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	<title>wo es sicht lohnt metalhead zu sein Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>wo es sicht lohnt metalhead zu sein Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Deutschland, deine Festivals &#8211; #06.2: Berlin II</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lukas]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jan 2017 10:25:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wie sehr man sich doch irren kann … Von wegen festivalarme Hauptstadt. Nicht mal in einen Artikel haben die ganzen Veranstaltungen gepasst! Umso besser, dann darf ich euch heute immerhin gleich nochmal mit Festivals aus Berlin bombardieren. Ging es im Artikel Berlin ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/deutschland-deine-festivals-06-2-berlin-ii/">Deutschland, deine Festivals &#8211; #06.2: Berlin II</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie sehr man sich doch irren kann … Von wegen festivalarme Hauptstadt. Nicht mal in einen Artikel haben die ganzen Veranstaltungen gepasst! Umso besser, dann darf ich euch heute immerhin gleich nochmal mit Festivals aus Berlin bombardieren. Ging es im Artikel <strong>Berlin I</strong> noch um die prä-sommerlichen Festivals, präsentiere ich euch heute die post-sommerlichen Gegenstücke. Viel Spaß mit meinem Artikel <strong>Berlin II</strong>!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Das Vize-Flaggschiff: Nuclear War Now Fest</h2>
<p>Zum größten Festival der Stadt hat es das <strong>Nuclear War Now Fest</strong> mit seinen bis zu 1000 Besuchern zwar nicht geschafft, dafür aber zum größten Festival der zweiten Saisonhälfte und zum zweitgrößten Festival Berlins. Seinen Namen verdankt das Festival – so wie auch einige andere Veranstaltungen – der Organisation, die dahintersteht. In diesem Fall veranstaltet <strong>Nuclear War Now! Productions</strong> die Reihe. 2009 urveranstaltet und 2010 fortgesetzt, findet das Festival seitdem alle zwei Jahre statt, sodass das <strong>Nuclear War Now Fest</strong> bis dato insgesamt fünf Auflagen zählt. Zum letzten Mal wurde das zweitägige Festival am 4. und 5. November 2016 ausgetragen.</p>
<p>Das Line-Up ist äußerst international, sodass fast alle auftretenden Bands aus dem Ausland stammen. Der Schwerpunkt liegt ganz klar auf Death und Black Metal. Nur sehr vereinzelt lassen sich auch Heavy oder Thrash Metal verorten. Zu den 18 Bands der letzten Auflage gehören auch <strong>METALUCIFER</strong>, <strong>DEATH YELL</strong>, <strong>MORTUARY DRAPE</strong>, <strong>INCANTATION</strong> und <strong>HOLOCAUSTO</strong>. Wer daran Gefallen findet, wird sich noch etwas gedulden müssen: Aufgrund des gewohnten Turnus ist mit einer Fortsetzung nicht vor 2018 zu rechnen …</p>
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<h2>Beginn der städtischen Saison: Morbid Catacombs Fest</h2>
<p>Die Saison in der Bundeshauptstadt beginnt dann, wenn sie in vielen anderen Ländern endet: im Herbst. Genauer gesagt am ersten Septemberwochenende, denn zu diesem Zeitpunkt findet das <strong>Morbid Catacombs Fest</strong> statt. Das auf Death, Thrash, Black, Doom und Heavy Metal ausgelegte Festival fand 2012 und 2013 im Oktober statt, pausierte 2014 und liegt seitdem auf besagtem Termin. Das Festival spielt sich in einem überschaubaren Rahmen ab, zu rechnen ist mit bis zu 400 Besuchern. Die Bands werden dabei nach dem einfachsten Kriterium gebucht: Sie müssen den Veranstaltern gefallen. Offenbar gefallen haben den Veranstaltern demnach <strong>POSSESSION</strong>, <strong>CRYPTIC BLOOD</strong>, <strong>DEATHCULT</strong>, <strong>BUNKER 66</strong>, <strong>EVIL INVADERS</strong> und <strong>HEAVYDEATH</strong>. Mit insgesamt 13 Bands (so viele waren es 2016) kann man sich durchaus ein schönes Wochenende machen.</p>
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<h2>Noch ein Label-Festival: Setalight Festival</h2>
<p>Berlin ist nicht nur Land der Indoor-Festivals, sondern auch Land der Label-Festivals. Neben Veranstaltungen wie dem <strong>Vendetta Fest</strong> und dem <strong>Nuclear War Now Fest</strong> reiht sich auch das <strong>Setalight Festival</strong> bei den Festivals ein, hinter denen ein Label steht. Die Location ist dieselbe wie beim <strong>Morbid Catacombs Fest</strong>: Die <strong>Zukunft am Ostkreuz</strong>. Zum ersten Mal fand das Festival 2013 statt, damals noch als genreoffenes Festival, da auch <strong>Setalight Records</strong> zu diesem Zeitpunkt ein genreoffenes Label waren. Das bedeutete auch ein sehr buntes Line-Up: Neben Metal gesellten sich auch Truppen mit 70s-, 90s-, Rock- oder Elektro-Musik hinzu.</p>
<p>Seit 2015 verengte sich die Genreauswahl des Labels, mithin auch die Genreauswahl des Festivals, und begrenzte sich seitdem auf Heavy Rock, Stoner und Psychedelic Rock. Daneben gesellen sich auch Heavy- und Hard Rock-, Sludge-, Doom- und Alternative-Rock-Bands hinzu. Sowohl Bands von <strong>Setalight Records</strong>, als auch Gruppierungen von anderen Labels oder Veranstaltern, mit denen <strong>Setalight</strong> zusammenarbeitet. Im Oktober 2016 konnte man mit dieser Mischung 750 Gäste anlocken. Beispielhafte Bands sind u.a. <strong>THE MACHINE</strong>, <strong>MOTHER ENGINE</strong>, <strong>GAFFA GHANDI</strong>, <strong>NEUME</strong>, <strong>OUZO BAZOOKA</strong> und <strong>SAMAVAYO</strong>. Dieses Jahr geht es zum gewohnten Termin in die nächste Runde: Das fünfte <strong>Setalight Festival</strong> findet am 20. &amp; 21. Oktober 2017 statt.</p>
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<h2>Die harten Sparten: Berlin Deathfest &amp; De Mortem et Diabolum</h2>
<p>Die beiden nächsten Festivals haben sich den härteren Genres verschrieben und können beide mehrere hundert Zuschauer verbuchen. Beide Veranstaltungen erstrecken sich zudem über zwei Tage.</p>
<p>Alter vor Schönheit, sagt man. Deshalb beginnen wir mit dem älteren Festival, dem <strong>Berlin Deathfest</strong>. Wie der Name schon sagt, handelt es sich um ein Death-Metal-Festival. Dieses debütierte 2013 und findet seitdem zuverlässig Anfang Oktober statt. Allzu viel gibt es sonst nicht zu wissen. Vielleicht noch ein paar der bekannteren Bands aus den letzten Jahren. Da wären aus dem letzten Jahr z.B. <strong>EXTERMINATION DISMEMBERMENT</strong>, <strong>MALIGNANCY</strong> und <strong>KRAANIUM</strong>, aus den Jahren davor außerdem Formationen wie <strong>ABYSMAL TORMENT</strong>, <strong>CEREBRAL EFFUSION</strong>, <strong>EMETH</strong> oder <strong>SEVERE TORTURE</strong>.</p>
<p>Die Erstauflage des <strong>De Mortem et Diabolum</strong> ist weniger lang her – im Dezember desjenigen Jahres, in dem <strong>Lewis Hamilton</strong> zum dritten Mal Formel-1-Weltmeister wurde. Was, keine Rennsportfans hier? Na schön. 2015 war´s. Am dritten Dezemberwochenende eines jeden Jahres findet das auf Black, Doom und Death Metal spezialisierte Festival statt und stellt somit den festivalschen Jahresausklang dar. 2016 waren neben vielen weiteren Acts auch <strong>ARCHGOAT</strong>, <strong>VALKYRJA</strong>, <strong>BÖLZER</strong> und <strong>VALKYRJA</strong> mit von der Partie. Und da aller guten Dinge drei sind, setzt man die Reihe fort: Am 15. und 16. Dezember steigt das <strong>De Mortem et Diabolum Vol. III</strong>.</p>
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<h2>Party auf drei Bühnen: Berlin Swamp Fest</h2>
<p>Die großen Festivals bringen über kurz oder lang oftmals mehrere Bühnen an den Start – man sehe sich beispielsweise die <strong>MetalDays</strong> oder das <strong>With Full Force</strong> an, welche dieses Jahr eine neue dritte bzw. respektive vierte Bühne bieten. Allerdings muss man keine fünfstelligen Besucherzahlen erreichen, um mehrere Bühnen zu haben. Im kleinen Rahmen gibt´s das zum Beispiel beim <strong>Berlin Swamp Fest</strong>, welches mit einer Hallenbühne, einer Kellerbühne und dem &#8222;Zaubergarten&#8220; im Outdoorbereich aufwarten kann. Das Festival fand im September der Jahre 2014-2016 statt und kommt damit bis dato auf drei Editionen.</p>
<p>Gespielt wird über zweieinhalb Tage. Bereits am Donnerstag heizen vier bis fünf Bands beim Warm-Up so richtig ein, ehe es Freitag und Samstag zur Sache geht. Musikalisch bewegt sich das Festival im Bereich Stoner und Psychedelic Rock, Sludge, Southern, Death und Doom Metal sowie Grindcore. In den Sumpf trauten sich beispielsweise <strong>BELZEBONG</strong>, <strong>CLITEATER</strong>, <strong>SAMAVAYO</strong>, <strong>CULT OF OCCULT</strong>, <strong>EARTH SHIP</strong>, <strong>YAWNING MAN</strong>, <strong>MONOLITHE</strong> und&nbsp; <strong>DEFEATED SANITY</strong>. Aufgrund dieses Line-Ups kann man mittlerweile gut 400 Besucher verzeichnen. Insgesamt geben sich ganze 27 Bands die Klinke in die Hand. Ein straffes Programm, Dauerbeschallung garantiert!</p>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
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<h2>Im Namen Luzifers: Morgensternfest</h2>
<p><strong>Morgensternfest</strong>. Wie kommt man denn darauf? Nun, ganz einfach: Luzifer wird auch &#8222;der Morgenstern&#8220; genannt, daher der Name. Das Festival gehört mit seiner Gründung anno 2015 zu den jüngsten Festivals des Stadt. Nach der Terminkollision mit dem <strong>De Mortem et Diabolum</strong> am dritten Dezemberwochenende 2016, findet das <strong>Morgenstern Fest III</strong> dieses Jahr als vorletztes Festival der Saison am zweiten Dezemberwochenende statt. Warum unnötig Konkurrenz schaffen, wenn man sich auch abstimmen kann? Ein lobenswertes Vorgehen, an dem sich der eine oder andere Veranstalter größerer Festivals eine Scheibe abschneiden könnte &#8230;</p>
<p>Hauptsächlich stützt man sich auf Black-Metal-Bands, genauer gesagt auf atmosphärisches, DSBM sowie einige ältere und auch modernere Sachen. Daneben schaffen es auch einige Gruppen aus Doom, Neo Crust und Dark Hardcore ins Line-Up. Und etwas …, Hip-Hop? Okay, das hab ich jetzt mal überlesen. Über zwei Tage verteilt spielten bei der letzten Auflage elf Bands, darunter <strong>THRÄNENKIND</strong>, <strong>KVLTIST</strong>, <strong>SEHER</strong>, <strong>UNRU</strong>, <strong>FARSON</strong> und <strong>THURM</strong>. Luft nach oben ist noch: Die Location bietet lediglich Platz für 220 Menschen und ist noch nicht voll ausgelastet.</p>
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<h2>Ist das noch ein Festival? Metal Attack Fest</h2>
<p>Wenn eine Veranstaltung nur vier Bands zu bieten hat, muss man sich schon fragen: Ist das jetzt eigentlich noch ein Festival? Wir bewegen uns da schon in einem grenzwertigen Bereich, bei der die Einteilung als Festival vom Einzelfall abhängig ist. Selbst die Veranstalter sehen ihre seit 2012 bestehende Veranstaltung NOCH nicht als Festival, sondern eher als kleines Fest. Trotzdem führe ich das <strong>Metal Attack Fest</strong> hier mit auf. Grund dafür sind unter anderem die Wachstumspläne. Nach der fünften Auflage am 2.12.2016 möchte man zur sechsten Auflage immerhin sechs Bands ranholen, was das Pendel schon deutlich mehr in Richtung Festival ausschlagen lässt.</p>
<p>Was genau den 200 Besuchern geboten wird, lässt sich vorher schwer abschätzen. Einzige Maßgabe an die Bands ist, dass es sich bei der gespielten Musik um Metal und bei den auftretenden Bands um Underground-Gruppen handeln muss. Ein Beispiel, wie das Billing eines <strong>Metal Attack Fest</strong> aussehen kann: Folk Metal der Marke <strong>FENYA</strong>, Gothic Metal aus dem Hause <strong>HULDREN</strong>, Industrial Dark Metal von <strong>ENEMY I</strong> und Dark Thrash Metal nach Art von <strong>AvatariA</strong>. Ob es in Zukunft noch bunter wird, erfahren wir vermutlich im Dezember.</p>
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<h2>Die Frage aller Fragen: Lohnt es sich, in Berlin Festivalgänger zu sein?</h2>
<p>Diesmal hat ein Artikel aufgrund der Vielzahl an Festivals nicht ausgereicht, sodass ich euch gleich noch einen um die Ohren hauen konnte. Trotzdem lässt sich unsere übliche Frage nicht so deutlich beantworten, wie manch einer sich das vielleicht vorstellt. Lohnt es sich, in Berlin Festivalgänger zu sein? Erste Einschränkung – für den Open-Air-Fan definitiv nicht. <strong>ALLE</strong> Veranstaltungen finden in Konzertsälen, Hallen oder Clubs statt. Ist es denn so vermessen, auch in einer großen Stadt eine Outdoor-Veranstaltung zu erwarten? Ich würde das nicht behaupten, denn dass ein Open Air in einer Großstadt funktionieren kann, zeigt beispielsweise das <strong>Elbriot Festival</strong> in Hamburg. Trotzdem ist dies nur ein kleiner Minuspunkt, da Indoor-Veranstaltungen im Großen und Ganzen die passendere Veranstaltungsart für eine Großstadt darstellen.</p>
<p>Wirklich gut funktioniert die zeitliche Abdeckung der nicht-sommerlichen Festivalsaison, da man mit insgesamt 15 (!) Festivals, verteilt auf die Monate September, Oktober, November, Dezember, Januar, April und Mai, für jede Jahreszeit gleich mehrere Festivals zu bieten hat. Sehr stark tritt man im Bereich Stoner, Doom und Psychedelic auf, daneben finden auch Fans des Black, Thrash und Death Metal einige Veranstaltungen zu ihrer Belustigung. Ein bisschen dünner wird es dann im Sektor Heavy Metal, der sich glücklicherweise noch vereinzelt mit einigen Vertretern verorten lässt. Auf der Strecke bleiben sowohl Fans von Folk und Pagan Metal als auch die von Symphonic und Heavy Metal begeisterten Hörer.</p>
<p>Alles in allem muss sich Berlin mit dem größten Indoor-Festival-Angebot des Landes jedoch nicht verstecken. Wir haben bereits gesehen, dass die Festival-Szene in einem Land wesentlich schlechter aussehen kann. Den nächsten Bericht gibt es in zwei Wochen – dann wieder mit einigen Open-Air-Festivals, so viel kann ich versprechen!</p>
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		<title>Deutschland, deine Festivals &#8211; #06.1: Berlin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lukas]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jan 2017 08:16:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern – alle Länder der ehemaligen DDR haben wir nun abgehandelt. Heißt das, wir kommen jetzt endlich raus aus dem verdammten Osten? Naja, nicht ganz! Bevor wir uns dem Westen widmen (und zeitgleich auch dem Norden und ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/deutschland-deine-festivals-06-1-berlin-i/">Deutschland, deine Festivals &#8211; #06.1: Berlin</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern – alle Länder der ehemaligen DDR haben wir nun abgehandelt. Heißt das, wir kommen jetzt endlich raus aus dem verdammten Osten?</h3>
<p>Naja, nicht ganz! Bevor wir uns dem Westen widmen (und zeitgleich auch dem Norden und Süden), müssen wir uns natürlich noch um jene Stadt kümmern, die irgendwo im Osten vergraben ist. Die Rede ist von unserer Bundeshauptstadt Berlin.</p>
<p>Zunächst war ich skeptisch, ob es funktionieren würde, den drei Stadt-Staaten einen eigenen Artikel zu widmen. Bereits die Überschrift des Artikels dürfte euch verraten haben, dass diese Zweifel allerdings vollkommen unbegründet waren. Aufgrund der großen Anzahl an Berliner Festivals gibt es diesmal gleich zwei Artikel zu lesen. Heute kümmern wir uns um die Veranstaltungen in der ersten Jahreshälfte, ehe wir uns morgen den Events des dritten und vierten Quartals widmen. Doch genug gequatscht – willkommen in Berlin, dem Land der Indoor-Festivals!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Das Indoor-Flaggschiff: DesertFest</h2>
<p>Anders als in den flächenmäßig deutlich größeren Bundesländern im Osten, hat Berlin keine großen Ackerflächen oder alte Flugplätze zu bieten, auf denen Open Airs stattfinden könnten. Dies zeigt sich daran, dass sämtliche Festivals als Indoor-Festivals angelegt sind – so auch das größte Metal-Festival Berlins, das <strong>DesertFest</strong>. Das Konzept geht auf: in den letzten beiden Jahren war das im <strong>Astra Kulturhaus</strong> stattfindende Festival bereits im Voraus ausverkauft! 1600-1700 Besucher füllen die Konzerthalle – und das, wo das Festival gerade einmal seit 2012 stattfindet!</p>
<p>Ende April 2017 geht das einzige dreitägige Festival Berlins in seine nunmehr sechste Runde. Knapp 30 Bands geben dann ihre Kunst zum Besten. Dem auf Doom, Sludge, Psychedelic und Stoner spezialisierten Festival, das vereinzelt durch Hardrock und Alternative komplettiert wird, statteten schon viele international anerkannte Bands einen Besuch ab. Um nur einige zu nennen: <strong>CROWBAR</strong>, <strong>ELECTRIC WIZARDS</strong>, <strong>PELICAN</strong>, <strong>TRUCKFIGHTERS</strong>, <strong>RED FANG</strong>, <strong>ORANGE GOBLIN</strong> und <strong>BRANT BJORK</strong>. Wer jetzt ein bisschen feucht geworden ist und bei der diesjährigen Auflage unbedingt dabei sein will, sollte sich eilen: Noch sind Tickets verfügbar, doch zwei Sold Outs lehren uns, dass das nicht ewig so bleiben wird …</p>
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<h2>Das ist doch Vetternwirtschaft! Vendetta Fest</h2>
<p>Das <strong>Vendetta Fest</strong> verdankt seinen Namen dem Label <strong>Vendetta Records</strong>. Was, kennt ihr nicht? Macht nix! Das noch sehr junge Festival findet dieses Jahr zum dritten Mal an gewohnter Stelle, im <strong>Tiefgrund</strong>, statt. Der Laden fasst ungefähr 350 Leute und ist laut Aussage des Veranstalters bei der letzten Ausgabe gut ausgelastet gewesen. Ach ja, wo wir gerade Vergleiche zum letzten Jahr ziehen &#8211; man vergrößert sich. 2016 noch mit sieben Bands und einem Veranstaltungstag unterwegs, geht man nun zweitägig mit über zehn Bands an den Start.</p>
<p>Das zwei Wochen vor dem <strong>Desertfest</strong> und somit ebenfalls im April stattfindende Festival bietet nur Bands eine Bühne, die entweder vom eigenen Label kommen oder mit dem Veranstalter befreundet sind. Ist das Vetternwirtschaft? Na klar! Ist das schlimm? Selbstverständlich nicht! Wer sich das finanzielle Risiko aufbürdet, ein Festival aufzuziehen, kann dort spielen lassen, wen er will. Die beinahe volle Hütte gibt dem Veranstalter recht. Die Bands entspringen entweder dem Bereich Black oder Doom. So bekommt man es dieses Jahr zum Beispiel mit Truppen wie <strong>FYRNASK</strong>, <strong>ULTHA</strong>, <strong>LYCUS</strong>, <strong>SOLBRUD</strong> oder <strong>WOE</strong> zu tun. Ihr wollt neue Interpreten kennenlernen? Beim <strong>Vendetta Fest</strong> gelingt euch das bestimmt.</p>
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<h2>Back to the roots: Rotten And Poor Stage Kill</h2>
<p>&#8222;Du kannst nicht immer 17 sein.&#8220; An wen diese Message geht? An den Veranstalter höchstselbst! <strong>Felix Pirk</strong> ist nämlich gerade einmal 17 Jahre alt und zieht in einem Alter, in dem die meisten noch im Hotel Mama wohnen, als Chef seiner Musik-Werbeagentur <strong>Rotten And Poor Promotion</strong> bereits sein eigenes Festival auf. Und das nicht erst seit diesem Jahr. Das <strong>Rotten And Poor Stage Kill</strong> debütierte schon 2014 als eintägiger Konzertabend mit vier Bands. Auch hier riskierte man einen Wachstumsversuch, indem man das Festival für dieses Jahr auf zwei Tage erweiterte. Das <strong>Rotten And Poor</strong> fand dieses Jahr am 14. und 15. Januar statt und war damit das zweite Festival der Berliner Festivalsaison.</p>
<p>Grundsätzlich sind es ziemlich genau zwei Genres, die hier Platz finden: Death und Thrash Metal. In das <strong>Berliner Slaughterhouse</strong> passen gerade einmal 150 Besucher, was das Festival automatisch zum kleinsten zweitägigen Festival der Stadt macht. Das heißt allerdings nicht, dass hier nur lokale Bands spielen. Im Gegenteil. Mit dem diesjährigen Motto &#8222;back to the roots&#8220; wollte man bewusst bekannte Bands zurück in einen kleinen Club holen. Wie ich anmerken möchte: erfolgreich! Neben kleineren Bands wie <strong>XICUTION</strong>, <strong>DEATHSTORM</strong> und <strong>GONOREAS</strong> spielten nämlich auch <strong>HAMMERCULT</strong>, <strong>ASPHYX</strong> und die Thrash-Veteranen von <strong>DESTRUCTION</strong>. Definitiv eine geile Nummer! Ich bin gespannt, was der junge Mann nächstes Jahr aus dem Hut zaubert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-13431" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/Rotten-And-Poor-Stage-Kill.jpg" alt="rotten-and-poor-stage-kill" width="680" height="960" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/Rotten-And-Poor-Stage-Kill.jpg 680w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/Rotten-And-Poor-Stage-Kill-213x300.jpg 213w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<h2>Früher Start ins Jahr: Dustown Fest</h2>
<p>Noch früher als das <strong>Rotten And Poor</strong> findet jedes Jahr das <strong>Dustown Fest</strong> statt. Schon am ersten Freitag des Jahres kann man sich mal wieder ordentlich die Kante geben. Wird auch Zeit, ist Neujahr doch bereits ein paar Tage her! Das Festival gibt es seit 2011, in diesem Jahr feierte es als <strong>Dustown Fest 8</strong> seine achte Auflage. …hä? 2011 gestartet, aber 2017 die achte Auflage? Kann der Dude nich rechnen? Doch, kann er. 2015 gab es das Doppelpack, als man sowohl im März als auch im Oktober ein Festival ausrichtete. Da dies für den Veranstalter aber äußerst anstrengend war (und nebenbei auch finanziell ziemlich einschlug), entschied man sich, fortan nur noch einmal im Jahr die bis zu 500 Besucher zusammenzutrommeln. Außerdem werden die Festivals nun stets eintägig stattfinden. Auch das war nicht immer so. Man schaue z.Bsp. auf das <strong>Dustown Fest 5</strong> im März 2015, das sich über ganze drei Tage erstreckte. Anders als einige große Festivals, die nur fortwährende Expansion kennen, geht man hier den vernünftigen Schritt und schrumpft sich wieder gesund. Richtig so!</p>
<p>Das Line-Up des Festivals bietet eine Mischung aus lokalen und beliebteren Acts. Dabei bezeichnet man sich selbst als Psychedelicious Stoner/Garage/Heavy Rock-Festival und bringt Bands auf die Bühne, die in dieses Konzept passen. In der diesjährigen Auflistung fanden sich acht Bands: <strong>WIGHT</strong>, <strong>WEDGE</strong>, <strong>THE FEMINISTS</strong>, <strong>SEVEN THAT SPELLS</strong>, <strong>MINERVA</strong>, <strong>ZWEIKANT</strong>, <strong>KES</strong> und <strong>BIGFOOT</strong>. Wer das <strong>DesertFest</strong> zu groß findet oder es einfach lieber eine Nummer kleiner mag, findet hier eine gute Alternative ähnlicher musikalischer Ausrichtung.</p>
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<h2>Geschwisterliebe: Droneberg Festival</h2>
<p>Unser nächster Akteur ist das kleine Geschwisterchen eines in Hamburg entstandenen Festivals. Nachdem man dort 2010 das <strong>Droneburg Festival</strong> ins Leben rief, streckte man seine Fühler auch in Richtung Bundeshauptstadt aus und veranstaltete 2015 erstmalig das <strong>Droneberg Festival</strong>. Beide Festivals finden Mitte April statt – das <strong>Droneberg</strong> am Donnerstag, das <strong>Droneburg</strong> am Freitag.</p>
<p>Die beiden auf 250-500 Besucher ausgelegten Festivals teilen sich übrigens auch den größten Teil des Billings, obgleich jedes der beiden Festivals auch exklusive Acts anzubieten hat. Zusammengebastelt wird das Line-Up aus Bands, die den Richtungen Stoner Rock, Sludge, Drone, Doom Core, Noise, Industrial, Post Rock/Metal oder Black Metal entstammen. Für alle Richtungen ist bei einer einzelnen Auflage allerdings kein Platz, da lediglich fünf Bands auftreten. Dieses Jahr ist das, neben den auf beiden Schwester-Festivals auftretenden <strong>WHORES</strong>, <strong>TESA</strong>, <strong>AUTHOR &amp; PUNISHER</strong> und <strong>BIG BUSINESS</strong>, auch der in Berlin exklusiv auftretende <strong>CHRISTOPHER COLOSSUS</strong>. Fünf Künstler, ein Donnerstagabend. Vielleicht das Richtige für den Feierabend?</p>
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<h2>Ausklang der Indoor-Saison: Final Festival &amp; Live Evil</h2>
<p>Die Festivalsaison in Berlin sieht, wie bereits erwähnt, anders aus als in den meisten anderen Bundesländern. Während diese dort oft im Frühling oder zum Sommeranfang beginnt und im Spätsommer oder Herbst schon wieder endet – sieht man einmal von vereinzelten Veranstaltungen im Winter ab – ist es in Berlin genau andersrum. Im Sommer fällt Berlin ins Sommerloch, ehe die Szene im September mit den ersten Festivals wiederbelebt wird (dazu mehr in Teil II). Das bedeutet gleichzeitig, dass die Saison vor dem Sommer endet – ganz ähnlich einer Fußball-Saison. Die beiden letzten Festivals der Berliner Saison finden mit dem <strong>Final Festival</strong> und dem <strong>Live Evil Berlin</strong> Ende Mai statt.</p>
<p>Beide Festivals haben gemeinsam, dass sie 2017 gerade erst ihre zweite Auflage feiern. Bereits jetzt stehen beim <strong>Final Festival</strong> alle Zeichen auf Expansion. Das zeigt sich schon an der Wahl des Headliners. Während letztes Jahr die Modern-Metal-Formation <strong>DON´T TRY THIS</strong> ganz oben auf dem Zettel stand, sind es dieses Jahr keine geringeren als <strong>WE BUTTER THE BREAD WITH BUTTER</strong> und <strong>ANY GIVEN DAY</strong>. Das Billing wird dominiert von verschiedenen Spielarten des Core, namentlich Metalcore, Deathcore und Postcore, und wird dabei um Deathpop, thrashigen Metal und Alternative Rock ergänzt. So finden sich unter den acht auftretenden Bands unter anderem Namen wie <strong>GrooVenoM</strong>, <strong>AWAITING DOWNFALL</strong> und <strong>EMPIRE OF GIANTS</strong>. Man setzt augenscheinlich alles daran, die 150 Besucher der ersten Auflage zu toppen. Als Partner freuen wir uns selbstverständlich auf das Festival und wünschen viel Erfolg bei diesem Unterfangen.</p>
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<p>Eine Woche später findet das ebenfalls 2016 gegründete <strong>Live Evil Berlin</strong> statt. Der Name könnte euch bekannt vorkommen, schließlich fungiert das <strong>Live Evil Berlin</strong> als &#8222;Abstecher&#8220; des <strong>Live Evil London</strong> und wurde auch in Zusammenarbeit mit den Veranstaltern eben jenes Festivals konzipiert. Stattfinden wird das Spektakel aufs Neue im <strong>Cassiopeia</strong>, welches zwei Bühnen und einen großen Biergarten zum Entspannen bietet.</p>
<p>350 Gäste bekommen die Möglichkeit, sich das auf Underground Metal ausgelegte, zwei Tage andauernde Festival zu geben. Der Fokus der Veranstaltung liegt auf Underground Metal – von Heavy und Hard Rock bis zum Death und Black Metal, so lässt der Veranstalter verlauten. Bei der Premiere waren Bands wie <strong>MANILLA ROAD</strong>, <strong>BULLDOZER</strong>, <strong>ANTICHRIST</strong>, <strong>DEGIAL</strong> und <strong>ZEX</strong> mit dabei. Inklusive Warm-Up-Show am Donnerstag vor dem Festival, traten 16 Bands auf. Für die diesjährige Auflage sind schon 10 Bands bestätigt, ganz oben mit dabei <strong>AURA NOIR</strong> und <strong>NEKROMANTHEON</strong>. More bands to be announced …</p>
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<h3>Halbzeit!</h3>
<p>Das waren sie, die ersten sieben Festivals, die Berlin zu bieten hat. Wie ihr sehen werdet, war das noch längst nicht alles. Fortsetzung folgt …</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/deutschland-deine-festivals-06-1-berlin-i/">Deutschland, deine Festivals &#8211; #06.1: Berlin</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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