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	<title>Tschechien Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
	<lastBuildDate>Tue, 23 May 2017 05:50:16 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Tschechien Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Düsternis in neuem Gewand &#8211; HYPNOS</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 May 2017 14:09:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>HYPNOS &#8211; The Whitecrow VÖ: 24.02.2017 Dauer: 60:32 Label: Einheit Productions Neulich hatten wir es hier ja schon mit&#160;Metal-Bands aus dem Osten. Schauen wir uns doch mal eine Black/Brutal Death Band aus Tschechien an. HYPNOS haben ihr fünftes Album, &#8222;The Whitecrow&#8220;, veröffentlicht. ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>HYPNOS</strong> &#8211; The Whitecrow<br />
VÖ: 24.02.2017<br />
Dauer: 60:32<br />
Label: Einheit Productions</p>
<p><span id="more-17508"></span></p>
<p>Neulich hatten wir es hier ja schon mit&nbsp;Metal-Bands aus dem Osten. Schauen wir uns doch mal eine Black/Brutal Death Band aus Tschechien an. <strong>HYPNOS</strong> haben ihr fünftes Album, &#8222;The Whitecrow&#8220;, veröffentlicht.</p>
<h4>Part I</h4>
<p>Interessant dabei: es gibt, zusammengefasst in einem Titel, ein <em>&#8222;Proloque + Intro&#8220;</em>. Ein Sprecher malt ein düsteres Bild einer vergangenen Zivilisation, ohne Zusammenhalt und Vertrauen. Den Zusammenbruch voraussehend, entschied sich ein junger Mann, das Schicksal herauszufordern. Sein Name: <strong>The Whitecrow</strong>. Anschließend an die Rede des Sprechers noch eine atmosphärisch unterlegte Gitarrenmelodie als Intro.</p>
<p>Nach diesem ruhigen und entspannt düsteren Anfang geht es dann auch richtig los. Hier wird eine Geschichte erzählt, das dürfte wohl klar sein. Dabei wird zu erst mal die Hauptfigur vorgestellt. <em>&#8222;The Whitecrow&#8220;</em> hat scharfe, direkte Gitarren, es werden musikalisch&nbsp;viele Akzente gesetzt. Auch der Gesang hat etwas sehr Erzählerisches, Beschreibendes. Unser Held ist eine Person mit Charakter. Eventuell könnte man sich dazu eine Geschichte, welche optisch im Stil eines Cartoons umgesetzt wird, vorstellen.</p>
<p><em>&#8222;One flesh one blood&#8220;</em> startet lediglich mit einer verzerrten Gitarre, doomig stacksend steigt langsam der Rest der Instrumente ein. Auch hier wird das Bild eines krisengeschüttelten Landes gemalt. Verstärkt wird das Element des comichaften hier nur noch mehr, ist es doch, als würde mit jedem Song ein Szenario, in welchem sich die &#8222;weisse Krähe&#8220; (über die Bedeutung dieser Namensgebung müsste man wahrscheinlich weiter forschen) gerade befindet, kurz vorgestellt, und dann seine Geschichte darin erzählt.</p>
<p><em>&#8222;Get inspired with the light&#8220;</em> setzt dieses Konzept fort, &#8222;<em>Sin Collectors&#8220;</em> scheint dann eher eine Art Rezitativ zu sein, und man hört eine übergeordnete Stimme erzählen. Sehr interessant, wie hier mit verschiedenen musikalischen Mitteln gearbeitet wird. Dabei hat meist der Gesang eine untergeordnete Rolle. Lautmalerei kommt einem oft in den Sinn, auch wenn nicht genau das damit Gemeinte umgesetzt wird. Dennoch übernimmt meist die Musik selbst den erzählenden Part.</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/Kkcm89eDEsI?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h4>Part II</h4>
<p><em>&#8222;Haereticum Minuet &#8211; Intro&#8220;</em> läutet dann quasi einen zweiten Teil der Erzählung ein. Auch hier wieder nur akustisch, jedoch mit zwei Gitarren. Sehr stimmungsvoll.</p>
<p>Dieser Teil stellt scheinbar eine Wende in der Geschichte dar. <em>&#8222;About Trust&#8220;</em>, so der Titel, widerspricht der frustrierenden Situation, welche zu Beginn beschrieben wurde. Die Musik ist nun auch weniger doomig langsam, sondern mehrstimmig und schneller. Sehr schön. In diesem Album steckt scheinbar viel Arbeit.</p>
<p>Die nächsten Titel schwimmen danach alle auf positiven Vibes. <em>&#8222;The Gift of Hope&#8220;</em>, ein kommunikativer Song mit gefälliger Melodie. Ok. Danach jedoch ein Titel auf Deutsch, was hier schon auffällig ist. <em>&#8222;Mordschlag&#8220;</em> kerbt deftig in die plötzliche Entwicklung. Was ist da los? Die Hauptfigur muss hier anscheinend ein ziemliches Handgemenge durchmachen. Eine reine Blumenrevolution scheint es hier nicht zu geben. Fragt sich nur, was der deutsche Titel genau an der Stelle soll, an der die positive Entwicklung plötzlich abbricht &#8230;</p>
<p>Und es scheint wohl auch nicht glücklich auszugehen.</p>
<blockquote><p>&#8222;Life gives no second chances&#8220;</p></blockquote>
<p>sind die ersten Worte in <em>&#8222;Too dark to shine, too young to die&#8220;</em>. Sehr pessimistisch. Der Sprecher hebt nochmal den Zeigefinger und spricht mahnende Worte. Auch der darauf folgende Song ist sehr düster und gleichwohl der längste auf dem Album</p>
<p>Dann, zum Schluss, wie sollte es anders sein, ein Outro. <em>&#8222;Humanized &#8211; Outro&#8220;</em>, wieder nur eine Gitarre. Erschöpfung, Resignation, zurück auf dem Boden der Tatsachen. Ein sehr abwechslungsreiches Album geht zu Ende. Klassisch aufgeteilt mit einem Klimax in der Mitte, dann einem überraschenden Bruch gegen Ende und einer nachdenklichen Stimmung am Ende. Was wollen uns die Musiker damit sagen? Auf jeden Fall verdient dieses Album Beachtung und Auseinandersetzung damit.<br />
<a href="http://www.hypnos-cz.com">Website</a></p>
<p><a href="http://www.facebook.com/hypnoscz">Facebook</a><br />
&nbsp;</p>
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		<title>Extremer Metal in der Festung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Aug 2016 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>110 Bands. Ein Festivalgelände in einer alten Festung, mitten in der Tschechischen Republik. Wie man sich vorstellen kann, war die Vorfreude auf mein erstes Brutal Assault äußerst hoch und ich sollte keinesfalls enttäuscht werden. In diesem Bericht erwarten euch Live-Eindrücke von 32 ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/extremer-metal-in-der-festung/">Extremer Metal in der Festung</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4 style="text-align: center;">110 Bands. Ein Festivalgelände in einer alten Festung, mitten in der Tschechischen Republik. Wie man sich vorstellen kann, war die Vorfreude auf mein erstes <em>Brutal Assault</em> äußerst hoch und ich sollte keinesfalls enttäuscht werden. In diesem Bericht erwarten euch Live-Eindrücke von 32 Bands, wobei wir zu zweit an dem Artikel geschrieben haben und daher die Auswahl an Bands, die wir gesehen haben, begrenzen mussten. Dieses Festival bietet nämlich so viele gute bekannte und unbekannte Acts, dass man sich nicht sattsehen kann. Ihr lest nun den Bericht von zwei Autoren, die sich auf dem gesamten Festival nicht ein Mal begegnet sind. Viel Spaß bei unserem ersten <em>Brutal Assault</em> wünschen Jonas und Mich:</h4>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>Montag und Dienstag, 08.08. und 09.08.</p></blockquote>
<hr />
<p>Wir sind schon angereist, kein Parking-Aufpreis, keine Glaskontrollen, nichts. Erstmal den besten Platz reserviert: Ein schattiges Plätzchen, idyllisch neben einer von Bäumen umrahmten Allee gelegen und das gleich neben dem Eingang des Konzertgeländes. Dagegen konnte selbst das VIP-Camping nicht anstinken &#8211; zwischen diesem und unserem Gelände lag erstmal ein zu bestreitender 100-Meter-Aufstieg mit geschätzter 70%-Neigung und das mitten in der prallen Sonne. Die ersten zwei (konzertlosen) Tage verliefen super, abgesehen davon, dass uns dienstags mehr oder weniger der Himmel auf den Kopf fiel &#8211; aber schlechtes Wetter kann man bekanntlich mit guter Laune und billigem tschechischen Dosenbier ganz gut vertreiben.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_6131" aria-describedby="caption-attachment-6131" style="width: 527px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-6131" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8331-1024x683.jpg" width="537" height="358" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8331-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8331-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8331-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8331-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8331.jpg 1450w" sizes="(max-width: 537px) 100vw, 537px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-6131" class="wp-caption-text">Hallo Campingplatz!</figcaption></figure>
<blockquote><p>Mittwoch, 10.08.</p></blockquote>
<hr />
<p>Mein Festivalbändchen holte ich mir mittwochs, in sonniger Morgenstund&#8216; &#8211; eine gute Idee. Als wir mittags dann zu ersten Konzerten aufbrachen, standen nämlich so ziemlich ALLE anderen Besucher unter schüttendem Regen in zwei kilometerlangen Reihen für ihr Bändchen an. Grinsend zogen wir an ihnen vorbei, hinein ins bisher geilste der Menschheit bekannte In-Field.</p>
<p><span style="color: #808080;">Genau in dieser ewigen Reihe stand ich, der zweite Autor vom Silence auf diesem Festival. Jugendliche Naivität ließ mich dort für die gesamte Zeit anstehen und eine gute Erkältung darf ich, dank des Regens, heute noch verarbeiten. Die wahre Hoffnung in dieser Schlange verkörperten aber nicht diejenigen, die wie wir bereits seit 2 Stunden anstanden und etwas weiter gekommen waren. Nein, es waren viel mehr die komplett kranken Fanatiker, die sich immer noch hinter uns in der Schlange einfanden. Ich will nicht wissen wie lange die noch anstehen mussten, aber ich war nach schlappen 3 Stunden Wartezeit um 19:30 Uhr auf dem Gelände.</span></p>
<p>Massive Festungsmauern umgaben das fast schon labyrinthhafte Anwesen, welches nur für das <strong>Brutal Assault</strong> zu leben scheint. Vielerorts konnte man in die mittelalterlich anmutenden Gewölbe eintreten, Kinoraum, Chill-Out-Zone und mehrere Bars befanden sich alle innerhalb der Mauern. Eine großartige Atmosphäre. Einziger Nachteil: Die Zeltbühne war gefühlt einen Tagesmarsch von den zwei Hauptbühnen entfernt &#8211; schnelles hin- und herwandern zwischen Bands war also nicht.</p>
<p><span style="color: #808080;">Ich kann dem nur anfügen, dass der Weg von der Fressmeile &#8211; mit unglaublich großer und guter Auswahl an Essen &#8211; zur Zeltbühne und den Label-Ständen eine unglaublich stinkende Pissoir-Zentrale beinhaltete. Die Pissoirs an der Mauer neben den Hauptbühnen wiederum rochen nicht so stark und sorgten für immer wiederkehrende Augenkontakte zwischen Bandmitgliedern und pinkelnden Fans. Die Reaktionen der Bands auf diese Begebenheit waren eher belustigend. Zudem marschierten auf der Festungsanlage rund um die Hauptbühnen ab und zu Menschen in Kapuzenmänteln herum, die Nazgul darstellen sollten. Zusammen mit der abends eingesetzten Feuershow sorgte das für den letzten Schliff an dieser coolen Atmosphäre.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_6119" aria-describedby="caption-attachment-6119" style="width: 631px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="wp-image-6119" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8607-1024x683.jpg" width="641" height="427" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8607-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8607-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8607-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8607-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8607.jpg 1450w" sizes="(max-width: 641px) 100vw, 641px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-6119" class="wp-caption-text">Die Nazgul lauern und wachen &#8230;</figcaption></figure>
<p>Als Einstiegskonzert sah ich mir <strong>VEKTOR</strong> an. Nachdem der anfangs eher ungute Sound auf ein akzeptables Level hochkorrigiert worden war, konnte der Spaß losgehen. Die Prog-Thrasher aus den USA boten durchaus eine starke Performance: Technisch auf sehr hohem Niveau machten sie erst mal klar, dass Thrash Metal auch außerhalb von Gitarrensoli richtig anspruchsvolle Musik sein kann.</p>
<p><span style="color: #808080;">Eintöniger Post-Metal wurde von <strong>NEUROSIS</strong> gut verdaulich präsentiert und beruhigte mich erst mal. Denn nach dem ewigen Warten im Regen bestand bei mir eine geringe Anspannung. Diese legte sich aber nach meinem Einstiegskonzert dann auch.</span></p>
<p><strong>MASTODON</strong> war mein nächstes Ziel, doch leider konnte ich diese, dank einer Mischung aus schlechter Tonqualität und Regen-induzierter momentaner Unlust, nicht wirklich genießen &#8211; anstatt ihrer zog es mich dann zum Gruselkino, wo man sich gemütlich und abseits von Schlamm und Regen auf alten Autositzen Sleepy Hollow reinziehen konnte. Sehr angenehm.</p>
<p><span style="color: #808080;">Ich genehmigte mir den Auftritt trotzdem, da diese Band mich &#8211; auch trotz der regenbedingten Unstimmigkeiten &#8211; genug interessierte. Und der Sound konnte mich nicht davon abhalten, eine so großartige Band zu genießen. Das überließ ich mal lieber den etwas leichter genervten Leuten hier. Gut, Spaß beiseite, <strong>MASTODON</strong> waren einfach nur der Knaller und daran konnten auch Ausreißer wie der von Brent Hinds nicht ändern. Der musste nämlich unbedingt während des Auftritts noch erwähnen, dass sie bereits mit <strong>KORN</strong> hier spielen mussten und fügte noch ein &#8222;Fuck that!&#8220; hinzu. Jedoch war das nur in diesem Augenblick unterhaltend und war schon eher Asi-Entertainment.</span></p>
<p>Später am Abend gehörte eine der Hauptbühnen dann <strong>ABBATH</strong>, und auch wenn ich eigentlich nur zufällig daran vorbeigezogen war, so hielt mich das Spektakel dann doch für eine Weile fest. Ernster Black Metal mit lustigem Publikums-Unterhalter als Frontmann? Kann man sich mal geben. Probs vor allem an den Drummer &#8211; siebenminütige Lieder in Tempo 200 oder mehr einfach mal durchblasten und -doublebassen (tolles Verb), das kann wirklich nicht jeder.</p>
<p><span style="color: #808080;">Hierzu kann ich nichts sagen, denn nach den Anfangsstrapazen und <strong>MASTODON</strong>s geilem Auftritt schlief ich lieber eine Runde auf dem VIP-Campingplatz. Hier gab es sogar kostenlose, gut gereinigte und nicht-stinkende Toiletten. Zudem war der Zeltplatz bewacht und nie vermüllt. Eine Oase also.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_6117" aria-describedby="caption-attachment-6117" style="width: 592px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6117" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_8725-1024x683.jpg" width="602" height="401" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_8725-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_8725-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_8725-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_8725-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_8725.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 602px) 100vw, 602px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-6117" class="wp-caption-text"><strong>ABBATH</strong></figcaption></figure>
<blockquote><p>Donnerstag, 11.08.</p></blockquote>
<hr />
<p>Nach einer, aufgrund sich eifrig und lautstark paarender Zeltnachbarn, eher weniger erholsamen Nacht waren dann neben Kaffee und Frühlingsrollen (ich weiß nicht, wie ich auf die Idee kam, und gut waren sie auch nicht) <strong>HEAVING EARTH</strong> der Start in den neuen Tag. Drummer und Sänger haben Gutes abgeliefert, leider war das auch schon alles, was man gehört hat. Es scheint eine allgemeine Festivalkrankheit zu sein, dass bei Death-Metal-Bands die Bass-Drum-Trigger so laut aufgedreht werden, dass man nichts anderes mehr hört. Warum, liebe Soundtechniker? Warum?</p>
<p>Viel, viel angenehmer waren dann im direkten Anschluss <strong>PLINI</strong>, das Nebenprojekt des Gitarristen von <strong>INTERVALS</strong> &#8211; toller Sound, tolle und sehr gechillte instrumentale Prog-Musik, eine Massage für Trommelfelle und Seele. Sowas hört man doch gerne zum Wachwerden. Würde ich auch auf Platte sehr empfehlen, um es beim Frühstück zu hören.</p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>ANTIGAMA</strong> hatten Spaß auf der Bühne und der alternative Grindcore begeisterte die Menge. Definitiv sehenswerte Show und hörenswerte Musik!</span></p>
<p>Als nächstes standen dann <strong>OBSCURA</strong> auf dem Speiseplan, eine Band, die ich bisher nur vom Namen her kannte. Das Konzert fiel sehr viel melodischer und weniger technisch aus, als ich es erwartet hätte &#8211; was mir ganz gut gefiel. Meine Begleiter schienen deswegen allerdings eher enttäuscht. Habe mir auf jeden Fall im Anschluss sofort das neue Album gekauft.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6087 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8358-683x1024.jpg" width="424" height="636" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8358-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8358-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8358-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8358.jpg 967w" sizes="auto, (max-width: 424px) 100vw, 424px" /></p>
<p>Ordentlich viel Geshredder und Geklimper wurde von <strong>ANIMALS AS LEADERS</strong> präsentiert. Genau mein Ding und super für die erste Reihe.</p>
<p>Bei <strong>ABORTED</strong> war es wieder das alte Leid, nur im Extrem: Diesmal war die Bass Drum sogar so laut, dass man nicht mal die Snare hören konnte &#8211; ein absolutes No-Go. Ich könnte mich noch seitenweise darüber aufregen, aber ich glaube, die Message müsste angekommen sein.</p>
<p><span style="color: #808080;">Ähnlich wie gerade beschrieben, hörte ich diese brutale Formation auf den Bezahltoiletten. Und spüren konnte ich sie auch. Die von eben erwähnte Bass Drum versetzte den halben Container in schwache Schwingungen. Vibrationen kamen an, aber ich entledigte mich trotzdem der verdauungsunfreundlichen, aber leckeren, tschechischen Festival-Kost.</span></p>
<p>Als Nächstes standen dann <strong>THE BLACK DAHLIA MURDER</strong> auf dem Speiseplan. Der Sound war, Gott sei Dank, super, die Stimmung am Kochen, die Band wie auch das Publikum sichtlich motiviert &#8211; genau wie es sein soll. Es gab am Ende sogar einen riesigen, 8-förmigen Circle Pit um den Sound-Turm herum. So machen Konzerte Spaß!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>IHSAHN</strong> und <strong>TESSERACT</strong> standen für mich auf dem Programm und lieferten meine Highlights des Festivals. &#8222;Wie gut darf eine Band eigentlich live sein, bevor die Alben überflüssig werden?&#8220;, fragte ich mich bei den Proggern von <strong>TESSERACT</strong>. &#8222;Und wie kann so einfache und langatmige Musik wie die von <strong>IHSAHN</strong> mir so einen Spaß machen?&#8220;, fügte ich noch gedanklich hinzu.</span></p>
<p>Ich würde übrigens jedem hier anraten, sich für Festivals einen Chinesenhut zu kaufen. Hilft gegen Sonne und Regen, und die Menschen freuen sich irgendwie immer darüber, eine Person mit einem Chinesenhut zu sehen. Ich wurde an diesem Abend bestimmt fünf Mal darauf angesprochen, ob ich Raiden aus Mortal Kombat sei.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_6096" aria-describedby="caption-attachment-6096" style="width: 508px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6096" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8302-1024x683.jpg" width="518" height="345" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8302-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8302-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8302-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8302-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8302.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 518px) 100vw, 518px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-6096" class="wp-caption-text">The moat of Death</figcaption></figure>
<p>Dann kam eines meiner persönlichen Highlights des Festivals: <strong>GOJIRA</strong>. Eine Band ist erst dann eine gute Band, wenn sie ihrem Namen gerecht wird &#8211; und das taten die Franzosen ohne Zweifel. Brute force to the max &#8211; meine erste Erfahrung mit dieser Band und ich standen da wie angewurzelt, während mir der Sound brutalst die Fresse polierte. Fette Kapelle, fette Songs, fette Performance. Auch vom Sound her großartig &#8211; in solchen Momenten merkt man, was es wert ist, einen eigenen Sound-Mann dabei zu haben, der genau weiß, wie die Musik zu klingen hat.</p>
<div class="mceMediaCreditOuterTemp alignright" style="width: 300px;"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6101 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8540-300x200.jpg" alt="_MG_8540" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8540-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8540-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8540-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8540-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8540.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #808080;">Die Liederauswahl von <strong>PARKWAY DRIVE</strong> war dieses Mal ziemlich enttäuschend, da kaum alte Lieder gespielt wurden: Viel zu viele Lieder des neuesten Albums und Klassiker der vorangegangenen Werke wurden ausgelassen. Für begeisterte Fans definitiv ertragbar, aber nichts für Live-Neulinge bei dieser Band.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auch ich fand diesen Auftritt der australischen Metalcore-Heroen enttäuschend. Dabei ist <strong>PARKWAY DRIVE</strong> eine Band, die ich vor vielen Jahren gerne hörte und feierte, allerdings bisher nie live miterleben durfte. Mit Schmerzen musste ich feststellen, dass die Musik heutzutage etwas ganz anderes ist als damals. Statt Groove und Rhythmik, kompromissloser Aggression und Abwechslungsreichtum gab es nur langweilige, monotone Schlagzeugbeats auf variationslosen, massengerechten Stadion-Liedern. Auch auf die Gefahr hin, wie ein &#8222;Früher-war-alles-besser-Opa&#8220; zu klingen, muss ich leider zutiefst bedauern, was aus dieser Band geworden ist, während ich ein paar Jahre nicht hingeguckt habe.</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>Freitag, 12.08.</p></blockquote>
<hr />
<p>Am Freitagmorgen erst mal eine erfrischende Dusche nehmen, so war der Plan. Allerdings standen bei den paar wenigen Duschen, die das Festival zu bieten hatte, ungefähr eine Million Menschen Schlange, und es hätte sicher über eine Stunde gedauert, bis man drankommt. Also gingen wir (wieder einmal) grinsend an der genervten Masse an Menschen vorbei und badeten ganz dreist im kühlen Fluss. Wundervoll.</p>
<p><span style="color: #808080;">Eine kleine Prog/Djent-Band aus Tschechien mit dem Namen <strong>FOX TERRITORY</strong> spielte das erste Konzert des Tages. Die Musik erinnerte stark an die instrumentalen Vorgänger des Donnerstags, macht aber Lust auf mehr. Das war meine Entspannung am Morgen für diesen Tag.</span></p>
<p><span style="color: #808080;">Trotz des lustigen Bandnamens konnten <strong>JACK THE STRIPPER</strong> nicht viel. Hier wurde nur geschrammelt und es wurden Breakdowns aneinandergereiht, als wäre es australischer Nationalsport. Unglaublich gelangweilt fiel mir ein Überfluss von ein oder zwei Leuten in der Band auf. Schließlich ist das Ganze so Shred-lastig und schlecht abgemischt, dass niemandem auffallen würde, wenn man nur den Bassisten auf die Bühne ließe, aber nicht die anderen beiden Gitarristen.</span></p>
<p><span style="color: #808080;"> Der einzige Grund warum ich mir <strong>JIG-AI</strong> ansehen wollte, war wahrscheinlich die lustige Beschreibung im Festivalbooklet. Samurai-Bulldozer-Grindcore klang schon nach einem Genre, das reinhaut. Und das tat es auch. Selbst wenn die meisten Geräusche aus dem Mund des Sängers nicht identifizierbar waren, wurde auf der Bühne genug Show geliefert, um mich trotzdem zu begeistern. Der Menge gefiel&#8217;s auch, und das zu Recht.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_6123" aria-describedby="caption-attachment-6123" style="width: 370px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6123" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8317-683x1024.jpg" width="380" height="570" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8317-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8317-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8317-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8317.jpg 967w" sizes="auto, (max-width: 380px) 100vw, 380px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-6123" class="wp-caption-text">Wenn man zu lange im Regen stand und das Schwarz verlaufen ist &#8230;</figcaption></figure>
<p>Die Griechen von <strong>SEPTIC FLESH</strong> wussten an diesem Abend wieder einmal richtig zu überzeugen. Harter Death Metal, gemischt mit finsteren und epischen Orchesterparts, dazu die perfekten Growls von Sänger Spiros Antoniou &#8211; eine ordentlich derbe Mischung. Dazu 24 Jahre Erfahrung als Band &#8211; die wissen, wie man&#8217;s macht!</p>
<p>Der Abschluss meines Abends war dann das Konzert von <strong>YEAR OF NO LIGHT</strong>. Und holy shit! Zwar war dies einer der Gigs, auf die ich mich am meisten gefreut hatte, aber was mich da erwartete, hätte ich niemals ahnen können. So etwas habe ich noch nie erlebt. Post-/Sludge-Metal, gespielt auf vier Gitarren und zwei Schlagzeugen &#8211; das alles in der einschließenden Atmosphäre der Zeltbühne &#8211; und ich durfte es aus der ersten Reihe miterleben. Seit 16 Jahren mache ich Musik, sei 8 Jahren gehe ich auf Festivals und Konzerte, aber selten hat mich ein Konzert so sehr in sich hineingesogen. Wer eine wahrhaft spirituelle Erfahrung machen möchte, sollte sich bei nächster Gelegenheit auf jeden Fall <strong>YEAR OF NO LIGHT</strong> geben. Richtig, richtig großartig, und für mich definitiv der beste Moment des Festivals. Danke. Danach musste ich erst mal schlafen gehen, um das gerade Erlebte verarbeiten zu können.</p>
<p><span style="color: #808080;">Die progressiven Grindcorer in <strong>CATTLE DECAPITATION</strong> läuteten bei mir den Abend erst richtig ein. Unglaublich guter Live-Gesang gepaart mit wunderschöner Gitarrenarbeit. Und die &#8222;Ranzigkeit&#8220; fehlte an keiner Stelle.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_6137" aria-describedby="caption-attachment-6137" style="width: 422px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6137 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8395-683x1024.jpg" width="432" height="648" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8395-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8395-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8395-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8395.jpg 967w" sizes="auto, (max-width: 432px) 100vw, 432px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-6137" class="wp-caption-text">Hosen runter für extrem gute extreme Musik!</figcaption></figure>
<p><span style="color: #808080;">Diese &#8222;Breakdown-Master&#8220;, wie sie von <strong>BURY TOMORROW</strong> am Nachmittag genannt wurden, rissen noch eine ordentliche Partie an Leuten mit. Trotz Nieselregen machten die Breakdowns von <strong>UNEARTH</strong> Spaß und wer Lust auf gut gemachten altbackenen Metalcore hatte, war hier richtig. Technisch gesehen wurde hier aber immer noch viel gearbeitet und Riffs wurden nicht vernachlässigt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>Samstag, 13.08.</p></blockquote>
<hr />
<p>Nach dem ich durch Zufall das Ende von <strong>KEEP ON ROTTING</strong> noch mitbekam und  mich das schon sehr positiv überraschte, wurde ich dann von meinen Leuten mit zu <strong>HYPNO5E</strong> geschleppt, die ich bisher auch nicht kannte. Und wieder einmal: eine sehr positive Überraschung. Ein perfekt gespielter Gig, zwischen Prog, Djent und ruhigen Parts. Auch der Sound war richtig nice, wenn auch insgesamt vielleicht ein bisschen zu laut. Mein erster Gedanke dabei: &#8222;Wie kann man denn so geil sein? Und das auch noch als Franzosen!&#8220;</p>
<p><span style="color: #808080;">Rap-Metal kann sich gut anhören und auf diesem Festival Leute animieren? Oh, und wie es das kann! Das bewiesen <strong>STUCK MOJO</strong> mit ihrem Gitarrenlastigen und teilweise musikalisch interessanten Nu-Metal aus den USA. Hier wurden nicht nur während den Songs Phrasen wie &#8222;[&#8230;] If you step in my hood, I hope its understood [&#8230;]&#8220; von bleichen, langhaarigen Metal-Musikern rausgebrüllt. Nein, hier wurde entertaint, dämliche Sprüche abgelassen und man verabschiedete sich mit &#8222;We are <strong>ZZ TOP</strong>, thank you.&#8220;. Die Menge tobte und <strong>ZZ TOP</strong>-Chants brachen aus. Was für eine Show.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_6091" aria-describedby="caption-attachment-6091" style="width: 443px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6091" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8324-1024x684.jpg" width="453" height="303" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8324-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8324-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8324-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8324-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8324.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 453px) 100vw, 453px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-6091" class="wp-caption-text">Wo wir gerade von <strong>ZZ TOP</strong> und Fans sprachen &#8230;</figcaption></figure>
<p><span style="color: #808080;">Meine Güte, da hat sich aber jemand eine Stimmlage angeeignet. Ähnlich krächzend wie im Gesang, brüllte Sängerin Sabina Clasen zwischen den Sets ihre Ansagen ins Mikrofon. Musikalisch waren die Aachener Thrash-Urgesteine <strong>HOLY MOSES</strong> nicht so beeindruckend, aber die Show mit abschließender Einladung der Fans auf die Bühne machte was her. </span></p>
<p><strong>OMNIUM GATHERUM</strong> schafften es diesmal nicht so wirklich, zu mir durchzudringen. Zwar gefiel es dem Publikum offensichtlich ganz gut, mir persönlich fehlte es bei der Musik aber wohl irgendwie an Höhepunkten, Ecken und Kanten. Schlecht war&#8217;s keinesfalls, aber halt nicht herausstechend großartig.</p>
<p><span style="color: #808080;"><strong>ESKIMO CALLBOY</strong> ist kein leichtes Thema für viele, aber in meinem Fall finde ich die Musik äußerst erfrischend. Schön ist, wie grimmig die prüden Metalheads jemanden ansehen, der zu solch einer schrecklichen, tanzbaren Mucke aus Synths und Breakdowns abgehen kann. Mir jedenfalls gefielen sie auf jedem Festival bis jetzt gut. Und das, obwohl sie eher nicht die Musik machen, die man sich in seiner Freizeit freiwillig gibt. Da beschränke ich mich doch lieber auf Mosheinlagen, 2-Mann-Wall-Of-Deaths und Circle-Pits auf der Tribüne.</span></p>
<p>Bei <strong>INSOMNIUM</strong> kam dann mehr oder weniger das gleiche Problem auf. Gute Band eigentlich, aber irgendwie reißen sie mich nicht mehr vom Hocker. Zu ihrer Verteidigung muss man zwar sagen, dass auch der Sound nicht sehr günstig war &#8211; verspielt haben sich die Gitarristen aber leider auch gelegentlich. Was bei Musik, die auf schöne Melodik und Harmonien aufbaut, ziemlich viel kaputtmachen kann.</p>
<p><strong>MOONSORROW</strong> waren dann dahingegen richtig gut, hatten das Publikum bei sich und sorgten dafür, dass noch Stunden später die Hauptmelodie des letzten Songs nicht wegging.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_6127" aria-describedby="caption-attachment-6127" style="width: 581px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6127" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8617-1024x683.jpg" width="591" height="394" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8617-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8617-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8617-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8617-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8617.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 591px) 100vw, 591px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-6127" class="wp-caption-text">Mainstage vs. <strong>GOJIRA</strong></figcaption></figure>
<p>Danach spielten dann <strong>BEHEMOTH</strong>, eine Band, die ich in letzter Zeit etwas aus den Augen verloren hatte. Umso überraschter war ich von diesem Konzert. &#8222;Demigod&#8220; war das letzte Album der Polen, mit dem ich mich beschäftigt hatte und das ist ja quasi eine Tech-Death-Platte. Sie zeigten sich heute von einer viel melodischeren, aber auch düstereren Seite. Diese spiegelte sich nicht nur auf musikalischer Ebene wider &#8211; die ganze Show war aufgebaut wie einer rituelle, satanische Messe &#8211; samt Masken, Feuer, Pentagrammen und mehr. Tolle Atmosphärenbildung!</p>
<p><span style="color: #808080;">Anstelle von <strong>BEHEMOTH</strong> genoss ich meine Festivallieblinge aus Boston. Schnell huschte ich von <strong>AGNOSTIC FRONT</strong> in die kleine Zeltbühne. Hier erwartete mich Melodic Hardcore mit einer coolen Story: alle Alben sind Teil einer Konzeptalbenreihe, die sich mit einer US-amerikanischen Familie in der Nachkriegszeit beschäftigt. <strong>DEFEATER</strong> passt mir viel besser ins Programm als die lieben Satanisten von nebenan. Danach ging es für mich ins warme Bettchen. Ich verabschiedete mich vom Festivalgelände und erklomm das letzte Mal den Hügel, der mich noch von meinen  VIP-Toiletten und dem bewachten Zelt trennte.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_6125" aria-describedby="caption-attachment-6125" style="width: 481px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6125" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8266-1024x683.jpg" width="491" height="327" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8266-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8266-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8266-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8266-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8266.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 491px) 100vw, 491px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-6125" class="wp-caption-text">So sieht der Hang zwischen VIP-Camping und Festivalgelände an einer gut ebenen Stelle aus. Nachts sorgen die steileren Stellen für die ein oder andere unfreiwillige Rutschpartie.</figcaption></figure>
<p>Mein nächstes Ziel waren <strong>MGLA</strong>, jedoch war ich zu dem Moment schon zu erschöpft, als dass ich es wirklich hätte genießen können, mal davon abgesehen, dass der Sound erst nach fünf Liedern einigermaßen akzeptabel wurde.</p>
<p>Der krönende Abschluss hätten dann <strong>UFOMAMMUT</strong> sein sollen, jedoch waren meine Kräfte nach 28 Konzerten über vier Tage so aufgebraucht, dass ich nach zehn Minuten gegangen bin. Ich ließ mir später sagen, es sei eine der besten Shows des Festivals gewesen, was ich auch nicht bezweifle. Stoner Doom Metal und maximale körperliche Erschöpfung sind allerdings nicht die allerbeste Kombination um wach zu bleiben. Gute Nacht.</p>
<blockquote><p>FAZIT</p></blockquote>
<hr />
<p><span style="color: #808080;">Ein unglaublich schön gelegenes Festival, was in Sachen Bands, Essen und Location einfach nur abräumt. Genrevielfalt wird hier großgeschrieben und niemand fühlt sich ausgelassen, sei es der trve Black-Metal-Fan oder der Prog-Liebhaber. Das alles gibt es zu erträglichen Preisen und in einer unglaublichen und gut sauber gehaltenen Umgebung. Dafür einen großen Daumen hoch an die Veranstalter und Mitarbeiter! Aber auch in der Stadt Jaromer selbst kann man zu noch erträglicheren Preisen Bier trinken oder frühstücken. Und dazu kommt noch, dass das ganze Drumherum wirkt, wie der kleine tschechische Bruder von Wacken.</span></p>
<p>Einziger Minus-Punkt ist die Schlange am Einlass, aufgrund des zum ersten Mal eingesetzten &#8222;cashless&#8220;, also bargeldlosen, Zahlungssystems via Chip am Festivalbändchen. Der Schrein für Lemmy Kilmister von <strong>MOTORHEAD</strong> war auch wunderschön angelegt. Man konnte seine eigenen Hände kaum sehen, so düster war es in dem Tunnel zu dieser Pilgerstätte. Mit einem wunderschönen Foto dieses Schreins verabschieden wir uns vom Brutal Assault 2016.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_6094" aria-describedby="caption-attachment-6094" style="width: 358px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6094" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8310-683x1024.jpg" width="368" height="552" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8310-683x1024.jpg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8310-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8310-750x1125.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/MG_8310.jpg 967w" sizes="auto, (max-width: 368px) 100vw, 368px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-6094" class="wp-caption-text">St. Lemmy</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/extremer-metal-in-der-festung/">Extremer Metal in der Festung</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Nichts für schwache Gemüter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jul 2016 10:50:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
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		<category><![CDATA[Festung Josefov]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lust auf extreme Musik? Lust auf Aggression? Lust auf ein Festival, auf dem ihr vor jedem einzelnen Musiker jeder einzelnen Band vor Ehrfurcht in die Knie gehen könntet? Dann ist das BRUTAL ASSAULT vom 10. bis 13. August diesen Jahres genau das ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Lust auf extreme Musik? Lust auf Aggression? Lust auf ein Festival, auf dem ihr vor jedem einzelnen Musiker jeder einzelnen Band vor Ehrfurcht in die Knie gehen könntet?</p>
<p>Dann ist das BRUTAL ASSAULT vom 10. bis 13. August diesen Jahres genau das Richtige. Ganz nach dem Motto &#8222;Hauptsache extrem&#8220; finden sich hier, an der Festung Josefov in Tschechien, eine Elite an hochwertigen Bands zusammen. Genau 110 (!) Gruppen unterschiedlichster Genres spielen auf dem krassesten aller Festivals &#8211; da ist für jeden, dessen Ohren ordentlich was auf die Fresse gewohnt sind, etwas dabei.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-4725 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/ba-2016-header-de-1-300x165.png" alt="ba-2016-header-de" width="482" height="265" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/ba-2016-header-de-1-300x165.png 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/ba-2016-header-de-1.png 632w" sizes="auto, (max-width: 482px) 100vw, 482px" /></p>
<p>Ihr wollt richtig brutalen Death Metal? CATTLE DECAPITATION, DYING FETUS, OBSCURA, ABORTED und viele mehr zeigen euch, wo der Hammer hängt! Oder doch lieber Black Metal? Bands wie 1349, SHINING, MG<span lang="pl-PL">Ł</span>A oder ABBATH sollten definitiv in der Lage sein, euren Durst zu stillen. Auch Fans äußerst progressiver und technischer Musik dürfen sich freuen: ANIMALS AS LEADERS, TEXTURES, TESSERACT &#8211; das sind nur einige von vielen Namen, die sich im Billing des BRUTAL ASSAULT tummeln. Man könnte ewig so weitermachen &#8211; von Thrash Metal, Grind, Doom/Sludge, Melodeath, Djent, Hard- und sogar Metalcore ist alles vorhanden.</p>
<p>2016 ist bereits das 21. Jahr, in dem das BRUTAL ASSAULT stattfindet. Aber nicht nur das exklusive, breit gefächerte Line-Up ist es, was dieses Festival zwischen allen anderen herausstechen lässt. Die Location &#8211; die 230 Jahre alte Armeefestung Josefov, ca. 130 Kilometer von Prag entfernt &#8211; sorgt für eine einzigartige Atmosphäre. Aber auch für die gute Ernährung ist gesorgt: Von Fleischfresser bis Veganer kommt jeder auf seine Kosten. Ein Metal Market mit über 60 Ständen, das &#8222;Horror Cinema Grindhouse&#8220; (hier werden rund um die Uhr bizarre und verstörende Horrorstreifen gezeigt) und die Chill-Out-Zone &#8222;Greenfield&#8220; sorgen zwischen den Konzerten für genügend Beschäftigung und Abwechslung. Wer das Ganze mt anderen Augen betrachten will, kann sich vom &#8222;Natural Grand Stand&#8220;, einem Hügel direkt gegenüber von den Bühnen, die Konzerte von oben ansehen. Das Camping ist komplett umsonst &#8211; als Besucher hat man allerdings auch die Möglichkeit, auf ein bezahltes VIP-Camp mit abgetrenntem Dusch-, Toiletten- und Ablagebereich auszuweichen, welches rund um die Uhr bewacht wird.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_4788" aria-describedby="caption-attachment-4788" style="width: 716px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-4788" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/Jaroměř_Josefov_from_air_3-300x174.jpg" alt="Jaroměř_Josefov_from_air_3" width="726" height="421" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/Jaroměř_Josefov_from_air_3-300x174.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/Jaroměř_Josefov_from_air_3-1024x594.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/07/Jaroměř_Josefov_from_air_3-750x435.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 726px) 100vw, 726px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-4788" class="wp-caption-text">Das Festivalgelände</figcaption></figure>
<p>Fazit: Wer ein einzigartiges Festival mit verdammt abwechslungsreichem, extremem Line-Up in einer epischen Location unter 20.000 Gleichgesinnten erleben möchte &#8211; der sollte dieses Jahr auf jeden Fall zum BRUTAL ASSAULT fahren.</p>
<em >Alle weiteren Informationen gibt es hier: <a href="http://www.brutalassault.de">www.brutalassault.de</a></em>
<p>&nbsp;</p>
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