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	<title>VORNA Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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		<title>VORNA &#8211; Schon wieder Finnland!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nico]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Sep 2019 09:49:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Finnischer Freitag!<br />
Wir haben mal wieder einen Schatz aus Finnland für dich :)<br />
Heute aus dem reichhaltigen Topf skandinavischer Metalbands: VORNA! </p>
<p>Progressiv und Black zum Ausklang der Woche - Viel Spaß!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/vorna-sateet-palata-saavat/">VORNA &#8211; Schon wieder Finnland!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>&nbsp;</h3>
<p style="text-align: center;"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h3 style="text-align: center;">VORNA &#8211; &#8222;Sateet Palata Saavat&#8220;</h3>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong> 27.09.2019</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Dauer:</strong> 52:52 min.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Label: </strong>Lifeforce Records</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Genre: </strong>Progressive/Melodic Black Metal</p>
<p style="text-align: center;"></div></div></div></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Finnland – Land der tausend(en) ……… Metal-Bands</strong></h3>
<p>Dass <strong>Finnland</strong> eine der <strong>ultimativen Hochburgen für metallische Qualitätsware</strong> ist, sollte szeneintern bekannt sein.&nbsp; Über Genregrenzen des <strong>Old School/Melodic Death, Folk/Pagan/Viking, Melodic Power und Black Metals</strong> hinweg setzten über Jahrzehnte hinweg unzählige Bands aus dem Land der tausend Seen <strong>internationale Standards</strong> für die härteste Tonkunst dieses Planetens. Besonders der <strong>Black Metal</strong>, welcher von diesem Erdenfleck kommt, trumpft immer wieder in einer den dortigen klimatischen Verhältnissen entsprechenden <strong>besonders rohen, aggressiven, frostigen und urwüchsigen Machart</strong> auf.&nbsp; Die passionierten Blasphemiker um bspw. <strong>SARGEIST, HORNA, ARCHGOAT, IMPALED NAZARENE, BEHERIT </strong>und <strong>BEHEXEN </strong>gelten in tiefschwarzgetränkten Hörerkreisen als Inbegriff für <strong>dogmatischen Akustikterror </strong>der Extraklasse. Einfach laut aufdrehen und jeder gutbürgerliche <strong>Volksmusik-Romantiker-Nachbar</strong> rennt wimmernd und schweißgetränkt aus der mit Kuckucksuhren übersäten Wohnung und vergisst, angesichts seines Schocks, gar die Telefonnummer der Polizei oder der örtlichen Irrenanstalt, welche er eigentlich kontaktieren wollte. Doch genug der Stereotypen forcierenden und <strong>übertreibenden Anektoden.</strong></p>
<h3><strong>Progressive Grüße aus Norwegen?</strong></h3>
<p><strong>Black Metal mit progressiven Elementen</strong>, sphärischen, einprägsamen Melodien, beschaulichem Klargesang und/oder erhabenen tranceartigen Genussmomenten ist dagegen <strong>seltener in Finnland</strong> beheimatet. Die Platzhirsche aus diesem Segment stammen prioritär aus <strong>Norwegen</strong> und tragen weitreichend bekannte Namen wie <strong>BORKNAGAR, VINTERSORG, CRONIAN, ARCTURUS, ICS VORTEX, IHSAHN </strong>oder <strong>SOLEFALD. </strong>Als konkurrenzfähiges Gegenangebot möchte ich euch heute das neue und damit <strong>dritte Vollwerk</strong> des aus Tampere stammenden <a href="http://www.vorna.fi/">Sextetts</a> <strong>VORNA </strong>vorstellen. Ja, richtig, mit <strong>„V“</strong> und nicht mit <strong>„H“. &nbsp;</strong>Wie schon auf den beiden Vorgängeralben wurden alle Tracks, sowie auch der Albumtitel <strong>„Sateet Palata Saavat“</strong> in ihrer <strong>Heimatsprache</strong> verfasst. Nach einer kurzen dürftigen Recherche bedeutet der Titel anscheinend so viel wie <strong>„Der Regen kehrt zurück“</strong>. (Um kompetente <strong>Verbesserungsvorschläge</strong> wäre ich euch sehr verbunden). Während meines <strong>ersten Hördurchlaufes </strong>bin ich zwar nicht in einen Freudentränenschauer ausgebrochen, trotzdem kann ich der Platte von Beginn an eine <strong>magnifizierende Aura</strong> zuschreiben, welche sich wohldosiert über ihren gesamten Verlauf ausbreitet.</p>
<h3>Ein brillianter Auftakt</h3>
<p>Gemächlich eröffnet das Intro <strong><em>„Ylle Kaartuvat“</em></strong> &nbsp;einen <strong>idyllisch-apokalyptischen Sonnenaufgang</strong>, welcher gegen Mitte der Laufzeit mittels erhabenen Bläserinterventionen marschartig das anstehende Geschehen andeutet. Aufbruchartig, frisch und interessefördernd läutet dann <strong><em>„Toinen“</em></strong> ein. <strong>Melodisch</strong> erklingen die Gitarrenriffs, dazu gesellt sich eine altbekannte, <strong>im leichten finnischen Dialekt verortete Krächzstimme</strong>. <strong>Symphonische Elemente</strong> schmiegen sich sacht an, während <strong>glockenartige Klänge</strong> und <strong>modern-rockige</strong> kurze Riffintervalle für <strong>Progressivität</strong> sorgen.&nbsp;</p>
<p>Ebenso melodiös schreiten&nbsp;<strong>VORNA</strong> mit <strong>„<em>Syvyydet</em>“</strong> fort.&nbsp; Wieder gelingt mit den symphonischen und glockenartigen Elementen eine optimale Mixtur-Gradwanderung, sodass sich die Weite der finnischen Natur förmlich vor einem ausbreitet. Der anschließende Part mit <strong>baritonalem Klargesang</strong> sorgt für ein kurzes, weniger traditionelles oder folkloristisches, sondern eher <strong>melancholisch-jazziges Zeitfensters</strong> des nachdenklichen Versunkenseins <strong>ohne schmalzig</strong> oder übertheatralisch zu wirken, bevor die tragende gutturale Stimme in Verschmelzung mit der Melodie wieder die <strong>gewünschte Härte</strong> ins Gesamtbild des Songs einbringt. Die beiden Parts wiederholen sich ein bis zweimal, bevor die Bridge in die letzte <strong>höhepunktbringende Strophe</strong> überleitet. &nbsp;</p>
<p><iframe title="VORNA - Syvyydet (new single - official audio)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/IKGJqEfHl2g?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h3><strong>Von Progressive Black zu Post Black Metal ?!?</strong></h3>
<p>In&nbsp; <strong>„</strong><strong><em>Sydäntalven puut“</em></strong> &nbsp;werden&nbsp;<strong>VORNA</strong> im Folgenden wuchtiger, aber noch eingängiger und nachdenklicher, wobei in den Strophen die <strong>Glockenspiele</strong> klarer zum Vorschein kommen. Im Titel <strong>„<em>Aalloista“</em></strong> sorgen ein schon <strong>sphärisches, „drumgespicktes“ Intro</strong> mit anschließenden <strong>post- und doom-lastigen Riffs</strong> und der <strong>cleanen Halbsprechgesang-Stimme</strong> aus <strong><em>„Syvyydet“</em></strong> endgültig für eine spirituelle Teleportation in die finnische Tundra. Aus der Ferne winken uns durch <strong>„klingelnde“</strong>, intervallartige Post-Black-Metal Riffs <strong>DYNFARI, SORROW PLAGUES, CUSCUTA </strong>und <strong>ECHOES OF THE MOON </strong>kurz zu. (Wer die Bands kennt bzw. allgemein gern Atmospheric Post Black Metal hört, wird sicherlich wissen, was ich damit meine.)</p>
<p>Trotzdem verkennen die Herren in diesem Song nicht ihren Stil. Das <strong>finnische Flair</strong> schwingt immer noch in jeder Note mit. <strong>BORKNAGAR </strong>und <strong>VINTERSORG,</strong> aber auch nicht zuletzt <strong>INSOMNIUM </strong>und <strong>WINTERSUN </strong>haben hier definitiv ihre Fußstapfen im <strong>meterhohen Pappschnee</strong> hinterlassen. Choral und erhaben kommt der Track zum Ende und vollzieht einen <strong>homogenen</strong>, aber gebundenen <strong>Übergang</strong> zum nächsten Track, welcher symphonisch und wieder hochmelodiös auftritt. Spätestens ab <strong><em>„Virvatulet</em></strong><em>“ </em>zeigt sich jedoch die <strong>Schwachstelle </strong>des Albums, wie sie wohl in <strong>mindestens 95% aller Alben</strong> auftritt. Das Konzept beginnt sich, zwar <strong>immer noch</strong> auf <strong>hohem Niveau</strong> befindend, fest zu fahren. Man hat das Gefühl, alles schon gehört zu haben.&nbsp; Nichtsdestotrotz behält <strong>„Sateet Palata Saavat“ </strong>bis zum Schluss die Kondition. Lediglich der letzte Track <strong><em>„Kauas“</em></strong> &nbsp;missfällt mir ein wenig.</p>
<h3><strong>Kompetenzfortschritt durch musikalischen Fortschritt?</strong></h3>
<p>Die beiden Vorgängeralben <strong>„Ajastaika“ (2013)</strong> und <strong>„</strong><strong>Ei Valo Minua Seuraa“ (2015)</strong> gaben schon ein hohes Niveau für <strong>„Sateet Palata Saavat“ </strong>vor. Ebenso vor <strong>Melodiösität</strong> und <strong>symphonischen Arrangements</strong> strotzend, waren diese Werke noch <strong>paganer </strong>und eine Idee <strong>traditioneller</strong> und eben <strong>nicht</strong> so <strong>progressiv und modern</strong> aufgestellt. In <strong>„Ajastaika“ </strong>hört man sogar stellenweise noch ein <strong>akkordeonartiges Instrument</strong>. <strong>„Sateet Palata Saavat“ </strong>klingt eben im Vergleich etwas abgewandelter sowie experimentierfreudiger, aber <strong>definitiv nicht schlechter</strong>. Andernfalls kann ich mich auch <strong>nicht</strong> recht für eine explizite <strong>Steigerung</strong> ihres musikalischen Niveaus aussprechen, was allerdings damit zusammenhängt, dass ihre Tonkunst bis dato schon auf einem sehr <strong>hohen Level </strong>angesiedelt war. Hervorzuheben ist jedoch, dass m.E.<strong> Vesa,&nbsp;</strong>dem Sänger der Truppe die (zurückgewonnene) episodische Tiefe im gutturalen Gesang ziemlich gut steht.</p>
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