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	<title>Depressionen Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
	<lastBuildDate>Tue, 31 Jul 2018 08:35:22 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Depressionen Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Timo Bonner von OUR MIRAGE im Interview – &#8222;Es gibt immer einen Ausweg&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexandra]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Jul 2018 08:32:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Depressionen]]></category>
		<category><![CDATA[Forever In Combat]]></category>
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		<category><![CDATA[Post Hardcore]]></category>
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		<category><![CDATA[Timo Bonner]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Reden soll ja helfen! Also haben wir uns OUR MIRAGE mal geschnappt und geredet. Über Hardcore, Zuschauer und Zwischenmenschliches - die Höhen und Tiefen des Lebens eben.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/timo-bonner-von-our-mirage-im-interview-es-gibt-immer-einen-ausweg/">Timo Bonner von OUR MIRAGE im Interview – &#8222;Es gibt immer einen Ausweg&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ab auf die Couch! Es ist Zeit für eine Therapiestunde mit <strong>Timo Bonner</strong>,&nbsp;Frontmann von&nbsp;<strong>OUR MIRAGE</strong>.&nbsp;Ich durfte den Sänger der Melodic Hardcore-Band als eine&nbsp;überaus sympathische und inspirierende Persönlichkeit kennenlernen, die ohne Umschweife bereit ist, offen und ehrlich ein Stück ihrer Lebensgeschichte mit ihren Zuhörern und Lesern zu teilen.</p>
<p><em><strong>S: </strong></em><strong>Wie lange machst du schon Musik beziehungsweise schreibst Songtexte? Wie entstand daraus der Gedanke, eine Band zu gründen?</strong></p>
<p><strong>Timo:&nbsp;</strong>Mein Vater war Musiker. Er hat mir einiges auf den Weg gegeben und mich auch ein wenig unterrichtet. Das hat erstmal nicht so richtig gefruchtet, bis ich dann von selbst mal eine <strong>Gitarre</strong> in die Hand genommen habe. Irgendwann hab ich auch angefangen, ein wenig <strong>dazu zu singen</strong>, soweit das möglich ist mit drei Akkorden. Wenig später hab ich auch das <strong>Schlagzeug</strong> für mich entdeckt.<br />
Ich schätze mal, ich war bisher in <strong>acht verschiedenen Bands</strong>, von der Schulband bis zur Punkband war da alles dabei. Als ich dann anfing, härtere Musik zu hören, hatte das natürlich auch Einfluss auf das, was ich machen wollte.</p>
<h3>Ausstieg und Neuanfang</h3>
<p><em><strong>S: </strong></em><strong>Bekannt geworden bist du mit FOREVER IN COMBAT, die du Anfang 2017 verlassen hast. Was war der Grund für deinen Ausstieg?</strong></p>
<p><strong>Timo:&nbsp;</strong>Der Hauptgrund war der, dass wir aus <strong>drei verschiedenen Ländern</strong> kommen.&nbsp;<strong>Fredrik</strong> wohnte in <strong>Schweden</strong>,&nbsp;<strong>Myungjae</strong> in&nbsp;<strong>Dubai</strong> und ich in&nbsp;<strong>Deutschland</strong>. Kennengelernt haben wir uns über YouTube, ich hatte damals einen Kanal namens <em>&#8222;Shitty Covers</em> <em>69</em>&#8222;<em>. </em>Und einer der Jungs hat mich irgendwann angeschrieben. Wir waren am Anfang nur so eine <strong>Internetband</strong>, die berühmte Metalcore-Songs gecovert hat.&nbsp;Durch die verschiedenen Wohnorte&nbsp;konnten wir einfach&nbsp;selten richtig zusammen proben und auftreten. Dadurch hat sich das Ganze für mich einfach <strong>nie angefühlt wie eine richtige Band</strong>. &nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_28177" aria-describedby="caption-attachment-28177" style="width: 1014px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-28177" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/07/maxresdefault-1024x576.jpg" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/07/maxresdefault-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/07/maxresdefault-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/07/maxresdefault-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2018/07/maxresdefault.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-28177" class="wp-caption-text">Fredrik, Timo und Myungjae, Gründungsmitglieder von FOREVER IN COMBAT.</figcaption></figure>
<p><em><strong>S: </strong></em><strong>„Our Mirage“ bedeutet so viel wie „Unsere Fata Morgana“ – was ist damit gemeint?</strong></p>
<p><strong>Timo:&nbsp;</strong>In den Songs geht es ja viel um <strong>Depressionen</strong>, <strong>Angstzustände</strong>, <strong>Mobbing</strong> und Ähnliches. Und die meisten Dinge davon sind Sachen, die eigentlich nicht dinglich sind. Also man kann sie nicht sehen oder anfassen. Depression, das ist eigentlich nur ein Gefühl, ganz rational betrachtet. Aber trotzdem&nbsp;ist sie da.<br />
Und die Fata Morgana ist ja&nbsp;auch etwas, das <strong>nicht wirklich da</strong> ist, aber&nbsp;es ist <strong>trotzdem sichtbar</strong> und dann doch irgendwie da. Also ist das meine&nbsp;Metapher für solche Dinge wie Depressionen.&nbsp;</p>
<p><em><strong>S: </strong></em><strong>Ihr widmet euch in euren Songtexten Themen wie Mobbing, Einsamkeit, Depression und Suizid. Warum habt ihr euch für diese Themen entschieden? </strong></p>
<p><strong>Timo:&nbsp;</strong>Ich schreibe die Texte und auch die&nbsp;Songs. Die Themen, die ich da behandle, sind eigentlich Dinge, die <strong>mir selbst wiederfahren</strong> sind. Viele dieser Dinge, wie das Alleinsein in der großen Stadt oder dass man jemanden verliert, den man liebt, das alles stürzt einen in ein <strong>sehr tiefes Loch</strong>.</p>
<p>In <em>&#8222;Revivor&#8220; </em>geht es&nbsp;beispielsweise um Mobbing. Da erzähle ich meine Lebensgeschichte und wie ich zu der Person geworden bin, die ich heute bin. Da erzähle ich davon, wie ich von meinen Freunden verraten wurde,&nbsp;die mich <strong>zu Tode gemobbt</strong> haben quasi,&nbsp;sodass ich mich <strong>umbringen</strong> wollte <strong>mit&nbsp;zehn</strong>. Ich war zu der Zeit wirklich sehr stark depressiv.<br />
Danach gab&#8217;s auch noch mal eine Phase,&nbsp;zu der ich in schweren Depressionen war, aber <strong>ich habe immer einen Weg da raus gefunden</strong>. Ich möchte mit den Songtexten quasi den Menschen zeigen, dass es immer einen Ausweg aus jedem noch so tiefen Loch gibt.<br />
Für mich war es zum Beispiel damals ausschlaggebend, dass ich angefangen habe, Musik zu machen. Ich hatte damals auch meinen jetzt verstorbenen Hund bekommen, der sollte mir helfen, mich nicht mehr so einsam zu fühlen. Ich für mich selbst habe dann entschieden, dass ich das alles <strong>nicht verdient habe</strong>.&nbsp;Auch das ist&nbsp;eine Textzeile aus <em>&#8222;Revivor&#8220;</em>.</p>
<h3>&#8222;Heutzutage bin ich eine der positivsten Personen, die ich kenne.&#8220;</h3>
<p>Indem ich an die Zeit zurückdenke und darüber singe und spreche, möchte ich anderen Menschen etwas mit auf den Weg geben, ihnen meine Geschichte erzählen, wo <strong>immer eine positive Wendung drin</strong> ist. Einfach zeigen, dass es immer einen Ausweg gibt und <strong>Suizid nicht die Lösung ist</strong>, obwohl ich das damals auch vorhatte. &nbsp;</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/Qq5TDQziLEg?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>Kein Blatt vor den Mund nehmen</h3>
<p><em><strong>S:</strong></em><strong> Werdet ihr diese thematisch eher düstere Richtung beibehalten?</strong></p>
<p><strong>Timo:&nbsp;</strong>Ich denke, das war ein ausschlaggebender Punkt, warum wir mittlerweile recht erfolgreich sind. Dass wir dieses Thema anschneiden und <strong>kein Blatt vor den Mund</strong> <strong>nehmen</strong>. Das ist natürlich ein düsteres Thema, aber wie gesagt, wir wollen auch immer eine positive Message mit auf den Weg geben. Und ich denke, wir werden auch in den zukünftigen Songs&nbsp;und Alben diese Themen beibehalten, aber man weiß nie, was es für Eingebungen gibt,&nbsp;über die ich dann Lust habe, zu schreiben.</p>
<p><em><strong>S: </strong></em><strong>Eine sehr besondere Aktion war, dass du auf Facebook einen </strong><strong>Aufruf gestartet hast, in dem du Fans darum gebeten hast, dir ihre Geschichten zu schicken, von persönlichen Erlebnissen, die sie bewegt haben. Daraus entstand der Song <em>&#8222;Insecurity&#8220;.<br />
</em>Am 24.08. erscheint euer erstes Album, &#8222;Lifeline&#8220; – Werden auch auf diesem&nbsp;Stories von Fans&nbsp;enthalten sein?</strong></p>
<p><strong>Timo:&nbsp;</strong>Nicht direkt, aber einen Song habe ich geschrieben wegen meiner Freundin. Sie ist&nbsp;ein Fan unserer Musik, also indirekt ist da auch&nbsp;die Story eines Fans drauf.&nbsp;Sie leidet schon ihr ganzes Leben lang an <strong>Panikattacken</strong> und hat mir beschrieben, wie sie sich dabei fühlt und wodurch die Attacken ausgelöst werden. Und ein Song, <em>&#8222;Heartbeat&#8220;</em>, handelt von genau diesen Sachen.</p>
<p><strong><em>S: </em>Der Aufruf zeigt auch, dass Fannähe für dich ein wichtiges Thema zu sein scheint. Wo liegen denn die Grenzen von Fannähe?</strong></p>
<p><strong>Timo:&nbsp;</strong>Die Grenze ist auf jeden Fall, Fans, die mich wirklich <strong>nur durch die Musik kennen, in mein Leben zu lassen</strong>. Obwohl es auch schon passiert ist, dass Fans zu meinen Freunden geworden sind. Das ist ganz schwierig! Wenn bestimmte Leute immer wieder zu unseren Shows kommen, dann freut man sich natürlich, die Gesichter wiederzusehen und dann entsteht natürlich auch irgendwo eine Freundschaft.<br />
Aber ich glaube, ich würde niemals eine <strong>Beziehung</strong> mit einem Fan eingehen. Es ist schwierig, wenn Menschen einen nur durch die Musik kennen und schätzen. Ich möchte für die Person gemocht werden, <strong>die ich bin</strong> und nicht, für die mich Menschen <strong>halten</strong>. &nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
<p><strong><em>S: </em>Wie lautet deine abschließende Botschaft an die Leser?</strong></p>
<p><strong>Timo:&nbsp;</strong>Die Botschaft, die ich immer predigen möchte, ist, dass jede Person der eigene Herr über sich selbst ist. Man muss jede Entscheidung im Leben selbst treffen und <strong>nicht alles hinnehmen</strong>, was einem das Leben gibt.<br />
Das ist immer der erste und wichtigste Schritt, sich einzugestehen, dass man das alles überhaupt <strong>nicht verdient hat</strong>.</p>
<h3>&#8222;Man kann selbst entscheiden, ob man in Depressionen versinkt oder ob man versucht, etwas dagegen zu unternehmen.&#8220;</h3>
<hr>
<p>Wie mir <strong>Timo</strong> außerdem verrät, sei&nbsp;auch ein bandeigener YouTube-Channel mit Vlogs und Tour-Updates fest&nbsp;in Planung. Von <strong>großen Vorhaben</strong> ist die Rede.&nbsp;&#8222;Da kann ich leider noch nicht ganz drüber reden, aber da kommt noch was.&#8220; Worum es dabei wohl gehen mag? Bleibt gespannt!</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/cY3Fm_77Wog?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/timo-bonner-von-our-mirage-im-interview-es-gibt-immer-einen-ausweg/">Timo Bonner von OUR MIRAGE im Interview – &#8222;Es gibt immer einen Ausweg&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Noch nicht genug Winterdepression? Gib dir NOÊTA!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Mar 2017 12:43:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[Progressive]]></category>
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		<category><![CDATA[black ambient]]></category>
		<category><![CDATA[Dark]]></category>
		<category><![CDATA[dark-folk]]></category>
		<category><![CDATA[Depressionen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>NOÊTA&#160;–&#160;Beyond Life And Death Veröffentlichungsdatum: 17.02.2017 Dauer:&#160;43:23 Min. Label:&#160;Prophecy Productions Genre: Black Ambient NOÊTA – mit ihrer vorhergehenden Veröffentlichung &#8222;psykhe&#8220;&#160;hatten sie mich schon letztes Jahr sehr gut ködern können. Tatsächlich ist es mal kein Metal, kein Krach mit Geschrei und hektischem Bumm-Bumm. ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>NOÊTA</strong>&nbsp;–&nbsp;Beyond Life And Death<br />
Veröffentlichungsdatum: 17.02.2017<br />
Dauer:&nbsp;43:23 Min.<br />
Label:&nbsp;Prophecy Productions<br />
Genre: Black Ambient<span id="more-14665"></span></p>
<p><strong>NOÊTA</strong> – mit ihrer vorhergehenden Veröffentlichung <a href="https://noeta.bandcamp.com/album/psykh">&#8222;psykhe&#8220;</a>&nbsp;hatten sie mich schon letztes Jahr sehr gut ködern können. Tatsächlich ist es mal kein Metal, kein Krach mit Geschrei und hektischem Bumm-Bumm. Ganz im Gegenteil. Eher wie <strong>BJÖRK</strong> auf einer Beerdigung. Oder&nbsp;<strong>CHELSEA WOLFE&nbsp;</strong>im Gruselwald. <strong>NOÊTA</strong> sind ruhig, nachdenklich, melancholisch und sehr, sehr düster. Wer nach Musik zum Headbangen und Feiern sucht, kann an dieser Stelle aufhören zu lesen. Wer allerdings gern den Blick in den tiefen, dunklen Abgrund der menschlichen Emotionen riskiert und wer einen beklemmenden Schmerz in der Brust auch mal zu schätzen weiß, sollte dem Duo aus Schweden dringend eine Chance geben.</p>
<h4>Depressionsbeschleuniger mit packender Atmosphäre</h4>
<p>Bevor du hier reinhörst, mein Serviervorschlag: Setz dir Kopfhörer auf, nimm Platz in deinem Lieblingssessel. Dunkle dein Zimmer ab und wickel dich in eine Decke, denn jetzt wird eine furchtbare Hoffnungslosigkeit&nbsp;deine Seele heimsuchen. Zünde dir vielleicht noch eine Kerze an, in der sich dein Blick verlieren kann, während die Gedanken schweigen und eine düstere Beklemmung dein Herz erfasst.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/X2cu3z-4DAw?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Zu Beginn der Platte leitet mich ein schwerer, pochender, langsamer Beat &#8211; gleich einem Puls &#8211; in Trance. In seiner Deutlichkeit verliert er sich im Laufe der folgenden Songs. Nur noch die Harmoniewechsel, der Gesangsrhythmus oder sanfte Arpeggien führen ihn unter der minimalistisch gestalteten und doch dichten Atmosphäre weiter. Beklemmung macht sich breit – so richtet sich der Blick in die Weite des eigenen Inneren, stimmt nachdenklich, ohne Gedanken vorzugeben. Darüber liegt die verträumte, runde und fast sonore&nbsp;Stimme <strong>Êleas</strong>&#8218;.</p>
<h4>Als stünde ich in einem Moor in der Abenddämmerung &#8230;</h4>
<p>Ja, <strong>NOÊTA</strong> zwingen mit ihrer ruhigen und meditativen Klangwelt in die Introspektive. Thematisch teilt sich das Album in drei Abschnitte: Emotion als tragendes&nbsp;Element des Lebens, Resignation und Beklemmung während der endlosen Suche nach Sinn und Bedeutung sowie die furchtsame Achtung vor der übermächtigen Natur. Alles keine leichte Kost. Jeder Song für sich hat eine eigene Atmosphäre inne, die sich leicht divergent und zugleich in ähnlicher Weise der gleichen bedrückenden Grundstimmung bedient. Die instrumental oder elektronisch erzeugten Sphären liegen übereinander – ohne schnelle Wechsel, ohne viel Spiel. Eigentlich schon fast minimalistisch in seiner Gestalt. <strong>Êleas</strong><em>&#8218;</em> Stimme wirkt, als sei sie nur dünn darauf gesponnen, fein und fragil. Vor allem <em>&#8222;Dead Soil&#8220;</em> hinterlässt diesen Eindruck. Mit<em> &#8222;Darkest Desires&#8220;</em> erscheint ihr Stimmklang, als wäre sie direkt vor mir, nah und authentisch. Anscheinend wurde darauf verzichtet, die Stimme bis zur Perfektion glatt zu bügeln. Dieses Gefühl der unmittelbaren Nähe jagt mir permanent Schauer über den Rücken.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/0nP_zcAdM2k?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Das Zusammenspiel des sphärischen Klangteppichs und des Gesangs ist fantastisch gelungen. <em>&#8222;In Void&#8220;</em> möchte ich hier herausheben. Durch Gitarrenarpeggien löst sich der Hintergrund aus der Schwere, der Gesang verspricht Weite und dennoch ist die Melancholie ein steter Begleiter. Es ist ein Song, der in sich genau so wenig bewegt ist wie auch die anderen und doch über seine Dauer von mehr als 5 Minuten nicht langweilig wird. Als stünde ich in einem Moor in der Abenddämmerung, fasziniert in die Dunkelheit starrend und doch beklemmt und voller Furcht, welche grausigen Kreaturen sich in den Schatten tummeln könnten.</p>
<p>Mein nicht-Warten auf einen finalen Knall, mein bedingungsloses Versinken in die Szenerie, zahlt sich spätestens mit dem letzten Track so richtig aus. Nach einem mehr als halbstündigen genussvollen Leidensweg zeigt sich <em>&#8222;Urkaos&#8220;</em> als mein persönlicher Höhepunkt dieses Albums. Der eingesprochene Text&nbsp;treibt mir schubweise Gänsehaut über jeden Zentimeter meines Körpers. Das Gefühl von Einsamkeit, Verlorenheit, Kälte und aufkommendem Wahn lässt mir den Atem stocken. Absoluter Wahnsinn!</p>
<p>Hol dir eine große Kelle&nbsp;Spät-Winterdepression in Albumlänge&nbsp;<a href="https://www.youtube.com/playlist?list=PLToXWne2Bk-f_obYaIO6IogjM6GguCKW8">hier</a>&nbsp;ab!</p>
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		<title>15 Jahre Metal, Madness, Maggots &#8211; Slipknots &#8222;Iowa&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gastautor]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Aug 2016 10:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
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		<category><![CDATA[Chris Fehn]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Würden Corey Taylor, Shawn Crahan, Chris Fehn, Mick Thomson, James Root, Paul Gray, Craig Jones, Joey Jordison und Sid Wilson in einer Bar arbeiten und man verlange den härtesten Drink der Karte, so wäre dessen Name vermutlich &#8222;Iowa&#8220;. Was diese neun Herren ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><span style="color: #000000;"><strong>Würden Corey Taylor, Shawn Crahan, Chris Fehn, Mick Thomson, James Root, Paul Gray, Craig Jones, Joey Jordison und Sid Wilson in einer Bar arbeiten und man verlange den härtesten Drink der Karte, so wäre dessen Name vermutlich &#8222;Iowa&#8220;. Was diese neun Herren tatsächlich unter besagtem Titel servieren, kann sich jeder, der entsprechend hart gesotten ist, seit dem 28. August 2001 anhören. Das Ergebnis monatelanger, psychisch zermürbender Studioarbeit. Ein Album, das sowohl revolutionierte, als auch schockierte, da es so dunkel und hasserfüllt anmutet, dass nicht mal der Teufel selbst es in einem Anlauf ganz durchhören könnte. Slipknots &#8222;Iowa&#8220; gleicht einem Tagebuch der Trübsal, einem akustischen Amoklauf, wenn man so will, und entführt den Hörer in die Gedanken einer psychotischen Band, die es schaffte, in einer Phase voller Depression und Drogenmissbrauch ihren Hass auf alles und jeden in Kreativität zu wandeln.</strong></span></p></blockquote>
<p><em><strong>Doch was steckt eigentlich hinter &#8222;Iowa&#8220; und der Naturgewalt SLIPKNOT selbst?</strong></em></p>
<h3>Die Band</h3>
<p><strong>SLIPKNOT</strong> ist eine der erfolgreichsten und abgefahrensten Bands der heutigen Zeit. Mit einer 2 Demos, 5 Studio-, einem Live- und einem Best Of-Album umspannenden Diskografie, einem eigenen Festival und atemberaubenden Liveshows, mauserten sich Corey Taylor und Co. von den kleinen lokalen Newcomern zu Legenden &#8211; ja sogar zu einer Art Kultur, sofern man Shawn Crahans Worten Glauben schenken darf. Dabei begann die Karriere der Masken-Metaller relativ normal. Gründung, ein paar Auftritte in örtlichen Veranstaltungsstätten, erstes Demo, personelle Umbesetzungen. Also nichts, was nicht jede Band durchläuft. Dabei hatten Slipknot sogar anfangs noch Probleme mit einer lokalen Radiostation in ihrem Heimatort Des Moines, Iowa, da deren Mitarbeiter das Neunergespann nicht leiden konnten und sich weigerten, das Demo der Gruppe auf ihrem Sender zu spielen. Einige Zeit später wurde dieser Konflikt im Song <em>&#8222;Spit It Out&#8220;</em> thematisiert. Nachdem Corey Taylor 1997 dazugestoßen war und während der Aufnahmen zum ersten Album Gitarrist und <strong>STONE SOUR</strong>-Kollegen Jim Root ins Boot holte, hatte sich eine erste stehende Besetzung eingependelt, die erst 2010 mit dem Tod des Bassisten und Gründungsmitglieds Paul Gray brechen sollte.</p>
<p>Nach den recht experimentellen ersten zwei Alben &#8222;Slipknot&#8220; (1999) und &#8222;Iowa&#8220; (2001), entwickelte die Band nach und nach einen eigenen Stil, der für den Nu Metal, dem <strong>SLIPKNOT</strong> oft zugeschrieben werden, eigentlich zu hart ist (die Band selber sagt, sie spiele &#8222;Metal-Metal&#8220;). Sie überführten diesen in die beiden folgenden Alben &#8222;Volume 3: The Subliminal Verses&#8220; (2004) und &#8222;All Hope Is Gone&#8220; (2008). Charakteristisch hierbei ist, dass die Balladen dieser Scheiben &#8211; bei denen sich viele damalige Fans entrüstet abwandten &#8211; aus der eigentlichen Gangart der Masken-Metaller herausfallen, jedoch bei mehrmaligem Hören die Kompetenz und das Feingefühl <strong>SLIPKNOT</strong>s aufzeigen. Mit der Neubesetzung an Bass und Schlagzeug veröffentlichte die Band 2014 ihr bisher letztes Studioalbum &#8222;.5: The Gray Chapter&#8220;, welches mit ziemlich gelungenen, wenn auch sterilen, Brettern aufwartet. So gut die Musik auch sein mag, gemütliche Studioarbeit oder Massentauglichkeit à la <strong>ONE DIRECTION</strong> waren bei <strong>SLIPKNOT</strong> jedoch von Anfang an nie vorgesehen. So wurde der damalige Drummer Joey Jordison bei den Aufnahmen zum Debütalbum mit Blumentöpfen beworfen. Dieser sagte auch 2011 im Interview mit dem Magazin Kerrang!, dass <strong>SLIPKNOT</strong> schon immer das getan hätten, was man von sonstigen Bands nie erwartet hätte. Aber warum? Vielleicht um gerade Massentauglichkeit vorzubeugen? Um der Kunst willen? Hinsichtlich des Phänomens <strong>SLIPKNOT</strong> wird die Antwort wohl eher Letzteres sein. Eine Band, die den Fokus derartig auf das Auftreten legt, wird wissen, dass sie damit gewisse Menschen anspricht, aber auch abschreckt, und möglicherweise gerade so ihre Fangemeinde gewonnen hat. Und natürlich dadurch, dass sie einen Hass auf alles und jeden vermitteln &#8211; dies jedoch so mitreißend verpackt, dass die Hörer nicht anders können, als im Takt ihre Nacken zu malträtieren.</p>
<blockquote><p>Woher genau kommt also der Erfolg?</p></blockquote>
<p>Eine recht interessante Theorie hierzu lautet, dass <strong>SLIPKNOT</strong> mit gerade diesem Hass auf Alles und Jeden die innersten Konflikte im Menschen (<em>Konkurrenz</em>, <em>Ekel</em>, <em>Hass</em>, <em>Liebeskummer</em>, etc.) behandeln würden und den Hörern somit, wenn auch teils unbewusst, aus der Seele sprächen.</p>
<p>Hierauf wäre dann auch die Beständigkeit der Fan-Demografie zurückzuführen, welche Shawn Crahan, im Interview mit dem Radiosender Full Metal Jackie, dazu veranlasste, <strong>SLIPKNOT</strong> als &#8222;Kultur&#8220; zu bezeichnen.</p>
<p>Das markanteste Merkmal sind jedoch die Masken, welche unmittelbar mit <strong>SLIPKNOT</strong> in Verbindung stehen. Ursprünglich wählten Shawn Crahan und Joey Jordison das Masken-Konzept, um die Musik, und nicht die Musiker, in den Vordergrund zu rücken, da sie so eine gewisse Privatsphäre hatten und lange Zeit tatsächlich mehr oder weniger anonym auftraten. Jedoch regte sich immer wieder Protest von der ebenfalls maskierten Band <strong>MUSHROOMHEAD</strong>, welche sich etwa zeitgleich mit <strong>SLIPKNOT</strong> gründete, ähnliche Musik spielte und nie ganz aus dem Schatten des Neunergespanns aus Iowa herauskam. Es entstanden unter dem Vorwurf des Ideenklaus immer wieder Konflikte zwischen beiden Bands.</p>
<p>Es lässt sich also definitiv sagen, dass <strong>SLIPKNOT</strong> eine Band wie keine andere ist und nicht nur durch ihren Erfolg an sich Respekt verdient hat, sondern auch dafür, dass sie diesen Erfolg, trotz einschneidender Umbesetzungen, welche jedoch die Qualität der Musik in keinerlei Hinsicht beeinflussten, bis heute fortsetzt.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_6183" aria-describedby="caption-attachment-6183" style="width: 490px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6183 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/slipknot_1.jpg" alt="slipknot_1" width="500" height="391" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/slipknot_1.jpg 500w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/slipknot_1-300x235.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-6183" class="wp-caption-text">Slipknot 1999: (hinten v.l.n.r.) Shawn Crahan, Jim Root, Paul Gray, Joey Jordison, Craig Jones, Chris Fehn, Mick Thomson; (vorne v.l.n.r.) Corey Taylor, Sid Wilson</figcaption></figure>
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<h3>Das Album</h3>
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<p>Während die Mitglieder der Gruppe sich aus diversen Gründen sogar gegenseitig anfeindeten und auf der Band hoher Druck lastete, einen würdigen Debütnachfolger zu schaffen, ließen <strong>SLIPKNOT</strong>, auf Anweisung des Produzenten Ross Robinson, ihren Gefühlen freien Lauf und kreierten ein vertontes Monster. Aber nicht nur das Album selber, sondern schon das Drumherum sorgte für Aufsehen, da die Band noch vor Albumrelease die Single<em> &#8222;The Heretic Anthem&#8220;</em> in einer auf <em><strong>666</strong></em> Stück limitierten Auflage veröffentlichte. Taylors markanter Scream, der die Platte dominiert, reicht schon a cappella, um festzustellen, wie zerstört die menschliche Psyche sein kann. So finden sich hier Texte, wie z.B. &#8222;People Equal Shit&#8220; (dt. <span style="color: #0000ff;">&#8222;Menschen gleichen Scheiße&#8220;<span style="color: #000000;">)</span></span> oder auch &#8222;Fix my problems with the blade&#8220; (dt. <span style="color: #0000ff;">&#8222;Löse meine Probleme mit der Klinge&#8220;</span>). Jedoch ist es im Endeffekt das Gesamtpaket, welches verstört. So eröffnet mit <em>&#8222;515&#8220;</em> (hier wird mit der Telefonvorwahl des Heimatstaates der Band Bezug auf Iowa genommen) ein unstetes Rauschen und Fiepen das Album, welche hin und wieder eine &#8222;<strong>death</strong>&#8222;-schreiende, krächzende Stimme durchsickern lassen. Daraufhin wird ab <em>&#8222;People = Shit&#8220;</em> bis zum vergleichsweise ruhigeren <em>&#8222;Gently&#8220;</em> so roh durchgeknüppelt, dass Omas, Mütter, kleine Geschwister und Geistliche schneller Reißaus nehmen, als man selbst merkt, in welch vertonten Höllenschlund man sich begeben hat. Mit <em>&#8222;Left Behind&#8220;</em> nehmen <strong>SLIPKNOT</strong> wieder Fahrt auf und lassen das Werk am Ende im viertelstündigen Desaster <em>&#8222;Iowa&#8220;</em> enden, welches mit mal ruhigen, mal harten Passagen für ordentlich Gänsehaut sorgt. Bis dass der letzte Ton verklingt &#8230;</p>
<blockquote><p><em><strong>Wut, Abschottung und eine Kampfansage an die Popmusik sind nur ein Bruchteil der Themen, die auf &#8222;Iowa&#8220; verhandelt werden. Vielleicht macht aber auch gerade das die Besonderheiten, den Erfolg, ja vielleicht sogar den Charme &#8222;Iowas&#8220; aus: die pure Perfektion anhaltender Depression.</strong></em></p></blockquote>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_6184" aria-describedby="caption-attachment-6184" style="width: 590px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6184 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/Slipknot_2.jpg" alt="Slipknot_2" width="600" height="397" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/Slipknot_2.jpg 600w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/Slipknot_2-300x199.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-6184" class="wp-caption-text">Slipknot 2014: (hinten v.l.n.r.) Sid Wilson, Mick Thomson, Corey Taylor, Jim Root, Chris Fehn, Shawn Crahan; (vorne v.l.n.r.) Alessandro Venturella, Craig Jones, Jay Weinberg (Bildquelle: Guitar Planet)</figcaption></figure>
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<h3>Die Faktoren</h3>
</blockquote>
<p><em><span style="text-decoration: underline;">Selbsthass</span></em>: Corey Taylor gab 2015 im Interview mit dem Metal Hammer an, er hätte nur noch &#8222;<span style="color: #0000ff;">gefressen und gesoffen</span>&#8220; und dies seien die einzigen Dinge gewesen, die ihn glücklich gemacht hätten, auch wenn es ihn zugleich nervte.</p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;">Eine nur spärlich funktionierende Bandgemeinschaft</span></em>: Mick Thomson beschwerte sich mehrfach über die aufkommende &#8222;<span style="color: #0000ff;">Sex, Drugs, Rock’n’Roll</span>&#8222;-Einstellung und feindete seine Bandkollegen dafür massiv an.</p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;">Private Probleme</span></em>: Taylor befand sich, nach eigener Angabe gegenüber dem Metal Hammer, in einer <span style="color: #0000ff;">unglücklichen Beziehung</span>. Zudem verlor DJ Sid Wilson kurz vor den Aufnahmen seinen Großvater.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><em>Drogenmissbrauch</em></span>: Jim Root verfiel einer Reihe von Rauschmitteln und entwickelte eine <span style="color: #0000ff;">Abhängigkeit</span>, die er jedoch heute los ist.</p>
<p>Dazu kamen die Bedingungen im Studio. Ex-Drummer Joey Jordison erzählte 2011 im Interview mit dem Magazin Kerrang!, die <em><strong>Aufnahmen</strong></em> seien <em><strong>&#8222;völlig außer Kontrolle&#8220;</strong></em> gewesen und hätten darüber hinaus <em><strong>nackt und in einem viel zu engen Raum</strong> </em>stattgefunden, was vermutlich nicht unwesentlich zur geistigen Verfassung der Mitglieder beitrug. Die Arbeit an &#8222;Iowa&#8220; könnte man also, von der Anforderung an die Psyche der Musiker her, wohl eher mit einem Aufenthalt in einem militärischen Erziehungslager, als mit gemütlichen Studioaufnahmen mit den besten Freunden und Kollegen vergleichen. So soll Frontmann Corey Taylor (der die &#8222;Iowa&#8220;-Zeit in der Doku &#8222;Goat&#8220; als <em><strong>&#8222;härteste und schwärzeste Phase seines Lebens&#8220;</strong></em> bezeichnete) während der Aufnahmen mehrfach von <em><strong>Suizid</strong> </em>gesprochen und sich selbst verletzt haben, um das<em><strong> Maximum</strong> </em>seiner Leistung zu erreichen. Zudem ließ er sich mit <strong><em>heißem Kerzenwachs</em> </strong>bespritzen. Dennoch sagte Joey in &#8222;Goat&#8220;, dass alle noch so zermürbenden Aspekte der damaligen Zeit &#8222;Iowa&#8220; überhaupt erst zu dem gemacht haben, was es ist.</p>
<blockquote><p>Shawn Crahan fügte dem an, &#8222;Iowa&#8220; sollte das krasseste Werk überhaupt werden, das man veröffentlichen könne, ohne dass die Band weggesperrt werden würde.</p></blockquote>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-6182 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/sk_fullshow.jpg" alt="sk_fullshow" width="800" height="330" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/sk_fullshow.jpg 800w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/sk_fullshow-300x124.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/sk_fullshow-750x309.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
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<h3>Die Bewertung</h3>
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<p>Ich höre <strong>SLIPKNOT</strong> seit einiger Zeit sehr gerne, da sie abwechslungsreich und einfach unheimlich talentiert sind. &#8222;Iowa&#8220; markiert eine tiefe, kaputte Schlucht in der Diskografie der maskierten Metaller, ist jedoch mitreißender und für mich 100 Mal gelungener, als jede noch so massentaugliche Popballade und wird daher in meinem Plattenregal vermutlich noch lange Zeit unter &#8222;H&#8220; für &#8222;Herzblatt&#8220; stehen, da <strong>SLIPKNOT</strong> bei ihrem Zweitling dort ansetzen, wo andere Bands aufhören. An den Grenzen jeglicher Leistung. Perfekt für die, denen das Extreme nicht extrem genug ist, die sich als Neueinsteiger ein Bild von <strong>SLIPKNOT</strong> verschaffen oder ihre Nachbarn einfach mit noch Härterem als den üblichen, verhältnismäßig trägen, Songs von<strong> HEAVEN SHALL BURN</strong> oder <strong>SUICIDE SILENCE</strong> ärgern wollen. Den Leuten, die sich mit dem Thema &#8222;Iowa&#8220; mehr beschäftigen wollen, empfehle ich die oben erwähnte Doku &#8222;Goat&#8220;, welche die Mitglieder <strong>SLIPKNOT</strong>s die Zeit der Aufnahmen reflektieren lässt.</p>
<p>Bewertung: 666 von 666 Maden im Speck.</p>
<hr />
<p><em>Dies ist ein Gastbeitrag von: Erik Müller</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/15-jahre-metal-madness-maggots/">15 Jahre Metal, Madness, Maggots &#8211; Slipknots &#8222;Iowa&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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