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	<title>heart like a grave Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
	<lastBuildDate>Sat, 14 Dec 2019 09:31:27 +0000</lastBuildDate>
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	<title>heart like a grave Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>INSOMNIUM auf Tour: »Bitteschön, Dankeschön«</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Dec 2019 07:22:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Finnen, in einem Raum - was soll da schon schief gehen?!</p>
<p>Nein, wir waren nicht in einer Sauna, sondern zur Tour von INSOMNIUM.<br />
Diese waren mit STAM1NA und zudem THE BLACK DAHLIA MURDER unterwegs und wir haben der Akustik des Felsenkellers getrotzt und haben einiges dazu zu sagen!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/insomnium-tour-like-a-grave-leipzig-2019/">INSOMNIUM auf Tour: »Bitteschön, Dankeschön«</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mitten in der Woche laden <strong>INSOMNIUM</strong> in den <strong>Leipziger Felsenkeller</strong> zur <strong>Tour Like A Grave</strong>. Foto-<strong>Yeti</strong> eingesackt (bzw. er mich) und ab geht es nach Leipzig. Bisher habe ich zwar schon öfter mitbekommen, dass im Felsenkeller Konzerte stattfinden, allerdings wurden mir noch keine konkreten Erfahrungen angetragen. Was ich weiß, ist, dass er nach Umbau kürzlich erst <strong>neu eröffnet</strong> wurde. Ich bin also unvoreingenommen und gespannt, was mich erwartet.</p>
<h5>Willkommen im Felsenkeller</h5>
<p>Wir gehen in den Ballsaal – dem größeren Konzertraum. Im Hof scheint ein kleiner Weihnachtsmarkt stattzufinden (den wir uns klemmen, da wir knapp dran sind) und ein weiteres Konzert im kleineren Veranstaltungsraum. Also, rein ins Getümmel! Denkste … ich ziehe die Tür zum Raum auf und erblicke ein Trauerspiel. <strong>STAM1NA</strong> sind schon am Thrash Schroten, Gäste sind allerdings kaum da. Vielleicht 6-7 Reihen stehen vor der Bühne, davon natürlich 2 Leerreihen – ich sage nur “Angstkreis”. Der Sound ist (nett formuliert) eher bescheiden. Ich durchquere den Raum, in der Hoffnung, dass ich eine Stelle finde, wo ich mehr höre. Aber: <strong>Pustekuchen!</strong></p>
<p>Wo ich stehe, es bleibt hallig wie in einer Kirche. Und das bei Thrash Metal. Diese <strong>denkbar ungünstigen Klangeigenschaften</strong> des Ballsaals sind absout nicht zu beschönigen. Ich befürchte, dass der Tonmensch keine Chancen hat, dagegen anzukommen. Nun ja, wir harren der Dinge, die da noch kommen mögen.</p>
<h5>Germanophile Finnen</h5>
<p><strong>STAM1NA</strong> versuchen sich in unterhaltsamen Ansagen, die zumindest bei mir fruchten. Sänger <strong>Antti</strong> ist schon bekannt für seine Deutsch-Kenntnisse und die Freiheit, diese schamlos einzusetzen. Wer Skandinavier schon hat Deutsch sprechen hören, weiß, was ich meine. Er springt zwischen Deutschen und Englischen Ansagen und statuiert: <strong>“Deutsch sprechen ist keine Bürde, sondern eine Ehre!”</strong> witzigerweise auf Englisch. Soweit bin ich nicht von ihrer Humorigkeit enttäuscht – was erwartet man von einer Band, die sich selbst auf “Octopussy Tour” schickt?!</p>
<p>Die Finnen hacken sich in technisch sauberer Manier durch ihre Diskographie, die dank ihrer <strong>längeren Bandhistorie</strong> viel Wahlfreiheit in der Zusammenstellung hat. Sicherlich die Hälfte des Sets sind allerdings eher neuere Songs. Leider ist der Sound so mau, dass auch ich nur raten kann, was hier gerade eigentlich angestimmt werden – meine Rettung ist die ergatterte Setlist. Begonnen mit &#8222;<em>Paha arkkitehti&#8220;</em>&nbsp;einem ganz alten Schinken vom selbstbetitelten Album aus 2005 über neuere Titel wie &#8222;<em>Valtiaan Uudet Vaateet&#8220;</em> und &#8222;<em>Masiina&#8220;</em>&nbsp;aus der Zeit nach 2010 und – zu meiner ganz besonderen Freude – <em>“Viisi laukausta päähän”</em> von &#8222;Uudet kymmenen Käskyä&#8220;, dem Album, welches quasi <strong>meine Einstiegsdroge in 2006</strong> war. Drumherum bringen sie einige Songs vom aktuellen Album &#8222;Taival&#8220; auf die Bühne.</p>
<p>Zwischen den anwesenden Gästen, die sich vor allem in der ersten Reihe zum Headbangen hinreißen lassen, tummeln sich noch ein paar Fans aus Finnland, die ebenfalls sehr amüsiert scheinen und den Auftritt ihrer Landsleute feiern.&nbsp;</p>
<p>Gitarrist <strong>Pexi</strong>, niemals um kleine Späße verlegen, schüttet sich während der Show mehrfach Wasser über die Haare – aber nicht über die Technik! Nein, er dreht sich mit dem Rücken zum Publikum, beugt sich über die jungen Damen in der ersten Reihe. Sind das schon Starallüren, wenn das wallende Haar alle paar Minuten gewaschen werden muss? Ich muss auf jeden Fall lachen, ob der immer wieder überraschten Reaktion der Betroffenen.</p>
<h5>&#8222;Die hatten wohl Jachdwurscht zum Frühstück?!&#8220;</h5>
<p>Ob ihnen ihre eigenen Songs zu langweilig geworden sind? <strong>STAM1NA</strong> ziehen mit ihrer Geschwindigkeit in so manchem Refrain ordentlich an – <strong>bis aufs Doppelte des Originaltempos</strong> springen sie und lassen mich nur verblüfft auf ihre saubere Spieltechnik starren. Im Ansehen steigen sie damit von der <strong>spaßigen Thrashkapelle</strong> mit Hang zu lustigen, selbstironischen und sogar gesellschaftskritischen Videos (siehe hier<a href="https://youtu.be/gjbDXZYR4Pc" target="_blank" rel="noopener noreferrer">siehe hier</a>) zu <strong>handwerklich absolut versierten Musikern</strong>, die ganz offensichtlich nicht nur aus Unterhaltungswert als Headliner die großen Festivabühnen Finnlands bespielen. [Wie ich nun im Nachhinein diesen Bericht schreibe, dämmert mir, wieso sie so flott unterwegs sind. Haben sie vielleicht einfach eine sehr ambitionierte Setlist geschrieben, welche sie in recht kurzer Zeit – wie es eben so ist, wenn man die Opener-Position innehat – performen müssen?!] Ich freue mich unheimlich, die Finnen mal wieder zu sehen und tanze kopfschüttelnd und grinsend vor mich hin.</p>
<p>Setlist:<em> &#8222;Sudet Tulevat&#8220; (Taival, 2019), &#8222;Valtiaan Uudet Vaateet&#8220; (Nocebo, 2012), &#8222;Masiina&#8220; (SLK, 2014), &#8222;Viisi laukausta päähän&#8220; (Uudet kymmenen käskyä, 2006), &#8222;Kannoin sinut läpi hiljaisen huoneen&#8220;, &#8222;Solar&#8220;, &#8222;Enkelinmurksain&#8220; (Taival, 2019)</em></p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/insomnium-tour-like-a-grave-leipzig-2019/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=insomnium-tour-like-a-grave-leipzig-2019">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
<h5>Undefinierbarer Krach in der Kuppelhalle</h5>
<p>20:15 Uhr legen <strong>THE BLACK DAHLIA MURDER</strong> los und überziehen den Ballsaal mit einem <strong>Donnergrollen aus Doublebass, Schrot und Gekreische</strong>. Wie das in einer Kuppelhalle klingen würde, ist wohl vorstellbar – einfach nur Mulm mit Krach. Ich verstehe im wahrsten Sinne kein einziges Wort – geschweige denn Melodie (falls es überhaupt eine gibt?). Das liegt ganz sicher auch daran, dass ich keine Ahnung von den Songs der Amerikaner habe. Es ist doch so, dass, je schlechter der Grundsound einer Show ist, es potenziell besser erträglich wird, wenn die Musik wiedererkennbare Melodielinien vorweist, an denen ich mich ‘festhalten’ kann. <strong>Zum Mitschunkeln, Mitsummen, irgendwie Zuhören.</strong> Problem also: Schlechter Grundsound, ich keine Ahnung, was da vorn eigentlich geträllert und geschrammelt wird und außerdem eine Musik, die sich viel auf Sub-Bässe und Doublebass-Salven stützt und damit überhaupt keinen akustischen Halt im Ballsaal geben kann. Ich versuche es ernsthaft und laufe mehrere Runden durch die Location, um einen Spot zu finden, an dem ich die Musik als hörbar empfinde.</p>
<p>Nach Song Drei resigniere ich, ziehe mich zurück in eine Ecke, an der ich mir am Stehtisch ein Radler einflöße und meine Gedanken zur performenden Walze niederschreibe. Ja, es treibt und es schiebt ordentlich. Es ist atemberaubend schnell, technisch sauber gespielt und mit Sicherheit auch eine optisch <strong>ansprechende Performance für die Instrumenten-Polizei</strong> in der ersten Reihe – aber nicht für mich. Nicht heute. Sorry! Sämtliche aufregende Gitarrensoli laufen winkend an meinem Spaßzentrum vorbei und ich beginne mich langsam ernsthaft zu fragen, wie <strong>TBDM</strong> und <strong>INSOMNIUM</strong> an diesem Abend die gleiche Zielgruppe abgreifen können sollen. Denn <strong>INSOMNIUM</strong> entsprechen meiner Einschätzung nach überhaupt nicht der Art von <strong>Uffda-Festival-Hau-Drauf-Mucke</strong>, die in diesem Moment im Felsenkeller dargeboten wird.</p>
<h5>Die menschliche Winkekatze</h5>
<p>Der Saal ist inzwischen locker gefüllt, nicht übermäßig eng gepackt, aber immerhin so, dass <strong>der Eindruck eines gut besuchten Konzerts</strong> entsteht. Pluspunkt für <strong>TBDM</strong>. Die Band auf der Bühne macht ordentlich Ballett und zeigt, wo der Frosch die Locken hat (oder wie die coolen Kids heutzutage sagen mögen). Immer dabei: die <strong>Winkehand des Sängers</strong>. Der linke Arm durchgängig in die Luft gereckt, dass es auf mich zumindest schon eher albern als motivierend wirkt. Vor der Bühne bewegt es sich schon mehr als bei <strong>STAM1NA</strong> – was bei der lockeren Besucherdichte während deren Show auch nicht schwer zu erreichen ist – und dennoch ist es für die doch recht raubeinige Musik, der ich einen Hang zum Core unterstelle, noch recht ruhig da vorn. Was mir – wie so oft bei diesem Genre “Extreme Metal” auf die Füße fällt, ist, dass ich dem<strong> stets gleichförmigen “Gesang”</strong> solcher Bands nicht nur ermüdend, sondern auch sehr anstrengend finde. In jeder Pause zwischen den Songs entweicht mir ein Seufzer, der von der stetigen Anstrengung ob der Suche nach melodischen Leitlinien zeugt.</p>
<p>Fast erlösend kommt die Ansage zum letzten Song, in welchem der Sänger halbherzig versucht einen <strong>Circlepit</strong> zu initiieren. Hier tummelt sich anscheinend doch eher eine gemütlichere als auf Biegen und Brechen aktive Zuschauerschaft. Ich für meinen Teil sehe <strong>TBDM</strong> besser auf einem Festival als in dieser Location und in Gesellschaft der beiden finnischen Bands aufgehoben und bin gespannt, wie viele von den <strong>Core-Kids</strong> nun nach der Show gehen werden.</p>
<p> [<a href="https://silence-magazin.de/insomnium-tour-like-a-grave-leipzig-2019/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=insomnium-tour-like-a-grave-leipzig-2019">See image gallery at silence-magazin.de</a>] Gegen Zehn lassen <strong>INSOMNIUM</strong> ihr Showintro vom Band ablaufen und holen mich aus der Umbaupause wieder vor die Bühne. Eine beträchtliche Menge der Besucher ist wie befürchtet tatsächlich schon verschwunden und so bildet sich erneut ein recht trauriges Bild. <strong>INSOMNIUM</strong> spielen vor weniger Publikum als ihre Vorband <strong>TBDM</strong>.</p>
<p>Mit <em>&#8222;Valediction&#8220;</em> beginnt die Show der <strong>Tour Like A Grave</strong>. Damit haben sie die erste Videoauskopplung des aktuellen Albums ausgewählt. Das funktioniert natürlich gut als Eröffnung, da dieser Song vermutlich der bekannteste sein sollte. Der Saal bleibt auch erschreckend leer, keine weiteren Nachzügler kommen aus der Raucherpause &#8211; es scheinen also tatsächlich eine ganze Menge Leute gegangen zu sein.</p>
<h5>Playbacks und Posing</h5>
<p><strong>INSOMNIUM</strong> lassen mit dem folgenden Song <em>&#8222;Neverlast&#8220;</em> eine ordentliche <strong>Melo Death-Walze</strong> auf das verbliebende Publikum los und überredet mich trotz bescheidenen Sounds zum Kopfnicken. Ja, hier sind definitiv ebenfalls Sub-Bässe im Einsatz. Diese erzeugen in mir leider immer so einen faden Beigeschmack von Core. Diese Tiefen passen überhaupt nicht zu der deutlich weniger wuchtigen Musik der Finnen als sie es zuvor bei <strong>TBDM</strong> taten. Und es drängt sich <strong>ein weiterer Wermutstropfen</strong> immer penetranter in den Vordergrund: Der Einsatz von <strong>Playback</strong>. Leider kommen Akustikgitarren-Interludes vom Band. Ich vermute, dass sich live die Sounddichte nicht anders live realisieren lässt, wenn sie nur zu viert auf der Bühne stehen wie jetzt. Schade, ich bin schon enttäuscht, dass an dieser Stelle nicht eine Lösung in Form von Änderung im Arrangement oder Bandbesetzung gefunden wurde. Gleiches gilt für weitere Parts anderer Songs, in denen das Halbplayback (ja, ekliges Wort, aber so ist die Realität heute Abend nun einmal…) mir unangenehm aufstößt.</p>
<p>Bemerkenswert sind hingegen die <strong>gut intonierten und epischen Gitarrensoli</strong>. Zumindest schätze ich das so bis kurz vor Ende der Show ein. Gepaart mit <strong>hemmungslosem Posing</strong>, die Flying V aufs Knie gestützt und selbstbewusst dreinblickend – über diesen Anblick muss auch ich nun ein wenig schmunzeln.</p>
<p><em>&#8222;Into The Woods&#8220;</em>, <em>&#8222;Through The Shadows&#8220;</em> (ebenfalls mit ordentlichem Gitarrengekniedel gespickt), und <em>&#8222;Pale Morning Star&#8220;</em> lassen die Stimmung auch beim Publikum langsam hochköcheln. In meinen Ohren erscheinen <strong>INSOMNIUM</strong> dennoch wie <strong>regelrechter Kuschelrock</strong> mit Schunkelgarantie verglichen mit <strong>TBDM</strong>. Klar, vollkommen anderes Spielfeld. Wer macht so ein Booking…?</p>
<p>Die ausgelassene Stimmung des Publikums kulminiert in <em>&#8222;Change Of Heart&#8220;</em>, wo sogar ausführlich mitgeklatscht wird und ich stelle fest: der Sound ist inzwischen echt okay – zwar immer noch übermäßig hallig, dank der melodiösen Ausgestaltung der Musik ist aber insgesamt deutlich besser zu verstehen, was da vorn passiert.</p>
<h5>Ein Trauerspiel</h5>
<p>Tatsächlich ist die Location echt ausschließlich optisch ansprechend und für Konzerte dieser heutigen Genre absolut nicht geeignet. Inzwischen hat es sich außerdem so weit geleert, dass es <strong>einfach nur deprimierend</strong> ist. Da hilft auch kein <strong>Synchron-Headbangen</strong> der Gitarristen. Es karikiert die Situation sogar noch und hat damit eine sehr traurige Komik in sich. Als würde das nicht reichen kommt das Gitarrenintro zu <em>&#8222;And Bells They Toll&#8220;</em> wieder vom Band. Dazu wird erneut der übermächtige Sub-Bass reingedrückt und ich frage mich: <strong>Was zur Hölle ist hier eigentlich los?!</strong></p>
<p>Die Melodiefraktion beginnt zu allem Überfluss auch noch an zu <strong>schludern</strong>. Wer da der Schuldige ist, kann ich nicht benennen. Ich stehe zu weit hinten und meine Augen sind definitiv zu schlecht. Dabei sind es aber vermeidbare Fehler, die von Fahrigkeit zeugen. Besonders auffällig für mich ist dies bei <em>&#8222;Mute Is My Sorrow&#8220;</em>, dem Song, der wohl am meisten im Kopf hängen geblieben ist. Direkt tonal das Intro verkackt – dieses Manko zieht sich auch noch weiter durch den Song. Später läuft die Band zu allem Unglück außerdem rhythmisch auseinander. <strong>Für mich: ein Trauerspiel.</strong> Ob vielleicht der Bühnensound so unheimlich beschissen ist? Ich weiß es nicht. Ich schätze <strong>INSOMNIUM</strong> als erfahren genug ein, damit eigentlich umgehen zu können.</p>
<h5>Saufen als Stimmungsheber?!</h5>
<p>Die Eignung des Ballsaals hinsichtlich der Soundeigenschaften ist definitiv in Frage zu stellen. Ich fühle mich unangenehm an das <strong>Haus Auensee</strong> erinnert. Nur schneidet die Location hier eben noch schlechter ab. Da könnte man die Bands auch in eine Kirche stellen. Problem ist, dass es imm Vergleich zum Haus Auensee keine Tribünen gibt, die wenigstens noch einen Teil des Halls schlucken würden. Einzig die mächtige Bar aus Massivholz an der Rückseite des Raumes scheint dahingehend etwas zu bewirken. Von dort schaue ich für die vier Zugabensongs auf die Bühne. <em>&#8222;One For Sorrow&#8220;</em> wird akustisch umgesetzt und mit einem ulkigen Country-Interlude eingeläutet. Dazu ein paar <strong>Cowboyhüte und Druckbetankung</strong> (aus Verzweiflung?!).</p>
<p>Ich staune nicht schlecht, dass diesmal die Akustikklampfen nicht vom Band kommen. Neben diesem Umstand bin ich über die (ich interpretiere das mal als selbstironische) Darbietung durchaus erheitert und so fallen die vom finnischen Akzent geschwängerten Worte “Bitteschön! Dankeschön!” auf mein nun etwas wärmeres Gemüt. Vielleicht haben sich die Finnen auf der Tour gegenseitig etwas Deutsch beigebracht?</p>
<p>Mit dem finalen Song <em>&#8222;Heart Like A Grave&#8220;</em> weicht die konzerttypische Stimmung nun final der <strong>Partylaune</strong> mit lustigem Cowboyhut-Tauschen mit den anderen Bandmitgliedern. Jetzt springt endlich ein Funke zu mir über. Reichlich spät, aber besser spät als nie. Für mich steht dennoch fest: <strong>INSOMNIUM</strong> werde ich mir auf Tour nicht unbedingt noch einmal anschauen, <strong>TBDM</strong> ebenfalls nicht. Aber ich würde beiden gern auf einem Festival noch eine weitere Chance geben. Über Besuch von <strong>STAM1NA</strong> würde ich mich allerdings nach wie vor unabhängig von deren Darbietungsform freuen.</p>
<p>Setlist: <em>&#8222;Valediction&#8220;, &#8222;Neverlast&#8220;, &#8222;Into The Woods&#8220;, &#8222;Through The Shadows&#8220;, &#8222;Pale Morning Star&#8220;, &#8222;Change Of Heart&#8220;, &#8222;And Bells They Toll&#8220;, &#8222;Mute Is My Sorrow&#8220;, &#8222;Ephemeral&#8220;, &#8222;Groves&#8220;, &#8222;Primal&#8220;, &#8222;While We Sleep&#8220;, &#8222;One For Sorrow&#8220; (acoustic), &#8222;Heart Like A Grave&#8220;</em></p>
 [<a href="https://silence-magazin.de/insomnium-tour-like-a-grave-leipzig-2019/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=insomnium-tour-like-a-grave-leipzig-2019">See image gallery at silence-magazin.de</a>] 
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/insomnium-tour-like-a-grave-leipzig-2019/">INSOMNIUM auf Tour: »Bitteschön, Dankeschön«</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>INSOMNIUM auf &#8222;Tour Like a Grave&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Dec 2019 06:43:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir finden ja die Touren am Besten, auf denen wir dabei sind... Somit ist es nicht verwunderlich, dass wir uns wie Bolle auf Morgen Abend freuen, wenn wir INSOMNIUM und die Spaßvögel von STAM1NA in Leipzig begrüßen dürfen!</p>
<p>Eine Tour, welche ihr nicht verpassen solltet! Mehr bald von uns und hier erstmal alles Wichtige!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/insomnium-tour-2019-like-a-grave/">INSOMNIUM auf &#8222;Tour Like a Grave&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Premiere!</strong> Mal wieder. Nachdem ich jetzt schon seit knapp einem Jahrzehnt in direkter Umgebung von Leipzig wohne, verschlägt es mich doch jetzt erst in den <strong>Felsenkeller in Leipzig</strong>. Spontane Nummer &#8211; schon morgen ist es soweit!</p>
<p><a href="http://www.insomnium.net/"><strong>INSOMNIUM</strong></a> bringen ihren düsterromantischen <strong>Melodic Death Metal</strong>&nbsp;nach Leipzig. <strong>Schön:</strong> Ich mag <strong>INSOMNIUM</strong>s &#8222;Heart Like A Grave&#8220; sehr gern und freue mich auf die Live-Darbietung des einen oder anderen Songs am Abend. (<strong>Steffi</strong> hat zuvor dem Album eine solide Note vergeben. Die Review findest du <a href="https://silence-magazin.de/insomnium-heart-like-a-grave">hier</a>.) <strong>Noch schöner:</strong> Sie haben ihre Landsmänner <a href="http://www.stam1na.com/in-english/"><strong>STAM1NA</strong></a> mitgebracht. Zu diesen verbindet mich eine ganz besondere Zuneigung &#8211; habe ich sie doch 2007 als Vorband zu <strong>APOCALYPTICA</strong> gesehen und mich schwerst in die ulkigen Skandinavier verliebt. Wie es so oft ist, mag die Sehnsucht nach dem begehrten Objekt die Emotionen verstärken. So fiebere ich übermäßig stark den (doch recht abwechslungsreichen, manch einer mag &#8222;progressiven&#8220;) Thrashern entgegen. Zum Warmwerden bitte hier entlang [Zieh dir unbedingt mal ältere Videos von den Jungs rein &#8211; gut produziert, deutlich weniger zahm und wirklich witzig]:</p>
<p><iframe title="Stam1na - Enkelinmurskain" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/lO5_a05wHVE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Dagegen können für mich <a href="https://www.tbdmofficial.com/"><strong>THE BLACK DAHLIA MURDER</strong></a> nur abstinken. Unfair? Unfair! Leider konnten mich die US-Amerikaner bisher weder von Platte noch live mitreißen. Aber: Natürlich werde ich ihnen noch ein weiteres Mal eine Chance geben &#8211; eventuell tut eine kleinere Location, wie es der Felsenkeller zu sein scheint, dem Konzerterlebnis ganz gut.</p>
<p><strong>INSOMNIUM</strong> werden dann sicherlich den versöhnlichen Romantik-Part nach den Auf-die-Fresse-Eskalationen der Technikfanatiker von <strong>THE BLACK DAHLIA MURDER</strong> übernehmen und mich gut einfangen. Erst einfangen und dann weiter auf emotionalen Gewässern treiben lassen. Ich bin wirklich gespannt, da ich zu meiner Schande gestehen muss, dass ich mich nicht erinnern kann, zu welcher Gelegenheit ich die Jungs mal live gesehen habe, geschweige denn, ob mir ihre Show zugesagt hat. Ich stelle mich also dahingehend als unbeschriebenes Blatt Papier in den Felsenkeller und lasse mich einfach überraschen!</p>
<p>Noch immer nicht überzeugt? Dann müssen <strong>INSOMNIUM</strong> und <strong>TBDM</strong> wohl selbst noch das Wort an dich richten:</p>
<p><iframe title="Insomnium - Tour Like A Grave Tour 2019 - shoutout video" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/F3rBvyBqJy8?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Erwische das Bandpaket noch zu folgenden Dates:</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>04.12.19 Felsenkeller, Leipzig</strong><br />
<strong>07.12.19 Autohof Strohofer, Geiselwind&nbsp;(Festival-Show)</strong><br />
<strong>08.12.19 Astra, Berlin</strong><br />
<strong>09.12.19 Batschkapp, Frankfurt a.M.</strong><br />
<strong>10.12.19 Capitol, Hannover</strong><br />
<strong>11.12.19 Markthalle, Hamburg</strong><br />
<strong>12.12.19 Den Atelier, Luxemburg</strong><br />
<strong>13.12.19 Trix, Antwerpen</strong></p>
<p style="text-align: center;">Wir seh&#8217;n uns morgen in Leipzig!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/insomnium-tour-2019-like-a-grave/">INSOMNIUM auf &#8222;Tour Like a Grave&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>INSOMNIUM &#8211; Neues von den Pop-Giganten des Melodeath!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Steffi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Oct 2019 05:23:46 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[tour like a grave]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>EINE GANZE STUNDE!<br />
Da hat INSOMNIUM das Wort "Langspielplatte" aber Ernst genommen!</p>
<p>Wieviel dieser Stunde hörbar ist und wieviel eventuell geskipped werden kann, das erfährst du heute bei uns!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/insomnium-heart-like-a-grave/">INSOMNIUM &#8211; Neues von den Pop-Giganten des Melodeath!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2 style="text-align: center;">INSOMNIUM – &#8222;Heart Like A Grave&#8220;</h2>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum:&nbsp; </strong>04.10.2019<strong><br />
Länge:</strong> 1:00:56<strong><br />
Label: </strong>Century Media<strong><br />
Genre: </strong>Melodic Death Metal </div></div></div></p>
<p>Sie haben es getan! <strong>INSOMNIUM</strong>, das Maß aller Dinge in Sachen <strong>finnischer Melodic Death Metal</strong>, haben eine neue Scheibe rausgebracht. Dass die Herren sich in Sachen Songwriting nichts erzählen lassen, ist spätestens seit dem <strong>40-Minuten-Songmonstrum</strong> &#8222;Winter&#8217;s Gate&#8220; bekannt. Nach diesem Meilenstein, der <strong>2016</strong> durchaus positiv eingeschlagen ist, haben sich die Finnen nun aber doch wieder für ein &#8222;normales&#8220; Album entschieden &#8211; und uns mit 10 Songs und 2 Bonustracks beschenkt. &#8222;Heart like a Grave&#8220; heißt das gute Stück, das Coverartwork ist in alter Tradition schön finster gehalten und zeigt außer ein paar Wurzelhölzern nur eine klaffende, schwarze Ödnis. Wenn das kein gutes Omen ist!</p>
<p>Schon in den ersten Sekunden wird allerdings klar, dass die <strong>Finnen</strong> musikalisch ein paar neue Wege eingeschlagen haben. <em>&#8222;Wail Of The North&#8220;</em> ist zwar längentechnisch ein eigenständiger Song, fungiert aber ähnlich wie <em>&#8222;The Primevil Dark&#8220;</em> von der <strong>2014er</strong> &#8222;Shadows Of The Dying Sun&#8220; eher als <strong>Albumintro</strong>. Hier wird ziemlich schnell und ohne Umschweife losgelegt, statt des gewohnten unbarmherzigen Melodeaths schlägt mir hier aber eher eine fette Welle <strong>Epic Metal</strong> à la <strong>AMON AMARTH</strong> <strong>in &#8222;leichtfüßig&#8220;</strong> entgegen. Viele <strong>Synths</strong> und<strong> elektronische Flächen</strong> dominieren das Bild, die entweder den Melodielauf prägen oder immer mal wieder aus dem Hintergrund hervorscheinen. Klar, elektronische Flächen ist man von den Finnen schon gewohnt, aber ein so tiefer Griff in die Synth-Kiste ist dann doch eher ungewöhnlich.</p>
<h3>Finnen auf dem Synth-Trip</h3>
<p>Und die Frage, &#8222;ob das denn jetzt so bleibt&#8220;, weiß auch schon der 2. Track <em>&#8222;Valediction&#8220;</em> zu beantworten: offensichtlich. Während das Intro <strong>locker-flockig</strong> hereintrabt und direkt die Nackenmuskeln kitzelt, startet die Strophe mit <strong>poppigem Cleangesang</strong>. Klar, Cleangesang gehört natürlich zum <strong>INSOMNIUM-Repertoire</strong>, normalerweise bleibt ihm allerdings der <strong>Refrain</strong> vorbehalten. So dominant, wie er jetzt die Strophe prägt, ist es doch eher etwas gewöhnungsbedüftig für meine Ohren, da ihm derart eingesetzt wiederum die<strong> INSOMNIUM-typische Schwere</strong> fehlt. Die Bridge klingt dann wieder angenehm <strong>groovig-growlig</strong> und der Refrain besitzt eine gewisse Macht, vermag mich aber nicht so zu erwischen wie manche Höhepunkte vergangener Alben.</p>
<p><iframe title="INSOMNIUM - Valediction (OFFICIAL VIDEO)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/_ZLguQ-8w3M?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Und dann kommt ein ruhiges Zwischenspiel &#8211; das ebenfalls aus der <strong>Büchse</strong> kommt. Zwar reibt es sich mir nicht so unter die Nase wie die Synths des Openers, aber man fragt sich doch, wieso? Die Power und gewisse Rohheit eines <strong>Gitarrensolos</strong> hätten es dieser Stelle genauso getan. Außerdem muss man bedenken, dass bei einer <strong>Keyboarder-losen Band</strong> wie<strong> INSOMNIUM</strong> immer dann, wenn live dominante Songparts<strong> vom Band trällern</strong>, auf der Bühne genau eins passiert: nämlich nichts. Die<strong> instrumentierten Bandmitglieder</strong>, die dann gerade nichts zutun haben, stehen etwas hilflos da, animieren vielleicht zum Mitklatschen &#8211; und eigentlich wartet alles wieder auf seinen Einsatz. Uncool für den Flow einer Show, finde ich.</p>
<p>Nichts desto trotz lassen wir uns weitertragen zu<em> &#8222;Neverlast&#8220;</em>. Das startet sehr <strong>groovig</strong> und geht schnell in eine Strophe im typischen<strong> Epic Metal-Stil</strong> über. Ungewohnt, aber okay. Der Refrain besitzt dagegen eine sehr coole, bestimmte Melodieführung, bricht allerdings musikalisch sehr mit der Strophe. Allgemein fühlt man sich in <em>&#8222;Neverlast&#8220;</em> eher als Teil eines<strong> Abenteurertrips</strong>, weniger als einsamer Wanderer in der <strong>kalten finnischen Ödnis</strong>. Und das Solo&#8230; das beinhaltet dieses Mal zwar eine echte E-Gitarre, wagt aber keine klanglichen Experimente und wird im späteren Verlauf völlig mit Effekten überladen. Schade.</p>
<h3>Lang, länger, &#8222;Pale Morning Star&#8220;</h3>
<p>Aber wir haben ja noch 7 Häppchen auf dem Plattenteller. Und das nächste hat es mit knapp<strong> 9 Minuten Spielzeit</strong> durchaus in sich.<em> &#8222;Pale Morning Star&#8220;</em> startet mit einem Duett aus <strong>Akustikgitarre</strong> und einer<strong> cleanen E-Gitarre</strong>, in das sich dann noch ein<strong> effektbeladenes Klavier</strong> mischt. Das ist im Hinblick auf die vorangegangenen Titel aber völlig in Ordnung. Darauf startet der Track in episches Geballer, wenngleich die <strong>Doublebass</strong> nicht genug Luft bekommt, um sich so brutal durch den Song zu dreschen, wie sie es vermutlich könnte. Und auch hier gibt es wieder einen musikalischen Bruch. Plötzlich dominieren neben der sexy verzerrten E-Gitarre noch <strong>elektronische Flächen</strong> und<strong> Chöre</strong> das Bild und entwickeln eine ziemlich <strong>Dur-lastige Akkordführung</strong>, sodass man sich fast an einen neueren <strong>EQUILIBRIUM-Song</strong> erinnert fühlt.</p>
<p>Im späteren Verlauf orientiert sich der Song allerdings nochmal um und entscheidet sich doch zu einem übermächtigen und emotionalen Abschluss, bevor die Akustikgitarre vom Anfang wieder einsteigt und einen Zwischenspieler ankündigt. Der ist episch-ruhig und von lästigen Effekten verschont geblieben. Der Aufbau zum nächsten Refrain fällt dann wiederum in die Kategorie &#8222;sehr geil&#8220;, schmückt sich stellenweise mit<strong> ernsthaft mächtigem Growling</strong>, wie man es von <strong>INSOMNIUM-Hits</strong> gewohnt ist und sogar die Drums trauen sich, aus dem <strong>Hintergrund-Wisch-Wasch</strong> hervorzutreten. Es folgen mehrere mächtige und gefühlvolle Gitarrensoli, bevor sich der Song ein letztes Mal richtig aufbäumt und <strong>INSOMNIUM</strong> eindrucksvoll präsentieren, wie viel Power sich aus einem einzelnen, durchgespielten Akkord rausprügeln lässt.&nbsp;</p>
<h3>Künstlerisch hochwertiges Geballer</h3>
<p>Luft zum Durchatmen gibt es hier natürlich nicht. <em>&#8222;And Bells They Toll&#8220;</em> startet ebenfalls mit einem Clean-Intro, das mich in ein herrlich tristes Akkord-Quartett einstimmt. Bevor die Strophe aber tatsächlich startet, macht man noch eine dramatische Künstlerpause &#8211; unter die <strong>leise, elektronische Beats</strong> gemixt sind. <strong>Wieso?</strong> Bevor ich über den Sinn dieser<strong> Synthi-Einlage</strong> spekulieren kann, setzt allerdings schon die Strophe ein, die den Song in angenehm-getragener Weise dahinerzählt, nichts außergewöhnliches. Bis mit einem Tonartwechsel der Refrain einsetzt &#8211; Hui! Hier weiß der an traditioneller Stelle eingesetzte <strong>Cleangesang</strong>, dem Song ein ernsthaft episches Gewand zu verleihen.&nbsp;</p>
<p>Gleichermaßen stark geht es mit <em>&#8222;The Offering&#8220;</em> weiter, der zu Anfang fast ganz ohne Synthflächen auskommt! Stattdessen gibt&#8217;s <strong>Kampfgesang</strong> und ein<strong> cooles Gitarren-Arrangement</strong> im Zwischenspiel. Ab und zu versucht sich ein Synth an die Oberfläche zu kämpfen, der bleibt aber zum Glück eher subtil. Insgesamt wirkt der Song ziemlich integrer und bäumt sich nach dem Solo noch ein letztes Mal packend auf, was nicht zuletzt der starken Melodieführung der Gitarre zu verdanken ist.</p>
<h3>Auf in den Kampf!</h3>
<p><em>&#8222;Mute Is My Sorrow&#8220;</em> startet ebenfalls mit dem bewährten Akustik-Geklimper und geht nach einem <strong>episch-kämpferischen Einstieg</strong> ziemlich schnell in eine nach <strong>AMON AMARTH-Manier</strong> vorantreibende Strophe über. Der Refrain könnte zwar ein bisschen mehr <strong>ehrwürdig-erwachsene Ruhe</strong> gebrauchen, um sich besser zu entfalten. Dann würde er aber womöglich zu krass mit der doch ziemlich fix voranschreitenden Strophe brechen. Gegen Ende bekommen wir noch eine groovige, teils arhythmische Bridge serviert, die ein fettes, tragendes Solo einleitet. Das muss sich allerdings ständig mit den begleitenden Synths messen.&nbsp;</p>
<p>Jetzt, wo wir schon wieder mit so großen Schritten auf das Ende der Scheibe zusteuern, wirkt ein Kurswechsel ziemlich unwahrscheinlich, oder? Tja, nicht mit<strong> INSOMNIUM</strong>. <em>&#8222;Twilight Trails&#8220;</em> macht sein ganz eigenes Ding und ballert mir mit einer entspannten Melodieführung auf die Ohren. Wir bekommen ein paar<strong> INSOMNIUM-typische Einsprecher</strong> serviert und dann kommt <strong>DAS Solo</strong>, noch in der ersten Songhälfte! <strong>Heavy, emotional</strong> und <strong>leichtfüßig</strong>,<strong> verspielt</strong> und <strong>leidenschaftlich</strong>. Der anschließende Refrain gibt in seiner hoheitlichen Getragenheit auch mal Zeit zum Durchatmen und wird von einem von insgesamt 2 Clean-Einspielern gefolgt. Die geben mir beim Hören ein wenig das Gefühl, als hätte der Song<strong> mehrere Spannungsbögen</strong>, aber so mächtig, wie <em>&#8222;Twilight Trails&#8220;</em> voranschreitet, darf das gerne so sein. Mein klarer Favorit des Albums.</p>
<h3>Es besteht Hoffnung!</h3>
<p>Voller Hoffnungen stürze ich mich als nächstes in den Titeltrack<em> &#8222;Heart Like A Grave&#8220;</em>, der mich in den ersten Sekundenbruchteilen an die &#8222;Shadows&#8220;-Songs <em>&#8222;The Primevil Dark&#8220;</em> und <em>&#8222;The Promethean Song&#8220;</em> erinnert und sich damit schon einen Platz in meinem Herzen reserviert hat. Und dabei soll es nicht bei der einzigen Assoziation mit der<strong> 2014er Scheibe</strong> bleiben. <em>&#8222;Heart Like A Grave&#8220;</em> startet nach einem Akustik-Einspiel als starkes, getragenes und in sich stimmiges Stück, in dem die Drums immer wieder in<strong> INSOMNIUM-typische Pattern</strong> à la <strong>&#8222;Pausen auf die Eins&#8220;</strong> übergehen (wenn das zu kryptisch ist, hört euch mal <em>&#8222;Lose To Night&#8220;</em> an).</p>
<p>Den Refrain bestreiten <strong>Clean-Gesang</strong> und <strong>Growling</strong> gemeinsam und bilden damit eine untrennbare Einheit, in der jeder das tut, was er am besten kann. In der Bridge baut sich dann noch ein starkes Klanggerüst auf, das unbedingt mit guten Kopfhörern genossen werden sollte. Was für ein mächtiges Stück, das uns mit einem schönen cleanen Outro in den letzten Song entlässt.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="INSOMNIUM - Heart Like A Grave (OFFICIAL VIDEO)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/Xy5KAHD2uak?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h3>Einsame Fjorde und ein Song aus der Büchse</h3>
<p>Der nennt sich<em> &#8222;Karelia&#8220;</em>, benannt nach einem an <strong>Finnland</strong> angrenzenden Streifen <strong>Russlands</strong>, der vorrangig von <strong>Marmorklippen</strong>, weiten<strong> Fjorden</strong>, <strong>Wasserfällen</strong> und <strong>Wäldern</strong> und jeder Menge <strong>Einsamkeit</strong> gezeichnet ist. Mit diesem Wissen lässt sich der abschließende Instrumentaltrack noch ein bisschen besser schätzen, der von ansteigenden und abflachenden Parts geprägt ist, an Fahrt gewinnt und sich wieder zur Ruhe setzt. Nachdem zwischendurch zu meinem Leidwesen kurz ein <strong>verzerrtes Keyboard</strong> die Melodieführung übernimmt, übernehmen das gegen Ende zum Glück wieder die Gitarren. So bleibt<em> &#8222;Karelia&#8220;</em> ein entspannter Track ohne Überraschungen, der &#8222;Heart Like A Grave&#8220; würdig abschließt.</p>
<p>Mit <em>&#8222;The True Morning Star&#8220;</em> und <em>&#8222;Karelia 2049&#8220;</em> gibt es übrigens auf der &#8222;Bonus Tracks Version&#8220; von &#8222;Heart Like A Grave&#8220; noch eine Akustik-Version von <em>&#8222;Pale Morning Star&#8220;</em> und eine<strong> reine Synth-Version</strong> von <em>&#8222;Karelia&#8220;</em>. Oha. Die vielen <strong>dominanten Synths</strong> auf dem Album scheinen also kein Versehen zu sein.<strong> INSOMNIUM</strong> haben wohl einen Narren an <strong>rein elektronischen Sounds</strong> gefressen. Und <em>&#8222;Karelia 2049&#8220;</em>, wohl angelehnt an den beeindruckenden modernen Klassiker-Nachfolger <strong>&#8222;Bladerunner 2049&#8220;</strong>, fetzt. Für mich als <strong>Synthwave-Fan</strong> sowieso. Nur mit der Vermischung der Stilmittel beider Genres tue ich mich nach wie vor schwer.</p>
<h2>Mein Fazit</h2>
<p>Welches Fazit ziehe ich also aus diesem neuen Werk der <strong>Urgesteine</strong> des <strong>mitsingbaren Melodic Death Metals</strong>? Vielleicht gehe ich ein bisschen zu konservativ an &#8222;Heart Like A Grave&#8220; heran. Für mich hat die Scheibe<strong> nur zwei wirkliche Hits</strong>, was im Hinblick auf Dauerbrenner wie &#8222;Across The Dark&#8220;, &#8222;One For Sorrow&#8220; und &#8222;Shadows Of The Dying Sun&#8220; doch ein bischen schwach ist. Nichts desto trotz strotzt das Album nur so vor musikalischer Qualität und so gönnt man den <strong>INSOMNIUM-Masterminds</strong> auch gerne ein paar Ausflüge in neue stilistische Gefilde. Die sind dann wohl unter &#8222;Geschmackssache&#8220; zu verbuchen, und ein paar von ihnen gefallen mir wirklich nicht.</p>
<p>Trotzdem hat das Album keinen einzigen <strong>Durchhänger</strong>. Ich persönlich hoffe, dass sich <strong>INSOMNIUM</strong> auf der nächsten Scheibe wieder von der <strong>Epic-Schiene</strong> wegorientieren (Epic Metal-Kapellen gibt es nun wirklich schon genug) und eine bessere <strong>Symbiose</strong> aus traditionellen und neuen, elektronischen Stilmitteln schaffen. <strong>Live</strong> gibt&#8217;s das <strong>Album</strong> und die<strong> Finnen</strong> übrigens auch noch auf die Ohren dieses Jahr! <strong>Tickets gibt&#8217;s <a href="https://www.eventim.de/insomnium-tour-like-a-grave-2019-tickets.html?affiliate=ZEU&amp;fun=erdetail&amp;doc=erdetaila&amp;erid=1703230&amp;sort_by=event_datum&amp;sort_direction=asc&amp;xtcr=2&amp;xtmc=insomnium&amp;xtnp=1">HIER</a></strong>.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-34487 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/10/insomnium-tour-like-a-grave-2019.jpg" alt="" width="1200" height="1200" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/10/insomnium-tour-like-a-grave-2019.jpg 1200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/10/insomnium-tour-like-a-grave-2019-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/10/insomnium-tour-like-a-grave-2019-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/10/insomnium-tour-like-a-grave-2019-1024x1024.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/10/insomnium-tour-like-a-grave-2019-750x750.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></p>
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