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	<title>Cân Bardd Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Cân Bardd Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>MEAD &#038; GREED 2024 &#8211; Der offizielle Bericht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Apr 2024 08:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hier ist er nun: der offizielle SILENCE-Bericht zum MEAD &#038; GREED 2024 - der größten Folk- und Pagan-Metal-Party im Ruhrgebiet!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/mead-greed-2024-der-offizielle-bericht/">MEAD &#038; GREED 2024 &#8211; Der offizielle Bericht</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Guten Abend Oberhausen!</h2>
<p>Das Resonanzwerk öffnet erneut seine Türen für die Besucher des diesjährigen <strong>MEAD &amp; GREED</strong> <strong>Festival</strong>! Und da simmer doch dabei. Bar und Fresstand laufen bereits auf Hochtouren, als wir ankommen &#8211; an Flüssigem gibt es neben unterschiedlichen Metsorten auch ungefähr fünf verschiedene Biere, und die Küche bietet Burritos, Grillzeug und <strong>Pommes mit einem Beilagenbuffet, </strong>das sich sehen lassen kann.</p>
<p>Doch erstmal gibt’s was auf die Ohren, denn kaum halte ich ein kühles Alt zwischen den Fingern, erschallen aus dem Inneren der Konzerthalle bereits die ersten Noten.</p>
<h2>Und los geht’s!</h2>
<p><strong>BENEATH MY SINS</strong> weihen die Bühne ein, erstmal metalfrei, dafür aber mit verschiedensten Akkustikgeräten. Eine Geige, eine flachrückige Bouzouki und eine Akkustikgitarre geben den melodischen Ton an, während der Schlagzeuger reichlich kreativ drauflosgroovt. <strong>Im Hauptfokus aber liegt die Stimme von Sängerin Emma</strong>, und das nicht ohne Grund! Wahrhaft professionell lässt sie selbst die schwierigsten Töne zauberhaft erklingen und erinnert mich dabei im ersten Augenblick sogar ein bisschen an <strong>TARJA</strong> (Ex-<strong>NIGHTWISH</strong>).</p>
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<p>Die Musik regt die bereits Anwesenden schon jetzt zum Tanzen an &#8211; die Franzosen bedienen uns mit viel Energie, und das ganz ohne Zerstörung. Ein passender Einstieg, Ohren und Geist sind nun warm und offen für mehr.</p>
<h2><strong>Sehnsucht nach den Blast Beats</strong></h2>
<p>Und bereits so früh im Line-Up erwartet mich mein <strong>persönliches Highlight</strong> des Festivals<strong>: CÂN BARDD</strong>. Dass mich diese Band aber so flashen würde, dass ich dies im Nachhinein sogar als den Höhepunkt meines bisherigen Jahres bezeichnen würde, damit rechne ich zu dem Zeitpunkt nur begrenzt. <strong>Diese Atmosphäre! Diese Schönheit!</strong> Diese Kraft, die von Songs und Musikern ausgeht, ziehen mich tief in sich hinein, walzen einmal quer über meine Seele und befreien sie von aller Schwere, die sich in den letzten Wochen in ihr angesammelt hat.</p>
<p>Es gibt zur Zeit kaum eine andere Band, die das auf so intensive Weise mit mir macht. Die melodischen wie die blastbeatgetriebenen Parts, die Chöre wie die mark- und beindurchdringenden Schreie, die schönen wie die finsteren Momente dieser <strong>meisterhaft geflochtenen Black-Metal-Melancholik</strong> lassen mich den eigenen Körper verlassen und in ferne Welten davonfliegen. Nicht selten finde ich mich in einem Kampf mit den eigenen Tränen wieder, und bald schon habe ich entschieden, ihnen einfach nachzugeben.</p>
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<p>Dem Ganzen spielt ein <strong>grandios abgemischter Live-Sound</strong> in die Arme. Selbst in den ballerndsten Momenten dringen klar und deutlich Akkorde, Feeling und sogar die Vocals durch. Ordentlich Wucht ist da, und dennoch nicht so sehr, dass der Musik etwas dadurch verloren ginge. Es wohnt außerdem in einem Song als kleine Überraschung die Flötenspielerin von <strong>SAOR</strong> dem Spektakel bei, und lässt neben Flötenklang auch ihre eigene Stimme ein Teil des Spektakels werden.</p>
<p><strong>Puha, das war episch.</strong> Ich muss erstmal raus an die frische Luft. Gedanken sammeln.</p>
<h2><strong>Rockstars im Pelzfrack</strong></h2>
<p>Eine knappe halbe Stunde später folgen <strong>MANNTRA</strong> aus Kroatien. Und ehrlich gesagt, ich habe vor dem Konzert überhaupt nicht damit gerechnet, dass eine solche Band existiert. Oder was mich erwarten würde. Oder überhaupt.</p>
<p>Mein erster Gedanke zieht in Richtung Industrial Rock oder Goth EBM. Aber irgendwie haben die auch Folk- und Mittelaltervibes? Warum erweckt der eine Gitarrist den Anschein eines stämmigen, tätowierten Rockstars, während der andere unter seinem bodenlangen Kapuzenumhang eine Skelettmaske trägt? Durch die er gelegentlich auch auf einer Schalmei herumtrötet? Der Sänger &#8211; ein oberkörperzeigender Schönling? <strong>Eigentlich könnte die Band auch beim European Song Contest auftreten</strong>, so mein nächster Gedanke. Jeder ihrer Songs hat Hitpotential, ist catchy, hat Mitsing-Parts und dauert radiotaugliche drei Minuten. Ich bin verwirrt. Vor allem bin ich verwirrt, dass es mir gefällt. Dieses Konzert ist ungefähr das Gegenteil des vorigen, aber vielleicht ist das auch genau, was ich im Anschluss an diesen brauche.</p>
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<p>Das Partypotential wird mit Konfetti, einer Surfpartie des Skeletts auf der Crowd sowie einem halb-live performten Elektro-Track ausgeschöpft. Letzteren begleitet erwähnter Rockstar mithilfe eines Percussion-Soundpads. Im Publikum wird sich dazu <strong>die Seele aus dem Leib gemosht</strong>, und irgendwann springt er sogar selber (mit Gitarre) ins Getümmel.</p>
<p>Dieses Konzert fällt auf jeden Fall in die Kategorie <strong>&#8222;Dinge, die ich auf einem Folk-/Pagan-Metal-Festival nicht erwartet hätte&#8220;</strong>. Eigentlich entsprechen <strong>MANNTRA</strong> auch gar nicht so meiner Sparte von Musik, aber hey. Das war ziemlich cool.</p>
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<h2><strong>Die Natur ruft</strong></h2>
<p><strong>SAOR</strong> sehe ich heute zum ersten Mal. So ein paar Überschneidungen gibt es da mittlerweile mit <strong>CÂN BARDD</strong>s Line-Up, was erklärt, wieso beide Bands heute hier sind. Auch gewisse Ähnlichkeiten im Stil kann man nicht abstreiten. Umso mehr freue ich mich auf das, was bevorsteht. <strong>Mehr Atmosphäre, mehr Blast Beats.</strong> Was will man noch?</p>
<p>Bei dieser Kombination kommt (glaube ich?) musikalisch alles aus tatsächlichen Instrumenten. Gerade die oben genannte Flötenfrau waltet hier nicht nur ihres Flötenamtes, sondern bedient auch des Öfteren eine Art um den Bauch geschlungenen Dudelsack und, wie schon zuvor, trägt ihre Stimme viel zum atmosphärischen Gesamtkunstwerk bei. Alles in allem fallen <strong>SAOR</strong>s musikalische Ergüsse abwechslungsreicher aus, als ich dachte!</p>
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<p>Am Ende kann ich das Konzert dann doch nicht so genießen, wie ich es mir gewünscht hätte. Liegt es daran, dass ich über 30 bin und heute, am Ende einer Arbeitswoche, um 06:45 aufgestanden bin? Wahrscheinlich. Ich geb mir den Rest des Geschehens im sitzenden Zustand. Und dann falle ich in das Bandlogo. Selten habe ich einen <strong>so liebevoll gestalteten Schriftzug</strong> gesehen. Jeder Buchstabe ist für sich ein kleines Kunstwerk, in allen Ecken, in allen Schwüngen lässt sich etwas entdecken, wenn man sich nur die Zeit nimmt, es sich im Detail anzuschauen. Geäst, Wurzeln und schattenhafte Tiersilhouetten ziehen mich immer tiefer in ihren Bann, als plötzlich <strong>Zugabe-Rufe mich aus der Trance</strong> reißen. Das Konzert ist an seinem Ende angekommen, ich aber auch. Ein letztes (langes) Lied gibt es noch, bevor ich mich zu den Schlafgemächern begebe.</p>
<h2><strong>Kammermusik-Core</strong></h2>
<p><strong>REMEMBER TWILIGHT</strong> sind es, denen die Ehre gebührt, den Festivalsamstag zu eröffnen. Gespielt wird eine <strong>Mischung aus Kammermusik und Rock</strong>, mit drei Streichinstrumenten und einem kompletten Metal-Line-Up. Stilistisch bewegen tut sich dies in recht düsteren Gefilden, mit Texten über Tod, Verderben und was sonst noch alles im Zwielicht auf einen lauert. Mal doomig, mal tanzbar, aber nie ohne einen Hauch <em>memento mori</em>, präsentiert die Stuttgarter Kombi einen <strong>sehr eigenen Sound.</strong></p>
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<p>Es gibt an diesem Spätnachmittag aber gleich zwei Besonderheiten: Am Schlagzeug sitzt <strong>Ole</strong>, welcher seit 2006 nicht mehr mit der Band zusammen aufgetreten ist, und aus dem Publikum winkt zudem <strong>Basti</strong>, früherer Geiger der Band, der extra aus Frankreich angereist ist.</p>
<h2>Melodic Death Dudel</h2>
<p>Es geht weiter mit viel Action: <strong>DVALIN</strong> sind hier, und haben eine gewaltige Portion Energie mitgebracht! Soll im Klartext heißen: Absoluter Abriss an der Rhythmusgitarre, viel Doublebass und Blast Beats, ordentliche Growls mit schöne Bandbreite &#8211; und das, während Dudelsack und Keyboard sich um die Hauptmelodien kümmern. Es hat was von<strong> Melodeath, aber eben mit Gedudel.</strong></p>
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<p>Tatsächlich finde ich aber erwähnte Rhythmusfraktion heute am interessantesten. Hier hat man sich nicht selten wirklich spannende Dinge einfallen lassen! Kreative Patterns und abwechslungsreiche Grooves bilden die Basis des musikalischen Konzepts der Würzburger Folk-Metaller. Eine stabile Performance, welche sich auch in der <strong>Motivation des Publikums</strong> widerspiegelt.</p>
<h2><strong>Oldschool und doch eigen</strong></h2>
<p><strong>Wer spielt nochmal als Nächstes?</strong> &#8222;Wir sind Band <strong>UKANOSE</strong> aus Litauen!&#8220; Stimmt, jetzt weiß ich wieder. In Keltenhemden (ist das das richtige Wort?) gekleidet stehen sie auf der Bühne und präsentieren nochmal eine ganz andere Herangehensweise an das Thema Pagan Metal (Viking Metal? Wo zieht man eigentlich die Grenze?) als alle Bands vor ihnen.</p>
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<p>Die Gitarren lassen mächtige <strong>Viking-(Pagan-)Riffs der alten Schule</strong> erklingen, während der Gesang meist clean und melodisch <strong>und vor allem litauisch</strong> bleibt. Der naheliegendste musikalische Vergleich wäre vielleicht <strong>TYR</strong>, und dann auch wieder nicht so wirklich. Interessant ist eigentlich vor allem, dass <strong>UKANOSE</strong> nie über die Stränge schlagen, sondern sich innerhalb ebendieser recht basischen Schemata bewegen &#8211; das jedoch gewürzt mit ihrem ganz eigenen Flair.</p>
<p>Als kleine Überraschung haben sie ein Cover eines <strong>CORVUS-CORAX</strong>-Liedes mitgebracht: &#8222;<em>Let Us Drink!&#8220;,</em> natürlich in litauischer Übersetzung, lässt einen ersten Moshpit entstehen. Gleich im Anhang wird der Vibe mit ein paar humppalastigen Feiersongs aufrechterhalten, und spätestens beim allerletzten Stück (über Schnaps) sind dann alle Anwesenden <strong>hart am Bockhaben.</strong> Ausdrücken tut sich das in den seichtesten der Fälle mit entspannter Kopfnickerei samt vorgeschobenem Kinn, in den ausgelassensten mit <strong>paganer Pogo-Party im Pit</strong>.</p>
<h2><strong>Die Wucht ist zurück</strong></h2>
<p>So. Bevor ich nun zum gefühlt zehnten Mal in einem Festivalbericht schreibe, wie sehr <strong>FINSTERFORST</strong>s Sound doch <strong>eine alles zerstörende Wand</strong> ist, und wie die Band wieder mal in einer Stunde <strong>genau auf 6 Lieder</strong> kommt, hier ein Versuch einer anderen Herangehensweise:</p>
<p>Ich genieße soeben einen gemütlichen Klogang, als aus der Ferne düster-epische Fanfaren beginnen, mich zum Nebenraum zu beschwören. Bald schon bin ich bereit, dem Ruf zu folgen &#8211; und finde mich wieder vor der Banner-Version des <strong>epischsten aller Albumcover</strong>. &#8222;Rastlos&#8220; steht der Wanderer vor der endlosen Weite tannenbedeckter Schluchten und nadelloser Bergspitzen, und davor: <strong>FINSTERFORST</strong>. Holzfällerhemden, offene Bierflaschen, dem Sänger prangt mittlerweile graues Barthaar im Gesicht. &nbsp;</p>
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<p>Die massive Soundwand (verdammt! Jetzt hab ich es doch geschrieben) und vor allem die Bassdrum<strong> beschwören heute derbe Zerstörung</strong>, als mir auf einmal Feinheiten in der Musik klarwerden, deren ich mir bisher gar nicht bewusst war. Interessante Rhythmusstrukturen, progressive Taktarten, kleine musikalische Spielereien in vielen unterschiedlichen Parts &#8211; ich erlebe <strong>FINSTERFORST</strong> heute mit einer Tiefe, die ich zuvor noch gar nicht entdeckt hatte. Schwerfällig sind sie immer, heavy, massiv. Aber auch mal schnell, auch mal aggressiv, mal schön, mal traurig, mal verzweifelt. <strong>FINSTERFORST</strong> machen <strong>Musik, die nur sie machen können,</strong> und das mit absoluter Virtuosität. Zieht einen rein, um einem dann mit aller Epischkeit die Fresse zu polieren. In manchen Momenten geht die Gitarre ein bisschen hinter dem Geknüppel des Schlagzeugs unter, aber ich genieße jeden Kick, der mir die Waden und die Hirnrückwand massiv massiert. Total finsterforstig.</p>
<h2><strong>Die Piraten des Rheins</strong></h2>
<p>Und schon wieder ganz etwas komplett anderes machen <strong>STORM SEEKER</strong>! Und ehrlich gesagt, die finde ich heute richtig nice. Upbeatige, Hurdy-Gurdy-trächtige Seemannslieder mit Metal-Energie &#8211; was will man mehr an einem solchen Abend?</p>
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<p>Es gibt auf jeden Fall<strong> noch so einiges!</strong> Dies umfasst unter Anderem, aber nicht ausschließlich:</p>
<p>&#8211; Der Drummer spielt ein <strong>Solo</strong> und wird dabei von epischen Ozean-Akkorden und tiefblauer See-Beleuchtung begleitet.</p>
<p>&#8211; Die Band ist plötzlich weg, das Licht geht aus. Dann sieht man drei von ihnen mit ominösen Laternen durchs Publikum ziehen. In der Mitte der Halle, inmitten eines <strong>Mahlstroms aus Menschen</strong>, fangen sie an, Acapella weiterzuperformen.</p>
<p>&#8211; Als sie zurück zur Bühne schwimmen, spielt der Rest der Band (u.A. Mit Gitarrist <strong>Pauli</strong> nun am Schlagzeug) ein Cover von <em>&#8222;The Wellerman&#8220;</em> an, und <strong>mit vertauschten Instrumenten</strong> wird das Lied zu Ende gespielt.</p>
<p>&#8211; Zum nächsten Song setzen sich ca. <strong>50 Publikumspiraten auf den Boden</strong> und rudern auf Kommando der Band.</p>
<p>&#8211; Der Keyboarder reißt beim letzten Lied sein Instrument vom Ständer und enthüllt, dass es <strong>eigentlich eine Keytar</strong> ist.</p>
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<p>Fazit: Ich bin begeistert vom Unterhaltungswert, den diese Band aus dem simplen Konzept der Seemannslieder herausholen. Ein Hoch auf <strong>STORM SEEKER</strong>!</p>
<h2><strong>Ein etwas anderer Abschluss</strong></h2>
<p>Man würde zu diesem Zeitpunkt nicht erwarten, dass schon wieder eine Band die Bühne betritt, die ganz andere Musik macht als alle anderen Acts des Festivals. Was genau <strong>HAGGARD</strong> aber eigentlich machen, ist mir bis kurz vor dem Konzert noch nicht so wirklich bewusst, und es dauert ehrlich gesagt auch etwas, bis ich es gänzlich verstanden habe. Der generelle Vibe zieht <strong>eher Richtung Klassikkonzert als Richtung Metalshow</strong>: Ein kleines Orchester sitzt auf der Bühne, ausgestattet mit Notenständern und -blättern, und nach dem ersten Lied wird erstmal eine Pause eingelegt, um die Instrumente eines nach dem anderen nachzustimmen, während das <strong>Publikum ratlos in der Gegend herumsteht</strong>.</p>
<p>Oft entpuppt sich die Musik auch als überhaupt komplett unmetallisch, und begibt sich dann wieder in ein <strong>Wechselspiel zwischen der harten und der sanften Welt</strong>. Die Dame rechts gibt einen eher operntypischen Sopran zum Besten, welches sich edel über Streicher und Harpsichord legt, dann wieder unleasht der Bandkopf Gitarre und Growls &#8211; und manchmal passiert das auch alles zur gleichen Zeit.</p>
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<p>Sich tiefer in die metallene Richtung zu lehnen fangen <strong>HAGGARD</strong> gegen Mitte ihres Sets an. Jetzt sind die Songs auch mal<strong> schneller, heavyer, aggressiver.</strong> Ein Cover des schon von <strong>IN EXTREMO</strong> aufgegriffenen &#8222;<em>Herr Mannelig&#8220;</em>&nbsp;bricht mit seiner Sänfte diese Energie gekonnt und erfreut die Herzen vieler, während Bandkopf <strong>Asis</strong> Akkorde greifend bis zum Mischpult spaziert und mit dem Soundmann (über den Sound?) zu plaudern beginnt.</p>
<p>Insgesamt liefern <strong>HAGGARD</strong> ein Spektakel hoher Kunstfertigkeit. Ich muss aber sagen, dass mein Gehirn nach wie vor nicht so ganz weiß, was es damit anfangen soll. Irgendwie scheint mir die Band (oder sollte ich sagen: das Orchester?) <strong>für einen Headliner ein bisschen zu speziell</strong>, ein bisschen zu avantgardistisch.</p>
<h2>Und das war’s dann leider auch schon wieder.</h2>
<p>Und noch leiderer war&#8217;s das diesmal <strong>gleich für&#8217;s nächste Jahr mit</strong>. Denn das <strong>MEAD &amp; GREED</strong> macht jetzt erstmal für ein Jahr Pause und tritt erst <strong>2026</strong> wieder auf den Plan.</p>
<p>Wie dem auch sei, dass ich dann wieder dabei sein werde,<strong> darauf könnt ihr</strong> <span style="text-decoration: line-through;">Gift nehmen</span> <strong>einen Met trinken.</strong> Es ist immer wieder eine Freude, sowohl kleinere Bands zu sehen, die noch nicht so oft die Chance bekommen haben, vor mehr als ein paar Menschen aufzutreten &#8211; als auch die Art von mittelgroßen Bands, die man sonst selten bis nie zu Gesicht bekommt.</p>
<p>Gleichzeitig sei vor allem in diesem Jahr der <strong>musikalische Abwechslungsreichtum</strong> im Line-Up zu loben! Keine Band klang wie die andere, alle hatten sie ihre eigenen Interpretationen von Folk Metal, Pagan Metal oder angrenzenden Arten der Musikmacherei im Gepäck.</p>
<p><strong>MEAD &amp; GREED Festival</strong>, macht weiter so – <strong>es war wie jedes Mal ein Fest.</strong> Man sieht sich in zwei Jahren!</p>
<hr>
<p>Vielen Dank an <strong>Matthias</strong> von <strong>Dark Art</strong> für die tollen Fotos!</p>
<p>Hier gibt&#8217;s mehr davon -&gt;&gt;&gt; <a href="https://dark-art.com/"><strong>dark-art.com</strong> </a>&lt;&lt;&lt;-</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/mead-greed-2024-der-offizielle-bericht/">MEAD &#038; GREED 2024 &#8211; Der offizielle Bericht</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>RAGNARÖK FESTIVAL 2023</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Merlin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Jul 2023 11:05:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Grüße ausm kühlen Bunker... Wir haben uns bei den Temperaturen verschanzt und... das merkt man auch! Hier ein ausführlicher Bericht vom RAGNARÖK! Das macht Bock auf Festival, Indoor und kälter als grad... </p>
<p>Da hat euch Merlin was gezaubert (Ehrenwort, der Bericht ist besser als mein Teasertext (yt)!)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ragnaroek-festival-2023/">RAGNARÖK FESTIVAL 2023</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Merlin:</em> <strong>Es ist und bleibt eines meiner liebsten Festivals: Das RAGNARÖK FESTIVAL </strong>im fränkischen Lichtenfels. Wie jedes Jahr ist es auch 2023 im <strong>April</strong> verortet &#8211; für mich damit <strong>das erste Festival</strong> eines jeden Jahres. Aber wird es auch das beste? Das werde ich natürlich erst gegen Ende diesen Jahres sagen können, aber nun gilt es erst einmal herauszufinden, wie weit das <strong>RAGNARÖK</strong> vorlegt!</p>
<h2>Jetzt geht&#8217;s los</h2>
<p>Die erste Band des Festivals startete <strong>2003</strong> ursprünglich als Solo-Projekt. Über die Jahre stießen nach und nach aber weitere Musiker dazu und <strong>FJOERGYN</strong> stehen hier und heute mit vier Mann auf der Bühne. Spoiler: <strong>Ein fünfter wird noch dazukommen!</strong> Die Halle ist mäßig gefüllt, aber der Energie von <strong>FJOERGYN</strong> tut das keinen Abbruch. Episch und gewaltig der Sound, der unaufhaltsam vorwärts poltert. In den vorderen Zuschauerreihen fliegen die ersten Haare. Das Instrumentale packt mich, und ich würde mich der Musik hingeben &#8211; wäre da nicht der Gesang. Oder besser, der <strong>Sprechgesang</strong>. Die deutschen Texte sind ausnahmsweise mal nicht mein Hauptproblem, sondern die abgehackte Art und Weise, wie der Sänger sie vorträgt. Das taugt mir leider gar nicht. Zum vierten oder fünften Song allerdings kommt das fünfte Bandmitglied dazu auf die Bühne: <strong>Es ist kein Geringerer als der Veranstalter des RAGNARÖK höchstselbst!</strong> Der (Growl)Gesang, den <strong>IVO</strong> auf die Zuhörer loslässt, taugt mir sofort viel mehr. Der zimmert richtig! Ab jetzt läuft es für mich rund mit dem Auftritt von <strong>FJOERGYN</strong>, und ich bin fast schon enttäuscht, als die Musiker am Ende nicht nochmal für ein <strong>Foto mit den Zuschauern</strong> posieren.</p>
<h3>Alles finster oder was?</h3>
<p><em>Mich:</em><strong> FINSTERFORST</strong> aus dem finst‘ren Forst, <strong>Gesichter in Asche garniert</strong>, die Holzfällerhemden kariert – haben 45 Minuten Zeit. Das reicht wieder einmal für ganze drei Lieder. Heute fällt die Wahl auf<em> „Fluch Des Seins“</em>, <em>„Mach Dich Frei“</em> (das mit dem epischen Refrain) und <em>„Finsterforst“</em> höchstselbst. Allerdings immer noch keine Spur des für 2021 angekündigten, über Kickstarter lancierten Dreißigminüters<em> „Jenseits“</em>.</p>
<p>Zum Sound: Der Hall in der Halle <strong>hallt unaufhaltbar</strong>, was thematisch ganz gut zur Band passt. Zum Instrumentarium: Wo früher noch ein Akkordeon bespielt wurde, waltet nun ein Keyboard seines Amtes, und irgendwie ist auch wohl wieder irgendjemand neues in der Live-Besatzung, wenngleich mir die Details diesbezüglich entfleucht sind. Die Frage <strong>„Habt ihr noch Bock?!“</strong>, so fällt Sänger Oli nach Äußerung derselben auf, sei doch, angesichts der Tatsache, dass <strong>FINSTERFORST</strong> der zweite Act des Festivals sind, eine recht überflüssige.</p>
<h3>UADADA</h3>
<p><em>Merlin:</em> <strong>UADA</strong> aus den Staaten sind die letzte Band des heutigen Tages. <strong>2014 gegründet</strong>, handelt es sich um eine verhältnismäßig junge Band, die in Sachen Bekanntheit aber gelinde gesagt durch die Decke geschossen ist. Die Menschen vor der Bühne stehen wahnsinnig dicht, da ist kein Durchkommen. Auch die stadthalleneigene Tribüne ist voll. Musikalisch und optisch lassen sich die Parallelen zu <strong>MGLA</strong> nicht leugnen: Die schwarzen Gestalten auf der Bühne sind samt ihrer Gesichter verhüllt und stehen in einer <strong>Nebelwand</strong>, die mich verwundern lässt, wie man in ihr noch Luft zum Atmen, geschweige denn zum Singen bekommt.</p>
<p>Die Songs sind schön melodisch, ich höre die Gitarrenspuren sehr gut heraus. Generell geht die Musik mächtig nach vorn, treibende Rhythmen, <strong>brutaler Sound</strong>. Der Gesang wiederum ist mit seeehr viel Hall versetzt. Ich verstehe kein Wort. Das macht aber nichts, denn allein die <strong>Atmosphäre</strong> überzeugt mich voll und ganz. Zugegeben, ich liebe diese Art von Black-Metal auch einfach.</p>
<p><strong>UADA</strong> hätten sich schon unverhältnismäßig große Mühe geben müssen, zu enttäuschen. Für mich liefern sie definitiv den <strong>besten Auftritt dieses Donnerstagabends</strong> ab &#8211; und das nicht nur, weil sich die Konkurrenz sich zahlenmäßig in engen Grenzen hielt. Nur einen Kritikpunkt muss ich anbringen: <strong>UADA</strong> haben zwar zig verschiedene T-Shirt-Motive, jedoch <strong>kein einziges Longsleeve</strong> am Merchstand parat. Egal, dann wird halt ein Patch gekauft. Es wird langsam aber sicher Zeit für eine zweite Kutte&#8230; und Zeit fürs Bett. Bis morgen!</p>
<h2>Auf ein Neues</h2>
<p style="text-align: left;"><em>Mich:</em> Mit einem gewaltigen<strong> „HAU RUCK!“</strong> brechen <strong>HELGRINDUR</strong> die Stille meines friedlichen Freitagmorgens. Neugierig, wer da die frühe Luft mit solch gewaltiger <strong>Pagan-Power</strong> schwängert, rieseln immer mehr Menschlein in die Konzerthalle, bis sich eine beachtliche Summe zusammengefunden hat. Imprägniert von der Energie, die von der Bühne donnert, sind recht schnell recht viele am Klatschen und Headbangen, und irgendwann wird sich auf dem Boden platziert, um im Rhythmus der stampfenden Trommeln durch den <strong>musikalischen Sturm</strong> zu rudern, was das Zeug hält.&nbsp;</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-42174 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/05/01-Helgrindur-004-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/05/01-Helgrindur-004-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/05/01-Helgrindur-004-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/05/01-Helgrindur-004-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/05/01-Helgrindur-004-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/05/01-Helgrindur-004.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p>Es gibt heute neben Mitsingbarem (<em>„Aufbruch“</em> und <em>„Der Sturm“)</em> auch Ungehörtes: Ein bisher unveröffentlichter und ein vor einer Woche releaster Song (<em>„Golem“</em>) sind mit an Bord. Wenngleich der Sound noch keine Perfektion erreicht hat, ändert auch das nichts an der Freude dieses Moments. Ein guter <strong>RAGNARÖK</strong>-Festivaltag beginnt <strong>mit Heldenliedern und Double Bass</strong> – und das wären wohl die letzten beiden Dinge, an denen<strong> HELGRINDUR</strong> geizen würden.</p>
<h3>Vierzehn dunkle Jahrhunderte</h3>
<p><em>Merlin:</em> Ein <strong>Urgestein der deutschen Pagan-Metal-Szene</strong> betrifft nun die Bühne: <strong>XIV DARK CENTURIES</strong>. Und die wenden sich direkt mit einer Frage an ihr Publikum: &#8222;Seid ihr schon alle wach?!&#8220; Die Antwort ist nicht zufriedenstellend &#8211; deswegen wecken sie uns jetzt auf. <em>&#8222;Auf zur Schlacht&#8220;</em> brettert durch die Lichtenfelser Stadthalle, <strong>als wollte es sie aus ihrem Fundament heben</strong>. Flammen schießen vom Rand der Bühne empor. Sänger <strong>MICHEL</strong> reckt entschlossen immer wieder die Fäuste in die Luft. Es folgt der <em>&#8222;Teutonentanz&#8220;</em>. Der Sound ist top, ich kann nicht meckern! Auch eine <strong>Geige</strong> kommt bei <strong>XIV DARK CENTURIES</strong> zum Einsatz. Zum Glück angenehm unquietschig. Doch auch wenn die Songs wie auch die Bandmitglieder richtig abgehen, das Publikum ist zu der frühen Stunde noch eher zurückhaltend. Dabei wäre die Musik sehr gut für einen <strong>Circle Pit</strong> geeignet!</p>
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<p><strong>XIV DARK CENTURIES</strong> haben uns auch ein paar neuere Lieder mitgebracht. Da wäre einmal <em>&#8222;Atme den Wald&#8220;</em> aus ihrem 2020 erschienenen Album &#8222;Waldvolk&#8220;, aber auch <strong>ein ganz neues Stück</strong>, das den Namen <em>&#8222;Die Aura der Dunkelheit&#8220;</em> trägt. Weder thematisch noch musikalisch wurden hier größere Experimente gemacht &#8211; man bleibt sich treu. So früh er begonnen hatte, schnell ist der Auftritt von <strong>XIV DARK CENTURIES</strong> auch schon wieder vorbei. Sänger <strong>MICHEL</strong> quittiert das rasche Ende mit einem Schulterzucken:<strong> &#8222;Wir hätten gern länger gespielt, aber es is halt so&#8220;</strong>. Dem habe ich nichts hinzuzufügen.</p>
<h3>(Im)perfect harmonies</h3>
<p><em>Mich:</em> Silhouetten im Nebel! Es spielen als nächstes <strong>FIRTAN</strong>. Düstere Figuren vor blauem Dunst füllen die Bühne mit mystischer Atmosphäre und den Raum mit ihren <strong>komplexen Black-Metal-Kompositionen</strong>. Eine besondere Ästhetik gibt dabei <strong>Fiedlerin KLARA</strong>&nbsp;ab, von deren Existenz ich gerade zum ersten Mal erfahre und die mit ihrem Geigenspiel der Musik in vielen Momenten eine gar edle Note verpasst. Besonders in den akustischen Augenblicken herrschen Wohlklang und Harmonie. Diese sind somit in meinen Augen das Highlight dieser Show.</p>
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<p>Dafür kommt bei härteren Passagen leider manchmal zu viel aufeinander: Das Schlagzeug ballert etwas zu krass, die Gitarrenwand dröhnt und die <strong>Schreie</strong> <strong>verlieren sich irgendwo in den Tiefen des Getöses</strong>, so dass die ganzen Feinheiten dieser akribisch durchkomponierten Musik leider weniger gut erkennbar sind. Als Rausschmeißer sorgt aber dann <em>„Wogen Der Trauer“</em> (mittlerweile ein Klassiker) nochmal für ordentlich Druck und Eingängigkeit.</p>
<h3>AEPHANE- wer?</h3>
<p><strong>AEPHANEMER</strong> aus Frankreich sind mir durch Spotify-Musikvorschläge schon seit längerem ein Begriff. Damit, sie irgendwann vor mir auf der Bühne stehen zu sehen, hätte ich allerdings eher weniger gerechnet. Vor allem ist ihr Stil eher im <strong>Melodic Death Metal</strong> angesiedelt, einem Genre, das bei Pagan- und Black-Metal-Festivals wenn überhaupt, dann nur sporadisch vertreten ist. Somit freue ich mich über dieses nicht nur neue, sondern auch unerwartete Erlebnis.</p>
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<p>Der Sound spielt auch mit: Vor allem die Melodien, von den Gitarren gespien, stechen klar heraus. Auch Schlagzeug und Vocals sind gut hörbar – was will man mehr? <strong>Frontschreierin MARION</strong>&nbsp;überrascht (in einem kurzen Part nur) plötzlich mit (gekonntem!) <strong>opernartigem Gesang</strong>, und am Ende gibt’s dann <em>„Bloodline“</em> – den einen Song, den scheinbar alle (inklusive mir) hier kennen und der dementsprechend abgefeiert wird.</p>
<h3>Nasenblut</h3>
<p><strong>Irgendwie habe ich das Gefühl, ASENBLUT werden von Mal zu Mal krasser</strong>. Der Drummer scheint bei jedem Konzert schneller und präziser zu spielen, Musik sowie Sound kommen mir bei jedem Mal brutaler vor und auch bei den Vocals bemerke ich diesmal einen Fortschritt: Neben seinen gewohnten Growls gibt der Frontmann heute den einen oder anderen <strong>endfiesen Black-Metal-Schrei</strong> von sich, den ich von ihm bisher ebenso wenig gekannt wie erwartet habe.</p>
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<p>Wenn <strong>HELGRINDUR</strong> den Tag für mich mit Heldensang und Legendendichtung eingeleitet haben, so sind es <strong>ASENBLUT</strong>, die dies nun aufrechterhalten. Passend dazu bildet sich hallenmittig sogar ein kleiner Moshpit. Eine durchweg starke und überzeugende Performance – <strong>weiter so!</strong></p>
<h3>Black-Metal aus Bayern</h3>
<p><em>Merlin:</em> Erneut vernebelt sich die Bühne und kündigt damit eine <strong>Atmospheric-Black-Metal-Band</strong> an. <strong>GROZA</strong> aus Mühlburg am Inn weisen eine unverkennbare Ähnlichkeit zu <strong>MGŁA&nbsp;</strong>auf. Die Gestalten auf der Bühne sind in schlichtem schwarz gekleidet und haben ihren Gesichter mit <strong>Strumpfmasken</strong> verhüllt. Der Nebel quillt aus allen Ritzen des Podests, auf dem sie stehen. Der Mikrophonständer ist zwar mit ihrem Bandlogo ausgestattet und auch das Banner im Hintergrund der Bühne trägt selbstverständlich den Namen <strong>GROZA</strong>. Aber die Parallelen zu den Polen lassen sich für mich einfach nicht wegignorieren.</p>
<p>Gefühlt wurde die Lautstärke für dieses Konzert nochmal aufgedreht. Der melodische Black-Metal wird von einer ansehnlichen Menge an Festivalbesuchern gefeiert. Auch <strong>IVO</strong> steht im Publikum und checkt aus, was die <strong>Bayern</strong> dort oben so fabrizieren. Der Auftritt von <strong>GROZA</strong> wirkt auf mich routiniert, aber deshalb nicht schlecht. Ein bisschen <strong>mehr Eigenständigkeit</strong> würde ich mir jedoch wünschen, ein Grund, warum man ausgerechnet IHRE Musik hören sollte. Mir selbst bleibt einfach zu wenig hängen von dieser Band (außer, dass mich der Gesang seltsamerweise an <strong>J.J.</strong> von <strong>KARG/ HARAKIRI FOR THE SKY</strong> erinnert?!)</p>
<h3>Gesang der Wölfe</h3>
<p><em>Mich:</em> Auf <strong>WOLFCHANT</strong> habe ich mich mitunter am meisten gefreut – nicht nur, weil ich die Band generell mag, sondern auch, weil es heute einen speziellen Anlass gibt! <strong>„A Pagan Storm“</strong>, die legendäre Scheibe der frühen Pagan-Szene deutschsprachiger Gefilde, feiert <strong>15 Jahre Existenz.</strong> Und deswegen steht heute ein Spezial-Set auf dem Speiseplan.</p>
<p>Bis dieses jedoch beginnen kann, müssen einige <strong>technische Hürden</strong> überwunden werden: Mal läuft das Intro, dann geht es wieder aus. Dann schallt plötzlich ein Lied vom Tonband aus den Boxen, geht auch wieder aus, und plötzlich stehen <strong>WOLFCHANT</strong> auf der Bühne und spielen – allerdings hört man keine Gitarre. So geht das zirka zehn Minuten hin und her, bis endlich alles funktioniert, wie es soll. Man, diese Band hat aber auch Pech! Schon beim letzten <strong>DARK TROLL Festival</strong> mussten sie den Kampf gegen Ton und Technik antreten.</p>
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<p>Der tatsächliche Einstieg wird dann mit dem Titelsong <em>„A Pagan Storm“</em> gemacht, und neben drei neueren Songs hat man gerade noch genug Zeit, <em>„The Path“</em> und <em>„Midnight Gathering“</em> von besagtem Album zu spielen. Gerade aber die drei Lieder aus längst vergangenen Tagen entfalten eine großartige und <strong>fast schon nostalgische Wirkung!</strong> Man spürt so richtig das <strong>Heidenmetall-Feeling der alten Schule</strong> in der Gitarrenführung und den Melodien, wie es heute kaum noch jemand zu schreiben weiß. Auch sei hervorzuheben:<strong> WOLFCHANT</strong> sind fit wie nie zuvor! Da geht kein Schlag daneben und kein Finger greift den falschen Bund. Das alles unter der warmen Umarmung eines sehr sauberen Soundgewands – trotz verringerter Spielzeit ist dieses Konzert alles andere als eine Enttäuschung!</p>
<h3>Wunderbar traurig</h3>
<p><em>Merlin:</em> Auf <strong>ELLENDE</strong> hatte ich mich am heutigen Tage am meisten gefreut. Ich habe die <strong>Österreicher</strong> bereits auf dem <strong>WOLFZEIT 2020</strong> und auf dem <strong>DARK TROLL 2022</strong> live gesehen und erwarte nun mit Spannung ihre Festivalshow auf dem <strong>RAGNARÖK 2023</strong>.&nbsp;Die Bühne wird wieder einmal <strong>mit unfassbaren Mengen an Nebel geflutet</strong>. Die Gestalten auf der Bühne wirken wie Geister dagegen, und ihr Corpsepaint lässt sie unheimlich traurig wirken. Aber sie sind alles andere als traurig, wie sich sogleich herausstellt.</p>
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<p><strong>ELLENDE</strong> haben ihr<strong> neues Album</strong> mitgebracht: &#8222;Ellenbogengesellschaft&#8220;. Und das ist, gelinde gesagt, großartig geworden. Der krächzende, deutsche Gesang ist live zwar etwas unverständlich, aber die eingängigen Gitarrenmelodien kommen voll zum Tragen und kreieren eine <strong>melancholische Atmosphäre</strong>, die die Zuhörer reihenweise in ihren Bann zieht. Sänger <strong>LUKAS</strong>, das Mastermind hinter <strong>ELLENDE</strong>, bedankt sich mehrfach bei der Menge. &#8222;Dankeschön! Großartig!&#8220; Er wirkt richtig gerührt. Mei, is des sche.</p>
<p>Aber einen Wermutstropfen gibt es: <strong>ELLENDE</strong> haben inzwischen auf all ihren Social Media Kanälen gepostet, dass sie sich eine <strong>Pause von den Live-Auftritten</strong> nehmen werden. Alle bereits angekündigten Konzerte finden wie geplant statt, aber danach wird es wohl erst einmal ruhig um die Band. Schade! Mir taugen sie live fast noch mehr als auf Platte. Live wirkt die Musik härter, aber dennoch gewohnt eingängig und eindringlich. Ich hoffe sehr, dass <strong>ELLENDE</strong> irgendwann in der Zukunft ihren Weg zurück auf die Black-Metal-Bühnen finden werden!</p>
<h3><strong>MÅNEGARM 1/2</strong></h3>
<p><em>Mich:</em> Es ist sehr interessant, eine rauere, härtere Band von ihrer netteren Seite kennenzulernen. So spielen <strong>MÅNEGARM</strong> (vor ihrem morgigen Metal-Gig) heute eine <strong>exklusive Akustik-Show</strong>. Da ich aber kaum ein Konzept davon habe, wer da vor mir steht, weiß ich noch gar nicht, was denn zu erwarten ist. So mache ich es mir auf den Tribünen gemütlich und lasse mich überraschen.</p>
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<p>Eine gute Entscheidung! Denn von hier oben klingt das Ganze nicht nur makellos, man kann auch auf das stehende Fußvolk hinabsehen, welches sich unten wie hypnotisiert in den <strong>weichen Wogen musikalischer Beschallung</strong> wiegt. Tiefe Trommeln, Geigenmelodien und Frauensang, der sich mit den männlichen Main Vox abwechselt, bieten zusammen mit den akustischen Gitarren ein sanftes Spektakel dar, welches unter die Haut zu gehen weiß. Dabei ist einer der intensivsten Momente der eines Cover-Songs: Mit einer absolut ohrenschmeichelnden Akustikversion von<strong> BATHORYs</strong> <em>„Mother Earth, Father Thunder“</em> huldigen <strong>MÅNEGARM</strong> den Vorvätern von so ziemlich allem, was auf dem <strong>RAGNARÖK FESTIVAL</strong> und Konsorten musikalisch so fleucht und kreucht. Schön!</p>
<p>Als letztes Lied des Tages aber wurde <em>„Segervisa“</em> ausgewählt. Und das mit Recht, denn noch weit nach Abklang des letzten Tons haben es die Zuschauer nicht satt, die <strong>Hauptmelodie des Songs in Dauerschleife</strong> weiter zu singen.</p>
<h3>Wenn Legenden loslegen</h3>
<p><em>Merlin:</em> Hier und heute ist <strong>eine wahre Metal-Legende</strong> auf dem <strong>RAGNARÖK FESTIVAL</strong> zu Gast: <strong>PETER TÄGTGREN</strong> mit <strong>HYPOCRISY!</strong> Auch wenn ich der festen Überzeugung bin, dass jeder der Besucher sie kennt, stellt sich die Band sicherheitshalber nochmal vor: &#8222;We&#8217;re Hypocrisy from Sweden!&#8220; Was soll ich sagen? Die Hütte ist voll! Die Lichtenfelser Stadthalle platzt aus allen Nähten, Tribüne und Parkett sind gleichermaßen übersät mit erwartungsvollen Zuschauern.</p>
<p><strong>HYPOCRISY</strong> eröffnen ihre Show mit einem echten Klassiker, <em>&#8222;Eraser&#8220;</em> von 2004 erschienenen Album &#8222;The Arrival&#8220;. Obgleich die Band bereits seit mehr als 30 Jahren aktiv ist, hat sie nichts von ihrer Power und Bühnenpräsenz eingebüßt. Es geht sogar so zur Sache, das während eines Songs das <strong>auseinanderdriftende Schlagzeug</strong> neu justiert werden muss. Als <strong>PETER TÄGTGREN</strong> den Song <em>&#8222;Don&#8217;t judge me&#8220;</em> vom Album &#8222;Catch 22&#8220; ankündigt, schiebt er gleich noch eine Aufforderung zum Circle Pit hinterher. Ob diese verfängt, sehe ich leider nicht, ich stehe zu weit hinten, und an ein Durchkommen ist nicht zu denken.</p>
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<p>Die Erscheinung von <strong>PETER TÄGTGREN</strong> allerdings wirkt bis zu den hintersten Plätzen. Die <strong>langen weißen Haare und sein in zwei gezwirbelte Strähnen unterteilter Bart</strong> unterstreichen nur den Legendenstatus, den er für mich und für viele andere inne hat. Das erhöht stehende Schlagzeug wurde inzwischen gesichert, der Schlagzeuger kann sich wieder ungehemmt ins Zeug legen. Hab ich schon erwähnt, dass der Sound nahezu perfekt abgemischt ist? <em>&#8222;Fire in the Sky&#8220;</em> vom 2000er Album &#8222;Into the Abyss&#8220; verdeutlicht dies nur noch.</p>
<p>Obwohl<strong> HYPOCRISY</strong> 2021 erst ein neues Album herausgebracht haben (&#8222;Worship&#8220;), spielen sie heute doch ganz überwiegend altes beziehungsweise älteres Zeug. Die <strong>Klassiker</strong> eben! So verhält es sich auch mit dem letzten Song:<em> &#8222;Roswell 47&#8220;</em> von ihrem vierten Album &#8222;Abducted&#8220;. Das war noch vor meiner Zeit. Umso glücklicher bin ich, dass <strong>HYPOCRISY</strong> immer noch live spielen. Und am aller glücklichsten bin ich gerade darüber, dass sie zum <strong>RAGNARÖK 2023</strong> gekommen sind und ich ihrem verdammt geilen Auftritt beiwohnen durfte!</p>
<h2>Aller guten Dinge sind drei</h2>
<p>Der Tag ist noch jung und die meisten Festivalbesucher sind noch nicht oder noch nicht ganz wach, als <strong>DARK EMBRACE</strong> die Bühne betreten. <strong>Ist ja auch erst 13 Uhr.</strong> Da ich die Band bis dato nicht kannte, hatte ich mir zur Einstimmung einige ihrer Songs während meiner Morgenroutine in die Gehörgänge gedrückt. Aber ich will nicht Spoilern, und vor allem nicht voreingenommen an den Auftritt herangehen. Also, <strong>DARK EMBRACE</strong>, zeigt, was ihr live könnt!</p>
<p>Vier Metaller finden sich auf der Bühne, der Sänger trägt ein Nietenarmband, ansonsten sind sie schlicht in schwarz gekleidet. Wer sich fragt, die Band kommt übrigens aus Galizien. Die Musik von <strong>DARK EMBRACE</strong> würde ich als <strong>Melodic-Death-Metal</strong> beschreiben. Wenig Screams, keine Growls, dafür viel Klargesang. Beim Song <em>&#8222;Never seen the Sun&#8220;</em> (wohl ihr bekanntester Titel) rutscht die Stimme des Sängers aber immer wieder <strong>ganz unangenehm schrill</strong> nach oben ab. Das klang auf den Aufnahmen allerdings ähnlich, und ich deute es als gewolltes Stilmittel der Band. Mir persönlich taugt dieser schrille Gesang aber leider gar nicht.</p>
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<p>Dennoch harre ich vor der Bühne aus. Musikalisch zimmern <strong>DARK EMBRACE</strong> ja auch ordentlich, und eingängige Melodien können sie sowieso. Zu <em>&#8222;Life and Legacy&#8220;</em> packt ein junger, kräftiger Mann links neben mir erstmal seine (beeindruckenden) <strong>Dance Moves</strong> aus, verlegt sich dann aber wieder auf&#8217;s Headbangen. Das Konzert neigt sich dem Ende zu. Bei &#8222;The bitter End&#8220; fällt der Sänger dramatisch auf die Knie. So bitter fand ich das Ende jetzt gar nicht. Dennoch, ein cooler erster Auftritt an diesem <strong>vollgepackten Festivalsamstag.</strong></p>
<h3><strong>CÂN BARDD? BARDD CÂN!</strong></h3>
<p><em>Mich:</em> Den Rausch ausgeschlafen, die Fingergelenke geknackt und den Kiefer gelockert, so stehe ich wieder fit wie ein (ziemlich matschiger) Turnschuh in der Halle des Geschehens, als es endlich an der Zeit für meine absolute <strong>Festivalneuentdeckung</strong> letzten Jahres ist:<strong> CÂN BARDD</strong>.</p>
<p>Und auch heute erwartet mich nichts weniger als ein<strong> intensives Schauspiel an Energie und durchdringender Schönheit.</strong> Ich würde mein Erleben dieses Konzertes beinahe als transzendentale Erfahrung bezeichnen – fast den Tränen nah und in <strong>Ehrfurcht</strong> mit dem Fußboden verwurzelt stehe ich und lasse mich in andere Welten tragen. Neben den ebenso kunst- wie druckvollen Klangkreationen der Schweizer ist diese Wirkung mitunter dem durchweg großartigen Sound zu verdanken – sowie der starken, <strong>fehlerfreien Performance</strong>, die hier an den Tag gelegt wird.</p>
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<p>Auch fällt mir heute zum ersten Mal auf, wie kreativ einige dieser Lieder und Parts aufgebaut sind – so etwa die letzten fünf Minuten des zweiten Lieds, in dem sich knappe drei musikalische Elemente die Hand zum <strong>Taumeltanz</strong> reichen und sich immer wieder neu verstricken, kombinieren und verändern, oder der rhythmisch geschriene<strong> Acapella-Part</strong>, der sich aus drei Kehlen zugleich immer wiederholt, bis er sich wieder nahtlos in die Musikwand einfügt. Ich bin, Gänsehaut tragend, beeindruckt.<br />
Und scheinbar nicht nur ich, denn sogar Merlin düst (nach anfänglichem „Ich kann mit denen nicht so viel anfangen“) im Anschluss an das Konzert zum Merch-Stand, um sich <strong>den allerletzten CÂN BARDD-Hoodie</strong> zu holen, den es gibt.</p>
<h3>Gesundheit!</h3>
<p><em>Merlin:</em> Noch stehen die Zuschauer vor der Bühne in lockerem Durcheinander, aber die Stadthalle füllt sich stetig. Ich ergattere einen <strong>Platz in der zweiten Reihe</strong> und erwarte voller Vorfreude den Auftritt von <strong>ENISUM</strong>. Die Italiener haben ihr neues Album &#8222;Forgotten Mountains&#8220; sowie einen Mikrophonständer in Form eines Asts, dekoriert&nbsp; mit weiteren abstehenden Ästen, mitgebracht. Im Bühnenhintergrund hängt das Logobanner parat. Na, dann kann es jetzt ja losgehen!</p>
<p>Wem <strong>ENISUM</strong> nichts sagt: Es handelt sich um <strong>atmosphärischen Black-Metal</strong> mit, wie könnte es anders sein, viiieeel Hall. Der Sound tendiert leider etwas zum Verwaschen, die Melodien gehen teils in den Blast Beats unter. Sänger <strong>LYS</strong> hält sich mit Ansagen zurück, bedankt sich aber am Ende bei seinen Zuhörern. Auch der Rest der Bandmitglieder hat es nicht so mit Action, man konzentriert sich lieber auf die Musik.</p>
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<p>Insgesamt verläuft der Auftritt von <strong>ENISUM</strong> routiniert und unspektakulär. Der Sound hätte für meine Ohren <strong>noch etwas präziser sein dürfen</strong>, aber nichtsdestotrotz schaffen es die Italiener, eine düstere, mystische Atmosphäre zu verbreiten und ihre Zuschauer mit auf die Reise zu den &#8222;Forgotten Mountains&#8220; zu nehmen. Dass sie selbst immer noch down to earth ist beweist die Band, indem sie sich zum Abschluss des Konzert die Gelegenheit nicht nehmen lässt, ein <strong>Foto mit den Zuschauern</strong> zu machen. Ich recke freudig die Pommesgabel in die Höhe und eile dann geschwind zum Merchstand, um mir das neue Album von <strong>ENISUM</strong> auf CD zu sichern.</p>
<h3>Zorn und Verwüstung</h3>
<p><em>Mich:</em> Nach einer kleinen Pause, in der sich nach <strong>CÂN BARDD</strong> mein musikalisches wie seelisches Fassungsvermögen wieder aufladen konnten, fühle ich mich bereit für <strong>AGRYPNIE</strong>, von denen ich kaum weniger Mitreißendes gewohnt bin. Das Wesen der Erzeugnisse beider Bands allerdings könnte (innerhalb des Konzepts Black Metal, versteht sich) kaum unterschiedlicher sein:</p>
<p><strong>Steriler, gnadenloser Sound</strong> und krächzende, leidende Schreie geben nun den Ton an. Während Letztere anfangs noch recht leise sind, schraubt der Tontechniker alsbald ordentlich am Rädchen. Nun sägen sich THORSTENS Vocals durch alles. Doch auch der Rest der Musik ist am Drücken, was das Zeug hält. Als angenehm für die Ohren würde ich das nicht unbedingt bezeichnen, aber dafür bin ich ja auch nicht hier. Ich will den Schmerz spüren, den eure Musik vermittelt! <strong>Ich will den Zorn und die Verwüstung fühlen!</strong> Und das tue ich. Aua.</p>
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<p>Als dann gegen Ende der Fan-Favorit <em>„Der Tote Trakt“</em> angestimmt wird, sind plötzlich <strong>alle um mich herum am Headbangen.</strong> Der Refrain wird voller Inbrunst mitgegrölt, auch meinerseits, es folgt ein weiterer Song, und schon war es das. Schade, <em>„Schlaf“</em> hätte ich mir noch gewünscht. Aber den wird es heute noch so bald nicht geben.</p>
<h3>Die Unaussprechlichen</h3>
<p><em>Merlin:</em> Es folgt eine Band, deren Namen ich nicht aussprechen kann. <strong>KAUNIS KUOLEMATON</strong> (das muss man sich auch erstmal merken können) kommen aus <strong>Finnland</strong> &#8211; und so sehen sie auch aus. Der langhaarige Sänger zumindest, der sich auch als Gitarrist betätigt, hat ein ungemein finnisches Profil. Die Band hat aber auch noch einen Sänger mit Millimeterfrisur dabei, der kein Instrument spielt. Gesungen wird natürlich auch auf Finnisch. Der langhaarige Sänger beweist aber auch Deutschkenntnisse: <strong>&#8222;Guten Tag meine lieben Freunde, wir sind Kaunis Kuolematon!&#8220;&nbsp;</strong></p>
<p>Insgesamt stehen bei der Band fünf Leute auf der Bühne. Ihr Logobanner hängt im Hintergrund, sonst haben sie keine Deko mitgebracht. Die Menschen vor der Bühne stehen locker, die Band scheint unter den <strong>RAGNARÖK</strong>-Besuchern nicht allzu bekannt zu sein. Müsste ich jemandem erklären, was für Musik <strong>KAUNIS KUOLEMATON</strong> spielen, es fiele mir schwer. <strong>Melodisch ist sie, schwermütig, ergreifend, aber auch mal heiser und rau.</strong> Die finnische Band, deren Name übersetzt etwa soviel wie &#8222;wunderschön unsterblich&#8220; bedeutet, bleibt mir ein ungelöstes Rätsel. Wenigstens zum letzten Song gibt uns der langhaarige Sänger einen Interpretationsanstoß mit an die Hand: <strong>&#8222;This is the Finnish way to say Goodbye.&#8220;</strong></p>
<h3>Da ist der Wurm drin</h3>
<p><em>Mich:</em> <strong>WORMWOOD</strong>? Nie gehört. Kommen anscheinend aus <strong>Schweden</strong> und machen melodischen Black Metal – also stelle ich mich mal zu den Lauschenden und lausche zu, was das bedeutet. Der eine Typ sieht auf jeden Fall aus wie der eine andere Typ von <strong>MÅNEGARM</strong>. Ah, ich hatte Recht! Es ist der gleiche eine andere Typ von <strong>MÅNEGARM</strong>. Sagt das Internet.</p>
<p>Die Show selbst ist recht solide gespielt und vom Klang her durchgängig genießbar, <strong>tut nicht weh in den Ohren</strong> und auch von den Tribünen aus klingt das Ganze noch amtlich. Gebannt sehe ich den Menschen beim gebannten Zuhören zu, muss aber ehrlich gestehen, dass sich meine Aufnahmefähigkeit irgendwann verflüchtigt und ich das Konzert leider in die recht vollbepackte Schublade mit der Aufschrift <strong>„so’n Black-Metal-Konzert halt“</strong> packen muss.</p>
<h3>Schamatsch</h3>
<p><em>Merlin:</em> Auf das Konzert von <strong>SCHAMMASCH</strong> war ich im Vorfeld mit am meisten gespannt. Spirituell, okkult, mystisch, das sind ihre Stichworte. Dichter Nebel wabert auf der Bühne, die nun von Gestalten mit weiten Kapuzen betreten wird. Ich sehe und höre mir den Auftritt <strong>von der Tribüne aus</strong> an. Selbige ist gut gefüllt, unten in der Halle stehen die Leute dagegen noch in entspannten Abständen. <strong>SCHAMMASCH</strong> haben <strong>Dekoelemente</strong> mitgebracht. Darunter fallen zwei mit mystischen Formen besetzte Stelen, die in ihrer Mitte jeweils eine leuchtend rote Kugel tragen; des weiteren links und rechts ein schmales, hohes Banner mit Motiv. Auch das große Banner im Hintergrund wird von einem okkulten Zeichen geschmückt.</p>
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<p>Als <strong>Avantgarde-Black-Metal</strong> bezeichnet metal-archives die Band, und dieser Zuschreibung würde ich mich einfach mal anschließen. Die Band macht keinerlei Ansagen, alles wird sehr <strong>mysteriös, düster</strong> und vor allem nebelig gehalten. Der Sound ist durchdringend, aber hier oben auf der Tribüne erwartbarer Weise etwas verwaschen. <strong>C.S.R</strong> hat eine starke Stimme, dennoch ist der Gesang ein wenig undeutlich. Melodisch ist das Ganze aber allemal. Am Ende des Konzerts treten nochmal alle Bandmitglieder zusammen vor und <strong>verbeugen</strong> sich. Ich zolle den gebührenden Beifall und wechsele dann die Tribünenseite, um mir einen guten Blick auf<strong> GRAVEWORM</strong> zu sichern.</p>
<h3>Sechs Fuß tief</h3>
<p>Lange Jahre war es still um die Italiener von <strong>GRAVEWORM</strong>. <strong>1992 gegründet</strong>, war die Band bis 2015 durchgängig aktiv, hatte dann aber eine <strong>längere Schaffenspause</strong> eingelegt. Nun sind sie zurück und haben ein neues Album im Gepäck! &#8222;Killing Innocence&#8220; heißt es, und selbstverständlich bekommen wir auf dem <strong>RAGNARÖK</strong> einige Kostproben daraus <strong>um die Ohren gepfeffert</strong>, so zum Beispiel den siebten Track <em>&#8222;We Are the Resistance&#8220;</em>.</p>
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<p>Die fünf Metaller auf der Bühne lassen es ordentlich krachen, der <strong>Sound ist brachial</strong>. Die Zuschauer stehen dicht an dicht und lassen sich die Aufforderung von Sänger <strong>STEFAN FIORI</strong> nicht zweimal sagen: <strong>&#8222;Ich will eure Haare fliegen sehen!&#8220;</strong> &#8211; das kann er haben. Köpfe nicken, Haare fliegen, das Publikum ist voll in seinem metallischen Element. Sänger <strong>STEFAN</strong> ist sichtlich gerührt: &#8222;Es ist ne Ehre für uns, heute Abend hier für euch zu spielen!&#8220; Zum letzten Song dreht er dann nochmal richtig auf. Ein <strong>Circle Pit</strong> soll her! Und tatsächlich geht unten im Publikum jetzt die luzi ab. Ich beobachte von der Tribüne aus freudig amüsiert das feucht-fröhliche Treiben und speichere das Konzert von <strong>GRAVEWORM</strong> als einen durch und durch gelungenen Auftritt ab. Um <strong>STEFAN</strong> ein letztes Mal zu zitieren: &#8222;Vielen Dank, Dankeschön!&#8220;</p>
<h3>Keine Verschnaufpause</h3>
<p><em>Mich:</em> <strong>THYRFING</strong>, hui! Endlich sehen wir uns mal. Trotz langjähriger Begeisterung für diese Musiksparte ist das noch nie vorgekommen – aber es gibt wohl<strong> für alles ein erstes Mal</strong>, auch wenn dieses spät kommt.<br />
Und nochmal: Hui! Da steckt ja noch eine richtige Urgewalt früher <strong>Pagan- und Viking-Metal-Tage</strong> in diesen Jungs! Roh und rockig, wenn auch nie ohne Gefühl, so hämmern sich die Alteingesessenen durch ihr Set.</p>
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<p>Und das quasi nahtlos: Gerade mal zehn Sekunden geben sie sich und dem Publikum zwischen den Songs zum Verschnaufen – wenn überhaupt. Diese Männer spielen mit einer <strong>Überzeugung und einer Standhaftigkeit</strong>, es ist ein Fest. <strong>THYRFING</strong> beweisen, dass sie es genau so draufhaben, wie eine Band ihres Kalibers und Standes es draufhaben sollte, und genau ein Song kommt mir dabei sogar leicht bekannt vor. Habe leider vergessen, welcher.</p>
<h3><strong>MÅNEGARM 2/2</strong></h3>
<p><strong>Apropos Kaliber:</strong> Nun sind wieder <strong>MÅNEGARM</strong> dran – <strong>diesmal dürfen sie ihre Instrumente allerdings einstöpseln.</strong> Toll daran ist, dass dem Publikum so der direkte Vergleich gegeben ist zwischen den beiden Seiten (böse und lieb) dieser schwedischen Formation.</p>
<p>Im Vergleich zu <strong>THYRFING</strong> aber sind sie, selbst in der Metal-Variante, definitiv die melodischere und weniger geradlinige Band. Vor allem, weil sich <strong>MÅNEGARM</strong> auch mal Pausen gönnen, sich in Ruhe auf Folk-Parts einlassen oder sich gänzlich zu einem langsameren Songtempo hinreißen lassen. Auch hat man die Gelegenheit genutzt, <strong>erneut mit Sängerin UMER aufzutreten</strong>. Ich meine, wenn sie sowieso schon mal mit dabei ist. Witz beiseite, ihre Stimme findet sich auch ins Metal-Set wunderbar ein, und ohne sie wäre es bestimmt ein weniger interessantes Konzert geworden.</p>
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<p>Ein paar der Melodien vom Vortag melden sich auch heute wieder zu Wort, und ich finde, dass die Show (und jene von gestern) einen <strong>starken Kontrast</strong> bildet zu der vom <strong>DARK TROLL</strong> im Jahre 2022, welche mir weniger gut gefallen hat.</p>
<p>Mit <em>„Oden Owns Ye All“</em> gehen <strong>MÅNEGARM</strong> zum Schluss noch einmal in den (verhältnismäßigen) <strong>Partymodus</strong>, was die Besucher sichtlich erfreut und zum Mitmachen animiert. Wenngleich der Song nur bedingt zu den meisten anderen passt, so ist es nicht umsonst ein Publikumsliebling – <strong>schnell, catchy und sogar ein bisschen mitsingbar</strong>, weil nicht gänzlich auf Schwedisch.</p>
<h3>HARAKI&#8230; HAKARI&#8230; HARAKIRI!</h3>
<p><em>Merlin:</em> Zu <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> mache ich mir schon gar keine Notizen mehr. Ich habe die <strong>Österreicher</strong> inzwischen so oft live gesehen und es war jedes mal wieder ein Highlight für mich. Aber heute ist etwas anders, und zwar wird heute ihr erstes Album, die Selbstbetitelte, zelebriert. <strong>Also nix mit <em>&#8222;Fire, walk with me&#8220;</em></strong> &#8211; dem Song, der sonst verlässlich zum Standardrepertoire gehört hatte.</p>
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<p>Zusätzlich haben <strong>HARAKIRI</strong> einen <strong>Featuregast</strong> am Start. Man munkelt ja, es handele sich bei ihm um den Sänger von <strong>GROZA</strong>. Gesanglich passt er jedenfalls gut rein, die Atmosphäre stimmt. Aber apropos Gesang: <strong>J.J.</strong> klingt irgendwie besonders heiser heute. <strong>Zu wenig geschlafen und zu viel getrunken</strong>, möglicherweise? Na, wie dem auch sei. Der nostalgische Black-Metal verfängt trotzdem bei mir und auch beim restlichen Publikum. Old but stayed gold.</p>
<h3>Ein Heer, yeah!</h3>
<p>Apropos old: Weiter geht es mit dem Auftritt von <strong>EINHERJER</strong>. Auch wenn ich den Namen schon dutzende Male auf Festivalflyern gelesen habe,<strong> live gesehen habe ich die Band tatsächlich noch nie</strong>. Ich bin gespannt!</p>
<p>Wie viele Bands auf dem diesjährigen <strong>RAGNARÖK FESTIVAL</strong> haben sich auch <strong>EINHERJER</strong> in den Neunzigern gegründet. Das Publikum vor der Bühne gestaltet sich dementsprechend. Der <strong>Altersdurchschnitt</strong> liegt dann doch ein Stücken über den jungen Jahren, die ich selbst auf dem Buckel habe. Und: Es stehen <strong>erstaunlich wenig Leute vor der Bühne</strong>! Ich hatte die Stadthalle dann doch voller erwartet&#8230;</p>
<p>Leider stelle ich recht schnell fest, dass auch ich mich für diese Band nicht begeistern kann. An sich bin ich ja ein Freund von <strong>Viking-Metal</strong>, aber was die vier Norweger oben auf der Bühne da fabrizieren, klingt für mich schlicht <strong>kraftlos und einschläfernd</strong>. Ich würde es nicht mal als schlecht bezeichnen, sondern einfach als langweilig. Die Band feuert ihre Zuschauer zwar an (&#8222;Hey! Hey! Hey!&#8220;), aber eine wirkliche Party-Stimmung will nicht aufkommen. Und so schleiche ich mich schon vor Ende des Auftritts aus der Halle, um mir vor <strong>NARGAROTH</strong> noch etwas zu Essen zu gönnen. Wann, wenn nicht jetzt.</p>
<h3>Der vorletzte Sargnagel</h3>
<p><em>Mich:</em> Irgendwann habe ich in Wacken mal <strong>NAGLFAR</strong> live gesehen. Und mit irgendwann meine ich in so grauer Vorzeit, dass ich noch <strong>absolut kein Konzept von Black Metal</strong> gehabt haben muss. In meiner Erinnerung waren<strong> NAGLFAR</strong> nämlich eine recht melodiengetriebene Pagan-Metal-Band, und der einzige Song, an den ich mich erinnere, ist „Brimstone Gate“, welcher in mehr oder weniger gemächlichen Triolen vor sich herkullert. So oder so ähnlich habe ich mir die Sache also vorgestellt. <strong>Weit gefehlt lol.</strong></p>
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<p>Die nächsten 40 Minuten stehe ich da und weiß nicht, wie mir geschieht. Die darauffolgenden zehn Minuten (Konzert ist vorbei) stehe ich immer noch da, <strong>Haare nach hinten abstehend</strong> von dem buchstäblichen Sturm, der gerade über mich hinweggefegt ist. Was ist mir da gerade widerfahren?</p>
<p>Gleich der erste Song beginnt mit <strong>Tremolo-Picking</strong>, höllisch schnellen Blast Beats und einem infernalischen Schrei, der mir zu den Ohren in den Kopf dringt und zu den Zehenspitzen wieder herauskommt. Und das hört dann einfach nicht mehr auf. Die halten dieses <strong>Tempo und Aggressionslevel</strong> einfach mal für 30 Minuten, bis sie einen auch nur ansatzweise weniger gnadenlosen Song spielen.</p>
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<p>Dieser Beschreibung nach könnte man <strong>NAGLFARs</strong> Musik mit rein stupidem Geballer verwechseln, aber nein – die Riffs, die Melodien, die die Gitarren zu diesem <strong>Buffet an Krassheit</strong> servieren, geben mir regelrecht Gänsehaut. Die Vocals klingen dazu richtig professionell und bösartig, und jeder Hochleistungssportler könnte sich noch eine Scheibe beim Drummer abschneiden.</p>
<p><em>„Brimstone Gate“</em> fällt leider aus, aber das finde ich jetzt auch gar nicht so schlimm angesichts der Tatsache, dass ich gerade ohne jegliche Vorwarnung <strong>eines der zwei besten Konzerte dieses Festivals</strong> auf mich losgelassen wurde. Und definitiv das krasseste. Ich bin begeistert. Tschüss.</p>
<h3>Der letzte schlägt die Tür zu</h3>
<p><em>Merlin:</em> Zum letzten Künstler des diesjährigen <strong>RAGNARÖK</strong> möchte ich vorausschicken, dass sich bitte jeder seine eigene Meinung zu ihm bilde. Ja, <strong>RENE WAGNER</strong> alias<strong> ASH</strong> ist eine <strong>umstrittene Persönlichkeit.</strong> Schaue ich mir seinen Auftritt trotzdem an? Verdammt, ja! Egal, was man über ihn und damit über sein Musikprojekt sagen kann, <strong>NARGAROTH</strong> ist und bleibt eine <strong>Instanz im Black-Metal.</strong> Und hier und jetzt haben wir die Gelegenheit, diese Instanz live zu erleben.</p>
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<p><strong>ASH</strong> betritt die Bühne und reckt erstmal beide Mittelfinger gen Himmel. Die <strong>&#8222;Fickt-Euch&#8220;-Attitüde</strong> ist er also schonmal nicht losgeworden. Black-Metal-konform sind <strong>ASH</strong> und seine drei Livemusiker mit <strong>jeder Menge Leder und Nieten</strong> sowie mit klassischem Corpsepaint ausgestattet. Er selbst trägt die langen Haare die meisten Zeit quer übers Gesicht. &#8222;Wie kann man so singen?&#8220;, wundere ich mich. Aber irgendwie funktioniert es. Sehr gut sogar.</p>
<p>Stimmlich gehört ist der Auftritt von <strong>ASH</strong> beziehungsweise <strong>NARGAROTH</strong> brutal. Also <strong>brutal im Sinne von gewaltig.</strong> Der Sound insgesamt wurde leider zu laut aufgedreht und deshalb <strong>teilweise übersteuert.</strong> Immer mal wieder hört man ein unangenehmes Quietschen. Rein musikalisch finde ich das Konzert von <strong>NARGAROTH</strong> allerdings bombe, fast schon episch.</p>
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<p>An den dämonischen Dekostelen auf der Bühne werden kurz vor Schluss nochmal <strong>Kerzen entzündet</strong> für noch ein bisschen mehr schwarzmetallene Atmosphäre. &#8222;Seid ihr noch wach?&#8220;, fragt ASH in die Menge. Ja, doch. Einer geht noch. Und was darf bei einem <strong>NARGAROTH</strong>-Konzert auf keinen Fall fehlen? Na? <strong><em>&#8222;Black Metal ist Krieg&#8220;</em></strong> natürlich! Und damit wäre die Spielzeit dann auch zur Gänze ausgereizt.</p>
<h2><strong>Schlusssequenz</strong></h2>
<p>Und damit ist es auch schon wieder vorbei, das <strong>RAGNARÖK 2023</strong>. Ein Festival, gespickt mit unglaublich vielen guten Auftritten, mit leckeren Barbarenspießen und <strong>Strömen von Bier und Met.</strong> Ich kehre jedes Jahr aufs neue gerne nach<strong> Lichtenfels</strong> zurück, um dieses Fest der Festivals zu feiern. Und Obacht: Für 2024 sind <strong>bereits die ersten Bands bestätigt!</strong></p>
<p>Ich blicke zurück auf ein großartiges <strong>RAGNARÖK 2023</strong> und mir bleibt nichts weiter zu sagen als: <strong>Wir sehen uns nächstes Jahr! Cheers!</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/ragnaroek-festival-2023/">RAGNARÖK FESTIVAL 2023</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>DARK TROLL FESTIVAL 2022 &#8211; DER BERICHT</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jul 2022 14:41:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist Zeit! Zeit, den Bornstedter Berg zur Ruine der Schweinsburg zu erklimmen! Zeit für Black Metal, Folk Metal, und alles, was dazwischen und drum herum wächst! Es ist Zeit. Zeit für das DARK TROLL FESTIVAL 2022! Tag 1 Flöten und Trommeln ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/dark-troll-festival-2022-der-bericht/">DARK TROLL FESTIVAL 2022 &#8211; DER BERICHT</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist Zeit! Zeit, den Bornstedter Berg zur <strong>Ruine der Schweinsburg</strong> zu erklimmen!</p>
<p>Zeit für Black Metal, Folk Metal, und alles, was dazwischen und drum herum wächst!</p>
<p>Es ist Zeit. Zeit für das <strong>DARK TROLL FESTIVAL</strong> 2022!</p>
<hr>
<h1><strong>Tag 1</strong></h1>
<h2>Flöten und Trommeln</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40631 size-medium alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6424-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6424-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6424-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6424-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6424-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6424.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><em>Merlin:</em> Es ist eine heiß geliebte und gut gepflegte Tradition auf dem<strong> DARK TROLL</strong>, dass <strong>BARBAROSSA PIPES &amp; DRUMS </strong>mit ihren Dudelsäcken das Festival eröffnen. Und so ist es auch heute. Gemeinsam marschieren die 18 Männer und Frauen auf dem Burghof ein und geben einen ersten Appetithappen zum Besten. Es folgt ein <strong>interaktives Stück zum Mitklatschen</strong>: <em>&#8222;We will Rock you&#8220;</em>, solo vorgetragen. Das nächste Lied ist ebenfalls ein Klassiker, wenn auch aus einer ganz anderen Sparte: <em>&#8222;Flower of Scotland&#8220;</em> &#8211; ein Stück über die Jugend. Und ein Stück, welches <strong>ALESTORM</strong> auf ihrem ersten Album &#8222;Captain Morgan&#8217;s Revenge&#8220; gecovert haben. Aber das nur am Rande. Den Auftritt von <strong>BARBAROSSA PIPES &amp; DRUMS </strong>zeichnet auch aus, dass sie<strong> komplett auswendig</strong> und ohne Noten spielen. Respekt!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40633 size-medium alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6438-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6438-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6438-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6438-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6438-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_6438.jpg 1450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Und auch die Ansagerin der Truppe tritt souverän auf. So erklärt sie den Schaulustigen, warum sie und ihre MitstreiterInnen keine Autogrammstunde geben:<strong> 18 Leute seien schlichtweg zu viel für die kleine Bude</strong>, in der die Autogrammstunden abgehalten werden. Auch animiert die dunkelhaarige Dame die Festivalbesucher zum Besuch weiterer live-Veranstaltungen: <strong>„Geht zu Konzerten, ein guter Psychologe ist wesentlich teurer als ne Konzertkarte!“</strong> Wo sie Recht hat&#8230; Nachdem <strong>BARBAROSSA PIPES &amp; DRUMS</strong>, es durfte nicht fehlen, <em>&#8222;Amazing Grace</em>&#8220; spielen, beschließen sie ihren Auftritt mit etwas <strong>zum Mitsingen</strong>: <em>&#8222;Was sollen wir trinken, 7 Tage lang&#8220;</em> &#8211; ihr ergänzt den Rest. Und während die Zuschauer klatschen und singen, verlassen die MusikerInnen in einem gemeinsamen Auszug unter den Klängen ihrer Dudelsäcke das Infield. Das war doch mal ein gelungener Start! So fröhlich darf es gerne weitergehen.</p>
<h2>Die erste Metalband des Tages</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40634 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Crom1-240x300.jpg" alt="" width="240" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Crom1-240x300.jpg 240w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Crom1-819x1024.jpg 819w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Crom1-750x938.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Crom1.jpg 1160w" sizes="auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px" />Die erste Metalband des Tages darf man, denke ich, durchaus als Urgestein bezeichnen: <strong>CROM</strong>. Ihres Zeichens 1997 gegründet. Die <strong>Power-Metaller machen schon länger Musik, als ich alt bin.</strong> Sänger <strong>WALTER </strong>alias <strong>CROM</strong> (es besteht Verwechselungsgefahr) ist ein Mann wie ein Tier. Breit gebaut, lange Haare, enorme Präsenz. Dafür aber ausgestattet mit schlichten schwarzen Klamotten. Sein <strong>Klargesang</strong> gefällt mir extrem gut, die Töne sind sauber und voll, die Resonanzen mächtig. Dazu kommen die Variosität und das <strong>schwindelerregend schnelle Spiel der Gitarre</strong> sowie das Donnern des Schlagzeugs. Vor der Bühne fliegen die ersten Haare. Die Musik der Landshuter geht dermaßen nach vorne &#8211; wer bisher noch nicht wach war, ist es spätestens jetzt! Dem Gitarrenspiel merkt man außerdem deutliche <strong>Heavy-Metal-Einflüsse</strong> an: &#8222;niiiiuuuu!&#8220; Großartig. Nur die rhythmischen Übergänge erscheinen manchmal etwas unsauber &#8211; vielleicht schwirrt mir auch einfach der Kopf vom vielen Headbangen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-40635" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Crom2-240x300.jpg" alt="" width="240" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Crom2-240x300.jpg 240w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Crom2-819x1024.jpg 819w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Crom2-750x938.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Crom2.jpg 1160w" sizes="auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px" />Übrigens: Wer im Publikum natürlich auch hier nicht fehlen darf, ist dieser eine Typ mit Dreads, der barfuß unterwegs ist. Ist das eigentlich auf allen Festivals derselbe? Wie dem auch sei. <strong>CROM</strong> zeigen jetzt, dass sie nicht nur schnelle Stücke können, sondern auch <strong>Powerballaden</strong>. Wahnsinn, was der Sänger da wieder mit seiner Stimme macht! Die <strong>hohen Töne</strong> mögen zwar nicht jedes Zuschauers Sache sein. Ich selbst bin aber überzeugt und weiß, dass ich nach dem Konzert direkt zum Merchstand eiern und eine <strong>CD</strong> <strong>der Band erwerben</strong> werde! (Wen es interessiert: Es ist &#8222;Of Love and Death&#8220; geworden. Kann ich nur empfehlen!)</p>
<h2><strong>Der Aufstieg</strong></h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40636 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/uprising1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/uprising1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/uprising1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/uprising1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/uprising1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/uprising1.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Als nächstes spielen <strong>UPRISING</strong>. Über die wusste ich vorher genau gar nichts, und so bin ich einigermaßen überrascht, als plötzlich <strong>JAN</strong> alias <strong>WINTERHERZ</strong> von <strong>WALDGEFLÜSTER</strong> auf der Bühne steht. Ich recherchiere und stelle fest, dass er bereits <strong>2016</strong> das <strong>selbstbetitelte Debüt</strong> veröffentlicht hat. So können Dinge an einem vorbeigehen. Auch wenn <strong>JAN</strong> augenscheinlich allein für das Projekt <strong>UPRISING</strong> verantwortlich ist, so braucht es zum live-Spielen natürlich tatkräftige Unterstützung. Und so steht ihm <strong>MARCO</strong> von <strong>AD NEMORI</strong> am Bass zur Seite. Die <strong>grandios langen blonden Haare</strong> hängen ihm in sein Instrument und ich wundere mich, dass er so überhaupt spielen kann. Aber es funktioniert.</p>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-40637" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Uprising2-240x300.jpg" alt="" width="240" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Uprising2-240x300.jpg 240w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Uprising2-819x1024.jpg 819w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Uprising2-750x938.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Uprising2.jpg 1160w" sizes="auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px" />UPRISING</strong> spielen <strong>Black-Metal</strong>, und das auch solide. Aber vom Hocker reißt es mich nicht. Es wird viel mit <strong>Hall</strong> gearbeitet, zu Beginn der Songs werden atmosphärische Geräusche eingespielt, und dann wird die <strong>Lautstärke noch einmal kräftig raufgedreht</strong>. Aber nur laut zu sein, reicht eben nicht, um sich abzugrenzen. Ich hätte mir <strong>mehr Eigenständigkeit gewünscht</strong>, und vor allem: Mehr Varianz im Gesang. Vielleicht habe ich <strong>JANS</strong> Stimme inzwischen auch einfach totgehört. Aber mir erscheint sein Gesang bei diesem Auftritt <strong>eintönig</strong> und erinnert mich einfach zu sehr an <strong>WALDGEFLÜSTER</strong>. Somit kann ich persönlich dem Konzert von <strong>UPRSING</strong> leider nichts abgewinnen. Aber Anderen geht es da womöglich ganz anders &#8211; Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.</p>
<h2><strong>Ein dickes Ausrufezeichen</strong></h2>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40638 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd-2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd-2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd-2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd-2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd-2.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Mich:</em> Und mit <strong>CÂN BARDD</strong> darf ich mir als Einstieg direkt eine Band ansehen, die <strong>ich mit einem dicken Ausrufenzeichen</strong> auf meiner Liste markiert habe! Die Erwartungen sind somit natürlich hoch – und werden makellos erfüllt. Mal sanft, mal gnadenlos vorwärts treibend; mal Black Metal, mal atmosphärisch und folkig nehmen die Schweizer das Publikum mit auf eine <strong>Reise zwischen zwei Extremen</strong>. Konstant ist allerdings ist eines: <strong>Der Tiefgang.</strong> Gleich in welchem der beiden Modi sich die Musik gerade befindet, das Kribbeln unter der Haut ist dauerpräsent. Die Vocals wandern von epischen dreistimmigen Chorgesängen zu Schreien, die Gänsehaut sprießen lassen. Wie großartig diese Erfahrung wohl wäre, würde man die Kapelle bei Nacht spielen lassen anstatt in der prallen Sonne? Aber man kann nicht alles haben. Schon zu Beginn des Festivals <strong>mit so viel musikalischer Intensität</strong> konfrontiert zu werden, macht was mit einem.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-40639" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/can-bardd1.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Mehr naturverbundenen Black Metal braucht die Welt. Besonders, wenn er so gut gemacht ist.</p>
<p>Eine solche Band braucht zudem als Fundament einen richtig ausdauernden und stabilen Drummer, und der ist hier definitiv am Start. Nicht nur zeugt er von durchgehender Präzision und Beständigkeit, er ist zudem der glücklichste Musiker, den ich je gesehen habe. Sein Trommelspiel ist stets von einem freudestrahlenden Lächeln begleitet, das sich nur noch verbreitert, je anspruchsvoller der Song wird. Voilà. Erste Band, erste Neuentdeckung. <strong>Hoffentlich geht das so weiter.</strong></p>
<h2>Punk und Rotz</h2>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40640 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/nocte-1-240x300.jpg" alt="" width="240" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/nocte-1-240x300.jpg 240w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/nocte-1-819x1024.jpg 819w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/nocte-1-750x938.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/nocte-1.jpg 1160w" sizes="auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px" />Merlin:</em> Auf den Auftritt von <strong>NOCTE OBDUCTA</strong> habe ich schon hingefiebert, seitdem die Bandbestätigung draußen war. Denn obwohl die Mainzer bereits seit über 20 Jahren musikalisch aktiv sind, hatte ich es bis jetzt noch nicht zustande gebracht, mir einen Auftritt von ihnen anzusehen und zu hören. Und ich werde nicht enttäuscht! Die Jungs sind gut aufgelegt und auf Interaktion aus. Auch sorgen sie für <strong>den ein oder anderen Lacher</strong>: Als beispielsweise im Verlaufe des Konzerts das Schlagzeug seine eigenen Wege zu gehen beginnt, wird die Schuld kurzerhand auf den neuen Schlagzeuger geschoben: <strong>&#8222;Junge Menschen tragen ganz viel Aggression in sich!&#8220;</strong> Dabei hat er doch heute extra sein nettestes <strong>TAYLOR</strong>&#8211;<strong>SWIFT</strong>-Shirt angezogen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-40641" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/nocte-2-240x300.jpg" alt="" width="240" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/nocte-2-240x300.jpg 240w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/nocte-2-819x1024.jpg 819w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/nocte-2-750x938.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/nocte-2.jpg 1160w" sizes="auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px" />Aber was machen <strong>NOCTA OBDUCTA</strong> eigentlich genau? Ich würde es als Black Metal mit unüberhörbaren Punk-Einflüssen bezeichnen. <strong>Roh, rotzig und direkt.</strong> Und live einfach enorm geil! <em>&#8222;Fick die Muse&#8220;</em> vom 2001 erschienenen Album &#8222;Schwarzmetall (Ein primitives Zwischenspiel)&#8220; darf da natürlich nicht fehlen. Im Publikum wird gerockt und geheadbangt, die Stimmung ist einfach großartig. Und so bin ich umso betrübter, dass auch dieses Konzert schließlich sein Ende findet. Mein Fazit? Der Auftritt von <strong>NOCTA OBDUCTA</strong> hat nicht nur mich, sondern auch alle Umstehenden begeisterst. Das schreit aber sowas von nach einer <strong>Wiederholung!</strong></p>
<h2><strong>KHORS</strong> treten nicht auf.</h2>
<p><em>Mich:</em> Der Grund: Die Jungs kommen aus der Ukraine und werden dank verlängertem Kriegsrechtsbeschluss nicht aus dem Land gelassen. Selbst der beidseitige Kontakt zum Kulturministerium hat am Ende des Tages nicht geholfen. Dennoch wird seitens Festivalorga zumindest dafür gesorgt, dass den Musikern ihre versprochene Gage zukommt. Ein schwacher Trost, aber Panzer und Raketen sind wohl immer stärker als Kultur und Musik. <strong>Krieg ist das Dümmste auf der Welt</strong>, und wer ihn ikonisiert und verherrlicht, hat etwas falsch verstanden. So. Jetzt habe ich es gesagt. Auf einem Black-Metal-Festival.</p>
<h2><strong>WOLFCHANT mal anders</strong></h2>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40642 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-1.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />WOLFCHANTs </strong>Gitarrist hat seit gestern Corona. <strong>Noch ein Bandausfall also?</strong> Von wegen! Dann übernimmt der andere Axtträger eben neben seinen eigenen Spuren auch noch die seines Kollegen. Dessen Spuren hat er sich einfach mal so über Nacht beigebracht, so dass er heute zwischen zwei Performances hin- und herwechseln kann. Einen Basser haben die Wölfe übrigens auch nicht dabei, so dass das Line-Up nur aus zwei Sängern, einer Gitarre und einem Schlagzeug besteht. Außerdem verliert eines der Gesangsmikrofone immer mal wieder den Kontakt, ca. zehnmal pro Sekunde ist der Ton da und wieder weg. Vor allem bei Ansagen fällt’s auf. Und als wäre das nicht genug, fängt auch noch die einsame Gitarre an, rumzubuggen und gelegentlich den Kontakt ganz zu verlieren. <strong>Dieses Konzert steht definitiv unter einem schlechten Stern.</strong> Doch das scheint die alteingesessenen Pagan-Metaller nicht zu kratzen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-40643" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/wolfchant-2.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Neben vielen guten neueren Songs geben sie auch die ein oder andere Underground-Hymne der 2000er zum Besten, geben am Ende drei Zugaben und dann noch eine mehr, und lassen sich von nichts und niemandem die Stimmung oder die Spaß am Auftritt verderben. Großartig. <strong>Ein Hoch auf WOLFCHANT</strong>, ein massiver Eimer Respekt an den Gitarristen, und ein riesiges „Du dummer Idiot!“ an den Besoffski, der der Band den Mittelfinger entgegengestreckt hat weil „die Hälfte der Band fehlt“. Als letzten Song gibt’s ein Trinklied, und das danach vom Band laufende bayrische Humppa-Stück knüpft direkt an dessen Stimmung an und lässt das Publikum fröhlich in den Rest des Abends hineintanzen oder zumindest -schunkeln.</p>
<h2>Die ersten Headliner</h2>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40644 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/helheim-1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/helheim-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/helheim-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/helheim-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/helheim-1-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/helheim-1.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p><strong>HELHEIM</strong> liefern im Anschluss ein sauberes Konzert ab – ich muss aber gleich loswerden, dass ich meinen Weg heute Abend<strong> absolut nicht in ihre Musik hineinfinde</strong>. Vielleicht bin ich zu müde, vielleicht ist die Band nicht aufregend genug. Am makellosen Sound liegt’s nicht, und an der Atmosphäre schon gar nicht: Die Dunkelheit hat sich nämlich endlich mal herbequemt, und die Burgmauern lassen es sich nicht nehmen, in tiefrotem Scheinwerferlicht zu erstrahlen – während über der Bühne <strong>zwischen antikem Gemäuer episch das DARK-TROLL-Banner prangt</strong>. Ein majestätischer Anblick, und viele Menschen sind anwesend um das alles (inklusive <strong>HELHEIM</strong>) zu genießen. Aber dieser Abend und ich sind einfach nicht füreinander gemacht. Irgendwann stehe ich vor der Entscheidung, schmerzenden Beines im Stehen einzuschlafen oder mich zurück zum Camp zu bewegen. Tut mir leid <strong>HELHEIM</strong>, beim nächsten Mal dann.</p>
<h2>Die Macht der schlechten Laune</h2>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40645 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-1-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-1.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p><em>Merlin:</em> Jippie jai jeh, Schweinebacke! &#8230;ach ne. <strong>TOTENWACHE</strong>. Kinners, wie ich mich auf diesen Auftritt gefreut habe! Seit ich <strong>TOTENWACHE</strong> auf dem <strong>FIMBUL FESTIVAL 2020</strong> das erste Mal live sehen durfte, sehne ich mich nach einer Wiederholung. Und ich werde nicht enttäuscht! <strong>TOTENWACHE</strong> sind einfach großartig in dem, was sie machen: <strong>Kalten und unbarmherzigen Black-Metal.</strong> Die drei wie immer mit Corpsepaint ausgestatteten Finstergestalten crashen die <strong>Dunkelheit</strong> mit ihrer klassischen und doch so eigenen Interpretation des Schwarzmetalls. Bis auf ein kurzes, sehr unangenehmes Quietschen zwischendrin ist der <strong>Sound</strong> dabei auch noch <strong>verdammt gut</strong>. Von den massiven Technikproblemen bei <strong>WOLFCHANT</strong> ist glücklicherweise nichts mehr zu hören, und so können <strong>TOTENWACHE</strong> aus dem Vollen schöpfen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40646 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-2-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-2-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/totenwache-2.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p>Die Hamburger ballern ihren Zuhörern eine gute Stunde lang die Ohren dicht und erzeugen zeitweise sogar einen kleinen (und leider recht rücksichtslosen) Moshpit. Die meisten Zuhörer aber haben keine Lust auf Rumgeschubse &#8211; es wird entweder geheadbangt oder in aufrechter Haltung gelauscht, <strong>ohne dabei eine Miene zu verziehen</strong>. Letzteren stehen die Bandmitglieder übrigens in nichts nach. Mag es an dem gewählten Genre oder ihrer norddeutschen Herkunft liegen &#8211; <strong>TOTENWACHE</strong> bieten weder eine ausgefallene Show dar, noch sind sie sonderlich gesprächig. Die einzigen Worte, die der Sänger für sein Publikum übrig hat, sind die Abschiedsworte: &#8222;Machts gut, ihr Idioten!&#8220;. Alles klar, machen wir. Der Auftritt war jedenfalls großartig. Ich freue mich jetzt schon wie bolle, die <strong>missgelaunten Black-Metal-Gurus</strong> im August auf dem <strong>WOLFSZEIT FESTIVAL</strong> wiederzusehen.</p>
<hr>
<h1><strong>Tag 2</strong></h1>
<h2>Ein starker Ersatz</h2>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-40647" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-1-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-1-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-1-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-1-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-1-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-1.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Merlin:</em> Da <strong>NORDIC RAID</strong> aufgrund einer Corona-Infektion leider überraschend absagen mussten, sind unfassbar kurzfristig <strong>THJODRÖRIR</strong> (&#8230;ihr wollt nicht wissen, wie viele Anläufe ich gebraucht habe, um diesen Bandnamen richtig auszusprechen) für sie eingesprungen. Die <strong>Pagan-Metaller aus Neumünster</strong> wirken zu Beginn noch etwas unsicher, vor allem die beiden Damen an Bass und Gitarre. Sänger <strong>DENNY</strong> kommt da schon etwas mehr aus sich heraus, er übernimmt auch die Lead-Gitarre. Die Gesichter der Bandmitglieder werden geziert von einer Art<strong> Kriegsbemalung</strong>, simpel, aber wirkungsvoll. Am Mikrophonständer ist ein <strong>Wikingerschild</strong> befestigt. Der Gesang von<strong> DENNY</strong> ist böse und rau, sehr schwarzmetallisch. Noch versierter als am Mikro ist er jedoch an seinem Saiteninstrument &#8211; der Typ <strong>beherrscht die Gitarre!</strong> Insgesamt ist der Sound sehr roh, fast blechern. Nicht schlecht, jedoch keine Offenbarung. Aber zum Headbangen taugt es definitiv, wie einige der langhaarigen Zuschauer eindrucksvoll beweisen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-40648 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-2-e1657894480462-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-2-e1657894480462-300x201.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-2-e1657894480462-1024x686.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-2-e1657894480462-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-2-e1657894480462-750x502.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/thjo-2-e1657894480462.jpg 1439w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Zwischen den Songs immer machen <strong>THJODRÖRIR</strong> immer wieder längere Pausen, um sich untereinander abzustimmen. Verständlich, hat die Band doch dank Corona kaum mehr Routine im Auftreten und ist zudem wie schon erwähnt sehr kurzfristig engagiert worden. Aber sie <strong>kommen immer besser rein</strong> und am Ende headbangt selbst die Bassistin. Auch für eine Zugabe sind <strong>THJODRÖRIR</strong> zu haben. Wir erfahren außerdem: Ihr Drummer hatte heute seinen ersten live-Auftritt! <strong>Man muss dieser Band wirklich Respekt zollen</strong> für das, was sie hier und heute allen erschwerenden Umständen zum Trotz abgeliefert haben. Zum Abschluss traut sich Bassistin <strong>WAWA</strong> sogar selbst ans Mikrophon: &#8222;Wir würden gerne noch ein Foto mit euch machen!&#8220; Nichts lieber als das. <strong>Hoch die Hörner, liebes DARK TROLL!</strong> Auf <strong>THJODRÖRIR</strong>!</p>
<h2><strong>Okkult wie fick</strong></h2>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40649 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/boeotes-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/boeotes-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/boeotes-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/boeotes-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/boeotes-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/boeotes.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p><em>Mich:</em> Nun ist es an der Zeit für <strong>BÖOTES VOID</strong>. Äußerst okkult treten sie mit Tierschädeln, kryptischen bis satanischen Symbolen und komplett vermummten Gesichtern auf die Bühne. Musikalisch liefern sie meines Erachtens eher unspektakulären Black Metal. Das machen sie dafür aber sehr gut! Die Mucke ballert, und die Köpfe der Zuhörer befinden sich in einem <strong>Dauerzustand des Mitnickens um ca. 20 Grad</strong>. Aber auch die Gezeiten geben einen zum Besten: Während rechts über der Bühne bis zum fernen Horizont nur gelbe Sonnenstrahlen zu sehen sind, sieht das, was von links heranzieht, nach massivem <strong>Unwetter of Doom </strong>aus. Der stärker werdende Wind kündigt zu den unheilvollen Klängen von <strong>BÖOTES VOID</strong> auch nahendes meteorologisches Unheil an&#8230;</p>
<h2>Runen im Gesicht</h2>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40650 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-1.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Merlin:</em> Es ist Zeit für die dunklen Seehunde! &#8230;oder so ähnlich. <strong>DARK SEAL</strong> sind extra aus <strong>Tschechien</strong> angereist und spielen hier und heute ihre allererste Show in Deutschland. Die Band besteht aus fünf Mann, die bis auf den Schlagzeuger alle mit langen Haaren ausgestattet sind. Außerdem wartet sie gleich mit zwei Sängern auf: <strong>CRUDELIS</strong> spielt neben seinem gesanglichen Engagement auch noch Gitarre, während <strong>STYRBJØRN</strong> die Show und die Action übernimmt. Er trägt, genauso wie ihr zweiter Gitarrist, eine <strong>Runen-Gesichtsbemalung</strong> und zusätzlich die typische Gewandung. Immer wieder läuft <strong>STYRBJØRN </strong>vor zum Rand der Bühne, feuert die Menge an und headbangt, dass die Fetzen fliegen. Eine <strong>unfassbare Energie</strong> hat dieser Typ! Und so schöne blaue Augen&#8230;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-40651" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/dark-seal-2.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Es ist weder zu übersehen noch zu überhören:<strong> DARK SEAL</strong> haben mächtig Bock auf diesen Auftritt. Der Sound ist brachial, der <strong>Pagan-Metal mit schwarzmetallischen Einflüssen</strong> bricht sich unaufhaltsam Bahn. Doch gleichzeitig schafft es die Musik, <strong>melodisch</strong> und eingängig zu sein. <strong>DARK SEAL</strong> liefern mit ihren Songs genau die richtige Mischung aus <strong>Blast Beats und ruhigeren Passagen</strong>. Leider steht der Bassist ein wenig ungünstig, sodass er stets halb von der rechten Bühnensäule verdeckt wird. Aber das tut der musikalischen Leistung der Jungs natürlich keinen Abbruch.</p>
<p>Und das Publikum? Ich finde, der Platz vor der Bühne könnte gerne noch voller sein. Ein engagierter Zuschauer in den vordersten Reihen hat immerhin eine <strong>tschechische Flagge</strong> mitgebracht, die er nun stolz der Band entgegenreckt. Ihn wie mich konnten <strong>DARK SEAL</strong> jedenfalls vollumfänglich begeistern. Auch hier komme ich nicht umhin, nach dem Konzert am Merchstand eine <strong>CD</strong> zu erwerben. Die lasse ich mir bei der anschließenden <strong>Autogrammstunde</strong> auch gleich signieren und nutze außerdem die Gelegenheit, einige Worte mit Bassist <strong>DIMI</strong> zu wechseln sowie gemeinsam mit ihm den <strong>DARK TROLL</strong> eigenen Met zu verkosten. Dabei gewinne ich den Eindruck, dass die Tschechen auch abseits der Bühne sehr bodenständige und sympathische Kerle sind. Mein abschließendes Fazit zum Auftritt von <strong>DARK SEAL</strong>? Ihr könnt, nein, <strong>ihr MÜSST unbedingt wieder kommen! </strong></p>
<h2><strong>Der melancholische Nerv</strong></h2>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40652 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/aeeera-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/aeeera-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/aeeera-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/aeeera-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/aeeera-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/aeeera.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Mich:</em><strong> ÄERA</strong> aus dem Münsterland ziehen viele Leute, und das mit Recht. Gerade mit den oben schon erwähnten Türmen der Burgruine wirken ihre atmosphärischen Klangerzeugnisse richtig gut – wer hier ist, frönt dem <strong>wahren Genießertum melancholischer Musik.</strong> Auch mein melancholischer Nerv bleibt nicht unberührt, und den meiner Begleiterin trifft es allemal. Nun habe ich in meinem Leben zwar schon innovativere Musik gehört, aber das ist – und <strong>ÄERA</strong> sind der lebende Beweis – keine Voraussetzung dafür, ein mitreißendes Musikerlebnis zu erschaffen. Man muss ja nicht alles neu erfinden. Gutes Konzert. Geile Vocals. Weiter so.</p>
<h2>Frauenpower</h2>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-40653" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia1.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Merlin:</em> Nun heißt es aber: Bühne frei für <strong>die einzige weibliche Protagonistin</strong> des diesjährigen <strong>DARK TROLLS</strong>! <strong>VERMILIA</strong> ist ihr Name, und so lautet auch der Name ihres Projekts. Die musikalischen Themen finden sich hier auch in der visuellen Ästhetik wieder. So ist ihr <strong>Gesicht kunstvoll bemalt</strong> und drapierte Trockenblumen gereichen zum Schmuck des Mikrophonständers. Die Zeichen stehen auf <strong>Naturverbundenheit</strong>. Die Musik der <strong>Finnin</strong> und ihrer Band wiederum lässt sich als <strong>Folk-Metal mit Black-Metal-Elementen</strong> beschreiben. Die akustische Untermalung wird aber schlagartig zur Nebensache in dem Moment, als <strong>VERMILIA</strong> anfängt, zu singen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40654 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/vermilia2.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Alter Falter, <strong>was hat diese Frau für eine Stimme!</strong> Dunkel, kraftvoll, schwer und weich. Das sind nur einige Attribute, die ich ihr zuschreiben möchte. Und erst die <strong>nahtlosen Wechsel</strong> zwischen Growls und Klargesang! <strong>VERMILIA </strong>beeindruckt mich auf ganzer Linie. Jetzt ergibt es auch Sinn, dass alle anderen Bandmitglieder bis auf einen schmalen Sehschlitz maskiert sind &#8211; der Fokus liegt überdeutlich auf der Frontfrau. Der Rest der Band wirkt gegen sie wie austauschbar. Und <strong>VERMILIA</strong> kann nicht nur singen und trommeln, sondern auch noch <strong>Querflöte</strong> spielen. Leider ist die einzige Gitarre (die Band kommt ohne Rhythmusgitarre aus) so laut, dass sie die Querflöte und teils sogar den Gesang <strong>übertönt</strong>, was unfassbar schade ist. Generell empfinde ich die Gitarre als sehr scheppernd und dominant.</p>
<p><strong>VERMILIA</strong> hat neben idyllischen, beinahe romantischen Klängen ja aber auch noch etwas Schwarzmetall im Gepäck, und so bildet sich während eines schnellen Songs ein <strong>zierlicher Moshpit</strong>, der sich im Verlauf des Konzerts in einen Circle Pit verwandelt. Jedoch ist es der kleinere Teil der Zuschauer, der sich in wilder Rennerei ergeht. Die Meisten <strong>lauschen dann doch lieber andächtig</strong> der fesselnden Stimme <strong>VERMILIAs</strong>. Übrigens hat die Musikerin erst vor kurzem eine neue Single veröffentlicht, <em>&#8222;Hautavajo&#8220;</em>. Das dazugehörige Album folgt dann im September. Ich bin der Meinung, Freunde des Folk sollten <strong>VERMILIA </strong>unbedingt auf dem Zettel haben!</p>
<h2>Der Schotten erstes Mal</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-40655" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten1.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Es folgt der Auftritt von <strong>RUADH</strong>. Eine <strong>schottische Band</strong>, die bis vor kurzem noch das Soloprojekt von Sänger und Gitarrist <strong>TOM PERRETT</strong> war. Mittlerweile hat er die anderen drei Musiker fest ins Boot geholt und verkündet der Menge vor der Bühne stolz: <strong>&#8222;This is our first gig outside the UK!&#8220;</strong> Und tatsächlich könnte meine Freude darüber, dass es <strong>RUADH</strong> (übersetzt: &#8222;rot&#8220;) auf die Bornstedter Burg verschlagen hat, größer nicht sein. Denn deren <strong>atmosphärischer Folk-Black-Metal</strong> klingt einfach unfassbar gut &#8211; <strong>ausschweifend, episch, melodiegewaltig</strong>. Genau mein Ding. Und auch den anderen Festivalbesuchern scheint die Musik der Schotten zu taugen. Der schmale Platz vor der Bühne wird immer voller und voller. Zurecht, denn <strong>RUADH</strong> liefern einfach ab.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40656 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/schotten2.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Bassistin <strong>KIM</strong> gewinnt mit ihrer <strong>Sonnenbrille</strong> mal locker den Preis für das coolste und lässigste Auftreten. Und Sänger <strong>TOM PERRETT</strong> ist einfach ein Tier. Er motiviert sein Publikum mit einem markerschütternden: &#8222;HEY!&#8220; und reckt die <strong>Pommesgabel</strong> in den Himmel. Er kann eine wahnsinnige Stimmgewalt sein Eigen nennen, egal ob <strong>Growls oder Klargesang</strong>. Warum tut sich der Typ nicht mal mit <strong>CROM</strong> zusammen? Das hätte dermaßen Potenzial! Aber noch bleiben die einzigen Features die backing vocals von Gitarrist <strong>ALAN BUCHAN </strong>sowie vereinzelter Frauengesang vom Band. Außerdem bekommen wir einige schöne <strong>Gitarrensoli</strong> geboten. Die Zeit vergeht wie im Flug. Als <strong>RUADH</strong> ihren Auftritt beenden, ist es einer dieser Momente, wo man mit einem ungläubigen Blick auf die Uhr feststellen muss, dass die Spielzeit der Band tatsächlich schon rum ist. Das ging ja mal <strong>viel zu schnell vorbei</strong>!</p>
<p>Da bleibt nur zu hoffen, dass <strong>RUADH</strong> ganz bald wieder den Weg zu uns nach Deutschland finden werden.</p>
<h2>Ein großartiger Auftritt</h2>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40657 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/spirit-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/spirit-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/spirit-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/spirit-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/spirit-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/spirit.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p><em>Mich:</em> Ich sehe <strong>THE SPIRIT</strong> gerne mal als die musikalischen Erben von <strong>DISSECTION</strong> und Konsorten an. Die Mischung aus Black Metal und Melodeath zerläuft ineinander wie flüssiger Honig und lässt von erster Sekunde an die Bühne in einem Schwall massiver Energie erbeben. Der Sound ist klar und sauber, und dennoch schafft er es, mir in jedem basslastigen Moment die Innereien meines Bauches zu massieren. Spielerische Rhythmuswechsel und progressive Einwürfe geben dem Ganzen noch mal eine besondere Würze. Es ist ein <strong>Schauspiel an Energie und Fertigkeit</strong>, das so schnell niemand nachmacht – und es wird auch gleich vom Publikum belohnt! Von allen Konzerten dieses Festivals <strong>fliegen hier bisher die Mähnen am zahlreichsten </strong>und am energischsten. Die Urkraft kosmischen Terrors strömt intensiv durch das Zusammenspiel aus Musiker, Verstärker und Besucher.</p>
<p>Fazit: Trotz aller Krassheit sind <strong>THE SPIRIT</strong> eine musikalisch wahrhaft interessante Band. Und das ist bei Weitem nicht der Standard. Macht weiter so, und erkämpft euch bitte den Weg an die Spitze!</p>
<h2><strong>Der Grundbaustein</strong></h2>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40658 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/maneg2.jpg" alt="" width="240" height="160">
<p>Man wird es auf einem Festival wie diesem kaum glauben, aber: Es gibt tatsächlich eine Band, deren Musik noch mehr pagane Energie ausstrahlt als die anderen. Und das sind <strong>MÅNEGARM</strong>. Der Stil dieser Gruppe stellt den <strong>Nährboden für so manch eine andere Kapelle</strong> der heutigen Zeit. Mir war es jahrzehntelang verwehrt geblieben, diesen Grundbaustein jener Musik, die ich verehre, live mitzuerleben. Und doch stehe ich nun hier. Und lasse die Musik durch mich fließen.</p>
<p>Der Hit des Gigs ist mit <em>„Odin Owns Ye All“ </em>allerdings ein etwas neuerer Song. Hier wirkt es plötzlich, als hörte ich <strong>von allen Seiten schallende Stimmen</strong> mitgrölen – es scheint der Moment zu sein, auf den alle hier gewartet haben. Er ist aber auch ziemlich cool, soviel muss ich zugeben. Und ein schöner Abschluss für diesen meinen zweiten Festivalabend.</p>
<h2>Elend und Ellenbogen&nbsp;</h2>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40659 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende1-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende1.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p><em>Merlin:</em> Kommen wir last but not least zu der Band, auf die unsere Campnachbarn am meisten hingefiebert haben und gar nicht mehr aufhörten, von ihnen zu reden: <strong>ELLENDE</strong>. Die <strong>Österreicher</strong> stellen heute die letzte Band des Abends. Dementsprechend ist die Burg gänzlich in Dunkelheit gehüllt und die optimale Atmosphäre für <strong>melancholischen Post-Black-Metal</strong> geschaffen. Und <strong>ELLENDE</strong> sind wahre Meister ihres Faches. Der gesamte Burginnenhof ist gerappelt voll, die <strong>ganz überwiegende Mehrheit der Festivalbesucher</strong> ist gekommen, um sich von der Musik ergreifen zu lassen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40660 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende2-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende2-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/ellende2.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p>Und diese überwältigende Resonanz scheint <strong>Sänger und Mastermind</strong> <strong>L.G. </strong>ehrlich zu rühren. Zigmal bedankt er sich bei seinem Publikum. Das ist auch eine Sache, die <strong>ELLENDE</strong> für mich ausmachen: Kaum eine andere Band wirkt auf mich so <strong>offen, ja beinahe verletzlich</strong>. Und diese Wirkung überträgt sich in direkter Weise auf die Zuhörer. Die melodischen Düsterklänge umhüllen das <strong>DARK TROLL</strong> wie ein wabernder Zauber. Aber ehe ich mich gänzlich in <strong>Schwermut</strong> ergehen kann, ist das Konzert schon wieder vorbei und <strong>ELLENDE</strong> überlassen uns der kühlen Frühsommernacht. Ich muss mich erstmal kneifen, ob ich nicht doch noch träume&#8230;</p>
<p>Übrigens: <strong>ELLENDE</strong> haben für Ende September ihr <strong>neues Album</strong> &#8222;Ellenbogengesellschaft&#8220; angekündigt. Das Cover hat mich als solches jetzt schon überzeugt. In erwartungsvoller Spannung harre ich der Musik, die da kommen wird!</p>
<hr>
<h1>TAG 3</h1>
<h2><strong>Guten Morgen!</strong></h2>
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<p><em>Mich:</em> Der Tag beginnt ruhig. Mit vergleichsweise seichten Tönen lockt die <strong>freundliche Musikertruppe von BAUMBART</strong> die ersten Menschen aufs Infield. Genau nachgezählt habe ich nicht, aber es stehen und sitzen ziemlich viele Menschen auf der Bühne. Die meisten von ihnen sind mit akustischen Instrumenten ausgestattet, manche auch nur mit einem Mikrofon. Metal gibt’s hier – wie zu erwarten – nicht, dafür eben akustische Reisen in eine eigens erfundene Fantasy-Welt. Mit<strong> J.R.R. TOLKIENs</strong> Figur Baumbart hat das Ganze, soweit ich weiß, nichts zu tun.</p>
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<p>Der Sound spielt mit, und so einige Besucher finden sich auch schon vor der Bühne zusammen. Die <strong>generelle Freude am frühen Spektakel</strong> ist da! Auch wenn aus anderen Windrichtungen Meinungen erklingen, die von deutlichem Desinteresse zeugen. Aber auch damit war zu rechnen, da die meisten Besucher sich wohl eher wegen härterer Klänge in den Burgruinen tummeln. Aber auch über <strong>BAUMBART</strong> steht heute wohl ein schlechter Stern: Den gefühlten Rest des Tages sehe ich die Bandmitglieder immer nur besorgt um ihren Wagen herumzustehen, der scheinbar nicht mehr anspringen möchte.</p>
<h2>Rumänische Wölfe</h2>
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<p>Hinter dem unüblichen Namen <strong>SYN ZE SASE TRI </strong>versteckt sich eine rumänische Black-Metal-Band mit auffällig präsentem Keyboard. So zumindest eine erste, unbefleckte Live-Interpretation. Das Gehirn versucht bei solcher Musik natürlich immer gleich, den Brückenschlag zu <strong>DIMMU BORGIR</strong> zu machen – trotzdem gibt es aber hier einige markante Unterschiede. Zum einen liegt bei <strong>SYN ZE SASE TRI</strong> der Fokus doch etwas mehr auf der folkigen Seite, zum anderen sind auch Clean Vocals ein weitaus wichtigerer und häufiger auftretender Aspekt. Dann findet sich auch der ein oder andere langsamere Track inmitten des heutigen Soundbuffets. Dies sind Songs, die <strong>eher in Doom- und Gothic-Metal-Gefilde</strong> abtreiben, als stur am Black Metal festzuhalten.</p>
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<p>Viel Abwechslung wird also geboten, während die Keyboarderin inmitten all dessen auch mal zur Geige greift. Was man auch selten auf Metal-Bühnen sieht: Sie spielt mit Notenblättern! <strong>Kurios</strong>. Der Sänger lässt irgendwann das Publikum wie die transsilvanischen Wölfe heulen, und kurz darauf platzt der vor zwei Tagen angekündigte Regen dann endlich aus allen Wolken.</p>
<h2>Wahnsinn und Wetter</h2>
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<p><em>Merlin: </em><strong>MARTIN FALKENSTEIN</strong> alias <strong>VALKENSTIJN </strong>hat uns in diesem Jahr mit seinem Black-Metal-Projekt <strong>MOSAIC</strong> wieder ein neues Album kredenzt. Und so wundert es mich nicht, dass der <strong>Thüringer</strong> auf dem <strong>DARK TROLL</strong> zu Gast ist. &#8222;Heimatspuk&#8220; will schließlich präsentiert werden! Zu Beginn des Auftritts weht bereits ein starker Wind durch die Ruinen der Burg Bornstedt. Der Atmosphäre kommt das natürlich zugute, dem Sound dagegen weniger. Nach einem raschen Blick zum Himmel ahne ich außerdem Böses für die nächste Stunde.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40666 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/mosic2.jpg" alt="" width="240" height="160">
<p>Aber noch regnet es nicht und <strong>MOSAIC</strong> beginnen ungetrost, den locker über den Innenhof verteilten Zuhörern eine Kostprobe feinsten <strong>heimat- und naturverbundenen Black Metal</strong> zu reichen. <strong>VALKENSTIJN</strong> hat sich dafür extra in ein kariertes Holzfällerhemd geschmissen und weiße Schminke aufgelegt, die bis in seinen Bart reicht. Dazu verdreht er regelmäßig die Augen und schafft so ein wildes, fast wahnsinniges Bild. Die anderen Bandmitglieder auf der Bühne treten dagegen in den Hintergrund. Es wird recht deutlich, wer hinter <strong>MOSAIC</strong> steht.</p>
<p>Und während die vier Musiker sich klangreich verausgaben, tritt plötzlich ein, was eintreten musste: Es beginnt zu regnen. Wobei, das ist nicht ganz korrekt: Es beginnt vielmehr zu schütten! Von jetzt auf gleich entscheidet sich die graue Wolkenfront, auf die Zuschauer niederzugehen, und zwar in einer Intensität, dass es jedem trveen Schwarzmetaller innerhalb von Sekunden das geliebte Corpsepaint vom Gesicht gewaschen hätte. Zack, ist der Platz vor der Bühne wie leergefegt und <strong>MOSAIC</strong> müssen die letzten Songs vor den ganz wenigen Unerschütterlichen performen, die aus Trotz oder Trunkenheit auf dem Innenhof verblieben. Das ist ziemlich schade für die Band, die nach wie vor überzeugend abliefert. Aber die Regenwolken kann selbst das Geschrei eines <strong>VALKENSTIJN</strong> nicht vertreiben, und so beschließen <strong>MOSAIC</strong> ihren Auftritt unter dem umbarmherzigen Prasseln und Rauschen des (gar nicht so unerwarteten) Wetterumschwungs. Schade!</p>
<h2>Zwei Seiten einer Münze</h2>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40667 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/belore1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/belore1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/belore1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/belore1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/belore1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/belore1.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Mich:</em><strong> BELORE </strong>stehen als Nächstes auf dem Plan. Schon nach Sekunden kommen Erinnerungen an das <strong>CÂN BARDD-</strong>Konzert vom ersten Tag hoch – und wen wundert’s! Die beiden Gruppen fahren schon einen <strong>sehr ähnlichen Sound und Stil</strong>. Interessant ist in der Hinsicht auch, dass beide innerhalb einer Zeitspanne von nur drei Jahren (2016-2019) ihr Debüt hatten und beide aus französischsprachigen Regionen kommen (<strong>BELORE</strong> aus Frankreich, <strong>CÂN BARDD</strong> aus der Schweiz). Es gibt also so einige Parallelen, und im Backstage wirkt es mittlerweile fast, als handelte es sich um eine einzige große Band, so viel hängen die zusammen ab.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-40668" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/berlore2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/berlore2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/berlore2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/berlore2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/berlore2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/berlore2.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Das Konzert jedenfalls steht dem der Schweizer in Atmosphäre absolut in nichts nach. <strong>BELORE</strong> aber gehen noch etwas mehr in Richtung Eingängigkeit, erinnern teils etwa an eine <strong>Real-Life-Version von</strong> <strong>SUMMONING</strong>. Dafür gibt es weniger musikalische Feinheiten und Abwechslung, und auch die richtig harten Parts vermisse ich ein bisschen. Dennoch ist es eine sehr genießbare Konzerterfahrung: Das Ambiente stimmt, der Sound hebt die wichtigsten Dinge hervor, und man sieht den Musikern an, dass sie wahrhaftig auf diesen Moment gefiebert haben und richtig Bock haben. Nette Dudes. <strong>Keep it up!</strong></p>
<h2>Eine neumodische Vikingerparty</h2>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40669 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/grimner1.jpg" alt="" width="240" height="160">
<p><em>Merlin:</em> Es wird höchste Zeit für die Folk- und Pagan-Metaller von <strong>GRIMNER</strong>! Seit 2008 aktiv, haben die <strong>Schweden</strong> neben drei EPs bisher drei full-lenght-Alben veröffentlicht und spielen nun zu meiner Freude auf dem diesjährigen <strong>DARK TROLL FESTIVAL</strong>. <strong>GRIMNER</strong> sind für mich einfach ein Paradebeispiel für eine Gute-Laune-Band. Mit <strong>Flöte, Mandola und Dudelsack</strong> bringen sie Leben in den inzwischen regentrockenen Burghof und sorgen so nebenbei für den ersten (und einzigen?) Crowdsurfer des Tages. Die Flöte ist dabei durch das an ihr befestigte Mikrophon ungewöhnlich gut zu hören &#8211; fast übertönt sie die anderen Intrumente. Denn <strong>GRIMNER</strong> haben natürlich auch Gitarre, Bass und Schlagzeug am Start. Und natürlich ihre beiden Sänger, <strong>TED</strong> und <strong>MARTIN</strong>. Und die grölen sich selbstverständlich die Seele aus dem Leib.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40671 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/grimner2-1-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/grimner2-1-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/grimner2-1-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/grimner2-1.jpg 721w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" />
<p>Im Publikum startet erst ein <strong>Moshpit</strong>, dann ein <strong>Circle Pit</strong>. Die allgemeine Stimmung ist großartig, der Platz vor der Bühne mit Zuschauern gut gefüllt. Sänger <strong>TED</strong> verkündet allen seine Freude darüber, in Deutschland zu spielen. Und was soll ich sagen &#8211; <strong>GRIMNER</strong> verleihen dieser Freude mit ihrem gesamten Auftritt Ausdruck. Die <strong>Schweden</strong> feiern einfach eine (neumodische) <strong>Vikingerparty</strong> mit Schlagzeug und Gitarre, die ihresgleichen sucht. Die Zeit vergeht bei diesem Konzert wie im Flug. Zum letzten Song mit <strong>mitreißenden Flötentönen</strong> hüpft nochmal das ganze Publikum auf und ab. Mir brummt der Schädel von der vielen action, und so taumel ich mehr vom Innenhof, als dass ich laufe. <strong>GRIMNER</strong> sind einfach immer wieder ein <strong>dickes Highlight</strong>. Nur die Flöte darf beim nächsten Mal ein bisschen leiser sein&#8230;</p>
<h2>Hypnose und Geballer</h2>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40672 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/agryp2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/agryp2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/agryp2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/agryp2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/agryp2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/agryp2.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Mich:</em><strong> AGRYPNIE </strong>sind hier, um uns eine Runde ordentlichen sterilen Post-Black-Metal in die Gesichter zu donnern. Das klappt auch sehr gut, da die Bass Drum so viel Durchschlag hat, dass ich zuweilen das Gefühl habe, das <strong>Gehirn würde mir aus den Ohren geblasen</strong>. Damit will ich nicht mal sagen, dass es zu laut ist – für diese Art Musik ist alles genau richtig. Was mir noch auffällt, ist der Gitarrist. Es handelt sich um niemand anderen als Felix Weischer, vor allem auf Youtube bekannt als <strong>LYKANTHROP</strong>. Er hat schon so einige Black-Metal-Klassiker einfach mal auf allen Instrumenten und den Vocals gecovert, und seit 2021 ist er wohl auch offiziell teil von <strong>AGRYPNIE</strong>.</p>
<p>Gelegentlich kommt es sogar zum <strong>dreifachen Gitarreneinsatz</strong>, wenn Sänger TORSTEN auch zur Klampfe greift (er ist anscheinend Linkshänder). Das Ergebnis ist eine ebenso hypnotische wie gnadenlose Show, die mich so richtig in ihren Bann zu ziehen weiß. Dazu bei tragen nicht zuletzt <em>„Schlaf“</em> und <em>„Der Tote Trakt“</em>, meine beiden All-Time-Favourites der Gruppe. <strong>Mächtiger Auftritt!</strong></p>
<h2>Mehr Vikingerparty</h2>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-40673" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity1-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity1-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity1.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Merlin:</em> Der Platz vor Bühne ist gerammelt voll, und es ist klar, dass jetzt ein <strong>Headliner</strong> spielen wird. Und dieser iiiiiist&#8230; <strong>OBSCURITY</strong>! Sie sind nicht das erste Mal auf dem <strong>DARK TROLL</strong> zu Gast und so, wie ich ihren Auftritt erlebe, wird es auch nicht das letzte Mal gewesen sein. Aber der Reihe nach.</p>
<p>Wer <strong>OBSCURITY</strong> nicht kennt: Die Velberter spielen harten <strong>Pagan-Black-Death</strong> mit ordentlich Wumms. Es wird also <strong>wie wild geheadbangt</strong> &#8211; auf und vor der Bühne. Sänger <strong>MARK</strong> alias <strong>AGALAZ</strong> verkündet, dass sie auch auf dem <strong>ROCKHARZ</strong> spielen werden. Hey, jetzt kümmer dich doch erstmal um den Auftritt hier und jetzt! <strong>OBSCURITY</strong> stimmen alsdann <em>&#8222;Glod En Isa&#8220;</em> von ihrem aktuellen Album &#8222;Skogarmaors&#8220; an. Da geht&#8217;s schon wieder rund im Publikum.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-40674 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity2-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity2-750x500.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/obscurity2.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Bei der nächsten Ansage von Sänger <strong>AGALAZ</strong> wird es allerdings schlagartig ruhig: Den nächsten Song <em>&#8222;793&#8220;</em> widmet der Sänger einem vor kurzem verstorbenen Freund. Dazu kommen mehrere <strong>Krieger mit Wikingerschilden</strong> auf die Bühne und führen <strong>Kampfszenen</strong> auf. Die Bretter beginnen zu beben, kraftvoll rollt der Sound durch den Burghof und lässt die Mauern erzittern. Am Ende des Songs bleibt einer der Wikinger auf der Bühne stehen und feuert die Menge an (&#8222;Hey, hey, hey!&#8220;) und schlägt dabei auf seinen Schild.</p>
<p>Sänger <strong>AGALAZ</strong> wiederum versucht sich nun an humoristischen Ansagen: &#8222;Jetzt kommt nochmal was langsames, <strong>eine Ballade!</strong>&#8220; Fun fact: Es kommt wieder ein schnelles und ballerndes Stück (<em>&#8222;Naglfar&#8220;</em>). Ich finde allerdings, dass <strong>OBSCURITY</strong> ihre Songs manchmal etwas <strong>abrupt enden lassen</strong>. Das gehört wahrscheinlich zum Konzept, taugt meinen Ohren aber nicht so richtig.</p>
<p>Zum Schluss bedankt sich <strong>AGALAZ</strong> dann nochmal ausdrücklich: Das <strong>DARK TROLL FESTIVAL</strong> sei für ihn Familie, <strong>er komme gerne noch 24(!) Mal wieder.</strong> Die Menge jubelt. Der letzte Song wird angestimmt: <em>&#8222;Was uns bleibt.&#8220;</em> Und was uns in jedem Fall bleibt und sich <strong>OBSCURITY</strong> auch nicht nehmen lassen, ist die Zeit für eine<strong> Zugabe</strong>. Dafür kommt <strong>AGALAZ</strong> sogar extra von der Bühne runter zum Publikum geklettert. Zum abschließenden Applaus schrammeln dann <strong>nochmal alle Instrumente zusammen</strong>. <strong>OBSCURITY</strong> gehen mit einem Knall und ich fresse einen Besen, wenn sie nicht schon bald auf ein Neues das <strong>DARK TROLL FESTIVAL</strong> rocken werden.</p>
<h2><strong>Mal was neues</strong></h2>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40675 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1334-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1334-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1334-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1334-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1334-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1334.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p><em>Mich:</em> Was nun folgt, ist sogar für mich als frequenten Festivalgänger <strong>eine komplett neue Erfahrung</strong>: <strong>EMPYRIUM</strong>. Ich kannte im Voraus das ein oder andere Lied, doch wusste ich nie genau, was das Gesamtkonzept dieser Band eigentlich ist. Und tatsächlich werde ich <strong>in vielerlei Hinsicht überrascht</strong>: Auf der Bühne gibt’s eine Geige, akustische sowie elektrische Gitarren, Keyboard, Schlagzeug und ein – <strong>Hackbrett?</strong> Ich habe vor einigen Wochen zuerst ein solches Instrument gesehen (bei der Band <strong>PERCHTA</strong>), und nun gleich zum zweiten Mal. Außerdem befindet sich <strong>EVIGA</strong>, seines Zeichens Sänger von <strong>DORNENREICH</strong>, mit auf der Bühne – hier aber eher als Randfigur – und spielt Gitarre. Verwundern tut mich das vor allem, weil doch gerade die <strong>DORNENREICH</strong>-Tournee in vollem Gange sein müsste.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-40676 size-medium" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1363-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1363-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1363-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1363-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1363-750x501.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2022/07/Empyrium-Dark-Troll-Festival-Samstag-28-05-2022-MM-1363.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p>Aber was ist denn jetzt dieses mysteriöse Gesamtkonzept? Nun, einer ersten Analyse nach handelt es sich um ein Zusammenspiel aus sehr <strong>ruhigen Neofolk-Liedern</strong> (mit tiefen melancholischen Vocals) und zum Teil schon relativ <strong>schwerem Doom Metal</strong>. Insgesamt lehnt sich die heutige Musikerfahrung dabei sehr auf die ruhigere Seite, wird aber auch in härteren Momenten niemals von seinem melancholischen Unterton verlassen. Ich habe tatsächlich <strong>solche Klänge noch nie live gehört</strong>, und bin von erster Sekunde an gefesselt. Die funkelnden Augen der stummen Zuhörerschar um mich herum zeugen von einem ähnlichen Bann. Ein sehr schönes, wenngleich auch müde machendes Erlebnis. Nach dem Konzert gehe ich ins Bett und <strong>überlasse den Rest des Berichtes Merlin</strong>.</p>
<h2>Ein (atmosphärisches?) Ende</h2>
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<p><em>Merlin:</em> 2018 ist eine Band in der <strong>Atmospheric-Black-Metal-Szene</strong> eingeschlagen wie ein Meteorit: <strong>SPECTRAL WOUND</strong> mit ihrem zweiten Album &#8222;Infernal Decadence&#8220;. Die Kanadier haben ihre ganz eigene Ausdrucksweise. Dazu gehört auch, dass Sänger <strong>JONAH</strong> ähnlich <strong>J.J.</strong> von <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> bei Konzerten stets <strong>rastlos auf der Bühne hin und her rennt</strong>. Während er ins Mikrophon schreit, krümmt er sich zusammen, nur um gleich darauf mit wildem Blick den Kopf nach oben zu reißen. Diese <strong>beinahe wahnsinnig anmutende Ekstase</strong> wirkt gleichermaßen einschüchternd und mitreißend auf mich.</p>
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<p><em>Mich:</em> Mir hingegen kommt die mir bisher unbekannte Band alles andere als atmosphärisch vor. Bis auf vereinzelte Parts wirkt das Ganze <strong>doch sehr true und roh</strong> auf mich &#8211; ich bin allerdings von uns beiden nicht der Experte in dem Genre. Es geht ein solcher Druck von der Bühne aus, dass es mir durch all meine müden Glieder dringt, und ich muss sagen, dass ich das auch kurzzeitig wirklich genieße. <strong>SPECTRAL WOUND</strong> wurden von einigen meiner Mitcamper im Voraus schon <strong>in den Himmel gehyped</strong>, und jetzt kann ich auch verstehen, wieso. Diese Band ist übrigens so dermaßen trve und vndergrovnd, dass sie <strong>von ihrer EP genau EIN einziges Exemplar</strong> zum Verkauf mit aufs Festival gebracht haben.&nbsp;</p>
<p>Irgendwann löse ich mich aber (wie an jedem Abend bisher &#8211; ich werde alt) aus der Masse, und lasse Black Metal Black Metal sein. Sobald ich in meinem Zelt bin, bereue ich das allerdings schon wieder, denn als letzten Song des Festivals covern die Kanadier <strong>EMPERORs</strong> <em>&#8222;I Am The Black Wizards&#8220;</em>. Dafür hätte ich schon gerne vor der Bühne gestanden, aber nun muss ich mich wohl damit zufriedengeben, mir das von meiner bequemen Luftmatratze aus anzuhören. So ein Pech.<strong> Gute Nacht.</strong></p>
<hr>
<p>Und damit war&#8217;s das auch schon.&nbsp;</p>
<p>Ich hoffe, ihr hattet genau so viel Freude an diesem Festival wie wir, konntet die Atmosphäre der beleuchteten Burgruine und euren Black-Metal-Genuss genau so gut ineinander übergehen lassen wie wir, und habt genau so viel Bier vernichtet wie wir (oder zumindest ich).&nbsp;</p>
<p>Auf&#8217;s nächste DARK TROLL FESTIVAL! Wir werden da sein &#8211; und auf euch warten.</p>
<p>Bilder mit freundlicher Genehmigung von Matthias Mayer (Dark Art) und St.Un.Photography.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/dark-troll-festival-2022-der-bericht/">DARK TROLL FESTIVAL 2022 &#8211; DER BERICHT</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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