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	<title>Heartless Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Heartless Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>PALLBEARER &#8211; 10 Jahre Aufarbeitung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Simon G]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Nov 2020 07:17:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Doom]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
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		<category><![CDATA[FORGOTTEN TOMB]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was ist euer Soundtrack zum tristen Lockdown-November? Simon hat seinen gefunden: Das neue PALLBEARER-Album "Forgotten Days" steht dem Spätherbst jedenfalls in Sachen Trostlosigkeit in nichts nach. Trotzdem hörenswert? Findet es raus:</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/pallbearer-forgotten-days/">PALLBEARER &#8211; 10 Jahre Aufarbeitung</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2 style="text-align: center;"><span class="berschrift2Zchn">PALLBEARER – &#8222;Forgotten Days&#8220;</span></h2>
<p style="text-align: center;"><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong> 23.10.2020<br />
<strong>Dauer:</strong> 52:55 min<br />
<strong>Label:</strong> Nuclear Blast<br />
<strong>Genre:</strong> Doom Metal/Heavy Rock</p>
<p></div></div></div>
<h2><strong>Passend zu Herbst und Pandemie</strong></h2>
<p>Machen wir uns nichts vor: Wessen Bandname &#8222;Sargträger&#8220; ist, der wird kaum fröhlich-frischen Sunshine-Metal spielen. Aber… Aaalter. Mich in dieser <strong>trostlos-tristen Zeit </strong>mit &#8222;Forgotten Days&#8220;, dem kürzlich erschienenen Full-Length-Album von <strong>PALLBEARER,</strong>&nbsp;zu beschäftigen<strong>,</strong> war schon wirklich nicht ganz einfach. So vergeblich ich an einem stürmisch-grauen, verregneten Herbsttag nach einem Sonnenstrahl suche, während ich aus dem Fenster meiner Wohnung den Blättern der Bäume zuschaue, wie sie vom Wind fortgerissen und davon geweht werden, so vergeblich sehn(t)e ich mich nach <strong>Zuversicht in den Texten</strong> der Songs auf &#8222;Forgotten Days&#8220;. Spoiler: <strong>Es gibt sie nicht</strong>. &#8222;Forgotten Days&#8220; ist lyrisch genauso <strong>traurig und niederreißend</strong> wie es sein <strong>Riffing </strong>akustisch ist.</p>
<h3><strong>Ein persönliches Stück Geschichte</strong></h3>
<p>Doch das soll und muss so sein, denn: Auf &#8222;Forgotten Days&#8220; beschäftigt sich insbesondere Basser <strong>Joseph D. Rowland</strong> mit dem 10 Jahre zurückliegenden Tod seiner Mutter und dem Prozess des Weiterlebens nach solch einem Schicksalsschlag. Deshalb finden sich auf diesem Album auch viele <strong>Gemeinsamkeiten mit dem Debüt &#8222;Sorrow and Extinction&#8220;</strong>, das zu der Zeit, als seine Mutter bereits unheilbar krank war und schließlich starb, entstand. &#8222;Forgotten Days&#8220; stellt zu weiten Teilen einen langen Dialog Rowlands mit seiner Mutter dar.</p>
<h3><strong>…das (nicht) jeder versteht?</strong></h3>
<p>Das mag vielleicht erst einmal <strong>erdrückend</strong> und vielleicht sogar abstoßend wirken, weil es so tiefgehend &#8222;negativ&#8220; ist. Doch letztendlich komme ich nach dem mehrmaligen Durchhören von &#8222;Forgotten Days&#8220; immer mehr zu dem Schluss, dass ich ein <strong>ausgesprochen großartiges Album</strong> vor mir habe. Denn es singt mir vor, was ich – was wir alle – nur zu gut kennen: Etwas Schlimmes passiert, und statt uns Zeit für uns selbst zu nehmen, machen wir weiter. Wir lenken uns ab. Bis irgendwann der Moment kommt, wo es über uns hereinbricht und wir uns fragen: Was habe ich getan? Was ist aus mir geworden? Wie konnte ich seitdem weiter machen – Du fehlst! Und dann kommt <strong>der heilende Prozess</strong>, in dem wir uns damit auseinandersetzen, was war und was ist. Dieser schmerzhafte, schwierige Prozess muss kommen und führt am Ende dazu, dass wir neue Kraft schöpfen können.</p>
<p>So habe ich beim Hören der Songs zunehmend <strong>Tränen in den Augen</strong>, seit ich die <strong>Lyrics</strong> gelesen und – vor dem Hintergrund – verstanden habe, weil ich Parallelen ziehe. Auch ich habe tote Familienangehörige oder Freunde, die viel zu früh gegangen sind und mit denen ich in einsamen Momenten Dialoge führe. Ich gehe davon aus, dass jemandem, dem derartige Erfahrungen noch fehlen, der Zugang zum Album schwerer fallen könnte – das ist natürlich beneidenswert! Doch wenn ihr nachvollziehen könnt, worum es geht, rate ich euch: Setzt euch mal hin, mit einer schönen warmen Tasse Tee und vielleicht genau diesem Album.</p>
<h3><strong>Trauer und Familie als roter Faden</strong></h3>
<p>Auch das <strong>Artwork</strong> des Albums, das vom sehr talentierten Künstler <strong>Michael Lierly</strong>, dem <strong>Bruder von Schlagzeuger Mark Lierly</strong> stammt, wurde mit den thematischen Eckpunkten &#8222;<strong>Familie, Verlust</strong>&#8220; in Auftrag gegeben und trifft das Thema perfekt. Allerdings muss ich zugeben: Hätte ich all diese Informationen nicht, würde ich vermutlich zu dem Ergebnis kommen, ein „nur“ normal gutes <strong>PALLBEARER</strong>-Album vor mir zu haben &#8211; und zwar <strong>musikalisch nicht das stärkste</strong>.</p>
<h2><strong>Zurück zu den Wurzeln</strong></h2>
<p>Zu sehr nach vorn marschierend ist da im Vergleich &#8222;Foundations of Burden&#8220;, zu komplex genial und dennoch tiefgründig das absolut grandiose &#8222;Heartless&#8220; aus 2017. Zwar kann ich mich der vom <strong>Label Nuclear Blast</strong> getroffenen Aussage anschließen, dass auf &#8222;Forgotten Days&#8220; die <strong>bisher besten gesanglichen Leistungen</strong> von Sänger/Gitarrist <strong>Brett Campbell</strong> zu hören sind. Doch mich holen die oft recht <strong>(gewollt) stumpfen Riffs</strong> irgendwie ein bisschen weniger ab als &#8222;Heartless&#8220;. &#8222;Forgotten Days&#8220; klingt tatsächlich eher &#8222;klassisch&#8220;. Manchmal erinnert der Gesang sogar an <strong>fetten Heavy Metal</strong> – die Riffs passend dazu oftmals an klassisch-fetten Stoner Doom.</p>
<p>Andererseits finde ich auch auf &#8222;Forgotten Days&#8220; ganz klar viele Momente zum Niederknien vor der musikalischen Glanzleistung der <strong>Kombination wunderbar melodiöser Gitarrenmelodien</strong>, untermalt von <strong>mächtigen Riffs und marschierenden Drums</strong>. Und über all dem erstrahlt der <strong>klare, emotionale Gesang Campbells</strong> (und Rowlands).</p>
<h3><strong>Acht schmerzlich schöne Stücke</strong></h3>
<p>Die solide 8-teilige Tracklist beginnt mit dem gleichnamigen Song <em>&#8222;Forgotten Days&#8220;</em>&nbsp;mit einem klassischen <strong>zermalmenden Stück Old School Heavy Metal</strong> in Perfektion. Der nachfolgende Song <em>&#8222;Riverbed&#8220;</em> ist <strong>mein persönlicher</strong> <strong>Lieblingssong.</strong> Marschierend-melodiöse Riffs und schöne Gitarrenmelodien, zweimalig unterbrochen durch einen ruhigen &#8222;Balladen-Part&#8220;, in dem eine gefühlvoll gespielte Gitarre die bewegend emotional gesungene Strophe begleitet&#8230;</p>
<blockquote><p><em>&#8222;distant memories &#8211; form constellations of despair &#8211; guiding through the state of disrepair<br />
</em><em>illuminate&nbsp; &#8211; all the hurts that have accrued &#8211; unlock the cage, holding back the truth&#8220;</em></p></blockquote>
<p>&#8230;wie auch wenig später im Song:</p>
<blockquote><p><em>&#8222;distant silhouettes &#8211; nearly all of them obscured<br />
</em><em>Exposed to be the damages incurred.&#8220;</em></p></blockquote>
<p>Doch der absolute <strong>Gänsehautmoment</strong> für mich folgt ab 4:24, als nach einer längeren Doom-Passage die Lead-Gitarrenmelodie ummantelt wird von den restlichen Instrumenten und die auf den Titel des Songs Bezug nehmende Zeile auf ergreifendste Art und Weise darüber gelegt wird – <strong>zauberhaft traurig</strong>.</p>
<blockquote><p><em>&#8222;Laying down in the riverbed<br />
</em><em>counting the words that I&#8217;ve never said to you<br />
</em><em>their numbers swell so far above my head<br />
</em><em>wide-open eyes drink in torrential red<br />
</em><em>&#8211; as I drown&#8220;</em></p></blockquote>
<p><iframe title="Riverbed" width="1140" height="855" src="https://www.youtube.com/embed/5jZfWaNJSuc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Es folgt mit <em>„Stasis“</em> ein mit nur 4 Minuten für <strong>Doom</strong> sehr kurzer Song, von dem insbesondere die Textzeile „<em>do you need a reason to smile again?“</em> sowie das mehrfach wiederholte „<em>Stasis</em>“ hängenbleiben. Das darauffolgende 12 minütige Epos <em>„Silver Wings“</em> macht zeitlich jedoch alles wieder wett, was Stasis vorher rausgeholt hat. Ein unglaublich <strong>kraftvoller</strong>, aber aufgrund der Länge <strong>auch kräftezehrender</strong> Song, für den ich mir mehrfach bewusst Zeit nehmen muss. Auch hier kommt mit den nachfolgenden Textzeilen wieder jede Menge <strong>schwer verdauliche Resignation und Trauer</strong> auf den Hörer zu:</p>
<blockquote><p><em>&#8222;I cannot remember &#8211; from where I came<br />
</em><em>and I cannot remember -who I once was<br />
</em><em>the slow march of time &#8211; turns even the greatest of triumphs<br />
</em><em>into nothing &#8211; nothing more than sand<br />
</em><em>washed into the infinite sea&#8220;</em></p></blockquote>
<p>Auch beim Nachfolger<em> „The Quicksand of Existing“ </em>macht bereits der Name klar, dass auch dieser von der dahinsiechenden <strong>Vergänglichkeit des Seins</strong> handelt. Dieser Song jedoch unterbietet sogar <em>„Stasis“</em> mit seiner Länge von <strong>nicht ganz vier Minuten</strong>. Für alle, die sich einen schnellen Überblick über das Album verschaffen wollen, ist er neben <em>„Riverbed“</em> definitiv einer meiner <strong>Anspieltipps</strong>!</p>
<p><iframe title="PALLBEARER - The Quicksand Of Existing (OFFICIAL MUSIC VIDEO)" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/Qv5-et64s70?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Dann folgt mit <em>„Vengeance and Ruination“</em>&nbsp;ein bitteres Stück der inneren Verurteilung, Verletzung und Selbstaufgabe, das mit <strong>fast sieben Minuten Spielzeit</strong> und einer schweren, düsteren Atmosphäre auch mich beim Zuhören ordentlich mitschleift. Mit dem sich anschließenden, fast fünfminütigen <em>„Rite of Passage“</em> schließt sich ein weiterer <strong>Anspieltipp</strong> meinerseits an, der vorantreibt und phasenweise irgendwie mächtig/episch klingt. Vielleicht beabsichtigt &#8211; angesichts der Tatsache, dass hier immerhin der &#8222;Übergangsritus&#8220; <strong>vom Schmerz zu Erkenntnis</strong> behandelt wird, der nach der schmerzlichen Selbstaufgabe folgt. Auch hier möchte ich wieder mit einer Textpassage den Song für sich selbst sprechen lassen:</p>
<blockquote><p><em>&#8222;this rite of</em><em> </em><em>passage<br />
</em><em>it took all of these years, but now I finally know<br />
</em><em>one question to ask of you:<br />
</em><em>did part of me die while watching you go?&#8220;</em></p></blockquote>
<p>Wer mitgezählt hat, wird feststellen: Jetzt kommt das <strong>letzte Stück des Albums</strong>. Und es trägt den rätselhaften Titel <em>„Caledonia“ </em>(Kaledonien). Google verrät: „<em>Die <strong>Kaledonier</strong> waren ein antikes Volk, das im östlichen Teil des heutigen Schottland siedelte</em>“ – Aha. Hmm. Also? Ein Bezug zu einer Gegend? So richtig werde ich auch nach Übersetzen des Textes nicht schlau daraus, <strong>WAS</strong> <em>&#8222;Caledonia&#8220;</em> ist. Auf jeden Fall müssen dort offenbar furchtbare Dinge passiert sein, die für den Protagonisten wohl auch immer dort bleiben werden. Meine Vermutung ist, dass vielleicht die Gegend, in der die Mutter verstarb, damit gemeint sein könnte.</p>
<blockquote><p><em>&#8222;from the depths of your being<br />
</em><em>one last moment awake<br />
</em><em>from the depths of my being<br />
</em><em> from Caledonia&#8220;</em></p></blockquote>
<h2><strong>Muss ich mir das wirklich antun?</strong></h2>
<p>Wer bis hierhin gelesen hat mag sich vielleicht fragen: &#8222;Hmm, okay. Tod, Trauer, Bewusstwerden ob der Vergänglichkeit des Seins, Trostlosigkeit – jetzt <strong>nicht wirklich was Neues</strong> im Metal. Nichts besonderes also! <strong>Oder doch?</strong> Nun, ich persönlich denke, dass sich diese Frage nur jeder selbst beantworten kann und dass sie sich überhaupt nur diejenigen werden beantworten können, die aufgrund bestimmter Ereignisse ein <strong>besonderes emotionales Verhältnis zu einem Album</strong> aufgebaut haben. Und diese Menschen werden vielleicht sagen: Nein, das ist anders. Denn es tut nichts leichtfertig ab oder vertröstet mit leeren Phrasen, ist auch nicht nur plakativ. Es <strong>fokussiert sich auf den Schmerz und seine Verarbeitung</strong>. Und jede(r) der/die dies schon einmal tun musste, weiß: DAS ist sehr wichtig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr>
<p>Dies ist ein Gastbeitrag von: <em><strong>Simon</strong></em></p>
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		<title>PALLBEARER &#8211; ich raste vollends aus!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Mar 2017 15:25:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>PALLBEARER &#8211; Heartless Veröffentlichungsdatum: 24.03.2017 Dauer: 59:59 Min. Label: Nuclear Blast Mit dem dritten Album so sagt man, steht oder fällt eine Band. Wie kann also eine Truppe, welche bereits 2 geniale Outputs veröffentlicht hat, das noch toppen? Ganz einfach. In dem ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/pallbearer-ich-raste-vollends-aus/">PALLBEARER &#8211; ich raste vollends aus!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>PALLBEARER </strong>&#8211; Heartless<br />
Veröffentlichungsdatum: 24.03.2017<br />
Dauer: 59:59 Min.<br />
Label: Nuclear Blast<span id="more-15505"></span></p>
<p>Mit dem dritten Album so sagt man, steht oder fällt eine Band. Wie kann also eine Truppe, welche bereits 2 geniale Outputs veröffentlicht hat, das noch toppen? Ganz einfach. In dem sie sich weiterhin auf ihre Stärken besinnt und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten festigt. &#8222;Heartless&#8220; bestätigt das vollends und kann ohne Zweifel mit den zwei Vorgängern mithalten.</p>
<p>Der Fünfer aus Little Rock, Arkansas, schafft es erneut sich neu zu erfinden, ohne dramatische Änderungen vorzunehmen. Das brachte immerhin einen Deal bei Nuclear Blast ein. Jetzt schreien sicherlich einige von euch &#8222;Kommerz!&#8220; oder &#8222;Hype!&#8220;, doch ich finde, das ist nur der gerechte Lohn für das erstklassige Schaffen von <strong>PALLBEARER</strong>. Es macht mir, im Gegensatz zu manch anderer Band, nicht das Geringste aus. Diese Band hat es verdient, bei den ganz Großen mitzuspielen. Und wenn ich groß meine, dann spreche ich hier von Meilensteinen wie <strong>WARNING</strong>, <strong>SOLITUDE AETURNUS</strong> oder gar <strong>CANDLEMASS</strong>. Da gibt es keine Widerrede.</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/DNl_18Kr56g?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<h4>Mit schmerzender Brust und zittrigen Fingern</h4>
<p>Da bereits der Opener <em>&#8222;I Saw The End&#8220;</em> und sein Nachfolger <em>&#8222;Thorns&#8220;</em> bereits der breiten Masse zugänglich gemacht wurde (ersteres bekam ein hochwertiges Musikvideo spendiert), und einen ersten exquisiten Vorgeschmack auf den Rest des Albums präsentierte, war meine Erwartungshaltung dementsprechend groß.</p>
<p>Ich meine, habt ihr schon mal so was Schönes und Trauriges wie die Leadmelodie von <em>&#8222;I Saw The End&#8220;</em> oder<br />
die wuchtigen Akkorde in Verbindung mit einem vor Herzblut überquillenden Solo von <em>&#8222;Thorns&#8220;</em> gehört?</p>
<blockquote><p>Ganz großes Kino!</p></blockquote>
<p>Ihr könnt euch schon denken, dass mich dieses zeitlose Stück Musik völlig kirre macht. Dabei müsst ihr euch mal vor Augen halten, dass kein Song unter 5 Minuten auskommt, manchmal ufert das sogar bis zu 12 Minuten aus!</p>
<h4>PALLBEARER legen den Fokus auf Härte und Eingängigkeit zugleich</h4>
<p>Und das ungekünstelt und unverkrampft. Ich raste aus, ist das geil! In den ruhigen Momenten glänzt das Quartett mit schönen Tonfolgen, nur um sich majestätisch in voller Kraft zu entfalten (<em>&#8222;Lie Of Survival&#8220;</em>). Da schimmern auch ab und an Classic-Rock-Einflüsse durch (<em>&#8222;Dancing In Madness&#8220;</em>), die meine Schmelzsicherung im Hirn nur noch mehr zum Zerfließen bringt. Passend hierzu gibt es verhallten Gesang, der auch bei <strong>BLACK SABBATH</strong> gut zur Geltung kommen würde. Zu meiner Überraschung wartet der Track im letzten Drittel hingegen mit für <strong>PALLBEARER</strong> untypisch hartem Gesang auf. Ungewöhnlich, aber nicht schlecht.&nbsp;</p>
<p>Doom dich <a href="https://www.youtube.com/watch?v=WmfKPB7AGDc">HIER</a> in schiere Glückseligkeit</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_15509" aria-describedby="caption-attachment-15509" style="width: 590px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-15509 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/pallbearer-band.jpg" width="600" height="400" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/pallbearer-band.jpg 600w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/pallbearer-band-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/03/pallbearer-band-360x240.jpg 360w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-15509" class="wp-caption-text">Bodenständig und professionell: <strong>PALLBEARER</strong></figcaption></figure>
<p>Dieser Pfad findet seinen Höhepunkt in <em>&#8222;Cruel Road&#8220;</em>, wo die gesamte Saitenfraktion das Mikrofon bedienen darf. Das ganze Konstrukt wirkt dennoch erfrischend anders, als der Rest von &#8222;Heartless&#8220;. Bei diesem Titel kommt eine moderne Seite von <strong>PALLBEARER</strong> zum Vorschein, die komplett auf der harten Schiene fährt.</p>
<p>Und schon sind wir beim Namensgeber an vorletzter Stelle angelangt, obgleich <em>&#8222;Heartless&#8220;</em> alle Trademarks der Band ohne Umschweife auf den Punkt bringt, ist der Drops noch lange nicht gelutscht. Mit <em>&#8222;A Plea For Understanding&#8220;</em> haben die Amis den wohl anmutigsten und gleichzeitig ergreifendsten Song seit Langem geschrieben. Wie ein vertonter Sonnenaufgang/Sonnenuntergang. Dafür habe ich jetzt keine Worte mehr, außer das ich wohl die nächsten Tage mit einem heftigen Schlafdefizit zu kämpfen habe. Diese Platte raubt mir den Atem!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/pallbearer-ich-raste-vollends-aus/">PALLBEARER &#8211; ich raste vollends aus!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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