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	<title>Klassik Archive - Silence Musik Magazin</title>
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	<description>Das endgültige Metal-Magazin</description>
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	<title>Klassik Archive - Silence Musik Magazin</title>
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		<title>Tipp: Eine TV-Woche im Zeichen der Gitarren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2020 15:19:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieses Wochenende kann's  Regnen... Endlich läuft mal wieder was ordentliches im TV.<br />
Wir haben da einen ganzen heißen Tipp, der den Metal auf die heimischen Geräte bringt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/musikalischer-sommer/">Tipp: Eine TV-Woche im Zeichen der Gitarren</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie schwer wir alle auf Konzert- und Festivalentzug sind, muss hier nicht nocheinmal erwähnt werden, oder? Was eine Menge Bands und Veranstalter aus der Situation machen, sollte ebenso bekannt sein. <strong>Streamingkonzerte</strong> oder <strong>Autokinos</strong> mit Hupapplaus sind aktuell recht weit verbreitet. Was man darüber denkt, sei jedem selbst überlassen. Ich benutze einfach mal den Klassiker: Besser als nix! Nun allerdings schickt sich ein öffentliches Format, bzw. das <strong>öffentliche Fernsehen</strong> an, uns etwas die Wartezeit auf reale und große Events zu versüßen. Damit hätte ich nun gerade nicht gerechnet. Mal davon abgesehen, dass ich generell eher wenig &#8222;echtes&#8220; Fernsehen konsumiere, so finde ich folgendes mit dem Titel &#8222;Musikalischer Sommer&#8220; schon sehr angenehm und interessant.&nbsp;</p>
<h4>KULTURPROGRAMM</h4>
<p>Ab dem kommenden Sonntag, den <strong>26.7.</strong> steht bei <strong>ZDFkultur</strong>, bzw. auch auf <strong>3sat</strong> alles unter der Fahne der Pommesgabel. Es werden <strong>eine Woche lang</strong> Dokus, Konzertmitschnitte und allerlei rundrum zum Thema <strong>Metal und Rock</strong> gezeigt. Als Beispiele seien hier mal die <strong>WACKEN</strong>-Filme &#8222;Full Metal Village&#8220; und &#8222;Wacken &#8211; Der Film&#8220; genannt. Mit musikalischen Beiträgen dabei sind unter Anderem auch <strong>JUDAS PRIEST</strong>, <strong>METALLICA</strong>, <strong>BLACK SABBATH</strong> oder<strong> SLIPKNOT</strong>. Sämtliche Ausstrahlungen finden sich dann ebenso auch in der Mediathek.&nbsp;</p>
<p>Auch in den <strong>Socials</strong> von <strong>ZDFkultur</strong> wird sich in der Zeit einiges um das Thema <strong>Metal</strong> drehen, mit ein paar interessanten Randinfos rund um unser aller liebstes Musikfeld. Schaut dazu doch mal bei <a href="https://www.facebook.com/ZDFkultur/">Facebook</a> vorbei.&nbsp;</p>
<h4>KONTRASTPROGRAMM&nbsp;</h4>
<p>Solltet ihr das hier lesen und so gar nix für <strong>Metal</strong> übrig haben (macht das überhaupt Sinn?), dann bietet der Sender praktischerweise auch gleichzeitig den perfekten <strong>Kontrast</strong>. Nämlich in vorm von <strong>Klassik</strong>. Im Anschluss in die metallische Woche geht es genau damit weiter und alles steht im Zeichen von <strong>Streichern und Operetten</strong>. Wer musikalisch für beides etwas übrig hat, bedient sich eben an beiden Wochen. Alle anderen können sich das Beste rauspicken.&nbsp;</p>
<p>Das volle Programm und alle Zeiten und Infos findet ihr hier: <a href="https://presseportal.zdf.de/pressemitteilung/mitteilung/von-metal-bis-klassik-musikalischer-sommer-bei-zdfkultur/">Musikalischer Sommer</a></p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-35977 aligncenter" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/07/maxresdefault-1024x576.jpg" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/07/maxresdefault-1024x576.jpg 1024w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/07/maxresdefault-300x169.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/07/maxresdefault-750x422.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2020/07/maxresdefault.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
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		<title>DAS ABENDLAND PROJEKT &#8211; Poesie und Neoklassik?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mich]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Dec 2017 10:21:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt Momente im Leben, in denen hält man plötzlich und unerwartet etwas ganz Besonderes in der Hand. Vor einigen Jahren fand ich für wenig Geld bei einem Plattenhändler auf einem Metal-Festival eine CD mit vertonten Gedichten Josephs von Eichendorff. Neugierig und ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="vw-infobox"><div class="vw-infobox-inner"><div class="vw-infobox-content"></p>
<h2><strong>DAS ABENDLAND PROJEKT – “Sturmwinds Brennende Flügel”</strong></h2>
<p><strong>Veröffentlichungsdatum:</strong> 03.11.2017<br />
<strong>Dauer:</strong> 70 min<br />
<strong>Label:</strong> Timezone<br />
<strong>Genre:</strong> Neoklassik/Poesie</div></div></div>
<p><strong>Es gibt Momente im Leben, in denen hält man plötzlich und unerwartet etwas ganz Besonderes in der Hand.</strong> Vor einigen Jahren fand ich für wenig Geld bei einem Plattenhändler auf einem Metal-Festival eine CD mit vertonten Gedichten <strong>Josephs von Eichendorff</strong>. Neugierig und nicht wissend, was mich genau erwarten würde, kaufte ich mir das Exemplar – und ja, es war ganz nett. Die Texte waren schön vorgetragen, begleitet von der einen oder anderen Instrumentalspur, wenn ich mich recht besinne vor allem von Klavier und Violinen.</p>
<p>Ähnlich Schönes, aber Unspektakuläres erwartete ich auch<strong>,</strong> als ich mich der Aufgabe annahm, mir ein Werk mit dem Namen „Sturmwinds Brennende Flügel“ anzuhören und in einer Review zu behandeln. <strong>Doch was da auf mich zukommen sollte, damit hatte ich beim besten Willen nicht gerechnet.</strong></p>
<hr>
<h3>Sturmwinds Brennende Flügel</h3>
<p><strong>DAS ABENDLAND PROJEKT</strong> – unter dieser Flagge kombinieren <strong>Jens Semrau</strong> und <strong>André Lamijon</strong> neoklassische Musik mit gesprochener Poesie<strong>.</strong> Das kann erstmal vieles bedeuten. Das CD-Cover gibt dazu noch die Namen der vortragenden Sprecher an – fünf an der Zahl – aber auch die sagten mir vorerst nichts. Also setzte ich mich auf dem Weg zur Universität in den Bus, und schaltete das Ding erstmal an, um mir auf der zwanzigminütigen Fahrt schon mal <strong>erste Eindrücke</strong> davon zu machen.</p>
<p><strong>Und dann kam, worauf ich nicht vorbereitet war:</strong></p>
<p><strong>Ein solch gewaltiger Schwall an musikalischer und emotionaler Energie</strong> brach mit den ersten Minuten über mich herein, dass ich meinen Musik-Player fast wieder ausschalten musste. Ein flammendes Zusammenspiel aus orchestraler Epik und Poesie, vorgetragen von professionellen, hochkarätigen Sprechern. <strong>Eine intensive Reise durch Gefühle, im Kopf des Hörers evoziert auf großartige, mitreißende Art und Weise</strong> – Gänsehaut überkam mich ab den ersten paar Takten, die sich in meinen Ohren abspielten. Ich wusste bisher nicht mal von der Existenz eines solchen Musikkonzeptes. Bei solch <strong>meisterhaften orchestralen Parts</strong> könnten Bands wie <strong>BLIND GUARDIAN</strong> oder <strong>RHAPSODY OF FIRE</strong> echt noch was lernen, und die tiefgehenden, knarrenden Stimmen der ausgewählten männlichen <strong>Sprecher</strong> wie auch das wohlklingende Organ ihrer alleinigen weiblichen Konsortin erweisen sich als mehr als würdig, diesem Feuerwerk an Klangfarben beizuwohnen.</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/_F-tIEs6ne0?feature=oembed" frameborder="0" gesture="media" allow="encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Dennoch ist <strong>Orchesterbombast noch lange nicht alles</strong>, was „Sturmwinds Brennende Flügel“ zu bieten hat. Da das Album als <strong>Hauptthema die Liebe</strong> behandelt, fehlt es auch an romantischeren, <strong>ruhigeren Stücken</strong> nicht. Streicher und Klaviere kommen neben atmosphärischer Rhythmik viel zum Einsatz. Hierzu gesellt sich eine dritte Art der Lieder: <strong>auch die traurige, melancholische Seite</strong> dieser Empfindung kommt nicht zu kurz. Dennoch schaffen es die meisten Lieder fast immer, auch ein Gefühl von Wärme und von Hoffnung zu vermitteln.</p>
<p><strong>An dieser Stelle muss auch die wunderbar ineinander aufgehende Interaktion zwischen Text und Musik gelobt werden!</strong></p>
<p><strong>Die breitgefächerte Soundkulisse</strong> fungiert bei weitem nicht nur als Untermalung der Gedichte. Noch ist es umgekehrt der Fall – die beiden Seiten stehen<strong> in einem ständigen Wechselspiel</strong> zueinander. Die Musik ändert sich mit der Stimmung der Texte, und gleichzeitig ist sie es, die ebenjene Stimmung für den Hörer zum einen verstärkt und zum anderen leitet<strong>.</strong> Eine meisterliche, wahrhaft lebendige Anwendung zweier Kunstarten. Die<strong> gefühlvollen Stimmen der Sprecher sind der dritte Faktor</strong>, der in diesem Wechselspiel in oberster Liga mitspielt.</p>
<p><iframe width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/iiuUS4RXYYU?feature=oembed" frameborder="0" gesture="media" allow="encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Gibt es denn eigentlich auch etwas an dem Ganzen, was ich nicht ungebremst mit tausend km/h in den Himmel lobe? Hm, ja – ich muss sagen, dass mir teilweise die<strong> langen Streicherstrecken</strong> doch etwas zu viel des Guten sind. Auch wäre es gelogen, zu behaupten, das Werk täte nicht <strong>gelegentlich</strong> vor <strong>Kitsch</strong> ein bisschen übersprudeln (was bei einem Leitthema wie der Liebe allerdings auch kaum vermeidbar ist). Weiterhin muss ich noch sagen, dass mir persönlich<strong> die abstrakteren Texte etwas besser gefallen</strong> als solche mit klar verständlichen Bezugspunkten. Ganz einfach, weil erstere <strong>mehr Platz für Interpretation und eigene Gedanken</strong> lassen.</p>
<hr>
<p><strong>Da ich diese Review im Rahmen eines Metal-Magazins schreibe, muss ich eine Frage auf jeden Fall aufwerfen:</strong></p>
<p><strong>Wem unter den Lesern könnte dieses Werk überhaupt zusagen?</strong> Nun, ich schätze <strong>Fans von Neoromantik,</strong> Bands wie <strong>DORNENREICH</strong>, <strong>ALCEST</strong> oder anderen gefühlsbetonteren Acts aus der <strong>PROPHECY</strong>&#8211;<strong>Ecke</strong> könnten auf jeden Fall Gefallen an der Sache finden. Wer auf epische Power-Metal-Symphonien steht, den werden wohl auch eine gute Reihe der Tracks überzeugen. Und ja, für die ganzen<strong> Gothic-Liebhaber</strong> ist <strong>DAS ABENDLAND PROJEKT</strong> definitiv auch etwas. <strong>Ach was red‘ ich, hört es euch einfach <em>alle</em> an.</strong> Es ist ein tolles Konzept. Noch dazu großartig ausgeführt. Viel Spaß!<strong><br />
</strong></p>
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<p><a href="https://myspace.com/projektabendland">Myspace</a></p>
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		<title>Wie war das denn nun mit der Maultrommel? &#8211; Im Interview mit FERNDAL</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Flo]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 May 2017 12:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>FERNDAL &#8211; eine Band, die Black Metal spielt, aber gerade einmal vor ein paar Monaten auf der Bildfläche erschienen ist. Und zwar nicht einfach so, sondern direkt mit einem Deal bei der Einheit Produktionen-Familie. Bereits im Review zum Debüt-Album bin ich auf ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wie-war-das-denn-nun-mit-der-maultrommel-im-interview-mit-ferndal/">Wie war das denn nun mit der Maultrommel? &#8211; Im Interview mit FERNDAL</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>FERNDAL</strong> &#8211; eine Band, die Black Metal spielt, aber gerade einmal vor ein paar Monaten auf der Bildfläche erschienen ist. Und zwar nicht einfach so, sondern direkt mit einem Deal bei der Einheit Produktionen-Familie. Bereits im Review zum Debüt-Album bin ich auf diverse Besonderheiten eingegangen, wie z.B. der hörbare Einfluss klassischer Musik. Wie kamen die kreativen Köpfe hinter der Band auf die Idee, Klassik und Black Metal zu verbinden? Und vor allem: Wie war das denn nun mit der Maultrommel? Ich habe die Herren und die Dame der Schöpfung ein wenig ausgefragt.</p>
<h4><em><strong>Flo</strong></em><i>:</i> Vielen Dank, dass ihr mir die Möglichkeit gebt, euch mit ein paar Fragen zu löchern. Ihr seid noch eine sehr junge Band und habt am 21. April diesen Jahres erst euer Debüt-Album <strong>„Ferndal“</strong> über Einheit Produktionen veröffentlicht. Da ihr erst frisch auf der Black Metal-Bildfläche erschienen seid, und euch sicher noch nicht jeder kennt, stellt euch doch als erstes Mal vor und verratet mir, wer welche Rolle in der Band spielt.</h4>
<p><strong>Lestaya</strong>: Cellistin, <strong>Sethras</strong> und <strong>Abarus</strong>: Gitarristen, <strong>Alboin</strong>: Schlagzeuger, <strong>Sorathiel</strong>: Sänger und Bassist.</p>
<h4><em><strong>Flo</strong></em><i>: </i>Wie habt ihr euch in dieser Konstellation denn zusammengefunden?</h4>
<p><strong>Sorathiel</strong>: Das war sicher Schicksal. Ich hatte schon länger mit <strong>Lestaya</strong> zusammen die Idee, in einer Band Metal und Klassik zu verbinden. Wir hatten damals schon diverse Konzepte, die aber nicht richtig konkret geworden sind. Auch mit <strong>Sethras</strong> kam immer mal wieder die Idee auf, was gemeinsam in einer Band zu machen. 2015 kam ihm die denkwürdige Erkenntnis, dass wir bald zu alt würden, um die Sache langsam und unambitioniert anzugehen. Deshalb schrieben wir direkt ein paar Songs und machten uns auf die Suche nach einem Drummer. <strong>Alboin</strong> war zu der Zeit auf der Suche nach einer Band, in der er sich am Schlagzeug austoben konnte und stieß dabei auf <strong>Lestaya</strong>. Zur gleichen Zeit habe ich <strong>Alboin</strong>s Frau kennengelernt, der irgendwann aufgegangen ist, dass ich von der schlagzeuglosen Band bin, in die ihr Mann überlegt einzusteigen. <strong>Abarus</strong> scheint bei <strong> EïS </strong>dann auch nicht ausgelastet gewesen zu sein und schon hatten wir einen zweiten Gitarristen …</p>
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<h4><em><strong>Flo</strong></em><i>: </i>Wie seid ihr auf die Idee gekommen, im Black Metal ein Cello, das ja ein klassisches Instrument ist, als Melodie-Instrument gekonnt in den Vordergrund zu stellen?</h4>
<p><strong>Lestaya</strong>: Ich kann nun einmal Cello spielen… Nein, im Ernst: Ich habe vor vielen Jahren schon mal was mit einem Black Metal-Projekt zu tun gehabt, und habe in der Zwischenzeit immer mal wieder Lust gehabt, diese Musik zu machen. Es kam nur nie dazu, bis wir eben&nbsp;<strong>FERNDAL</strong> aufgezogen haben.</p>
<h4><em><strong>Flo</strong></em><i>: </i>Alboin, Abarus, ihr seid auch bei EïS fest eingebunden, was hat euch dazu bewogen, bei FERNDAL mitzuwirken. Wie lässt sich beides miteinander vereinbaren? Werden manchmal Parallelen gezogen zwischen beiden Projekten? Bzw. wird zwischen beiden Black Metal-Projekten verglichen, oder wird beides sauber voneinander getrennt betrachtet?</h4>
<p><strong>Alboin</strong>: Ich hatte tatsächlich einfach mal wieder Lust, Schlagzeug zu spielen. Das habe ich vor vielen Jahren schon bei<strong> INARBORAT</strong> und auch bei <strong>FUNERAL PROCESSION</strong> versucht, dann aber jahrelang nichts mehr in der Richtung unternommen. Mir tut es außerdem echt gut, nicht die Verantwortung für den kreativen Teil übernehmen zu müssen, wie ich das bei <strong>EïS</strong> tue, sondern im Grunde „nur spielen“ zu können.</p>
<blockquote><p>&#8230; das ist schwer ganz zu trennen.</p></blockquote>
<p>Die beiden Bands ganz klar zu trennen, ist nicht so leicht. Wir proben in demselben Raum, wir trinken dasselbe Bier, wir sind untereinander befreundet, wir spielen Gigs zusammen… das ist schwer ganz zu trennen. Aber solange ich nicht irgendwann am Drumkit anfange, <em>„Mann aus Stein“</em> zu singen, komme ich zurecht.</p>
<p><strong>Sorathiel</strong>: Er meint „das GLEICHE Bier“! – wäre sonst doch etwas komisch! Für uns sind die beiden Bands organisatorisch und musikalisch vollkommen getrennt. Aber natürlich vergleichen das die Leute oft. Wir haben da schon alles gehört auf der Bandbreite von „Nebenprojekt, das sich musikalisch zu wenig abgrenzt“ bis „decken ein ganz anderes Genre ab“. Die Vergleiche kommen natürlich automatisch, wenn man von einer neuen Band hört, bei der zwei <strong>EïS</strong>-Mitglieder spielen, aber für keinen von uns ist <strong>FERNDAL</strong> ein „Nebenprojekt“ und die Ähnlichkeit der Musik so unterschiedlich wahrgenommen wird, finde ich ein interessantes Phänomen.</p>
<h4><em><strong>Flo</strong>: </em>Wer ist überhaupt verantwortlich für das Basteln der Riffs? Und wie entsteht ein Song bei euch? Gibt es da ein Mastermind, oder bringt jeder seinen Baustein in den Song mit ein?</h4>
<p><strong>Lestaya</strong>: <strong>Sorathiel</strong> und ich kommen mit im Prinzip fertigen Songs in die Probe. <strong>Alboin</strong> ist dann dafür verantwortlich, das Konzept anzuzweifeln und über den Haufen zu werfen (finde ich ja zum Heulen, dass ich jetzt wieder der Meckerkopp sein soll! Gefällt mir nicht! &#8211; Anm. d. <strong>Alboins</strong>). Auf einigen Dingen beharren wir dann, andere werden geändert – das betrifft meist vor allem die Drums und den Ablauf. Da sind wir auch wirklich offen. Das in <em>&#8222;Ungelebtes Leben&#8220;</em> beispielsweise der ruhige Mittelpart eingebaut wurde, ist <strong>Alboins</strong> Idee gewesen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-17577 alignright" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/Lady-Metal-Ferndal.jpg" height="450" width="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/Lady-Metal-Ferndal.jpg 640w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/05/Lady-Metal-Ferndal-200x300.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<h4><em><strong>Flo</strong></em><i>: </i>Hier und da habe ich beim Hören eurer Platte den Eindruck gewonnen, man könne die Gitarrenspuren mit Streichinstrumenten spielen und hätte ein sehr klassisches Stück. Damit will ich sagen, dass sich der Klassik-Einfluss meiner Meinung nach nicht nur durch das Cello abzeichnet, sondern auch auf den Gitarren hörbar ist. Ist das Absicht, oder passiert das einfach so? Liegt das möglicher Weise an euren Einflüssen und der Musik, die ihr selbst hört?</h4>
<p><strong>Lestaya:</strong> Dein Eindruck ist richtig! Das liegt daran, dass <strong>Sorathiel</strong> und ich klassische Musiker sind, das ist einfach die Denkweise. Ich arbeite fast immer mit barocken Stimmführungen, eigentlich automatisch – berufsbedingt, das ist das, was ich den ganzen Tag mache und höre. Ich denke, es ist sogar hörbar, dass <strong>Sorathiel</strong>, der ursprünglich Flötist ist, eine andere Kompositionsweise hat, als ich als Cellistin, weil die Funktion der beiden Instrumente im klassischen Bereich eine sehr andere ist. Es ist also beides – Absicht, weil wir wissen, dass es so ist, wir könnten es aber wohl auch kaum verhindern. Und ja, wir hören auch viel Klassik, und das deutlich länger als Black Metal.</p>
<blockquote><p>&#8230; und die Texte ergeben nur im Zusammenhang mit der Musik einen Sinn.</p></blockquote>
<h4><em><strong>Flo</strong></em><i>: </i>Neben dem hörbaren klassischen Einfluss hört man auch an verschiedenen Stellen einen gewissen paganen Einfluss raus, auch durch die klar gesungenen Passagen. Welche Dinge thematisiert ihr denn in euren Lyrics? Finden sich dort auch Themen aus dem Pagan Metal-Bereich? Oder was habt ihr euch zum Thema des Albums gemacht? Wer schreibt die Texte?</h4>
<p><strong>Sorathiel:</strong> Ich nenne das lieber einen folkloristischen Einfluss, weil Heidentum in unserer Musik eigentlich keine Rolle spielt. Wir komponieren meistens um eine Melodie herum, die einen klassischen oder folkloristischen Stil hat – oder beides; das lässt sich ja nicht immer trennen. Ganz am Anfang der Band lag der Schwerpunkt noch viel stärker auf diesen Melodien. Das hat sich dann mit <strong>Alboin</strong> und <strong>Abarus</strong> etwas geändert, aber einige markante Stellen in den Songs sind davon noch übrig.<br />
Unsere Texte wollen etwas vom Menschen zeigen, dass man im Alltag nicht wahrnimmt. Solche inneren Dinge kann man schwer abstrakt beschreiben und das will auch keiner hören. Deshalb malen wir Bilder, die zu den inneren Zuständen passen. In zwei der Songs sind das Bilder, die den Menschen in Beziehung zur Natur stellen. Sowas kommt auch oft im Pagan-Metal vor, aber ich glaube, mit anderer Zielrichtung. Ich persönlich benutze vor allem die Musik als Sprache und die Texte ergeben nur im Zusammenhang mit der Musik einen Sinn. Das mag bei <strong>Lestaya</strong> anders sein …</p>
<p><strong>Lestaya:</strong> Themen aus dem Pagan Metal Bereich – eigentlich gar nicht. Allerdings ist das Setting von <em>&#8222;In die Freiheit&#8220;</em> schon ziemlich stereotyp, aber um diese Dinge, die da so pagan klingen, ging es mir gar nicht. Das ist nur zufällig da gelandet, der eigentliche Inhalt in dem Text hätte auch in irgendeinem anderen Setting stattfinden können, da geht es um das Durchlaufen verschiedener Stadien im Bewusstsein des Sterbens. Dass es so pagan klingt, hat womöglich damit zu tun, dass ich den Text in Island geschrieben habe, da habe ich eben entschieden, den Inhalt in diesen Zusammenhang zu bringen. Was übrigens auch etwas mit dem Anfangsriff zu tun hat, das ist sehr bildlich.</p>
<blockquote><p>&#8230; ich bin aber nicht in der Lage, diese synthetischen Klänge abzuhören, weil sie zu klinisch sauber sind, &#8230;</p></blockquote>
<h4><em><strong>Flo</strong><i>:</i> </em>Mir ist zu Ohren gekommen, dass ihr keinerlei synthetische Sounds auf dem Album verbaut habt, sondern jedes Instrument, das man hört (Orgel, Cello, …) echt eingespielt wurde. Warum habt ihr darauf besonderen Wert gelegt, euch eben nicht diverser Synthie-Sounds zu bedienen? Und vor allem: Wie nimmt man denn am besten eine Orgel auf?</h4>
<p><strong>Lestaya:</strong> Ich tue mich schwer mit synthetischen Klängen. Das hat was mit dem Klang, aber auch mit der Intonation zu tun. Es gibt ein paar Klänge, die zu der jeweiligen Musik sehr gut passen, bei <strong>WINDIR</strong> zum Beispiel – das könnte man kaum durch Instrumente ersetzen, weil es keine Instrumente gibt, die so klingen. Ursprünglich hatten wir als Coverversion an <em>„Todeswalzer“</em> statt an <em>„Arntor“</em> gedacht, ich bin aber nicht in der Lage, diese synthetischen Klänge abzuhören, weil sie zu klinisch sauber sind, da ist nichts Organisches dran. Das ist wahrscheinlich eine Art Streicher-Fetisch: Wenn wir einen Ton greifen, tun wir das im Zusammenhang mit der Tonart, in der wir spielen, dadurch gewinnt der Klang einfach mehr Farben und auch ggf. mehr Reibungen. Man kann bewusst mit der Intonation spielen.</p>
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-16754 size-medium alignleft" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/Ferndal-Ferndal-300x300.jpg" height="300" width="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/Ferndal-Ferndal-300x300.jpg 300w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/Ferndal-Ferndal-150x150.jpg 150w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/Ferndal-Ferndal-750x750.jpg 750w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2017/04/Ferndal-Ferndal.jpg 840w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<p>Zu den Orgelaufnahmen: eingespielt hat die Orgel meine Mutter. Dafür, dass wir in der Kirche aufnehmen durften, musste sie im Gegenzug einen ganzen katholischen Gottesdienst orgeln, da steckt also wirklich große Opferbereitschaft hinter. Der Hall ist natürlich ein Problem, der war zwar gewollt, aber hinterher Hall rausnehmen geht eben nicht, also haben wir versucht, so trocken wie möglich aufzunehmen. Zur Mikrophonierung – das hat ein Tontechniker gemacht, da kann ich nicht viel zu sagen. Aber es war verdammt kalt, wir hatten 8 Grad bei den Aufnahmen! Das war ein echtes Problem. Dann werden die Finger kalt und funktionieren nicht mehr gut, und dadurch gerät man unter Zeitdruck.</p>
<p><strong>Sorathiel:</strong> Eine Herausforderung war auch das Aufnehmen der Maultrommel, die …</p>
<p><strong>Lestaya:</strong> Schhht!</p>
<h4><em><strong>Flo</strong></em><i>: </i>Es ist ja nicht gerade üblich, dass eine Band schon ihr Debüt über ein Label veröffentlichen kann. Ihr jedoch habt euer erstes Album bereits in der <strong>EINHEIT PRODUKTIONEN</strong>-Familie unterbringen können. Wie kam es dazu?</h4>
<p><strong>Sorathiel:</strong> Wir haben <strong>Olaf</strong> (den Chef von <strong>EINHEIT PRODUKTIONEN</strong>) auf dem <strong>DARKTROLL FESTIVAL 2016</strong> kennen gelernt und auf unsere Musik angesprochen. Zu dem Zeitpunkt steckte das noch in den Kinderschuhen, aber er war immerhin so neugierig, dass er die Sache erstmal verfolgt hat. Einheit bringt ja nicht nur Pagan Metal heraus, sondern auch Black Metal, der die ganz traditionellen Pfade etwas verlässt. Und mit unserer Musik passten wir ganz gut dort hinein. Mit der recht schnellen Entstehung des ersten Albums hat sich dann eine Zusammenarbeit ergeben und dieses Jahr spielen wir selbst auf dem <strong>DARKTROLL</strong>.</p>
<h4><em><strong>Flo</strong></em><i>: </i>Ihr habt das letzte Wort – was wollt ihr euren Hörern, unseren Lesern und den ganzen Menschen da draußen noch erzählen bzw. mit auf den Weg geben?</h4>
<p><strong>Alboin:</strong> Trinkt mehr Bier, wenn ihr Beethoven hört!</p>
<h4><em><strong>Flo</strong></em><i>: </i>Eine Frage habe ich noch: Wie war das denn nun mit der Maultrommel?<i><br />
</i></h4>
<p><strong>Lestaya:</strong> Maultrommel? Welche Maultrommel?</p>
<h4><em><strong>Flo</strong></em><i>: </i>Ich danke euch vielmals für eure Zeit und eure Offenheit, wünsche euch weiterhin gutes Gelingen, ein paar geile Gigs, und man sieht sich aufm <a href="https://silence-magazin.de/bornstedter-burgbeben-vorbericht-darktroll-festival-2017/"><strong>DARKTROLL FESTIVAL</strong></a></h4>
<p><a href="http://ferndal.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Webseite</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/ferndal.official/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/wie-war-das-denn-nun-mit-der-maultrommel-im-interview-mit-ferndal/">Wie war das denn nun mit der Maultrommel? &#8211; Im Interview mit FERNDAL</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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		<title>Zwischen Metallica und dem Rest &#8211; Wicked Disciple</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2016 06:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Thrash]]></category>
		<category><![CDATA[Album]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>WICKED DISCIPLE – Traveler In Time Veröffentlichungsdatum: 01.09.2016 Dauer: 70:00 Min. Label: Eigenproduktion Stellt euch vor, ihr sitzt bei einem Festival an der Ostsee und trinkt mit den Leuten von BLACK MESSIAH das ein oder andere Kaltgetränk. Da kommt man natürlich zwangsweise ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://silence-magazin.de/zwischen-metallica-und-dem-rest-wicked-disciple/">Zwischen Metallica und dem Rest &#8211; Wicked Disciple</a> erschien zuerst auf <a href="https://silence-magazin.de">Silence Musik Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p lang="de-DE"><b>WICKED</b> <b>DISCIPLE</b> – Traveler In Time<br />
Veröffentlichungsdatum: 01.09.2016<br />
Dauer: 70:00 Min.<br />
Label: Eigenproduktion</p>
<p lang="de-DE" align="LEFT">Stellt euch vor, ihr sitzt bei einem Festival an der Ostsee und trinkt mit den Leuten von <b>BLACK</b> <b>MESSIAH</b> das ein oder andere Kaltgetränk. Da kommt man natürlich zwangsweise ins Gespräch. Und dann erzählt dir Ted Hetfield – seines Zeichens Gitarrist der angesprochenen Kapelle – von seiner Liebe zu <b>METALLICA</b> und davon, dass er ja selbst ein Nebenprojekt hätte. Und wie es der Zufall so will, kommt Anfang September der erste Langspieler – und der ist wirklich lang – raus. Unvorstellbar, aber wahr! Und da ich erstens kein Unmensch bin und zweitens <b>METALLICA</b> mag (das wird man ja wohl noch sagen dürfen) dachte ich mir so: „Das will ich mir anhören!“.</p>
<p lang="de-DE" align="LEFT"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-6669" src="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/10622831_329621083877075_396511412978130571_n-218x300.jpg" alt="10622831_329621083877075_396511412978130571_n" width="218" height="300" srcset="https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/10622831_329621083877075_396511412978130571_n-218x300.jpg 218w, https://silence-magazin.de/wp-content/uploads/2016/08/10622831_329621083877075_396511412978130571_n.jpg 699w" sizes="auto, (max-width: 218px) 100vw, 218px" /></p>
<p lang="de-DE" align="LEFT">Und deshalb gibt es heute für euch: <b>WICKED</b> <b>DISCIPLE</b> mit ihrer ersten Veröffentlichung &#8222;Traveler In Time&#8220;.</p>
<blockquote>
<p lang="de-DE">Sirenen! Immer diese Sirenen!</p>
</blockquote>
<p lang="de-DE">Gleich zu Beginn erwartet uns das, was uns schon so oft bei Metal-Musik-Produktionen erwartet. Sirenen! Man möchte fast glauben, dass im „Metal-Einmaleins“ auf Seite eins geschrieben steht: „Beginn ein Album auf jeden Fall mit der Standard-Sirene!“. Aber sei es drum. Wir hören einen Frauenchor, welcher die Sirenen mit dem künftigen Refrain besingen und dann endlich das fette Brett auf das wir gewartet haben. Der Song klingt roh, kraftvoll und stürmt nach vorne, hält schnelle Riffs und massive Soli parat. Und dann dieser Refrain. Ein verdammter Ohrwurm! Auch Stunden später hat es mich nicht losgelassen. Und dabei kann ich gar nicht sagen warum. Gut gemacht.</p>
<p lang="de-DE">Weiter geht es mit einem <b>METALLICA</b> ähnlichen Intro und interessanten Klängen. Hat schon fast etwas Orientalisches. Sehr fett marschiert auch <em>„Amok“</em> durch die Boxen. Was auffällt: Irgendwie klingt der Song ganz anders. Also klar, es ist auch ein anderer Song, aber vom Stil her. Das soll sich durch das gesamte Album ziehen. So beginnt zum Beispiel der nächste Song mit spanischen Gitarrenklängen, um danach irgendwie nach <b>CLAWFINGER</b> und danach wieder nach etwas anderem zu klingen. Langsam bin ich verwirrt und weiß noch nicht genau, wo die Reise genau hingehen soll.</p>
<p lang="de-DE">Wie gut, dass ein Blastbeat-Solo mit einer Mischung aus spanischem und orientalischem Flair da KEINE Klärung schafft.</p>
<p lang="de-DE">Zum Entspannen gibt es jetzt erst einmal ein instrumentales Stück. Es beginnt akustisch und könnte von <b>METALLICA</b> selbst sein. Natürlich dürfen am Ende die verzerrten Gitarren nicht fehlen. Wunderschön anzuhören. Und das Beste: es ist nur eins von drei instrumentalen Stücken. Es klingt groß und voll. Wunderbar, um sich zurückzulehnen und zu genießen. Nach der ganzen Genre-Aufregung braucht man das aber auch.</p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/n6PkIKt9Z0A?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<blockquote>
<p lang="de-DE">Was hatten wir noch nicht?</p>
</blockquote>
<p lang="de-DE">Ach ja: eine Mischung aus Hardrock und Punk! Aber kein Problem. Auch das deckt &#8222;Traveler in Time&#8220; ab! Kein Problem. Ich frage mich zwar, wie das passt, aber egal! Nächster Song: <em>„Divorse“</em>. Der klingt wieder wie eine Mischung aus <b>MOTÖRHEAD</b> und Klassik Rock. Und ruhig können sie auch! <em>„Now I“</em> lädt zum Träumen und Nachdenken ein. Auffällig dabei ist, dass Ted hier die zarte Seite seiner Stimme zeigt. Schön! Aber das ist nur die Ruhe vor dem Sturm, denn in <b>SLAYER</b>-Manier geht es im nächsten Song weiter. Am Ende der Platte hören wir auch nochmal Nu–Metal Einflüsse.</p>
<p lang="de-DE">Langsam neigt sich die Scheibe dem Ende. Am Ende noch der Song <em>„Jamz Said“</em>. Der Text dazu besteht aus <b>METALLICA</b>–Zitaten. Eine sehr witzige Idee und dem Komponisten eine Herzensangelegenheit.</p>
<blockquote>
<p lang="de-DE">Was bleibt?</p>
</blockquote>
<p lang="de-DE">Also zu allererst muss man sagen, dass wir von Trash-, Death-, Klassik-, Nu-, und Popmetal alles auf dem Album wiederfinden. Das ist aber gerechtfertigt und sogar gewollt. Denn auch wenn alles irgendwie anders klingt, hört man doch überall <b>WICKED</b> <b>DISCIPLE</b> heraus. Daran ist vor allem die einprägsame Art und Weise zu singen von Ted Hetfield schuld, sowie die vielen Details in den Liedern. Die Songs sind, bis auf Ausnahmen, spannend und sehr gut geschrieben. Vor allem fallen die fesselnden Soli auf!</p>
<p lang="de-DE">Es muss doch auch etwas Schlechtes geben?</p>
<p lang="de-DE">Ja! Gibt es! Leider!</p>
<p><span lang="de-DE">Und zwar das Mastering. Da kommen wir zum Grundproblem: Eigenproduktion mit wenig Geld. Und das wenige Geld war wohl beim Mastering aufgebraucht. Soll heißen: manche Übergänge sind etwas holpernd, teilweise hat man das Gefühl, dass die Songs alle in unterschiedlichen Studios aufgenommen wurden. Aber keine Angst: ich bin da wohl sehr penibel und so schlimm ist es am Ende gar nicht. Und da es sich um die erste Platte handelt und schon im nächsten Jahr die nächste Veröffentlichung ins Haus steht, wollen wir mal ein Auge zudrücken.</span></p>
<p><span lang="de-DE">Ich empfehle jedem der sich an </span><span lang="de-DE"><b>METALLICA</b></span><span lang="de-DE"> und Ähnlichem erfreuen kann: Hört bei </span><a href="https://www.facebook.com/wicked.disciple.de/?fref=ts"><span lang="de-DE"><b>WICKED</b></span> <span lang="de-DE"><b>DISCIPLE</b></span></a><span lang="de-DE"> rein! Richtig guter Stoff! Überlegt und mit viel Herz! </span></p>
<p><iframe loading="lazy" width="1140" height="641" src="https://www.youtube.com/embed/ygohaaDT6yg?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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