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KREATOR live – Heimspiel in Essen

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Stell dir vor, du lebst im Ruhrgebiet und hörst mit besonderer Freude Metal. Stell dir vor, du folgst dem regionalen Lokalpatriotismus und kennst natürlich die örtlichen Highlight – Bands. Stell dir vor, KREATOR spielen in ihrer Ursprungsstadt ein Konzert. Und ja, die Schlange am Eingang reicht ungefähr bis Dortmund.

Momentan befindet sich das Thrash Urgestein aus dem Pott auf Tour, „Krushers of the World“! Think big, wenn schon denn schon. Mit dabei haben sie keine anderen denn NAILS, EXODUS und CARCASS. Quasi Ostern kurz erzählt, mit genügend Dezibel und fieser Bühnendeko.

NAILS haben die Ehre, den Abend in der Grugahalle zu eröffnen. Mit EXODUS zusammen aus Kalifornien angereist, ballern sie ihre eher corelastigen Beats ins Publikum und zeigen schonmal an, wo die Bühne steht. Kurzes Set, keine langen Gesichter, das Bier fließt und der Schweiss ebenso. Geil!

Dann kommt bereits der erste große Akt des Abends, EXODUS. Was Sound und Härte angeht, sind die Amis einfach eine andere Liga (anders, nicht besser oder schlechter) als die Ruhrpottler. Kernig, auf den Punkt, voll nach vorne. Sänger Rob Dukes scheint entspannt Urlaub zu machen und seine Zeit auf der Bühne sichtlich zu genießen. Zusammen mit Gary Holt leitet er die Band sicher durch ein straightes Set, bittet das Publikum um diverse Pits und gibt zwischendrin noch eine Hommage an FREDDIE MERCURY ab, im Zwiegesang mit der restlichen Halle. Mega!

Nachdem in der Pause alle ihre Schuhe wiedergefunden und das Bier aufgefüllt haben (oder umgekehrt?), starten CARCASS ihr Set. Aus der Nähe würde man den Bandmitgliedern gar nicht zutrauen, so krasse Songs zu spielen, Bill Steer könnte man auch bei den BLUES PILLS vermuten. Um so schöner, von den englischen Death-Veteranen so ordentlich audiovisuell auf die Fresse, ähm, die Gehörgänge zu bekommen. Dankeschön 🙂

Dann wieder Pause. 30 Minuten lang! Was soll man da bitte machen? Immerhin, über die Anlage laufen QUEENS OF THE STONE AGE und IRON MAIDEN, das hilft schonmal. Ansonsten tauchen in der Ecke, in der sich die Fotografen gesammelt haben, immer wieder schräge Vögel aus dem Publikum auf und sorgen für unterhaltsame Situationen. Ein Typ fragte nach einem Stuhl, da die Mutter von Mille hinten am Lichtpult sei und nicht den ganzen Abend stehen könne. Ebenso versuchte eine Besucherin, einen Contest unter den Fotografen zu starten, wer die besten Bilder schiesst. Yay 😀

Also dann, weshalb waren wir hier? Ach ja, es kommt ja noch ne Band (also, nicht NOCH NE BAND, sondern DIE Band), KREATOR. Dafür wurden extra ein paar „Leute“ im Bühnenraum aufgehängt, sehr freundlich, ein paar Dämonen und Satan himself an markanten Spots positioniert und an den Mikroständern hängen die Schädel von Besuchern vergangener Konzerte, die den Moshpit nicht überlebt haben. 
Die Band liefert voll ab, spielt bekannte Hits und neue Tracks und holt zwischendrin noch Britta Görtz auf die Bühne. Was will man mehr, so macht ein Samstagabend Spass! 

So, wer sich zumutet, die Bilder beurteilen zu können, darf das gerne tun und mir persönlich davon erzählen, alle anderen irgendwie auch.

Gute Zeit euch!


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