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	<title>Wolves Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Hochmut im Hause Deadlock? Von wegen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Luc]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jul 2016 09:40:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>DEADLOCK – Hybris Veröffentlichungsdatum: 08.07.2016 Dauer: 47 Min. (54 Min. inklusive Bonustracks) Label: Napalm Records Ich muss zugeben, dem neuen DEADLOCK-Album &#8222;Hybris&#8220; – also Hochmut – habe ich mit gemischten Gefühlen entgegengeblickt. Das liegt nicht einmal an der jüngsten Umbesetzung am Mikro, ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>DEADLOCK </strong>– Hybris<br />
Veröffentlichungsdatum: 08.07.2016<br />
Dauer: 47 Min. (54 Min. inklusive Bonustracks)<br />
Label: Napalm Records</p>
<p>Ich muss zugeben, dem neuen <strong>DEADLOCK</strong>-Album &#8222;Hybris&#8220; – also Hochmut – habe ich mit gemischten Gefühlen entgegengeblickt. Das liegt nicht einmal an der jüngsten Umbesetzung am Mikro, nachdem die langjährige Frontfrau Sabine Scherer ausgestiegen ist, um sich mehr auf die Familie zu konzentrieren. Wie schon beim Abgang Johannes Prems vor ein paar Jahren, wurde der Posten mit Margie Gerlitz <strong>mehr als nur adäquat</strong> neu besetzt. Grund für meine verhaltenen Erwartungen war eher der, dass mir die Alben nach &#8222;Wolves&#8220; und &#8222;Manifesto&#8220; immer weniger zugesagt haben, und mir insbesondere das letzte Werk &#8222;The Arsonist&#8220; nicht mehr richtig gefallen wollte.</p>
<p>Im Opener <em>&#8222;Epitaph&#8220;</em> wird Neuzugang Margie Gerlitz noch eher spärlich eingesetzt, dafür gefällt das treibende Spiel an den Instrumenten auf Anhieb. Was da an meine Ohren dringt, fühlt sich angenehm vertraut und auch erfreulich brutal an. Gut, die <strong>softere Schiene</strong> auf &#8222;Bizarro World&#8220; hat mich nie so wirklich angesprochen. Im nachfolgenden <em>&#8222;Carbonman&#8220;</em> fahren <strong>DEADLOCK</strong> erst recht zur Höchstform auf: Margie pflanzt dem Hörer einen mächtig griffigen Refrain ins Ohr, während das Spiel an den Instrumenten wohlige Erinnerungen an &#8222;Wolves&#8220; weckt. Das klingt nach den trüben Kursänderungen von Bandkopf Sebastian Reichl auf den letzten Alben wieder genau so, wie ich <strong>DEADLOCK</strong> vor Jahren so richtig lieben gelernt habe. Auch weiterhin hält &#8222;Hybris&#8220; das Niveau, wobei sich nur <em>&#8222;Blood Ghost&#8220;</em> kurz etwas verliert. Das fängt der kompromisslos stampfende Titeltrack nach einem herzhaft hingeschmetterten <strong>&#8222;Let&#8217;s die!&#8220;</strong> aber mühelos wieder auf.</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/yqqU5Key-4E?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Episch</strong> wird es im Anschluss mit <em>&#8222;Wrath / Salvation&#8220;</em>, das mit gelungenen Kontrasten und gelungenen Chören im Refrain lockt. <em>&#8222;Backstory Wound&#8220;</em> besticht mit einem simplen aber ungemein wirksamen Solo, um gegen Ende noch einmal <strong>richtig loszuprügeln</strong>. Danach steht mit <em>&#8222;Ein Deutsches Requiem&#8220;</em> der Exot des Albums auf dem Programm, wobei hier vor allem Neuzugang Margie Gerlitz durch klassischen Gesang punktet und damit ganz andere Töne als ihre Vorgängerin anschlägt. Nach einer <strong>Schweigeminute</strong> für den verstorbenen Ex-Trommler Tobias Graf (große Geste!) und dem eher unscheinbaren Instrumental <em>&#8222;Vergebung&#8220;</em> (<a href="https://www.facebook.com/deadlockofficial/photos/a.406964611898.188748.46522676898/10153412927456899/?type=3&amp;theater">Dan Brown&#8217;s <strong>DEADLOCK</strong></a>) folgt mit <em>&#8222;Welcome Deathrow&#8220;</em> schließlich ein <strong>würdiges Finale</strong>, in welchem sich alle Beteiligten noch einmal von ihrer besten Seite zeigen.</p>
<p>Auffällig ist außerdem der Sprung, den John Gahlert im Vergleich zum letzten Album hingelegt hat. Man merkt, dass sich der ehemalige Bassist der Truppe mittlerweile richtig wohl am Mikro fühlt. Nicht nur geht der gute Mann <strong>deutlich vielseitiger</strong> als noch auf dem Vorgänger zu Werke, auch klingt der Gesang weitaus giftiger und brutaler als auf dem Vorgänger. Die Produktion ist enorm wuchtig, könnte aber in seltenen Momenten einen Deut klarer ausfallen. In diesen wenigen Momenten wird der Hörer so vom Material <strong>überrollt</strong>, dass es schwer wird, sich auf die Details zu konzentrieren. Auf der anderen Seite bietet das Songwriting an allen Instrumenten genügend <strong>Ecken und Kanten</strong>, um schnell wieder hineinzufinden und sich insbesondere am geschätzten Gitarrenspiel Sebastian Reichls festzugreifen.</p>
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