<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>helgrindur Archive - Silence Musik Magazin</title>
	<atom:link href="https://silence-magazin.de/tag/helgrindur/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://silence-magazin.de/tag/helgrindur/</link>
	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
	<lastBuildDate>Mon, 04 May 2026 13:52:47 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	

<image>
	<url>https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/05/cropped-apple-touch-icon-114x114-32x32.png</url>
	<title>helgrindur Archive - Silence Musik Magazin</title>
	<link>https://silence-magazin.de/tag/helgrindur/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>DAS NEUE WOLFSZEIT &#8211; DER BERICHT 2023</title>
		<link>https://silence-magazin.de/das-neue-wolfszeit-der-bericht-2023/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=das-neue-wolfszeit-der-bericht-2023</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/das-neue-wolfszeit-der-bericht-2023/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Nov 2023 10:11:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[2023]]></category>
		<category><![CDATA[alestorm]]></category>
		<category><![CDATA[Auenland]]></category>
		<category><![CDATA[Black]]></category>
		<category><![CDATA[carpathian forest]]></category>
		<category><![CDATA[dark funeral]]></category>
		<category><![CDATA[Durangir]]></category>
		<category><![CDATA[Eisfeld]]></category>
		<category><![CDATA[Eisregen]]></category>
		<category><![CDATA[ellende]]></category>
		<category><![CDATA[festival]]></category>
		<category><![CDATA[FIMBULVET]]></category>
		<category><![CDATA[Forndom]]></category>
		<category><![CDATA[GAEREA]]></category>
		<category><![CDATA[HEIDEVOLK]]></category>
		<category><![CDATA[helgrindur]]></category>
		<category><![CDATA[Karg]]></category>
		<category><![CDATA[Korpiklaani]]></category>
		<category><![CDATA[Ksiff Dark Centuries]]></category>
		<category><![CDATA[metal]]></category>
		<category><![CDATA[minas morgul]]></category>
		<category><![CDATA[Mosaic]]></category>
		<category><![CDATA[NORNIR]]></category>
		<category><![CDATA[obscurity]]></category>
		<category><![CDATA[Pagan]]></category>
		<category><![CDATA[Sagenbringer]]></category>
		<category><![CDATA[Sommerrodelbahn]]></category>
		<category><![CDATA[tales of ratatösk]]></category>
		<category><![CDATA[THJODRÖRIR]]></category>
		<category><![CDATA[Vanaheim]]></category>
		<category><![CDATA[VARG]]></category>
		<category><![CDATA[WOLFCHANT]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfs]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfszeit]]></category>
		<category><![CDATA[xiv dark centuries]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=44827</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Tage werden dunkler, die Gefühle schwerer... Wir lassen das Wolfszeit 2023 nochmal vor unseren Augen durchziehen.<br />
Für Dich gibt es dafür den von Tränen (der Freude und des Verlusts) genässten Bericht - mitsamt Eindrücke in Bild und Emotion'!</p>
<p>Schwelge mit uns in Erinnerung!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/das-neue-wolfszeit-der-bericht-2023/">DAS NEUE WOLFSZEIT &#8211; DER BERICHT 2023</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Es ist wieder Wolfszeit! </strong></h2>
<p>Mich: Doch diesmal nicht an gewohnter Stelle – nein, im Crispendorfer Nadelwald wird es wohl nie wieder stattfinden. Die <strong>neue Location</strong> befindet sich auch in Thüringen:<strong> Das Feriendorf Auenland in Eisfeld</strong>. Es bleibt spannend: Kann das Gelände mit dem Charme des alten Ortes des Geschehens mithalten?</p>
<p>Diese Frage hat sich allerdings schon mit einem überdeutlichen <strong>JA</strong> beantwortet, bevor ich mein erstes Bier aus dem Kofferraum holen kann. Davon abgesehen, dass der Tannenwald hier ebenso archaisch prangt wie ums Crispendorfer Ferienland herum, lässt mich der absolut prachtvolle Ausblick vom Campingground erstmal drei Schritte rückwärts schreiten, bevor mich die Eindrücke überwältigen und zu Boden zwingen. Sonnenbeschienene Hügel- und Bergspitzen tummeln sich vor einem schier endlos weiten Horizont, Nadelgehölz verteilt sich wie dunkle Farbkleckse über das gesamte Panorama und die Wolken ziehen ruhig in sanften Schwaden über das klare Hochsommerfirmament. Frische Grashalme dämpfen meinen Fall, während ich die Schönheit des Moments mit allen Poren meines Körpers in mich aufnehme. <strong>„Willkommen“,</strong> scheint das neue Gelände uns sagen zu wollen, <strong>„willkommen Freunde beim</strong> <strong>WOLFSZEIT FESTIVAL 2023</strong>.“</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" wp-image-44899 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/20230826_200829.jpg" alt="" width="741" height="417" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/20230826_200829.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/20230826_200829-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/20230826_200829-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/20230826_200829-750x422.jpg 750w" sizes="(max-width: 741px) 100vw, 741px" /></p>
<p>Doch während ich so in romantischer Naturverbundenheit daherschwelge, unterbricht mich plötzlich ein primitiver Gedanke: <strong>Moment mal!</strong> Sind wir nicht eigentlich zum Abmeddln hier? Und so kommt es, dass der Kofferraum an diesem ersten Nachmittag und Abend dann doch noch um einige halbe Liter erleichtert wird.</p>
<h2><strong>Der neue Morgen ist da</strong></h2>
<p>Ja, der neue Morgen ist da! Und die *hust* Eindrücke des gestrigen Auftakts beschäftigen meinen Schädel heute auf weniger angenehme Weise. Zudem ist mir wohl irgendwer im Laufe des Abends aufs Knie gefallen, so dass mir nicht nur das Denken sondern auch das Laufen schwerer fällt als gewöhnlich.</p>
<p>Dennoch schaffen wir es noch vor dem ersten Konzert, zur <strong>sagenumwobenen Sommerrodelbahn </strong>zu pilgern, die sich nur einige hundert Meter vom Campground entfernt befinden soll. Hier stellt sich gleich sie nächste Frage: Ist sie ein gebührender Ersatz für Crispi, die Fot- ich meine natürlich Bimmelbahn und Hauptattraktion der alten Festival-Location?</p>
<div style="width: 1140px;" class="wp-video"><video class="wp-video-shortcode" id="video-44827-1" width="1140" height="641" preload="metadata" controls="controls"><source type="video/mp4" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/YouCut_20230831_142954390.mp4?_=1" /><a href="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/YouCut_20230831_142954390.mp4">https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/YouCut_20230831_142954390.mp4</a></video></div>
<p>Und auch hier werden wir nicht enttäuscht! Nicht nur der Weg nach unten macht (abgesehen von zwei bis drei unglücklich positionierten Brennnesseln) unerhört viel Spaß, sondern auch der Aufzug nach oben hat einiges zu bieten, wie er einen nach erfolgreichem Flitzen gemütlich an wilden Brombeersträuchern, nadelbedeckter Blumenwiese und saftigen, frisch aus der Erde geschossenen Pilzen wieder den Hügel hinauf zieht. Zehn von zehn Punkten. <strong>Wir fahren ungefähr acht Mal,</strong> bevor es dann doch endlich mal an der Zeit ist, sich das Infield von innen anzusehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>Ab hier gibt’s Konzertberichte!</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44909" aria-describedby="caption-attachment-44909" style="width: 236px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" class=" wp-image-44909" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-7-1.jpg" alt="" width="246" height="368" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-7-1.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-7-1-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-7-1-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-7-1-750x1123.jpg 750w" sizes="(max-width: 246px) 100vw, 246px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44909" class="wp-caption-text">Eichhörnchen! &#8211; Tales Of Ratatösk @Crow</figcaption></figure>
<p>Den doch etwas undankbaren Slot als erste Band um vierzehn Uhr Nachmittags am ersten Konzerttag belegen in diesem Jahr <strong>TALES OF RATATÖSK</strong>. Dass die Folk-Metaller damit aber absolut kein Problem haben, weil sie nämlich in der Lage sind, jede Situation prompt in eine wilde Party zu verwandeln, beweisen sie mir in diesem Jahr nun schon zum zweiten Mal. Was soll auch schiefgehen, wenn man ein anderthalb Meter großes <strong>Plüscheichhörnchen</strong> dabeihat – und dazu eine persönliche Eichhornträgerin ähnlicher Höhe, die dafür sorgt, dass mit ihm, um es und um es herum gemosht und gekreist wird, was das Zeug hält.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44850" aria-describedby="caption-attachment-44850" style="width: 200px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-44850" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-2.jpg" alt="" width="210" height="315" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-2.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-2-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-2-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Tales-of-Ratatoesk-2-750x1123.jpg 750w" sizes="(max-width: 210px) 100vw, 210px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44850" class="wp-caption-text">Fieps &#8211; Tales Of Ratatösk @Crow</figcaption></figure>
<p>Der Basser <strong>Peter</strong> (ungefähr doppelt so groß) hat im Biersturm des Vortags seine Stimme gegen ein heisernes Fiepsen eingetauscht. Dies lässt seine Ansagen heute recht amüsant wirken, seine Growls aber umso bestialischer erschallen.</p>
<p>Ein weiteres Unglück ergibt sich, als plötzlich im Eifer des Gefechts besagte <strong>Eichhornträgerin mit dem Fuß umknickt </strong>und ihre heilige Aufgabe erstmal an jemand anderes abgeben muss. Zehn Minuten später jedoch sieht man sie wieder im Publikum – diesmal mit dem flauschigen Maskottchen als Auge des Circle Pits auf dem Boden sitzend.</p>
<p>Während alledem wird die Energielatte von der aufgeregten Musik stets oben gehalten, und auch wenn noch bei weitem nicht alle da sind um mitzumachen, kann man von einem äußerst gelungenen Startschuss fürs <strong>WOLFSZEIT FESTIVAL 2023</strong> sprechen.</p>
<h2><strong>Gekonnte Epik</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44856" aria-describedby="caption-attachment-44856" style="width: 389px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-44856" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-9.jpg" alt="" width="399" height="267" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-9.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-9-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-9-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-9-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-9-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 399px) 100vw, 399px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44856" class="wp-caption-text">Mit Deko &#8211; Vanaheim @Crow</figcaption></figure>
<p>Es folgen die <strong>epischen, bombastischen, fantastischen</strong> <strong>VANAHEIM</strong> aus den Niederlanden. Wenn dieser Satz auch ein bisschen mit Hyperbeln gespickt wirken mag, so lasst mich euch versichern, dass ich jedes der Worte in genau dem Maße hingeschrieben habe, in dem ich es emfpinde. Bisher – und vor allem seit Release des großartigen Debut-Albums „Een Verloren Verhal“ vor etwas mehr als einem Jahr – haben diese vier Männer live bei jeder Gelegenheit bewiesen, dass sie nicht nur technisch, sondern auch in Sachen Songwriting richtig was draufhaben. &nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44857" aria-describedby="caption-attachment-44857" style="width: 411px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44857" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-15.jpg" alt="" width="421" height="281" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-15.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-15-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-15-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-15-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Vanaheim-15-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 421px) 100vw, 421px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44857" class="wp-caption-text">Action! &#8211; Vanaheim @Crow</figcaption></figure>
<p>Mit einer Stunde Spielzeit reicht es diesmal für alle Metal-Tracks des Albums plus zwei der etwas älteren EP. Auch bemerkenswert: Mittlerweile scheint jede Ansage in den Liedern perfekt getimed. Zudem gibt es nun auf der Bühne <strong>passende Dekorationen und Relikte</strong>: Spooky Laternen mit Efeu, ein antiquarisch anmutendes Riesenbuch und einiges mehr sorgen für die kleine Prise Atmosphäre, die dem ganzen noch ein kleines aber nicht ungewisses Etwas verleiht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Am Sound habe ich diesmal allerdings ein bisschen was rumzumeckern: Die orchestralen Backgroundspuren, ein sehr wichtiges Element in dieser Musik, verlieren nicht selten den Kampf gegen die Gitarren und vor allem das Drumset, welches selbst mir als Drummer heute etwas zu hart knüppelt. Stört vielleicht ein kleines bisschen den Musikgenuss, <strong>nicht aber den Flow,</strong> den Publikum und Band miteinander haben.</p>
<h2><strong>Von depressiven Kriegern und kotzenden Drachen</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44853" aria-describedby="caption-attachment-44853" style="width: 433px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44853" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-1.jpg" alt="" width="443" height="295" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-1-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 443px) 100vw, 443px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44853" class="wp-caption-text">Sagenbringer @Crow</figcaption></figure>
<p><strong>SAGENBRINGER</strong> hingegen haben keine Soundprobleme. Ihre Musik mag im direkten Vergleich auch etwas simpler aufgebaut sein und ist somit weniger anfällig für ebendiese Art von Erschwernissen. Aber ich merke schnell, dass ordentlicher klassischer Pagan Metal <strong>genau das</strong> ist, <strong>was mich in dieser Sekunde glücklich macht. </strong></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44858" aria-describedby="caption-attachment-44858" style="width: 277px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44858" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-6.jpg" alt="" width="287" height="429" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-6.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-6-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-6-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Sagenbringer-6-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 287px) 100vw, 287px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44858" class="wp-caption-text">Sagenbringer @Crow</figcaption></figure>
<p>Die Texte sind einerseits sehr ernst: So etwa wird ein Krieger besungen, der nach erfolgreicher Schlacht realisiert, dass der Krieg keine Gewinner kennt, woran seine gesamte Weltanschauung zerbricht. Andererseits aber erzählen <strong>SAGENBRINGER</strong> auch gerne von fröhlicheren Dingen, wie Trolltavernen (dazu wirft man überdimensionale aufblasbare Bierkrüge ins Publikum) oder von einem Drachen, der <strong>Met statt Feuer</strong> spuckt. (Das ist ja abartig. Also ich würd das nicht trinken.)</p>
<p>Während ich mich der ehrlichen und offenen Spielfreude erfreue, die die sympathischen Jungs dort auf der Bühne an den Tag legen, fällt mir noch was auf: Keiner der Songs ist besonders schnell, krass oder aggressiv. Und dennoch macht’s Bock. Manchmal vergesse ich das, aber man kann Metal auch gut machen, wenn man gemütlicher ans Thema rangeht.</p>
<p>Und jetzt begrüßt mal alle bitte ganz herzlich unsere diesjährige <strong>Gastautorin Ramona!</strong></p>
<h2><strong>Vermummte Gestalten</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44859" aria-describedby="caption-attachment-44859" style="width: 279px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44859" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-4.jpg" alt="" width="289" height="432" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-4.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-4-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-4-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-4-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 289px) 100vw, 289px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44859" class="wp-caption-text">Schlangengleich &#8211; Gaera @Crow</figcaption></figure>
<p><em>Ramona: Was könnte passender sein, als mich bei schwarzem Himmel und Gewitter über mir an das Konzert von <strong>GAEREA</strong> zu erinnern? Die mir tatsächlich noch recht unbekannten Black Metaller aus Portugal erscheinen gänzlich in schwarz und wie schon öfter im Black Metal vernommen, vermummt. Die harten Riffs können ungewohnt hart klingen, wenn man sich weniger für diesen Bereich im Metal interessiert. <strong>Melodische Parts überraschen</strong> dann die noch nicht an dieses Genre gewöhnten Ohren und lockern das Ganze etwas auf. </em></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44860" aria-describedby="caption-attachment-44860" style="width: 279px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44860" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-10.jpg" alt="" width="289" height="432" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-10.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-10-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-10-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Gaerea-10-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 289px) 100vw, 289px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44860" class="wp-caption-text">Nebelmaschine &#8211; Gaera @Crow</figcaption></figure>
<p><em>Die Reaktionen des Publikums sind zunächst verhalten, doch Einzelne sind genauso wie ich, fokussiert auf die exzentrischen Bewegungen des Frontmanns, die jedoch zu den nach <strong>purem Leid und Verzweiflung</strong> klingenden Vocals passen. Karthartisch, so bezeichnen sie sich selbst. Dennoch verzichtet die Band nicht komplett auf Ansagen und Interaktion mit dem Publikum. Nachdem einige verstanden haben, dass es sich um eines der letzten Konzerte der noch recht jungen Gruppe handelt und sich über diese Info wundern, entstehen zum Ende hin doch noch ein kleiner Circle Pit und auf Wunsch des Sängers eine Wall of Death. Auf einer bekannten Plattform findet sich ein Beitrag dazu, dass der nächste anstehende Gig im Nachbarland auf einem dort letzten Sommer-Festival stattfinden wird. So können wir uns freuen, in Zukunft mehr Keulen der Schwere wie „Salve“ zu hören.</em></p>
<p>Mich: Eine Anmerkung erlaube ich mir an dieser Stelle: Die <strong>schlangenhaften Bewegungen</strong> des Sängers machen mich fertig. Ich bin mir zu 99% sicher, dass sich hinter der Maske <a href="https://www.youtube.com/watch?v=k08gjJbxG-A"><strong>Voldo</strong> aus Soul Calibur</a> versteckt.&nbsp;</p>
<h2><strong>Die Einweihung</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44855" aria-describedby="caption-attachment-44855" style="width: 244px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44855" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-22.jpg" alt="" width="254" height="381" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-22.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-22-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-22-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-22-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 254px) 100vw, 254px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44855" class="wp-caption-text">Der Schamane Voenix @Crow</figcaption></figure>
<p>Als Nächstes steht <strong>der traditionelle Eröffnungsblót</strong> an. Was das genau bedeutet: Ähnlich wie schon im letzten Jahr spielen <strong>VARG </strong>zur Einweihung des Festivals ein<strong> akustisches Konzert</strong> – auch wieder mit der Dame <strong>Fylgja</strong> an den Main Vocals, düster untermalt von beschwörendem Sprechgesang von Sänger und Festivalboss <strong>Freki</strong>. Gleichzeitig wird der neue Drummer vorgestellt (er hat wohl gleichzeitig bei <strong>VARG</strong> und bei <strong>DIE APOKALYPTISCHEN REITER</strong> angefangen – das nenn ich mal Motivation). Jetzt darf er aber erstmal nur die ritualistische Schamanentrommel bedienen.</p>
<p>Es werden ein paar Lieder des letzten Albums „Zeichen“ dargeboten, doch will man die Gelegenheit auch nutzen, den Titelsong der ganz neuen Scheibe (Release steht vor der Tür) vorzustellen. Als Überleitung zur Segnung des Geländes durch die Hand des <strong>Schamanen Voenix</strong> wird demselben dann der Song <em>„Phönix“ </em>gewidmet.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44854" aria-describedby="caption-attachment-44854" style="width: 375px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44854" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-15.jpg" alt="" width="385" height="257" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-15.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-15-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-15-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-15-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-15-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 385px) 100vw, 385px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44854" class="wp-caption-text">Akustische Eröffnung &#8211; Varg @Crow</figcaption></figure>
<p>Dann werden, wie jedes Jahr, die Götter angerufen und um Erlaubnis gefragt, das Festival in ihren Wäldern stattfinden zu lassen. Doch heute kommt noch hinzu, dass die Holzchips, die den Gästen mit den Tickets geliefert wurden, in einem Ritual nun allesamt verbrannt werden, und somit ist das <strong>WOLFSZEIT</strong> <strong>2023</strong> nun definitiv, offiziell und <strong>mit göttlicher Gunst eröffnet</strong>!</p>
<h2><strong>Thüringische Flagge auf Halbmast</strong></h2>
<p><strong>EISREGEN</strong> tauschen mit <strong>FORNDOM</strong> den Platz im Lineup, weil letztere wohl Schwierigkeiten bei der Anreise haben. Da sich diese im Laufe des Sets scheinbar nicht beheben, dürfen die Thüringer ein gutes Stück länger spielen als geplant.</p>
<p>Eine <strong>traurige Nachricht</strong>, die leider noch sehr frisch ist: <strong>HÄMATOM</strong>-Bassist <strong>West</strong> hat vor ein paar Tagen diese Welt verlassen – was ich dabei nicht wusste, ist, dass er zuvor auch schon bei <strong>EISREGEN</strong> aktiv war. Darum wird ihm heute von der Band ein Lied gewidmet.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44861" aria-describedby="caption-attachment-44861" style="width: 745px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44861" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Eisregen-5.jpg" alt="" width="755" height="504" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Eisregen-5.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Eisregen-5-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Eisregen-5-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Eisregen-5-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Eisregen-5-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 755px) 100vw, 755px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44861" class="wp-caption-text">Eisregen @Crow</figcaption></figure>
<p>Ansonsten gibt es noch einen Medley aus indizierten Liedern (als Medley darf man das) auf die Ohren und der letzte Song ist – wie meistens – die allseits beliebte <em>„Elektrohexe“</em>.</p>
<h2><strong>Atmosphäre auf der Main Stage</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44864" aria-describedby="caption-attachment-44864" style="width: 389px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44864" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-2.jpg" alt="" width="399" height="267" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-2.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-2-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-2-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-2-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-2-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 399px) 100vw, 399px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44864" class="wp-caption-text">Mosaic @Crow</figcaption></figure>
<p>Leider wird aus dem <strong>FORNDOM</strong>-Konzert heute nun definitiv nichts mehr. Dafür dürfen <strong>MOSAIC</strong> aber die Main Stage erobern, anstatt, wie ursprünglich gedacht, im heidnischen Dorf auf der kleinen Bühne zu spielen. Ich lerne dabei folgendes: Eigentlich handelt es sich ja um eine Black-Metal-Kombo. Für heute allerdings haben zwei der Miglieder ein <strong>spezielles Akustik-Set</strong> einstudiert.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44862" aria-describedby="caption-attachment-44862" style="width: 379px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44862" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-3.jpg" alt="" width="389" height="260" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-3.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-3-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-3-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-3-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Mosaic-3-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 389px) 100vw, 389px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44862" class="wp-caption-text">Mosaic @Crow</figcaption></figure>
<p>Was soviel heißt wie: Akustische Gitarre, Elektrische Gitarre, mehr Schamanentrommeln sowie eine große Portion Dungeon-Synth-artige Düstereien vom Band erschaffen gemeinsam eine <strong>wahrhaft mystische Atmosphäre</strong>, während mal der eine, mal der andere Musiker dazu finsteren Klargesang und ritualistische Poesie mit einfließen lässt. &nbsp;</p>
<p>Eine interessante Erfahrung – doch kurz vor ein Uhr findet das Spektakel schon sein Ende. Man würde sich nicht mit den Behörden anlegen wollen. Schade, aber nachvollziehbar. Als nächstes zieht es uns <strong>ins Heidendorf</strong>, wo wir mit den restlichen Getränkemarken bis spät in die Nacht weiterfeiern.</p>
<h2><strong>Tag zwei: Die netten Campnachbarn</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44865" aria-describedby="caption-attachment-44865" style="width: 460px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44865" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Thjodroerir-6.jpg" alt="" width="470" height="314" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Thjodroerir-6.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Thjodroerir-6-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Thjodroerir-6-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Thjodroerir-6-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Thjodroerir-6-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 470px) 100vw, 470px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44865" class="wp-caption-text">Thjodrörir @Crow</figcaption></figure>
<p><em>Ramona: 2019 habe ich mich noch gefragt, wer denn die netten Campnachbarn sind, dieses Jahr habe ich meine Antwort erhalten: Es sind <strong>THJODRÖRIR</strong>, die beim diesjährigen Wolfszeit am zweiten Tag in der Mittagssonne spielen müssen.</em></p>
<p><em>Gleich als zweiten Song wählt die Band „Solstitium“ aus. Es folgen zwei neue Songs und für die alteingesessenen Fans selbstverständlich „Loki und die Zwerge“. Mir ist warm, dem Sänger ebenfalls und schon zieht er sein Oberteil aus und nein, <strong>ich tue es ihm nicht gleich</strong>.</em></p>
<p><em>Nach und nach füllt sich das Infield mit Menschen, die scheinbar ihren gestrigen Kater doch noch kontern konnten und nun den Weg zur Bühne finden, sehr schön. Ich entdecke unter ihnen einen Mann, der mit seinem <strong>geflochtenen Bart im Rhythmus propellert</strong>, cool! Zuletzt folgt noch „Caelum“ und dann ist das Konzert leider auch schon vorüber. Ich habe mich jedenfalls darüber gefreut.</em></p>
<h2><strong>Wundersame Rituale</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44852" aria-describedby="caption-attachment-44852" style="width: 459px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44852" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Helgrindur-11.jpg" alt="" width="469" height="313" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Helgrindur-11.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Helgrindur-11-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Helgrindur-11-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Helgrindur-11-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Helgrindur-11-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 469px) 100vw, 469px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44852" class="wp-caption-text"><strong>Helgrindur @Crow</strong></figcaption></figure>
<p>Mich: <strong>HELGRINDUR</strong> habe ich mittlerweile so oft gesehen, dass mir einige der Texte automatisch über die Lippen fließen, als sich die Pagan Metaller zum erneuten Male vor mir aufbauen. Und wie auch bei vergangenen Gigs dauert es nicht lange, bis sich die Meute von der energetischen Musik und den Aufforderungen des charismatischen Sängers mitreißen lässt. <strong>Schnell ist Bewegung im Spiel</strong>.</p>
<p>Und was für welche: Neben Moshpits, Headgebange und dem mittlerweile schon fast Standart gewordenen „wir setzen uns alle auf den Boden in ein imaginäres Boot und rudern“ fangen plötzlich zwei Besucher an, einen dritten <strong>wie ein Springseil</strong> zwischen sich zu spannen und kreisen zu lassen, während ein vierter im Rhythmus der Musik immer wieder über ihn springt. Ich äh … weiß auch nicht genau, was ich dazu sagen soll. Verletzt hat sich dabei jedenfalls keiner (was mich schwer wundert).</p>
<p><strong>HELGRINDUR</strong> jedenfalls erfreuen sich bald einer neuen Album-Release, nachdem in diesem Jahr nun mittlerweile zwei Singles erschienen sind. Hört rein! Ech spielten für euch (Zitat Sänger): <strong>Der Fette, der Schönling, Babyface und der Italiener. </strong></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44866" aria-describedby="caption-attachment-44866" style="width: 213px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44866" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Nornir-1.jpg" alt="" width="223" height="334" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Nornir-1.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Nornir-1-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Nornir-1-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Nornir-1-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 223px) 100vw, 223px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44866" class="wp-caption-text">Nornír @Crow</figcaption></figure>
<h2><strong>Frontfrau und Schamanentrommel</strong></h2>
<p><em>Ramona: Aus dem Untergrund des deutschen Black Metals stehen die 2014 gegründeten <strong>NORNÍR</strong> auf der Bühne. Nicht nur allgemein im Metal, insbesondere <strong>im Black Metal sind Frauen am Mikrofon selten</strong>. Umso mehr freue ich mich darüber, die Band nach einem Jahr ein zweites Mal live sehen und feiern zu dürfen. Oft erwartet man die typisch impulsiven Gitarrenriffs in Kombination mit kräftigen, langgezogenen Growls. </em></p>
<p><em>Nicht, dass diese nicht vorhanden wären, doch gibt der Longplayer „Verdandi“, den <strong>NORNÍR</strong> im Gepäck haben, auch melodische Parts mit cleanem Gesang her, welcher in einigen Songs von einer von <strong>Lethian</strong>, der Sängerin, gespielten Schamanentrommel begleitet wird und eine mystische Atmosphäre schafft. So zum Beispiel beim <strong>WARDRUNA</strong>-Cover „Helvegen“.</em></p>
<h2><strong>Die aus den Legenden</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44867" aria-describedby="caption-attachment-44867" style="width: 358px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44867" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Minas-Morgul-6.jpg" alt="" width="368" height="246" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Minas-Morgul-6.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Minas-Morgul-6-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Minas-Morgul-6-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Minas-Morgul-6-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Minas-Morgul-6-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 368px) 100vw, 368px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44867" class="wp-caption-text"><strong>Minas Morgul @Crow</strong></figcaption></figure>
<p>Mich: Mythischer Nebel umhüllt die nächste Band – zumindest aus meiner Perspektive. Denn <strong>MINAS</strong> <strong>MORGUL</strong> sind mir ein Rätsel. Bis 2019 existierten sie für mich nur in Form obskurer Youtube-Videos und steinalter Sagen und Legenden. Plötzlich standen <strong>diese Geister alter Tage</strong>, damals kurzzeitig mit <strong>Robse</strong> am Mikrofon, vor mir auf der Bühne. Auf ebendiesem gleichen Festival wie heute Abend.</p>
<p><strong>Drei Musiker nur</strong> treten diesmal unter dem Banner der Festung des Hexerkönigs vor die gespannten Gemüter. Neben Originalbesetzung an Gitarre und Trommelbude führt <strong>Stef</strong> (<a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-2019-nachbericht/">sein Name fiel schon 2019 mehrmals</a>) nun den Bass in Händen und die Hauptvocals im Rachen. Am Sound stimmt alles: Die Double Bass knüppelt, die Growls klingen ordentlich und die Gitarrenriffs lassen sich klar und deutlich erkennen. Hitpotential haben die meisten Songs eher weniger, aber das erwartet man von Black Metal ja auch gar nicht.&nbsp;</p>
<h2><strong>Obskure Musik und obszöne Fragen</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44869" aria-describedby="caption-attachment-44869" style="width: 381px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44869" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-1.jpg" alt="" width="391" height="261" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-1-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 391px) 100vw, 391px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44869" class="wp-caption-text"><strong>Obscurity @Crow</strong></figcaption></figure>
<p><em>Ramona: Obwohl sie erst eine Stunde vor Konzertbeginn eingetroffen sind, beginnen sie auf die Minute genau zu spielen: <strong>OBSCURITY</strong>. Zunächst dachte ich, ich würde aufgrund des Pegels doppelt sehen, doch dann wurde mir klar, dass Bassist <strong>Vidar</strong> und Gitarrist <strong>Grimnir</strong> etwas früher am Tag schon einmal mit <strong>HELGRINDUR</strong> auf der Bühne standen und im späteren Verlauf von ihrem Sänger noch als Tingeltangel-Bobs bezeichnet wurden. </em></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44870" aria-describedby="caption-attachment-44870" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44870" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-7.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-7.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-7-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-7-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Obscurity-7-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44870" class="wp-caption-text"><strong>Grimnir der Grimmige &#8211; Obscurity @Crow</strong></figcaption></figure>
<p><em>Brüllhannes <strong>Agalaz</strong> macht uns zunächst vor, wie man sich ordentlich den Kopf abschraubt und unterhält das Publikum den gesamten Gig über mit Sprüchen wie: <strong>„Kaputte Bäume … wir sehen geiler aus als die Umgebung!“</strong> und Erzählungen darüber, dass die Band kein Merch dabei hat und man doch die online Tonträger downloaden solle – es aber auch versandkostenfrei CDs zu erwerben gebe, was allgemein bejubelt wird. Dem folgt der Vorschlag, schweinische Fragen zu stellen. <strong>Agalaz</strong> überlege sich noch, ob er sie beantwortet. Von irgendwoher ertönt ein: <strong>„Halt’s Maul und spiel!“,</strong> was viele andere und auch mich zum Schmunzeln bringt.</em></p>
<p><em>Zum Glück werden auch Songs gespielt, unter anderem „Niedertracht“ und „Was uns Bleibt“. Das Konzert ist gemütlich. Ich hatte die Band anders in Erinnerung, was jedoch nicht negativ zu werten ist.</em></p>
<h2><strong>Maximale Wolfspower</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44871" aria-describedby="caption-attachment-44871" style="width: 245px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44871" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-16.jpg" alt="" width="255" height="382" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-16.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-16-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-16-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-16-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 255px) 100vw, 255px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44871" class="wp-caption-text">Wolfchant @Crow</figcaption></figure>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44872" aria-describedby="caption-attachment-44872" style="width: 244px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44872" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-18.jpg" alt="" width="254" height="381" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-18.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-18-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-18-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Wolfchant-18-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 254px) 100vw, 254px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44872" class="wp-caption-text">Wolfchant @Crow</figcaption></figure>
<p><strong>WOLFCHANT</strong> tischen uns eine wunderbar bunte Mischung auf – zwanzig Jahre kriegt die Band in diesem Jahr, und somit wird sich gebührlich durch <strong>altes wie neues Material</strong> gespielt. Mit Erfolg! Während mir zwar die älteren Tracks wie immer ein bisschen besser gefallen, ist an diesem Abend definitiv für jeden was dabei.</p>
<p>Leider klingt das ganze aus einer gewissen Entfernung nicht optimal – es sind die typischen Festivalsoundproblemchen. Drums ballern zu sehr, Gitarren gehen etwas unter. Es zieht mich also <strong>in</strong> <strong>die ersten Reihen</strong>, wo auch gleich die Nostalgie und die Freude am Moment mich abholen und Teil des Geschehens werden lassen. Wenn auch <strong>WOLFCHANTs</strong> heutiges Lineup nur noch geringfügig mit der Gründungsmannschaft übereinstimmt, spielen und singen die Wölfe mit einer Freude und Inbrunst, die den alten Tagen in nichts nachsteht. <strong>Es ist großartig.</strong></p>
<p>Weiter oben, im, neben und um den Biergarten sitzen erstaunlich viele Zuhörer. Herunter zur Show kommen sie nicht, aber ein gewisses Interesse scheint anwesend zu sein – belohnt werden sie mit <strong>mehreren Trinkliedern</strong>, die allesamt von den früheren Werken stammen.</p>
<p>Definitiv eine der besseren <strong>WOLFCHANT</strong>-Shows! Die Musiker sind fit, die Leute wach, die Songauswahl breitgefächert. Zum Abschluss nehme ich mir vor, nochmal im allerletzten Refrain des allerletzen Songs der Band die Ehre zu erweisen und die Haare kreisen zu lassen. Ich gehe dafür leicht in die Knie, und <strong>*ratsch* </strong>reißt es mir ein Loch in die Hose. Gottseidank habe ich mehr als eine dabei. Nicht auszudenken, wie das wäre, wenn ich nur eine dabei hätte.</p>
<h2><strong>Die Überraschung aus dem finnischen Wald</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44873" aria-describedby="caption-attachment-44873" style="width: 372px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44873" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-1.jpg" alt="" width="382" height="255" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-1-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 382px) 100vw, 382px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44873" class="wp-caption-text">Korpiklaani @Crow</figcaption></figure>
<p>Dass <strong>KORPIKLAANI</strong>, nachdem ich sie mittlerweile bestimmt mehr als zehn Mal innerhalb der letzten 15 Jahre live erlebt habe, am heutigen Abend eines meiner Highlights werden würden, damit hätte ich nicht gerechnet. Doch die finnische Folkkombo hat anscheinend endlich, endlich verstanden, wie sie ihre riesige Songbibliothek optimal nutzen können, um <strong>eine mitreißende Setlist</strong> zu erstellen!</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44874" aria-describedby="caption-attachment-44874" style="width: 234px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44874" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-13.jpg" alt="" width="244" height="366" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-13.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-13-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-13-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Korpiklaani-13-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 244px) 100vw, 244px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44874" class="wp-caption-text">Korpiklaani @Crow</figcaption></figure>
<p>Denn während die Songs früher Jahre – ausgelassene, trinkfreudige Feiermusik – es sind und immer schon waren, womit ein Großteil der Besucher den Klan aus dem Wald in Verbindung bringen, hat man doch im letzten Jahrzehnt versucht, mehr finnischssprachige, naturehrende und shamanisch-tiefgehende Klänge zu erschaffen. Das hat leider für etwas weniger Enthusiasmus unter der Hörerschaft gesorgt.</p>
<p>So beginnt die Band mit ungefähr fünf ihrer alten Sauf-Banger, bis aber auch jeder einzelne Besucher im absoluten <strong>KORPIKLAANI</strong>-Modus ist. Es wird sogar mit <em>„Wooden Pints</em>“ aufs allererste Album zurückgegriffen. Jetzt, wo die <strong>Stimmung ausgelassen</strong> ist und der <strong>Nostalgiekick wirkt</strong>, wechseln <strong>KORPIKLAANI</strong> elegant zu ruhigerem und auch neuerem Material – und das funktioniert!</p>
<p>Aber das ist noch nicht alles: Ein weiterer Höhepunkt ist der Schlagzeuger, der nicht selten mal kreative Momente hat, in denen er ordentlich Fußmaschinentempo in die Songs hineinschmuggelt. Sogar ein Drumsolo gibt er zum besten – und zeigt, dass er als Metal-Drummer weitaus mehr drauf hat als bloße Humppa-Beats. Am Ende gibt’s dann noch ein unerwartetes <strong>Cover von ANTHRAX</strong>‘ <em>„Got The Time“</em>, und fertig ist der Korpikuchen. Was soll man dazu noch sagen? Das ganze macht gehörig Spaß, und das erste Mal seit vielen Jahren verneige ich mich innerlich in Ehrfurcht vor den Fertigkeiten der Folk-Metal-Riesen.</p>
<h2><strong>Piraten im Tannenwald</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44875" aria-describedby="caption-attachment-44875" style="width: 250px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44875" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-16.jpg" alt="" width="260" height="389" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-16.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-16-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-16-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-16-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 260px) 100vw, 260px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44875" class="wp-caption-text">Alestorm @Crow</figcaption></figure>
<p>Und nun zur Frage aller Fragen, die sich viele schon seit dem Announcment vor ein paar Monaten stellen: Sind <strong>ALESTORM</strong> hier nicht mittlerweile <strong>fehl am Platze? </strong>Das <strong>WOLFSZEIT</strong> ist ein Folk-, Pagan- und Black-Metal-Festival. Und wenn die Piratenband vielleicht noch vor 10 Jahren ins Lineup gepasst hat, so haben sie in letzter Zeit weitaus poppigere und quatschigere Gefilde der musikalischen See befahren – eignet sich diese Rumpelkombo überhaupt noch als Headliner für eine solche Veranstaltung?</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44876" aria-describedby="caption-attachment-44876" style="width: 253px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44876" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-12.jpg" alt="" width="263" height="394" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-12.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-12-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-12-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Alestorm-12-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 263px) 100vw, 263px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44876" class="wp-caption-text">Alestorm @Crow</figcaption></figure>
<p>Die Antwort allerdings ist kurz und klar: Ja! <strong>ALESTORM</strong> erfreuen sich sichtlich großer Beliebtheit unter den <strong>WOLFSZEIT</strong>-Besuchern. Massenhaft versammeln sich die Fans vor der Bühne und lassen textsicher die Korken knallen und die <strong>Bierreserven erzittern.</strong></p>
<p>Und <strong>ALESTORM</strong> selbst wissen ordentlich abzuliefern. Party buchstäblich von der ersten bis zu letzten Sekunde, so lautet die Devise: Ein Lied wird nahezu nahtlos an das andere gereiht, und wenn sich der Sänger mal die Zeit nimmt, eine Ansage zwischen den Tracks zu machen, sorgt der Keyboarder mit atmosphärischen Akkorden dafür, dass die Energie der Musik keine Chance hat, zu entfliehen. Und sobald ein zu ruhiger Part in einem Lied drohen könnte, die Stimmung unter 100% sinken zu lassen, gibt es, perfekt getimed, je nach Situation eine lustige oder eine mitreißende Ansage. Die Schotten haben die <strong>Kunst der Crowdanimation</strong> und Party-Aufrechterhaltung durch Jahre an Erfahrung perfektioniert.</p>
<p>Nun gab es schon <strong>ALESTORM</strong>-Shows in meinem Leben, die mich weniger abgeholt haben. Repetitive Songauswahl, ungünstige Klanggewänder und <strong>generelle Übersättigung</strong> (da die Band auf ca. 30 Festivals im Jahr spielte) haben dafür gesorgt, dass die Freude an ihren Konzerten sich in der Vergangenheit manchmal in Grenzen hielt. Aber das heute – das war anders. Willkommen zurück! Willkommen zurück in meinem Herzen, <strong>ALESTORM</strong>.</p>
<h2><strong>Verschnaufpause</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44877" aria-describedby="caption-attachment-44877" style="width: 412px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44877" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Durangir-1.jpg" alt="" width="422" height="281" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Durangir-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Durangir-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Durangir-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Durangir-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Durangir-1-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 422px) 100vw, 422px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44877" class="wp-caption-text">Durangir @Crow</figcaption></figure>
<p>Fast vergesse ich nach diesen beiden Erlebnissen, dass der <strong>Abend ja noch gar nicht vorbei</strong> ist! Denn im Heidendorf gibt es noch was für die Seele: Als ich den Wald- und Gestrüppweg entlangschreite und mich zur Lichtung hin bewege, offenbart sich mir eine <strong>idyllische Szene</strong>. Um das knisternde Lagerfeuer versammelt sitzen Besucher, Musiker und Organisation friedlich beisammen und lauschen andächtig dem Konzert der akustischen Folk-Band <strong>DURANGIR</strong>. Die tanzenden Flammen werfen orangene Schatten auf die Gesichter der Zuhörer, der Wind streichelt leise die Baumkronen und aller Überschwang an Energie der letzten Konzerte scheint einer warmen, wohligen Ruhe gewichen zu sein. Es fühlt sich an wie ein Eintritt in eine andere Welt, in einen wahren <strong>Locus Amoenus</strong> inmitten des Sturms des großen bösen Metalfestivals.</p>
<p>Doch gerade als der letzte Ton verklungen ist, trifft mich <strong>ein erster Regentropfen</strong> verheißungsvoll auf die Nase und reißt mich aus der angenehmen Trance. Schleunigst bewegen wir uns zum Zeltplatz zurück – und das keine Sekunde zu früh. Der eben noch so weiche Wind bauscht sich auf zur <strong>Naturgewalt</strong> und lässt uns den Regen literweise gegen Zelt- und Pavillonwände krachen – so, JETZT ist der Abend vorbei. Man sieht sich.</p>
<h2><strong>Mittelguten Morgen</strong></h2>
<p>Eine schlechte Nachricht ereilt uns gleich zu früher Morgenstund: Der <strong>Sänger von CARPATHIAN FOREST</strong> sei wohl im Heimatsland Norwegen <strong>umgekippt</strong> (Umstände ungeklärt), weswegen die Band nicht spielen wird und alle anderen Gruppen heute um die Dauer eines Timeslots aufrücken.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44878" aria-describedby="caption-attachment-44878" style="width: 247px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44878" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-1.jpg" alt="" width="257" height="385" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-1.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-1-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-1-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-1-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 257px) 100vw, 257px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44878" class="wp-caption-text">Fimbulvet @Crow</figcaption></figure>
<p>Eine Stunde später als gedacht starten wir also mit <strong>FIMBULVET</strong> in den letzten Festivaltag. Leider kann ich selbst nicht allzuviel zum Konzert sagen, da, wie auch schon beim Konzert am <strong>MAHLSTROM</strong>-Festival dieses Jahres, der Funke irgendwie einfach nicht überspringen möchte. Darum hier ein paar <strong>mündliche Berichte</strong> anderer Festivalbesucher:</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44879" aria-describedby="caption-attachment-44879" style="width: 252px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44879" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-12.jpg" alt="" width="262" height="392" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-12.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-12-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-12-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Fimbulvet-12-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 262px) 100vw, 262px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44879" class="wp-caption-text">Fimbulvet @Crow</figcaption></figure>
<p><em>„Immer wenn sie Musik gespielt haben war es gut, immer wenn er geredet hat dachte ich so: Ja nee […], <strong>weil der da keine Musik gespielt hat.</strong> […] „Monument Erde“, dieser eine Song hat mir gefehlt. Die Soundabmixung oder wie das heißt ist auf jeden Fall völlig in Ordnung, [aber] mir kommen die irgendwie nicht ganz so laut vor.“ – Samuel</em></p>
<p><em>„Es war ein sehr schönes Konzert, es <strong>war aber nicht so meins</strong>. Die Stimme war gut, die Instrumente waren gut, aber der Sound war nicht so gut abgemischt manchmal.“ – Michelle</em></p>
<p><em>„Der Sound ist aber hier oben [am Biergarten] <strong>immer nicht so geil</strong>, unten war es ein bisschen besser.“ – Conny </em></p>
<p><em>„Da waren ein paar solide Stellen dabei […], instrumental <strong>fand ich das Ding sehr angenehm</strong>. Was den Gesang angeht: Wie gesagt, es gab ein paar starke Stellen und ein paar nicht so starke Stellen. […] Ich fand aber für die Uhrzeit, so im Vergleich zu gestern [&#8230;] da waren doch schon einige Leute da so.“ – Jayden </em></p>
<p>Das Konzert scheint also in mehreren Hinsichten gemischte Reaktionen – man könnte gar behaupten, <strong>Verwirrung</strong> – im Publikum ausgelöst zu haben.</p>
<h2><strong>Da steht vierzehn</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44880" aria-describedby="caption-attachment-44880" style="width: 331px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44880" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-1.jpg" alt="" width="341" height="228" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-1-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 341px) 100vw, 341px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44880" class="wp-caption-text"><strong>XIV Dark Centuries @Crow</strong></figcaption></figure>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44881" aria-describedby="caption-attachment-44881" style="width: 212px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44881" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-3.jpg" alt="" width="222" height="333" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-3.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-3-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-3-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/XIV-Dark-Centuries-3-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 222px) 100vw, 222px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44881" class="wp-caption-text">XIV Dark Centuries @Crow</figcaption></figure>
<p><strong>XIV DARK CENTURIES</strong> (das spricht man „Ksiff Dark Centuries“ aus, hat man mir versichert) spielen um 15:30 des Nachmittags. In voller Bühnenmontur tritt die Band vors Publikum.</p>
<p>Es erwartet eine klassische Pagan-Metal-Show – nichts all zu aufregendes, aber da weiß man, was man hat.</p>
<p>Persönlich gefallen mir eher die <strong>schnelleren, melodischen Nummern</strong>. Leider fallen bei weitem nicht alle Songs des Abends in diese Kategorie, so dass mir die Show nur zum Teil zusagt. Dennoch wird dies wohl ebenso wenig mein letztes Mal <strong>XIV DARK CENTURIES</strong> sein, wie es mein erstes ist.</p>
<p>Mit recht wenigen Gedanken zu diesem Konzert reiche ich die Feder wieder an Ramona weiter.</p>
<h2><strong>Mit K</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44885" aria-describedby="caption-attachment-44885" style="width: 183px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44885" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-2.jpg" alt="" width="193" height="289" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-2.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-2-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-2-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-2-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 193px) 100vw, 193px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44885" class="wp-caption-text">Karg @Crow</figcaption></figure>
<p><em>Ramona: Vielen kommt er bekannt vor, doch einige brauchen einen Moment, um sich ins Gedächtnis zu rufen, dass <strong>J.J.</strong> von <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> 2006 <strong>KARG</strong> als Soloprojekt gegründet hat und heute zusammen mit Live-Musikern abliefert. Gleich beim zweiten Song „Petrichor“ gibt es Unterstützung von Ellende-Sänger <strong>L.G.</strong>, welcher musikalisch ähnlich unterwegs und ebenfalls aus Österreich ist.</em></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44884" aria-describedby="caption-attachment-44884" style="width: 331px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44884" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-10.jpg" alt="" width="341" height="228" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-10.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-10-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-10-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-10-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Karg-10-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 341px) 100vw, 341px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44884" class="wp-caption-text">Karg @Crow</figcaption></figure>
<p><em>Der graue Himmel könnte das <strong>melancholische Konzert</strong> und die voller <strong>Leid und Verzweiflung</strong> dargebotenen Songs nicht besser untermalen. Zugegeben ist das nicht jedermanns Sache, jedoch meine.</em></p>
<p><em>Später wird noch ein recht junger Song vom mittlerweile achten Album „Resignation“ zum besten gegeben und damit bildet „Grab der Wellen“ einen der letzten Songs bei diesem Konzert.</em></p>
<h2><strong>Da ist Sonne</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44886" aria-describedby="caption-attachment-44886" style="width: 343px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44886" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-1.jpg" alt="" width="353" height="236" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-1-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 353px) 100vw, 353px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44886" class="wp-caption-text">Ellende @Crow</figcaption></figure>
<p><em>Eben schon einmal kurz gesichtet, nun leider mit einer Viertelstunde Verspätung aber zum Glück in voller Länge: <strong>ELLENDE</strong>. </em></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44887" aria-describedby="caption-attachment-44887" style="width: 223px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44887" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-4.jpg" alt="" width="233" height="349" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-4.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-4-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-4-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Ellende-4-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 233px) 100vw, 233px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44887" class="wp-caption-text">Ellende @Crow</figcaption></figure>
<p><em>So passend das Wetter bei der vorigen Band war, so stark scheint uns nun zu gleichem Musikstil die Sonne auf den Kopf und den Musikern in die Fresse. Es folgt sofort eine die Situation kommentierende Ansage: „Da ist Sonne.“ Welcher Song könnte als Kontrast passender sein als <strong>„Ballade auf den Tod“?</strong></em></p>
<p><em>Auch wenn ihn einige schon totgehört haben, einer meiner Lieblingssongs ist „Der letzte Marsch“, den sie auch spielen.</em></p>
<p><em>Danach folgen „Meer“ vom ersten, und vom neuesten Album „Ellenbogengesellschaft“ aus dem letzten Jahr der Song „Freier Fall“. Meiner Meinung nach also ein <strong>schöner Querschnitt</strong> aus der bandeigenen Diskografie.</em></p>
<h2><strong>Grüße aus den Niederlanden</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44888" aria-describedby="caption-attachment-44888" style="width: 260px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44888" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-2.jpg" alt="" width="270" height="404" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-2.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-2-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-2-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-2-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 270px) 100vw, 270px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44888" class="wp-caption-text">Daniël &#8211; Heidevolk @Crow</figcaption></figure>
<p><strong>HEIDEVOLK</strong> sind eine der Gruppen, auf die ich mich alle paar Jahre mal wieder freuen darf, und heuer ist wieder ein solches. Schön zu sehen ist erstmal, dass sich <strong>Daniël</strong> als <strong>„neuer“ Sänger</strong> mittlerweile sehr gut in die Dynamik eingelebt hat und sich sichtlich wohlfühlt, mit der Heidencrew auf der Bühne zu stehen. Ich erinnere mich an <a href="https://silence-magazin.de/mead-greed-2021-na-endlich/">sein erstes Konzert</a>, als wäre es gestern :‘)&nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44889" aria-describedby="caption-attachment-44889" style="width: 265px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44889" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-12.jpg" alt="" width="275" height="412" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-12.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-12-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-12-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Heidevolk-12-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 275px) 100vw, 275px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44889" class="wp-caption-text"><strong>Heidevolk @Crow</strong></figcaption></figure>
<p>Gespielt und gesungen werden viele neuere Lieder, darunter auch ein ganz exklusiver kleiner Einblick in das kommende Album in Form eines Stücks über die Jagd nach den Auerochsen. Einer trampelnden Ochsenherde gleich gibt uns der Schlagzeuger dabei ordentlich Double-Bass in die hässlichen Visagen. Generell sei hervorzuheben, dass dieser Mann <strong>definitiv etwas drauf</strong> hat.</p>
<p>Am Ende (und auch mal zwischendurch) werden aber auch die Klassiker nicht vernachlässigt: <em>„Saksenland“</em>, <em>„Vulgaris Magistralis“</em>, <em>„A Wolf In My Heart“</em> und weitere ihrer Art sind es, die die Konzertbesucher sichtlich in Bewegung versetzen. Leider ist das bei vielen anderen Musikstücken kaum der Fall. Regelrecht <strong>verloren herumstehend</strong> scheinen viele den Großteil des Konzertes zu erleben. Es mag an der Sprachbarriere liegen, die sich für die Niederländer leider unausweichlich ergibt, wenn sie denn wieder mal in Duitsland auftreten. Ein bisschen schade ist das allerdings schon.</p>
<p>Gut besucht ist das Konzert dennoch, und es lässt zumindest mich und meine Gang <strong>weder hungrig noch unzufrieden</strong> zurück.</p>
<h2><strong>Windzeit, VARG-Zeit! </strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44890" aria-describedby="caption-attachment-44890" style="width: 376px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44890" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-10.jpg" alt="" width="386" height="257" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-10.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-10-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-10-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-10-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-10-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 386px) 100vw, 386px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44890" class="wp-caption-text">Varg @Crow</figcaption></figure>
<p>Nun kann der neue Drummer (<strong>Rohgarr</strong> übrigens) endlich mal zeigen, was er drauf hat. Und damit nicht genug! Auch an der Gitarre sind die Wölfe frisch besetzt: <strong>Ulvar</strong>, der Riesenwolf haut seit Mitte August für die Band in die Saiten. Und ich muss sagen, das klingt doch <strong>an beiden Fronten ziemlich amtlich</strong>! Bin ich auch kein Experte im Bewerten von Gitarrenspiel, so sticht zumindest die Präzision und Ausdauer des neuen Trommlers positiv hervor.</p>
<p>Zu Beginn der Show werden erstmal ein paar alte Brecher ausgepackt, dazu hat man Feuer und Flamme auf der Bühne sowie passende Outfits und Dekoration.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44891" aria-describedby="caption-attachment-44891" style="width: 245px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44891" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-5.jpg" alt="" width="255" height="382" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-5.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-5-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-5-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Varg-5-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 255px) 100vw, 255px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44891" class="wp-caption-text">Rohgarr &#8211; Varg @Crow</figcaption></figure>
<p>Vor allem bei neueren Liedern spielt dann auch <strong>Fylgjas</strong> Stimme eine der Hauptrollen. Vom <strong>kommenden Album</strong> gibt es schon einiges zu hören, und oftmals läuft es auf Duette zwischen ihr und <strong>Freki</strong> hinaus. Zwischen den Metal-Hymnen gibt es auch das ein oder andere Zwischenspiel, in welchem die Dame <strong>komplizierte Tonfolgen</strong> ohne instrumentale Begleitung kunstvoll meistert.</p>
<p>Auch der Sound sitzt mal wieder, alles ist ordentlich aufeinander eingestimmt – nur ein bisschen lauter könnte es für meinen Geschmack noch sein. In der dunklen Masse, die die Crowd darstellt, <strong>tobt ein wilder Moshpit</strong>, und generell ist es niemandem, der sich in den vorderen Gefilden aufhält, möglich, ruhig stehenzubleiben.</p>
<p>Was nicht erhört wird, sind die <em>„Rotkäppchen!“</em>-Rufe, die sich nach und nach seitens einiger Besucher anhäufen. Finde ich jetzt aber auch gar nicht so schlimm. Zu guter Letzt präsentieren <strong>VARG</strong> dann den <strong>versprochenen Titelsong</strong> des neuen Albums: <em>„Ewige Wacht“</em> jetzt endlich in der ballernden Metal-Version!</p>
<h2><strong>Quak Quak</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44893" aria-describedby="caption-attachment-44893" style="width: 294px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44893" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-6.jpg" alt="" width="304" height="455" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-6.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-6-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-6-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-6-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 304px) 100vw, 304px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44893" class="wp-caption-text">Dark Funeral @Crow</figcaption></figure>
<p><strong><em>DUCK FUNERAL</em></strong><em>, äh „<strong>DARK FUNERAL</strong>“ meine ich natürlich. Da ich gerade eine <strong>blau glitzernde Ente</strong> erhalten habe, bin ich noch etwas zu euphorisch für den diesjährigen Headliner gestimmt. Doch lange dauert es nicht, bis mich wieder dieses Gefühl beschleicht, dass die Band jedes Mal, wenn ich sie sehe, zum einen mitten in der Nacht spielt und zum anderen irgendwo eine gigantische Klimaanlage aufgestellt hat, damit ich mir auf jeden Fall den Arsch abfriere. <strong>Kein Wunder, dass ich da erst einmal einen Shot brauche. </strong></em></p>
<p><em>Auch wenn es nicht erforderlich gewesen wäre, stellen sich die Schweden erst einmal vor. Ich habe nicht aktiv darüber nachgedacht, doch Sänger <strong>Lord Ahriman</strong> erinnerte uns im Laufe des Konzerts an das 30-Jährige Bandjubiläum. Bassist <strong>Adra-Melek </strong>ist zwar „erst“ seit 2018 dabei, gibt aber alles und das ist es, was ich an Konzerten liebe: Menschen, die Bock haben, auf der Bühne zu stehen und denen man ihren Spaß dabei ansehen kann. Ich feiere das selbstverständlich. Schön zu sehen, dass ich nicht die Einzige bin und so sehe ich Leute, die ihre Matten werfen und mit ihren Armen und Händen auch <strong>invisible sandwiches</strong> formen, wie sich das eben gehört. Nein, nicht bei allen Black- Metal-Konzerten steht die Meute regungslos mit verschränkten Armen vor der Bühne.</em></p>
<p><em>Auch wenn ich <strong>DARK FUNERAL</strong> schon mehrfach live on stage gesehen habe, nehme ich die Peitsche, die Frontmann <strong>Lord Ahriman</strong> bei „Goddess Of Sodomy“ schwingt, zum ersten Mal bewusst wahr. Möglicherweise war ich früher immer <strong>zu betrunken</strong>, um dieses Detail zu bemerken.</em></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_44894" aria-describedby="caption-attachment-44894" style="width: 247px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-44894" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-2.jpg" alt="" width="257" height="385" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-2.jpg 968w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-2-200x300.jpg 200w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-2-684x1024.jpg 684w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/10/Dark-Funeral-2-750x1123.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 257px) 100vw, 257px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-44894" class="wp-caption-text">Dark Funeral @Crow</figcaption></figure>
<h2>Das Publikum wird gefragt:</h2>
<p><em>„Would you like to hear something old?“ </em><em>Applaus und Gegröle und es wird <strong>„The Secrets Of The Black Arts“</strong> aus dem gleichnamigen Album aus dem Jahre 1996 rausgehauen, <strong>GEIL</strong>.</em></p>
<p><em>Danach geht es etwas melodischer mit dem neuen Album „We Are The Apocalypse“ aus dem Jahre 2022 weiter, hieraus serviert wird „When I’m Gone“. Schleppend, nicht voll auf die Fresse, doch trotzdem eingehend, wie ich finde.</em></p>
<p><strong><em>Allgemeiner Jubel </em></strong><em>stellt sich auch bei: „Unchain My Soul“ vom 2016er Album „Where Shadows Forever Reign“ ein. Bei einem weiteren Oldie „The Dawn No More Rises“ vom „The Secrets Of The Black Arts“ tauen auch die letzten, müden oder betrunkenen Metalheads auf und zollen ihren Tribut.</em></p>
<p><em>Mit „Where Shadows Forever Reign“ verabschieden sich <strong>DARK FUNERAL</strong>. Ich finde den Abschluss super und bin <strong>traurig, dass das Festival nun vorbei ist</strong>. Bis zum nächsten Jahr.</em></p>
<h2><strong>Nach WOLFSZEIT ist vor WOLFSZEIT</strong></h2>
<p>Mich: Und damit verabschiede auch ich mich vom altbekannten Festival auf neuem Grund. Doch Grund, in der nächsten Sonnenumrundung wiederzukehren, habe ich allemal! Es war, wie jedes Mal, <strong>ein Fest.</strong> Die Bands haben abgeliefert, das Essen und das Bier waren lecker und der Sound war meistens gut – die Stimmung war es sogar immer. Und auch wenn ich <strong>Crispi</strong> <strong>vermissen</strong> werde, so bin ich mir sicher, dass die Sommerrodelbahn und ich in den kommenden Jahren viel Spaß miteinander haben werden.</p>
<p>Vielen lieben Dank an <strong>Ramona</strong> für die Aushilfe, an <strong>Crow</strong> für die endgeilen Pics und, last but not least, an <strong>Frekis Mama</strong>, dafür dass sie jeden Tag von morgens bis abends alleine den Getränke-Coupon-Stand geschmissen hat.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/das-neue-wolfszeit-der-bericht-2023/">DAS NEUE WOLFSZEIT &#8211; DER BERICHT 2023</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://silence-magazin.de/das-neue-wolfszeit-der-bericht-2023/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>MEAD &#038; GREED 2023 &#8211; Der Bericht!</title>
		<link>https://silence-magazin.de/mead-greed-2023/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=mead-greed-2023</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/mead-greed-2023/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Apr 2023 09:28:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Death Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[Pagan]]></category>
		<category><![CDATA[Aexylium]]></category>
		<category><![CDATA[Angus McSix]]></category>
		<category><![CDATA[baumbart]]></category>
		<category><![CDATA[Belore]]></category>
		<category><![CDATA[BLACK MESSIAH]]></category>
		<category><![CDATA[dark-art]]></category>
		<category><![CDATA[Fejd]]></category>
		<category><![CDATA[Gloryhammer]]></category>
		<category><![CDATA[Greed]]></category>
		<category><![CDATA[GWYDION]]></category>
		<category><![CDATA[helgrindur]]></category>
		<category><![CDATA[Kamillentee]]></category>
		<category><![CDATA[Kromlek]]></category>
		<category><![CDATA[manegarm]]></category>
		<category><![CDATA[Mead]]></category>
		<category><![CDATA[Mead & Greed]]></category>
		<category><![CDATA[mead and greed]]></category>
		<category><![CDATA[Micha-El Goehre]]></category>
		<category><![CDATA[Morgarten]]></category>
		<category><![CDATA[Oberhausen]]></category>
		<category><![CDATA[Pyrolysis]]></category>
		<category><![CDATA[Resonanzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Skelfir]]></category>
		<category><![CDATA[Summoning]]></category>
		<category><![CDATA[tales of ratatösk]]></category>
		<category><![CDATA[Weißer Reis]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=41924</guid>

					<description><![CDATA[<p>Dies ist der offizielle Silence-Bericht zum tollen Mead &#038; Greed Festival 2023 mit Acts wie KROMLEK, BLACK MESSIAH, FEJD und MÅNEGARM.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/mead-greed-2023/">MEAD &#038; GREED 2023 &#8211; Der Bericht!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist wieder <strong>MEAD &amp; GREED</strong>! Das bedeutet: Auf nach Oberhausen, wo <strong>eine der größten Folk- und Pagan-Metal-Fete des Jahres</strong> steigt!</p>
<h3>TAG 1: FREITAG</h3>
<p>Wie leider immer erlaubt es mir die Arbeit nicht, vor 17:30 da zu sein. Wie gottseidank immer habe ich aber meine Informanten vor Ort, die das Notizennehmen bei der ersten Band für mich bewerkstelligen!</p>
<h3>EICHHÖRNCHEN IM MOSHPIT</h3>
<p>Und zwar handelt es sich bei besagter Band um niemand anderen als die hauseigenen <strong>TALES OF RATATÖSK</strong>! Während die Musiker in aufwändigen Bühnenoutfits die ersten Töne des Abends anklingen lassen, strömen auch die Besucher und -innen von außen nach innen und treten dem Eichhornkult mit Applaus, Jubel und Kopfgeschraube bei. Gleich nach dem ersten Lied erschallen bereits &#8222;Ausziehen!&#8220;-Rufe &#8211; man fragt sich warum, <strong>das riesige Plüscheichhorn ist doch bereits unbekleidet</strong>. Lange dauert es jedenfalls nicht, bis dieses im Circle Pit heftigst am Mitmoshen ist &#8211; genau wie Dudelsackspieler <strong>Tim</strong> samt Dudelsack &#8211; mit Kleidern aber.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41926" aria-describedby="caption-attachment-41926" style="width: 1070px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41926 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Tales-of-Ratatoesk-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-2542-denoised.jpg" alt="" width="1080" height="721" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Tales-of-Ratatoesk-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-2542-denoised.jpg 1080w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Tales-of-Ratatoesk-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-2542-denoised-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Tales-of-Ratatoesk-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-2542-denoised-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Tales-of-Ratatoesk-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-2542-denoised-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Tales-of-Ratatoesk-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-2542-denoised-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41926" class="wp-caption-text">Geschrei! &#8211; <strong>TALES OF RATATÖSK</strong></figcaption></figure>
<p>Für viele Zuhörer ein erstes Mal: Bis vor lockdowninduzierter Bühnenpause vor drei Jahren hatten <strong>TALES</strong>&nbsp;<strong>OF RATATÖSK</strong> noch <strong>ein auffällig anderes Lineup</strong> &#8211; es sticht vor allem hervor, dass nun statt männlichen Growls und weiblichen Clean Vocals konsequent der Gesang von einer neuen schreienden Dame übernommen wurde. Und das ebenso gekonnt wie überzeugend! Hätten sie sich dem Festival eigentlich im letzten Jahr schon in dieser Form präsentieren sollen, so kam es damals dank <strong>vom Basser ausgehender Corona-Infektion</strong> der (fast) gesamten Band leider zum Ausfall. Auch schön: In der zweiten Reihe vor der Bühne steht die alte Besatzung und macht ordentlich Party.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41927" aria-describedby="caption-attachment-41927" style="width: 1070px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41927 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Tales-of-Ratatoesk-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-2828-denoised.jpg" alt="" width="1080" height="721" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Tales-of-Ratatoesk-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-2828-denoised.jpg 1080w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Tales-of-Ratatoesk-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-2828-denoised-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Tales-of-Ratatoesk-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-2828-denoised-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Tales-of-Ratatoesk-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-2828-denoised-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Tales-of-Ratatoesk-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-2828-denoised-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41927" class="wp-caption-text">Der erste Circle Pit des Festivals</figcaption></figure>
<p>Als ich im Resonanzwerk ankomme, schaffe ich es gerade noch,<strong> die beiden letzten Songs zu erhaschen</strong>, bevor Konzert Nummer eins schon sein Ende findet.</p>
<h3>WHISKEY, GEIGEN UND AKKORDEON</h3>
<p>Konzert Nummer zwei lässt jedoch nicht lange auf sich warten! Hinter dem Namen <strong>PYROLYSIS</strong> könnte man üblen norwegischen Black Metal vermuten &#8211; doch läge man damit weit daneben. Stattdessen handelt es sich bei dieser musikalischen Darbietung um irisch-keltisch anmutenden Folk aus den Niederlanden. Während der Trupp vor vielen Jahren tatsächlich als Metalband das Licht der Welt erblickte, wurde <strong>PYROLYSIS</strong> schnell klar, <strong>dass sie gar nicht so wütend sind, wie sie anfangs dachten.</strong> Prompt wurden die E-Gitarren ausgestöpselt und die Blastbeats durch seichtes Getrommel ersetzt.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41928" aria-describedby="caption-attachment-41928" style="width: 1070px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41928 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Pyrolysis-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-3104-denoised.jpg" alt="" width="1080" height="721" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Pyrolysis-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-3104-denoised.jpg 1080w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Pyrolysis-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-3104-denoised-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Pyrolysis-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-3104-denoised-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Pyrolysis-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-3104-denoised-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Pyrolysis-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-3104-denoised-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41928" class="wp-caption-text">Gar nicht mal so wütend &#8211; <strong>PYROLYSIS</strong></figcaption></figure>
<p>Und <strong>seicht sind generell die Klänge</strong>, die der Stage entspringen – wenngleich auch oft schnell und energiegeladen: <strong>PYROLYSIS</strong> covern mal altertümliches Musikgut, mal spielen sie eigene Kompositionen, tanzen und klatschen selbst auf der Bühne mit, soweit es ihre Instrumentenführung erlaubt, so lange, bis auch das Publikum die Bewegungswut gepackt hat. Während anfangs nur jene mitmachen, die weder Bier noch Handy in der Hand halten, geht das Ganze recht zügig in einen lustigen Tanzpit über. Seinen Höhepunkt findet das Konzert am Ende, als die Holländer einen Song <strong>&#8222;about drinking LARGE amounts of Whiskey&#8220;</strong> ankündigen. Im Song selbst geht&#8217;s dann aber die ganze Zeit um … Met? Egal, Hauptsache Alkohol. Den Song über Whiskey können sie ja dann beim nächsten <strong>WHYSKEY &amp; GREED</strong> spielen (höhö).</p>
<h3>BLACK METAL ZUM TRÄUMEN</h3>
<p>Nun ist es an <strong>BELORE</strong>, den Anschluss zu übernehmen. Und das bedeutet: Die Party ist vorerst mal vorbei. Stattdessen entführt die französische Atmospheric-Black-Metal-Gruppe mit episch-hypnotischen Weisen das Publikum <strong>in ferne Fantasiewelten</strong>. Narratiert wird die Erfahrung von einer finsteren Erzählerstimme, schwarzmetallischen Growls und mehrstimmigen Gesängen. Man könnte fast von einer Art Real-Life-<strong>SUMMONING</strong> reden.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41930" aria-describedby="caption-attachment-41930" style="width: 1070px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41930 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Belore-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-3239-denoised.jpg" alt="" width="1080" height="721" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Belore-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-3239-denoised.jpg 1080w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Belore-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-3239-denoised-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Belore-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-3239-denoised-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Belore-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-3239-denoised-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Belore-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-3239-denoised-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41930" class="wp-caption-text"><strong>BELORE</strong> in anderen Welten</figcaption></figure>
<p><strong>BELOREs</strong> Lieder sind allesamt ausgedehnte Werke, die mit Repetition und Eingängigkeit spielen &#8211; <strong>quasi eine Art Black-Metal-Balladen</strong> mit schönen flötigen Zwischenspielen und Akustikgeklimper, Synth-Parts und Naturgeräuschen. Die Menschen auf und vor der Bühne lassen sich von der Atmosphäre in eine Trance hineinziehen und zergehen headbangend in der Flut der Klänge. <strong>Um meinen Kumpel Konrad zu zitieren:</strong> &#8222;Voll entspannt, Alter!&#8220;. Hundert Ausdauerpunkte gehen übrigens an die Füße des Schlagzeugers, der nicht selten unter fünfminütigen Parts ohne Pause für tragendes Bassdrumgeknüppel sorgt.</p>
<p>Und: Der letzte Song (meine Internetrecherchen sagen: <em>&#8222;Moonstone&#8220;</em>) ist <strong>absolut Liebe pur.</strong></p>
<h3>POWER AUS PORTUGAL</h3>
<p>Ein paar Tage zuvor nur erblickte ich bei besagtem Kumpel Konrad zuhause im Bücherregal eine Fantasy-Reihe mit dem Namen <strong>GWYDION</strong> &#8211; welcher interessanterweise auch der Name der nun folgenden Musikkapelle ist. <strong>Was mich allerdings hier erwartet</strong>, darauf hätte mich auch ein Durchlesen der gesamten Quadrologie nicht vorbereiten können.</p>
<p>Aus Portugal angereist ist der energische Trupp scheinbar<strong> zu einem einzigen Zweck</strong> hier: <strong>Um absolut abzureißen.</strong> Das Waffenarsenal der Wahl: Barbarischer Pagan Metal mit gelegentlicher <strong>finntroll</strong>iger Folk-Note – alles trieft vor Männerschweiß und ist in ständiger Bewegung. Da passiert so viel gleichzeitig in der Musik und auf der Bühne &#8211; anders kann man es gar nicht ausdrücken: Es ist ein Fest! Neben der rohen musikalischen Power und dem konstanten Gewusel on Stage bringen immer wieder Rhythmus- und Feelingwechsel noch mehr Action ins agitierte Geschehen. Und von erster Sekunde an steigt das Publikum in diesen <strong>musikalischen Kraftakt</strong> mit ein.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41931" aria-describedby="caption-attachment-41931" style="width: 1070px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41931 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Gwydion-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-3558-denoised.jpg" alt="" width="1080" height="721" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Gwydion-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-3558-denoised.jpg 1080w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Gwydion-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-3558-denoised-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Gwydion-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-3558-denoised-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Gwydion-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-3558-denoised-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Gwydion-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-3558-denoised-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41931" class="wp-caption-text">Ein tiefer Growl &#8211; <strong>GWYDION</strong></figcaption></figure>
<p>Während der Gitarrist optisch eine 1:1 Wiedergabe des schreienden, fellbehangenen Barbaren des Albumcovers ist und der Keyboarder keine Melodie dem Tonband überlässt, ist es aber der Sänger, der für mich das Highlight dieses Konzertes darstellt. Nahtlos gehen seine Vocals von tiefen Growls, die den Boden unter mir erzittern lassen, in ohrenzerfetzende Fry Screams und dann wieder in stimmhaftes Brüllen über &#8211; selten habe ich jemanden so fließend und so sauber <strong>drei unterschiedliche Techniken der ungebändigten Rumschreierei</strong> nutzen gehört. Auch in der Kunst der Crowdmobilisierung sind <strong>GWYDION</strong> (und hier wieder vor allem der Sänger) mehr als gewandt &#8211; so ungefähr jede andere Band der Welt könnte sich hier noch eine Scheibe abschneiden!</p>
<p>Eine erste Verschnaufpause ist dem Publikum erst nach über einer halben Stunde gegönnt, als die portugiesische Horde zur Abwechslung einen gemütlicheren Song anspielt.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41932" aria-describedby="caption-attachment-41932" style="width: 1070px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41932 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Gwydion-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-3738-denoised.jpg" alt="" width="1080" height="721" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Gwydion-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-3738-denoised.jpg 1080w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Gwydion-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-3738-denoised-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Gwydion-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-3738-denoised-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Gwydion-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-3738-denoised-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Gwydion-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-3738-denoised-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41932" class="wp-caption-text">Der vom Cover &#8211; <strong>GWYDION</strong></figcaption></figure>
<p>Am meisten in Erinnerung bleibt mir aber der Moment, in dem sich <strong>plötzlich alle Zuhörer hinhocken</strong> sollen (und dies &#8211; bis auf zwei, drei grantige, mittelalte Herren, denen das offensichtlich zu blöd ist &#8211; auch tun). Auf einmal taucht der Sänger mitten im Publikum auf und lässt auf sein Kommando zum passenden musikalischen Wechsel alle Anwesenden aufspringen, was zu einem Moshpit mittlerer Größe führt &#8211; dem der Frontmann mitsamt Mikrofon prompt beiwohnt, während der Gitarrist sich daneben platziert und ein Solo zum Besten gibt.</p>
<p>Und dergleichen <strong>ziehen die über eine Stunde lang durch.</strong> Ich kann nur sagen: Richtig geile Show, richtig geile Mucke, richtig geile Vocals &#8211; <strong>GWYDION</strong> sind eine tolle Neuentdeckung. Und eine absolute Live-Band!</p>
<h3>DIE REVANCHE</h3>
<p>Nachdem <strong>FEJD</strong>, die Headliner aus Schweden, <strong>letztes Jahr nicht spielen konnten,</strong> weil die Instrumente scheinbar an einem anderen Flughafen angekommen waren als die Musikanten, sind sie (sowohl Instrumente als auch Musikanten) heute nach Oberhausen zurückgekehrt, um nachzuholen, was ihnen durch die Umstände verwehrt geblieben war. Gleich wird mir auch klar, warum die Band nicht einfach auf den Instrumenten von jemand anderem ihr Konzert hätte spielen können:<strong> Moraharpa, Bouzouki und Knochenflöten</strong> dürfte sogar auf einem Folk-Metal-Festival nicht einfach mal jeder Zweite im Gepäck haben.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41934" aria-describedby="caption-attachment-41934" style="width: 1070px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41934 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Fejd-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-3913-denoised.jpg" alt="" width="1080" height="721" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Fejd-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-3913-denoised.jpg 1080w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Fejd-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-3913-denoised-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Fejd-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-3913-denoised-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Fejd-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-3913-denoised-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Fejd-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-3913-denoised-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41934" class="wp-caption-text">Die Moraharpa &#8211; <strong>FEJD</strong></figcaption></figure>
<p><strong>FEJD</strong> ist einer der doch recht großen Namen, die man schon des Öfteren gehört hat, aber selten irgendwo zu Gesicht bekommt. So freue ich mich auch auf diese neue Erfahrung. Und ich muss sagen, dass mir, selbst nach fünfzehn Jahren Festivalgängen, <strong>ein wenig die Worte fehlen,</strong> um den musikalischen Ausdruck der Schweden gebührend beschreiben zu können. Ich bezweifle stark, dass es noch eine Band in diesem Universum gibt, die das Konzept Folk auf diese Art und Weise interpretiert. Während oben genannte <strong>Moraharpa</strong> und <strong>Bouzouki</strong> im melodischen und rhythmischen Hauptfokus liegen, sorgt lediglich ein Keyboard für eine Akkord-Untermalung der Szenerie und ein Bass für, ja, den Bass eben. Und obwohl keinerlei verzerrte Gitarren oder wütendes Geschrei in der Musik enthalten sind,<strong> tut der Schlagzeuger so, als spielte er in einer Metalband</strong>, und ballert munter Double Bass und Uptempo-Beats vor sich her. Der Gesang bleibt dabei immer schön clean &#8211; und schwedisch.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41935" aria-describedby="caption-attachment-41935" style="width: 1070px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41935 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Fejd-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-4084-denoised.jpg" alt="" width="1080" height="721" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Fejd-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-4084-denoised.jpg 1080w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Fejd-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-4084-denoised-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Fejd-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-4084-denoised-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Fejd-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-4084-denoised-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Fejd-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-4084-denoised-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41935" class="wp-caption-text">Die Bouzouki &#8211; <strong>FEJD</strong></figcaption></figure>
<p>Trotz dieser durch und durch folkigen Herangehensweise an das Thema Musik <strong>rutscht man nie in fröhliche oder gar lustige Gefilde ab</strong> &#8211; es ist stets ernst, wenn auch selten wirklich düster. Der Raum ist für dieses Spektakel gefüllt bis zum Eingang, und das mit Recht. Ein ebenso interessanter wie qualitativer Abschluss für diesen ersten Abend des <strong>MEAD &amp; GREED 2023</strong>.</p>
<h3>SAMSTAG</h3>
<p>So, 16:00 Uhr, genug geschlafen, <strong>weiter geht&#8217;s!</strong></p>
<h3>ALLER ANFANG IST AKUSTISCH</h3>
<p><strong>BAUMBART</strong> &#8211; der nächste hauseigene Musikantentrupp &#8211; eröffnen das Fest am Samstag. Auch hier gab es in letzter Zeit den ein oder anderen Lineup-Wechsel. Erspähe ich da den früheren <strong>RATATÖSK</strong>-Sänger an der Percussion?</p>
<p>Auch in dieser Besatzung <strong>geleiten uns die Akustik-Abenteurer heute nach altbekannter Manier in ihre eigens erschaffene Fantasy-Welt</strong>, singen inbrünstig über die Seefahrt und Piraten, über Tavernen und Helden. An vorderster musikalischer Front stehen drei akustische Gitarren, die im Einklang spielen mit gelegentlichen Flöten, Kastagnetten (Flamenco!) und einem, eh, Miniklavier zum Hineinblasen (der Fachbegriff lautet anscheinend &#8222;Melodica&#8220;). Aber wo ist die Geige? <strong>Haben wir noch Geigen? Keine mehr?</strong> Schade, das fehlt dem Ganzen ein bisschen.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41936" aria-describedby="caption-attachment-41936" style="width: 1070px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41936 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/1_Baumbart-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-4298-denoised.jpg" alt="" width="1080" height="721" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/1_Baumbart-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-4298-denoised.jpg 1080w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/1_Baumbart-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-4298-denoised-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/1_Baumbart-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-4298-denoised-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/1_Baumbart-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-4298-denoised-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/1_Baumbart-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-4298-denoised-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41936" class="wp-caption-text">Sichtliche Freude am Musizieren &#8211; <strong>BAUMBART</strong></figcaption></figure>
<p>Gesungen wird aus so ziemlich aller Musiker Kehlen &#8211; ich zähle zwischen fünf und sechs Mikrofonen, davon zwei weiblich besetzt und der Rest von Männerkehlen befeuchtet. Ich werde im Verlauf des Nachmittags übrigens zum dritten oder vierten Mal in meiner langhaarigen Existenz gefragt, ob ich nicht der Leadsänger von <strong>BAUMBART</strong> sei &#8211; dabei würde ich mir niemals anmaßen, meine bescheidene Gesichtsbehaarung auch nur ansatzweise mit <strong>MARCs prachtvollem Voll(baum)bart</strong> zu vergleichen.</p>
<h3>NUR DIE HARTEN</h3>
<p>Mit <strong>MORGARTEN</strong> aus der Schweiz steht schon wieder eine Band an, die mir zuvor noch nicht bekannt war. Zuerst aber gibt es einen <strong>ungewöhnlichen Soundcheck</strong>: Das Schlagzeug spielt &#8211; der Rest kommt erstmal vom Tonband. Hat bestimmt seinen Sinn und Zweck.</p>
<p>Auch während des Konzerts ist der Drummer ordentlich gefordert &#8211; der epische Old School Viking Metal wird von seiner Double Bass getragen <strong>wie ein drachenköpfiges Schiff vom Wellengang einer stürmischen See.</strong> Vikingerchöre und pagane Keyboardmelodien sorgen für Farbe und Atmosphäre in der recht ernsten und durchweg eher düsteren Performance. Hinzu gibt es auch in <strong>MORGARTENs</strong> Klangwelten die ein oder andere epische Spoken-Word-Einlage, was den Gänsehautfaktor um einiges erhöht.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41937" aria-describedby="caption-attachment-41937" style="width: 1070px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41937 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Morgarten-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-5056-denoised.jpg" alt="" width="1080" height="721" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Morgarten-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-5056-denoised.jpg 1080w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Morgarten-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-5056-denoised-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Morgarten-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-5056-denoised-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Morgarten-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-5056-denoised-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Morgarten-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-5056-denoised-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41937" class="wp-caption-text">Äußerst pagan &#8211; <strong>MORGARTEN</strong></figcaption></figure>
<p>Der <strong>Sound hat ordentlich Wumms</strong>, was ich einerseits begrüße, mir andererseits aber ordentlich auf den Magen schlägt &#8211; seit heute Morgen kämpfe ich mit einer Verstimmung desgleichen, die sich dieser musikalischen Gewalt leider nicht so sehr erfreut wie meine Ohren. Ich verziehe mich erstmal in die geheimen, oberen Gefilde der Halle und setze mich hin.</p>
<p>Besonders der zweitletzte Song (<em>&#8222;Oath Of Allegiance&#8220;</em>&nbsp;eventuell?) kennt wenig bis keine Gnade und <strong>lässt noch einmal alle Mähnen im Hallenwind wehen</strong> und viele Oberschenkelmuskeln gemeinsam einen Circle Pit lostreten. Von hier oben sieht das alles schon ziemlich cool aus.</p>
<h3>FREUDE AM FOLK</h3>
<p>Es folgen <strong>AEXYLIUM</strong>, die mir (ihr habt es erraten) auch bisher gänzlich unbekannt waren. Während es bei vielen der Acts dieses Festivals eher ernst zuging, <strong>fahren die Italiener ihren Folk-Metal-Ferrari auf der exakten Schiene zwischen episch und spaßig</strong> &#8211; treffen also genau einen, meiner musikalischen Nerven.</p>
<p>Die von weit hergereiste Mann- und Frauschaft liefert einen äußerst energiegeladenen Auftritt und wird bis zum Ende der Spielfreude weder müde noch überdrüssig. Mein Bauch allerdings schon, und so hole ich mir am Essensstand <strong>eine kleine Schale weißen Reises</strong>, in der Hoffnung, es damit besser &#8211; und nicht schlimmer &#8211; werden zu lassen. Insgesamt brauche ich nur 40 Minuten, um alles aufzuessen, und bin sehr stolz darauf. Leider kostet mich das alles, wie man sich vielleicht vorstellen kann, recht viel Konzentration, und so fällt mein <strong>AEXYLIUM</strong>-Bericht trotz Begeisterung für die Sache recht kurz aus.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41938" aria-describedby="caption-attachment-41938" style="width: 1070px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41938 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Aexylium-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-5308-denoised.jpg" alt="" width="1080" height="721" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Aexylium-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-5308-denoised.jpg 1080w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Aexylium-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-5308-denoised-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Aexylium-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-5308-denoised-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Aexylium-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-5308-denoised-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Aexylium-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-5308-denoised-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41938" class="wp-caption-text"><strong>AEXYLIUM</strong> mitten im Geschehen</figcaption></figure>
<p>Zwei Dinge gibt es noch zu erwähnen: Erstens: Der Drummer trägt ein Oberteil, das ich auch besitze! Wie soll ich das finden? <strong>Ein Wechselbad der Gefühle.</strong> Zweitens: Mein Verdacht, die Gitarristin sei womöglich <strong>THALIA</strong>, die mit allseits bekanntem <strong>GLORYHAMMER</strong>-Exilant <strong>Angus Mcsix</strong>&nbsp;zusammen eine neue Band (Name: <strong>ANGUS MCSIX</strong>) ins Leben gerufen hat und kurz vor Albumrelease steht, bestätigt sich nach kurzer Internetrecherche.</p>
<h3>EIN LEGENDÄRER AUFTRITT</h3>
<p>Dass ich trotz sich verschlechterndem gesundheitlichen Zustand nicht einfach ins Hotel abhauen kann, liegt nicht nur an meiner akkreditierungsgebundenen Berichtpflicht, sondern auch daran, dass ich mir das <strong>nun anstehende Konzert auf keinsten aller Fälle entgehen lassen</strong> konnte.</p>
<p>Denn es spielen <strong>KROMLEK</strong> &#8211; eine Band, die in meinen und den Augen sehr vieler anderer <strong>längst zur Legende alter und vergangener Tage geworden</strong> war. In den frühen 2000er hatten die Schweinfurter ihren Anfang gefunden und die damalige Folk- und Pagan-Metal-Welle mit einer EP und zwei darauffolgenden Full-Length-Releases geritten, bevor sie im Jahre 2012 ihre Auflösung bekanntgegeben hatten. Mir war es in diesen Jahren leider nie möglich gewesen, einem Live-Auftritt beizuwohnen. Zur Feier des <strong>zwanzigjährigen Jubiläums</strong> entschieden <strong>KROMLEK</strong> nun aber, sage und schreibe *zwei* Konzerte zu spielen, bevor man wieder getrennte Wege gehen wird. Und das Erste von beiden ist heute. <strong>Jetzt</strong>.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41940" aria-describedby="caption-attachment-41940" style="width: 1070px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41940 size-full" style="margin: 0px; border: 0px none; float: none; padding: 0px; text-align: center;" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Kromlek-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-5842-denoised.jpg" alt="" width="1080" height="721" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Kromlek-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-5842-denoised.jpg 1080w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Kromlek-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-5842-denoised-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Kromlek-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-5842-denoised-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Kromlek-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-5842-denoised-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Kromlek-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-5842-denoised-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41940" class="wp-caption-text">Das Teil aus dem Bandlogo &#8211; <strong>KROMLEK</strong></figcaption></figure>
<p>Finstere Gesellen, <strong>zutiefst behangen mit schwarzen Kapuzen</strong> (Ausnahme: Drummer &#8211; der muss ja sehen, wo er hinhaut) betreten die Bühne. Und schon geht&#8217;s los! Bereits beim ersten grellen Schrei des Sängers wird klar, dass <strong>KROMLEK</strong> vorhaben,<strong> sich an diesem Abend absolut zu verausgaben.</strong> Zwei Handsicheln hält er gekreuzt über sich, die im Laufe des Konzerts noch von der Stachelkeule aus dem Bandlogo abgelöst werden, und passend dazu wird durch Songs von allen drei Veröffentlichungen gebrettert. Ich habe mich zugegebenermaßen lange Zeit nicht mehr mit <strong>KROMLEK</strong> befasst, aber <strong>selbst mir kommt die eine oder andere Melodie wieder</strong>, als sie mir seitens ihrer Erschaffer entgegendröhnt. Und das erfreut mich.</p>
<p>So ziemlich jeder hier in dem Raum scheint sich zu freuen. Selbst, wer die Gruppe vorher nicht kannte, dürfte der <strong>Wichtigkeit des Moments</strong> mittlerweile gewahr sein. Vor allem aber jene, die wegen dieses Auftritts hier sind, sieht man inmitten der Masse euphorisch mitmachen und -singen. Der Moshpit wirbelt ordentlich,<strong> die Musiker sind in Topform</strong>, die Vocals krächzen wie nie zuvor. Lange und standhaft halten <strong>KROMLEK</strong> die Energielatte hoch, und bis zum Ende werden sie dafür gefeiert.</p>
<h3>DIE KLASSIKER</h3>
<p>Nach diesem legendären Konzert ist es an <strong>BLACK MESSIAH</strong>, besagte Latte weiterhin oben zu halten &#8211; und niemand könnte sich auf einem Festival wie diesem besser dafür eignen.</p>
<p>Ich jedoch muss der Party, die sich vor der Bühne abspielt, leider schon wieder entsagen weil aua. <strong>So langsam geht mir jegliche Kraft flöten</strong>, die mein Körper aus einer Schüssel Reis gewinnen konnte. Die Krämpfe werden heftiger und auch der <strong>Kamillentee</strong>, den mir an der Bar ein unbekannter Metalbruder aus Güte und Mitleid spendiert (<strong>wo immer du bist: Du bist der Tollste &lt;3</strong>), füllt gerade mal genug KP wieder auf, die Show im sitzenden und abkratzenden Zustand vom oberen Bereich aus wahrnehmen zu können.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41945" aria-describedby="caption-attachment-41945" style="width: 1070px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41945 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Black-Messiah-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-6057-denoised-1.jpg" alt="" width="1080" height="721" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Black-Messiah-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-6057-denoised-1.jpg 1080w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Black-Messiah-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-6057-denoised-1-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Black-Messiah-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-6057-denoised-1-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Black-Messiah-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-6057-denoised-1-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Black-Messiah-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-6057-denoised-1-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41945" class="wp-caption-text">Die Party &#8211; <strong>BLACK MESSIAH</strong></figcaption></figure>
<p>Wem es allerdings im Gegensatz dazu so richtig gut geht, ist der Bühnensound: <strong>So perfekt klar klang auf diesem Festival noch keine andere Band</strong>. Jedes der Instrumente ist gut zu hören, jedes Wort des Sängers deutlich zu verstehen, der Druck ist präsent und dennoch wummert nichts. Laut ja &#8211; unangenehm in keinster Hinsicht.</p>
<p>Die Setlist variiert nicht großartig von den meisten <strong>BLACK-MESSIAH</strong>-Shows, aber ich denke mal, das würde auch niemand hier wollen. Es werden <strong>alle tanz- und trinkbaren Klassiker</strong> rausgehauen und <strong>gebührend betanzt und betrunken</strong>, es wird viel seitens der Besucher mitgesungen, -geklatscht und -gegrölt.</p>
<p>Erstes Highlight ist das <em>&#8222;Söldnerschwein&#8220;</em> &#8211; bei diesem Evergreen eines Musikstücks ziehen sich die Gelsenkirchener alles an Publikumsanimation aus den Ärmeln, was dort vorzufinden ist. Mal lässt man die Besucher den Refrain singen, mal sich die Handinnenflächen wundklatschen. Als <strong>Stargast</strong> (Söldner?) steht dann im selben Song plötzlich ein Herr namens <strong>BIEST</strong> (<strong>BEAST</strong>? Groß und böse jedenfalls), seines Zeichens Sänger von <strong>HELGRINDUR</strong> und <strong>SKELFIR</strong>, mit auf den Brettern und wohnt der Feierei bei. <strong>An der Gitarre</strong> dürfen wir außerdem<strong> des Sängers Sohn</strong> bestaunen, der bereits beim <strong>WOLFSZEIT 2022</strong> mit der Horde seines Vaters die Festivalbühne unsicher machen durfte.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41942" aria-describedby="caption-attachment-41942" style="width: 1070px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41942 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Black-Messiah-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-6303-denoised.jpg" alt="" width="1080" height="721" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Black-Messiah-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-6303-denoised.jpg 1080w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Black-Messiah-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-6303-denoised-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Black-Messiah-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-6303-denoised-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Black-Messiah-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-6303-denoised-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Black-Messiah-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-6303-denoised-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41942" class="wp-caption-text">Ein Stargast am Animieren &#8211; <strong>BLACK MESSIAH</strong> (hier zu sehen: <strong>BEAST</strong> von hinten)</figcaption></figure>
<p>Highlight Nummer zwei ist dann die Zugabe: Das <em>&#8222;Trinklied&#8220;</em>. Es scheint, als wären <strong>mindestens zwei Drittel der Festivalbesucher textsicher.</strong> Die ganze Halle verwandelt sich in eine schunkelnde, mitgrölende Methalle (na endlich!), für mich jedoch ist es nun endgültig vorbei.</p>
<p>Während ich mich noch für&#8217;s <strong>BLACK-MESSIAH</strong>-Spektakel gerade so über Wasser halten konnte, gibt mir mein Zustand alle Signale, dass ich das bitte jetzt nicht noch ein weiteres Mal machen sollte. Am Ende finde ich mich damit ab, <strong>MÅNEGARM MÅNEGARM</strong> sein lassen zu müssen und im Gegenzug noch <strong>halbwegs lebendig im Hotelzimmer ankommen zu dürfen</strong>.</p>
<p>Doch wenn du denkst, es geht nicht mehr, <strong>kommt von irgendwo ein Lichtlein her:</strong> Erblicke ich doch dort<strong> am Horizont einen Mann</strong>, der sowohl des Schreibens mächtig ist, als auch dem <strong>MEAD &amp; GREED</strong> theoretisch noch eine halbe Review schuldet: Dem großen (bestimmt 1.90m) <strong>Micha-El Goehre</strong> ist es vor einem Jahr ähnlich ergangen wie mir heute &#8211; nur leider schon am ersten Festivaltag, und er musste krankheitsbedingt vorzeitig abreisen. Wenn also jemand Verständnis für meine Situation haben dürfte, dann er. Aus einem kurzen Gespräch ergibt sich, dass ich richtig lag und <strong>der freundliche Herr tatsächlich bereit</strong> ist, einen <strong>MÅNEGARM</strong>-Bericht an meiner statt zu schreiben. &nbsp;</p>
<p>Somit übergebe ich die Feder an <strong>Micha-El Goehre</strong> &#8211; und mich selbst hoffentlich erst, wenn ich im Hotel angekommen bin.</p>
<h3>EIN WÜRDIGER ABSCHLUSS</h3>
<p><em><span style="color: #800000;">MG:</span></em> <span style="color: #800000;"><strong>MÅNEGARM</strong> sind im engen Rahmen der Themenmöglichkeiten der größtmögliche Kontrast zu <strong>BLACK MESSIAH</strong>. Streng uniformiert bitten die Schweden zum Festivalabschluss und machen schnell klar, warum sie der Mainact sind. Diese Verbindung aus Professionalität und<strong> Huldigung der Black-Metal-Roots</strong> einerseits, und <strong>Rock&#8217;n&#8217;Roll und paganer Party</strong> andererseits kriegen nicht viele hin. So ist der Zuschauerschwund zur Zugabe auch nur mit dem ÖPNV zu erklären, der nur stündlich fährt. Letzten Endes entlässt die Band alle <strong>mit einem seligen Grinsen in die regnerische Nacht.</strong></span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_41943" aria-describedby="caption-attachment-41943" style="width: 1070px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-41943 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Manegram-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-6643-denoised.jpg" alt="" width="1080" height="721" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Manegram-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-6643-denoised.jpg 1080w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Manegram-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-6643-denoised-300x200.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Manegram-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-6643-denoised-1024x684.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Manegram-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-6643-denoised-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2023/04/Manegram-Mead-and-Greed-2023-Resonanzwerk-Oberhausen-24-03-2023-MM-6643-denoised-750x501.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-41943" class="wp-caption-text">Schwedische Wut &#8211; <strong>MÅNEGARM</strong></figcaption></figure>
<p>Und somit sind wir auch schon <strong>am Ende</strong> angelangt. Wie alle Jahre zuvor schon kann ich das <strong>MEAD &amp; GREED</strong> in allen Hinsichten loben!</p>
<p>Ich feiere die<strong> bunte Mischung aus neuen Entdeckungen und altbekannten Größen</strong> der Pagan- und Folk-Metal-Szene! Auch die mittlerweile nicht unbeachtliche,<strong> internationale Komponente</strong> macht viel her: Vertreten waren in diesem Jahr <strong>Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Italien, Portugal, die Schweiz und Schweden</strong>! Gerade für von fern angereiste Bands bietet ein solches Festival die Möglichkeit, neue Fans dazuzugewinnen, die ansonsten wahrscheinlich nie von ihrer Existenz erfahren hätten.&nbsp;</p>
<p>Es war mir <strong>wie immer ein Fest,</strong> wenn auch diesmal leider eines mit kleinen gesundheitlichen Hindernissen.&nbsp;</p>
<p><strong>Bis zum nächsten Jahr &#8211; ich freu mich jetzt schon!</strong></p>
<p><span style="color: #800000;">-Mich</span></p>
<hr>
<p>Vielen lieben tollen Dank an <strong>Matthias von Dark-Art</strong> für die Bilder! &#8212;&gt; <a href="https://dark-art.de/">&lt;&lt;Hier klicken für fulminante Fotos und fantastische Festivalberichte&gt;&gt;</a></p>
<p>Vielen lieben tollen Dank an<strong> Micha-El Goehre</strong> für das Einspringen in letzter Sekunde! &#8212;&gt; <a href="https://michaelgoehre.wordpress.com/">&lt;&lt;Hier klicken für brutale Blogs und lustige Lesungen&gt;&gt;</a></p>
<p>Vielen lieben tollen Dank an den <strong>random Dude </strong>an der Theke für den Kamillentee. &#8212;&gt; <a href="https://www.youtube.com/watch?v=BbcwludyWxw">&lt;&lt;???&gt;&gt;</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/mead-greed-2023/">MEAD &#038; GREED 2023 &#8211; Der Bericht!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://silence-magazin.de/mead-greed-2023/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wolfszeit 2020 &#8211; Metal, Matsch und Maskenpflicht</title>
		<link>https://silence-magazin.de/wolfszeit-festivals-2020/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=wolfszeit-festivals-2020</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Oct 2020 12:46:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[Pagan]]></category>
		<category><![CDATA[2020]]></category>
		<category><![CDATA[Asenblut]]></category>
		<category><![CDATA[Batushka]]></category>
		<category><![CDATA[BELPHEGOR]]></category>
		<category><![CDATA[Darkened Nocturn Slaughtercult]]></category>
		<category><![CDATA[Eisregen]]></category>
		<category><![CDATA[ellende]]></category>
		<category><![CDATA[Entenfang]]></category>
		<category><![CDATA[Equilibrium]]></category>
		<category><![CDATA[festival]]></category>
		<category><![CDATA[Harakiri for the Sky]]></category>
		<category><![CDATA[helgrindur]]></category>
		<category><![CDATA[HEXADAR]]></category>
		<category><![CDATA[in flammen]]></category>
		<category><![CDATA[KANKAR]]></category>
		<category><![CDATA[MGLA]]></category>
		<category><![CDATA[NACHTBLUT]]></category>
		<category><![CDATA[obscurity]]></category>
		<category><![CDATA[totengeflüster]]></category>
		<category><![CDATA[Voenix]]></category>
		<category><![CDATA[WOLFCHANT]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfszeit]]></category>
		<category><![CDATA[БАТЮШКА]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=36403</guid>

					<description><![CDATA[<p>2020 - es war nicht alles schlecht...</p>
<p>Das Wolfszeit-Festival war, als eines der wenigen diesjahr, aktiv und hat die Besucher mit Metal beschallt und in Festivalstimmung gehüllt - so weit es eben ging.</p>
<p>Was es zum wespenfreien und Desinfektionsmittel-geschwängerten Festival sonst noch zu sagen gibt: nun bei uns!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-festivals-2020/">Wolfszeit 2020 &#8211; Metal, Matsch und Maskenpflicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><span style="color: #000080;"><strong>Das WOLFSZEIT findet statt! </strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">Als wir diese Nachricht bekamen, war die Freude natürlich riesig. Dass trotz aller Schwierigkeiten, die die Pandemie uns in diesem Jahr schon beschert hat, tatsächlich jemand es schafft, 2020 ein Metal-Festival dieser Größe auf die Beine zu stellen, damit hätte wohl keiner mehr so wirklich gerechnet.</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Das alles haben wir einem Organisationsteam zu verdanken, das bereit war, erhebliche Kompromisse einzugehen und massive finanzielle Risiken auf sich zu nehmen. Nicht nur musste ein ausgeklügeltes Sicherheitskonzept in Kraft gesetzt werden und die Veranstaltung um einen Monat nach hinten geschoben werden, auch <em>räumlich</em> musste man das Ganze verschieben – <strong>in ein anderes Bundesland.</strong> Statt der üblichen Lichtung im Crispendorfer Nadelwald (Thüringen) würde diesmal das Gelände vom Entenfang bei Torgau (Sachsen) als Schlachtfeld für das <strong>WOLFSZEIT </strong>dienen. Bei der Veranstaltung selbst würde zusätzlich zu Maskenpflicht, Fiebermessungen und Abstandsregeln eine Art Insel-Politik gelten: Niemand aus Torgau darf das Festivalgelände betreten – und vice-versa.</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Und so sitze ich, trotz allem Widerstand, am 24. September voller Vorfreude mehr als 6 Stunden im Auto und mache mich auf den Weg zu meinem ersten und einzigen Festival dieses verdammten Jahres.</span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Die Einweihung</strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">Nach dem Aufbau des Zeltplatzes (in einer Wiese voller vertrockneter Pferdeköttel), dem ersten Dosenbier und ein paar Komplikationen bis zum Erhalt meines Bändchens ist dann auch schon die Zeit da, die Veranstaltung offiziell zu eröffnen. Zu diesem Zwecke hat man den <strong>Schamanen</strong> <strong>VOENIX</strong> angeheuert. Hölzerne Masken dekorieren das umliegende Geäst, als er mit Trommel, Räucherstäben, Methorn und einer versammelten Schar von Zuschauern den heiligen Boden einweiht und die Götter und Geister des Ortes um ihre Einwilligung bittet. <strong>Wer sich berufen fühlt, darf im Anschluss selbst das Horn erheben</strong> und einen Spruch an die Asen zum Besten zu geben. Ein stimmiger Einstieg für ein Pagan-, Folk- und Black-Metal-Festival.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36433" aria-describedby="caption-attachment-36433" style="width: 460px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36433" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/20200924_150807.jpg" alt="" width="470" height="623" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/20200924_150807.jpg 1095w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/20200924_150807-227x300.jpg 227w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/20200924_150807-773x1024.jpg 773w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/20200924_150807-750x993.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 470px) 100vw, 470px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36433" class="wp-caption-text">Einweihungsrituale mit dem Schamanen Voenix</figcaption></figure>
<p><span style="color: #000080;">Der Weg aus dem Infield zurück aufs Camp führt um ein eingezäuntes Naturschutzgebiet herum und wirkt unproportional lang. Auch hier scheint es sich um eine Sicherheitsmaßnahme zu handeln – damit sich nicht ein- und ausgehende Gäste gegenseitig ins Gesicht laufen, müssen letztere den Hinterausgang benutzen. Und der führt nun mal um ein eingezäuntes Naturschutzgebiet.</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Zum Abend hin erheitert sich dank Cocktails, Bier und Pagan-Metal-DJ die Stimmung vor der Bühne weiter. <strong>Die Menschen sind glücklich über ihr erstes Festival 2020 und das zeigt sich!</strong> Leider etwas zu sehr, denn bald schon steht Mitorganisator Sille auf der Bühne und muss alle daran erinnern, die Sicherheitsregeln einzuhalten. Wenn man denn wolle, dass das Festival nicht in letzter Sekunde noch abgebrochen werden müsse. Das scheint allerdings gewirkt zu haben, und so verläuft der erste Abend sicher und ohne weitere Zwischenfälle.</span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Das erste Erwachen</strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">Als zu kühlfeuchter Morgenstund sich langsam die ersten Zeltverschlüsse öffnen und sich Vogelsang mit der ein oder anderen Aufsteh-Hymne mischt (die sich keiner gewünscht, aber wohl jeder erwartet hat), ist das Erste, was mir auffällt: Es gibt mehr Klos als gestern! Anscheinend wurden die Gebete erhört, und man hat zusätzlich zu den schäbigen sieben Dixies für knapp 1000 Leute noch eine Ladung herfahren lassen. Wunderbar!</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Auch auf dem Konzertgelände hat sich einiges verändert: Jeder, der eintreten möchte, kriegt jetzt erstmal eine Pistole an den Kopf gehalten. Die die Temperatur misst. Zudem gibt es auf dem Gelände nun Sicherheitskräfte, die sich spezifisch darum kümmern, dass alle Besucher zu jeder Zeit ihre Maske richtig anhaben, und am Bühnengeländer befindet sich ein riesiges Graffiti mit der Aufschrift <strong>„Maskenpflicht!“</strong>.</span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Dann kann es jetzt ja losgehen.</strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">&#8230; mit <strong>HELGRINDUR!</strong> Die Jungs wissen, wie man mit energiegeladener Musik den Staub von der Bühne bläst, und nutzen die Gelegenheit, das unter Beweis zu stellen. Starke Pagan-Songs mit catchy Refrains animieren erfolgreich zum Mitmachen und Mitgrölen, während der dröhnende Sound sich um den Rest kümmert. <strong>Ein Einstieg, der ordentlich Bock macht!</strong> Es gibt einen neuen Song und am Ende bleibt sogar genug Zeit für eine Zugabe. Von letzterem wirkt sogar die Band selbst sichtlich überrascht, denn dank <strong>DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT</strong>s Ausfall steht heute jeder Band mindestens eine Stunde Spielzeit zu. (Mich)</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36404" aria-describedby="caption-attachment-36404" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36404 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111353.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111353.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111353-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111353-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111353-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36404" class="wp-caption-text">Helgrindur eröffnen das Fest!</figcaption></figure>
<p>Über die zweite Band des Tages ist schon länger bekannt, dass sie sich auflösen und darum der Auftritt <span style="color: #333333;">beim <strong>WOLFSZEIT 2020</strong> ihr letzter sein würde. Den aber wollen sie sich auch nicht nehmen lassen. <strong>Man bekommt schließlich nicht oft die Gelegenheit, auf seiner eigenen Beerdigung zu spielen.</strong> <strong>TOTENGEFLÜSTER</strong> hatten sich bereits auf dem <strong>WOLFSZEIT 2018</strong> die Ehre gegeben, damals konnte ich nicht wirklich viel mit ihnen anfangen. Und das ist dieses Mal leider genauso. Zu Beginn des Auftritts wirkt es, als hätte die Corpsepaint tragende Band <strong>Schwierigkeiten, einen gemeinsamen Rhythmus zu finden</strong>. Dazu kommt die Stimme des Sängers im Gegensatz zu den Instrumenten leider soundtechnisch nicht besonders gut rüber.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36405" aria-describedby="caption-attachment-36405" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36405 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111392.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111392.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111392-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111392-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111392-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36405" class="wp-caption-text">Ein Flüstern in dichtem Grabesnebel</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Generell hadere ich mit dem Gesang: Da ist irgendwie alles dabei, von Clean Vocals über Gekrächze bis zu markerschütternden Schreien, aber irgendwie ist es <strong>nichts Halbes und nichts Ganzes</strong>. Der mit Dreads und weißen Kontaktlinsen ausgestattete Sänger wirkt ein wenig unentschlossen.<strong> &#8222;Mehr Hass!!&#8220;</strong>, wird lautstark von einem engagierten Zuhörer aus den hinteren Reihen gefordert. Ja gut, wer weiß, vielleicht würde das ja wirklich etwas bringen? Musikalisch gibt es bei <strong>TOTENGEFLÜSTER</strong> eigentlich nichts zu meckern, sie bieten einen groovigen Sound, der immerhin ein paar Leute anzieht. Aber irgendwie ist das Gesamtpaket <strong>schwer zugänglich</strong> und hätte mich nach dem Konzert jemand gefragt, &#8222;du sag mal, <strong>was genau war das gerade eigentlich?</strong>&#8220; – ich hätte ihm keine Antwort geben können.</span></p>
<p><span style="color: #333333;"><strong>TOTENGEFLÜSTER</strong> scheiden dahin als ein Phänomen, das ich nie ganz begriffen habe. Aber immerhin sorgt sich der Sänger um das Befinden der Trauergäste. &#8222;Ich hoffe, ihr hattet Spaß auf unserer Beerdigung!&#8220; Ach, naja, passt schon. <strong>Über Tote soll man nichts Schlechtes sagen.</strong></span></p>
<h2><span style="color: #333333;">So gar nicht elend</span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Eine Band, deren Name mir in den vergangenen Jahren ständig untergekommen ist, die ich aber bis dato nie so richtig auf dem Schirm hatte, ist<strong> ELLENDE</strong>. Vielleicht, weil mich die Optik und die Artworks nicht wirklich ansprechen. Von ihrem Auftritt aber werde ich <strong>angenehm positiv überrascht</strong>.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Denn was die Band aus Graz in Österreich wirklich drauf hat, ist Melancholie. Da steh ich ja voll drauf. <strong>Schwermütiger und melodischer Black-Metal</strong>, der aber alles andere als eintönig ist. Auch wenn ich keinen einzigen Song kenne, wippe ich beständig mit. <strong>ELLENDE</strong> sind keine Band zum Headbangen oder seinen Hass in die Welt schreien, im Gegenteil, <strong>sie machen einen beinahe traurig</strong>. Aber im positiven Sinne.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36406" aria-describedby="caption-attachment-36406" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36406 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111819.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111819.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111819-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111819-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1111819-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36406" class="wp-caption-text">Melancholie und Kriegsästhetik</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Auch ist es eine de</span>r wenigen Bands, wo mir mal der <strong>Schlagzeuger</strong> auffällt. Da die meisten Festivalbesucher trotz meiner Plateauschuhe über mich hinausragen und die Schlagzeuger wenn nicht schon von ihrem Instrument, dann doch oft von den anderen Bandmitgliedern verdeckt werden, <strong>bekomme ich sie selten wirklich zu Gesicht</strong>. Aber bei <strong>ELLENDE</strong> habe ich einen guten Platz, und wegen Corona stehen die Zuhörer mit ausreichend Abstand, so dass ich den Schlagzeuger tatsächlich mal beobachten kann. Das macht auch sehr viel Spaß, weil der Typ offensichtlich <strong>sehr viel Freude an dem hat, was er da tut</strong>. Und zusätzlich klingt es natürlich auch noch gut.</p>
<p><span style="color: #333333;">Was soll ich sagen, ich bin positiv überrascht. Auch wenn mich das Streifencorpsepaint des drahtigen Sängers nach wie vor nicht anspricht, genauso wie das Banner im Hintergrund, geziert vom Cover des Albums &#8222;Lebensnehmer&#8220;,&nbsp; und der Gitarrist aussieht wie der traurigste Panda, den ich je gesehen habe &#8211; <strong>ELLENDE</strong> würde ich mir wieder anhören. (Merlin)</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Als Nächstes stehen dann <strong>zwei massive Bretter auf der Bühne:</strong> Der Sänger von <strong>ASENBLUT</strong> und der Sound von <strong>ASENBLUT</strong>. Scherz beiseite, die Klangqualität weiß bei diesem Gig wirklich zu überzeugen! Sie gibt alles her, was man sich wünschen könnte – massiven Druck und doch genug Klarheit, dass man jedes Instrument im Mix sauber heraushören kann. Musikalisch wirft das Ganze den ein oder anderen <strong>AMON</strong>&#8211;<strong>AMARTH</strong>-Vibe auf, allerdings mit deutlich mehr Blast Beats, Black- und Thrash-Metal-Momenten sowie generell härterem Songwriting. Die Berserker haben zudem kürzlich ein neues Album veröffentlicht und sind deswegen vollbepackt mit frischem Material. Eine in allen Hinsichten überzeugende und sauber abgelieferte Show, zu der sich ein entsprechend großes Publikum zusammengefunden hat. (Mich)</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36407" aria-describedby="caption-attachment-36407" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36407 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122303.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122303.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122303-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122303-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122303-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36407" class="wp-caption-text">Tetzel von Asenblut</figcaption></figure>
<h2><span style="color: #333333;"><strong>Set fire to the rain</strong></span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Es ist trotz Corona bereits das zweite Mal dieses Jahr, dass ich <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> live sehe. Beim <strong>FIMBUL</strong> waren sie kurzfristig als Ersatz für <strong>HELRUNAR</strong> eingesprungen, beim <strong>WOLFSZEIT</strong> hatten sie von Anfang an einen Platz im line-up. Als vorletzte Band des Abends wird ihnen auch ein guter slot zuteil. Trotz des <strong>beständigen Nieselregens</strong> findet sich vor der Bühne eine große Zahl an Zuhörern ein, um in der mittlerweile herrschenden Dunkelheit den <strong>Österreichern</strong> zu lauschen.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Wer sie (warum auch immer) noch nicht kennt: <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> haben 2012 ihr selbstbetiteltes Debüt abgeliefert und versorgen die Szene seitdem mit <strong>melancholischem (Post) Black-Metal</strong>. Ihre ergreifenden Melodien vermitteln einen <strong>bittersüßen Weltschmerz</strong>. Die Musik taugt zum unaufgeregten Headbangen, man kann sie aber genauso einfach mit geschlossenen Augen genießen &#8211; beides nehme ich in Anspruch.&nbsp;Gegen Ende allerdings starten drei augenscheinlich gut angeheiterte Gestalten direkt vor mir einen „Moshpit“ (es ist mehr ein <strong>betrunkenes Sich-Herumschubsen</strong>), so dass ich den Kopf dann doch vorsichtshalber aufrecht lasse.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Die setlist von <strong>HARAKIRI</strong> gleicht der, die sie schon auf dem FIMBUL hatten. <strong>FIRE WALK WITH ME</strong>, der opener ihres letzten Albums &#8222;Arson&#8220;, wird als drittes gespielt und abgerundet wird der Auftritt mit <strong>CALLING THE RAIN</strong> von &#8222;III: Trauma&#8220;. <strong>Da passt das regnerische Wetter zufällig ganz gut.</strong> Ich stehe mittig in ungefähr dritter oder vierter Reihe vor der Bühne. Der Sound hier ist erstaunlich gut, auch wenn die Gitarre leider immer mal wieder verschluckt wird. Aber dennoch kommt diese Atmosphäre auf, die man nur live verspürt: Der gewaltige Sound, die von Scheinwerfern und Strahlern durchbrochene Dunkelheit, die sich mit Nebel und Regen vermischt&#8230; <strong>das ist nicht Musik hören, das ist Musik erleben.</strong></span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36408" aria-describedby="caption-attachment-36408" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36408 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133137.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133137.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133137-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133137-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133137-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36408" class="wp-caption-text">Harakiri For The Sky in musikalischer Ekstase</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Fazit: Dem Auftritt von <strong>HARAKIRI</strong> beizuwohnen, hat sich gelohnt. Aber hallo. Und das scheinen die Menschen um mich herum genauso zu sehen. Tatsächlich unterhalte ich mich aber nach dem Konzert auch mit einer Festivalbesucherin, die mir erzählt, sie habe nur aus der Ferne zugesehen, denn <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong> seien für sie live die langweiligste Band überhaupt. Ich kann das insofern nachvollziehen, als die Musiker auf der Bühne tatsächlich <strong>relativ wenig mit dem Zuhörern interagieren</strong>. Da wird die Menge halt mal nicht angefeuert. Für mich macht das den Auftritt nicht unbedingt schlechter. Aber das ist ja das Schöne an Festivals: Wenn einem die aktuell spielende Band nicht zusagt, einfach <strong>Abwarten und Bier trinken</strong>, die nächste Band steht schon in den Startlöchern. (Merlin)</span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Es folgt ein Moment für die Geschichtsbücher. </strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;"><strong>WOLFCHANT</strong> spielen, nach dem Tod ihres Gitarristen (2017) und einem darauffolgenden Hiatus von mehr als zwei Jahren (ab 2018), <strong>zum allerersten Mal wieder live vor Publikum.</strong> Und welche Begebenheit würde sich dafür besser eignen als das sagenumwobene <strong>WOLFSZEIT 2020</strong>, welches, allem Widerstand zum Trotz, in einem Jahr wie diesem dennoch hat stattfinden können? Dem größten Metalfestival Deutschlands 2020, wie Sänger <strong>LOKHI</strong> feststellt? </span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36409" aria-describedby="caption-attachment-36409" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36409 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122997.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122997.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122997-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122997-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1122997-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36409" class="wp-caption-text">Doppelt gewolft hält besser!</figcaption></figure>
<p><span style="color: #000080;">Zumindest die Fans in den vorderen Reihen scheinen lange auf diesen Moment gewartet zu haben. </span><span style="color: #000080;">Pausenlos sind Mähnen am Wehen und Hälse am Klingen, und auch die direkt aus dem Studio kommenden Wölfe sind<strong> alles andere als eingerostet.</strong> Vor allem das saubere Drumming sorgt dabei für einen stabilen Rahmen – während leider der Sound ein paar Songs braucht, bis die beiden Sänger passend aufeinander abgemischt und die Gitarrenparts alle gut hörbar sind. Ansonsten ist aber alles genau so wie es muss. Die Songauswahl ist super und die Menschen auf und vor der Bühne sind mit ganzem Herzen dabei. Willkommen zurück, <strong>WOLFCHANT! </strong>Eine würdige Wiederkehr. (Mich)</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Die nächste Band sind in diesem Fall die Polen von <strong>MGLA</strong>. Von den <strong>WOLFSZEIT</strong>-Besuchern schon lange gewünscht, haben sie es endlich ins line-up geschafft und bestreiten heute den letzten Auftritt des Tages. Obwohl es langsam ziemlich kalt und ungemütlich wird, finden sich <strong>unzählige Zuhörer vor der Bühne</strong> ein. Das ist auch das erste Mal bei diesem Festival, wo ich bemerke, dass der Corona-Sicherheitsabstand nicht so genau genommen wird. <strong>Immerhin haben aber alle um mich rum eine Maske auf.</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Apropos Masken &#8211; die dürfen natürlich auch bei <strong>MGŁA </strong>nicht fehlen. Wie immer zeigen sich die Musiker nur verhüllt und liefern <strong>ohne großes Tamtam eine solide Show</strong> ab. Normalerweise bin ich ein großer Fan des <strong>MGŁA</strong>schen Black-Metals, aber irgendwie kann ich von <strong>HARAKIRI FOR THE SKY</strong>, die ja direkt davor gespielt haben, nicht schnell genug umschalten. Und so tue ich mich schwer, den Auftritt von <strong>MGŁA</strong>&nbsp;richtig zu genießen. An ihrer musikalischen Leistung liegt es nicht, die ist wie immer top. Ich glaube, <strong>der Kontrast ist einfach nur zu groß</strong>.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36420" aria-describedby="caption-attachment-36420" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36420 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133834-1.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133834-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133834-1-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133834-1-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133834-1-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36420" class="wp-caption-text">MGŁA in der Schwärze</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Mir wäre es lieber gewesen, wenn diese letzten beiden Bands am heutigen Freitag nicht direkt hintereinander gespielt hätten, aber man kann es sich nicht aussuchen, und nichtsdestotrotz bin ich froh, beide Auftritte miterlebt zu haben. Kaum haben <strong>MGŁA </strong>die letzten Töne verklingen lassen, <strong>kommt übrigens auch schon die Security, um freundlich aber bestimmt das Infield zu räumen</strong>. Nix mit Party heute. Aber macht nichts, dann gehen wir halt mal früh (also so um halb 2 nachts) ins Bett. Morgen ist schließlich auch noch ein Festivaltag.</span></p>
<h2><span style="color: #333333;"><strong>Apocalypse now</strong></span></h2>
<p><span style="color: #333333;">&#8230;Und der beginnt mit <strong>strömendem Regen</strong>. Alter Falter. Nicht nur wegen Corona ist es lange her, dass ich auf einem Festival so ein <strong>Dreckswetter</strong> erlebt habe. Die <strong>9°C Außentemperatur</strong> waren dem Wettergott nicht böse genug, nein, es muss auch noch schütten wie aus Eimern. Das eigentlich geplante Frühstück im Freien wird kurzerhand ins Zelt verlegt, welches zum Glück dichthält. Trotzdem macht das schlechter Wetter ziemlich faul und unmotiviert, und so bin ich froh, dass <strong>Mich</strong> heute die erste Band übernimmt und als erstes raus in den Regen muss, hehe. (Merlin)</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Wenn man morgens im Zelt von prasselndem Regen aufgeweckt wird, so ist es normalerweise das Klügste, einfach das Ende der Schauer abzuwarten und dann aufzustehen. Wenn allerdings das Handy sagt, dass es noch mindestens bis 17 Uhr weiterschütten wird (und ab da „nur noch“ mit 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit), bleibt einem nicht viel anderes übrig, als doch aufzustehen und sich mit seinem Schicksal abzufinden. Als Bonus-Feature zu der sowieso schon beschissenen Situation ist durch die Dauerbegießung <strong>die ganze Pferdekacke vom trockenen in einen schön saftig dampfenden Zustand</strong> übergegangen.</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Trotz allem bleibt mir wohl nichts übrig, als durch Schlamm, Pfützen und Tierfäkalien zu waten und mich in Nässe und Kälte aufs erste Konzert des Tages zu begeben. <strong>HEXADAR</strong>! <strong>Leider treffen hier eine Reihe ungünstiger Faktoren aufeinander.</strong> Erstens merke ich relativ schnell, dass der dargebotene Musikstil mich persönlich nicht sonderlich anspricht. Hinzu kommt, dass Regen und Wind einem Bühnensound selten guttun, und das ist leider hier nicht anders. Die Klänge des Akkordeons sind teilweise kaum identifizier- respektive hörbar und generell fehlt es dem Soundbild an Tiefe. Außerdem fängt die Kälte an, sich von meinen Füßen an sukzessive nach oben zu fressen, und überhaupt ist alles doof weil nass und matschig. Schade, denn rein spieltechnisch scheint alles zu stimmen! Immerhin finden sich vor der Bühne zwei bis drei Reihen an Zuschauern, die mit der Situation offenbar mehr anfangen können als ich.</span></p>
<h5><span style="color: #000080;">&#8230;und Foto haben wir leider auch keins gemacht <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f641.png" alt="🙁" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Sorry!</span></h5>
<p><span style="color: #000080;">Nach dem Konzert begebe ich mich, durchgefroren, erstmal zurück zum Camping und tausche meine gesamten, triefenden Klamotten aus. Ein neues Paar Schuhe leiht mir eine Freundin. Diese sind mir zwar zu klein, aber immerhin sind sie trocken und wasserdicht. Mindestens drei Stunden Regen kommen noch, da ist man besser gut gewappnet. (Mich)</span></p>
<h2><span style="color: #333333;"><strong>Wetter vs. Band</strong></span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Die zweite Band am heutigen Samstag sind <strong>KANKAR</strong> aus Thüringen. Ganz ehrlich: <strong>Noch nie vorher gehört.</strong> Und der anhaltende Regen trägt leider auch nicht unbedingt zur Vorfreude bei. Trotzdem kämpfe ich mich <strong>durch den pampigen Matsch übers Infield und vor die Bühne</strong>, um dort festzustellen, dass es sich bei <strong>KANKAR</strong> um eine <strong>Zweimann-Formation</strong> handelt. Gitarre plus Gesang und das Schlagzeug müssen ausreichen.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Tun sie aber auch. Der Sound hat genug Wumms, um den Regen zu durchbrechen und <strong>immerhin eine zweistellige Zuschauerzahl</strong> dazu zu bewegen, der Sintflut zu trotzen und aus nächster Nähe zu lauschen. Für zwei Songs halte ich es auch aus, dann zieht es mich aber doch unter die allzu verlockende Plane des mit Bierbänken und Tischen ausgestatteten Fresszeltes &#8211; einer der wenigen schutzbietenden Orte. Von hier aus lausche ich weiter dem <strong>nihilistischen Black-Metal</strong>.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36418" aria-describedby="caption-attachment-36418" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36418 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133842-1.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133842-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133842-1-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133842-1-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1133842-1-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36418" class="wp-caption-text">Zwei-Mann-Black-Metal mit Kankar</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Ob denn auch Thüringer unter den Menschen vor der Bühne seien, will der Gitarrist nun wissen. Aber die scheinen sich ebenfalls einen Unterstand gesucht zu haben. <strong>KANKAR</strong> <strong>haben heute einfach wahnsinnig Pech.</strong> Ihr Auftritt hat definitiv das Potential für eine größere Zuhörerschaft, aber dieser verf****e Dauerregen in Kombination mit den beinahe winterlichen Temperaturen zwingt die meisten Festivalbesucher unerbittlich, sich von der Bühne fernzuhalten. Respekt an alle, die da <strong>zugunsten der Musik dem Sauwetter den Mittelfinger zeigen</strong> und in der ersten Reihe auszuharren! (Merlin)</span></p>
<p><span style="color: #000080;">Einigermaßen trocken und voller frischer Energie stehe ich wieder vor der Bühne, als <strong>OBSCURITY</strong> die ersten Töne erklingen lassen. <strong>Und es sind gute Töne!</strong> Makelloses Instrumentenspiel, makellose Growls und trotz der Umstände ein sehr ordentlicher Sound. Die Double Bass hat ordentlich Wumms und die Setlist ist durchgehend druckvoll und energetisch. Nicht fehlen darf natürlich der Klassiker „Bergischer Hammer“, und am Ende sind alle glücklich und zufrieden. <strong>OBSCURITY</strong> ist außerdem das Gleiche passiert wie vielen anderen Bands (auch <strong>WOLFCHANT</strong>): Ein <strong>neues Album</strong> hätte längst fertig sein sollen, doch dank Corona (und allem, was es mit sich gebracht hat) wird sich das aufs nächste Jahr verzögern. (Mich)</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36412" aria-describedby="caption-attachment-36412" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36412 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144005.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144005.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144005-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144005-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144005-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36412" class="wp-caption-text">Obscurity gegen den Regen</figcaption></figure>
<h2><span style="color: #333333;">&#8230;und das bedeutet Krieg!</span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Ein bisschen Gothic darf bei diesem gruseligen Wetter natürlich nicht fehlen. Dafür sorgen <strong>NACHTBLUT</strong>, die am 2. Oktober ihr <strong>neues Album</strong> &#8222;Vanitas&#8220; veröffentlichen und uns heute schonmal einen kleinen Vorgeschmack geben. Leider <strong>regnet es immer noch ununterbrochen</strong> und die Kälte zieht mir durch Mark und Bein. Dennoch wage ich mich nach vorne, um dann zu bemerken, dass der Sound irgendwie etwas dünn ist. Aber <strong>immerhin ist die Band gut aufgelegt</strong> und hat ernsthafte Ambitionen, ihre Zuhörer bei der Stange zu halten.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Vor allem der weißblond gefärbte Bassist hat sichtlich Spaß, und Sänger <strong>Askeroth</strong> animiert die Menge zum <strong>Mitsingen</strong>. &#8222;Und jetzt die Herren! Und jetzt die Frauen! Und jetzt jeder, der eine Maske trägt!&#8220; Jou, das dürften wohl die meisten sein. Dennoch ist er mit dem Ergebnis offenbar nicht zufrieden: <strong>&#8222;Ich hör ja gar nichts! Liegt das am fucking Mundschutz?!&#8220;</strong> Auch die Götter, die vermeintlich für das anhaltende Dreckswetter verantwortlich sind, werden angepöbelt.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36413" aria-describedby="caption-attachment-36413" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36413 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144183.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144183.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144183-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144183-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144183-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36413" class="wp-caption-text">Nachtblut und der Blick zum Horizont</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Neben Altbekanntem geben <strong>NACHTBLUT</strong> auch zwei Songs aus ihrem neuen Album zum Besten. Die gehen in der Tat ganz gut ab, gefällt mir! Aber <strong>der Klassiker schlechthin</strong> <strong>darf natürlich nicht fehlen</strong>, und so wird gegen Ende ihres Auftritts, na, was wohl gespielt? Genau, <em>&#8222;Antik&#8220;</em>. Zwischenzeitlich kommt mir der Gedanke, dass ich <strong>NACHTBLUT</strong> <strong>gerne mal bei Nacht auftreten sehen würde</strong>. Das gäbe bestimmt nochmal einen Bonus an düsterer Atmosphäre. Aber dann ist die Schlacht auch schon geschlagen und ich verziehe mich fröstelnd wieder unter die große Plane des Schutzbunkers aka Fresszelt.</span></p>
<h2><span style="color: #333333;"><strong>Der Name ist Programm</strong></span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Geliebt, gehasst, aber vor allem <strong>von der Bühne nicht mehr wegzudenken</strong>: Das sind <strong>EISREGEN</strong>! Kein Name könnte auf den heutigen Tag besser passen. Die Band aus Thüringen ist seit mehr als 20 Jahren aktiv und war schon diverse Male beim <strong>WOLFZEIT FESTIVAL</strong> zu Gast. Ich habe das Gefühl, auch ihr Publikum ist jedes Mal das gleiche. <strong>Ein Haufen treuer Fans feiert vor der Bühne im strömenden Regen</strong>, der Rest der Festivalbesucher vertreibt sich die Zeit aber lieber mit einer warmen Mahlzeit oder einem Becher Met, wahlweise Glühwein.</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Die setlist von <strong>EISREGEN</strong> ist wenig überraschend: <em>&#8222;Eisenkreuzkrieger&#8220;</em>, <em>&#8222;Blutgeil&#8220;</em>, <em>&#8222;Panzerschokolade&#8220;</em>, und natürlich das Medley aus diversen Songs von ihnen, die auf dem Index stehen. <strong>Das Altbekannte halt.</strong> Ein bisschen was Neues wird auch gespielt, aber die Zuhörer möchten die Klassiker, und die bekommen sie auch. In den vorderen Reihen bildet sich ein <strong>kleiner, aber feiner Moshpit</strong>. Sänger <strong>Michael „Blutkehle“ Roth</strong> feuert die Menge kräftig an und bringt immer wieder den ein oder anderen lustigen Spruch zum nächsten Lied.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36417" aria-describedby="caption-attachment-36417" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36417 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144466.0.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144466.0.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144466.0-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144466.0-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1144466.0-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36417" class="wp-caption-text">Die Blutkehle von Eisregen</figcaption></figure>
<p><span style="color: #333333;">Beim letzten Song drehen die Thüringer nochmal richtig auf und geben eine wilde <em>&#8222;Elektrohexe&#8220;</em> zum Besten. <strong>Spätestens jetzt dürften die Herzen der Fans befriedigt sein.</strong> Wer sich heute tatsächlich aus der individuellen Deckung gewagt und vor die Bühne getraut hat, der konnte mit <strong>EISREGEN</strong> <strong>Party</strong> machen bis zum Umfallen. Ich bin leider nicht genug auf und ab gehüpft, und deshalb husche ich nun vor Kälte zitternd vom Infield, um mich vor <strong>BELPHEGOR</strong> und <strong>БАТЮШКА</strong>&nbsp;noch einmal so gut es geht aufzuwärmen. (Merlin)</span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Guter Gig, bitterer Nachgeschmack</strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">Es folgen <strong>EQUILIBRIUM</strong>, heute in einer Light-Version: <strong>ohne Basser und mit Ersatzmann an der Trommelkiste.</strong> Eines der Nachteile daran, in diesen Zeiten aus einer internationalen Mannschaft zu bestehen. Überraschenderweise ist dies ein Line-Up, das der Band sehr gut steht! Schlagzeuger <strong>JAN</strong> (Yann?) beherrscht seine Zunft – und ohne <strong>SKAR</strong> am Bass gibt es in der Band keinen, der für Clean Vocals zuständig ist. Für mich ist die daran angepasste Setlist persönlich eher ein Gewinn als ein Verlust. Dabei gibt es auch hier wieder richtig ordentlichen Sound! Die Klampfen werden mit massiver Heaviness und Wucht gesegnet (eventuell um den Bass zu kompensieren), während Instrumente und Backing-Tracks diesmal perfekt ineinanderfließen (etwas, das bei dieser Band bei weitem nicht immer der Fall ist!). Auch die <strong>Auswahl an brachialeren und düstereren Songs</strong> funktioniert heute sehr gut.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36415" aria-describedby="caption-attachment-36415" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36415 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155036.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155036.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155036-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155036-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155036-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36415" class="wp-caption-text">Heute keine Kompromisse!</figcaption></figure>
<p><span style="color: #000080;">Maximale Minuspunkte kriegt die Band allerdings für die Aussagen, die Sänger <strong>ROBSE</strong> meinte, zwischen den Songs von sich geben zu müssen. Erst glaubte ich, es handele sich um Ironie, als er mehrmals von Maulkörben in den Gesichtern der Zuschauer geredet hat. Doch als dann die Aussage „Wir sind alle gesund, lasst euch keine Scheiße einflößen!“ kam, dachte ich, ich höre nicht richtig. Selbst <em>wenn</em> man diese Meinung vertritt und sich der Dummheit und Unverantwortlichkeit davon, so etwas von der Bühne aus in die Masse zu posaunen, nicht bewusst ist – selbst dann ist es immer noch <strong>eine gewaltige Frechheit</strong> dem Orga-Team des Festivals gegenüber, welches mit Händen und Füßen dieses Festival mit Müh und Not und nur durch peinlichstes Einhalten vorgegebener Regeln hat wahr werden lassen können. Die Besucher wurden hiermit unverblümt und buchstäblich dazu aufgefordert, die Situation sowie die Regeln nicht ernst zu nehmen. <strong>Nicht cool. Absolut nicht cool.</strong></span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Eine späte Messe</strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">Nach dem Konzert gibt dann eine spontane Änderung im Running Order: <strong>БАТЮШКА </strong>tauschen ihren Headliner-Slot mit <strong>BELPHEGOR. </strong>Gründe dafür werden nicht bekanntgegeben. An und für sich ist das wohl in Ordnung, jedoch lassen <strong>БАТЮШКА</strong><strong>&nbsp;</strong>ihr Publikum, begleitet von gruseligem Ambient-Soundtrack, mehr als eine halbe Stunde länger vor der Bühne warten als geplant. Als endlich der Mensch die aufgebaute Kirchenszene betritt, der für das Anzünden der Kerzen verantwortlich ist, bläst ihm der Wind letztere auch noch immer und immer wieder aus. <strong>Und es sind viele Kerzen.</strong> Und der geht seelenruhig wieder hin und fängt sie wieder an. Während sie schon wieder am Ausgehen sind. Es macht mich verrückt. Nach dem fünften Versuch gibt er es dann endlich auf, und mit knapp 35 Minuten Verspätung kommt dann auch endlich mal die Band zum Vorschein. Wenigstens hat es mittlerweile aufgehört zu regnen.</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36416" aria-describedby="caption-attachment-36416" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36416 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155340.jpg" alt="" width="1450" height="817" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155340.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155340-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155340-1024x577.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/1155340-750x423.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36416" class="wp-caption-text">Halleluja, es geht los!</figcaption></figure>
<p><span style="color: #000080;">Was dann folgt, ist das Warten allerdings mehr als wert. Ein finster-sakrales Schauspiel, schwarze Silhouetten vor unheilvollem roten Licht, Kirchenchor und Blast Beats – das Ganze umrahmt von einer Szenerie, die <strong>düstere Bilder altehrwürdiger Trauermessen</strong> hervorruft. Ein behängter Sarg, Tuniken, Heiligenbilder und Kerzenständer dekorieren das Bühnenbild zu der intensiven, hypnotischen Musikoffenbarung, mit der <strong>BATUSHKA</strong> ihre Anhänger segnen. Bedrohlich und atmosphärisch verschwimmt alles zu einer konzentrierten Gesamterfahrung, die die Zuschauerschar in sich hineinzieht und bis zum Ende nicht mehr hinauslässt. Erst spät merke ich, wie Kälte und Müdigkeit mich schon lange wieder eingenommen haben. Ich mache mich schleunigst zum Zeltplatz zurück, setze mich ins Auto und drehe die Sitzheizung auf Maximum. (Mich)</span></p>
<h2><span style="color: #333333;"><strong>Ein würdiger, aber wenig würdevoller Abschluss</strong></span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Es ist kalt, es ist spät, aber <strong>immerhin regnet es nicht mehr</strong>. Trotzdem muss ich mich einigermaßen gewaltsam dazu motivieren, ein letztes Mal das Infield zu betreten, um wenigstens etwas von <strong>BELPHEGOR</strong> mitzubekommen. Andere Festivalbesucher scheinen ebenfalls mit der Entscheidung gerungen zu haben. <strong>Besonders viel ist nicht los von der Bühne</strong>, und auch während des Konzerts verschwinden immer wieder Menschen in Richtung Ausgang. Ob das nur am Wetter oder auch ein bisschen an <strong>BELPHEGOR</strong> liegt?</span></p>
<p><span style="color: #333333;">&#8222;Wolfszeit! Wolfszeeeiiit!!! Come on!! Deutschland! Deutschlaaand!&#8220;, versucht der Sänger die verbliebenen Zuhörer zu motivieren. Besonders viel Reaktion kommt aber nicht zurück. Vielleicht auch deshalb, weil die deutschen Konzertbesucher es nicht zwangsläufig abfeiern, wenn ihnen der Name ihres Landes entgegengebrüllt wird. Musikalisch ist das, was <strong>BELPHEGOR</strong> da treiben, aber echt in Ordnung. <strong>Black-Death, unterstützt von gruseliger Bühnendeko und gespielt von blutverschmierten Musikern.</strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Vereinzelt sehe ich Leute mitwippen oder sogar headbangen, bei den meisten scheint die Energie aber verbraucht zu sein, und so geht der letzte Auftritt des diesjährigen <strong>WOLFSZEIT</strong>&nbsp;recht <strong>unspektakulär</strong> zu Ende. Wie schon gestern Abend weist die Security die verbliebenen Zuschauer an, zügig das Infield zu räumen. Ich stapfe also langsam Richtung Ausgang und habe dabei erstmals die Gelegenheit, das volle Ausmaß der Zerstörung zu begutachten:</span></p>
<p><span style="color: #333333;"><strong>Der gesamte Boden ist voll von Plastikbechern.</strong> Also nicht nur hier und da mal einer, sondern das Infield, vor allem der Bereich vor der Bühne, ist gepflastert mit ihnen. Ey Leute! <strong>Muss das wirklich sein?</strong> Ja, es die wenigen Mülleimer in Bühnennähe sind auch schon übervoll. Aber dann geht halt etwas weiter hinter zu denen bei den Essensständen, gebt eure Becher wieder dort ab, wo ihr sie herhabt, oder nehmt sie von mir aus mit auf den Campground und steckt sie dort in euren Müllsack (ja, ich weiß, als ob das einer machen würde). Aber <strong>das Infield wie sau zu hinterlassen, geht halt wirklich gar nicht. </strong>(Merlin)</span></p>
<h2><span style="color: #000080;"><strong>Fazit</strong></span></h2>
<p><span style="color: #000080;">Puh! Wer hätte gedacht, dass das <strong>größte deutsche Metal-Festival 2020</strong> ein derart feucht-fröhliches Vergnügen werden würde? Oder soll ich lieber sagen derart <strong><em>grim</em> </strong>und<strong> <em>frostbitten</em></strong>? Dass wir uns dadurch die Freude an der Sache nicht haben nehmen lassen, sollte an diesem Punkt klar sein. Wind und Wetter wurden getrotzt, der Pandemie wurde verdient der Mittelfinger ins Gesicht gehalten und es wurde nach allen unter diesen Umständen erlaubten und möglichen Regeln der Kunst gefeiert, geheadbangt und getrunken. </span></p>
<p><span style="color: #000080;">Nicht nur für die Zuschauer war diese Veranstaltung eine lang ersehnte Erlösung am Ende eines langen Sommers ohne viel Geselligkeit, Live-Musik und Opportunitäten, dem Metal zu frönen. Auch viele der Künstler konnten von der Ausnahmesituation profitieren, um endlich wieder auf der Bühne zu stehen zu dürfen. Das <strong>WOLFSZEIT 2020</strong> war wahrlich <strong>ein Fest der Wiedergeburt und der Erneuerung</strong>. Ein gesetztes Zeichen dafür, dass die Kunst immer einen Weg findet, und dass kein Sturm und kein noch so langanhaltender Regenfall – metaphorischer oder realer Art – daran etwas ändern wird. (Mich)</span></p>
<p><span style="color: #333333;">Holla die Waldfee, was war das für eine Bewährungsprobe. Und damit meine ich nicht die Corona-Maßnahmen, sondern das unsägliche <strong>Herbstanfang-in-eure-Fresse-Wetter</strong>. Abgesehen davon war das <strong>WOLFSZEIT</strong> aber ein voller Erfolg. Trotz der Masken war den Besuchern die Freude über das doch noch zustande gekommene Festival buchstäblich vom Gesicht abzulesen.</span></p>
<h2><span style="color: #333333;"><strong>Einen fetten Dank an dieser Stelle an die Orga, die ihren treuen Wölfen dieses Erlebnis auch in Coronazeiten ermöglicht hat!</strong></span></h2>
<p><span style="color: #333333;">Die Pandemie hatte übrigens auch Vorteile: Dank des Hygienekonzeptes gab es bei den Dixis auf dem Infield <strong>Wasser zum Hände waschen</strong> – das darf gerne so beibehalten werden! Auch Desinfektionsmittel war an Ein- und Ausgang immer ausreichend vorhanden. Was mir negativ auffiel, war der Zustand des Infields am Samstagabend. Vielleicht nächstes Jahr mehr Mülleimer seitens der Veranstalter und mehr Respekt seitens der Besucher. Insgesamt war es aber <strong>ein</strong> <strong>fettes Festival</strong>, das mir und hoffentlich auch allen anderen positiv in Erinnerung bleiben wird! <span style="color: #000080;">– </span>trotz des miesen Wetters. Aber hey, das Ganze hatte einen Vorteil: <strong>Keine einzige Wespe weit und breit! </strong></span></p>
<p><span style="color: #333333;">Was soll ich noch sagen – <strong>WOLFSZEIT 2020</strong>? Es war großartig mit euch. (Merlin)</span></p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_36435" aria-describedby="caption-attachment-36435" style="width: 1440px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36435 size-full" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/ende.jpg" alt="" width="1450" height="1088" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/ende.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/ende-300x225.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/ende-1024x768.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/10/ende-750x563.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 1450px) 100vw, 1450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-36435" class="wp-caption-text">Cheers und bis zum nächsten Mal!</figcaption></figure>
<hr>
<p><em>Vielen lieben Dank an Zwarg, der spontan für uns als Fotograf eingesprungen ist!</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-festivals-2020/">Wolfszeit 2020 &#8211; Metal, Matsch und Maskenpflicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>WOLFSZEIT 2020 &#8211; der Vorbericht!</title>
		<link>https://silence-magazin.de/wolfszeit-2020-der-vorbericht/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=wolfszeit-2020-der-vorbericht</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/wolfszeit-2020-der-vorbericht/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2020 14:41:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Black Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[2020]]></category>
		<category><![CDATA[Asenblut]]></category>
		<category><![CDATA[Batushka]]></category>
		<category><![CDATA[BELPHEGOR]]></category>
		<category><![CDATA[Darkened Nocturn Slaughtercult]]></category>
		<category><![CDATA[Eisregen]]></category>
		<category><![CDATA[ellende]]></category>
		<category><![CDATA[Equilibrium]]></category>
		<category><![CDATA[Harakiri for the Sky]]></category>
		<category><![CDATA[helgrindur]]></category>
		<category><![CDATA[HEXADAR]]></category>
		<category><![CDATA[KANKAR]]></category>
		<category><![CDATA[NACHTBLUT]]></category>
		<category><![CDATA[obscurity]]></category>
		<category><![CDATA[totengeflüster]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfszeit]]></category>
		<category><![CDATA[БАТЮШКА]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=36204</guid>

					<description><![CDATA[<p>Selbst den widrigsten Bedingungen trotzt dieses Jahr das Wolfszeit Festival. Wer von Euch ist dabei?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-2020-der-vorbericht/">WOLFSZEIT 2020 &#8211; der Vorbericht!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach viel Hin und Her ist es in ein paar Tagen endlich dann doch soweit: Das <strong>WOLFSZEIT Festival 2020 findet statt!</strong></p>
<p>Dafür musste aber nicht nur die Zeit, sondern auch der Ort gewechselt werden: In Thüringen wäre eine solche Veranstaltung trotz <strong>Hygienekonzept</strong> und kleinem Umfang nicht möglich gewesen, und so hat man alle Räder zum Drehen gebracht, um das Wolfszeit <strong>in ein anderes Bundesland</strong> zu verlegen. Es wird sich nun also vom 24. bis 26. September in Torgau (Sachsen) auf dem Gelände Entenfang ereignen.</p>
<p>Bestaunen darf man am Freitag <strong>HELGRINDUR</strong>, <strong>TOTENGEFLÜSTER</strong>, <strong>ELLENDE</strong>, <strong>ASENBLUT</strong>, <strong>HARAKIRI</strong> <strong>FOR THE SKY</strong>, <strong>DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT</strong> und <strong>MGŁA</strong>. Zudem sind in letzter Sekunde <strong>WOLFCHANT</strong> als Ersatz für <strong>MANEGARM</strong> eingesprungen, da letztere aufgrund der Corona-Regelungen leider nicht aus Schweden anreisen dürfen. Am Samstag geben sich <strong>HEXADAR</strong>, <strong>KANKAR</strong>, <strong>OBSCURITY</strong>, <strong>NACHTBLUT</strong>, <strong>EISREGEN</strong>, <strong>EQUILIBRIUM</strong>, <strong>BELPHEGOR</strong> und zu guter Letzt <strong>БАТЮШКА</strong> die Ehre!</p>
<h4>Es erwartet also, wie man es von diesem Festival gewohnt ist, ein exquisites Bankett an Pagan- und Black-Metal-Kapellen und Konsorten.</h4>
<p>Damit für die Sicherheit aller Besucher und Musiker gesorgt ist, gelten in diesem Jahr allerdings <strong>einige besondere Regeln</strong> (direkt zitiert von der Wolfszeit-Facebook-Seite):</p>
<p><em>&#8211; Ermöglichung der <strong>Kontaktnachverfolgung</strong> im Ernstfall (Formular)<br />
</em><em>&#8211; Teilnehmer müssen die Ein</em><em>haltung der <strong>Hygiene- &amp; Infektionsschutzmaßnahmen</strong> bestätigen (Formular)<br />
&#8211; </em><em><strong>Maskenpflicht</strong> auf dem Bühnengelände, Einlass, Sanitärbereich, Wartebereiche etc. (ausgenommen davon ist euer Zeltplatz und wenn ihr euch auf der riesigen Wiesenfläche im Bühnengelände einen Platz mit mindes</em><em>tens 1,5m Abstand zu anderen Personen aussucht, um dort zu trinken und zu essen).<br />
&#8211; </em><em>Jeder Teilnehmer muss sich beim Eintritt ins Bühnengelände und in den Sanitärbereich die Hände <strong>desinfizieren</strong>. (Desinfektionsspender findet ihr vor Ort)<br />
&#8211; </em><em>Nach einmaliger Anreise darf das KFZ nur noch zur Abreise bewegt werden. Teilnehmer dürfen das Festivalgelände (inkl. Zeltplatz) <strong>nur zur einmaligen Abreise verlassen</strong>. Zwischendurch einkaufen im nächsten Ort oder eine Übernachtung außerhalb ist leider nicht möglich.<br />
&#8211; </em><em>Personen, die <strong>Symptome</strong> von Atemwegserkrankungen bzw. Fieber bei sich feststellen / <strong>Kontakt</strong> zu Personen mit Atemwegserkrankungen in den 14 Tagen vor der Veranstaltung hatten / in den 14 Tagen vor der Veranstaltung in einem Gebiet mit erhöhtem Infektionsrisiko waren, dürfen nicht an der Veranstaltung teilnehmen.<br />
</em><em>Personen, die im Ort Torgau wohnen, dürfen leider nicht am Wolfszeit Festival 2020 teilnehmen. (Die Tickets behalten ihre Gültigkeit für 2021 oder können auf Wunsch erstattet werden)<br />
</em><em>&#8211; Die Anreise ist ab <strong>Donnerstag</strong>, den 24.09.2020 um 10:00 Uhr möglich (bitte reist nicht früher an).<br />
</em><em>&#8211; <strong>Grillen und jegliches offene Feuer ist leider verboten</strong>. Es gibt in Torgau keinen gesicherten Grillplatz und der Wald ist einfach zu nah und trocken.</em></p>
<p><strong>Ganz großer Respekt</strong> gilt den Veranstaltern, dass sie es, ganz gleich der vielen Probleme, Einschränkungen und Schwierigkeiten, die die momentane Situation mit sich bringt, durchgezogen haben und auch in diesem Jahr das <strong>WOLFSZEIT</strong> wieder auf die Beine gestellt haben. Wir bitten euch deswegen, den gleichen Respekt zu zeigen und die diesjährigen Zusatzregeln ernst zu nehmen – so dass es für alle ein schönes, auf gegenseitigem Respekt basierendes Festival ohne Risiken wird! Denn ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber wir lassen uns, auch mit diesen paar Einschränkungen, nicht den Spaß an der Sache verderben &#8211; und freuen uns wie jedes Jahr auf <strong>ein großartiges Festival mit richtig guten Bands.</strong>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wolfszeit-2020-der-vorbericht/">WOLFSZEIT 2020 &#8211; der Vorbericht!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://silence-magazin.de/wolfszeit-2020-der-vorbericht/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>MEAD &#038; GREED 2019 &#8211; Ein Hoch auf das Heidentum!</title>
		<link>https://silence-magazin.de/mead-greed-2019-ein-hoch-auf-das-heidentum/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=mead-greed-2019-ein-hoch-auf-das-heidentum</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/mead-greed-2019-ein-hoch-auf-das-heidentum/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 May 2019 09:17:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[baumbart]]></category>
		<category><![CDATA[BLACK MESSIAH]]></category>
		<category><![CDATA[Brisinga]]></category>
		<category><![CDATA[die habenichtse]]></category>
		<category><![CDATA[Emscherdamm]]></category>
		<category><![CDATA[estoplyn]]></category>
		<category><![CDATA[festival]]></category>
		<category><![CDATA[Gernotshagen]]></category>
		<category><![CDATA[Greed]]></category>
		<category><![CDATA[haggefugg]]></category>
		<category><![CDATA[helgrindur]]></category>
		<category><![CDATA[Mead]]></category>
		<category><![CDATA[mead and greed]]></category>
		<category><![CDATA[Mead&Greed]]></category>
		<category><![CDATA[nemoreus]]></category>
		<category><![CDATA[Oberhausen]]></category>
		<category><![CDATA[ragnaröek]]></category>
		<category><![CDATA[Remeber Twilight]]></category>
		<category><![CDATA[tales of ratatösk]]></category>
		<category><![CDATA[Vanaheim]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=32778</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wir sind ja Freunde des Wortspiels und somit konnten wir uns das MEAD &#038; GREED FESTIVAL nicht entgehen lassen!<br />
Unser Mich war da und hat ein kleines persönliches Highlight fpr sich entdeckt - sicher nicht das letzte Mal!</p>
<p>Welche Bands genau es ihm angetan hat und welche Eindrücke sich in seine Musiker-Seele brannten - hier haben wir's für dich!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/mead-greed-2019-ein-hoch-auf-das-heidentum/">MEAD &amp; GREED 2019 &#8211; Ein Hoch auf das Heidentum!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Angekommen!</strong> Nach über einer Stunde Stau auf der Autobahn und einer (wahrscheinlich gut gemeinten) Wegbeschreibung, mit der uns ein Fremder 30 Meter neben dem Festivalgelände erst einmal einen Kilometer in die falsche Richtung geschickt hat, sind wir <strong>tatsächlich endlich beim MEAD &amp; GREED 2019 angekommen</strong>. Wer konnte auch ahnen, dass der komische Grashügel mit Kamin die gesuchte Location ist? Und der Kamin in Wirklichkeit eine Rutschbahn, mit der man direkt vor dem Eingang des Festivals landet?&nbsp;</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_32779" aria-describedby="caption-attachment-32779" style="width: 698px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-32779 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/2019-04-06-14.17.45-1.jpg" alt="" width="708" height="398" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/2019-04-06-14.17.45-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/2019-04-06-14.17.45-1-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/2019-04-06-14.17.45-1-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/2019-04-06-14.17.45-1-750x422.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 708px) 100vw, 708px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-32779" class="wp-caption-text">Willkommen beim <strong>MEAD &amp; GREED 2019</strong>!</figcaption></figure>
<h2>Schlachtrufe und Feensang</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_32787" aria-describedby="caption-attachment-32787" style="width: 439px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-32787" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0360.jpg" alt="" width="449" height="297" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0360.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0360-300x199.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0360-1024x678.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0360-750x497.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 449px) 100vw, 449px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-32787" class="wp-caption-text">Nemoreus @Sebastian Freiheit</figcaption></figure>
<p>Diese unnötige Kombination verspätungsfördernder Geschehnisse hat leider zur Folge, dass meinen Augen und Ohren die Show von <strong>NEMOREUS</strong> fast vollständig verwehrt bleibt. <strong>Lediglich den letzten und den allerletzten Song bekomme ich noch mit</strong> – und gerade diese seien nicht sonderlich repräsentativ für den Stil der Band, so Sänger Fabian. Schade! Denn das wenige, das ich von dem österreichischen Folk Metal noch aufschnappen kann, gefällt mir sehr gut. Dass Metal mit Geige und Flöten gut funktionieren kann, brauche ich wohl keinem hier zu erklären; daneben benutzen<strong> NEMOREUS</strong> allerdings auch eine – Sekunde, ich muss das kurz googlen –<strong> <a href="https://www.youtube.com/watch?v=rzGOy-46JfQ">irische Bouzouki</a>!</strong> Ein schönes Saiteninstrument, welches in einem energetischen Akustik-Zwischenspiel des letzten Songs noch einmal voll zur Geltung kommt.</p>
<p>Auch der Sound des Abends (handgemacht vom <strong>BLACK</strong>&#8211;<strong>MESSIAH</strong>-Mischer) weiß von erster Sekunde an zu überzeugen. Klar und nicht zu laut, jedoch drückend genug, um die Energie der vorgeführten Metallmusik vollends tragen zu können. Genau, wie es in einer solchen mittelkleinen Innenlocation sein sollte.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_32782" aria-describedby="caption-attachment-32782" style="width: 415px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-32782" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0622.jpg" alt="" width="425" height="281" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0622.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0622-300x199.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0622-1024x678.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0622-750x497.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 425px) 100vw, 425px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-32782" class="wp-caption-text">Was ist das nur? @Sebastian Freiheit</figcaption></figure>
<p>Als zweites treten <strong>BRISINGA</strong> auf die Bühne! Quasi als <strong>Kontrastprogramm zur ersten Band des Abends</strong> präsentieren die drei Mädels seichte Folk-Töne und bezaubernde Gesänge. Im Zentrum steht das zweitmagischste aller Instrumente (nach Death-Metal-Blast-Beat-Schlagzeug natürlich): Eine Harfe! Ihr wohlklingender Melodienfluss wird vom angenehm tiefen Sound eines Cellos getragen und steht im Wechselspiel mit diversen Flöten, Drehleier (Hurdi Gurdi!) <strong>und einem Instrument, welches ich mir natürlich nicht notiert habe,</strong> obwohl ich Sandra extra gefragt hatte wie es heißt. Gesungen wird in verschiedenen Sprachen; und die Abwechslung zwischen betörender Feenmusik und fröhlichen Tanzliedern sorgt für ein äußerst klatschbegeistertes Publikum. Sehr schön!</p>
<h2>Baumhirten und Eichenfässer</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_32783" aria-describedby="caption-attachment-32783" style="width: 460px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-32783" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0813.jpg" alt="" width="470" height="311" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0813.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0813-300x199.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0813-1024x678.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0813-750x497.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 470px) 100vw, 470px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-32783" class="wp-caption-text">Baumbart @Sebastian Freiheit</figcaption></figure>
<p>Weiter geht es mit <strong>BAUMBART</strong>! Einer Band, die ich mir allein des Namen wegen schon längere Zeit gerne mal live ansehen wollte. Auf der Bühne befinden sich sechs Leute und ein Haufen Instrumente: Zwei akustische Gitarren, Geige, Tin Whistle, Cajon und mehr Percussion – dazu fünf besetzte Mikrofone. <strong>Kein Wunder, dass man den Bassisten auf eine kleine Nebenbühne verbannen musste.</strong> Hatte ich auch bei dem Bandnamen mit sehr tolkienesquen Themen und Musik gerechnet, so bringen BAUMBART in vielen ihrer Lieder eher ein Seefahrt- und Tavernen-Feeling an den Mann (was sich natürlich nicht gegenseitig ausschließt!). Neben dem perkussivem Gitarrenspaß <strong>glänzt die Truppe vor allem in Momenten mehrstimmiger Gesangsparts.</strong> Auch die neue Geigenspielerin scheint sich wohl zu fühlen wirkt keine Sekunde lang fehl am Platz.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_32784" aria-describedby="caption-attachment-32784" style="width: 499px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-32784" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0152.jpg" alt="" width="509" height="337" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0152.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0152-300x199.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0152-1024x678.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0152-750x497.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 509px) 100vw, 509px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-32784" class="wp-caption-text">Beim Kauf einer Möhre gibt&#8217;s das Album gratis dazu! @Sebastian Freiheit</figcaption></figure>
<p>Neue Stunde, neue Band! Mit frischem Album im Gepäck betreten, in farblich angepasster Montur, die Prost-Rocker <strong>HAGGEFUGG</strong> die Stage. <strong>Als Vollblut-Spielleute wissen diese natürlich, wie man die Masse animiert</strong>, und genau dessen wird sich dann auch angenommen – mit Erfolg! Sowohl die Motivation als auch der generelle Pegel des Publikums haben einen neuen Höhepunkt erreicht. Die catchy Melodien, der Doppel-Dudelsack-Angriff und die an <strong>SALTATIO MORTIS</strong> und Konsorten erinnernden Feier-Vibes bringen die Zuschauer in Bewegung. <strong>HAGGEFUGG</strong> wissen geschickt die Energie eines modernen Rock-Ensembles mit der Melodik und Vitalität neo-mittelalterlicher Spielmannskunst zu verbinden, schmeißen hier und da ein paar Metalriffs mit in den musikalischen Topf, und in Kombination mit ausgedehntem Publikumskontakt ergibt sich somit <strong>das perfekte Rezept, um einen Konzertsaal wie diesen von vorne bis hinten mit tanzenden Menschen aufzufüllen.</strong></p>
<h2><strong>Industrial-Dudelsäcke?</strong></h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_32785" aria-describedby="caption-attachment-32785" style="width: 467px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-32785" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0176.jpg" alt="" width="477" height="316" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0176.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0176-300x199.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0176-1024x678.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0176-750x497.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 477px) 100vw, 477px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-32785" class="wp-caption-text">Der Mann der Stunde @Sebastian Freiheit</figcaption></figure>
<p>Als Abschluss des Abends gibt’s dann das ganze nochmal in &#8222;Erwachsen&#8220;. <strong>RAGNARÖEK</strong> bringen mehr harte Riffs und weniger Fröhlichkeit zum Einsatz, weniger Spaß und mehr Schweiß, <strong>mehr Kohle im Gesicht und weniger Einhörner im Bauch.</strong> Die Tanzparty ist vorbei, jetzt dudeln die wahren Männer. Und auch diese Formel zieht. Sogar ein halbnackter, beplauzter Henker (oder Schmied?) mit Stahlketten um den Hals ist mit von der Partie. Seine Aufgaben beinhalten auf der Bühne Waffen schmieden, Feuer spucken und grimmig ins Publikum gucken.</p>
<p>In Aussehen und Feeling der Band spürt man <strong>neben einigen Gothic-Vibes erster Stunde auch einen gewissen Industrial-Einfluss</strong>, der vor allem aus den stampfenden Beats herauszulesen ist. Trotz allem spricht auch hier nichts gegen Schnaps, Met und Bier – songthematisch sowie im echten Leben. Nach geschätzten zweieinhalb Stunden Set sind am Ende dann trotzdem nur noch die Menschen da, die entweder so richtig Bock auf die Mucke haben oder so richtig besoffen sind. Das macht zusammen so um die 30 Leute – <strong>irgendwann wird man halt auch müde.</strong></p>
<h2>Neuer Tag, neues Glück!</h2>
<p>Und so geht’s diesmal ohne Stau und irreführende Wegbeschreibung direkt zum Festival.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_32786" aria-describedby="caption-attachment-32786" style="width: 448px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-32786 " src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0027-1.jpg" alt="" width="458" height="303" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0027-1.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0027-1-300x199.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0027-1-1024x678.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0027-1-750x497.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 458px) 100vw, 458px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-32786" class="wp-caption-text">Helgrindur @Sebastian Freiheit</figcaption></figure>
<p>Den Opener-Slot haben heute <strong>HELGRINDUR</strong>! Gradliniger Pagan Metal mit viel Wucht und wenig Gnade. Das heißt: <strong>treibende Gitarrenleads, viel Double Bass und Blast Beats am Schlagzeug und geschriene Schlachtengesänge am Hauptmikrofon</strong> – genau mein Fall! Obwohl die Härte-Latte im Vergleich zu den gestrigen Bands deutlich höher liegt, gibt es auch hier wieder genug Möglichkeiten für anwesende Zuschauer, Teil des Geschehens zu sein. Neben mitgrölbaren (vor dem Lied mit dem Publikum eingeprobten) Refrains und Hau-Ruck-Chören kommt <strong>sogar ein eingebautes Trinkspiel</strong> zu so früher Stunde (mit großem Erfolg) zum Einsatz. Dem Gewinner wird feierlich ein Bandshirt überreicht. Fazit: Mitreißende Musik, viel Publikumseinbindung – perfekt, um erstmal so richtig wach zu werden.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_32788" aria-describedby="caption-attachment-32788" style="width: 438px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-32788" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0523.jpg" alt="" width="448" height="297" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0523.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0523-300x199.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0523-1024x678.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0523-360x240.jpg 360w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0523-750x497.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 448px) 100vw, 448px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-32788" class="wp-caption-text">So sieht das aus! @Sebastian Freiheit</figcaption></figure>
<p>Unter dem Namen und dem Logo von <strong>REMEMBER TWILIGHT</strong> kann ich mir nicht so wirklich etwas vorstellen. Die Verwirrung bestätigt sich, als die Band bis auf der Bühne steht und ihr erstes Lied anstimmt. Selbst bezeichnen die Stuttgarter ihrem Stil als <strong>„Kammermusik-Core“</strong>. Dieses Konzept setzt sich zusammen aus 8 Musikern, darunter zwei E-Geigen und ein E-Cello. Das Ganze im Rahmen einer Mischung aus Rock und Metal. Gibt es auch im Pagan- und Folk-Metal-Bereich so einige Bands, die sich der Saitenästhetik von Streichinstrumenten bedienen, so findet man dennoch keine andere Gruppe, die musikalisch so wirklich mit <strong>REMEMBER TWILIGHT</strong> vergleichen ließe. Was sich bei <strong>experimentellerer Kunst</strong> aber leider oftmals nicht vermeiden lässt, ist, dass damit nicht jedermanns Geschmacksnerv getroffen wird. So ist die Halle nun ein bisschen weniger voll als zuvor, was den präsenten Zuhörern sowie der Band selbst aber nicht den Spaß an der Sache nimmt.</p>
<h2>Eichhörnchenmusik und Bettlerdresscode</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_32789" aria-describedby="caption-attachment-32789" style="width: 415px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-32789" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0065.jpg" alt="" width="425" height="281" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0065.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0065-300x199.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0065-1024x678.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0065-750x497.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 425px) 100vw, 425px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-32789" class="wp-caption-text">Definitiv tanzbar! @Sebastian Freiheit</figcaption></figure>
<p>Dann folgt, worauf viele gewartet haben: Das Album-Release-Konzert der Folk-Metaller von <strong>TALES</strong> <strong>OF</strong> <strong>RATATÖSK</strong>! Der Raum ist jetzt bis hinten aufgefüllt. <strong>Einstimmige &#8222;Eichhörnchen!&#8220;-Rufe aus dem Publikum</strong> leiten die Show ein (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ratat%C3%B6skr">Kontext gefällig?</a>), und alsbald geht’s dann auch schon los. Was ich gestern bei <strong>NEMORIUS</strong> verpasste, kommt heute hier umso mehr zur Geltung: Fröhliche Tonfolgen auf Folk-Instrumenten kombinieren sich mit kraftvollem Pagan Metal – aber nicht, ohne gelegentlich in finsterere Gefilde abzugleiten. Die Vocals wechseln zwischen clean gesungenen Melodien (aus männlicher und weiblicher Kehle) und äußerst infernalischem Geschreie (<strong>klingt so ein wütendes Eichhörnchen?</strong>). Viel musikalische Abwechslung, Tempowechsel und eine ordentliche Portion Tanzbarkeit sorgen für eine Party von beachtlichem Ausmaß. Am besten funktionieren dabei solche <strong>Parts, in denen Dudelsack und Geige sich ein intensives, harmonisches Zusammenspiel geben</strong>. Polonesen, Moshpits und mindestens zwei gebrochene Drumsticks zeugen von einem gelungenen Konzert.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_32790" aria-describedby="caption-attachment-32790" style="width: 440px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-32790" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0730.jpg" alt="" width="450" height="298" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0730.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0730-300x199.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0730-1024x678.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0730-750x497.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-32790" class="wp-caption-text">Fröhliche Lieder @Sebastian Freiheit</figcaption></figure>
<p>Nach dieser schweißtreibenden Fete wird’s dann wieder etwas gemütlicher. Die <strong>HABENICHTSE</strong> machen lustige Mittelalter-Straßenrand-Musik mit viel Akustikgitarre, Ziehharmonika und Getrommel. Passend dazu ist das <strong>Bettler-Image der Band:</strong> die Mitglieder sind gekleidet in zerfetzte Lumpen und zerrissene Kopfbedeckungen und haben viel Schmutz im Gesicht. Man sieht lachende Gesichter so weit das Auge (oder die Konzerthalle) reicht, während <strong>zusammen ein humorvolles Lied nach dem anderen angestimmt</strong> wird. Wein und Met fließen in Strömen, und die Menschen hinter dem Beerenweine-Stand ist hocherfreut! Nur die ganz harten Metaler fühlen sich von der Musik scheinbar weniger angesprochen und trinken lieber draußen in der Sonne. Wer nicht will, der hat schon!</p>
<h2>Zwei Arten von Pagan Metal</h2>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_32791" aria-describedby="caption-attachment-32791" style="width: 445px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-32791" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0117.jpg" alt="" width="455" height="301" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0117.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0117-300x199.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0117-1024x678.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0117-750x497.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 455px) 100vw, 455px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-32791" class="wp-caption-text">Action! @Sebastian Freiheit</figcaption></figure>
<p>Letztere stehen aber gleich wieder vor der Bühne, als die Zeit für den Auftritt von <strong>VANAHEIM</strong> gekommen ist. Die Jungs aus den Niederlanden spielen nach alter <strong>ENSIFERUM-</strong> und <strong>EQUILIBRIUM</strong>-Manier energetischen Pagan-/Folk-Metal mit einer Prise Power-Metal-Drive. Was soviel bedeutet, wie: Die Jungs treiben das <strong>Konzept von epischem, schnellem und nicht zuletzt äußerst melodienträchtigem Pagan Metal</strong> auf die Spitze. Neben den Screams des Lead-Sängers finden sich an den richtigen Stellen auch wunderbar ausgeführte, dreikehlige Pagan-Chor-Gesangsparts in den Liedern wieder – großartig! Dabei wirken die<strong> Lieder des kommenden Albums noch ein Stück epischer als die älteren Werke.</strong> Wenn ihr also auf solche Musik steht, solltet ihr auf jeden Fall die Ohren steif halten.</p>
<figure itemscope itemtype="http://schema.org/ImageObject" id="attachment_32793" aria-describedby="caption-attachment-32793" style="width: 443px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-32793" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0824.jpg" alt="" width="453" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0824.jpg 1450w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0824-300x199.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0824-1024x678.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2019/04/DSC_0824-750x497.jpg 750w" sizes="auto, (max-width: 453px) 100vw, 453px" /><figcaption itemprop="caption" id="caption-attachment-32793" class="wp-caption-text">Gernotshagen @Sebastian Freiheit</figcaption></figure>
<p>Und so sind wir auch schon beim Headliner des zweiten und letzten Abends angelangt: <strong>GERNOTSHAGEN!</strong> Eine Band, die ich <strong>bisher nur aus Legenden</strong> kannte (und von dem einen Album, das ich mir vor Sage und Schreibe 12 Jahren mal gekauft habe). Gegründet im Jahr 1999 haben wir es hier mit einer Gruppe zu tun, die schon fast zu den Altehrwürdigen der Pagan-Metal-Branche gezählt werden kann. Atmosphärisch, würdevoll und erfahren – und ganz ohne lustige Sauf- und Tanzmusik – so legen <strong>GERNOTSHAGEN</strong> <strong>eine weitaus traditionellere Herangehensweise an diese Kunstsparte</strong> an den Tag. Und den Zuschauern gefällt das! Es wird geheadbangt und mitgemacht, bis der Abend dann irgendwann doch sein Ende findet, alle ihren letzten Met austrinken und schlafen gehen.</p>
<h2>Hui! Was für ein Festival!</h2>
<p>So spontan es sich auch ergeben hat, dass ich dieses Jahr dort gelandet bin, so sicher bin ich mir auch, nächstes Jahr bei Möglichkeit wiederzukehren! Nicht nur gab es <strong>perfekten Sound</strong>, ein <strong>begeistertes Publikum</strong> und eine super <strong>sympathische Location</strong> – auch herrschte zwischen den verschiedenen Konzerten viel Abwechslung, so dass nie ein Funken Repetition aufkam und für jeden etwas dabei war. Und das alles, ohne den thematischen Rahmen der Veranstaltung zu sprengen! <strong>Jede der Bands ist auf ihre eigene Art ein Teil der musikalischen Folk-, Pagan- oder Mittelalterschiene</strong>, und somit ergab sich trotz der Unterschiede ein stimmiges Gesamtfestival.</p>
<p>Was mich am meisten freut, ist, dass dieses Festival gerade<strong> für junge und bisher weniger bekannte Bands dieser Genres ein Medium</strong> bietet, mit gleichgesinnten Acts aufzutreten und vor einem genrebegeistertem Publikum zu spielen. Das macht dieses kleine, nette Festival <em>noch</em> etwas sympathischer. An alle Freunde von Dudelei und Fiedelmusik, von Heidengesängen, Schlachtenliedern und Methallenparties – <strong>ich kann euch das MEAD &amp; GREED nur empfehlen!</strong></p>
<h2>Kurzgesagt:</h2>
<p>Das <strong>MEAD &amp; GREED 2019</strong> war eine tolle Erfahrung, und ich wünsche diesem Festival noch viel Glück für die Zukunft und einen langen Bestand! Weiter so!&nbsp;</p>
<p>Zu guter Letzt wünsche ich noch viel Spaß noch mit dem <strong>offiziellen Aftermovie:</strong></p>
<div id="fb-root"></div>
<p><script async="1" defer="1" crossorigin="anonymous" src="https://connect.facebook.net/de_DE/sdk.js#xfbml=1&amp;version=v3.3"></script></p>
<div class="fb-video" data-href="https://www.facebook.com/MeadandGreed/videos/2630185037056551/" data-width="1140">
<blockquote cite="https://www.facebook.com/MeadandGreed/videos/2630185037056551/" class="fb-xfbml-parse-ignore"><p><a href="https://www.facebook.com/MeadandGreed/videos/2630185037056551/"></a></p>
<p>Das war das Mead &amp; Greed Festival 2019!Welche Bands haben euch am Besten gefallen? Schreibt es uns in die Kommentare und gewinnt bis zum 18. April ein Festivalshirt ;)Das Gewinnspiel hat nichts mit Facebook zu tun, unter den Kommentaren wird am Stichtag zufällig jemand ausgelost.</p>
<p>Gepostet von <a href="https://www.facebook.com/MeadandGreed/">Mead &amp; Greed Festival</a> am Donnerstag, 11. April 2019</p></blockquote>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/mead-greed-2019-ein-hoch-auf-das-heidentum/">MEAD &amp; GREED 2019 &#8211; Ein Hoch auf das Heidentum!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://silence-magazin.de/mead-greed-2019-ein-hoch-auf-das-heidentum/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mead &#038; Greed &#8211; 48 Stunden Folk, Pagan und Mittelalterrock &#8211; Verlosung!</title>
		<link>https://silence-magazin.de/mead-and-greed-festival/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=mead-and-greed-festival</link>
					<comments>https://silence-magazin.de/mead-and-greed-festival/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Steffi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Mar 2019 10:43:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festivals]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[baumbart]]></category>
		<category><![CDATA[die habenichtse]]></category>
		<category><![CDATA[estoplyn]]></category>
		<category><![CDATA[Gernotshagen]]></category>
		<category><![CDATA[haggefugg]]></category>
		<category><![CDATA[helgrindur]]></category>
		<category><![CDATA[mead and greed]]></category>
		<category><![CDATA[nemoreus]]></category>
		<category><![CDATA[nordrhein-westfalen]]></category>
		<category><![CDATA[Oberhausen]]></category>
		<category><![CDATA[ragnaröek]]></category>
		<category><![CDATA[remember twilight]]></category>
		<category><![CDATA[tales of ratatösk]]></category>
		<category><![CDATA[Vanaheim]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://silence-magazin.de/?p=32042</guid>

					<description><![CDATA[<p>+++ TICKETS ZU GEWINNEN +++<br />
Methörner raus! Wir haben eine Überraschung für euch: Gemeinsam mit dem Mead &#038; Greed Festival verlosen wir 1x2 Tickets für die Veranstaltung am 05. und 06.04. in Oberhausen!!!</p>
<p>Was ihr dafür tun müsst??<br />
Last dem Mead &#038; Greed Festival einen Daumen da, verlinkt euren Festivalbuddy und verratet uns, auf welche Band ihr euch am meisten freut! Der Gewinner der 2 Tickets wird am Montag, den 18.03. um 18 Uhr per Zufall ermittelt und von uns per PN benachrichtigt.<br />
Das Mead &#038; Greed und das Silence Magazin drücken euch die Daumen!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/mead-and-greed-festival/">Mead &#038; Greed &#8211; 48 Stunden Folk, Pagan und Mittelalterrock &#8211; Verlosung!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>&#8222;Von der Szene &#8211; für die Szene&#8220;</h3>
<p>&#8230; ist das Motto des<strong> Mead &amp; Greed Festivals</strong>, das am <strong>05. und 06. April 2019</strong> seine zweite Auflage feiert. Das ist eine kleine, herzliche <strong>Indoorveranstaltung</strong> für Kutten- und Kiltträger im schönen <strong>Emscherdamm</strong> in <strong>Oberhausen</strong>.</p>
<p>Mit dabei sind dieses Jahr unter anderem die <strong>Folkmetaller</strong> und beherzten Seefahrer <strong>BAUMBART</strong>, die <strong>Niederländer VANAHEIM</strong> sowie als Freitagabend-Doppelheadliner <strong>HAGGEFUGG</strong> und<strong> RAGNARÖEK</strong>. Erstere kennt mancher von euch vielleicht schon als junge, aufstrebende Kraft in der <strong>Mittelalterrockszene</strong>, während<strong> RAGNARÖEK</strong> euch mit ihrem <strong>Rag&#8217;n-Roll</strong> und Schlachtgesängen ordentlich einheizen werden. Samstag übernehmen dann die <strong>Thüringer Paganmetalurgesteine GERNOTSHAGEN</strong> das Ruder, um die Feierei mit euch gebürtig ausklingen zu lassen. Mit an Bord sind außerdem <strong>DIE HABENICHTSE</strong>, <strong>ESTOPLYN</strong>, <strong>HELGRINDUR</strong>, <strong>NEMOREUS</strong>, <strong>REMEMBER TWILIGHT</strong> und <strong>TALES OF RATATÖSK</strong>.&nbsp;<br />
Neugierig geworden? <strong><a href="https://silence-magazin.de/packt-das-trinkhorn-ein-es-geht-zum-mead-greed-festival-oberhausen">HIER</a></strong> findet ihr unseren Nachbericht vom letzten Jahr.</p>
<h3>Ticketverlosung!</h3>
<p>Und die Veranstalter des Festivals haben eine echte Überraschung für alle <strong>Pagan-, Folk- und Mittelalterrockfans</strong> unter euch: Gemeinsam mit ihnen verlosen wir<strong> 1&#215;2 Tickets</strong> für das <strong>Mead &amp; Greed Festival</strong>! Wie ihr an der Verlosung teilnehmen könnt? Das erfahrt ihr auf unserer <a href="https://www.facebook.com/silence.magazin/"><strong>Facebookseite</strong></a>!</p>
<hr>
<p>Das <strong>Mead &amp; Greed</strong> auf <strong><a href="https://www.facebook.com/MeadandGreed/">Facebook</a></strong> und im <strong><a href="https://meadandgreed.de/">Web</a></strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/mead-and-greed-festival/">Mead &#038; Greed &#8211; 48 Stunden Folk, Pagan und Mittelalterrock &#8211; Verlosung!</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://silence-magazin.de/mead-and-greed-festival/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>

<!--
Performance optimized by W3 Total Cache. Learn more: https://www.boldgrid.com/w3-total-cache/?utm_source=w3tc&utm_medium=footer_comment&utm_campaign=free_plugin

Page Caching using Disk: Enhanced 
Minified using Disk
Database Caching using Redis

Served from: silence-magazin.de @ 2026-05-25 21:51:54 by W3 Total Cache
-->