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	<title>Vergangenheit Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Vergangenheit Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Musikalische Jugendsünden – und heute?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexandra]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Nov 2017 11:12:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Als mein innerer Schweinehund neulich in einem halsbrecherischen Gewissenskampf die drängenden Uni-Unterlagen besiegte und der Prokrastinationsdrang das Steuer des sinkenden Schiffs namens „Mein Studium“ übernahm (Exmatrikulation ahoi!), machte ich eine äußerst interessante Entdeckung. Nein, ich durchstöberte nicht etwa den klischeehaft in Staub ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Als mein innerer Schweinehund neulich in einem halsbrecherischen Gewissenskampf die drängenden Uni-Unterlagen besiegte und der Prokrastinationsdrang das Steuer des sinkenden Schiffs namens „Mein Studium“ übernahm (Exmatrikulation ahoi!), machte ich eine äußerst interessante Entdeckung. Nein, ich durchstöberte nicht etwa den klischeehaft in Staub und Spinnweben eingekleideten Dachboden der Großeltern, wie er doch so gerne in Geschichten beschrieben wird; stattdessen stieß ich auf einen <strong>alten USB-Stick</strong>. Ganze vier Gigabyte Speicherkapazität, darauf all jene Musik, die ich mit zarten 12, 13 Jahren gehört habe – längst vergessene Relikte aus vergangenen Zeiten. Ob sich darunter auch so mancher Schatz verbirgt? Eine Recherche der etwas anderen Art.</p>
<h3><strong>SCHÄTZE? WOHL KAUM.</strong></h3>
<p>Auf den ersten Blick ist mein mentaler Metalldetektor wieder nur auf rostige Nägel anstelle der erhofften Goldmünzen gestoßen. <strong>NENA? ABBA? ASHLEY TISDALE?</strong> Nicht gerade etwas, womit ich heute angeben würde. Huch! Und schon steht es im Internet. Naja, was solls. Auch nicht viel schlimmer als die peinlichen Memes nach der letzten Party. Oder doch?</p>
<h3><strong>SCHAM ODER STOLZ?</strong></h3>
<p>Und dennoch steckt so viel mehr dahinter. Schon schwelge ich wieder in schönen <strong>Kindheitserinnerungen</strong>, den Gedanken an das stundenlange Stöbern in den <strong>Bravo Hits-CDs</strong> in der Bibliothek der nächsten Kleinstadt (um sie dann zu Hause von meinem großen Bruder heimlich brennen zu lassen). Oder an die <strong>FALCO-, AC/DC-, PINK FLOYD-</strong>Scheiben, die mein Vater auf so mancher langer Autofahrt eingelegt hat (Ja, der Mann hat Geschmack! ;)).</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_23280" aria-describedby="caption-attachment-23280" style="width: 464px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-23280 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/Ultraschall.jpg" height="359" width="474" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/Ultraschall.jpg 677w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/Ultraschall-300x227.jpg 300w" sizes="(max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-23280" class="wp-caption-text">Pränatale Ehrung Ronnie James Dios oder doch purer Zufall?</figcaption></figure>
<p>Sind wir doch mal ehrlich: Nicht jeder von uns hielt schon als <strong>Fötus im Mutterleib</strong> die Mano Cornuta in die Höhe.<br />
So kenne ich kaum jemanden in meinem Alter, der als Kind nicht auch voller Inbrunst <em>&#8222;<span style="color: #993300;">Dragostea Din Tei</span>&#8222;</em> von <strong>O-ZONE</strong> mitgeschmettert hat – zwar vermutlich <strong>mit falschem Text, aber guter Laune</strong>. (Da die Charts ständig im Wandel sind kann ich, was das betrifft, natürlich nur für meine Generation sprechen.)<br />
Erst recht wird niemandem beispielsweise gleich der Black Metal in die Wiege gelegt. Stattdessen <strong>steigert sich</strong> die Spezies des Metalheads, man gewöhnt sich Stück für Stück an die Härte, bis man irgendwann seine individuelle <strong>musikalische Wohlfühlzone</strong> entdeckt, derer Einladung zum Bleiben man nur zu gern nachkommt.<br />
Dennoch tun die meisten von uns heute gern so, als hätte es in ihrem musikalischen Lebenslauf <strong>nie etwas anderes</strong> als den Metal gegeben. <strong>Warum eigentlich?</strong></p>
<h3>&nbsp;</h3>
<p>Irgendwann kommt häufig eben der Punkt, an dem man sich als großer Musikfan in einer bestimmten Szene oder Subkultur <strong>behaupten</strong> möchte &#8211; nach dem Motto: <strong>&#8222;Ich bin ein ganz Trver!&#8220;</strong> Da wird es zum höchsten aller Ziele, in den <strong>exklusiven Club</strong> namens &#8222;Metalszene&#8220; aufgenommen zu werden.<br />
Doch um welchen Preis? Benzin und Streichholz auf all die Platten der Vergangenheit, die doch letztlich nicht nur einen materiellen, sondern auch einen <strong>emotionalen Wert</strong> besitzen, ein Stückweit sogar zur Persönlichkeit gehören? Muss man seine musikalischen Wurzeln und den zugehörigen Werdegang wirklich zwanghaft <strong>ausradieren</strong>, um in der Szene Fuß zu fassen, ihr angehörig sein zu &#8230;&#8220;dürfen&#8220;?&nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_23288" aria-describedby="caption-attachment-23288" style="width: 327px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" class="wp-image-23288 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/Trveness-Meme-Versuch-2-300x293.jpg" height="329" width="337" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/Trveness-Meme-Versuch-2-300x293.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/11/Trveness-Meme-Versuch-2.jpg 394w" sizes="(max-width: 337px) 100vw, 337px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-23288" class="wp-caption-text">Blöd gelaufen.</figcaption></figure>
<h3><strong>Schluss mit der Geheimniskrämerei</strong></h3>
<p><strong>Nein!</strong> Kein Mensch muss sich für die Klänge <strong>rechtfertigen</strong>, die ihm ehemals Freude gemacht haben – nicht vor sich selbst, erst recht nicht vor anderen. Weder gibt es <strong>„Aufnahmetests“</strong> für die Metalszene (mal abgesehen vom ominösen Teste-Dich.de-Trveness-Quiz, aber das ist für seriöse Statistiken vermutlich nicht allzu aussagekräftig), noch muss man sein stählernes Herz auf einer Skala von <strong>MODERN TALKING</strong> bis <strong>Varg Vikernes</strong> einordnen. Schätzt man auch heute selbst manche jugendliche Vorliebe als den ultimativen musikalischen Fehlgriff ein, ist das noch lange kein Grund, sich dafür in Grund und Boden zu schämen. Lange Zeit glaubte ich das nämlich, aus Angst, in der Metalszene&nbsp;<strong>nicht ernst genommen</strong> zu werden.<br />
Metallerweile kann ich zum Glück ganz offen dazu stehen und <strong>selbst über meine Geschmacksverirrungen lachen</strong>, weil es &#8211; in Anbetracht dessen, was jetzt tagein-tagaus im Hinter- oder Vordergrund dudelt &#8211; so absurd erscheint, zurückzublicken. Lasst uns einfach ein bisschen offener damit umgehen.</p>
<p>Deshalb hier meine letzte kleine Beichte: Die erste CD, die ich mir selbst gekauft hatte, war von <strong>TAYLOR SWIFT</strong> (Kaufgrund: Ich fand das Cover irgendwie schön). Etwa fünf Jahre später jedoch fand ich mich im selben CD-Laden wieder, trug aber diesmal mit stolz geschwellter Brust eine <strong>IRON MAIDEN</strong>-Scheibe nach Hause.</p>
<h3><strong>Welchen Unterschied das jetzt macht?</strong></h3>
<p><strong>Einen persönlichen</strong>. Auch, wenn mein anfängliches Interesse für Musik an einer vollkommen anderen Stelle gestartet ist, als man heute glauben mag, hat es doch dazu beigetragen, mich dorthin zu führen, wo ich jetzt stehe. Das Finden des individuellen Musikgeschmacks ist ein <strong>Prozess</strong>, der sich, wie man an meinem kleinen &#8222;Geständnis&#8220; sieht, auch mal über ein paar Jahre hinziehen kann – vor allem in der <strong>Pubertät</strong> wahrscheinlich nicht untypisch.</p>
<p>Sicher kein <strong>Musterbeispiel</strong> des musikalischen Lebenslaufs eines Metalheads, für mich aber eine <strong>spannende Rückverfolgung</strong>. Und an einem endgültigen Ziel dieser faszinierenden Entwicklung bin ich garantiert noch lange nicht angelangt. Denn das ist &#8211; <strong>Zukunftsmusik</strong>.</p>
<p>Auch ein paar solcher &#8222;Beichten&#8220; parat, die ihr euch von der Seele schreiben möchtet? Nur zu, <strong>teilt</strong> sie mit uns! Ich bin auf eure Geschichten gespannt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Überhaupt keine Lust mehr auf Musik? <a href="https://silence-magazin.de/keine-zeit-mehr-fuer-die-musik/">HIER</a> klicken!</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr>
<p><em><strong>Dies ist ein Beitrag von Gastautorin:</strong></em> <strong>Alexandra</strong></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>HEAT &#8211; Besuch in die Vergangenheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Oct 2017 06:08:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>HEAT &#8211; Night Trouble Veröffentlichungsdatum: 13.10.2017 Dauer: 46:59 min. Label: This Charming Man Records Stil: Classic Rock Nachdem ich mich mit den Schweden H.E.A.T. befassen &#8222;durfte&#8220;, ist es nun Zeit für die Berliner Kombo, welche ohne Punkte unter dem Namen HEAT fungiert. ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>HEAT </strong>&#8211; Night Trouble<br />
Veröffentlichungsdatum: 13.10.2017<br />
Dauer: 46:59 min.<br />
Label: This Charming Man Records<br />
Stil: Classic Rock</p>
<p>Nachdem ich mich mit den Schweden <a href="https://silence-magazin.de/h-e-a-t-diabetes-auf-cd/">H.E.A.T.</a> befassen &#8222;durfte&#8220;, ist es nun Zeit für die Berliner Kombo, welche ohne Punkte unter dem Namen <strong>HEAT</strong> fungiert. Beim Öffnen des auf 1000 Einheiten limitierten Digipaks (600 Exemplare auf Vinyl) lese ich folgende Worte:</p>
<blockquote><p>&#8222;Das Konzept hinter &#8222;Night Trouble&#8220; war es, ein ehrliches und organisches Stück Musik zu schreiben. Es wurde auf analogem Band gemixt und gemastered. Kein anderer Aufnahmeprozess&nbsp; spiegelt die Philosophie von <strong>HEAT</strong> wieder, als eine 16 Spuraufnahme auf 1&#8243; Analogband. Was du hörst, ist 100 % <strong>HEAT</strong>. In diesem kreativen Prozess wurden keine Computer verwendet.&#8220;</p></blockquote>
<p>Das klingt natürlich großspurig und selbstsicher, aber wer das Glück hatte <strong>HEAT</strong> live zu erleben und die ersten 2 Platten kennt, der weiß, dass es sich hier mitnichten um heiße Luft handelt.</p>
<h4>HEAT bringen euch zurück in die Siebziger</h4>
<p>Zwischen all den Vintage-Rock-Bands hervorzustechen ist dieser Tage anspruchsvoll geworden. Überall sprießen diese Gruppen wie Pilze aus dem Boden. Am besten mit Frauengesang und vermeintlich okkulten Texten. <strong>HEAT</strong> gehen das anders an. &#8222;Night Trouble&#8220; überzeugt mit internationaler Klasse und reifem Niveau, ohne dabei als blasse Kopie an die glorreichen Zeiten abgestempelt zu werden. &#8222;Night Trouble&#8220; entpuppt sich als vitaler Hard Rock-Output (<em>&#8222;Burden&#8220;</em>, <em>&#8222;Sullen Eyes&#8220;</em>), streift dabei die großartigen <strong>THIN LIZZY</strong> und punktet im Gegensatz zum Vorgänger (&#8222;Labyrinth&#8220;) mit direkteren Klampfen. Dadurch wirken die neuen Songs von <strong>HEAT</strong> zeitloser und vor allem spontaner.</p>
<p>Überraschungen haben <strong>HEAT</strong> natürlich auch im Gepäck. Bei den ersten Höreindrücken von <em>&#8222;Granny Notes&#8220;</em> bekommt man einen soliden Rocksong, der als vollkommene Hommage an die 60er und den Rock &#8217;n&#8216; Roll erinnert. Verfeinert wurde diese lockere Nummer durch den Gastgesang von <strong>Alia</strong> (<strong>TRAVELIN JACK</strong>), mit denen sich die Band rein zufällig den Proberaum teilt.&nbsp; Erinnert jedenfalls an die <strong>ROLLING STONES</strong> und überrascht mit tollen Bläsern.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_22783" aria-describedby="caption-attachment-22783" style="width: 1014px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-22783 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/HEAT_cover_inlay-1024x439.jpg" height="439" width="1024" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/HEAT_cover_inlay-1024x439.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/HEAT_cover_inlay-300x129.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/HEAT_cover_inlay-750x322.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/HEAT_cover_inlay.jpg 1488w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-22783" class="wp-caption-text">Schicke Aufmachung: das neue Album von HEAT</figcaption></figure>
<h4>Scorpions und akustische Ausflüge &#8211; HEAT entwickeln sich weiter</h4>
<p>Doch die Berliner begnügen sich nicht mit einfachen Vergleichen, sie wollen mehr erreichen. Ihre Einflüsse gekonnt verweben. Liebevoll tauften sie ihre Huldigung an die <strong>SCORPIONS</strong> <em>&#8222;Hide And Seek&#8220;</em> am Anfang noch &#8222;Klaus Meine&#8220;. Pfiffige Kerlchen, jedoch ist ihnen damit auch ein astreiner Hit gelungen, der tatsächlich aus den 80ern stammen könnte und mit seinem Charakter durchaus an die deutschen Aushängeschilder erinnert.</p>
<p>Neuland betritt der Fünfer in Form von <em>&#8222;Where Love Grows&#8220;</em>, denn hier wird zum ersten Mal in der Bandgeschichte ein Mittelteil mit der Akustikgitarre vollzogen. Funktioniert prima. <strong>UFO</strong> oder gar <strong>URIAH HEEP</strong> stechen hier deutlich hervor. Auch der mehrstimmige Gesang passt dazu hervorragend. Aber das ist noch nicht alles. Besonders hat es mir das fette <em>&#8222;Divided Road&#8220;</em> angetan, da es <strong>JIMI HENDRIX</strong> pur ist.</p>
<p>Einen besonderen Pluspunkt gibt es noch in puncto Gesang zu vermelden, denn inzwischen hat sich die Leistung von <strong>Patrick Fülling</strong> gesteigert. Da können die Kritiker sich bald eine neue Baustelle suchen. Herzblut ist mir sowieso lieber als künstliche Perfektion.</p>
<p>Nostalgie gibt es <a href="https://heatbandofficial.bandcamp.com/">HIER </a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/heat-besuch-in-die-vergangenheit/">HEAT &#8211; Besuch in die Vergangenheit</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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