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	<title>Einheit Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Einheit Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Wie war das denn nun mit der Maultrommel? &#8211; Im Interview mit FERNDAL</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Flo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 May 2017 12:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FERNDAL &#8211; eine Band, die Black Metal spielt, aber gerade einmal vor ein paar Monaten auf der Bildfläche erschienen ist. Und zwar nicht einfach so, sondern direkt mit einem Deal bei der Einheit Produktionen-Familie. Bereits im Review zum Debüt-Album bin ich auf ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wie-war-das-denn-nun-mit-der-maultrommel-im-interview-mit-ferndal/">Wie war das denn nun mit der Maultrommel? &#8211; Im Interview mit FERNDAL</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>FERNDAL</strong> &#8211; eine Band, die Black Metal spielt, aber gerade einmal vor ein paar Monaten auf der Bildfläche erschienen ist. Und zwar nicht einfach so, sondern direkt mit einem Deal bei der Einheit Produktionen-Familie. Bereits im Review zum Debüt-Album bin ich auf diverse Besonderheiten eingegangen, wie z.B. der hörbare Einfluss klassischer Musik. Wie kamen die kreativen Köpfe hinter der Band auf die Idee, Klassik und Black Metal zu verbinden? Und vor allem: Wie war das denn nun mit der Maultrommel? Ich habe die Herren und die Dame der Schöpfung ein wenig ausgefragt.</p>
<h4><em><strong>Flo</strong></em><i>:</i> Vielen Dank, dass ihr mir die Möglichkeit gebt, euch mit ein paar Fragen zu löchern. Ihr seid noch eine sehr junge Band und habt am 21. April diesen Jahres erst euer Debüt-Album <strong>„Ferndal“</strong> über Einheit Produktionen veröffentlicht. Da ihr erst frisch auf der Black Metal-Bildfläche erschienen seid, und euch sicher noch nicht jeder kennt, stellt euch doch als erstes Mal vor und verratet mir, wer welche Rolle in der Band spielt.</h4>
<p><strong>Lestaya</strong>: Cellistin, <strong>Sethras</strong> und <strong>Abarus</strong>: Gitarristen, <strong>Alboin</strong>: Schlagzeuger, <strong>Sorathiel</strong>: Sänger und Bassist.</p>
<h4><em><strong>Flo</strong></em><i>: </i>Wie habt ihr euch in dieser Konstellation denn zusammengefunden?</h4>
<p><strong>Sorathiel</strong>: Das war sicher Schicksal. Ich hatte schon länger mit <strong>Lestaya</strong> zusammen die Idee, in einer Band Metal und Klassik zu verbinden. Wir hatten damals schon diverse Konzepte, die aber nicht richtig konkret geworden sind. Auch mit <strong>Sethras</strong> kam immer mal wieder die Idee auf, was gemeinsam in einer Band zu machen. 2015 kam ihm die denkwürdige Erkenntnis, dass wir bald zu alt würden, um die Sache langsam und unambitioniert anzugehen. Deshalb schrieben wir direkt ein paar Songs und machten uns auf die Suche nach einem Drummer. <strong>Alboin</strong> war zu der Zeit auf der Suche nach einer Band, in der er sich am Schlagzeug austoben konnte und stieß dabei auf <strong>Lestaya</strong>. Zur gleichen Zeit habe ich <strong>Alboin</strong>s Frau kennengelernt, der irgendwann aufgegangen ist, dass ich von der schlagzeuglosen Band bin, in die ihr Mann überlegt einzusteigen. <strong>Abarus</strong> scheint bei <strong> EïS </strong>dann auch nicht ausgelastet gewesen zu sein und schon hatten wir einen zweiten Gitarristen …</p>
<img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-16753" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/FERNDAL.jpg" alt="" height="730" width="1095" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/FERNDAL.jpg 1095w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/FERNDAL-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/FERNDAL-1024x683.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/FERNDAL-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/FERNDAL-750x500.jpg 750w" sizes="(max-width: 1095px) 100vw, 1095px" />
<h4><em><strong>Flo</strong></em><i>: </i>Wie seid ihr auf die Idee gekommen, im Black Metal ein Cello, das ja ein klassisches Instrument ist, als Melodie-Instrument gekonnt in den Vordergrund zu stellen?</h4>
<p><strong>Lestaya</strong>: Ich kann nun einmal Cello spielen… Nein, im Ernst: Ich habe vor vielen Jahren schon mal was mit einem Black Metal-Projekt zu tun gehabt, und habe in der Zwischenzeit immer mal wieder Lust gehabt, diese Musik zu machen. Es kam nur nie dazu, bis wir eben&nbsp;<strong>FERNDAL</strong> aufgezogen haben.</p>
<h4><em><strong>Flo</strong></em><i>: </i>Alboin, Abarus, ihr seid auch bei EïS fest eingebunden, was hat euch dazu bewogen, bei FERNDAL mitzuwirken. Wie lässt sich beides miteinander vereinbaren? Werden manchmal Parallelen gezogen zwischen beiden Projekten? Bzw. wird zwischen beiden Black Metal-Projekten verglichen, oder wird beides sauber voneinander getrennt betrachtet?</h4>
<p><strong>Alboin</strong>: Ich hatte tatsächlich einfach mal wieder Lust, Schlagzeug zu spielen. Das habe ich vor vielen Jahren schon bei<strong> INARBORAT</strong> und auch bei <strong>FUNERAL PROCESSION</strong> versucht, dann aber jahrelang nichts mehr in der Richtung unternommen. Mir tut es außerdem echt gut, nicht die Verantwortung für den kreativen Teil übernehmen zu müssen, wie ich das bei <strong>EïS</strong> tue, sondern im Grunde „nur spielen“ zu können.</p>
<blockquote><p>&#8230; das ist schwer ganz zu trennen.</p></blockquote>
<p>Die beiden Bands ganz klar zu trennen, ist nicht so leicht. Wir proben in demselben Raum, wir trinken dasselbe Bier, wir sind untereinander befreundet, wir spielen Gigs zusammen… das ist schwer ganz zu trennen. Aber solange ich nicht irgendwann am Drumkit anfange, <em>„Mann aus Stein“</em> zu singen, komme ich zurecht.</p>
<p><strong>Sorathiel</strong>: Er meint „das GLEICHE Bier“! – wäre sonst doch etwas komisch! Für uns sind die beiden Bands organisatorisch und musikalisch vollkommen getrennt. Aber natürlich vergleichen das die Leute oft. Wir haben da schon alles gehört auf der Bandbreite von „Nebenprojekt, das sich musikalisch zu wenig abgrenzt“ bis „decken ein ganz anderes Genre ab“. Die Vergleiche kommen natürlich automatisch, wenn man von einer neuen Band hört, bei der zwei <strong>EïS</strong>-Mitglieder spielen, aber für keinen von uns ist <strong>FERNDAL</strong> ein „Nebenprojekt“ und die Ähnlichkeit der Musik so unterschiedlich wahrgenommen wird, finde ich ein interessantes Phänomen.</p>
<h4><em><strong>Flo</strong>: </em>Wer ist überhaupt verantwortlich für das Basteln der Riffs? Und wie entsteht ein Song bei euch? Gibt es da ein Mastermind, oder bringt jeder seinen Baustein in den Song mit ein?</h4>
<p><strong>Lestaya</strong>: <strong>Sorathiel</strong> und ich kommen mit im Prinzip fertigen Songs in die Probe. <strong>Alboin</strong> ist dann dafür verantwortlich, das Konzept anzuzweifeln und über den Haufen zu werfen (finde ich ja zum Heulen, dass ich jetzt wieder der Meckerkopp sein soll! Gefällt mir nicht! &#8211; Anm. d. <strong>Alboins</strong>). Auf einigen Dingen beharren wir dann, andere werden geändert – das betrifft meist vor allem die Drums und den Ablauf. Da sind wir auch wirklich offen. Das in <em>&#8222;Ungelebtes Leben&#8220;</em> beispielsweise der ruhige Mittelpart eingebaut wurde, ist <strong>Alboins</strong> Idee gewesen.</p>
<img decoding="async" class="wp-image-17577 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/Lady-Metal-Ferndal.jpg" height="450" width="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/Lady-Metal-Ferndal.jpg 640w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/Lady-Metal-Ferndal-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<h4><em><strong>Flo</strong></em><i>: </i>Hier und da habe ich beim Hören eurer Platte den Eindruck gewonnen, man könne die Gitarrenspuren mit Streichinstrumenten spielen und hätte ein sehr klassisches Stück. Damit will ich sagen, dass sich der Klassik-Einfluss meiner Meinung nach nicht nur durch das Cello abzeichnet, sondern auch auf den Gitarren hörbar ist. Ist das Absicht, oder passiert das einfach so? Liegt das möglicher Weise an euren Einflüssen und der Musik, die ihr selbst hört?</h4>
<p><strong>Lestaya:</strong> Dein Eindruck ist richtig! Das liegt daran, dass <strong>Sorathiel</strong> und ich klassische Musiker sind, das ist einfach die Denkweise. Ich arbeite fast immer mit barocken Stimmführungen, eigentlich automatisch – berufsbedingt, das ist das, was ich den ganzen Tag mache und höre. Ich denke, es ist sogar hörbar, dass <strong>Sorathiel</strong>, der ursprünglich Flötist ist, eine andere Kompositionsweise hat, als ich als Cellistin, weil die Funktion der beiden Instrumente im klassischen Bereich eine sehr andere ist. Es ist also beides – Absicht, weil wir wissen, dass es so ist, wir könnten es aber wohl auch kaum verhindern. Und ja, wir hören auch viel Klassik, und das deutlich länger als Black Metal.</p>
<blockquote><p>&#8230; und die Texte ergeben nur im Zusammenhang mit der Musik einen Sinn.</p></blockquote>
<h4><em><strong>Flo</strong></em><i>: </i>Neben dem hörbaren klassischen Einfluss hört man auch an verschiedenen Stellen einen gewissen paganen Einfluss raus, auch durch die klar gesungenen Passagen. Welche Dinge thematisiert ihr denn in euren Lyrics? Finden sich dort auch Themen aus dem Pagan Metal-Bereich? Oder was habt ihr euch zum Thema des Albums gemacht? Wer schreibt die Texte?</h4>
<p><strong>Sorathiel:</strong> Ich nenne das lieber einen folkloristischen Einfluss, weil Heidentum in unserer Musik eigentlich keine Rolle spielt. Wir komponieren meistens um eine Melodie herum, die einen klassischen oder folkloristischen Stil hat – oder beides; das lässt sich ja nicht immer trennen. Ganz am Anfang der Band lag der Schwerpunkt noch viel stärker auf diesen Melodien. Das hat sich dann mit <strong>Alboin</strong> und <strong>Abarus</strong> etwas geändert, aber einige markante Stellen in den Songs sind davon noch übrig.<br />
Unsere Texte wollen etwas vom Menschen zeigen, dass man im Alltag nicht wahrnimmt. Solche inneren Dinge kann man schwer abstrakt beschreiben und das will auch keiner hören. Deshalb malen wir Bilder, die zu den inneren Zuständen passen. In zwei der Songs sind das Bilder, die den Menschen in Beziehung zur Natur stellen. Sowas kommt auch oft im Pagan-Metal vor, aber ich glaube, mit anderer Zielrichtung. Ich persönlich benutze vor allem die Musik als Sprache und die Texte ergeben nur im Zusammenhang mit der Musik einen Sinn. Das mag bei <strong>Lestaya</strong> anders sein …</p>
<p><strong>Lestaya:</strong> Themen aus dem Pagan Metal Bereich – eigentlich gar nicht. Allerdings ist das Setting von <em>&#8222;In die Freiheit&#8220;</em> schon ziemlich stereotyp, aber um diese Dinge, die da so pagan klingen, ging es mir gar nicht. Das ist nur zufällig da gelandet, der eigentliche Inhalt in dem Text hätte auch in irgendeinem anderen Setting stattfinden können, da geht es um das Durchlaufen verschiedener Stadien im Bewusstsein des Sterbens. Dass es so pagan klingt, hat womöglich damit zu tun, dass ich den Text in Island geschrieben habe, da habe ich eben entschieden, den Inhalt in diesen Zusammenhang zu bringen. Was übrigens auch etwas mit dem Anfangsriff zu tun hat, das ist sehr bildlich.</p>
<blockquote><p>&#8230; ich bin aber nicht in der Lage, diese synthetischen Klänge abzuhören, weil sie zu klinisch sauber sind, &#8230;</p></blockquote>
<h4><em><strong>Flo</strong><i>:</i> </em>Mir ist zu Ohren gekommen, dass ihr keinerlei synthetische Sounds auf dem Album verbaut habt, sondern jedes Instrument, das man hört (Orgel, Cello, …) echt eingespielt wurde. Warum habt ihr darauf besonderen Wert gelegt, euch eben nicht diverser Synthie-Sounds zu bedienen? Und vor allem: Wie nimmt man denn am besten eine Orgel auf?</h4>
<p><strong>Lestaya:</strong> Ich tue mich schwer mit synthetischen Klängen. Das hat was mit dem Klang, aber auch mit der Intonation zu tun. Es gibt ein paar Klänge, die zu der jeweiligen Musik sehr gut passen, bei <strong>WINDIR</strong> zum Beispiel – das könnte man kaum durch Instrumente ersetzen, weil es keine Instrumente gibt, die so klingen. Ursprünglich hatten wir als Coverversion an <em>„Todeswalzer“</em> statt an <em>„Arntor“</em> gedacht, ich bin aber nicht in der Lage, diese synthetischen Klänge abzuhören, weil sie zu klinisch sauber sind, da ist nichts Organisches dran. Das ist wahrscheinlich eine Art Streicher-Fetisch: Wenn wir einen Ton greifen, tun wir das im Zusammenhang mit der Tonart, in der wir spielen, dadurch gewinnt der Klang einfach mehr Farben und auch ggf. mehr Reibungen. Man kann bewusst mit der Intonation spielen.</p>
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<p>Zu den Orgelaufnahmen: eingespielt hat die Orgel meine Mutter. Dafür, dass wir in der Kirche aufnehmen durften, musste sie im Gegenzug einen ganzen katholischen Gottesdienst orgeln, da steckt also wirklich große Opferbereitschaft hinter. Der Hall ist natürlich ein Problem, der war zwar gewollt, aber hinterher Hall rausnehmen geht eben nicht, also haben wir versucht, so trocken wie möglich aufzunehmen. Zur Mikrophonierung – das hat ein Tontechniker gemacht, da kann ich nicht viel zu sagen. Aber es war verdammt kalt, wir hatten 8 Grad bei den Aufnahmen! Das war ein echtes Problem. Dann werden die Finger kalt und funktionieren nicht mehr gut, und dadurch gerät man unter Zeitdruck.</p>
<p><strong>Sorathiel:</strong> Eine Herausforderung war auch das Aufnehmen der Maultrommel, die …</p>
<p><strong>Lestaya:</strong> Schhht!</p>
<h4><em><strong>Flo</strong></em><i>: </i>Es ist ja nicht gerade üblich, dass eine Band schon ihr Debüt über ein Label veröffentlichen kann. Ihr jedoch habt euer erstes Album bereits in der <strong>EINHEIT PRODUKTIONEN</strong>-Familie unterbringen können. Wie kam es dazu?</h4>
<p><strong>Sorathiel:</strong> Wir haben <strong>Olaf</strong> (den Chef von <strong>EINHEIT PRODUKTIONEN</strong>) auf dem <strong>DARKTROLL FESTIVAL 2016</strong> kennen gelernt und auf unsere Musik angesprochen. Zu dem Zeitpunkt steckte das noch in den Kinderschuhen, aber er war immerhin so neugierig, dass er die Sache erstmal verfolgt hat. Einheit bringt ja nicht nur Pagan Metal heraus, sondern auch Black Metal, der die ganz traditionellen Pfade etwas verlässt. Und mit unserer Musik passten wir ganz gut dort hinein. Mit der recht schnellen Entstehung des ersten Albums hat sich dann eine Zusammenarbeit ergeben und dieses Jahr spielen wir selbst auf dem <strong>DARKTROLL</strong>.</p>
<h4><em><strong>Flo</strong></em><i>: </i>Ihr habt das letzte Wort – was wollt ihr euren Hörern, unseren Lesern und den ganzen Menschen da draußen noch erzählen bzw. mit auf den Weg geben?</h4>
<p><strong>Alboin:</strong> Trinkt mehr Bier, wenn ihr Beethoven hört!</p>
<h4><em><strong>Flo</strong></em><i>: </i>Eine Frage habe ich noch: Wie war das denn nun mit der Maultrommel?<i><br />
</i></h4>
<p><strong>Lestaya:</strong> Maultrommel? Welche Maultrommel?</p>
<h4><em><strong>Flo</strong></em><i>: </i>Ich danke euch vielmals für eure Zeit und eure Offenheit, wünsche euch weiterhin gutes Gelingen, ein paar geile Gigs, und man sieht sich aufm <a href="https://silence-magazin.de/bornstedter-burgbeben-vorbericht-darktroll-festival-2017/"><strong>DARKTROLL FESTIVAL</strong></a></h4>
<p><a href="http://ferndal.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Webseite</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/ferndal.official/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a></p>
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		<title>Wer Surtur sät, wird Lohe ernten!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Flo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Oct 2016 14:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Barbarossa]]></category>
		<category><![CDATA[Einheit]]></category>
		<category><![CDATA[Einheit Produktionen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>SURTURS LOHE &#8211; Seelenheim Dauer: 47:04 Min. Label: Einheit Produktionen Release: 02.09. 2016 Aus den Tiefen der Thüringer Wälder, im finst&#8217;ren Tannengrund, aber auch unter der Linden, ertönen unbekannte, neue Klänge. Teils rau und kalt, teils warm und atmosphärisch. Denn die Meininger ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wer-surtur-saet-wird-lohe-ernten/">Wer Surtur sät, wird Lohe ernten!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>SURTURS LOHE</strong> &#8211; Seelenheim<br />
Dauer: 47:04 Min.<br />
Label: Einheit Produktionen<br />
Release: 02.09. 2016</p>
<p>Aus den Tiefen der Thüringer Wälder, im finst&#8217;ren Tannengrund, aber auch unter der Linden, ertönen unbekannte, neue Klänge. Teils rau und kalt, teils warm und atmosphärisch. Denn die Meininger Geschichtenerzähler <strong>SURTURS LOHE</strong> sind mit einem neuen Album zurück –<em> &#8222;Seelenheim&#8220;</em> – und vertonen ein weiteres Mal Sagen und Mythen sowie Geschichten aus dem grünen Herzen Deutschlands.</p>
<p>Die erste Nummer weckt schon zu Beginn der Scheibe mein Interesse. Das Intro <em>&#8222;Der Kaiser im Berg&#8220;</em> handelt von der Legende um Barbarossa, mit der ich zwar vertraut bin, die ich allerdings noch nie so episch in Szene gesetzt gehört habe, wie hier.</p>
<blockquote><p>Der Track kommt völlig ohne Clean-Gesang aus, büßt aber dennoch nichts ein.</p></blockquote>
<p>Nachdem nun das Intro abgehakt ist, fackeln wir nicht lange. Ruckzuck gibt es auf die Fresse! Im Titel <em>&#8222;Lohe Surt&#8220;</em> werden die Instrumente nicht gerade mit Samthandschuhen angefasst. Das befürworte ich. Screams, ausgiebige Bassdrum-Action, Blasts und etwas Gitarrengefiddel lassen meinen Unrumpf hibbelig werden, denn ich will mich bewegen. Der Track kommt völlig ohne Clean-Gesang aus (ungewöhnlich für die Meininger), büßt aber dennoch nichts ein. So ein klein wenig erinnert mich das Stück an die alten <strong>FIMBULVET</strong>-Tage. Ob da der <strong>Herr Heidenherz</strong> (Gitarre bei <strong>SURTURS LOHE</strong> und Mastermind bei <strong>FIMBULVET</strong>) nicht die Mütze beim Songwriting aufhatte? Es ist und bleibt ein Rätsel.</p>
<p>Der Titeltrack <em>&#8222;Seelenheim&#8220;</em> beginnt leise und gediegen mit gezupften Gitarren. Die Melodie verheißt Ungewissheit und Dunkelheit. Ich habe das Bild eines Irrlichtes in einem nebeligen Wald im Kopf, das versucht, mich immer weiter in den Wald zu locken. Der Eindruck von Unsicherheit verstärkt sich während des ganzen Songs. Stetig kommt etwas neues dazu, sei es Geflüster, Frauengesang, Drums, bis hin zum Ausbruch. Es geht vorwärts! Und zwar so, wie ich es vor allem im Thüringer Pagan Metal liebe: schnelle Schlagzeug-Pattern mit viel Action am Fußpedal und dazu Klargesang. Coole Atmo, die sich da aufbaut!</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-10520 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/10/1472745893_front-e1477505700143.jpg" alt="Seelenheim" width="400" height="400">
<p><em>&#8222;Unter der Linden&#8220;</em> klingt da schon weniger nach Ungewissheit, dafür aber nach verflossener Liebe, Vergangenheit und Sehnsucht nach eben dieser. Die Nummer startet sehr sinnig. Zu hören sind akustische Gitarren, Flöten sowie klarer Frauen- und Männergesang im Dialog. Leider verstehe ich den Text nicht komplett, aber auch lyrisch scheint es sich bei diesem Stück um eine Art Romanze/Ballade zu handeln. Langsam steigert sich das Instrumental, allerdings bleibt das Tempo eher entspannt.</p>
<p>Besinnlich geht es auch vorerst weiter. <em>&#8222;Gotengrab&#8220;</em> sagt zu Anfang Trauer und Bedrücktheit aus, wie ich finde. Man soll in sich gehen. Allerdings löst sich diese Bedrücktheit im Laufe des Songs auf und der Track geht unwahrscheinlich episch in die Breite, als die verzerrten Gitarren und die Drums einsetzen. Ich habe sofort Bilder von Felsen und nebeligen Schluchten im Kopf, am Himmel kreisen Raben. Als würde man eine sehr nahestehende Person ins Reich der Toten entlassen und ihrer gedenken. Man muss loslassen und den/die Verstorbene(n) in eine andere Welt gleiten lassen&#8230; Ich liebe es, wenn ich von Musik Bilder in den Kopf projiziert bekomme.</p>
<p><em>&#8222;Sumar kehre Heim&#8220;</em> legt vom Tempo her wieder einen Zahn zu, auch der Charakter dieser Nummer ist viel freundlicher, positiver und energiegeladener, als der der beiden vorherigen Titel. Mit eben so viel Kraft, wie Sonnenstrahlen die Wolken zerbrechen, und uns Licht und gute Laune bringen, kommt also auch <em>&#8222;Sumar kehre Heim&#8220;</em> daher. Außerdem birgt dieses Stück ein verdammt geiles Solo in sich – also: den Haargummi raus aus den Loden, und ab gehts! Dies ist übrigens der einzige Song, den man von diesem Album derzeit auf YouTube findet. Na warten wir mal ab, was da noch kommt.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/C9YYtaKJywg?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Es folgt ein recht kurzes Klavierzwischenstück namens <em>&#8222;Schwertleite&#8220;</em>, das, so denke ich mal, als Intro zum letzten und auch längsten Song der Platte gedacht ist. Schon dieses Klavier-Intro fetzt, die letzte Nummer <em>&#8222;Schildwacht&#8220;</em> stellt für mich allerdings den besten Track des Albums dar. Die Stimmung während eines einzelnen Titels ändert sich so oft, und doch klingt das Lied nach einer Einheit (hööhöö, Wortwitz) – von traurig mystisch, über stärkend und kraftvoll, bis hin zu verträumt, ruhig und melancholisch, bis am Ende nur noch das Klavier zu hören ist, und die gesamte Platte so langsam verstummt.</p>
<p>Wer die Musik aus dem Capital of Pagan Metal (nämlich Thüringen) so zu schätzen weiß, wie ich, der wird<strong> SURTURS LOHE</strong> ebenso zu schätzen wissen. Die Meininger sind meines Erachtens seit mehreren Jahren musikalisch auf einem ziemlich hohen Level, entwickeln sich aber dennoch von Album zu Album ein kleines Stück weiter. Stets verfolgen sie ihren eigenen wiedererkennbaren, ausgereiften Stil, und auch &#8222;Seelenheim&#8220; reiht sich wunderbar in die bisherigen Veröffentlichungen der Band ein. Das Silberscheibchen bietet Abwechslung, Spannung und Momente, sich gehen zu lassen, aber ebenso auch Momente, sich zu besinnen oder gar vor sich hinzuträumen. Das gibt ein dickes Bienchen ins Hausaufgabenheft!</p>
<p>Wepräsenz: <a href="http://www.einheit-produktionen.de/index.php?id=643,0,0,1,0,0" target="_blank">Surturs Lohe Einheit</a></p>
<p>Facebook: <a href="https://www.facebook.com/SurtursLoheOfficial/" target="_blank">Surturs Lohe Official</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wer-surtur-saet-wird-lohe-ernten/">Wer Surtur sät, wird Lohe ernten!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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