;Helden des ewigen Sturms&#8220;</em> haben es auf die Setlist geschafft. Insgesamt wird ein eher langsameres, aber <strong>klang- und stimmungsstarkes Set</strong> von den <strong>modernen Wikingern</strong> um Schrankformat-Sänger <strong>Tetzel</strong> abgeliefert. Der stellt im Backstage direkt seine Fähigkeiten unter Beweis, als er einen Mann auf einer Hand bis zur Decke hebt. Das muss man erstmal nachmachen.</p>
<p>Seine Schonzeit hält allerdings nicht lange an, schließlich geht es gleich danach wieder zu <strong>HARPYIE</strong> auf die Bühne, die auch den Titel <em>&#8222;Berserker&#8220;</em> spielen, in dem <strong>Tetzel</strong> die namensgebende Rolle spielt. Natürlich erscheint aber<strong> HARPYIE-Sänger Aello</strong> erst im klassischen <strong>Vogelkostüm</strong> mit flugähnlichen Bewegungen auf der Bühne. Mit einem langen epischen Intro, viel Lichtshow und tiefen Bässen, die die Bühne beben ließen, heizen die <strong>Folk-Rocker</strong> der Menge ein.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29182" aria-describedby="caption-attachment-29182" style="width: 1440px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29182 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/05.Harpye.01.jpg" alt="" width="1450" height="967" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/05.Harpye.01.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/05.Harpye.01-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/05.Harpye.01-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/05.Harpye.01-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/05.Harpye.01-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29182" class="wp-caption-text">HARPYE mit Tetzel</figcaption></figure>
<p>Ursprünglich hatte ich fast mit einer übertriebenen <strong>Comedy-Strategie</strong> der Band gerechnet, doch <strong>HARPYIE</strong> erweisen sich als ernstzunehmende Gäste mit tiefsinnigen Texten und tanzbaren Rhythmen. Es herrscht rundum gute Stimmung, vor allem durch das wunderbare <strong>Geigenspiel von Mechthild</strong>, die viel Bewegung auf die Bühne bringt und natürlich auch viele Blicke auf sich zieht. Ein Lob an die Tontechnik, die der Band nochmal eine Portion Härte draufgegeben hat!</p>
<h3>Legenden ohne Ende</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29183" aria-describedby="caption-attachment-29183" style="width: 322px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29183 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/06.Eisregen.01.jpg" alt="" width="332" height="221" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/06.Eisregen.01.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/06.Eisregen.01-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/06.Eisregen.01-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/06.Eisregen.01-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/06.Eisregen.01-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 332px) 100vw, 332px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29183" class="wp-caption-text">EISREGEN</figcaption></figure>
<p>Eben noch einen kleinen Happen gegönnt, schon geben sich zum dritten Mal in der Wolfszeit-Existenz <strong>EISREGEN</strong> die Klinke in die Hand. Was soll ich sagen &#8211;<strong> EISREGEN</strong> gehört zum Wolfszeit wie ein Mettbrötchen zum Frühstück. <strong>Entweder man liebt es, oder man lässt es</strong>. Und <strong>EISREGEN</strong> lieben es, zu provozieren. Vom neuesten Album gibt es gleich eine ganze Ladung frischer Songs, wie <em>&#8222;Satan liebt dich&#8220;</em> und das <strong>Medley</strong> aus all ihren verbotenen Liedern <em>&#8222;13 russische Krebsschweine&#8220;</em>, so zum Beispiel mit dem Song&nbsp;<strong>&#8222;Krebs macht frei&#8220;</strong>. Ein Medley könne man ihnen ja angeblich nicht verbieten. Aber natürlich gibt es eine schöne Portion Klassiker, unter anderem <em>&#8222;Elektrohexe&#8220;</em>, <em>&#8222;1000 tote Nutten&#8220;</em> und <em>&#8222;Panzerschokolade&#8220;</em>. Das zahlreich erschienene Publikum feiert die<strong> Thüringer</strong> – und sie mit ihnen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29184" aria-describedby="caption-attachment-29184" style="width: 328px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29184 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/07.Marduk.01.jpg" alt="" width="338" height="238" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/07.Marduk.01.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/07.Marduk.01-300x211.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/07.Marduk.01-1024x722.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/07.Marduk.01-165x116.jpg 165w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/07.Marduk.01-750x529.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/07.Marduk.01-85x60.jpg 85w" sizes="auto, (max-width: 338px) 100vw, 338px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29184" class="wp-caption-text">MARDUK</figcaption></figure>
<p><em>Steffi:</em> Dieser Donnerstag endet – wie sollte es auch anders sein – mit einem Knall. <strong>MARDUK</strong> bevölkern die Bühne. Zumindest darf man das glauben, denn außer den <strong>dichtesten Nebel</strong> des Tages gibt es tatsächlich kaum etwas zu sehen. Da macht Fotos machen besonders Spaß! Der Party tut das aber keinen Abbruch: <strong>MARDUK</strong> ballern einen Hit nach dem anderen von der Bühne, man startet mit <em>„Panzerdivision“</em>, schmückt sich mit <em>„Frontschwein“</em> und mit <em>„The Blond Beast“</em> gibt es kurz vor Schluss noch eine Gelegenheit zum <strong>abgrooven</strong>.</p>
<p>Der Sound stimmt auch, es scheint bloß jemand auf dem Lautstärkeregler ausgerutscht zu sein. Viele Besucher beschweren sich im Nachhinein über den mitgelieferten <strong>Hörschaden</strong>, das fetzt natürlich nicht. Also nicht vergessen, Kinder: <strong>Gehörschutz</strong> ist wichtig! Selbst, wenn die <strong>Panzerdivision</strong> vorbeirollt, gibt es nichts fescheres, als neonfarbene Farbtupfer, die aus den Ohren ragen!</p>
<p>Für die <strong>Feierwütigen</strong> geht es jetzt noch zur <strong>„Aftershowparty“</strong> in einer der Baracken. Na gut, so richtig <strong>Partyfeeling</strong> kommt hier nicht auf – also ins Zelt gekuschelt und ordentlich in die Decken einmummeln, denn eins liegt in der Luft: Der Sommer ist vorbei. Und wir sollen erst noch erfahren, wie sehr.</p>
<h2>Freitag: Zwischen Vogelgezwitscher und Signalhorn</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-29185 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/25.Bahn_.jpg" alt="" width="1450" height="967" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/25.Bahn_.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/25.Bahn_-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/25.Bahn_-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/25.Bahn_-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/25.Bahn_-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" />Was ist der Vorteil eines <strong>kalten Festivals</strong>? Richtig: Man wird nicht von der erdrückenden <strong>Hitze</strong> geweckt. Was ist der Nachteil am Wolfszeit? Die <strong>Tschu-Tschu-Bahn</strong> tut ihr übriges. Wer schon mal auf dem <strong>Wolfszeit</strong> war oder das Gelände von anderen Veranstaltungen kennt, dem dürfte die <strong>kleine rote Bimmelbahn</strong>, die sich bimmelnd ihren Weg durch das Feriendorf bahnt, auf jeden Fall ein Begriff sein. Und dabei zieht sie Waggons voller <strong>Schwarzgekleideter</strong> mit ungefähr derselben Zahl an<strong> Guten-Morgen-Bieren</strong> hinter sich her.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29186" aria-describedby="caption-attachment-29186" style="width: 237px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29186 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/08.Convictive.01.jpg" alt="" width="247" height="165" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/08.Convictive.01.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/08.Convictive.01-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/08.Convictive.01-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/08.Convictive.01-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/08.Convictive.01-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 247px) 100vw, 247px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29186" class="wp-caption-text">CONVICTIVE</figcaption></figure>
<p>Ein lustiges Bild und eine noch lustigere Geräuschkulisse, wenn man sein Zelt unwissend in <strong>unmittelbarer Nähe der Schienen</strong> aufschlägt. Und so krieche ich gezwungenermaßen aus dem Zelt und sehe, wie meine Kollegin <strong>Sophia</strong> in einem der Waggons winkend an mir vorbeirollt. Na gut, dann eben fix unter die Dusche und vor zur Bühne, die erste Band wartet!</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29187" aria-describedby="caption-attachment-29187" style="width: 356px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29187 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/08.Convictive.02.jpg" alt="" width="366" height="244" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/08.Convictive.02.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/08.Convictive.02-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/08.Convictive.02-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/08.Convictive.02-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/08.Convictive.02-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 366px) 100vw, 366px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29187" class="wp-caption-text">CONVICTIVE</figcaption></figure>
<p><strong>CONVICTIVE</strong> heißen meine Überraschung des Tages. Die noch recht <strong>junge Post Black Metal-Formation</strong> aus <strong>Duisburg</strong> präsentiert in aller Schönheit die Potentiale ihrer Existenz. <strong>Charismatische Bandmitglieder</strong>, <strong>starke Songs</strong> und eine <strong>gefühlvolle Sängerin,</strong> die das Gesamtbild von <strong>CONVICTIVE</strong> abrundet und ihren Schmerz nur so ins Mikro brüllt. Wer das verpasst hat, ist selbst schuld – vor allem deshalb, weil <strong>Sängerin Jalina</strong> die Band kürzlich verlassen hat. Wie auch immer es mit <strong>CONVICTIVE</strong> weitergeht, in der Wolfszeit-Formation werden wir sie wohl nicht mehr zu sehen bekommen. Schade.</p>
<h3>Kirchenkritik und Weltschmerz</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29188" aria-describedby="caption-attachment-29188" style="width: 325px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29188 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/09.Abrogation.01.jpg" alt="" width="335" height="223" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/09.Abrogation.01.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/09.Abrogation.01-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/09.Abrogation.01-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/09.Abrogation.01-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/09.Abrogation.01-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 335px) 100vw, 335px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29188" class="wp-caption-text">ABROGATION</figcaption></figure>
<p><em>Sophia:</em> Mein Freitag startet mit einem theatralischen Melodrama. <strong>ABROGATION</strong> behandeln in ihren Texten vor allem das Thema <strong>Religion</strong>. So kommt <strong>Sänger Fenris</strong> mit einer <strong>Bibel</strong> auf die Bühne und hält sie zuerst falsch herum (höhö, slow clap). Musikalisch wird aber vor allem eine<strong> klasse Gitarrenarbeit</strong> abgeliefert und der deutsche Gesang mit den tiefergehenden Themen steht im Vordergrund.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29189" aria-describedby="caption-attachment-29189" style="width: 248px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29189 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/10.Firtan.01.jpg" alt="" width="258" height="172" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/10.Firtan.01.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/10.Firtan.01-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/10.Firtan.01-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/10.Firtan.01-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/10.Firtan.01-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 258px) 100vw, 258px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29189" class="wp-caption-text">FIRTAN</figcaption></figure>
<p>Die<strong> schweren, tragenden Riffs</strong> stehen nach den <strong>super verständlichen Vocals</strong> hinten an und unterstützen das bedrückende Gefühl, dass die Band aus den Boxen quellen lässt. Scheinbar haben <strong>ABROGATION</strong> es sich zum Ziel gemacht, das <strong>Christentum</strong> verarschen. Schließlich kommt <strong>Sänger Fenris</strong> während der Show mit einem <strong>Kreuz</strong> auf die Bühne, das mit Lichterketten geschmückt ist und sagt, dass er unsere Bürde in Jesus Namen trägt, er Gott sei – und wir seien er? Das ist mir dann doch ein bisschen zu hoch. Weiter im Text.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29190" aria-describedby="caption-attachment-29190" style="width: 328px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29190 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/10.Firtan.02.jpg" alt="" width="338" height="225" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/10.Firtan.02.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/10.Firtan.02-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/10.Firtan.02-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/10.Firtan.02-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/10.Firtan.02-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 338px) 100vw, 338px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29190" class="wp-caption-text">FIRTAN</figcaption></figure>
<p><em>Steffi:</em> Für mich steht jetzt ein kleines <strong>Herzensprojekt</strong> auf der Bühne. Überraschend früh spielen heute <strong>FIRTAN</strong> ihr Set auf der Wolfszeitbühne im thüringischen Hinterland. Alles in allem ein Auftritt, wie man ihn von den Jungs kennt: Es gibt <strong>atmosphärischen Pagan Black Metal</strong> auf die Ohren, <strong>Sänger Philip</strong> zeigt mal wieder, was <strong>gesangstechnisch</strong> alles in ihm steckt und auch der noch relativ neue <strong>Gitarrist Chris</strong> hat sich mittlerweile fest in die Band eingefügt und zeigt als einziger von den dreckbeschmierten Gesellen auch ab und zu mal mit einem Grinsen, welche Freude ihm die Musik bereitet.</p>
<p>Lediglich der <strong>Sound</strong> hapert an vielen Stellen gewaltig und einige Klassiker wie <em>„Seelenfänger“</em> fehlen. Dafür gibt’s wiederum viel Material von der neuen Scheibe „Okeanos“ als Ausgleich, auch nett. <strong>FIRTAN</strong> spalten die Zuhörer seit eh und je, für die Fans war es aber ein guter, wenngleich nicht der spektakulärste Auftritt des Jahres.</p>
<h3>Finster, böse und gemein! &#8230; ein bisschen wenigstens</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29191" aria-describedby="caption-attachment-29191" style="width: 325px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29191 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/11.EarthShip.01.jpg" alt="" width="335" height="223" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/11.EarthShip.01.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/11.EarthShip.01-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/11.EarthShip.01-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/11.EarthShip.01-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/11.EarthShip.01-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 335px) 100vw, 335px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29191" class="wp-caption-text">EARTH SHIP</figcaption></figure>
<p><em>Sophia:</em> <strong>EARTH SHIP</strong> sind definitiv eines meiner diesjährigen Highlights. Und damit habe ich nun so gar nicht gerechnet! Eine <strong>Doom-Sludge-Band</strong> auf dem Wolfszeit? Klingt verrückt, ist aber wahr. Und die ist auch noch richtig gut! Nicht nur, dass <strong>EARTH SHIP</strong> Abwechslung in das Line-Up bringen, die langsamen, tragenden Doom-Klänge lassen mich und die Umstehenden mal so richtig entspannen.</p>
<p>Zwischendurch mangelt es den Songs gerne mal etwas an <strong>Kurzweiligkeit</strong>. Aber das konnten die drei Musiker aus Berlin mit klasse Gitarrensoli und <strong>verfrickelten Schlagzeugparts</strong> schnell wieder ausgleichen. Insgesamt legen die Jungs auf jeden Fall einen super Auftritt hin und hätten definitiv mehr Publikum verdient.&nbsp; Im 5. Oktober erscheint übrigens die neuste <strong>EARTH SHIP</strong>-Platte &#8222;Resonant Sun&#8220;.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29192" aria-describedby="caption-attachment-29192" style="width: 1440px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29192 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/11.EarthShip.02.jpg" alt="" width="1450" height="967" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/11.EarthShip.02.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/11.EarthShip.02-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/11.EarthShip.02-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/11.EarthShip.02-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/11.EarthShip.02-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29192" class="wp-caption-text">EARTH SHIP</figcaption></figure>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29193" aria-describedby="caption-attachment-29193" style="width: 350px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29193" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/12.AuDessus.02.jpg" alt="" width="360" height="240" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/12.AuDessus.02.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/12.AuDessus.02-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/12.AuDessus.02-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/12.AuDessus.02-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/12.AuDessus.02-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 360px) 100vw, 360px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29193" class="wp-caption-text">AU DESSUS</figcaption></figure>
<p>Entspannt läuft auch das<strong> Post Black Metal-Set</strong> der Truppe<strong> AU-DESSUS</strong>. Das Bühnenbild ist recht schlicht gehalten und die Bandmitglieder erscheinen mit tief ins Gesicht gezogenen schwarzen Kutten auf der Bühne – so richtig schön finster eben. Unter den dominanten Gitarren geht leider der Gesang manchmal verloren und die einfachen Tonabfolgen sind mir auf Dauer doch etwas zu langweilig. Im Wechsel gibt es immer mal wieder ordentliches <strong>Geschrammel</strong> und <strong>doomige Passagen</strong>. Am Sound an sich gab es aber nichts zu meckern. Ist halt Geschmackssache.</p>
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<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29194" aria-describedby="caption-attachment-29194" style="width: 331px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29194 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/13.Unlight.01.jpg" alt="" width="341" height="227" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/13.Unlight.01.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/13.Unlight.01-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/13.Unlight.01-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/13.Unlight.01-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/13.Unlight.01-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 341px) 100vw, 341px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29194" class="wp-caption-text">UNLIGHT</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Steffi:</em> Gleichsam finster – sogar namentlich – geht es mit <strong>UNLIGHT</strong> weiter. Die <strong>Black-Thrasher-Legenden</strong> aus dem <strong>Schwarzwald</strong> legen ein starkes Brett hin, das <strong>Nackenwirbelfrakturen</strong> garantiert. <strong>Sänger Blaspherion</strong> gibt sich dabei geübt als <strong>Bühnensau</strong> und bietet dabei den Fotografen mit seinen verqueren Gesichtsausdrücken das eine oder andere nette Motiv zum Knipsen. Zu späterer Stunde hätte sich die von der Bühne quellende <strong>Atmosphäre</strong> sicherlich noch etwas besser ausbreiten können. An der Bandleistung gibt’s aber nix zu meckern: <strong>UNLIGHT</strong> sind <strong>solide, böse</strong> und spucken im Dauerlauf schnelle und <strong>packende Riffs</strong> von der Bühne wie eine <strong>von Dämonen besessene Waschmaschine</strong>. Top!</p>
<h3>Auf die sanfte(re) Tour</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29195" aria-describedby="caption-attachment-29195" style="width: 343px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29195 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/14.NomansLand.01.jpg" alt="" width="353" height="235" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/14.NomansLand.01.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/14.NomansLand.01-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/14.NomansLand.01-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/14.NomansLand.01-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/14.NomansLand.01-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 353px) 100vw, 353px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29195" class="wp-caption-text">NOMANS LAND</figcaption></figure>
<p><em>Sophia:</em> Ganz andere Seiten zieht als nächstes die <strong>russischen Viking Metal-Formation NOMANS LAND</strong> auf, die seit Anfang des Jahres mit einem neuen Line-Up unterwegs ist und schon eine Woche zuvor auf dem <strong>Barther Metal Open Air</strong> zu sehen war. Ihre Texte beschäftigen sich hauptsächlich mit <strong>Mythologie</strong>, gewürzt mit eingängigen Riffs. Hier sieht das Bühnenbild zwar ganz schön vernebelt aus, das harmoniert aber gut mit der dazugehörigen Lichtshow. Der klare Gesang und die Texte stehen hier natürlich im Vordergrund, während die Gitarren das ganze untermalen und tragen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29197" aria-describedby="caption-attachment-29197" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29197 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/15.Ektomorf.01.jpg" alt="" width="370" height="246" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/15.Ektomorf.01.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/15.Ektomorf.01-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/15.Ektomorf.01-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/15.Ektomorf.01-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/15.Ektomorf.01-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 370px) 100vw, 370px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29197" class="wp-caption-text">EKTOMORF</figcaption></figure>
<p>Für meinen Fall wäre hier ein bisschen mehr Bewegung seitens der Musiker bis hin zur Bühnenshow angebracht. Empfehlen kann ich die Band aufgrund des schönen <strong>klaren Gesangs</strong> vor allem <strong>HEIDEVOLK-Fans</strong>. Hier gibt es auf jeden Fall viel zum <strong>Headbangen</strong> und mindestens genauso viel Nebel &#8211; aber so ist das halt auf dem Wolfszeit. Dafür kommt die Band aber fast völlig ohne Sampler aus, yey!</p>
<p>Wie jetzt? <strong>EKTOMORF</strong> auf dem Wolfszeit? Wie ist es denn dazu gekommen? Gleich mal <strong>Veranstalter Philipp</strong> gefragt: Er wollte er auch mal eine Band spielen lassen, die er selbst cool findet und die zur Auflockerung beiträgt. Was soll man sagen: <strong>Der Plan geht auf!</strong> Überwältigende <strong>Publikumsmassen</strong> strömen zur Bühne. Bühnenshow gibt es bei <strong>EKTOMORF</strong> natürlich wie immer und vor allem auch viel Gehüpfe für alle Besucher. Mich überrascht immer wieder, wie die Jungs so viel Hass und Power in die Tracks gesteckt bekommen und diese geballte Energie dann noch auf das Publikum übertragen können.</p>
<h3>Ruderboot und Schwarzlichtgewitter: Bühnenshow können wir!</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29198" aria-describedby="caption-attachment-29198" style="width: 1440px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29198 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/16.Apos_.01.jpg" alt="" width="1450" height="991" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/16.Apos_.01.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/16.Apos_.01-300x205.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/16.Apos_.01-1024x700.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/16.Apos_.01-750x513.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29198" class="wp-caption-text">DIE APOKALYPTISCHEN REITER</figcaption></figure>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29199" aria-describedby="caption-attachment-29199" style="width: 334px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29199 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/16.Apos_.02.jpg" alt="" width="344" height="229" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/16.Apos_.02.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/16.Apos_.02-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/16.Apos_.02-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/16.Apos_.02-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/16.Apos_.02-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 344px) 100vw, 344px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29199" class="wp-caption-text">DIE APOKALYPTISCHEN REITER</figcaption></figure>
<p><em>Steffi:&nbsp;</em>Wer heute Abend aber den <strong>Pokal des Publikumslieblings</strong> mit nach Hause tragen darf, klärt sich binnen Minuten vor der nächsten Show, als die Leute in den ersten Reihen anfangen, sich gegenseitig die Füße platt zu treten. Richtig, <strong>DIE APOKALYTISCHEN REITER</strong> sind am Start! Ein Headliner, der vielleicht nicht unbedingt ins <strong>Wolfszeit-Konzept</strong> passt, aber auf jeden Fall das Potential hat, heute richtig abzuräumen. Und schon geht es mit dem &#8222;Der rote Reiter&#8220;-Titeltrack <em>&#8222;Wir sind zurück&#8220;</em> in die Vollen, die Power der<strong> legendären Weimarer Formation</strong> schießt <strong>ekstatisch</strong> aus den Verstärkern und reißt das Publikum binnen weniger Sekunden mit sich. Kaum sind die ersten 3 Songs vorüber, sehe ich mein Schicksal schon besiegelt, als ich zu <em>&#8222;Reitermania&#8220;</em> in eines der <strong>schwarzen Gummiboote</strong> steige, die die <strong>REITER</strong> zu ihren Open Air Gigs so gerne in die Masse schieben und um die Wette fahren lassen.</p>
<p><iframe loading="lazy" class="giphy-embed" src="https://giphy.com/embed/5n0tlzctKpVfguxEGu" width="480" height="269" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><a href="https://giphy.com/gifs/5n0tlzctKpVfguxEGu">via GIPHY</a></p>
<p>Und, was soll ich sagen? Ich habe sogar<strong> gewonnen</strong>! Und einen <strong>Adrenalinschub</strong> in den Adern, der für die nächsten 14 Tage ausreicht. Schnell zurück vor die Bühne und die Energie des restlichen Auftritts aufgesaugen. Mittlerweile fängt es wie verrückt an zu schütten, ich schütze meine Kamera mit meiner Mütze und werde selbst nass bis auf die Haut. Abhilfe kommt da zum Glück von der durchaus wärmenden <strong>Pyrotechnik</strong>, die die dazugehörige <strong>Schwarzlichtshow</strong> nur noch imposanter wirken lässt. Was für ein Auftritt! Das ist nur noch schwer zu schlagen.</p>
<h3>Klitschnasse Massen und kvltige Messen</h3>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29200" aria-describedby="caption-attachment-29200" style="width: 343px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29200 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/17.Batushka.02.jpg" alt="" width="353" height="235" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/17.Batushka.02.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/17.Batushka.02-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/17.Batushka.02-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/17.Batushka.02-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/17.Batushka.02-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 353px) 100vw, 353px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29200" class="wp-caption-text">BATUSHKA</figcaption></figure>
<p>Zum Glück bedient die letzte Band ein völlig anderes Genre. <strong>BATUSHKA</strong> stehen jetzt auf dem Plan, eine ideale Gelegenheit, um vom gerade erlebten <strong>Trip</strong> sanft herunterzukommen. Vom Himmel schüttet es nach wie vor <strong>hemmungslos</strong>&nbsp;und so wundert es niemanden, dass die Masse vor der Bühne doch etwas <strong>ausdünnt</strong>. Trotzdem harren eine ganze Menge Besucher noch vor der Bühne aus, um sich das Schauspiel zu geben, was da gleich auf der Bühne stattfinden wird. In meinen Augen sind <strong>BATUSHKA</strong> eine Band, die man sich einmal anschauen kann – und danach nichts Neues mehr erwarten darf. Die Show beginnt (wie so oft) mit einer <strong>gnadenlosen Verspätung</strong>, was die tapfere Meute vor der Bühne doch etwas abstraft.</p>
<p>Noch schlimmer wird es, als der <strong>mysteriöse Frontmann</strong> der Band in <strong>Bischofskutte</strong> seine Messe begehen will, die gefühlten <strong>2 Millionen Kerzen</strong>, die er dazu auf der Bühne anzündet, vom Wind und Regen aber immer wieder <strong>ausgeblasen</strong> werden. <strong>„Das geht natürlich nicht!“</strong>, scheint er sich zu denken, und schreitet nochmal <strong>3 Runden</strong> über die Bühne, um besagte Kerzen wieder anzuzünden, während sich das Publikum vor <strong>Nässe und Kälte</strong> schon fast wieder trocken zittert.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_29201" aria-describedby="caption-attachment-29201" style="width: 1440px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-29201 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/17.Batushka.01.jpg" alt="" width="1450" height="967" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/17.Batushka.01.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/17.Batushka.01-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/17.Batushka.01-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/17.Batushka.01-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/10/17.Batushka.01-750x500.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-29201" class="wp-caption-text">BATUSHKA</figcaption></figure>
<p>Dann geht es endlich los – und wer gewartet hat, wird mit<strong> grandiosem Sound</strong> und dem gewohnt <strong>finsteren</strong> und<strong> kvltigen Black Metal</strong> der <strong>ganzkörperverhüllten Prozession</strong> belohnt. Die wirkt (wie gewohnt) inmitten all der <strong>aufgebahrten Schädel</strong> (die wohl angeblich sogar echt sind), des <strong>Gebetspultes</strong>, des <strong>Weihrauchs</strong> und der Tausenden von <strong>Kerzen</strong> natürlich ganz besonders <strong>überwältigend</strong> und <strong>mythisch</strong>. Auch der verhüllte <strong>&#8222;Mönchschor&#8220;</strong> am Bühnenrand unterstreicht natürlich das<strong> Gesamtfeeling</strong>.</p>
<p>Nichts destotrotz habe ich all das schon ein paar Male gesehen. Deshalb mache ich mich nach ein paar Songs schleunigst ins Hotel auf, um mit den <strong>REITERN</strong> ihren <strong>Open Air-Abschluss</strong> zu begehen (und zu begießen). Da ist es zumindest trocken und der Abend endet sehr angenehm mit Gelächter und Anekdoten.</p>
<h2><a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-2018-teil-2-im-schafspelz">Gespannt auf den zweiten Teil? Wir auch! Den findet ihr HIER</a>!</h2>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-2018-teil-1-wenn-die-woelfe-rufen/">Wolfszeit 2018 &#8211; Teil 1 &#8211; Wenn die Wölfe rufen</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Auf der Suche nach dem Selbst &#8211; TOTENGEFLÜSTER im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Steffi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Feb 2018 10:24:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Firtan]]></category>
		<category><![CDATA[im nebel der vergänglichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Symphonic Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[totengeflüster]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Platte, die ich euch heute vorstellen werde, ist zwar schon etwas länger draußen. Allerdings bin ich erst kürzlich dazu gekommen, mich wirklich mit ihr und ihren Schöpfern auseinanderzusetzen und wollte euch das natürlich nicht vorenthalten! Bei &#8222;Im Nebel der Vergänglichkeit&#8220; handelt ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/auf-der-suche-nach-dem-selbst-totengefluester-im-interview/">Auf der Suche nach dem Selbst &#8211; TOTENGEFLÜSTER im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2><strong>TOTENGEFLÜSTER&nbsp;</strong>&#8211; &#8222;Im Nebel der Vergänglichkeit&#8220;</h2>
<p><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong> 18.08.17<br />
<strong>Länge:</strong>&nbsp; ca. 56 Min.<br />
<strong>Label:</strong> Pale Essence Music<br />
<strong>Stil:</strong> Symphonic Black Metal</div></div></div>
<p>Die Platte, die ich euch heute vorstellen werde, ist zwar schon etwas länger draußen. Allerdings bin ich erst kürzlich dazu gekommen, mich wirklich mit ihr und ihren <strong>Schöpfern</strong> auseinanderzusetzen und wollte euch das natürlich nicht vorenthalten!</p>
<p>Bei <strong>&#8222;Im Nebel der Vergänglichkeit&#8220;</strong> handelt es sich um den zweiten <strong>Langspieler</strong> der deutschen <strong>Symphonic Black Metaler</strong> von <strong>TOTENGEFLÜSTER</strong>, einem noch relativ jungen Gespann, das seit 2007 aktiv ist und sich zunehmender Begeisterung in der Szene erfreut. Sie produzieren<strong> deutschsprachigen</strong> Black Metal (mit Ausnahme des Songs<em> &#8222;One with the Void&#8220;</em>) mit komplexen und tiefgründigen Texten, die sich irgendwo zwischen Seelensterben, <strong>Selbsthinterfragung</strong> und Verdammnis bewegen – nicht gerade untypisch für die Szene. Aber horchen wir mal rein.</p>
<h3>WENIG ÜBERRASCHUNGEN &#8211; DAFÜR KONSISTENZ</h3>
<p>Was das <strong>Cover</strong> verspricht, hält die Platte kompromisslos: Es gibt typischen <strong>Symphonic Black Metal</strong> mit allem, was dieses Genre definiert &#8211; Orchester, Chöre, fixe Riffs und noch fixere Drums. Die Stimme von <strong>Sänger Narbengrund-Nihilis</strong> passt zwar zur Mucke, geht aber leider oft im umfangreichen Melodienangebot unter. Sehr schade! Schließlich haben die genretypisch <strong>eklig-zerstörerischen</strong> Vocals durchaus <strong>Potential</strong>, das sie eben leider nicht ganz ausschöpfen können. Trotzdem ist die musikalische Leistung der Band nicht ohne: Vor allem die einzelnen <strong>Melodiestränge</strong> sind gut wiedererkennbar und auseinander zu halten, was jedem Song einen eigenen Charakter verleiht.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/kmy0WCYlUOY?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der mit <strong>8 ½ Minuten</strong> längste Song des Albums <em>&#8222;Von purpurn blühender Dämmerung&#8220;</em> wird trotz seiner enormen Länge dank immer wechselnder Parts nicht langweilig. Daumen hoch dafür! Allerdings frage ich mich, was die ständigen, fast zufällig anmutenden <strong>Drumparts</strong> im Intro darstellen sollen – in meinen Augen wird dabei die sich aufbauende Atmosphäre gestört. <em>&#8222;Ich lebe&#8220;</em> hat zwar eine Menge <strong>Power</strong>, der <strong>Spannungsbogen</strong> des Songs wirkt bloß etwas verworren. Man startet hier mit fetten <strong>Blastbeats</strong>, um dann für einige Minuten in einen doomig-atmosphärischen Part überzugehen. Mag zwar irgendwie funktionieren, stört in meinen Augen allerdings den <strong>Hörfluss</strong>.</p>
<p>Mein persönliches <strong>Highlight</strong> ist <em>&#8222;Des Mondes bleiche Kinder&#8220;</em>. Hier hat man sich eine ganz besondere <strong>Gaststimme</strong> mit an Bord geholt:&nbsp;<strong>FIRTAN</strong>s Stimmgeber <strong>Philipp</strong>. Dessen einzigartige Vocals geben dem Song eine neue klangliche Dimension, außerdem wirken die Drums wesentlich präziser gesetzt als in anderen Stücken des Albums.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_25480" aria-describedby="caption-attachment-25480" style="width: 990px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-25480 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/02/Web_00_Band_preview.jpeg" alt="" width="1000" height="668" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/02/Web_00_Band_preview.jpeg 1000w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/02/Web_00_Band_preview-300x200.jpeg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/02/Web_00_Band_preview-360x240.jpeg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/02/Web_00_Band_preview-750x501.jpeg 750w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-25480" class="wp-caption-text"><strong>TOTENGEFLÜSTER</strong></figcaption></figure>
<h4>EIN GESAMTKUNSTWERK</h4>
<p>Doch trotz aller Kritik muss man den fünf Herren zugute halten, dass sie mit &#8222;Im Nebel der Vergänglichkeit&#8220; ein <strong>grundsolides</strong> Album geschaffen haben. Besonders gefallen mir die kleinen <strong>Einspieler</strong> zwischen den Songs, die die Grenzen zwischen denselben enorm verschwimmen lassen. Dadurch entsteht eben keine bloße Aneinanderreihung von Titeln, sondern ein musikalisch <strong>abgeschlossenes</strong> Ganzes, das durch den rein instrumentalen Schlusstrack noch abgerundet wird. Geil!</p>
<h3>DIE KÖPFE VON TOTENGEFLÜSTER IM INTERVIEW</h3>
<p>Natürlich kommen bei solch einer noch relativ frischen Gruppe die einen oder anderen Fragen auf. Die habe ich Gitarrist <strong>Totleben</strong> und Sänger <strong>Narbengrund-Nihilis</strong> an die <strong>Corpsepaint-verzierten</strong> Köpfe geworfen – und einige sehr interessante Antworten erhalten.</p>
<p><strong><em>S</em>: Ein solides Album habt ihr da hingelegt. Meinen Respekt! Wie lange habt ihr an dem guten Stück gearbeitet?</strong></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_25475" aria-describedby="caption-attachment-25475" style="width: 223px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-25475 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/02/Web_02_Totleben_Guitar_Artwork_Songwriting_preview-233x300.jpeg" alt="" width="233" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/02/Web_02_Totleben_Guitar_Artwork_Songwriting_preview-233x300.jpeg 233w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/02/Web_02_Totleben_Guitar_Artwork_Songwriting_preview-750x964.jpeg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/02/Web_02_Totleben_Guitar_Artwork_Songwriting_preview.jpeg 778w" sizes="auto, (max-width: 233px) 100vw, 233px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-25475" class="wp-caption-text"><strong>TOTENGEFÜSTER</strong>-Gitarrist und Songwriter Totleben</figcaption></figure>
<p><strong>Totleben:</strong> Ich habe den Openertrack <em>&#8222;Ein Spiegel der nur Lügen speit&#8220;</em> bereits während der Mixphase unseres <strong>Debutalbums</strong> &#8222;Vom Seelensterben&#8220; im Jahre 2012 komponiert. Die restlichen haben sich dann nach und nach durch einen langen <strong>Reifungsprozess</strong> ergeben. Es gab Songs wie <em>&#8222;Von purpurn blühender Dämmerung&#8220;</em> oder <em>&#8222;Creatio Ex Nihilo&#8220;</em>, die bis zu<strong> ein Jahr</strong> benötigt haben, um ihre finale Form zu bekommen, oder solche, die innerhalb einer oder weniger Wochen direkt fertig waren, wie zum Beispiel<em> &#8222;Des Mondes bleiche Kinder&#8220;</em> und <em>&#8222;One with the Void&#8220;</em>.</p>
<p>Insgesamt hat das <strong>Songwriting</strong> deutlich mehr Zeit in Anspruch genommen als beim ersten Album. Damals habe ich viel in Sachen Produktion, Songwriting und Orchester <strong>dazugelernt</strong> und wollte das so gut wie möglich weiter ausbauen. Die Aufnahmen waren dann innerhalb von drei Monaten komplett im Kasten. Außerdem dachte ich mir auch das komplette <strong>Artwork</strong> dazu aus, machte die Photoshootings und produzierte die Videos zu <em>&#8222;Totengeflüster&#8220;</em> und <em>&#8222;One with the Void&#8220;</em>.</p>
<p><strong><em>S</em>: Mich persönlich hat das Artwork sehr begeistert. Wie ist das entstanden?</strong></p>
<p><strong>Totleben:</strong> Danke. Zunächst: Ich wollte ein Artwork gestalten, das der Masse des Albums gerecht wird, ohne es zu überladen. Mir ist bei Artworks eine gewisse <strong>Balance</strong> sehr wichtig und dass der Betrachter in eine eigene Welt eintauchen kann. Die Musik macht einen Teil des Albums, das Artwork und die Texte den restlichen Teil.</p>
<blockquote>
<h4>&#8222;Es soll ein Gesamtkunstwerk aus mehreren Elementen sein, die alle Sinne ansprechen.&#8220;</h4>
</blockquote>
<p><strong><em>S</em>: Wie war die Arbeit mit eurem Gastsänger Philipp und wie seid ihr zu der Auswahl gekommen?</strong></p>
<p><strong>Narbengrund-Nihilis:</strong> Bis dato habe ich die Texte immer erst auf bereits geschriebene, wenn auch noch nicht ganz fertige Stücke geschrieben. Ich habe meist ziemlich schnell eine grobe Vorstellung davon, wie die Vocals zu klingen haben. Der Refrain von <em>„Des Mondes bleiche Kinder“</em> war jedenfalls ein Part, bei dem ich ab der ersten Sekunde einen Gesang à la <strong>Philipp</strong> von&nbsp;<strong>FIRTAN</strong> haben wollte. Ich war damals wie heute doch ziemlich angetan von seiner Leistung auf <strong>„Niedergang“</strong>&nbsp;und da die Jungs sogar Freunde von uns sind, lag das natürlich nahe. Er willigte auch sofort ein und ich finde, dass sich das Ergebnis mehr als sehen lassen kann.</p>
<p><strong><em>S</em>: Woher kommt die Entscheidung für die Thematik eurer Songs und wer ist die treibende Kraft der Gruppe?</strong></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_25476" aria-describedby="caption-attachment-25476" style="width: 223px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-25476 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/02/Web_01_NarbengrundNihilis_Vocals_preview-233x300.jpeg" alt="" width="233" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/02/Web_01_NarbengrundNihilis_Vocals_preview-233x300.jpeg 233w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/02/Web_01_NarbengrundNihilis_Vocals_preview-750x964.jpeg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/02/Web_01_NarbengrundNihilis_Vocals_preview.jpeg 778w" sizes="auto, (max-width: 233px) 100vw, 233px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-25476" class="wp-caption-text"><strong>TOTENGEFLÜSTER</strong>-Sänger Narbengrund-Nihilis</figcaption></figure>
<p><strong>Narbengrund-Nihilis:</strong> Was die Texte und die dazugehörigen Thematiken anbelangt, bin ich dafür verantwortlich. Da lasse ich mir als eher perfektionistisch veranlagter Menschling ehrlich gesagt auch nicht gerne reinreden.</p>
<p><strong><em>S</em>: Welchen Stellenwert hat die Band in eurem Leben und woher kommt eigentlich der Name &#8222;TOTENGEFLÜSTER&#8220;?</strong></p>
<p><strong>Totleben:</strong> Für mich hat&nbsp;<strong>TOTENGEFLÜSTER</strong> schon einen sehr hohen Stellenwert, weil es meine kreative Spielwiese darstellt. Ich möchte mich gemeinsam mit meinen Bandmitgliedern weiterentwickeln und Neues schaffen. Da ich auch die <strong>Plattenfirma</strong> &#8222;Pale Essence Music&#8220; gegründet habe, bei der <strong>TOTENGEFLÜSTER</strong> unter Vertrag stehen, bin ich auch so sehr viel mit der Verwaltung beschäftigt. Es soll aber kein <strong>TOTENGEFLÜSTER</strong>-exklusives Label sein, ich bin also gespannt, wo es in dieser Richtung noch hingeht.</p>
<p><strong>Narbengrund-Nihilis:</strong> Auch wenn ich bei weitem nicht so viel Zeit in die Band investiere wie es <strong>Totleben</strong> zu tun pflegt, ist mir die Band ungemein wichtig, da sie meinem Leben einen Sinn gibt. Das ist natürlich so eine Sache, was bedeutet <strong>&#8222;Lebenssinn&#8220;</strong> und was ist schon wirklich bedeutend im Leben? Aber die kreative Arbeit erfüllt mich und macht mich stolz.</p>
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<h4>&#8222;Ich liebe es einfach, zu schreien.&#8220;</h4>
</blockquote>
<p><strong>TOTENGEFLÜSTER</strong>&nbsp;steht für die unterdrückte Stimme unseres <strong>Ichs</strong>, das von den aufgedrückten <strong>Normen</strong> und Werten unserer Gesellschaft lebendig begraben wurde. Ein wesentlicher Aspekt vieler Songs ist die Selbstfindung: Wer bin „ich“? Und was von meinem Dasein ist<strong> fremdbestimmt</strong>? Wer ehrlich darauf antwortet, wird merken, dass vom „Ich“ eigentlich nicht viel übrig bleibt.</p>
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<h4>&#8222;Die Metalszene, so tolerant sie sich auch gerne gibt, drückt einem ebenfalls sehr viele Ideale auf.&#8220;</h4>
</blockquote>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_25477" aria-describedby="caption-attachment-25477" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-25477 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/02/03_preview-300x170.jpeg" alt="" width="300" height="170" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/02/03_preview-300x170.jpeg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/02/03_preview-1024x582.jpeg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/02/03_preview-750x426.jpeg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/02/03_preview.jpeg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-25477" class="wp-caption-text"><strong>TOTENGEFLÜSTER</strong>-Sänger Narbengrund-Nihilis während des Videodrehs zu <em>&#8222;Totengeflüster&#8220;</em></figcaption></figure>
<p>Was man tragen darf, wie die Haare aussehen sollen und was <strong>„true“</strong> ist oder nicht. Das ist eigentlich ein Armutszeugnis für ein Subgenre, das ursprünglich aus diesen Zwängen ausbrechen wollte. <strong>Rebellion</strong> ist letztlich vielleicht doch ein kindliches und naives Unterfangen. Ach, und ich glaube, <strong>Totleben</strong> hat diesen Namen mal in den Raum geworfen und er fand einstimmig Zustimmung. Also, bei zwei von zwei Leuten, was ja die absolute Mehrheit ist!</p>
<p><strong><em>S</em>: Gut 10 Jahre existiert ihr nun schon. Wie sind eure weiteren Pläne für die Zukunft?</strong></p>
<p><strong>Totleben:</strong> Ich freue mich natürlich auf die weitere gemeinsame Zeit mit allen innerhalb der Band und darauf, das Wachstum von <strong>TOTENGEFLÜSTER</strong> gemeinsam zu erleben und zu gestalten. Es sind für die kommenden anderthalb Jahre <strong>zwei Veröffentlichungen</strong> geplant. Man kann also gespannt sein!</p>
<p><strong>Narbengrund-Nihilis:</strong> Komponieren, kreieren und das Ganze zum Besten geben. Und natürlich <strong>wachsen</strong> und gedeihen, sowohl als Band als auch menschlich.</p>
<hr>
<p>In diesem Sinne wünsche ich den zwei sympathischen Köpfen von <strong>TOTENGEFLÜSTER</strong> und dem Rest der Band viel Erfolg für die nächsten Jahre und bin gespannt, was ihre Feder noch so hervorbringen wird.</p>
<p>Website der Band:&nbsp;<a href="https://www.totengefluester.de/">https://www.totengefluester.de/</a><br />
Merch zum Album:&nbsp;<a href="https://vontiling.de/produkt-kategorie/bands/totengefluester/">https://vontiling.de/produkt-kategorie/bands/totengefluester/</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/auf-der-suche-nach-dem-selbst-totengefluester-im-interview/">Auf der Suche nach dem Selbst &#8211; TOTENGEFLÜSTER im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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