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	<title>Year of the Goat Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Year of the Goat Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Lockenziegen im Leipziger Westen! &#8211; Year Of The Goat LIVE!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Don Promillo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Feb 2017 08:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit mittlerweile fast 4 Jahren wohne ich nun in Leipzig, habe fast alle Konzertlocations mindestens ein Mal besucht, doch das Westwerk war mir bis letztes Wochenende gänzlich unbekannt. Umso schöner ist es, dass ich diesen riesigen Industriekomplex bei dieser geilen Tourkombi nun ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit mittlerweile fast 4 Jahren wohne ich nun in Leipzig, habe fast alle Konzertlocations mindestens ein Mal besucht, doch das <strong>Westwerk</strong> war mir bis letztes Wochenende gänzlich unbekannt. Umso schöner ist es, dass ich diesen riesigen Industriekomplex bei dieser geilen <strong>Tourkombi</strong> nun endlich mal besuchen durfte. Am 10. Februar hatten sich die 2 <strong>Schweden-Kombos YEAR OF THE GOAT</strong> und <strong>THE ORDER OF ISRAFEL </strong>angekündigt. Leider blieb die Planung nicht ganz pannenfrei und so taten sich die Veranstalter schwer, eine Vorband zu engagieren. Zu allererst cancelten die norwegischen Doomheads <strong>TOMBSTONES </strong>die komplette Tour, ehe auch die dafür eingesprungenen Leipziger Lokalmatadore <strong>QUALLUS</strong> ihren Auftritt krankheitsbedingt einen Tag vorher absagen mussten. &#8222;Egal&#8220;, dachten sich die Veranstalter und sorgten dafür, dass <strong>THE ORDER OF ISRAFEL </strong>und <strong>YEAR OF THE GOAT</strong> einfach mehr Spielzeit bekommen sollten, was sich vor allem auf die Vorband positiv auswirkte.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_14360" aria-describedby="caption-attachment-14360" style="width: 1014px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-14360 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/7-1024x683.jpeg" height="683" width="1024" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/7-1024x683.jpeg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/7-300x200.jpeg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/7-360x240.jpeg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/7-750x500.jpeg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/7.jpeg 1450w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-14360" class="wp-caption-text">Weniger Licht &#8211; mehr Musik!</figcaption></figure>
<p>Nicht ganz pünktlich, aber auch nicht mit übermäßiger Verspätung, starten dann auch endlich <strong>THE ORDER OF ISRAFEL</strong> mit ihrem Opener <em>&#8222;Staff In The Sand&#8220;</em>. Schon zu Beginn ist der Konzertraum gut gefüllt, ohne aber aus allen Nähten zu brechen. Das habe ich allerdings auch bei solch einer starken Truppe, rund um <strong>Ex-CHURCH OF MISERY-Gitarrist </strong><strong>Tom Sutton</strong>, durchaus erwartet. Ihr Doom Metal kann mich auch sofort überzeugen, wodurch es nicht lange dauert, ehe ich mir einen Platz an der Bühne ergattert habe. Und nicht nur musikalisch machen die Schweden ordentlich was her. Nein, auch optisch ist es ein Genuss, dieses fette Brett zu begutachten. Sowohl&nbsp;Schlagzeuger&nbsp;<strong>Hans Lilja</strong>, <strong>Tom Sutton</strong>, als auch sein Unterstützer am Sechssaiter <strong>Staffan Björck</strong> haben ein und dieselbe Haarstruktur, die jeden <strong>Königspudel </strong>vor Neid erstarren lassen würden.<br />
Während ihrem Auftritt überraschen mich die Skandinavier vor allem mit ihrer Flexibilität. Vom wütend stampfenden Doom bis hin zu flotten, durchaus ein wenig an <strong>BLACK SABBATH </strong>erinnernde Parts wird mir hier der perfekte Mix geboten. Highlights des Sets sind für mich eindeutig <em>&#8222;On Black Wings, A Demon&#8220; </em>und die Zugabe <em>&#8222;Wisdom&#8220; </em>von ihrem gleichnamigen <strong>Debütalbum</strong>. Ein absolut gelungener Auftritt.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_14362" aria-describedby="caption-attachment-14362" style="width: 962px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="wp-image-14362 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/4-972x1024.jpeg" height="1024" width="972" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/4-972x1024.jpeg 972w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/4-285x300.jpeg 285w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/4-750x790.jpeg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/4.jpeg 1672w" sizes="(max-width: 972px) 100vw, 972px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-14362" class="wp-caption-text">Ein wahres Occult-Rock-Schwergewicht!</figcaption></figure>
<h3>Nun aber die Gatter öffnen und die Ziege hineinbeten</h3>
<p>Kurz nach halb 11 soll es dann soweit sein. Mit <em>&#8222;The Key And The Gate&#8220; </em>wird das gut einstündige Set der 6 Schweden eröffnet. Ich gebe zu, dass ich mit ihrem aktuellen Album &#8222;The Unspeakable&#8220; noch nicht sonderlich gut vertraut bin. Auch nach mehrmaligen Durchläufen wollen mich die Songs nicht hundertprozentig überzeugen. Das liegt aber wahrscheinlich auch nur daran, dass die Truppe mit ihrem Debüt &#8222;Angels´ Necropolis&#8220; aus dem Jahr 2012 exakt meinen Nerv getroffen hat und die Platte heute noch im heimischen Wohnzimmer hoch und runter läuft. Nach diesem Konzertabend bin ich allerdings der Meinung, dass ich mich wohl nochmal mit &#8222;The Unspeakable&#8220; genauer beschäftigen sollte, da die Songs live schon ziemlich gut rüberkommen.<br />
Ihr Set beinhaltet wirklich alles was ein Fan braucht. Sowohl von der ersten <strong>EP</strong>, als auch <strong>neues Material </strong>werden professionell und ohne irgendwelche Verspieler runtergezockt. Hierbei muss auch nochmal erwähnt werden, dass der <strong>Tontechniker</strong> an diesem Abend wirklich einen <strong>Sahnetag </strong>erwischt hat. Ein wunderbar differenzierter, nicht zu lauter und druckvoller Sound sind das logische Ergebnis. Vielen Dank dafür!</p>
<blockquote><p>&#8222;Ich dachte immer, dass der <strong>YEAR OF THE GOAT-Sänger </strong>ein junges dürres Persönchen ist&#8220; &#8211; Donna Promilla</p></blockquote>
<p>Da hast du dich wohl geirrt, meine Liebe! Sänger <strong>Thomas Sabbathi </strong>hat schon ein paar mehr Kilos auf den Rippen und den Charme der ewigen Jugend versprüht er auch nicht mehr. Dennoch hört man ihm überhaupt nicht an, dass es schon der vorletzte Abend der Tour ist, und dieses Konzert bestärkt auch nochmal meine Meinung, dass er ohne Wenn und Aber einer der <strong>größten Sänger&nbsp;</strong>im aktuellen&nbsp;<strong>Rock-Geschehen&nbsp;</strong>ist.&nbsp;Nicht nur der Gesang ist großes Kino, auch musikalisch toben sich die Occult-Rocker ordentlich aus. Nach einigen Besetzungswechseln scheint sich nun eine gute Einheit formiert zu haben. Ein großer Vorteil war es sicher auch, dass <strong>Thomas Sabbathi</strong> schon vorher bei <strong>GRIFTEGARD </strong>zusammen mit dem aktuellen Bassisten und Gitarristen agierte und sie sich scheinbar blind verstehen. Allgemein ist die Saitenfraktion bei <strong>YEAR OF THE GOAT </strong>der wohl größte Schlüssel zum Erfolg. Jeder Part, in dem alle 3 Gitarren dasselbe Riff spielen, ehe eine Gitarre ausbricht, beschert mir eine höllische <strong>Gänsehaut</strong>.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_14364" aria-describedby="caption-attachment-14364" style="width: 673px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="wp-image-14364 size-large" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/2-683x1024.jpeg" height="1024" width="683" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/2-683x1024.jpeg 683w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/2-200x300.jpeg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/2-750x1125.jpeg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/02/2.jpeg 1672w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-14364" class="wp-caption-text">Perfekte Gitarrenarbeit</figcaption></figure>
<blockquote><p>&#8222;AAAAAHHHH AAAAAHHHH AAAAAHHHH ANGELS´ NECROPOLIS!&#8220; &#8211; <strong>Flo </strong>und ich</p></blockquote>
<p>Der Mittelteil des Sets besteht aus <em>&#8222;For The King&#8220;, &#8222;Of Darkness&#8220; </em>und <em>&#8222;Black Sunlight&#8220;, </em>welche allesamt starke Songs sind, aber nicht über extremen <strong>Hitcharakter </strong>verfügen. Anders sieht es da schon bei <em>&#8222;Angels´ Necropolis&#8220; </em>und <em>&#8222;Spirits Of Fire&#8220;</em> aus, bei denen <strong>Flo</strong> und meine Wenigkeit lautstark mitsingen.<br />
Mit <em>&#8222;Riders Of Vultures&#8220; </em>verabschiedet sich das Sextett dann auch leider schon wieder von der nur mit dezentem Licht bestrahlten Bühne. Das kann es doch aber noch nicht gewesen sein!? Wars auch nicht! Mit <em>&#8222;Song Of Winter&#8220;</em>, einem <strong>Coversong</strong>, der auf der neuesten EP enthalten ist, lassen die Jungs den Abend jetzt endgültig ausklingen. Hier wird nochmal bewiesen, was die&nbsp;Schweden musikalisch drauf haben. Diese Gitarrenläufe schaffen es, das gut 150-200 Mann/Frau starke Publikum (kann mir mal jemand das Schätzen beibringen?) restlos zu verzaubern.</p>
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<p>So endet um halb 12 ein sehr kurzweiliger Konzertabend in einer perfekt geeigneten Location. Danach wird noch mit <strong>Flo </strong>und <strong>Herrn Zecho </strong>bei feinstem <strong>Nordhäuser Kakao-Nuss-Edellikör </strong>über sämtliche Sachen gefachsimpelt, ehe wir unseren müden Kadavern noch etwas Schlaf gönnen. Schließlich stand für mich am darauffolgenden Abend schon wieder das nächste Konzert an. Dieses Mal allerdings eine Nummer kleiner. <strong>PRISMA </strong>&#8211; der neue heiße Scheiß aus Leipzig. Das Debütalbum ist schon in Arbeit. Seid gespannt!</p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/yearofthegoat/?fref=ts" target="_blank">YEAR OF THE GOAT</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/TheOrderOfIsrafel/?fref=ts" target="_blank">THE ORDER OF ISRAFEL </a></strong></p>
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		<title>Die Welt zu Gast im Schlamm: Wacken 2016</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Aug 2016 07:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kennt ihr die Szene aus „Forrest Gump“, in der Bubba aufzählt, was es alles für Shrimps gibt? So ungefähr geht’s mir nach dem vergangenen Wochenende mit Schlamm. Es gibt dünnflüssigen Schlamm, festen Schlamm, fest-flüssigen Schlamm, nicht-newtonschen Treibsandschlamm, Schlamm mit Regen, Schlamm ohne Regen, ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Kennt ihr die Szene aus „Forrest Gump“, in der Bubba aufzählt, was es alles für Shrimps gibt? So ungefähr geht’s mir nach dem vergangenen Wochenende mit Schlamm. Es gibt dünnflüssigen Schlamm, festen Schlamm, fest-flüssigen Schlamm, nicht-newtonschen Treibsandschlamm, Schlamm mit Regen, Schlamm ohne Regen, mit Wasser überdeckter Schlamm, Schlamm mit Menschen drin. Ihr versteht glaub ich, auf was ich hinauswill &#8230;</p>
<h4>Das erste Mal ist immer etwas ganz Besonderes&#8230;</h4>
<p>Meine Fresse, was für ein Fest!<br />
Endlich hab ich es mal in den Norden geschafft. Jahrelang kam immer irgendwas dazwischen. Zu groß, zu weit, zu dies, zu das. Nun ist es endlich soweit. WACKEN.</p>
<p>Vier Tage, 160 Bands, 100.000 Besucher und sicherlich noch ganz viele andere Sachen, die sich zählen lassen.<br />
Ich habe versucht, so viele Konzerte zu sehen, wie es menschenmöglich ist.</p>
<h4 style="text-align: center;">Dienstag 2.8.</h4>
<hr />
<p>Um Anfahrtsstau und so ne Scheiße zu vermeiden, geht es schon am Dienstag Abend gen Norden. Der Chef höchstpersönlich holt mich ab, ich fühle mich geehrt. Während wir uns noch gemeinsam mit El Zecho und D. Grau nen Kaffee gönnen, fällt mir auf, dass meine Springer noch nicht an Bord sind. Grober Fehler, denn diese werden in den nächsten Tagen zu meinen besten Freunden werden.</p>
<p>Nach fünf Stunden Fahrt, fragwürdiger Musik, kiloweise Snacks, literweise Energydrinks und Autopannen, die keine sind, kommen wir endlich an. Sehr viel bringt uns der Tag nicht mehr, ein Kontrollgang über das Festivalgelände ist aber noch drin.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/wacken-2016/IMG_8081.JPG" alt="IMG_8081" /></p>
<h4 style="text-align: center;">Mittwoch 3.8.</h4>
<hr />
<p>Rise and shine, Motherfucker. Wir sind angekommen. In Ruhe wird erst mal die Umgebung inspiziert, Menschen wiedergetroffen, sich begrüßt und beschnuppert, der Arbeitsplatz eingerichtet und sich mit den Begebenheiten vertraut gemacht. Und diese sind vor allen Dingen: nass. Allein am Mittwoch kommen 120l Regen pro m² runter, womit wir uns für die nächsten Tage von festem Boden unter den Füßen verabschieden können.</p>
<p>Musikalisch steht der Mittwoch fast ausschließlich im Zeichen der Metal Battle Bands. Aus über 20 Ländern sind Musiker anwesend, die in ihrer jeweiligen Heimat den Vorentscheid gewonnen haben und nun in Wacken spielen können. Leider sorgen diverse Pflichten, Starkregen, Verzögerungen, Verschiebungen und Wartezeiten dafür, dass die erste Band, die ich sehen kann, <strong>PANZERBALLETT</strong> sind. Und was soll ich sagen? Die Münchner um den „Godfather of Krässe“ Jan Zehrfeld liefern eine sagenhafte Show für Technikspinner wie mich ab. Wie immer kommt der trockene Humor nicht zu kurz, während ein Hit auf den nächsten folgt. Bei <em>„Friede, Freude, Fußball“</em> kickt die Band mit einer Wasserflasche umher, während sie den Song in aller Lässigkeit runterzockt. Ich bin überwältigt. Gäbe es einen Preis für die tighteste Show des Festivals, so wäre dieser bereits nach dem ersten Tag und diesem Konzert vergeben.</p>
<p>Mit dem Gefühl, doch schon was geleistet zu haben, machen sich D. Grau, El Zecho und ich auf den Weg, um sich etwas unter das Volk zu mischen. Auf einer Riesenleinwand läuft „Until the Light Takes Us“ während wir uns durch Hektoliter von Schlamm zum Campground begeben. Sei es drum, von guter Laune, Breakdanceeinlagen und unfassbar vielen unfassbar netten Leuten hält das niemanden ab. Noch bin ich von den Dimensionen des Geländes völlig übermannt, kann aber vielleicht auch daran liegen, dass man für nen Weg von hundert Metern länger braucht, als man denkt. An verschiedenen Orten auf dem Zeltplatz gibt es Bars, die von den Besuchern selbst errichtet wurden und an denen sich Menschen aus aller Welt treffen. Was für ein geiler Scheiß! Einziger Nachteil: irgendwann fährt kein Bus mehr zurück zu unserem Zeltplatz, weswegen wir gezwungen sind zu laufen. Tough Mudder muss dagegen echt gemütlich sein.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/wacken-2016/IMG_9508.JPG" alt="IMG_9508" /></p>
<h4 style="text-align: center;">Donnerstag 4.8.</h4>
<hr />
<p>Was passiert, wenn sich der ehemalige <strong>BLACK FLAG</strong> Sänger mit nichts als einem Mikro auf eine Bühne stellt und eine dreiviertel Stunde redet? Einiges!</p>
<p><strong>HENRY ROLLINS – SPOKEN WORD</strong> findet auf dem Wacken an drei von vier Tagen statt und überbietet an Emotion und Substanz einen großen Anteil der restlichen spielenden Bands. Im Vorfeld hab ich keine Ahnung, was mich erwartet. Doch die Mischung, die mich dann trifft, fesselt mich zutiefst. Ich denke, dass es nicht selbstverständlich ist, Menschen für 45 Minuten zu vereinnahmen, wenn man nichts hat, als seine Stimme und, O-Ton: „mein Hirn, was ehrlich gesagt auch nicht grade das Beste ist, wenns drum geht, sich nen Schusswechsel mit jemandem zu liefern.“ <strong>HENRY ROLLINS</strong> mischt Anekdoten über Bowie mit Satire, Comedy, Kritik an Politik und dem amerikanischen Staat auf eine unglaubliche Art und Weise und ist so vermutlich immer noch mehr Punk als alle anderen. Ich verlasse das Zelt als anderer Mensch!</p>
<p>Leider leiden viele Bands danach unter dem Sound im Zelt. <strong>VADER</strong> kommen dabei noch am besten weg, und begeistern mit archaischem Charme. <strong>TSJUDER</strong> und <strong>MARDUK</strong> jedoch leiden beide so sehr unter dem Sound, dass es wirklich keinen Spaß macht. Es mangelt weder an guter Performance, noch an guten Songs, doch jeweils 45 Minuten nur Bass Drum zu hören, macht keinen Spaß.</p>
<p>Und es geht weiter: auch das Set der New Yorker <strong>IMMOLATION</strong> krankt am Sound. Ich renne im Zelt herum und versuche einen Platz zu finden, an dem ich alles gut hören kann. Leider vergeblich. Die Death Metal Pioniere sind heute nur zu dritt am Start. Gitarrist Bill Taylor musste krankheitsbedingt die Tour verlassen, doch Ross Dolan und Bob Vigna geben ihr Bestes, um die Bühnenfront zu zweit auszufüllen. Mit nicht ganz optimalem Erfolg. Doch mit einem neuen Song wecken die Jungs schon mal Vorfreude auf das bevorstehende Album, welches im kommenden Februar über Nuclear Blast erscheinen soll.</p>
<p>Keine Ahnung, was andernorts danach noch so passiert, aber es spielen <strong>IRON MAIDEN</strong>. Und hier sehe ich zum ersten Mal, wie groß und voll Wacken wirklich ist. Menschen so weit das Auge reicht. Die Spielfreude, Agilität und Energie, die die Herren an den Tag legen, täuscht mühelos darüber hinweg, dass alle Beteiligten um die 60 sind! Einzig der Wind sorgt dafür, dass der Sound hier und da etwas zerhackstückelt wird, doch insgesamt tut das der Stimmung keinen Abbruch. Ein geiler Abschluss für den zweiten Festivaltag!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/wacken-2016/IMG_8816.JPG" alt="IMG_8816" /></p>
<h4 style="text-align: center;">Freitag 5.8.</h4>
<hr />
<p>Ich fühle mich, als wäre ich seit ner Woche hier. Ich fühle mich, als würden meine Fußknochen durch mein Fleisch ragen. Aber dafür bin ich mittlerweile so resistent gegen Regen, als wäre ich komplett einlaminiert. Doch BDSM Fantasien beiseite!</p>
<p>Erneut spricht <strong>HENRY ROLLINS</strong> im Zelt. Um sicher zu gehen, dass hier nicht jeden Tag das gleiche Programm abgezogen wird, geb ich mir den Spaß erneut. Und das völlig zu Recht. Wieder plädiert der sympathische Weltenbummler für ein respektvolles Miteinander, schwärmt von Musik, Menschen, und antarktischen Pinguinorgien und fesselt damit zu früher Mittagsstunde erneut überraschend viele Zuhörer.</p>
<p>Im Anschluss folgt eins meiner persönlichen Highlights: <strong>DER WEG EINER FREIHEIT</strong>. Meiner Meinung nach eine der besten deutschen Livebands. Überraschenderweise sind die Black Metaller aus Würzburg heute nur zu dritt. Basser Giuliano Barbieri und die Band gehen von nun an getrennte Wege. (<a href="https://silence-magazin.de/der-weg-einer-freiheit-nur-noch-zu-dritt/" target="_blank">Silence berichtete</a>, das wollte ich schon immer mal schreiben). Zu meiner eigenen Überraschung bemerkt man das Fehlen des Tieftöners weit weniger, als ich es befürchtet hatte. Nikitas Vision davon, wie Schwarzmetall zu klingen hat, wird hier über das gierige Publikum verteilt, dass es zumindest für mich eine unfassbare Freude ist. <em>„Letzte Sonne“</em>, <em>„Der Stille Fluss“</em>, <em>„Zum Abschied“</em>, <em>„Requiem“</em> und <em>„Zeichen“</em> bilden ein sehr starkes Set, das auch in der minimierten Aufstellung sehr gut funktioniert. Ich bin gespannt, was die Zukunft der Würzburger bringen mag.</p>
<p>Hat schon mal jemand LG Petrov und Seuche von <strong>FÄULNIS</strong> zur gleichen Zeit am gleichen Ort gesehen? <strong>ENTOMBED A.D.</strong> überzeugen mit unglaublicher Spielfreude, welche das Publikum sehr schnell mitreißt. Begeistert von den unterschiedlichen Landesflaggen im Publikum gelingt es den Musikern in so gut wie jeder Landessprache irgendwas zu sagen, und selbst wenn es nur Schimpfwörter sind. Ein sehr sympathischer Auftritt, der wie gewohnt mit dem Klassiker <em>„Left Hand Path“</em> abschließt.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/wacken-2016/DSC_4469.JPG" alt="DSC_4469" /></p>
<p><strong>ELUVEITIE</strong> geben sich auf der Black Stage die Ehre. Obwohl Chrigel fast seine gesamte Mannschaft ausgetauscht hat, gibt es qualitativ nichts am Auftritt der neuen Formation zu bemängeln. Dem erfolgreichsten Schweizer Exportschlager seit Ricola gelingt es, unglaublich viele Leute vor die Bühne zu locken und selbst wenn ich die Band seit ein paar Alben nicht mehr bewusst verfolge, weiß ich einen guten Auftritt zu schätzen, wenn ich ihn sehe. Dass die Musiker noch nicht sehr lange miteinander spielen, merkt man zu keiner Sekunde. Und dennoch fehlt mir etwas. Namentlich: Anna Murphy! Aufgrund des Ausstiegs der talentierten und hübschen Drehleierspielerin/Sängerin muss das Set leider ohne Hits wie <em>„Omnos“</em> oder <em>„Quoth The Raven“</em> auskommen. Um dennoch nicht auf alle Songs mit weiblichem Gesang zu verzichten, wird die Band bei <em>„A Rose For Epona“</em> von Liv Kristine unterstützt, die einen guten Job macht, allerdings auch einige Töne ziemlich versemmelt.</p>
<p><strong>ORPHANED LAND</strong>, die ich bislang leider noch nie live sehen konnte, hauen mich mit ihrem Progressive Folk Metal ziemlich um. Sänger Kobi Farhi bedankt sich tausendfach beim Publikum und sorgt mit der Musik für Völkerverständigung. Israeliten und Libanesen liegen sich in den Armen, und halten gemeinsam ihre Landesflaggen. Ich bin kein politischer Mensch und dennoch sollte es genau so sein. Im Kosmos der Musik gibt es keinen Platz für Hass, Terror oder sonst irgend so ne Scheiße.</p>
<p>Und noch ein Highlight steht bevor. <strong>ALCEST</strong> bringen das Zelt zum Schwelgen und Träumen und liefern eine unfassbar kurzweilige Show ab. Als Neige freundlich aber kühl den letzten Song ankündigt, bin ich geradezu geschockt, aber insgesamt ergibt&#8217;s schon Sinn, denn im Traum vergeht die Zeit ja auch wesentlich langsamer.</p>
<p>Der Auftritt von <strong>1349</strong> wirkt danach bei gleicher Spielzeit 66,6% länger und langatmiger. Schuld ist: der Sound. Irgendwie wird alles, was Black Metal ist, nicht so richtig geil abgemischt. Das sorgt wiederum dafür, dass die Hölle, die die Norweger hier heraufbeschwören, weit weniger eindrucksvoll wirkt, als sie potenziell sein könnte. Das krasse Gegenteil dazu folgt sogleich.</p>
<p><strong>IHSAHN</strong> begeistert von der ersten bis zur letzten Minute! Glücklicherweise ist der Norweger, der hier erneut von Musikern von <strong>LEPROUS</strong> unterstützt wird, sogar mit wunderbarem Sound gesegnet. Der Übersong <em>„Celestial Violence“</em> vom neuen Album beendet die Show, wobei Einar Solberg eine gigantische Vokalleistung hinlegt!</p>
<p>Die letzte Band des Tages stellen für mich <strong>RED FANG</strong> dar. Der hier und da an <strong>MASTODON</strong> erinnernde Stoner Rock der Jungs aus Portland, Oregon, begeistert nicht nur mich. Wer einen 7/8tel Takt so zum grooven bringt, muss definitiv irgendwas richtig machen. Ich habe heute schon gefühlt 57 Bands gesehen und dennoch machen die wenigsten live so viel Spaß wie die personifizierte Coolness von der Westküste. Von <em>„Blood Like Cream“</em> über <em>„Wires“</em> bis <em>„Prehistoric Dog“</em> gibt es hier alles, was das Herz begehrt!</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/wacken-2016/IMG_8071-1.JPG" alt="IMG_8071" /></p>
<p>Für mich geht es danach nach 15 Stunden auf den Beinen ins Zelt, während sich Alex noch <strong>WHILE SHE SLEEPS</strong> gibt, die bereits beim ersten Song den hemmungslosen Abriss zelebrieren, der die gesamte Show über andauern soll. Wie und ob die Band das ohne Drogen macht, bleibt unbeantwortet.</p>
<p>El Zecho und D. Grau sehen dann sogar noch <strong>KAMPFAR</strong>, die allerdings (da Black Metal) ebenfalls unfassbar schlechten Sound abbekommen haben, ansonsten jedoch eine gute Show mit Songs der letzten beiden Alben spielen.</p>
<h4 style="text-align: center;">Samstag 6.8.</h4>
<hr />
<p>Die Schweden von <strong>JESUS CHRÜSLER SUPERCAR</strong> eröffnen den letzten Tag im Zelt und können leider nur ungefähr 100 Zuhörer vor die Bühne ziehen. Der erdig-drückende Stoner Rock, der vereinzelt mit zweistimmigen Gesängen veredelt wird, weiß dennoch zu begeistern und könnte bei mehr Besuchern (oder in einem kleineren Club) sicher für sehr gute Stimmung sorgen.</p>
<p>Auf der größeren Black Stage spielen währenddessen <strong>DRAGONFORCE</strong>, die in gewohnt guter Qualität ein irrwitzig geiles Konzert spielen und das auch noch bei bestem Sound!</p>
<p>Für mich geht es zu <strong>MYRKUR</strong>. Und meine Fresse! Ist das geil! Leider wird die Band heute nicht von einem Frauenchor begleitet und dennoch haut mir meine Kinnlade zwischenzeitlich ab, da ich seltenst eine so makellose Vokalleistung gehört habe. Ich bin vollständig überwältigt. Die unscheinbare Sängerin begeistert mich mit ihrem elfenhaften Gesang, nur um danach völlig wahnsinnig zu wirken, markerschütternd zu schreien und Angst zu verbreiten. Wie passt so eine krasse Ambivalenz in so eine kleine Person? Ich weiß, dass die Dänin in letzter Zeit sehr viel Scheiße für ihre Musik abbekommen hat, allerdings ist mir vollständig schleierhaft, warum. <strong>MYRKUR</strong> kreiert Black Metal, den es weiter zu verfolgen gilt!</p>
<p>In ganz anderen musikalischen Gefilden wildern <strong>ESKIMO CALLBOY</strong>, die sich D. Grau angeschaut hat. Und obwohl die Musik nicht seinen Geschmack trifft, war er von der Show mehr als positiv überrascht. Absolute Eskalation ist noch untertrieben bei dem, was zwischen Band und Fans stattgefunden hat. Und als wäre das nicht schon geil genug, war der Sound außerdem herausragend.</p>
<p><strong>YEAR OF THE GOAT</strong> sind eine der wenigen Bands, die im Zelt mit gutem Klang auftreten können. Dabei begeistert die Show, die nur aus Hits beider Alben besteht, vom ersten bis zum letzten Ton.</p>
<p>Die Kalifonier von <strong>DEVILDRIVER</strong> treten in neuer Besetzung auf. Außer Sänger Dez ist kein Gründungsmitglied mehr an Bord. Dennoch wirkt das Konzert außerordentlich stimmig und präzise, neue und alte Songs ergänzen sich hervorragend, und das Publikum dreht durch. Die Band dankt es mit energiegeladener Performance bis zum Schluss.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/wacken-2016/IMG_9686.JPG" alt="IMG_9686" /></p>
<p>Zeitgleich spielen <strong>BORKNAGAR </strong>auf der Black Stage. Die Norweger um ICS Vortex wissen mit perfektem Gesang und sehr guter Liveshow zu begeistern. Doch auch hier schmälert der Wind das Klangvergnügen etwas.</p>
<p>Das gleiche Problem betrifft auch <strong>THERION</strong>, jedoch in geringerem Ausmaß. Mit der Stimmgewalt von einem Sänger und zwei Sängerinnen wird hier ein Querschnitt durch alle Alben abgeliefert, der das Publikum in Extase versetzt. Besonders hervorzuheben sind dabei Songs wie <em>„Theli“</em>, <em>„Vovin“ </em>und <em>„Secrets Of The Runes“</em>.</p>
<p>Es folgen: <strong>STEEL PANTHER</strong>. Was soll ich zu dieser Band noch sagen? Alles was hier stattfindet, darf eigentlich erst nach 24 Uhr ausgestrahlt werden, also denkt euch einfach selbst, was so los war. Was ich mich nur frage, ist, was sich Mütter denken müssen, die zu Hause vor 3sat sitzen, Wacken live mitverfolgen und dann die eigene Tochter barbusig auf der Bühne wiederfinden. Kann mir das irgendwer beantworten?</p>
<p>Um Abreisestau zu vermeiden, geht es für uns schon etwas früher nach Hause. Doch es bleibt noch Zeit, um <strong>CLUTCH</strong> zu sehen. Und auch hier gibt es außer Lob kaum etwas, was ich schreiben könnte. Liest eigentlich noch irgendwer mit? Es hagelt großartige Songs von vorn bis hinten, das Wetter spielt sogar auch mit und Neil Fallon ist so unfassbar gut bei Stimme, dass es mir ein inneres Blumenpflücken ist. Ich liebe diese Band!</p>
<p>Nachdem ich mich noch ein letztes Mal durch hunderte Meter Schlamm gekämpft habe, treten wir die Heimreise an. Denken wir. Denn unsere Karre streikt, doch dank sehr netten und freundlichen Security Mitarbeitern (Danke, Sabrina!) und der isländischen Band <strong>AUĐN</strong> kriegen wir die Kutsche wieder in Schuss und lernen dabei noch tolle Menschen kennen.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/wacken-2016/IMG_9217.JPG" alt="IMG_9217" /></p>
<h4 style="text-align: center;">Gibt und gab es auch Schattenseiten?</h4>
<hr />
<p>Ja, einige sogar. So wurden uns mehrfach Beschwerden über die Security Mitarbeiter entgegengebracht, die unsagbar unfreundlich gewesen seien, wobei wir selbst nur gute Erfahrungen gemacht haben. An dieser Stelle viele liebe Grüße an Sven! Du bist der Beste!</p>
<p>In den vier Tagen des Festivals kam es zu insgesamt 80 Straftaten, was zwar nicht erfreulich, bei den über 100.000 Menschen, die Wacken an diesem Wochenende zur drittgrößten „Stadt“ Schleswig-Holsteins gemacht haben, jedoch vergleichsweise wenig ist.</p>
<p>Wacken ist eine Maschinerie: es gibt so gut wie alles! Merch, verschiedenste Accessoires, Kippen, Getränke und eine sehr große Auswahl an Essen. Allerdings ist das Preis-Leistung Verhältnis dabei schon fragwürdig. Für 5€ bekommt man kaum etwas zu essen und nach Speisen die sättigen, kann man vergebens suchen. So muss man mindestens zwei Portionen essen, um irgendwie satt zu werden, was im Endeffekt bedeutet, dass man für eine einzige Mahlzeit irgendwas zwischen 10 und 20€ bezahlen kann, wobei die Qualität dabei nochmal ein ganz anderes Thema ist.</p>
<h4 style="text-align: center;">Wacken 2016 &#8211; Fazit?!</h4>
<hr />
<p>Wacken ist ein bisschen wie Fernsehen: es wird sich um permanente Unterhaltung bemüht, denn überall passiert so gut wie immer irgendwas, jedoch nicht zwangsläufig auf vergleichbarem Niveau, bzw. in gleicher Qualität.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none" src="https://silence-magazin.de/wp-content/gallery/wacken-2016/IMG_9768.JPG" alt="IMG_9768" /></p>
<p>Obwohl ich gefühlt 80 Bands gesehen habe und damit immer noch nur einen Bruchteil von denen, die gespielt haben, ist es nicht nur die Musik, die mir im Gedächtnis bleiben wird. Ich habe unfassbar liebenswerte, nette Menschen aus allen Teilen der Welt getroffen. Kanadier, Marokkaner, Chinesen, Amerikaner, Südamerikaner, Schweden, Polen, Spanier, Färöer. Mit vielen dieser Menschen werde ich noch lange Zeit in Kontakt bleiben und ihr werdet es lesen können! Überall auf der Welt wimmelt es von Musik! Wie viele marokkanische Metalbands könnt ihr mir nennen? Wie viele von den Färöern? Viele dieser Leute haben Lust, uns in nächster Zeit von den Szenen ihrer Länder zu berichten und ich bin bereits jetzt verdammt gespannt darauf!</p>
<p>Denn wenn mir Wacken eins gezeigt hat, dann das, dass es überall auf der Welt grandiose Menschen gibt und uns alle eins verbindet &#8211; die Musik!</p>
<p>In diesem Sinne heißt es bereits jetzt: „Noch ein Mal waschen&#8230;“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p> [<a href="https://silence-magazin.de/die-welt-zu-gast-im-schlamm-wacken-2016/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=die-welt-zu-gast-im-schlamm-wacken-2016">See image gallery at silence-magazin.de</a>] </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/die-welt-zu-gast-im-schlamm-wacken-2016/">Die Welt zu Gast im Schlamm: Wacken 2016</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Rockhard 2016  &#8211; Ein Festival zwischen Industrieromantik und harten Klängen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[El Zecho]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 May 2016 12:27:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Für Heavy Metal und Thrash Metal Fans, ist das Rockhard Festival in Gelsenkirchen ein Mekka und absolutes Muss, jedes Jahr zu Pfingsten. Im schönen Amphitheater findet das ursprünglich als „20 Jahre Jubiläumsfeier“ geplante Festival seit 2003 regelmäßig statt. Die Macher entschieden sich ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/rockhard-2016-ein-festival-zwischen-industrieromantik-und-harten-klaengen/">Rockhard 2016  &#8211; Ein Festival zwischen Industrieromantik und harten Klängen</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Für <strong>Heavy Metal </strong>und<strong> Thrash Metal</strong> Fans, ist das <strong>Rockhard Festival</strong> in Gelsenkirchen ein Mekka und absolutes Muss, jedes Jahr zu Pfingsten. Im schönen Amphitheater findet das ursprünglich als „20 Jahre Jubiläumsfeier“ geplante Festival seit 2003 regelmäßig statt. Die Macher entschieden sich nach den positiven Reaktionen der Fans ein jährliches Festival daraus zu machen. Es soll eine Veranstaltung sein, bei der optimale Rahmenbedingungen geschaffen werden um dem Zuhörer eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Ich persönlich war das erste Mal in Gelsenkirchen und somit auch das erste Mal auf dem <strong>Rockhard Festival</strong>. Meiner Meinung nach muss man kein Fan vom Ruhrpott sein um diese Festival zu mögen. Der Ort Gelsenkirchen, wäre jetzt nicht der Platz an dem ich meinen Urlaub verbringen würde. Da ist jedoch die Gestaltung des Veranstaltungsortes rund um das Amphitheater eine neue Welt. Genutzt wird dabei eine Parkanlage, welche für den Zweck der Bundesgartenschau diente.</p>
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<p>Im Hintergrund der Bühne erstreckt sich der <strong>Rhein Herne Kanal</strong> auf dem man während der Shows auch mal das ein oder andere Schiff vorbei fahren sieht. Auf dem Festivalgelände selbst fehlt es an nichts. Viele Merchstände reihen sich in der Einkaufsstraße aneinander und wer dann sein ganzes Geld noch nicht für Shirts und CD`s gelassen hat, der kann sich in der Fressmeile schön den Bauch voll hauen. Ob <em>Pizza, Döner, Burger oder asiatisch, selbst für Veganer</em> ist ein ausreichendes Essensangebot vorhanden. Ich war außerdem ziemlich überrascht wie schnell man hier an ein Bier kommt. Durch die vielen Bierstände und mobilen Mitarbeiter, welche durch die Reihen laufen, ist man dazu gezwungen viel zu trinken. Preislich gesehen ist das <strong>Rockhard Festival </strong>dabei<strong> </strong>auch nicht teurer als <em>Wacken, Summerbreeze und co.</em> Es sind und bleiben Festivalpreise, die immer günstiger sein könnten, aber das habe ich schon lange aufgegeben mich über solche Dinge aufzuregen.</p>
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<p>Wer dann sein Bier schnell wieder los werden will, der wartet durch die vielen Möglichkeiten auch nicht lang am Toilettenwagen. Positiv finde ich auch, dadurch das es ein Amphitheater ist, hat man die Möglichkeit sich auf den Rängen zu platzieren, was für die Beine ganz gut ist um sich auch einmal ausruhen zu können. Ich persönlich finde das <strong>Rockhard Festival</strong> verspricht den Zuschauern nicht zu viel. Es wird eine angenehme Umgebung geschaffen, wo man es drei Tage schon einmal aushalten kann. Selbst der <strong>Campground</strong> ist in einem netten kleinen Park mit Aussichtshügel gelegen wo jeder einen Platz findet und nicht direkt am Eingang auf dem Schotter zelten muss. Negativ hierbei ist, das man sein Auto auf einem anderen <strong>Campground</strong> stehen lassen muss und seine kompletten Sachen gut einen halben Kilometer zum eigentlichen Zeltplatz tragen muss. Ich weiß nicht ob man den Leuten damit einen Gefallen tut. Im Gespräch mit den Zuschauern jedoch kam heraus, dass das nicht wirklich jemanden stört. Man arrangiert sich mit dieser Situation und ist auf alle Eventualitäten vorbereitet. Sollten Fragen aufkommen oder Dinge unklar sein, so steht jederzeit eine nette und sehr <em>hilfsbereite Crew</em> zur Verfügung. <em>Securities </em>die sehr freundlich sind (nicht wie man das von manch anderem Festival so kennt) und die auch nach diesem Kriterium ausgesucht werden. Uns wurde aus erster Hand mitgeteilt, dass unfreundliches Personal im nächsten Jahr gar nicht wieder antreten braucht.</p>
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<p>Aber kommen wir nun zu dem wichtigeren Thema, wie waren die Bands. Am Freitag eröffneten <strong>SULPHUR AEON</strong> die Veranstaltung mit einem brachialen <strong>Old-School Death Metal</strong> Set wie ich es lange nicht mehr auf die Ohren bekommen habe. Das Schöne am <strong>Rockhard</strong> ist auch, dass jede Band noch von einem Crewmitglied angekündigt wird. Das finde ich doch mal geil. Weiter ging es mit den <strong>Okkult </strong>Rockern von <strong>YEAR OF THE GOAT</strong>. Es war das erste Mal live, dass ich sie gesehen habe und war voller Vorfreude, wurde jedoch dadurch enttäuscht, dass zum größten Teil nur neue Songs gespielt wurden und die Lieder aus den vergangenen Alben eher untergingen. Das konnten die Heavy Metal Legenden von <strong>SATAN</strong> aber wieder gut rausreißen. Wenn man die Augen schließt, denkt man es kommt von Platte. <em>Verschrobene Riffs und ein hoher Kreischgesang</em>, lassen Gänsehaut aufkommen. Die Briten haben es in all den Jahren einfach nicht verlernt. Danach kam das Trio Infernal, <strong>TANKARD, DESTRUCTION</strong> und <strong>SODOM</strong> brachten die Erde zu beben. Die drei <strong>Thrash Metal</strong> Legenden legten ein Brett auf die Ohren der Zuschauer wo man nur davon träumen kann. An Stelle von Bier hätte man Aspirin verteilen sollen, da die Köpfe nur am wackeln waren und man vor der Bühne stehen bleiben musste. Einen netten Ausklang gab es im Zelt bei der Metaldisco, was sowieso bei jedem Festival das Highlight ist. Am Samstag wurde deshalb auch erst gegen 15.00 Uhr mit <strong>TRIBULATION</strong> gestartet. Was soll ich dazu noch sagen außer <strong>WOW</strong>. Es war <strong>DIE</strong> Band für mich auf diesem Festival. Mit <em>brachialen Riffs, einem Schlagzeug auf das eingehämmert wird und einer gewaltigen Stimme</em>, begeisterte diese Combo aus Schweden das Publikum. Zu dieser Zeit war vor der Bühne auch schon gut was los. Mit schrillen Tänzen ließ sich der Gitarrist auf der gesamten Bühne wie eine Ballerina aus. <strong>Verrückt</strong>.</p>
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<p>Nach dieser Vorstellung ging es mit <strong>klassischem</strong> <strong>Heavy Metal</strong> weiter, welcher von keinem geringeren als <strong>GRAND MAGUS</strong> in Publikum geschmettert wurde. Sau geile Performance und eine einmalige Stimme, die so bei keiner anderen Band zu sehen ist. Fettes Dankeschön dafür. Bei <strong>THE EXPLOITED</strong> musste eine kurze Trinkpause eingelegt werden, denn ihr wisst ja, was ist ein Festival schön ohne ein schönes frisch gezapftes Pils. Dafür stand ich pünktlich bei <strong>KADAVAR</strong> auf der Matte um mich vom feinsten <strong>Stoner/ Doom</strong> verwöhnen zu lassen. Trotz kurzem Aussetzer und Verspieler, ließen sich die drei Herren nicht aus der Ruhe bringen. Dieser Trend aus den <em>70`s</em> den diese Kapelle rüber bringt, ist ganz groß im Kommen und das verdient. Musikalisch als auch Stimmlich lassen sich die Rocker aus Berlin nichts nachsagen. Am Ende des Abends dann <strong>TURBONEGRO</strong>. Viele Zuschauer waren der Meinung, dass diese Band nicht in dieses Festival passt. Tja, ist es <strong>Punk oder Metal</strong>? Da sind sich auch die Mitglieder der <em>Turbojugend</em> uneinig, zumindestens was die Gesinnung betrifft. Voll war es trotzdem vor der Bühne und das bei kalten Temperaturen und nassem Wetter. Auf der Bühne hat man das natürlichem keinem angemerkt. Mit bauchfreiem Oberteil ließ sich Sänger <em>Tony Sylvester </em><i></i> die Laune nicht verderben und spielte Klassiker <em>wie „All my Friends are dead“ oder „I got Erection“.</em> Zur Metaldisco wurde dann nur kurz geschaut, da es wirklich sehr kalt war.</p>
<p>Letzter Tag, letzte Chance, also nochmal voll Gas geben. Los ging es für uns mit einer Besonderen Combo, welche sich aus Mitgliedern der Band <strong>ENFORCER</strong> zusammensetzt. Das Projekt heißt <strong>BLACK TRIP</strong> und überzeugte nicht nur mich live, sondern auch eine ganze Menge Zuschauer herum. Im Anschluss daran ging es erst einmal auf den <strong>Campground</strong> um dort noch Eindrücke und Meinungen der Fans zu sammeln. Es war spannend zu erfahren was die Fans bewegt zum <strong>Rockhard</strong> zu fahren, was sie an diesem Festival schätzen und was sie wirklich nervt.</p>
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<p>Tatsache ist, <em>99%</em> haben nichts zu bemängeln und finden das <strong>Rockhard Festival </strong>als ein großes Familientreffen, wo sich alle wiedersehen und zusammen feiern können. Bei geschätzten <em>7000 – 8000 Besuchern</em> ist das wohl eher ein großes Familientreffen. Den Abschluss für das Treffen gaben sich die Krefelder <strong>BLIND GUARDIAN</strong>, worauf die meisten Fans nur gewartet hatten. Auch viele Tagesgäste waren für diesen Act angereist, sodass sogar alle Tagestickets ausverkauft waren. Und was soll man sagen? Die Krefelder sind absolute Profis und haben ihre Loorbeeren erneut verteidigt. Geile Show, geile Band, geile Fans und es war brechend voll auf den Rängen und unten vor der Bühne. Ein würdiger Abschluss für eine tolle Veranstaltung. Ein großes Lob noch an die Crew vom Sound, welche einen sauberen Job hingelegt haben. <strong>Rockhard Festival 2017</strong>, ich werde dabei sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wer sich den ganzen Spaß auf Video noch einmal anschauen möchte, findet hier den Link:</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/vjmnjeCM9Vw?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/rockhard-2016-ein-festival-zwischen-industrieromantik-und-harten-klaengen/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=rockhard-2016-ein-festival-zwischen-industrieromantik-und-harten-klaengen">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/rockhard-2016-ein-festival-zwischen-industrieromantik-und-harten-klaengen/">Rockhard 2016  &#8211; Ein Festival zwischen Industrieromantik und harten Klängen</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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