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	<title>Deutschland dein Metal Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Deutschland dein Metal Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Ich baue mir mein Königreich …</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julian Preuß]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 May 2017 06:20:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>RIOT INSTINCT &#8211; Kingdom of Disease Veröffentlichungsdatum: 13.01.2017 Dauer: 20 Min. Label: Eigenproduktion Es ist mal wieder Zeit für eine gepflegte Portion Thrash Metal und da flattert mir auch schon die Demo &#8222;Kingdom of Disease&#8220; von RIOT INSTINCT in den Briefkasten. Ein ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>RIOT INSTINCT </strong>&#8211; Kingdom of Disease<br />
Veröffentlichungsdatum: 13.01.2017<br />
Dauer: 20 Min.<br />
Label: Eigenproduktion</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-17624" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/riot-instinct-band-foto.jpg" alt="" width="960" height="640" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/riot-instinct-band-foto.jpg 960w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/riot-instinct-band-foto-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/riot-instinct-band-foto-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/riot-instinct-band-foto-750x500.jpg 750w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></p>
<p>Es ist mal wieder Zeit für eine gepflegte Portion Thrash Metal und da flattert mir auch schon die Demo &#8222;Kingdom of Disease&#8220; von <strong>RIOT INSTINCT</strong> in den Briefkasten. Ein schwarz-rotes Cover ohne großen Schnickschnack lacht mich an und meine Ohren freuen sich auf ihre lang ersehnte Dröhnung. Also nix wie rein in die Anlage und auf geht die zwanzigminütige Reise durch die kurze Demo.</p>
<p>Die Fünferkombo aus Bremen liefert mit der Scheibe fünf Tracks norddeutschen Thrash Metals. Angefangen mit dem Intro <em>&#8222;The Call&#8220; </em>hofft die Band vielleicht noch die letzten Musikbegeisterten vom Bierstand wegzulocken. Ich muss allerdings leicht enttäuscht feststellen, dass ich schon fesselndere Intros gehört habe. Die dreißig Sekunden erinnern eher an einen recht stimmigen Soundcheck, als an ein packenden Konzert-Opener. Naja, was nicht ist, kann ja noch werden …</p>
<p>Das, was das Intro noch vermissen lässt, macht jedoch der erste Song des Silberlings vollkommen wett. Knackige Trash-Gitarren klingen irgendwie wie ein Mischung aus <strong>KREATOR </strong>und <strong>METALLICA </strong>– nur nicht ganz so assi wie die Essener und wesentlich böser als die amerikanischen Götter. <em>&#8222;Kingdom of Disease&#8220; </em>scheppert so, wie sich das der allgemeine Thrash-Fan wünscht. Mit wenig bis gar keinen Clean-Vocals rauschen die Bremer durch den Track und machen auch vor Screams und Soli keinen Halt.</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/fHwECCyIIXY?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><em>&#8222;Rise The Flag&#8220; </em>versucht mit einem zu lang geratenen und langweiligen Intro ein Verlangen zum Weiterhören aufbauen, was aber gänzlich misslingt. Das Hissen einer Flagge stelle ich mir wesentlich epischer vor. Nach gut einer Minute ist der Spuk dann endlich vorbei und ein kräftiger Scream intoniert die folgenden Minuten mittelmäßigen Geschredders aus Gitarren, Drums und Vocals. Wer jetzt wissen möchte, warum mich der Titel irgendwie kalt lässt, den muss ich enttäuschen. Er bleibt mir nicht im Ohr und ist wahrscheinlich schon durch das träge Intro vorgeschädigt. Aber auf ein Tief folgt bekanntlich auch wieder ein Hoch.</p>
<p>Genau dieses Hoch zieht dann auch schon mit <em>&#8222;Century Of Hate&#8220; </em>auf. Mit dem treibenden Riffing gibts für den Track nur eine Richtung – volle Kraft nach vorn, mit möglichst viel Getöse! Aber es scheint, als ob dem Sänger mit fortlaufender Dauer etwas die Puste ausgeht. Ab Mitte des Songs beginnen die Vocals leicht zu schwächeln und werden dünner. Ist es also Zufall, dass sich der Sänger zum Ende hin mal einige Päuschen gönnt und seinen Kollegen mit den Soli den Vortritt lässt?</p>
<p>Last but not least ist <em>&#8222;Human Progress&#8220; </em>auf der Demo-Scheibe. Auch dieser Track geht nochmal ganz ordentlich nach vorne. So brutal, wie auf die Drums eingeprügelt wird, möchte ich lieber kein Teil dieses Instruments sein. Es kommt mir vor, als ob die Norddeutschen bei der Performance dieses Titels ihren ganzen angesammelten Frust rauslassen. Von den Vocals ist bis auf einige wenige Phrasen nicht viel zu verstehen. Vielmehr wird gebellt, gegrunzt&nbsp; und gekreischt was der Kehlkopf hergibt. Das ganze Brimborium verleiht dem letzten Song eine richtig schöne, kernasige Note – wie Thrash Metal aus Deutschland ja auch meistens ist!</p>
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		<title>Deutschland, deine Festivals &#8211; #06.2: Berlin II</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lukas]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jan 2017 10:25:00 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie sehr man sich doch irren kann … Von wegen festivalarme Hauptstadt. Nicht mal in einen Artikel haben die ganzen Veranstaltungen gepasst! Umso besser, dann darf ich euch heute immerhin gleich nochmal mit Festivals aus Berlin bombardieren. Ging es im Artikel <strong>Berlin I</strong> noch um die prä-sommerlichen Festivals, präsentiere ich euch heute die post-sommerlichen Gegenstücke. Viel Spaß mit meinem Artikel <strong>Berlin II</strong>!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Das Vize-Flaggschiff: Nuclear War Now Fest</h2>
<p>Zum größten Festival der Stadt hat es das <strong>Nuclear War Now Fest</strong> mit seinen bis zu 1000 Besuchern zwar nicht geschafft, dafür aber zum größten Festival der zweiten Saisonhälfte und zum zweitgrößten Festival Berlins. Seinen Namen verdankt das Festival – so wie auch einige andere Veranstaltungen – der Organisation, die dahintersteht. In diesem Fall veranstaltet <strong>Nuclear War Now! Productions</strong> die Reihe. 2009 urveranstaltet und 2010 fortgesetzt, findet das Festival seitdem alle zwei Jahre statt, sodass das <strong>Nuclear War Now Fest</strong> bis dato insgesamt fünf Auflagen zählt. Zum letzten Mal wurde das zweitägige Festival am 4. und 5. November 2016 ausgetragen.</p>
<p>Das Line-Up ist äußerst international, sodass fast alle auftretenden Bands aus dem Ausland stammen. Der Schwerpunkt liegt ganz klar auf Death und Black Metal. Nur sehr vereinzelt lassen sich auch Heavy oder Thrash Metal verorten. Zu den 18 Bands der letzten Auflage gehören auch <strong>METALUCIFER</strong>, <strong>DEATH YELL</strong>, <strong>MORTUARY DRAPE</strong>, <strong>INCANTATION</strong> und <strong>HOLOCAUSTO</strong>. Wer daran Gefallen findet, wird sich noch etwas gedulden müssen: Aufgrund des gewohnten Turnus ist mit einer Fortsetzung nicht vor 2018 zu rechnen …</p>
<img decoding="async" class="size-full wp-image-13550 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/Nuclear-War-Now-Fest.jpg" alt="nuclear-war-now-fest" width="960" height="684" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/Nuclear-War-Now-Fest.jpg 960w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/Nuclear-War-Now-Fest-300x214.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/Nuclear-War-Now-Fest-750x534.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/01/Nuclear-War-Now-Fest-85x60.jpg 85w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" />
<h2>Beginn der städtischen Saison: Morbid Catacombs Fest</h2>
<p>Die Saison in der Bundeshauptstadt beginnt dann, wenn sie in vielen anderen Ländern endet: im Herbst. Genauer gesagt am ersten Septemberwochenende, denn zu diesem Zeitpunkt findet das <strong>Morbid Catacombs Fest</strong> statt. Das auf Death, Thrash, Black, Doom und Heavy Metal ausgelegte Festival fand 2012 und 2013 im Oktober statt, pausierte 2014 und liegt seitdem auf besagtem Termin. Das Festival spielt sich in einem überschaubaren Rahmen ab, zu rechnen ist mit bis zu 400 Besuchern. Die Bands werden dabei nach dem einfachsten Kriterium gebucht: Sie müssen den Veranstaltern gefallen. Offenbar gefallen haben den Veranstaltern demnach <strong>POSSESSION</strong>, <strong>CRYPTIC BLOOD</strong>, <strong>DEATHCULT</strong>, <strong>BUNKER 66</strong>, <strong>EVIL INVADERS</strong> und <strong>HEAVYDEATH</strong>. Mit insgesamt 13 Bands (so viele waren es 2016) kann man sich durchaus ein schönes Wochenende machen.</p>
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<h2>Noch ein Label-Festival: Setalight Festival</h2>
<p>Berlin ist nicht nur Land der Indoor-Festivals, sondern auch Land der Label-Festivals. Neben Veranstaltungen wie dem <strong>Vendetta Fest</strong> und dem <strong>Nuclear War Now Fest</strong> reiht sich auch das <strong>Setalight Festival</strong> bei den Festivals ein, hinter denen ein Label steht. Die Location ist dieselbe wie beim <strong>Morbid Catacombs Fest</strong>: Die <strong>Zukunft am Ostkreuz</strong>. Zum ersten Mal fand das Festival 2013 statt, damals noch als genreoffenes Festival, da auch <strong>Setalight Records</strong> zu diesem Zeitpunkt ein genreoffenes Label waren. Das bedeutete auch ein sehr buntes Line-Up: Neben Metal gesellten sich auch Truppen mit 70s-, 90s-, Rock- oder Elektro-Musik hinzu.</p>
<p>Seit 2015 verengte sich die Genreauswahl des Labels, mithin auch die Genreauswahl des Festivals, und begrenzte sich seitdem auf Heavy Rock, Stoner und Psychedelic Rock. Daneben gesellen sich auch Heavy- und Hard Rock-, Sludge-, Doom- und Alternative-Rock-Bands hinzu. Sowohl Bands von <strong>Setalight Records</strong>, als auch Gruppierungen von anderen Labels oder Veranstaltern, mit denen <strong>Setalight</strong> zusammenarbeitet. Im Oktober 2016 konnte man mit dieser Mischung 750 Gäste anlocken. Beispielhafte Bands sind u.a. <strong>THE MACHINE</strong>, <strong>MOTHER ENGINE</strong>, <strong>GAFFA GHANDI</strong>, <strong>NEUME</strong>, <strong>OUZO BAZOOKA</strong> und <strong>SAMAVAYO</strong>. Dieses Jahr geht es zum gewohnten Termin in die nächste Runde: Das fünfte <strong>Setalight Festival</strong> findet am 20. &amp; 21. Oktober 2017 statt.</p>
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<h2>Die harten Sparten: Berlin Deathfest &amp; De Mortem et Diabolum</h2>
<p>Die beiden nächsten Festivals haben sich den härteren Genres verschrieben und können beide mehrere hundert Zuschauer verbuchen. Beide Veranstaltungen erstrecken sich zudem über zwei Tage.</p>
<p>Alter vor Schönheit, sagt man. Deshalb beginnen wir mit dem älteren Festival, dem <strong>Berlin Deathfest</strong>. Wie der Name schon sagt, handelt es sich um ein Death-Metal-Festival. Dieses debütierte 2013 und findet seitdem zuverlässig Anfang Oktober statt. Allzu viel gibt es sonst nicht zu wissen. Vielleicht noch ein paar der bekannteren Bands aus den letzten Jahren. Da wären aus dem letzten Jahr z.B. <strong>EXTERMINATION DISMEMBERMENT</strong>, <strong>MALIGNANCY</strong> und <strong>KRAANIUM</strong>, aus den Jahren davor außerdem Formationen wie <strong>ABYSMAL TORMENT</strong>, <strong>CEREBRAL EFFUSION</strong>, <strong>EMETH</strong> oder <strong>SEVERE TORTURE</strong>.</p>
<p>Die Erstauflage des <strong>De Mortem et Diabolum</strong> ist weniger lang her – im Dezember desjenigen Jahres, in dem <strong>Lewis Hamilton</strong> zum dritten Mal Formel-1-Weltmeister wurde. Was, keine Rennsportfans hier? Na schön. 2015 war´s. Am dritten Dezemberwochenende eines jeden Jahres findet das auf Black, Doom und Death Metal spezialisierte Festival statt und stellt somit den festivalschen Jahresausklang dar. 2016 waren neben vielen weiteren Acts auch <strong>ARCHGOAT</strong>, <strong>VALKYRJA</strong>, <strong>BÖLZER</strong> und <strong>VALKYRJA</strong> mit von der Partie. Und da aller guten Dinge drei sind, setzt man die Reihe fort: Am 15. und 16. Dezember steigt das <strong>De Mortem et Diabolum Vol. III</strong>.</p>
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<h2>Party auf drei Bühnen: Berlin Swamp Fest</h2>
<p>Die großen Festivals bringen über kurz oder lang oftmals mehrere Bühnen an den Start – man sehe sich beispielsweise die <strong>MetalDays</strong> oder das <strong>With Full Force</strong> an, welche dieses Jahr eine neue dritte bzw. respektive vierte Bühne bieten. Allerdings muss man keine fünfstelligen Besucherzahlen erreichen, um mehrere Bühnen zu haben. Im kleinen Rahmen gibt´s das zum Beispiel beim <strong>Berlin Swamp Fest</strong>, welches mit einer Hallenbühne, einer Kellerbühne und dem &#8222;Zaubergarten&#8220; im Outdoorbereich aufwarten kann. Das Festival fand im September der Jahre 2014-2016 statt und kommt damit bis dato auf drei Editionen.</p>
<p>Gespielt wird über zweieinhalb Tage. Bereits am Donnerstag heizen vier bis fünf Bands beim Warm-Up so richtig ein, ehe es Freitag und Samstag zur Sache geht. Musikalisch bewegt sich das Festival im Bereich Stoner und Psychedelic Rock, Sludge, Southern, Death und Doom Metal sowie Grindcore. In den Sumpf trauten sich beispielsweise <strong>BELZEBONG</strong>, <strong>CLITEATER</strong>, <strong>SAMAVAYO</strong>, <strong>CULT OF OCCULT</strong>, <strong>EARTH SHIP</strong>, <strong>YAWNING MAN</strong>, <strong>MONOLITHE</strong> und&nbsp; <strong>DEFEATED SANITY</strong>. Aufgrund dieses Line-Ups kann man mittlerweile gut 400 Besucher verzeichnen. Insgesamt geben sich ganze 27 Bands die Klinke in die Hand. Ein straffes Programm, Dauerbeschallung garantiert!</p>
<p><strong>&nbsp;</strong></p>
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<h2>Im Namen Luzifers: Morgensternfest</h2>
<p><strong>Morgensternfest</strong>. Wie kommt man denn darauf? Nun, ganz einfach: Luzifer wird auch &#8222;der Morgenstern&#8220; genannt, daher der Name. Das Festival gehört mit seiner Gründung anno 2015 zu den jüngsten Festivals des Stadt. Nach der Terminkollision mit dem <strong>De Mortem et Diabolum</strong> am dritten Dezemberwochenende 2016, findet das <strong>Morgenstern Fest III</strong> dieses Jahr als vorletztes Festival der Saison am zweiten Dezemberwochenende statt. Warum unnötig Konkurrenz schaffen, wenn man sich auch abstimmen kann? Ein lobenswertes Vorgehen, an dem sich der eine oder andere Veranstalter größerer Festivals eine Scheibe abschneiden könnte &#8230;</p>
<p>Hauptsächlich stützt man sich auf Black-Metal-Bands, genauer gesagt auf atmosphärisches, DSBM sowie einige ältere und auch modernere Sachen. Daneben schaffen es auch einige Gruppen aus Doom, Neo Crust und Dark Hardcore ins Line-Up. Und etwas …, Hip-Hop? Okay, das hab ich jetzt mal überlesen. Über zwei Tage verteilt spielten bei der letzten Auflage elf Bands, darunter <strong>THRÄNENKIND</strong>, <strong>KVLTIST</strong>, <strong>SEHER</strong>, <strong>UNRU</strong>, <strong>FARSON</strong> und <strong>THURM</strong>. Luft nach oben ist noch: Die Location bietet lediglich Platz für 220 Menschen und ist noch nicht voll ausgelastet.</p>
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<h2>Ist das noch ein Festival? Metal Attack Fest</h2>
<p>Wenn eine Veranstaltung nur vier Bands zu bieten hat, muss man sich schon fragen: Ist das jetzt eigentlich noch ein Festival? Wir bewegen uns da schon in einem grenzwertigen Bereich, bei der die Einteilung als Festival vom Einzelfall abhängig ist. Selbst die Veranstalter sehen ihre seit 2012 bestehende Veranstaltung NOCH nicht als Festival, sondern eher als kleines Fest. Trotzdem führe ich das <strong>Metal Attack Fest</strong> hier mit auf. Grund dafür sind unter anderem die Wachstumspläne. Nach der fünften Auflage am 2.12.2016 möchte man zur sechsten Auflage immerhin sechs Bands ranholen, was das Pendel schon deutlich mehr in Richtung Festival ausschlagen lässt.</p>
<p>Was genau den 200 Besuchern geboten wird, lässt sich vorher schwer abschätzen. Einzige Maßgabe an die Bands ist, dass es sich bei der gespielten Musik um Metal und bei den auftretenden Bands um Underground-Gruppen handeln muss. Ein Beispiel, wie das Billing eines <strong>Metal Attack Fest</strong> aussehen kann: Folk Metal der Marke <strong>FENYA</strong>, Gothic Metal aus dem Hause <strong>HULDREN</strong>, Industrial Dark Metal von <strong>ENEMY I</strong> und Dark Thrash Metal nach Art von <strong>AvatariA</strong>. Ob es in Zukunft noch bunter wird, erfahren wir vermutlich im Dezember.</p>
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<h2>Die Frage aller Fragen: Lohnt es sich, in Berlin Festivalgänger zu sein?</h2>
<p>Diesmal hat ein Artikel aufgrund der Vielzahl an Festivals nicht ausgereicht, sodass ich euch gleich noch einen um die Ohren hauen konnte. Trotzdem lässt sich unsere übliche Frage nicht so deutlich beantworten, wie manch einer sich das vielleicht vorstellt. Lohnt es sich, in Berlin Festivalgänger zu sein? Erste Einschränkung – für den Open-Air-Fan definitiv nicht. <strong>ALLE</strong> Veranstaltungen finden in Konzertsälen, Hallen oder Clubs statt. Ist es denn so vermessen, auch in einer großen Stadt eine Outdoor-Veranstaltung zu erwarten? Ich würde das nicht behaupten, denn dass ein Open Air in einer Großstadt funktionieren kann, zeigt beispielsweise das <strong>Elbriot Festival</strong> in Hamburg. Trotzdem ist dies nur ein kleiner Minuspunkt, da Indoor-Veranstaltungen im Großen und Ganzen die passendere Veranstaltungsart für eine Großstadt darstellen.</p>
<p>Wirklich gut funktioniert die zeitliche Abdeckung der nicht-sommerlichen Festivalsaison, da man mit insgesamt 15 (!) Festivals, verteilt auf die Monate September, Oktober, November, Dezember, Januar, April und Mai, für jede Jahreszeit gleich mehrere Festivals zu bieten hat. Sehr stark tritt man im Bereich Stoner, Doom und Psychedelic auf, daneben finden auch Fans des Black, Thrash und Death Metal einige Veranstaltungen zu ihrer Belustigung. Ein bisschen dünner wird es dann im Sektor Heavy Metal, der sich glücklicherweise noch vereinzelt mit einigen Vertretern verorten lässt. Auf der Strecke bleiben sowohl Fans von Folk und Pagan Metal als auch die von Symphonic und Heavy Metal begeisterten Hörer.</p>
<p>Alles in allem muss sich Berlin mit dem größten Indoor-Festival-Angebot des Landes jedoch nicht verstecken. Wir haben bereits gesehen, dass die Festival-Szene in einem Land wesentlich schlechter aussehen kann. Den nächsten Bericht gibt es in zwei Wochen – dann wieder mit einigen Open-Air-Festivals, so viel kann ich versprechen!</p>
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		<title>Deutschland, deine Festivals &#8211; #06.1: Berlin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lukas]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jan 2017 08:16:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern – alle Länder der ehemaligen DDR haben wir nun abgehandelt. Heißt das, wir kommen jetzt endlich raus aus dem verdammten Osten? Naja, nicht ganz! Bevor wir uns dem Westen widmen (und zeitgleich auch dem Norden und ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern – alle Länder der ehemaligen DDR haben wir nun abgehandelt. Heißt das, wir kommen jetzt endlich raus aus dem verdammten Osten?</h3>
<p>Naja, nicht ganz! Bevor wir uns dem Westen widmen (und zeitgleich auch dem Norden und Süden), müssen wir uns natürlich noch um jene Stadt kümmern, die irgendwo im Osten vergraben ist. Die Rede ist von unserer Bundeshauptstadt Berlin.</p>
<p>Zunächst war ich skeptisch, ob es funktionieren würde, den drei Stadt-Staaten einen eigenen Artikel zu widmen. Bereits die Überschrift des Artikels dürfte euch verraten haben, dass diese Zweifel allerdings vollkommen unbegründet waren. Aufgrund der großen Anzahl an Berliner Festivals gibt es diesmal gleich zwei Artikel zu lesen. Heute kümmern wir uns um die Veranstaltungen in der ersten Jahreshälfte, ehe wir uns morgen den Events des dritten und vierten Quartals widmen. Doch genug gequatscht – willkommen in Berlin, dem Land der Indoor-Festivals!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Das Indoor-Flaggschiff: DesertFest</h2>
<p>Anders als in den flächenmäßig deutlich größeren Bundesländern im Osten, hat Berlin keine großen Ackerflächen oder alte Flugplätze zu bieten, auf denen Open Airs stattfinden könnten. Dies zeigt sich daran, dass sämtliche Festivals als Indoor-Festivals angelegt sind – so auch das größte Metal-Festival Berlins, das <strong>DesertFest</strong>. Das Konzept geht auf: in den letzten beiden Jahren war das im <strong>Astra Kulturhaus</strong> stattfindende Festival bereits im Voraus ausverkauft! 1600-1700 Besucher füllen die Konzerthalle – und das, wo das Festival gerade einmal seit 2012 stattfindet!</p>
<p>Ende April 2017 geht das einzige dreitägige Festival Berlins in seine nunmehr sechste Runde. Knapp 30 Bands geben dann ihre Kunst zum Besten. Dem auf Doom, Sludge, Psychedelic und Stoner spezialisierten Festival, das vereinzelt durch Hardrock und Alternative komplettiert wird, statteten schon viele international anerkannte Bands einen Besuch ab. Um nur einige zu nennen: <strong>CROWBAR</strong>, <strong>ELECTRIC WIZARDS</strong>, <strong>PELICAN</strong>, <strong>TRUCKFIGHTERS</strong>, <strong>RED FANG</strong>, <strong>ORANGE GOBLIN</strong> und <strong>BRANT BJORK</strong>. Wer jetzt ein bisschen feucht geworden ist und bei der diesjährigen Auflage unbedingt dabei sein will, sollte sich eilen: Noch sind Tickets verfügbar, doch zwei Sold Outs lehren uns, dass das nicht ewig so bleiben wird …</p>
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<h2>Das ist doch Vetternwirtschaft! Vendetta Fest</h2>
<p>Das <strong>Vendetta Fest</strong> verdankt seinen Namen dem Label <strong>Vendetta Records</strong>. Was, kennt ihr nicht? Macht nix! Das noch sehr junge Festival findet dieses Jahr zum dritten Mal an gewohnter Stelle, im <strong>Tiefgrund</strong>, statt. Der Laden fasst ungefähr 350 Leute und ist laut Aussage des Veranstalters bei der letzten Ausgabe gut ausgelastet gewesen. Ach ja, wo wir gerade Vergleiche zum letzten Jahr ziehen &#8211; man vergrößert sich. 2016 noch mit sieben Bands und einem Veranstaltungstag unterwegs, geht man nun zweitägig mit über zehn Bands an den Start.</p>
<p>Das zwei Wochen vor dem <strong>Desertfest</strong> und somit ebenfalls im April stattfindende Festival bietet nur Bands eine Bühne, die entweder vom eigenen Label kommen oder mit dem Veranstalter befreundet sind. Ist das Vetternwirtschaft? Na klar! Ist das schlimm? Selbstverständlich nicht! Wer sich das finanzielle Risiko aufbürdet, ein Festival aufzuziehen, kann dort spielen lassen, wen er will. Die beinahe volle Hütte gibt dem Veranstalter recht. Die Bands entspringen entweder dem Bereich Black oder Doom. So bekommt man es dieses Jahr zum Beispiel mit Truppen wie <strong>FYRNASK</strong>, <strong>ULTHA</strong>, <strong>LYCUS</strong>, <strong>SOLBRUD</strong> oder <strong>WOE</strong> zu tun. Ihr wollt neue Interpreten kennenlernen? Beim <strong>Vendetta Fest</strong> gelingt euch das bestimmt.</p>
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<h2>Back to the roots: Rotten And Poor Stage Kill</h2>
<p>&#8222;Du kannst nicht immer 17 sein.&#8220; An wen diese Message geht? An den Veranstalter höchstselbst! <strong>Felix Pirk</strong> ist nämlich gerade einmal 17 Jahre alt und zieht in einem Alter, in dem die meisten noch im Hotel Mama wohnen, als Chef seiner Musik-Werbeagentur <strong>Rotten And Poor Promotion</strong> bereits sein eigenes Festival auf. Und das nicht erst seit diesem Jahr. Das <strong>Rotten And Poor Stage Kill</strong> debütierte schon 2014 als eintägiger Konzertabend mit vier Bands. Auch hier riskierte man einen Wachstumsversuch, indem man das Festival für dieses Jahr auf zwei Tage erweiterte. Das <strong>Rotten And Poor</strong> fand dieses Jahr am 14. und 15. Januar statt und war damit das zweite Festival der Berliner Festivalsaison.</p>
<p>Grundsätzlich sind es ziemlich genau zwei Genres, die hier Platz finden: Death und Thrash Metal. In das <strong>Berliner Slaughterhouse</strong> passen gerade einmal 150 Besucher, was das Festival automatisch zum kleinsten zweitägigen Festival der Stadt macht. Das heißt allerdings nicht, dass hier nur lokale Bands spielen. Im Gegenteil. Mit dem diesjährigen Motto &#8222;back to the roots&#8220; wollte man bewusst bekannte Bands zurück in einen kleinen Club holen. Wie ich anmerken möchte: erfolgreich! Neben kleineren Bands wie <strong>XICUTION</strong>, <strong>DEATHSTORM</strong> und <strong>GONOREAS</strong> spielten nämlich auch <strong>HAMMERCULT</strong>, <strong>ASPHYX</strong> und die Thrash-Veteranen von <strong>DESTRUCTION</strong>. Definitiv eine geile Nummer! Ich bin gespannt, was der junge Mann nächstes Jahr aus dem Hut zaubert.</p>
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<h2>Früher Start ins Jahr: Dustown Fest</h2>
<p>Noch früher als das <strong>Rotten And Poor</strong> findet jedes Jahr das <strong>Dustown Fest</strong> statt. Schon am ersten Freitag des Jahres kann man sich mal wieder ordentlich die Kante geben. Wird auch Zeit, ist Neujahr doch bereits ein paar Tage her! Das Festival gibt es seit 2011, in diesem Jahr feierte es als <strong>Dustown Fest 8</strong> seine achte Auflage. …hä? 2011 gestartet, aber 2017 die achte Auflage? Kann der Dude nich rechnen? Doch, kann er. 2015 gab es das Doppelpack, als man sowohl im März als auch im Oktober ein Festival ausrichtete. Da dies für den Veranstalter aber äußerst anstrengend war (und nebenbei auch finanziell ziemlich einschlug), entschied man sich, fortan nur noch einmal im Jahr die bis zu 500 Besucher zusammenzutrommeln. Außerdem werden die Festivals nun stets eintägig stattfinden. Auch das war nicht immer so. Man schaue z.Bsp. auf das <strong>Dustown Fest 5</strong> im März 2015, das sich über ganze drei Tage erstreckte. Anders als einige große Festivals, die nur fortwährende Expansion kennen, geht man hier den vernünftigen Schritt und schrumpft sich wieder gesund. Richtig so!</p>
<p>Das Line-Up des Festivals bietet eine Mischung aus lokalen und beliebteren Acts. Dabei bezeichnet man sich selbst als Psychedelicious Stoner/Garage/Heavy Rock-Festival und bringt Bands auf die Bühne, die in dieses Konzept passen. In der diesjährigen Auflistung fanden sich acht Bands: <strong>WIGHT</strong>, <strong>WEDGE</strong>, <strong>THE FEMINISTS</strong>, <strong>SEVEN THAT SPELLS</strong>, <strong>MINERVA</strong>, <strong>ZWEIKANT</strong>, <strong>KES</strong> und <strong>BIGFOOT</strong>. Wer das <strong>DesertFest</strong> zu groß findet oder es einfach lieber eine Nummer kleiner mag, findet hier eine gute Alternative ähnlicher musikalischer Ausrichtung.</p>
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<h2>Geschwisterliebe: Droneberg Festival</h2>
<p>Unser nächster Akteur ist das kleine Geschwisterchen eines in Hamburg entstandenen Festivals. Nachdem man dort 2010 das <strong>Droneburg Festival</strong> ins Leben rief, streckte man seine Fühler auch in Richtung Bundeshauptstadt aus und veranstaltete 2015 erstmalig das <strong>Droneberg Festival</strong>. Beide Festivals finden Mitte April statt – das <strong>Droneberg</strong> am Donnerstag, das <strong>Droneburg</strong> am Freitag.</p>
<p>Die beiden auf 250-500 Besucher ausgelegten Festivals teilen sich übrigens auch den größten Teil des Billings, obgleich jedes der beiden Festivals auch exklusive Acts anzubieten hat. Zusammengebastelt wird das Line-Up aus Bands, die den Richtungen Stoner Rock, Sludge, Drone, Doom Core, Noise, Industrial, Post Rock/Metal oder Black Metal entstammen. Für alle Richtungen ist bei einer einzelnen Auflage allerdings kein Platz, da lediglich fünf Bands auftreten. Dieses Jahr ist das, neben den auf beiden Schwester-Festivals auftretenden <strong>WHORES</strong>, <strong>TESA</strong>, <strong>AUTHOR &amp; PUNISHER</strong> und <strong>BIG BUSINESS</strong>, auch der in Berlin exklusiv auftretende <strong>CHRISTOPHER COLOSSUS</strong>. Fünf Künstler, ein Donnerstagabend. Vielleicht das Richtige für den Feierabend?</p>
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<h2>Ausklang der Indoor-Saison: Final Festival &amp; Live Evil</h2>
<p>Die Festivalsaison in Berlin sieht, wie bereits erwähnt, anders aus als in den meisten anderen Bundesländern. Während diese dort oft im Frühling oder zum Sommeranfang beginnt und im Spätsommer oder Herbst schon wieder endet – sieht man einmal von vereinzelten Veranstaltungen im Winter ab – ist es in Berlin genau andersrum. Im Sommer fällt Berlin ins Sommerloch, ehe die Szene im September mit den ersten Festivals wiederbelebt wird (dazu mehr in Teil II). Das bedeutet gleichzeitig, dass die Saison vor dem Sommer endet – ganz ähnlich einer Fußball-Saison. Die beiden letzten Festivals der Berliner Saison finden mit dem <strong>Final Festival</strong> und dem <strong>Live Evil Berlin</strong> Ende Mai statt.</p>
<p>Beide Festivals haben gemeinsam, dass sie 2017 gerade erst ihre zweite Auflage feiern. Bereits jetzt stehen beim <strong>Final Festival</strong> alle Zeichen auf Expansion. Das zeigt sich schon an der Wahl des Headliners. Während letztes Jahr die Modern-Metal-Formation <strong>DON´T TRY THIS</strong> ganz oben auf dem Zettel stand, sind es dieses Jahr keine geringeren als <strong>WE BUTTER THE BREAD WITH BUTTER</strong> und <strong>ANY GIVEN DAY</strong>. Das Billing wird dominiert von verschiedenen Spielarten des Core, namentlich Metalcore, Deathcore und Postcore, und wird dabei um Deathpop, thrashigen Metal und Alternative Rock ergänzt. So finden sich unter den acht auftretenden Bands unter anderem Namen wie <strong>GrooVenoM</strong>, <strong>AWAITING DOWNFALL</strong> und <strong>EMPIRE OF GIANTS</strong>. Man setzt augenscheinlich alles daran, die 150 Besucher der ersten Auflage zu toppen. Als Partner freuen wir uns selbstverständlich auf das Festival und wünschen viel Erfolg bei diesem Unterfangen.</p>
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<p>Eine Woche später findet das ebenfalls 2016 gegründete <strong>Live Evil Berlin</strong> statt. Der Name könnte euch bekannt vorkommen, schließlich fungiert das <strong>Live Evil Berlin</strong> als &#8222;Abstecher&#8220; des <strong>Live Evil London</strong> und wurde auch in Zusammenarbeit mit den Veranstaltern eben jenes Festivals konzipiert. Stattfinden wird das Spektakel aufs Neue im <strong>Cassiopeia</strong>, welches zwei Bühnen und einen großen Biergarten zum Entspannen bietet.</p>
<p>350 Gäste bekommen die Möglichkeit, sich das auf Underground Metal ausgelegte, zwei Tage andauernde Festival zu geben. Der Fokus der Veranstaltung liegt auf Underground Metal – von Heavy und Hard Rock bis zum Death und Black Metal, so lässt der Veranstalter verlauten. Bei der Premiere waren Bands wie <strong>MANILLA ROAD</strong>, <strong>BULLDOZER</strong>, <strong>ANTICHRIST</strong>, <strong>DEGIAL</strong> und <strong>ZEX</strong> mit dabei. Inklusive Warm-Up-Show am Donnerstag vor dem Festival, traten 16 Bands auf. Für die diesjährige Auflage sind schon 10 Bands bestätigt, ganz oben mit dabei <strong>AURA NOIR</strong> und <strong>NEKROMANTHEON</strong>. More bands to be announced …</p>
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<h3>Halbzeit!</h3>
<p>Das waren sie, die ersten sieben Festivals, die Berlin zu bieten hat. Wie ihr sehen werdet, war das noch längst nicht alles. Fortsetzung folgt …</p>
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		<title>Deutschland, Deine Festivals &#8211; #03: Thüringen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lukas]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Dec 2016 13:40:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Huch, was ist denn da passiert? Ganz einfach: Meine Serie hat einen neuen Namen bekommen. Kürzer, präziser, einprägsamer &#8211; oder kurz: Besser. Vor zwei Wochen beschäftigten wir uns mit dem östlichsten Bundesland der Republik. Demgemäß kann es dieses Mal nur in eine ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wo-es-sich-lohnt-metalhead-zu-sein-03-thueringen/">Deutschland, Deine Festivals &#8211; #03: Thüringen</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Huch, was ist denn da passiert? Ganz einfach: Meine Serie hat einen neuen Namen bekommen. Kürzer, präziser, einprägsamer &#8211; oder kurz: Besser.</p>
<p>Vor zwei Wochen beschäftigten wir uns mit dem östlichsten Bundesland der Republik. Demgemäß kann es dieses Mal nur in eine Richtung gehen – zurück nach Westen. Auch das an die bereits begutachteten Bundesländer Sachsen-Anhalt und Sachsen angrenzende Thüringen bietet eine Vielzahl an Festivals. Doch wie wir bereits gelernt haben, reicht das nicht unbedingt aus, um ein universelles Mekka für Festivalgänger zu werden. Wie sieht es aus: Lohnt es sich in Thüringen, Festivalgänger zu sein?</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Das Flaggschiff: Party.San Open Air</h2>
<p>Ein Festival in Thüringen überragt die kleineren Festival-Geschwister in puncto Größe und Bekanntheit sehr deutlich. Den meisten dürfte das <strong>Party.San Open Air</strong> zumindest namentlich bereits etwas sagen. Mit jährlich 10.000-12.000 Zuschauern bewegt sich das Festival dabei ungefähr in Größenordnungen des <strong>Rockharz Open Air</strong>, das ebenfalls als „Flaggschiff“ fungiert, allerdings für Sachsen-Anhalt und nicht für Thüringen. Bedient wird hier jedoch eine ganz andere Zielgruppe, denn mit Heavy Metal hat das seit 1996 bestehende Festival in Schlotheim nur wenig am Hut.</p>
<p>Stattdessen werden hier in erster Linie all jene bedient, die sich am Grindcore, Black, Death und Thrash Metal erfreuen. Dabei werden über dreieinhalb Tage zwei Bühnen bespielt – die Mainstage und die sogenannte „Tentstage“. Zuletzt gaben sich u.a. <strong>AT THE GATES</strong>, <strong>PARADISE LOST</strong>, <strong>CARCASS</strong>, <strong>SODOM</strong> und <strong>EXODUS</strong> die Ehre, in den Jahren zuvor waren auch schon <strong>KREATOR</strong>, <strong>BEHEMOTH</strong>, <strong>CANNIBAL CORPSE</strong>, <strong>VENOM </strong>und <strong>LEGION OF THE DAMNED</strong> dabei. Wer mit obigen Namen etwas anfangen kann, sollte sich das zweite Augustwochenende freihalten, an welchem das Festival zuverlässig seit unzähligen Jahren stattfindet.</p>
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<h2>Großer Exot: Stoned From The Underground</h2>
<p>Festivals der Sparten Doom, Stoner und Psychedelic findet man wahrlich nicht an jeder Ecke. Umso schöner ist es, dass ein Festival in Thüringen erfolgreich diese Schiene fährt und gut 3.000 Besucher anzulocken weiß. Die Rede ist vom <strong>Stoned From The Underground</strong> in Erfurt-Stotternheim. Dieses fand zum ersten Mal 2001 statt und geht im Juli 2017 in die siebzehnte Runde. In der diesjährigen Auflage beglückten Bands wie <strong>PETER PAN SPEEDROCK</strong>, <strong>MOTHER TONGUE</strong>, <strong>BRANT BJORK </strong>und <strong>SPIRITUAL BEGGARS</strong> den Ort am Alperstedter See. Auch <strong>EYEHATEGOD</strong> hätte spielen sollen, musste allerdings den Gig absagen.</p>
<p>Das <strong>Stoned From The Underground</strong> ist augenscheinlich nicht gerade ein Festival für jedermann, handelt es sich doch eher um weniger massentaugliche Musiksparten. Für das Zielpublikum des <strong>Stoned</strong> dürfte das Line-Up dafür umso ansprechender sein.</p>
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<h2>Musik-Mix mit Sonntags-Aftershow: Gößnitz Open Air</h2>
<p>Das Jubiläum zur 25. Festivalauflage feiert 2017 das <strong>Gößnitz Open Air</strong> in … exakt, Gößnitz. Das Line-Up fällt im Vergleich zu vielen Festivals des Bundeslandes sehr hell und bunt aus. Wir bewegen uns in eher rockigen Gefilden, wobei das Festival einen starken Einschlag in Richtung Folk und Pagan aufweist. Eine strikte Trennung zwischen Bühnen- und Campinggelände gibt es nicht, sodass Essen und Getränke erfreulicherweise mit vor die Bühne mitgenommen werden können.</p>
<p>Die Bandbreite der Bands, die sich im August der letzten Jahre nach Gößnitz begaben, ist erstaunlich: Mit <strong>ELUVEITIE</strong>, <strong>KORPIKLAANI</strong>, <strong>EQUILIBRIUM</strong>, <strong>FEUERSCHWANZ</strong>, <strong>SALTATIO MORTIS</strong>, <strong>TANZWUT</strong>, <strong>DIE APOKALYPTISCHEN REITER</strong>, <strong>KNORKATOR</strong>, <strong>FIDDLERS GREEN</strong> und <strong>ARKONA</strong> bot das Festival im Laufe der Jahre große Abwechslung im Rahmen des üblichen Spektrums und grenzt sich damit von vielen Festivals ab, die im Zwei- bis Dreijahrestakt immer wieder die gleichen Bands ranschaffen. Ein deutlicher Pluspunkt für das gut 2.000 Besucher starke Festival.</p>
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<h2>Pagan &amp; Black: Wolfszeit Festival</h2>
<p>Ein weiteres Festival ähnlicher Größe, welches eine entspannte Atmosphäre bietet, ist das <strong>Wolfszeit Festival</strong> in Crispendorf. Dieses Jahr fand das 2000 Besucher starke Festival zum zehnten Mal statt. Ein stolzes Jubiläum und ein großer Meilenstein für eine Veranstaltung dieser Größe. Dies war für die Veranstalter offenbar Grund genug, das zuvor zweitägige Festival auf drei Tage auszuweiten. Dies scheint gut funktioniert zu haben, da man das <strong>Wolfszeit Festival 2017</strong> ebenfalls über einen Zeitraum von drei Tagen im August angesetzt hat.</p>
<p>Musikalisch bewegt sich das Festival in einem relativ klaren Rahmen. Zu finden sind hier alle möglichen Bands aus dem Bereich des Black und Pagan Metal. Nicht verwunderlich, handelt es sich beim Veranstalter um niemand geringeren als <strong>Philipp Seiler</strong>, Sänger und Gitarrist der Band <strong>VARG</strong>, welche sich selbst mehr oder weniger dem Pagan zuordnen lassen. Dementsprechend ist <strong>VARG</strong> auch sehr regelmäßig selbst mit von der Partie. Doch auch ohne die Wölfe würde sich ein Besuch lohnen: <strong>SATYRICON</strong>, <strong>HEIDEVOLK</strong>, <strong>ARKONA</strong>, <strong>EISREGEN</strong>, <strong>KORPIKLAANI</strong>, <strong>ELUVEITIE</strong> und <strong>ALESTORM</strong> – dies ist nur ein Ausschnitt der namhafteren Bands der letzten Jahre. Wer totaler Pagan- und Black-Metal-Fan ist, wird in Thüringen kein besseres Festival finden, um sich die Großkaliber der Subgenres anzusehen.</p>
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<h2>Zur Hälfte Rock, zur Hälfte Metal: Riedfest Open Air</h2>
<p>Traditionell mit Metal eng verbandelt ist auch die Rockmusik. Diesen Umstand nutzt das kleine, mehrere hundert Besucher starke <strong>Riedfest Open Air</strong>. Während freitags Bands der Bereiche Progressive, Punk, Stoner und Speed Rock das Terrain am Fuße des Thüringer Waldes erbeben lassen, steht der Samstag vollkommen im Namen des Metal. Das <strong>Riedfest</strong> hat es sich zur Aufgabe gesetzt, den Underground zu unterstützen und sowohl Rock als auch Metal in ihrer komplexen Artenvielfalt zu präsentieren.</p>
<p>Bevorzugt werden hier Death und Black Metal, doch vereinzelt kommen auch Grindcore, Pagan und Death Metal-Bands zum Zuge. Dieses Jahr spielten u.a. Bands wie <strong>MASTER</strong>, <strong>BLUTECK</strong>, <strong>BUZZ RODEO</strong> und <strong>THE SILVER SHINE</strong>, um die 16. Auflage des Festivals zu rocken. Nächstes Jahr geht die Party weiter: Das <strong>17. Riedfest Open Air</strong> ist auf den 28. &amp; 29. Juli 2017 terminiert.</p>
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<h2>Die „Kurzen“ – Ein-Tages-Festivals: Deaf Row Fest &amp; Rock am Wehr</h2>
<p>Für diejenigen, die keinen Bock auf eine mehrtägige Metal-Party haben, bietet die Thüringer Festivallandschaft auch zwei Festival-Quickies. Zum einen ist da das kleine <strong>Rock am Wehr</strong> in Jena, das sich vor allem am Death Metal bedient. Bei der diesjährigen neunten Auflage am 27.08.2016 durften unter anderem <strong>CENTINEX</strong> aus Schweden, <strong>MALIGNANT TUMOUR</strong> aus Tschechien und <strong>DARK DESPAIR</strong> aus der Schweiz auf dem Festival spielen. Es sind also internationale Acts, welche die Kopfzeile des Flyers säumen.</p>
<p>Kleine Zusatzinformation: Als Winteredition zum <strong>R:A:W</strong> wird am 18. Februar 2017 erstmalig das <strong>Rock Am Wehr &#8211; Winterwehr</strong> stattfinden. Fünf Bands werden den Besuchern einheizen und einen Vorgeschmack auf das Festival im Sommer geben.</p>
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<p>Das zweite Ein-Tages-Festival, welches ich an dieser Stelle beleuchten möchte, ist das <strong>Deaf Row Fest</strong>, das ebenfalls in Jena stattfindet. Dieses unterscheidet sich allerdings – neben dem Termin im September – in zwei Punkten wesentlich vom erstgenannten „Quickie“. Zunächst einmal handelt es sich hierbei nicht um ein Open Air, sondern um eine Indoor-Veranstaltung, die im Club „Kassablanca“ abgehalten wird. Somit ist man im Gegensatz zum <strong>Rock am Wehr</strong> mit dem Wetter immer auf der sicheren Seite.</p>
<p>Der zweite wesentliche Unterschied findet sich im Line-Up. Das Konzept des <strong>Deaf Row Fest</strong>s ist es, genreübergreifende Entdeckungen für ein gemischtes Publikum zu schaffen. Die Musik bewegt sich dabei im experimentellen Bereich, sodass sich u.a. Shoegaze, Black Metal, Noise-Pop und Post Metal dort finden lässt. Alles in allem handelt es sich bei der Musik um sehr sphärische Klänge, denen sich die ungefähr 300 Besucher hingeben. Ihr mögt es unkonventionell? Dann macht euch auf nach Jena.</p>
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<h2>Die Szene stärken! – Culture Shock Festival</h2>
<p>Und wir bleiben in Jena! Hier haben sich einige Studenten und Musiker zusammengetan, um mit ihrem <strong>Culture Shock Festival</strong> die lokale Szene zu stärken und kleineren Bands die Möglichkeit zu verschaffen, mit ein paar größeren Bands zusammen auf der Bühne zu stehen. Das Projekt ist noch jung, scheint sich aber zu halten und geht 2017 (erneut zweitägig) in die vierte Runde.</p>
<p>Gebucht wird dabei grundsätzlich, was den Veranstaltern gefällt – alle Untergattungen von Hardrock, Hardcore und Metal sind hierbei willkommen, wobei man sich beim Metal vermehrt in Gefilden des Death und Thrash Metal bewegt. Dieses Jahr standen u.a. <strong>KALI YUGA</strong>, <strong>VICTIM</strong>, <strong>GILGAMESH</strong> und <strong>THE LAST HANGMEN</strong> auf der Bühne, im Jahr davor gehörten <strong>PATH OF DESTINY</strong>, <strong>DECEMBRE NOIR</strong>, <strong>ZERO DEGREE</strong> und <strong>TRAITOR</strong> zu den bekanntesten dort aufgetretenen Bands. Man darf gespannt sein, was für den Oktober 2017 aufgefahren wird.</p>
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<h2>Noch ganz frisch: Metal Underground Resistance</h2>
<p>Noch besonders jung ist das <strong>Metal Underground Resistance Open Air</strong>, das dieses Jahr im Juli zum ersten Mal stattgefunden hat. Während der Freitag mehr oder weniger als Warm-Up-Tag hinhielt und es nur Musik aus der Dose gab, durften die Besucher am Samstag immerhin sieben Bands lauschen. Bedient wurden dabei vor allem die Genres Metalcore, Melodic Death Metal und Thrash Metal – mit dabei waren <strong>WITHOUT WORDS</strong>, <strong>NESAIA</strong>, <strong>CTULHU ROADKILL</strong>, <strong>ERODED ASHES</strong>, <strong>LUNATIC MAN’S DREAM</strong>, <strong>WUTHÖLE</strong> und <strong>ROOM OF INSANITY</strong>.</p>
<p>Für die erste Auflage und den Underground-Charakter fanden sich doch relativ viele Leute am Gebörne Garsitz in Königssee ein – immerhin 400 Gäste waren zugegen. Nächstes Jahr soll es weitergehen. Und es wird aufgerüstet: Diesmal wird es auch am Freitag Live-Musik geben, der Samstag wird zudem verlängert. Insgesamt 13 Bands sind diesmal mit an Bord. Ob auch die Besucherzahl in ähnlichem Maß ansteigen wird wie die Bandanzahl?</p>
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<h2>Chaos und Tod: Chaos Descends Festival &amp; Raging Death Date</h2>
<p>Zum Abschluss unseres Ausflugs in das mitteldeutsche Bundesland gibt es noch einmal zwei zweitägige Festivals, die sich der härteren Schiene verschrieben haben. Beginnen wir mit dem <strong>Chaos Descends Festival</strong>: 2015 als Nachfolger des <strong>Hell’s Pleasure</strong> ins Leben gerufen, versucht sich das Festival überwiegend mit Buchungen der Richtungen Black, Death und Dark Metal einen Namen zu machen. Immerhin knapp 1000 Leute folgten im Juli 2016 dem Ruf und genossen Beschallung der Marken <strong>REVENGE</strong>, <strong>ARTHUR BROWN</strong>, <strong>MYSTICUM</strong>, <strong>PROFANATICA</strong> und über einem Dutzend weiterer Bands. Ob es eine dritte Auflage anno 2017 geben wird, steht indes noch nicht fest.</p>
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<p>Ganz anders sieht es bei unserem zweiten Kandidaten aus, der bereits angekündigt hat, die Szene 2017 erneut beglücken zu wollen. Das <strong>Raging Death Date</strong>, welches Ende März die bunte Jahreszeit einläutet und beim einen oder anderen Frühlingsgefühle wecken dürfte, hat die turbulente Anfangsphase mittlerweile hinter sich gelassen und geht im nächsten Jahr mehr oder minder routiniert zum achten Mal an den Start. Musikalisch hält man es „traditionell“ und bedient vor allem Thrash-, Death-, Doom- und Black Metalheads. Auf „Melo, Core und sonstiges ´modernes Zeug´&#8220; wird hier getrost verzichtet, im Gegenzug dafür gibt es die eine oder andere genrefremde Besonderheit. Dieses Jahr waren, neben vielen weiteren Acts, <strong>IRON ANGEL</strong>, <strong>KILL</strong>, <strong>TÖRR</strong>, <strong>THE EXALTED PILEDRIVER</strong> und <strong>ANTLERS</strong> mit am Start. In der Regel zieht das Line-Up 300-500 Leute an, die wohl auch beim nächsten Mal erwartet werden dürfen.</p>
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<p>&nbsp;</p>
<h2>Die Frage aller Fragen: Lohnt es sich, in Thüringen Festivalgänger zu sein?</h2>
<p>Fassen wir zusammen: Ganze elf Festivals sind hier aufgelistet, von denen die meisten im Juli oder August und folglich in der Festival-Hochsaison stattfinden. Mit einem Festival im März, September oder Oktober wird aber auch die Möglichkeit geboten, die Saison früh zu beginnen und spät zu beenden. Die Palette ist bunt: Ein großes Festival und einige kleine Veranstaltungen der härteren Schiene, ein rockig-folkiges Festival, an anderer Stelle Pagan und Folk am Waldesrand und an wieder anderer Stelle experimentelle Musik im kleinen Club.</p>
<p>Was ist denn nun: Lohnt es sich, in Thüringen Festivalgänger zu sein? Für mich ist das eindeutig: Ja, tut es! Die musikalische Bandbreite ist enorm, die Underground-Basis stark und das Angebot an etwas größeren Festivals mit mehreren tausend Besuchern ebenfalls vorhanden. Wo Sachsen beispielsweise ein „weicher“ Ausgleich fehlt, wird dieser hier durch das <strong>Gößnitz Open Air</strong> geboten, sodass auch thüringische Liebhaber der „helleren“ Genres ein Highlight im eigenen Bundesland genießen können. Dass das Angebot für Fans der extremeren Genres hier riesig ist, muss wohl nicht mehr erwähnt werden. So wie ich das sehe, setzt sich Thüringen vorerst an die Spitze und lässt sowohl das musikalisch etwas einseitige Sachsen als auch das an Festivals quantitativ deutlich schwächere Sachsen-Anhalt hinter sich.</p>
<p>Doch wird sich Thüringen gegen die vielen Bundesländer behaupten können, die da noch kommen? Das wird sich herausstellen. Der nächste Kontrahent im Rennen um das für den Festivalgänger lohnendste Bundesland wartet bereits. In zwei Wochen erfahrt ihr, welches Bundesland ich mir diesmal ausgesucht habe.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wo-es-sich-lohnt-metalhead-zu-sein-03-thueringen/">Deutschland, Deine Festivals &#8211; #03: Thüringen</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Wo es sich lohnt, Metalhead zu sein &#8211; #02: Sachsen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lukas]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Nov 2016 13:22:00 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wo-es-sich-lohnt-metalhead-zu-sein-02-sachsen/">Wo es sich lohnt, Metalhead zu sein &#8211; #02: Sachsen</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem wir uns in der ersten Ausgabe um die Festivallandschaft meiner Heimat Sachsen-Anhalt gekümmert haben, geht es diesmal weiter Richtung Osten. Während DIE PARTEI fordert, eine Mauer um besagtes Bundesland zu ziehen, gibt es auch immer wieder zahlreiche Metalheads, die sich freiwillig in das östlichste Bundesland Deutschlands begeben. Die Rede ist natürlich vom Freistaat Sachsen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Das Flaggschiff verlässt den Hafen: With Full Force</h2>
<p>In den letzten Jahren stellte sich die Frage nach dem größten Festival Sachsens nicht, ließ sich diese doch sehr eindeutig beantworten. 25.000 Besucher begaben sich noch 2016 nach Roitzschjora, um sich drei Tage lang beschallen zu lassen. Doch damit ist nun Schluss – jedenfalls auf sächsischem Boden: Das <a href="https://silence-magazin.de/with-full-force-2016-festivalbericht/#rs-233"><strong>With Full Force Festival</strong></a> zieht nach Sachsen-Anhalt und dürfte damit ein großes Loch in der Festivallandschaft des Freistaats hinterlassen. Mit Größen des Thrash, Death, Metalcore, Hardcore und Punk machte sich das Festival vor allem bei Fans der härteren Genres einen Namen. Dieses Jahr gaben sich u.a. <strong>SLAYER</strong>, <strong>AMON AMARTH</strong>, <strong>TRIVIUM</strong> und <strong>SIX FEET UNDER</strong> die Ehre und prägten die letzte sächsische <strong>WFF</strong>-Veranstaltung. Von weibischem Power-Metal-Gequietsche, Folk Metal zum Mitschunkeln oder Symphonic Metal im <strong>NIGHTWISH</strong>-Style war hier bis auf wenige Ausnahmen wie <strong>BEYOND THE BLACK</strong> nichts zu hören. 2017 wird in Roitzschjora gar nichts mehr zu hören sein – höchstens das Wimmern der verlassenen Einwohner, die ihre Großveranstaltung verloren haben&#8230;</p>
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<h2>Heiße Sache: In Flammen Open Air</h2>
<p>Das <strong>With Full Force</strong> war jedoch nicht das einzige Festival in Sachsen, das härtere Töne anschlug. Es gibt andere Veranstaltungen, auf die man ausweichen kann, wenn man in Sachsen eskalieren will.</p>
<p>Wer das <strong>Rockharz</strong> in Sachsen-Anhalt für zu weich befindet, kann am selben Wochenende 130 Kilometer weiter östlich trotzdem glücklich werden. Dort findet nämlich das 2000 Besucher starke <a href="https://silence-magazin.de/kaffee-und-kuchen-auf-saechsisch/"><strong>In Flammen Open Air</strong></a> in Torgau statt. Großer Pluspunkt des Festivals: Camping im Grünen unweit der Bühne ohne zusätzlichen Einlass. Ihr habt richtig gehört &#8211; Getränke und Essen können problemlos mit vor die Bühne genommen werden, was auf Festivals doch eher eine Seltenheit darstellt. Gut für den Geldbeutel und sämtliche Kollegen, die schlecht im Flunkyball sind und ihr Bier nicht so schnell runterkippen können. Mit dem Trinkhorn voll Met den Bands lauschen – eine traumhafte Vorstellung.</p>
<p>Die Headliner sind im Vergleich zu anderen, ähnlich besucherstarken Festivals nicht von enormer Bekanntheit, dafür aber handverlesen. Zuletzt beehrten u.a. <strong>VENOM</strong>, <strong>PRIMORDIAL</strong> und <strong>GORMATHON</strong>, im Jahr zuvor <strong>DARK FUNERAL</strong>, <strong>ENTOMBED A.D.</strong> und <strong>EYEHATEGOD</strong> den nordsächsischen Ort. Damit fügen sich die Bands in das stark von Death- und Black-Metal geprägte Line-Up. Auch eine gehörige Portion Thrash und Doom wird geboten, während Heavy Metal und Rock’n’Roll seltene Ausnahmen bleiben.</p>
<p>Eine Metal-Gartenparty über zweieinhalb Tage für 45 € &#8211; klingt gut, oder?</p>
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<h2>Expansion aus Richtung Leipzig: Impericon Festival</h2>
<p>Der eine liebt, der andere hasst Metalcore. Doch es wäre großer Frevel, ein gut laufendes Festival der Richtungen Metalcore &amp; Hardcore an dieser Stelle nicht zu erwähnen. Die Rede ist vom <strong>Impericon Festival</strong>. Das 2017 an mittlerweile sechs verschiedenen Orten stattfindende Festival nahm einst allein in Leipzig seinen Anfang. Dort fand es 2011 und 2012 statt, ehe es sich 2013 auch nach Wien ausbreitete. In den Folgejahren gesellten sich weitere Orte hinzu. Mit neun Austragungsstätten im Jahr 2016, darunter Oberhausen, Amsterdam, Manchester, London, Paris, Zürich und München, fand die Expansion ihren bisherigen Höhepunkt. 2017 dürfen sich Besucher in insgesamt sechs verschiedenen Städten am Ein-Tages-Festival von<strong> Impericon</strong> erfreuen.</p>
<p>Das Line-Up variiert je nach Veranstaltungsort ein wenig, doch zu großen Teilen ist dieses für die verschiedenen Veranstaltungsorte gleich. Die Bands können sich sehen lassen: Mit <strong>THE GHOST INSIDE</strong>, <strong>WHITECHAPEL</strong>, <strong>HATEBREED</strong>, <strong>ASKING ALEXANDRIA</strong>, <strong>CALLEJON</strong> und <strong>CALIBAN</strong> konnte man in den letzten Jahren einige namhafte Bands an Land ziehen. Das kommt offenbar gut an: Rund 5.000 Besucher nahmen das Angebot 2016 in Leipzig in Anspruch, was den Ausverkauf bedeutete. 2017 geht es deshalb auf die Leipziger Messe, wo auf zwei Bühnen Platz für noch mehr Bands geboten wird.</p>
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<h2>Kleiner soll es sein? Chronical Moshers Open Air &amp; Morbide Festspiele</h2>
<p>Neben den wohl recht bekannten Festivals gibt es auch ein paar kleine Veranstaltungen in Sachsen. Relativ hart geht es beim <a href="https://silence-magazin.de/geknueppel-und-geschrei-im-romantischen-vogtland-cmoa-2016/"><strong>Chronical Moshers Open Air</strong></a> zu,&nbsp;welches im Juni am Hauptmannsgrüner Mühlteich stattfindet. Knapp 1000 Leute verschlägt es jedes Jahr in das Naherholungsgebiet, um aus der idyllischen Gegend eine Metalparty der groben Sorte zu machen. Schnelle, laute und extreme Bands dominieren das Line-Up, sodass vor allem Black- und Death-Metal-Bands ihren Platz beim <strong>CMOA</strong> finden. Die aufgefahrenen Bands sind beachtlich: Unter anderem trauten sich dieses Jahr <strong>KATAKLYSM</strong>, <strong>FLESHGOD APOCALYPSE</strong>, <strong>UNLEASHED</strong>, <strong>TANKARD </strong>und <strong>BELPHEGOR</strong> nach Sachsen. 2017 gibt es dann mit der 15. Auflage ein Jubiläum, bei dem die Veranstalter sicherlich mit einem ähnlich sehenswerten Line-Up auftrumpfen werden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-11399" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Chronical-Moshers-Open-Air.jpg" alt="chronical-moshers-open-air" width="430" height="600" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Chronical-Moshers-Open-Air.jpg 430w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Chronical-Moshers-Open-Air-215x300.jpg 215w" sizes="auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px" /></p>
<p>Wer kleine Festivals mag, es aber gern noch etwas krasser will, könnte auch das folgende Festival interessant finden. Ende Oktober findet das <strong>Morbvs Maximvs</strong> in Bischofswerda statt. Diese Veranstaltung hat eine recht spezielle musikalische Ausrichtung: Der Fokus liegt auf krankem, derbem Klangmaterial verschiedenster Genres, bei dem auch avantgardistische Tendenzen sehr willkommen sind. Das auch als <strong>Morbide Festspiele</strong> bezeichnete Event legt dabei starken Wert darauf, sich von „spartenreinen Veranstaltungen“ abzuheben. Als Beispiele für Bands lassen sich u.a. <strong>MANTAR</strong>, <strong>GUTALAX</strong>, <strong>CHAPEL OF DISEASE</strong>, <strong>FISTULA </strong>und <strong>KATALEPSY</strong> anführen. Mit 300-500 Besuchern ist das Festival zwar recht beschaulich, musikalisch gesehen aber durchaus besonders. Ich brauche es gar nicht so besonders, aber für den einen oder anderen könnten die <strong>Morbiden Festspiele</strong> genau das Richtige sein.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-11400" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Morbvs-Maximvs.jpg" alt="morbvs-maximvs" width="679" height="960" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Morbvs-Maximvs.jpg 679w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Morbvs-Maximvs-212x300.jpg 212w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" />
<h2>Headbangen für den guten Zweck: Metalfestival für krebskranke Kinder</h2>
<p>Spendenläufe, Ausstellungen, Basare – Wohltätigkeitsveranstaltungen gibt es in vielen Farben und Facetten. Auch die Metalheads als bekanntermaßen friedfertiges und hilfsbereites Völkchen verschließen sich dem nicht und begeben sich jedes Jahr nach Dresden, wenn wieder einmal das <strong>Metalfestival für krebskranke Kinder</strong> stattfindet. Der 250 Besucher fassende Saal ist stets ausverkauft, und über die Jahre sind erstaunliche fünfstellige Beträge zusammengekommen, die gespendet werden konnten. Das verdient sehr viel Respekt und ist über alle Maßen lobenswert.</p>
<p>Doch zurück zur Musik: Musikalisch bewegt sich das Festival vor allem im Bereich Thrash- und Death-Metal, Melodic-Death-Metal und Deathgrind. Hie und da spielen auch Bands anderer Genres, wobei „Black Metal beim Benefiz eher untrue“ ist, wie mir der Veranstalter mitteilte, doch vereinzelt soll es auch das schon gegeben haben. Für den guten Zweck spielten beispielsweise <strong>DEW SCENTED</strong>, <strong>ONSLAUGHT</strong>, <strong>RAVEN</strong>, <strong>SODOM</strong>, <strong>MILKING THE GOATMACHINE</strong>, <strong>ABOMINATION</strong> und <strong>NOCTURNAL BREED</strong>.</p>
<p>2017 geht das Festival bereits in die 13. Runde. Mein Rat an alle, die sich gern Death und Thrash reinziehen und in der Nähe von Dresden wohnen: Unterstützt das. Ein Festival genießen und damit sogar was Gutes tun – viel einfacher kann man eine gute Tat nicht vollbringen.</p>
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<h2>Wo Licht ist, ist auch Schatten: Odin Storm &amp; Brann Open Air</h2>
<p>Bisher haben wir nur Festivals beleuchtet, die in der Szene mehr oder weniger Fuß gefasst haben. Doch das gelingt nicht jedem. Deshalb gibt es jetzt zwei Beispiele, bei denen es nicht so recht funktioniert hat.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir beginnen mit dem Festival, für das es noch Hoffnung gibt: Das <strong>Odin Storm</strong>. 2016 sollte dieses auf dem Flugplatz Pirna-Praschwitz nahe Dresden zum allerersten Mal stattfinden. Das Line-Up war bereits fertig und die Besucher heiß auf das Festival, als die schlechte Nachricht kam: Absage wegen Unwetterwarnung. Die Kapazitäten der Veranstalter gaben es leider nicht her, das Festival im Extremfall ausreichend abzusichern. Doch es wurde bereits die Meldung herausgegeben, dass das Festival 2017 endlich an den Start gehen soll. Es handelt sich um einen Rückschlag, aber noch nicht um das Ende. Das diesjährige Line-Up gibt immerhin einen Vorgeschmack, wohin die Reise gehen soll: <strong>CRAVING</strong>, <strong>THORONDIR</strong>, <strong>SURFACE</strong>, <strong>STRYDEGOR</strong> und <strong>WINTERNAHT</strong> sind nur fünf von insgesamt 24 Bands, die für dieses Jahr bestätigt waren. Nun bleibt abzuwarten, ob das Festival sich von diesem Rückschlag erholt und im zweiten Anlauf stattfinden kann.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-6783" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/Dennit/14088617_1214730798550943_5461116476175317498_n.jpg" alt="14088617_1214730798550943_5461116476175317498_n" width="680" height="960" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/Dennit/14088617_1214730798550943_5461116476175317498_n.jpg 680w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/Dennit/14088617_1214730798550943_5461116476175317498_n-213x300.jpg 213w" sizes="auto, (max-width: 680px) 100vw, 680px" /></p>
<p>Während es für das <strong>Odin Storm</strong> bei Dresden noch Hoffnung gibt, ist der Traum vom mehrtägigen Festival in Leipzig bereits ausgeträumt. Dort hätte 2015 das <strong>Brann Open Air</strong> stattfinden sollen. Und mit Bestätigungen wie <strong>GRAVE DIGGER</strong>, <strong>HEIDEVOLK</strong>, <strong>ALESTORM</strong>, <strong>FINNTROLL</strong>, <strong>FEUERSCHWANZ</strong> und <strong>DIE APOKALYPTISCHEN REITER</strong> versprach das Festival auch, ein echter Burner zu werden!</p>
<p>Doch knapp drei Wochen vor dem Festival hieß es auch hier: Absage. Parallel zum Festival fand ein Ärztekongress statt, sodass das Festival auf der Messe Leipzig nicht wie geplant durchgeführt werden konnte und die Vermieter kurzfristig eine Absage erteilten. Trotz dieses Rückschlags wurde im November desselben Jahres zunächst noch das eintägige <strong>Brann Winterfest</strong> mit <strong>ARCHER</strong>, <strong>ELVENPATH</strong>, <strong>U.D.O.</strong> und <strong>DORO</strong> durchgeführt, das Hoffnung auf eine neue Auflage des Sommerfestivals im Jahr 2016 machte. Doch trotz aller Mühen erholten sich die Veranstalter nicht von den finanziellen Einbußen der Absage, sodass im März 2016 die Insolvenz der <strong>Brann Open Air-UG</strong> bekanntgegeben wurde. Und so endete die Geschichte des Leipziger Festivals, bevor sie überhaupt richtig begann.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-11404" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Brann-Open-Air-Cancelled.jpg" alt="brann-open-air-cancelled" width="504" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Brann-Open-Air-Cancelled.jpg 504w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Brann-Open-Air-Cancelled-300x179.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 504px) 100vw, 504px" /></p>
<h2>Die kalten Jahreszeiten: Autumn From Hell &amp; Break The Silence</h2>
<p>Da das sächsische Kapital nicht so tragisch abgeschlossen werden soll, gibt es hier zum Abschluss nochmal zwei kleine Leckerbissen.</p>
<p>In Hohenstein-Ernstthal findet Ende November das <strong>Autumn From Hell Festival</strong> statt. Dieses bietet mit insgesamt neun Bands zwei kurze, entspannte Abende im Zeichen der Musik. Dabei dominieren Black-, Death-, Doom- und Thrash-Metal das Geschehen. Dieses Jahr wagten sich u.a. <strong>INFERNO</strong>, <strong>LUCTUS</strong>, <strong>NARVIK</strong>, <strong>ENISUM</strong> und <strong>ASPHAGOR</strong> auf die Bühne im Schützenhaus. Das kleine Festival existiert bereits seit 2007 und zieht durchschnittlich ca. 150-350 Menschen an, um den Herbst ausklingen zu lassen und allmählich den Winter einzuläuten. Abende in angenehmer Länge, eine überschaubare Zuschauerzahl, eine warme Lokalität bei kalten Außentemperaturen … Ein schöner Saisonausklang.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-10751 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/autumnsfromhellflyer2016.jpg" alt="autumnsfromhellflyer2016" width="679" height="960" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/autumnsfromhellflyer2016.jpg 679w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/autumnsfromhellflyer2016-212x300.jpg 212w" sizes="auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px" />
<p>… doch auf die Stille folgt im Januar sogleich der neue Saisonauftakt! Mit dem <strong>Break The Silence Festival</strong> läutet Dippoldiswalde die Festivalsaison recht früh ein. Den Auftakt erlebte das Festival 1997, womit im nächsten Jahr das 20-jährige Jubiläum ansteht. Die Auflagenzahl ist jedoch deutlich geringer. Grund: Das Festival findet nur aller zwei Jahre statt. Eine wahre Folter für alle, die möglichst früh über die nächste Veranstaltung Bescheid wissen wollen, doch ideal für eine langfristige und sorgfältige Planung durch die Veranstalter. Mit 500-600 Besuchern gehört das eintägige Festival zu den kleineren Veranstaltungen der Region. Historisch gesehen ist Death Metal das Hauptgenre der Veranstaltung, doch daneben spielen auch oft Bands der Richtungen Black, Thrash und Grindcore sowie Pagan, Viking oder anderen Subgenres, wenn sich entsprechende Chancen auftun. Dabei achtet das Festival sehr genau darauf, nicht nur Death Metal zu bieten&nbsp;sondern sowohl eine gute Mischung zu präsentieren, als auch exklusive Bands zu buchen, die nicht überall zugegen sind. 2017 werden <strong>BITTERNESS</strong>, <strong>ABORTED</strong>, <strong>II</strong>, <strong>PURGATORY</strong>, <strong>5 STABBED 4 CORPSES</strong> und <strong>DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT</strong> den sächsischen Metalfans trotz winterlicher Kälte ordentlich einheizen. Na, einen Besuch wert?</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-11827 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Break-The-Silence.jpg" alt="break-the-silence" width="849" height="1200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Break-The-Silence.jpg 849w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Break-The-Silence-212x300.jpg 212w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Break-The-Silence-724x1024.jpg 724w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Break-The-Silence-750x1060.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 849px) 100vw, 849px" />
<h2>Die Frage aller Fragen: Lohnt es sich, in Sachsen Metalhead zu sein?</h2>
<p>Zeit für ein Resümee: Ein Festival früh im Januar, eines spät im November. Dazu zwei Festivals im Juni sowie jeweils eins im April, September und Oktober – macht in der Summe sieben Festivals. Auf eine Großveranstaltung mit fünfstelligen Zuschauerzahlen muss Sachsen zukünftig allerdings verzichten. Im Bereich der kleinen und mittelgroßen Veranstaltungen hat der Freistaat trotzdem noch einiges zu bieten.</p>
<p>Doch lohnt es sich nun wirklich, in Sachsen Metalhead zu sein? An dieser Stelle kommt der Jurastudent in mir durch, der den Satz bringt, den jeder werdende Jurist kennen sollte: Es kommt darauf an.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Worauf? Auf den Musikgeschmack. Wir haben Thrash und Black, Black und Death, Death und Thrash, dann nochmal das core-lastige <strong>Impericon</strong> sowie das derbe <strong>Morbvs Maximvs</strong>. Doch was zum Teufel ist mit Folk-, Heavy- und Power-Metal?</p>
<p>Wer die raueren Subgenres im Metal mag, sollte darüber nachdenken, Sachsen öfter einen Besuch abzustatten, da ihn dort viele Veranstaltungen erwarten, die ihm Freude bereiten werden. Wer allerdings, wie ich, ein zartbesaiteter Freund von Metal mit Klargesang und weniger Geschrammel ist, wird sich anderswo umschauen müssen. Das angesprochene <strong>Brann Open Air</strong> hätte für Sachsen die Kastanien aus dem Feuer holen können, da es die fehlende Abwechslung zu den anderen Festivals der Gegend ausgemacht hätte. Da dieses aber nie stattgefunden hat, bleibt Sachsen ein relativ einseitiges Metalland.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie sind eure Erfahrungen mit den erwähnten Festivals? Welches bevorzugt ihr? Oder kennt ihr vielleicht noch weitere Festivals in Sachsen, die ich nicht erwähnt habe? (Verschont mich mit dem Highfield, das habe ich ganz bewusst rausgenommen. Eine Veranstaltung, auf der <strong>REVOLVERHELD</strong>, <strong>SILBERMOND</strong> und <strong>FETTES BROT</strong> auftreten, hat hier in meinen Augen nichts zu suchen.) Dann schreibt es in die Kommentare!</p>
<p>Ihr hört in zwei Wochen von mir, wenn ich mich einem weiteren Bundesland der ehemaligen DDR widme. Möglicherweise bringt dieses die ersehnte Abwechslung, die Sachsen vermissen lässt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wo-es-sich-lohnt-metalhead-zu-sein-02-sachsen/">Wo es sich lohnt, Metalhead zu sein &#8211; #02: Sachsen</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Wo es sich lohnt, Metalhead zu sein &#8211; #01: Sachsen-Anhalt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lukas]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Nov 2016 13:17:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumnen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als im letzten Jahr das Wappen von Sachsen-Anhalt auf dem Frühbucher-Shirt des Rockharz 2016 prangte, dachte ich mir: „Oh, die scheinen stolz darauf zu sein, ihr Festival in Sachsen-Anhalt etabliert zu haben. Gut so!“ Kürzlich begann ich noch einmal darüber nachzudenken. Wie ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wo-es-sich-lohnt-metalhead-zu-sein-01-sachsen-anhalt/">Wo es sich lohnt, Metalhead zu sein &#8211; #01: Sachsen-Anhalt</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Als im letzten Jahr das Wappen von Sachsen-Anhalt auf dem Frühbucher-Shirt des Rockharz 2016 prangte, dachte ich mir: „Oh, die scheinen stolz darauf zu sein, ihr Festival in Sachsen-Anhalt etabliert zu haben. Gut so!“ Kürzlich begann ich noch einmal darüber nachzudenken. Wie sieht es eigentlich in anderen Bundesländern aus? Ist die Szene dort ähnlich stark wie hier, oder vielleicht sogar stärker? Und wenn ich ein Underground-Festival, das nur 20 Kilometer von meinem Geburtsort entfernt ist, erst nach langer Zeit zufällig durch einen Flyer entdecke, wie viele gibt es dann wohl noch da draußen?</p>
<p>Es stellen sich viele Fragen, die es zu beantworten gilt. Deshalb gehe ich dem zentralen Thema jetzt auf den Grund: <strong>Wo lohnt es sich, Metalhead zu sein?</strong></p>
<p>Wir beginnen unsere Reise dort, wo ich mich wohl am besten auskenne. In meinem Heimatland: Sachsen-Anhalt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Das Flaggschiff: Rockharz Open Air</h2>
<p>Neben den zahlreichen kleinen Festivals, die vielerorts stattfinden und von mal kleineren, mal größeren Zuschauermengen heimgesucht werden, gibt es auch einige Schwergewichte in Deutschland. So gibt es auch in Sachsen-Anhalt ein Festival, welches mehr Besucher anzieht, als die restlichen Festivals des Landes zusammen. Die Rede ist vom <strong>Rockharz Open Air</strong>.</p>
<p>Das 1993 als „Rock gegen Rechts“ entstandene Festival, fand ursprünglich in Osterode am Harz statt, zog 2009 aufgrund der stetig wachsenden Zuschauerzahlen allerdings nach Ballenstedt in Sachsen-Anhalt um. 2014 konnte das <strong>Rockharz</strong> erstmalig ein „Sold Out“ bei 12.000 Besuchern melden. Auch in den Folgejahren war das <strong>Rockharz</strong> wenige Wochen vor Veranstaltungsbeginn ausverkauft.</p>
<p>Musikalisch lässt sich das <strong>Rockharz Open Air</strong> in die Kategorie „Mixed Metal“ einordnen – von&nbsp; Melodic Death Metal der Marke <strong>SOILWORK</strong> oder <strong>CHILDREN OF BODOM</strong> über Heavy-Metal-Urgesteine wie <strong>SAXON</strong> und <strong>GAMMA RAY</strong> bis hin zu Folk-Rock-Größen wie <strong>SALTATIO MORTIS</strong> und <strong>SUBWAY TO SALLY</strong> ist für beinahe jeden Geschmack etwas dabei. Über dreieinhalb Tage wird von Mittwoch bis Samstag ein straffes Programm durchgezogen. Eine Besonderheit: Bespielt werden zwei Bühnen, allerdings ohne Überschneidungen. Die Stages werden wechselseitig bespielt, sodass es nicht zu großen Verzögerungen zwecks Aufbau und Soundchecks kommt. Wer einmal einige der größeren Bands der Szene sehen möchte, wird auf dem <strong>Rockharz</strong> mit großer Wahrscheinlichkeit glücklich werden.</p>
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<h2>&nbsp;</h2>
<h2>Von Überlebenskämpfen, Burgruinen &amp; Hallenfestivals</h2>
<p>Wie bereits erwähnt, gibt es auch weniger besucherstarke Festivals in Sachsen-Anhalt. Doch auch diese verdienen Beachtung, handelt es sich doch um interessante Veranstaltungen verschiedenster musikalischer Richtungen.</p>
<p>Der Größenunterschied zum <strong>Rockharz</strong> ist gewaltig. Während dort in der Regel 12.000-14.000 Besucher auflaufen, sind es bei den restlichen Festivals der Region bedeutend weniger. Die nächstgrößten Festivals nehmen sich dabei nicht viel: Sowohl das <strong>Metal Frenzy Open Air</strong>, als auch das <strong>Dark Troll Festival</strong> und das <strong>Rock unter den Eichen</strong> können um die 1000 Zuschauer aufweisen. Unterschiede bestehen dafür in der musikalischen Ausrichtung, aber auch in der Wahl der Location und in der Länge des Bestehens.</p>
<h2>Das Festival der Altmark: Metal Frenzy Open Air</h2>
<p>Ähnlich wie das <strong>Rockharz</strong>, ist auch das <strong>Metal Frenzy</strong> ein Vertreter des „Mixed Metal“. Wobei gesagt werden muss, dass das kleine Festival in der Altmark die wohl härtere Mischung bietet: Headliner wie <strong>SIX FEET UNDER</strong>, <strong>EXODUS</strong>, <strong>DYING FETUS</strong>, <strong>EQUILIBRIUM</strong> oder <strong>SODOM</strong> klingen doch ganz anders als <strong>AVANTASIA</strong> und Konsorten, die oft die Kopfzeile des <strong>Rockharz</strong>-Flyers schmücken.</p>
<p>Trotzdem lohnt sich das Festival auch für Fans der weniger harten Subgenres. Bands wie <strong>GRAVE DIGGER</strong>, <strong>FREEDOM CALL</strong>, <strong>MESSENGER</strong>, <strong>VOGELFREY</strong> oder <strong>WISDOM</strong> sorgten in den vergangenen Jahren für allerlei Abwechslung zu den oftmals härter gearteten Headlinern. Ein bunteres Line-up als beim <strong>Metal Frenzy</strong> wird sich in Sachsen-Anhalt nicht finden lassen.</p>
<p>Es gibt noch einen anderen, weniger schönen Unterschied zur Konkurrenz aus dem Harz. Während dort nämlich Jahr für Jahr das „Sold Out“ vermeldet wird, kämpft das <strong>Metal Frenzy</strong> jährlich ums nackte Überleben. Die Besucherzahlen sind mit jährlich ca. 1000 Gästen relativ konstant, doch offenbar reicht das nicht aus, um die Kosten hinreichend zu decken. Zumindest wird es auch 2017 weitergehen, sodass es zu einer vierten Auflage des 2014 gegründeten Festivals kommen wird. Es bleibt zu hoffen, dass die Besucherzahlen weiter steigen, damit das mit viel Herzblut organisierte Festival weiter Fuß fassen kann.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-11050 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Metal-Frenzy.jpg" alt="Metal Frenzy 2016 Plakat" width="681" height="960" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Metal-Frenzy.jpg 681w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Metal-Frenzy-213x300.jpg 213w" sizes="auto, (max-width: 681px) 100vw, 681px" />
<h2>&nbsp;</h2>
<h2>Headbangen in alten Gemäuern: Dark Troll Festival</h2>
<p>Keine Sorgen um den Erhalt des Festivals müssen sich die Besucher des in Bornstedt stattfindenden <strong>Dark Troll Festival</strong>s machen. Auch hier sprechen wir von knapp 1000 Besuchern, jedoch zeitgleich vom Ausverkauf. Die Obergrenze ist bereits erreicht. Grund dafür ist der beschränkte Platz der Location. Dafür hat diese es in sich: Wie viele Festivals finden schon in einer Burgruine statt, umgeben von Bäumen und im Schatten eines alten Turms?</p>
<p>Auch das Line-up kann sich sehen lassen. Pagan und Black Metal verschiedenster Variationen bedienen drei Tage lang die Bühne. Dabei wird es häufig auch ziemlich international und es ist mittlerweile zur Tradition geworden, bei jeder Auflage auch einer Band ihre Premiere auf deutschem Boden zu ermöglichen.</p>
<p>Unter den zahlreichen Bands, die es seit 2009 (damals noch unter dem Namen <strong>Black Troll Festival</strong>) nach Bornstedt zog, befinden sich unter anderem <strong>ARKONA</strong>, <strong>MOONSORROW</strong>, <strong>OBSCURITY</strong>, <strong>GERNOTSHAGEN</strong>, <strong>HEIDEVOLK</strong>, <strong>XIV DARK CENTURIES</strong> und <strong>FINSTERFORST</strong>. Grund genug, mal dort vorbeizuschauen – oder was meint ihr?</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-11052 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Dark-Troll.jpg" alt="Dark Troll 2016 Plakat" width="685" height="960" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Dark-Troll.jpg 685w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Dark-Troll-214x300.jpg 214w" sizes="auto, (max-width: 685px) 100vw, 685px" />
<h2>&nbsp;</h2>
<h2>Irgendwo zwischen Magdeburg und Stendal: Rock unter den Eichen<strong><br />
</strong></h2>
<p>Irgendwo zwischen Magdeburg und Stendal befindet sich Bertingen. Hier ist das <strong>Rock unter den Eichen</strong> ansässig, das 2004 zum ersten Mal stattfand und 2017 in die mittlerweile 14. Runde geht. Die Veranstaltung ist mit zwei Tagen etwas kürzer als die anderen Festivals ähnlicher Größe im Land, was vor allem denen gefallen dürfte, die nicht so viele Urlaubstage für ein Festival verbrennen wollen. Ungefähr 1.200 Leute verirren sich jedes Jahr in die sachsen-anhaltinische Walachei, um dies auszukosten.</p>
<p>Auch mit der Bandauswahl grenzt sich das <strong>RUDE</strong> von seinen „Geschwistern“ in Sachsen-Anhalt ab. Mit einer Auswahl, die überwiegend dem Sektor Death, Thrash und Grindcore entstammen, handelt es sich um das wohl härteste Festival im Land der Frühaufsteher. Die bekanntesten Bands, die im Laufe der letzten Jahre unter den Eichen rockten, sind wohl <strong>DESTRUCTION</strong>, <strong>NAPALM DEATH</strong>, <strong>LEGION OF THE DAMNED</strong>, <strong>VARG</strong>, <strong>OBITUARY</strong>, <strong>SEPULTURA</strong>, <strong>TANKARD</strong> und <strong>UNLEASHED</strong>. Wer musikalisch richtig auf die Fresse haben will, bekommt hier seinen Wunsch erfüllt.</p>
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<h2>&nbsp;</h2>
<h2>Eine Nummer kleiner: Metal Embrace Festival</h2>
<p>Zu guter Letzt bietet Sachsen-Anhalt auch noch ein Festival, welches wohl am ehesten dem Underground-Charakter entspricht, als die oben aufgeführten Festivals. Am zweiten Septemberwochenende eines jeden Jahres findet das <strong>Metal Embrace Festival</strong> in Barleben, nahe der Landeshauptstadt Magdeburg, statt, das von einigen hundert Metalheads besucht wird. Im Gegensatz zu den restlichen Festivals des Landes handelt es sich nicht um ein Open Air Festival. Stattdessen spielen die Bands in einer Halle, sodass sich die Gäste auch bei schlechtem Wetter zwei Tage lang ungehindert der Musik hingeben können.</p>
<p>Die Zusammenstellung scheint in keine bestimmte musikalische Richtung zu verlaufen. Die Bands entstammen verschiedensten Subgenres und sind zudem in den meisten Fällen weniger bekannt. Power, Folk und Symphonic gibt es hier so gut wie nie zu hören, dafür aber alles von Rock und Heavy über Death und Melodic Death bis hin zu Black und Thrash Metal. Headliner waren dieses Jahr <strong>OBSCURITY </strong>und <strong>BLACK MESSIAH</strong>, in den Vorjahren Bands wie <strong>IMPERIUM DEKADENZ</strong>, <strong>THULCANDRA</strong>, <strong>AGRYPNIE</strong> und <strong>THE VISION BLEAK</strong>. Die Größen der Szene findet man hier ganz sicher nicht, dafür aber unbekanntere Bands, die nicht an jeder Ecke zu sehen sind. Wer den Trubel auf großen Festivals hasst, ist hier genau richtig.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-11056 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Metal-Embrace.jpg" alt="Metal Embrace 2016 Plakat" width="497" height="700" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Metal-Embrace.jpg 497w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/11/Metal-Embrace-213x300.jpg 213w" sizes="auto, (max-width: 497px) 100vw, 497px" />
<h2>&nbsp;Gibt es bald ein neues Flaggschiff?</h2>
<p>Es wurde einige Zeit gemunkelt, kurz vor der Veröffentlichung dieses Artikels wurde es offiziell: Ein großes Festival der Szene zieht um &#8211; nach Sachsen-Anhalt! Namentlich handelt es sich um das <strong>With Full Force Festival</strong>, das bisher in Sachsen ausgetragen wurde. Neue Austragungsstätte wird die Ferropolis bei Gräfenhainichen in der Nähe von Dessau-Roßlau sein. Um akkurat zu sein, muss man das Festival nun bereits Sachsen-Anhalt zurechnen. Das Land gewinnt damit einen &#8222;Big Player&#8220; des Thrash, Death, Metalcore, Hardcore und Punk. Es soll 2017 ganze vier Bühnen geben, von denen die Zuschauer drei Tage lang beschallt werden. In der Vergangenheit pilgerten gut 25.000 Besucher nach Roitzschjora. Wie viele es nächstes Jahr wohl werden?</p>
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<h2>Die Frage aller Fragen: Lohnt es sich, in Sachsen-Anhalt Metalhead zu sein?</h2>
<p>Fünf Festivals, davon eins im Mai, eins im Juni, zwei im Juli und eins im September. Zwei Mal bunt gemischt, ein Mal Metal der härteren Art, ein Mal Black und Pagan, ein Mal Underground-Metal verschiedener Richtungen. Ein großes Festival, drei kleine und ein ganz kleines. Nicht zu vergessen das Schwergewicht <strong>WFF</strong>, das ab nächstem Jahr ebenfalls im sachsen-anhaltinischen Festivalkalender stehen wird und noch einmal die Fans der härteren Schiene bedient!</p>
<p>Lohnt es sich, in Sachsen-Anhalt Metalhead zu sein? Meine Antwort: Es lohnt sich durchaus. Egal, ob man eher weichen Power Metal, stimmigen Pagan oder rauen Thrash präferiert – in Sachsen-Anhalt wird man fündig, da viele Sektoren abgedeckt sind. Immerhin sechs Festivals vermag das Land ab 2017 aufzubringen, zwei davon mit Besucherzahlen im fünfstelligen Bereich. Obgleich ein Rahmen von sechs Festivals der Vielfalt relativ enge Grenzen setzt, kann man es sicherlich schlechter treffen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong><em>… Oder? Wir werden es sehen. Ein Land ist beleuchtet. 15 verbleiben. Den Überblick über das nächste Bundesland gibt es in zwei Wochen.</em></strong></h4>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wo-es-sich-lohnt-metalhead-zu-sein-01-sachsen-anhalt/">Wo es sich lohnt, Metalhead zu sein &#8211; #01: Sachsen-Anhalt</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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