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	<title>Wahnsinn Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Wahnsinn Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>URARV &#8211; Never stop the Madness</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Oct 2017 06:12:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>URARV – Aurum Veröffentlichungsdatum: 21.09.2017 Dauer: 49 Min. Label: Svart Records Stil: Experimenteller Old School Black Metal Brutalität, wahnwitzige Geschwindigkeit, ausgearbeitete Konzepte &#8211; all das sind Attribute, welche für mich extreme Spielarten des Metal so attraktiv machen. Jedoch schätze ich noch einen ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>URARV</strong> – Aurum<br />
Veröffentlichungsdatum: 21.09.2017<br />
Dauer: 49 Min.<br />
Label: Svart Records<br />
Stil: Experimenteller Old School Black Metal</p>
<p>Brutalität, wahnwitzige Geschwindigkeit, ausgearbeitete Konzepte &#8211; all das sind Attribute, welche für mich extreme Spielarten des Metal so attraktiv machen. Jedoch schätze ich noch einen Faktor als deutlich wichtiger ein: Leidenschaft, beziehungsweise Wahnwitzigkeit. Es gibt Musik, die mich nach vielen Jahren immer noch staunen lässt. Ich denke da spontan an &#8222;Carved in Stigmata Wounds&#8220; von <strong>SECRETS OF THE MOON</strong>, &#8222;Ordo ad Chao&#8220; von<strong> MAYHEM</strong> oder auch den letzten Output der norwegischen Wahnies <strong>DØDHEIMSGARD</strong> &#8222;A Umbra Omega&#8220;. Was dort aufgefahren wurde, war jenseits irgendwelcher Genrelimitierungen, sondern schlicht und ergreifend eine Manifestation wahnsinniger Musik.</p>
<p>Einen großen Anteil am Wahnsinn hatte defintiv der Sänger <strong>Aldrahn</strong> (Bjørn Dencker Gjerde), der eine bemerkenswerte Leistung darbrachte und seine Stimmbänder teils aufs Übelste malträtierte. 2016 durfte ich dieses Spektakel noch live erleben, kurz nach der Tour mit den oben genannten <strong>SECRETS OF THE MOON</strong> verließ <strong>Aldrahn</strong> jedoch <strong>DØDHEIMSGARD</strong> (nicht zum ersten Mal) und widmete sich nun voll und ganz seinem 2003 gegründeten Projekt <strong>URARV</strong>. Nachdem 2016 ein Promodemo veröffentlicht wurde, erscheint nun das Debüt &#8222;Aurum&#8220; und präsentiert <strong>Aldrahn</strong>s Musik vertraut verschroben und zugleich wohlig traditionell. <strong>Aldrahn</strong> selbst übernimmt den Gesangs- und Gitarrenposten und wird dabei von Bassist <strong>Sturt</strong> (u.a.<strong> TROLL</strong>) und der Drummerin <strong>Trish</strong> (u.a. <strong>CRAFT</strong>, <strong>ISVIND</strong>) unterstützt.</p>
<h3>Ipsissima Verba</h3>
<p>Präsentiert sich das Coverartwork von &#8222;Aurum&#8220; kryptisch, symbolisch und für meinen Geschmack etwas zu überladen, so trifft dies nicht auf den Opener <em>&#8222;Forvitringstid&#8220;</em> zu. Cleane Gitarren und ein akzentuierter Bass beginnen angenehm melodisch und leicht psychedelisch, bevor verzerrte Gitarren und das Schlagzeug einsetzen und sofort ein enormer Groove den Track dominiert.<strong> Aldrahn</strong>s Gesang klingt zuerst ein wenig rezitierend, steigert sich jedoch schnell in abgefahrenere Regionen. Hier hört ihr definitiv KEINEN 08/15-Black Metal-Gesang. Es wird frei von der Leber weg gewütet und auch des Öfteren halbcleaner Gesang verwendet, der jenseits von Gut und Böse seine manischen Geschichten erzählt. Abgesehen davon bleibt<em> &#8222;Forvitringstid&#8220;</em> jedoch ein wenig blass, rockt dennoch gut durch, kann aber keinen absolut überzeugenden Eindruck hinterlassen.</p>
<p>Deutlich besser gelingt dies meines Erachtens bei den folgenden Stücken <em>&#8222;Ancient DNA&#8220;</em>, <em>&#8222;The Retortion&#8220;</em> und<em> &#8222;Broken Wand&#8220;</em>, welches ebenfalls auf dem letztjährigen Promodemo vertreten war. Zwischen Midtempo-Black-Metal, zeitweiligen Ausbrüchen, leicht psychedelischen Elementen und dem theatralischen Gesang sticht für mich sehr positiv das präsente Bassspiel heraus. Sowohl klanglich als auch spielerisch weiß der Tieftöner interessante Akzente zu setzen und auch ab und an den Liedverlauf zu führen. Stark! <em>&#8222;The Retortion&#8220;</em> glänzt zudem mit einem soundtrackartigen und beschwörenden Mittelteil, wohinggegen <em>&#8222;Broken Wand&#8220;</em> einen epischen Songaufbau aufweist und herrlich charmant durchs Unterholz knüppelt.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;">&#8222;And winter lasted a lifetime&#8230;&#8220;</p>
</blockquote>
<p>Überhaupt klingt <strong>URARV</strong> im direkten Vergleich mit<strong> Aldrahn</strong>s ex-Band deutlich oldschooliger und orientiert sich im Kern sehr stark an der zweiten Welle des Black Metal, speziell an<strong> DARKTHRONE </strong>und<strong> THORNS</strong>. Angereichert mit den beschriebenen psychedelischen Elementen und dem sehr eigenen Gesang ergibt diese Mixtur durchaus einen recht eigenen Sound.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_22894" aria-describedby="caption-attachment-22894" style="width: 890px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-22894" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/urarv-photo-1024x646.jpg" width="900" height="568" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/urarv-photo-1024x646.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/urarv-photo-300x189.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/urarv-photo-750x473.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/10/urarv-photo.jpg 1450w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-22894" class="wp-caption-text">v.l.n.r. Sturt, Aldrahn, Trish</figcaption></figure>
<h3>Fear your Mind</h3>
<p>In der zweiten Albumhälfte kommen zur bekannten Stilistik noch ein paar Thrash-Metal-Versatzstücke dazu, wie etwa im Song <em>&#8222;Guru&#8220;</em>. <em>&#8222;Valens Tempel&#8220;</em> wiederum erinnert mich speziell durch seine Gesangsdarbietung ein wenig an das kauzige Schwermetallgeholze alter <strong>ARCKANUM</strong>. Insgesamt legt <strong>Aldrahn</strong> bei den letzten Stücken noch eine gehörige Portion mehr Wahnsinn in seine Stimme. Da gibt es neben verzweifelten Schreien und Geheul auch archaische Grunzlaute und gutural herausgekotzte Wut zu hören. Dennoch wirkt dies alles sehr natürlich und authentisch. Wer ihn einmal live erlebt hat, weiß wovon ich spreche.</p>
<p><em>&#8222;Red Circle&#8220;</em> beschließt das Album auf äußert boshafte Art und Weise und hämmert beständig und konsequent auf den Hörer ein, bevor das Stück soundtrackartig mit Streichern und mystischem Frauengesang ausklingt. Das Ganze bildet ein interessantes Potpourri, kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich gegen Ende leichte Längen in die Kompositionen eingeschlichen haben. Die Grundriffs werden meiner Meinung nach einfach zu häufig wiederholt.</p>
<p>Schlussendlich wirkt &#8222;Aurum&#8220; trotz seiner experimentellen Seite äußert schlüssig und verknüpft klassisches Gebolze mit psychedlischen, gar krankhaften Momenten. Etwas Vergleichbares habe ich in letzter Zeit nur bei <strong>BETHLEHEM</strong> gehört. Die Highlights im Klangkonstrukt bilden für mich ganz klar <strong>Aldrahn</strong>s Gesang und das sehr gute Bassspiel. Diese Komponenten werden von der schneidenden und dennoch differenzierten Produktion gut herausgestellt. Der Rest ist gefällig, jedoch ein wenig zu unspektakulär.</p>
<p>Verglichen mit dem Schaffen <strong>DØDHEIMSGARD</strong>s besinnt sich <strong>URARV</strong> mehr auf die Ursrpünge im Black Metal und weiß über weite Strecken zu überzeugen. Ich hoffe sehr, dass wir in Zukunft noch mehr von diesem Trio hören und sie ihre Stärken noch besser ausspielen können. Wenn sie das schaffen, werkeln sie ganz oben in der Liga der psychedelischen (Black) Metal-Bands mit.</p>
<p>Never stop the Madness! Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaarrrrrrrrrrrrrrrr &#8230;.</p>
<p><iframe width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/nsLNHrlvUr0?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://urarv.bandcamp.com/album/aurum">Bandcamp</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/urarv/">Facebook</a></p>
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		<title>RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR – IGORRR</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Luc]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Jul 2017 08:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive]]></category>
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		<category><![CDATA[Avantgarde]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>IGORRR&#160;– Savage Sinusoid Veröffentlichungsdatum: 15.06.2017 Dauer: 39 Min. Label:&#160;Metal Blade Records Stil: Spaghetti Musik-gewordenes &#8230; Etwas. Prinzipiell kann ich mich recht gut mit den Kollegen von Powermetal.de identifizieren, entsprechend durchstöbere ich auch immer deren monatlichen Soundcheck. Etwas verwundert habe ich dann jedoch ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>IGORRR&nbsp;</strong>– Savage Sinusoid<br />
Veröffentlichungsdatum: 15.06.2017<br />
Dauer: 39 Min.<br />
Label:&nbsp;<span class=" mobile-oversized">Metal Blade Records<br />
Stil: Spaghetti</span></p>
<h3>Musik-gewordenes &#8230; Etwas.</h3>
<p>Prinzipiell kann ich mich recht gut mit den Kollegen von <strong>Powermetal.de</strong> identifizieren, entsprechend durchstöbere ich auch immer deren monatlichen Soundcheck. Etwas verwundert habe ich dann jedoch festgestellt, dass auf dem vorletzten Platz eine Band namens <strong>IGORRR</strong> mit einem Schnitt von <strong>knapp über vier Punkten gelandet ist</strong>. Das verwunderte mich deshalb, weil mir ebenjene Truppe gerade noch vom eigenen Gitarristen empfohlen wurde. Neugierde geweckt! Kann das Ding dann wirklich so schlecht sein? Aufmachung und Name lassen schon einmal auf Mucke abseits der Norm schließen, <strong>eine schöne Abwechslung also zum eher schematischen Alltagsmetal</strong>, so die eigene Erwartungshaltung.</p>
<p>Der sympathisch betitelte Opener<em> &#8222;Viande&#8220;</em> haut, als derber Death Metal getarnt gut in die Kauleiste, hält sich aber vergleichsweise zurück. Ausgeflippt ist das Ding durchaus, mit seinen eingeworfenen Trip-Hop-Elementen und dem schmerzhaft wahnsinnigen Gesang. Das ist im Vergleich zum Kommenden aber noch sehr zahm.<em> &#8222;ieuD&#8220;</em> zeigt dann, was sich hinter <strong>IGORRR</strong> tatsächlich verbirgt: <strong>reiner Wahnwitz!</strong> Auf der einen Seite kleidet sich der Song sehr barock, offeriert eine hervorragende klassische Sängerin und pendelt von einem zum nächsten Moment zwischen den Gegensätzen, wie sie selbst im extremsten Metal rar sind. <strong>Es ist anstrengend, ja, sogar sehr anstrengend.</strong> Als Hörer lechzt man nach Halt und freut sich, wenn dann einmal &#8222;nur&#8220; Blastbeats über einen hereinbrechen. Ausflüge in Bereiche jenseits des Metal, vor allem in klassische Gefilde, sind eher die Regel als die Ausnahme.</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/UBakgOHKI-g?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>Problème de compréhension</h3>
<p><strong>IGORRR</strong> dekonstruieren und polarisieren, so viel ist klar. Man könnte eigentlich behaupten, &#8222;Savage Sinusoid&#8220; lebe das Tabu, so weit abseits gängiger Songstrukturen operiert das Album. Gleichzeitig lässt sich aber auch immer ein roter Faden erahnen, und sei es nur durch das bewusste Zerschnippeln eines solchen. Da kommen wir auch schon zum wichtigsten Punkt: Zu keinem Zeitpunkt hat man den Eindruck, hier sei willkürlich Chaos ausgelegt worden. Das Album mag hohe Ansprüche an den Hörer stellen, <strong>untermauert diese aber mit den Fähigkeiten der einzelnen Protagonisten</strong> – die Truppe um Mastermind <strong>Gautier Serre</strong> beherrscht ihr Handwerk wirklich hervorragend.</p>
<p>Insgesamt lässt sich feststellen, dass <strong>IGORRR</strong> anecken. Den meisten wird dieses Album schlicht zu anstrengend sein, setzt es doch auf totale Reizüberflutung. Selbst ein kauziger Eigenbrötler wie <strong>IHSAHN</strong> wirkt im Vergleich gemäßigt, wenn nicht gar massentauglich verglichen mit diesem &#8222;Ding&#8220;. Es ist also durchaus verständlich, warum es bei den Kollegen von <strong>Powermetal.de</strong> einen so schlechten Schnitt eingefahren hat. Als Gegenentwurf zum üblichen Metal ist das Ding aber nicht nur auf eine verquere Art erfrischend, sondern durchaus wertvoll. Entgegen der chaotischen Natur von &#8222;Savage Sinusoid&#8220; entsteht nämlich ein einzigartiger Hörfluss, und es macht irgendwo auch Spaß. Der Preis hierfür ist natürlich, dass die Songs auf sich allein gestellt nicht alle funktionieren – <strong>was sie offensichtlich aber auch nicht sollen.</strong> Daher wohl die wirren Titel wie <em>&#8222;Spaghetti Forever&#8220;</em>, <em>&#8222;Problème d&#8217;émotion&#8220;</em> oder <em>&#8222;Robert&#8220;</em>. In Zeiten, wo nur die Single und der große Hit zählen, eine angenehme Abwechslung.&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/rrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr-igorrr/">RRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR – IGORRR</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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