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Walking Dead on Broadway – Aeshma

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Suicide Silence haben offenbar Deathcore-Ausbildungsplätze angeboten, denn anders kann ich mir nicht erklären, wieso mich das erste Full-Lentgth „Aeshma“ der Leipziger Gruppierung „Walking Dead on Broadway“ so stark an sie erinnert.

Aber offenbar gehören die Jungs zu den Klassenbesten, denn technisch stehen sie ihren vermeintlichen Dozenten in nichts nach. Vielmehr noch ist hier ein Unterschied zu hören, mit dem sich die Band offenbar ein wenig von diesem musikalischen Vergleich zu distanzieren versucht.

Technische Spielereien sind hier immer wieder fein eingestreut um sich von der Eingängigkeit der Amerikaner abzuheben. Auch der düstere Grundton ist sehr gut getroffen, der sofort mit einem Intro das direkt einem Horrorfilm entsprungen sein könnte (oder gar ist?) festgezurrt wird.

Danach tut die Platte nur noch eins: Durchprügeln, unerbittlich, erbarmungslos.

Erst beim Titelgebendem Song „Aeshma“ ist eine kurze Atempause gestattet, die einem aus dieser brutalen Ansage reißt, ja reißt… denn erwartet habe ich das gewiss nicht mehr.

Generell macht die Platte hier einen Cut und erscheint etwas Abwechslungsreicher was besonders Schade ist, da sie sich hier dem Ende neigt.

Leider bleibt beim einmaligen durchhören absolut nichts hängen, kein Riff dass unbedingt nochmal gehört werden wollte oder Lyrics die mir das Blut in den Adern gefrieren ließen. Tatsächlich empfand ich letzteres als die Gemüse-Beilage, die man beim Schnitzel im Restaurant einfach links auf dem Teller liegen lässt. Die Lyrics sind genauso durch den Gehörgang gedonnert wie der Rest der Platte. Schade.

Zusammenfassung
Veröffentlicht

Autorenbewertung

6
Brutalen Deathcore machen können die Jungs definitiv, aber um es so köstlich wie die Meister hinzubekommen bedarf es noch etwas Erfahrung. Hier ist weniger die Technik als vielmehr das Gefühl gefragt.
ø 2.6 / 5 bei 6 Benutzerbewertungen
6 / 10 Punkten

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6 Kommentare

  1. Gideon Stranzenbach
    6. Mai 2016 bei 0:15 — Antworten

    Ich Finde das Album hat mindestens 7-8 Punkte verdient. WDOB sind eine Junge Band die mega laune machen und live einen echt mitziehn. Ja, es bleibt zuwenig von den Lyrics hängen. Aber Lieder wie Sleeping Titans haben echt Ohrwurm potenzial.

    Aber ein schöner Artikel, als Deathcore Liebhaber wünsche ich mir viele solcher Reviews oder ander Sachen die sich mit diesem Genre befassen.

    • FeeLikes
      9. Mai 2016 bei 11:29 — Antworten

      Nochmal Danke fürs Feedback, hast du denn Vorschläge? 🙂 Wir machen natürlich in erster Linie dieses Magazin für euch.

  2. Gideon Stranzenbach
    6. Mai 2016 bei 0:07 — Antworten

    Ich Finde das schon Riffs hängen bleiben, Sleeping titan hat ein großes Ohrwurm potenzial. Und Live sind WDOB eine Macht und es macht mega spaß im Pit abzugehn. Ich Persönlich bin ein Deathcore liebhaber für mich hat die Platte als Debüt Album mindestens 7-8 Punkte verdient. Ich schließ mich aber an, von den lyrics bleibt zuwenig hängen. Aber ansonsten sind WDOB klasse !!

    • FeeLikes
      9. Mai 2016 bei 11:27 — Antworten

      Hi Gideon,
      ich gebe dir absolut recht, live können mich die Leipziger auch besser abholen, aber auf CD will das noch nicht wirklich funktionieren.
      Vielleicht braucht Aeshma auch einfach noch mehr anläufe bis es funkt, aber bisher tat es dass leider nicht..
      Danke für deine Meinung 🙂
      Grüße
      FeeLikes

  3. Daniel Leinberger
    4. Mai 2016 bei 15:50 — Antworten

    Ich kannte die Band schon vorher.
    Ein bekannter hat sie mir gezeigt nachdem er auf einen Eskimo Callboy Konzert war.
    Da ich mit Eskimo Callboy absolut nichts anzufangen weiß dachte ich, mich würde wieder solch ein schlechter Elektro-Irgendwas-Core erwarten.
    Aber als er mir die Liveaufnahme gezeigt hat, war ich wirklich erstaunt! Wie in dem Artikel erwähnt bleibt zwar leider wirklich kein Riff richtig hängen, aber im Momentum des Songs sind die einfach der Wahnsinn! Ich finde sie wirklich gut und hab mir das Album bereits auf meine „Muss ich noch kaufen“-Liste gesetzt!

    Ansonsten sehr schöner Artikel:) Gut geschrieben und man versteht beim lesen schon wie das Album wirkt und kann sich ein Bild von der Band machen 🙂
    Dauen rauf!
    Ihr seid echt klasse Jungs:)

    • FeeLikes
      9. Mai 2016 bei 11:26 — Antworten

      Danke für dein Feedback Daniel,
      ich kenne die Band auch schon seit Beginn und muss sagen dass ich es Live auf jeden Fall besser finde als auf Platte. Ich hoffe das ändert sich mit dem nächsten Album, welches ja nicht mehr lange dauern sollte, dieses hier ist ja nun schon etwas älter. 🙂
      Grüße
      FeeLikes

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